top of page

Search this site

3671 Ergebnisse gefunden mit einer leeren Suche

  • Lexikon: Buschnoten

    Buschnoten sind in der ehemaligen Kolonie Deutsch-Ostafrika (heute Tansania, Ruanda und Burundi) während des Ersten Weltkriegs im Auftrag von General von Lettow-Vorbeck auf dem Rückzug in den Süden des Landes 1917 primitiv hergestellte Scheine der Deutsch Ostafrikanischen Bank. Sie werden so genannt, weil sie im "Busch" ohne Druckerei mit Hilfe von Gummitypen einer Spielzeugdruckerei hergestellt wurden, die auf einer Farm gefunden worden war. Sie gibt es in den Wertstufen zu 1, 5, 10 und 50 Rupien. Beispiele: DOA-38b: 1 Rupie vom 1. Juli 1917, Serie EP, mit Handunterschriften "Stelling/Kirst", Vorder- und Rückseite. DOA-39c: 5 Rupien vom 1. Juli 1917, Serie ER, mit Handunterschriften "Stelling/Kirst", Vorder- und Rückseite. DOA-40a 10 Rupien vom 1. Juli 1917, Serie ER, mit Handunterschriften "Stelling/Kirst", Vorder- und Rückseite. DOA-41: 50 Rupien vom 1. Oktober 1917, ohne Serie, mit Handunterschriften "Stelling/Kirst", Vorder- und Rückseite. Als Druckpapier wurden zum Teil verschiedene Briefbogen benutzt, so dass auf den Scheinen teilweise die Datumzeile des Briefkopfes oder der Briefkopf selbst (sog. Briefkopfnoten, die sehr selten sind), noch zu lesen ist. Albert Pick/Hans-Ludwig Grabowski Literaturempfehlung: Hans-Ludwig Grabowski: Die deutschen Banknoten ab 1871 Das Papiergeld der deutschen Notenbanken, Staatspapiergeld, Kolonial- und Besatzungsausgaben, deutsche Nebengebiete und geldscheinähnliche Wertpapiere und Gutscheine Verlag: Battenberg Verlag ISBN: 978-3-86646-183-3 Auflage: 22. Auflage 2020 Abbildungen: durchgehend farbig Hardcover: 928 Seiten Format: 14,8 x 21 cm Preis: 39,90 Euro Zum Shop!

  • Blackstone Tactical Opportunities erwirbt die Certified Collectibles Group

    Blackstone Tactical Opportunities erwirbt die Certified Collectibles Group, einen führenden Anbieter von technologiegestützten Authentifizierungs-, Bewertungs- und Konservierungsdienstleistungen für die weltweite Sammlerindustrie SARASOTA, FLA. (1. July 2021) - Blackstone (NYSE:BX) gab heute den Beschluss einer Mehrheitsbeteiligung an der Certified Collectibles Group („CCG“) durch den von seinem Geschäftsbereich Tactical Opportunities („Blackstone“) verwalteten Fond bekannt, und zwar in einer Transaktion, die das Unternehmen mit mehr als 500 Millionen US-Dollars bewertet. Mark Salzberg, Gründer von CCG, und Steven R. Eichenbaum, CEO von CCG, werden dabei eine bedeutende Minderheitsbeteiligung behalten. Zu den weiteren Investoren der heutigen Transaktion gehören Roc Nation; Michael Rubin, Gründer und Executive Chairman von Fanatics; SC.Holdings, eine Growth-Equity-Plattform; Mastry, gegründet von Rudy Cline-Thomas; Andre Iguodala; Daryl Morey, President of Basketball Operations von den Philadelphia 76ers; und Main Street Advisors, eine führende Investment-Beratungsfirma für prominente Athleten, Studiomusiker und andere führende Persönlichkeiten aus der Unterhaltungsbranche und der Wirtschaft. CCG ist ein führender, globaler Anbieter von fachkundigen, unparteiischen und technologie-gestützten Dienstleistungen, die den Wert und die Liquidität von Sammlerstücken erhöhen. Seit 1987 bietet CCG Dienstleistungen in den Bereichen Authentifizierung, Bewertung und Konservierung an, die bereits Milliarden von US-Dollars im Sekundärmarkt freigesetzt haben. Heute steht CCG an der Spitze der schnell wachsenden globalen Sammlerbranche mit Niederlassungen auf drei Kontinenten, vertrauenswürdigen digitalen Angeboten und umfassenden Zertifizierungsdiensten für Sammler. Blackstone hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Wachstum von CCG voranzutreiben und das Unternehmen in die Lage zu versetzen, massiv in die Dienstleistungen von heute und morgen zu investieren, neue Mitarbeiter einzustellen und auszubilden, aber auch die geografische, digitale und produktbezogene Präsenz zu erweitern sowie neue Technologien zu erwerben. Blackstone ist eine der weltweit führenden Investmentfirmen mit einem verwalteten Vermögen von knapp 650 Milliarden US-Dollars und einer starken Erfolgsbilanz, die Werte schafft und sich positiv auf die erworbenen Unternehmen und die Gemeinschaften auswirkt, die ihre Dienste nutzen. C. C. Melvin Ike, Leiter von Blackstone, sagt: „Als thematische Investoren suchen wir nach außergewöhnlichen unternehmerischen Teams, die auf wachsenden Märkten erfolgreich sind, und CCG ist ein großartiges Beispiel. Seit mehreren Jahren verfolgen wir aufmerksam den Aufstieg der physischen und digitalen Sammlerbranche auf der ganzen Welt. Was uns dabei besonders gefiel, war die Führungsrolle von CCG in den bedienten Kategorien und das Potenzial von Blackstone, die Plattform durch organische und anorganische Initiativen zu vergrößern. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit, um das Unternehmen dabei zu unterstützen, seinen beeindruckenden Wachstumskurs fortzusetzen und sogar zu beschleunigen.“ Das Führungsteam von CCG bleibt bestehen und kombiniert seine Erfahrung und Expertise mit den umfangreichen Ressourcen von Blackstone. In den letzten 35 Jahren hat CCG das Segment der Sammlermünzen mit Comics, Banknoten, Zeitschriften, Konzertposter, Brief-marken, Sammelkarten, Sportkarten und Erbstücken erweitert. CCG hat mehr als 62 Millionen dieser Sammlerstücke zertifiziert, die zusammen einen Marktwert von fast 50 Milliarden US-Dollars haben. Mark Salzberg, Gründer von CCG, sagt: „Als ich CCG gründete, hatte ich die Vision, Sammlerstücke in eine Anlageklasse zu verwandeln, der Sammler, Händler und Investoren auf der ganzen Welt vertrauen. Es war ein unglaubliches Gefühl, Teil dieser Reise zu sein, während wir diese Ziele erreichten und dann sogar übertrafen. Ich freue mich darauf, gemeinsam mit Blackstone in die nächste Wachstumsphase der CCG und des gesamten Sammlermarkts einzutreten.“ „Wir freuen uns darauf, in dieser bedeutenden Phase, in der unsere Branche weiter an Fahrt gewinnt und neue Sammler und Investoren anzieht, mit Blackstone zusammenarbeiten zu dürfen“, fügt Steven R. Eichenbaum, CEO von CCG, hinzu. „Wir haben von Anfang an, als wir das Blackstone-Team kennenlernten, erkannt, dass wir die gleiche Vision für die Zukunft unseres Unternehmens und der globalen Sammlerbranche teilen.“ Goldman Sachs & Co. LLC fungierte als exklusiver Finanzberater für CCG. Duane Morris ist Rechtsberater der CCG. Weil, Gotshal & Manges war leitender Rechtsberater von Blackstone. Golub Capital führte die Finanzierung der Transaktion an. Über Blackstone Blackstone ist eine der weltweit führenden Investmentfirmen und hat sich zum Ziel gesetzt, positive wirtschaftliche Vorteile und langfristige Werte für Investoren, die finanzierten Unternehmen und die Gemeinschaften, in denen sie arbeiten, zu schaffen. Blackstone tut dies durch den Einsatz außergewöhnlicher Menschen und flexibles Kapital, um Unternehmen bei der Lösung von Problemen zu helfen. Das von Blackstone verwaltete Vermögen in Höhe von 649 Milliarden US-Dollar umfasst Anlagevehikel, die sich auf Private Equity, Immobilien, öffentliches Fremd- und Eigenkapital, Biowissenschaften, Wachstumskapital, opportunistische Kredite, Non-Investment-Grade-Kredite, Real Assets und Sekundärfonds konzentrieren. Weitere Informationen finden Sie unter www.blackstone.com. Über Blackstone Tactical Opportunities Tactical Opportunities (Tac Opps) ist die opportunistische Investmentplattform von Blackstone. Das Tac-Opps-Team investiert weltweit über verschiedene Anlageklassen, Branchen und Regionen hinweg und hat das Ziel, attraktive, differenzierte Anlagemöglichkeiten zu identifizieren und umzusetzen. Über Certified Collectibles Group (CCG) CCG ist ein weltweit führender Anbieter von fachkundigen, unparteiischen und technologiegestützten Dienstleistungen, die den Wert und die Liquidität von Sammlerstücken erhöhen. Zu den CCG-Unternehmen gehören Numismatic Guaranty Corporation (NGC), Numismatic Conservation Services (NCS), Paper Money Guaranty (PMG), Certified Guaranty Company (CGC), Classic Collectible Services (CCS), Certified Sports Guaranty (CSG), Authenticated Stamp Guaranty (ASG) und Collectibles Authentication Guaranty (CAG). Seit 1987 haben die CCG-Unternehmen mehr als 60 Millionen Münzen, Banknoten, Comics, Sammelkarten, Sportkarten, Briefmarken, Erbstücke und ähnliche Sammlerobjekte zertifiziert. Heute bedient CCG die Welt der Sammler online und in seinen Büros in Sarasota, Florida; London, England; München, Deutschland; Shanghai und Hongkong, China. Weitere Informationen finden Sie unter collectiblesgroup.com. © 2021 Certified Collectibles Group. Alle Rechte vorbehalten. NGC, NCS, PMG, CGC, CCS, CSG, ASG, CAG und CCG sind eingetragene Marken oder nicht eingetragene Marken der Numismatic Guaranty Corporation of America und/oder ihrer verbundenen Unternehmen in den Vereinigten Staaten und/oder anderen Ländern. Alle anderen Namen und Marken, auf die in dieser Mitteilung Bezug genommen wird, sind die Handelsnamen, Marken oder Dienstleistungsmarken ihrer jeweiligen Eigentümer.

  • Altmongolische Schrift auf mongolischen und chinesischen Geldscheinen

    Dass auf den mongolischen Geldscheinen neben der „lesbaren“ Beschriftung in kyrillischer Schrift auch Textspalten (keine Zeilen, weil ja senkrecht von oben nach unten geschrieben) in altmongolischer Schrift vorhanden sind, wusste ich. Aber ich kam nie auf den Gedanken, dies enträtseln zu wollen. Und gleich vorweg – die Buchstaben kann ich immer noch nicht lesen, aber einzelne Worte durch Nebeneinanderlegen identifizieren. Mongolisch? Die klassische Form der traditionellen mongolischen Schrift wurde im 17. Jahrhundert fixiert, ist aber etwa 500 Jahre älter. In der Inneren Mongolei (China) wird sie bis heute verwendet. In der Mongolischen Volksrepublik sollte 1930 das lateinische Alphabet eingeführt werden (wie in Aserbaidschan und den mittelasiatischen Republiken der damaligen Sowjetunion), kurze Zeit später wurde das Experiment wieder abgebrochen. 1941 wurde auf sowjetischen Druck das kyrillische Alphabet mit zwei Sonderzeichen für Ö (Ө) und Ü (Ү) eingeführt, wiederum nur kurz nach der entsprechenden Umstellung in den bereits genannten Sowjetrepubliken. Im Wikipedia-Beitrag zur Mongolischen Sprache heißt es, dass ab 1984 die klassische Schrift wieder an den Oberschulen gelehrt, allerdings bis heute überwiegend nur für dekorative Zwecke verwendet wird.[1] Die mongolische Sprache in der Mongolei und in China – hier wird nach wie vor nur die klassische Schriftform benutzt – unterscheidet sich also durch die im Alltag benutzte Schrift und Teile des Wortschatzes. Die Lehnwörter stammen überwiegend aus dem Russischen oder aus dem Chinesischen. Bei Verwendung der kyrillischen Schrift wird auch von Neumongolisch gesprochen. Das Zusatzzeichen „Ө“ kommt in der mongolischen Währungseinheit gleich zweimal vor: „TӨGRӨG“, gesprochen „Tögrög“. In Katalogen heißt es dagegen meist „Tugrik“, vermutlich aus dem Russischen übernommen. Mongolei Die mit den Geldscheinen dokumentierte Politik bezüglich der verwendeten Schrift war sehr wechselhaft. Die Geldscheine 1939 waren laut Katalog ausschließlich altmongolisch, 1941 dominierend altmongolisch beschriftet. Die darauf folgenden Geldscheine der Ausgabe 1955 enthielten dagegen ausschließlich kyrillische Schrift. Ab der Ausgabe 1966 wurden beide Schriften genutzt, allerdings in wechselnden Verhältnissen. Abb. 1a: Mongolische Volksrepublik, 10 Tөgrөg 1981, Vs. Meine Vorstellung möchte ich mit den Geldscheinen der Mongolischen Volksrepublik vom Anfang der 1980er Jahre beginnen, die auch den Ausgangspunkt meiner Erkundungen bildeten. Der abgebildete Schein zu 10 Tөgrөg / Tugrik von 1981 (Abb. 1) ist dominierend kyrillisch („neumongolisch“) beschriftet, auf der Vorderseite ausschließlich – bis auf die Wertzahl rechts in Altmongolisch. Das betrifft Bank- und Wertangabe und die Information über die Deckung des Scheins mit Edelmetallen und Valuta. Und die Abkürzung der Staatsbezeichnung in der obersten Zeile: БНМАУ = BNMAU für Bügd Nairamdach Mongol Ard Uls = Mongolische Volksrepublik. Dazu kommt ein Porträt von Suche-Bator. Auf der Rückseite gibt es neben der Wertangabe und einem zweiten Kleingedruckten in kyrillischer Schrift, vermutlich der Strafsatz, auch zwei identische senkrechte Schriftzeilen – besser Schriftspalten – in Altmongolisch. Abb. 1b,c: Mongolei, 10 Tөgrөg 1981, Rs. und Detailvergrößerung. Nun, bei erneuter Beschäftigung damit, wollte ich zumindest erkunden, was da steht – ob es die Bankbezeichnung oder die Wertangabe ist. Also legte ich mehrere Nominale nebeneinander und verglich die Texte. Und siehe da, ob 3, 5 oder 10 Tөgrөg, das zweite Wort ist stets gleich, das erste ändert sich. Das spricht für die Angabe des Wertes. Beim abgebildeten 10-Tөgrөg-Schein von 1981 heißt das untere Wort also „TӨGRӨG“, während das obere Wort „ARWAN“ (zehn) heißt, wie der Vergleich mit der kyrillischen Schreibweise ergibt. Abb. 2: Staat Mongolei, 5 Tөgrөg 1993, VS und Detail. Nach der politischen Wende hat sich zumindest auf den Geldscheinen die Bedeutung der beiden Sprach- bzw. Schriftvarianten geändert. Beim 5-Tөgrөg-Schein von 1993 (Abb. 2) ist die Vorderseite vollständig in Altmongolisch beschriftet, mit Ausnahme einer „5“, die allerdings auf dem Rahmen sehr schlecht erkennbar ist. Dazu kommen das Porträt des jugendlichen Suche-Bator bzw. Sukhe-Bataar und das Soyombo-Symbol. Die Rückseite ist kyrillisch beschriftet – mit Ausnahme der Wertzahl in altmongolischen Ziffern, dazu eine Gebirgslandschaft mit zwei Pferden. Das Wasserzeichen zeigt das Porträt von Dschingis Khan. In der Ausschnittvergrößerung von der Vorderseite ist die rechte Spalte die Wertangabe, wie der Vergleich mit Abb. 1 zeigt. Das obere Wort lautet „TAWAN“ für „FÜNF“, das untere, also zweite Wort ist „TӨGRӨG“. Republik China Ich erinnerte mich, dass auf den Scheinen der Territorial-Industrie-Bank in China (russ. Titel) bzw. der Bank of Territorial Development (englischer Titel, in vielfacher Wiederholung in einem Netz aus beschrifteten Streifen im Unterdruck) ebenfalls Text in Altmongolisch enthalten war. Und es war so. Vorstellen möchte ich den Schein zu 5 Dollars von 1915 (Abb. 3). Dieser Geldschein wurde in Urga ausgegeben, dem späteren Ulan Bator (ab 1924). Er ist auf den ersten Blick dreisprachig beschriftet: Russisch, Chinesisch und Mongolisch. Eine vierte Sprache – Englisch – findet sich im Kleingedruckten des Unterdrucks auf beiden Seiten. Abb. 3a,b: Territorial-Industrie-Bank in China, 5 Dollar von 1915, Vs. und Rs. Die Mongolei gehörte seit dem Ende des 17. Jahrhunderts zu China. Unter dem Einfluss der Russischen Revolution 1905/07 und in Folge der bürgerlich-demokratischen Revolution 1911 in China gelang es der Mongolei, 1911 die Autonomie zu erkämpfen. China und auch Russland bestätigten mehrfach diese Autonomie. Der Geldschein belegt aber, dass es wohl wirklich nur Autonomie und nicht Unabhängigkeit war. Denn die Bank heißt „Territorial-Industrie-Bank in China“.[2] Und auf der Rückseite nimmt die Datierung Bezug auf die in China übliche Jahreszählung, beginnend mit der Gründung der Republik[3]. Die mongolische Beschriftung wiederum belegt die Anerkennung einer gewissen Autonomie, denn die Sprachen anderer Nationalitäten gab es zu jener Zeit vermutlich nicht auf chinesischen Geldscheinen. Russland hatte in den Grenzregionen Chinas – hier in der Mongolei und auch in den chinesischen Ostprovinzen – starken wirtschaftlichen Einfluss. Die auf der Vorderseite sichtbare Bankbezeichnung lautet im Russischen „Territorial-Industrie-Bank in China“. Die Vorderseite enthält zentral die Wertangabe in Chinesisch, sonst ist die Seite komplett russisch beschriftet. Dies betrifft die Bankbezeichnung, die Wertangabe, die Funktionen der Unterschreibenden – die Unterschriften selbst fehlen auf dem vorliegenden Exemplar – und einen Text zur „Annahme“ des Geldscheins: „Die Territorial-Industrie-Bank in China verpflichtet sich, dem Überbringer in der Bankfiliale in Urga 5 Dollars in örtlichem Münzgeld auszuzahlen“. In den vier Ecken findet sich die Wertangabe in Kurzform „$ 5“. Die Rückseite ist chinesisch und mongolisch beschriftet, dazu kommt wiederum die Angabe „$ 5“. Mongolisch sind die vier Textspalten beiderseits der „$ 5“-Felder, außen zweimal der Name der Stadt in mongolischer Schrift: „Ku Lun“. Rechts und links auf dem Rahmen die aus zwei Zeichen bestehende chinesische Bezeichnung „Urga“. Oben im Bogen die vier chinesischen Zeichen, von rechts gelesen, sind der Bankname „Zhi Bian Yin Hang“. Zhi heißt vermehren, entwickeln. Bian heißt Grenze, wird aber auch für das von einer Grenze umgebene Territorium verwendet. Und Yin Hang ist die Bank. Damit entspricht die chinesische Bezeichnung der englischen und nicht der russischen Bankbezeichnung. Diese Bankbezeichnung wird links im mittleren Rahmen wiederholt. Die untere gerahmte Textzeile gibt das Ausgabejahr an (von rechts): China Republik 4 Jahr = 4. Jahr der Republik China, dem Jahr 1915 entsprechend. Die mongolische Textspalte links vom zentralen Block auf der Rückseite ist die Wertangabe, das obere Wort steht für „FÜNF“ („TAWAN“), das untere Wort heißt „TӨGRӨG“, wie der Vergleich mit den mongolischen Geldscheinen zeigt. Dieses Wort „TӨGRӨG“ steht hier für Dollar. In der chinesischen Wertangabe heißt es demgegenüber Yuan. Offensichtlich steht der Name TӨGRӨG (Mongolisch) genauso wie YUAN (Chinesisch) oder DONG (Vietnamesisch) einfach nur für Geld oder Münze, ohne eine konkrete Währung zu meinen. VR China Als Beispiel sei der 10-Yuan-Schein der Volksbank China von 1980 vorgestellt. Die Vorderseite enthält Wert- und Bankangabe in chinesischer Schrift und zwei Brustbilder in Trachten, ein alter Han-Mann und ein junger mongolischer Mann. Die Rückseite (Abb. 4) enthält die Bank- und Wertangabe in Pinyin sowie in weiteren vier Sprachen, das Wappen sowie Jahreszahl und Unterschriftsstempel / Siegel. Pinyin ist die offizielle Umschrift für die chinesischen Schriftzeichen, basierend auf der Aussprache im Hochchinesischen. Beide Seiten enthalten je dreimal die Wertzahl „10“. Die obere Textzeile auf der Rückseite ZHONGGUO RENMIN YINHANG ist die Transkription der sechs Schriftzeichen auf der Vorderseite. Dabei steht ZHONGGUO für China, RENMIN für Volk und YINHANG für Bank. Die Wertangabe lautet „SHI YUAN“ mit „SHI“ = „Zehn“. Die untere Textzeile auf der Rückseite enthält die Bankbezeichnung und die Wertangabe in vier weiteren Sprachen von Minderheiten, die Wertangabe ist dabei jeweils ein klein wenig abgesetzt. Die erste der vier Sprachen ist Mongolisch, die Sprache der „Meng“, gesprochen im Autonomen Gebiet Innere Mongolei und natürlich in der Mongolischen Republik. Die drei weiteren Sprachen sind Tibetisch, Uigurisch (Sprache der Turkvölker in persischer / arabischer Schrift) und die Sprache der „Zhuang“, gesprochen in der Provinz Guanxi und im Süden Chinas. Die Schrift basiert auf dem lateinischen Alphabet, verwendete damals aber zahlreiche Sonderzeichen. Ab der Ausgabe 1999 sind diese Sonderzeichen entfallen. Insgesamt enthält der Geldschein sehr wenig „Text“. Es fehlen Gültigkeitsvermerk, Strafsatz, Ausgabeort und Informationen zu den abgebildeten Personen, wobei diese Angaben natürlich entbehrlich sind, wie die noch knapper beschrifteten Euro-Banknoten zeigen. Abb. 4 a,b: VR China, 10 Yuan 1980, Rückseite und Detailvergrößerung. Die Detailabbildung zeigt Bankbezeichnung und Wertangabe in Altmongolisch. Die beiden rechten Spalten sind die Wertangabe, links sollte es ARWAN und rechts TӨGRӨG heißen. Die Schwierigkeit beim Erkennen wird dadurch erhöht, dass die Schrift hier sehr klein geworden ist. Ein Wort / eine Textspalte in dieser Schrift hat etwa die gleiche Höhe wie die Buchstaben der anderen drei Schriften. Abb. 5 stellt die zwei Wertangaben vom mongolischen und vom chinesischen Schein, 10 Tөgrөg bzw. 10 Yuan, noch einmal direkt gegenüber. Beide sind gleich, wie gut zu erkennen ist. Das bestätigt die Aussage, dass die chinesische Währung Yuan im Mongolischen als Tөgrөg bezeichnet wird. Noch ein Satz zur chinesischen Währungsbezeichnung. Im SCWPM heißt es Yüan, aber die chinesische Umschrift in lateinischen Buchstaben lautet Yuan! Ein Rückblick: die Ausgabe 1953 der VR China hatte erstmals die Beschriftung in den drei erstgenannten Minderheitensprachen, 1960 waren es dann wie auf dem vorgestellten Schein von 1980 vier Minderheitensprachen. Abb. 5: Gegenüberstellung der zwei Wertangaben links: Mongolei, 10 Tөgrөg 1981 unten: VR China, 10 Yuan 1980, die letzten 2 Textspalten aus dem Detail in Abb. 4 Abb. 1,2,4 und 5: Autor, Abb. 3: Joachim Krüger Anmerkungen [1] Wikipedia-Beitrag zur mongolischen Sprache (März 2021). Nach Dictionary of Languages wurde die kyrillische Schrift 1944 eingeführt. [2] Auch als Bankangabe im Standard Catalog of World Paper Money (SCWPM). [3] Nach Tien Yue Dzen „Das Bankwesen in China“, Berlin 1927, handelt es sich auch um eine chinesische Bank. Rainer Geike

  • Geldscheine und Musik: Wolfgang Amadeus Mozart

    Kaum ein anderer Komponist ist weltweit so bekannt wie Wolfgang Amadeus Mozart (*27.1.1756 in Salzburg, m. 5.12.1791 in Wien). Joannes Chrysostomus Wolfgangus Theophilus Mozart wurde als siebtes Kind des Salzburgischen fürsterzbischöflichen Hof- und Kammermusikers Leopold Mozart geboren und spielte als Wunderkind mit seiner älteren Schwester Maria Anna, genannt Nannerl, an zahlreichen europäischen Höfen und Akademien. Bereits 1761 soll Mozart nach Berichten seines Vaters erste Kompositionen angefertigt haben. 1772 wurde Mozart als Konzertmeister der Salzburger Hofkapelle unter Erzbischof Hieronymus von Colloredo angestellt; nach seiner Entlassung ließ er sich 1781 in Wien als freischaffender Komponist nieder, wo er bis zu seinem Tod blieb. Aus seiner Ehe mit der Sopranistin Constanze Weber – Cousine des Carl Maria von Weber – im Jahr 1782 gingen sechs Kinder hervor, von denen nur zwei das Erwachsenenalter erreichten. Kurz nach der Uraufführung der Zauberflöte wurde Mozart bettlägerig und starb am 5.12.1791; sein nicht vollendetes Requiem wurde von Franz Xaver Süßmeyer vervollständigt. Über seine Todesursache wurde bereits kurz nach seinem Lebensende spekuliert. Mozart schuf zahlreiche Opern, wie beispielsweise Die Zauberflöte, Die Hochzeit des Figaro, Don Giovanni und Così fan tutte, Symphonien, Kirchenmusik-Kompositionen, wie Messen oder das unvollendete Requiem, Konzerte, Kammermusik-, Vokal- und Klavierwerke. Bereits seit den 1950er Jahren stand die Verwendung eines Mozart-Porträts auf österreichischen Banknoten mehrmals zur Debatte, jedoch nie umgesetzt; dies änderte erst der 5000-Schilling-Schein vom 4. Januar 1988. Der Entwurf stammt von Robert Kalina, der auch die erste Serie der Euro-Noten gestaltete. Dieser Schein der Oesterreichischen Nationalbank verwendete als weltweit erste Banknote ein Hologramm als Sicherheitsmerkmal. Republik Österreich, Oesterreichische Nationalbank: 5000 Schilling vom 4. Januar 1988 Vorderseite: Porträt des Mozart vor stilisierter Festung Hohensalzburg und Salzburger Dom. Rückseite: mittig Wiener Staatsoper, rechts Bronzestatue des Tamino und der Pamina vom Wiener Mozartbrunnen, unten Ausschnitt aus Mozarts Autograph der Arie "Non so più cosa son, cosa faccio" des Cherubino aus der Hochzeit des Figaro. Wasserzeichen: Bundesadler. Entwurf: Robert Kalina Druckerei: Oesterreichische Banknoten- und Sicherheitsdruck GmbH Format: 160 mm x 78 mm Katalogreferenzen: AUT-153 (Standard Catalog of World Paper Money, Vol. III - Modern Issues) Kana Totsuka Abb. Sammlung Josef Gerber

  • Fälscher & Falschgeld: Die Papiergeldfälschung, Teil 18

    Fortsetzungsreihe, Teil 34 Die Herstellungstechniken falscher Banknoten, Teil 6 Siebdruck Während der Rastertiefdruck zur Fälschung von Banknoten so gut wie nie verwendet wurde und er deshalb hier auch nicht beschrieben werden soll, ist im einen oder anderen Fall – zumindest als zusätzliches Druckverfahren bei einer Kombinationsfälschung – der Siebdruck zur Anwendung gekommen. Quasi als Druckplatte dient beim Siebdruck ein haarfeines, gazeartiges Netz aus Polyester, das mit einer lichtempfindlichen Schicht versehen wird. Nach dem Belichten mit dem Negativ des Druckbildes werden die Partien, die später drucken sollen, ausgewaschen. Ein Rakelmesser entfernt nach dem Einfärben überschüssige Druckfarbe und quetscht gleichzeitig die verbleibende Farbe an den ausgewaschenen Stellen durch das Netz, sodass sie rasterpunktartig auf das zu bedruckende Papier gelangt. Es ist ein direktes, relativ einfaches und in früheren Zeiten keine besonders anspruchsvolle Ergebnisse lieferndes Druckverfahren, ist aber für einen dicken Farbenauftrag auf die verschiedenartigsten Druckträger besonders geeignet. Der Siebdruck hat in den letzten 20 Jahren qualitativ eine starke Verbesserung erfahren, sodass er jetzt sogar bei der Banknotenherstellung zum Einsatz kommt. Er ist ausgezeichnet für das Verdrucken von Spezialfarbe geeignet, bei denen es auf eine starke Farbschicht ankommt und bei der der Stichtiefdruck nicht effektiv eingesetzt werden kann. So kommt bei Elementen mit Farbwechsel, wie zum Beispiel bei den OVI-Farben der großen Wertzahl im Weißfeld der Rückseite der Noten ab 50 Euro, die von Purpur zu Olivgrün und Braun wechseln oder der neuen Dollarnotenserien, bei denen sich vorderseitig eine Wertzahl unter verschiedenen Betrachtungswinkeln von Grün nach Schwarz ändert, der Siebdruck zur Anwendung. An der 100-Dollar-Note waren die Fälscher aus Köln gescheitert. Hier ein Druckbogen mit der Rückseite falscher 100-Dollar-Scheine. Bei einem spektakulären Falschgeldfall im Jahr 2006 entstanden Kombinationsfälschungen, bei denen der Offsetdruck mit Siebdruck veredelt wurde. Der seinerzeit in der Szene sehr bekannte Kölner Künstler Hans-Jürgen K. heckte, als das zuvor blühende Geschäft mit der Kunst nicht mehr so recht florieren wollte, zusammen mit vier Stammtischbrüdern, allesamt mehr oder weniger große Gauner, den Plan aus, Falschgeld herzustellen. Die fünf hatten alle das identische Lebensmotto: „Luxus, schnelle Autos, schöne Frauen – Ja, dafür arbeiten – Nein.“ Doch am Euro bissen sie sich die Zähne aus, zu kompliziert, zu schlecht das Ergebnis der zunächst produzierten 50-Euro-Blüten. Dollars sollten es nun sein. Doch auch hier gab man nach vielen erfolglosen Versuchen entnervt auf, der Farbton der 100er wollte und wollte nicht stimmen, das Ergebnis, das die eigens angeschaffte Offsetmaschine GTO-52 produzierte, war bestenfalls mittelmäßig. Da kam Hans-Jürgen K. auf eine Idee. Er ließ die fertigen Offsetbogen einfach zusätzlich und passgenau durch die Siebdruckmaschine laufen, um den Intaglio-Druck der echten Dollarscheine besser zu imitieren und die Farbgebung zu verbessern. Nur wenige Monate zuvor waren auf dieser Maschine noch Plagiate von Warhol-Bildern hergestellt worden. Und es funktionierte tatsächlich, die Falsifikate waren nun von ganz ausgezeichneter Qualität, wie selbst Beamte des BKA sowie des hinzugezogenen Secret Service einräumen mussten und dem Fälscher damit eine grandiose Idee attestierten. Doch die dilettantische Entsorgung des Druckausschusses auf einer öffentlichen Müllkippe (ein geshreddertes Briefkuvert mit der Adresse von Hans-Jürgen K. in einem der Müllsäcke konnte von der Kripo wieder lesbar gemacht werden) und der Einsatz einer verdeckten Ermittlerin des BKA als Scheinaufkäuferin ließen die fünf Möchtegern-Al-Capones hochgehen, noch bevor sie eine einzige ihrer Fälschungen an den Mann hatten bringen können. Hohe Haftstrafen für die Ganoven, so zum Beispiel sechs Jahre Freiheitsentzug für Hans-Jürgen K., waren die Quittung. Fortsetzung folgt … Karlheinz Walz: Fälscher & Falschgeld, 280 Seiten, Hardcover, ISBN: 978-3-86646-084-3. Das Buch können Sie für nur 9,90 EUR in unserem Online-Shop kaufen!

  • Leserpost: Notgeld oder nicht?

    Sehr geehrter Herr Grabowski ! Am Wochenende hat mich unser Nachbar angesprochen und die Schätze seines verstorbenen Vaters gezeigt. Außer einem kleinen Karton mit Herrscher-Fotos aus den Nachkriegsjahren, gab es noch ein kleines Briefmarkenalbum mit dem üblichen Material, die älteste Marke zeigte Hitler. Allerdings bin ich bei einem Stück stutzig geworden und habe zuerst gedacht, es sei ein Mini-Notgeldscheinchen. Ich durfte es zur „Prüfung“ mitnehmen, habe dann allerdings erst den Zusatz „bezahlt“ bemerkt. Es wird dann wohl eher doch etwas philatelistisches/behördliches sein als Notgeld. Die Maße sind wie das Metermaß angibt, die Rückseite habe ich dann quer fotografiert, entsprechend der Schrift. Das Stück ist auf ganz dünnem Karton gedruckt. Ich hoffe, dass es der Mühe überhaupt wert ist, drauf zu schauen. Mit freundlichen Grüßen, J. Diller Antwort der Redaktion Was zuerst auffällt, ist natürlich der Wert zu 6 Rpf. – muss also aus der Zeit von 1924 bis zur Währungsreform 1948 stammen – und das Wort "bezahlt". Außerdem macht das handschriftliche Fragment auf der Rückseite stutzig. Kann es sich wirklich um einen Notgeldschein handeln, z.B. aus der unmittelbaren Zeit am Ende oder nach dem Zweiten Weltkrieg? Handelt es sich um eine Art Quittung und was macht die in einem Briefmarkenalbum? Am Ende des Kriegs gab es auch eine ganze Reihe lokaler Notausgaben von Briefmarken, kann es sich etwa um eine solche Notausgabe handeln? Manchmal ist die Lösung des Rätsels direkt vor den Augen des Betrachters und man sucht doch nach Erklärungen, die es nicht gibt. Wichtig ist der Bezug zur Philatelie! Wichtig ist auch der angegebene Wert, nämlich 6 Reichspfennig! Wer sich schon einmal mit Briefmarken aus der Zeit des "Dritten Reichs" beschäftigt hat, dem kommt dieser Betrag bekannt vor. 6 Reichspfennig betrug nämlich das Porto für eine Postkarte! Sammler kennen deshalb aus dieser Zeit die massenhaft für Postkarten verwendete lila 6-Reichspfennig-Marke mit dem Porträt Hitlers. Ganz nebenbei: Hitler hatte eine Übereinkunft mit der Reichspost! Für jede verkaufte Marke mit seinem Porträt erhielt er 1 Reichspfennig, da kamen in der Summe bei der Unmenge verwendeter Hitler-Marken Millionen zusammen. Jetzt wird auch das Textfragment auf der Rückseite erklärbar und die Lösung des Rätsels ist verblüffend einfach. Es handelt sich um eine per Hand ausgeschnittene Wertangabe mit der Angabe "bezahlt" statt eines Poststempels aus einer beschriebenen Vordruck-Postkarte. Das war's! Kein Notgeld, keine Quittung! Wenn das Porto auf dieser Vordruck-Karte praktisch schon von vornherein bezahlt war, könnte diese z.B. von einer Behörde verwendet worden sein. Hierfür gab es zum frankieren aber eigentlich sog. Dienstmarken. Es handelt sich aber ziemlich sicher um kein außergewöhnliches postgeschichtliches Belegstück. Hans-Ludwig Grabowski

  • Lexikon: Bureau of Engraving and Printing

    Das Bureau of Engraving and Printing (BEP) ist für die Herstellung von Siegeln und Platten zum Druck des US-amerikanischen Papiergelds und für den Druck selbst verantwortliche Abteilung des Treasury Department (Schatzamt). Es wurde 1876 offiziell gegründet, obwohl es bereits seit 1862 tätig war. Dienstgebäude des BEP in Washington D.C. (Abb. Wikipedia) Heute sind einige Tausend Angestellte mit dem Entwurf, der Herstellung von Platten und dem Druck, nicht nur des US-amerikanischen Papiergelds, sondern auch vieler staatlicher Wertpapiere (u.a. auch von Briefmarken) beschäftigt. Hersteller des Spezialpapiers ist seit 1879 die Firme Crane in Dalton, Massachusetts (von 1964–1969 die Firma Gilbert Paper Company of Menasha, Wisconsin). Das BEP unterhält Druckereien in Washington, District of Columbia, sowie in Fort Worth, Texas. Verschiedene Drucke: USA-515b: 1 Dollar von 2003 A, Druck: Washington D.C. (ohne FW), Vorder- und Rückseite. USA-544: 1 Dollar von 2017, Druck: Fort Worth, Texas (kleines "FW" auf der Vorderseite rechts unten vor der Serie), Vorder- und Rückseite. Außer den verschiedenen US-amerikanischen Papiergeldarten und dem US-Militärgeld (Military Payment Certificates) wurden auch Noten für andere Länder hergestellt: Philippinen, 1903–1949 Kuba, Certificados de Plata, 1934–1949 Korea Siam Deutschland (Ausgabe 1948: 1/2, 1, 2, 5, 20 und 50 DM) Alliierte Militärbehörde im Zweiten Weltkrieg (für Deutschland, Frankreich, Italien, Japan und Österreich) Das BEP arbeitete auch mit Privatfirmen (so bei der Herstellung des alliierten Militärgelds) zusammen, vor allem mit der Firma Forbes Lithograph Manufacturing Company in Boston, Massachusetts, dann auch mit Tudor Press in Boston, Stecher Traung Lithograph Corporation in San Francisco, Kalifornien und mit dem State of California Bureau of Printing in Sacramento. Das BEP druckte außerdem alljährlich ein Schmuckblatt mit der Abbildung eines alten US-amerikanischen Geldscheins, das an Sammler verkauft wurde. Albert Pick/Hans-Ludwig Grabowski

  • Venezuela wieder vor Währungsschnitt?

    Einem Bericht von Bloomberg vom 1. Juli 2021 zufolge soll Venezuela wieder inflationsbedingt vor einem Währungsschnitt stehen, um Transaktionen zu erleichtern: Bereits im August dieses Jahres sollen von Beträgen im Bolívar Soberano wieder sechs Nullen gestrichen werden, der neue Bolívar stünde also zum derzeitigen im Verhältnis von 1:1.000.000. Somit wäre das jüngste Höchstnominal der Banknotenfamilie zu 1 Mio. Bolívares – umgerechnet 0,26 EUR – nur noch 1 Bolívar in der reformierten Währung wert. Bereits 2008 und 2018 erlebte Venezuela einen Währungsschnitt von jeweils 1:1000 und 1:100.000. Kana Totsuka Abb. Owen W. Linzmayer (www.banknotebook.com)

  • Münzen & Sammeln, Ausgabe 2021/7+8

    Die neueste Ausgabe 2021/7+8 der Zeitschrift "Münzen & Sammeln" enthält in ihrer festen Rubrik "Der Geldscheinsammler" wieder interessante Beiträge und Informationen. Im aktuellen Heft finden Sie u.a.: Aus der HVB-Stiftung Geldscheinsammlung: 1 Peso des Banco de la República oriental der Uruguay von 1896 Leserpost Geldscheine im Geschichtsunterricht Weltbanknoten-Atlas Teil 159: Taiwan 1000 Mark 1944 – Hehlerware auf dem Sammlermarkt Bekanntlich enthielt das von den Siegermächten des Zweiten Weltkriegs verwendete Besatzungsgeld auch die Wertstufe zu 1000 (Militär)-Mark. Mit dem Datum 1944 versehen, wurden diese Scheine in den USA und in der UdSSR gedruckt ... und im besetzten Deutschland ausgegeben. Sieht man sich die Angebote im Handel oder bei Auktionen an und vergleicht einzelne Scheine mit historischen OMGUS-Dokumenten, dann erkennt man, dass einige US-Drucke während der Vernichtungsprozesse 1948 zuvor entwendet wurden. Das ist Diebesgut, das auch heute noch angeboten wird. Papiergeld-Fälschungen – ein interessantes Sammelgebiet, Teil 1 Das Fälschen von Münzen und Papiergeld ist so alt wie das Geld selbst. Auch drakonische Strafandrohungen schreckten Fälscher zu keiner Zeit ab, ihr Handwerk auszuüben. Waren die oft primitiven Geldscheine früherer Jahrhunderte, relativ leicht zu fälschen, so verbesserten die Notendrucke­reien sukzessive den Fälschungsschutz, indem sie Spezialpapier mit Wasserzeichen, ins Papier eingestreute Papierschnitzel, Guillochen und besondere Drucktech­niken, Sicherheitsfäden, Hologramme, Durchsichtfenster usw. verwenden. Dennoch gelingt es Fälschern immer, wieder brauchbare Falsifikate herzustellen und in den Verkehr einzuschleusen. Dies gilt selbst für die aktuellen Euro-Noten der Europäischen Zentralbank. Unsere Zeitschriften im Überblick Hier geht es zur Leseprobe der aktuellen "Münzen & Sammeln"! ePaper Hier können Sie ein ePaper-Abo abschließen oder auch Einzelhefte als ePaper in unserem Archiv erwerben. Hier finden Sie die "Münzen & Sammeln" in unserem ePaper-Shop! Readly – Unbegrenzt lesen Unsere numismatischen Fachzeitschriften finden Sie auch auf Readly! Auf Readly können Sie mehr als 4.700 Magazine für 9,99 € im Monat lesen, herunterladen und speichern. Hier geht es zu "Münzen & Sammeln"! Hans-Ludwig Grabowski #Literatur #Zeitschriften #Grabowski

  • Die D-Mark lebt!

    Die Banknoten der Zentralbank von Bosnien und Herzegowina Mehrere Jahrzehnte lang hatte der ehemalige Partisanenführer Tito als Staatspräsident den Vielvölkerstaat Jugoslawien mit eiserner Hand regiert und zusammengehalten. Titos Tod beendet die Diktatur, aber mit dem Fall des Kommunismus blüht auch der unterdrückte Nationalismus auf. Teilrepublik um Teilrepublik löste sich aus der „Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien“ und forderte Eigenständigkeit ein. Den Anfang machten 1991 Slowenien und Kroatien. Auch in der jugoslawischen Teilrepublik Bosnien-Herzegowina wurden Stimmen laut, die eine völkerrechtliche Souveränität forderten. Allerdings lebten in vielen Landesteilen von Bosnien-Herzegowina die verschiedenen Ethnien Tür an Tür. Nach der Volkszählung von 1991 waren von den 4,36 Millionen Einwohnern 43,7 Prozent muslimische Bosniaken, 31,4 Prozent orthodoxe Serben, 17,3 Prozent katholische Kroaten, 5,5 Prozent bezeichneten sich als Jugoslawen und 2 Prozent gehörten anderen Minderheiten an. Im Referendum vom 29. Februar und 1. März 1992 sprachen sich 99,7 Prozent der abgegebenen Stimmen für die Unabhängigkeit aus. Die bosnischen Serben blieben der Abstimmung mehrheitlich fern, sodass die Wahlbeteiligung nur 63,4 % betrug. Das bosnisch-herzegowinische Parlament, das die meisten serbischen Abgeordneten bereits Ende 1991 verlassen hatten, erklärte am 5. März 1992 die Unabhängigkeit. Bereits Anfang 1991 hatte der serbische Präsident Slobodan Milošević öffentlich gedroht, er werde ganze Territorien Kroatiens und Bosniens annektieren, wenn jemand den Versuch unternähme, die Bundesstruktur Jugoslawiens durch eine lockerere Bündnisstruktur zu ersetzen. Bereits am 9. Januar 1992 hatte die serbische Volksvertretung in Bosnien die Srpska Republika Bosna i Hercegovina proklamiert und sich am 28. Februar als Teilstaat der Bundesrepublik Jugoslawien angeschlossen. Nach dem Referendum brachen schwere Unruhen in Bosnien aus. Im April eskalierten die Gefechte zwischen den von Radovan Karadžić geführten bosnischen Serben und der Jugoslawischen Volksarmee auf der einen Seite sowie der von Kroaten und Bosniaken gebildeten bosnischen Miliz auf der anderen Seite. In der Nacht vom 4. auf den 5. April begann die fast vierjährige Belagerung Sarajewos. Im April und Mai brachen auch im Osten und Nordwesten des Landes schwere Kämpfe aus. Innerhalb von drei Monaten besetzten die bosnischen Serben mit Unterstützung aus Serbien etwa 70 Prozent des Landes. Beide Seiten gingen rücksichtslos gegeneinander vor und begannen die jeweils andere Volksgruppe aus ihrem Gebiet zu verdrängen. Diese Vertreibungen und Massenmorde wurden später beschönigend „ethnische Säuberung“ genannt. Städte wie Vukovar oder Sarajewo wurden zerstört. In Srebrenica kam es zum schlimmsten Massaker seit dem Zweiten Weltkrieg. Serbische Soldaten brachten fast 8000 Menschen um. Auch internationale Vermittlungsbemühungen sowie der Einsatz von UN-Truppen konnten den Krieg über lange Zeit nicht eindämmen. Unter dem internationalen Druck zeigten sich im Sommer 1995 die inzwischen ermüdeten Kriegsparteien bereit, ernsthaft über die Beendigung des Konfliktes zu verhandeln. Unter Vermittlung des damaligen US-Präsidenten Bill Clinton und unter Beteiligung der Europäischen Union wurde am 21. November 1995 auf der Wright-Patterson Air Force Base bei Dayton (Ohio) der Friedensvertrag paraphiert und am 14. Dezember 1995 im Pariser Invalidendom vom serbischen Präsidenten Slobodan Milošević, dem kroatischen Präsidenten Franjo Tuđman und dem Vorsitzende im bosnisch-herzegowinischen Präsidium Alija Izetbegović unterzeichnet. Mit dem Vertrag wurden die beiden Entitäten Föderation Bosnien und Herzegowina (50 % des Territoriums) und Republika Srpska (49 % des Territoriums als Bestandteile von Bosnien-Herzegowina festgeschrieben. Über die Zugehörigkeit des Brčko-Distrikts (etwa 1 % des Territoriums) sollten die beiden Teilrepubliken erst später entscheiden. Inzwischen ist diese Entscheidung dahingehend gefallen, dass Brčko ein Kondominium zwischen beiden Teilrepubliken ist, tatsächlich untersteht der Distrikt jedoch der Bundesregierung bei lokaler Selbstverwaltung. Der Vertrag sicherte allen Bürgern des Landes völlige Bewegungsfreiheit zu. Flüchtlinge und Vertriebene hatten das Recht, in ihren ursprünglichen Wohnort zurückzukehren. Gleichzeitig wurde eine internationale militärische und zivile Kontrolle des Landes vereinbart. 01: Karte Bosnien-Herzegowina Nach der Zession von Jugoslawien gab sowohl die „Narodna Banka Republike Srpske“ im serbischen wie auch die „Narodna Banka Bosne i Hercegovine“ im nicht serbischen Teil des Landes eigene Banknoten aus. Der wirtschaftliche Niedergang und die kriegerischen Auseinandersetzungen führten zu einem inflationären Wertverfall des jugoslawischen, kroatischen und bosnischen Dinars. War 1992 der höchste Wert 1000 Dinara, so kletterte er 1993 im serbisch kontrollierten Gebiet auf 500.000.000 Dinara und im nicht serbischen Teil auf 100.000.000 Dinara. Seit 1994 galt hier die D-Mark als Parallelwährung. Die Notenbank tausche ihre alten Noten gegen eine zweite Serie im Verhältnis 100.000 Bosnische Dinar zu einem neuen Bosnischen Dinar, der an den Wert der D-Mark gekoppelt war (100 Dinar = 1 DM). Ende März 1996, vier Monate nach dem Dayton-Friedensabkommen, mussten alle bosnischen Zölle in D-Mark gezahlt werden. Ein Jahr später wurde durch Gesetz vom 20. Juni 1997 die Zentralbank von Bosnien und Herzegowina (bosnisch Centralna banka Bosne i Hercegovine, kroatisch Središnja banka Bosne i Hercegovine, serbisch Централна банка Босне и Херцеговине, auch als CBBH/ЦББХ abgekürzt) mit Sitz in Sarajewo gegründet. Heute unterhält die Bank drei Großfilialen in Sarajewo, Banja Luka und Mostar sowie zwei Zweigniederlassungen der Regionaldivisionen (CBBH Bosna und CBBH Republika Srpska) in Brčko und Pale. Zu ihren wesentlichen Aufgaben zählt die Geldmengen-Kontrolle, die Verwaltung der Devisenreserven und die Anbindung der eigenen Währung an die D-Mark und heute an den Euro. Mitte Juni 1998 war es so weit: Gestützt auf 130 Millionen D-Mark Reserven entstand die neue Währung mit der Bezeichnung „Konvertibilna Maraka“ (Konvertible Mark), abgekürzt KM, die im Verhältnis 1:1 an die D-Mark gebunden war – und mit dieser den Fening (Pfennig) als kleinste Einheit gemeinsam hatte. Seit Einführung des Euros gilt ein Wechselkurs von 1 KM = 0,51129 € bzw. 1 € = 1,95583 KM. Dieser Kurs galt auch bei Euro-Einführung in der Bundesrepublik Deutschland. In den ethnisch kontrollierten Teilgebieten Bosniens und Herzegowinas waren zu diesem Zeitpunkt drei verschiedene Währungen im Gebrauch: der Bosnische Dinar, der Kroatische Kuna und der neue Jugoslawische (serbische) Dinar. Der stabile Bosnische Dinar wurde im Verhältnis 100 zu 1 KM umgewechselt. Dagegen mussten der Jugoslawische Dinar und der Kroatische Kuna zunächst in D-Mark gewechselt werden: 1 Kuna = ca. 0,28 DM, 1 Jugoslawischer Dinar = ca. 0,166 DM. Auch die Republika Srpska, wo man bereits Ende März 1998 die D-Mark als zweites Zahlungsmittel eingeführt hatte, ging am 27. November aufgrund des Belgrader Inflationsdrucks zur Bosnischen KM über. Am 22. Juni 1998 wurden Banknoten zu 50 Fening (auf der Banknote heißt es Pfeniga) sowie 1, 5 und 10 KM ausgegeben und am 27. Juli 1998 folgten die Scheine zu 20, 50 und 100 KM. Die Noten-Serie wurde am 15. Mai 2002 mit dem Wert zu 200 KM vervollständigt. Eine Besonderheit der bosnisch-herzegowinischen Banknoten ist, dass mit Ausnahme des 200-KM-Nominals jeder Geldschein in zwei Varianten, nämlich in einer für die Republika Srpska und in einer für die Föderation, gefertigt wurde. Jedoch gelten alle uneingeschränkt im ganzen Land. Bei den Wertzeichen für die Föderation wird der Bankname und die Währungsbezeichnung zuerst in lateinischer Schrift und kroatischer Sprache aufgeführt, dann folgen die Angaben in serbischer Sprache mit kyrillischen Buchstaben. Bei der serbischen Ausgabe ist die Reihenfolge genau umgekehrt. Alle Noten sind auf Papier mit Wasserzeichen gedruckt, dabei wird das Kürzel „CBBH“ mit ineinander verschlungenen lateinischen und kyrillischen Buchstaben gezeigt. Es findet sich ebenfalls auf dem Sicherheitsfaden wieder und ist bei Betrachtung im Gegenlicht erkennbar. Auf der Vorderseite der Geldscheine fällt rechts ein etwa 1 cm breiter, glänzender Streifen auf, der beim Kippen seine Farbe verändert und im Papier sind Farbteilchen eingearbeitet, die unter UV-Licht sichtbar werden. Die Nominale ab 20 KM haben zusätzlich eine Art Hologramm. Alle Scheine bilden auf der Vorderseite das Brustbild eines Schriftstellers ab, während die Rückseiten unterschiedliche Motive zeigen. Lediglich beim Wert zu 5 Konvertibilnih Maraka sind beide bildgleich. 0.2: Beschreibung der Banknoten. Wohl der Dringlichkeit geschuldet, schlichen sich bei einigen Noten Fehler ein. Beim 5er ist die Wertbezeichnung auf der Rückseite bei beiden Versionen fehlerhaft. Die kyrillische Schreibweise für FÜNF ist nicht PET sondern ПET. Interessanterweise ist die Schreibweise auf der Vorderseite korrekt. Beim 100er stehen im Sicherheitsstreifen die Buchstaben ЏББХ (DžBBH) anstelle von ЦББХ (CBBH für „Centralna Banka Bosne i Hercegovine“). Beim 1er der serbischen Republik wurde der Name des Nobelpreisträgers, Ivo Andrić, statt Андрић falsch АндриЂ geschrieben. Wohl aus diesem Grunde, wurde die Note nicht ausgegeben. Abb. 1: Mappe, in der die Zentralbank die erste Ausgabe an Sammler abgab. Abb. 2.1: 50 F, ohne Jahresangabe, Ausgabe der Föderation, Vorderseite. Abb. 2.2: 50 F, ohne Jahresangabe, Ausgabe der Föderation, Rückseite. Abb. 3.1: 50 F, ohne Jahresangabe, Ausgabe der Republika Srpska, Vorderseite. Abb. 3.2: 50 F, ohne Jahresangabe, Ausgabe der Republika Srpska, Rückseite. . Abb. 4.1: 1 KM, ohne Jahresangabe, Ausgabe der Föderation, Vorderseite. Abb. 4.2: 1 KM, ohne Jahresangabe, Ausgabe der Föderation, Rückseite. Abb. 5.1: 1 KM, ohne Jahresangabe, Ausgabe der Republika Srpska, Vorderseite. Abb. 5.2: 1 KM, ohne Jahresangabe, Ausgabe der Republika Srpska, Rückseite. Abb. 6.1: 5 KM, ohne Jahresangabe, Ausgabe der Föderation, Vorderseite. Abb. 6.2: 5 KM, ohne Jahresangabe, Ausgabe der Föderation, Rückseite. Abb. 7.1: 5 KM, ohne Jahresangabe, Ausgabe der Republika Srpska, Vorderseite. Abb. 7.2: 5 KM, ohne Jahresangabe, Ausgabe der Republika Srpska, Rückseite. Abb. 8.1: 10 KM, ohne Jahresangabe, Ausgabe der Föderation, Vorderseite. Abb. 8.2: 10 KM, ohne Jahresangabe, Ausgabe der Föderation, Rückseite. Abb. 9.1: 10 KM, ohne Jahresangabe, Ausgabe der Republika Srpska, Vorderseite. Abb. 9.2: 10 KM, ohne Jahresangabe, Ausgabe der Republika Srpska, Rückseite. Abb. 10.1: 20 KM, ohne Jahresangabe, Ausgabe der Föderation, Vorderseite. Abb. 10.2: 20 KM, ohne Jahresangabe, Ausgabe der Föderation, Rückseite. Abb. 11.1: 20 KM, ohne Jahresangabe, Ausgabe der Republika Srpska, Vorderseite. Abb. 11.2: 20 KM, ohne Jahresangabe, Ausgabe der Republika Srpska, Rückseite. Abb. 12.1: 50 KM, ohne Jahresangabe, Ausgabe der Föderation, Vorderseite. Abb. 12.2: 50 KM, ohne Jahresangabe, Ausgabe der Föderation, Rückseite. Abb. 13.1: 50 KM, ohne Jahresangabe, Ausgabe der Republika Srpska, Vorderseite. Abb. 13.2: 50 KM, ohne Jahresangabe, Ausgabe der Republika Srpska, Rückseite. Abb. 14.1: 100 KM, ohne Jahresangabe, Ausgabe der Föderation, Vorderseite. Abb. 14.2: 100 KM, ohne Jahresangabe, Ausgabe der Föderation, Rückseite. Abb. 15.1: 100 KM, ohne Jahresangabe, Ausgabe der Republika Srpska, Vorderseite. Abb. 15.2: 100 KM, ohne Jahresangabe, Ausgabe der Republika Srpska, Rückseite. Abb. 16.1: 200 KM, 2002, Vorderseite. Abb. 16.2: 200 KM, 2002, Rückseite. Bleibt noch anzumerken, dass die Banknoten der ersten Ausgabe undatiert waren und von der Zentralbank in einer Mappe an Sammler verkauft wurden. Die enthaltenen Noten unterscheiden sich von den umlaufenden Noten durch einen roten, diagonalen Aufdruck auf der Vorderseite (SPECIMEN) und auf der Rückseite (UZORAK). Zusätzlich wurden die Scheine mit dem Wort SPECIMEN perforiert und auf der Vorderseite mit einem roten zusätzlichen Aufdruck: No und fünfstelliger Ziffer, die ersten beiden Zahlen wohl immer 00. Daneben gibt es von diesen Scheinen auch Musterdrucke ohne roten Aufdruck. Alle Banknoten wurden von Oberthur Technologies Fiduciary in Paris gedruckt, außer der Wert zu 200 KM, der von der Oesterreichischen Banknoten- und Sicherheitsdruck GmbH stammt. Robert Kalina, der auch die Euro-Banknoten entwarf, greift bei seinem Entwurf Elemente der nicht ausgegebenen 1-KM-Banknote auf. Die Nominale zu 10, 20, 50 und 100 KM wurden nach dem Erstdruck mit kleineren Änderungen wiederholt gedruckt und ausgegeben. Sie unterscheiden sich von ihnen nur durch verbesserte Sicherheitsmerkmale, der Angabe des Ausgabejahrs und der Unterschrift des amtierenden Gouverneurs der Notenbank: Peter Nicholl (20. Juni 1997 – 31. Dezember 2004) Kemal Kozarić (1. Januar 2005 – 11. August 2015) Senad Softić (11. August 2015 – heute) Mittlerweile sind die kleinen Werte aus dem Verkehr gezogen: die Scheine zu 50 Fening am 31. März 2003, die Note zu 1 KM am 31. Dezember 2008 und die 5-KM-Note am 31. März 2010. Zum Zeitpunkt der Einführung der Konvertiblen Mark waren als Kleingeld nur deutsche Pfennig- und Mark-Münzen anzutreffen. Dies änderte sich am 9. Dezember 1998. Erstmals wurden auch eigene Münzen zu 10, 20 und 50 Fening in Umlauf gesetzt. Am 31. Juli 2000 folgten 1- und 2-KM-Stücke und schließlich am 5. Januar 2006 Münzen zu 5 Fening und 5 KM. Als am 1. Januar 2002 der Euro die D-Mark in der Bundesrepublik als Währung ablöste, dachte wohl kaum einer, dass sie zwanzig Jahre später als Konvertible Mark in Bosnien-Herzegowina weiterleben würde. Uwe Bronnert Literatur: A. Jankovi u. A. Zidar, Katalog Papirnog Novca Bosne i Hercegovine – The Catalogue of Bosnia & Herzegovina Paper Money, Banjaluka 2017. (19.06.2021)

  • Neue Varianten: Juni 2021 (Teil 2)

    Mauritius 1000 Rupees Wie MUS-63 (Linzmayer B429d), aber mit Unterschriften "Madayah Kona Yerukunondu/Harvesh Kumar Seegolam/Hemlata Sadhna Sewraj-Gopal" und Jahr "2020". Salomonen 20 Dollars wie SLB-34 (Linzmayer B223a), aber mit Unterschriften "Luke Forau/Harry Kuma". Westafrikanische Staaten – Senegal 10.000 Francs Wie SEN-718Kr (Linzmayer B124Ks), aber mit Unterschriften "Romuald Wadagni/Tiémoko Meyliet Koné" und Jahr "(20)20". Westafrikanische Staaten – Togo 10.000 Francs Wie TGO-818Tq (Linzmayer B124Tr), aber mit Unterschriften "Romuald Wadagni/Tiémoko Meyliet Koné" und Jahr "(20)19". Kana Totsuka Abb. Owen W. Linzmayer (www.banknotebook.com)

  • Ein merkwürdiger Entwurf für eine thailändische Banknote

    Kürzlich sandte mir ein Sammler den Scan eines interessanten, von Hand gezeichneten Entwurfs einer nicht ausgegebenen Thai-Banknote und fragte mich, was ich davon halte (siehe Abb.) Abb.1 Vorder- und Rückseite eines Entwurfs über 100 Ticals. Nun, obwohl der Entwurf besonders auf der Rückseite profihaft ausgeführt worden ist, kann das kein ernst gemeinter Entwurf gewesen sein, der Zeichner hatte augenscheinlich weder vom thailändischen Währungssystem noch von der thailändischen Sprache eine Ahnung. In Thailand wurden die ersten wirklich in der Öffentlichkeit zirkulierenden Banknoten 1902 ausgegeben, sie liefen bis 1925 um. Die Noten wurden von Thomas de la Rue in Großbritannien gedruckt und zeigen eine leere Rückseite. Abb.2: 5 Baht 1902 der ersten Serie. Ein paar Jahre vor der Einführung der 2. Serie im Jahr 1925 sprach man schon darüber, völlig neue, kleinformatige, zweiseitig bedruckte Noten ausgeben zu wollen. Verschiedene Entwürfe hierzu, ausgeführt von namhaften Druckfirmen, sind bekannt (kann ich aber hier aus Copyrightgründen nicht abbilden). Insofern stimmt das auf dem Entwurf angegebene Datum durchaus. Auch die beiden Unterschriften passen zeitlich. Links hat der „Leiter der Abteilung (Banknoten)“ Praya Chaiyos Sombat (พระยาไชยยศสมบัติ) unterschrieben, rechts der Finanzminister Prinz Kitiyakara Voralaksana (กิติยากรวรลักษณ์). Letzterer war übrigens der Großvater väterlicherseits von Königin Sirikit. Abb.3: Signatur des Leiters der Banknotenabteilung Sombat. Abb.4: Signatur des Finanzministers Voralaksana. Doch haben sich auf dem hier in Rede stehenden Entwurf einige bedeutsame Fehler eingeschlichen: In den Ecken steht jeweils „100“, im Text steht 100 Ticals, aber auf Thai steht da auf Vorder- und Rückseite สิบนาท, das heißt 10 Ticals, es ist etymologisch das gleiche Wort wie Schekel, war damals die westliche Bezeichnung für Baht. 1 Tikal = 1 Baht, also 100 Ticals = 100 Baht. Die Thai-Buchstaben sind etwas „wackelig“ geschrieben und teilweise schwierig zu lesen, außerdem kommen Rechtschreibfehler vor. So wird statt รัธบาลสยาม (Regierung von Siam) unter Auslassung des 1. Vokals nur รธบาลสยาม. Der gleiche Fehler ist bei der Amtsbezeichnung neben der linken Unterschrift passiert, hier steht เจ้าพกงาร statt เจ้าพักงาร. Merkwürdig, weil von anderen Entwürfen nicht bekannt, ist auch, dass die Kontrollnummer links oben und rechts unten „000,000“ lautet, die entsprechende Nummer rechts oben und unten links aber ๓๘๔๘๕ (38485). 1920 wurde per Gesetz festgelegt, dass die Noten keine chinesische und keine malayische Textzeile mehr enthalten dürfen. Daher wurden 1920 schon Noten des ersten Typs, nur eben ohne chinesischen und malaysichen Text, emittiert. Der Urheber des vorliegenden Entwurfs kannte dieses Gesetz nicht. Ein entscheidender Fehler liegt auch auf der Rückseite: die abgebildete Dame sieht wie eine typische Inderin aus, auf keinen Fall wie eine Thai! Wie der Entwurf zu bewerten ist, weiß ich nicht. Jedenfalls ist es kein offizieller Entwurf. Vielleicht ein privater Entwurf, von der Hand eines Nicht-Thailänders und Nichtfachmanns. Erwin Beyer Abbildungsnachweis: Abb.1: private Sammlung Abb.2: C. Steward, THAI BANKNOTES, Erlaubnis erteilt durch Miss V. Steward Abb.3 und 4: von einer 100-Baht-Note 1919, aus der ehemaligen Sammlung Beyer

www.geldscheine-online.com | Regenstauf

© 2025 Battenberg Bayerland Verlag GmbH

bottom of page