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  • Argentinien: Neue 1000-Pesos-Note (2017)

    Laut Pressemitteilung der Zentralbank der Republik Argentinien vom 1. Dezember 2017 wurde an diesem Tag der Tausender der neuen Banknotenserie zur einheimischen Tierwelt des Landes ausgegeben. Er ist dem Nationalvogel Argentiniens, dem Hornero, gewidmet und folgte dem am 3. Oktober 2017 neu ausgegebenen Schein zu 20 Pesos mit Guanako. Nun fehlen noch die angekündigten Werte zu 50 und 100 Pesos. Hans-Ludwig Grabowski Münzen & Sammeln, Ausgabe 2018/02 Abbildungen: Hartmut Fraunhoffer, www.banknoten.de #Nachrichten #Weltbanknoten #Amerika #Argentinien #Peso #Grabowski

  • Billetes Argentinos 1884 – 2016

    Eduardo Colantonio: Billetes Argentinos 1884 – 2016 229 Seiten, durchgängig farbig bebildert, Format 18 cm x 25,7 cm, Festeinband, Buenos Aires 2016. Preis: ca. 35,– EUR. ISBN: 978-987-42-1628-1 Der Autor katalogisierte sämtliche argentinischen Banknoten, beginnend mit der Banco Nacional 1884, über den Caja de Conversión (Währungsausschuss) von 1891 bis 1897, die Bancos Garantidos von 1888 bis 1897, dem Staatspapiergeld des Caja de Conversión von 1895 bis 1908 und deren kommunalen Ausgaben von 1908 bis 1935 sowie die der Banco Central ab 1935 mit ihren verschiedenen Ausgaben bis 2016. Nicht aufgeführt werden Regionalgelder, da es im Katalog ausschließlich um die Banknoten Argentiniens geht. Alle Noten sind farbig mit Vorder- und Rückseite sowie Details abgebildet. Die Katalogisierung erfolgte nach Nominalen und Ausgabezeiträumen unter Angabe von Serien und Kontrollnummern mit Bewertungen in zwei Erhaltungsgraden in US-Dollars und Referenzen zum Standardkatalog „World Paper Money“ sowie zum Katalog „Papel Moneda de la República Argentina“ von Roberto Bottero. Ich konnte den Katalog vom Autor selbst auf der Paper Money Fair Anfang April in Valkenburg kaufen. Im Internet wird der Katalog auf verschiedenen Plattformen zu höchst unterschiedlichen Preisen, bis hin zu mehreren Hundert US-Dollars, angeboten. Wenn Sie sich für den Katalog interessieren, dann sollten Sie sich am besten direkt mit dem Autor in Verbindung setzen: Eduardo Colantonio, Av. Corrientes 846-Loc. 7, (C1043AAV) Buenos Aires, Argentina, Tel/Fax (005411) 4326-3319, Internet: www.monedasbilletes.com, ­E-mail: educolantonio@gmail.com. Hans-Ludwig Grabowski Münzen & Sammeln, Ausgabe 2018/06 #Weltbanknoten #Amerika #Argentinien #Grabowski

  • Argentinien - Neue 50-Pesos-Note

    Laut einer Pressemitteilung vom 15. August 2018 gab die Banco Central de la Republica Argentina am 16. August 2018 eine neue 50-Pesos-Note in Umlauf. Hans-Ludwig Grabowski Abb. Owen W. Linzmayer, www.banknotebook.com #Nachrichten #Weltbanknoten #Amerika #Argentinien #Peso #Grabowski

  • Argentinien: Neue 100-Pesos-Note

    Die Banco Central de la Republica Argentina hat am 19. Dezember 2018 eine zu den bereits umlaufenden Werten der neuen Banknotenserie passende Note zu 100 Pesos in Umlauf gegeben, die auch bereits im deutschen Banknotenhandel angekommen ist. Die Vorderseite mit den Unterschriften und der Kontrollnummer zeigt die Gebirgslandschaft der Sierra de Famatina mit ihren über 6000 Meter hohen Bergen. Auf der Rückseite ist ein Taruca, eine der am meisten gefährdeten argentinischen Hirscharten, abgebildet, die in den Bergen im Nordwesten des Landes lebt und 1996 zum Nationalen Naturdenkmal ernannt wurde. Damit ist die neue Banknotenserie Argentiniens nun komplett. Hans-Ludwig Grabowski Abb. Hartmut Fraunhoffer, www.banknoten.de #Nachrichten #Weltbanknoten #Amerika #Argentinien #Peso #Grabowski

  • Argentinien: Neue Banknotenfamilie und neue Nominale in Planung

    Ende Dezember 2019 gab der Banco Central de la República Argentina bekannt, demnächst eine neue Banknotenfamile einzuführen. Dabei sollen vor allem die Motive der momentan umlaufenden Scheine, die sich angeblich bei der Bevölkerung keiner hohen Belibtheit erfreuen, aufgefrischt werden: Porträts wichtiger Persönlichkeiten des Landes sollen die Tierdarstellungen ersetzen. Außerdem sollen zwei neue Nominale hinzukommen: Stückelungen zu 2000 und 5000 Pesos sollen die 1000-Pesos-Noten als höchstes Nominal ablösen. Derzeit entsprechen 1000 Pesos 15 Euro. Kana Totsuka Abb. Harmut Fraunhoffer (www.banknoten.de) #Nachrichten #Weltbanknoten #Amerika #Argentinien #Peso #Totsuka

  • Argentinien: Neue 5000-Pesos-Note geplant

    Berichten der Tageszeitung "La Nación" zufolge plant die Argentinische Zentralbank die Produktion neuer 5000-Pesos-Banknoten. Insgesamt 20 Mio. Scheine sollen im Juni und jeweils weitere 60 Mio. in den darauffolgenden drei Monaten geliefert werden. Die Vorderseite zeigt den Neuro-Biologen und späteren Gesundheitsminister Ramón Carrillo (1906–1956) und die erste argentinische Ärztin Cecilia Grierson (1859–1934); auf der Rückseite ist das Malbrán-Institut zu sehen. Entwurf der neuen 5000-Pesos-Note. Kana Totsuka Abb. Owen W. Linzmayer (www.banknotebook.com) #Nachrichten #Weltbanknoten #Amerika #Argentinien #Peso #Totsuka

  • Argentinien: Druckaufträge an Brasilien, Chile und Spanien

    Der Tageszeitung La Nación zufolge soll die argentinische Zentralbank die Casa da Moeda do Brasil in Rio de Janeiro, die Casa de Moneda de Chile in Santiago und die Fábrica Nacional de Moneda y Timbre in Madrid mit dem Druck von insgesamt 400 Millionen Banknoten zum Nominal von 1000 Pesos beauftragt haben, um das Bargeld-Umlaufvolumen in diesem Jahr aufrecht erhalten zu können. Als Ursache für den akuten Bargeldmangel nennt La Nación die Stornierung des Druckauftrags der 5000-Pesos-Scheine: Der Fünftausender wäre als neues Nominal in einer Auflage von 200 Millionen Stück von der argentinischen Casa de Moneda im Juni 2020 in Umlauf gebracht worden; dieser Ausfall soll – auch angesichts der Inflation in Argentinien – ausschlaggebend gewesen sein. Kana Totsuka Abb. Owen W. Linzmayer (www.banknotebook.com) #Nachrichten #Weltbanknoten #Amerika #Argentinien #Peso #Totsuka

  • Argentinien: Neue Banknotenfamilie vorgestellt

    Am 23. Mai 2022 präsentierte die Banco Central de la República Argentina die Entwürfe einer neuen Banknotenfamilie, deren Ausgabe noch im Jahr 2022 ansteht. Die Serie umfasst die vier Nominale 100, 200, 500 und 1000 Pesos; die Hauptfarben der Stückelungen – wie auch die Abmessung – entsprechen denen der derzeit im Umlauf befindlichen Noten. Wieder im Querformat, zeigen die neuen Scheine berühmte Persönlichkeiten aus der argentinischen Geschichte. 100 Pesos Der violette Hunderter zeigt María Eva Duarte de Perón (1919–1952). Die Schauspielerin und Radiomoderatorin engagierte sich als First Lady für die Armen. Auch für das 1947 eingeführte Frauenwahlrecht, auf das die Rückseite Bezug nimmt, hatte sich Eva Perón, auch Evita genannt, eingesetzt. Durch ihre hohe Beliebtheit bei den ärmeren Schichten entstand ein Personenkult; nach ihrem Tod mit nur 33 Jahren an Gebärmutterhalskrebs wurde ihr Leichnam einbalsamiert. Ihr Leben und Wirken lieferten den Stoff für das Musical Evita von Andrew Lloyd Webber sowie für Filme. 200 Pesos Der 200-Pesos-Schein ehrt zwei Personen: Martín Miguel de Güemes (1785–1821) und Juana Azurduy (1780/01–1862), die auf dem Avers gestaffelt dargestellt sind. Beide spielten eine große Rolle im argentinischen Unabhängigkeitskrieg: General Güemes befehligte die auf dem Revers abgebildete Gauchoarmee, die auch als die "Infernales" bezeichnet wurde, und verteidigte den Norden Argentiniens gegen die spanischen und royalistischen Truppen. Juana Azurduy war eine Freiheitskämpferin, die sich mit ihrem Mann der Revolution anschloss. Als Frau baute sie eine Militärkarriere auf und wurde 1816 in den Rang eines Oberstleutnants befördert; ab 1818 kämpfte sie unter Güemes im Norden des Landes. 2009 wurde ihr posthum der Rang eines Generals verliehen. 500 Pesos Auch der Fünfhunderter ist zwei Personen gewidmet: María Remedios del Valle (ca. 1768–1847) und Manuel Belgrano (1770–1820). María Remedios del Valle war eine Afro-Argentinierin; auch sie kämpfte im Unabhängigkeitskrieg und wurde in den Rang eines Hauptmanns erhoben. Manuel Belgrano war General, Politiker und Rechtsanwalt; er ist außerdem der Urheber der argentinischen Flagge. Das erste Hissen der hellblau-weißen Flagge am 27. Februar 1812 ist auf der Rückseite dargestellt. 1000 Pesos Das Höchstnominal zeigt José de San Martín (1778–1850), der in den Unabhängigkeitskriegen von Argentinien, Chile und Peru tätig war. 1816 gründete er die Andenarmee, mit der er 1817 von Argentinien aus die Anden überquerte und in der darauffolgenden Schlacht von Chacabuco (Chile) den Spaniern eine schwere Niederlage zufügte; die spektakuläre Überquerung der Anden ist das Motiv der Rückseite. Zu den Sicherheitsmerkmalen der neuen Noten, gedruckt von der Casa de Moneda Argentina, zählen ein Fenster-Sicherheitsfaden, OVI-Elemente sowie ein Wasserzeichen mit den jeweiligen Porträts. Kana Totsuka Abb. Owen W. Linzmayer (www.banknotebook.com)

  • Argentinien: Gedenknote zu Wissenschaft und Medizin angekündigt

    Am 2. Februar 2023 kündigte der Banco Central de la República Argentina die Einführung einer Gedenknote mit dem Nominalwert von 2000 Pesos zum Thema "Entwicklung von Wissenschaft und Medizin in Argentinien" an. Die Gedenknote mit dem Format 155 x 65 mm zeigt auf der Vorderseite Porträts der ersten argentinischen Ärztin Cecilia Grierson (1859–1934) und des Neurochirurgen Ramón Carrillo (1906–1956), der 1949 der erste Gesundheitsminister Argentiniens wurde. Auf der Rückseite der Gedenknote ist das Malbrán-Nationalinstitut für Mikrobiologie in Buenos Aires dargestellt, an dem auch Nobelpreisträger wie Bernardo Houssay oder César Milstein forschten. Die Ausgabe soll im vierten Quartal dieses Jahres erfolgen. Kana Totsuka Abb. Owen W. Linzmayer (www.banknotebook.com)

  • Geldscheinporträts: Eva „Evita“ Perón – Argentiniens ewige "First Lady"

    Reihe zu Porträts bedeutender Persönlichkeiten auf Geldscheinen. Abbildung 1: Eva Perón im Frühling 1948, Fotografie von Pinélides Aristóbulo Fusco, Museo Evita, digitale Restaurierung: HLG. 26. Juli 2022: Der 70. Todestag von Eva Perón. Tausende Argentinier sind auf den Straßen. Buenos Aires ist durchzogen von Menschen mit Kerzen, Fackeln und Bannern. Vor dem Ministerium für soziale Entwicklung, vor dem ein riesiges Konterfei der legendären Politikerin prangt, wird die Nationalhymne gesungen. An Peróns Grab stehen die Leute Schlange, um Blumen und Kränze niederzulegen. Wie kommt es, dass „Evita“ auch sieben Jahrzehnte nach ihrem Tod noch so starke Emotionen auslöst? Wie wurde sie zur berühmtesten Argentinierin des 20. Jahrhunderts? Ihr Aufstieg begann, als sie im jungen Alter von 16 Jahren nach Buenos Aires zog. Eva war in ärmlichen Verhältnissen in der Provinz der Hauptstadt aufgewachsen. Sie war eines von fünf unehelichen Kindern, die Eltern lebten getrennt. Wie viele Mädchen aus dem Provinzmilieu träumte sie von einer glücklichen Welt, wie sie die Kino- und Radioproduktionen ihrer Zeit ausstrahlten. Eva interessierte sich für das Schauspiel, wollte ein Star werden und hoffte, diesen Traum in der Hauptstadt verwirklichen zu können. Am Anfang stand eine Zeit der Entbehrungen ohne Engagement oder mit unbedeutenden Rollen in kleinen Theatergruppen. Allmählich jedoch wurde „Eva Duarte“ zu einem bekannten Namen. 1943 wurde sie Protagonistin einer Radioserie, die das Leben berühmter Frauenfiguren darstellte. Ihr stand ein steiler Aufstieg bevor: Evitas politischer Einfluss begann ein Jahr später. Auf einer Solidaritätsveranstaltung nach einem Erdbeben lernte sie Juan Domingo Perón kennen. Es entwickelte sich ein Verhältnis zwischen der 25-jährigen Eva und dem damaligen Arbeitsminister. Juan Perón machte keinen Hehl aus der Beziehung zu Eva und förderte ihre Karriere. Er selbst wurde zum wichtigsten Mann der Regierung und Vizepräsident. Die Politik trug seine Handschrift. Bei der Opposition war er verhasst. Als sich das Militär gegen ihn stellte, musste er seinen Rücktritt erklären und wurde inhaftiert. Auch Eva wurde aus ihrem lukrativen Job entlassen. Die Antwort der Arbeiterschaft war deutlich. Als Arbeitsminister genoss Perón durch seine Sozialpolitik hohe Beliebtheit. Der Gewerkschaftsverband rief zum Generalstreik auf, tausende Arbeiter forderten die Freilassung. Laut Legenden war es „Evita“, die zum Protest aufrief und an der Spitze der Demonstration stand. Obwohl ihre tatsächliche Rolle bei den Aufständen deutlich geringer einzuordnen war: Die Militärs zeigten sich beeindruckt. Perón kam frei. Eva und Juan heirateten. Die Wahl nach dem Putsch gewann Juan Perón mit 54 % aller Stimmen. Evita war seine wertvollste Wahlkämpferin. Aus dem Provinzkind war nun María Eva Duarte de Perón geworden, die Gattin des argentinischen Staatsoberhaupts. Als Frau des Präsidenten bekleidete sie zahlreiche Ämter zur Repräsentation. Das Ziel ihres Ehemannes, für soziale Gerechtigkeit zu sorgen, nahm sie gerne an. Eva Perón war nun Vorsitzende des Sozialfonds, der Frauenpartei des „Perónistischen Blocks“ und Chefin der Dachgewerkschaft. „Evita, die Mutter aller Armen und Schwachen“ erfreute sich außerordentlicher und andauernder Popularität. Sie zeigte sich häufig in der Öffentlichkeit, beteiligte sich an karitativen Aktionen und begleitete ihren Ehemann bei Zeremonien, Empfängen und Reisen. Höhepunkt war eine Europareise, bei der sie mit ihrem Mann in Spanien Francisco Franco[1] und in Italien Papst Pius XII. besuchte. Dabei war Eva nicht nur Begleiterin, sondern trat auch selbst in den Vordergrund. Ihr schauspielerisches Talent half ihr dabei. Eva Perón hatte bald eine zentrale Rolle für den Präsidenten. Sie war die Brücke zwischen dem Staatsoberhaupt und den „Descamisados“, den „Hemdlosen“, also dem Teil der argentinischen Bevölkerung, der so arm war, dass ihm sogar das „letzte Hemd genommen wurde“. Diese Brücke war sehr wichtig für Juan Perón, besonders als ab Anfang der 1950er-Jahre die Reallöhne wieder sanken und die gerade in Staatsbetrieben um sich greifende Korruption bekannt wurde. Trotz der Politik des Staatsinterventionismus und seinen sozialstaatlichen Bestrebungen nahm Juan Perón wenige strukturelle Veränderungen vor, ließ die Landoligarchie unangetastet oder zahlte sehr hohe Entschädigungen. Abbildung 2: Argentinien P-358a: Banco Central de la Republica Argentina (2012): 100 Pesos, entworfen von Roger Pfund, Vorderseite: Porträt von Eva Perón. Abb. Sammlung Grabowski. 1952 starb Evita Perón im Alter von nur 33 Jahren an Gebärmutterhalskrebs. Der Leichenzug dauerte zwei Wochen, ununterbrochen. Es nahmen über drei Millionen Menschen teil, man erwies ihr alle Ehren, die sonst nur einem Staatsoberhaupt gewährt werden. Ihr Tod bereitete, so die Erzählung, das Ende der Herrschaft Juan Peróns vor. Mindestens die enge Bindung zu den „Descamisados“ ging nach und nach verloren. Sie verhinderten den Sturz des Präsidenten durch die militärische Führung im September 1955 nicht. Elias Heindl Anmerkungen [1] Juan Perón bewunderte den Faschismus in Europa, insbesondere Francisco Franco und Benito Mussolini. Nach dem Zweiten Weltkrieg unterstützte er die Aufnahme flüchtiger NS-Verbrecher, darunter beispielsweise Josef Mengele oder Adolf Eichmann. Literatur/Quellen: Roesler, Jörg (2013): „Mehr als Descamisados der Evita. Arbeiterschaft und Arbeiterbewegung in Argentinien unter dem Einfluss des Perónismus“, in: Jahrbuch für Forschungen zur Geschichte der Arbeiterbewegung, 2013, Heft 1, Berlin.

  • Argentinien: Details zu den neuen Banknoten 2024

    Die argentinische Zentralbank Banco Central de la República Argentina (BCRA) hat Mitte Januar 2024 neue Informationen und Details zu den Banknoten veröffentlicht, die im Juni 2024 in Umlauf kommen sollen. Die Nennwerte werden 10.000 Pesos (derzeit ca. 11 Euro) und 20.000 Pesos (derzeit ca. 22 Euro) betragen und nicht, wie noch vor einigen Wochen angekündigt, 20.000 und 50.000 Pesos (derzeit ca. 55 Euro). Offensichtlich konnte die BCRA nachweisen, dass ein nominaler Sprung von 2.000 auf 20.000 Pesos für den Umgang mit Bargeld im Alltag zu groß ist. Um Kosten zu sparen und die Produktionszeit zu verkürzen, hat der Vorstand der BCRA beschlossen, das bestehende Design der aktuellen Banknotenfamilie "Heldinnen und Helden des Vaterlandes" zu verwenden. Details zum Design der neuen Nennwerte Auf der Vorderseite der neuen 10.000-Pesos-Banknote sind die Porträts von Manuel Belgrano und María Remedios del Valle abgebildet. Das Porträt von Belgrano basiert auf einem Gemälde, das dem französischen Künstler François Casimir Carbonnier zugeschrieben wird. Belgrano war Wirtschaftswissenschaftler, Anwalt, Journalist, Politiker und General. Er wird in Argentinien als einer der Gründerväter des Landes verehrt. Das Porträt von María Remedios del Valle basiert auf dem Gemälde "La Capitana" der argentinischen Künstlerin Gisela Banzer. María Remedios wurde 1766 im damaligen Vizekönigreich Río de la Plata geboren und war afrikanischer Abstammung. Sie wurde von General Manuel Belgrano persönlich zum Hauptmann seiner Armee ernannt, um ihren Mut und ihre Tapferkeit auf dem Schlachtfeld während der Unabhängigkeitskriege zu würdigen. Das Hauptmotiv auf der Rückseite ist eine künstlerische Nachbildung der Szene des ersten Hissens der von Belgrano entworfenen argentinischen Flagge am 27. Februar 1812. Die neue 10.000-Pesos-Banknote wird offensichtlich große Ähnlichkeit mit der 500-Pesos-Note der nur teilweise realisierten Banknotenserie haben, die hier im Blog am 25. Mai 2022 vorgestellt wurde. https://www.geldscheine-online.com/post/argentinien-neue-banknotenfamilie-vorgestellt Auf der Vorderseite der neuen 20.000-Pesos-Banknote ist das Porträt von Juan Bautista Alberdi abgebildet, der die argentinische Verfassung von 1853 inspiriert hat. Alberdi ist eine der historischen Persönlichkeiten, die der derzeitige argentinische Präsident Javier Milei am meisten bewundert. Das Porträt von Alberdi war bereits auf einer früheren Banknote der BCRA zu sehen, nämlich auf der "5000 Pesos argentinos"-Note von 1984. Es war auch auf den Notanleihen, den ''Letras de Cancelación de Obligaciones Provinciales'', abgebildet, die die Regierung 2001 und 2002 nach dem Zusammenbruch der Konvertibilität des argentinischen Peso ausgab. Das zentrale Bild auf der Rückseite ist eine Nachbildung des Geburtshauses des Juristen, Diplomaten, Ökonomen, Schriftstellers, Philosophen, Journalisten und Politikers. Die neuen Banknoten werden das Format der im Umlauf befindlichen Banknoten (155 x 65 mm) beibehalten, auf Baumwollpapier gedruckt und mit den traditionellen Sicherheitsmerkmalen wie Wasserzeichen und Sicherheitsfaden versehen. Zusätzlich werden weitere Sicherheitsmerkmale eingeführt. Eine maschinelle Erkennung der Banknoten wird möglich sein. Außerdem wurde bekannt, dass die argentinische Regierung plant, folgende Peso-Banknoten bzw. Stückelungen aus dem Verkehr zu ziehen: 10, 20, 50, 100, 200 und 500 Pesos. Lediglich die bisherigen Banknoten zu 1000 und 2000 Pesos könnten im Umlauf bleiben, wenn die beiden neuen Nennwerte in Umlauf sind. Eine endgültige Entscheidung ist noch nicht gefallen. Ralf Faust Quellen: https://www.baenegocios.com/sociedad/Nuevos-billetes-de-10.000-y-20.000-que-billetes-dejaran-de-circular-20240214-0044.html https://www.infobae.com/economia/2024/01/12/como-son-los-billetes-de-10000-y-20000-que-prepara-la-casa-de-la-moneda/

  • Argentinien: BOCADE – Ersatzgeld für die Provinz La Rioja

    Mitte Januar 2024 hat das Parlament der im Nordwesten des Landes gelegenen argentinischen Provinz La Rioja (flächenmäßig etwas größer als Bayern; Einwohner ca. 385.000) auf Initiative des Gouverneurs der Provinz, Ricardo Quintela, die Einführung sogenannter "Bonos de Cancelación de Deuda" (dt. "Schuldentilgungsanleihen" oder besser "Schuldscheine") beschlossen. 32 Abgeordnete des 36-köpfigen Provinzparlaments stimmten dafür. Die Anleihe sollte 45 Tage nach dem Parlamentsbeschluss in Umlauf gebracht werden. Das wäre Anfang März 2024 gewesen. Es ist das erste Mal seit 2001/02, dass in Argentinien wieder Notanleihen/''Quasi-Geld''/Schuldscheine in Umlauf gebracht werden. Damals waren es die ''Letras de Cancelación de Obligaciones Provinciales'', die wegen des damaligen Zusammenbruchs der Konvertibilität des argentinischen Peso ausgegeben wurden. Das Volumen dieser Anleihen mit der spanischen Abkürzung "BOCADE" beträgt 15 Milliarden argentinische Pesos (derzeit ca. 16,53 Millionen Euro). Diese Anleihe wird in Stückelungen zu 1.000, 2.000, 5.000, 10.000 und 50.000 Pesos ausgegeben. Im Internet zirkuliert auch schon ein Bild dieser ''Quasi Geldscheine.'' Auf der Vorderseite ist Ángel Vicente “Chacho” Peñaloza, ein ''Caudillo'' und lokaler Kriegsheld der Provinz aus dem 19. Jahrhundert, zu sehen. Daher werden diese ''Quasi-Geldscheine'' in der Provinz nun auch "El Chacho" genannt. Wer die Scheine gedruckt hat, und falls ja, welche Sicherheitsmerkmale sie besitzen, ist gegenwärtig nicht bekannt. Alle fünf Wertstufen haben offenbar die gleiche Größe, wie man es auch bei den argentinischen Banknoten kennt. Die Provinzregierung hat nun, durch die vom Parlament beschlossene Verordnung, den Auftrag bei den lokalen Banken für die Annahme und Akzeptanz dieser Quasi-Geldscheine zu sorgen. Außerdem sind die Gemeinden der Provinz, die staatlichen Betriebe und Unternehmen, sowie die ''dezentralisierten, autonomen Einheiten'' der Provinz verpflichtet, die BOCADEs als vollständige oder teilweise Bezahlung zu akzeptieren. Es ist geplant, dass die Bediensteten der Provinz 30% ihrers Gehaltes in Form der BOCADEs erhalten sollen und die restlichen 70% in argentinischen Pesos. Der Präsident der Provinz gibt die Schuld für die Einführung der BOCADE dem neuen Präsidenten Argentiniens und seiner radikalen Wirtschaftspolitik, die zu  schweren Verwerfungen führt. Laut dem Gouverneur sei wegen der ''Grausamkeit,'' mit der die Reformen durchgeführt werden, die Provinz La Rioja gezwungen die BOCADE einzuführen, um die staatlichen Bediensteten weiterhin bezahlen zu können. Argentinische Medien gehen davon aus, dass demnächst weitere Provinzen dem Beispiel La Riojas folgen werden (müssen) und eigenes Ersatzgeld' einführen. Ralf Faust Quellen (u.a.): https://www.investiraucameroun.com/gestion-publique/0801-20163-monnaie-la-beac-lance-le-processus-de-retrait-progressif-de-la-circulation-des-billets-de-banque-de-la-gamme-2002 https://www.lementoreco.com/2024/01/14/beac-retrait-progressif-des-billets-de-la-gamme-2002/

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