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  • Leserpost: Hat die Bundesregierung ab 2010 DM-Noten in England drucken lassen?

    Kontakt über den Geldscheine-Online-Blog Ist Ihnen etwas bekannt, dass bereits seit den frühen 2010er Jahren die damalige Bundesregierung in England DM-Scheine drucken ließ? Wissen sie etwas darüber? Frank Antwort der Redaktion Hallo Frank, Gerüchte gab es schon immer und wird es immer geben! Nach der Finanzkrise von 2008/2009 gab es z.B. ein Gerücht, dass Deutschland wieder DM-Scheine drucken ließe, falls der Euro scheitern sollte. Auf solche Gerüchte sollte man nichts geben. Außerdem hätte die Bundesbank keine DM-Noten in Großbritannien drucken lassen! Schon allein, weil wir in Deutschland mit der Bundesdruckerei und der Firma Giesecke & Devrient zwei eigene Banknoten- und Wertpapierdruckereien haben, die bis dahin alle Druckaufträge ausführten und außerdem um das "ach so geheime Unternehmen" nicht auch noch international bekannt zu machen. Das ist meine Meinung dazu! Wenn Sie eine verbindliche Aussage möchten, dann sollten Sie sich direkt an die Deutsche Bundesbank oder die EZB wenden. Hans-Ludwig Grabowski #Leserpost #Weltbanknoten #Europa #Deutschland #BRD #DM #Grabowski

  • Galerien im Museum: Noten der Bank of England

    In unserem Museum auf Geldscheine-Online.com bauen wir eine virtuelle Sammlung von Geldscheinen aus aller Welt auf! ​ Unser Geldmuseum lädt passend zum "Brexit" zu einer Galerie mit Noten der Bank of England aus den Jahren 1945 bis 2016 ein. Alle Scheine werden mit Vorder- und Rückseiten gezeigt. Weitere Ausstellungen befinden sich in Vorbereitung. Nach und nach werden neue Länder und Emittenten aufgenommen, bis jedes Land der Erde mit je einer Auswahl seiner Geldscheine in bester Abbildungs-Qualität vertreten ist. ​ In unserem regelmäßig erscheinenden kostenlosen Newsletter informieren wir über neue Galerien! ​ Alle abgebildeten Geldscheine stammen aus privaten Sammlungen und dem Handel. Wenn auch Sie das Museum unterstützen möchten, dann nehmen Sie einfach Kontakt mit uns auf. Hans-Ludwig Grabowski #Museum #Europa #Großbritannien #England #Grabowski​

  • Pfund-Noten der Bank von England mit Überdrucken aus der Zeit der deutschen Besetzung Guernseys

    Die kroneigenenen Kanalinseln Jersey, Guernsey und Sark vor der französischen Normandie-Küste waren das einzige britische Territorium, das im Zweiten Weltkrieg von deutschen Truppen besetzt war. Da der von deutscher Seite eingeführten Mark-Währung seitens der Bevölkerung misstraut wurde und schon bald allgemeiner Kleingeldmangel herrschte – die einheimischen wie auch die englischen Pfund-Noten wurden von der Bevölkerung gehortet und die Münzen waren schon lange aus dem Umlauf verschwunden –, setzte man mit deutschem Einverständnis bereits kurze Zeit nach der Besetzung 1941 neue Geldscheine für Guernsey wie auch für Jersey mit englischer Währungsbezeichnung in Umlauf und erklärte diese zu offiziellen Zahlungsmitteln. Sie liefen neben den britischen Pfund-Noten um. Im Gegenzug verlangte die deutsche Besatzung Guernseys, dass im selben Nennwert von 5000 Britischen Pfund 1-Pfund-Noten der Inselwährung (States of Guernsey) aus dem Verkehr zu ziehen und für die Vernichtung zurückzuhalten wären. Diese Noten wurden jedoch zuvor von der lokalen Inselverwaltung mit Handstempeln „Withdrawn from circulation (Zurückgezogen aus dem Umlauf)“ auf Vorder- und Rückseiten sowie mit einem Datum versehen. Als die neuen Kleingeldscheine der Inseln ebenfalls knapp wurden, erteilte die deutsche Besatzung Guernseys eine neuerliche Genehmigung zur Ausgabe weiterer Scheine mit niedrigen Nominalen über die Gesamtsumme von 5000 Pfund. Diesmal forderte die deutsche Seite jedoch die Übergabe von 5000 britischen 1-Pfund-Noten der Bank von England aus dem Zahlungsmittel-Umlauf. Auch diese Noten wurden aber zuvor vom Government mit entsprechenden Überdrucken versehen und sind heute sehr rar. Nach der Befreiung der Inseln 1945 wurden 2000 Scheine davon auf Jersey gefunden und an die Bank von England zurückgeführt. Die noch vorhandenen etwa 3000 Stücke wurden in den frühen 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts durch die Bank an Sammler, vorwiegend aus den USA, verkauft. Es handelt sich dabei um die grünen Pfund-Noten mit Unterschriften von Mahon, Catterns oder Peppiatt ohne Datum (aus den Jahren 1928 bis 1939) sowie um die blauen sog. Kriegs-Pfund mit Unterschrift Peppiatt, die ab 1940 in den Umlauf gelangten. Die Scheine kommen mit zwei verschiedenen Überdrucken „Withdrawn from Circulation – September 18th 1941.“ und „Withdrawn from Circulation – November 10th 1941.“ vor. Mit diesen Überdrucken waren die Pfund-Noten für den Umlauf unbrauchbar gemacht und für die deutsche Seite nicht mehr zu verwerten, da leicht zu erkennen war, dass es sich um die Pfund-Noten handelte, welche der deutschen Besatzungsmacht übergeben werden mussten. Zwischenzeitlich befinden sich nur noch etwa 300 Stück am Markt, von denen alle Kontrollnummern aufgezeichnet sind. Dabei dürfte es sich um den Restbestand dieser interessanten Zeugnisse im Zusammenhang mit der deutschen Besatzungspolitik im Zweiten Weltkrieg handeln. Die von deutscher Seite genehmigten Kleingeldschein-Ausgaben für Guernsey und Jersey sind schon seit langer Zeit auch von Sammlern deutscher Nebengebiete gesucht und sind im Katalog "Die deutschen Banknoten ab 1871" aufgeführt und aktuell bewertet. Hans-Ludwig Grabowski

  • Kriegspropaganda: „Gott strafe England!“

    In meiner Sammlung befindet sich ein Darlehenskassenschein zu 5 Mark vom 5. August 1914 mit siebenstelliger Kennziffer. Das Besondere an dem Schein ist ein runder, violetter Stempelabdruck in der rechten oberen Ecke. In einem Innenkreis mittig der zweizeilige Test „Gott strafe / England!“. Über und unter dem Text jeweils eine kleine Verzierung. Der Innenkreis ist von einem weiteren Kreis mit kleinen Zacken umgeben. Welche Bewandtnis hatte es mit diesem Propagandaaufdruck auf sich? Die Phrase „Gott strafe England“ wurde im Deutschen Reich während der Zeit des Ersten Weltkriegs bei den verschiedensten Gelegenheiten gebraucht. Großbritannien sollte der göttliche Zorn für seinen niederträchtigen Kriegseintritt auf Seiten Frankreichs, Belgiens und Russlands treffen. Die Losung findet sich auf einer Vielzahl von Plakaten, Postkarten, Vignetten (gezähnt wie Briefmarken oder auch in Form eines Artillerie-Geschosses), Tassen und Teller, aber auch auf Eheringen und Kohlenbriketts, Bücher erschienen mit diesem Titel, ebenso wie Musikstücke. Bald diente „Gott strafe England“ in der deutschen Armee als Grußformel, auf die „Er strafe es“ geantwortet wurde. Der Slogan wird Ernst Lissauer (* 16. Dezember 1882 in Berlin; † 10. Dezember 1937 in Wien) zu geschrieben. Ernst Lissauer war Dramatiker, Lyriker und Publizist und für Stefan Zweig der preußischste oder preußisch-assimilierteste Jude, den er kannte. Lissauer stammte aus einer alteingesessenen Berliner Fabrikantenfamilie. Bei Kriegsausbruch meldete er sich freiwillig zum Kriegsdienst, wurde jedoch als untauglich ausgemustert. Daher versuchte er mit andern Mitteln der Sache zu dienen und verfasste patriotische Gedichte, wie den „Hassgesang gegen England“ (1914). Text und Abb. Uwe Bronnert

  • Die Bank of England sucht nach Vorschlägen für neue 50-Pfund-Note

    Neben der Königin wird das Porträt eines herausragenden verstorbenen Wissenschaftlers aus Bereichen wie Biologie, Astronomie und medizinischer Forschung auf dem geplanten neuen 50-Pfund-Schein der Bank of England zu sehen sein. Die Öffentlichkeit kann bis zum 14. Dezember 2018 auf der Website der Bank Vorschläge unterbreiten: The Bank of England is seeking public input on the design of the new 50-pound note Bis zum 26. November 2018 wurden bereits über 174.000 Nominierungen abgegeben! Derzeit sind 330 Millionen £50-Noten im Umlauf, mit einem Gesamtwert von £16,5 Milliarden. Der Gouverneur der Bank, Mark Carney, gab im Science Museum in London bekannt: "Es gibt eine Fülle von Menschen, deren Arbeit unser Denken über die Welt geprägt hat und die auch heute noch Menschen inspirieren". Unsere Banknoten sind eine Gelegenheit, die Vielfalt der britischen Gesellschaft zu feiern und die Beiträge ihrer größten Bürger hervorzuheben." Nominierungen können jeden umfassen, der in irgendeinem Bereich der Wissenschaft gearbeitet hat, einschließlich Astronomie, Biologie, Biotechnologie, Chemie, Ingenieurwesen, Mathematik, medizinische Forschung, Physik, Technologie oder Zoologie, informierte die Bank. Eine Auswahlliste wird von einem Ausschuss, dem vier Experten auf diesem Gebiet angehören, erstellt, und Herr Carney wird eine endgültige Entscheidung treffen, wobei die neue Banknote zu einem noch zu veröffentlichenden Zeitpunkt in Umlauf gebracht wird. Hans-Ludwig Grabowski Video: Bank of England #Nachrichten #Weltbanknoten #Großbritannien #England #Pound #Grabowski

  • England: Neue 10-Pfund-Note 2016

    Am 14. September 2017 gab die Bank of England eine neue 10-Pfund-Note aus Polymer-Kunststoff in Umlauf. Sie ist der britischen Roman-Autorin Jane Austen (1775 – 1817) gewidmet, die ano­nym sozialkritische Werke veröffentlichte. Ihre Bücher waren zwar damals schon bekannt, doch bis nach ihrem Tod erreichte sie wenig Anerkennung. Zu ihren berühmtesten Werken zählen „Stolz und Vorurteil“ und „Sinn und Sinnlichkeit“. 2017 wird ihr 200. Todestag begangen. Auf der Vorderseite ist die Winchester-Kathedrale zu sehen, in der sich ihr Grab befindet. Traditionell zeigt die Vorderseite ein Porträt von Königin Elisabeth II. Auf der Rückseite findet man das Jahr der gesetzlichen Grundlage zur Ausgabe der Note von 2016. An Serien sind bisher bekannt: AA, AE, AH, CA und CB. Die Bank hob die Vorzüge von Polymer-Banknoten im Vergleich zu Banknotenpapier hervor. So wäre die Lebensdauer um das 2,5-fache länger und es böten sich mehr Möglichkeiten des Fälschungsschutzes. Hans-Ludwig Grabowski Münzen & Sammeln, Ausgabe 2018/07+8 Abbildungen: Hartmut Fraunhoffer, www.banknoten.de #Nachrichten #Europa #Großbritannien #England #Pound #Grabowski

  • Nikaragua: Neue 500- und 1.000-Córdobas-Noten wurden eingeführt

    Die Banco Central de Nicaragua (BCN) hat am 8. Juli 2019 neue 500- und 1.000- Córdobas-Banknoten aus Polymer-Substrat eingeführt. Die neuen Noten haben folgende Eigenschaften: hohe Haltbarkeit, was erhebliche Einsparungen bei der Ausgabe von Geldscheinen mit sich bringt; größere Fälschungssicherheit, da sie modernste Sicherheitsmaßnahmen umfassen; und Umweltfreundlichkeit, da das Abfallmaterial der Scheine nach der Vernichtung recycelbar ist. Die Abmessungen betragen 156 mm in der Länge und 67 mm in der Höhe, mit Farben und Designs, die denen der aktuellen Auflage ähneln. Es sei darauf hingewiesen, dass die BCN mit dieser Neuemission die im Jahr 2009 begonnene Banknotenfamilie vervollständigt, mit der Nikaragua als eines der ersten Länder überhaupt alle Geldschein-Nominale auf Polymer-Kunststoff umgestellt hat. Die derzeit im Umlauf befindlichen 500- und 1.000-Córdobas-Banknoten, die auf Baumwollpapier gedruckt sind, werden ihren Wert behalten und neben den neuen Banknoten weiter zirkulieren, bis sie entsprechend ihrem Verschleiß schrittweise zurückgezogen werden. Hans-Ludwig Grabowski Abb. Owen W. Linzmayer, www.banknotebook.com #Nachrichten #Weltbanknoten #Amerika #Nikaragua #Cordoba #Grabowski

  • Nikaragua: Neue 500- und 1000-Córdobas-Noten

    Laut einer Pressemitteilung vom 24. Juni 2019 plant die Banco Central de Nicaragua am 8. Juli 2019 die Einführung neuer 500- und 1000-Córdobas-Noten aus Polymer-Kunststoff. Die neuen Banknoten sollen folgende Eigenschaften haben: hohe Haltbarkeit, was erhebliche Einsparungen beim Druck mit sich bringt; größere Fälschungssicherheit, da sie modernste Sicherheitsmaßnahmen umfassen; Umweltfreundlichkeit, da das Abfallmaterial der Scheine nach der Zerstörung recycelbar ist. Das einheitliche Format beträgt 156 mm in der Länge und 67 mm in der Höhe, mit Farben und Designs, die denen der aktuellen Auflage ähneln. Es sei darauf hingewiesen, dass die Banco Central de Nicaragua mit dieser Neuemission die gesamte im Jahr 2009 begonnene Polymer-Banknotenfamilie vervollständigt, mit der Nikaragua als eines der ersten Länder überhaupt alle seine Nominale auf Polymer-Substrat drucken lässt. Hans-Ludwig Grabowski Abb. Owen W. Linzmayer, www.banknotebook.com #Nachrichten #Weltbanknoten #Amerika #Nikaragua #Cordoba #Grabowski

  • Banknotenatlas - Nikaragua

    Fläche: 129.494 qkm Einwohner: 5.908.000 (2014) Hauptstadt: Managua Staatsform: Republik Amtssprache: Spanisch Währung: Córdoba = 100 Centavos 1502 landete Christoph Kolumbus an der karibischen Küste des heutigen Nikaragua. Nach Raubzügen unter dem Konquistador Pedrarias Dávila ab 1519 begannen die Spanier 1522 das Land zu erobern und zu kolonisieren. Nahe der Pazifikküste entstanden erste spanische Stadtgründungen, wie 1523 Granada und 1524 León. Ab 1524 gehörte Nikaragua dann zum Generalkapitanat Guatemala. Die Kazike genannten indigenen Führer reagierten unterschiedlich auf den Eroberungs- und Christianisierungsdrang der Spanier. So ließ der Kazike Nicarao sein Land requirieren, bekannte sich zum Christentum und machte den Spaniern wertvolle Geschenke, während Kazike Diriangén sich nur zum Schein taufen ließ und die Spanier schließlich mit tausenden Kriegern auf dem Schlachtfeld angriff. Die Spanier werteten jeden Angriff gegen ihre Kolonialmacht als Rebellion und antworteten mit Krieg. So wurden kulturell und wirtschaftlich hoch entwickelte Völker, wie die der Pipil, Nicario und Choroteguas versklavt. 1538 wurde ein Großteil der Bevölkerung in Silberminen nach Peru und Bolivien verschleppt, so dass 1552 nach einem spanischen Mönch im gesamten Nikaragua nur noch 4000 bis 5000 Menschen gelebt haben sollen. Banco Central de Nicaragua: 50 Córdobas vom 26.3.2014 (2015) Die Polymer-Banknote zeigt auf der Vorderseite den Eingang zum Handwerkermarkt von Masaya. Auf der Rückseite sieht man traditionelle Tänzer einer Folkloregruppe sowie das Staatswappen mit Jakobinermütze der französischen Revolution über den fünf Vulkanen des Landes. Vorder- und Rückseiten zeigen auch stilisierte Xylophone. 1 Nikaraguanischer Córdoba (NIO) entspricht derzeit etwa 0,03 Euro. Da sich die spanische Kolonialmacht lange nur auf die Pazifikküste und das Hinterland an Nikaragua- und Managua-See beschränkt hatte, stand die durch Gebirge vom Rest des Landes abgeschiedene Karibikküste, an der die Miskito lebten, zusammen mit Belize unter dem Einfluss der Briten. 1725 kam es zum Aufstand der indianischen Bevölkerung in León und 1777 kämpften die Boaco gegen die Spanier. Nach der französischen Revolution und der Besetzung Spaniens durch Napoleon I. begann in den spanischen Kolonien Mittel- und Südamerikas ab 1811 der Unabhängigkeitskrieg. Am 15. September 1821 erklärte das Generalkapitanat Guatemala seine Unabhängigkeit von der spanischen Krone. Aus dem Generalkapitanat wurden 1823 die Vereinigten Provinzen Mittelamerikas, aus denen die Zentralamerikanische Konföderation hervorging, die von 1823 bis 1840 bestand und zu der neben Guatemala und Nikaragua auch Honduras, El Salvador und Costa Rica gehörten. Die Spanier hatten die Unabhängigkeit erst 1838 anerkannt. Nikaragua selbst blieb zerrissen. Das Königreich Mosquitia an der Karibikküste blieb britisch dominiert und war ab 1841 sogar britisches Protektorat. Nach der Unabhängigkeitserklärung von 1821 hatte der Westen des Landes sogar für kurze Zeit zu Mexiko gehört. Wie in allen mittelamerikanischen Staaten bestimmte der Konflikt zwischen Liberalen und Konservativen die Politik, der 1856 in einen Bürgerkrieg mündete, in dem der US-amerikanische Abenteurer William Walker mit einer Privatarmee auf Seiten der Liberalen eingriff. Walker strebte aber die Herrschaft über ganz Zentralamerika an, rief sich selbst zum Präsidenten Nikaraguas aus und führte sogar die Sklaverei wieder ein. Er floh 1857 aus dem Land, nachdem er militärisch geschlagen war. Die folgende Geschichte blieb unruhig und bis in die Gegenwart von politischen Konflikten, Putschen und Bürgerkrieg bestimmt. Die Briten gaben zwar das Protektorat über Mosquitia auf, doch die USA intervenierten geheimdienstlich und militärisch zum Machterhalt von Diktatoren, die ihren Einfluss sicherten. Heute ist der ehemalige Führer der Sandinisten, Daniel Ortega, Präsident von Nikaragua. Bis zur Regelung des Notenrechts vom März 1882 gab es nur Staatsnoten. Die Banco de Nicaragua wurde 1887 gegründet und erhielt das alleinige Notenrecht. Der Staat musste aber während der Revolution 1893 wieder eigenes Geld ausgeben. Hans-Ludwig Grabowski Münzen & Sammeln, Ausgabe 2017/07+08 Abbildungen: Hartmut Fraunhoffer, www.banknoten.de

  • Nikaragua: Neue Banknotenserie 2015

    Am 26. Oktober 2015 gab die Zentralbank von Nikaragua eine komplett neue Banknotenserie in Umlauf, die bis auf den 500-Córdobas-Schein, der auf herkömmlichen Baumwoll-Papier gedruckt wurde, aus Polymer-Kunststoff besteht. Die bisherigen Banknoten laufen vorerst weiterhin parallel zu den neuen um, werden aber durch Verschleiß nach und nach aus dem Umlauf genommen und durch neue ersetzt. Neue 10-Córdobas-Note Die Vorderseite zeigt Schiffe im Hafen „Salvador Allende“ in der Hauptstadt Managua. Auf der Rückseite ist eine La-Vaquita-Tänzerin zu sehen. Zwei Kokospalmen gehören zu Durchsichtsfenstern. Das Format beträgt 131 mm x 67 mm. Neue 20-Córdobas-Note Der neue Zwanziger zeigt auf der Vorderseite die Iglesia Morava (Mährische Kirche) in Laguna de Perlas und auf der Rückseite eine Gruppe Tänzerinnen beim Festival Mayo Ya. Hier umrahmen zwei Schildkröten Durchsichtsfenster. Das Format beträgt 136 mm x 67 mm. Neue 50-Córdobas-Note Auf der Vorderseite ist das Eingangsportal des Mercado de Artesanías (Handwerksmarkt) in Masaya abgebildet. Das Motiv der Rückseite bildet eine folkloristisches Ballett. Hier übernehmen zwei Xylophone die Einrahmung von Durchsichtsfenstern. Das Format beträgt 141 mm x 67 mm. Neue 100-Córdobas-Note Die Vorseite zeigt die Kathedrale von Granada und die Rückseite eine Pferdekutsche. Hinzu kommen je zwei Trommeln. Das Format beträgt 146 mm x 67 mm. Neue 200-Córdobas-Note Neben dem Nationaltheater „Rubén Darío“ in Managua sieht man zwei Abbildungen eines Guardabarranco (Sägeracke oder auch Motmot) und auf der Rückseite eine Tanzszene aus dem satirischen Drama „El Güengünse“ (auch Macho Ratón), dem ersten literarischen Werk aus dem Jahr 1942. Das Format beträgt 151 mm x 67 mm. Neue 500-Córdobas-Note Der neue Fünfhunderter zeigt auf der Vorderseite die Kathedrale Maria Himmelfahrt in León und auf der Rückseite den 1297 m hohen Vulkan Momotombo im Departement León, der als Wahrzeichen Nikaraguas gilt. Er brach zuletzt 1905 aus und während der Dikatatur in den späten 1960er und 1970er Jahren wurden in seinem Krater durch Geheimpolizei und Nationalgarde die Leichen ermordeter Gegner „entsorgt“. Da es sich bei diesem Wert um einen Papier-Geldschein handelt, gibt es kein Durchsichtsfenster, sonder die Nationalblume (Westindische Frangipani) als Wasserzeichen sowie den sich optisch variabel bewegenden Punkt (erstmals von Giesecke & Devrient entwickelt und eingesetzt). Der Druck soll bei De La Rue erfolgt sein. Beim höchsten Nominal setzt die Zentralbank dann lieber doch auf das altbewährte Baumwollpapier mit Wasserzeichen statt auf Kunststoff. Hans-Ludwig Grabowski Münzen & Sammeln, Ausgabe 2016/01 Abbildungen: 10, 20 und 50 Córdobas: Hans-Ludwig Grabowski 100, 200 und 500 Córdobas: Hartmut Fraunhoffer, www.banknoten.de #Nachrichten #Weltbanknoten #Polymer #Amerika #Nikaragua #Córdoba #Grabowski

  • Costa Rica: 50.000-Colones-Noten werden eingezogen

    Die Zentralbank von Costa Rica gab am 4. Juni 2020 bekannt, dass die ab 2009 ausgegebenen Banknoten über 50.000 Colones nun sukzessive aus dem Umlauf genommen werden. Sie stellen die größte Stückelung der costa-ricanischen Währung dar und behalten während des Einzugs noch ihre Gültigkeit. Da die Inflationsrate der letzten Jahre die Prognosewerte deutlich unterschritt, blieb der Bedarf nach den 50.000-Colones-Noten gering, sodass bereits seit 2018 keine neuen Scheine dieses Nominals mehr gedruckt wurden. Kana Totsuka Abb. Owen W. Linzmayer (www.banknotebook.com) #Nachrichten #Weltbanknoten #Amerika #CostaRica #Colon #Totsuka

  • Costa Rica: Alle Banknoten sollen zukünftig aus Polymer sein

    Laut einer Pressemitteilung des CCL vom 9. Juli 2018 gab Marvin Alvarado, Schatzmeister der Zentralbank von Costa Rica, die Entscheidung der Bank bekannt, alle derzeit auf Baumwollpapier gedruckten Banknoten auf Polymer-Substrat umzustellen, um Fälschungen zu bekämpfen. Wann die neuen Polymer-Noten in den Verkehr gebracht werden, steht noch nicht fest. Hans-Ludwig Grabowski Abb. Hartmut Fraunhoffer, www.banknoten.de #Nachrichten #Weltbanknoten #Amerika #CostaRica #Colon #Grabowski

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