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- Eric P. Newman: Neuauflage von "The Early Paper Money of America" bei Greysheet
Eric P. Newman: The Early Paper Money of America 2023 Edition Bearbeitung: Leonard Augsburger Bewertungen: Patrick Ian Perez 472 Seiten, Format 21,6 cm x 28 cm, Festeinband oder digital, Virginia Beach 2022 Preis: 100 bzw. 150 US-Dollars ISBN (gebunden): 978-1-7342239-3-4 ISBN (digital): 978-1-7342239-4-1 Bei Greysheet, wo seit einiger Zeit auch die einzelnen Kapitel von Owen W. Linzmayers "The Banknote Book" in digitaler Form erscheinen, ist nun auch als Edition 2023 eine aktuelle Neuauflage des Standardwerks zum frühen US-amerikanischen Papiergeld (Early Paper Money of America = EPMOA) erschienen. Die Neuauflage des zuletzt 2008 veröffentlichten Katalogs enthält nicht nur neue Informationen und überarbeitete Bewertungen, es wurde auch vollständig neu formatiert und mit aktualisierten Farbabbildungen versehen. Der Katalog ist eine illustrierte, historische und beschreibende Zusammenstellung von Daten über die US-amerikanische Papierwährung von ihrer Entstehung im Jahr 1686 bis zum Jahr 1800, ergänzt durch marktgerechte aktuelle Sammlerbewertungen. Die Emissionen umfassen das geografische Gebiet das heute die Vereinigten Staaten von Amerika ausmacht, einschließlich der vom Kontinentalkongress und den 13 Kolonien ausgegebenen Münzen. Der Katalog enthält: Ausgaben der englischen Kolonien (1690–1776) Ausgaben der französischen Kolonien (1716–1763) Ausgaben der spanischen Kolonien (1763–1800) Ausgaben der vereinigten Kolonien (1775–1777) Ausgaben der Vereinigten Staaten von Amerika (1777–1787) Ausgaben der einzelnen US-amerikanischen Staaten (1776–1788) Ausgaben US-amerikanischer Städte und Landkreise (1774–1796) Ausgaben privater und öffentlicher Emissionsbanken (1686–1800) Ausgaben von Einzelpersonen, Firmen, Kirchen usw. (1729–1800) Den Katalog kann man in drei unterschiedlichen Versionen erwerben, als Druck mit Harteinband (100 US-Dollars), als digitale Version mit Mail (150 US-Dollars) sowie als zugemailte Version inkl. digitalem Online-Zugriff (199,99 US-Dollars). Hier geht es zur Leseprobe: https://www.greysheet.com/pdfsample/epmoa_sample Der neue Katalog wird allen Sammlern von US-Papiergeld sowie Händlern empfohlen. Hans-Ludwig Grabowski
- 54. C. Gärtner Auktion – Münzen und Banknoten ab 17. Oktober 2022
Die 54. Christoph Gärtner Auktion startet am Montag, den 17. Oktober 2022 mit Banknoten und Münzen. Neben der Möglichkeit live im Saal mitzubieten, können schriftliche Gebote abgegeben oder über die Bieterplattform www.biddr.com mitgeboten werden. Um 9 Uhr beginnt die Sektion Banknoten aus aller Welt und Deutschland. Besonders erwähnenswert sind seltene ausländische Banknoten wie Palästina, 10 Pfund von 1939: Seychellen, 10 Rupien von 1972: Russland, Assignat über 50 Rubel von 1818: sowie eine Sammlung Banknoten aus Österreich-Ungarn. Fortgesetzt wird die Auktion am frühen Nachmittag mit Münzen von der Antike bis zur Neuzeit sowie Medaillen und Orden. Hervorzuheben sind auch moderne seltene Stücke. Online-Kataloge sowie die kompletten pdf-Kataloge zum Download stehen auf der Webseite www.auktionen-gaertner.de und www.cg-collectors-world.de zur Verfügung. Kataloge können kostenlos direkt beim Auktionshaus Gärtner angefordert werden.
- Iran: Neue 1.000.000-Rials-Schecks im Umlauf
Die Central Bank of the Islamic Republic of Iran gab im September 2022 neue Schecks über 1.000.000 Rials in Umlauf. In vergleichbarer farbiger Gestaltung wie die Vorgänger gehalten, zeigen die neuen Schecks jedoch mit der Moschee auf der Vorderseite und einer Erdölraffinerie auf der Rückseite neue architektonische Motive auf. Aufgrund des Bedarfs an Geldscheinen mit hohen Nominalwerten ist der Zahlungsverkehr mit Schecks seit Langem im inflationsgeplagten Iran weit verbreitet; seit 2008 ist die Zentralbank die einzig zugelassene Emittentin solcher Schecks. Diese ähneln im Aussehen "normalen" Banknoten, weisen jedoch in roter Farbe die Beschriftung "IRAN CHEQUE" auf. Wie bei den Umlaufnoten ist auch hier die Rial-Wertzahl so gestaltet, dass die Entsprechung im Toman (= 10.000 Rials) farblich hervorgehoben ist und zusätzlich auch eine reine Toman-Wertangabe "100" – wenn auch ohne Angabe der Währungseinheit – separat zu finden ist. Kana Totsuka Abb. Owen W. Linzmayer (www.bankinotebook.com)
- Aus der HVB Stiftung: 100 Gulden der Privilegierten Oesterreichischen National-Bank von 1847
Die Napoleonischen Kriege hatten die Finanzen Österreichs so zerrüttet, dass eine Neuordnung des Geldwesens unabdingbar war. Zu diesem Zweck wurde 1816 die Privilegierte Oesterreichische Nationalbank gegründet. Zunächst zog sie die alten Scheine ein und wechselte sie in Münzen um. Noch im Gründungsjahr gab sie eine erste Banknotenserie heraus. Es gelang ihr schnell, die Währung zu stabilisieren und das Vertrauen der Bevölkerung in Papiergeld wieder herzustellen. Erst die Revolutionsjahre 1848/49 führten wieder zu vermehrten Staatsausgaben und damit zu einer steigenden Geldmenge. Nach dem sogenannten "Ausgleich" zwischen Ungarn und Österreich im Jahr 1867 wurde die Nationalbank 1878 in die Oesterreichisch-Ungarische Bank umgewandelt. Bis zum Zerfall Österreichs-Ungarns war sie nun die zentrale Notenbank. Die Banknoten wurden zweisprachig, in deutsch und ungarisch, gedruckt. Der Friedensvertrag von St. Germain von 1919 bestimmte ihre Liquidation. 1922 wurde in Anlehnung an das Vorgängerinstitut die Oesterreichische Nationalbank gegründet. Sie ist bis heute die zentrale Notenbank Österreichs. Österreich, Privilegierte Oesterreichische Nationalbank: Anweisung über 100 Gulden vom 1. Januar 1847 Vorderseite: Links Austria und rechts Minerva und Herkules als Allegorien für Weisheit und Stärke, oben bekröntes Wappenschild mit Blattwerk und unten bekrönter österreichischer Doppeladler mit Wappenschild und zwei Löwen. Rückseite: Druck einseitig. Wasserzeichen: Text "P.O. N.B." und "HUNDERT GULDEN" und Wertzahl "100" Format: 210 x 132 mm. Entwurf: Geiger, Peter Johann Nepomuk Katalogreferenz: AUT-A77 (SCWPM) Zur der HVB Stiftung Geldscheinsammlung bei bavarikon. Katharina Depner, HVB Stiftung Geldscheinsammlung, www.geldscheinsammlung.de
- Zum Tod von Königin Elisabeth II. – Ein Blick über den Gartenzaun
Am Abend des 8. September 2022 gab der Buckingham Palast den Tod von Queen Elizabeth II. bekannt. Sie starb im Altern von 96 Jahren. Die meisten ihrer Untertanen im Vereinigten Königreich, in weiteren 14 selbständigen Staaten des Commonwealth Realm (u. a. Australien, Kanada und Neuseeland), die mit der britischen Krone in Personalunion verbunden sind, sowie in den zahlreichen Staaten des Commonwealth of Nations und den Besitzungen der Krone selbst kannten in ihrem ganzen Leben kein anderes Staatsoberhaupt. Über 70 Jahre regierte die Königin, die damit sogar noch die Regierungszeit ihrer Ururgroßmutter Queen Victoria, die von 1837 bis 1901 (über 63 Jahre) herrschte, als "Großmutter Europas" in die Geschichte einging und heute mit ihrem Namen für ein ganzes Zeitalter steht, übertraf. Erst Anfang Juni 2022 konnte Elisabeth das Platinjubiläum als Königin feiern und zum Zeitpunkt ihres Todes war sie das am längsten amtierende Staatsoberhaupt der Welt. Es bleibt abzuwarten, ob man in Großbritannien einst auch mit ihrem Namen ein ganzes Zeitalter verbinden wird. Das Land steht vor großen Herausforderungen und es wird an ihrem Sohn, König Charles III., liegen, ob die britische Monarchie auch weiterhin Bestand haben wird und Großbritannien nicht in souveräne Einzelstaaten zerfällt. Schon im kommenden Jahr wollen die Schotten erneut über ihre Unabhängigkeit abstimmen. Zum 70. Thronjubiläum veröffentlichten wir hier im Blog einen interessanten Beitrag mit zahlreichen Beispielen von Geldscheinen aus aller Welt mit ihrem Porträt, denn Elisabeth II. hielt noch einen anderen Rekord, sie war auch die am meisten auf Geldscheinen porträtierte Person aller Zeiten. Das führte dazu, dass Geldscheine mit Ihrem Porträt bei Motivsammlern sogar zu einem eigenen Sammelgebiet wurden. https://www.geldscheine-online.com/post/congratulations-queen-elizabeth-ii Zum Tod der Queen haben wir auch alle Arten von Porträts vorgestellt, die von ihr auf Banknoten zu finden sind. Lesen Sie hierzu den folgenden Beitrag: https://www.geldscheine-online.com/post/banknoten-mit-k%C3%B6nigin-elisabeth-ii-neue-scheine-werden-kommen Royal Bank of Scotland, o. D., 5 Pounds, Gedenkbanknote zum 50. Thronjubiläum 2002, Rückseite. Royal Bank of Scotland, o. D., 10 Pounds, Gedenkbanknote zum 60. Thronjubiläum 2012, Rückseite. Die Königin war aber nicht nur auf Geldscheinen aus den Commonwealth-Staaten präsent, sondern auch auf Münzen und Briefmarken. Anlässlich ihres Todes soll deshalb ein Blick über den Zaun gewagt werden, um auch an solche zeitgeschichtlichen Zeugnisse mit ihrem Porträt zu erinnern. Nicht zuletzt wurden und werden viele Briefmarken auch von Wertpapierdruckereien hergestellt, die auch für den Banknotendruck zuständig sind. Kanada: Michel CA 270, Sondermarke über 4 Cents zum königlichen Besuch von Prinzessin Elisabeth, Herzogin von Edinburgh, und ihrem Mann Philipp, dem Herzog von Edinburgh, aus dem Jahr 1951, Erstausgabe: 26. Oktober 1951. Druck: Canadian Bank Note Company. 1947 hatte Elisabeth trotz einigen Widerstands in der königlichen Familie und der Öffentlichkeit Prinz Philipp von Griechenland und Dänemark aus deutschem Adel geheiratet. So kurz nach dem Zweiten Weltkrieg waren deutsche Wurzeln in Großbritannien nicht gerade sehr beliebt und so wurde Philipp sogar als "Hunne" bezeichnet. Man hat dabei scheinbar vergessen, dass auch das Haus Windsor bis 1917 noch Sachsen-Coburg und Gotha hieß und nur wegen des Ersten Weltkriegs seinen deutschen Namen abgelegt hatte. Schloss Balmoral Castle in Schottland, wo die Queen sich so gern aufhielt und schließlich auch verstarb, war bereits 1848 von Königin Victoria und Prinz Albert als Urlaubsdomizil gemietet worden, weil sie die umgebende Landschaft an die thüringisch-fränkische Heimat des Prinzen erinnerte. 1951 reisten Elisabeth und Philipp für das Königshaus nach Kanada, wo zu dieser Zeit noch Elisabeths Vater Georg VI. König und offizielles Staatsoberhaupt war. Der König starb nach schwerer Krankheit bereits im Februar 1952. Zu diesem Zeitpunkt war die junge Prinzessin erneut auf Reisen durch die Länder des Commonwealth. Sie kehrte als Königin zurück. Die Krönung erfolgte aber erst nach einer angemessenen Trauerzeit am 2. Juni 1953. Kanada: Michel CA 279A, Briefmarke zu 3 Cents von 1953 mit dem Porträt der jungen Königin Elisabeth II., Erstausgabe: 1. Mai 1953, Druck: Canadian Bank Note Company. Australien: Michel AU 229, Briefmarke zu 3 1/2 Australischen Penny ohne Jahr (1953 bis 1956) mit dem Porträt der jungen Königin Elisabeth II., Erstausgabetag: 21. April 1953, Druck: Note Printing Branch, Commonwealth Bank, Melbourne. Großbritannien: Michel GB 265X, Briefmarke zu 6 Pence ohne Datum (1954 bis 1972) mit dem Porträt der Königin, Erstausgabetag: 18. Januar 1954, Druck: Harrison & Sons Ltd. Südafrika: KM 46, 1 Shilling von 1954, Vorderseite mit der "Dromedaris", eines der drei Schiffe, die 1652 Jan van Riebeeck und seine kleine Gruppe Menschen im Auftrag der Niederländischen Ostindien-Kompanie von Holland nach Südafrika brachte. Rückseite mit Kopfbildnis der jungen Königin nach rechts. Der Besuch von Königin Elisabeth II. 1965 in Deutschland, nur zwanzig Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, war ein Meilenstein, weil die Monarchin damit eine lange Isolation Deutschlands aufbrach und sich zumindest Westdeutschland wieder als gleichwertiges Mitglied in der westlichen Welt fühlen konnte. Auf ihren eigenen Wunsch, besuchte die Königin auch die Berliner Mauer, die Deutschland und Europa noch bis 1989 teilen sollte. Umschlag mit Sonderstempeln vom 18. Mai 1965 aus Bonn zum Staatsbesuch von Königin Elisabeth II. vom 18. bis 28. Mai 1965 in der Bundesrepublik Deutschland mit 20-Pfennig-Marke der Deutschen Bundespost mit Ansicht des Bonner Rathauses. Postkarte mit Sonderstempeln vom 20. Mai 1965 aus Koblenz zum Staatsbesuch von Königin Elisabeth II. vom 18. bis 28. Mai 1965 in der Bundesrepublik Deutschland mit 1-Pfennig-Marke der Deutschen Bundespost (Berlin) mit Ansicht des Brandenburger Tors. Großbritannien: KM 897, Umlaufmünze zu 1 Penny von 1967, Bronze, Vorderseite: sitzende Britannia, Rückseite: Porträt von Königin Elisabeth II. Wie viele Reisen, Staatsbesuche und öffentliche Termine die Königin in ihren über 70 Regierungsjahren absolviert hat, kann man kaum mehr sagen, es müssen aber unzählige gewesen sein. Sie sah Politiker und Präsidenten kommen und gehen, nur sie blieb. Eine ihrer Herzensangelegenheiten war der Zusammenhalt im Commonwealth. Bereits mit 21 Jahren hatte sie ein Versprechen vor der Weltöffentlichkeit abgegeben, ihr ganzes Leben in den Dienst für den Staatenbund und seine Menschen zu stellen. 1973 reiste sie deshalb zu einem königlichen Besuch und Treffen der Regierungschefs des Commonwealth nach Kanada, wo man aus diesem Anlass eigens eine Gedenkmarke ausgab. Kanada: Michel CA 529, Gedenkmarke zu 8 Kanadischen Cents zum Besuch der Königin anlässlich des Treffens der Regierungschefs des Commonwealth in Kanada, Erstausgabetag: 2. August 1973, Druck: British American Bank Note Co. Insel Man: KM 34, 2 Pence von 1976, Vorderseite: Möwe über dem Umriss der Insel, Rückseite: Porträt der Königin nach rechts. Mauritius: KM 35.1, 1 Rupie von 1978, Vorderseite: Staatswappen, Rückseite: Porträt der Königin nach rechts. Zu Thronjubiläen, Geburtstagen der Queen und anderen Anlässen der königlichen Familie wurden immer wieder Gedenkmarken und Blöcke ausgegeben. Einige davon möchte ich hier zeigen, darunter sogar einen Briefmarkenblock zur Geburt ihres Enkels, Prinz William von Wales, aus Nordkorea von 1982, der sie im Familienkreis mit der Königin Mutter, Prinz Philipp sowie Charles, Diana und dem Kind zeigt. Wenn man mit Sammlern in aller Welt Geld verdienen kann, dann war sich das kommunistische Regime in Pjöngjang nicht zum ersten Mal auch nicht zu schade, der britischen Monarchie zu huldigen. Nordkorea: Michel KP BL126, Briefmarkenblock mit Gedenkmarke über 80 Cheun zur Geburt von Prinz William mit der königlichen Familie, Erstausgabetag: 29. September 1982. Kanada: KM 140, 1 Dollar von 1982, Vorderseite zwei Männer (Ureinwohner und Siedler) in einem Kanu, Rückseite: Porträt der Königin nach rechts. Ersttagspostkarte mit einem Porträt von Königin Elisabeth II. von Norman Hepple aus dem Jahr 1978 sowie mit der am 17. November 1983 von Jersey erstmals ausgegebenen Briefmarke zu 5 Pounds mit gleichem Porträt. Großbritannien: Michel GB 1066-1067, Gedenkmarken zu je 34 Penny zum 60. Geburtstag der Königin mit Porträts aus verschiedenen Lebensabschnitten, Erstausgabetag 21. April 1986, Druck: Harrison & Sons Ltd. Postkarte der Firma Kardorama Ltd. mit Königin Elisabeth II. und Prinz Philipp, abgeschickt am 15. Juni 1987 in New York. Fidschi: KM 50a, 2 Cents von 1992, Vorderseite: Wertzahl vor Palmwedel, Rückseite: Porträt der Königin nach rechts. Kanada: Michel CA 1496A, Briefmarke über 45 Cents mit Altersporträt der Königin von 1994, Erstausgabetag: 31. Juli 1995, Druck: Canadian Bank Note Company. Australien: KM 139, 50 Cents von 1999, Gedenkmünze zum 25. Jahrestag der Dezimalwährung, Vorderseite: Schaf, Rückseite: Porträt der Königin nach rechts. Großbritannien: Michel GB 1982X, Gedenkmarke zum 50. Regierungsjubiläum 1st Class (ohne Währungsangabe und ohne Jahr), Erstausgabetag: 6. Februar 2002, Druck: De La Rue & Co. Ltd. Neuseeland: KM 118a, 2 Cents von 1992, Vorderseite: Māori-Schnitzerei des Häuptlings Pukaki von den Ngati Whakaue, Rückseite: Porträt der Königin nach rechts. Wer jetzt Lust auf eine Motivsammlung von Banknoten, Münzen und Briefmarken bekommen hat, dem wünsche ich jetzt schon viel Spaß beim Sammeln. Motive gibt es auch neben dem der verstorbenen Königin in großer Vielfalt zu entdecken. Hans-Ludwig Grabowski
- Das Notgeld der Rheinischen Bergbaugesellschaft mbH & Co. zu Coblenz
Ende Juli/Anfang August 1923 kam es in Deutschland als Folge der starken Geldentwertung erneut zu einer Zahlungsmittelknappheit, die durch den Druckerstreik bei der Reichsdruckerei noch verstärkt wurde. Die Reichsbank sah sich vorübergehend Außerstande, die angeforderten Lohngelder zur Verfügung zu stellen. Besonders schwierig gestaltete sich die Geldversorgung des besetzten Rheinlands. Kommunen und Unternehmen schritten wieder zur Ausgabe von Notgeld. Nicht immer stand die Versorgung mit Zahlungsmitteln im Vordergrund, bot doch die Notgeldausgabe dem Emittenten die Möglichkeit der zinslosen Kreditbeschaffung. Bei etwas „Glück“ hatte sich das ausgegebene Notgeld bei Einlösung so weit entwertet, dass die Kreditkosten häufig fast nur noch aus den Druckkosten bestanden. Auch die Rheinische Bergbaugesellschaft mit beschränkter Haftung & Co. zu Coblenz scheint hierauf spekuliert zu haben. Am 13. August 1923 beantragte sie recht selbstbewusst bei der Regierung zu Coblenz die Genehmigung zur Ausgabe von Notgeld im Wert von zunächst 20 Milliarden Mark.[1] Ausgebeben werden sollten vorläufig Scheine zu 500.000 und 1.000.000 Mark. Den Antragstellern war bewusst, dass die Provinzregierung bei einer Genehmigung des Antrags Sicherheiten verlangen würde. Da flüssige Mittel fehlten und wohl auch aktuell keine Warenbestände im genannten Wert vorhanden waren, sollten vorhandene Aufträge dazu dienen. Im Brief heißt es: „Wegen der vorgeschriebenen Sicherheiten bemerken wir, dass wir für Reichslieferungen in Coblenz Dachschiefer im Werte von z. Zt. etwa 25.000.000 Mark herzustellen haben. Wir sind bereit, diesen Schiefer als Sicherheit zu verpfänden.“ Die Antragsteller müssen recht sicher gewesen sein, dass ihrem Antrag entsprochen würde, denn sie baten gleichzeitig die Verwaltungen der Kreise St. Goar und St. Goarshausen amtlich zu informieren, „damit dem Umlauf des Geldes in den genannten Bezirken keine Schwierigkeiten in den Weg gelegt werden.“ Begründet wurde das Ansuchen damit, dass ein Teil der eigenen Beschäftigten rechtsrheinisch wohnen und auch die Cauber Schiefergruben beabsichtigen würden, auf das Geld der Rheinischen Bergbaugesellschaft zurückzugreifen. Die Schreiber des Briefes vergaßen auch nicht nebulös darauf hinzuweisen, dass man seitens der Lokalbanken das größte Entgegenkommen gefunden hätte und man die Bürgermeistereien Bacharach und Oberwesel selbst informieren würde. Der Regierungspräsident in Coblenz mochte dem Antrag nicht ohne weitere Informationen zustimmen und bat die Handelskammer zu Coblenz um weitere Auskunft zu dem Unternehmen. In der Antwort vom 21. August 1923 heißt es: „… nach einer Aeusserung von vertrauenswürdiger Seite [handelt] es sich bei der Antragstellerin um ein verhältnismässig noch junges Unternehmen .., deren Geschäftslage und sonstigen Verhältnisse in der gegenwärtigen Zeit es kaum geboten erscheinen lassen, die beabsichtigte Herausgabe von 20 Milliarden eigenem Notgeld zu gewähren. Eine in der Zukunft zu erwartende Einnahme dürfte kaum als einwandfreie Sicherheit für die bereits jetzt auszugebenden Gelder anzusehen sein, ganz abgesehen davon, dass, nachdem die Kreise und Gemeinden dazu übergegangen sind, in weitestem Umfange Notgeld herauszugeben.“[2] Zum Zeitpunkt des Schreibens war das Notgeld bereits ausgegeben. Es datiert auf den 10. August 1923 und lautet über 500.000 und 1.000.000 Mark. Überschrieben ist es mit „Kassenschein“. Mit dem Text – „Vom 1. Oktober 1923 ab kann dieser Kassenschein aufgerufen werden und unter Umtausch gegen andere gesetzliche Zahlungsmittel eingezogen werden“ – erweckt es den Anschein, als handele es sich hierbei um gesetzliche Zahlungsmittel. Die Emittenten verschweigen wohl bewusst Angaben zu einer Einlösungsstelle. Der Schein zu 1.000.000 Mark wurde in zwei Ausführungen gedruckt. Sie unterscheiden sich in der unterschiedlichen Gestaltung des „K“ in „Kassenschein“. Auch auf den 5.000.000-Mark-Scheinen vom 20. August 1923 sucht man vergeblich eine Einlösungsstelle. Auf dem Kassenschein heißt es: „Dieser Schein verliert seine Gültigkeit einen Monat nach Aufruf in den amtlichen Anzeigern der Kreise Coblenz und St. Goar“. Daraus kann geschlossen werden, dass sie auch im Kreis St. Goar ausgegeben wurden. Abb. 1.1: (867 a), Rheinische Bergbaugesellschaft, 10. August 1923, 500.000 Mark, Vorderseite. Abb. 1.2: (867 a), Rheinische Bergbaugesellschaft, 10. August 1923, 500.000 Mark, Rückseite. Abb. 2: (867 b1), Rheinische Bergbaugesellschaft, 10. August 1923, 1.000.000 Mark, Vorderseite. Abb. 3: (867 b 2), Rheinische Bergbaugesellschaft, 10. August 1923, 1.000.000 Mark, Vorderseite. Abb. 4.1: (867 3), Rheinische Bergbaugesellschaft, 20. August 1923, 5.000.000 Mark, Vorderseite. Abb. 4.2: (867 3), Rheinische Bergbaugesellschaft, 20. August 1923, 5.000.000 Mark, Rückseite. Die Gestaltung der drei Nominale entspricht auffallend denen der Stadt Coblenz bzw. des Stadt- und Landkreises Coblenz. Es ist anzunehmen, dass die Scheine in derselben Druckerei hergestellt wurden. Die Kennziffer ist wohl immer fünfstellig, wobei sie stets mit „0“ beginnt. Über die Rheinische Bergbaugesellschaft mit beschränkter Haftung & Co. zu Coblenz ist nur wenig bekannt. Der Briefkopf nennt als Sitz der Hauptverwaltung Coblenz, Neustadt 7, ferner eine Betriebsverwaltung in Bacharach, Grube Gute Hoffnung 1. Im Adressverzeichnis der Stadt Coblenz aus den Jahren 1921/22 und 1923 wird das Unternehmen nicht genannt. Es ist davon auszugehen, dass die Notgeldausgabe ohne Genehmigung des Regierungspräsidenten erfolgte, denn in der Notgeldakte des Landeshauptarchivs Koblenz finden sich darüber keine Angaben. Uwe Bronnert Anmerkungen Landeshauptarchiv Koblenz, Bestand 441 Nr. 21109. Blatt 47. Ebenda, Blatt 49.
- Lexikon: Emmissionsbank in Polen
In den von den deutschen Truppen während des Zweiten Weltkriegs besetzten polnischen Gebieten (mit Ausnahme der an das Deutsche Reich angeschlossenen Gebiete Westpreußens, Posens sowie Ost-Oberschlesien) galten zunächst Reichskreditkassenscheine als Zahlungsmittel. Nach Bildung des sog. Generalgouvernements erhielt dieses Gebiet eigenes Papiergeld. Alte 100-Zloty-Noten der Bank Polski mit Daten von 1932 und 1934 wurden provisorisch überdruckt, aber schon bald wegen zahlreicher Fälschungen des Überdrucks wieder aus dem Verkehr gezogen. ZWK-25c: Behelfsausgabe mit Übderdruck "Generalgouvernement für die besetzten polnischen Gebiete" auf 100 Zlotych der Bank Polski von 1934. Die 1940 gegründete Emissionsbank in Polen (Bank Emisyjny w Polsce) mit Sitz in Krakau übernahm alle im Gebiet des Generalgouvernements befindlichen Reichskreditkassen und gab noch im gleichen Jahr eigene 1-, 2-, 5-, 10-, 20-, 50-, 100- und 500-Zloty-Noten in polnischer Sprache aus. Auch von diesen Scheinen tauchten bald Fälschungen auf, und man sah sich bereits 1941 veranlasst, einige Werte in leicht veränderter Ausführung auszugeben. In der Bevölkerung wurden die Scheine der Emissionsbank wegen dem Banksitz auch "Krakauer Zloty" genannt. ZWK-30: Note der Emissionsbank in Polen über 20 Zlotych vom 1. März 1940. Vorderseite links Frau mit zwei Kindern, rechts Porträt der Freiheitskämpferin Emilie Plater. Rückseite mit der Burg Wawel in Warschau und allegorischen Figuren, links für das Bauwesen und rechts für die Wissenschaft. ZWK-37: Note der Emissionsbank in Polen über 50 Zlotych vom 1. August 1941. Vorderseite links stehende Frau und rechts Porträt der Freiheitskämpferin Emilie Plater. Rückseite mit der Tuchhalle von Krakau. Von der zweiten Ausgabe mit Datum 1941 gibt es Werte zu 1, 2, 5, 20, 50 und 100 Zloty. Darüber hinaus existieren zeitgenössische Entwürfe in polnischer oder ukrainischer Sprache (für den Distrikt Galizien) sowie ein Probedruck des polnischen Entwurfs zu 1000 Zloty aus dem Jahr 1943 (ebenfalls mit Datum von 1941), die wegen der Inflation im Generalgouvernement ausgegeben werden sollten, wozu es aber nicht mehr kam. 2004 entstanden moderne Nachdrucke des polnischen Entwurfs. ZWK-39a: Moderner einfarbiger Nachdruck des polnischen Probedrucks über 1000 Zloty von 1941 (1943), Vorderseite rechts Kopf eines Krakauer Bürgers mit Hut, Rückseite Burg Wawel in Krakau. Albert Pick / Hans-Ludwig Grabowski (Überarbeitung und Bebilderung)
- Die Entwürfe der ersten Euro-Banknoten, Teil 36
Bereits im November 1994 hatte der Rat des Europäischen Währungsinstituts (EWI) die Stückelung auf sieben Banknoten-Nominale von 5 bis 500 Euro festgelegt. Im Juni 1995 wurden dann zwei Themen für die Gestaltung der Euro-Banknoten vorgegeben, zum einen "Zeitalter und Stile in Europa" und zum anderen ein abstraktes, modernes Design. Im Februar 1996 begann der Gestaltungswettbewerb, an dem 29 Grafiker und Grafikerteams teilnahmen, die von 14 nationalen Zentralbanken der EU nominiert wurden. Im September 1996 beurteilte eine Jury aus international renommierten unabhängigen Experten für Marketing, Grafik und Kunstgeschichte die eingereichten Entwürfe und wählte je fünf für beide Themenbereiche aus. Im Oktober 1996 erfolgte eine Umfrage unter insgesamt 2000 Personen aus allen EU-Ländern außer Dänemark und am 3. Dezember 1996 wählte der Rat des EWI schließlich den Vorschlag aus Österreich Nr. T 382 als Gewinner des Gestaltungswettbewerbs. Wie aber hätten die ersten Euro-Banknoten auch aussehen können? Wir setzen hiermit unsere Reihe zu den Entwürfen der ersten Euro-Banknoten fort. Zeitalter und Stile in Europa, Vorschlag T 382 Robert Kalina Geboren 1955 in Wien, Österreich. 1974 bis 1975 Meisterklasse an der Hochschule für Grafische Kunst in Wien. Seit 1976 Banknotendesigner bei der Oesterreichischen Nationalbank und der Oesterreichischen Banknoten- und Sicherheitsdruck GmbH. Er entwarf alle österreichischen Schilling-Noten, die ab 1982 in Umlauf kamen sowie 2002 den höchsten Nennwert für Bosnien-Herzegowina. Seine Entwürfe zu Zeitaltern und Stile für den Euro wurden schließlich angenommen und umgesetzt. 5 Euro, Vorderseite: Tor als klassisches Stilelement der griechisch-römischen Antike; Rückseite: römisches Aquädukt und Europa-Karte. 10 Euro, Vorderseite: romanischer Torbogen des frühen Mittelalters; Rückseite: romanische Steinbrücke und Europa-Karte. 20 Euro, Vorderseite: gotische Spitzbogenfenster; Rückseite: gotische Brücke und Europa-Karte. 50 Euro, Vorderseite: Renaissance-Fenster; Rückseite: Renaissance-Brücke und Europa-Karte. 100 Euro, Vorderseite: barocker Torbogen; Rückseite: barocke Brücke und Europa-Karte. 200 Euro, Fenster in Glas- und Eisenarchitektur der Moderne; Rückseite: Stahlbrücke Anfang des 20. Jahrhunderts und Europa-Karte. 500 Euro, Vorderseite: Architekturstil des ausgehenden 20. Jahrhunderts; Rückseite: moderne Hängebrücke und Europa-Karte. Fortsetzung folgt … Hans-Ludwig Grabowski Abb. Europäische Zentralbank (EZB)
- Vorschau zum Kapitel Banknoten in der Oktober-Auktion von SINCONA AG in Zürich
Im Rahmen von Auktion 80 des Zürcher Auktionshauses SINCONA wird, wie jedes Mal im Oktober, auch eine größere Anzahl Banknotenlose versteigert. Das genaue Datum ist der Mittwoch, 26. Oktober, nachmittags ab 14:30 Uhr. 600 Nummern umfasst das Kapitel Banknoten der Welt mit diversen Raritäten aber auch mit vielen Großlosen zu günstigen Schätzpreisen. Nicht im Katalog abgebildete Banknoten können übrigens auf der Homepage von SINCONA durchgesehen werden. Hier findet sich ein alphabetischer Überblick mit der Aufzählung spezieller Nummern, die bei den Liebhabern dieser Geldform großes Interesse wecken wird. Bei Belarus wartet eine Serie von sechs Spezimen von 1 bis 100 Rubel aus dem Jahr 1993. Die Noten wurden nie in Umlauf gesetzt. Pro Nominal sind kaum mehr als 10 Exemplare bekannt. Lot 4019: Belarus Nationalbank. 1 Rubel 1993 bis 100 Rubel 1993. Sechs verschiedene Nominale als Spezimen, alle gegradet durch PMG 65-67. Taxe CHF 1000,– Bei Brasilien findet sich eine Serie von vier Banknotenentwürfen, gedruckt bei Orell Füssli in Zürich. Lot 4025: Brasilien. Vier Banknotenentwürfe zu 100 Reis o. J. Pick –. Einseitige Drucke, teilweise auf Karton geklebt und mit handschriftlichen Notizen versehen. Vorzüglich – fast druckfrisch. Taxe CHF 500,– China fehlt auch diesen Oktober nicht. 161 Lose, beinahe die gesamte Banknotengeschichte des riesigen Landes umfassend, werden angeboten. Lot 4079: China. Bank of Territorial Development. 50 Dollars o. J. Reminder ohne Ortsangabe. Sehr selten. Vorzüglich. Taxe CHF 800,– Bei Deutschland weisen wir auf 20 Nummern mit Banknotenbündeln hin, deren Banderolen die Scheine seit 100 Jahren zusammenhalten, und Danzig, mit seiner besonderen Geldgeschichte, ist mit fünf Nummern aus der Inflationszeit vertreten. Lot 4193: Danzig. 50.000 Mark 1923, 20. März. Brauner Druck. Selten. Gutes Vorzüglich. Taxe CHF 250,– Beim Kapitel Frankreich sind vor allem die französischen Territorien vertreten, im Besonderen Neu-Kaledonien / Nouméa mit zwölf Nummern. Es ist spannend, wie man sich, so weit entfernt vom Mutterland, mit Geldscheinen versorgt hat. Lot 4257: Neu-Kaledonien, Succursale de Nouméa. 5 Francs 1874, 31. Oktober. Selten. Fast schön. Taxe CHF 500,– Italien wartet mit 54 Losnummern auf. Gerade die Banknotengeschichte zeigt all die politischen Wirren auf, in die das Land südlich der Alpen verwickelt war. Das einzig Stete war wohl, dass die Währung immer die Lira war. Hier ein doch besonderer Geldschein aus der Zeit nach dem Ende der Monarchie und des Zweiten Weltkriegs. Lot 4309: Italien. Repubblica Italiana. Titolo provisorio. 5000 Lire 1947, 18. November. Selten in Erhaltung gutes Vorzüglich. Taxe CHF 400,– Sowohl das Mutterland Portugal als auch seine Kolonien machen diesen Oktober bei SINCONA einen bedeutenden Anteil aus. Bei Portugal fällt eine umfangreiche Serie der alten Geldscheine aus dem Ende des 18. bis zum ersten Viertel des 19. Jahrhunderts auf. Jahrzehntelang sind diese Scheine umgelaufen und ihr Zustand ist oft schlecht. Umso geschichtsträchtiger sind diese Noten mit all ihren Varianten und rückseitigen Stempeln. Lot 4396: Königreich Portugal. Reichsschatzkammer. 20.000 Reis 1799. Letzte Datumsziffer handschriftlich. Königliches Wappen, links und rechts eingefasst von vier Vignetten. Ohne Überdruck. Sehr selten in dieser Erhaltung. Fast Vorzüglich. Taxe CHF 250,– Von den Azoren als damalige Kolonie Portugals zeigen wir eine große Rarität. Und, weiter hinten im Katalog, ist São Tomé e Príncipe mit 17 Nummern sehr gut vertreten. Lot. 4015: Azoren, portugiesische Administration. Banco de Portugal. 2500 Reis 1909, 30. Juni. Ohne diagonalen Aufdruck. Sehr selten. Pick 8a. Fast Unzirkuliert. Taxe CHF 2.500,– Von der Tschechoslowakei werden gleich drei Nummern mit Druckplatten angeboten, welche allerdings nur als Projekte bekannt geblieben sind. Eine der Druckplatten aus der Gründerzeit der jungen Republik, entworfen vom Künstler Jaroslav Benda, wurde bereits im Newsletter 33/2022 von Geldscheine-Online.com am 25. August 2022 beschrieben. Zum Fachartikel: https://www.geldscheine-online.com/post/eine-unbekannte-banknotendruckplatte-aus-der-tschechoslowakei Drei weitere Druckplatten, davon zwei Exemplare signiert von Alfons Mucha, ergänzen dieses Angebot. Ebenfalls aus diesen Jahren werden in zwei Nummern Gründeraktien der Tschechoslowakischen Nationalbank von 1926 angeboten – Geschichte pur für dieses Land. Lot 4540: Tschechoslowakei. Gründeraktie 1926, 1. April der neu gegründeten Tschechoslowakischen Nationalbank über 1000 US-Dollars in Gold. Selten. Wasserflecken. Gutes Sehr schön. Taxe CHF 200,– Schauen wir schlussendlich auf die Geldscheine der Schweiz. SINCONA pflegt das Kapitel seiner Heimat besonders. Die Banknoten der verschiedenen Kantone sind verständlicherweise sowieso selten; die Schweizerische Nationalbank wurde bekanntlich erst 1907 gegründet. Von St. Gallen sind ausnahmsweise sieben Lose anzutreffen, die aus der frühen Zeit stammen. Lot 4442: Schweiz. St. Gallen. St. Gallische Kantonalbank. 100 Franken 1896, 1. März. Sehr selten und gutes Sehr schön. Taxe CHF 3500,– Die sechste Emission der Banknoten der Schweizerischen Nationalbank, ausgegeben 1977 bis 1993, wurde vom Grafiker-Ehepaar E. und U. Hiestand entworfen. Die Endprodukte sind zwar nicht mehr in Umlauf, jedoch weiterhin gültig. SINCONA hat 2015 in Auktion 25 erstmals einen Banknotenentwurf zur 1000-Franken-Note dieser Emission versteigert. Im Oktober sind drei weitere Nominale, die als Entwürfe des Ehepaars Hiestand bekannt wurden, im Katalog. Es sind Noten zu 10, 100 und, man staune, zu 5000 Franken, wobei das Projekt 5000 Franken nie das Endstadium als Umlaufbanknote erreicht hat. Drei historische Dokumente, die man nur einmal im Leben antreffen kann! Lot 4456: Schweiz. Schweizerische Nationalbank. 100 Franken o. J. Zwei einseitig gedruckte Entwürfe von E. und U. Hiestand. Weit fortgeschrittene Druckphase. Von größter Seltenheit. Rückseite mit aufgesetztem Abschnitt. Druckfrisch. Taxe CHF 2000,– Lot 4457: Schweiz. Schweizerische Nationalbank. 5000 Franken o. J. Zwei einseitig gedruckte Entwürfe von E. und U. Hiestand. Weit fortgeschrittene Druckphase. Von größter Seltenheit. Note später nicht realisiert. Sehr schön-vorzüglich. Taxe CHF 3500,– SINCONA lädt die Kundschaft gerne wieder nach Zürich ein. Kontakt können Sie telefonisch aufnehmen, per E-Mail oder online an den Auktionstagen vom 24. bis 27. Oktober. Die Homepage www.sincona.com informiert Sie jederzeit. Ruedi Kunzmann SINCONA AG
- Acht Mitglieder des NGC-Teams zählen zu den einflussreichsten Persönlichkeiten in der Numismatik
SARASOTA, Fla. (12. September 2022) – Numismatic Guaranty Company (NGC®) freut sich, bekannt zu geben, dass heute acht ihrer Experten in der neuesten Liste der weltweit einflussreichsten Persönlichkeiten der Numismatik vertreten sind. 1987 gegründet, feiert NGC in diesem Jahr eine Reihe von Meilensteinen, darunter ihr 35-jähriges Bestehen und 55 Mio. zertifizierte Münzen. Mark Salzberg, Vorsitzender NGC Mark Salzberg, Vorsitzender der NGC, ist einer der weltweit angesehensten und versiertesten Numismatiker. Seine zentrale Rolle bei der Standardisierung und Förderung der modernen und hochpräzisen Münzbewertungsskala wird allgemein gewürdigt und anerkannt. Seit Jahrzehnten maßgeblicher Unterstützer der Branche, wurde er 2006 von der American Numismatic Association als Numismatiker des Jahres ausgezeichnet. Steven R. Eichenbaum, Chief Executive Officer CCG Steven R. Eichenbaum hat sich für die Erweiterung der Sammlermärkte eingesetzt. Er spielte in den vergangenen zwei Jahrzehnten eine entscheidende Rolle bei praktisch allen wichtigen Initiativen der CCG. Unter seiner Leitung hat CCG auf dem Erfolg von NGC aufgebaut und weitere Schwestergesellschaften gegründet; PMG® für die Zertifizierung von Papiergeld, CGC® für die Zertifizierung von Comics, Sammelkarten und anderen Sammlerobjekten, CSG® für die Zertifizierung von Sportkarten, ASG® für die Zertifizierung von Briefmarken und CAG® für die Provenienzerhaltung von Sammlungen, Memorabilien und Erbstücken. Max Spiegel, Präsident CCG Max Spiegel wurde 2020 von der Position des Senior Vice President of Sales and Marketing zum Präsidenten der CCG befördert. Seit seinem Eintritt in CCG im Jahr 2010 hat Max Spiegel unter anderem das Dienstleistungsangebot der CCG-Unternehmen optimiert, innovative Marketingprogramme für die Kunden entwickelt und die Kapillarität des Unternehmens durch neueste Technologien, die Erweiterung der Mitgliederzahl und eine stärkere Präsenz bei Veranstaltungen auf der ganzen Welt ausgebaut. Rick Montgomery, Präsident und Grading Finalizer NGC Rick Montgomery wird von vielen Fachleuten als der größte Echtheitsprüfer der Münzbranche angesehen. Rick Montgomery war seit 1980 als professioneller Grader tätig, bevor er 2002 zu NGC kam. In seiner glanzvollen Karriere hat Rick Montgomery viele der weltweit größten Raritäten bewertet. Als Mitverfasser des NGC-Grading-Leitfadens für moderne US-Münzen hat er auch zahlreiche Artikel für die American Numismatic Association geschrieben. David J. Camire, Präsident NCS und Finalizer NGC David J. Camire gilt als Experte für moderne Prägetechnik und -produktion und ist auf Prägefehler sowie chinesische Münzen spezialisiert. Als Mitverfasser der 100 Greatest U.S. Error Coins hat er zu numismatischen Publikationen beigetragen und arbeitet ehrenamtlich bei der Smithsonian Institution, um die National Numismatic Collection zu erhalten. Scott Schechter, Chef-Numismatiker und Finalizer NGC Scott Schechter kam im Jahr 2005 zu NGC, wo er heute als Chief Numismatist und Finalizer tätig ist. Bei NGC konzentriert er sich in erster Linie auf die Zertifizierung von Weltmünzen und arbeitet mit vielen Händlern und Auktionshäusern außerhalb der Vereinigten Staaten zusammen. Scott Schechter widmet einen Großteil seiner Zeit der Authentifizierung, Zuordnung und Einstufung von Nicht-US-Vintage-Münzen. Er ist Mitverfasser von 100 Greatest US Modern Coins, das 2010 veröffentlicht wurde. David W. Lange, Research Director NGC Als Autor von zehn Büchern über die Numismatik der Vereinigten Staaten wurde David W. Lange 2009 von der American Numismatic Association mit dem Lifetime Achievement Award und 2017 als Numismatiker des Jahres ausgezeichnet. Die Numismatic Literary Guild ehrte ihn 2018 mit ihrem renommierten Clemy Award. Zu den Karrierehöhepunkten gehört unter anderem die Einführung der VarietyPlus-Dienstleistungen von NGC. David Vagi, Ancients Direktor NGC David Vagi beschäftigt sich seit 1985 mit antiken griechischen und römischen Münzen. Sein Werk Coinage and History of the Roman Empire wurde von der Professional Numismatists Guild, der Numismatic Literary Guild und der International Association of Professional Numismatists als Buch des Jahres ausgezeichnet. Vagi hat für verschiedene numismatische Publikationen geschrieben, darunter The Numismatist, Coin World und Numismatic News. Anlässlich ihres 60-jährigen Bestehens veröffentlichte Coin World im Jahr 2021 einen Artikel, der fast 100 Menschen vorstellt, die ihr Leben der Förderung der Numismatik gewidmet haben. Dies fand in der Welt der Numismatik so viel Anklang, dass Coin World in diesem Jahr eine aktualisierte Liste herausgab. Sie möchten Teil des führenden Numismatiker-Teams von NGC sein? Erfahren Sie mehr über unsere Karrierechancen und bewerben Sie sich unter CollectiblesGroup.com/careers. NGC bietet die wettbewerbsfähigsten Gehälter und Vorteile der Branche. Über Numismatic Guaranty Company (NGC®) NGC ist ein führender Drittanbieter von Bewertungsdiensten für Münzen, Token und Medaillen mit mehr als 55 Millionen zertifizierten Münzen. NGC wurde 1987 als präziser, konsistenter und unparteiischer Authentizitäts- und Bewertungsdienst gegründet. Jede von NGC zertifizierte Münze wird durch die umfassende Echtheits- und Erhaltungsgarantie von NGC untermauert, die den Käufern mehr Vertrauen gibt. NGC-zertifizierte Münzen erzielen dadurch höhere Preise und führen zu besserer Verkäuflichkeit. Für weitere Informationen besuchen Sie bitte NGCcoin.com. © 2022 Numismatic Guaranty Company. Alle Rechte vorbehalten. NGC, NCS, PMG, CGC, CCS, CSG, ASG, CAG und CCG sind eingetragene oder nicht eingetragene Marken der Numismatic Guaranty Company und/oder ihrer verbundenen Unternehmen in den USA und/oder anderen Ländern. Alle weiteren Namen und Marken, auf die in dieser Pressemitteilung verwiesen wird, sind die Handelsnamen, Marken oder Dienstleistungsmarken ihrer jeweiligen Eigentümer.
- Papiergeld in den altdeutschen Staaten
Wenn heute in Sammlerkreisen vom Papiergeld der altdeutschen Staaten gesprochen wird, so meint man in aller Regel die Geldscheine der Staaten auf dem Gebiet des Norddeutschen Bunds, welche sich 1871 zum Deutschen Reich zusammenschlossen. Das ist jedoch historisch nicht korrekt, denn bis zum Einmarsch französischer Truppen unter Napoleon I. im Jahre 1806 hatte das Heilige Römische Reich deutscher Nation bestanden, das bis nach Italien reichte. Nach dem Sieg über Napoleon und dem Wiener Kongress von 1815 wurde die Landkarte Europas neu gezeichnet und der Deutsche Bund gegründet, zu dessen Teilstaaten u.a. auch Österreich, Böhmen und Mähren sowie das heutige Slowenien und Luxemburg zählten. Erst der sich verschärfende Konflikt zwischen den Österreichern und Preußen führte nach dem Deutschen Krieg von 1866 zur Abspaltung Österreichs und zur Gründung des Norddeutschen Bunds. Nach dem Sieg Deutschlands im Kriege gegen Frankreich von 1870/71 kam es dann bekanntlich zur Gründung des Deutschen Reichs (kleindeutsche Lösung) unter Führung Preußens und zur Krönung des preußischen Königs Wilhelm I. zum deutschen Kaiser. Die ersten regulären deutschen Geldscheine waren die ab 1705 durch den pfälzischen Kurfürsten ausgegebenen Bancozettel. In der Folge kam es auch in anderen altdeutschen Staaten zu den verschiedensten Papiergeld-Ausgaben. So wurden die sog. Wiener Stadt-Banco-Zettel schon ab 1759 ausgegeben und die „Cassen-Billets“ des Kurfürstentums Sachsen ab 1772 waren die ersten deutschen Geldscheine, die wirklich auch als Zahlungsmittel zirkulierten. Am Anfang des 19. Jahrhunderts wurden auch immer mehr Privatbanken mit dem Recht zur Ausgabe von eigenen Noten privilegiert. Ausgehend von der deutschen Kleinstaaterei und den verschiedenen Privatnotenbanken kursierten auf dem Gebiet des Deutschen Bundes bald eine Vielzahl von verschiedenen Papiergeldausgaben, auf die man in diesem Rahmen nicht umfassend eingehen kann. Am Ende des 18. und zu Beginn des 19. Jahrhunderts waren Banknoten überall in Europa noch recht einfach gestaltet. Sicherheitsmerkmale, wie wir sie heute kennen, waren damals noch nicht entwickelt. Oftmals wurde Geld sogar noch auf einfachem Büttenpapier ohne Wasserzeichen gedruckt und lediglich mit einer handschriftlichen Kontrollnummer und mit Handunterschriften versehen, wie im Falle der bereits vorgestellten kursächsischen Kassen-Billets. Das erleichterte natürlich den schon damals fleißigen Geldfälschern das Spiel und so wurden die Anforderungen an die grafische Gestaltung und die Verbesserung der Fälschungssicherheit immer höher. Preußen spielte als größtes deutsches Land papiergeldgeschichtlich bis zur Errichtung einer deutschen Zentralnotenbank die wichtigste Rolle. Selbst die nach der Reichsgründung von 1871 neu geschaffene Deutsche Reichsbank ging aus der ehemaligen Preußischen Bank hervor. Die Papiergeldgeschichte Preußens begann mit der Gründung der Königlichen Giro- und Lehnbank zu Berlin im Jahre 1765 auf Anordnung von Friedrich II., dem Großen. Gegen Hinterlegung von Bargeld (Gold- und Silbermünzen) wurden vom Staat zertifizierte Quittungen gedruckt, die der Erleichterung des umständlichen Verkehrs mit den schweren Münzen dienen sollten. Zumindest dieses Motiv war nicht neu, wussten wir doch schon von den alten Chinesen tausend Jahre früher ähnliches zu berichten. Tatsächlich wollte man in Preußen aber mittels der ausgegebenen „Banco-Zettel“ die Edelmatalle in den königlichen Kassen horten. Immerhin wusste man nie genau, wann der nächste Krieg kommen würde und der „Alte Fritz“ hatte ja schon so manche Schlacht geschlagen. Die sehr einfach gestalteten ersten preußischen Noten aus dem Jahre 1766 über verschiedene Werte in „Pfund Banco“ waren beim Volk nicht sehr beliebt und so ging man schon ab 1798 mit Bankkassenscheinen (übertragbare Quittungen auf deponiertes Silbergeld) auf die vertraute Währungsangabe in „Thaler“ über. Seit 1806 waren dann zusätzlich sog. Tresorscheine in Umlauf und später kamen dann auch noch Kassen-Anweisungen der Hauptverwaltung der Staatsschulden, Darlehns-Kassenscheine und ab 1846 Noten der Preußischen Haupt-Bank hinzu. Daneben existierten auch noch Geldscheinausgaben von Privatbanken in verschiedenen Regionen Preußens. Von einem einheitlichen Papiergeld war man also noch weit entfernt und bedenkt man, dass ähnliche Verhältnisse auch in den anderen deutschen Regionen vorherrschten, so können wir uns ein wenig in die kaum noch zu überschauende Vielfalt verschiedener deutscher Münz- und Geldscheinausgaben in noch dazu unterschiedlichen Währungen hineindenken, die vor der Reichsgründung von 1871 vorherrschte, die Menschen verwirrte und die Entwicklung von Handel und Wirtschaft in Deutschland hemmte. An dieser Stelle können natürlich nicht alle sog. altdeutschen Geldschein-Ausgaben aufgeführt und behandelt werden, das bleibt einem Spezialkatalog für Sammler vorbehalten. Es soll jedoch noch einmal auf dieses Thema zurückgekommen werden, wenn wir später über die verschiedenen Sammelgebiete deutschen und ausländischen Papiergelds sprechen werden. Einige interessante Besonderheiten unter den altdeutschen Geldscheinen sollen hier aber dennoch vorgestellt werden. Es handelt sich dabei um sog. „Blockadescheine“, die während Belagerungen als Notgeld ausgegeben wurden sowie um das Privatgeld eines Unternehmers aus Anhalt, den sog. „Lutze-Thalern“. „Blockadescheine“ Unmittelbar nach seinem Sieg über die Preußen in der Doppelschlacht von Jena und Auerstedt 1806 hatte Napoleon in der nahen Festungsstadt Erfurt Truppen stationiert, die nach der Völkerschlacht von 1813 durch die Preußen eingeschlossen wurden. Als das Geld in der Stadt knapp wurde, druckte man auf Befehl des „Kaiserlichen Französischen Militär-Gouvernements“ Geldscheine, die als sog. „Blockadescheine“ in die deutsche Papiergeldgeschichte eingegangen sind. Insgesamt wurden 15.200 Scheine in verschiedenen Wertstufen angefertigt, die jedoch bei der Bevölkerung nicht sehr beliebt waren. Sie waren nur kurze Zeit in Umlauf, denn bereits Anfang Januar 1814 wurde die Stadt durch die Preußen eingenommen und nur die Festung Petersberg war noch in französischer Hand. Belagerungsausgaben während französischer Besatzung gab es aber auch von Mainz im Jahre 1793 auf den Rückseiten von französischen Assignaten wie auch in Form von eigens hergestellten Scheinen sowie von der Stadt und Festung Kolberg in Pommern von 1807. Die „Lutze-Thaler“ Private Geldscheinausgaben sind in Zeiten der Inflation nichts besonderes, aber ein „Privatgeld“ unter „normalen“ Währungsverhältnissen ist heute undenkbar. Man stelle sich nur vor, jeder könne seine eigenen Münzen und Geldscheine herstellen lassen und dafür dann mit seinem Häuschen, Grundstück, Auto, der Briefmarkensammlung oder einer noch zu erwartenden Erbschaft bürgen. Es würde bald das blanke Chaos ausbrechen. Doch im 19. Jahrhundert, als das Geldwesen noch lange nicht zentralisiert war wie heute, war auch solches möglich. Der ehemalige Postsekretär Arthur Lutze aus Köthen in Anhalt war als Heilpraktiker tätig und promovierte später zum Dr. med. an der Universität Jena. Seine Heilmethoden waren so erfolgreich, dass er bald die Eröffnung eines Sanatoriums plante. Um seine Pläne in die Tat umsetzen zu können, ließ er sich private Papiergeldausgaben in mehreren Auflagen genehmigen. Das Geld setzte er dann für den Bau des Sanatoriums ein und konnte nach dessen Fertigstellung alle vorgelegten Scheine zu den aufgedruckten Verfallsdaten gegen „richtiges“ Geld einlösen. Das Privatgeld des Dr. Arthur Lutze war also nichts als ein Zahlungsversprechen, das zu einem bestimmten Zeitpunkt eingelöst wurde. In der Zwischenzeit diente es als Geld und ging von Hand zu Hand. Soviel Unterschied zum staatlichen Papiergeld bestand denn also doch nicht, außer dass hier ein Privatmann und dort der Staat für die Einlösung haftete. Lutze selbst erinnerte sich zum Bau des Sanatoriums und seinen Geldscheinausgaben: „Man hatte Anfangs der Sache wohl nur eine geringe Bedeutung beigelegt, indem man glaubte, diese Anweisungen würden unbeachtet bleiben; doch fanden sie solches Interesse, dass sie von Reisenden in die fernsten Gegenden mitgenommen wurden … Als ich später die Einlösung derselben bekanntmachte, bekam ich meine Thaler aus Preußen, Sachsen, Baiern und Oesterreich zurückgesandt.“ Dass private Geldscheinausgaben also auch erfolgreich sein können, bewies Dr. Lutze eindrucksvoll, und noch heute sind die „Lutze-Thaler“ gern gesehen in den Alben der Geldscheinsammler. Hans-Ludwig Grabowski Abb. Battenberg Gietl Verlag, Bildarchiv
- Preise für Banknoten aus Armenien, Großbritannien und Polen
Auf der "High Security Printing EMEA"-Konferenz, die vom 9. bis 11. März in Lissabon stattfand, wurden wieder drei Preise für Banknoten aus europäischen sowie GUS-Staaten verliehen. In der Kategorie Best New Series konnte Armenien überzeugen: Die ab 2018 schrittweise eingeführte Banknotenfamilie (https://www.geldscheine-online.com/post/armenien-neu-dram-noten-sind-in-umlauf; https://www.geldscheine-online.com/post/armenien-neue-1000-2000-und-5000-dram-noten) umfasst Stückelungen zu 500, 1000, 2000, 5.000, 10.000, 20.000 sowie 50.000 Dram. Gedruckt ist sie auf einer Zusammensetzung aus Polymer-Substrat und Papier, wodurch die Vorzüge beider Materialien zum Tragen kommen. Zur Best New Banknote wurde die 20-Pounds-Note der Bank of England gekürt. Diese Polymernote (https://www.geldscheine-online.com/post/england-die-neue-20-pfund-polymer-banknote) weist zwei Sicherheitsfenster auf und unterstützt außerdem Menschen mit Sehbehinderung durch ertastbare Elemente. Als Best New Commemorative Banknote wurde die 19-Zlotych-Gedenknote zum 100-jährigen Bestehen der polnischen Sicherheitsdruckerei ausgezeichnet. Das außergewöhnliche Nominal verweist auf das Gründungsjahr der Druckerei 1919 (https://www.geldscheine-online.com/post/100-jahre-polnische-wertpapierdruckerei-pwpw). Kana Totsuka Abb. Owen W. Linzmayer (www.banknotebook.com) #Nachrichten #Weltbanknoten #Gedenkbanknoten #Europa #Asien #Totsuka












