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- Kanadische 2-Dollars-Banknote von 1870 (Victoria) für 360.000 US-Dollars versteigert!
Bei der "January 2025 World Collectors Choice Auction: The Canadian Banknote Sale" verkaufte Stack's Bowers Galleries am 28. Januar 2025 eine einzigartige kanadische Banknote für USD 360.000. Los 70102, "CANADA. Dominion of Canada. 2 Dollars, 1.7.1870. DC-3e. Payable at Victoria. PMG Choice Very Fine 35." (so beschrieben) hatte eine Vorauktionsschätzung von USD 50.000 - USD 75.000. Nach einem lebhaften Bietergefecht fiel der Hammer und die Banknote fand einen neuen Besitzer. Diese Banknote ist eine der größten numismatischen Raritäten Kanadas. Von der Vorderseite aus betrachtet scheint es sich um eine seltene 2-Dollars-Note aus dem Dominion von Kanada von 1870 zu handeln, die in einem bemerkenswerten Zustand erhalten ist. Man könnte erwarten, dass auf der Rückseite Montreal oder vielleicht Toronto oder sogar Halifax zu sehen ist, was auf die Stadt hinweist, in der die Banknote zahlbar war. Doch stattdessen ziert der Name VICTORIA die Rückseite dieser Banknote. Seit der ersten Ausgabe des kanadischen Spezialkatalogs (Charlton) wurde die DC-3e einfach als "Keine bekannt" aufgeführt. Das änderte sich plötzlich, als dieses Stück kürzlich in Europa auftauchte. Berichten zufolge wurden 24.000 Scheine gedruckt und an die Pazifikküste verschifft, aber alle scheinen mit der Zeit verloren gegangen zu sein. Zu der Zeit, als diese 2-Dollars-Note von 1870 ausgegeben wurde, war der Westen Kanadas dünn besiedelt und verfügte nur über wenige Finanzinstitute, so dass die Ausgabe und der Umlauf von Papiergeld begrenzt waren. Die Region British Columbia, die am 20. Juli 1871 zu einer kanadischen Provinz wurde, hatte damals etwa 36.000 Einwohner. Die Finanzlandschaft der Hauptstadt Victoria war in den frühen 1870er Jahren durch seinen Status als Grenzlandwirtschaft und seine strategische Rolle bei der Integration der Provinz in Kanada geprägt. Die Stadt hatte sich während des Fraser-Canyon-Goldrauschs (1858-1860) zu einem Handelszentrum entwickelt, das Bergleute und Kaufleute anzog. Anfang der 1870er Jahre war der Goldrausch jedoch weitgehend abgeklungen, und die Wirtschaft Victorias verlagerte sich auf Branchen wie Holzeinschlag, Fischerei und Handel mit den Vereinigten Staaten und Asien. Victoria hatte im April 1871 nur 3.630 Einwohner. Die einsame Lage, die Abhängigkeit von Gold- und Silbermünzen und die Konkurrenz durch US-amerikanische und private Bankwährungen verringerten den Bedarf an großen Mengen von staatlich ausgegebenem Papiergeld, selbst nachdem British Columbia der Kanadischen Konföderation beigetreten war. Es ist daher recht überraschend, dass nach der Erhebung zur kanadischen Provinz überhaupt noch solche Banknoten ausgegeben wurden. Aber als Hauptstadt von British Columbia muss die Ausgabe dieser Banknoten, die in Victoria zahlbar waren, als wichtiger Beitrag zum Wachstum der Region angesehen worden sein. Die Summe von 360.000 USD ist allerdings nicht der höchste Betrag, der jemals für eine kanadische Banknote gezahlt wurde. Am 27. Juni 2021 wurde bei der "Prominence Sale IV" der Canadian Numismatic Company eine 500-Dollars-Note des Dominion von Kanada aus dem Jahr 1911 (DC-19), die gemeinhin als heiliger Gral der kanadischen Banknoten gilt, für 528.750 CAD (damals ca. USD 430.000) verkauft und damit der Rekord für eine kanadische Banknote aufgestellt, der bis heute noch anhält. Donald Ludwig
- Salomonen: Neue Polymernote zu 5 Dollars ist in Umlauf
Die mit Pressemitteilung der Central Bank of Solomon Islands am 25. April 2019 angekündigte neue 5-Dollars-Note aus Polymer-Kunststoff wurde am 2. Mai 2019 im Zusammenhang mit dem Welt-Thunfisch-Tag der Vereinten Nationen ausgegeben. Die Darstellung eines Thunfischs bildet ein Durchsichts-Element. Hans-Ludwig Grabowski Abb. Hartmut Fraunhoffer, www.banknoten.de #Nachrichten #Weltbanknoten #Amerika #Aruba #Dollar #Grabowski
- Neue Banknoten Südafrika
Wie die Reserve Bank of South Africa am 03. Mai 2023 mitteilte, wird eine neue Serie Banknoten zu 10, 20, 50, 100 und 200 Rand ausgegeben. Die Banknoten entsprechen in ihrer Gestaltung der bereits im Umlauf befindlichen Serie, sie zeigen aber verschiedene neue Sicherheitsmerkmale und auch die Rückseiten der Banknoten wurden leicht abgeändert. Die Ausgabe der Banknoten erfolgte am 04. Mai 2023. Die Banknoten werden schrittweise eingeführt und parallel zu den vorhergehenden Ausgaben in Umlauf gebracht. 10 Rand o.D.(2023) ZAF-W148 (Peter Mosselberger - www.banknote.ws ), (Linzmayer B-777a). Grün. Vorderseite: Englischer Text; Wappen; Nashorn in einer Raute als ein Durchsichtsregister; Präambel der südafrikanischen Verfassung; Nelson Mandela; zwei Nashörner in SPARK Live Truspin. Rückseite: Text in Englisch, Afrikaans und Swazi; zwei Nashörner; Nashorn in Raute als ein Durchsichtsregister. Holografischer Sicherheitsfaden mit Fenster, Wappen, SARB, Nashorn und 10. Wasserzeichen: Rhinozeros und Elektrotypie 10. Drucker: (South African Bank Note Company). 128 x 70 mm. Papier. Unterschrift: Kganyago. 20 Rand o.D.(2023) ZAF-W149 (Peter Mosselberger - www.banknote.ws ), (Linzmayer B-778a). Braun und violett. Vorderseite: Englischer Text; Wappen; Elefant im Rechteck als ein Durchsichtsregister; Präambel der südafrikanischen Verfassung; Nelson Mandela; zwei Elefanten in SPARK Live Truspin. Rückseite: Text in Englisch, Tswana und Southern Ndebele; drei Elefanten; Elefant im Rechteck als ein Durchsichtsregister. Holografischer, gefensterter Sicherheitsfaden mit Wappen, SARB, Elefant und 20. Wasserzeichen: Elefant und Elektrotypie 20. Drucker: (South African Bank Note Company). 134 x 70 mm. Papier. Unterschrift: Kganyago 50 Rand o.D.(2023) ZAF-W150 (Peter Mosselberger - www.banknote.ws ), (Linzmayer B-779a). Rotbraun, Olivgrün und Braun. Vorderseite: Englischer Text; Wappen; Löwe im Kreis als ein Durchsichtsregister; Präambel der südafrikanischen Verfassung; Nelson Mandela; zwei Löwen in SPARK Live Truspin. Rückseite: Text in Englisch, Xhosa und Venda; zwei Löwen; Löwe im Kreis als ein Durchsichtsregister. Holografischer Sicherheitsfaden mit Fenster mit Wappen, SARB, Löwe und 50. Wasserzeichen: Löwe und Elektrotypie 50. Drucker: (South African Bank Note Company). 140 x 70 mm. Papier. Unterschrift: Kganyago 100 Rand o.D.(2023) ZAF-W151 (Peter Mosselberger - www.banknote.ws ), (Linzmayer B-780a). Blau, Violett und Orange. Vorderseite: Englischer Text; Wappen; Kapbüffel im Sechseck als ein Durchsichtsregister; Präambel der südafrikanischen Verfassung; Nelson Mandela; zwei Kapbüffel in SPARK Live Truspin. Rückseite: Text in Englisch, Nordsotho und Tsonga; zwei Kapbüffel; Kapbüffel im Sechseck als ein Durchsichtsregister. Holografischer Sicherheitsfaden mit Fenster mit Wappen, SARB, Kapbüffel und 100. Wasserzeichen: Kapbüffel und Elektrotypie 100. Drucker: (SABN und Tumba Bruk). 146 x 70 mm. Papier. Unterschrift: Kganyago 200 Rand o.D.(2023) ZAF-W152 (Peter Mosselberger - www.banknote.ws ), (Linzmayer B-781a). Orange, braun und grün. Vorderseite: Englischer Text; Wappen; Leopard im Oval als ein Durchsichtsregister; Präambel der südafrikanischen Verfassung; Nelson Mandela; zwei Leoparden in SPARK Live Truspin. Rückseite: Text in Englisch, Zulu und Sotho; zwei Leoparden; Leopard im Oval als ein Durchsichtsregister. Holografischer Sicherheitsfaden mit Fenster mit Wappen, SARB, Leopard und 200. Wasserzeichen: Leopard und Elektrotypie 200. Drucker: (South African Bank Note Company). 152 x 70 mm. Papier. Unterschrift: Kganyago Abbildungen: Owen W. Linzmayer (The Banknote Book - www.banknotenews.com ) Falk Quieß
- Kirgisistan führt eine neue 5000-Som-Banknote ein
Am 10. Mai 2024 gab die kirgisische Zentralbank eine neue 5000-Som-Banknote heraus. Die Vorderseite der grünen Papierbanknote zeigt Suimenkul Chokmorov (1939-1992). Auf der linken Vorderseite befindet sich ein OVI-Sicherheitsmerkmal (Gold-zu-Jade). Das Wasserzeichen zeigt ebenfalls das Porträt von Chokmorov mit einer Elektrotypie "5000". Ein Rautenmuster dient als ein Durchsichtsregister und ein von Crane Currency hergestellter RAPID® HD Detect Sicherheitsfaden ist in der Banknote eingebettet. Suimenkul Chokmorov war ein kirgisischer Filmschauspieler, der im Dorf Chong-Tasch in der Kirgisischen SSR (heute Kirgisistan) geboren wurde. Er machte 1964 seinen Abschluss an der Leningrader Kunstakademie und unterrichtete später Malerei und Komposition an der Kunstschule von Frunse (Bischkek). 1977 war er Mitglied der Jury des 10. Internationalen Filmfestivals in Moskau. Die Rückseite zeigt das Ala-Too-Kino. Es befindet sich auf dem Hauptplatz im Herzen der kirgisischen Hauptstadt Bischkek und ist das älteste und größte Kino der Stadt. Im Hintergrund sind Berge zu sehen. Diese Papierbanknote wurde von Crane Currency gedruckt und misst 156 mm x 73 mm. Das Ala-Too-Kino in Bischkek. Donald Ludwig
- Kirgisistan: Neue Banknoten zu 200, 500 und 1000 Som
Ab dem 10. Mai 2023 gibt die Kirgisische Bank neue Banknoten zu 200, 500 und 1000 Som in Umlauf. Der gelbe Zweihunderter zeigt auf der Vorderseite den kirgisischen Dichter, Dramatiker und Übersetzer Alikul Osmonow (1915-1950), bewaldete Berge, ein Rautenmuster als Erkennungszeichen sowie ein optisch variables Element (OVI) mit Nennwert, das seine Farbe von Gold zu Jade wechselt. Rückseite: Kirgisischer Text, Rautenmuster und Zeilen aus Osmonovs "Jenischbek" über den Issyk-Kul-See mit Bergen. Sicherheitsmerkmale: Unterbrochener Sicherheitsstreifen mit entmetallisierten Wertzahlen (bei allen Nominalen), Wasserzeichen Porträt von Alikul Osmonow. Format: 138 x 66 mm, Druck: TDLR. Der violette Fünfhunderter zeigt auf der Vorderseite den Erzähler des kirgisischen Manas-Epos Sayakbai Karalaev (1894-1971), Berge, ein Rautenmuster als Erkennungszeichen sowie ein optisch variables Element (OVI) mit Nennwert, das seine Farbe von Gold zu Jade wechselt. Rückseite: Mausoleum von Manas und Berge. Wasserzeichen Porträt von Sayakbai Karalaev. Format: 144 x 68 mm, Druck: TDLR. Der graugrüne Tausender zeigt auf der Vorderseite ein Porträt des kirgisischen Dichters Jusup Balasagyn (Yūsuf Balasaguni), der im 11. Jahrhundert lebte und nach dem auch die kirgisische National-Universität benannt ist. Auf der Rückseite sieht man das antike Denkmal Takhti Sulaiman am Berg Sulaiman. Das Wasserzeichen wiederholt das Porträt der Vorderseite. Format: 150 x 71 mm. Druck: TDLR. Hans-Ludwig Grabowski Abb. Hartmut Fraunhoffer ( www.banknoten.de )
- Thailand: König Rama X. feiert seinen 6. zyklischen Geburtstag
Anlässlich des 6. zyklischen Geburtstags von König Rama X. (Vajiralongkorn, 6 x 12 Jahre = 72) wird die Bank of Thailand am 23. Juli 2024 eine 100-Baht-Polymer-Gedenkbanknote ausgeben. Die Vorderseite der Banknote zeigt ein Porträt des Königs in vollem Ornat mit der Brustkette des Ritters Grand Cordon (Sonderklasse) des Most Illustrious Order of Chula Chom Klao. Die Rückseite der Banknote zeigt ein Porträt in vollem Ornat mit dem alten und verheißungsvollen Orden der neun Edelsteine, der Brustkette des Ritters Grand Cordon (Sonderklasse) des Erlauchtesten Ordens von Chula Chom Klao und einem Schwert. Die Polymerbanknote ist vertikal ausgerichtet und misst 89 mm x 163 mm. Es werden 10 Millionen Stück ausgegeben. Zusätzlich zu der Banknote wird ein Gedenkfolder (2 Millionen Stück) zum Preis von 10 Baht erhältlich sein. In der offiziellen Pressemitteilung heißt es, dass "der gesamte Erlös in aller Bescheidenheit in das Ermessen Seiner Majestät des Königs gestellt wird". Die Bank von Thailand hat diese zusätzlichen Informationen über die Gedenkbanknote veröffentlicht: Das Porträt von König Rama X. ist auf einem goldenen, schillernden Hintergrund intagliert. Das königliche Emblem ist in dunkelbrauner Farbe aufgedruckt, während die Zahlen des Nennwerts von 100 (in westarabischer und thailändischer Schrift) in Rot und Dunkelbraun aufgedruckt sind. Das durchsichtige Fenster ist mit goldener Spezialdruckfarbe bedruckt und zeigt ein weißes Garuda-Bild im Inneren. Eine vierblättrige, quadratische Blume unten links ist auf beiden Seiten an der gleichen Stelle aufgedruckt und kann im Gegenlicht gesehen werden (Durchsichtsregister). Auf beiden Seiten ist ein achteckiges durchsichtiges Fenster mit einer winzigen, geprägten Blume aus Kugelbaumholz für Blinde zu fühlen. Ein Schattenbild, ähnlich einem Wasserzeichen, des königlichen Monogramms "ว.ป.ร." unter der Großen Siegeskrone ist auf beiden Seiten deutlich zu erkennen, wenn man die Banknote gegen das Licht betrachtet. Der thailändische Nennwert "๑๐๐" ist quer mit den vier transparenten, erhabenen Linien für Blinde gedruckt. Auf dem rautenförmigen thailändischen Ornament-Klarsichtfenster unten rechts ist in der Mitte ein Teilmuster einer gelben Sternblume mit Spezialdruckfarbe aufgedruckt. Kippt man den Schein, entsteht ein Bewegungseffekt des Kreismusters und ein Farbwechsel von Gold zu Grün (Spark®). Die diagonal aufgedruckten gelben und rosafarbenen Streifen am linken und rechten unteren Rand der Banknote enthalten winzige Wörter "ทรงพระเจริญ", die mit einer Lupe sichtbar sind (Mikrotext). Unter ultraviolettem Licht fluoreszieren das Porträt des Königs, das traditionelle thailändische Design unterhalb des königlichen Emblems und andere Komponenten (z. B. spezielles Design, Pflanzen, gelbe Sternblüten und gelber Streifen mit "ทรงพระเจริญ") gelb. Die Banknoten können zum Nennwert bei allen kommerziellen und staatlichen Banken erworben werden, darunter die Government Savings Bank, die Government Housing Bank, die Bank of Agriculture and Agricultural Cooperatives und die Islamic Bank of Thailand. Donald Ludwig ( polymernotes.org )
- Marokko führt eine neue 50-Dirhams-Banknote anlässlich des 25. Jahrestages der Thronbesteigung von König Mohammed VI. ein
Die Bank Al-Maghrib (die marokkanische Zentralbank) hat am 30. Juli 2024 im Rahmen der Feierlichkeiten zum 25. Jahrestag der Thronbesteigung von König Mohammed VI. eine neue 50-Dirhams-Banknote eingeführt. Die neue Banknote ist Teil einer neuen Serie von Banknoten und Münzen, die Marokkos Engagement für eine nachhaltige Entwicklung durch die nationale Strategie für saubere Energie und den Schutz der natürlichen Ressourcen hervorhebt und gleichzeitig die Errungenschaften des Landes unter der Führung von König Mohammed VI. feiert. Die Vorderseite der Banknote zeigt das Porträt von König Mohammed VI. aus der Dynastie der Alawiten. Er bestieg den Thron am 23. Juli 1999 nach dem Tod seines Vaters, König Hassan II. Außerdem sind das Wappen des Königreichs, ein von marokkanischen Türen inspiriertes architektonisches Motiv und eine stilisierte Ansicht der Ouzoud-Wasserfälle zu sehen. Die Ouzoud-Wasserfälle sind der Sammelname für mehrere Wasserfälle in der Provinz Azilal in Marokko. Sie sind ein beliebtes Touristenziel und befinden sich 36 km von der Stadt Azilal und 150 km von Marrakesch entfernt. Mohammed VI. von Marokko. Die Rückseite zeigt stilisierte Ansichten des NOOR-Solarkraftwerks, eines Solarkraftwerkskomplexes und eines Hilfsdieselkraftstoffsystems in der Region Drâa-Tafilalet in der Nähe von Ouarzazate. Außerdem sind Windturbinen, der Ouirgane-Staudamm und die Meerwasserentsalzungsanlage in Agadir zu sehen. Die Entsalzungsanlage in Agadir ist ein weltweites Referenzprojekt im Entsalzungssektor und ermöglicht die Produktion von 275.000 m3/Tag (150.000 m3/Tag Trinkwasser und 125.000 m3/Tag Wasser für die Bewässerung), mit der Möglichkeit einer Erweiterung auf 400.000 m3/Tag. Die Ouzoud-Wasserfälle (oben links), das NOOR-Solarkraftwerk (oben rechts), der Ouirgane-Staudamm (unten links) und die Entsalzungsanlage in Agadir (unten rechts). Die neue Banknote enthält die modernsten Sicherheitstechnologien, wie z. B. einen Sicherheitsfaden mit dynamischem Farbwechseleffekt, einen irisierenden Streifen auf der Rückseite, ein Durchsichtsregister, Prägemuster, die von Sehbehinderten unterschieden werden können, und eine Nummerierung mit fortlaufenden Buchstaben. Entwurf, Herstellung und Druck dieser neuen Banknote wurden ausschließlich von marokkanischem Fachpersonal in Dar As-Sikkah (der marokkanischen Münzanstalt) durchgeführt. Donald Ludwig
- Venezuela: Neue Gedenkbanknoten, 200 Jahre Schlacht am Maracaibo-See
Am 16. August 2024 gab die Banco Central de Venezuela (BCV) zwei neue Banknoten im Nennwert von 200 und 500 Bolívares heraus. Die 200-Bolívares-Banknote hat auf der Vorderseite ein Hochformat und auf der Rückseite ein Querformat. Die Vorderseite zeigt drei verschiedene Porträts von Simón Bolívar mit strahlender Sonnen im Hintergrund. Die Rückseite zeigt die Brücke General Rafael Urdaneta und die Schlacht am Maracaibo-See. Das Logo "200 AÑOS 1823-2023 Batalla Naval" (200 Jahre Seeschlacht 1823-2023) erscheint in der unteren linken Ecke. Die 500-Bolívares-Banknote hat ebenfalls auf der Vorderseite ein Hochformat und auf der Rückseite ein Querformat. Die Vorderseite zeigt fast die gleichen drei Porträts von Simón Bolívar mit unterschiedlichen Hintergrundbildern. Die Rückseite ist mit Ausnahme der Farbgebung und des Nennwerts identisch mit der 200-Bolívares-Banknote. "El Libertador" (Der Befreier), Simón Bolívar (1783-1830). Simón José Antonio de la Santísima Trinidad Bolívar Palacios Ponte y Blanco (1783-1830) war ein venezolanischer Staatsmann und Militäroffizier, der die heutigen Länder Kolumbien, Venezuela, Ecuador, Peru, Panama und Bolivien in die Unabhängigkeit vom spanischen Reich führte. Er ist umgangssprachlich als El Libertador, der Befreier Amerikas, bekannt. Verschiedene Porträts von Simón Bolívar finden sich auf venezolanischen Banknoten seit der Gründung der BCV im Jahr 1940. Auch die venezolanische Währung ist nach ihm benannt. Die General-Rafael-Urdaneta-Brücke. Die General-Rafael-Urdaneta-Brücke befindet sich an der Mündung der Tablazo-Straße im Maracaibo-See im Westen Venezuelas. Die Brücke verbindet Maracaibo mit einem Großteil des übrigen Landes. Sie ist nach General Rafael Urdaneta benannt, einem venezolanischen Unabhängigkeitshelden, der in Maracaibo geboren wurde. Sie ist aus Stahl- und Spannbeton gebaut. Die Schrägseilbrücke überspannt eine Strecke von 8,678 Kilometern von Ufer zu Ufer. Ein Gemälde zeigt die Schlacht am Maracaibo-See. Die Schlacht am Maracaibo-See, auch bekannt als "Seeschlacht am See", wurde am 24. Juli 1823 auf dem venezolanischen Maracaibo-See zwischen Flotten unter dem Kommando des republikanischen Admirals José Prudencio Padilla und des royalistischen Kapitäns Ángel Laborde ausgetragen. Das Gefecht wurde von den republikanischen Streitkräften gewonnen und war die letzte Schlacht des venezolanischen Unabhängigkeitskrieges und der größeren spanisch-amerikanischen Unabhängigkeitskriege. Die republikanischen Schiffe gehörten zu den Streitkräften von Gran Colombia unter der Führung von Simón Bolívar. Auf beiden Banknoten sind die Buchstaben BCV auf einer venezolanischen Übersichtskarte als Durchsichtsregister abgebildet. Ein 2 mm breiter, gefensterter Sicherheitsfaden mit den entmetallisierten Buchstaben BCV verläuft horizontal auf der Vorderseite jeder Banknote. Das Wasserzeichen zeigt Simón Bolívar und Elektrotypen BCV. Beide Banknoten messen 156 x 69 mm und wurden von der Druckerei CASA DE LA MONEDA-VENEZUELA auf Papier gedruckt. Donald Ludwig
- Argentiniens neue 20.000-Pesos-Banknote wurde ausgegeben
Die Banco Central de la República Argentina (BCRA) hat ihre neue 20.000-Pesos-Banknote am 14. November 2024 ausgegeben. Die bevorstehende Ausgabe wurde HIER im Blog angekündigt. Wie bereits berichtet, ist diese Banknote Teil der neuen argentinischen Serie "Heldinnen und Helden des Vaterlandes", die erstmals im Mai 2022 angekündigt wurde. Die Banknote zeigt auf der Vorderseite das Porträt des Nationalhelden Juan Bautista Alberdi (1810-1884). Die Rückseite zeigt dessen Geburtshaus und oben rechts die Unterschriften von Martín Menem (Presidente H.C. Diputados) und Santiago Bausili (Presidente B.C.R.A.). Die Papierbanknote misst 155 x 65 mm und wurde von der China Banknote Printing and Minting Corporation gedruckt. Während ältere Banknoten den Aufdruck "Casa de Moneda Argentina" tragen, unabhängig davon, wo sie tatsächlich gedruckt wurden, haben die neuen 10.000- und 20.000-Pesos-Banknoten diesen Aufdruck nicht mehr. Die BCRA erklärte, dass durch den Druck der Banknoten im Ausland die Kosten von 126 USD auf 48 USD pro 1000 Banknoten gesenkt werden konnten, was einer Einsparung von mehr als 60 % entspricht. Die Banknote weist die folgenden Sicherheitsmerkmale auf: Ein Wasserzeichen mit dem gleichen Porträt von Juan Bautista Alberdi, das auch auf der Banknote zu sehen ist, zusammen mit den Elektrotypie-Initialen JBA. Ein gefensterter, blauer Sicherheitsfaden mit einem dynamischen Effekt, wenn die Banknote gekippt wird. Wenn man die Banknote gegen das Licht hält, sieht sie wie ein durchgehendes Band aus und das Bankkürzel BCRA ist sichtbar. Ein SPARK Flow® Sicherheitsmerkmal mit optisch variabler Druckfarbe in Form der nationalen Verfassung. Sie befindet sich in der oberen rechten Ecke auf der Vorderseite der Banknote. Sie wechselt von Magenta zu Grün mit einem dreidimensionalen Effekt. Ein latentes Bild unten rechts auf der Vorderseite der Banknote. Die Buchstaben RA und die "Sol de Mayo" (Maisonne) erscheinen, wenn die Banknote gekippt wird. Das Porträt und der Nennwert oben links auf der Vorderseite, gedruckt im Stichtiefdruck (Intaglio). Der Unterdruck ist im Offsetdruck mit Mikrotext gedruckt. Die Rückseite ist vollständig im Offset-Druckverfahren hergestellt. Auf der Vorderseite der Banknote befindet sich ganz links ein vertikales Durchsichtsregister des Nennwerts. Taktile Linien rechts und links an den Rändern für sehbehinderte Menschen. Das folgende Video stellt die neue Banknote vor: Donald Ludwig
- Falklandinseln: Eine neue 5-Pfund-Polymerbanknote wird am 14. August 2025 ausgegeben
Die Falklandinseln haben zum ersten Mal seit über vier Jahrzehnten ein neues Banknotendesign vorgestellt. Es handelt sich um eine Polymerbanknote, auf der König Charles III. und ikonische Tiere der Region, darunter ein Königspinguin, abgebildet sind. Die Neugestaltung erfolgte, nachdem ein Mangel an 5-Pfund-Scheinen im vergangenen Jahr zu einer öffentlichen Konsultation geführt hatte. "Einheimische Pflanzen und Tiere erwiesen sich als das Lieblingsthema der Öffentlichkeit", so die Behörden, die mit dem Banknotenhersteller De La Rue und einer Arbeitsgruppe von Einheimischen zusammenarbeiteten, um das Konzept zum Leben zu erwecken. Falkland-Banknoten wurden zuletzt in den 1980er Jahren gedruckt. Die neuen Banknoten werden am Falklandtag (14. August) in Umlauf gebracht. Der 5-Pfund-Schein zeigt auf der Vorderseite König Karl III. zusammen mit Schwarzbrauen-Albatrossen und einem Königspinguin. Die Rückseite zeigt die National-Blume, die blasse Jungfrau, die Insel Steeple Jason und Abbildungen von fünf Pinguin-Arten. Das gleiche Design wird für die neuen 10- und 20-Pfund-Noten verwendet, während die bestehenden 50-Pfund-Noten in Gebrauch bleiben und die Bestände voraussichtlich noch 90 Jahre lang reichen werden. "Dieses Design würdigt unser einzigartiges Erbe und unsere Tierwelt", so die Arbeitsgruppe. Donald Ludwig ( polymernotes.org )
- Die Währungsreform in der Tschechoslowakei im März 1919
Seit der Gründung der Tschechoslowakei im Oktober 1918 wurden auf dem Gebiet der heutigen Tschechischen Republik vier Währungsumstellungen vorgenommen: Im März 1919, im November 1945, im Juni 1953 und schließlich im Oktober 1992, als – nachdem sich die Tschechoslowakische Föderative Republik (CSFR) Ende 1991 aufgelöst hatte und die beiden Nachfolgestaaten Tschechische Republik und Slowakei entstanden waren – eine Trennung der Währung in eine Tschechische und eine Slowakische Krone erfolgte. Im Rahmen einer Beitragsreihe sollen Ursachen, Hintergründe und die Durchführung der einzelnen Währungsumstellungen beleuchtet, und dabei natürlich auch die Geldscheine vorgestellt werden, die im Rahmen dieser Umtauschaktionen ausgegeben wurden. Der zweite Teil dieser Reihe beschäftigt sich mit der Einführung der tschechoslowakischen Krone im März 1919. Am 28. Oktober 1918 erklärte Böhmen seine Unabhängigkeit von Österreich-Ungarn, am 30. Oktober 1918 folgte die Unabhängigkeitserklärung der Slowakei sowie zur zukünftigen Zugehörigkeit zum Tschechoslowakischen Staat. Beides waren nicht nur Ergebnisse der katastrophalen Entwicklungen des Ersten Weltkriegs. Die Unabhängigkeit der Tschechoslowakei wurzelte auch darin, dass es der Regierung in Wien nicht gelungen war, einen Ausgleich der Interessen im Kaiserreich und eine Gleichstellung der politischen Verhältnisse in Böhmen mit denen in Österreich herbeizuführen, was mit Ungarn 1867 erreicht worden war. Die formelle Staatsgründung erfolgt am 14. November 1918. Präsident der neuen Tschechoslowakischen Republik wurde Thomas Masaryk, Finanzminister Alois Raisin. Der neue Staat umfasste 21% der Fläche des untergegangenen Österreich-Ungarns, sowie 25% der Bevölkerung. Von den Nachfolgestaaten Österreich-Ungarns war die Tschechoslowakei der wirtschaftlich bedeutendste. Es sollte aufgrund der Besetzung von Teilen der Slowakei durch ungarische Truppen noch bis August 1919 dauern, bis die Tschechoslowakei die vollständige Kontrolle über ihr zukünftiges Staatsgebiet erlangte. Demonstration auf dem Wenzelsplatz in Prag anläßlich der Unabhängigkeitserklärung der Tschechoslowakei am 28. Oktober 1918. Quelle: Historisches Archiv der CNB Mit jeder Staatsgründung geht die Frage einher, wie die zukünftigen Währungsverhältnisse des neuen Staats beschaffen sein sollen. Darüber hatten sich mehrere Fachleute bereits vor der Unabhängigkeit der Tschechoslowakei Gedanken gemacht. Zunächst war überlegt worden, die Krone Österreich-Ungarns weiter zu benutzen [1] , jedoch die auf tschechoslowakischem Gebiet liegenden Filialen der Oesterreichisch-ungarischen Bank als Notenbank der Kontrolle eines nationalen Kommissars zu unterstellen. Dieser Plan scheiterte, weil die Oesterreichisch-ungarische Bank in Wien eine solche Kontrolle ablehnte, und zugleich in erheblichem Maße die Vergabe von Krediten an staatlichen Stellen und Banken im untergehenden Österreich-Ungarn und seinen Nachfolgestaaten Österreich und Ungarn gegen Hereinnahme von Kriegsanleihen der untergegangenen Monarchie als Sicherheiten ausweitete. Allein zwischen Ende Oktober 1918 und Ende Februar 1919 erhöhte sich der Banknotenumlauf auf dem Gebiet des ehemaligen Österreich-Ungarns von 36,5 auf 51,9 Milliarden Kronen [2] . Er wäre im Übrigen spätestens mit den Friedensverträgen von Saint-Germain und Trianon zum Scheitern verurteilt gewesen, die gleichlautend die Liquidation der Oesterreichisch-ungarischen Bank bis Ende Dezember 1922 vorsahen [3] . Die Notwendigkeit der Schaffung einer eigenen tschechoslowakischen Währungsbehörde und einer eigenen Währung wurde damit Anfang 1919 offensichtlich, auch um auf dem Gebiet der Tschechoslowakei die stark inflationäre Entwicklung der Krone einzudämmen [4] und eine Kontrolle über die Deviseneinnahmen zu erlangen, die seit 1916 zentral durch die Hauptstelle der Oesterreichisch-ungarischen Bank in Wien verwaltet wurden. Hierzu gab es mehrere Vorschläge, etwa die Ausgaben von Schatzscheinen durch die Zemská banka království Českého (Landesbank des Königreichs Böhmen) in Prag, die als Zahlungsmittel fungieren sollten [5] . Schließlich setzte sich der Vorschlag von Finanzminister Raisin und dem Vorstandsmitglied der Städtischen Sparkasse Prag, Vilém Pospisil, durch, die Hälfte der im Umlauf befindlichen Banknoten der Oesterreichisch-ungarischen Bank im Umtausch gegen Staatsanleihen einzuziehen, und die andere Hälfte abzustempeln und als tschechoslowakisches Papiergeld neu in den Umlauf zu bringen. Ausgenommen werden sollten vom hälftigen Umtausch der Banknoten in Zwangsanleihen die Bargeldbestände staatlicher Stellen. Die auszugebenden Anleihen sollten in einem zweiten Schritt einer Besteuerung unterliegen. Geplant war damit nicht nur eine Nationalisierung der Währung, sondern zugleich auch eine Verringerung der Menge an umlaufenden Zahlungsmitteln. In der Folgezeit sollten dann die gestempelten Scheine durch neu auszugebendes Staatspapiergeld ersetzt werden. Entwurf der Rückseite eines Schatzscheins zu 100 Kronen der Landesbank des Köngreichs Böhmen (Zemská banka království Českého), gestaltet von Alfons Mucha. Die Grafik fand später für die Rückseite des Geldscheins zu 500 Kronen der Tschechoslowakei vom 15. April 1919 Verwendung. Aus der 6. Bankovky-Auktion, Prag, vom 15. November 2024. Verkauft für 160.000 Kc (ca. EUR 6.400) plus Aufgeld. Dieser Vorschlag wurde am 25. Februar 1919 als Gesetz Nr. 84/1919 veröffentlicht. In einer Verordnung des Finanzministers vom selben Tag (Nr. 86/1919) wurden die Einzelheiten der Währungsreform festgelegt. Der Geldumtausch fand vom 3. bis 9. März 1919 in den tschechischen und bis zum 12. März 1919 in den slowakischen Landesteilen statt. Bereits am 27. Februar 1919 hatte die Tschechoslowakei ihre Grenzen zu den Nachbarstaaten geschlossen und den Reiseverkehr unterbrochen, um ein Einströmen von Banknoten aus anderen Nachfolgestaaten Österreich-Ungarns zu verhindern. Unmarkierte Banknoten verloren mit Ablauf des 10. März 1919 ihre Eigenschaft als gesetzliche Zahlungsmittel auf dem Gebiet der Tschechoslowakei, blieben jedoch etwa in Ungarn weiterhin im Umlauf. Für den hälftigen Betrag der umgetauschten Banknoten wurden Depotbescheinigungen erstellt und Staatsanleihen ausgegeben, die ab dem 1. März mit 1% verzinsbar und (jedenfalls unter Privatpersonen) nicht übertragbar waren. Ausgegeben wurden ab dem 3. März 1919 Banknoten der Oesterreichisch-ungarischen Bank zu 10, 20, 50, 100 und 1000 Kronen [6] , die mit Klebemarken bzw. – bei der Note zu 1000 Kronen – mit einem markenähnlichen Aufdruck versehen waren. Die von der Oesterreichisch-ungarischen Bank in Wien und Budapest ab 30. Oktober 1918 ausgegeben Noten zu 25 und 200 Kronen mit Datum 27. Oktober 1918 [7] wurden umgetauscht, jedoch nicht wieder ausgegeben. Ebenfalls umgetauscht, aber nicht wieder beklebt, wurden die Banknoten der Oesterreichisch-ungarischen Bank zu 10 Kronen der Ausgabe von 1904, die Noten zu 20 Kronen von 1907; sowie zu 50 Kronen der Ausgabe von 1902. Marken auf diesen Scheinen sind nachträglich aufgebracht worden. Nicht markiert wurden aufgrund des hohen Aufwandes und der knappen Zeit, die für den Geldumtausch zu Verfügung stand, die Scheine zu 1 und 2 Kronen, die fast 50 % der im Umlauf befindlichen Menge der Geldscheine ausmachten. Eine Kennzeichnung der erforderlichen Mengen hätte eine deutliche Verzögerung der Geldumstellung zur Folge gehabt. Vom Umtausch ausgeschlossen blieb die Banknote zu 10.000 Kronen der Oesterreichischen Nationalbank vom 2. November 1918 [8] , da sie erst ab 19. Dezember 1918 und damit nach Gründung der Tschechoslowakei ausgegeben und von der Tschechoslowakei daher nicht als Zahlungsmittel anerkannt wurde, das zum Zeitpunkt der Staatsgründung auf den Gebiet der Tschechoslowakei im Umlauf war. Auch Scheine der Oesterreichisch-ungarischen Bank mit Abstempelungen auf dem Gebiet des SHS-Königreichs (Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen, später Jugoslawien) wurden nicht umgetauscht, da sie als ausländisches Papiergeld galten. Diese mit Marken, beziehungsweise bei der Note zu 1000 Kronen mit einem Stempelaufdruck versehenen Scheine galten als staatliches Papiergeld, für dessen Ausgabe das durch Verordnung vom 6. März 1919 gegründete staatliche Bankamt des Finanzministeriums verantwortlich war [9] . Dieses nahm am 11. März 1919 seine Tätigkeit auf. Durch das Gesetz Nr. 187/1919 vom 10. April 1919 wurde offiziell die Tschechoslowakische Krone als neue Währungsbezeichnung eingeführt [10] . Banknote zu 100 Kronen der Oesterreichisch-ungarischen Bank vom 2. Januar 1912 mit Klebemarke zu 1 Krone. Aus der 6. Bankovky-Auktion, Prag, vom 15. November 2024. Verkauft für 2.600 (ca. EUR 104) Kc plus Aufgeld. Zwischen der Veröffentlichung des Gesetzes über den Geldumtausch und dem Beginn der Kennzeichnung der Banknoten blieben nur wenige Tage. Die Filialen der Oesterreichisch-ungarischen Bank auf dem Gebiet der Tschechoslowakei waren am Geldumtausch nicht beteiligt, weil man sie als Institution des untergegangenen Staates Österreich-Ungarn ansah. Ihre Tätigkeit auf dem Gebiet der Tschechoslowakei wurde nach Abschluss der Umtauschaktion durch Verordnung vom 15. März 1919 für beendet erklärt. Das Aufbringen der Marken und der Umtausch selbst erfolgte durch lokale Banken und Sparkassen, die dazu durch das Finanzministerium mit Marken beliefert wurden. Für die Vorbereitung der mit einem Aufdruck im Markenform zu versehenden Banknoten zu 1000 Kronen, sowie die Herstellung eines Grundbestandes von Banknoten mit Klebemarken für die ersten Umtauschtage griff das Finanzministerium mit Hilfe eines eingeräumten Überziehungskredites auf Bargeldbestände privater Banken mit Sitz in der Tschechoslowakei zurück, insbesondere auf solche der Landesbank. Der Auftrag zum Druck der Marken war bereits Anfang Januar 1919 durch Finanzminister Raisin erteilt worden, ohne dass zu diesem Zeitpunkt schon bekannt wurde, wofür die Marken später verwendet werden sollten. Daher entsprechen die Nennwerte der Marken nicht den Nennwerten der Banknoten, auf die sie aufgeklebt wurden. Sie stellen vielmehr Stempelabgaben (Gebührenmarken) in Höhe von 1% des Nennwertes der jeweiligen Banknote dar, der beim Umtausch der Banknoten als Abgabe erhoben wurde, und der die Kosten des Geldumtauschs decken sollte. Der Druck der Marken [11] erfolgte für die Wertstufen 10 Haleru und 1 Krone in der Druckerei Böhmische Grafik-Union in Prag, im Buchdruck und auf rückseitig gummierten Bögen zu 50 Marken, die nicht perforiert waren, so dass die Marken vor Verwendung ausgeschnitten werden mussten. Das bewährte sich nicht, so dass Teile der Bögen später nachträglich perforiert wurden. Es gibt daher Varianten der Marken zu 10 Haleru und 1 Krone ohne und – seltener – mit Zähnung. Die Wertstufen 20 und 50 Haleru wurden im Tiefdruck (später auch im Offsetdruck) auf ebenfalls rückseitig gummierten Bögen zu 100 Stück in der Druckerei A. Haase in Prag hergestellt und dann wie Briefmarken gezähnt. Beide Druckereien wurden auch in der Folgezeit immer wieder in die Herstellung von Geldscheinen einbezogen. Über die Grafiker, die diese Marken entworfen haben, gibt es unterschiedliche Angaben. Die Marke zu 1 Krone soll vom bekannten tschechoslowakischen Jugendstilmaler und -grafiker Alfons Mucha entworfen worden sein. Kompletter Bogen mit 50 Marken zu 1 Krone, nicht gezähnt. Aus der 6. Bankovky-Auktion, Prag, vom 15. November 2024. Verkauft für 15.000 Kc (ca. EUR 600) plus Aufgeld. Die Gesamtauflage betrug 100,4 Millionen Marken zu 10 Haleru, 81,3 Millionen Stück zu 20 Haleru, 22,4 Millionen Stück zu 50 Haleru und 40,1 Millionen Stück zu 1 Krone. Aufgrund der hohen Auflagezahlen gibt es bei den Marken Abweichungen hinsichtlich der Farbgebung und der Dicke des verwendeten Papiers. Mit einem Markenaufdruck versehen wurden zudem 2,68 Millionen Scheine zu 1000 Kronen. Dieser Aufdruck erfolgte durch die Staatsdruckerei in Prag. Die Auslieferung der Marken erfolgte in mehreren Schritten zwischen dem 24. Januar und Anfang März 1919. Rund 23,4 Millionen Marken der Wertstufen zu 10 Haleru bis 1 Krone wurden nicht verwendet und gingen an das Bankamt des Finanzministeriums zurück, wo sie später vernichtet wurden. Es gibt zeitgenössische Fälschungen der Marken aller Wertstufen. Echte Banknote zu 1000 Kronen der Oesterreichisch-ungarischen Bank vom 2. Januar 1902 mit gefälschten tschechoslowakischen Markenaufdruck zu 10 Kronen. Aus der 6. Bankovky-Auktion, Prag, vom 15. November 2024. Verkauft für 3.000 Kc (ca. EUR 120) plus Aufgeld. Aufgeklebt wurden die Marken ausschließlich auf die ungarisch-sprachigen Seiten der Scheine. Da die Gummierung von schlechter Qualität war, wurden Marken später auch mit Hilfe von Klebstoff auf die Scheine aufgebracht und dabei überstrichen, damit sie insbesondere von gebrauchten Scheinen nicht abfielen. Die mit Marken versehenen Scheine waren gültig bis zum 31. Dezember 1919 (1000 Kronen) und 20. Juni 1920 (restliche Nennwerte). Sie gehören heute zu den erschwinglichen Geldscheinen der Tschechoslowakei mit Preisen zwischen 20 und 40 Euro in gebrauchten, sammelwürdigen Erhaltungen. Auch einzelne ungebrauchte Marken mit gummierter Rückseite werden gelegentlich angeboten. Die mit Marken versehenen Scheine der Währungsreform vom März 1919 sind deutlich häufiger und auch preiswerter als die ab Sommer 1919 in Umlauf gegebenen Scheine der ersten Ausgabe des Staatspapiergelds der Tschechoslowakei, das in den höheren Wertstufen zu den gesuchten und teuren Seltenheiten des tschechoslowakischen Papiergeldes zählt. Dr. Sven Gerhard Anmerkungen [1] Davon zeugen die im Herbst 1918 hergestellten Entwürfe für die sogenannten „Donaustaat-Noten“ (katalogisiert bei Richter: Papiergeld Spezialkatalog Österreich, Salzburg 2010 Nummern 204-209, bei Kodnar/Künstner: Katalog der österreichischen Banknoten ab 1759, 3. Auflage Wien 2018, Nummern 159-164 und bei Grabowski: Kleiner deutscher Papiergeldkatalog, 1. auflage 2011, Nummern A36-A41), die in den 1920er- und 1930er-Jahren in Österreich überdruckt als Lotterielose Verwendung fanden. [2] Tomsik et. al., 100 Years of the Koruna, Plzen 2018, S. 13. Nach anderen Angaben (Köver/Pogány) betrug die gesamte Notenemission der Oesterreichisch-ungarischen Bank 44,93 Milliarden Kronen. [3] Zur Geschichte der Oesterreichisch-ungarischen Bank von 1878 bis 1922 instruktiv Kövér/Pogány, Die binationale Bank einer multinationalen Demokratie, Stuttgart 2002. [4] Tatsächlich behielt die Tschechoslowakei die Oesterreichisch-ungarische Währungsbezeichnung Krone bei, und von allen Währungen in den Nachfolgestaaten Österreich-Ungarns unterlag sie der geringsten Entwertung. [5] Scheine zu 10 und 20 Kronen wurden gedruckt, jedoch nicht ausgegeben. Sie dienten jedoch 1919 als Reserve für den Fall, dass die Währungsumstellung durch das Aufkleben von Marken auf die Banknoten der Oesterreichisch-ungarischen Bank scheitern, oder das kurzzeitig ein hoher Bargeldbedarf entstanden wäre. Sie wurden bis auf wenige Exemplare vernichtet. Ein Entwurf der Rückseite eines Scheins zu 100 Kronen wurden in der 6. Auktion des Auktionshauses Bankovky in Prag im November 2024 angeboten. [6] Pick 1-5, Hejzlar (Papirova platidla, 2. Auflage Prag 2022), 1-6. [7] Pick Austria 23-24, Richter 170-171 sowie 445, Kodnar/Künstner 130-131. [8] Pick 25, Richter 172, Kodnar/Künstner 132. [9] Die Gründung der Nationalbank der Tschechoslowakei erfolgte erst am 1. April 1926. [10] Eine Krone notierte in Zürich im März 1919 mit etwa 0,30 Franken, ihr Wert sank bis Februar 1920 auf 0,05 Franken, bevor der Kurs sich erholte und schließlich Ende 1922 auf etwa 0,18 Franken stabilisierte. [11] Zum Nachfolgenden Tomsik, a.a.O., S. 190 ff. unter Verweis auf einen Bericht von K. Leopold, Vzpominky z prvych dob ministerstva financi (Erinnerungen an die Anfangszeit des Finanzministeriums) aus dem Jahre 1928, der sich im Historischen Archiv der Tschechischen Nationalbank befindet.
- Rumänien gibt eine neue 100-Lei-Gedenkbanknote aus
Am 1. Dezember 2024 brachte die Rumänische Nationalbank eine neue 100-Lei-Gedenkbanknote zu Ehren des 185. Geburtstags von König Carol I. (Karl Eitel Friedrich von Hohenzollern-Sigmaringen) heraus. Karl bzw. Carol I. von Rumänien (1839-1914) war von 1866 bis zu seinem Tod im Jahr 1914 Monarch und regierte von 1866 bis 1881 als Fürst (Domnitor) und von 1881 bis 1914 als König. Er wurde am 20. April 1866 nach dem Sturz von Alexandru Ioan Cuza durch einen Staatsstreich im Palast zum Fürsten der Vereinigten Fürstentümer Rumäniens gewählt. Im Mai 1877 wurde Rumänien zu einer unabhängigen und souveränen Nation erklärt. Die Niederlage des Osmanischen Reichs im Russisch-Türkischen Krieg (1878) sicherte die rumänische Unabhängigkeit, und er wurde am 26. März 1881 zum König proklamiert. Er war der erste Herrscher der deutschen Hohenzollern-Dynastie, die das Land bis zur Ausrufung der sozialistischen Republik im Jahr 1947 regierte. Die Polymerbanknote misst 147 mm x 82 mm und ist überwiegend blau gefärbt. Sie wurde sowohl im Offset- als auch im Stichtiefdruckverfahren hergestellt und enthält ein komplexes transparentes Fenster. Die Vorderseite zeigt rechts ein Porträt des Königs und darunter den Text "REGELE CAROL I 1839-1914". In der Mitte sind das Ordenszeichen Stern von Rumänien und eine Schlachtszene aus dem Unabhängigkeitskrieg abgebildet. Die Vorderseite zeigt außerdem das Staatswappen Rumäniens, den Namen der Zentralbank "BANCA NAțIONALĂ A ROMĀNIEI" (BNR) und das BNR-Logo. Der Nennwert beträgt 100 Lei. Die Unterschriften des Gouverneurs und des zentralen Schatzmeisters sind in der Mitte über dem Nennwert in Buchstaben aufgedruckt. Das Ausgabedatum (1. Dezember 2024) ist senkrecht am rechten Rand zu sehen. Auf der Rückseite sind stilisierte geometrische Motive in gedeckten Farben aufgedruckt. Die Abbildungen zeigen Darstellungen der Peleș-Statue von König Carol I., der Peleș-Burg und der Carol-I-Brücke in Cernavodă. Zu den Sicherheitsmerkmalen auf der Vorderseite der Banknote gehören: Ein komplexes, transparentes, vertikales Fenster mit dem Porträt des Königs und dem Wort "ROMANIA", eingerahmt von einer stilisierten Darstellung des Ordens der "Krone von Rumänien"; oben fluoresziert die Krone von Rumänien in Silber und Rot unter UV-Licht. Innerhalb des transparenten Fensters oben und unten befinden sich grafische Elemente aus optisch variabler Druckfarbe (Wechsel zwischen Blau und Grün, wenn gekippt). Goldene metallisierte Farbelemente umschließen den zentralen Bereich des komplexen transparenten Fensters. Stichtiefdruck des Porträts, der Unterschriften, des Namens und der Lebensjahre des Königs, der Insignien des Ordens "Stern von Rumänien", des Wappens von Rumänien, des Namens der Zentralbank "BANCA NAțIONALĂ A ROMĀNIEI", des BNR-Logos und dem Text. Laser-Mikroperforationen innerhalb des Nennwerts "100" im zentralen Bereich, in vertikaler Richtung, sichtbar auf beiden Seiten der Banknote. Anti-Scanner- und Anti-Kopier-Linien in den Bereichen links und rechts. Ähnliche Sicherheitsmerkmale sind auf der Rückseite der Banknote angebracht. Diese Sammler-Gedenkbanknote wird in einem Präsentations-Faltblatt mit Text in rumänischer, englischer und französischer Sprache verkauft. Insgesamt wurden 30.000 Banknoten hergestellt. Der Preis im Folder beträgt 150 Lei (zzgl. MwSt.). Die Banknote ist gesetzliches Zahlungsmittel, sie kann in den regionalen Niederlassungen der BNR in Bukarest, Cluj, Constanța, Dolj, Iaşi und Timișoara erworben werden. Donald Ludwig ( polymernotes.org )












