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- Norddeutsches Papiergeld-Sammlertreffen am Samstag, den 30. Mai 2026 in Oberaula
Das Norddeutsche Papiergeld-Sammlertreffen ist umgezogen: Es findet dieses Jahr am Samstag, den 30. Mai 2026 in Oberaula in Hessen statt. Grund für den Umzug ist die zentrale Lage Oberaulas in der Mitte Deutschlands, die eine bessere Anreise ermöglichen soll. Beginn ist wieder 10:00 Uhr mit Börse und Fachsimpelei. Die Besucher erwartet ein vielfältiges Angebot an Banknoten Deutschland und Welt sowie Notgeld. Ab 17:00 Uhr sind Vorträge geplant. Sammler und Händler sind willkommen, Händler- und Sammlertische sind noch verfügbar. Teilnehmer melden sich bitte an bei Hugo Schneider: schneider.hugo@gmx.de Veranstaltungsort: Park-Hotel Zum Stern, Hersfelder Straße 1, 36280 Oberaula. Parkplätze vorhanden. PKW: A4/A5/A7 Abfahrt Kirchheim. ÖPNV: Zug bis Bad Hersfeld, dann Bus. Dr. Sven Gerhard
- Münzabbildungen auf Geldscheinen
Viele Sammler von Geldscheinen legen sich als Beiwerk gern Dinge ins Album, die mit Geldscheinen im weitesten Sinne in Verbindung stehen. Das Material ist vielfältig und scheinbar unerschöpflich. Wir kennen Banknoten u. a. als Toilettenpapier, Schwämme, Handtücher, auf Streichholzheftchen, Postkarten und Telefonkarten, und – da grafisch oft anspruchsvoll – wohl am beliebtesten auf Briefmarken. Abb. 1: Block der Russischen Post von 2015 – 3 x 40 Rubel mit dem Porträt von Jewgeni Iwanowitsch Lamanski (russisch : Евгений Иванович Ламанский) 1825–1902, er war ein russischer Bankier und Direktor der Staatsbank des Russischen Reiches von 1867 bis 1881. In einigen Ländern bildete man aber Münzen auf Geldscheinen ab. Die Auswahl hier beschränkt sich jedoch auf Beispiele und soll Sammler anregen, sich auch mit diesem Nebengebiet der Notaphilie zu beschäftigen. Oftmals wurden antike Münzen abgebildet, die damit auf die lange Geschichte ihrer Länder hinweisen sollen. In den meisten Fällen wurden originale Münzen real dargestellt; es kommen aber auch zeichnerisch nachempfundene Abbildungen vor. Abb. 2: 20 Złotych 1994, Rs., Banknote der Polnischen Nationalbank mit einem abgebildeten silbernen Denar aus der Zeit von Bolesław I. Chrobry: Silhouette eines Vogels mit der Umschrift PRINCES POLONIE (auch der 10-Zl.-Schein aus dieser Banknotenserie zeigt einen Denar. Abb. 3: 5 Dollars 1886, Rs., Silver Certificate (US-Schatzamt) mit abgebildeten fünf Silbermünzen – 2 x 2 Rückseiten und 1 Vorderseite des sog. Morgan-Dollars; auf den kalifornischen sog. Gold-Nationalbank-Noten ab 1870 sind auf den Rückseiten mehrere Goldmünzen zu 1, 2½, 5, 10 und 20 $ abgebildet; eine 25-Cents-Münze ist auf einem 25-Cents-Schein 1839 des Bankbüros von George F. Hupp Winchester, Virginia, und eine 50-Cents-Münze auf einem 50-Cents-Schein der Lumbermen‘s Bank at Warren abgebildet. Abb. 4: 1 Gulden 15. Juni 1940, Rs., Muntbiljet mit abgebildeter 1-Gulden-Silbermünze – während des Zweiten Weltkriegs gab Niederländisch-Indien, das zu dieser Zeit vom Mutterland abgeschnitten war, aufgrund des Silbermangels entsprechende Geldscheine heraus. Abb. 5: 1 Riyal 1984, Vs., Banknote des saudi-arabischen Währungsamts mit der Abbildung eines ähnlich goldenen Dinars aus dem Umayyad Kalifat – die Nachfolger-Banknoten zeigen neben König Abdullah bin Abdul Aziz al-Saud die Vorderseite der ersten islamischen Münze. Abb. 6: 20 Yen 1873, Rs., Banknote des japanischen Finanzministeriums mit Vorder- und Rückseite einer goldenen 2-Yen-Münze von 1870. Abb. 7: 1 Rupee (1935), Vs., Geldschein des Government of India mit Wertangabe in acht indischen Sprachen; die silberne 1-Rupie-Münze von 1917 zeigt König Georg V. als Kaiser von Indien auf der Vorderseite – ähnlich den ¼-Rupie- und ½-Rupie-Münzen. Abb. 8: 50 Drachmai 1. Februar 1943, Rs., Banknote der Bank von Griechenland mit der Abbildung einer silbernen Didrachme des griechisch-mazedonischen Bundes Epeiros aus der Zeit 232–168 v. Chr. – Vs. Zeus und Dione, Rs. Stier und ΑΠΕΙ / ΡΩΤΑΝ (Herkunftsort); während der Hyperinflation wurden weitere Banknoten mit Münzabbildungen ausgegeben – z. B. 5 Mio. Drachmen vom 19. September 1944 oder 100 Mio. Drachmai vom 20. Oktober 1944 mit einer Dekradrachme aus Syrakus auf der Vorderseite. Abb. 9: 0,50 Franc 1917, Vs., Kassenbon der französisch-westafrikanischen Kolonialregierung/Senegal mit Vorder- und Rückseite einer gezeichneten silbernen 50-Centimes-Münze ohne Jahreszahl; ähnliche Ausgaben gibt es für die französischen Kolonien Dahomey, Elfenbeiküste und Guinea (1 und 2 Fr.). Abb. 10: 1 Peso 6. Dezember 1913, Rs., Banknote der Nationalbank von Mexiko mit einer abgebildeten silbernen 1-Peso-Münze von 1881, Vorder- und Rückseite. Abb. 11: 1 Afghani 1984, Vs., Banknote der afghanistanischen Zentralbank mit der Abbildung des Banklogos auf den Banknoten der Serien von 1979 bis 2022; im Logo der 1939 gegründeten Bank ist die Rückseite der angeblich größten antiken Goldmünze zu 20 Stater enthalten; sie wurde zwischen 171 und 145 v. Chr. im Gebiet des heutigen Afghanistan geprägt und zeigt die griechische Inschrift ΒΑΣΙΛΕΩΣ ΜΕΓΑΛΟΥ / ΕΥΚΡΑΤΙΔΟΥ. Abb. 12: 1000 Dollar 1. Januar 2012, Rs., Banknote der Standard Chartered Bank Ltd. mit der Abbildung der Vorderseite eines bronzenen Cash Token aus der chinesischen Tang Dynastie (732–907 n. Chr.) mit der Inschrift Kaiyuan Tongbao. Abb. 13: 500 Dram 1993, Vs., Banknote der Zentralbank von Armenien, abgebildet ist das Porträt von König Tigranes II. dem Großen auf der Vorderseite einer silbernen Tetradrachme aus der Zeit etwa 95 bis 55 v. Chr.; auch die Vorderseite der 100.000-Dram-Banknote von 2009 zeigt eine antike Münze: silberne Drachme vom Typ „Napki“ – 475 bis 576 n. Chr. für die Westprovinzen der Hephthaliten geprägt. Angeblich bildete man lt. Wikipedia auf den 1-Rupien-Scheinen für Niederländisch-Indien eine wertgleiche 1-Rupien-Münze ab und wollte damit der größtenteils analphabetischen Bevölkerung helfen, den Wert der Muntbiljets zu erkennen. Möglicherweise gab es gleiche Überlegungen bei der Anfertigung der britisch-indischen 1-Rupien-Scheine von 1935 (Abb. 7), bei den Kassenbons der afrikanischen Kolonien Frankreichs (Abb. 9) und bei den Banknoten Mexikos (Abb. 10). Anders bei dem abgebildeten Schein zu 5 Dollars (Abb. 3): Statistiken geben etwa nur 15 Prozent Analphabeten für 1886 in den USA an. Deshalb gab es beim Bureau of Engraving an Printing (BEP) keine ähnlichen Überlegungen. Nicht nur auf Banknoten wurden alte und zeitgenössische Münzen abgebildet – auch auf Faltblättern für Gedenkmünzen findet man Münzabbildungen. Die Royal Australian Mint gab 2013 eine Serie anlässlich des Centenary of Banknotes von 2 x 20 Cents und 1 x 50 Cents aus: 20 Cents 2013/5 Pounds 1913 = Flussverlauf des Hawkesbury River, 20 Cents 2013/10 Shillings 1913 = Goulburn Weir, die Wehranlage am Goulburn River, 50 Cents 2013/1 Pound1913 = Victoria Hill Quartz Mine in Bendigo. Die Gedenkausgabe kombinierte somit historische australische Banknotenmotive mit Sujets auf Rückseiten der 2013-er Münzen. Bei der Dezimalisierung der australischen Währung wechselte man 1966 1 Australisches Pfund in 2 Australische Dollars. Abb. 14: Ausschnitt des Folders mit drei Münzen von 2013; hier wurde eine 20-Cents-Münze abgebildet, die den Hawkesbury River zeigt, und an die Ausgabe des 5-Pfund-Scheins von 1913 erinnert; dort ist auf der Rückseite ebenfalls ein ähnliches Motiv zu sehen. Häufig verwendet wurden spanische 8-Reales-Münzen aus der Zeit von 1791 bis 1808 als Illustration auf sog. "Wildkatzen-Banknoten" (Wildcat Notes). Diese Münzen liefen in den frühen USA um und wurden als „Spanish Dollars“ bezeichnet. Nicht nur in Neuengland wurden die 8-Reales-Münzen mitunter beschnitten und man erhielt dadurch Klein- bzw. Wechselgeld. Ein Real wurde umgangssprachlich als „Bit“ bezeichnet (= 12 ½ Cents), „two bits“ galten einen Vierteldollar, 4 Reales = ½ Dollar und 8 Reales = 1 Dollar. Ein Real bzw. mehrere Reales wurden auf 5-, 3-, 2- und 1 Dollar-Scheinen abgebildet, kommen aber auch auf Scheinen zu 50, 37 ½, 25 und hauptsächlich zu 12 ½ Cents vor – Beispiele: Abb. 15: 5 Dollars 1.Mai 1841, Vs., Manhattan Bank Ohio, abgebildet sind fünf Rückseiten der 8-Reales-Münzen von 1806; das Motiv der spanisch-amerikanischen Silbermünze findet man auf weiteren sog. Wildcat-Banknoten und Privatausgaben: 3 Dollars 1837 Dixon Hotel Co. Illinois, 2 Dollars 1856 Thames Bank Laurel Indiana, 1 Dollar 1861 Corporation of Richmond Virginia, 50 Cents 1861 Bank of Tennessee Nashville, 37 ½ Cents 1837 Whaling, Sealing & Manufacturing Co. Newark New Jersey, 25 Cents 1841 Manchester Insurance Co., 12 ½ Cents 1816 Union Bank of Maryland Baltimore. Schlussendlich kann man die Fantasiescheine mit einer Fantasiemünze nicht außer Acht lassen: die nicht offiziellen Geldzeichen der Kryptowährung „Bitcoin“. Das 2007 erfundene und 2009 bekannt gemachte digitale Geld kennt keine physischen Geldscheine und Münzen. Als Geldeinnahme wurden für Sammlerzwecke jedoch Scheine und Marken erdacht, die online und offline zum Kauf angeboten werden. Es existieren goldüberzogene Bitcoin-Münzen und vergoldete Bitcoin-Scheine und sogar Bitcoin-Spielgeldscheine. Abb. 16: 100 Bits 2009, Vs., abgebildet ist eine Bitcoin-Marke, die das ausgedachte Bitcoin-Logo zeigt; es gibt grafisch unterschiedliche 1-Bitcoin-Scheine aus verschiedenen Jahren, so den Einer von 2022, der an die erste Mondlandung erinnert und als "Moon Money" bezeichnet wird – bemerkenswert sind die 5-Millibit-Bitcoin-Noten (= 0,005 BTC) schweizer Herkunft von 2022, die 10.000-Satoshi-Scheine von 2025 „im Wert“ von 0,0001 Bitcoin (BTC), vergoldete 1-Mio.-Dollars-Scheine mit Bitcoin-Motiv und die Bitcoin-Bündel mit Banderolen; Bildbelege von Bitcoin-Scheinen und Bitcoin-Münzen gibt es zu Dutzenden. Auch von anderen Krypto-Währungen gibt es Fantasiescheine, z. B. Ethereum Goldfolie-ETH-Scheine von 2015 oder 1-, 5-, 10-, 20-, 50- und 100-ETH-Scheine sowie 1 Mio. Drops 2012 von Ripple (XRP), 1000 Lites 2014 von Litecoin (LTC), Xcoins and Dark Coins 2014 von Dash (DASH) oder 1 Zeg 2016 von Zcash (ZEC). Michael H. Schöne Quellen: https://auction.sedwickcoins.com https://de.numista.com https://de.wikipedia.org https://enumizmatyczny.pl https://nl.wikipedia.org https://www.ansichtskartenversand.com https://www.businesswire.com https://www.coinarchives.com https://www.coinbooks.org https://www.ebay.de https://www.pmgnotes.com https://www.ragoarts.com
- Leserpost: Geldscheinfund
Sehr geehrte Damen und Herren, beim Umzug meiner Mutter habe ich in einem Kuvert die Banknoten im Anhang gefunden. Haben diese einen Sammlerwert? Danke Ihnen im Voraus für eine Rückmeldung! L. Baruzzo Antwort der Redaktion: Hallo Herr Baruzzo. Bei dem 1000-Dollars-Schein der Konföderierten Staaten von Amerika aus dem Jahr 1861 handelt es sich leider um kein Original (siehe Abb.), sondern um einen einfachen Nachdruck. Original zu 1000 Dollars der Konföderierten Staaten von Amerika vom 28. Mai 1861, Vorderseite. Abb. PMG. 1000 Dollars der Konföderierten Staaten von Amerika Von diesem Tausender wurden lediglich 607 Exemplare ausgegeben. Die Vorderseite zeigt links ein Porträt von John Caldwell Calhoun und rechts eines von Präsident Andrew Jackson. Die Konföderierten Staaten gaben ihr erstes Papiergeld im April 1861 in Montgomery in Alabama heraus, als die Konföderation gerade einmal zwei Monate alt war und der Ausbruch des Bürgerkriegs unmittelbar bevorstand. Anfangs wurde die Währung der Konföderierten im gesamten Süden als Zahlungsmittel mit hoher Kaufkraft akzeptiert. Im Verlauf des Krieges nahm jedoch das Vertrauen in den Erfolg der Konföderierten ab, die Menge an Papiergeld zu und die Einlösungsdaten wurden immer weiter in die Zukunft verschoben. Die Südstaaten-Währung verlor immer mehr an Wert und es kam zu einem für Inflationen typischen Preisanstieg. Dies war zum Teil auch darauf zurückzuführen, dass die Union gefälschte Konföderationswährung druckte. Am Ende des Krieges war die Währung der Südstaaten praktisch wertlos geworden. Als die Konföderation dann als politische Einheit aufhörte zu existieren, verlor das Geld schließlich seinen gesamten Wert. Fast alle in Montgomery ausgegebenen Scheine, so auch Ihr Nachdruck und das abgebildete Original, tragen die Unterschriften von Alex B. Clitherall (Register) und E. C. Elmore (Treasurer). Bei den Originalen handelt es sich allerdings um Handunterschriften und bei dem Nachdruck um gedruckte Faksimile-Unterschriften. Die in der ursprünglichen Hauptstadt der Südstaaten Montgomery ausgegebenen Scheine zu 50, 100, 500 und 1000 Dollars sind Beispiele für Gravur- und Druckkunst von höchster Qualität. Im direkten Vergleich mit Ihrem einfachen Nachdruck werden die Unterscheide sehr deutlich, was sich nicht nur auf den beim Nachdruck fehlenden grünen Unterdruck bezieht, sondern auch auf die Qualität der Porträts und die gesamte Ausführung. Als die Regierung der Konföderation nach Richmond in Virginia verlegt wurde, waren qualifizierte Graveure und Drucker schwer zu finden und die Druckqualität der Scheine der Konföderierten nahm deutlich ab. Würde es sich bei Ihrem Schein um ein Original handeln, dann würde er einen stattlichen Sammlerwert besitzen, der in einer gebrauchten Erhaltung immer noch bei einigen Zigtausend Dollars läge. So kann hier leider kein verifizierbarer Wert angegeben werden. 100 Dinars von Jugoslawien Bei dem zweiten Schein handelt es sich um einen Hunderter der Nationalbank der Föderativen Republik Jugoslawien vom 1. Mai 1955. Diese Scheine kamen ab 25. April 1957 in Umlauf. In gleicher Gestaltung und mit gleichem Datum dann ab 1964 von der Nationalbank Jugoslawiens ausgegeben. Es handelt sich um den kleinsten Wert einer Serie Banknoten in Beträgen zu 100, 500, 1000 und 5000 Dinars, der ab der Serie 1965 entfiel. Diese Scheine sind sehr häufig und selbst in druckfrischer Qualität nur wenige Euro wert. Ihr sehr stark gebrauchter Schein besitzt deshalb praktisch keinen Sammlerwert. Mit den besten Grüßen Hans-Ludwig Besler (Grabowski)
- Alfons Mucha – Die weniger bekannte Seite des Meisters des Jugendstils
Wer war Alfons Mucha? Er war Künstler, d.h. Maler, Grafiker und Designer. Sein unverwechselbarer Jugendstil-Flair kennzeichnet seine Arbeiten. Schöne Frauen in neoklassizistischen Kleidern – poetisch umrahmt von floralen Motiven – waren sein Markenzeichen. Sie setzten Maßstäbe und fanden in allen Bereichen Nachahmung. Sein Hauptwerk zeigt ihn auch als glühenden Anhänger der slawischen Idee. Als 1918 die tschechoslowakische Republik ausgerufen wurde, war er einer der Ersten, die sich in den Dienst des neuen Staates stellten. Abb. 1: Alfons Mucha in seinem Pariser Studio um 1899, Abb. Wikimedia Commons. Restauriert mit KI. Abb. 2.1: Werbenote der „Státní tiskárna cenin, s. p.“, o. D., Vorderseite mit dem Brustbild Alfons Muchas. Abb. 2.2: Werbenote der „Státní tiskárna cenin, s. p.“, o. D., Rückseite. Alfons Mucha erblickte am 24. Juli 1860 im mährischen Städtchen Ivancice das Licht der Welt. Sein Vater Ondrej entstammte einer alten Winzerfamilie. „Er war ein launiger Mensch mit einer blühenden Fantasie, der im Freundeskreis mit Vorliebe seine Kriegserlebnisse schilderte.“ [1] Nach siebenjähriger Militärzeit musste der gelernte Schneider den Posten eines Gerichtsdieners annehmen, da die wenigen Äcker absterbenden Weinlands nicht zum Lebensunterhalt ausreichten. Aus erster Ehe hatte er drei Kinder: Aloisie, Antonie und Augusta. 1859 heiratete der 37jährige Witwer Amalie Malá. Sie stammte aus Budisov bei Trebic, wo ihr Vater eine Mühle besaß. Zweifellos brachte sie eine anständige Mitgift mit in die Ehe. „Amalie war schön, blauäugig, schwarzhaarig, und von der Mutter her, einer geborenen Ratkowska, polnischer Abstammung. Sie war fromm, von feinem Benehmen, sehr belesen ...“ [2] Aus der Ehe gingen wiederum drei Kinder hervor: Alfons, Andela und Anna. Sechs Jahre lang, bis 1871, besuchte Alfons die Schule in Ivancice. Für den Besuch des slawischen Gymnasiums in Brünn fehlte das Geld. Er durfte die Schule dennoch besuchen, weil er im Domchor unterkam. Er fiel jedoch weniger durch gute Leistungen auf, als durch häufiges unentschuldigtes Fehlen. Gute Noten hatte er nur im Zeichnen und Gesang. 17jährig verließ er vorzeitig die Schule und bemühte sich um die Aufnahme an der Prager Akademie. Professor Lhotas Urteil über die eingereichten Arbeiten: „einfach untalentiert“. Nach der Absage nahm der junge Mann die Stelle eines Gerichtsschreibers in seinem Geburtsort an. Etwa zwei Jahre später zog es ihn nach Wien, dem politischen und kulturellen Zentrum der Habsburgermonarchie. Hier fand er eine Anstellung bei der Firma Kautski-Brioschi-Burkhart als Maler von Bühnenbildern und Theaterkulissen. Als 1881 ein verheerender Brand das Ring-Theater, den Hauptkunden des Unternehmens, verwüstete, wurde Mucha arbeitslos. Mit dem Anfertigen von Porträts verdiente er sich in Mikuloy, einer Stadt in Südmähren, seinen bescheidenen Lebensunterhalt. Der Gutsbesitzer Graf Eduard Khuen Belasi erkannte sein Talent und beauftragte ihn, eine Reihe von Wandgemälden für sein Schloss Emmahof zu malen, sowie später auch für Schloss Gandegg in Tirol. Der Graf förderte den jungen Mucha und ermöglichte ihm Reisen nach Venedig, Florenz und Mailand. Als es Mucha im September 1885 zum Studium an die renommierte Münchner Akademie der Bildenden Künste zog, übernahm der Graf großzügig die Studiengebühren und Lebenshaltungskosten. R estriktive Maßnahmen der bayerischen Behörden gegenüber ausländischen Studenten veranlassten Mucha, München zu verlassen. 1888 zog er nach Paris und schrieb sich an der Académie Julian und im folgenden Jahr an der Académie Colarossi ein. Diese Institutionen boten Unterricht in einer breiten Palette künstlerischer Stile an. An der Académie Julian studierte Mucha bei Jules Lefebvre, einem Meister der weiblichen Akte und allegorischen Gemälde, sowie bei Jean-Paul Laurens, der für seine realistischen und dramatischen historischen und religiösen Werke bekannt war. Als sich Mucha jedoch 1889 dem dreißigsten Lebensjahr näherte, hielt sein Gönner seine Ausbildung für ausreichend und stellte seine finanzielle Unterstützung ein. Abb. 3: Muchas Plakat mit Sarah Bernhardt zur Oper Gismonda von 1894. Abb. Wikimedia Commons. Nun verdiente Mucha seinen Lebensunterhalt mit Illustrationen für die Wochenzeitschrift „La Vie populaire“. Ende 1894 nahm seine künstlerische Laufbahn eine unerwartete Wendung. Die Pariser Opernvirtuosin Sarah Bernhardt erteilte ihm den Auftrag, das Plakat für die Oper „Gismonda“ zu entwerfen. [3] Das Plakat fand eine außergewöhnliche Beachtung, sodass zahlreiche Aufträge von Unternehmen folgten. Mucha schuf nun zahlreiche Werbeplakate, darunter für JOB-Zigarettenpapier, Ruinart-Champagner, Lefèvre-Utile-Kekse, Nestlé-Babynahrung, Idéal-Schokolade, die Biere der Maas, Moët-Chandon-Champagner, Trappestine-Brandy sowie Waverly und Perfect Fahrräder. Der endgültige Durchbruch gelang ihm dann auf der Pariser Weltausstellung im Jahr 1900. Während der Weltausstellung hatte Mucha die Idee zu einem Gemäldezyklus zur Geschichte der slawischen Völker. Im März 1904 reiste Mucha mit Empfehlungsschreiben der Baroness Salomon de Rothschild nach New York, um Finanziers für sein Projekt zu finden. Während eines panslawischen Banketts in New York City traf Mucha den wohlhabenden Geschäftsmann Charles Richard Crane, einen leidenschaftlichen Slawophilen, der den Weg für das ehrgeizige Projekt ebnete. 1909 kehrte Mucha aus den Staaten endgültig nach Prag zurück. In den Jahren 1911 bis 1928 entstand dann das Hauptwerk des tschechischen Malers, das „Slawische Epos“ – im Originaltitel „Slovanská Epopej“. Ein Gemäldezyklus zeigt in 20 großformatigen Tempera-auf-Leinwand-Bildern die Geschichte der slawischen Völker. Mucha wurde nicht nur durch seine öffentlichkeitswirksamen und den Stil einer ganzen Epoche repräsentierenden Werke berühmt. Er setzte sich auch aktiv für die Selbststbestimmung seiner Heimat ein. Schon im Mai 1918 unterhielt er Beziehungen zu illegalen tschechischen Organisationen. Er zeichnete die ersten tschechoslowakischen Briefmarken mit der Silhouette der Prager Burg, die noch vor dem Zusammenbruch der österreichisch-ungarischen Monarchie gestochen und gedruckt wurden, sodass sie schon am 18. Dezember 1918 an die Postschalter kamen. Abb. 4 – 6: Tschechoslowakische Briefmarken nach Entwürfen von Alfons Mucha. Für Mucha war es auch eine Selbstverständlichkeit, dass er sich an der Gestaltung der tschechoslowakischen Banknoten beteiligte. Der Entwurf des ersten neuen Geldscheins, der vom tschechoslowakischen Bankamt am 7. Juli 1919 ausgeben wurde, stammt von ihm. Es ist die graublaue 100-Kronen-Note mit dem Ausgabedatum vom 15. April 1919. Die Vorderseite zeigt ein florales Muster. Unter dem Textblock die vier Wappen der tschechoslowakischen Landesteile von links nach rechts: das Wappenschild mit dem doppelschwänzigen Löwen steht für Böhmen, das mit dem Adler für Mähren, es folgt das Wappen Schlesiens, das ebenfalls einen Adler mit einem weißen Halbmond mit einem Schwert zeigt. Den Abschluss bildet das Wappen der Slowakei, ein Patriarchenkreuz, aus einem Dreiberg ragend. Die Rückseitenabbildungen sind eine Liebeserklärung an seine Ehefrau Maruška Chytilová (1882 – 1959). [4] Links und rechts ihr gespiegeltes Brustbild. Dazwischen ein Falke mit ausgebreiteten Flügeln über einem Herz. Die Komposition des Scheins ist typisch für Muchas Ikonographie. Die Note wurde bei Národní politika in Prag auf Papier ohne Wasserzeichen gedruckt. Da die einheimische Druckerei nicht über entsprechende Druckmöglichkeiten verfügte, wurde sie schon bald gefälscht und bereits am 31. Januar 1921 ungültig. Abb. 7.1: 100 Kronen, 15. April 1919 mit Perforation NEPLATNÉ, Vorderseite. Größe 165 x 95 mm. Im Umlauf vom 7. Juli 1919 – 31. Januar 1921. [5] Abb. 7.2: 100 Kronen, 15. April 1919 mit Perforation NEPLATNÉ, Rückseite. Auch der Schein zu 20 Kronen vom 15. April 1919 wurde von Alfons Mucha entworfen. Auf der Vorderseite eines seiner Lieblingsmotive, das Bildnis seiner Tochter Jaroslava (1909 – 1986) in vier Rondellen. Von der Rückseite blickt gespiegelt das Profil eines jungen Soldaten, der die Nationalflagge trägt. Zwischen den beiden Bildnissen ein Schwert, das auf der Spitze steht. Abb. 8.1: 20 Kronen, 15. April 1919 mit Perforation SPECIMEN, Vorderseite. Format 152 mm x 93 mm. Gedruckt auf Papier mit Wasserzeichen. Im Umlauf vom 31. Januar 1920 – 30. Juni 1928. Abb. 8.2: 20 Kronen, 15. April 1919 mit Perforation SPECIMEN, Rückseite. Auch die 10 Kronen-Note vom 15. April 1919 ist im perfekten Jugendstil ausgeführt, dennoch scheinen Vorder- und Rückseite keine rechte Einheit zu bilden. Während die Rückseite unverkennbar Muchas Stil widerspiegelt und die lächelnden Spiegelporträts seiner Tochter abbilden, wurde die Vorderseite von Rudolf Rössler entworfen, der hierbei zwei Medaillons mit hussitischen Soldaten verwendete, die Alois Mudruňka beisteuerte. Abb. 9.1: 10 Kronen, 15. April 1919. Perforation SPECIMEN, Vorderseite. Format 143 mm x 84 mm. Im Umlauf vom 26. Februar 1920 bis 31. Mai 1944. Abb. 9.2: 10 Kronen, Perforation SPECIMEN, 15. April 1919. Rückseite. Nach Gründung der tschechoslowakischen Nationalbank (Národná Banka Česloslovenska) wurde die Note mit veränderter Aufschrift nochmals ausgegeben. Abb. 10.1: 10 Kronen, 2. Januar 1927. Vorderseite. Format 143 mm x 84 mm. Im Umlauf vom 11. April 1927 bis 31. Mai 1944. Abb. 10.2: 10 Kronen, 2. Januar 1927. Rückseite. Der wahrscheinlich schönste und originellste Entwurf aus der Hand des großen tschechischen Künstlers dürfte die 500-Kronen-Note vom 15. April 1919 sein. Hier zeigt sich seine Meisterschaft in einer kompositorischen Allegorie die Personifizierung der slawischen Völker – die Slavia – mit den Zügen seiner Tochter, Vögeln und Früchten darzustellen. Die Vorderseite zeigt sich von ihrer besten Seite. In einem Bogen gibt sie den Blick auf die Prager Burg frei, dem architektonischen Symbol der tschechischen Hauptstadt. Ein kriegerischer Vater mit einem Dolch im Gürtel schaut mit seinem kleinen Sohn Richtung Burg. Dabei wenden sie dem Betrachter ihre Rückseite zu, während sich die junge Mutter lächelnd in Richtung ihres Mannes beugt. Dabei scheint sie mit ihrer rechten Hand, die eine Spindel hält, auch die Banknote zu halten. Ein wahrer Geniestreich des Künstlers. Wegen der zahlreichen Fälschungen, musste der Geldschein aber schon nach weniger als drei Jahre Umlaufzeit wieder eingezogen werden. Abb. 11.1: 500 Kronen, 15. April 1919. Vorderseite. Format 172 mm x 122 mm. Im Umlauf vom 20. Oktober 1919 bis 31. August 1922. Abb. < https://gallery.portu.cz/nabidka-investic/statovka-500-korun-1919/ > (23.11.2025). Abb. 11.2: 500 Kronen, 15. April 1919. Rückseite. 1920 ließ das tschechoslowakische Bankamt eine 100-Kronen-Noten bei der American Bank Note Company drucken. Der Entwurf stammt von Rytina Robert Savage. Für die Vorderseite verwendete er dabei einen Plaktentwurf Muchas aus seiner Zeit in den USA. Das Bild zeigt die Tochter seines US-amerikanischen Gönners Charles Richard Crane, einem wohlhabenden Förderer der slawischen Nationalbewegung: Josephine Crane Bradley, in der Rolle der Slavia. Abb. 12.1: 100 Kronen, 14. Januar 1920 mit Perforation SPECIMEN, Vorderseite. Format: 170 mm x 85 mm. Im Umlauf vom 10. November 1920 bis 30. Juni 1939. Abb. 12.2: 100 Kronen, 14. Januar 1920 mit Perforation SPECIMEN, Rückseite. Bei der 500-Kronen-Note vom 6. Oktober 1923 steuerte Mucha das Porträt des Soldaten im Medaillon bei. Diese Note wurde in veränderter Farbgebung nochmals emittiert. Sie trägt das Datum vom 2. Mai 1929. Ihre Ausgabe erfolgte durch die tschechoslowakische Nationalbank. Abb. 13.1: 500 Kronen, 6. Oktober 1923 mit Perforation SPECIMEN, Vorderseite. Format: 181 mm x 92 mm. Im Umlauf vom 25. Januar 1924 bis 31.12.1931. Abb. 13.2: 500 Kronen, 6. Oktober 1923 mit Perforation SPECIMEN, Rückseite. Abb. 14.1: 500 Kronen, 2. Mai 1929 mit Perforation SPECIMEN, Vorderseite. Format: 185 mm x 94 mm. Im Umlauf vom 16. März 1931 bis 31. Juli 1944. Abb. 14.2: 500 Kronen, 2. Mai 1929 mit Perforation SPECIMEN, Rückseite. Im April 1931 gab die Nationalbank eine Note zu 50 Kronen mit Datum 1. Oktober 1929 aus. Hier zeigt der Künstler noch einmal sein Können. Die Rückseite wird von der Darstellung eines Arbeiters und einer Bäuerin beherrscht, die symbolhaft für den Fleiß des tschechoslowakischen Volkes stehen. Wieder stand seine Tochter Jaroslava, nun zu einer jungen Frau herangewachsen, Modell. Interessanterweise sind die beiden Profile der Tochter, die in den Rondellen platziert sind, auf der Vorderseite links und auf der Rückseite rechts, eines fein schattiert in Hell-Dunkel und das andere kaum umrissen. Abb. 15.1: 50 Kronen, 1. Oktober 1929 mit Perforation SPECIMEN, Vorderseite. Format: 162 mm x 81 mm. Im Umlauf vom 27. April 1931 bis 30. November 1944. Abb. 15.2: 50 Kronen, 1. Oktober 1929 mit Perforation SPECIMEN, Rückseite. Leider musste Mucha sein politisches Engagement für die tschechoslowakische Sache persönlich bezahlen. Unmittelbar nach dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht in die Tschechei, erhielt er von der Gestapo „Besuch“ und wurde inhaftiert. In der Haft zog er sich eine schwere Lungenentzündung zu, sodass er nach seiner Entlassung am 14. Juli 1939 starb. Uwe Bronnert Anmerkungen Jirí Mucha, Alfons Mucha Meister des Jugendstils, Prag 1965, S. 7. Ebenda. „Gismonda“ ist eine Oper in drei Akten von Eugen d’Albert (* 10. April 1864 in Glasgow; † 3. März 1932 in Riga) unter Benutzung des dramatischen Gedichtes „Die Opfer des Schweigens“ von Karl Immermann (* 24. April 1796 in Magdeburg; † 25. August 1840 in Düsseldorf). Die Uraufführung war am 28. November 1895 an der Staatsoper Dresden. Der Name „Maruška“ ist eine liebevolle tschechische Verkleinerungsform von „Marie“. Mucha hatte sie in den Vereinigten Staaten kennengelernt und 1906 bei einem Europabesuch in Prag geheiratet. Angaben der Umlaufzeiten nach Jan Bajer, Papírová platidla Československa 1919 – 1993, České republiky Slovenské republiky 1993 – 2003, Praha 2003.
- Prof. Dr. Rainer Geike: Unterschriften auf Geldscheinen – Geldscheine als Zeitdokumente
Rainer Geike: Unterschriften auf Geldscheinen – Geldscheine als Zeitdokumente 70 Seiten, Format 19 cm x 27 cm, Broschur. Preis: 21 Euro (als e-book 6,99 Euro). ISBN: 978-3-6951-2740-5 Professor Rainer Geike hat immer ein gutes Gespür für Details. Wir verdanken ihm schon einige Bücher, so bei Geldscheinen zu dem „Kleingedruckten“ auf dem Papiergeld, das man oft übersieht. Wer das Buch zur Hand nimmt, sollte mit der Lektüre vielleicht auf der Rückseite beginnen, denn dort sind idealerweise zehn Punkte aufgeführt, die Fragen darstellen, die im Buch beantwortet werden. Das Inhaltsverzeichnis ist dem angepasst. Die nächste Seite zeigt einen 2-DM-Schein, der einst in den USA gedruckt wurde und mit dem B-Stempel für Berlin-West versehen ist. Auch hier gibt es keine Unterschriften, denn bei der Drucklegung war völlig unklar, wann und wie, auch von wem diese Geldscheine in den Verkehr gegeben werden sollten. Übrigens hat der Verfasser viele Fragen gut recherchiert. So ist auf Seite 8 sogar eine Leseranfrage und die Antwort des SED-Zentralorgans Neues Deutschland zu den Unterschriften (!) zu entdecken. Auf der Seite 9 dann finden wir Ausschnitte von Euro-Noten, bei denen alle vier EZB-Präsidenten unterschrieben haben. Unsere Nachkommen werden diese ohne Quellenangaben nicht entziffern können. Erfreulich für den Leser ist die hervorragende Farbqualität bei den dargestellten Banknoten. Es gibt viele aus den unterschiedlichsten Ländern mit Unterschriften auf Noten, die gesellschaftliche Verhältnisse dokumentieren. Selbst in der UdSSR wurden einige Scheine mit Unterschriften versehen. Der Autor kennt keine geografischen Grenzen bei seinem interessanten Thema und zeigt deutsches Notgeld ebenso wie Noten von Tadschikistan und Turkmenistan, um nur wenige Beispiele zu nennen. Es erwarten den Leser noch viele interessante Details zu Geldscheinen aus Transkaukasien und mehr. Bei der DDR konnte Professor Geike auch vier Noten-Ausschnitte der DDR zeigen, auf denen die Unterschrift von DDR-Ministerpräsident Willi Stoph zu finden ist. Reiseschecks der Staatsbank sind mit Unterschrift vom Bankpräsidenten Kaminsky dargestellt, dessen Name schon in Vergessenheit geraten ist. Kurios ist auch die „Amtshilfe für Ghana“. Das Buch endet mit Kuriositäten und etwas Spaß, so mit „Banknoten“ zu 10 Euro von der Firma Kärcher in drei Varianten. Was es alles gibt… was man alles so sammeln kann … Das fragt man sich nach der Lektüre dieses informativen und zugleich unterhaltsamen Sammler-Fachbuchs. Eine gute Idee war auch die Eigenwerbung auf den Seiten 66 und 67, wo zu erfahren ist, was der Autor noch geschrieben und für Leser zur Verfügung hat. Wolfgang J. Mehlhausen Anmerkung des Autors: Das Buch ist normal gelistet. Man kann es bei seinem Buchladen um die Ecke bestellen (dauert ein paar Tage) oder im Internet, dann vorzugsweise beim Verlag BoD in Hamburg. Bei Google "Geike" und "Unterschriften" eingeben reicht sicher auch. Mit freundlichen Grüßen, Rainer Geike
- Wir sehen uns zur Numismata 2026 in München
Am kommenden Wochenende (7. - 8. März 2026) findet wieder die traditionsreiche internationale Münzenmesse NUMISMATA in München statt. Veranstaltungsort ist, wie schon seit Jahren, das MOC Veranstaltungscenter München – Halle 3, Lilienthalallee 40, München. Angemeldet sind über 300 Händler aus aller Welt, die Münzen und Medaillen sowie Banknoten und mehr anbieten. Den Battenberg Bayerland Verlag mit seinem Angebot an Fachliteratur für Sammler finden Sie wie gewohnt an Box E2. Wir freuen uns auf Ihren Besuch und persönliche Gespräche. Hans-Ludwig Besler (Grabowski)
- Lexikon: Metall, bedruckt
Außer Geld aus dem Material Papier und modernen Polymer-Kunststoffen rechnet der Geldscheinsammler auch alles gedruckte Geld aus anderen Materialien wie Stoffen, Holz und auch Metall zu seinem Sammelgebiet ( Geldscheine besonderer Art ). In Lissabon (Portugal) wurde von der Firma Abel Pereira da Fonseca 1920 Notgeld ausgegeben, das aus farbig bedruckten 1- und 2-Centavos-Eisenplättchen bestand. Unter den zahlreichen Ausgaben von Kapselgeld (siehe auch https://www.geldscheine-online.com/post/lexikon-encased-postage-stamps ) befinden sich ebenfalls viele bedruckte Metallstücke. Abb. 1: Lautawerk, Vereinigte Aluminiumwerke A.G.: 20 Mark vom 10. Oktober 1922 auf silberfarbener Aluminiumfolie, Vorderseite. Abb. 2: Lautawerk, Vereinigte Aluminiumwerke A.G.: 20 Mark vom 10. Oktober 1922 auf silberfarbener Aluminiumfolie, Rückseite. Abb. 3: Teningen, Gemeinde: 100 Milliarden Mark vom 1. November 1923 auf goldfarbener Aluminiumfolie, Vorderseite. Abb. 4: Teningen, Gemeinde: 100 Milliarden Mark vom 1. November 1923 auf goldfarbener Aluminiumfolie, Rückseite. Im weitesten Sinne kann man auch des Notgeld der Gemeinde Teningen und des Lautawerks auf Aluminiumfolie zu den Geldscheinen auf bedrucktem Metall zählen. Albert Pick / Hans-Ludwig Grabowski (Überarbeitung und Bebilderung) Abbildungen: Archiv für Geld- und Zeitgeschichte
- Otto Leiber – Ein Künstler über eine von ihm entworfene Banknote
Aus dem persönlichen Nachlass einer der letzten Direktoren der Badischen Bank ist eine einzigartige Sammlung von Mustern und Druckproben zu deren Banknoten aus der Zeit von 1918 bis 1924 erhalten geblieben, die erst vor Kurzem bekannt geworden ist. Darin befand sich auch ein umfangreicher Brief des Künstlers Otto Leiber, der die 100-Mark-Note der Badischen Bank von 1918 entworfen hatte. In seinem Brief geht der Künstler ausführlich auf seine Gestaltung dieser Banknote ein und erläutert diese aus künstlerischer wie auch sicherheitstechnischer Sicht. Dem Schreiben sind eine Reihe von jeweils einseitigen Druckproben der Vorder- und Rückseite des Hunderters von 1918 mit oder ohne handschriftliche Nummerierung in verschiedenfarbigen Ausführungen beigelegt. Diese stammen ausgehend von zum Teil vorhandenen Kleberesten an allen vier Ecken wahrscheinlich aus einem Musterbuch. Abb. 1: Otto Leiber: Selbstporträt 1930, Öl auf Pressholzplatte, Abb. Wikimedia Commons. Der Künstler Otto Ferdinand Leiber wurde am 11. Mai 1878 in Straßburg im Elsass geboren. In Straßburg und München studierte er Psychologie und Biologie, erlernte aber daneben die Technik des Radierens. Von 1901 bis 1903 studierte er an der Karlsruher Kunstakademie in der Akt-Klasse und wurde Meisterschüler beim Akademie-Direktor. 1911 zog er nach München, wo er in figürlichen Studien und der Bildhauerei unterrichtet wurde. Künstlerische Studienreisen führten ihn in die Mittelmeerregion, nach Nordafrika, Konstantinopel (heute Istanbul), in den Kaukasus sowie nach Frankreich, Österreich und die Länder Nordeuropas bis nach Island und Spitzbergen. 1912 waren Arbeiten von ihm in der Kunsthalle Bremen zu sehen, wo der Deutsche Künstlerbund ausstellte, dem Leiber angehörte. Abb. 2: Otto Leiber: Porträt der Martha Mendelssohn-Bartholdy, Zeichnung vom 27.09.1911. Abb. Wikimedia Commons. 1913 heiratete Otto Leiber Elisabeth Freiin von Babo und nach fünf Jahren in Berlin zog die junge Familie 1920 nach Buchenberg bei Königsfeld im Schwarzwald. Hier gründete er zusammen mit Kunsthandwerkern die Gesellschaft für Schwarzwälder Volks- und Eigenkunst GmbH, die kunsthandwerkliche Produkte herstellte (darunter auch von ihm selbst entworfenes Kunsthandwerk), aber die Inflation von 1923 nicht überstand. 1928 richtete er ein bescheidenes Haus mit Atelier ein, in dem er seine künstlerisch bedeutendste Phase erlebte. Trotz turbulenter Zeiten in der "Weimarer Republik" erhielt er zahlreiche Aufträge, darunter auch von namhaften Persönlichkeiten wie Albert Schweitzer. Abb. 3: Otto Leiber bei der Arbeit an einer Porträtbüste für Albert Schweitzer (als Modell im Hintergrund) in seinem Atelier „Haus im Rosenhag“ in Buchenberg-Obermartinsweiler 1929, Abb. Wikimedia Commons. Otto Leiber bekannte sich sein ganzes Leben zur realistischen Kunst und lehnte Expressionismus und Abstrakte Kunst ab. Die Ästhetik seiner Arbeiten entsprach dem Zeitgeschmack im Nationalsozialismus, weshalb er sogar Aufträge von der Reichsregierung erhielt. Auch bei den Großen deutschen Kunstausstellungen im Haus der Deutschen Kunst in München war er mit Gemälden und Plastiken vertreten. Sein Gemälde "Der Sämann" von 1935 befand sich sogar im Privatbesitz von Hitler und verbrannte bei Kriegsende in der Reichskanzlei in Berlin. Abb. 4: Von Otto Leiber vertriebene Kunstdruckpostkarte mit seinem Gemälde "Der Sämann" aus dem Jahr 1935. Nach dem Krieg hatte es Otto Leiber schwer wieder Fuß zu fassen. Er erhielt nur noch wenige Aufträge und lebte bis zu seinem Tod (27. Januar 1958 in St. Georgen im Schwarzwald) zurückgezogen in seinem Haus in Buchenberg. Leibers umfangreiches Werk umfasst neben Gemälden und Zeichnungen auch Plastiken und bildhauerische Arbeiten. Er hinterließ allein bis zu 2500 Gemälde und eine unbekannte Anzahl von Zeichnungen, einige davon auch in Museen. Hin und wieder werden Arbeiten von ihm im Auktionshandel angeboten. Dass Leiber auch eine Banknote entworfen hat, war bislang kaum bekannt. Abb. 5: Badische Bank, Banknote zu 100 Mark vom 15. Dezember 1918, gebrauchte Umlaufnote, Vorderseite, Abb. Archiv für Geld- und Zeitgeschichte, Sammlung Grabowski. Abb. 6: Badische Bank, Banknote zu 100 Mark vom 15. Dezember 1918, gebrauchte Umlaufnote, Rückseite, Abb. Archiv für Geld- und Zeitgeschichte, Sammlung Grabowski. Der Brief Das Schreiben von Otto Leiber vom 12. März 1922 zu dem von ihm entworfenen 100-Mark-Schein der Badischen Bank aus der Zeit unmittelbar nach Ende des Ersten Weltkriegs und zumindest ein Teil der beigefügten Druckproben kann im Zusammenhang mit der Vorbereitung des 500-Mark-Scheins der Badischen Bank vom August 1922 gesehen werden. Evtl. wollte der Künstler damit seine Expertise bei der Gestaltung von Banknoten unterstreichen und sich für den Entwurf neuer Ausgaben positionieren. Interessant für den Numismatiker ist die authentische Auseinandersetzung des Künstlers mit seiner Arbeit in künstlerischer wie auch sicherheitstechnischer Sicht, da in aller Regel nur hin und wieder nachträgliche Interpretationen von Geldscheingestaltungen durch Kunsthistoriker, Druckexperten, Bankiers oder Numismatikern zu lesen sind. Abb. 7: Brief von Otto Leiber vom 12. März 1922 an die Badische Bank, Seite 1. Bei der Erfindung der beiliegenden Entwürfe für die 100 Mark-Banknote liess ich mich von folgenden Gesichtspunkten leiten: Eine Banknote ist in erster Linie ein Gebrauchsgegenstand, und muss als solcher seinen Zweck denkbar gut erfüllen; erst nach Festlegung des Zweckmässigen hat die Frage Sinn, wie dies Zweckmässige künstlerisch möglichst gefällig gestaltet werden kann. Zunächst muss eine Urkunde dieser Art den ihre Bedeutung kennzeichnenden Text für jedermann, und gerade auch für den, in dessen Hände sie nicht häufig kommt, in sofort und eindeutig erkennbarer Weise zur Schau tragen. Die Worte "Hundert Mark" und die Zahl "100" konnten nicht gross und deutlich genug angebracht werden… Um die Urkunde auch schon bei teilweisem Verdecktsein zu erkennen, insbesondere auch in Hinsicht auf die zwar unerwünschte, aber naheliegende und jedenfalls vielgeübte Unsitte des Zusammenfaltens der Scheine, muss die Zahl "100" an allen Ecken sichtbar sein. Im Interesse des leichten Erkennens liegt ferner Beibehaltung des gewohnten Blau als domizilierende Farbe. Noch wichtiger ist der Gesichtspunkt der Unfälschbarkeit . Nach dieser Richtung war ich in der Lage, Erfahrungen zu verwerten, die ich während meiner mehrjährigen Kriegstätigkeit als Graphologe bei der wissenschaftlichen Abteilung des Nachrichten Offiziers Berlin, teils aus der eigenen Tätigkeit, teils aus der meiner Kameraden von den verschiedenen technischen Nebenabteilungen zu sammeln Gelegenheit hatte. Falsifikate werden entweder auf menuellem oder auf phototechnischem Weg hergestellt. Der erstere ist um so leichter gangbar, je mehr das Original nach konstruier bar ist, d.h. je mehr der Gedanke und das Werkzeug zur Gestaltung des Originals selbst rationalen, eindeutigen Charakters sind (Zirkel, Lineal und dergl.). Sein Gelingen ist im Wesentlichen eine Frage … Abb. 8: Brief von Otto Leiber vom 12. März 1922 an die Badische Bank, Seite 2. der aufzuwendenden Zeit und Mühe. Solche Erzeugnisse stehen prinzipiell in denkbar weitem Gegensatz zu organischen Naturgebilden. Während vergleichsweise selbst ein so komplizierter Apparat wie etwa ein Zweirad oder eine Schreibmaschine von seinesgleichen nicht ohne Weiteres unterscheidbar ist, erweist sich z.B. von den vielen Tausenden von Blättern desselben Baumes, die doch alle nach demselben Grundgedanken "gebaut" scheinen, jedes einzelne als ein einzig existierendes und sich von allen anderen sinnenfällig unterscheidendes Individium. Es fragt sich nun, ob wir nicht die hoffnungslose Unfälschbarkeit solcher organischer Naturerzeugnisse irgendwie in den Dienst der Sache stellen können. In diesem Gedankengang stellt sich dem Graphologen die hallische Unfälschbarkeit einer ungezwungenen natürlichen Handschrift ein, bei der es sich ja tatsächlich nur dem Zweck nach um ein Artefakt, tatsächlich aber um eine Art Naturprodukt habdelt, nämlich um den (natürlich gar nicht beabsichtigten) graphischen Niederschlag des individuellen Rhytmus einer einzig existierenden Persönlichkeit. Es wäre – wenn nicht Gesichtspunkte anderer Art dagegen sprächen – nicht schwer, mit Hilfe von einigermassen geschickt ausgewählter und in verschiedenen Farbtönen über- und durcheinander gedruckten Handschriften ein unfälschbares Dokument herzustellen. Was aber der natürlichen Handschrift als solcher die individuelle (= unnachahmbare) Eigenart gibt, zeichnet im selben Masse die sogenannte "künstlerische Handschrift" des bildenden Künstlers aus, wo sie nämlich rein zu Tage tritt, d.h. da, wo bei Gestaltungsakten sich zwischen die ungehemmte, lediglich vom Leitbild geführte Auswertung des individuellen Rhythmus keine störenden Ablenkungen, insbesondere nichts Maschinelles oder "Kanalisierendes" einschaltet. Die Ausführung der Zeichnung sowie die verschiedenen Druckplatten, müssen also, um unfälschbar zu werden, was das Manuelle ihres Entstehens betrifft, den Charakter der hemmungslosen Skizze (oder der natürlichen Handschrift, was dasselbe ist) tragen; … Abb. 9: Brief von Otto Leiber vom 12. März 1922 an die Badische Bank, Seite 3. d.h. sie muss mit ungehemmter Flottigkeit und Unbekümmertheit um die korrekten (d.h. "toten") Einzelheiten des Leitbildes von Einem, der das kann, hingeworfen werden. Da dies Leitbild selber aber durchaus nicht erst im Augenblick der Gestaltung sich dem geistigen Auge allein einzustellen braucht, sondern sehr wohl in aller Ruhe als künstlerische Komposition in den hierzu wesentlichen Zügen festgelegt sein kann, ist nicht gesagt, dass auch diese künstlerische Komposition selbst skizzenhaften Charakter trage müsse; sie kann vielmehr im Voraus als (nicht heilwirkende) Vorzeichnung zu Grunde gelegt werden, nachdem sie bis zu jedem beliebigen Grad der Durchbildung gebracht wurde, der sich mit dem natürlichen Augenblicke der vom betreffenden Künstler gemeinten Einzelbestrebungen verträgt. Für die Auswirkung meines persönlichen Rhythmus z.B. ist das Format der vorgelegten Entwürfe zu klein, weshalb das von mir gemeinte "Handschriftliche" auf ihnen erst in sehr beschränktem Masse vorliegt; umal es sich nicht einmal um eigentliche Reinarbeiten, sondern um die Originalentwürfe selber handelt mit all ihren Korrekturen und sonstigen Hemmungen. Die Grösse der Originalzeichnung für die Druckplatte kann aber so gewählt werden, dass die Verkleinerung (fotografisch) auf den endgiltigen Massstab fast jede beliebige, jedenfalls jede drucktechnisch mögliche Feinheit aufweisen kann. Eine so entstandene Zeichnung hat neben der direkten Unfälschbarkeit den Vorzug vor einer durch"konstruierten", dass " nichts stimmt ", nämlich mit dem korrekten Leitbild, sodass bei dem Versuch eines geschickten Fälschens, auf ähnlichem Wege eine ähnliche Gesamtwirkung zu erreichen, entsprechende Formen, Richtungen, Abstände u.s.w. gleichfalls " nicht stimmen ", aber ihrerseits nicht nur nicht mit dem Leitbild, sondern ebensowenig mit dem Original. Eine Nachweisung der versuchten Fälschung wäre also sehr leicht; es lässt sich auf diese Weise die Entstehung vieler tausende von charakteristischen Merkmalen herbeiführen, von denen sich jedermann sein eigenes Wiedererkennungszeichen einprägen mag. Somit blieben dem Fälscher nur die fotografischen Verfahren, deren Anwendung wurde auf folgende Weise vorgebeugt: Zunächst ist ein Herausfotografieren der optischen Grundfarben an sich möglich. Da jedoch dieselbe Grundfarbe in den verschiedenen Mischtönen in verschiedener Intensität verwendet wurde, würde für die einzelnen Grundfarbenplatten ein tonartlich abgestuftes Bild entstehen, also nur durch ein Raster verfahren wiedergebbar … Abb. 10: Einseitige Druckprobe Nr. 101 der Vorderseite zu 100 Mark der Badischen Bank vom 15. Dezember 1918 mit Wert in Braun statt Blau, Unterdruck Grau statt Graugrün, Druck auf Wasserzeichenpapier (Naumann-Radmuster), mit kleineren Unterschriften als beim Original, leere Seite mit Kleberesten in den vier Ecken. Abb. 11: Einseitige Druckprobe Nr. 101 der Rückseite zu 100 Mark der Badischen Bank vom 15. Dezember 1918 mit Wertangabe in Braun statt Blau, Laubwerk und Vögel auf grauem statt blauem Grund, Druck auf Wasserzeichenpapier (Naumann-Radmuster), leere Seite mit Kleberesten in den vier Ecken. Bei allen nummerierten Druckproben findet sich auf den Rückseiten unten ein Druckvermerk "C. NAUMANN'S DRUCKEREI. FRANKFURT A. M.", der bei den ausgegebenen Banknoten fehlt! Alle Vorderseiten mit je zwei Kontrollnummern „B No246385 ✻“ versehen. Abb. 12: Brief von Otto Leiber vom 12. März 1922 an die Badische Bank, Seite 4. sein, das als solches leicht zu erkennen und deshalb für die Fälschung ungeeignet wäre. So bliebe die Aufgabe, ein Herausfotografieren der tatsächlich verwendeten Mischtöne mit Hilfe entsprechend zusammengesetzter Farbfilter – unmöglich oder unzweckmässig zu machen. Zu diesem Zweck werden zunächst Mischtöne gewählt, die optisch nahe beieinander liegen, so dass bei dem Versuch, sie filterfotografisch zu isolieren, das Verfahren wechselreicher Abschwächung und Verstärkung sehr nachhaltig in Anwendung gebracht werden müsste. Gleichzeitig würden aber zeichnerisch solche Formen bevorzugt, bei denen dies Verfahren einen den Gesamtcharakter der Zeichnung augenfällig verändernden Nebenerfolg mit sich bringt. aus hier nicht weiter zu untersuchenden physikalischen Gründen werden nämlich sehr spitzwinkelig verlaufende Liniensysteme bei jenem Verfahren in aus nebenstehenden Figuren ersichtlicher Weise verändert; überhaupt laufen sehr dichtstehende Linien Gefahr, "zusammenzulaufen", freistehende, aber dünne, "auszufallen". Ich suchte mir daher Liniensysteme, bei denen diese Gefahr besonders nahe liegt und liess mich durch sie zu einer Ornamentik anregen, die gleichzeitig dem handschriftlichen Charakter der Ausführung möglichst günstig sind, z.B. [siehe zweite Zeichnungen im Originalbrief] sie finden sich leicht und haben zunächst nur den Nachteil, dass bei ihnen leicht ein ganz ähnliches verklexendes Zusammenfliessen auftritt und an denselben Stellen wie beim Abschwäche- und Verstärkungsverfahren. Diesem Uebelstand war bei meinen Entwürfen nicht abzuhelfen, es ist aber eine Kleinigkeit bei der Druckausführung, wo die Möglichkeit besteht, jede Korrektur vorzunehmen, ehe die Platte druckfertig ist. Es muss demnach in der Weise vorgegangen werden, dass nach genügender Vorbereitung des Leitbildes die Ausführung selbst in flotter Weise "heruntergehauen" und ausser an etwaigen positiven Entgleisungen nur … Abb. 13: Einseitige Druckprobe Nr. 107 der Vorderseite zu 100 Mark der Badischen Bank vom 15. Dezember 1918 mit Wert in Blau, Unterdruck Grau statt Graugrün, Druck auf Wasserzeichenpapier (Naumann-Radmuster), mit kleineren Unterschriften als beim Original, leere Seiten mit Kleberesten in den vier Ecken. Abb. 14: Einseitige Druckprobe Nr. 107 der Rückseite zu 100 Mark der Badischen Bank vom 15. Dezember 1918 mit Wert in Blau, Laubwerk und Vögel auf grauem statt blauem Grund, Druck auf Wasserzeichenpapier (Naumann-Radmuster), leere Seiten mit Kleberesten in den vier Ecken. Abb. 15: Brief von Otto Leiber vom 12. März 1922 an die Badische Bank, Seite 5. an den spitzwinkeligen oder sonstigen zusammengelaufenen Stellen korrigiert wird, ohne den entstandenen Formen im übrigen ihren persönlichen irrationalen Diktus zu nehmen (was bisher in der Regel das Ideal des Drucktechnikers zu sein pflegte). Dies geschieht praktisch am besten durch Herstellung der Platten zunächst in grossem Massstabe lithographisch und entsprechendes Verkleinern auf fotografischem Wege erst nach endgiltiger Korrektur und Ganz besonders gilt dies alles von dem mit spiralenartigen, feinen, dichten und durchaus unregelmässigen Formen voll"geschriebenen" Hintergrund, der mit der Technik, die sich für meinen Entwurf aus andern Gründen empfahl, nur sehr andeutungsweise und sehr "verklext" gebracht werden konnte. Auf dem beschriebenen Umweg über die Lithographie würde er einen ruhigen, rasterartigen Eindruck machen. Bei Verwendung zweier Farbtöne für diesen Hintergrund könnten ausserdem künstlerisch reizvolle und zugleich die Nachbildung ihrerseits erschwerende Farbtonübergänge hineingearbeitet werden. ––––––––––– Schliesslich möchte ich noch auf eine Möglichkeit weiterer Sicherung gegen Fälschung hinweisen, zu der sich mein Entwurf gut eignet, die aber dabei nicht zum Ausdruck gebracht werden konnte: Eine der Zeichnungsplatten würde in willkürlicher Weise in zwei Platten zerlegt, das Druckergebnis scheinbar einer Platte wäre tatsächlich, aber für keinen Unbefangenen erkennbar das von zwei Platten und zwar von optisch nicht voneinander unterscheidbaren Druckfarben, die aber verschiedene physikalische Eigenschaften hätten, sodass sie, von Kontrollbeamten mit geeigneter Filterbrille gesehen, deutlich in ihre nun verschiedenfarbig erscheinenden Komponenten zerlegt erschiene. Die beiden scheinbar … Abb. 16: Einseitige Druckprobe der Vorderseite (Wert in Blau, Unterdruck Graubraun statt Graugrün) auf Wasserzeichenpapier (Naumann-Radmuster) mit kleineren Unterschriften als beim Original, ohne Serie und Kontrollnummer, ohne Klebereste. Abb. 17: Brief von Otto Leiber vom 12. März 1922 an die Badische Bank, Seite 6. gleichen, physikalisch verschiedenen Druckfarben liessen sich überdies ihrer Zusammensetzung nach, selbst für die Druckerei nur schwer geheim halten. Daher glaube ich an dieser Stelle, solange es sich nur um eine Anregung handelt, nicht hierauf eingehen zu sollen, doch möchte ich bemerken, dass nur einzelne bestimmte und sichere Persönlichkeiten zur Bearbeitung dieser Sache in Frage kämen, und erwähnen, dass z.B. unsere Unterseebote mit für das blose Auge unsichtbaren grauen Zeichen auf dem grauen Anstrich gekennzeichnet waren, die erst mit der betreffenden Filterbrille des "Wissenden" sichtbar werden. ––––––––––– Im Einzelnen bemerke ich noch zu meinen Entwürfen: Die Vorderseite ist hergestellt mit 1.) Graublauem Ton (Lithographie oder Rasterdruck) 2.) Violettgraue Zeichnung (Buchdruck) 3.) Graugrüne Hintergrundfarbe [Buchdruck] 4.) Blaugraue Hintergrundfarbe [Buchdruck] 5.) Schwarze (bez. tiefblaue oder dunkelbraune) Textfarbe (Buchdruck) Die Rückseite mit: 1.) Violettgraue Zeichnung (Buchdruck) 2.) Graugrüne Hintergrundzeichnung (Buchdruck) 3.) Balugraue [Hintergrundzeichnung (Buchdruck)] 4.) Schwarze (bezw. tiefblaue oder braune Textfarbe) (Buchdruck). Die Vorderseite könnte unter Verzicht auf 1.) oder 3.) oder 1.) und 3.) mit 4 bzw. 3 Platten in künstlerischer Wirkung hergestellt werden. Die Rückseite unter Verzicht auf 2.) desgl.: andererseits könnte auch für die Rückseite als 5. Platte … Abb. 18: Einseitige Druckprobe der Vorderseite (Wert in Blau, Unterdruck Graubraun statt Graugrün), Druck auf Wasserzeichenpapier (Naumann-Radmuster), mit größeren Unterschriften aber abweichend vom Original, ohne Serie und Kontrollnummer, ohne Klebereste. Abb. 19: Brief von Otto Leiber vom 12. März 1922 an die Badische Bank, Seite 7. ein Generalton in der Art von 1.) der Vorderseite Verwendung finden. Auch eine Umarbeitung für Rotationstiefdruck in Verbindung mit Buchdruck wäre denkbar. Königsfeld, 12.III.22 Otto Leiber Abb. 20: Einseitige Druckprobe der Vorderseite in der farblichen Gestaltung der ausgegebenen Noten auf Wasserzeichenpapier (Naumann-Radmuster) mit zweimal Serie und Kontrollnummer, Unterschriften normal groß, Rückseite mit handschriftlichem Vermerk vom 6.1. (1919) und Namenskürzel. Abb. 21: Einseitige Druckprobe der Rückseite mit Beschnittzeichen (Format 210 x 140 mm), Wasserzeichen Naumann-Radmuster, Wertangabe und Straftext in Schwarz, Laubwerk Hellblau, Unterdruck verschoben in zwei Ebenen (Druckvorgänge). Bleibt noch anzumerken, dass die ausführlichen Auslassungen von Otto Leiber über die Gestaltung der Entwürfe seines Hunderters von 1918 die Verantwortlichen bei der Badischen Bank nicht dazu veranlasst haben, ihm auch den Entwurf der Ausgaben der Bank von 1922/23 anzuvertrauen. Die Entwürfe für die außergewöhnlichen Banknoten der Badischen Bank aus der Zeit der Inflation fertigte der Künstler Ottohans Beier. Ottohans Beier (* 9. 10.1892 in Karlsruhe; † 2.2.1979 in München) war ein deutscher Maler, Zeichner, Grafiker und Exlibris-Künstler, der überwiegend in München gearbeitet hat. Hans-Ludwig Besler (Grabowski)
- Die nächste Serie Schweizer Banknoten: Der Gewinner steht fest!
Im August 2025 haben wir HIER über die zwölf Konzepte berichtet und diese illustriert, die für die nächste Serie Schweizer Banknoten in Betracht gezogen wurden. Emphase Ltd. hat mit seinem Entwurf „Concept J“ den Designwettbewerb für die neue Banknotenserie gewonnen. Die Schweizerische Nationalbank beauftragte Emphase Ltd. unter der Leitung von Fabienne Kilchör und Sébastien Fasel mit der Gestaltung der neuen Banknoten. Concept J vermittelt das Thema „Die Schweiz und ihre Höhenlagen“ überzeugend und eignet sich sehr gut für den Banknotenentwicklungsprozess. Sowohl in der öffentlichen Umfrage als auch in der Bewertung durch einen externen Beirat landete Concept J unter den drei besten Entwürfen. Unter Berücksichtigung kommerzieller und organisatorischer Kriterien erzielte es das beste Gesamtergebnis. In diesem Video geben Fabienne Kilchör und Sébastien Fasel von Emphase Einblicke in ihre Arbeit an den Entwürfen: Donald Ludwig
- Bolivien: Banknoten verstreut um das Wrack
Berichten zufolge kamen 24 Menschen ums Leben und weitere wurden verletzt, als am 27. Februar 2026 ein Transportflugzeug der bolivianischen Luftwaffe in der westbolivianischen Stadt El Alto abstürzte. Das Verteidigungsministerium bestätigte später, dass es sich um eine C-130 Hercules handelte, die Banknoten zur bolivianischen Zentralbank transportiert hatte. Das Flugzeug hatte 17 Millionen Banknoten im Wert von insgesamt 50 Millionen Bolivianos (ca. 6.232.000 Euro) befördert, die an die Zentralbank geliefert werden sollten. Umstehende eilten zu den Trümmern des Flugzeugs, um sich das verstreute Bargeld zu schnappen. Die Polizei traf bald ein und war gezwungen, Tränengas einzusetzen, um diejenigen zu vertreiben, die sie beschuldigten, Banknoten stehlen zu wollen. Auf Videos ist zu sehen, wie Menschen vor dem Tränengas und den Polizeibeamten, von denen einige Schilde trugen und eine Linie bildeten, davonliefen. Einige aus der Menge warfen Steine. „Während Nachrichtenteams über den Unfall berichteten, griffen Personen, die versuchten, das transportierte Geld zu stehlen, die Presse mit ungewöhnlicher Gewalt an“, erklärte der Nationale Journalistenverband Boliviens in einer Stellungnahme. „Ich möchte allen, die versuchen, Geld aus dem Flugzeug zu entwenden, das in diese Tragödie verwickelt ist, klar machen, dass dieses Geld keinen rechtlichen Wert hat, da es nicht von der Zentralbank ausgegeben wurde und keine Kontrollnummern hat, und dass der Versuch, dieses Geld zu verwenden, eine Straftat darstellt“, sagte Verteidigungsminister Marcelo Salinas. Allerdings sieht man aber Kontrollnummern auf den verbrannten Banknoten. Jose Gabriel Espinoza, Boliviens Wirtschaftsminister, schätzt, dass „fast 30 Prozent“ der Banknoten gestohlen wurden. Am Tag danach verbrannte die Polizei alle Banknoten, die sie sicherstellen konnte. Und an dem Montag nach dem Absturz durchsuchten bolivianische Strafverfolgungsbehörden zusätzlich mehr als 20 Wohnhäuser, um die aus der Absturzstelle gestohlenen Banknoten aufzuspüren. Die Polizei verbrannte die sichergestellten Banknoten. Verbrannte bolivianische Banknoten. Bei den betroffenen Banknoten handelte es sich um die neue „B“-Serie bolivianischer Banknoten, die HIER in diesem Blog vorgestellt wurde. Die Zentralbank hat mitgeteilt, dass die Banknoten für ungültig erklärt wurden und von Banken und Finanzinstituten nicht mehr akzeptiert werden. Donald Ludwig
- Simbabwe führt neue ZiG-Banknoten ein – Nach Jahren der Währungsturbulenzen wird Stabilität angestrebt
Am 27. Februar 2026 stellte die Reserve Bank of Zimbabwe (RBZ) eine neue Serie von Zimbabwe Gold (ZiG)-Banknoten vor, um nach Jahrzehnten der Instabilität das Vertrauen in die lokale Währung wiederherzustellen. Die neu gestalteten Banknoten im Wert von ZiG10, ZiG20 und ZiG50 werden nächsten Monat in Umlauf gebracht. Zwei höhere Stückelungen, Banknoten über ZiG100 und ZiG200, werden folgen, sobald die Behörden der Meinung sind, dass „die Bedingungen stimmen“. John Mushayavanhu, Gouverneur der RBZ, stellt die neuen ZiG-Banknoten vor. Die neuen Banknoten zeigen auf der Vorderseite Abbildungen der „Big Five“ der Wildtiere, ein Design, das der Währung eine klare nationale Identität verleihen soll. Auf der 10-ZiG-Banknote ist ein Kapbüffel abgebildet, auf der 20-ZiG-Banknote ein afrikanischer Elefant, auf der 50-ZiG-Banknote ein Nashorn, auf der 100-ZiG-Banknote ein Leopard und auf der 200-ZiG-Banknote ein Löwe. Auf der rechten Vorderseite jeder Banknote sind die Chiremba Balancing Rocks zu sehen, die sich in Epworth in der Nähe von Harare befinden – ein wiederkehrendes Symbol für das empfindliche Gleichgewicht zwischen Natur und wirtschaftlicher Entwicklung. Auf den Rückseiten der Banknoten sind die „Mother and Child“-Balancing Rocks im Matobo-Nationalpark in Simbabwe (ZiG10), das neue Parlamentsgebäude von Simbabwe in Mount Hampden, Harare (ZiG20), der Kariba-Damm in der Kariba-Schlucht des Sambesi-Flussbeckens zwischen Sambia und Simbabwe (ZiG50), die Victoriafälle am Sambesi-Fluss an der Grenze zwischen Sambia und Simbabwe (ZiG100), und der Turm im Great Enclosure von Great Zimbabwe in der Provinz Masvinso (ZiG200) abgebildet. Bei der Bekanntgabe der Einführung im Rahmen seiner geldpolitischen Erklärung für 2026 bestätigte John Mushayavanhu, Gouverneur der RBZ, dass die bestehenden ZiG-Banknoten weiterhin gesetzliches Zahlungsmittel bleiben. Die Neugestaltung ist eine Reaktion auf zahlreiche Beschwerden, dass die ursprünglichen ZiG-Banknoten, die im April 2024 eingeführt wurden, schnell verblassten und leicht rissen. Sie waren für die Öffentlichkeit und Unternehmen schwer zu handhaben. Auch das Feedback von Händlern und Banken veranlasste die RBZ, sowohl die Haltbarkeit als auch die Sicherheitsmerkmale zu verbessern. Diese älteren, primitiven ZiG-Banknoten wurden HIER in diesem Blog vorgestellt. Von den damals acht geplanten Stückelungen kamen nur die Banknoten ZiG10 und ZiG20 tatsächlich in Umlauf. Die geplanten Banknoten mit niedrigerer Stückelung wurden als Münzen ausgegeben, und die höheren Stückelungen kamen nie in Umlauf. Die neuen ZiG-Banknoten werden ab dem 7. April 2026 in Umlauf gebracht, während die höheren Stückelungen „sobald die Bedingungen es zulassen“ folgen sollen. Die Inflation ist auf einen historischen Tiefstand gesunken und die Reserven sind gestiegen, was der Zentralbank Spielraum für eine Stärkung des ZiG verschafft. Der langfristige Erfolg hängt jedoch davon ab, dass das Vertrauen der Öffentlichkeit nach Jahren der Währungsinstabilität und der Abhängigkeit vom US-Dollar wiederhergestellt wird. Die meisten täglichen Transaktionen in Simbabwe, insbesondere in der riesigen informellen Wirtschaft, werden nach wie vor in US-Dollar abgewickelt. Straßenverkäufer, Markthändler, Transportunternehmen und kleine Einzelhändler bevorzugen überwiegend den US-Dollar. Selbst viele große Unternehmen erzielen rund 80 % ihrer Einnahmen in Fremdwährung, da diese stabiler ist. Das Verhalten der Regierung hat die Zurückhaltung noch verstärkt. Trotz der Einführung des ZiG müssen mehrere wichtige öffentliche Dienstleistungen weiterhin in US-Dollar bezahlt werden, was es schwieriger macht, die Bürger davon zu überzeugen, die lokale Währung anzunehmen. Detaillierte Bilder der neuen ZiG-Banknoten wurden von der RBZ noch nicht veröffentlicht. Hier sind einige Fotos aus der Enthüllungszeremonie: Donald Ludwig
- Auktionshaus Christoph Gärtner: Starke Ergebnisse bei der Banknoten-Auktion am 23. Februar 2026
Unsere Banknoten-Auktion am 23. Februar zeigte eindrucksvoll die anhaltende Dynamik des internationalen Papiergeldmarktes. Gleich zu Beginn kam es zu intensiven Bietergefechten zwischen Saal-, Telefon- und Online-Bietern. Los 1006: Algeria: 100 Francs 24.5.1945, P. 115, XF, Schätzpreis: 500 EUR, Zuschlag: 11.500 EUR. Los 1007: Algeria: 500 Francs 8.2.1956, P. 116a, XF-AU, Schätzpreis: 800 EUR, Zuschlag: 22.500 EUR. Die algerischen Banknoten 1004, 1006 und 1007 entwickelten sich dabei zu den klaren Höhepunkten zu Beginn. Los 1006 steigerte sich von einem Ausrufpreis von 500 € auf einen Hammerpreis von 11.500 €. Los 1007 erzielte nach einem Ausruf von 800 € einen spektakulären Zuschlag von 22.500 € und setzte damit ein deutliches Ausrufezeichen. Auch Los 1004 wurde stark nachgefragt und kletterte von 800 € auf 2.700 €. Wie erwartet verzeichneten Banknoten aus der Tschechoslowakei (Lose 1061–1064) sehr erfreuliche Steigerungen. Eine Ausgabe aus Ägypten (Los 1137) konnte ebenfalls mit einem starken Zuschlag überzeugen. Durchweg gute Ergebnisse erzielten ungarische Banknoten, besonders hervorzuheben sind die Lose 1181, 1185 und 1186. Los 1273: Norway: Stattholderbevis, 50 Rigsbankdaler 1815, PMG 25, Splits, P. A21, Ausruf: 4.000 EUR, Zuschlag: 6.200 EUR. Ein besonderes Highlight bildeten die extrem seltenen norwegischen Banknoten (Lose 1271, 1273, 1274, 1276, 1278, 1285, 1286), die überwiegend nach Norwegen zurückkehrten – ein eindrucksvoller Beleg für die internationale Nachfrage nach Spitzenraritäten. Auch polnische Banknoten bestätigten die hohen Erwartungen, insbesondere die Lose 1304, 1307 sowie die Sammlung 1312 mit einem überzeugenden Gesamtergebnis. Die Ausgaben der Portugiesischen Kolonien (Los 1313) waren ebenfalls sehr gefragt. Großes Interesse galt zudem Banknoten aus Katar (Lose 1317 und 1318). Bei Los 1318 konnte der Ausrufpreis mehr als verdoppelt werden. Auch eine russische Ausgabe (Los 1340) erzielte ein hervorragendes Resultat. Die deutschen Banknoten wurden überwiegend sehr gut verkauft. Besonders hervorzuheben ist die Spezialsammlung zur DDR mit den Losen 1545, 1546 und 1548, die auf großes Interesse stieß. Los 1578: Kolonien: Deutsch-Asiatische Bank, 1 Dollar 1.3.1907, stark gebrauchtes gelaufenes Exemplar, Mitte ca, 5 mm großes Loch, rechts und links Einrisse, Rs. diverse chinesische Notizen und Stempel. Sehr selten, Grab. DAB-2a, Schätzpreis: 7.500 EUR, Zuschlag: 7.500 EUR. Ein weiteres Spitzenstück war die DAB (Los 1578), die für 7.500 € einem neuen Besitzer zugeschlagen werden konnte. Auch die DOA (Los 1579) zeigte einmal mehr: Qualität wird am Markt klar honoriert. Im Bereich Notgeld erzielte die umfangreiche Sammlung Baiersbronn/Freudenstadt Spitzenresultate. Besonders Los 1689 mit einem Ausrufpreis von 200 € steigerte sich auf beeindruckende 2.700 € und markierte damit einen neuen Rekord für dieses Sammelgebiet. Der Nachverkauf läuft noch bis zum 31. März 2026! Bitte gehen Sie hierzu direkt zu den Rücklosen aus der Auktion! Der Banknotenteil beginnt ab der Losnummer 1000! Die Ergebnisse dieser Auktion bestätigen erneut: Seltene und qualitativ hochwertige Banknoten erzielen im Rahmen einer professionell organisierten Auktion hervorragende Preise. Der Markt zeigt sich weiterhin lebhaft und international ausgerichtet. Nutzen Sie jetzt die Gelegenheit und liefern Sie in unsere nächste Banknoten-Auktion am 8. Juni 2026 ein. Wir beraten Sie persönlich und unverbindlich. Kontaktaufnahme unter: cg-collectors-world.com/de/kontakt/ info@auktionen-gaertner.de












