Aus privaten Sammlungen: 1 Million Mark der Stadtgemeinde Danzig von 1923

Danzig war bis 1919 Hauptstadt der preußischen Provinz Westpreußen. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Stadt mit ihrem Umland vom Deutschen Reich abgetrennt und ab 10.1.1920 zur Freien Stadt mit eigenem Parlament und Senat unter dem Schutz des Völkerbunds erklärt.

Die Bildung der Freien Stadt stellte einen Kompromiss zwischen den polnischen und von Frankreich unterstützten Absichten zur Einverleibung der Stadt und des Hafens nach Polen einerseits und dem von Großbritannien befürworteten Selbstbestimmungsrecht der zu über 95% deutschen Bevölkerung andererseits dar.

Mit der fortschreitenden Inflation der deutschen Reichswährung musste auch der Senat der Freien Stadt Danzig (Verwaltung der Stadtgemeinde) eigenes Notgeld ausgeben. Hierbei handelte es sich lediglich um Notgeld für die Stadtgemeinde Danzig und nicht für das gesamte Gebiet der Freien Stadt Danzig mit dem Danziger Umland, wo es eigenes Notgeld gab (z.B. in Zoppot).


Aus der Sammlung Hans-Ludwig Grabowski:


Freie Stadt Danzig, Stadtgemeinde Danzig: Notgeldschein über 1 Million Mark vom 8. August 1923


Vorderseite: Links Danziger Wappen, rechts Bildnis des Malers Daniel Nicolaus Chodowiecki nach einem Gemälde von A. Graff.

Rückseite: Blick auf das Regierungsgebäude der Freien Stadt Danzig durch ein Tor.

Wasserzeichen: Achteckfliesen

Format: 160 mm x 90 mm

Kontrollnummer: 5-stellig, grün

Unterschriften: Dr. Heinrich Sahm / Dr. Ernst Volkmann

Druck: Druckereikennung WB (W.F. Burau, evtl. Wald. Brodt, Danzig)


Katalogreferenzen:

DAN-26b (Grabowski: Die deutschen Banknoten ab 1871)

DAN-24a (Standard Catalog of World Paper Money, Vol. II - General Issues)


Hans-Ludwig Grabowski


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