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- Leserpost: Unterdruckbuchstaben bei den Reichsbanknoten des Kaiserreichs
Was halten Sie von meinem Schein? Ich habe ihn wohl schon ewig in meinem Album, aber jetzt erst ist mir der merkwürdige Unterdruckbuchstabe aufgefallen. Mit freundlichen Grüßen. Beste Grüße R. Geike 1000 Mark 1910 mit Udr.-Bst. P. Antwort der Redaktion Die Unterdruckbuchstaben bei den Reichsbanknoten des Kaiserreichs weichen meist etwas von der „Norm“ ab. Das „P“ bei Ihrem Tausender ist völlig normal. Anbei zum Vergleich ein Tausender von 1909 mit „P" und einer von 1898 mit einem auch etwas befremdlich anmutenden Unterdruckbuchstaben „A“. 1000 Mark 1909 mit Udr.-Bst. P. 1000 Mark 1898 mit Udr.-Bst. A. Die besonderen Unterdruckbuchstaben finden sich aber nicht nur bei den sog. „Braunen Tausendern“, sondern auch bei den anderen Nennwerten von Reichsbanknoten aus dieser Zeit. Wahrscheinlich dienten diese dem Fälschungsschutz, indem man keine Standardschrift verwendete, die auch in jedem Bleisatz von herkömmlichen Druckereien zu finden gewesen wäre. Hans-Ludwig Grabowski
- Aus privaten Sammlungen: Muster zur philippinischen Gedenkbanknote über 100.000 Piso von 1998
Objekttyp: Schatzschein Sammlung: Sammlung Josef Gerber Historischer Kontext: Wegen der spanischen Kolonisierung ab dem 16. Jahrhundert sind die nach dem spanischen König Philipp II. benannten Philippinen neben Osttimor der einzige asiatische Staat mit katholischer Bevölkerungsmehrheit. 1896 begann eine Revolution, die 1898 zur Ausrufung der ersten philippinischen Republik führte. Zum 100. Jahrestag erinnerte eine außergewöhnliche Gedenkbanknote der Zentralbank der Philippinen an dieses Ereignis. Außergewöhnlich vor allem wegen des hohen Nennwertes zu 100.000 Piso, des beachtlichen Formats und der geringen Auflage. Von diesem hohen Wert (umgerechnet etwa 1.700 Euro) wurden nur 1.000 Stück ausgegeben. Es existieren nur wenige Musterscheine (Specimen). Der Erlös aus dem Verkauf der Gedenknote – zum Zeitpunkt der Ausgabe gleichzeitig die größte Banknote der Welt – wurde für wohltätige Zwecke zur Verfügung gestellt. Land/Region/Ort: Philippinen, Manila Emittent: Bangko Sentral ng Pilipinas Nominal: 100.000 Piso Datum: ohne Datum (1998) Vorderseite: Links: Gedenk-Logo. Mitte: historische Szene „Der Ruf der Revolution“. Rechts: Banksiegel. Rückseite: Historische Szene der Unabhängigkeitserklärung vom 12.6.1898. Unten: Logo zum Gedenkanlass. Unterschrift: Ramos / Singson Material: Papier mit Banklogo als Wasserzeichen Druck: Giesecke & Devrient, Deutschland Format: 356 mm x 216 mm Nummerierung: GS 1234 / SPECIMEN No 0004 Authentizität: Original-Muster Zitate: PHL-190s (Standard Catalog of World Paper Money, Vol. III – Modern Issues) BNP 1003as (Linzmayer: The Bank Note Book – Philippines) PHI-190 (Grabowski/Gerber: Gedenkbanknoten der Welt) Hans-Ludwig Grabowski Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus einer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com.
- Bahamas: 10-Dollars-Note erneuert
Am 15. Dezember 2022 gab die Central Bank of The Bahamas neue 10-Dollars-Noten der CRISP-Evolution-Serie in Umlauf. Der auf Durasafe-Kompositsubstrat gedruckte 10er orientiert sich in seiner Gestaltung an den Vorgängernoten. Die Farbe wurde jedoch auf Grau geändert, da aufgrund des ähnlichen verwendeten Farbspektrums bei gleichem Format von 156 x 67 mm Verwechslungsgefahr mit der 1-Dollar-Note bestand. Zusätzlich zu kleinen Detailänderungen an den Motiven weist der neue 10-Dollars-Schein als Erneuerung auch einen Rapid-HD-Detect-Sicherheitsfaden auf. Die Vorderseite zeigt wieder den auf den Bahamas als "Vater des Tourismus" bezeichneten ehemaligen Finanzminister Stafford L. Sands, während die Rückseite den Leuchtturm in Hope Town und einen Flamingo vor dem Hintergrund der Insel Abaco abbildet. Zu den Sicherheitsmerkmalen der Note zählen ein Wasserzeichen mit demselben Porträt von Stafford Sands, ein Schmetterling als SPARK-Element mit Farbverlauf von Grün zu Blau sowie UV-Effekte. Kana Totsuka Abb. Owen W. Linzmayer (www.banknotebook.com)
- Zentralafrikanische Staaten: Neue Banknotenfamilie
Seit 15. Dezember 2022 ist eine komplett neue Serien von Banknoten der Bank der Zentralafrikanischen Staaten (BEAC) mit der Jahresangabe 2020 im Umlauf. Zur Währungsunion gehören folgende Staaten: Äquatorial-Guinea (F), Gabun (A), Kamerun (U), Kongo (T), Tschad (C) und die Zentralafrikanische Republik (M). Es scheint, als hätte man nun – wie auch beim Euro – auf die bislang üblichen Länderbuchstaben verzichtet. Die Vorderseiten zeigen jeweils das Gebäude der BEAC-Zentrale in Jaunde (Kamerun) sowie das Logo der Währungsgemeinschaft. Der neue Fünfhunderter widmet sich dem Thema Landwirtschaft. Die Rückseite zeigt die Bewässerung eines landwirtschaftlichen Feldes mit Bauer, Traktor, Baum und Rind. Der neue Tausender hat das Gesundheitswesen als Thema. Die Rückseite zeigt eine Ärztin, die auf einen Bildschirm schaut, während der Patient im Bett liegt sowie eine Frau bei einer mikroskopischen Untersuchung. Der neue Zweitausender thematisiert die Natur und den Umweltschutz. Die Rückseite zeigt einen fliegenden Vogel vor einem üppigen Dschungel. Auch der neue 5000-Francs-Schein widmet sich dem Thema Natur und Umweltschutz. Die Rückseite zeigt heimische Tierarten (Antilopen, Strauße und Elefanten). Thema des höchsten Nominals zu 10.000 Francs ist die Bildung. Die Rückseite zeigt eine Lehrerin mit Schülern beim Unterricht. Einer der Schüler benutzt ein Touchscreen-Tablet. Nicht nur mit dem Wegfall der Länderbuchstaben kam es zu einem Bruch, die bislang ausschließlich französische Beschriftung wird nun auf den Vorderseiten durch arabischen und auf den Rückseiten durch spanischen und englischen Text ergänzt. Die neuen Noten sind aus Papier. Das einheitliche Wasserzeichen zeigt jeweils drei Antilopen-Köpfe sowie die Wertzahl. Hans-Ludwig Grabowski
- Laos: Neue 50.000- und 100.000-Kip-Noten im Umlauf
Im Oktober 2022 hatte die Bank der Demokratischen Volksrepublik Laos neue Noten zu 10.000 und 20.000 Kip mit der Jahresangabe 2020 ausgegeben. Nun folgten neue Noten zu 50.000 und 100.000 Kip von 2020, gedruckt bei GOZNAK in Russland. Die 50.000-Kip-Note zeigt auf der Vorderseite ein Porträt des ehemaligen Staatsoberhaupts Kaysone Phomvihane, die Wat That Luang Stupa in Vientiane und das Staatswappen. Auf der Rückseite ist das Ho-Kham-Gebäude (Regierungsgebäude) in Vientiane zu sehen. Wasserzeichen: Porträt von Kaysone Phomvihane und Wertzahl, Format: 152 x 68 mm. Die 100.000-Kip-Note zeigt auf der Vorderseite ebenfalls ein Porträt von Kaysone Phomvihane, die Wat That Luang Stupa in Vientiane und das Staatswappen. Auf der Rückseite ist eine Landschaft abgebildet. Wasserzeichen: Porträt von Kaysone Phomvihane und Wertzahl, Format: 152 x 68 mm. Beide Werte tragen die Serienbuchstaben AA. Hans-Ludwig Grabowski
- Münzen Gut-Lynt: Auktionen 9 (Literatur) und 10 (Banknoten) am 29. Januar 2023
Zur Numismatik gehören nicht nur die Münzen und Medaillen, sondern selbstverständlich auch die numismatische Literatur, das Papiergeld und, nicht zu vergessen, die Phaleristik. Nachdem in den vergangenen acht Onlineauktionen der Münzen Gut-Lynt immer wieder kleine Partien dieser Gebiete angeboten wurden, setzt die Gut-Lynt mit zwei Spezialauktionen Ende Januar ein Ausrufezeichen und bietet in der Auktion 9 exakt 1000 Losnummern Literatur und in der Auktion 10 über 300 Banknoten an. In der Gut-Lynt 9 wird eine Händlerbibliothek aufgelöst. Rund 4000 Bücher, Kataloge und Sonderdrucke werden verteilt auf 1000 Losnummern am 29. Januar 2023 ab 10 Uhr versteigert. Der Schwerpunkt liegt auf Ausgaben zur klassischen Numismatik der Antike mit vielen unverzichtbaren Standardwerken. Daneben finden sich aber auch die wichtigsten Katalogwerke zur Numismatik der Neuzeit sowie begehrte Auktionskataloge. Die Titelblätter, aber auch die teilweise schönen Einbände sind sämtlich fotografiert und dann auf der bekannten Webseite zu sehen. Eine Händlerbibliothek ist eine Arbeitsbibliothek, daher gibt es so manche Gebrauchsspuren aber auch nützliche Anmerkungen. Highlights aus unserer Literaturauktion: GRIECHEN, RIZZO, G.E. Monete Greche della Sicilia. 2 Bände, Rom 1946. Frontispiz, VII, 318 S. mit einigen Abb.; XI S., 1 Karte, 66 Tfn. in Faltmappe. Leinen, Textband mit Goldschnitt. MMAG 3490. Taxe 1.500 Euro RÖMER, HAEBERLIN, E.J. Aes grave. Das Schwergeld Roms und Mittelitaliens einschließlich der ihm vorausgehenden Rohbronzewährung. Tafelband, Frankfurt am Main 1910. 103 Tafeln mit 2953 Abb. Faltmappe. Großfolio. Taxe: 750 Euro BYZANZ, VÖLKERWANDERUNG, DE BELFORT, A., Description generale des monnaies Merovingiennes par ordre alphabetique des ateliers. Paris 1892-1895. 3 Bände. Halbleder. Taxe 2.500 Euro FRANKREICH, ENGEL, A./ LEHR, E. Numismatique de l'Alsace. Paris 1887. XXVIII, 272 S., 46 Tfn. Halbleder. Taxe 500 Euro MEDAILLEN, HILL, G. F. A Corpus of Italian Medals of the Renaissance before Cellini. Text- und Tafelband, London 1930. XVII, 371 S.; VII, 201 Tfn. Orig.-Ganzleinen, Flecken auf dem Buchrücken. Folio. MMAG 5394. Taxe 1.000 Euro AUKTIONSKATALOGE, Naville & Co (Ars Classica), Auktion 1 vom 4.4.1921. Slg. Pozzi. Griechische Münzen. 3334 Nrn.; 101 Tfn. Halbleder, leichter Wasserrand. Taxe 150 Euro Die Gut-Lynt Auktion 10 bietet anschließend, Auktionsstart ist 17 Uhr, über 300 Lose aus dem Bereich der Notaphilie mit zahlreichen, seltenen und besonderen Stücken aus aller Welt. Highlights aus unserer Banknoten-Auktion: Algerien, Zwei einseitige Freigabemuster mit handschriftlichen Notizen, 20 Francs. Deutschland, Besetzung Frankreich, Etappen-Kommandantur, 1 Franc 9.2.1915. Deutschland, Notgeld, Bielefeld, 5 Mark 10.01.1920. Deutschland, Notgeld Bielefeld, 100 Mark 1921. Frankreich, Assignat "Verificateur", 2000 Francs 7.1.1795, nur 600 Exemplare gedruckt. Grönland, 5 Kroner. Indien, 10 Rupees n.d. Israel/Palästina, Anglo-Palestine Bank, 500 Mils. Japan, Mutsuhito, 1 Yen o. J. (1877), sehr selten. Japan, Hirohito, 200 Yen o. J. (1945), kassenfrisch. Mocambique, 1 Escudo 1941. Österreich, 10 Gulden 1880. Polen, Aufstand von 1794, 10 Zloty Polen, Aufstand von 1794, 25 Zloty Polen, Aufstand von 1794, 50 Zloty Polen, Warschau, 1 Talar 1810. Russland, Sowjetrepublik, 100 Rubel 1918 Wladiwostok Eisenbahn Gesellschaft Schweiz, Waadt, Banque Populaire de la Broye, 20 Francs 1879. Spanien, Casa da Administração Geral dos Diamantes, 6. August 1777. USA, Kolonie, New York, 5 Pounds 1771. USA, Continental Currency, 4 Dollars 1777. USA, 1000 Dollars 1934, New York. Die Versteigerung verspricht für alle Sammler ein interessanter Tag zu werden. Sie finden alle Lose der Auktion ab Weihnachten auf unserer bekannten Auktionsplattform www.auktionen.gut-lynt.de. Registrieren Sie sich rechtzeitig auf www.gut-lynt.de. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg. Bei Fragen rund um die Münzen Gut-Lynt Auktion 9 und 10 schreiben Sie uns gerne eine Mail info@gut-lynt.de oder rufen Sie uns an: (+49) 02156 4874819. Möchten auch Sie von unserer Kompetenz und unserem internationalem Netzwerk profitieren? Wir suchen ständig Einlieferungen – ganze Sammlungen oder Einzelstücke, die nicht mehr in Ihre Sammlung passen. Wir bieten faire Konditionen und persönliche Betreuung, von der Einlieferung bis zur Auszahlung. Daneben ist jederzeit ein Direktankauf oder eine Vorschusszahlung auf den zu erwartenden Erlös möglich. Wir freuen uns auf Sie.
- Zur Papiergeldgeschichte von Thailand, Teil 2
Matthias Böhme WORLD PAPER MONEY Papiergeldgeschichte Thailand, Teil 2 Papiergeld in Thailand THA-79: 100 Baht ohne Datum (1968), Bank of Thailand, Druck: TDLR. Anfang 1968 erschien der letzte von der britischen Druckerei gelieferte Typ, eine von aller vorherigen Tradition abweichend gestaltete, modern wirkende und farbenfreundliche 100-Baht-Note der Bank of Thailand, die ab da als Zentralnotenbank fungierte und die Zeiten des Staatspapiergelds in Thailand beendete. Die Emission dieser komplett neu gestalteten, auch mit modernen Sicherheitsmerkmalen (bedruckter, ins Papier eingearbeiteter Metallstreifen) ausgerüsteten Note der 10. Serie machte sich erforderlich, weil Mengen von Fälschungen im Umlauf aufgetaucht waren, und sich dadurch ein Mangel an Noten dieses Nominals bemerkbar gemacht hatte. Die Vorderseite zeigt den jungen (40-jährigen) König in Generalsuniform neben dem Staatssymbol des „Garuda“. Die Rückseite ziert die Königliche Barke „Srisupanahongse“. Die Note war bis Mai 1975 gültig. THA-85a: 100 Baht ohne Datum (1969–1978), Bank of Thailand, Druck: Thai Banknote Printing Works. Eine 11. Serie erschien ab Juni 1969 mit 5 und 10 Baht, 1971 folgte der grüne Zwanziger, 1972 der rote Hunderter und im Juli 1975 ein pinkfarbener Fünfhunderter. In dieser Serie zeigen sich interessante Symbole der thailändischen Kultur und Geschichte sowie berühmte Bauwerke der Thais neben – wie immer – dem Porträt des regierenden Königs, diesmal in königlicher Würde. 5 Baht zeigt neben dem Porträt die Gestalt einer Thepanom, eine Sagengestalt, die Rückseite die Abhorn-Pimoke-Thronhalle in Bang Pa-in. 10 Baht zeigt auf der Vorderseite einen sitzenden Löwen, die Rückseite das Wat Benchamabophitr. 20 Baht zeigt die Schlange Phyanak, die Rückseite die königliche Barke „Anandhanakaraj“. Auf 100 Baht hält der Garuda eine Schlange fest und die Rückseite zeigt den Großen Palast in Bangkok mit dem Heiligtum des Smaragd-Buddhas. 500 Baht schließlich zeigt auf der Vorderseite neben dem Porträt den großen Garuda, und die Rückseite den Pra Prang Sam Yod in Lopburi. THA-88: 20 Baht ohne Datum (1981), Bank of Thailand. Die nun folgende 12. Serie besteht aus den Werten zu 10, 20 und 100 Baht. Der von der einheitlichen Gestaltung abweichende Hunderter erschien bereits 1978. Die drei Scheine zeigen das Königsporträt in der Uniform des Obersten Kommandeurs der thailändischen Armee, daneben wieder einen Garuda. Der Zehner erschien 1980 mit ähnlicher Vorderseite wie der Hunderter aber dem Zwanziger größtenteils angeglichen. Die Rückseite zeigt das Reiter-Denkmal König Chulalongkorns in Bangkok auf dem Königsplatz. Die Rückseite des Zwanzigers von 1981 zeigt uns ein Denkmal des Königs Taksin in Chantaburi. THA-89: 100 Baht ohne Datum (1978), Bank of Thailand. Auf der Rückseite des Hunderters sehen wir das Denkmal im Don Chedi des Königs Naresuan des Großen auf einem Kriegselefanten, daneben die Worte und Zahlen in Thai : Somdej Phra Naresuan Maharaj, BE 2098–2148 (AD 1555–1605). Das Besondere an dieser Serie sind die zwei unterschiedlichen Zifferntypen der Kontrollnummern bei den Zwanzigern und Hundertern. Sie wechseln von sog. römischen großen sechsstelligen zu kleinen arabischen siebenstelligen Nummern. THA-90b: 50 Baht ohne Datum (1985–1996), Bank of Thailand. Eine 13. Serie, bestehend aus 50, 500 und 1000 Baht zeigt den nunmehr fast 50-jährigen König in seiner Paradekleidung mit verschiedenem Zierrat umgeben. Die Rückseite des 50-Baht-Scheins zeigt das Denkmal des Königs Rama VII. vor der Thronhalle in Bangkok. Von dieser Note gibt es eine farblich abweichende, mehr violette Type (siehe Abbildung) im Unterschied zur lichtblauen Note. Die 500-Baht-Note ist in Purpur und Pink gehalten und zeigt auf ihrer Rückseite das Monument von Rama I. am Fuß der Gedenkbrücke, im Hintergrund der Große Palast in Bangkok und unter dem Schaufeld für das Wasserzeichen der Name des Königs mit seinen Lebensdaten BE 2279–2352 (AD 1736–1809). 1992 wird die Serie mit einer Banknote zu 1000 Baht fortgesetzt. Der 13. Serie folgen einige Gedenkausgaben, auf die später noch eingegangen wird. THA-102: 50 Baht ohne Datum (1997), Bank of Thailand, Druck: Note Printing Australia, Polymer-Kunststoff. Mit der 14. Serie von 1996/1997 wurde der neue 50-Baht-Schein erstmals versuchsweise aus Polymer-Kunststoff in Australien hergestellt, was sich bei dem Beharrungsvermögen der Thais auf Althergebrachtem aber nicht durchsetzen konnte. Dieser Wert wurde dann 2004 wieder durch einen Druck auf herkömmlichem Banknotenpapier ersetzt. Der Polymer-Schein von 1997 zeigt auch ein Durchsichtsfenster. Die 15. Banknotenserie folgte mit Ausgaben zu 20, 50, 100, 500 und 1000 Baht der Bank of Thailand in den Jahren 2012 bis 2015. Die Rückseiten dieser Serie zeigen folgende Könige: 1000 Baht: König Rama IX. auf dem Thron, 500 Baht: Rama I. und Rama II., 100 Baht: Rama V. und Rama VI., 50 Baht: RamaVII. und 20 Baht: Rama VIII. Bis zur Ausgabe der 16. Serie, der sog. „Abschiedsserie“, erfuhren die Scheine nur noch einige Verbesserungen der Sicherheitsmerkmale. Die 16. Serie sollte eine neue, moderne und frische Serie werden und wurde gleichzeitig für König Bhumibol Adulyadej (Rama IX.) zur Abschiedsserie nach vollen 70 Regierungsjahren in seinem 89. Lebensjahr. THA-112: 50 Baht ohne Datum (2004), Bank of Thailand, Druck: Note Printing Australia, Papier. THA-118–122: 20–1000 Baht ohne Datum (2012–2015), Bank of Thailand, 16. Serie (Abschiedsserie). Die Vorderseiten zeigen stets das gleiche Porträt des 84-jährigen Monarchen im Staatsornat neben dem obligatorischen Garuda und verschiedenen Schmuckornamenten im Thai-Stil. Diesmal gehören die Darstellungen der Rückseiten zu den Thai-Königen: 20 Baht: Denkmal von König Ramkhamhaeng des Großen 1237–1298 (AD), 50 Baht: Denkmal von König Naresuan des Große 1590–1605 in Phitsanulok auf seinen Sieg über die Burmesen 1593, 100 Baht: Reiterdenkmal von König und General Taksin 1734–1782 in Thonburi, 500 Baht: Denkmal von König Rama I. (reg. 1782–1808) vor dem Palast in Bangkok und 1000 Baht: König Rama V. (reg 1868–1910), sein Reiterdenkmal und die ehemalige Thronhalle in Bangkok (heute das Parlament). Zum Andenken an den 2016 verstorbenen und 2017 eingeäscherten König Rama IX. erschien am 20. September 2017 eine Gedenkserie. Gleiche Stückelung, gleiche Farben, gleiche Vorderseiten, jedoch die Rückseiten bilden einzelne Stationen im Leben des Verstorbenen Monarchen ab, der durch seine Vielseitigkeit und Tatkraft beim thailändischen Volk sehr beliebt war und noch über den Tod hinaus verehrt wird. THA-130–134: 20–1000 Baht ohne Datum (2017), Bank of Thailand, Gedenkserie an Rama IX. Die Darstellungen beginnen mit Bildern aus seiner frühen Jugend inmitten seiner Eltern und Geschwister. Auf der nächsten Note (50 Baht) sehen wir ihn als Studierenden, als Mönch meditierend und Jungvermählten sowie beim Musizieren. Der Hunderter teilt uns viele Stationen als Gestalter seines Landes mit und zeigt uns die komplette Königsfamilie. Auch auf dem Fünfhunderter erfahren wir etwas über seine tätige Mitarbeit bei der Verbesserung der Lage der Landbevölkerung. Der höchste Wert zu 1000 Baht zeigt sein Altersbild neben der Aufnahme auf dem Palastbalkon anlässlich der Entgegennahme von Ovationen der Thais zu seinem 60. Regierungsjubiläum im Jahr 2006. Fortsetzung folgt … Matthias Böhme
- Leserpost: 50 DM der Deutschen Notenbank von 1948 ohne Kontrollnummer
Ich habe bei einem Auktionshaus die abgebildete Note zu 50 DM 1948 ohne Kontrollnummer ersteigert. Dort war sie als Fälschung angegeben. Ich glaube aber, dass das Stück echt ist. Das Wasserzeichen ist zwar schwer, aber dennoch gut erkennbar. Die Plattennummer-Kombination 306/262 ist bei Siegfried Seipold bekannt für die Serie AJ. Sind weitere Vorkommen von Noten ohne Kontrollnummern bekannt? Beste Grüße H. Huschka Antwort der Redaktion Aus meinem Umfeld sind mir keine weiteren gelaufenen Noten der Deutschen Notenbank ohne Kontrollnummern bekannt. Bei dem abgebildeten Schein ist eine deutliche Verfärbung auffällig, weshalb er wohl auch für eine Fälschung gehalten wurde. Ich gehe aber ebenfalls davon aus, dass es sich um eine echte Banknoten handelt. Die Verfärbung kann vielfältige Ursachen haben. Ausgehend von der bekannten Kombination der Plattennummern kann es sich um die Serie AJ handeln, die zusammen mit der Kontrollnummer ebenfalls fehlt. Somit erfolgte der Druck in der Deutschen Wertpapierdruckerei in Leipzig. Andere Serien mit A beginnend wären jedoch auch möglich. In meinem Katalog findet man zu diesen 50-DM-Scheinen (DDR-7) den Hinweis, dass auch unfertige Drucke ohne Serie und Kontrollnummer vorkommen, die von Hand aus Druckbogen geschnitten wurden. Dies war bislang für die Plattennummer 15 bekannt. Diese Scheine sind dann allerdings auch nicht im Umlauf gewesen, wobei man bei Geldscheinen natürlich auch künstlich Gebrauchsspuren erzeugen kann. Davon gehe ich trotz Verfärbung, die von Grün nach Blau bekanntlich auch bewusst eingesetzte chemische Ursachen haben kann, hier allerdings nicht aus. DDR-7: 50 DM der Deutschen Notenbank von 1948 mit zwei Serienbuchstaben (Druck bei der Deutschen Wertpapierdruckerei in Leipzig) und 7-stelliger Kontrollnummer in normaler Farbgebung. Ich möchte an dieser Stelle einen Aufruf an unsere Leser starten: Bitte melden Sie Scheine der Deutschen Notenbank, die ebenfalls keine Serie und Kontrollnummer tragen mit den Plattennummern, die sich als kleine Zahlen jeweils links unten innerhalb des Druckrahmens der Vorder- und Rückseite finden. Bitte schicken Sie uns auch Abbildungen der Vorder- und Rückseiten. Es können natürlich nicht nur weitere 50-DM-Noten ohne Serie und Nummerierung vorkommen, sondern auch andere Nennwerte. Herzlichen Dank für Ihre Bemühungen! E-Mail an unsere Redaktion: info@geldscheine-online.com. Hans-Ludwig Grabowski
- Ostafrikanische Gemeinschaft: Gründung der Währungsunion verschoben
Die für 2024 geplante Gründung der Ostafrikanischen Währungsunion nach dem Vorbild der Europäischen Währungsunion musste auf 2031 verschoben werden: Die Konvergenzkriterien einer Währungsunion mit den Staaten Burundi, Kenia, Ruanda, Südsudan, Tansania und Uganda, deren Gründungsabsichten bereits 2013 unterzeichnet worden waren, wurden bis heute von keinem einzigen Land vollständig erfüllt. Konkret handelt es sich um Angleichungsmaßnahmen, die zur Implementierung einer Zollunion sowie eines gemeinsamen Binnenmarkts notwendig sind; die Umsetzung hätte in den einzelnen Staaten bereits im vergangenen Jahr abgeschlossen sein müssen. Zu den makroökonomischen Anforderungen gehören u. a. eine Inflationsrate von max. 8 %, eine Staatsschuldenquote von nicht mehr als 50 % des BIP, ein Staatsdefizit von maximal 3 % sowie ausreichend Devisenreserven, um Importe für mind. 4 1/2 Monate bezahlen zu können. Flagge der Ostafrikanischen Gemeinschaft [Bildquelle: Wikipedia] Kana Totsuka
- Aus privaten Sammlungen: 10 Rubel der Libauschen Stadtverwaltung von 1915
Objekttyp: Notgeldschein Sammlung: Archiv für Geld- und Zeitgeschichte, Sammlung Grabowski Historischer Kontext: Die baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen gehörten bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs zum Russischen Zarenreich. Nachdem russischen Armeen ohne Kriegserklärung am 1. August 1914 die deutsche Grenze überschritten hatten und in Ostpreußen eingefallen waren, kam es zu erbittertem deutschen Widerstand. Nach den deutschen Siegen in den Schlachten von Tannenberg und in den Masuren zogen sich die russischen Armeen zurück, und der Krieg weitete sich auch auf das Baltikum aus. Unter deutscher Besatzung gaben verschiedene lettische Städte Notgeldscheine aus, die zum Teil auch in Deutsch verfasst und deshalb schon lange für deutsche Sammler von Interesse sind. Berücksichtigt man, dass der Einfluss der deutschen Kultur und Sprache (Deutscher Orden und Hanse) im Baltikum, besonders in Lettland (dem früheren Kurland, Südlivland und Lettgallen), sehr groß war und in diesem Gebiet damals auch noch sehr viele Deutsche lebten (viele Stadtgründungen gehen auf Deutsche zurück), so wird klar, dass der teils in Deutsch ausgeführte Druck der Notgeldscheine nicht zuletzt kulturelle und ethnische Gründe hat, aber wohl auch der deutschen Besatzung geschuldet ist. Die Stadt Libau in Kurland (Russisch Libawa, Lettisch Leepaja, heute Liepāja) hatte 1897 rund 64.500 Einwohner (meist Deutsche, Letten, Juden und Russen). Sie verfügte durch ihren Hafen über bedeutende Handelsbeziehungen. Ab 1890 entstand außerdem ein Kriegshafen und Libau sollte zu einer russischen Festungsstadt ausgebaut werden. Nach der Schlacht um Schaulen besetzten deutsche Truppen am 7. Mai 1915 Libau. Im gleichen Jahr gab die Stadtverwaltung eigenes Notgeld aus. Bis auf den hier vorgestellten höchsten Wert zu 10 Rubel in Deutsch sind alle anderen Scheine in Russisch verfasst. Ab 23. Juni 1915 wurde vom deutschen Oberkommando in den eroberten Gebieten Kurland, Litauen und Bialystok-Grodno eine Militärverwaltung (Oberkommando Ost) eingesetzt. Während der deutschen Besatzung im Ersten Weltkrieg waren die Scheine der „Darlehnskasse Ost“ sowie der „Ostbank für Handel und Gewerbe“ gesetzliche Zahlungsmittel, die auch noch kurze Zeit nach der Unabhängigkeit Lettlands ihre Gültigkeit behielten. Land/Region/Ort: Zarenreich Russland, Gouvernement Kurland, Libau Emittent: Libausche Stadt-Verwaltung Nominal: 10 Rubel Datum: 1915 Vorderseite: Wappenschild mit Stadtwappen von Libau in der Mitte, schwarzer Text auf rotem Gitter-Unterdruck mit Zierrahmen und Guillochen. Rückseite: Wie Vorderseite. Umschrift: Die libausche Stadtverwaltung verpflichtet sich diesen Schuldschein sofort nach Friedensschluß einzulösen. Nachahmungen werden strafrechtlich verfolgt. Material: Papier ohne Wasserzeichen Format: 130 mm x 78 mm Nummerierung: ohne Kontrollnummer (unfertiger Druck aus Restbeständen) Authentizität: Original Zitate: LE-15 (Grabowski/Huschka/Schamberg: Ausländische Geldscheine unter deutscher Besatzung im Ersten und Zweiten Weltkrieg) Hans-Ludwig Grabowski Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus einer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com. Literaturhinweis: Grabowski | Huschka | Schamberg Ausländische Geldscheine unter deutscher Besatzung im Ersten und Zweiten Weltkrieg 320 Seiten, komplett in Farbe Mehr lesen … Leseprobe
- Geldscheinporträts: Greta Garbo – "Die Göttliche"
Reihe zu Porträts bedeutender Persönlichkeiten auf Geldscheinen: Greta Garbo auf einer Banknote der Schwedischen Reichsbank zu 100 Kronen von 2015. Abb. Greta Garbo, zeitgenössische Bleistiftzeichnung um 1934 mit der Künstlersignatur HMH. Archiv für Geld- und Zeitgeschichte, Sammlung Grabowski. Vor über 80 Jahren wirkte sie letztmals bei einer Filmproduktion mit, doch der Mythos der „Göttlichen“ besteht bis heute. Eine Erklärung des Mythos und ihres Beinamens lieferte der französische Philosoph Roland Barthes im Essay Das Gesicht der Garbo aus seinen Mythen des Alltags: „Ihr Beiname die Göttliche richtete sich gewiss weniger auf ein Höchstmaß von Schönheit als auf die Essenz ihrer körperlichen Person, die von einem Himmel herabgestiegen war, in dem die Dinge die Form vollendeter Klarheit besitzen. Sie selbst wusste es: Wie viele Schauspielerinnen waren bereit, die Menge an der beunruhigenden Reifung ihrer Schönheit teilnehmen zu lassen. Sie hingegen nicht: Die Essenz durfte nicht verwittern, ihr Gesicht durfte nie eine andere Realität als die ihrer mehr noch vergeistigten als plastischen Vollkommenheit besitzen.“ Verantwortlich für die Faszination waren demnach nicht nur Greta Garbos Rollen als Schauspielerin, sondern auch ihr Auftreten in der Öffentlichkeit. Anders als viele Filmstars der Gegenwart hat sie ihr Privatleben stets streng geheim gehalten und gab nur äußerst selten Interviews. Dies trug sicherlich zur Mythenbildung bei. Zudem sah – wie bei James Dean, Marylin Monroe oder Romy Schneider – niemand Greta Garbos Alterungsprozess. Ihr Aufstieg begann in Stockholm. Dort war sie in ärmlichen Verhältnissen als Greta Lovisa Gustafsson aufgewachsen und arbeitete zunächst in einem Friseursalon, bevor sie 1921 ihre erste Filmrolle bekam und kurze Zeit später in die Schule des Königlichen Schauspielhauses aufgenommen wurde. Sie wurde von der schwedischen Stummfilm-Ikone Mauritz Stiller entdeckt, der ihr eine Rolle in Gösta Berlings Saga gab. In dieser finanziell und künstlerisch erfolgreichen Produktion trat sie – auf Empfehlung Stillers – erstmals unter ihrem Künstlernamen Garbo auf. Kurze Zeit später folgte sie ihrem Mentor in die Vereinigten Staaten, wo sie einen Vertrag beim 1924 gegründeten Studio Metro-Goldwyn-Mayer erhielt. Abb. 2: Königreich Schweden, Schwedische Reichsbank: 100 Kronen (2015), Vorderseite: Porträt Greta Garbos, Rückseite: Stadtansicht von Stockholm sowie eine Weiße Seerose (schwedisch: Vit näckros). Mit ihren ersten Produktionen Torrent (Fluten der Leidenschaft, 1926) und The Temptress (Dämon Weib, 1926) eroberte sie Hollywood, und mit Flesh And The Devil (Es war, 1926) wurde sie zum Weltstar. Garbo spielte in dieser Verfilmung an der Seite von John Gilbert, mit dem sie anschließend auch privat liiert war. Die beiden wurden ein gefragtes Leinwandpaar. Den Übergang zum Tonfilm meisterte Greta Garbo problemlos: Mit ihrem Debüt Anna Christie (1930) gelang ihr ein triumphaler Erfolg. In der Verfilmung des Theaterstücks von Eugene O´Neill spielte sie eine ehemalige schwedische Prostituierte. Garbo, die bis dahin nur Femme Fatales, Damen von Welt und elegante Liebende verkörperte, genoss die Rolle als authentische, bodenständige Frau. Die Kritiker nahmen ihren Auftritt begeistert auf. Die folgenden Jahre waren Garbos erfolgreichste Zeit. Sie spielte die Spionin Mata Hari (1931), die schwedische Königin Christine in Queen Christina (1933) und Marguerite Gautier in Camille (1936). Der Garbo-Film entwickelte sich zum eigenen Genre: Ihre geheimnisvolle Ausstrahlung fesselte das Publikum. In ihrem vorletzten Film, Ernst Lubitschs Ninotschka (1939), zeigte sie, dass sie auch die Komödie beherrschte. 1941 wirkte sie letztmals bei einer Filmproduktion mit, bevor sie sich völlig aus dem Filmgeschäft und der Öffentlichkeit zurückzog. Sie zog nach New York City, gab nahezu keine Interviews und war nur bei ihren ausgedehnten Spaziergängen durch Manhattan zu sehen. So bewahrte sich die Göttliche ihren Mythos. Sie wusste, dass die Mythenbildung immer der Vermutung, der Verschwommenheit und des Nichtwissens bedarf. Noch heute wird über Greta Garbos Privatleben und über ihre Liebhaber und Liebhaberinnen spekuliert. Elias Heindl Anmerkung der Redaktion In unserem Beitrag Entwürfe zur aktuellen Banknotenserie der Schwedischen Reichsbank können Sie alle sieben Entwürfe zu schwedischen Banknoten mit Greta Garbo sehen!
- Lexikon: Fehldrucke
Fehldrucke oder Druckfehler sind beim Druckvorgang entstandene Fehler, wie zum Beispiel kopfstehende und fehlende Aufdrucke oder falsche Farbgebung, die auch als Abarten bezeichnet werden. DEU-144F2: 1 Milliarde Mark der Deutschen Reichsbank vom 20. Oktober 1923, Druck einseitig mit fehlendem Überdruck. Abb. Sammlung Grabowski. 21.1a3F: Serienschein der Stadt Altenburg über 50 Pfennig von 1921 aus der sog. Prinzenraub-Serie, Rückseite mit versetztem Unter- und Überdruck. Abb. Sammlung Grabowski. DEU-192F: Darlehnskassenschein zu 1 Mark vom 15. September 1922. Was auf den ersten Blick wie ein Fehldruck aussieht, ist in Wahrheit ein Fehlschnitt. Die Abstände zwischen den Druckbildern sind stimmig, aber der Bogen wurde falsch geschnitten, so dass der Schnitt durch das Druckbild geht. Abb. Sammlung Gerber. Bei unbedeutenden Fehldrucken spricht man auch von Druckzufälligkeiten, die nicht mit Druckfehlern zu verwechseln sind. Siehe auch folgende Begriffe: Druckfehler Druckzufälligkeiten Albert Pick / Hans-Ludwig Grabowski (Überarbeitung und Bebilderung)












