top of page

Diese Website durchsuchen

3677 Ergebnisse gefunden mit einer leeren Suche

  • Aus privaten Sammlungen: 1 Pfund der Bank of England – außer Kurs gesetzt 1941 auf Guernsey

    Als die deutschen Truppen Mitte Juni 1940 die Küste der Normandie erreichten und Frankreich einen Waffenstillstand anbot, war abzusehen, dass die kroneigenen britischen Kanalinseln Alderney, Brecqhou, Burhou, Casquets, Guernsey, Herm, Jersey, Jethou, Lihou, Minquiers und Ecréhous sowie Sark bald besetzt werden würden. Britische Soldaten, die vor den vorrückenden deutschen Truppen von St. Malo aus auf die Inseln geflüchtet waren, machten aber keinerlei Anstalten, um sie zu befestigen, da keine Order aus London vorlag. Großbritannien war nach dem Sieg über Frankreich vorerst der einzige verbliebene Kriegsgegner Deutschlands gewesen. Der Waffenstillstand mit Frankreich begann am 25. Juni 1940. Am 30. Juni besetzten deutsche Truppen die Hauptinseln Alderney, Guernsey und Jersey. Die Briten hatten zuvor alle militärischen Einheiten, aber auch fast 23.000 Zivilisten von den Inseln abgezogen, um ein Blutvergießen zu vermeiden. Die Vertreter von Guernsey und Jersey gingen auf die Deutschen zu und übergaben ihre Inseln. Alderney war dagegen durch die vorherige Evakuierung menschenleer. Bald standen auch die anderen Kanalinseln unter deutscher Kontrolle. Die Weisungen für die deutschen Besatzungstruppen waren eindeutig. Die deutschen Soldaten sollten sich danach so höflich wie möglich verhalten. Jede Art von Gewalt und Plünderung wurde unter strenge Strafen gestellt. In der Folge entwickelte sich denn auch eine recht spannungsfreie Beziehung zwischen der Bevölkerung und dem deutschen Militär. Auch wenn die Deutschen den Hauptort von Guernsey, St. Peter Port, bald Petershausen nannten, mischten sie sich kaum in die Verwaltung und das alltägliche Leben auf den Inseln ein. Sogar die Justiz oblag weiter den Inselverwaltungen. Das unbewohnte Alderney liegt nahe an Frankreich und wurde in die Maßnahmen zum Bau des sog. „Atlantikwalls“ einbezogen. Wie sich General Speidel später erinnerte, sollte die britische Inselgruppe vor St. Malo während eines 8-Jahre-Plans in eine unbesiegbare Festung verwandelt werden. Hierzu wurden ausländische Arbeiter, besonders Russen und Spanier, herangezogen. Auch nach der Landung der Alliierten an der französischen Normandieküste im Juni 1944 blieben die gut ausgebauten Kanalinseln in deutscher Hand. Dies sollte sich auch bis Kriegsende nicht ändern. Die Inseln waren jedoch isoliert und es kamen kaum noch Lieferungen durch. Es fehlte an Nahrung, Kleidung, Treibstoff, Reinigungsmitteln und vielem mehr. Der Bevölkerung und den Soldaten drohte eine Hungersnot. Im Winter 1944/1945 erließ der damalige Oberkommandierende der Inseln, von Schmettow, den Befehl, dass alle Hilfspakete vom Roten Kreuz ausschließlich für die Insulaner bestimmt seien und sich kein deutscher Soldat dieser zu bemächtigen habe. Jede Familie erhielt wöchentlich ein Hilfspaket. Währenddessen suchten hungernde deutsche Soldaten verzweifelt die Strände nach Essbarem ab. Wenn die Insulaner heute den 9. Mai als ihren „Liberation day“ feiern, dann weil der deutsche Generalmajor Wolfe am 9. Mai 1945, also einen Tag nach der bedingungslosen Kapitulation Deutschlands, an Bord der „Beagle“ die Kapitulation der Inseln unterzeichnete. Auch nach Kriegsende blieben aber vorerst viele deutsche Soldaten, nun als Gefangene, auf den Inseln. Sie räumten Minen, bauten Straßen und richteten verlassene Wohnhäuser wieder her. Zwischen den Deutschen und Insulanern, auch den wieder heimgekehrten, entwickelte sich ein fast freundschaftliches Verhältnis und man wusste die Leistungen der deutschen Besatzungszeit wie auch die Arbeit der deutschen Soldaten nach dem Krieg zu würdigen, denen man u. a. Wasser- und Stromversorgung verdankte, ein erweitertes Abwassernetz, Kino oder Krananlagen. Bank of England, Überdrucke 1941 Schon kurz nach der deutschen Besetzung zeichneten sich Probleme bei der Bereitstellung von Zahlungsmitteln für den Umlauf ab. Die Bevölkerung misstraute der Mark-Währung und hortete die einheimischen und britischen Pfund-Noten. Ab 1941 kam es deshalb auf Guernsey und Jersey mit deutscher Erlaubnis zur Ausgabe von Kleingeldscheinen mit britischer Währungsbezeichnung. Die Scheine wurden zu offiziellen Zahlungsmitteln erklärt und liefen neben den Inselbanknoten und Noten der Bank of England um. Katalogisiert und bewertet sind diese Ausgaben im Katalog "Die deutschen Banknoten ab 1871". Für die auf Guernsey in Umlauf gesetzten Kleingeldscheine über insgesamt 10.000 Pfund wurden für die erste Ausgabe 5.000 1-Pfund-Noten des States of Guernsey und für die zweite Ausgabe weitere 5.000 1-Pfund-Noten der Bank of England aus dem Verkehr gezogen. Letztere wurden durch die Inselverwaltung mit einem Überdruck versehen, womit sie für die deutsche Besatzung unbrauchbar waren. Derart überstempelte Pfund-Noten kommen meist nur in gebrauchter Erhaltung vor (die Scheine stammten aus dem Umlauf) und sind heute recht selten. Nach Kriegsende wurden 2.000 Stück der überdruckten Pfund-Noten auf Jersey gefunden und an die Bank of England zurückgeführt. Anfang der 1980er-Jahre verfügte die Bank of England noch etwa über 3.000 Stück dieser Noten. Sie wurden damals an Sammler, vorwiegend aus den USA verkauft. Inzwischen sind nur noch wenige hundert Exemplare auf dem Markt. Objekttyp: Banknote, entwertet Sammlung: Archiv für Geld- und Zeitgeschichte, Sammlung Grabowski Authentizität: Original Land/Region/Ort: Großbritannien, England Emittent: Bank of England Nominal: 1 Pound Datierung: ohne Datum (1928-1948) Vorderseite: Links oben sitzende Britannia in einem Medaillon, Überdruck zur Entwertung: "Withdrawn from circulation September 18th, 1941" Rückseite: Oben das Gebäude der Bank of England und links und rechts unten der Heilige Georg mit Drachen, Überdruck zur Entwertung: "Withdrawn from circulation September 18th, 1941" Unterschrift: K. O. Peppiatt (1934-1939) Material: Papier ohne Wasserzeichen Format: 150 mm x 84 mm Druck: Bank of England Works Nummerierung: E 79 A, 927644 Umlauf: bis 18. September 1941 Zitate: GU 1e (Grabowski/Huschka/Schamberg: Ausländische Geldscheine unter deutscher Besatzung im Ersten und Zweiten Weltkrieg) B127c (Linzmayer: The Banknote Book – Guernsey) Hans-Ludwig Grabowski Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus Ihrer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com. Literaturempfehlung: Grabowski, Huschka, Schamberg: Ausländische Geldscheine unter deutscher Besatzung im Ersten und Zweiten Weltkrieg 1. Auflage 2006 ISBN: 978-3-86646-505-3 320 Seiten, durchgehend farbig Preis: 14,90 Euro Zur Leseprobe Bestellung über den Verlags-Shop

  • Frohe Weihnacht!

    Zitate rund ums Geld und Diese Welt: "Weihnachten kommt meistens dann, wenn man das wenigste Geld hat." Willy Meurer (1934–2018) Deutsch-kanadischer Kaufmann, Aphoristiker und Publizist.

  • Sammelgebiete: Notgeld Österreich – Abetzberg NÖ, Gemeinde

    Wir stellen Gutscheine der Gemeinde Abetzberg aus Niederösterreich vor, die 1920 ausgegeben wurden und Obstanbau und -verarbeitung zum Thema haben. Zum historischen Kontext: Österreichische Notgeldscheine, vor allem aus der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg, bilden ein sehr umfangreiches und interessantes Sammelgebiet. Viele Scheine wurden in verschiedenen Varianten ausgegeben. Hinzu kommen sog. Sonderserien in kleinen Auflagen, die zum Teil sehr selten und gesucht sind. Man kann die österreichischen Notgeldscheine mit den deutschen Serienscheinen vergleichen, die etwa zur gleichen Zeit ausgegeben wurden und den Kommunen durch den Verkauf an Sammler Geld in die Kassen spülen sollten. Wie bei den deutschen Serienscheinen gibt es aber auch bei denen aus Österreich Ausnahmen, die tatsächlich als Notgeld gelaufen sind, aber auch z. B. Spendenscheine. Besonders viele Ausgaben stammen aus Oberösterreich, die oft einfach gestaltet und gedruckt sind. Aufwendige farbenprächtige Motive kamen vorwiegend aus Tirol. Außerdem gibt es etliche Ausgaben mit politischen Botschaften. Zum Sammelgebiet: Das Sammelgebiet ist in Österreich beliebt, hat aber in Deutschland leider immer noch viel weniger Anhänger, als es verdient. Ein Vorteil für den Einsteiger sind deshalb aber die niedrigen Preise für viele österreichische Notgeldscheine. Mit dem zweibändigen Katalogwerk von Kodnar/Künstner hat man eine hervorragende Basis, um mit der eigenen Sammlung zu starten. Durch die Vielfalt der Ausgaben ist außerdem langer Sammelspaß garantiert. KK-1a5: Abetzberg, Gemeinde, 10 Heller von 1920, Vs. Fässer nur teilweise schraffiert. Druckfirma "C. QUEISER AMSTETTEN", Vorder- und Rückseite. KK-1a6: Abetzberg, Gemeinde, 20 Heller von 1920, Vs. Fässer nur teilweise schraffiert. Druckfirma "C. QUEISER AMSTETTEN", Vorder- und Rückseite. KK-1a3: Abetzberg, Gemeinde, 30 Heller von 1920, Vs. Fässer durchgehend schraffiert. Druckfirma "C QUEISER, AMSTETTEN", Vorder- und Rückseite. KK-1a4: Abetzberg, Gemeinde, 30 Heller von 1920, Vs. Fässer durchgehend schraffiert. Druckfirma "C QUEISER, AMSTETTEN", Vorder- und Rückseite. Land/Region/Ort: Republik Österreich / Niederösterreich / Abetzberg Emittent: Gemeinde Abetzberg Objekttyp: Notgeldscheine Nominale: 10, 20, 30 und 50 Heller Datierung: 1920 Gültig bis: 31. Dezember 1920 Vorderseiten: Rahmen aus Birnen, Motiv mit links und rechts je einem Apfelbaum sowie drei Most-Fässern auf einer hölzernen Ablage, Unterdruckmuster Äpfel und Birnen Rückseiten: links und rechts Getreideähren und in der Mitte eine durch Pferdekraft betriebene Obstpresse, Unterdruckmuster Äpfel und Birnen Varianten: Fässer durchgängig oder nur teilweise schraffiert, unterschiedliche Schreibweise der Druckfirma Material: Papier ohne Wasserzeichen Druck: C. Queiser, Amstetten Format: je ca. 96 mm x 67 mm Nummerierung: ohne Abbildungen: Archiv für Geld- und Zeitgeschichte Hans-Ludwig Grabowski Literaturempfehlung: Kodnar/Künstner: Katalog des österreichischen Notgeldes 1914-1924 Das Standardwerk für Sammler von österreichischem Notgeld! Der aktuelle zweibändige Katalog führt auf über 1.200 Seiten mehr als 2.500 Ausgaben mit über 8.500 farbigen Abbildungen auf und bewertet diese in Euro. Zur Leseprobe Bestellung über Geldschein.at

  • Lexikon: Heller

    Der Heller, früher Häller, war eine deutsche Pfennig-Münze, die erstmals um 1200 in Schwäbisch Hall geprägt wurde. Sie wurde Scheidemünze und galt als solche bis zur Einführung einer einheitlichen Reichswährung. Adlwang (Oberösterreich), KK005e3, Gutschein der Gemeinde über 50 Heller ohne Datum, gültig bis 31. Dezember 1920, mit Gemeinde-Stempel, Vorder- und Rückseite, Abb. AGZ Grabowski. In Österreich galt der Heller ab 1892 mit Einführung der Kronen-Währung (1 Krone = 100 Heller) bis 1924. In der Tschechoslowakei und der Tschechischen Republik galt und gilt auch heute noch die Krone (Koruna) zu 100 Heller (Haléřů). Albert Pick / Hans-Ludwig Grabowski (Überarbeitung und Bebilderung) Abb. Archiv für Geld- und Zeitgeschichte

  • Die Währung Zeit!

    Zitate rund ums Geld und Diese Welt: "Könnte man Zeit wie bares Geld beiseite legen, ohne sie zu benutzen, so wäre dies eine Art von Entschuldigung für den Müßiggang der halben Welt, aber keine völlige." Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832) Deutscher Dichter, Politiker und Naturforscher.

  • Sünder und Beichtvater!

    Zitate rund ums Geld und Diese Welt: "Die Verbindung zwischen einer Regierung und ihrem Banknoten-Lieferanten hat fast etwas von dem Verhältnis zwischen Sünder und Beichtvater." Murray Teigh Bloom (1916–2009) US-amerikanischer Schriftsteller, u.a. bekannt durch seinen Roman "Der Mann, der Portugal stahl" über den Betrüger Alves dos Reis und den größten Schwindel aller Zeiten.

  • Sklaven des Geldes!

    Zitate rund ums Geld und Diese Welt: "Geld ist eine Form der Sklaverei, die sich von der alten lediglich durch ihre Unpersönlichkeit, durch das Fehlen jeder menschlichen Beziehung zwischen dem Herrn und dem Sklaven unterscheidet." Leo Tolstoi Eigentlich Lew Nikolajewitsch Graf Tolstoi (1828–1910) Bedeutender russischer Schriftsteller.

  • Der Zweck des Geldes!

    Zitate rund ums Geld und Diese Welt: "Der Gebrauch des Geldes besteht darin, es auszugeben!" Thomas von Aquin (um 1225–1274) Italienischer Dominikaner, Philosoph, Theologe und Priester.

  • Freiheit!

    Zitate rund ums Geld und Diese Welt: "Freiheit bedeutet, dass man nicht unbedingt alles so machen muss wie andere Menschen." Astrid Lindgren (1907–2002) Schwedische Schriftsteller, bekannt durch ihre Kinderbücher, darunter"Pippi Langstrumpf". Zur Galerie schwedischer Banknoten in unserem Online-Museum!

  • 100 Jahre Loriot!

    Zitate rund ums Geld und Diese Welt: "Der beste Platz für Politiker ist das Wahlplakat. Dort ist er tragbar, geräuschlos und leicht zu entfernen." Loriot Eigentlich Bernhard-Viktor „Vicco“ Christoph-Carl von Bülow (1923–2011) Deutscher Humorist, Karikaturist, Schauspieler, Regisseur, Moderator sowie Bühnen- und Kostümbildner.

  • Krieg und Frieden!

    Zitate rund ums Geld und Diese Welt: "Ich dachte immer, jeder Mensch sei gegen den Krieg, bis ich herausfand, dass es welche gibt, die dafür sind. Besonders die, die nicht hingehen müssen." Erich Maria Remarque (1898–1970) Deutscher Schriftsteller, der besonders durch seinen Roman "Im Westen nichts Neues" Weltruhm erlangte.

  • Sammeln und die Welt verstehen!

    Zitate rund ums Geld und Diese Welt: "Jedes bewahrte Zeugnis der Geschichte ist ein Baustein zum besseren Verständnis der Welt." Hans-Ludwig Grabowski (*1961) Deutscher Numismatiker, Autor und Redakteur.

www.geldscheine-online.com | Regenstauf

© 2025 Battenberg Bayerland Verlag GmbH

bottom of page