Aus privaten Sammlungen: Einseitige Druckproben zu 500.000 Mark vom 1. Mai 1923

Mit zunehmender Inflation musste die Reichsbank 1923 auch immer höhere Nennwerte ausgeben. Nachdem mit Datum vom 20. Februar im März 1923 erstmalig ein Millionen-Wert in Umlauf gekommen war und ein 5000-Mark-Schein mit Datum vom 15. März 1923 schon nicht mehr ausgegeben wurde, weil der durch die Inflation zu diesem Zeitpunkt praktisch schon wertlos war (er kam dann im Oktober mit Überdruck zu 5 Milliarden Mark in Umlauf), plante man einen Schein zu 500.000 Mark mit Datum vom 1. Mai 1923.

Neben der Reichsbank wurden in dessen Herstellung auch mehrere private Druckereien einbezogen. Ausgegeben wurde er dann schließlich im Juli 1923.

Gezeigt werden einseitige Druckproben der Vorder- und Rückseite in abweichender Farbgestaltung und ohne die graue Randeinfärbung des Papiers.



Aus der Sammlung Josef Gerber:


Deutsches Reich, Deutsche Reichsbank, einseitige Druckproben der Vorder- und Rückseite zur Reichsbanknote über 500.000 Mark vom 1. Mai 1923


Vorderseite: zwei sich zugewandte Kopfmedaillons eines bärtigen Mannes mit phrygischer Mütze (auch Jakobinermütze). Die Jakobinermütze war ein Symbol der Französischen Revolution und galt danach als Attribut für Freiheit und Unabhängigkeit.

Darunter jeweils ein Reichsbanksiegel.

Rückseite: Wertangabe und Reichsadler im Unterdruck.

Druck: Reichsdruckerei Berlin

Format: 170 x 95 mm

Serie: Serie A, KN 00000000

Muster: Beidseitiger handschriftlicher Vermerk "Muster – Wertlos!" und Nummer.

Jeweils einfache Perforation "DRUCKPROBE".


Katalogreferenzen:

DEU-99b (Grabowski: Die deutschen Banknoten ab 1871, Anmerkung)

GER-88 (Standard Catalog of World Paper Money, Vol. II - General Issues)


Hans-Ludwig Grabowski


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