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- Neue Weltbanknoten-Varianten: Juni 2023, Teil 1
Indonesien 2000 Rupiah von 2023 Wie Linzmayer B618a (SCWPM nicht gelistet), aber mit neuem Datum (2023, Rs. links unten). Malawi 200 Kwacha vom 1. Januar 2022 Wie Linzmayer B160e, aber mit neuem Datum (1. Januar 2022). 1000 Kwacha vom 1. Januar 2022 Wie Linzmayer B162e, aber mit neuem Datum (1. Januar 2022). Mauritius 200 Rupees von 2022 Wie Linzmayer B427c, aber mit neuen Unterschriften (Yerukunondu/Seegolam/Sewraj-Gopal) und neuem Datum (2022). Michael Kurt Sonntag (Abb. Owen W. Linzmayer, www.banknotebook.com)
- Lexikon: Geldscheine besonderer Art
Geldscheine besonderer Art sind Scheine, die sich durch die Art des Materials oder durch ihren Aufdruck vom "normalen" Papiergeld unterscheiden. Da diese Scheine auch bei den nichtsammelnden Betrachtern Beachtung finden und besonders bestaunt werden, haben viele Sammler solche Stücke zu einer Spezialsammlung zusammengefasst. Zahlungsmittel, die aus einem anderen Material als Papier bestehen, müssen bedruckt oder handbeschrieben sein, um noch zum Sammelgebiet des Papiergelds gerechnet werden zu können. Geprägte Stücke gehören dagegen in eine Münzsammlung. Beispiele für Stücke in Stoff, sogenannte "Textil-Scheine", gibt es in großer Zahl. Schon die Chinesen kannten im 13. Jahrhundert solche Scheine. Die während des Ersten Weltkriegs und in der Nachkriegszeit in Deutschland ausgegebenen Scheine dieser Art würden einen eigenen Katalog füllen. Bekannt wurden vor allem das Bielefelder Stoffgeld aus Leinen, Seide und Samt, deren Geldcharakter allerdings zweifelhaft ist, weil sie vor allem für Sammler hergestellt wurden. Gra. 31: 100 Mark der Stadtsparkasse Bielefeld vom 15.7.1921, Vs. Seide gelb, mit Bogenrand, Vorder- und Rückseite. Gedrucktes Ledergeld wurde erst im 19. Jahrhundert bekannt (Baltikum und Alaska). Die Stadt Pößneck in Thüringen gab nach dem Ersten Weltkrieg Lederscheine (Pößnecker Ledergeld) aus, die als Inflationsgeld und auch als wertbeständiges Notgeld zirkulierten. Gra. 450: Stadt Pößneck, 5 Millionen Mark vom 11. August 1923 auf hellbraunem Schafleder, Vorder- und Rückseite. Aus Pergament waren die 1791 von der Compagnie de Commission in Paris ausgegebenen "Billets de confiance" und die während des spanischen Bürgerkriegs 1937 in der Gemeinde Selva de Mar (Katalonien) hergestellten Notgeldscheine. Aber auch die Stadt Pößneck gab 1922 Notgeld auf dickem Pergament aus. Gutschein der Stadt Pößneck über 100 Mark vom 13. September 1922 aus dickem Pergament, Gültigkeit durch Stempel verlängert bis 5. Februar 1923, Druck einseitig. Holzgeld gab es in verschiedenen Arten im 19. Jahrhundert in Amerika. Interessant sind die in Reichenberg (Böhmen) 1848 als Geld in Umlauf gebrachten Damebrettsteine mit Siegelabdruck oder aufgeklebten Zetteln. Die "Wooden Nickels" in den USA entwickelten sich zu einem eigenen Sammelgebiet. Leicht zu erwerben ist auch heute noch des Hadersfelder (Österreich) Notgeld aus Sperrholzplatten. In Passau gab ein Gasthaus nach dem Zweiten Weltkrieg Notgeld auf dünnem Sperrholz von Streichholzschachteln aus. Abb. 29/30: Passau, Gasthaus zum "Dreiflusseck": 50 Bierpfennige ohne Datum (1946/47) auf dünnem Sperrholz einer Streichholzschachtel, Vorder- und Rückseite. Während der Inflation 1922/23 gab es in Deutschland Scheine auf Aluminiumfolie, die von der Stadt Teningen, dem dortigen Breisgauwalzwerk und von den Vereinigten Aluminiumwerken in Lautawerk ausgegeben wurden. Abb. 33/34 Teningen, Gemeinde: 100 Milliarden Mark vom 1. November 1923 auf goldfarbener Aluminiumfolie, Vorder- und Rückseite. Weitere Materialarten, die für die Herstellung von gedrucktem Geld Verwendung fanden, waren: Eisen: Lissabon (Portugal) 1937, Abel Pereira da Fonseca; Zelluloid: Calaf (Spanien) 1937, Falset (Spanien) 1937; Kunststoff: Neufelden (Österreich) 1920, Großbritannien, Militär- und Lagergeld nach dem Zweiten Weltkrieg. Nicht unerwähnt sollen die zwischenzeitlich in vielen Ländern ausgegeben modernen Banknoten aus Polymer-Kunststoff bleiben, die zu einem eigenen beliebten Sammelgebiet geworden sind. Die Zelluloid-Kapseln mit eingelegten Briefmarken gehören zum "Briefmarkengeld". Beads to bytes – Canada's national currency collection, Seite 58 mit Abbildungen und Informationen zum kanadischen Spielkartengeld. In Not- und Inflationszeiten verwendete man, wenn geeignetes Papier fehlte, zur Herstellung von Geld oft auch ein ursprünglich für einen anderen Zweck bestimmtes oder aber bereits bedrucktes Papier, z. B. Spielkarten, alte Aktien, Schuldverschreibungen, Gewinnanteilscheine und Zinskupons, Anteilscheine der Kriegsanleihe, Lotterielose, Sparkarten und Sparmarken, Fahrscheine der Straßen- und Eisenbahn, Post- oder Postscheckformulare, Lebensmittelmarken, Ansichts- und Postkarten, Kalenderblätter, Briefbogen, Quittungen, Geschäftskarten, Prospekte u.a. Aus der Vielzahl dieser Ausgaben können hier nur einige Beispiele aufgeführt werden: Spielkarten: Französisch-Kanada, 17. und 18. Jahrhundert, von 15 Sols bis 100 Livres; Aktien: Hannover-Linden, Hanomag 1923, 5, 50, 100, 200, 300 Millionen sowie 10 und 20 Milliarden Mark Schuldverschreibungen: Marburg, Stadt 1923, 50 Millionen Mark Gewinnanteilscheine: Chemnitz, Sächs. Werkzeugmaschinen-Fabrik B. Fischer 1923, 1 Million Mark; Einbeck, A. Stukenbrock 1923, 10, 20, 50, 100 Milliarden Mark; Leipzig, Hupfeld 1923, 1, 2, 3 Millionen Mark. Zinskupons: Crefeld, Stadt 1918, 10, 20 40 Mark; Düsseldorf, Stadt 1918, 10, 20, 100 Mark Lotterielose: Husum, Stadt 1923, Lose der Nordmark-Lotterie, 500.000, 10, 20, 50 Milliarden Mark; Neukirchen (Österreich), Gemeinde 1920, Lose der österreichischen Klassenlotterie, 6 x 50 Heller Sparkarten: Braunschweig, Sparkasse 1918, Notausgaben der Herzoglichen Leihhauskasse, 2 bis 500 Mark Sparmarken: Gronau, Stadt 1918, 10-, 20-, 50-Pfennig-Marken auf Karton geklebt Fahrscheine der Straßenbahn: Aachen, Straßenbahn- und Energie A.G. 1947, 10, 20 Pfennig; Ansfelden (Österreich), Gemeinde 1920, 20, 30, 50 Heller; Lodsch (Polen), Kolej Elektryczne 1916-1918, verschiedene Werte Fahrscheine der Eisenbahn: Hamm, Riecke 1918, 10, 25, 50 Pfennig; Passau, Wirtschaft "Dreieckfluss" 1917, 1, 5, 10, 25, 50 Bierpfennige; Recklinghausen und Witten, Reichsbahnhauptwerke 1923, 1 bis 100 Millionen Mark Postformulare: Bischofswerda, Kämmereikasse 1917, 50 Pfennig auf Telefongebührenzettel; Braunschweig, Pfankuch 1920, 10, 30 Pfennig, 1 Mark auf Reichspoststreifbändern Postscheckformulare: Oberpostdirektionen Berlin, Frankfurt a.M., Leipzig, Magdeburg, München, Stettin, Stuttgart, 500.000 bis 50 Billionen Mark auf Auszahlungs- oder Überweisungsformularen Lebensmittelmarken: Attendorn, Stadt 1923, 2 Milliarden bis 1 Billion Mark auf Milchkarten; München, K. O. Meier, 1 Pfennig auf Brotmarken, Südrussland (General Denikin) 1918, 5 Rubel auf russischen Brotmarken; Österreich kannte 1920 Scheine dieser Art von über 40 Städten und Gemeinden. Ansichtskarten: Frankfurt, Grundstückverwertungsgesellschaft 1918-1919, 10, 50 Pfennig; Altenmark (Österreich), Gemeinde 1920, 15, 20, 30, 50 Heller; Buch (Österreich), Gemeinde 1920, 20, 30, 50 Heller Postkarten: Niklasdorf (Österreich), Gemeinde 1920, 5, 10, 20, 50 Heller; Steinakirchen (Österreich), A. Aigner 1920, 10, 20, 40, 50 Heller; Grigoriopol (Sowjetunion) Konsum "EPO" 1920, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50 Kopeken, 1, 2 Rubel Kalenderblätter: Inzersdorf (Österreich), Gemeinde 1920, 5, 10, 20, 50 Heller Briefbogen: Deutsch-Ostafrikanische Bank 1917, 1 Rupie (Buschnote); Neustadt, Internationale Baumaschinenfabrik 1923, 500.000, 1, 2, 5, 10 Millionen Mark Quittungen: Idar, Elektrizitätswerk 1923, 1, 2 Millionen Mark; Thale, Stadt 1922, 5 x 50 Pfennig Geschäftskarten: Alt-Thann, Pienoz-Kachler 1914, 1/2, 1, 2, 3, 5, 10, 20 Mark; Geraberg, Just & Co 1923, 1, 2, 5 Millionen Mark; Mülheim, O. Habicht 1923, 500.000, 1, 3, 5 Millionen Mark Prospekte: Lichtenfels, Hourdeaux-Bergmann 1923, 20.000 bis 1 Millionen Mark; Simferopol (Sowjetunion), Theaterkomitee 1920, 1, 2, 5 Rubel. BRS-17cE: Braunschweig, Herzogliche Leihhauskasse, Notausgabe zu 150 Mark vom 1. November 1918 auf Sparkarte der Herzoglich Braunschweigischen Sparkasse, "Unverzinsliches Kriegsnotgeld", Vorder- und Rückseite, mit Entwertung durch Eckabschnitt. Groß-Graben (Schlesien), Hugo Heimann, Kolonialwaren: Notgeld zu 10 Pfennig ohne Datum auf Fahrkartenkarton der Deutschen Reichsbahn. Reichspostministerium Abt. München: Gutschein über 10 Millionen Mark vom 22. August 1923 auf Überweisungsformular des Postscheckamts München, Vorder- und Rückseite. Deutsch-Ostafrikanische Bank, 1 Rupie vom 1. Juli 1917, Rückseite auf einem Briefbogen des Kaiserlichen Hauptzollamts (sog. Briefkopfnote). Einen besonderen Platz nehmen die Scheine ein, die auf unbedruckten Rückseiten von alten Geldscheinen gedruckt wurden. Hier überwiegen nordamerikanische Ausgaben. Als Beispiele seien genannt: Bank of Augusta 1863: 5, 10, 25, 50, 75 Cents auf 1, 2, 3, 4 Dollar von 1836 Fluvanna, County 1862: 1 Dollar auf 1 Dollar von Washington Louisiana, State 1862: 1, 2, 3 Dollars auf Noten der Commercial and Agricultural Bank of Texas North Carolina, State 1861-1863: 25 Cents, 1, 2 Dollars auf älteren Noten Auch die erste Ausgabe der Belagerungsscheine von Mainz (1793) gehört hierher, da es sich um französische Assignaten handelt, die auf der Rückseite aufgewertet und als Belagerungsscheine von Mainz gekennzeichnet wurden. Mainz, Festung, französische Belagerung: 50 Livres vom Mai 1793 auf der Rückseite eines französischen Assignats über 25 Livres vom 24. Oktober 1792, Vorder- und Rückseite. In Düren benutzte man 1921 den fertiggestellten 100-Mark-Schein, zerschnitt ihn in drei Teile, die man überdruckte und als 25-, 50- und 75-Pfennig-Scheine ausgab. Die Stadt Kahla in Thüringen überdruckte einen Restbestand an 5- und 20-Mark-Scheinen von Offenburg zu 500.000 und 1-Million-Mark-Scheinen. Durch Aufdruck aufgewertete Scheine gab es sogar unter den Reichsbanknoten (1 Milliarde auf 1000 Mark und 500 Milliarden auf 5000 Mark). Außerdem existieren zahlreiche aufgewertete Notgeldscheine. Die Scheine von Rastenburg in Ostpreußen gab es sogar mit einem zweimaligen Aufwertungsdruck ( aus 10, 20 und 50 Mark wurden 500.000, 1 und 2 Millionen Mark und später 10, 20 und 50 Milliarden Mark). Häufig findet man Notgeldscheine, die auf einer ausgefallenen, ursprünglich für einen anderen Verwendungszweck gedachten Papiersorte gedruckt sind. So wurden viele von der Druckerei Himmer, Augsburg, hergestellte Scheine auf dem sog. "Tauenglanzpapier" gedruckt, das eigentlich für Umschläge von Schulbüchern und als besseres Packpapier verwendet werden sollte. Ebersberg, Marktmagistrat, Gutschein über 50 Pfennig vom 15. Dezember 1916 auf Tauenglanzpapier, Druck: J. P. Himmer, Augsburg, Vorder- und Rückseite. Weitere Scheine auf ungewöhnlichem Papier sind z. B.: Deutsch-Ostafrikanische Bank 1916, 1 Rupie (Buchst. L, M, N) auf durchscheinendem Ölpapier, das als Einwickelpapier für Munitionskästen gedacht war; Kolberg, W. Anhalt 1923, 500.000, 1 und 5 Millionen Mark auf farbigem Vorsatzpapier für Bücher. In Österreich gab es viele Scheine unter den Spezialausgaben (Sonderserien), die auf Glanzpapier gedruckt wurden. Zu erwähnen wären auch die Scheine, die aufgrund ihres improvisierten Fälschungsschutzes als ungewöhnlich anzusehen sind. Unter den französischen Assignaten befanden sich Ausgaben, bei denen die Oberfläche des Prägestempels durch Sprünge verändert wurde, was die Fälschung dieser Stempel erschweren sollte. Auch den polnischen Scheinen von 1794 wollte man auf diese Weise einen verstärkten Fälschungsschutz geben. Absichtlich eingedruckte Druckfehler sollten den Fälscher täuschen. Scheine dieser Art waren Herforder Notgeldscheine von 1917. Als wirklich originell kann man die Scheine mit einem Fingerabdruck bezeichnen. Wir kennen solche Notgeldscheine von den Kreisen Aurich, Hildburghausen, Olpe und Soldin und den Städten Hasslinghausen, Mohrungen und Münster. Mohrungen (Ostpreußen), Stadt: Geldersatzschein zu 5 Milliarden Mark vom 25. Oktober 1923 mit Fingerabdruck als Fälschungsschutzmerkmal. Lesen Sie hierzu auch folgenden Fachartikel: Ein Fingerabdruck als Sicherheitsmerkmal – Notgeld aus dem ostpreußischen Mohrungen Das sog. Schwundgeld weist eine Vielzahl von ungewöhnlichen Merkmalen auf, die dort erwähnt sind. Im Gegensatz zum Schwundgeld steht das verzinsliche Geld, das vor allem durch frühe Papiergeldarten bekannt wurde, die jedoch oft mehr den Charakter von Obligationen hatten (z. B. die österreichischen Obligationen von 1761-1794, die ohne Indossament übertragbar waren und auch als Papiergeld angesehen wurden). Die ersten französischen Assignaten von 1790 (200, 300 und 1000 Livres) waren zunächst mit 5%, dann mit 3% verzinslich und schließlich unverzinslich. Weitere Ausgaben verzinslicher Scheine sind: Argentinien: Confederacion Argentina in Paraná von 1861 Konföderierte Staaten von Amerika: verschiedene Ausgaben von 1861/62 Brasilien: verschiedene Notausgaben von 1895/96, wie die Pernambuco, Alagoas und Parahyba Belgien: Notgeldscheine von 1914-1916 aus verschiedenen Orten wie Diepenbeek, Hasselt und St. Truiden Österreich: Leitmeritz 1914, 1 Krone Deutschland: Breslau, Dorndorf 1923, 1, 2, 5 Millionen Mark; Grund, Stadt 1923, 100, 250 Millionen Mark; Lägerdorf, Gemeinde 1923, 1000, 1 Million Mark; Meinigen, Städtische Sparkasse 1923, 1, 5 Milliarden Mark; Ottmachau, Zuckerfabrik 1923, 50, 100 Milliarden, 1 Billion Mark. Vom Schwundgeld her sind bereits die Klebemarken auf Scheinen bekannt. Bei Währungsreformen nutzte man solche Marken, um den Scheinen einen Wert in der neuen Währung zu geben, so in der sowjetischen Besatzungszone Deutschlands 1948 und in Japan 1947. In der Tschechoslowakei und in Jugoslawien wollte man mit Marken die zugelassenen Noten des eigenen Landes von den sonst gleichen in anderen Ländern der früheren Österreichisch-Ungarischen Monarchie unterscheiden. Die Marken auf den ungarischen Noten der Inflation von 1945 waren Steuermarken, mit denen die im Wert reduzierten Noten ihren ursprünglichen Wert wieder zurückerhielten. Deutsches Freigeld (Schwundgeld) über 100 Mark vom 1. Januar 1933, Vorderseite mit Porträt von Silvio Gesell und Rückseite mit Klebemarken. Lesen Sie hierzu auch folgenden Fachartikel: Das Geld der Zukunft – Silvio Gesell und sein „Freigeld“ Ungarn, Magyar Nemzeti Bank: 10.000 Pengö vom 15. Juli 1945 mit Steuermarke. Das teilbare Geld entwickelte sich aus der im 19. Jahrhundert in einigen Ländern praktizierten Ersatzleistung für beschädigtes Papiergeld. Man zahlte nur für den noch vorhandenen Teil des Scheines im Verhältnis zum Nennwert des unbeschädigten Scheines. Ein halbierter Schein hatte also nur noch den halben Nominalwert. Die amtliche Teilung von Scheinen war meist mit einer Abwertung verbunden, wie z. B. in Finnland 1945, Griechenland 1922 und Indonesien 1950. Es gab außerdem auch geteilte Scheine mit einem halben Wertaufdruck, so in Polen 1924 (1 und 5 Groszy auf einer Hälfte des 500.000- bzw. 10-Millionen-Marek-Scheins), in Kolumbien 1942 (1/2 Peso auf einer Hälfte des 1-Peso-Scheins) und in Zypern 1943 (3 Piaster auf einer Hälfte des 1-Shilling-Scheins). Die zahlreichen Reklame- und Propaganda-, Theater-, Spiel-, Fantasie- und Scherzscheine und andere Papiere, die wie Geldscheine aussehen, jedoch nie die Funktion des Geldes ausgeübt haben, werden von vielen Sammlern auch mit zu den Geldscheinen besonderer Art gezählt. Fantasieschein über 50 Deutsche Mark vom 24. Oktober 2018 mit Porträt von Willy Brandt, Geldkunst von Matej Gábriš. Lesen Sie hierzu auch folgenden Fachartikel: Die Geld-Kunst des Matej Gábriš Noch mehr Geld-Kunst des Matej Gábriš Auch die als Zahlungsmittel vorgesehenen, aber nicht fertiggestellten oder nicht ausgegebenen Scheine, die sog. "verhinderten Geldscheine" können in diese Spezialsammlung eingeordnet werden. Polen, Narodowy Bank Polski: Nicht ausgegebene Banknote zu 20 Zlotych vom 1. März 1990, Vorderseite mit dem Krantor in Danzig, Druck: Giesecke + Devrient. Zum Schluss wäre noch das Briefmarkengeld zu erwähnen, das einen großen Raum im Rahmen dieses Spezialgebietes einnimmt und das mit seinen verschiedenen Arten nicht nur den Papiergeldsammler interessiert, sondern auch von vielen Briefmarken- und Münzsammlern (Kapselgeld) gesammelt wird. Albert Pick / Hans-Ludwig Grabowski (Überarbeitung und Bebilderung) Abb. Archiv für Geld- und Zeitgeschichte, Sammlung Grabowski
- Goldmark-Anteilscheine von Eschwege 1923
Als in der Hyperinflation vor 100 Jahren die deutsche Markwährung zusammenbrach, mussten viele Kommunen nach kreativen Lösungen zur Schaffung von wertbeständigem Anleihekapital oder Notgeld suchen. Eine von vielen seinerzeitigen Finanz-Innovationen waren wertbeständige Goldmarkanleihen, die auch als wertbeständiges Notgeld verwendet wurden und ab Mitte 1923 vermehrt in den Umlauf kamen. Die hessische Stadt Eschwege begab hierzu im Oktober 1923 eine Goldmarkanleihe deren Anteilscheine als wertbeständiges Notgeld umlief. Stadt Eschwege, Anteilschein Nummer 8822 zur 5%igen Goldanleihe aus dem Jahr 1923 über 1 Goldmark = 10/42 Dollar, ausgestellt am 25. Oktober 1923. Die Stadt Eschwege begab im Oktober 1923 eine 5%ige Goldanleihe über 200.000 Goldmark im Betrage von 21, 42 oder 105 Goldmark mit Valutaklausel (Goldmark 4,20 = 1 Dollar). Aus dieser Anleihe wurden als wertbeständiges Notgeld am 25. Oktober 1923 in der Stückelung von 1 Goldmark (= 10/42 Dollar) 9200 Anteilscheine abgeleitet. Die Inhaber dieser Scheine waren berechtigt, gegen entsprechende Anzahl Schuldverschreibungen in die Eschweger Goldanleihe nebst Zinsscheinbogen ohne jede Legitimation einzutauschen. Die Stadt Eschwege kaufte die Schuldverschreibungen der 5% Goldanleihe von 1923 und die davon abgeleiteten Anteilscheine außerhalb der geplanten, regulären Tilgungs- und Umtauschfristen ab Anfang 1924 zurück. Denn die mit 200.000 Goldmark geplante Anleihe konnte seinerzeit über die Anleihe und Anteilscheine nur mit insgesamt 27.300 Goldmark platziert werden, was die Erwartungen der Kommune bei Weitem nicht erfüllt hatte. Die Eschweger Goldmark-Anteilscheine liefen von Oktober 1923 bis Anfang 1924 als wertbeständiges Notgeld um. Hans-Georg Glasemann Bildquelle: Dank an N. K. (4/2023). Literaturnachweis: Klüßendorf, Dr. Niklot: Kreativität in der Finanzkrise – Die Goldmarkanleihe der Stadt Eschwege von 1923, Sonderdruck aus Eschweger Geschichtsblätter, 25. Jahrgang, Seite 47-66, Eschwege, 2014. Literaturempfehlung: Manfred Müller: Deutsches Notgeld, Band 12: Das wertbeständige Notgeld der deutschen Inflation 1923/1924 Titel: Gietl Verlag ISBN: 978-3-86646-519-0 Auflage: 1. Auflage 2011 Format: 14,8 x 21 cm Abbildungen: zahlreiche Schwarz-Weiß-Abbildungen Cover-Typ: Broschur Seitenanzahl: 608 Preis: 39,90 Euro
- Macau: Neue Gedenkbanknoten zu 10 Patacas
Ende Mai 2023 verausgabten die Banco da China und die Banco Nacional Ultramarino Banknoten zu 10 Patacas, von denen es Varianten mit Blume und Hase sowie Blume und Tiger gibt. Die beiden Banken können auf der Basis des Dekrets 30/2011 in den Jahren 2012 bis 2023 jährlich bis zu 20 Millionen Gedenkbanknoten zu je 10 Patacas zum jeweiligen Mondjahr ausgeben, hier also zum chinesischen Jahr des Tigers (2022) sowie zum Jahr des Hasen (2023). Banco da China 10 Patacas vom 1.1.2022 – Blume und Tiger (Linzmayer: B229) Rot, Orange und Grün Vorderseite: Chinesischer und portugiesischer Text, Blume und Tiger, chinesischer Tierkreis, Bank Logo, 10 in Funken, chinesische Laterne. Rückseite: Chinesischer und portugiesischer Text, Hauptgebäude der Banco da China in Macao; Kinder mit Feuerwerk außerhalb des Templo de A-Má, Blume und Tiger. 4 mm weiter Fenster-Sicherheitsfaden mit offengelegter 10; Wasserzeichen: Lotusblume und elektrotypische 10. Drucker: (Hong Kong Note Printing Limited) 138 mm x 69 mm. Papier. 10 Patacas vom 1.1.2023 – Blume und Hase (Linzmayer: B230) Rot, Orange und Grün Vorderseite: Chinesischer und portugiesischer Text, Blume und Hase, chinesischer Tierkreis, Bank Logo, 10 in Funken, chinesische Laterne. Rückseite: Chinesischer und portugiesischer Text, Hauptgebäude der Banco da China in Macao; Kinder mit Feuerwerk außerhalb des Templo de A-Má, Blume und Tiger. 4 mm weiter Fenster-Sicherheitsfaden mit offengelegter 10; Wasserzeichen: Lotusblume und elektrotypische 10. Drucker: (Hong Kong Note Printing Limited) 138 mm x 69 mm. Papier. Banco Nacional Ultramarino 10 Patacas vom 1.1.2022 – Blume und Tiger (Linzmayer: B084a) Rot, orange und grün Vorderseite: Chinesischer und portugiesischer Text, Blume und Tiger, chinesischer Tierkreis, Bank Logo, 10 in Funken, chinesische Laterne. Rückseite: Chinesischer und portugiesischer Text, Hauptgebäude der Banco da China in Macao; Kinder mit Feuerwerk außerhalb des Templo de A-Má, Blume und Tiger. 4 mm weiter Fenster-Sicherheitsfaden mit offengelegter 10; Wasserzeichen: Lotusblume und elektrotypische 10. Drucker: (Hong Kong Note Printing Limited) 138 mm x 69 mm. Papier. Quelle: Claudio Marana 10 Patacas vom 1.1.2023 – Blume und Hase (Linzmayer: B085a) Rot, Orange und Grün Vorderseite: Chinesischer und portugiesischer Text, Blume und Hase, chinesischer Tierkreis, Bank Logo, 10 in Funken, chinesische Laterne. Rückseite: Chinesischer und portugiesischer Text, Hauptgebäude der Banco da China in Macao; Kinder mit Feuerwerk außerhalb des Templo de A-Má, Blume und Tiger. 4 mm weiter Fenster-Sicherheitsfaden mit offengelegter 10; Wasserzeichen: Lotusblume und elektrotypische 10. Drucker: (Hong Kong Note Printing Limited) 138 mm x 69 mm. Papier. Michael Kurt Sonntag
- Die Rendsburger Festmarkscheine von 1923
Als in der Hyperinflation vor 100 Jahren die deutsche Markwährung zusammenbrach, wurden spezielle Finanzinstitute gegründet, die kreative Lösungen zur Schaffung von wertbeständigem Notgeld anboten. Ein Beispiel hierfür war die Deutsche Festmarkbank GmbH in Berlin. Die Festmarkbank emittierte 1923 in größeren Stückzahlen als wertbeständiges Notgeld Gutscheine auf Dollarbasis (Festmarkscheine) – in Fachkreisen auch Goldwechselscheine genannt. Auch der Landkreis Rendsburg emittierte im Oktober 1923 in der Währungseinheit „Festmark“ Gutschriftscheine seiner Goldkasse. Dr. Rudolf Wilhelmy berichtet 1962 in seiner Doktorarbeit: „Interessant ist die Entstehungsgeschichte der Festmarkscheine über 1 und 5 Festmark des Kreises Rendsburg vom 25. Oktober 1923. Das Hamburger Exporthaus Schlubach, Thiemer & Co., das schon zeitig in der Inflation in Anknüpfung an die alte Hamburger Bankomark-Tradition einen „Mark-Banco“-Verkehr eingerichtet hatte, verfügte zwar laufend über Devisen, konnte dafür aber Goldanleihestücke und Hamburger wertbeständiges Notgeld nicht immer in genügender Menge erhalten. Zur Zahlung der Löhne und Gehälter und der hohen Frachtrechnungen war man daher auf größere Papiermark-Beträge angewiesen. Papiermark wurde aber mit fortschreitender Entwertung wegen der Verzögerung beim Druck neuer, höherwertiger Noten immer knapper. Man fand einen Ausweg: Dr. Roderich Schlubach, der Inhaber des Exporthauses, war befreundet mit dem Landrat des Kreises Rendsburg, Theodor Steltzer, der mit Sorge die Annahmeverweigerung der Papiermark durch die Bauern seines überwiegend landwirtschaftlich geprägten Kreises verfolgte. Zur Behebung der beiderseitigen Nöte wurde beim Kreisausschuss eine Goldmarkkasse errichtet. Hier gaben Unternehmer und Bauern ihre nicht sofort benötigten Papiermarkbeträge gegen Goldmarkgutschrift zum Dollarkurs des folgenden Tages ab. Bis zum nächsten Tag wurden die Papiermarkbeträge zu Schlubach, Thiemer & Co. nach Hamburg gebracht und mit der Goldmarkkasse zum Tageskurs gutgeschrieben. Von allen Seiten wurde spesenfrei gearbeitet; nur das Hamburger Exporthaus hatte einen geringen Zins an die Goldmarkkasse zu entrichten. Anfangs verfügten die Einleger in Rendsburg nur auf dem Giroweg über ihre Kontoguthaben. Als aber der Ruf nach wertbeständigen Zahlungsmitteln immer lauter wurde, ließ die Goldmarkkasse am 25.Oktober wertbeständiges Notgeld drucken, das sie den Guthabeninhabern in Höhe ihrer Salden am 25.10.1923 aushändigte. Diese verwendeten es auf Ersuchen der Gewerkschaften zu Lohnzahlungen, womit es Eingang in den allgemeinen Zahlungsverkehr fand. Bald stellte sich ein Mangel heraus: es fehlte das Kleingeld zu den Scheinen über 1 und 5 Festmark (1 Festmark war gleich 1 Goldmark: 4,2 Goldmark = 1 Dollar). Daraufhin gaben mehrere Industriebetriebe und Händler „Gutscheine zum wertbeständigen Kreisgeld“ in verschiedenen Wertstufen zwischen 1 und 50 (Gold)-Pfennigen heraus. Aus Rendsburg und Büdelsdorf sind insgesamt zehn solcher Kleingeldausgaben bekannt, darunter von der Aktiengesellschaft der Holler'schen Carlshütte bei Rendsburg und von zwei Konsumvereinen. Insgesamt ist unter Bürgschaft des Kreises für rund 500.000 Goldmark wertbeständiges Kreisgeld ausgegeben worden; es war vom Regierungspräsidenten, nicht aber vom Reichsminister der Finanzen genehmigt.“ Gutschriftschein Nummer 209541 der Goldmarkkasse des Kreises Rendsburg über eine Festmark (Goldmark), ausgestellt am 25. Oktober 1923 durch den Kreisausschuss Kreis Rendsburg. Die Konditionen der Gutschriftscheine werden vorderseitig wie folgt beschrieben: „Über die Festmarkkonten der Goldmarkkasse kann mit täglicher Kündigung verfügt werden. Die Festmarkkonten sind durch kurzfristig realisierbare Sicherheiten gedeckt, außerdem haftet für sie der Kreis Rendsburg. Die Goldmarkkasse des Kreises Rendsburg schreibt dem Einlieferer dieses Gutschriftscheines (1 Goldmark) auf Festmarkkonto gut. Dieser Gutschein erlischt 30 Tage nach öffentlicher Aufrufung. Eine Festmark ist die im Münzgesetz vom 1.6.1909 festgesetzte Mark deutschen Reichsgoldgeldes. Diese Festmark „Deutsche Goldmark“ entspricht dem Verhältnis 1 Golddollar nordamerikanischer Währung: 4.20 = 1 Festmark.“ Hans-Georg Glasemann Bildquelle: Dank an Privat Literaturhinweis: Wilhelmy, Rudolf; Geschichte des deutschen wertbeständigen Notgeldes von 1923/1924, Dissertation, Berlin, 1962. Literaturempfehlung: Manfred Müller: Deutsches Notgeld, Band 12: Das wertbeständige Notgeld der deutschen Inflation 1923/1924 Titel: Gietl Verlag ISBN: 978-3-86646-519-0 Auflage: 1. Auflage 2011 Format: 14,8 x 21 cm Abbildungen: zahlreiche Schwarz-Weiß-Abbildungen Cover-Typ: Broschur Seitenanzahl: 608 Preis: 39,90 Euro
- Die Iwein-Sage auf Serienscheinen von Schmalkalden
Die an Geschichte reiche Fachwerkstadt Schmalkalden – denken wir nur an den 1530/31 hier gegründeten Schmalkaldischen Bund – liegt im fränkisch geprägten Süden Thüringens und wurde bereits im Jahr 874 erstmals urkundlich erwähnt. Der Ort entstand in fränkischer Zeit an einer wichtigen Passstraße über den Thüringer Wald und stand bereits vor 1115 unter der Herrschaft der Ludowinger, der späteren Landgrafen von Thüringen, die große Teile des heutigen Thüringens und Hessens beherrschten. In Schmalkalden ist im Keller eines mittelalterlichen Hauses ein Schatz verborgen, von dem viele noch nie gehört haben, der aber bereits 1921 für eine ganze Serie von Notgeldscheinen des Kreises Herrschaft Schmalkalden die Motive bot. Es handelt sich um die Darstellung des romantischen Iwein-Epos in mittelalterlichen Wandmalereien im sog. "Hessenhof", bei denen es sich um nicht weniger als eine der ältesten profanen Wandmalereien nördlich der Alpen handelt. Um ihre Herrschaftsansprüche auf die Region zu sichern, bauten die Ludowinger Schmalkalden zur Stadt mit einer eigenen Burg (Walrabsburg) und Umwehrung aus. 1203 wurde Schmalkalden während der Kämpfe zwischen dem Stauferkönig Philipp von Schwaben und dessen Gegenkönig aus dem Hause der Welfen Otto IV. von Philipps Truppen schwer zerstört. Die Thüringer bauten die Stadt aber rasch wieder auf und es entstand ein landgräflicher Hof, der als Stadtresidenz diente. Hier soll zeitweise auch die Heilige Elisabeth von Thüringen residiert und 1227 ihren Gemahl Ludwig IV. von Thüringen und Pfalzgraf von Sachsen in den Kreuzzug verabschiedet haben, aus dem er nicht mehr zurückkehrte. Nach dem Tod von Heinrich Raspe, des letzten ludowingischen Landgrafen von Thüringen und im Verlauf des daraufhin einsetzenden thüringisch-hessischen Erbfolgekriegs fiel Schmalkalden 1247 an die Grafen von Henneberg. 1360 verkauften die Henneberger die ideelle Hälfte an die Landgrafen von Hessen, womit eine bis 1583 andauernde Doppelherrschaft über Schmalkalden begann. Ab 1360 wurde damit aus dem einstigen thüringischen Landgrafenhof der sog. "Hessenhof". Ab 1583 gehörte die Region um Schmalkalden vollständig zur Landgrafschaft Hessen bzw. Hessen-Kassel. Nachdem Hessen-Kassel 1866 an Preußen fiel, gehörte das Gebiet ab 1868 zur preußischen Provinz Hessen-Nassau. Als Landkreis Herrschaft Schmalkalden bestand es als hessische bzw. preußische Exklave im Süden Thüringens noch bis 1944. Mit der Auflösung der Provinz Hessen-Nassau und der Zusammenlegung thüringischer Gebiete kam der Kreis ab 1. Juli 1944 zusammen mit dem preußischen Regierungsbezirk Erfurt zum Gau Thüringen. Der Landkreis Herrschaft Schmalkalden war 280 qkm groß und hatte 1905 rund 41.000 und 1939 rund 52.000 Einwohner. Der "Hessenhof" im 16. Jahrhundert. Rekonstruktionszeichnung aus der Sammlung des Museums Schloss Wilhelmsburg, Schmalkalden. Erinnerungstafel am "Hessenhof" in Schmalkalden. Szene aus den insgesamt 26 mittelalterlichen Fresken im Keller des "Hessenhofes", die die Iwein-Sage darstellen. Erstmals in den Fokus der Öffentlichkeit gerieten die Wandmalereien durch eine Veröffentlichung von C. W. Hase aus dem Jahr 1893, der die Szenen aber fälschlich mit der Heiligen Elisabeth von Thüringen in Verbindung brachte. Erst eine Veröffentlichung von Paul Weber aus dem Jahr 1906 eröffnete eine weitreichende Interpretation der mittelalterlichen Iwein-Sage. "Her Hartman vo Owe" (Herr Hartmann von Aue), idealisierte Miniatur im Codex Manesse, um 1300) Das Iwein-Epos Autor der immerhin 8.166 Verse umfassenden Iwein-Saga war Hartmann von Aue (geb. 1160 bis 1170, gest. zwischen 1210 und 1220). Er verfasste das Epos Ende des 12. Jahrhunderts in einer Zeit, als die höfische Dichtung auf dem Höhepunkt war und ritterliche Ideale und Abenteuer der Stoff, aus dem die Helden sind. Er gehörte neben Walther von der Vogelweide und Wolfram von Eschenbach zu den bekanntesten Vertretern der mittelhochdeutschen Literatur seiner Zeit. Chrétien de Troyes (um 1140 bis um 1190) gilt als Begründer des Höfischen Romans und war einer der bedeutendsten Autoren der altfranzösischen Literatur. Er schuf Vers-Romane, die die europäische Literatur nachhaltig beeinflusst haben. Um 1160 bis 1170 entstand seine Erzählung "Erec et Enide" mit 7.000 Versen als sein erster Artus-Roman, basierend auf der Artus-Sage, die wiederum keltische Wurzeln hat und auf die Kämpfe der Kelten gegen sächsische Eroberer zurückgeht. Zwischen 1177 und 1190 entstand sein Roman "Yvain ou Le Chevalier au lion" (Iwein oder der Löwenritter, kurz auch "Yvain") in 6.818 Versen. Diese beiden französischen Artus-Erzählungen von Chrétien de Troyes dienten Hartmann von Aue als Vorlagen für sein Iwein-Epos, in dem er beide Erzählungen miteinander verband. Iwein, der Held der Sage, ist ein Ritter der Tafelrunde am Hofe von König Artus. Durch die gesamte Handlung ziehen sich ritterliche Tugenden wie Tapferkeit und Treue, Anstand und Mäßigung, Minne (Verehrung der Frauen) und Frömmigkeit. Die Wandmalereien beziehen sich auf die erste Hälfte des Vers-Romans. Rudolf Zießler beschrieb in seiner Arbeit "Die Iweinmalereien im Hessenhof zu Schmalkalden" diesen Teil der Iwein-Sage wie folgt: König Artus und seine Gemahlin hielten Hof auf der Burg Karidol, um mit vielen vornehmen Rittern und Frauen gemeinsam das Pfingstfest zu begehen. Sechs Ritter sitzen in einem Raum vor der königlichen Schlafkammer beisammen und erzählen sich ihre Abenteuer. Kalogreant berichtete von einem seltsamen Erlebnis im Walde von Breziljan in der Bretagne, das er vor Jahren hatte. Nach beschwerlichem Ritt durch dichten Wald war er zu einer Burg gelangt und dort gut aufgenommen worden. Folgenden Tages kam er mitten im Urwald zu einem großen Hof, wo sich wilde Tiere gegenseitig bekämpften. Mitten unter ihnen, von den Tieren unbehelligt, saß ein Waldmensch mit großer Keule. Von Kalogreant befragt, ob und wo es Abenteuer zu bestehen gäbe, verwies ihn dieser auf einen etwa drei Meilen entfernten Zauberbrunnen, wo er Wasser zu schöpfen und auf einen Stein auszugießen habe. Kalogreant fand den Brunnen im Schatten einer Linde, auf deren Ästen unzählige Vögel saßen. Er schöpfte Wasser und goß es aus. In diesem Moment blitzte, donnerte und hagelte es, so daß die Vögel erschreckt davonflogen. Das Unwetter hatte sich kaum gelegt, als ein Ritter ungestüm heranritt, Kalogreant zum Kampf aufforderte und diesen vom Sattel stach. Ohne sich um den abgeworfenen Kalogreant weiter zu kümmern, ritt er davon, das Pferd des Besiegten mit sich führend. Auch König Artus wurde von dem Abenteuer berichtet. Er war davon so fasziniert, daß er beschloß, binnen zwei Wochen mit seinen Rittern in diesen Wald zu reiten und den Brunnen und den geheimnisvollen Ritter zu suchen. Iwein aber hatte für sich schon früher den Entschluß gefaßt, dieses Abenteuer zu bestehen. Ganz heimlich traf er seine Vorkehrungen und machte sich auf den Weg. Er fand alles so, wie es Kalogreant beschrieben hatte. Kaum hatte er das Wasser geschöpft und auf die Steinplatte gegossen, setzte das Unwetter ein und der Herr des Brunnens, Askalon, sprengte heran. Im Kampf verletzte Iwein Askalon tödlich. Dieser floh auf seine Burg, von Iwein hart verfolgt. Konnte Askalon den rettenden Burghof erreichen, so wurde Iwein im Burgtor von herabfallenden Gattern überrascht und gefangen. In seiner Not kam Iwein Lunete zu Hilfe, die Kammerfräulein von Askalons Gemahlin Laudine war und Mitleid mit dem ihr bekannten jungen Ritter hatte. Sie reichten ihm einen Zauberring, der ihn unsichtbar machte. Später verbarg sie ihn in einem anderen Raum der Burg. Derweilen suchten Askalons Gefolgsleute überall nach dem Mörder ihres Herrn, jedoch vergeblich. Iwein sah Laudine, die ihren Gemahl betrauerte, und wurde von jäher Liebe zu ihr ergriffen. Lunete wußte um diese Liebe und bewog ihre Herrin zur Heirat mit Iwein. Diese willigte schließlich ein, war ihr doch bewußt, ohne männlichen Schutz den Brunnen, das Land und die Ehre zu verlieren. Laudine beriet sich mit den Würdenträgern ihres Landes, sie fand auch deren Zustimmung. Zu Iwein sagte sie: Wenn Ihr auch meinen Mann erschlagen habt, so habt Ihr Euch doch als tapfer erwiesen. Mit Gottes Hilfe bin ich nun durch Euch von aller fremder Anmaßung beschützt. Ich mag Euch gerne, mögt Ihr mich?" So wurden beide vermählt und die Hochzeit gefeiert. Wenige Tage danach kam König Artus mit seinem Gefolge zum Brunnen. Iwein als neuer Herr des Brunnens zog zum Kampf aus und schlug Key, der anstelle des Königs zum Kampf antrat, aus dem Sattel. Iwein gab sich Artus zu erkennen. Danach wurden der König und die Ritter herzlich auf die Burg eingeladen. Artus und sein Gefolge nahmen nach Tagen des Feierns Abschied. Auch Iwein, von seinem Gefährten Gawein überredet, nahm von seiner Gemahlin Laudine auf ein Jahr Urlaub, um neue Abenteuer zu suchen. Das Jahr verstrich unvermerkt. Iwein wurde zu spät bewußt, sein Versprechen gegenüber Laudine auf pünktliche Rückkehr nicht gehalten und damit seine Ritterehre verloren zu haben. Es befiel ihn Schwermut und Wahnsinn, er irrte umher. Er ist nackt und verwildert. Schlafend wird Iwein von Frauen gefunden, erkannt und von seinem Wahnsinn geheilt und in die Gesellschaft zurückgeführt. Als Dank besiegt er Graf Aliers, der seine Retterin, Frau von Narison, und deren Land bedrohte. Bald danach begegnet ihm in einem Wald ein Löwe, der mit einem Drachen kämpfte. Iwein tötete den Drachen, der Löwe dankte ihm mit Anhänglichkeit und Treue und wurde sein ständiger Begleiter (Iwein, der Ritter mit dem Löwen). Sein Weg führte ihn wieder zum Zauberbrunnen. Dort fand er Lunete gefesselt. Sie war seinetwegen der Treulosigkeit gegenüber ihrer Herrin Laudine beschuldigt und zum Feuertod verurteilt. Iwein besiegte den Truchseß und deren Brüder, Lunete wurde wieder ehrbar. Zuvor hatte er noch – im Wettlauf mit der Zeit – einen Kampf mit dem Riesen Harpin erfolgreich bestritten und unschuldige Kinder vor dem sicheren Tod bewahrt. Später war er über zwei weitere Riesen erfolgreich und befreite 300 Jungfrauen von schamloser Ausbeutung und Erniedrigung. Den letzten großen Kampf bestritt er gegen seinen Freund Gawein in einem Erbstreit der Töchter des Grafen vom Schwarzen Dorn. Es war ein gleichwertiger Kampf, beide Ritter stritten bis zur Erschöpfung. Schließlich gaben sie sich zu erkennen. In edler Großmut und im Freundesdienst wollte jeder der Besiegte sein. König Artus legte endlich den Streit der Schwestern durch Schiedsspruch bei. Iwein zeigt sich als wahrer Ritter mit edler Gesinnung. Er schlägt alle Belohnungen und Ehrenbezeugungen aus, er verzehrt sich in Liebe zu seiner Frau Laudine, die er schließlich mit Lunetes Hilfe erneut gewinnt. Im "Hessenhof" in Schmalkalden werden insgesamt 26 Szenen der Iwein-Sage in sieben Bildstreifen an einem Tonnengewölbe dargestellt. Die Szenen der Wandmalereien im "Hessenhof" Pfingstfest am Hofe von König Artus / Artus und Gemahlin pflegen der Ruhe / im Nebenraum unterhalten sich Gawein, Iwein, Dodines, Segremors, Key und Kalogreant Iwein reitet auf Abenteuer aus Iwein begegnet dem Riese mit den wilden Tieren Iwein am Zauberbrunnen Iweins Kampf mit Askalon Iwein verfolgt Askalon auf seine Burg Iwein als Gefangener zwischen den beiden Toren, Lunete überreicht den Zauberring Laudine betrauert den auf dem Totenbett liegenden Askalon Askalons Mannen suchen Iwein Lunete berät Laudine Iwein wird zu Laudine gebracht Laudine berät sich mit den Würdenträgern ihres Landes Das Eheversprechen (Verlöbnis) Das Beilager Hochzeitsmahl König Artus am Zauberbrunnen Iwein sticht Key vom Pferd Iwein kehrt zur Burg zurück Begrüßung der Gäste auf der Burg Iweins Iwein reitet durch den Wald Iwein hilft dem Löwen im Kampf gegen den Drachen Die Szenen 22 bis 26 sind leider nicht mehr bestimmbar, da kaum noch erhalten. Szenen der Wandmalereien auf Serienscheinen Der Kreis Herrschaft Schmalkalden gab mit Datum vom 1. Juli 1921 und Gültigkeit bis 30. September 1922 eine Serie von sechs Scheinen zu je 50 Pfennig mit Szenen aus den Wandmalereien zur Iwen-Sage aus dem "Hessenhof" als "Reihe 2" aus (siehe Grabowski/Mehl 1184.2). Die Versandtütchen der drei Reihen Serienscheine des Kreises Herrschaft Schmalkalden vom Juli 1921. Rückseite des Versandtütchens der Reihe 2 zur Iwein-Sage. Als Reihe 1 waren "Schmalkalder Landschaftsbilder" und als Reihe 3 "Führer des Schmalkalder Bundes 1537" mit gleichen Nominalen sowie gleichem Ausgabedatum und Ablauf der Gültigkeit erschienen. Wie auf den Scheinen aller drei Reihen angegeben, stammten die Entwurfszeichnungen von Kurt Jäckel und der Druck erfolgte bei der Firma Feodor Wilisch in Schmalkalden. Eine wichtige Erkenntnis aus dem Studium der Iwein-Sage ist, dass die bisher in der Literatur angegebene Reihenfolge der Scheine innerhalb der Serie korrigiert werden muss. Auf den Scheinen selbst ist keine Reihenfolge angegeben, also z. B. "Bild 1" usw. Man muss die Scheine demnach konsequent nach den Szenen der Wandbilder aus dem "Hessenhof" und damit nach der Handlung der Sage selbst sortieren. 1. Iwein am Zauberbronnen / Speerkampf Szenen 4 (Iwein am Zauberbrunnen) und 5 (Iweins Kampf mit Askalon) der Wandmalereien, richtig Schein 1 und nicht 5 der Serie! Kreis Herrschaft Schmalkalden: 50 Pfennig vom 1. Juli 1921 (Reihe 2), einheitliche Vorderseite und Rückseite mit den Szenen "Iwein am Zauberbronnen" und 5 "Speerkampf". 2. Lunete reicht Iwein den Zauberring / Askalon auf dem Totenbett Szenen 7 (Iwein als Gefangener zwischen den beiden Toren, Lunete überreicht den Zauberring) und 8 (Laudine betrauert den auf dem Totenbett liegenden Askalon) der Wandmalereien, richtig Schein 2 und nicht 1 der Serie! Kreis Herrschaft Schmalkalden: 50 Pfennig vom 1. Juli 1921 (Reihe 2), einheitliche Vorderseite und Rückseite mit den Szenen "Lunete reicht Iwein den Zauberring" und "Askalon auf dem Totenbett". 3. Die Mannen suchen Iwein / Lunete berät Laudine Szenen 9 (Askalons Mannen suchen Iwein) und 10 (Lunete berät Laudine) der Wandmalereien, richtig Schein 3 der Serie. Kreis Herrschaft Schmalkalden: 50 Pfennig vom 1. Juli 1921 (Reihe 2), einheitliche Vorderseite und Rückseite mit den Szenen "Die Mannen suchen Iwein" und "Lunete berät Laudine". 4. Laudine verkündet ihre Wahl Szene 12 der Wandmalereien (Laudine berät sich mit den Würdenträgern ihres Landes), richtig Schein 4 und nicht 2 der Serie! Kreis Herrschaft Schmalkalden: 50 Pfennig vom 1. Juli 1921 (Reihe 2), einheitliche Vorderseite und Rückseite mit "Laudine verkündet ihre Wahl". 5. Das grosse Festmahl Szene 15 (Hochzeitsmahl) der Wandmalereien, richtig Schein 5 und nicht 6 der Serie. Kreis Herrschaft Schmalkalden: 50 Pfennig vom 1. Juli 1921 (Reihe 2), einheitliche Vorderseite und Rückseite mit "Das grosse Festmahl". 6. Speerkampf Iweins mit Key Szene 17 (Iwein sticht Key vom Pferd) der Wandmalereien, richtig Schein 6 und nicht 4 der Serie! Kreis Herrschaft Schmalkalden: 50 Pfennig vom 1. Juli 1921 (Reihe 2), einheitliche Vorderseite und Rückseite mit "Speerkampf Iweins mit Key". Ein Schein behält also seinen Platz in der Serie, die anderen fünf sollten umsortiert werden. Dr. Keller hatte keine Reihenfolge angegeben, Kai Lindman (Werner Kieselbach) hatte sich wohl nicht intensiv mit der Iwein-Sage beschäftigt und ich habe seine falsche Reihenfolge übernommen. Man wusste es eben nicht besser. Ein Fehler, der nun korrigiert werden kann. Rekonstruiertes Kellergewölbe mit Fresken der Iwein-Sage (Abb. Museum Schloss Wilhelmsburg, Schmalkalden) Die Wandmalereien heute Wer jetzt Lust bekommen hat, die originalen Wandmalereien selbst in Augenschein zu nehmen, der muss enttäuscht werden. Leider sind die Kellerräume im "Hessenhof" nicht öffentlich zugänglich, um so die wertvollen Fresken vor weiterem Verfall zu bewahren. Damit sich Besucher dennoch einen Eindruck davon machen können, wurde aber eine Kopie des Kellergewölbes mit den Wandmalereien unter der Schlosskirche der Wilhelmsburg in Schmalkalden angefertigt. Hierzu haben Spezialisten verschiedenste Strukturen des Putzes und der Farben getestet, um eine möglichst originalgetreue Darstellung zu erreichen. Schmalkalden ist auf jeden Fall eine Reise wert, nicht nur wegen der Wandbilder. Bei der Gelegenheit sollte man sich auch die Wilhelmsburg, eines der schönsten Renaissance-Schlösser Deutschlands, und die Altstadt mit den vielen Fachwerkhäusern nicht entgehen lassen. Hans-Ludwig Grabowski Abb. Geldscheine (Archiv für Geld- und Zeitgeschichte, Sammlung Grabowski)
- Katalog zum Papiergeld von Sachsen auf CD-ROM
Mathias Bühn: Das Papiergeld von Sachsen 1772-1949 Spezialkatalog mit allen Varianten Komplette Ausgabe in vier Bänden Pirna 2019, komplett farbig Preis: 20,00 Euro inkl. Versand Auf 2.250 Seiten ist das bekannte sächsische Papiergeld des Kurfürstentums, des Königreichs, des Freistaates, des Deutschen Reiches, des Großdeutschen Reiches und unter alliierter Besatzung aufgeführt. Bereits 2019 erschien nach fast zwei Jahrzehnten intensiver Arbeit das vierbändige Werk des Autors zum Papiergeld von Sachsen, das wir hier im Gelschein-Blog vorgestellt haben. Der Preis für die gedruckten Bücher (320,00 Euro) ist absolut gerechtfertigt, bedenkt man den Umfang und die geringe Auflage. Er wird aber doch einige Interessenten davon abgehalten haben, sich die vier Bände zu gönnen. Nun gibt es eine praktische Alternative, was viele Sammler freuen wird. Der Autor bietet eine CD-ROM an, auf der alle vier Bände als PDF mit dazu gehörigen Menüs zu finden sind. Die Bände enthalten: Band 1: Staatspapiergeld und Notgeldscheine Adorf bis Cunewalde Band 2: Notgeldscheine Dahlen bis Kupferhammer-Grünthal Band 3: Notgeldscheine Langburkersdorf bis Oybin Band 4: Notgeldscheine Paunsdorf bis Katalogende Kenner wissen, dass die Notausgaben von Sachsen zu den umfangreichsten Sammelgebieten der deutschen Inflation überhaupt zählen. Gerade deswegen, ist die Leistung des Autors nicht hoch genug einzuschätzen. Die CD-ROM kann direkt unter E-Mail: MathiasBuehn@gmx.de bestellt werden. Hans-Ludwig Grabowski
- Deutschland: G+D erhielt IACA Excellence in Currency Award für die „Green Banknote“
München/Mexiko City, 17. Mai 2023 – Der IACA Excellence in Currency Award wird von der International Association of Currency Affairs (IACA) für das beste neue ökologische Nachhaltigkeitsprojekt im Banknotenbereich verliehen. Giesecke+Devrient (G+D) wurde nun für seine „Green Banknote“ mit diesem Preis ausgezeichnet. Die International Association of Currency Affairs (IACA) ist einer der größten Verbände in der Bargeldindustrie und verleiht Branchenpreise in verschiedenen Kategorien, darunter auch für nachhaltige Umweltprojekte. Auf der Currency Conference in Mexiko wurde G+D jetzt für seine „Green Banknote" mit dem IACA Excellence in Currency Award ausgezeichnet. Die unter Berücksichtigung von Umweltaspekten entwickelte neue Banknote wurde von G+D im Jahr 2022 vorgestellt und weltweit mit großem Beifall aufgenommen. Mehrere Länder haben in diesem Jahr bereits Aufträge für die „Green Banknote“ platziert. Die „Green Banknote“ von G+D wurde mit dem IACA Excellence in Currency Award ausgezeichnet. (Quelle: G+D) Die „Green Banknote“ vereint eine Reihe innovativer technologischer Maßnahmen, um den ökologischen Fußabdruck bei der Herstellung und Nutzung von Banknoten im Bargeldkreislauf deutlich zu verringern. So werden natürliche, zertifizierte Fasern in einem nachhaltigen Produktionsprozess verwendet. Die verwendete Bio-Baumwolle kommt ohne synthetische Düngemittel und Pestizide aus und der FSC® (FSC-C138716)-zertifizierte Zellstoff stammt ausschließlich aus nachhaltig bewirtschafteter europäischer Forstwirtschaft. Dieser Materialmix reduziert den CO2-Fußabdruck des Papierkerns der Banknote um 63 Prozent. Der Kunststoffanteil im Hybrid-Substrat der Green Banknote ist im Vergleich zu Polymer-Banknoten um 86 Prozent geringer. Die Laminierfolie wird um ein Drittel von 6 µm auf 4 µm reduziert und die Trägerfolie für Sicherheitsfäden und -folien besteht zu 70 Prozent aus recyceltem PET. Außerdem wird zum ersten Mal mineralölfreie Farbe für den Banknotendruck verwendet. Zugleich ist die „Green Banknote“ sehr langlebig. Je länger sie unbeschädigt und sauber im Umlauf bleiben, desto weniger neue Banknoten müssen nachproduziert werden. „Mit der ‚Green Banknote‘ setzen wir ein Zeichen für einen nachhaltigen und unter ökologischen Gesichtspunkten optimierten Bargeldkreislauf“, erklärt Bernd Kümmerle, Geschäftsführer der Division Banknote Solutions bei G+D Currency Technology. „Der IACA Excellence in Currency Award bestätigt unser Nachhaltigkeitsengagement und die Zukunftsorientierung unseres Angebots. Wir sehen ihn als Ansporn für die kontinuierliche Weiterentwicklung umweltfreundlicher Lösungen für den Zahlungsverkehr.“ Weitere Informationen zur „Green Banknote“ unter www.greenbanknote.gi-de.com. Über Giesecke+Devrient Giesecke+Devrient (G+D) ist ein weltweit tätiger Konzern für Sicherheitstechnologie mit Hauptsitz in München. Als verlässlicher Partner für internationale Kunden mit höchsten Ansprüchen sichert G+D mit seinen Lösungen die essenziellen Werte dieser Welt. Dabei entwickelt das Unternehmen maßgeschneiderte Technologie mit Leidenschaft und Präzision in vier Kernfeldern: Bezahlen, Konnektivität, Identitäten und Digitale Infrastrukturen. G+D wurde 1852 gegründet. Im Geschäftsjahr 2022 erwirtschaftete das Unternehmen mit mehr als 12.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen Umsatz von 2,53 Milliarden Euro. G+D ist mit 103 Tochtergesellschaften und Gemeinschaftsunternehmen in 33 Ländern vertreten. Weitere Informationen: www.gi-de.com Giesecke+Devrient Pressemitteilung
- Aus Papier: Guinea, Pound, Shilling, Sovereign und Penny
In Filmen oder in der Literatur aus oder über England begegnet man oft unterschiedlichen Währungsbezeichnungen: der Guinea, dem Pound (Sterling), dem Sovereign oder dem Penny. Dem deutschen Betrachter oder Leser ist nicht immer ganz klar, wie die Umrechnungen früher und heute zu bewerten sind. Guinea Im Mai 1660 erreichte König Charles II. England bei Dover; nach dem Bürgerkrieg verlieh ihm das Parlament in London die Königswürde. Drei Jahre später ließ er goldene Münzen prägen. Diese Guinea-Münzen wurden nach den goldreichen Gebieten im afrikanischen Guinea benannt; sie wrden letztmalig 1814 ausgeprägt und waren bis 1816 im Umlauf. Die vielen Kriege zwischen Frankreich und Großbritannien im 18. Jahrhundert, die hohen Zölle, See- und Wirtschaftsblockaden sowie Unruhen nach der Vereinigung des Königreichs Großbritannien mit Irland 1801 sind Gründe der wirtschaftlichen Schwierigkeiten auf der Insel. Abb. 1: 1 Gold-Guinea 1663, geprägt aus 22 Karat Gold, von der African Company geliefert – 8,32 g/917er Gold – mit Münzzeichen Elefant; heutiger Wert etwa 45.000 Euro Abb. 2: Karte von Guinea aus dem Jahre 1727, Originalbezeichnung: „Negroland and Guinea with the European Settlements, Explaining what belongs to England, Holland, Denmark, etc.“ gezeichnet vom Geograph Herman Moll, gedruckt von Thomas Bowles in Cornhill Ursprünglich betrug ihr Nennwert 20 britische Schilling, also ein Pfund Sterling. Der Goldgehalt betrug etwa 8,4 g, womit sie etwas leichter war als die Vorgängermünzen Laurel und Unite. Der Umrechnungskurs zur Silbereinheit Pfund Sterling schwankte mit dem Verhältnis des Preises von Silber zu Gold. Der Wert der Guinea stieg auf bis zu 27 Schilling. Nach der großen Münzreform von 1696 wurde ihr Wert auf 21½ Schilling und schließlich 1717 auf 21 Schilling festgesetzt und ist bis heute als Rechnungseinheit in Gebrauch. Eine Guinea wurde als „1g“ oder „1gn“ oder im Plural „3gs“ oder „3gns“ geschrieben. Sie wurde in einem sog. Gentleman-Betrag als 1 Pound angesehen. Man bezahlte Händler und Handwerker in Pfund, aber die Eliten und Künstler in Guineas. Traditionell wurden bspw. Rechtsanwälte in Guineas und deren Angestellte in Pfund bezahlt. Auf Guineas lautende Geldscheine wurden ab 1790 mehr und mehr von Privatbanken ausgegeben. Interessant ist, dass neben den Wertangaben in Guineas meist auch die Gleichstellung in Pound(s) ausgewiesen wird. Abb. 3: 5 Guineas (ohne £-Angabe) der Bath City Bank vom 28. Februar 1791 Abb. 4: 1 Guinea (= £1/1) der Saddleworth Bank vom 3. Februar 1806 Abb. 5: 5 Guineas (= £5/5) der Gloucester Old Bank vom 17. September 1812 Pound Heute gilt das Pfund als älteste Währung der Welt – bis 1971: 1 £ = 20 Shillings = 240 Pence, nach der Dezimalisierung 1 £ = 100 Pence. Die Bank von England gab im März 1797 erstmals Banknoten zu 1 Pound aus. Erleichternd war die Umrechnung von Guinea in Pfund: 1/3 gn = 7 Schilling. Abb. 6: legendäre 1-Pfund-Note der Bank of England vom 2. März 1797 (Schätzwert ca. 63.000 Euro) Genau 100 Jahre zuvor kursierten sog. Running cash notes, die auf Pounds lauteten. Diese ersten und nur handschriftlich ausgestellten Kreditscheine sind auf den 18. Juni 1697 datiert. Drei Jahre nach Gründung der Bank of England durch König William III. entschied man auf der ersten Verwaltungssitzung, Papiergeld durch Hinterlegung von Münzen auszugeben. Das waren sozusagen Quittungen für Einleger, denen man eine vollständige oder teilweise Auszahlung garantierte, die ebenfalls auf Dritte übertragen werden konnte. Dieses Zahlungssystem wurde mehr und mehr beliebt und wurde für die Bank ein Geschäftserfolg und führte zur Einführung der Banknoten. Abb. 7: 25 Pounds, Running cash note der Bank of England vom 18. Juni 1697 Die werthöchsten Banknoten in Pfund sind die 100-Millionen-Noten; diese liegen jedoch in den Tresoren der Bank of England. Man nennt diese Treasury Notes auch „Titan“ – im Gegensatz zu den „Giants“, den Banknoten zu 1 Mio. Pfund. Auch 10-Mio.-Pfund-Noten wurden gedruckt. Sie sind alle gesetzliche Zahlungsmittel zwischen der Bank of England und den Banken in Schottland und Nordirland und wurden nur intern innerhalb der Banken verwendet; sie kamen nie in Umlauf. Die in Schottland und Nordirland ausgegebenen Banknoten der dortigen Geschäftsbanken (2019 waren es Banknoten im Wert von 7,6 Mrd. Pfund) müssen durch Banknoten der Bank von England zu mindestens 60 Prozent gedeckt sein – können aber jederzeit in andere Banknoten der BoE eingetauscht werden. Letztmalig wurden Schatznoten im September 2003 gedruckt. Diese Noten wurden mitunter innerhalb anderer Banken gehandelt und zirkulierten auch ohne Wissen der Bank von England. Durch ein Marshall-Plan-Darlehen der USA an Großbritannien wurden am 30. August 1948 neun 1-Mio.-Pfund-Noten zu Stützungsmaßnahmen ausgegeben und galten nur sechs Wochen zusammen mit anderen Schatznoten im Gesamtwert in Höhe von 300.000.000 Pfund. Am 6. Oktober 1948 wurden sie ungültig und wahrscheinlich vernichtet. Lediglich die Scheine mit den Seriennummern 000007 und 000008 wurden an den britischen und an den amerikanischen Finanzminister übergeben. Diese beiden befinden sich jedoch seit 1977 in Privatbesitz, wobei letztens die „Number Eight“ für 69.000 Pfund versteigert wurde. Abb. 8: 10.000.000 Pounds o. D., entwertete Schatznote; am 29. September 2014 in London für 17.000 Pfund versteigert Shilling Seit dem späten 18. Jahrhundert wird der Schilling im Volksmund auch „Bob“ genannt. Neben den häufigen 10-Schilling-Banknoten wurden 1914 auch die heute seltenen 5-Schilling-Banknoten ausgegeben. Der Wert entsprach der Crown; als Münzen wurde diese Wertstufe schon seit 1526 unter König Henry VIII. geprägt und nach den Wertverfall 1661 durch die Guineas abgelöst. Vor allem für die britischen Überseegebiete wurden auf Schilling lautende Noten in den Werten zu 1, 2½, 5 und 10 Shilling(s) gedruckt. Abb. 9: 5 Shillings o. D., britische Schatzamts-Note Sovereign Sovereigns sind erstmals von 1489 bis 1603 geprägte Goldmünzen. Als gesetzliches Zahlungsmittel wurden sie ab 1817 in der heutigen Form mit dem Abbild des heiligen Georgs im Kampf mit dem Drachen geprägt. Sie entsprachen einem Pound Sterling. Mit Unterbrechungen wurden ab 1957 in Großbritannien die Prägungen wieder fortgesetzt und werden als Anlagemünzen gehandelt. Papiergeld auf Sovereign lautend ist nur aus Australien bekannt. Dort wurden von T. S. Harrison Australian Note Printer Scheine zu 10 Schilling (= ½ australisches Pfund) gedruckt und erstmals am 1. Mai 1913 ausgegeben. In den Jahren nach 1900 machten dort Münzen etwa 90 Prozent im Geldumlauf aus; die 10-Schilling-Noten wurden ab 1915 mit „Half Sovereign“ überdruckt – so wollte man vermitteln, dass diese Scheine tatsächlich in Goldmünzen getauscht werden konnten. Der Passus „… Promises to pay the Bearer TEN SHILLINGS in gold coin …“ war auch schon auf den 1913er Ausgaben zu lesen, wurde aber mit dem zusätzlichen Aufdruck in Rot nochmals verdeutlicht. Abb. 10: 10 Shillings o. D. (1918) mit Überdruck HALF SOVEREIGN und den Unterschriften von John Cerutty und James R. Collins Ab 1923 erschien auf den Geldscheinen „Ten Shillings“ nicht mehr als Wertbezeichnung, sondern wurden noch bis 1933 durch „Half Sovereign“ ersetzt. Die Ausgaben ab 1934 zeigen wieder „Ten Shillings“, nicht aber das Versprechen des Auszahlens in Goldmünzen. Gleichzeitig wurde mit der Bezeichnung „Legal Tender“ die Geldscheine des Commonwealth of Australia zum gesetzlichen Zahlungsmittel. Bemerkenswert ist jedoch die Rückseite mit dem Wert in Bruchziffern, dabei steht „½“ für ein halbes Pfund. Abb. 11: Half Sovereign o. D. (1928) mit Aufdruck HALF SOVEREIGN und den Unterschriften von Ernest C. Riddle und James T. Heathershaw Penny Geldscheine auf Penny oder Pence lautend wurden in Großbritannien nie ausgegeben – wohl aber z. B. als Kantinen- und Militärgeld der britischen Rheinarmee nach 1945 (1 Penny, 3 und 6 Pence) und Vereinsgeld. Abb. 12: 1 Penny o. D. (1945–1948), Kantinengeld (= 1/6 Mark). die Briten beschlagnahmten das Hotel „Luisenhof” und benannten es zum Offizierskasino „Empire Club“ um; die Abkürzung CCG bedeutet Control Commission for Germany 1-Penny-Scheine kennt man jedoch von den Fiji-Inseln oder aus den frühen USA. Dort wurden 1-d.-Scheine wegen Kleingeldmangels in großer Menge – über eine Million Stück – gedruckt. Auch Privatausgaben zu 1 Penny sind bekannt – z. B. von der „German Reformed Church in Schohary“ von 1792. Abb. 13: 1 Penny 20. Februar 1790, sog. „Papiermünze“ (Ersatzgeld), ausgegeben von der Corporation of the City of New York Interessant sind die nicht ausgegebenen Kreditscheine der im August 1801 gegründeten irischen Callan Bank: One Shilling and One Penny. Inhaber der Bank war der in Callan ansässige Kaufmann Michael Hearn. Die Bank bestand jedoch nur bis zum Jahr 1807. Die Scheine im Wert von 13 Pence zeigen zusätzlich 1:1 (1 Schilling + 1 Penny). 13 irische Pence rechnete man damals als einen englischen Schilling. Nach der Gründung seiner Druckerei wurden von James Waterlow ab 1810 sog. Faksimile-Steindrucke hergestellt; die Gründe dafür liegen im Dunkeln. Die Wertpapierdruckerei Waterlow & Sons war als Vervielfältiger für Dokumente bekannt. Abb. 14: 1 Shilling + 1 Penny 1806, nicht ausgegeben, einseitiger Druck ohne Kontrollnummer Die Callan Bank ließ auch ähnliche Scheine zu Three Shillings and Nine Pence ½ (= 45½ Pence) drucken. Die Kontrollnummer wurde wieder nicht ausgefüllt, ebenfalls die Jahreszahl „180_“. Mit der gleichen, ungewöhnlichen Wertstufe 3/9½ wurden 1804 ähnliche Kreditscheine von der Silver Bank in Malahide (14 km nördlich von Dublin) ausgegeben. 3 Shillings und 9 Pence und ein halber Penny waren ein Sechstel einer Guinea wert. Auch Scheine zu 6 Shillings mit dem Datum 14. Juni 1804 gab die Silver Bank aus. Solche Silberscheine sind auch von der O’Neill’s Bank in Waterford, Ffrench’s Bank in Tuam nahe Galway u. a. bekannt – ebenso Scheine zu 9 Shillings. Abb. 15: Three Shillings & Nine Penny ½, 14. Juni 1804, Kreditschein der Silver Bank, einseitiger Druck, einlösbar in Banknoten der Bank von Irland Silbermünzen waren um 1803 äußerst knapp; so musste die Bevölkerung diese „Silbernoten“ akzeptieren. Den Banken in Dublin war es entsprechend einem Gesetz von 1799 untersagt, Banknoten im Wert von unter 1 Guinea auszugeben – anders im restlichen Irland. Das nutzten die provinziellen privaten Geschäftsbanken. Diese „country banks“ konnten kleinwertige Scheine in Umlauf bringen. In einem späteren Gesetz von 1804 wurde die Ausgabe von Kreditscheinen unter 20 Schillinge untersagt. Von der kleinsten früheren Geldeinheit Farthing (= ¼ Penny) und dem Florin (= 2 Schilling) sind keine Papierausgaben bekannt. Michael H. Schöne Quellen https://en.wikipedia.org https://joyofmuseums.com https://museum.rba.gov.au https://oldcurrencyexchange.com https://www.bankofengland.co.uk/museum https://www.coinbooks.org/esylum https://www.ebay.com/ https://www.irishpapermoney.com https://www.numisbids.com https://www.spink.com Bowlby, Chris: „Britain’s £1m and £100m banknotes“, BBC Radio 4, 26. Januar 2013.
- Abchasien: Neue Gedenkbanknote zum "Sieg im Vaterländischen Krieg"
Zum 30. "Jahrestag des Sieges im Vaterländischen Krieg des Volkes von Abchasien" (1992/93) wurden ab 22. Mai 2023 gemäß Gesetz der Republik Abchasien Nr. 2012-c-IV "Über die Einführung von Gedenk- und Anlagemünzen sowie Gedenkbanknoten in den Umlauf auf dem Gebiet der Republik Abchasien" vom 21. April 2008 neue Gedenkbanknoten zu 25 Aspars der Abchasischen Bank ausgegeben. Abchasien gehört bis heute völkerrechtlich zu Georgien, von dem es sich aber in einem Krieg 1992/93 loslöste. Zusammen mit den anderen durch Russland geschaffenen Regimen Arzach, Transnistrien und Südossetionen gehört Abchasien zur Gemeinschaft nicht-anerkannter Staaten. Es betrachtet sich selbst als unabhängige "Republik Abchasien", die unter russischem Protektorat steht. In Abchasien selbst gilt der Russische Rubel und der Abchasische Aspar, der aber kaum genutzt wird. 1 Aspar entspricht fix 10 Rubel. Die existierenden Aspar-Münzen sind aus Silber und Gold und allein der Materialwert übersteigt den Nennwert deutlich. Über die Grenzen hinaus spielt der Aspar überhaupt keine Rolle, weil er nicht konvertierbar ist. Nach der Gedenkbanknote zum 25. Jahrestag der "Unabhängigkeit" über 500 Aspar, die im September 2018 eingeführt worden war, ist der neue 25-Aspar-Schein erst die zweite Banknote Abchasiens überhaupt. Die Auflage der bei GOZNAK in Russland hergestellten Note beträgt lediglich 15.000 Stück. Abchasien selbst hat weniger als 250.000 Einwohner. Hans-Ludwig Grabowski
- Der 20-RM-Schein 1945 der Sächsischen Staatsbank mit 6-stelliger Kontrollnummer: Neue Erkenntnisse
Vom Notgeld der Sächsischen Staatsbank 1945 sind Scheine der Serie D mit 6-strahligem Stern seit etwa 25 Jahren bekannt. Drei Exemplare sind bis heute belegt: 003825, 004500 und 006617. Wie die Ergebnisse jüngster Recherchen zeigen, sind das keine Varianten! Es handelt sich um Fehldrucke! Es war üblich, dass beim Einstellen von 6-stelligen Nummerierwerken bei den Ziffernrädern die erste, linke Null heruntergedrückt wurde, wenn eine Auflage nur im 5-stelligen Bereich gedruckt werden sollte. Alle bekannten Kontrollnummern der sächsischen Zwanziger zeigen eine 5-stellige. Wie kam es zu einer 6-stelligen Nummer? Der Grund hierfür ist ein Versehen des Druckers: Er vergaß, die erste Null des 6-stelligen Apparats herunterzudrücken. Es war also kein technisches Versagen, sondern menschliches Verschulden. Das Problem ist bei folgendem Beispiel eines Gaststätten-Gutscheins aus Ahrenshoop erkennbar: Hier wurde ebenfalls vergessen, beim mittleren Apparat die linke Null herunterzudrücken. Durch das Herabdrücken wird die Ziffer nicht mitgedruckt. Gutschein mit Fehldruck: falsch eingestelltes Nummerierwerk – in der Mitte sieht man eine 6-stellige statt der vorgesehenen 5-stelligen Kontrollnummer 20 RM 26. April 1945, 60 × 80 mm. Vs. Fehldruck mit 6-stelliger statt der vorgesehenen 5-stelligen Kontrollnummer. Rs. mit Strafsatz im Rahmen und Herstellerangabe: AKTIENGESELLSCHAFT FÜR KUNSTDRUCK NIEDERSEDLITZ BEI DRESDEN Somit handelt es sich um keine Variante und Katalogangaben sollten korrigiert werden. Standardnoten sind demnach alle mit einer 5-stelligen Kontrollnummer. Bekannt ist die 00127 als niedrigste und die 36936 als höchste KN – beide sind aus der Serie H. Das lässt den Schluss zu, dass sämtliche Scheine dieser Serie ausgegeben wurden. Die Plunger der Apparate sind folgenden Serien zuzuordnen, die in Nutzen zu 3 × 7 nummeriert wurden: Anfängliche Zuordnung der Sternzeichen zu den jeweiligen Serienbuchstaben. Aus technischen Gründen wurde später das Nummernwerk der Serie V ersetzt und durch Q ausgetauscht. Häufigkeit der verwendeten Nummerierwerke: R 2 ×, Q 5 ×, k 14 × (die Serien I, W, X und Z wurden nicht gedruckt) 20 RM 1945, Vorderseiten mit den drei unterschiedlichen Nummernwerken Die 20-RM-Banknoten der Sächsischen Staatsbank mit dem Datum 26. April 1945 wurden in Druckbogen (Hochformat mit 42 Scheinen = 6 × 7 Scheine) hergestellt, aber nur in Halbbogen nummeriert. Der Druckauftrag wurde Ende April 1945 an die Großdruckerei in Niedersedlitz vergeben und lief dort unter der Nummer 7145; er enthielt außerdem die Herstellung von 5- und 50-RM-Banknoten. Der Druck der Zwanziger erfolgte zwischen dem 29. April und 4. Mai 1945. Dazu hatte die Druckerei 36.000 Bogen Wasserzeichenpapier von der Papierfabrik Hoesch aus Königstein/Elbe erhalten. Das Wasserzeichen war identisch mit dem der Reichsbanknoten zu 20 RM 1929/vereinfachter Kriegsdruck. Ausschnitt des etwa 3 cm breiten Ornament-Wasserzeichens. Die Bogen waren 104 × 64 cm groß; am 5. Mai 1945 wurden nochmals 36.000 Bogen aus Königstein nach Niedersedlitz geliefert Am 5. Mai 1945 erfolgte die Auslieferung an die Reichsbankhauptstelle Dresden: vormittags 93.000 Banknoten, nachmittags nochmals 200.000 Stück. Im „Freiheitskampf“ vom 6. Mai informierte man die Dresdner Bevölkerung unter der Überschrift „Aus der Gauhauptstadt/Banknoten der Sächsischen Staatsbank“: Aus kriegsbedingten Gründen werden neben den bereits in Umlauf befindlichen gesetzlichen Zahlungsmitteln Banknoten der Sächsischen Staatsbank durch die Reichsbank in den Verkehr gebracht, die in voller Höhe durch gesperrtes Guthaben bei der Reichsbank gedeckt und ebenfalls gesetzliches Zahlungsmittel sind. Noch am selben Tag wurden das sog. „Mutschmann-Geld“ ausgegeben. Aufstellung der Druckerei vom 5. Juli 1945 für die Sächsische Staatsbank über den Druck der drei Wertstufen Aufgrund der Schäden in der Dresdner Innenstadt durch die Bombenangriffe vom Februar wurde ein Teil der Banknoten in die Landeshauptkasse nach dem nahen Kreischa ausgelagert. Außerdem wurden Bankrat Strauch von der Reichsbank in Chemnitz am 11. Mai 1945 weitere 462.000 Scheine für den Raum Westsachsen ausgehändigt. In der Druckerei verblieben 1000 Stück. Das waren insgesamt 756.000 Scheine, die rechnerisch den nummerierten 18.000 Bogen entsprechen (2 × 18.000 Halbbogen) und in der Aufstellung vom 5. Juli 1945 aufgelistet sind. Die Mengenangaben stimmen mit den ausgelieferten Scheinen vom 5. und 11. Mai 1945 überein. Demnach kann man die gelieferten 756.000 Banknoten durch 21 teilen (Anzahl der Nutzen auf den Halbbögen); das ergibt 36.000 und stellt die Druckmenge je Serie dar. Da aber Kontrollnummern über 36000 belegt sind (36142 U, 36936 H), muss es nach dem 5. Juli weitere Nummerierungen gegeben haben. Diese Vermutung wird durch den belegten 50-RM-Schein mit der KN C 01853 erhärtet, den es lt. Aufstellung nicht geben dürfte. Oder aber man druckte 37.000 Stück je 21 Serien und entnahm einige Scheine als Ersatz für Makulatur-Scheine. Außerdem sind von der Serie G (nicht ausgegeben) KN im 50000er Bereich nachweisbar – diese sind seit Jahrzehnten in bankfrischer Erhaltung auf dem Markt. Von der Serie E mit lichtem Stern ist die Nummer 51615 belegt. Hier handelt es sich ebenfalls um spätere Drucke nach dem Juni 1945. Es ist unklar, ob es sich hierbei um einen geplanten Nachdruck handelte. Im Mai 1945 wurde dem Dresdner Bürgermeister Dr. Meißner vom Stadtkommandanten der Roten Armee befohlen, das vorhandene Notgeld zu beschlagnahmen. Bis zur Errichtung der SMAD am 6. Juni 1945 in Ostdeutschland hatte Generalleutnant Nikita F. Lebedenko als Kommandeur des 33. Gardeschützenkorps der 5. Garde-Armee die militärische und politische Macht in Dresden inne. Das Geld war für die Versorgung der Stadt vorgesehen. Auch die Lockwitzer Druckerei Paul Welzel war von sowjetischen Soldaten besetzt, wo sich noch im August 1945 fertige ungeschnittene 2000 Halbbogen zu 5 Reichsmark befanden, von denen schon 611 nummeriert waren. Das waren 3 × 10 Scheine in 30 Serien (A … AD). In einem Brief der Druckerei vom 8. August 1945 an den Bankdirektor Christoph K. Zirkel wurde nach der Vorgehensweise mit dem vorhandenen Banknotenpapier in fertiger und unfertiger Ausführung gefragt. Gebäude der Sächsische Staatsbank am Dresdner Albertplatz, um 1930 (Bild: Bundesarchiv Nr. 183-1988-1027-504) Auf den Geldscheinen sind die Unterschriften von Bankpräsident Kurt Nebelung und Bankrat Christoph Zirkel vorhanden. Nebelung starb 1947 im sowjetischen Speziallager Nr. 2 Buchenwald. Die Sächsische Staatsbank, ab Mai 1945 am Platz der Roten Armee, bestand bis zum 14. August 1945 und wurde aufgrund des Befehls Nr. 10 der SMAD in die Sächsische Landesbank umgewandelt. Im Befehl vom 23. Juli 1945 wurde die Schließung aller Privatbanken und Versicherungen in der sowjetischen Besatzungszone angeordnet. Verordnung über die Gründung der Sächsische Landesbank am Dresdner Albertplatz 1945 Die SLB wurde im Sommer 1947 zur Sächsischen Landeskreditbank und ging mit der im selben Jahr gegründeten Emissions- und Girobank Sachsen am 1. Januar 1950 in der Deutschen Notenbank, Fil. Dresden, auf. Auch beim Geltungszeitraum für den 20-RM-Schein (DEU-260a, Grabowski, Deutsche Banknoten ab 1871) muss korrigiert werden. Die 20-RM-Banknoten galten vom 6. Mai 1945 bis nach dem 15. Februar 1946 in ganz Sachsen und wurden von der sowjetischen Militärregierung nicht eingezogen oder vernichtet. Denkbar ist, dass sie sogar bis zur 1948er Währungsreform in der Ostzone umlauffähig waren bzw. bis dahin nach und nach aus dem Umlauf genommen wurden. In der Verordnung über die Gründung der Sächsischen Landesbank und die Abwicklung der bisher bestehenden Banken und sonstigen Geldinstitute hieß es: Alle Geldzeichen, die in den Jahren 1924–1942 in Umlauf gesetzt wurden, sowie die Rentenbankscheine in Abschnitten von 5, 2 und 1 RM, die Notgeldbanknoten der Sächsischen Staatsbank vom 26. April 1945 und die Geldzeichen der Alliierten Militärbehörde bleiben in vollem Umfange umlauffähig. Und im Interview mit dem Präsidenten der Sächsischen Landesbank wird das nochmals ausdrücklich bestätigt: […] ebenso wie die Notgeldbanknoten der Sächsischen Staatsbank vom 26. April 1945 […] im vollem Umfange ihre Gültigkeit behalten. ... [1] Einer Pressenotiz von 1946 konnte man unter der Überschrift »Notgeldscheine über 20 RM bleiben Zahlungsmittel« entnehmen: In letzter Zeit mehren sich die Fälle, daß die Notgeldscheine zu 20 RM, ausgegeben auf Grund der Verordnung des Reichsstatthalters in Sachsen, Landesregierung Sachsen, vom 26. April 1945, Sächsische Staatsbank, von Geschäftsleuten und Dienststellen als Zahlungsmittel zurückgewiesen werden. Wie das Landesnachrichtenamt auf Grund einer Rückfrage beim Ressort Finanzen und Steuern der Landesverwaltung Sachsen hierzu erfährt, sind die Notgeldscheine der Sächsischen Staatsbank durch Verordnung vom 14. August 1945 als gesetzliche Zahlungsmittel erklärt worden. Eine Annahmeverweigerung ist daher nicht zulässig.[2] Über die sächsischen Notgeldbanknoten sind noch nicht alle Fragen beantwortet; viele werden wohl offen bleiben. So konnte der Name des Grafikers nicht ermittelt werden. Auffallend ist jedoch, dass die 20-RM-Notgeldscheine nicht nur im Format, in der Farbgebung und dem selben Wasserzeichen den entsprechenden Reichsbanknoten von 1929 (vereinfachter Kriegsdruck von 1945) sehr ähneln. Der 20-RM-Reichsbanknote ist die Gestaltung des 20-RM-Notgeldscheins nachempfunden Bis 1975 waren die beiden anderen Notgeldbanknoten zu 5 (mit KN) und 50 Reichsmark (ohne KN) unbekannt; und erst seit 1987 wissen wir vom bisher einzigen 50-RM-Schein, der eine Kontrollnummer (s. o.) zeigt. Und in den letzten Monaten kam ein Makulatur-Schein auf den Markt, der sichtlich aus einem Bogen herausgeschnitten wurde. Die Herkunft ist fraglich. In der Aufstellung vom 5. Juli 1945 werden zumindest Ausschussbogen sowie ein- und zweiseitig gedruckten, aber nicht nummerierte Bogen genannt. 20 RM 26. April 1945, Vs., Makulatur-Schein, ohne Kontrollnummer, Herausschnitt Für den gesamten Druck, einschließlich Plattenherstellung und Nummerieren, entstanden der Sächsischen Staatsbank bis zum Juli 1945 Kosten in Höhe von 5.975,00 Reichsmark. Das war ein vergleichsweise günstiger Preis: etwa 40,87 Reichsmark für je 1000 zweifarbig gedruckter Bogen – ohne Nummerierung. Rechnung vom 5. Juli 1945 mit 3 Anlagen Eine Rechnung der Königsteiner Papierfabrik für das Banknotenpapier konnte nicht gefunden werden. Über den Verbleib der unbedruckten Bogen (78.973 Bogen für die 5-RM-Scheine, 27.205 Bogen für die 20-RM-Scheine sowie 42.243 Bogen für die 50-RM-Scheine) ist nichts bekannt; die Druckerei fragte am 8. August 1945 beim Bankpräsidenten Chr. Zirkel an, was mit dem Papier passieren sollte: „[…] Wir wären Ihnen sehr dankbar, wenn wir recht bald von Ihnen hören würden, was mit den bei uns liegenden Banknoten und dem unbedruckten Papier geschehen soll.“ Möglicherweise wurde das Papier „zweckentfremdet“ weiterverwendet – zum Beispiel für fehlendes Verpackungsmaterial im Groß- und Einzelhandel, wie die seit langem bekannte Papiertüte aus 5-RM-Wasserzeichenpapier. 5-RM-Wasserzeichenpapier, als Papiertüte weiter verwendet Michael H. Schöne Quellen Sächsisches Staatsarchiv Dresden, Bestand 11814, Akten 194, 514 und 515 [1] „Sächsische Volkszeitung“ Nr. 20 vom 24. August 1945 [2] „Sächsische Volkszeitung“ Nr. 38 vom 15. Februar 1946
- 2023er Ausgabe des Katalogs zum Papiergeld Polens
Janusz Parchimowicz: Katalog banknotów polskich i z Polska zwiazanych 2023 323 Seiten, jeder Schein meist vorder- und rückseitig abgebildet in Farbe, Format 12 x 18,5 cm, Festeinband, 18. völlig überarbeitete und ergänzte Auflage Stettin 2023, Preis: 29,90 Euro ISBN: 978-83-87355-00-5 Bereits im April 2023 erschien die 18. Auflage des Katalogs polnischer Banknoten, der gewöhnlich nur alle zwei Jahre überarbeitet und ergänzt erscheint. Im Internetzeitalter, in dem Verleger klug über Neu- und Nachauflagen entscheiden müssen, muss eine solche Verkürzung der Ausgabe des Buches schon gute Gründe haben. Die Erklärung dafür wird man leicht finden, denn schon auf der ersten Seite mit Preisauszeichnungen (Nr.13) sind die Preise leicht, auf Seite 14 aber stark erhöht, nicht selten um 100 % und mehr. Wenn weiter die meisten Ausgaben um 10–30 % teurer sind, so hat dies natürlich auch etwas mit der Inflationsrate zu tun, die in Polen höher ist als bei uns. Freunde polnischer Banknoten wissen, dass die Scheine des 19. Jahrhunderts so selten sind, dass man hier fast nur „c.a.“, also Liebhaberpreise angeben kann, denn selbst in der üblichen Erhaltung IV oder gar V kosten sie oft ein kleines Vermögen. Das Kapitel IV. umfasst die Scheine der deutschen Besatzung des Ersten Weltkrieges. Hier gibt es höhere und niedrigere Preise als 2022, allerdings werden teilweise höhere Preise eher bei den Erhaltungen III und II, nicht bei den Spitzenerhaltungen aufgeführt. Der Grund dafür ist einfach: Das Interesse bei Papiergeld ist in Polen so stark gestiegen, dass man in Ermangelung von Angeboten guter Qualitäten kompromissbereiter sein muss, auch nur mit III bewertete Qualitäten zu erwerben, für die mehr verlangt wird. Qualität hat aber immer noch ihren Preis. Hier nur ein Beispiel bei einem nicht sehr seltenen Schein Nr. 53, 20 Mark „General…“ von 1915. Dieser wird in I nun mit 13.000 Zloty bewertet, im letzten Jahr nur mit 5000 Zloty und im 2021er Katalog mit 2500 Zloty. Bei den Banknoten der Bank Polski (Kapitel 8 B) gibt es auch einige heftige Preissprünge, aber die Bewertung wurde ausgewogen vorgenommen. Bei manchen Banknoten der „Mittelklasse“ hat sich der Markt etwas beruhigt, aber insgesamt sind kräftige Erhöhungen der Preise auch bei den Vorkriegsscheinen die Regel. Preisbewegungen nach oben gibt es auch der Volksrepublik. Das Kapitel XII. ab Seite 311 enthält Tabellen zu Banknotenserien von 1944–1965. Man findet hier mit kleinen Bildern der Scheine alle je ausgegebenen Serien in Tabellen. Dies ist zugleich eine Ergänzung zum 2022er Katalog: Dort waren ab Seite 371 in Zusammenarbeit mit dem Gabinet Numizmatyczny D. Marciniak die Serienbuchstaben der Ausgaben von 1965–1993 aufgelistet. Es gibt nicht wenige Gelscheinsammler, die versuchen, hier alles zusammenzutragen, was es gibt, auch wenn die Chance, komplett zu werden, nicht sehr groß ist. Auf dem Umschlag des neuen Buchs ist die Sammler-Banknote von 2023 mit Kopernikus abgebildet, bei der es 100.000 Exemplare gab, während man bei den 10-Zloty-Münzen maximal 10.000 Stück prägt, die meist schnell verkauft sind, auch wenn viele Münzen noch längere Zeit in der Bank angeboten werden. Dies ist ein Beweis für die Beliebtheit von Papiergeld, entsprechend beliebt ist auch das Bargeld in Polen, auch wenn man längst Kreditkarten benutzt. Das bereits 121. Werk, das im Verlag NEFRYT erschien, beinhaltet auch diesmal wieder eine kleine Überraschung. Auf Seite 280 befindet sich ein „0-Euro-Gedenkgeldschein“ auf den 10. Jahrestag der Heiligsprechung von Johannes Paul II. Das darauffolgende Kapitel X. beinhaltet diese Souvenirscheine, für die es auch schon viele Sammler gibt und bei denen auch einige schon recht viel kosten. Alles in allem kann dieses Buch Geldscheinsammlern sehr empfohlen werden. Falls es Beschaffungsprobleme im Fach- oder Buchhandel gibt, so versucht gern die Firma BMV Mehlhausen, 13125 Berlin, Florastraße 24 A zu helfen zum Preis von 29,90 € plus 4,50 € Versandspesen. Bestellungen nur schriftlich oder per E-Mail an: mehlhausen @snafu.de W. J. Mehlhausen












