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- Aus privaten Sammlungen: 250 Mils des Government of Cyprus aus dem Jahr 1956
Zypern ist ein seit 1974 geteilter Inselstaat, der südlich der Türkei im östlichen Mittelmeer liegt. Der südliche Teil ist offiziell die Republik Zypern und EU-Mitglied, in dem der Euro gilt. Der nordöstliche Teil der Insel wird de facto von der selbst ernannten Türkischen Republik Nordzypern regiert, in der die türkische Lira als Währung verwendet wird. Die Insel ist seit mindestens dem 10. Jahrtausend v.u.Z. bewohnt. Aufgrund ihrer strategischen Lage im östlichen Mittelmeer wurde sie von zahlreichen Großmächten besetzt, unter anderem von den Griechen, Assyrern, Ägyptern, Persern, Römern, Franzosen, Venezianern, Osmanen und den Briten. Auf der Grundlage des Zypernabkommens von 1878 wurde sie der Verwaltung des Vereinigten Königreichs unterstellt und 1914 formell von Großbritannien annektiert. Die Zukunft der Insel wurde zum Streitpunkt zwischen den beiden wichtigsten ethnischen Gemeinschaften, den griechischen Zyprioten, die 1960 77 % der Bevölkerung ausmachten, und den türkischen Zyprioten, die 18 % der Bevölkerung bildeten. Seit dem 19. Jahrhundert strebte die griechisch-zyprische Bevölkerung die „Enosis“ , die Vereinigung mit Griechenland an, die in den 1950er-Jahren zur griechischen Nationalpolitik wurde. Die türkisch-zypriotische Bevölkerung befürwortete zunächst die Fortsetzung der britischen Herrschaft, forderte dann aber den Anschluss Zyperns an die Türkei und verfolgte in den 1950er-Jahren gemeinsam mit der Türkei eine Politik des „Taksim“, der Teilung Zyperns und der Schaffung eines türkischen politischen Staates im Norden. Die Unabhängigkeit Zyperns wurde 1960 von den Briten gewährt. Am 15. Juli 1974 führten griechisch-zyprische Nationalisten und Teile der griechischen Militärjunta einen Staatsstreich durch, um die Enosis zu erreichen. Diese Aktion war der Auslöser für die türkische Invasion Zyperns am 20. Juli 1974, die zur Einnahme des heutigen Nordzyperns und zur Vertreibung von mehr als 150.000 griechischen und 50.000 türkischen Zyprioten führte. Diese Ereignisse und die daraus resultierende politische Situation sind Gegenstand eines anhaltenden Streits. Am 1. Mai 2004 trat die Republik Zypern der EU bei, und am 1. Januar 2009 wurde sie Mitglied der Eurozone. Zwischen beiden Teilen der Insel liegt eine Pufferzone, die auch die Hauptstadt Nikosia teilt und von einer Friedenstruppe der Vereinten Nationen verwaltet wird. Als Bedingung für die Entlassung Zyperns in die Unabhängigkeit behielten die Briten außerdem mit Akrotiri und Dekelia zwei Exklaven (Militärbasen), die als Britische Überseegebiete zum Vereinigten Königreich gehören. Werfen wir nun einen Blick auf die Banknotenserie, zu der die abgebildete 250-Mils-Note gehört. Nach dem Tod von König Georg VI. im Februar 1952 folgte ihm seine Tochter, Königin Elisabeth II. auf den Thron des Vereinigten Königreichs. Für Zypern wurde eine neue Banknotenserie mit einer völlig neuen Gestaltung in vier Stückelungen geschaffen: 250 Mils, 500 Mils, 1 Pfund und 5 Pfund. Die neue Serie wurde am 1. August 1955 ausgegeben, wobei jede neue Stückelung zuerst das Datum „1ST JUNE 1955“ trug und mit der Serie A/1 begann. Für die 250-Mils-Note kamen bis 1960 vier unterschiedlich datierte Banknoten in Umlauf, für die 500-Mils-Note drei, für die 1-Pfund-Note drei und für die 5-Pfund-Note fünf. Das letzte Ausgabedatum war der 1. März 1960 (für die 250-Mils-Note und die 5-Pfund-Note). Diese Banknoten blieben im Umlauf, bis im August 1962 eine neu gestaltete Serie ohne das Porträt der Königin ausgegeben wurde, und danach noch für eine gewisse Zeit. Das Porträt der Königin für die neue Banknotenserie basiert auf einer Fotografie, die Dorothy Wilding während einer Porträtsitzung kurz nach Elisabeths Ernennung zur Monarchin aufgenommen hat. Die Königin trägt das Georg-IV-Staatsdiadem, das anlässlich der Krönung Georgs IV. im Jahr 1820 geschaffen wurde. Das Diadem ist mit den Symbolen der Rose, der Distel und des Kleeblatts gestaltet und enthält 1.333 Diamanten. Königin Elisabeth II. trug das Diadem häufig bei Staatsanlässen. Seit 1879 war das zypriotische Pfund in 180 Piaster unterteilt, aber im Laufe der Jahre gewannen die Vorschläge zur Dezimalisierung an Unterstützung, und im August 1953 genehmigte ein Ausschuss die Änderung, um das Pfund mit 1000 Mils gleichzusetzen. Die am 1. August 1955 eingeführte Banknotenserie war die erste, die das neue Dezimalsystem umsetzte. Darüber hinaus ist diese Serie die letzte zirkulierende Serie aus der Zeit vor der Unabhängigkeit Zyperns. Objekttyp: Banknote (Staatspapiergeld) Sammlung: Sammlung Karl Köhler Authentizität: Original, Umlaufbanknote Land/Region/Ort: Zypern, Britische Kolonie Emittent: Government of Cyprus Nominal: 250 Mils Datierung: 1. Februar 1956 (1ST FEBRUARY 1956) Umlauf: 1.8.1955 bis Anfang der 1960er-Jahre Vorderseite: Rahmen aus Guillochen. Wertzahl in drei Ecken, eine Umrisskarte Zyperns in der vierten Ecke (unten rechts). Oben links „ISSUED BY THE GOVERNMENT OF CYPRUS“. Die Wertzahl in Wörtern Mitte links auf Griechisch (oben) und Türkisch (unten). Mitte rechts ein Porträt von Königin Elisabeth II. in einem Ornamentrahmen über der Umrisskarte. Rückseite: Rahmen aus Guillochen. Mitte „GOVERNMENT OF CYPRUS“. Wertzahl Mitte links. Rechts Staatswappen im Lorbeerkranz (zwei Löwen). Material: Papier, weiß Wasserzeichen: Adlerkopf von der Rückseite einer Silbermünze von Paphos aus dem 5. Jahrhundert vor unserer Zeit Druck: Bradbury, Wilkinson & Company, London, Großbritannien Format: 126 x 74 mm Nummerierung: A/7 034969 Zitate: Cyprus 33a (Standard Catalog of World Paper Money, Vol. II, General Issues) Cyprus B1335 (Linzmayer: The BANKNOTE BOOK: Cyprus) PMG-Grading : 211 Stück zum 10.03.2025 gegradet, 67EPQ (TOP POP, 4 Stück), 66EPQ (45 Stück), 65EPQ (21 Stück) Donald Ludwig Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus einer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com .
- Philippinen: Entwicklungen beim Polymer (Teil 2)
Am 8. Mai 2023 berichtete „The Philippine Star“, dass neue Polymerbanknoten in den Nennwerten von 100- und 500-Piso vorbereitet werden. Präsident Marcos hat die Designentwürfe für diese beiden neuen Ausgaben genehmigt; diese wurden aber noch nicht veröffentlicht. Es wird erwartet, dass die Rückseiten der Banknoten den derzeit im Umlauf befindlichen Papierscheinen ähneln, aber die Vorderseiten neue Motive mit einem Tier oder einer Pflanze aufweisen werden. Derzeit im Umlauf befindliche 100-Piso-Note von 2020 Derzeit im Umlauf befindliche 500-Piso-Note von 2020 Ein mögliches, unbestätigtes, Design für den neuen 500er wurde zunächst hier berichtet. In der offiziellen Pressemitteilung wurde ebenfalls stolz erwähnt, dass die 1000-Piso-Polymerbanknote die IBNS-Auszeichnung „Banknote des Jahres“ für das Jahr 2022 gewonnen hat ( hier im Blog berichtet). In der Pressemitteilung wurden auch diese bekannten Fakten über Polymerbanknoten genannt, um die Öffentlichkeit nach und nach aufzuklären und sie vorzubereiten: Polymerbanknoten sollen aufgrund ihrer glatten und nicht absorbierenden Oberfläche weniger anfällig für die Übertragung von Viren und Bakterien sein. Es wurde auch festgestellt, dass Polymerbanknoten 2,5- bis viermal länger halten als Papiergeld, was die anfänglich höheren Produktionskosten mehr als ausgleicht. Ausgehend von den Erfahrungen anderer Zentralbanken könnten die Ausgaben für die Emission von Banknoten durch die Verwendung von Polymerbanknoten um 40 bis 60 % gesenkt werden. Polymerbanknoten haben auch einen geringeren „CO2-Fußabdruck“ und verbrauchen weniger Wasser und Energie. Donald Ludwig ( polymernotes.com )
- Lust auf SEX?
Sex verkauft sich gut, wie man so schön sagt. Wenn wir an das Sammeln von Banknoten denken, kommt einem Sammler Sex normalerweise nicht in den Kopf, aber „SEX“ hat eine bestimmte Banknote zu einem Dauerbrenner unter Sammlern gemacht. Die Seychellen gaben im Juli 1968 eine neue Banknotenserie heraus, auf der Königin Elisabeth II. auf allen fünf Nennwerten abgebildet war. Die Entwürfe wurden von Wendy Veevers-Carter und Mary Hayward gezeichnet. Wilhelmine Veevers-Carter geb. Day, Wendy genannt (1931-2018), eine in New York City geborene US-Amerikanerin, war die Tochter des Schriftstellers Clarence Shepard Day, Jr. („Life with Father“). Sie heiratete 1954 den britischen Abenteurer und Geschäftsmann Richard Mark Veevers-Carter, mit dem sie viele Jahre auf den Seychellen lebte. Im November 1970, einige Monate nach dem frühen Tod ihres ersten Mannes, kehrte sie in die Vereinigten Staaten zurück. Mary Hayward war eine einheimische Künstlerin, die Entwürfe sowohl für Briefmarken als auch für Banknoten anfertigte, oft in Aquarell und/oder in Tinte. Original-Entwurf Die 50-Rupien-Banknote wurde entworfen, um eine einfache Szene mit einem Zweimastschoner, der an der Küste der Seychellen entlangsegelt, und mit einer Palme auf der rechten Seite zu zeigen. In die Gestaltung wurde das berühmte Annigoni-Porträt von Königin Elisabeth II. eingefügt. Dieses weit verbreitete Porträt wurde einem Gemälde von Pietro Annigoni nachempfunden, das 1954 von der Worshipful Company of Fishmongers privat in Auftrag gegeben, aber erst 1955 fertiggestellt wurde. Dieses Porträt erschien auch auf den Banknoten der Insel Man, Maltas, Rhodesiens, Trinidad und Tobagos sowie der Seychellen. Eine leicht veränderte Version erschien außerdem auch auf den Banknoten von Fidschi, Jersey, den ostkaribischen Staaten und Mauritius. Bevor der Entwurf der Banknote fertiggestellt und graviert wurde, wurde rechts eine zusätzliche Palme hinzugefügt. Es scheint, dass der Graveur (Brian Fox) von Bradbury Wilkinson & Co., aus welchem Grund auch immer, die Wedel der Palmen so gezeichnet hat, dass sie ein bestimmtes Wort ergeben. Drehen Sie die Banknote um 90 Grad nach links, schauen Sie auf die Palmen, und was sehen Sie? Das Wort „SEX“ in den Palmen wurde entdeckt, als die 50-Rupien-Banknote noch im Umlauf war. Eine britische Zeitung berichtete schon im Oktober 1972 darüber und illustrierte das versteckte Wort in den Palmen. Dies dokumentiert, dass das Wort „SEX“ schon recht früh entdeckt wurde. Wenn man heute im Internet nach „Seychelles SEX 50 Rupees“ sucht, findet man zahlreiche Beispiele dafür, dass die Banknote zur Versteigerung steht und/oder humorvolle Artikel darüber, darunter zum Beispiel diesen: Am 19. April 2016 berichtete „MailOnline“ (Großbritannien): „ Würden SIE für 'Sex' bezahlen? Seltene Banknote der Seychellen, die das Wort über dem Kopf der Königin zu zeigen scheint, wird versteigert“. Die Seychelles News Agency (SNA) berichtete darüber in ihrem Artikel „The Central Bank of Seychelles possesses two 50 rupees notes with the letters „SEX“ highly sought-after by collectors“ vom 21. August 2015: In den 1970er Jahren gehörte die Inselgruppe der Seychellen im Indischen Ozean zum britischen Reich, bis sie 1976 ihre Unabhängigkeit erlangte. Damals gab es eine 50-Rupien-Banknote (Gegenwert von $4) mit dem Porträt der britischen Königin Elisabeth II. und ihrem Kopf in der Nähe einiger Kokospalmen. Diese Banknote wurde 1973 aus dem Verkehr gezogen. Bis vor kurzem interessierte sich niemand für diese Banknote, bis die BBC ankündigte, dass die auf Auktionen spezialisierte Firma Duke's of Dorchester diese Banknoten, die neben dem Kopf der Königin von England die Buchstaben „SEX“ tragen, zum Verkauf anbieten wird. Die Auktion sollte im Oktober stattfinden. Für die Central Bank of Seychelles CBS ist diese Information nicht neu. „ Nach Recherchen, die wir für das Buch über die Geschichte des Geldes der Seychellen durchgeführt haben, entdeckten wir einen Artikel aus dem Jahr 1972, in dem über die Buchstaben „ SEX “ neben dem Kopf der Königin auf der Banknote berichtet wurde. Wir haben das Buch 2007 und 2008 veröffentlicht “ , erklärt der Leiter der Bankdienstleistungen Mike Tirant gegenüber der SNA. Das Wasserzeichen auf der Banknote ist der Kopf des schwarzen Seychellen-Papageis. Die Note wurde mit folgenden Daten ausgegeben: 1st JANUARY 1968, 1st JANUARY 1969, 1st OCTOBER 1970, 1st JANUARY 1972 und 1st AUGUST 1973. Das Datum 1969 ist mit Abstand das seltenste, gefolgt von dem Datum von 1970. Es folgen die Banknoten mit dem Datum 1968, 1973 und 1972. Katalognummern: Pick 17 (Standard Catalog of World Paper Money) BNB B124 (The Banknote Book) Die folgende Anzahl von ausgegebenen Banknoten wurde von PMG bis zum 18. April 2023 gegradet: Datum 1968: 33 Stück Datum 1969: 7 Stück Datum 1970: 20 Stück Datum 1972: 102 Stück Datum 1973: 86 Stück Das bisher höchste vergebene Grade ist 67EPQ (1 Stück 1968 und 5 Stück 1973). Und wie viel kostet SEX in „guter Qualität“ heutzutage? Eine PMG-gegradete 67EPQ-Banknote (Datum 1973) wurde am 23. März 2023 bei Heritage Auctions für 2.220 USD verkauft. Und davor wurde eine andere 67EPQ (Datum 1973) am 23. Oktober 2021 für 2.400 USD verkauft, ebenfalls bei Heritage Auctions. Donald Ludwig Quellen: „Sex“ and „Hate“ in Seychelles 1968 QEII Series (Jaime Sanz, IBNS Journal 56-4, S. 38-39). a „Dear Editor“ s ubmission by Colin Narbeth (IBNS Journal 34-1, page 9). The Portraits of Queen Elizabeth II, Portrait 9 (Peter Symes, http://www.pjsymes.com.au/qe2/default.htm ). The Central Bank of Seychelles possesses two 50 rupees notes with the letters "SEX" highly sought after by collectors.
- Die aktuelle Aruba-Serie – ein genauerer Blick
Am 3. Juni 2019 gab die Centrale Bank van Aruba (CBA) eine neue, technologisch fortschrittliche, vertikal ausgerichtete Banknotenserie raus. Das Thema lautet „Life in Aruba“ (das Leben in Aruba) und die Scheine enthalten Design-Elemente, die die arubanische Flora, Fauna, das kulturelle Erbe, Denkmäler und Wahrzeichen zeigen. Über die Ausgabe dieser Serie wurde am 5. Juni 2019 hier im Blog berichtet. Schauen wir uns die Banknoten genauer an: 10 Florin: Auf der Vorderseite ist die Grüne Meeresschildkröte abgebildet, oben ein kleiner Gefleckter Schwarzpunkt-Kofferfisch und unten der Gemeine Seefächer. Die Rückseite zeigt die ein Gebäude der Goldmühlenruinen von Bushiribana und oben eine kleine Grüne Meeresschildkröte. 25 Florin: Auf der Vorderseite ist ein Trupial auf einem Zweig sitzend abgebildet, zusammen mit einem kleinen Steinkauz oben und Passionsblumen unten. Die Rückseite zeigt zerbrochene Töpferware und oben einen kleine Trupial. 50 Florin: Auf der Vorderseite ist die Blaukrabbe abgebildet, oben eine kleine Eidechse und unten Portulak (ein Mittagsblumengewächs). Die Rückseite zeigt den Willem-III-Turm und die Kanonen von Fort Zoutman in Oranjestad sowie oben eine kleine blaue Krabbe. 100 Florin: Auf der Vorderseite ist ein Grüner Leguan abgebildet, zusammen mit einer kleinen Eidechse (Gestreifte Anole) oben und einer Aloe-Vera Pflanze unten. Die Rückseite zeigt tanzende Frauen mit Bändern und oben einen kleinen Grünen Leguan. Diese Banknote gewann den Preis „IBNS Bank Note of the Year 2019“. 200 Florin: Ein Karibikkarakara ist auf der Vorderseite abgebildet, zusammen mit einem kleinen Moskitokolibri oben und einem Thunfisch-Feigenkaktus unten. Die Rückseite zeigt Musikinstrumente und oben einen Karibikkarakara im Flug. Wasserzeichen (Shoco). Diese innovative und sehr beliebte Banknotenserie umfasst die folgenden Sicherheitsmerkmale: Stichtiefdruck (Intaglio): Für verschiedene Designelemente auf jeder Banknote benutzt. Elemente für sehbehinderte Menschen: Erhabene Tinte in Form einer kleinen Welle befindet sich oben und unten auf der Vorderseite jeder Banknote: 1 Welle für die 10er, 2 Wellen für die 25er, usw. Ein MOTION SURFACE®-Streifen verläuft über die Vorderseite jeder Banknote. Kippen Sie jede Banknote, um die pulsierenden Sonnenstrahlen und die dreidimensionalen Tröpfchen zu sehen, die die Sterne darunter vergrößern. Farbwechselnde Tinte: Der Kopf eines St.-Thomas-Sittichs einschließlich des Nennwerts, ist mit optisch variabler Tinte (OVI) in der Mitte der Vorderseite jeder Banknote aufgedruckt. Kippt man die Banknoten, sieht man einen Welleneffekt, bei dem die Farbe von Gold zu Grün wechselt. Wasserzeichen: Jede Banknote zeigt eine Shoco (Aruba-Grabkauz oder Kaninchenkauz, seit 2015 Nationalsymbol von Aruba) und das stilisierte CBA-Logo. UV-Druck: Unter ultraviolettem Licht kommen folgende Merkmale zum Vorschein: der Nennwert, versteckte Tiere, die jedem Nominal entsprechen, und Sicherheitsfasern in drei Farben (blau, rot und gelb) auf jeder Banknote. Die Banknoten wurden von Crane Currency gedruckt. Donald Ludwig ( polymernotes.com )
- IBNS Banknote of the Year Award 2022: Und der Gewinner ist…
Die Bangko Sentral ng Pilipinas (Zentralbank der Philippinen) wurde von der International Bank Note Society (IBNS) mit dem prestigeträchtigen „Banknote of the Year Award 2022“ ausgezeichnet. 19 Banknoten waren für diese Auszeichnung nominiert, 6 Polymer-, 3 Hybrid- und 10 Papierbanknoten. Der Gewinner und überwältigende Favorit ist die 1000-Piso-Banknote, die am 18. April 2022 von den Philippinen ausgegeben wurde. Die 1000-Piso-Banknote wurde von Note Printing Australia gedruckt und ist die erste Ausgabe einer neuen Banknotenserie, die sich auf die Fauna und Flora der Philippinen konzentriert. Der philippinische Adler, der Nationalvogel der Philippinen, steht auf der Vorderseite der 1000-Piso-Polymerbanknote im Mittelpunkt. Er ist auch als Affen-fressender Adler oder großer philippinischer Adler bekannt und ist eine vom Aussterben bedrohte Art, die nur in den Wäldern der Philippinen vorkommt. Der philippinische Adler gilt in Bezug auf Länge und Flügelfläche als der größte noch existierende Adler der Welt. Die Rückseite der 1000-Piso-Banknote ist ähnlich gestaltet wie ihr Papierpendant und zeigt den Tubbataha Reefs Natural Park (UNESCO-Weltkulturerbe), eine Umrisskarte des Landes und eine Südseeperle. Weitere Einzelheiten zu dieser Banknote finden Sie hier ! Die Battenberg Gietl Verlag GmbH führte hier im Geldschein-Blog und in der Zeitschrift „Münzen & Sammeln“ ebenfalls eine Umfrage für „Die Banknote des Jahres 2022“ durch und die philippinische 1000-Piso-Banknote wurde auch hier zum Sieger gekürt. Sehen Sie die Ergebnisse hier ! Der zweite Platz geht an die 50-Pfund-Banknote der Ulster Bank in Nordirland, die am 15. Juni 2022 ausgegeben wurde und Flora, Fauna und Industriearbeiter zeigt. Lesen Sie hier mehr über die Banknote! Diese Note erhielt auch den zweiten Platz bei der Umfrage zur „Banknote des Jahres 2022“! Der dritte Platz geht an die schottische 100-Pfund-Note (Bank of Scotland), die Sir Walter Scott und Dr. Flora Murray zeigt und am 9. Mai 2022 ausgegeben wurde. Lesen Sie hier mehr über die Banknote! Die Plätze vier bis sechs gehen an: die 2000-Dinars-Banknote aus Algerien (mit dem Märtyrer-Denkmal auf der Vorderseite), die 50-Dollars-Banknote aus Barbados (mit Errol Barrow, dem ersten Premierminister des Landes, auf der Vorderseite) und die 10-Pfund-Banknote aus Ägypten (mit der Al-Fattah-Al-Aleem-Moschee in der neuen Verwaltungshauptstadt auf der Vorderseite). Alle sechs setzen den beliebten Polymertrend im Banknotendruck und bei Sammlern fort, wobei die algerische Banknote eine Hybridbanknote ist (die anderen fünf bestehen zu 100 % aus Polymer). Interessant ist es, dass sich keine der zehn nominierten Papierbanknoten unter den ersten sechs platzieren konnte. Die Zeiten haben sich geändert! Herzlichen Glückwunsch an alle Gewinner! Sind Sie Mitglied der IBNS ? Wenn nicht, treten Sie bei! Donald Ludwig ( www.polymernotes.com )
- Nikaragua: Taktile Markierungen zum 500er hinzugefügt
Am 10. April 2023 kündigte die Zentralbank von Nikaragua (Banco Central de Nicaragua, BCN) die Ausgabe einer verbesserten 500-Córdobas-Polymerbanknote an. Die BCN hat bereits für die 5-, 10- und 20-Córdobas-Nominale neue, aktualisierte Banknoten mit taktilen Markierungen für Sehbehinderte ausgegeben. Nun folgt die 500-Córdobas-Note und es wird erwartet, dass die anderen Stückelungen auch bald folgen werden. Die 500-Córdobas-Polymerbanknote hat die gleiche Gestaltung und die gleichen Sicherheitsmerkmale wie ihr derzeit im Umlauf befindliches Gegenstück. Die folgenden Änderungen wurden vorgenommen: Es wurde ein taktiles Element hinzugefügt, um die Identifizierung durch Sehbehinderte zu erleichtern. Es besteht aus 24 Punkten, die in vier Spalten zu je sechs Punkten auf der rechten unteren Seite der Vorderseite und auf der linken unteren Seite der Rückseite der Banknote angeordnet sind. Die Serie (die Buchstaben vor den Ziffern der Kontrollnummer) hat sich von A zu AA und AB geändert. Die Schriftart für die Kontrollnummer auf der linken Seite hat sich geändert. Die neue Schriftart ist OCR-B, die auch auf den Euro-Banknoten verwendet wird. Die Schriftart für die aufsteigende Kontrollnummer auf der rechten Seite ist die gleiche. Das Datum auf der Banknote wurde von „18 DE OCTUBRE DE 2017“ auf „24 DE NOVIEMBRE DE 2021“ geändert. Die Unterschiften auf der aktualisierten Banknote bleiben gleich, ebenso wie die anderen Sicherheitsmerkmale. Die 500-Córdobas-Polymerbanknoten, die sich derzeit im Umlauf befinden, behalten ihre Gültigkeit und werden zusammen mit den neuen Banknoten in Umlauf bleiben, bis sie nach und nach ersetzt werden. Donald Ludwig ( polymernotes.com )
- England: Millionen von Polymerbanknoten mit König Charles III. werden derzeit gedruckt
Am 18. Januar 2023 haben wir hier im Blog die neuen Designs der Polymerbanknoten der Bank of England mit dem Porträt von King Charles III. angekündigt und illustriert: Die BBC berichtete am 7. April 2023, dass die neuen Polymerbanknoten zwar in Millionenauflage gedruckt werden, aber erst Mitte nächsten Jahres in Umlauf kommen sollen. Der Banknotendruck ist teilweise fertig, aber zuerst müssen Maschinen wie Geldautomaten in der Lage sein, die neuen Scheine zu erkennen. Dieser Prozess erfordert eine relativ lange Vorlaufzeit (Software-Updates sind notwendig). Die bereits im Umlauf befindlichen Banknoten mit dem Porträt von Königin Elisabeth II. (derzeit etwa 4,7 Milliarden Stück im Wert von 82 Milliarden Pfund) können auch nach Einführung der neuen Scheine verwendet werden. Sie werden erst bei erhöhter Nachfrage oder bei Abnutzung ersetzt. Donald Ludwig ( polymernotes.com )
- Die neue polnische Kopernikus-Gedenkbanknote: ein genauerer Blick
Am 9. Februar 2023 wurde die neue 20-Złotych-Polymerbanknote zum 550. Geburtstag und zum 480. Todestag von Nikolaus Kopernikus in einer kleinen Gedenkmappe ausgegeben. Diese neue Gedenkbanknote wurde hier erstmals angekündigt: https://www.geldscheine-online.com/post/nikolaus-kopernikus-auf-polymer-kunststoff Die Banknote wurde in den Filialen der polnischen Zentralbank „first come, first served“ verkauft. In Warschau beispielsweise standen 7.324 Banknoten zum Kauf bereit. Die Tickets wurden ab 7:45 Uhr am Ausgabetag an die Wartenden vor der Zentralbank verteilt. Etwa 300 Personen standen Schlange, um die begehrten Tickets zu erhalten, mit denen eine Person bis zu 10 Banknoten (pro Ticket) erwerben konnte. Sobald man ein Ticket in der Hand hatte, überquerte man die Straße und wartete vor der Filiale, wo die Banknoten an drei Kassenschaltern verkauft wurden. Diese Polymerbanknote kann immer noch im Online-Shop der Zentralbank bestellt werden, aber die Banknoten müssen persönlich abgeholt oder an eine polnische Adresse verschickt werden. Detaillierte Informationen über die Gedenkbanknote sind jetzt verfügbar, lesen Sie weiter... Die Vorderseite der Banknote zeigt stilisierte Abbildungen eines Quadranten und eines Fragments des heliozentrischen Systems, mit einem großen Porträt von Nikolaus Kopernikus („Mikołaj Kopernik“) ganz rechts. Die Rückseite der Banknote zeigt Abbildungen historischer Münzen: die Vorder- und Rückseite eines Danziger Sechsgroschenstücks (Gdánsk szóstak), die Vorderseite einer Münze aus Elbing (Elbląg szóstak) und die Vorderseite des preußischen Schillings aus Thorn (szeląg Toruń). Im Hintergrund (links) sieht man das Schloss des Ermländischen Kapitels in Allenstein (Olsztyn). Das Highlight dieser Polymerbanknote ist das große transparente blaue Fenster (Vorderseite, unten links), das das Cinema™-Merkmal von CCL Secure enthält. Dieses Sicherheitsmerkmal zeigt mehrere Abbildungen des Planeten Erde, der sich um die Sonne dreht, und ist eine Hommage an die bahnbrechende Entdeckung des Astronomen. Das Cinema™-Merkmal bietet einen 10 mm umfassenden Tiefeneffekt in Kombination mit einer Drehung der Erde um die Sonne. Ein kleines, sichelförmiges, transparentes Fenster flankiert das Cinema™-Merkmal und zeigt einen Text aus Kopernikus' Darstellung unseres heliozentrischen Sonnensystems in seinem Werk „De revolutionibus orbium coelestium“ (Über die Umlaufbahnen der Himmelssphären). Die Komplexität und dimensionale Illusion des 25 mm breiten Cinema™-Merkmals wird durch ein mittig angeordnetes, völlig klares und transparentes Fenster mit Vignettenlinien und Schattenbildern ergänzt, das den anderen Planeten, die die Sonne umkreisen, weitere Tiefe und Bewegung sowie einen historischen Kontext verleiht, d. h. eine Darstellung unseres heliozentrischen Sonnensystems. Bei Tageslicht ist dieses Merkmal ein weißes, fotografisches Bild des inneren Sonnensystems: unter UV-Licht jedoch leuchtet es gelb, eine Metapher für die farbenfrohe Schönheit des Universums, in dem wir leben. Diese Merkmale sind alle in das Guardian™-Substrat eingebettet, um die Sicherheit zu maximieren. Ein vertikaler, schillernder Streifen ist ein zusätzliches Sicherheitsmerkmal auf der Rückseite der Banknote, das die Abbildungen der alten Münzen ergänzt. Ebenfalls in das Substrat eingebettet ist ein multitonales Schattenbild (Schattenwasserzeichen), das Blätter des Ornaments des Gebäudes zeigt, in dem Kopernikus lebte. Die Gedenkbanknote wurde von Polska Wytwornia Papierow Wartosciowych (PWPW), der polnischen Sicherheitsdruckerei, auf dem Polymersubstrat Guardian™ gedruckt. Sie ist die erste polnische Banknote und die zweite ausgegebene Banknote der Welt, die ein Cinema™-Merkmal enthält, das beeindruckende visuelle 3D- und Bewegungseffekte erzeugt. Die weltweit erste Banknote mit Cinema™-Funktion war die libanesische 100.000-Pfund-Note aus dem Jahr 2020. Lesen Sie hier darüber: https://www.geldscheine-online.com/post/libanons-neue-100-000-livres-gedenkbanknote und hier: https://www.geldscheine-online.com/post/libanon-proof-hefte-f%C3%BCr-die-neue-gedenkbanknote-zu-100-000-livres Pressemeldung (u.a.): https://cclsecure.com/ccl-secure-collaborates-with-polish-security-printing-works-on-commemorative-20-zloty-banknote/ Donald Ludwig ( polymernotes.com )
- Ein Tag in Swakopmund
Was kann man in Namibia, dem ehemaligen Deutsch-Südwestafrika, an einem freien Samstag im März unternehmen? Natürlich könnte man auf eine der zahlreichen Safaris gehen, um die „Big Five“ (Löwe, Leopard, Spitzmaulnashorn, afrikanischen Buschelefanten und afrikanischen Büffel) und darüber hinaus Giraffen, Zebras, Strauße und vieles mehr in einem nahe gelegenen Reservat zu sehen. Oder man könnte einen Tagesausflug von der Hauptstadt Windhuk zum berühmten Swakopmund an der Atlantikküste machen. Ankunft in Swakopmund. Mein eintägiges Abenteuer in Swakopmund begann um 5 Uhr morgens in Windhuk, als mich mein Fahrer abholte und wir die ca. 360 km lange Strecke bis zur Küstenstadt fuhren. Wir kamen um 8:30 Uhr bei bedecktem Himmel an. Am frühen Nachmittag klarte das Wetter auf und es wurde ein schöner, sonniger und warmer Tag. Swakopmund bedeutet auf Deutsch „Mündung des Swakop-Flusses“. Die Stadt wurde 1892 von Kapitän Curt von François als Haupthafen von Deutsch-Südwestafrika gegründet und ist die Hauptstadt des Verwaltungsbezirks Erongo. Swakopmund hat ca. 45.000 Einwohner und erstreckt sich über eine Fläche von 196 Quadratkilometer Land. Die Stadt liegt am Rand der Namib-Wüste und ist das viertgrößte Bevölkerungszentrum des dünn besiedelten Landes. Swakopmund ist heute ein Badeort mit vielen wunderschönen Beispielen deutscher Kolonialarchitektur. Swakopmund: Altes Amtsgericht, erbaut 1906. Swakopmund: Hohenzollern-Gebäude, erbaut 1906. Swakopmund: Altes Hansa-Hotel, erbaut 1905. Swakopmund: Fachwerk Biergarten, erbaut 1899 und Adler-Apotheke in der ehemaligen Kaiser-Wilhelm-Straße. Gebäude der Swakopmunder Buchhandlung, erbaut 1911. Swakopmund: Altstadthof. Wenn man durch die Stadt läuft, sieht man überall deutsche Namen und Architektur. Die Hauptstraße in Nord-Süd-Richtung, die am Meer entlangführt, heißt passenderweise „Strandstraße“. Andere Straßen, denen man bei einem Spaziergang durch die Stadt begegnet, heißen z. B. Berg-, Bismarck-, Hafen-, Ludwig Koch- und Werft-Straße. Die deutsche Kolonialarchitektur ist in der Stadt wunderschön erhalten geblieben. Zu den Höhepunkten gehören das Alte Amtsgericht, das Hohenzollernhaus (1906 erbaut, ursprünglich ein Hotel), die Deutsche Evangelische Kirche (1912 eingeweiht), das Woermann-Haus und die bei Geldscheinsammlern bekannte Swakopmunder Buchhandlung (1911 gegründet). Bevor ich fortfahre, werfen wir einen kurzen Blick auf die Geschichte von Deutsch-Südwestafrika: 1881 gründete der deutsche Kaufmann Adolf Lüderitz aus Bremen eine Fabrik in Lagos in Britisch-Westafrika, die jedoch nicht erfolgreich war. Er und sein Bremer Kaufmannskollege Heinrich Vogelsang wollten dennoch in Afrika Fuß fassen und beschlossen, eine deutsche Kolonie in Südwestafrika zu gründen, das damals noch von keiner Kolonialmacht beansprucht wurde. Sie wollten den deutschen Siedlern, die zu dieser Zeit in Scharen ihr Mutterland in Richtung Nordamerika verließen, wo sie nicht mehr unter deutschem Einfluss standen, eine Alternative bieten. Am 16. November 1882 beantragte Lüderitz bei Reichskanzler Bismarck Schutz für eine Station, die er in Südwestafrika errichten wollte. Nachdem ihm dieser gewährt worden war, kaufte sein Mitarbeiter Heinrich Vogelsang von einem Eingeborenenhäuptling Land und gründete in Angra Pequena eine Siedlung, die in Lüderitz umbenannt wurde. Am 24. April 1884 stellte er das Gebiet unter den Schutz des deutschen Kaiserreichs, um ein mögliches Vordringen anderer europäischer Mächte zu verhindern. Die deutsche Flagge wurde schließlich am 7. August 1884 in Südwestafrika gehisst. Die deutschen Ansprüche auf das Land wurden auf der Berliner Konferenz bestätigt. Deutsch-Südwestafrika war von 1884 bis 1919 offiziell eine Kolonie des Deutschen Reiches, jedoch von 1915 bis 1919 besetzt. Am 9. Juli 1915 kapitulierte die kleine deutsche Schutztruppe vor den Union Defence Forces (Briten und Südafrikaner) unter dem Kommando des Premierministers der Südafrikanischen Union, General Louis Botha. Entsprechend dem Versailler Vertrag von 1919 musste Deutschland alle seine Kolonien abtreten. Mit einer Gesamtfläche von 835.100 km² war es anderthalb Mal so groß wie das damalige Deutsche Reich auf dem europäischen Festland. In der Kolonie lebten 1913 etwa 200.000 Einwohner, davon rund 12.500 Deutsche. Nach dem Krieg wurde die Verwaltung von der Südafrikanischen Union (Teil des britischen Empire) als Völkerbundmandat übernommen. Am 21. März 1990 wurde das Land als Namibia unabhängig. Werfen wir auch noch einen Blick auf die Währungsgeschichte von Deutsch-Südwestafrika: Von 1884 bis 1901 war die Hauptwährung von Deutsch-Südwestafrika das britische Pfund Sterling. Im Jahr 1885 wurde die deutsche Mark in Umlauf gebracht. 1893 wurde ein offizieller Kurs festgelegt (1 Pfund zu 20 Mark) und die Mark wurde als offizielle Währung eingeführt. Die Mark des Deutschen Reichs war bis 1914 im Umlauf. Wenige Tage nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs wurde eine eigene deutsch-südwestafrikanische Papiergeld-Emission von Kassenscheinen mit der Währungsbezeichnung „Mark“ genehmigt und in den Stückelungen 5, 10, 20, 50 und 100 Mark ausgegeben (allgemein bekannt als „Seitznoten“, benannt nach Theodor Seitz, der 1910 Gouverneur von Deutsch-Südwestafrika geworden war). Als die Besetzung Südafrikas 1915 begann, wurde die Mark offiziell durch das Britische Pfund ersetzt. Die besetzte Kolonie war auf einen so plötzlichen Währungswechsel nicht vorbereitet und die Münzen waren knapp. Viele Unternehmen und Betriebe begannen, ihre eigenen Kleingeldscheine im Wert von 10 Pfennig bis 3 Mark auszugeben. Die vielen Ausgaben sorgten für Verwirrung. Die Handelskammer in Windhuk beauftragte daher die Swakopmunder Buchhandlung mit der Ausgabe einer Reihe von Gutscheinen, die ab dem 25. April 1916 in der gesamten Kolonie in Umlauf gebracht wurden. Sie zirkulierten bis Januar 1918, als die Briten sie verbieten ließen. Diese kleinen Scheine wurden in den Stückelungen 10, 25 und 50 Pfennig sowie 1, 2 und 3 Mark ausgegeben. Da sie unter südafrikanischer (britischer) Verwaltung ausgegeben wurden, werden diese Gutscheine von vielen sowohl als deutsch-südwestafrikanische als auch als britische Empire/Commonwealth-Ausgaben betrachtet. Siehe dazu Hans-Ludwig Grabowski: „ Die deutschen Banknoten ab 1871 “ (Spezialkatalog), 22. Auflage (2021), Seiten 508-519 für detaillierte Informationen über alle diesen Ausgaben. Impressionen aus dem Swakopmunder Museum. Kissenbezug mit gestickter Abbildung einer sog. Seitznote zu 100 Mark von 1914. Diese Arbeit wurde im Freundeskreis der Gouverneursgattin Ada Seitz um 1915 angefertigt. Der Höhepunkt meines Besuchs in Swakopmund war der Besuch der Geldausstellung im Museum: https://www.museums.com.na/museums/coast/swakopmund-museum . Das Swakopmunder Museum, das größte private Museum in Namibia, wurde 1951 von dem Zahnarzt Dr. Alfons Weber gegründet. Es zeigt Exponate aus den Bereichen Zoologie, Geologie, Archäologie und Technik sowie aktuelle und historische Exponate über die namibische Kultur und sein Volk. Zwei Glasvitrinen illustrieren die Geldgeschichte Namibias mit Scheinen und Münzen aus dem Deutschen Reich, Deutsch-Südwestafrika, Südwestafrika und Namibia, wobei der Schwerpunkt bei den Gutscheinen der Swakopmunder Buchhandlung liegt. Die Seitznoten, Gutscheine der Swakopmunder Buchhandlung und die älteren südwestafrikanischen und südafrikanischen Banknoten sind als Fotokopien gezeigt. Die Original-Banknoten befinden sich nicht in den Vitrinen. Dies geschah, um sie nicht nur vor Licht, sondern auch vor Diebstahl zu schützen. Im Jahr 2009 wurde ein äußerst seltener, einzigartiger und nicht ausgegebener 10-Mark-Schein der Swakopmunder Buchhandlung angeblich aus dem Museum gestohlen und befindet sich nun in der Privatsammlung eines prominenten Kolonial-Sammlers in Deutschland. Nach Angaben des Sammlers hat er die Note rechtmäßig von den Erben des ehemaligen Besitzers erworben. Nach Angaben des Museums wurde ein Museumsangestellter durch einen deutschen Besucher/Händler bestochen, den Schein aus der Sammlung zu stehlen. Dieser verkaufte ihn dann an den jetzigen Besitzer weiter. Selbstverständlich kann nach deutschem Recht kein Eigentum an Diebesgut erworben werden. Seit 2009 bemüht sich das Museum aktiv um die Rückgabe des Muster-Scheins. Eine Fotokopie davon ist ausgestellt und auf einem Etikett sind die Geschichte des Diebstahls und die Namen zweier Personen in Klartext aufgeführt: der Person, die an dem Diebstahl bzw. dem unrechtmäßigen Verkauf/Erwerb beteiligt war, sowie die des Sammlers, der die Notausgabe jetzt besitzt und deren Rückgabe bis heute verweigert. Es bleibt zu hoffen, dass dieser seltene Schein eines Tages seinen Weg zurück nach Swakopmund findet, wo er hingehört. Mein Tagesbesuch endete mit einem köstlichen Mittagessen im Village Café, das sich gegenüber der Swakopmunder Buchhandung befindet, einem Besuch der Kristallgallerie, einem Spaziergang auf der Mole und einem durch die Dünen in der Namib-Wüste südlich der Stadt. Diese Dünen sind die höchsten der Welt und ragen stellenweise mehr als 300 Meter über den Wüstenboden hinaus. Wenn Sie einen Besuch in Namibia planen, sollten Sie Swakopmund unbedingt auf die Liste der zu besuchenden Orte setzen! Donald Ludwig ( polymernotes.com )
- NUMISMATA München 2023: Rekordverdächtig!
Am Wochenende vom 4. und 5. März 2023 veranstaltete die Organisatorin Angela Modes die 53. NUMISMATA München im MOC Veranstaltungszentrum im Münchner Norden. In den vergangenen drei Jahren (2020-2022) hatte die Messe wegen der Covid-Pandamie nicht stattgefunden. In diesem Jahr war die Veranstaltung mit mehr als 220 Ausstellern ausverkauft. Samstag Morgen waren alle Straßen zum Veranstaltungszentrum verstopft, das Parkhaus füllte sich schnell und Hunderte von hobbybegeisterten Sammlern warteten bereits ungeduldig in der Lobby auf die Eröffnung der Messe um 9:30 Uhr. Die NUMISMATA ist eine weltbekannte Münz- und Banknotenmesse mit einer unverwechselbaren Atmosphäre und einer seit 1970 gepflegten Tradition. Sie ist eine numismatische Großveranstaltung für Münzen und Medaillen von der Antike bis zur Neuzeit, Primitivgeld, Banknoten, historische Wertpapiere, Aktien und vieles mehr. Die NUMISMATA hat sich als einer der wichtigsten numismatischen Treffpunkte für Aussteller und Sammler aus aller Welt etabliert. Die dreijährige Unterbrechung hat den Enthusiasmus der Händler und Sammler nicht geschmälert, sondern im Gegenteil noch verstärkt. Das Team des Veranstalters war sichtlich froh, endlich wieder eine neue Börse zu veranstalten, nachdem die letzte 2020 wegen Corona abgebrochen werden musste. Natürlich war auch der Battenberg Gietl Verlag wieder mit seiner Fachliteratur für Sammler auf der NUMISMATA vertreten. Einige Impressionen von der NUMISMATA in München. Neben den über zweihundert Händlern und Ausstellern aus aller Welt waren auch große deutsche und internationale Auktionshäuser vertreten, darunter Heritage Auctions, Leipziger Münzhandlung, Lockdale's, Stack's Bowers, Künker, Teutoburger Münzhandel und World Banknote Auctions. Numismatisches Zubehör konnte sowohl bei Leuchtturm als auch bei Lindner Falzlos erworben werden, die beide große Stände mit einer Fülle an Zubehör für den gesamten Münz- und Banknotenbedarf besetzten. NGC/NCS/PMG war ebenfalls mit einem großen Stand vertreten und nahmen Münzen und Banknoten zur Bewertung an. Sammler und Händler standen Schlange, um vor allem Banknoten für die mit Spannung erwartete Vor-Ort-Bewertung einzureichen, die auf der kommenden MIF Paper Money Fair im April 2023 in Maastricht angeboten wird. Die NUMISMATA-Tradition ist in der Tat gut und lebendig. Wir sehen uns nächstes Jahr wieder in München! Donald Ludwig ( polymernotes.com )
- Neue 25- und 50-Dollars-Gedenkbanknoten der Cayman Islands
Die Währungsbehörde der Cayman Islands (Cayman Islands Monetary Authority, CIMA) gab am 20. Februar 2023 bekannt, dass sie im Rahmen der Feierlichkeiten zu ihrem 25-jährigen Bestehen zwei neue Gedenkbanknoten ausgibt. Bei den Papierbanknoten handelt es sich im Wesentlichen um die derzeit umlaufenden 25- und 50-Dollars-Noten mit folgenden Änderungen: Das Serienpräfix lautet D/4. Ein holografisches Folien-Merkmal mit dem CIMA-Logo zum 25-jährigen Bestehen wurde links neben dem Porträt von Königin Elisabeth II. angebracht. Die Unterschrift des Finanzministers (The Honourable André Ebanks, MP) ist neu. Laut der offiziellen Pressemitteilung bleiben die anderen Sicherheitsmerkmale wie das Wasserzeichen einer Schildkröte, das aufsteigende Kontrollnummern-Format und der holografische Streifen unverändert. Allerdings wurde bei den neuen Scheinen der Serie D/4 der holografische Streifen entfernt, um Platz für das Jubiläumslogo zu schaffen (siehe Abbildungen). Die 50-Dollars-Gedenkbanknote wurde Mitte Februar 2023 über die Retail-Banken in Umlauf gebracht, die 25-Dollars-Gedenkbanknote soll bald darauf folgen. Donald Ludwig
- Die Cayman Islands werden Elisabeth II. durch König Charles III. auf ihren Banknoten ersetzen
Am 30. Januar 2023 gab die Cayman Islands Monetary Authority (CIMA) bekannt: „In Anbetracht des Ablebens Ihrer Majestät Königin Elisabeth II. wird die derzeit im Umlauf befindliche Währung der Cayman Islands auslaufen und durch ein neues Design mit dem Bildnis Seiner Majestät König Charles III. ersetzt.“ Eine vollständige Neugestaltung der derzeitigen Banknoten ist bereits im Gange. Dieser Prozess wird voraussichtlich im Jahr 2024 abgeschlossen sein. Das derzeitige Design zeigt die einheimische Meeresfauna und -flora sowie Hinweise auf die Geschichte der Seefahrt und auf landschaftlich reizvolle Orte. Abbildungen: Pick 5f (1 Dollar) und Pick 37a (100 Dollars), Vorder- und Rückseiten. Die CIMA bittet die einheimische Öffentlichkeit in einer Online-Umfrage um ihre Meinung, um herauszufinden, welches Thema für die neuen Banknoten am beliebtesten ist. Die Teilnehmer haben die Möglichkeit, aus bestimmten Themen zu wählen, und können darüber hinaus eigene Ideen einbringen. Mit Ausnahme des Porträts der verstorbenen Königin, das durch das von König Charles III. ersetzt wird, bleiben die Münzgestaltungen gleich. Um zu gewährleisten, dass physisches Bargeld noch viele Jahre lang als Zahlungsmittel zur Verfügung steht und akzeptiert wird, nutzt die CIMA diese Gelegenheit auch, um das Papier der Banknoten auf ein Polymer-Substrat umzustellen, das haltbarer und kostengünstiger ist. Donald Ludwig ( polymernotes.com )












