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- Bargeld ist weiterhin wichtigstes Zahlungsmittel in Deutschland
Trotz der Zunahme an bargeldlosen Zahlungen ist es nach einer aktuellen Studie der Deutschen Bundesbank weder der fortschreitenden Digitalisierung, noch der Corona-Pandemie gelungen, das Bargeld als wichtigstes Zahlungsmittel in Deutschland zu verdrängen. Aktuell bezahlen danach immer noch 58 Prozent der Deutschen ihre Einkäufe von Waren und Dienstleistungen in Geldscheinen und Münzen. Der Trend zeigt aber eine deutliche Entwicklung hin zu bargeldlosen Zahlungen, denn vor fünf Jahren waren es noch 74 Prozent. Als wichtige Argumente für das Bargeld führt die Bundesbank den Schutz der Privatsphäre sowie den besseren Ausgabeüberblick an. Vor allem aber, werden Banknoten und Münzen als besonders zuverlässig angesehen. Hans-Ludwig Grabowski
- Emporium Hamburg: Vorbericht Auktionen 100 & 101
Emporium Hamburgs diesjährige Herbstauktion kann mit einem runden Jubiläum aufwarten. Es handelt sich um die nunmehr bereits 100. Münzauktion, welche vom 15. bis 17. November 2022 im Stoertebeker Haus stattfindet. Seit mehr als 50 Jahren im Münzgeschäft aktiv, wurde bereits 1983 die erste Münzauktion des Hauses veranstaltet. Über die vielen Jahre konnten immer mehr Münzbegeisterte aus aller Welt spannende Auktionen verfolgen und kleine bis große Münzen und Medaillen ersteigern. Zu den zweimal jährlich stattfindenden Münzauktionen im Frühjahr und Herbst erfolgen nun auch regelmäßig Auktionen im Bereich der Banknoten, diesmal als Auktion Nr. 101 für Banknoten und Notgeld am Ende dieser Auktionswoche am 18. November 2022. Aufgrund der aktuell nicht abschätzbaren Situation finden beide Auktionen leider weiterhin ohne Saalpublikum statt. Es besteht allerdings wie immer die Möglichkeit die Auktion live über das Internet zu verfolgen und über die Bieterplattform Auction Mobility mit Teilnehmern aus aller Welt zu bieten. Weitere Informationen finden sich auf der Internetseite www.emporium-numismatics.com. Hier finden Sie alle relevanten Informationen rund um das Thema „Live-Bidding“. Gebote werden außerdem nach wie vor schriftlich wie auch telefonisch entgegengenommen. Auch eine Vorbesichtigung der Auktionsware vor Ort ist möglich. Nach Terminabsprache und unter Beachtung der aktuellen Hygienevorschriften ist dies bis zum 11. November möglich. Telefonisch erreichen sie die numismatische Abteilung unter +49 40 25799-140. Die 100. Auktion – Münzen & Medaillen wartet mit einem umfangreichen und interessanten Angebot von über 3.000 Losen aus der Antike bis in die Gegenwart auf. Sie beginnt mit Prägungen der Kelten und Griechen, reicht zu den Münzen der Römer, Republik und Kaiserzeit, und beinhaltet annähernd 150 Goldmünzen der byzantinischen Ära. Vielfältig geht es weiter mit Münzen aus dem Bereich Ausland. Es finden sich spannende Stücke für den Sammler britischer, chinesischer, italienischer wie auch US-amerikanischer Prägungen. Weitere ansprechende Münzen Habsburgs, Altdeutschlands wie auch des Kaiserreichs und der Moderne runden das Bild ab. Den Sammler erwarten dabei zahlreiche höchst interessante Gepräge von größter Seltenheiten wie auch bester Erhaltungen. Das Titelstück der Auktion - ein Prachtexemplar von 2 Doppie 1626 aus Gold, welches selten in einer derart hochwertigen Erhaltung zu finden ist – kommt diesmal aus Italien (Los 1124, Taxe € 10.000,-). Es wurde unter Odoardo I. Farnese, Herzog von Parma und Piacenza (1622–1646), geprägt. Dessen politische Verwicklungen führten u.a. dazu, dass die Stadt Piacenza stark unter einem Krieg mit Spanien litt. Da der Herzog zudem hohe Schulden beim Kirchenstaat hatte und sogar exkommuniziert wurde, überrascht es nicht, dass er bereits mit 34 Jahren verstarb. Los Nr. 1 Kelten Vindelici, Südliches Germanien AV Stater (2.-1.Jh.v.Chr.), sog. Regenbogenschüsselchen. GOLD, sehr selten, ss-vz Schätzpreis: € 3.800,- Los Nr. 64 Griechenland / Makedonien Alexander III. der Große, 336-323 v.Chr. AV Stater, Amphipolis. GOLD, vz Schätzpreis: € 3.800,- Die Auktion startet mit höchst interessanten Stücken der Kelten (Los 1–16), die den Reigen der „Griechischen Münzen“ einläuten (Los 1–262). Gleich die erste Münze, ein Regenbogenschüsselchen wohl aus dem südgermanischen Raum, ist dabei mit seinem 4- statt 3-Schleifenmotiv äußerst selten im Handel anzutreffen (Los 1, Taxe 3.800,-). Im Bereich der griechischen Münzen erwartet uns ein AV Stater Alexanders des Großen mit dem Athenakopf auf der Vorderseite und einer Nike-Revers (Los 64, Taxe 3.800,-). Die sassanidischen Prägungen unter Sapur I., 241–272, warten ebenfalls aus Gold auf, und zwar als AV Dinar mit der berühmten Darstellung eines Feueraltars auf der Rückseite (Los 235–238). Los Nr. 299 Römisches Reich Claudius, 41-54 AV Aureus (50-51), Rom. GOLD, selten, ss Schätzpreis: € 4.000,- Los Nr. 305 Römisches Reich Nero, 54-68 AV Aureus (54), Rom. GOLD, selten, kl. Feilstelle a.Rd., ss Schätzpreis: € 5.800,- Los Nr. 452 Römisches Reich Commodus, 177-192 AE Medaillon (186-187) Rom. Prachtex., schöne Patina, sehr selten, prägefr. Schätzpreis: € 38.000,- Auf die griechischen folgen die zahlreichen „Römischen Münzen“(Los 266–659). Hier findet sich etwa ein seltener Aureus (Los 299, Taxe 4.000,-) unter Claudius, 41–54, mit einer Abbildung der jüngeren Agrippina. Ebenfalls ein seltener Aureus für Claudius, allerdings als Divus Prägung unter Nero, wartet einige wenige Losnummern später auf seinen Zuschlag (Los 305, Taxe 5.800,-). Ein sehr hochwertiges und äußerstes seltenes Medaillon des Commodus, 177-192, zeigt auf dem Avers einen Januskopf, dem Revers Tellus mit Allegorien der Jahreszeiten (Los 452, Taxe 38.000,-). Unter den „Byzantinischen Münzen“ (Los 660–803) findet sich eine Sammlung von annähernd 150 Goldmünzen, überwiegend Solidi mit unterschiedlichsten Offizinen. Los Nr. 1124 Italien / Piacenza Odoardo Franese, 1622-1646 2 Doppie =Quadrupla 1626 LX, Piacenza. GOLD, Prachtex., sehr selten i.d. Erhaltung, vz-st Schätzpreis: € 10.000,- Los Nr. 1193 Russland Katharina I., 1725-1727 Doppelrubel 1726, Roter Münzhof Moskau. GOLD, von großer Seltenheit, Kr., ss-vz Schätzpreis: € 20.000,- Im Bereich der „Ausländischen Münzen und Medaillen“ (Los 809–1522) von Argentinien bis zu den Vereinigten Staaten von Amerika erwarten die Bieter weitere interessante Einzelstücke und Sammlungen. Hervorzuheben ist das eingangs genannte Titelstück aus Italien, Piacenza, (Los 1124, Taxe 10.000,-). Im Bereich der Vatikanmedaillen finden sich einige interessante Stücke (1364–1409) mit facettenreichen Abbildungen aus dem Kirchenkontext. Aus Russland schließlich stammt der Doppelrubel 1726 aus Gold von Katharina I., 1725–1727, ebenfalls mit religiösen Bezügen (Los 1193, Taxe 20.000,-). Den Auslandsbereich schließt eine größere Sammlung US-amerikanischer Münzen ab, die meisten davon mit PCGS Grading im Slab (Los 1410–1518). Los Nr. 1610 Karolinger Karl der Große, 768-814 Denar (800-814), unbest. Münzst. Von alllergrößter Seltenheit, ss-vz Schätzpreis: € 75.000,- Das nächste Highlight aus der Zeit der „Karolinger“ ist ein Denar Karls des Großen, der von 768 bis 814 über das Fränkische Reich herrschte und häufig als Pater Europae – Vater Europas – bezeichnet wird. Es handelt sich hierbei um einen sogenannten IMP-AVG (=Imperator Augustus) Denar, welche äußerst selten und nur in wenigen Einzelexemplaren bekannt sind. Hier bietet sich die außergewöhnliche Gelegenheit, eine solche Rarität zu ersteigern (Los 1610, Taxe 75.000,-). Los Nr. 1678 Bayern Maximilian I., 1598-1651 5 Dukaten 1640. GOLD, Prachtex., attrakt. Prägegl., min.Rdf., Rs.kl.Druckstelle, vz-st Schätzpreis: € 28.500,- Los Nr. 1698 Brandenburg-Preussen Friedrich I., 1701-1713 Dukat 1712 CS, Berlin. GOLD, Prachtex., sehr selten, vz-st Schätzpreis: € 12.500,- Los Nr. 1835 Hamburg, Stadt ½ Goldportugaleser 1888 von J.v.Langa. GOLD, Prachtex., min.Rdf., f.st Schätzpreis: € 3.500,- Das Sammelgebiet „Altdeutsche Münzen“ (Los 1667–2025) erweitert die Fülle an hochwertigen Stücken unter anderem mit einem 5 Dukaten 1640 aus Bayern unter Maximilian I., 1598–1651 (Los 1678, Taxe 28.500,-). Geprägt wurde diese elegante Münze auf die Neubefestigung Münchens im Nachklang des 30jährigen Krieges ob der Besetzung durch Schweden. Aus Preußen stammt der Dukat 1712 von Friedrich I., 1701-1713 (Los 1698, Taxe 12.500,-). Unter ihm wurde das Herzogtum zum Königreich Preußen erhoben. Gekrönt wurde er 1701 noch in der Hauptstadt Königsberg - erst 1710 setzte er Berlin als Hauptstadt des Königreichs ein. Eine weitere spannende Münze stammt aus der Hansestadt Hamburg. Der ½ Goldportugaleser 1888 (Los 1835, Taxe 3.500,-) auf die Erweiterung des Stadthauses 1814, weist auf die bewegte Geschichte des Gebäudes hin. Damals wurde es als Sitz der Polizeibehörde genutzt. Zur Zeit des Nationalsozialismus war es der Sitz der Hamburger Gestapo. Heute steht es inzwischen unter Denkmalschutz. Los Nr. 2235 Westfalen Hieronymus Napoleon, 1807-1813 40 Franken 1913 C, Mzz.Adlerkopf. Neuprägung Paris 1867. GOLD, Rarität, Prachtex., min.just., vz/vz-st Schätzpreis: € 6.000,- Los Nr. 2607 Hamburg, Stadt 20 Mark 1881 J. Auflg. 500 Stk. Äußerst seltener Jahrgang, f.vz Schätzpreis: € 13.500,- Los Nr. 2948 Kolonien Deutsch-Ostafrika 15 Rupien 1916 T. GOLD, f.st Schätzpreis: € 6.800,- Im sogenannten „AKS Bereich“ (Los 2026–2243), benannt nach dem Großen Deutschen Münzkatalog, der Münzen zwischen 1800 bis zur Reichsgründung 1871, ist ein 40 Franken 1813 aus Westfalen für Hieronymus Napoleon hervorzuheben. Es handelt sich dabei um eine Neuprägung aus Paris 1867, welche in der Auflage von nur 80 Stücken von den Originalstempeln erfolgte – eine sehenswerte Rarität des 19. Jahrhunderts (Los 2235, Taxe 6.000,-). Es folgt der umfangreiche Jaegerbereich („Die deutschen Münzen seit 1871“). Hier sticht unter den zahlreichen Goldmünzen das 20 Mark 1881 Stück aus Hamburg besonders hervor (Los 2607, Taxe 13.500,-), da dieser Jahrgang äußerst selten ist. Aus den deutschen Kolonien kommen schließlich zwei sogenannte Tabora-Sovereigns (Los 2948 Taxe 6.800,- und Los 2949, Taxe 5.000,-). Diese zwei 15 Rupien von 1916 wurden während des Ersten Weltkriegs mit Gold aus der Sekenke-Goldmine in Ostafrika geprägt. Es sind die einzigen bekannten deutschen Notmünzen aus Gold. Los Nr. 4038 China Bank of Territorial Development 1 Dollar 01.12.1914, Kiangsu. I-II Schätzpreis: € 1.000,- Los Nr. 4149 Deutsches Reich Reichsbanknoten und -kassenscheine 1874-1914 50 Mark 10.01.1882. II- Schätzpreis: € 10.000,- Los Nr. 4347 Deutsche Auslandsbanken Deutsch-Asiatische Bank, 1907-1918 Kiautschou. 1 Dollar 01.03.1907, Tsingtau. IV Schätzpreis: € 5.000,- Die 101. Auktion – Banknoten & Notgeld startet am Freitag, den 18 November 2022. Aufgerufen werden über 450 Lose aus zahlreichen Sammelgebieten. Der Sammler chinesischer Banknoten darf gespannt sein auf 1 Dollar 01.12.1914 aus Kiangsu der Bank of Territorial Development (Los 4038, Taxe 1.000,-) sowie auf einen 25-Yuan-Schein 1919 des Hulunpeierh Official Currency Bureau (Los 4049, Taxe 1.100,-), beide in hervorragender Erhaltung. Das Titelstück der Banknotenauktion kommt diesmal aus dem Deutschen Reich. Es handelt sich um einen Reichskassenschein zu 50 Mark vom 10.01.1882 der Serie E mit 7-stelliger KN in Rot (Los 4149, Taxe 10.000,-). Bis 1906 gab es keine Reichsbanknoten die in Höhe dieses Nominals ausgegeben wurden. Herausragend sind des Weiteren der 1–Dollar-Schein vom 01.03.1907 der Deutsch-Asiatischen Bank aus Tsingtau (Los 4347, Taxe 5.000,-) sowie 5 Dollars vom 01.03.1907 (Los 4348, Taxe 8.000,-). Emporium Hamburg, Abteilung Numismatik, Süderstraße 288, 20537 Hamburg. Telefon: +49 40 25799-140, Fax: +49 40 25799-100, E-Mail: numis@emporium-hamburg.com Homepage: https://www.emporium-numismatics.com/
- Laos: Neue 10.000- und 20.000-Kip-Noten werden eingeführt
Am 14. Oktober 2022 kündigte die Bank der Demokratischen Volksrepublik Laos an, im Laufe des Monats neue Banknoten in den Stückelungen zu 10.000 und 20.000 Kip in Umlauf zu bringen. Die neuen Papiernoten mit der Jahresangabe 2020 sollen die beiden ab 2003 ausgegebenen Höchstnominale der laotischen Geldscheine nach und nach ersetzen. Der 10.000-Kip-Schein misst 153 mm x 72 mm und die 20.000-Note 156 mm x 72 mm; die Farbgebung orientiert sich an den Vorgängernoten. Beide Nominale zeigen auf der Vorderseite das gewohnte Porträt des Kaysone Phomvihane, der nach einer unblutigen Revolution und der Gründung der Volksrepublik bis zu seinem Tod Staatsoberhaupt war, sowie im Hintergrund den Pha That Luang in Vientiane. Die Rückseiten sind jeweils einem architektonischen Motiv gewidmet: So ist auf dem 10.000-Kip-Schein die Lao-Nippon-Brücke über den Mekong dargestellt, während die 20.000-Kip-Note das Wasserkraftwerk Theun-Hinboun abbildet. Zu den Sicherheitsmerkmalen der neuen Scheine zählen unter anderem das Staatswappen als UV-Licht-Element, ein Wasserzeichen, ein Sicherheitsfaden mit der Wertzahl sowie OVI-Effekte. Kana Totsuka Abb. Owen W. Linzmayer (www.banknotebook.com)
- Aus privaten Sammlungen: Fehldrucke zu 1 Milliarde Mark vom 20. Oktober 1923
Objekttyp: Banknote Sammlung: Sammlung Gerber Historischer Kontext: Während der Inflation stellten zahlreiche private Druckereien im Auftrag der Deutschen Reichsbank Banknoten her, weil die Reichsdruckerei den gewaltigen Bedarf an Zahlungsmitteln nicht mehr allein bereitstellen konnte. Das führte auch zu Fehldrucken, die zwar eigentlich nicht hätten in Umlauf kommen sollen, doch kam dies hin und wieder vor. Da die Sicherheitsvorkehrungen in privaten Druckereien wohl mitunter nicht so streng gehandhabt wurden wie bei der Reichsdruckerei, gelangte auch der eine oder andere An- oder Fehldruck in Sammleralben. Der hier vorgestellte Fehldruck einer Reichsbanknote zu 1 Milliarde Mark vom 20. Oktober hat eine simpel zu erklärende Ursache. Der Schein war nur als einseitiger Druck vorgesehen. Dabei sollte der schwarze Textdruck über dem hellgraublauen Unterdruck-Muster erfolgen. Bei diesem Fehldruck wurde der Druckbogen verkehrt herum eingelegt, weshalb der Textdruck auf der eigentlich leeren Rückseite des Scheins erfolgte. Geschehen ist das, wie das Firmenzeichen AJ verrät, entweder bei der Germania Druckerei oder bei Ullstein in Berlin. Die Zuweisung dieses Doppelbuchstabens durch die Abteilung Hilfsbanknotendruck der Reichsbank ist bis heute nicht endgültig geklärt. Es handelt sich übrigens über zwei getrennte Scheine! Das heißt, ein oder mehrere Druckbogen mit Unterdruck blieben ohne den Text-Überdruck, während ein oder mehrere Bogen ohne Unterdruck mit dem Textdruck versehen wurden. Anschließend schnitten wohl Druckerei-Mitarbeiter die Kuriositäten aus oder es blieben ganze Bogen erhalten, die später geschnitten wurden, um die Scheine an Sammler zu verkaufen. Solche Fehldrucke sind heute durchweg selten! Bei dieser Hilfsbanknote kommen sie mit den Firmenzeichen AJ und AR vor. Land/Region/Ort: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Berlin Emittent: Deutsche Reichsbank Nominal: 1 Milliarde Mark Datum: 20. Oktober 1923 Vorderseite: Text und Reichsbanksiegel in Schwarzdruck Rückseite: Unterdruckmuster mit Wertangabe in Hellgraublau Format: 127 mm x 61 mm Material: Papier mit Wasserzeichen Kreuzblüten Nummerierung: 36 - AJ Authentizität: Original Zitate: DEU-144F1/F2 (Grabowski: Deutsche Banknoten ab 1871) Ro./Gra. 119 (Rosenberg/Grabowski: Die deutschen Banknoten ab 1871) GER-122 (Standard Catalog of World Paper Money, Vol. II – General Issues, not listed) Hans-Ludwig Grabowski Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus einer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com. Literaturhinweis: Hans-Ludwig Grabowski Die deutschen Banknoten ab 1871 Das Papiergeld der deutschen Notenbanken, Staatspapiergeld, Kolonial- und Besatzungsausgaben, deutsche Nebengebiete und geldscheinähnliche Wertpapiere und Gutscheine Mehr lesen … Leseprobe
- Die Entwürfe der ersten Euro-Banknoten, Teil 40
Bereits im November 1994 hatte der Rat des Europäischen Währungsinstituts (EWI) die Stückelung auf sieben Banknoten-Nominale von 5 bis 500 Euro festgelegt. Im Juni 1995 wurden dann zwei Themen für die Gestaltung der Euro-Banknoten vorgegeben, zum einen "Zeitalter und Stile in Europa" und zum anderen ein abstraktes, modernes Design. Im Februar 1996 begann der Gestaltungswettbewerb, an dem 29 Grafiker und Grafikerteams teilnahmen, die von 14 nationalen Zentralbanken der EU nominiert wurden. Im September 1996 beurteilte eine Jury aus international renommierten unabhängigen Experten für Marketing, Grafik und Kunstgeschichte die eingereichten Entwürfe und wählte je fünf für beide Themenbereiche aus. Im Oktober 1996 erfolgte eine Umfrage unter insgesamt 2000 Personen aus allen EU-Ländern außer Dänemark und am 3. Dezember 1996 wählte der Rat des EWI schließlich den Vorschlag aus Österreich Nr. T 382 als Gewinner des Gestaltungswettbewerbs. Wie aber hätten die ersten Euro-Banknoten auch aussehen können? Wir setzen hiermit unsere Reihe zu den Entwürfen der ersten Euro-Banknoten fort. Abstrakt und modern, Vorschlag M 614 Roger Pfund Geboren 1943 in Bern. Seit 1971 für die Schweizerische Nationalbank tätig. Von ihm stammen Entwürfe zur letzten französischen Banknotenserie und zum Schweizer Pass. Er nahm an zahlreichen PR-Kampagnen teil und wirkte u. a. als Designer für die 700-Jahr-Feier der Schweiz und die 50-Jahr-Feier der Vereinten Nationen. 2002 wurde er zum "Officier" des französischen Kultur-Ordens ernannt. Die zweite Entwurfsserie von Roger Pfund wird von wichtigen abstrakten Kunstströmungen des 20. Jahrhunderts beeinflusst. Jeder Schein zeigt ein farbiges Mosaik von sich überlappenden Symbolen, das von einem Symbol dominiert wird. 5 Euro, Vorder- und Rückseite. 10 Euro, Vorder- und Rückseite. 20 Euro, Vorder- und Rückseite. 50 Euro, Vorder- und Rückseite. 100 Euro, Vorder- und Rückseite. 200 Euro, Vorder- und Rückseite. 500 Euro, Vorder- und Rückseite. Fortsetzung folgt … Hans-Ludwig Grabowski Abb. Europäische Zentralbank (EZB)
- Lexikon: Entwertung
Auch ohne besondere Kennzeichnung ist ein Geldschein entweder nach Überschreitung des aufgedruckten oder aufgestempelten Einlösungstermins oder eines öffentlich bekanntzugebenden Außerkurssetzungs- oder Einlösungstermins ungültig. Eine Einlösungsverpflichtung besteht dann nicht mehr. Solche wertlos gewordenen Scheine, falls sie aus irgendwelchen Gründen nach der Einziehung oder Einlösung nicht vernichtet wurden, oder auch als solche gekennzeichnete Musterscheine wurden und werden vielfach mit zusätzlichen Entwertungsstempeln oder Lochungen versehen, um eine missbräuchliche Verwendung als Zahlungsmittel zu verhindern. Vor allem bei Notgeld, das in vielen Fällen nach der Einlösung an Sammler abgegeben wurde, finden wir die verschiedensten Arten von Entwertungsabstempelungen. Die Stempel "Entwertet", "Ungültig" oder "Ungiltig" wurden am häufigsten verwendet, wobei oft noch zusätzlich der Gemeinde- bzw. Stadtstempel oder der Stempel der Einlösungsstelle und die Datumsangabe als Einlösungsbestätigung hinzugefügt wurden. Doch auch Staatspapiergeld und Banknoten kommen mit Entwertungsstempeln vor, im englischen Sprachgebrauch "Candelled" (Entwertet) oder "Void" (Wertlos). Sogar die Stempel "Falsch" oder "Falsum" und "Faux" besagen nicht immer, dass die Scheine Fälschungen waren. In einzelnen Fällen wollte man damit auch außer Kurs befindliche Scheine kennzeichnen. Die primitivste Art der Entwertungskennzeichnung ist das Durchbalken der Scheine mit Tintenstrichen oder gar die Lochung oder Abtrennung von Geldscheinteilen (Ecken abschneiden, halbieren usw.). Solche den Schein beschädigende Entwertungsarten sind natürlich für den Sammler schmerzlich (Beispiele: Belgien, Hasselt, Notgeld von 1914/15; Deutschland, Berlin, Notgeld [Großgeld] von 1918; Trier, Notgeld [Großgeld] von 1918; Niederlande, viele Notgeldscheine von 1940). Variierten die fehlenden Stücke bei den einzelnen gleichartigen Scheinen oder blieben die abgetrennten Stücke erhalten, so wurden von den Sammlern vielfach durch Zusammenkleben mehrerer beschädigter Scheine oder von Teilstückchen "komplette" Scheine wieder hergestellt (Beispiel: Fanning Island, Plantations Ltd, 1 Pfund 1943). Der Sammlerwert der durch Kennzeichnung entwerteten Scheine ist in aller Regel niedriger als der von unveränderten Scheinen, wobei neben der Häufigkeit auch der Grad der Entstellung eine Rolle spielt. Beispiele für verschiedene Entwertungen Hier soll und kann nur eine kleine Auswahl von verschiedenen Entwertungen gezeigt werden. Zusätzlich zu den von Albert Pick aufgeführten Arten gibt es natürlich auch noch handschriftliche Entwertungen, Entwertungen durch Perforation oder durch Überdrucke. Es wäre sicher interessant, das Thema ausführlicher zu behandeln und die verschiedensten Arten von Entwertungen zu dokumentieren. Abb. 1: Stadt Altenburg, Gutschein über 10 Mark vom 15. November 1918 (Großgeld) mit einzelner kleiner kreisrunder Lochentwertung. Abb. 2: Volksstaat Hessen, Schatzanweisung über 21 Mark Gold = 5 Dollar (wertbeständiges Notgeld) vom 20. Oktober 1923 mit einzelner großer kreisrunder Lochentwertung. Abb. 3: Stadt Apolda, Notgeldscheine der Hochinflation über 500 Milliarden Mark vom 10. November 1923 mit doppelter großer kreisrunder Lochentwertung. Abb. 4: Bank von Griechenland, Banknote zu 500 Drachmen vom 1 Oktober 1932 mit sechsfacher großer kreisunder Lochentwertung. Interessant ist, dass bereits entwertete Scheine befristet wieder in Umlauf gegeben wurden, weil es unter deutsch-italienischer Besatzung im Zweiten Weltkrieg zu einem Mangel an Zahlungsmitteln kam. Abb. 5: Württembergische Notenbank, Banknote zu 100 Mark vom 1. Januar 1875 mit siebenfacher großer kreisrunder Lochentwertung. Abb. 6: Generaldirektion der Berg-, Hütten- und Salzwerke in München, Nochgeldschein der Hochinflation über 20 Milliarden Mark vom 29. Oktober 1923 mit einfacher rechteckiger Lochentwertung. Abb. 7: Sächsische Bank zu Dresden, Muster der Banknote zu 500 Mark vom 15. Juni 1980 mit Überdruck "MUSTERDRUCK", siebenfacher sternförmiger Lochentwertung sowie dreifacher Perforation "UNGÜLTIG". Abb. 8: Stadt Apolda, Notgeldschein (Großgeld) über 5 Mark vom 15. November 1918 mit einfacher Perforation "UNGÜLTIG". Abb. 9: Konversionskasse für deutsche Auslandsschulden, Kassenschein über 40 Reichsmark vom 28. August 1933 mit Perforation "ENTWERTET" . Die Scheine stammen aus dem ehemaligen Besitz der Deutschen Reichsbank, waren bei der Staatsbank der DDR eingelagert und wurden nach der Wiedervereinigung mittels Perforation entwertet, bevor sie auf dem Sammlermarkt verkauft wurden. Abb. 10: Preußen, Provinz Ostpreußen, Königliche Regierungshauptkasse Gumbinnen, Gutschein (Großgeld) über 5 Mark vom 8. November 1918 mit handschriftlicher Entwertung "Unbrauchbar" und zusätzlichem Faksimile-Unterschriftsstempel. Abb. 11: Deutsche Notenbank in der Sowjetischen Besatzungszone Deutschlands, Muster zur Banknote über 2 Mark von 1948 (sowjetischer Druck), Entwertung durch Perforation "MUSTER" und zusätzlichem Kastenstempel "MUSTER". Abb. 12: Stadt Bamberg, Gutschein (Kleingeld) über 50 Pfennig von 1919 mit Entwertungsstempel "Bezahlt". Abb. 13: Frankfurter Bank, Banknote zu 35 Gulden vom 1. Januar 1855 mit Entwertung durch Kastenstempel "AUSSER COURS". Abb. 14: Oldenburgische Landesbank, Banknote zu 100 Mark vom 1. april 1875 mit Entwertung durch neunfache Abstempelung mit "CASSIRT". Abb 15: Bank of England, Banknote zu 1 Pfund: Entwertung im September 1941 durch die Inselverwaltung von Guernsey unter deutscher Besatzung mit Stempelaufdruck "Withdrawn | from Circulation | September 18th. | 1941." (Aus dem Verkehr gezogen, 18. September 1941. Abb. 16: Bank von Griechenland, angehaltene und durch doppelte Abstempelung entwertete Fälschung zu 10.000 Drachmen vom 10. Januar 1995. Abb. 17: Ostpreußen, Regierungshauptkasse in Allenstein, Gutschein (Großgeld) über 10 Mark vom 31. Oktober 1918 mit Überdruck "Ungültig!". Abb. 18: Polnische Nationalbank, Muster der Banknote zu 200 Zlotych vom 25. März 1994 mit Entwertung durch Überdruck "WZÓR" (Muster), Nullnummer und zusätzlicher Angabe einer Muster-Nummer. Abb. 19: Winterhilfswerk des deutschen Volkes, Wertschein zu 1 Reichsmark 1941/42 mit Entwertung durch Eckabschnitt. Abb. 20/21: Landesbank der Rheinprovinz, Notgeldschein über 1000 Mark vom 15. September 1922 mit Entwertung durch Wellenschnitt und rückseitigem Bankstempel. Abb. 22: Frankfurter Bank, Rückseite einer durch fünffache Lochung und zusätzlichen Randabschnitt entwerteten Banknote zu 500 Mark vom 1. Januar 1874, die durch Einsetzen fehlender Teile in die Lochungen repariert wurde. Albert Pick / Hans-Ludwig Grabowski (Überarbeitung und Bebilderung) Abb. 1–4, 6–12, 15–21: Archiv für Geld- und Zeitgeschichte, Sammlung Grabowski. Abb. 4, 13, 14, 22: Sammlung Manfred Kranz
- Sensationelles Auktionsergebnis für DDR-Reiseschecks
In der 127. Berliner Münzauktion, die am 24. September 2022 stattfand, waren mit der Los-Nummer 1333 sechs verschiedene Muster von Reiseschecks der Deutschen Aussenhandelsbank AG zu 20, 100 und 500 Mark der DDR mir rückseitiger Auflistung von Auszahlstellen sowie zu 50, 200 und 500 Mark der DDR mit Umrechnungskursen zu sechs sozialistischen Währungen auf den Rückseiten im Angebot. Deutsche Außenhandelsbank AG: Muster zu Reisescheck über 200 Mark der DDR, Vorderseite. Deutsche Außenhandelsbank AG: Muster zu Reisescheck über 500 Mark der DDR, Vorderseite. Lesen Sie hier einen Beitrag zu den Reiseschecks der Deutschen Aussenhandelsbank der DDR in unserem Blog: https://www.geldscheine-online.com/post/reiseschecks-der-deutschen-aussenhandelsbank-ag-der-ddr Der Ausruf lag bei gerade einmal 30 Euro, also bei 5 Euro pro Muster! Dass der Preis viel zu niedrig angesetzt wurde, war klar. Welcher Preis dann aber am Ende erzielt werden sollte, sprengte alle Vorstellungskraft. Zugeschlagen wurde das Los bei sage und schreibe 9.600 Euro + 23 % Aufgeld = 11.808 Euro + 19 % Mehrwersteuer = 14.051,52 Euro! Respekt! Es handelt sich ganz sicher um sehr seltene Belege zur Geldgeschichte der DDR, daran besteht kein Zweifel. Doch Sammler müssen sich inzwischen fragen, ob sie sich in inflationären Zeiten und bei solchen Zuschlägen in Zukunft überhaupt noch ein paar Sammlerträume erfüllen können oder alle interessanten Stücke in den Tresoren von Geldanlegern landen. Hans-Ludwig Grabowski Abb. Berliner Münzauktion, www.berlinermuenzauktion.de E-Mail: info@berlinermuenzauktion.de
- Die geheimen Banknotenserien der skandinavischen Länder im "Kalten Krieg"
Die skandinavischen Länder sind stolz auf ihre lange Tradition der Unabhängigkeit und Neutralität. Zuletzt hatten die Schweden im großen Stil auf Seiten der Protestanten in den "Dreißigjährigen Krieg" eingegriffen und Dänemark und Norwegen standen im Zweiten Weltkrieg unter deutscher Besatzung, während Schweden immer wieder in humanitären Fragen vermittelte. Erst der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine veranlasste Schweden wie auch Finnland, um Beitritt zur NATO zu ersuchen. Unvereinbare politische Gegensätze und die Ausdehnung der sowjetischen Interessensphäre auf ganz Ost- und Teile Mitteleuropas spalteten schon bald nach dem gemeinsamen Sieg über Hitler-Deutschland die einstigen Alliierten und führten zum sog. "Kalten Krieg", in dem sich beide Seiten auf den militärischen Ernstfall vorbereiteten und in dem das geteilte Deutschland zum Hauptschlachtfeld geworden wäre. Auch die skandinavischen Länder fühlten sich durch den Sowjet-Imperialismus bedroht, dem immer mehr Völker zum Opfer gefallen waren. So gehörten Dänemark und Norwegen bereits 1949 zu den Gründungsmitgliedern des Nordatlantischen Verteidigungsbündnisses (NATO). Zu den unmittelbaren Vorbereitungen auf eine mögliche Kriegsgefahr gehörten für die Skandinavier, was bis heute kaum bekannt ist, auch eigene Ersatzwährungen, die strenger Geheimhaltung unterlagen. Auch die Deutsche Bundesbank hatte bekanntermaßen in den 1960er Jahren geheime Ersatzserien für Westdeutschland (1960) und Westberlin (1963) sowie sog. Bundeskassenscheine (1967) drucken lassen. Die geheimen Banknoten Norwegens Bereits mit der Jahresangabe 1950 wurden im Auftrag der Norges Bank Entwurfszeichnungen für geheime Ersatzbanknoten geschaffen. Bekannt wurden Zeichnungen für Werte zu 5 und 10 Kronen. Mit Angabe des Jahres 1952 folgten dann auch Entwürfe für 100-Kronen-Scheine. 5 Kronen Original-Entwurfszeichnung zu 5 Kronen mit Jahr 1950, einseitig, Rückseite mit Kleberesten. (Sammlung Kjell William Riibe) Probedruck zu 5 Kronen ohne Datum (1950–1952) der Rückseite mit Aufdruck "Probedruck ohne Wert" und Kleberesten, Vorder- und Rückseite. (Sammlung Kjell William Riibe) Probedruck zu 5 Kronen 1952 der Vorderseite, Rückseite mit wiederholter Angabe "Probedruck ohne Wert" , Vorder- und Rückseite. (Sammlung Kjell William Riibe) 10 Kronen Original-Entwurfszeichnung zu 10 Kronen mit Jahr 1950, einseitig, Rückseite mit Kleberesten. (Sammlung Kjell William Riibe) Original-Entwurfszeichnung zu 10 Kronen mit Jahr 1950 in veränderter Zeichnung, einseitig, Rückseite mit Kleberesten. (Sammlung Kjell William Riibe) Probedruck zu 10 Kronen ohne Datum (1950–1952) der Vorderseite mit Aufdruck "Probedruck ohne Wert", Vorder- und Rückseite. (Sammlung Kjell William Riibe) Probedruck zu 10 Kronen ohne Datum (1950–1952) der Rückseite mit Aufdruck "Probedruck ohne Wert" und Kleberesten, Vorder- und Rückseite. (Sammlung Kjell William Riibe) 100 Kronen Original-Entwurfszeichnung zu 100 Kronen mit Jahr 1952, einseitig. (Sammlung Kjell William Riibe) Original-Entwurfszeichnung zu 100 Kronen mit Jahr 1952, einseitig. Rückseite mit Kleberesten, (Sammlung Kjell William Riibe) Geheime Reservebanknote zu 100 Kronen ohne Datum (1980–1990), Vorder- und Rückseite, (Sammlung Kjell William Riibe) 1000 Kronen Geheime Reservebanknote zu 1000 Kronen ohne Datum (1980–1990), Vorder- und Rückseite, (Sammlung Kjell William Riibe) Die geheimen Banknoten Dänemarks Auch die Dänen haben sich im "Kalten Krieg" auf die Einführung einer geheim gehaltenen Reservewährung vorbereitet. Gezeigt werden hier Noten der Dänischen Nationalbank zu 1, 10 und 100 Kronen, die wahrscheinlich aus den 1950er Jahren stammen. Danmarks Nationalbank, Reservebanknote zu 1 Krone ohne Datum (Gesetz vom 7. April 1936), Vorder- und Rückseite. Danmarks Nationalbank, Reservebanknote zu 10 Kronen mit Jahr 19XX, Vorder- und Rückseite. Danmarks Nationalbank, Reservebanknote zu 100 Kronen mit Jahr 19XX, Vorder- und Rückseite. Die geheimen Banknoten Schwedens Wie die schwedische Zeitschrift "MILITÄR HISTORIA" bereits im Februar 2012 berichtet hat, legte die Schwedische Reichsbank im "Kalten Krieg" eine geheime Kriegskasse im Wert von mehreren Milliarden Kronen als sog. "Kriegsvaluta" an. Im Königlichen Münzkabinett sind einige dieser Scheine zu sehen. Berühmte Schweden wie Esaias Tegnér, Axel Oxenstierna und Carl von Linné sind auf den geheimen Geldscheinen abgebildet. In den frühen 1950er Jahren ergriff die Schwedische Reichsbank besondere Maßnahmen, um die Geldversorgung des Landes in Zeiten von Unruhen und Krieg sicherzustellen. Es wurden sogenannte "Notgeldscheine" im Wert von schätzungsweise 4,3 Mrd. SEK hergestellt, was 2012 etwa 55 Mrd. SEK entsprach. Die Banknoten wurden heimlich bei Thomas De La Rue in London gedruckt und dann in schwedischen Tresoren gelagert, für den Fall, dass der "Kalte Krieg" auf Schweden übergreifen würde. Sveriges Riksbank: Geheime Reservebanknoten zu 5, 10 und 100 Kronen, Vorder- und Rückseiten. Rein zufällig wurde in der Reichsbank ein kleiner Stoffbeutel gefunden, der 3.000 Notgeldscheine enthielt: 1.000 Stück 5-Kronen-Banknoten, 1.000 Stück 10-Kronen-Banknoten und 1.000 Stück 100-Kronen-Banknoten. Erst 1982 war beschlossen worden, die Scheine zu vernichten. Sveriges Riksbank: Geschredderte Reservebanknoten. Es versteht sich von selbst, dass derartige Reservebanknoten des "Kalten Kriegs", egal ob es Dänemark, Norwegen oder Schweden betrifft, selten und für Sammler und Historiker ganz besondere Belege der Geld- und Zeitgeschichte sind. Hans-Ludwig Grabowski Herzlichen Dank für die Abbildungen aus der Sammlung von Kjell William Riibe und für die bereitgestellten Abbildungen durch Manfred Dietl.
- Thailand: Fehlerhafte Kontrollnummern bei 20-Baht-Noten
Laut einem Artikel in "The Nation" vom 29. September 2022 hat die thailändische Zentralbank eingeräumt, dass bei einer Reihe von 20-Baht-Polymerscheinen (nicht im SCWPM, Linzmaier B200), die von der Firma De La Rue gedruckt wurden, die thailändischen und englischen Kontrollnummern nicht übereinstimmen. Die Bank zieht die fehlerhaften Banknoten aus dem Verkehr, obwohl sie weiterhin gesetzliche Zahlungsmittel sind. Leider geht aus der Pressemitteilung nicht hervor, wie viele fehlerhafte Banknoten vermutlich produziert wurden. Bei der abgebildeten Banknote lautet die zweite Ziffer der thailändischen Kontrollnummer ๖ (6), während sie wie bei der englischen Kontrollnummer eigentlich ๑ (1) lauten müsste bzw. umgekehrt. Hans-Ludwig Grabowski Abb. Owen W. Linzmaier (www.banknotebook.com)
- Aus privaten Sammlungen: 25 Thaler der Preußischen Bank vom 26. Mai 1857
Objekttyp: Banknote Sammlung: Sammlung Hensengerth Historischer Kontext: Die 1846 errichtete Preußische Haupt-Bank war die Zentralbank des Königreichs Preußens im frühen Industriezeitalter. Sie ging durch eine Neuorganisation aus der staatlichen Königlichen Giro- und Lehn-Banco von 1765 hervor. Ihre Kapitalbasis wurde 1846 durch die Beteiligung privater Aktionäre erheblich verstärkt, so dass sich die Bank auch in schwierigen Zeiten wie der Handels- und Bankenkrise 1857 als stabil und handlungsfähig erwies. Ihre Banknoten in Stückelungen von 10 bis 500 Thalern wurden über Preußen hinaus geschätzt und akzeptiert. Die Preußische Bank war die mit Abstand bedeutendste deutsche Notenbank. Nachdem sie 1856 ein unbeschränktes Notenausgaberecht erhalten hatte, bestritt sie rund zwei Drittel des gesamten deutschen Banknotenumlaufs, der sich von 1850 bis 1871 von 31 Millionen Thaler auf 355 Millionen Thaler mehr als verzehnfachte. Davon betrug der Notenumlauf der Preußischen Bank 19 Millionen Thaler am Jahresende 1850, 88 Millionen Thaler 1860 und 242 Millionen Thaler 1871. Den höchsten Notenumlauf verzeichnete die Bank im durch die Reichsgründung ausgelösten Wirtschaftsboom 1872/73 mit über 300 Millionen Thalern. Die Stückelung ihrer ausgegebenen Noten betrug (nach Adolph Wagner, System der Zettelbankpolitik, Freiburg i. Br. 1873, S. 701) Ende 1872: 945.600 Noten zu 10 Thalern, 2.240.840 Noten zu 25 Thalern, 171.940 Noten zu 50 Thalern, 1.527.320 Noten zu 100 Thalern und 166.950 Noten zu 500 Thalern; insgesamt gut fünf Millionen Banknoten im Gesamtwert von etwa 311 Millionen Thaler. Zum 1. Januar 1876 entstand aus der Preußischen Bank die Deutsche Reichsbank. Von der Banknote zu 25 Thaler gab es drei verschiedene, unterschiedlich gestaltete Emissionen: Die erste aus dem Jahr 1846, die vorliegende von 1857 und die letzte von 1868. Nur wenige Exemplare sind von den einst hohen Stückzahlen bis heute erhalten geblieben. Land/Region/Ort: Deutscher Bund, Königreich Preußen, Berlin Emittent: Preußische Haupt-Bank Nominal: 25 Thaler Datum: 26. Mai 1857 Vorderseite: Mitte oben bekröntes preußisches Wappen mit Wappendecke und zwei Schildhaltern. Rückseite: Weibliche Allegorien (Mitte oben bekrönte Borussia mit Wappenschild, Zepter und flankiert von zwei preußischen Adlern), links und rechts mit Putten sowie Ornamente. Format: 148 mm x 97 mm Material: Papier Nummerierung: I. Lit. D. (bisher nicht katalogisiert), No. 283023 Authentizität: Original Zitate: GK-305 (Grabowski/Kranz: Das Papiergeld der altdeutschen Staaten) A 447 (Pick/Rixen: Papiergeld-Spezialkatalog Deutschland) GER-S249 (Standard Catalog of World Paper Money, Vol. I – Specialized Issues) Dr. Bernd Sprenger Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus einer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com. Literaturhinweis: Hans-Ludwig Grabowski | Manfred Kranz Das Papiergeld der altdeutschen Staaten Geldscheine der Staaten auf dem Gebiet des 1871 gegründeten Deutschen Reichs von den Anfängen bis zum Ende des 19. Jahrhunderts Mehr lesen … Leseprobe
- Lexikon: Enschede en Zonen
Die Firma Joh. Enschede en Zonen in Haarlem (heute Koninklijke Joh. Enschedé) ist eine bekannte alte niederländische Banknotendruckerei. Sie druckte die meisten Noten der Nederlandsche Bank und viele Scheine der ehemaligen niederländischen Kolonien (z. B. Javasche Bank). 1703 trat Izaak Enschedé in die Gilde der Buchdrucker in Haarlem ein. In seiner Druckerei wurden schon bald Bücher mit besonderen Schrifttypen hergestellt. 1769 druckte Johannes Enschedé dann Anleihen für die Gemeinde Haarlem und in den folgenden Jahren immer mehr Wertpapiere. Johannes Enschede (1708 bis 1780) Stich von C. van Noorde aus dem Jahr 1763. Lettern-Gießerei von Johannes Enschede in Haarlem, Stich aus dem Jahr 1768. Der ursprüngliche Firmensitz in der Klokhuisplein in Haarlem. 1810 druckte das Unternehmen zum ersten mal Banknoten für Niederländisch-Ost und -Westindien. 1866 druckte es die zweite Ausgabe niederländischer Briefmarken. Seither werden hier alle niederländischen Briefmarken gedruckt. Aber auch andere Länder, wie z. B. Großbritannien, lassen hier Briefmarken drucken. Im 20. Jahrhundert arbeitete sie mit der staatlichen Druckerei Sdu zusammen, um Pässe und Führerscheine zu drucken. Javasche Bank, NLI-72c: Banknote zu 50 Gulden vom 12. August 1929 mit Druckvermerk: Joh. Enschedé en Zonen, Haarlem; Vorder- und Rückseite. Nederlandsche Bank, NLD-51c: Banknote zu 100 Gulden vom 10. März 1944 mit Druckvermerk: Joh. Enschedé en Zonen Imp.; Vorder- und Rückseite. Nederlandsche Bank, NLD-92a: Banknote zu 25 Gulden vom 110. Februar 1971 mit Druckvermerk: Joh. Enschedé en Zonen Imp; Vorder- und Rückseite. Weitere Beispiele von Banknotendrucken der Firma Enschede: Brasilien, Caixa de Conversao 1906: 500 und 1000 Milreis Luxemburg 1929: 20 Francs/Franken und 1932: 50 Francs/Franken Israel 1958: 1/2 und 1 Pfund; 1960: 50 Pfund; 1968: 5, 10, 50, 100 Pfund; 1973: alle Werte. Indonesien 1952: alle Werte Suriname: Noten der Bank von Suriname Niederländische Antillen: Alle Noten der Bank van de Nederlandse Antillen Die alten von Enschede gedruckten Noten fallen vor allem durch ihre mehrfarbigen, schmuckvollen und oft die ganze Notenfläche bedeckenden Guillochen auf. Einen ganz modernen Notenstil zeigen die Noten der Nederlandse Bank in den 1960er und 70er Jahren. Mit Einführung des Euro wurde die Joh. Enschede Security Printing auch in dessen Herstellung einbezogen. Albert Pick / Hans-Ludwig Grabowski (Überarbeitung und Bebilderung) Abb. Geldscheine: Archiv für Geld- und Zeitgeschichte, Sammlung Grabowski.
- Die Entwürfe der ersten Euro-Banknoten, Teil 39
Bereits im November 1994 hatte der Rat des Europäischen Währungsinstituts (EWI) die Stückelung auf sieben Banknoten-Nominale von 5 bis 500 Euro festgelegt. Im Juni 1995 wurden dann zwei Themen für die Gestaltung der Euro-Banknoten vorgegeben, zum einen "Zeitalter und Stile in Europa" und zum anderen ein abstraktes, modernes Design. Im Februar 1996 begann der Gestaltungswettbewerb, an dem 29 Grafiker und Grafikerteams teilnahmen, die von 14 nationalen Zentralbanken der EU nominiert wurden. Im September 1996 beurteilte eine Jury aus international renommierten unabhängigen Experten für Marketing, Grafik und Kunstgeschichte die eingereichten Entwürfe und wählte je fünf für beide Themenbereiche aus. Im Oktober 1996 erfolgte eine Umfrage unter insgesamt 2000 Personen aus allen EU-Ländern außer Dänemark und am 3. Dezember 1996 wählte der Rat des EWI schließlich den Vorschlag aus Österreich Nr. T 382 als Gewinner des Gestaltungswettbewerbs. Wie aber hätten die ersten Euro-Banknoten auch aussehen können? Wir setzen hiermit unsere Reihe zu den Entwürfen der ersten Euro-Banknoten fort. Zeitalter und Stile in Europa, Vorschlag T 835 Roger Pfund Geboren 1943 in Bern. Seit 1971 für die Schweizerische Nationalbank tätig. Von ihm stammen Entwürfe zur letzten französischen Banknotenserie und zum Schweizer Pass. Er nahm an zahlreichen PR-Kampagnen teil und wirkte u. a. als Designer für die 700-Jahr-Feier der Schweiz und die 50-Jahr-Feier der Vereinten Nationen. 2002 wurde er zum "Officier" des französischen Kultur-Ordens ernannt. Seine Euro-Entwurfsserie vermittelt einen Gesamteindruck der menschlichen Gesellschaften im Laufe der Jahrhunderte. Die Vorderseiten zeigen Porträts bedeutender Kunstwerke der verschiedenen Epochen und die Rückseiten architektonische Motive. 5 Euro, Vorderseite mit einer steinernen Skulptur (Thukydides), Geschichte des Peloponnesischen Kriegs (495–429 v. u. Z.), Porträt von Perikles (griechischer Staatsmann) im Schaurand; Rückseite mit griechischem Fries, Concordia-Tempel in Agrigent (5. Jahrhundert v. u. Z.) und Theater von Epidaurus (350 v. u. Z.). 10 Euro, Vorderseite: Buchmalereien und Schriften; Porträts der Äbtissin Heloisa im Schaurand und des Theologen Peter Abaelard; Tympanon der Basilika St. Madeleine in Vézelay von 1120; mittelalterlicher Wagen. Rückseite: Mittelschiff der Basilika St. Madeleine und romanischer Fußboden in Katalonien. 20 Euro, Vorderseite: Porträt des Heiligen Thomas von Aquin im Schaurand (1228–1274, italienischer Theolog und Philosoph); italienischer Altar von Jacobello (1380). Rückseite: Chorgewölbe der Kathedrale von Amiens (1270) und Fensterrose der Kathedrale Notre Dame in Paris. 50 Euro, Vorderseite: Porträt Humanisten Erasmus von Rotterdam im Schaurand (1469–1536), Entstehung der Kartographie und Flugmaschine von Leonardo da Vinci. Rückseite: Tempietto von San Pietro in Montorio (1502) und Piazza Campidoglio von Michelangelo Buonarroti in Rom. 100 Euro, Vorderseite: Porträt von William Shakespeare (1564–1616) im Schaurand; Deckenverzierung im Kloster Melk und Heißluftballon. Rückseite: Kuppel der Wieskirche in Bayern (1750) und Kuppel der Kapelle des Turiner Grabtuches. 200 Euro, Vorderseite: Porträt von Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832) im Schaurand; Briefmarke und Börse von Amsterdam (von H. P. Berlage). Rückseite: Gewächshäuser in Kew Gardens in England (1850) und Pariser Getreidebörse. 500 Euro, Vorderseite: Porträt von Albert Einstein (1879–1955) im Schaurand; Centre Georges Pomidou (1971) und Flugzeug. Rückseite: Sanatorium in Paimio in Finnland (1930) und modulare Struktur der Vordersicht eines modernen Gebäudes. Fortsetzung folgt … Hans-Ludwig Grabowski Abb. Europäische Zentralbank (EZB)












