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  • Aus privaten Sammlungen: 1 Milliarde B-Pengö von 1946

    Mit der sowjetischen Besetzung Ungarns am Ende des Zweiten Weltkriegs setzte eine Inflation von bis dahin unvorstellbarem Ausmaß ein, die das Geld rasant entwertete. Zwar war man von der Hyperinflation in Deutschland schon einiges gewöhnt, die 1923 sogar Billionen-Werte hervorbrachte, doch die ungarische Inflation von 1945/1946 stellte alles in den Schatten. Bereits 1945 wurde mit Millionen-Werten gerechnet. 1946 folgten Milliarden und man schuf den Milpengö (1 Million Pengö). Es folgten Billionen und der B-Pengö oder Bilpengö (1 Billion Pengö). Der höchste Wert der ungarischen Inflation und zugleich der höchste Banknoten-Nennwert in Zahlen, der jemals in Europa ausgegeben wurde und hier vorgestellt werden soll, lautete auf 1 Milliarde B-Pengö, also 1 Milliarde Billionen Pengö. Ausgeschrieben sieht das so aus: 1 000.000.000.000.000.000.000 Pengö. Schließlich erfand man den sog. Adópengö (Steuerpengö), der vom Finanzminister ausgegeben wurde (1 Adópengö = 2 Trillionen Pengö) und es wurden verschiedene Marken wie Steuer-, Rechnungs-, Wechsel-, Gebühren und Urkundenmarken zu Zahlungsmitteln erklärt und außerdem kommunale und privates Notgeldausgaben zugelassen. Aus der Sammlung Jürgen Schilde: Ungarn, Magyar Nemzeti Bank: 1 Milliarde B-Pengö vom 3. Juni 1946 Vorderseite: Rechts weibliches Kopfbildnis (Lúcia Lendvay aus Székesfehérvár, Stuhlweißenburg) in einem Medaillon, links Wertangabe in einer Guilloche, Ornamente. Rückseite: Wertangaben und Ornamente. Wasserzeichen: ohne Druck: Pénzjegynjomda Format: 175 x 85 mm ohne Serie, ohne KN Katalogreferenzen: HUN-137 (Standard Catalog of World Paper Money, Vol. II – General Issues) B-546 (Owen W. Linzmayer: The Banknote Book) Hans-Ludwig Grabowski Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus Ihrer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com.

  • Aus privaten Sammlungen: 100 Yuan der Volksrepublik China von 1949

    In der frühen Volksrepublik China wurde die Chinesische Volksbank mit der Ausgabe von Banknoten beauftragt. Von 1948 bis 1953 gab es allerdings keine einheitliche Banknotenserie, sondern viele verschiedene Ausgaben in Nennwerten von 1 bis 10.000 Yuan. Da der Druck dieser ersten Scheine recht einfach als Flach- oder Buchdruck und noch dazu an verschiedenen Orten und mit verschiedenen Papieren erfolgte, lassen sich die Scheine leicht reproduzieren. Weil diese ersten Scheine der Volksrepublik noch dazu recht selten sind, kommen heute zahlreiche moderne Nachdrucke vor, die man aber bei entsprechender Fachkenntnis von den Originalen unterscheiden kann. Vorsicht ist trotzdem geboten, da man bei fehlenden Vergleichsstücken leicht getäuscht werden kann. Erst 1953 kam dann eine erste zusammenhängende Banknotenserie in Umlauf. Aus der Sammlung Hans-Ludwig Grabowski: China, Volksrepublik, Peoples Bank of China: 100 Yuan 1949 Vorderseite: Männer mit einem Zug von beladenen Eseln vor einer Industrieanlage links im Hintergrund. Rechts Bauern mit Hacken bei der Feldarbeit. Rückseite: Ornamente, Guillochen, Text, Wertangabe und Jahr. Wasserzeichen: ohne Druck: Unbekannt Format: 135 x 70 mm Umlauf: ab 5. November 1949, ungültig ab 10. Mai 1955 Katalogreferenzen: CHN-836 (Standard Catalog of World Paper Money, Vol. I – General Issues) B-4037 (Owen W. Linzmayer: The Banknote Book) Hans-Ludwig Grabowski Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus Ihrer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com.

  • Aus privaten Sammlungen: 100 Rupien von 1952 aus Ceylon

    Der am längsten regierende, noch lebende Monarch ist derzeit Elizabeth II., deren Thronbesteigung bereits mehr als 68 Jahre zurückliegt. Als Oberhaupt des Commonwealth of Nations begegnet sie uns auf zahlreichen Geldscheinen verschiedener Staaten – so auch auf den Banknoten Ceylons aus dem Jahr 1952. Ceylon war ab 1802 britische Kolonie und wurde 1947 zu einem britischen Dominion, bevor das Land im Jahr 1948 seine Unabhängigkeit erlangte. Seither ist Ceylon, 1972 in Sri Lanka umbenannt, Mitglied des Commonwealth. 1949 wurde die Central Bank of Ceylon gegründet, die heute noch unter dem Namen Bank of Sri Lanka für die Notenemissionen des Inselstaats zuständig ist. Die gesamte Banknotenserie der Central Bank of Ceylon aus dem Jahr des Herrschaftsantritts, die sich aus den Nominalen 1, 2, 5, 50 und 100 Rupees zusammensetzt, trägt auf der Vorderseite das Porträt der Königin. Bemerkenswert ist dabei die Datumsangabe auf den Scheinen: "3RD JUNE 1952". Erst am 6. Februar 1952 bestieg Elizabeth II. den Thron, nachdem ihr Vater, König Georg VI., am selben Tag verstorben war. Die Central Bank of Ceylon konnte also bereits vier Monate nach der Thronbesteigung eine komplette Banknotenserie mit dem Porträt der neuen Königin entwickeln und ausgeben – im Vereinten Königreich zierte hingegen das Bildnis der Elizabeth II. die Banknoten erst ab 1960. Aus der Sammlung Karl-Heinz Futterknecht: Ceylon, Central Bank of Ceylon 100 Rupees vom 3. Juni 1952 Vorderseite: Links Büste der Königin Elizabeth II. mit der Krone der Königin Mary im Medaillon, rechts Wasserzeichen, mittig unter Legende drei Pfauen, Ornamente. Rückseite: Fresco zweier Frauen mit Lotusblumen aus den Festungsruinen auf dem Sigiriya-Monolith ("Löwenfelsen") im Distrikt Matale, Wertangaben und Ornamente. Wasserzeichen: Löwe mit Peitsche. Druck: Bradbury, Wilkinson & Co Ld New Malden, Surrey, England. Format: 170 x 98 mm Serie V/10, KN 40134 Katalogreferenzen: 53 (Standard Catalog of World Paper Money – General Issues) B309a (Owen W. Linzmayer, The Banknote Book) Kana Totsuka Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus Ihrer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com.

  • Aus privaten Sammlungen: 21 Goldmark = 5 Dollars der Provinz Schleswig Holstein vom 20.11.1923

    Ein Mittel zur Bekämpfung der Hochinflation im Deutschen Reich war 1923 die Einführung sog. wertbeständigen Notgelds, das meist auf Gold und/oder US-Dollar lautete. Mit Datum vom 31.8.1923 hatte bereits die Landesbank der damaligen preußischen Provinz Schleswig-Holstein Gutscheine über 0,3765 Gramm Feingold = 1/4 US-Dollar ausgegeben, gefolgt von weiteren Ausgaben über den gleichen Betrag und über 0,1506 Gramm Feingold = 1/10 US-Dollar vom 25.10.1923. Lange unbekannt waren Zinsscheine zur Inhaberanleihe der Provinz Schleswig-Holstein vom 20.11.1923, die bei der Firma Hartung & Co in Hamburg gedruckt wurden und als Notgeldausgaben einzustufen sind. Bekannt war hier lange nur ein Schein über 4,20 Goldmark = 1 US-Dollar. Aus den Unterlagen der öffentlichen Ankündigung in der Kieler Zeitung geht aber auch die Ausgabe über 21 Goldmark = 5 US-Dollar hervor, die erst sehr viel später als Musterdruck belegt und in meinem Katalog zum Papiergeld der deutschen Länder von 2006 auch abgebildet werden konnte Aus der Sammlung Hans-Ludwig Grabowski: Preußen, Provinz Schleswig-Holstein, Landesbank der Provinz Schleswig-Holstein: Zwischenschein über 21 Goldmark = 5 Dollar der Inhaberanleihe der Provinz Schleswig-Holstein, Kiel den 20.11.1923 Vorderseite: Text und Ornament mit Wertzahl auf braunem Unterdruck, Trockensiegel der Landesbank der Provinz Schleswig-Holstein. Rückseite: Druck einseitig. Druck: Hartung & Co, Hamburg Format: 150 x 90 mm Serie: Serie B, KN 000000 Katalogreferenzen: SLH-7M (Grabowski: Deutsches Notgeld, Band 10, Das Papiergeld der deutschen Länder) 2785.9M1 (Müller: Das wertbeständige Notgeld der deutschen Inflation 1923/1924) Hans-Ludwig Grabowski Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus Ihrer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com.

  • Aus privaten Sammlungen: Einseitige Druckproben zu 500.000 Mark vom 1. Mai 1923

    Mit zunehmender Inflation musste die Reichsbank 1923 auch immer höhere Nennwerte ausgeben. Nachdem mit Datum vom 20. Februar im März 1923 erstmalig ein Millionen-Wert in Umlauf gekommen war und ein 5000-Mark-Schein mit Datum vom 15. März 1923 schon nicht mehr ausgegeben wurde, weil der durch die Inflation zu diesem Zeitpunkt praktisch schon wertlos war (er kam dann im Oktober mit Überdruck zu 5 Milliarden Mark in Umlauf), plante man einen Schein zu 500.000 Mark mit Datum vom 1. Mai 1923. Neben der Reichsbank wurden in dessen Herstellung auch mehrere private Druckereien einbezogen. Ausgegeben wurde er dann schließlich im Juli 1923. Gezeigt werden einseitige Druckproben der Vorder- und Rückseite in abweichender Farbgestaltung und ohne die graue Randeinfärbung des Papiers. Aus der Sammlung Josef Gerber: Deutsches Reich, Deutsche Reichsbank, einseitige Druckproben der Vorder- und Rückseite zur Reichsbanknote über 500.000 Mark vom 1. Mai 1923 Vorderseite: zwei sich zugewandte Kopfmedaillons eines bärtigen Mannes mit phrygischer Mütze (auch Jakobinermütze). Die Jakobinermütze war ein Symbol der Französischen Revolution und galt danach als Attribut für Freiheit und Unabhängigkeit. Darunter jeweils ein Reichsbanksiegel. Rückseite: Wertangabe und Reichsadler im Unterdruck. Druck: Reichsdruckerei Berlin Format: 170 x 95 mm Serie: Serie A, KN 00000000 Muster: Beidseitiger handschriftlicher Vermerk "Muster – Wertlos!" und Nummer. Jeweils einfache Perforation "DRUCKPROBE". Katalogreferenzen: DEU-99b (Grabowski: Die deutschen Banknoten ab 1871, Anmerkung) GER-88 (Standard Catalog of World Paper Money, Vol. II - General Issues) Hans-Ludwig Grabowski Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus Ihrer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com.

  • Aus privaten Sammlungen: 1 Million Mark der Stadtgemeinde Danzig von 1923

    Danzig war bis 1919 Hauptstadt der preußischen Provinz Westpreußen. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Stadt mit ihrem Umland vom Deutschen Reich abgetrennt und ab 10.1.1920 zur Freien Stadt mit eigenem Parlament und Senat unter dem Schutz des Völkerbunds erklärt. Die Bildung der Freien Stadt stellte einen Kompromiss zwischen den polnischen und von Frankreich unterstützten Absichten zur Einverleibung der Stadt und des Hafens nach Polen einerseits und dem von Großbritannien befürworteten Selbstbestimmungsrecht der zu über 95% deutschen Bevölkerung andererseits dar. Mit der fortschreitenden Inflation der deutschen Reichswährung musste auch der Senat der Freien Stadt Danzig (Verwaltung der Stadtgemeinde) eigenes Notgeld ausgeben. Hierbei handelte es sich lediglich um Notgeld für die Stadtgemeinde Danzig und nicht für das gesamte Gebiet der Freien Stadt Danzig mit dem Danziger Umland, wo es eigenes Notgeld gab (z.B. in Zoppot). Aus der Sammlung Hans-Ludwig Grabowski: Freie Stadt Danzig, Stadtgemeinde Danzig: Notgeldschein über 1 Million Mark vom 8. August 1923 Vorderseite: Links Danziger Wappen, rechts Bildnis des Malers Daniel Nicolaus Chodowiecki nach einem Gemälde von A. Graff. Rückseite: Blick auf das Regierungsgebäude der Freien Stadt Danzig durch ein Tor. Wasserzeichen: Achteckfliesen Format: 160 mm x 90 mm Kontrollnummer: 5-stellig, grün Unterschriften: Dr. Heinrich Sahm / Dr. Ernst Volkmann Druck: Druckereikennung WB (W.F. Burau, evtl. Wald. Brodt, Danzig) Katalogreferenzen: DAN-26b (Grabowski: Die deutschen Banknoten ab 1871) DAN-24a (Standard Catalog of World Paper Money, Vol. II - General Issues) Hans-Ludwig Grabowski Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus Ihrer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com.

  • Aus privaten Sammlungen: 1000 Pesetas des Banco de España von 1931

    Die Bank wurde durch Gesetz vom 28. Januar 1856 gegründet. 1782 war die erste spanische Nationalbank, der Banco de San Carlos, entstanden, der den vom Staat ausgegebenen "Vales reales" den Wert erhalten sollte. Mit Dekret vom 9. Juni 1829 erhielt der Banco Español de San Ferdinand das Notenrecht, das er später mit dem Banco des Isabel II. (gegründet durch Dekret vom 21. Januar 1844) teilen musste. Beide Banken fusionierten (Dekret vom 25. Februar 1847) zum Nuevo Banco Español de San Fernando, der als Vorläufer des Banco de España anzusehen ist. Mit Dekret vom 19. März 1874 wurde eine Fussion des Banco de España mit den meisten spanischen Privatnotenbanken herbeigeführt und er zur Zentralnotenbank erklärt. Lediglich während des Spanischen Bürgerkriegs (1936–1939) wurde die Bank geteilt. Auf republikanischem Gebiet gab die Bank außerdem Noten ihrer Filialen in Bilbao, Gijon und Santander aus. Die Noten des Banco auf dem Gebiet General Francos trugen den Ausgabeort Burgos, ab 1940 wieder Madrid. Die letzte Note des Banco de España vor Einführung des Euro hat einen Nennwert von 10.000 Pesetas, zeigt ein Porträt von König Juan Carlos und ist auf 1992 datiert (ausgegeben 1996). Aus der Sammlung Uwe Bronnert: Spanien, Königreich, Banco de España: Banknote zu 1000 Pesetas vom 25. April 1931 Vorderseite: Links oben Porträt des spanischen Dichters und Dramatikers José Zorilla y Moral (1817 – 1893) in einem Oval mit Lorbeerkranz. Rückseite: Gemälde von Antonio Maria Esquivel: "Los poetas contemporáneos. Una lectura de Zorilla en al estudio del pintor" (Zeitgenössischer Dichter. Eine Lesung von Zorilla im Atelier des Malers). Wasserzeichen: Apollo-Kopf Unterschriften: Carabias / Castaño / Burgos Format: 161 mm x 100 mm Druck: Bradbury, Wilkinson & Co. Ltd., New Malden, Surrey, Inglaterra (England) Auflage: 2.000.000 Noten, Nicht ausgegeben! Katalogreferenzen: ESP-84A (Standard Catalog of World Paper Money, Vol. II - General Issues) B527 (Linzmayer: The Banknote Book – Spain) Hans-Ludwig Grabowski Eine Galerie mit zahlreichen Noten des Banco de España finden Sie in unserem Museum oder direkt hier! Zur Galerie der Banco de España! Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus Ihrer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com.

  • Aus privaten Sammlungen: Post-Schein der Königlich Sächsischen Post-Expedition von 1829

    Wer intensiv historische Geldscheine sammelt, wird hin und wieder auch papierne Belege in die Hand bekommen, die zwar keine richtige Geldscheine sind, aber über Geldbeträge lauten und deshalb unter der Rubrik "Rund ums Geld" zusammengefasst werden können und interessante geldgeschichtliche Belege darstellen. Dazu gehören z.B. Schecks, Wechsel, Gutscheine, Spendenbelege, Bezugscheine, Ein- und Auszahlungsbelege und Geldüberweisungen. Letztere gab es nicht erst seit der Einführung telegrafischer Übermittlung, sondern bereits lange davor. Die Anfänge bargeldlosen Zahlungsverkehrs reichen bis ins alte Babylon zurück. Die 1619 gegründete Hamburger Bank war die erste deutsche Bank, die ausschließlich für den Giroverkehr entstand und erst 1876 von der Reichsbank übernommen wurde. Wer Geld verschicken wollte, konnte aber auch die Dienste der Post in Anspruch nehmen. Der Einlieferer zahlte den Betrag am Postschalter ein und der Empfänger erhielt einen Abholschein, mit dem er sich das Bargeld am Schalter seiner Bank vor Ort auszahlen lassen konnte. Dass das auch schon im Jahr 1829 funktionierte, beweist der vorgestellte Post-Schein der Königlich Sächsischen Post-Expedition. Aus der Sammlung Hans-Ludwig Grabowski: Deutscher Bund, Sachsen, Königreich, Königl. Sächsische Post-Expedition: Post-Schein über 1 Thaler, 9 Groschen und 9 Pfennig vom 21. Juli 1829 Vorderseite: Links unten königlich sächsisches Wappen als Siegel im Oval. Text: Post-Schein 233, Ein Brief angeblich mit 1 Thaler, 9 Groschen, 9 Pfennig (Lt. steht für Laubtaler, französische Ecus, die einen großen Teil des deutschen Münzumlaufs ausmachten, deshalb die gesonderte Angabe) nach Chemnitz gerichtet an den wohllöblichen Stadtrath ist heute in hiesiger Postexpedition zur Bestellung übergeben und darüber gegenwärtiger, auf Ein Jahr gültiger, Schein ertheilet worden. Schwarzenberg, den 11 ten July 1829. Königl. Sächsische Post-Expedition. Hand-Unterschriften, Hand-Stempel. Rückseite: Druck einseitig Wasserzeichen: ohne Katalogreferenzen: ohne Hans-Ludwig Grabowski Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus Ihrer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com.

  • Aus privaten Sammlungen: 20.000 Lire der Banca d’Italia vom 21. Februar 1975

    In den 1970er Jahren führte die Banca d’Italia als Ergänzung zu den Banknoten zu 1000, 5000, 10.000, 50.000 und 100.000 Lire zwei neue Nominale ein: 2000 und 20.000 Lire. Auch diese thematisierten nach dem Muster der umlaufenden Noten berühmte Persönlichkeiten der Geschichte Italiens. Vorgestellt wird auf dem 20.000-Lire-Schein von 1975 der Renaissancemaler Tizian (1488/90–1576): Neben Tizians Porträt als zentrales Bildmotiv nehmen drei seiner Werke beide Seiten der Banknote ein. Interessant ist dabei die Auswahl der Bilder – während der Avers den Maler als betagten Meister zeigt, entstammen die auf beiden Seiten abgebildeten Gemälde seinen jungen Jahren: Miracolo del Piede Risanato („Wunder des geheilten Fußes“) von 1511, aus dem der Hintergrund der Vorderseite entnommen ist, stellt als Teil eines Fresken-Zyklus das erste dokumentierte Auftragswerk Tizians dar; Amor Sacro e Amor Profano („Himmlische und irdische Liebe“) auf dem Revers sowie Flora vom Wasserzeichen stammen jeweils aus den Jahren 1514 und 1515. Als erster und zugleich letzter 20.000-Lira-Typ der Banca d’Italia blieben diese Scheine zehn Jahre lang im Umlauf. Aus der Sammlung Jürgen Schilde: Republik Italien, Banca d’Italia: Banknote zu 20.000 Lire vom 21.2.1975 Vorderseite: Mittig die Büste Tizians, im Hintergrund eine Landschaft mit einer Stadt aus Miracolo del Piede Risanato; rechts Siegel mit den Wappen der Seerepubliken Venedig, Genua, Pisa und Amalfi im Intaglio-Druck. Rückseite: Das Ölgemälde Amor Sacro e Amor Profano mit drei zentralen Figuren, die als sitzende Braut, Amor und Venus gedeutet werden, und einer Stadt, einem Dorf sowie Reitern und Hirten im Hintergrund; rechts im weißen Feld Strafsatz und Wasserzeichen. Wasserzeichen: Büste der Flora Tizians. Druckerei: Officina della Banca d’Italia Format: 161 x 79 mm Umlauf: bis 1. Juli 1985 Katalogreferenzen: ITA-104 (Standard Catalog of World Paper Money, Vol. III – Modern Issues) Kana Totsuka Diese und weitere Noten der Banca d’Italia finden Sie in der Italien-Galerie unseres virtuellen Museums. Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus Ihrer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com.

  • Aus privaten Sammlungen: Anweisung über 10 Gulden der Temesvárer Kammeramts-Kasse vom 1.5.1849

    Die heute rumänische Stadt Timișoara (Temeschburg) stand als Teil des Königreichs Ungarn unter habsburgischer Herrschaft. Zerstört durch die Kriege gegen die Osmanen, wurde die Stadt im 18. Jahrhundert wieder aufgebaut; es entstanden eine Trinkwasserleitung und zahlreiche Bauten im Schönbrunner Gelb in der "Klein-Wien" genannten Stadt. 1781 wurde Temesvár – so lautete der ungarische Name – von Joseph II. in den Stand eines Municipiums, einer königlichen Freistadt, erhoben. Am 18. März des Revolutionsjahres 1848 berief der Temesvárer Bürgermeister Johann Nepomuk Preyer eine Vollversammlung vor dem Rathaus ein, die die Treue zur Habsburgermonarchie versicherte. Vom 26. April bis 9. August 1849 wurde Temesvár von ungarischen Revolutionären belagert, bis die Stadt von den österreichischen Truppen unter Feldzeugmeister Julius von Haynau befreit werden konnte. In der Notlage der 107-tägigen Belagerung durch die ungarische Armee kam es in Temesvár zur Ausgabe von Belagerungsscheinen: Undatierte Anweisungen über Beträge von 1, 3 und 6 Kreuzern sowie über 5 und 10 Gulden Konventionswährung mit dem Datum vom 1. Mai 1849 sollten dem Geldmangel Abhilfe leisten. Nach der Niederschlagung der Ungarischen Revolution erlebte Temesvár zahlreiche Modernisierungen: 1857 erfolgte der Anschluss der Stadt an das Eisenbahnnetz, 1869 wurde eine Pferde- und 1899 eine elektrische Straßenbahn eingeführt und 1884 wurde Temesvár nach Paris, Nürnberg, Berlin und Steyr zu einer der ersten europäischen Städte mit elektrischer Straßenbeleuchtung. Bis zum Ende des Ersten Weltkriegs blieb Temesvár habsburgisch; danach erhoben sowohl Serbien als auch Rumänien Anspruch auf das Banat. Mit dem Vertrag von Trianon im Jahr 1920 fiel das Gebiet schließlich an das Königreich Rumänien. Auch in der Zeitgeschichte spielte Timișoara eine entscheidende Rolle: Dort nahm die Revolution von 1989 gegen den kommunistischen Diktator Nicolae Ceaușescu ihren Ursprung. Aus der Sammlung Josef Gerber: Haus Habsburg, Königreich Ungarn, Königliche Temesvárer freistädtische Kammeramts-Kasse: Anweisung über 10 Gulden Conv. Münze vom 1. Mai 1849 Vorderseite: Wertangabe, Zahlungsversprechen, Datum und Unterschriften im Ornament-Rahmen; am linken Rand KÖNIGL. FREISTADT TEMESVÁR. Lochentwertung. Rückseite: Druck einseitig Serie/Kontrollnummer: Serie B, No. 462 Einlösungstermin: 1. Juli 1850 Katalogreferenzen: HUN-S198b (Standard Catalog of World Paper Money, Vol. I – Specialized Issues) Kana Totsuka Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus Ihrer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com.

  • Aus privaten Sammlungen: Diamanten-Wechselnote der Casa da Administração Geral dos Diamantes (1777)

    Im portugiesisch verwalteten Brasilien wurden Anfang des 18. Jahrhunderts in der heutigen Stadt Diamantina die ersten Diamanten außerhalb von Asien gefunden. Dort entstand die Siedlung Arraial (= portug. "Lager") do Tijuco, die bis ins 19. Jahrhundert das Zentrum der Diamantengewinnung darstellte, bis die Dominanz an neu erschlossene, ergiebigere Minen überging. Der Diamantenabbau stand zunächst allen Privatpersonen offen; mit dem Dekret vom 12. Juli 1771 wurde jedoch die Casa da Administração Geral dos Diamantes konstituiert, die nun für die Vergabe von Schürfrechten zuständig war. Die Casa da Administração Geral dos Diamantes begann wohl 1771/2 mit der Ausgabe des ersten Papiergelds Brasiliens: Vermutlich zur Bezahlung von Minenarbeitern, wohl aber nicht zum Abkaufen gewonnener Diamanten – diese waren nach dem portgiesischen Recht ohnehin bereits in königlichem Besitz – wurden Wechselnoten über Diamanten im Goldwert ausgegeben. Diese Formulare, die in Lissabon gedruckt und dann in Tejuco ausgefülllt und ausgestellt wurden, konnten in Gold eingelöst werden; da sie danach jedoch vernichtet wurden, sind heute praktisch nur noch die Talons erhalten. Ab etwa 1776 kam die Casa da Administração Geral dos Diamantes der Einlösung der Scheine nicht mehr zeitgerecht nach; spätestens dann begannen die Wechselnoten, als Zahlungsmittel in der Region umzulaufen. Die Emission dieser Scheine ging mit der Bargeldversorgung Hand in Hand: Der Mangel an Münzen zwang die Casa dazu, die Wechselnoten als Zahlungsversprechen auszugeben; kamen Lieferungen an Münzen schubweise aus Portugal an, so konnten diese Versprechen auch eingelöst werden. Dabei gilt zu bedenken, dass die Abbaumenge von Diamanten in Tejuco um diese Zeit ihren Höhepunkt bereits hinter sich hatte und außerdem in Europa durch die zahlreichen Funde der Diamantenpreis immer niedriger wurde. Bereits wenige Jahre nach der Ausgabe der ersten Diamanten-Wechselnoten war man aufgrund der gesunkenen Diamantenpreise gezwungen, die Noten schrittweise abzuwerten. 1845 wurde die Casa da Administração Geral dos Diamantes endgültig aufgelöst. Die tatsächliche Umlaufdauer dieser Wechselnoten lässt sich aus den überlieferten Quellen leider nicht nachweisen. Aus der Sammlung Josef Gerber: Brasilien, Casa da Administração Geral dos Diamantes, Arraial do Tijuco: Talon einer Wechselnote über Diamanten im Wert von 18 Oitavas und 4 3/4 Vinténs Gold, ausgegeben in Tejuco am 6. August 1777 Vorderseite: Zahlungsversprechen, Ort, Datum, Signatur und Nummer (392) unter portugiesischem Wappen. Rückseite: Druck einseitig Katalogreferenzen: BRA-A101 (Standard Catalog of World Paper Money, Vol. II – General Issues) Kana Totsuka Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus Ihrer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com.

  • Aus privaten Sammlungen: 20 Franka Ari der Banka Kombëtare e Shqipnis o.J. (1926)

    Über mehr als vier Jahrhunderte erstreckte sich die Herrschaft der Osmanen über Albanien; nach der osmanischen Niederlage im Ersten Balkankrieg konnte sich 1913 zum ersten Mal ein albanischer Staat bilden. Im Ersten Weltkrieg war das Staatsgebiet im Norden von Österreich-Ungarn und im Süden von Italien sowie Frankreich besetzt. 1920 erlangte Albanien seine Unabhängigkeit und wurde in den Völkerbund aufgenommen. De jure bestand das 1913 begründete Fürstentum Albanien bis 1925; praktisch wechselten sich zahlreiche kurzlebige Regierungen ab, bis 1924 unter dem orthodoxen Bischof Fan Noli demokratische Reformen in Gang gesetzt wurden. Noch im Dezember 1924 wurde jedoch mit jugoslawischer Unterstützung die Noli-Regierung durch Ahmet Zogu gestürzt. Zogu rief am 15. Januar 1925 die Republik Albanien aus und ließ sich in das Präsidentenamt wählen; der autoritäre Herrscher krönte sich schließlich 1928 zum König der Albaner. Bis zur Annektierung durch das faschistische Italien im Jahr 1939 geriet das Königreich Albanien immer mehr in Abhängigkeit von Italien. Am 2. September 1925 wurde die Banka Kombëtare e Shqipnis, Nationalbank von Albanien, mit italienischem Kapital gegründet, wodurch die albanische Währungspolitik nun in den Händen der Italiener lag – der Hauptsitz der Nationalbank befand sich nicht in Albanien, sondern in Rom. Im Gegenzug zu dieser Investition erhielt Italien unter anderem das Recht auf Erdölförderung in Albanien. Die Nationalbank begann im Jahr 1926 mit der Ausgabe von Noten zu 5 Lek (= 1 Frank Ar) sowie 5, 20 und 100 Franka Ari; der 100-Franka-Ari-Schein trug auf der Vorderseite das Porträt Ahmet Zogus. Das Wasserzeichen der 20- und 100-Franka-Ari-Noten zeigt den Nationalhelden Skanderbeg, als dessen Sukzessor sich Zogu stilisierte. Diese Noten blieben im Umlauf, bis die Nationalbank nach der Invasion Albaniens im Jahr 1939 neue Scheine mit neuer Gestaltung ausgab – diesmal mit der Währungsbezeichnung Franga. Aus der Sammlung Christof Zellweger: Vorlage für das Avers-Porträt: Foto eines Buben in Volkstracht. Republik Albanien, Banka Kombëtare e Shqipnis: Banknote zu 20 Franka Ari o.J. (eingeführt am 28.2.1926) Vorderseite: Bankname, Wertangabe, Zahlungsversprechen und Strafklausel in albanischer und italienischer Sprache, mittig albanischer Doppeladler, links Büste eines Buben in albanischer Tracht; Ornamente. Rückseite: Landschaft bei Shkodra mit Brücke über den Fluss Drin, Moschee und Gebäude, Wertangabe; Ornamente. Wasserzeichen: Büste des Skanderbeg n.r. Format: 152 mm x 86 mm Katalogreferenzen: ALB-3a (Standard Catalog of World Paper Money, Vol. II – General Issues) Kana Totsuka Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus Ihrer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com.

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