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  • Lexikon: Mark

    Mark war ursprünglich eine Gewichtsnorm für Edelmetalle und Münzen, so zum Beispiel die alte Kölnische Mark (ab Mitte des 12. Jahrhunderts) = 233,8123 g, die Wiener Mark = 0,280668 kg und die neue Kölnische Mark = 233,855 g. Alte Markmünzen kannte man in Deutschland im 16. Jahrhundert in Lübeck und Lüneburg, beim Wendischen Münzverein und in der Freien Reichsstadt Aachen. Auch in Skandinavien gab es Mark-Münzen. In Hamburg diente die Mark als Rechnungseinheit (Mark Banco = 1/3 Reichsthaler Banco), und auch in Lübeck, Schleswig-Holstein und Mecklenburg gab es Geldrechnungen mit der Mark, hier wurde der Betrag von 16 Schilling seit 1623 als Mark bezeichnet. Deutsches Reich, Reichs-Schulden-Verwaltung: Reichskassenschein zu 20 Mark vom 11. Juli 1874, Vorderseite. Deutsches Reich, Deutsche Reichsbank: 50 Reichsmark vom 11. Oktober 1924, Vorderseite. Auf Grund des Münzgesetzes vom 4. Dezember 1871 wurde die Mark im neu gegründeten Deutschen Reich als Reichswährung eingeführt (1 Mark = 100 Pfennige), 1923 dann unter der Bezeichnung "Rentenmark", 1924 als "Reichsmark" und 1948 als "Deutsche Mark". Oberost, Darlehnskasse Ost: 100 Mark vom 4. April 1918, gültig bis 1922 in Litauen, Vorderseite. Finnland, Suomen Pankki: 50 Mark von 1939, Vorderseite. Polen, Polska   Krajowa   Kasa   Pożyczkowa : 100 Marek vom 23. August 1919, Vorderseite. Außerhalb Deutschlands war die Markwährung auch in Estland (1922-1928), in Finnland (1860 bis zur Euro-Einführung 2002) und Polen (1916-1923) bekannt. Albert Pick / Hans-Ludwig Grabowski (Überarbeitung und Bebilderung) Abbildungen: Archiv für Geld- und Zeitgeschichte

  • Aus privaten Sammlungen: Eine frühe Werbenote der Wertpapierdruckerei Giesecke & Devrient

    Bei vielen Sammlern erfreuen sich sog. Werbe-Noten (Promotion Notes) großer Beliebtheit. Hierbei handelt es sich um geldscheinähnliche Druckerzeugnisse, mit denen Wertzeichendruckereien neue Druckverfahren, Sicherheitsmerkmale u. ä. ihren Kunden vorstellen bzw. über ihre Leistungsfähigkeit informieren. Von fast allen heute tätigen Unternehmen sind solche Werbe-Noten bekannt, so auch von der Wertpapierdruckerei Giesecke & Devrient in München. Weniger bekannt ist, dass diese Druckerei bereits Anfang der 1930er Jahre solche Noten herstellte. Aus der 1852 durch Hermann Giesecke und Alphonse Devrient in Leipzig gegründeten Druckerei entwickelte sich ein weltweit agierendes Unternehmen, das vor allem Wertpapiere, wie Aktien, Schuldverschreibungen, Pfandbriefe und Banknoten für zahlreiche Staaten und Unternehmen, druckte. Der deutsche Wirtschaftsaufschwung nach der Inflation von 1923 war vorwiegend durch kurzfristige US-amerikanische Kredite erkauft. Als am 25. Oktober 1929 die überhitzte US-Konjunktur einbrach und es an der New Yorker Börse zum Crash kam, der als „Black Friday“ in die Wirtschaftsgeschichte einging, hatte dies auch für Deutschland katastrophale Folgen. Zwischen September 1929 und Anfang 1933 stieg die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland von 1,3 auf über sechs Millionen. Zahlreiche Firmen mussten Konkurs anmelden und viele Banken gerieten in Schwierigkeiten. „Giesecke & Devrient ging durch diese Bankenzusammenbrüche zwar eine Reihe von Kunden verloren, das Unternehmen spürte aber zunächst noch keinen Rückgang der Geschäftstätigkeit. Als sich die Krise jedoch weiter verschärfte und die Arbeitslosigkeit stark anstieg, ging auch die Aktivität der Firma Giesecke & Devrient zurück; ein gewisser Ausgleich der sich verringernden Umsätze konnte zunächst noch durch das Auslandsgeschäft erreicht werden, das weiterhin florierte, insbesondere durch Aufträge im Bereich Banknotendruck.“ [1] Wohl um das Inlandsgeschäft zu beleben, druckte man mit Datum vom 20. Juli 1931 eine Anweisung über 5 Mark. Als fiktiver Emittent wird die „Namenlos Aktiengesellschaft“ genannt. Objekttyp: Werbe-Note (Promotion-Note), "Anweisung" Sammlung: Uwe Bronnert Authentizität: Original Land/Region/Ort: Deutschland Emittent: „Namenlos Aktiengesellschaft“ Nominal: 5 Mark Datierung: Juli 1931 Vorderseite: Der einzige Schmuck auf der Vorderseite besteht aus einem mehrfarbigen Unterdruck, der ein Flächenmuster mit sich vielfach wiederholenden verschlungenen symmetrischen Figuren aus feinen Linien zeigt und in der Mitte eine Guilloche. Der rechte Schaurand wurde mit einem weißen Papier beklebt, das eine große „5“ abbildet und oben und unten den zusätzlichen Aufdruck „FÜNF“ zeigt. Darunter schimmert der Flächenunterdruck durch. Rückseite: unbedruckt Material: weißes Papier ohne Wasserzeichen Druck: Giesecke & Devrient, Leipzig / Berlin Unterschriften: das Wort „Facsimile“ als zwei angedeutete Unterschriften Format: 160 mm x 80 mm Nummerierung: Lit. B No 0000000 Donald Ludwig Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus Ihrer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com . Anmerkungen Jan Hendrik Prell und Horst Böttge, Giesecke & Devrient 1852 – 2002, Werte im Wandel der Zeit, Herausgegeben zum Jubiläum des Unternehmens, Stuttgart 2002, S. 64.

  • "Havenstein-Rubel“ und „Schienbeinpflaster“

    Mit dem umgangssprachlichen „Heiermann“ bezeichnete man früher ein 5-Mark-Stück – und ein „Heiermännchen“ stand (obwohl selten gebraucht) für 50 Pfennig. Bekannt ist auch der Spottname für die reichsdeutschen 4-Pfennig-Münzen von 1934: die im Zahlungsverkehr unbeliebten „Brüning-Taler“. Eine ganze Reihe von Spitz- und Spottnamen gab es auch für deutsche Geldscheine. Geläufig war die Bezeichnung Tapetenmark (auch Begriffe wie Klebemark oder Berliner Rubel wurden verwendet). Als Reaktion auf die westdeutsche Währungsreform wurden durch den SMAD-Befehl 111/48 vom 23. Juni 1948 für die Scowjetische Besatzungszone (SBZ) und Großberlin ebenfalls eine Währungsreform befohlen: die damals umlaufenden Reichsbanknoten und Rentenmarkscheine der Ostzone wurden mit sog. Spezialkupons beklebt und waren vom 23. Juni 1948 bis 25. Juli 1948 gültige Zahlungsmittel. Zu DDR-Zeiten konnten man viele Jahre später zum Beispiel im „Morgen“, der Tageszeitung der LDPD ( Liberal-Demokratische Partei Deutschlands) , oder in der „Wochenpost“ des Berliner Verlags Anzeigen schalten, in denen ab und zu der Begriff Blaue Fliesen zu lesen war. Damit wurde der Tausch/die Bezahlung eines privaten Urlaubsplatzes, der Kauf eines Pkw oder einer anderen Mangelware in westdeutscher D-Mark offeriert. „Blaue Fliesen“ war eine Art Synonym für die blauen 100-DM-Scheine (Ausgaben 1960 bis 1980). Spöttisch wurden die nicht konvertierbaren Währungen der DDR und des Ostblocks unzutreffend als Micky-Maus-Geld bezeichnet. Das gab es aber tatsächlich: Abb. 1: 1 Disney-Dollar, Vs., am 5. Mai 1987 abgestempelter Schein mit SBst. A, der für Anaheim, Disneyland in Los Angeles, steht – auch weitere Wertstufen zu 5, 10 und 50 D$ sind bekannt, in allen Disney-Einrichtungen zeitlich unbeschränkt gültig und können jederzeit 1:1 in reguläre US-Dollar eingetauscht werden; das Motiv der winkenden Micky Maus wurde mit Unterbrechungen bis 1999 gedruckt (2016 wurde die Produktion von Disney-Dollars eingestellt). Auch schon in der Zeit vor und nach dem Ersten Weltkrieg gab es für unterschiedliche deutsche Geldscheine Spott- und Spitznamen: Flotten- oder Langer Hunderter , manchmal auch als Blauer Hunderter bezeichnet, sind die Reichsbanknoten des deutschen Kaiserreichs von 1908 bis 1910. Wegen der schwarzen Umrandung des Textes auf der Vorderseite des 50-Mark-Scheins vom 20. Oktober 1918 nannte man diese Banknote im Volksmund auch Trauerschein oder Bilderrahmen . Der Eierschein hingegen war die Bezeichnung für die 50-Mark-Hilfsbanknote der Deutschen Reichsbank vom 30. November 1918 – aufgrund der eiförmigen Fläche auf der Rückseite. Das Motiv der in Wien gedruckten Reichsbanknoten zu 20 RM mit dem Datum 16. Juni 1939 (1945 ausgegeben – Vs. Tirolerin) war deshalb Namensgeber für den Tirolerschein . Geldscheine aller Art wurden mitunter mit Spottnamen belegt, für deren Ausgabe Politiker verantwortlich waren. Ende der 1920er Jahre wurde unter Journalisten der Begriff Havenstein-Rubel für die wertlose Mark der Inflationszeit gern kolportiert. Der Reichskanzler Wilhelm Cuno gab am 8. August 1923 eine Regierungserklärung ab. In der wurde auch der Verfall der deutschen Währung erwähnt. Auf der Titelseite des „Wurzener Tageblatt und Anzeiger“ vom 10. August 1923 hieß es: „Am Donnerstag eröffnete der Reichstag die Aussprache zur Regierungserklärung. Abg. [Hermann] Müller (Soz.) leitete die Redeschlacht ein. Er wandte sich in seiner Rede sofort in außerordentlich scharfen Worten gegen die Politik der Reichsbank und nannte dabei die heutige Reichsmark mehrfach Havenstein-Rubel.“ Diese Bezeichnung konnte man damals in vielen Zeitungen nachlesen: Abb. 2: Zeitungsnotiz in der „Danziger Volksstimme“ vom 31. August 1923. Abb. 3: Reichsbanknote zu 1 Mio. Mark vom 25. Juli 1923; dieser im August 1923 ausgegebene „Havenstein-Rubel“ galt Anfang August 1923 etwa 1 US-Dollar und war im Oktober 1923 aufgrund der galoppierenden Inflation faktisch wertlos. Im Jahre 1945 wurden einige Notgelder nach ihren Urhebern benannt: Eigruber-Geld (10-, 50- und 100-RM-Hilfsbanknoten 1945), Schwesinger-Scheine (16. April 1945 Kreisverband Schwäbisch Hall), Mutschman-Schein (20 RM 26. April 1945 Sächsische Staatsbank) oder die fälschlicherweise oft als Schörner-Scheine benannten 20-RM-Kassenscheine (28. April 1945) für die Reichsverteidigungsbezirke Sudetenland und Niederschlesien. In Polen verwendete die Bevölkerung für die „Krakauer Zloty“/„złoty krakowski“ im deutsch-besetzten sog. Generalgouvernement ab 1939 die Bezeichnung Młynarki , benannt nach Feliks Młynarski, Direktor der Bank Emisyjny w Polsce (Emissionsbank in Polen). Abb. 4: 500 Złotych 1. März 1940; diesen Młynarki-Schein nannte man im besetzten Polen auch GORAL – nach dem abgebildeten Angehörigen der gleichnamigen westslawischen Volksgruppe. Wegen verschiedener Druckfarben taufte man Geldscheine gern entsprechend. Bekannt sind der Rote Hunderter (100 DM 1948 in den westlichen Besatzungszonen). Die Rückseiten der US-Dollarnoten, vorwiegend in Grün gedruckt, nennt man deshalb Greenbacks – und Redbacks stehen für die ersten Geldscheine der Republik Texas. Abb. 5: 1000 Dollar 1890, Rs., dieser Greenback  wird auch als Grand Watermelon  bezeichnet, die drei Nullen ähneln Wassermelonen und sollten den Fälschungsschutz erhöhen; da sich dies jedoch nicht erfüllte, gestaltete man ein Jahr später die Rückseite neu. Abb. 6: 5 Dollars, Rs., Schatznote der Republik Texas vom 20. Mai 1839 – genannt Redback ; bis 1842 waren die Redbacks praktisch wertlos geworden und hatten dadurch faktisch ihre Gültigkeit als gesetzliches Zahlungsmittel verloren. Abb. 7: 5 Rubel 1895, Vs. und Rs., russischer Kreditschein (perforierter Musterschein mit KN AA 012345), die Scheine wurden im zaristischen Russland und auch später im Volksmund wegen der blauen Druckfarbe auch СИНЕНЬКИМИ  (= die Blauen) und 10-Rubel-Scheine wegen der roten Druckfarbe РАК  (= Krebs) genannt. Abb. 8: 1000 Kronen 1939, Vs., da die von 1894 bis 1950 gedruckten Scheine eine rosa-orangene Farbe hatten, nannte man sie LAX  (= Lachs) – später gedruckten 1000-Kronen-Banknoten waren im Verhältnis zu ihrer Höhe unverhältnismäßig lang (180 × 82 mm) und wurden deshalb scherzhaft als  LÅNGSJAL  (= lange Schals) oder als LAKAN  (= Bettlaken) bezeichnet. Abb. 9: 50 Dollars 1973, Vs., auch in Australien verwendet man Spitznamen für Geldscheine; z. B. ANANAS für die gelbgedruckten 50-A$-Noten,  LOBSTER  (= Hummer) für die roten 20-Dollars-Scheine oder GREY GHOST  (= grauer Geist) für die von 1984 bis 1992 gedruckten 100-A$-Noten. Ausgefallene und merkwürdige Bezeichnungen für Geldscheine und Geld überhaupt hat es und gibt es noch heute in fast allen Ländern der Welt. Die Liste skurriler Spitz- und Spottnamen ist sehr umfangreich; man findet sie aber, wenn man „Spitznamen für ... Geldscheine" in jeweilige Sprachen übersetzt und in Suchmaschinen eingibt. Weitere Beispiele für bestimmte Geldscheine: Argentinien: YAGUARETÉ (= Jaguar) für 500-Pesos-Scheine Dänemark: PLOVMAND (= Pflüger) für 500-Kronen-Scheine Ecuador: SÁBANA (= Bettlaken) für 1000-Sucre-Scheine Finnland: URKKI  (= nach den Initialen von Präsident Urho Kaleva Kekkonen) für 500-Markka-Scheine von 1975 Frankreich: ZODIAQUE (= Zwillinge) für 5-Francs-Scheine Großbritannien: BULLSEYE (= Volltreffer) für 50-Pfund-Scheine Italien: PIOTTA (= der Hunderter) für 100.000-Lire-Scheine Kanada: SAWHORSE  oder DIXIE (= Sägebock / Zehner) für 10-Dollar-Scheine Niederlande: GEELTJE (= der Gelbe) für 25-Gulden-Scheine Polen: KOŁO (= Rad) für 100-Zloty-Scheine Russland: РАДУГА (= Regenbogen) für 100-Rubel-Scheine Südafrika: CHOC (= Schokolade) für 20-Rand-Scheine Ungarn: DIÁKIGAZOLVÁNY (= Studentenausweis) für 20.000-Forint-Scheine Abb. 10: 20.000 Forint 1999, Vs., der DIÁKIGAZOLVÁNY  (= Studentenausweis) soll angeblich in der Bedeutung auf ein Bestechungsgeld bei Polizeikontrollen zurückgehen. USA: JACKASS (= männlicher Esel) 10 Dollars von 1869, BLACK EAGLE  (= schwarzer Adler) 1 Dollar von 1899, TOMBSTONE (= Grabstein) 10 Dollars von 1886 oder LAZY DEUCE  für die 2-Dollars-Scheine von 1865. Abb. 11: 2 Dollars 1865, Vs., Worcester National Bank, von der als LAZY DEUCE  (= fauler Zweier) bezeichneten Banknote wurden von 1865 bis 1879 insgesamt 7.747.519 Scheine gedruckt – heute verzeichnet der National Bank Note Census, Version 4.0, weniger als 2.300 Banknoten als nicht eingelöst (davon 1.263 in Sammlungen nachgewiesen); wegen der liegenden 2 „Lazy Deuce“ genannt. SHINPLASTERS (= Schienbeinpflaster) waren Papiere, die Soldaten in ihre Stiefel legten, um ihre Schienbeine vor Reibung und Ausschlag zu schützen; mit dieser Bezeichnung wurden seit 1777 Geldscheine mit einem Nennwert meist unter einem Dollar verwendet – da sie nahezu als wertlos galten, sind sie im ganzen englischen Sprachraum unter diesem Begriff bekannt. Abb. 12: 25 Cents 1. November 1862, Vs., Northborough Bank, Marlborough, Beispiel eines „Schienbeinpflasters“ aus Massachusetts zur Zeit des Amerikanischen Bürgerkriegs. Ein Spitzname gibt es auch in gedruckter Form: den BŮR , die BŮRŮ . Seit über 200 Jahren ist es in Böhmen Brauch, Neujahrskarten mit dem Kürzel „PF“ zu verschicken. Die beiden Buchstaben stehen für „Pour Féliciter“, die im übertragenen Sinne „Glückwunsch“ bedeuten. Deshalb bezeichnen die Tschechen solche Neujahrskarten als „Péefkách“, um ein frohes neues Jahr zu wünschen. Prager Papiergeldsammler hatten in den 1980er Jahren unterschiedliche Grußkarten in Geldscheinform drucken lassen (1 BŮR/A), 2 und 3 BŮRY, 5, 10 und 50 BŮRŮ). Abb. 13: 50 Bůrů, auf den Jahreswechsel 31.12.1987/1.1.1988 ausgestellt und mit der Abkürzung PF88 versehen – das verwendete Porträt zeigt eine Bäuerin, bekannt unter dem Namen „Anna Proletářka“, die für eine nicht ausgegebenen tschechoslowakische Banknote zu 100 Kronen von 1951 als Vorlage diente; 50 Kronen werden auch als VELKEJ BŮR bezeichnet – hier vom Prager Autor und Sammler Jan Bajer signiert (der Begriff „Bůr“ ist bis heute nicht eindeutig geklärt und soll angeblich lautmalend für das deutsche „Bar[geld]“ stehen. Keine Spottnamen hingegen waren die Bezeichnungen „Fuffi“ für 50 Mark oder „Hunni“ für 100 Mark – das waren schlichte Verballhornungen und werden heute auch für die 50- und 100-Euro-Banknoten verwendet. Mit einem „Pfund“ wurde mitunter die Geldmenge über 20 Mark nach früheren Wechselkursen bezeichnet. Michael H. Schöne Quellen: Q. David Bowers: „Whitman Encyclopedia of U.S. Paper Money“, Atlanta/GA 2009 Kelsey Wiggins: „Valuable nicknames: The monikers we give our money“, Washington/DC 2017 https://americanhistory.si.edu https://cccoinandcurrency.com https://en.wikipedia.org https://de.numista.com https://museum.cbr.ru https://sachsen.digital https://www.disneydollars.net

  • Erinnerung: 3. Mitteldeutsches Banknotensammlertreffen in Rabenau bei Dresden am Samstag, den 24. Januar 2026

    Das mitteldeutsche Banknotensammlertreffen findet dieses Jahr am 24. Januar wieder in Rabenau bei Dresden statt. Beginn ist ab 10:00 Uhr mit Tausch, Handel und Fachsimpelei. Um 16:00 Uhr steht ein Vortrag von Jan Krutak über die Banknoten der Sächsischen Bank zu Dresden auf dem Programm. Jan Krutak beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit den Banknotenausgaben der Sächsischen Bank, so dass man auf die Ergebnisse seiner Forschungen gespannt sein kann. Danach soll es um echte und falsche Trauer- und Eierscheine gehen, bevor das Treffen ab 18:00 Uhr mit einem geselligen Abendessen ausklingt. Sammler und Händler sind wie immer willkommen. Einige wenige Händlertische sind noch verfügbar für EUR 10 je Tisch. Der Eintritt für Sammler ist frei. Teilnehmer melden sich bitte an bei Marcel Fränzel: Banknoten-fan@gmx.de Veranstaltungsort: Hotel Rabennest, Nordstraße 8, 01734 Rabenau/Sachsen. Parkplätze vor dem Hotel. ÖPNV: S-Bahn / Zug von Dresden Hauptbahnhof bis Freital-Hainsberg, dann Bus oder Taxi. Rabenau liegt ca. 15 km südwestlich von Dresden Dr. Sven Gerhard

  • High Security Printing Asia 2025: Und die Gewinner sind...

    Die folgenden Umlauf-Banknoten wurden auf der kürzlich in Hongkong abgehaltenen „High Security Printing Asia 2025“-Konferenz ausgezeichnet: Beste neue Serie : Die Japanische Yen-Serie (Bank of Japan) und die Ngultrum-Banknotenserie (Royal Monetary Authority of Bhutan) Beste neue Banknote : Die 50- und 100-Baht Banknoten (Bank of Thailand) Beste neue Gedenkbanknote : Der 100-Somoni-Gedenkschein (Nationalbank von Tadschikistan) Die High Security Printing™ Asia konzentriert sich auf von Regierungen vorgeschriebene und ausgegebene Dokumente, darunter Währungen, Wertpapiere, Steuermarken, Ausweise, elektronische E-Reisepässe, Visen, Fahrzeugdokumente und Führerscheine, mit besonderem Schwerpunkt auf Banknoten und neuen Technologien für Ausweise und Reisedokumente. Die jüngste Konferenz fand vom 30. November bis 3. Dezember 2025 in Hongkong statt. Beste neue Serie Die Bank of Japan wurde für ihre neue Yen-Banknotenserie ausgezeichnet. Die Ausgabe der neuen Serie, darunter neue 10.000-, 5.000- und 1.000-Yen-Banknoten, begann im Juli 2024 und war die erste Einführung einer neuen Banknotenserie seit 20 Jahren. Auf der Vorderseite sind Porträts historischer Persönlichkeiten abgebildet, die das moderne Japan geprägt haben, und auf der Rückseite Aspekte der japanischen Kultur und Natur. Die Banknoten verfügen über verbesserte Sicherheitsmerkmale, darunter 3D-Hologramme, die sich beim Kippen drehen, und hochauflösende Wasserzeichen-Muster, die in den Hintergrund der Porträt-Wasserzeichen eingebettet sind. Die Serie wurde HIER in unserem Online-Blog vorgestellt. Die Royal Monetary Authority of Bhutan (RMA) wurde ebenfalls für ihre neue Ngultrum-Banknotenserie mit dem Preis für die beste neue Serie ausgezeichnet. Vor kurzem wurden die Designs für die ersten drei Ausgaben der neuen Banknotenserie mit den Nennwerten 100, 500 und 1000 Ngultrum vorgestellt. Die von De La Rue auf seinem Safeguard®-Polymersubstrat entworfene und gedruckte Serie stellt eine erhebliche Verbesserung in Bezug auf Haltbarkeit, Nachhaltigkeit und öffentliche Authentifizierung dar. Die Banknoten verfügen über eine Reihe robuster optischer Elemente, darunter ARGENTUM™, ROTATE™, verbessertes GEMINI™, taktile Prägungen und einen raffinierten Hologrammstreifen mit DEPTH™- und SPOTLIGHT®-Effekten auf den beiden höheren Stückelungen, der einen dynamischen Drachen darstellt, der Juwelen umklammert. Die Serie wurde HIER in unserem Online-Blog vorgestellt. Beste neue Banknote Der Preis für die beste neue Banknote wurde der Bank of Thailand für ihre neuen 50- und 100-Baht-Banknoten verliehen, die im November 2025 in Umlauf kamen. Die Banknoten sind auf Polymer gedruckt. Ihre Ausgabe folgt auf die aktualisierte 20-Baht-Polymerbanknote, die erstmals 2022 ausgegeben wurde. Die neuen Banknoten behalten das bekannte Design der aktuellen Papierversionen bei und verfügen gleichzeitig über fortschrittliche Sicherheitsmerkmale. Das Substrat für die 50-Baht-Banknote ist das SAFEGUARD®-Substrat von De La Rue, das über farbwechselnde, irisierende und verdeckte Sicherheitsmerkmale verfügt. Das Substrat für die 100-Baht-Banknote ist das GUARDIAN™-Substrat von CCL Secure. Es verfügt über ein komplexes Fenster, eine dynamische Farbwechsel-Sicherheitsfunktion namens GSWITCH™, durch die sich eine Blume auf der Banknote beim Kippen von violett zu orange verfärbt, sowie ein zweites Fenster mit einem METALIX™-Fünfeck mit brillantem Metallglanz und glänzender Goldoberfläche. Beide Banknoten sind außerdem mit geprägten und transparenten diagonalen Linien versehen, die leicht zu ertasten sind und somit Menschen mit Sehbehinderungen helfen. Diese Banknoten wurden HIER in unserem Online-Blog vorgestellt. Beste neue Gedenkbanknote Die Nationalbank von Tadschikistan wurde für ihre neue 100-Somoni-Banknote, die anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der Landeswährung herausgegeben wurde, als beste neue Gedenkbanknote ausgezeichnet. Dies ist auch die erste Gedenkbanknote des Landes überhaupt, die seit der Einführung des Somoni herausgegeben wurde. Die Banknote ist neben der bestehenden 100-Somoni-Banknote im Umlauf und ist auch die erste, die mit dem neuen RollingStar® Venus-Sicherheitsfaden von Louisenthal mit Color MotifFlip™ und ColorFlip auf der Rückseite sowie RollingStar® Patch auf der Vorderseite ausgestattet ist. Der RollingStar® Venus ist ein registrierter 6-mm-Sicherheitsfaden in Orange und Violett. Das mittlere der drei Fenster nutzt Color MotifFlip mit einer auffälligen Farb- und Motivänderung, wobei die orangefarbene Zahl (100) im violetten Hintergrund verschwindet, während ein zweites Motiv „БМТ“ („Бонки Mиллии Тоҷикистон“, was „Nationalbank von Tadschikistan“ bedeutet) im gleichen Bereich in Orange aus dem violetten Hintergrund erscheint. In den oberen und unteren Fenstern befindet sich das auffällige ColorFlip™-Element mit für die islamische Kultur typischen Ornamenten, die dynamische Effekte und Farbwechsel (orange und violett) zeigen. Ein RollingStar®-Patch weist eine Entmetallisierung und einen ColorShift-Effekt von violett zu grün auf. Der Hintergrund hat ein dynamisches Muster und in der Mitte gibt es einen deutlichen Flip-Effekt von der Wertzahl zu den Buchstaben „БМТ“. Diese Banknote wurde HIER in unserem Online-Blog vorgestellt. Donald Ludwig ( polymernotes.com )

  • Frohes Fest und einen guten Start ins neue Jahr!

    Wir wünschen allen Lesern schöne und friedvolle Feiertage, viele (Geld-) Geschenke einen guten Start ins neue Jahr, Gesundheit und weiterhin viel Freude beim Hobby! Dieses Bild wurde durch künstliche Intelligenz generiert! Wir machen eine verdiente Pause über die Feiertage und melden uns mit dem nächsten Newsletter am 15. Januar 2026 und dann wieder alle zwei Wochen zurück. Im neuen Jahr starten wir dann auch schon im Januar mit dem Aufruf zur Wahl der Banknote des Jahres 2025 . Die Auswahl steht bereits fest, lassen Sie sich überraschen. Natürlich gibt es für die Teilnehmer auch wieder Preise zu gewinnen. Hier können Sie unseren kostenlosen Newsletter abonnieren ! Die Redaktion und Autoren von Geldscheine-Online.com

  • Münzen Gut-Lynt: Nachbericht zur Online-Auktion 23 am 13. und 14.12.2025

    Die 23. Münzen Gut-Lynt Auktion und letzte Auktion des Jahres fand sehr erfolgreich zum Jahresende am Wochenende des 13. und 14. Dezember 2025 statt. Es wurden rund  3000 Lose  angeboten. Neben Münzen und Medaillen  von der Antike bis zur Gegenwart  kamen auch Numismatische Literatur  und Geldscheine  zur Versteigerung. Der Nachverkauf läuft noch bis einschließlich Freitag, den 19.12.2025! Gut-Lynt Auktion 23 Einige Beispiele zu den erzielten Ergebnissen: Los 1: Reichsbanknoten und Reichskassenscheine 1874-1914 1000 Mark 01.07.1898. Serie A/C. Grabowski DEU-14. III- / About Very fine. 2 x kleine Nadellöcher / 2x minor pin holes. Startgebot: 10 EUR Zuschlag: 65 EUR Los 7: Deutsche Länderbanknoten Badische Bank Badische Bank. 100 Mark 15.12.1918 Einseitige Druckprobe der Rückseite (Wertangabe Hellblau statt Schwarz, Laubwerk Grau statt Blau) auf Wasserzeichenpapier (Naumann-Radmuster), Ausführung ähnlich den nummerierten Druckproben mit blauer Wertangabe, doch Straftext hier in Schwarz statt in Blau, ohne Klebereste. Grabowski BAD-6. I- / About Uncirculated. Startgebot: 120 EUR Zuschlag: 150 EUR Los 9: Deutsche Länderbanknoten Badische Bank Badische Bank. 500 Mark 1.8.1922. Einseitige, handschriftlich nummerierte Andrucke der Vorder- und Rückseite der Badischen Bank zu 500 Mark auf Wasserzeichenpapier in leicht abweichenden farblichen Ausführungen. Rückseite Nr. 104. Grabowski BAD-7. I- / About Uncirculated. (2x) Startgebot: 200 EUR Zuschlag: 300 EUR Los 13: Deutsche Länderbanknoten Badische Bank Badische Bank. 5000 Mark 1.12.1922. Präsentationskarton je mit aufgezogenen (zwei Klebepunkte oben) einseitigen Druckproben der Vorder- und Rückseite auf Wasserzeichenpapier (CFM-Kopfmuster) in der Ausführung der ausgegebenen Noten, ohne Nummerierung, mit handschriftlichen Unterschriften des Künstlers „Ottohans Beier“, Rückseite zusätzlich mit handschriftlichem Vermerk „Notfried“ und mit dem handschriftlichen Vermerk „Probedruck“. Grabowski BAD-8. I- / About Uncirculated. Startgebot: 400 EUR Zuschlag: 400 EUR Los 15: Deutsche Länderbanknoten Badische Bank Badische Bank. 10.000 Mark 1.04.1923 Getrennte einseitige Druckproben der Vorder- und Rückseite auf Karton, Serie P, ohne Kontrollnummer, je mit handschriftlicher Künstlersignatur "Ottohans Beier". Grabowski BAD-9. I- / About Uncirculated. (2x) Startgebot: 250 EUR Zuschlag: 300 EUR Los 17: Deutsche Länderbanknoten Badische Bank Badische Bank. 500.000 Mark 1.08.1923. Einseitiger Druck der Vorderseite aus Musterheft auf Papier mit Wasserzeichen Bandwerk. Grabowski BAD-10. II / Extremely fine. Startgebot: 80 EUR Zuschlag: 150 EUR Los 18: Deutsche Länderbanknoten Badische Bank Badische Bank. 500.000 Mark 1.08.1923. Einseitige Probedrucke von Vorder- und Rückseite aufgezogen auf Karton (oben geklebt), Wasserzeichen CFM-Kopfmuster. Serie F, ohne KN. Grabowski BAD-10. I- / About Uncirculated. Startgebot: 200 EUR Zuschlag: 360 EUR Los 19: Deutsche Länderbanknoten Badische Bank Badische Bank. 50 Reichsmark 11.10.1924 Einseitige Druckproben der Vorder- und Rückseite auf Papier mit Wasserzeichen (Eichenlaubstreifen), je mit Perforation "DRUCKPROBE", mit KN "Nr. 000000" und je mit handschriftlicher Künstlersignatur von Ottohans Beier. Grabowski BAD-14. Sehr selten / Very rare. I- / About Uncirculated. Startgebot: 1.200 EUR Zuschlag: 1.550 EUR Los 32: Kassenscheine Breslau Breslau. Diverse Banknoten 15.11.1918. Meyer Kauffmann Textilwerke AG. 3x Scheine. Je1x 5, 10 und 20 Mark PROBE. 3x ohne Prägestempel, mit Perforation "PROBE" und KN "0000" Ohne Druckvermerk. Geiger 069 var. II / Extremely fine. (3x) Anton Geiger führt in seinem Katalog "Das deutsche Großnotgeld 1918 - 1921" unter 069 nicht nur die Scheine der Textilwerke auf, sondern auch verschiedene Proben. Danach gibt es Proben mit Perforation und KN 0000, die aber anstelle eine Prägestempels auf der Vorderseite rechts unten das gedruckte Wort "Prägestempel" haben müssten. Startgebot: 50 EUR Zuschlag: 110 EUR Los 33: Kassenscheine Breslau Breslau. Diverse Banknoten 15.11.1918. Meyer Kauffmann Textilwerke AG. 3x Scheine. Je1x 5, 10 und 20 Mark. 3x mit Perforation "PROBE", ohne KN, Vorder- und Rückseite. Mit Druckvermerk "Druck von Wilh. Gottl. Korn in Breslau". Geiger 069 var. (3x) Anton Geiger führt in seinem Katalog "Das deutsche Großnotgeld 1918 - 1921" unter 069 nicht nur die Scheine der Textilwerke auf, sondern auch verschiedene Proben. Danach gibt es Proben mit Perforation und KN 0000, die aber anstelle eine Prägestempels auf der Vorderseite rechts unten das gedruckte Wort "Prägestempel" haben müssten. Startgebot: 50 EUR Zuschlag: 120 EUR Los 123: Kleingeldscheine Ründeroth Ründeroth. 5 Pfennig o. D. Dazu 10 und 50 Pfennig. Drogerie Lemmer. II / Extremely fine. (3x) Startgebot: 10 EUR Zuschlag: 190 EUR Los 135: Kriegsgeld Tuchel Tuchel. 0.25 M 8.11.1916. Dazu Gutschein 0.50 M, 8.11.1916. Tieste 7475.05.01, .02. I-, III / About Uncirculated, very fine. (2x) Startgebot: 20 EUR Zuschlag: 230 EUR Los 143: Goldmark Kulmbach Kulmbach. Diverse Banknoten 23.11.1923. Lot aus 10x Scheine zu 0.21, 0.42, 1.05, 2.10 und 4.20 Goldmark. Jeweils Serie I und II. Kulmbacher Spinnerei. Müller 2910.1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10. III / Very fine. (10x) Startgebot: 20 EUR Zuschlag: 150 EUR Hier geht es direkt zum Nachverkauf (bis 19.12.2025) beim Banknotenteil: https://auktionen.gut-lynt.de/de-de/auctions/lots?$page=1&$maxpagesize=20&$sortby=lot_number&$sortdir=asc&lot_state=post_sale&part_id=412 www.auktionen.gut-lynt.de   Auch unsere Website www.gut-lynt.de  bietet Vor- und Rückschauen sowie jeweils aktuelle Informationen zu Auktionsterminen und Einlieferungsfristen.   Bei Fragen rund um die Münzen Gut-Lynt Auktion 23 sind wir gerne für Sie da: Schreiben Sie einfach an info@gut-lynt.de  oder rufen Sie uns an: (+49) 02156 4874819. Wir freuen uns auf Sie. PS: Nach der Auktion ist vor der Auktion! Unsere nächste Auktion ist für Ende März 2026 geplant. Wenn Sie sich von Einzelstücken oder ganzen Sammlungen trennen möchten, dann sprechen Sie uns gerne an. Wir geben Ihnen Einlieferer freundliche Konditionen und unsere Leidenschaft.

  • Teutoburger Münzauktion: Nachbericht zur Weihnachts-Auktion 170 vom 5. bis 10. Dezember 2025

    Die Weihnachtsauktion in der Lebkuchenstadt Borgholzhausen fand am 5. und 6. Dezember sowie vom 8. bis 10. Dezember 2025 statt. Die gesamte Auktion erzielte ein Rekordergebnis mit einem Erlös (inkl. Aufgeld) von über 4 Millionen Euro. Besondere Highlights der Auktion waren die deutschen Reichsbanknoten, Goldmünzen aus aller Welt ab der Antike, asiatische Münzen, Reichssilbermünzen, usw., auch Lots und Sammlungen erzielten teils enorme Steigerungen. Der Nachverkauf läuft noch bis 10. Januar 2026! Hier geht es direkt zum Nachverkauf: https://www.teutoburger-muenzauktion.de/en/search/12313/page/1/?lot_range=1-1000&sale_type=AFTER_AUCTION_SALE Eine kleine Auswahl aus den Ergebnissen: Los 204 Banknoten, Die deutschen Banknoten ab 1871 nach Rosenberg, Deutsches Reich, 1871-1945: Rosenberg 7, Grabowski DEU-49 20 Mark 10.1.1882. Serie G. II, leichter Mittelknick, selten Ausruf: 5.000 EUR Zuschlag: 6.500 EUR Los 236 Banknoten, Die deutschen Banknoten ab 1871 nach Rosenberg, Deutsches Reich, 1871-1945: Rosenberg 136, Grabowski DEU-169 50 Billionen Mark 10.2.1924. Serie A. I- / II+ Ausruf: 3.000 EUR Zuschlag: 4.400 EUR Los 242 Banknoten, Die deutschen Banknoten ab 1871 nach Rosenberg, Deutsches Reich, 1871-1945: Rosenberg 159, Grabowski DEU-204 100 Rentenmark 1.11.1923. Serie A. I / I-, äußerst selten in dieser Erhaltung Ausruf: 3.000 EUR Zuschlag: 9.250 EUR Los 243 Banknoten, Die deutschen Banknoten ab 1871 nach Rosenberg, Deutsches Reich, 1871-1945: Rosenberg 161, Grabowski DEU-206 1000 Rentenmark 1.11.1923. Serie A. I-, äußerst selten in dieser Erhaltung Ausruf: 5.000 EUR Zuschlag: 7.250 EUR Los 277 Banknoten, Die deutschen Banknoten ab 1871 nach Rosenberg, Kolonien und Nebengebiete, Danzig, Freie Stadt: Rosenberg 833a, Grabowski DAN-57a 10 Gulden Danziger Banknote 10.2.1924. Artushof und Danziger Wappen/Christophorus. KN 6-stellig schwarz, Wz. Männerkopf, Serie A. III, selten Zuschlag: 1.400 EUR Los 278 Banknoten, Die deutschen Banknoten ab 1871 nach Rosenberg, Kolonien und Nebengebiete, Danzig, Freie Stadt: Rosenberg 833a, Grabowski DAN-57a 10 Gulden Danziger Banknote 10.2.1924. Artushof und Danziger Wappen/Christophorus. KN 6-stellig schwarz, Wz. Männerkopf, Serie A. III-, selten Zuschlag: 1.400 EUR Los 279 Banknoten, Die deutschen Banknoten ab 1871 nach Rosenberg, Kolonien und Nebengebiete, Danzig, Freie Stadt: Rosenberg 834a, Grabowski DAN-58a 25 Gulden Danziger Banknote 10.2.1924. Marienkirche und Danziger Wappen/Brunnenfigur Neptun. KN 6-stellig rot, Wz. Maske. III-, äußerst selten Zuschlag: 4.200 EUR Los 280 Banknoten, Die deutschen Banknoten ab 1871 nach Rosenberg, Kolonien und Nebengebiete, Danzig, Freie Stadt: Rosenberg 834b, Grabowski DAN-58b 25 Gulden Danziger Banknote 10.2.1924. Marienkirche und Danziger Wappen/Brunnenfigur Neptun. KN 6-stellig rot, Wz. Maske, Serie B/A. III, äußerst selten Zuschlag: 15.500 EUR Los 343 Banknoten, Die deutschen Banknoten ab 1871 nach Rosenberg, Westliche Besatzungszonen und BRD, ab 1948 : Rosenberg 268a, Grabowski BRD-12a 1000 Deutsche Mark 2.1.1960. Serie W/A. I, selten Zuschlag: 2.500 EUR Hier geht es direkt zum Nachverkauf: https://www.teutoburger-muenzauktion.de/en/search/12313/page/1/?lot_range=1-1000&sale_type=AFTER_AUCTION_SALE Teutoburger Münzauktion GmbH Brinkstraße 9 33829 Borgholzhausen Webseite: https://www.teutoburger-muenzauktion.de/de/ E-Mail: info@teutoburger-muenzauktion.de Telefon: 05425/930050

  • Das Papiergeld der "Squatter" in Nebraska von 1857 bis 1863

    Mit der territorialen Ausbreitung der Vereinigten Staaten nach Westen wurden nicht erst seit dem Jahre 1800 die dort lebenden Ureinwohner immer mehr zurückgedrängt. Europäische und US-amerikanische Siedler zogen immer weiter den Ohio River entlang und siedelten auf „freiem“ Land und oft ohne Rechtsansprüche. In einem Artikel des „Omaha Weekly Nebraskian“ vom 21. Juli 1860 wurden die Bewohner Nebraskas deshalb und erstmals als „Squatter“ [1] bezeichnet. Diesem Spitznamen folgten weitere meist spöttische Bezeichnungen; seit 1945 nennt man das heute noch landwirtschaftlich geprägte Nebraska den „Cornhusker State“ (Staat der Maisschäler). Nebraska ist einer der 25 Bundesstaaten der USA, deren Namen indianischen Ursprungs sind. „Ñí Brásge“ nannten die Otoe ihr Siedlungsgebiet und meinten das „flache Wasser“ des Platte Rivers. Heute leben noch ein paar hundert Menschen dieses indigenen Volks in Oklahoma. Der Entdecker René Robert Cavelier de La Salle hatte im Jahr 1682 eine französische Kolonie in Nordamerika gegründet, die bis 1803 unter der Bezeichnung „La Grande Louisiane française“ bestand. Nach dem Landkauf von Groß-Louisiana am 30. April 1803 durch die Vereinigten Staaten [2] erweiterten sie ihr Hoheitsgebiet beträchtlich und nannten das neue Gebiet „Louisiana Territory“. Am 4. Juni 1812 wurde es in „Missouri Territory“ umbenannt, das zwischen 1812 und 1821 bestand. Daraus gliederte der US-Kongress am 30. Mai 1854 auf Grundlage des Kansas-Nebraska Act [3] die beiden neuen Territorien aus – getrennt durch den 40. Breitengrad. Abb. 1: Karte des Territory of Nebraska von 1854, in dem sich Teile der heutigen Bundesstaaten Montana, Wyoming, Colorado sowie Süd- und Nord-Dakota befanden (Granger Collection Nr. 41276). Schon am 18. Januar 1856 gründeten Ebenezer Cook, George B. Sargent und James M. Parker die erste der fünf Banken in Nebraska: die Bank of Florence. Die ersten Geldscheine wurden von unterschiedlichsten Geldinstituten und Stadtkassen ab 1857 ausgegeben: Bank of Dakota, Bank of De Soto, Bank of Florence, Bank of Nebraska, Bank of Tekama, Brownville Bank & Land Co., City of Lincoln, City of Omaha, Corn Exchange Bank, Fontenelle Bank of Bellevue, Nebraska Land & Banking Co., Nehama Valley Bank, Omaha & Chicago Bank, Omaha City Bank & Land Co., Platte Valley Bank, Waubeek Bank, Western Exchange & Land Co., Western Exchange Fire & Marine Insurance Co. [4] Abb. 2: Blanko-Orderscheck des Bankhauses Cook, Sargent & Parker, Inhaber der späteren Bank of Florence; durch die Turbulenzen der US-Finanzkrise von 1857 ging die Bank 1859 bankrott – nur die Platte Valley Bank im Nebraska-Territorium überlebte die Bankenpleite, wie Sterling Morton am 10. März 1860 an den US-Schatzmeister Howell Cobb nach Washington telegrafierte. Abb. 3: verzinslicher Wechselschein des Mühlenbesitzers C. G. L. Holmes in Nemaha City Landing, Remainder von 185_ über 3 Dollars. Abb. 4: 1 Dollar 12. Januar 1857, Omaha City Bank and Land Co. (Haxby NE-70). Abb. 5: 1 Dollar 1. September 1857, Bank of Tekama (Haxby NE-85). Abb. 6: 1 Dollar 18__, Bank of Nebraska (Haxby NE-60). Abb. 7: 1 Dollar 1857, Bank of Dakota, Reminder (Haxby NE-15). Abb. 8: 1 Dollar 185_, Nebraska Land and Banking Co. (Haxby NE-60). Abb. 9: 1 Dollar 1857, Nemaha Valley Bank, Brownville (Haxby NE-10). Abb. 10: 2 Dollars 1. Januar 1858, Western Exchange & Land Co., Omaha (Haxby NE-35). Abb. 11: 2 Dollars 12. Dezember 1860, Corn City Exchange Bank, De Soto (Haxby NE-20). Abb. 12: 3 Dollars 1. November 1863, Bank of De Soto (Haxby NE-25). Abb. 13: 5 Dollars 1. Oktober 1857, City of Omaha (Haxby ―). Abb. 14: 5 Dollars 1. November 1863, Fontenelle Bank of Bellevue (Haxby NE-5). Abb. 15: 5 Dollars 1. Mai 1857, Waubeek Bank, De Soto (Haxby NE-30). Abb. 16: 5 Dollars 1. Oktober 1858, Platte Valley Bank, Nebraska City (Haxby ―). Abb. 17: 5 Dollars 18__, Omaha and Chicago Bank, Omaha City (Haxby NE-65). Abb. 18: 10 Dollars 1. September 1857, Brownville Bank and Land Co. (Haxby NE-50). Abb. 19: 20 Dollars 1. Juni 1856, Western Exchange Fire & Marine Insurance Co., Omaha City (Haxby ―). Abb. 20: ungeschnittener Druckbogen 18__, hergestellt in der Druckerei Toppan, Carpenter & Co. New York, 1, 2, 3 und 5 Dollars, Bank of Florence (Haxby NE-40). Die sog. "Panic of 1857" hatte auch im Nebraska-Territorium große Auswirkungen: Banken mussten schließen und Banknoten-Druckereien erhielten keine Aufträge mehr. Was war passiert? Am 13. Oktober 1857 stürmten Sparer, Aktionäre, Gläubiger und Spekulanten die Banken in New York und verlangten ihre Gelder zurück. Alle 60 Banken und Sparkassen erklärten sich einen Tag später als zahlungsunfähig. Ursachen waren u. a. die übermäßige Importpolitik der US-Wirtschaft und die Goldabflüsse ins Ausland. Durch den Untergang des Raddampfers „Central America“ mit dem Verlust von über 20 Tonnen Kalifornien-Gold im Wert von 1,6 Millionen US-Dollars kam es letztlich zum Zusammenbruch der Ohio Life Insurance and Trust Company. Der ließ die Spekulationsblase platzen, bundesweit kam es zu enormen Konkursen und Bankenschließungen. Viele Banknoten der sog. "Wild Cat Banks" verloren ihre Gültigkeit – so auch in Nebraska. Abb. 21: 2 Dollars 20. März 1857, Nemaha Valley Bank, Brownville, mit beidseitigem Zweizeilenstempel „NOT UNITED STATES CURRENCY / HAS NO VALUE“. Noch während des US-amerikanischen Bürgerkriegs verabschiedete der 37. US-Kongress am 25. Februar 1863 den National Currency Act, nach dem bundesweit private Nationalbanken gegründet werden durften. Auch im Nebraska-Territorium wurde die erste Nationalbank gegründet: Die Brüder Herman und August Kountze eröffneten am 10. Dezember 1857 die Kountze Brothers Bank in Omaha, die am 1. Juli 1865 in First National Bank of Omaha umbenannt wurde. Ihr folgten 1865 die Otoe County National Bank of Nebraska und weitere 347 Nationalbanken bis 1934 – die letzte war die Wymore National Bank im Jahr 1934. Abb. 22: 5 Dollars 15. Juli 1871, First National Bank of Brownville, Serie 1863–1882. Abb. 23: 20 Dollars 1. September 1865, gelochter Specimen-Schein, Otoe County National Bank of Nebraska City, Serie 1863–1882. Abb. 24: 10 Dollars 11. Juni 1889, City National Bank of Kearney, Serie 1882–1902. Abb. 25: 50 Dollars 11. Dezember 1885, First National Bank of Blue Hill, Serie 1882–1902. Abb. 26: 5 Dollars 12. Juni 1911, First National Bank of Oakland, Serie 1902–1928. Abb. 27: 100 Dollars 13. Mai 1905, First National Bank of Auburn, Serie 1902–1928. Abb. 28: 10 Dollars 1929, First National Bank of Ord, Serie 1929–1934. Abb. 29: 50 Dollars 1929, Omaha National Bank, Serie 1929–1934. Michael H. Schöne Anmerkungen [1] von engl. „quat down“ abgeleitet = „hinhocken“, Bezeichnung für illegale Landbesetzer [2] der Kaufpreis betrug 15 Millionen US-Dollars, nach heutigem Wert etwa 315 Millionen US-Dollars [3] Der Kansas-Nebraska Act von 1854 war ein Wendepunkt in der Geschichte der USA und eine der Ursachen zum Ausbruch des US-amerikanischen Bürgerkriegs. [4] die Versicherungsgesellschaft Western Exchange Fire and Marine Insurance Co. war eine Scheingesellschaft, die 1855 nur zum Gelddrucken gegründet wurde; sie zählt wie andere Banken zum sog. "Wildcat Banking".   Quellen: https://en.wikipedia.org https://nationalcurrencyvalues.com https://northomahahistory.com https://www.beastcoins.com https://www.capital.de https://www.numismaticnews.net https://www.seaside88.com

  • Anton Geiger verstorben!

    Wegen eines Einspruchs der Familie wurde der Nachruf auf den bekannten Papiergeldhändler und Fachautor Anton Geiger aus dem Blog entfernt! Hans-Ludwig Besler (Grabowski) Zu den Büchern von Anton Geiger

  • Leserpost: Ergänzung zu einer preußischen Goldmark-Ausgabe von 1923/24

    Hallo Herr Grabowski, ich möchte einem ihrer Bücher eine Informationen hinzufügen:  Deutsches Notgeld, Band 10, Das Papiergeld der deutschen Länder 1871–1948, Seite 334, Preußischer Finanzminister, Berlin, Notgeldschein vom 3. November 1923, PRS9a zu 4,20 Goldmark mit Wasserzeichen Schlangenlinien. Ich kenne eine Serie, die in Ihrem Buch nicht aufgeführt ist – HC, Foto beigefügt. Mit freundlichen Grüßen P. Soboleff, Russland Antwort der Redaktion Herzlichen Dank für Ihre Ergänzung zu meinem Katalog von 2006 und die Abbildung. Ich habe mir die Serie HC zu PRS-9a gleich notiert. Zur Zeit der Katalogisierung waren nur die Serien HA, HB, HE, HG, HJ und HK belegt. Man kann aber davon ausgehen, dass es wahrscheinlich alle Serien von HA bis mindestens HK (ohne HI) gegeben hat. Nach Rücksprachen mit Manfred Müller, dem Autor des Katalogs zum wertbeständigen Notgeld, sind zwischenzeitlich alle Serien HA-HK (ohne HI) belegt. Die fertig gedruckten einseitigen Scheine der ersten Auflage 1923 wurden damals ja nicht ausgegeben, sondern in ganzen Bogen als Paketpapier oder einzeln mit den unbedruckten Rückseiten als Paketaufkleber genutzt. Nach jetzigem Stand wird es in absehbarer Zeit leider keine neue Auflage meines Katalogs zum Papiergeld der deutschen Länder geben. Ich wünsche Ihnen eine schöne Weihnachtszeit und alles Gute für das neue Jahr. Mit freundlichen Grüßen Hans-Ludwig Besler (Grabowski)

  • Lexikon: Mandschukuo

    Mandschukuo war ein mit japanischer Hilfe in der Mandschurei errichteter Marionettenstaat (1932-1945), der nur von wenigen anderen Staaten, darunter Deutschland, Italien, Spanien, Ungarn und dem Vatikan anerkannt war. Als Herrscher wurde der ehemalige chinesische Mandschu-Kaiser Puyi eingesetzt. Fläche ca. 800.000 qkm mit 38 Millionen Einwohnern. Währung 1 Yuan = 100 Fen. 1932 wurde durch Fussion folgender Banken die Mandschukuo Central Bank gebildet: Fengtien Provincial Bank Frontier Bank Heilungkiang Provincial Bank Kirin Provincial Bank. Die neue Zentralbank nutzte zunächst die alten Noten der Provincial Bank of the Three Eastern Provinces mit Überdruck, bevor sie eigene 50-Fen- sowie 1-, 5-, 10- und 100-Yuan-Noten ausgab. Diese Werte (1944 auch ein 10-Fen-Schein) kursierten in verschiedenen Auflagen. Mandschukuo, CHN-J125a, Central Bank of Manchukuo: 1 Yuan ohne Datum (1932), Vorderseite. Abb. Archiv für Geld- und Zeitgeschichte. Mandschukuo, CHN-J133b, Central Bank of Manchukuo: 100 Yuan ohne Datum (1938), Vorderseite. Abb. Archiv für Geld- und Zeitgeschichte. Mandschukuo, CHN-J133b, Central Bank of Manchukuo: 100 Yuan ohne Datum (1938), Rückseite. Abb. Archiv für Geld- und Zeitgeschichte. Mandschukuo, CHN-J137e, Central Bank of Manchukuo: 10 Yuan ohne Datum (1944), Vorderseite. Abb. Archiv für Geld- und Zeitgeschichte. Mandschukuo, CHN-M034, Hauptquartier der sowjetischen "Roten Armee": 100 Yuan ohne Datum (1945), Vorderseite. Abb. Archiv für Geld- und Zeitgeschichte. 1945 besetzte die Sowjetische Armee die Mandschurei und brachte in der Sowjetunion gedruckte 1-, 5-, 10- und 100-Yuan-Scheine in Umlauf, wovon die 10- und 100-Yuan-Scheine, die mit einer Marke versehen wurden, auch in einigen anderen Provinzen Chinas Geültigkeit hatten. Albert Pick / Hans-Ludwig Grabowski (Überarbeitung und Bebilderung)

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