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- Die Entwürfe der ersten Euro-Banknoten, Teil 18
Bereits im November 1994 hatte der Rat des Europäischen Währungsinstituts (EWI) die Stückelung auf sieben Banknoten-Nominale von 5 bis 500 Euro festgelegt. Im Juni 1995 wurden dann zwei Themen für die Gestaltung der Euro-Banknoten vorgegeben, zum Einen "Zeitalter und Stile in Europa" und zum anderen ein abstraktes, modernes Design. Im Februar 1996 begann der Gestaltungswettbewerb, an dem 29 Grafiker und Grafikerteams teilnahmen, die von 14 nationalen Zentralbanken der EU nominiert wurden. Im September 1996 beurteilte eine Jury aus international renommierten unabhängigen Experten für Marketing, Grafik und Kunstgeschichte die eingereichten Entwürfe und wählte je fünf für beide Themenbereiche aus. Im Oktober 1996 erfolgte eine Umfrage unter insgesamt 2000 Personen aus allen EU-Ländern außer Dänemark und am 3. Dezember 1996 wählte der Rat des EWI schließlich den Vorschlag aus Österreich Nr. T 382 als Gewinner des Gestaltungswettbewerbs. Wie aber hätten die ersten Euro-Banknoten auch aussehen können? Wir setzen hiermit unsere Reihe zu den Entwürfen der ersten Euro-Banknoten fort. Thema Zeitalter und Stile in Europa, Vorschlag T 961 Miguel Angel Plaza Arbeitet seit 1978 als Grafikdesigner bei der Spanischen Königlichen Münzstätte Fábrica Nacional de Moneda y Timbre. 5 Euro, Vorder- und Rückseite, Kulturelles Erbe der griechischen Zivilisation. 10 Euro, Vorder- und Rückseite, Religion und Gesellschaft im Frühmittelalter. 20 Euro, Vorder- und Rückseite, Entwicklung der Schrift. 50 Euro, Vorder- und Rückseite, Humanistische Werte. 100 Euro, Vorder- und Rückseite, Blütezeit der schönen Künste. 200 Euro, Vorder- und Rückseite, Technischer Fortschritt. 500 Euro, Vorder- und Rückseite, Gleichberechtigung, Moderne. Fortsetzung folgt … Hans-Ludwig Grabowski Abb. Europäische Zentralbank (EZB)
- NEU! Videoshows mit Banknoten aus aller Welt.
Ich habe unlängst mal auf youtube recherchiert, was es dort für Videos zum Thema Banknoten aus aller Welt zu sehen gibt. Oft findet man Filmchen, in denen Sammler oder solche, die sich dafür halten, ihre zusammengetragenen Schätze und Urlaubsmitbringsel auf Tischen oder in provisorischen Alben präsentieren. Viel Wert auf bestmögliche Erhaltung oder richtige Bestimmung anhand von Katalogen wird dabei kaum gelegt. Das macht nicht wirklich Spaß darauf, selbst zu sammeln. Ich habe mich deshalb dazu entschlossen, selbst zum "Regisseur" zu werden, mehrminütige Videoshows zu erstellen und diese dann in einem eigenen Kanal auf youtube zu präsentieren. Es geht dabei überhaupt nicht darum, die seltensten Scheine der Welt zu zeigen, vielmehr soll die Vielfalt schöner Motive Lust auf mehr machen. Es gibt viele Weltbanknoten, die man preiswert im einschlägigen Fachhandel erwerben kann. Nachwuchs-Sammler sollen auch das, was sie in Videos sehen, selbst kaufen können. Die Mischung macht es! Nachstehend finden Sie jeweils eine Videoshow zu jedem Kontinent, in dem ein Schein pro Land vorgestellt wird. Natürlich kann man auch ein Video zu einem Land oder einer Bank erstellen. Als erstes Beispiel habe ich mir mal die Oesterreichisch-ungarische Bank aus der Zeit der Doppelmonarchie vorgenommen und hier alle Scheine, inkl. der nicht ausgegebenen, in die Videoshow eingebunden. Unter dem Menüpunkt VIDEO werden ab sofort alle von uns auf youtube veröffentlichten Videos gesammelt. Vorstellbar sind auch Präsentationen der Highlights einer Auktion, Impressionen von Veranstaltungen und vieles mehr. Ich bin gespannt auf Reaktionen und Kommentare auf youtube und natürlich hier im Geldschein-Blog. Hans-Ludwig Grabowski Hier geht es zu meinem youtube-Kanal zur Geld- und Zeitgeschichte.
- Green Banknote steigert Nachhaltigkeit im Bargeldkreislauf
München/Tarragona, 5. Mai 2022 – Giesecke+Devrient (G+D) präsentiert im Rahmen des Global Currency Forum eine neuartige Musternote. Die innovative „Green Banknote“ steht für ökologische, ressourcenschonende Materialien und Produktionsprozesse bei Banknoten. Gepaart mit langer Haltbarkeit und modernsten Sicherheitsmerkmalen leistet sie damit einen entscheidenden Beitrag zu einem umweltfreundlicheren und effizienten Bargeldkreislauf. "Green Banknote", Muster, Vorder- und Rückseite (Quelle: G+D) Auch die Banknotenbranche ist bestrebt, ihrer Verantwortung gegenüber der Umwelt und einer nachhaltigeren Entwicklung der Wirtschaft gerecht zu werden. Eine der zentralen Fragen auf dem Global Currency Forum 2022 vom 2. bis 5. Mai im spanischen Tarragona lautet daher: Wie kann die Bargeldindustrie ihren CO2-Fußabdruck verringern und zu mehr Nachhaltigkeit beitragen? G+D nimmt das Forum zum Anlass, seine neue Musternote „Green Banknote“ vorzustellen. Sie basiert auf den Erkenntnissen aus einer Studie des Tochterunternehmens Louisenthal, für die der produktbezogene CO2- und Wasser-Fußabdruck verschiedener Substrate im gesamten Bargeldkreislauf berechnet wurde. Das Ergebnis: Naturfaserbasierte Hybridlösungen vereinen Langlebigkeit, Nachhaltigkeit und Sicherheit einer Banknote am besten. „Green Banknote“ ist eine grüne Produktlösung für Banknoten. Sie verringert durch zertifizierte Naturfasern, so wenig eingesetztes Plastik wie nur unbedingt erforderlich und einen optimierten Herstellungsprozess den ökologischen Fußabdruck einer Banknote und leistet damit einen echten Beitrag zum Klimaschutz. Vier Aspekte zahlen darauf ein: Den Kern des Banknotenpapiers bildet ein emissionsminimierender Fasermix aus Bio-Baumwolle und FSC® (FSC-C138716)-zertifizierter Zellulose, die aus europäischer Forstwirtschaft stammt. Der Materialmix verringert die CO2-Emissionen gegenüber Fasern aus konventionell angebauter Baumwolle um 63 Prozent. Als erster Hersteller bietet G+D die Baumwolle auch aus regional zertifizierten Initiativen wie „Cotton made in Africa“ an, die neben ökologischer Nachhaltigkeit für faire Arbeitsbedingungen stehen. Die Trägerfolie für den Sicherheitsfaden RollingStar i+ und den Sicherheitspatch varifeye ColourChange stammt aus einem zertifizierten Recycling-Kreislauf mit 70 Prozent recyceltem Polyester. Recycelte Kunststoffabfälle werden damit in ein hochwertiges Sicherheitsmerkmal umgewandelt. Für längere Haltbarkeit im Bargeldkreislauf wird das Naturfasersubstrat mit einer PET-Folie ummantelt, die bei der „Green Banknote“ dünner ausfällt und so Ressourcen schont. Mit diesen beiden Maßnahmen wird der Plastikanteil insgesamt um 38 Prozent im Vergleich zum bisherigen Hybrid-Substrat verringert. Schließlich werden beim Druck der Noten erstmalig Farben für den Simultandruck auf Basis pflanzlicher Öle und damit ohne Mineralöle eingesetzt. „In Summe verursacht die Produktion einer ‚grünen‘ Banknote 29 Prozent weniger Treibhausgasemissionen als klassische Wettbewerbsprodukte aus Polymer. Die Produktinnovation ist die bislang nachhaltigste Lösung am Markt. Sie trifft zudem die optimale Balance zwischen Nachhaltigkeit, Langlebigkeit und höchster Sicherheit“, betont Bernd Kümmerle, Geschäftsführer der Division Banknote Solutions bei G+D Currency Technology. „Die Entwicklung dieser besonders umweltfreundlichen Produktlösung ist Teil unserer jüngst gegründeten ‚Green Banknote Initiative‘. Mit ihr wollen wir gemeinsam mit unseren Kunden und Partnern den Bargeldkreislauf nachhaltiger gestalten.“ Weitere Informationen sind zu finden unter www.greenbanknote.gi-de.com. Pressemitteilung G+D Über Giesecke+Devrient Giesecke+Devrient (G+D) ist ein weltweit tätiger Konzern für Sicherheitstechnologie mit Hauptsitz in München. Als verlässlicher Partner für internationale Kunden mit höchsten Ansprüchen sichert G+D mit seinen Lösungen die essenziellen Werte dieser Welt. Dabei entwickelt das Unternehmen maßgeschneiderte Technologie mit Leidenschaft und Präzision in vier Kernfeldern: Bezahlen, Konnektivität, Identitäten und Digitale Infrastrukturen. G+D wurde 1852 gegründet. Im Geschäftsjahr 2021 erwirtschaftete das Unternehmen mit rund 11.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen Umsatz von 2,38 Milliarden Euro. G+D ist mit 89 Tochtergesellschaften und Gemeinschaftsunternehmen in 33 Ländern vertreten. Weitere Informationen: www.gi-de.com
- "Lutze-Thaler" – Das Privatgeld eines Heilers
Private Geldschein-Ausgaben sind in Inflations- und auch Kriegszeiten nichts besonderes, aber ein "Privatgeld" unter normalen Währungsverhältnissen ist heute undenkbar. Man stelle sich nur vor, jeder könnte seine eigenen Münzen und Geldscheine herstellen lassen und dafür dann mit seinem Häuschen, Grundstück, Auto, der Briefmarkensammlung oder mit einer noch zu erwartenden Erbschaft bürgen. Es würde schon bald das blanke Chaos ausbrechen. Doch im 19. Jahrhundert, als das Geldwesen noch lange nicht zentralisiert war wie heute, war auch solches möglich. Dr. Arthur Lutze, links eine Lithographie von 1846, rechts Kopie nach einem Gemälde in der ehemaligen Lutze-Klinik in Köthen um 1860. Der am 1. Juni 1813 in Berlin geborene Arthur Lutze war zuerst als Postsekretär in Thüringen tätig. Hier begann er sich für die Schriften von Samuel Hahnemann über die Homöopathie zu interessieren, der er sich schließlich nach Jahren privaten Studiums widmete. 1843 schied er aus dem Postdienst aus und begann in Potsdam seine Karriere als Heilpraktiker. Ohne medizinische Approbation wurde ihm diese Tätigkeit aber bereits 1845 in Preußen verboten. 1846 verlegte er deshalb seine Praxis nach Köthen, wo er auf einen Landesherrn traf, der der Homöopathie wohl gesonnen war und auch schon Samuel Hahnemann gefördert hatte. Hier wurde Lutze schon bald zu einem "Wunderheiler" und Köthen fast schon zu einem Wallfahrtsort. Man spottete "Dort lebt der große Wundermann, der alle Welt kurieren kann." Um eine medizinische Legitimation für seine Arbeit zu erhalten, promovierte er 1848 zum Dr. med. an der Universität in Jena. Seine homöopathischen Heilmethoden waren so erfolgreich, dass er die Eröffnung eines eigenen Sanatoriums in Köthen plante. Um dies in die Tat umsetzen zu können, gab er mit Duldung des Staatsministers Gossler privates Papiergeld aus, dessen Einlösung er zu einem späteren Zeitpunkt versprach. Dank seiner „Lutze-Thaler”, die bald wie richtiges Geld umliefen, konnten nicht nur sein Sanatorium gebaut, sondern auch alle vorgelegten Scheine zum jeweiligen Verfallsdatum eingelöst werden. Das Privatgeld des Dr. Arthur Lutze war also nichts weiter als ein Zahlungsversprechen, das zu einem bestimmten Zeitpunkt eingelöst wurde. In der Zwischenzeit diente es als Geld und ging von Hand zu Hand. Soviel Unterschied zum staatlichen Papiergeld oder dem einer Zentralnotenbank besteht dann also doch nicht, außer dass hier ein Privatmann und dort der Staat oder die Bank für die Einlösung haftet. Lutze selbst erinnerte sich zum Bau des Sanatoriums und zu seinen Geldschein-Ausgaben: "Man hatte Anfangs der Sache wohl nur geringe Bedeutung beigelegt, indem man glaubte, diese Anweisungen würden unbeachtet bleiben; doch fanden sie solches Interesse, dass sie von Reisenden in die fernsten Gegenden mitgenommen wurden." Der 1855 eröffnete und noch heute existierende Klinikbau verfügte über mehrere Krankensäle, über 72 Zimmer für zahlende Patienten, Heilbäder, eine Bibliothek, eine Sternwarte, eine eigene Kunstsammlung und einen Park. Geld verdiente er aber nicht nur mit dem Betrieb des Sanatoriums, sondern auch mit dem weltweiten Versand von Medikamenten und vegetarischen Produkten sowie von Druckerzeugnissen. Arme wurden in seiner Heilanstalt übrigens kostenlos behandelt. Arthur Lutzes homöopathische Heilanstalt in Köthen, Vorderseite gegenüber dem herzoglichen Schlossgarten, Abb, aus Arthur Lutze's Selbstbiographie. Cöthen: Verlag der Lutze-Klinik, 1866, S. 307. Arthur Lutzes homöopathische Heilanstalt in Köthen, Gartenseite mit Hahnemann-Denkmal, Abb, aus Arthur Lutze's Selbstbiographie. Cöthen: Verlag der Lutze-Klinik, 1866, S. 307. Über die Gesamtauflage der „Lutze-Thaler” herrscht keine endgültige Klarheit. Dass er eine herzogliche Genehmigung für die Ausgabe privaten Papiergelds über 100.000 Reichsthaler erhalten habe, trifft nicht zu. Er hat auch keine 100.00 selbstgedruckte "Lutze-Thaler" an private Spender abgesetzt, wie auf Wikipedia angegeben wird. Auch Behauptungen, er habe sogar eine Million Scheine in Umlauf gebracht, entbehren jeder Grundlage. Dr. Arnold Keller gab mit 1.000 Thalern je Auflage, also insgesamt 4.000 Thalern eine wesentlich realistischere Größenordnung an. Nach polizeilichen Ermittlungen, die einer Beschwerde der benachbarten Provinz Sachsen über das „unrechtmäßige Papiergeld” folgten, waren im Oktober 1854 etwa 3.570 Anweisungen Lutzes hergestellt und über ihn bzw. den Kaufmann Kitzing ausgegeben worden, von denen am 18. Dezember 1854 sogar 200 Stück wieder eingezogen wurden. GK-23: Anweisung von Dr. Arthur Lutze über 1 Thaler vom 23. September 1854, einlösbar bis 23. September 1855 (handschriftlich: "Herrn Kitzing oder dessen Ordre"). GK-25: Anweisung von Dr. Arthur Lutze über 1 Thaler vom 23. September 1854, einlösbar bis 23. September 1855 (mit Prägestempel im schwarzen Rahmen). GK-26: Anweisung von Dr. Arthur Lutze über 1 Thaler vom 23. September 1854, einlösbar bis 23. September 1856. GK-27: Anweisung von Dr. Arthur Lutze über 1 Thaler vom 23. September 1854, einlösbar bis 23. September 1857. GK-28: Anweisung von Dr. Arthur Lutze über 1 Thaler vom 23. September 1854, einlösbar bis 23. September 1858. Anhand der fortlaufenden Kontrollnummern, mit denen jeder Schein handschriftlich versehen wurde, lassen sich die tatsächlichen Ausgabemengen genauer bestimmen. Danach wurden von den Scheinen mit Einlösung 1855 etwa 1.000 Thaler, mit Einlösung 1856 etwa 1.600 Thaler, mit Einlösung 1857 rund 700 Thaler und mit Einlösung 1858 nur rund 300 Thaler ausgegeben (insgesamt 3.600). Scheine mit Einlösung 1859 waren zwar gedruckt, kamen aber nicht mehr in Umlauf. Ich hatte mir über einige Jahre hinweg die Kontrollnummern von "Lutze-Thalern" notiert. Danach kann man den verschiedenen Ausgaben folgende Kontrollnummern zuordnen: Die „Lutze-Thaler” kursierten schließlich weit über Anhalt hinaus, weil sie von Patienten mitgenommen und in verschiedenen Teilen Deutschlands wieder in Umlauf gebracht wurden. So bekam Lutze später seine Anweisungen auch aus Preußen, Sachsen, Bayern und Österreich zur Einlösung zugesandt. Dass private Geldschein-Ausgaben also auch sehr erfolgreich sein können, bewies Dr. Lutze damit eindrucksvoll, und noch heute sind die "Lutze-Thaler" gern gesehen in den Alben der Geldscheinsammler. Gedruckt wurden die privaten Geldanweisungen von Dr. Lutze übrigens nicht von ihm selbst, sondern bei der Firma von W. Achilles in Köthen. Lutze starb 1870 in Köthen. Trotz Einsprüchen der homöopathischen Zunft gegen die in seinem Sanatorium ihrer Ansicht nach praktizierten "Massenkuren" (allein 1864 wurden hier rund 27.000 Patienten behandelt), blieb es noch bis 1914 in Betrieb. Eine Erinnerungsausgabe zum "Lutze-Thaler"? Inv.-Nr. VII B 2104, Copyright: Deutsche Apotheken Museum-Stiftung, Heidelberg. www.deutsches-apotheken-museum.de Bleibt anzumerken, dass sich im Bestand des Deutschen Apotheken-Museums im Heidelberger Schloss ein streng limitierter Entwurf befindet, der an Dr. Lutze erinnern soll. Als Motive werden auf der Vorderseite ein Porträt von Dr. Lutze und eine Ansicht seines 1855 eröffneten Sanatoriums gezeigt. Die handschriftliche Datierung verweist auf das Jahr 2006 und die Nummerierung auf das Exemplar 43 einer Auflage von insgesamt 50 Stück. Es ist ein Glücksfall, dass Frau Dr. Barbara Simon, die als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Deutschen Apotheken-Museum tätig ist, auch gleichzeitig Präsidentin der Deutschen Numismatischen Gesellschaft ist und sich schon früher mit den "Lutze-Thalern" beschäftigt hatte. Auf eine entsprechende Anfrage teilte sie mit, dass es sich bei dem abgebildeten Stück um ein Exlibris der Grafikerin Claudia Berg handelt, die in Kaltnadelradierung hergestellt wurde. In Auftrag gegeben wurde das Objekt von Herrn Wolfgang Wissing, einem Apotheker und Sammler von Medaillen und Exlibris, der viele Künstler mit dem Entwurf solcher Kleinkunstobjekte beauftragt hat. Einen großen Teil seiner Sammlung, der vorwiegend pharmazie-historische Bezüge hat, überließ er dem Deutschen Apotheken-Museum. Die Bildmotive Porträt und Klinikansicht, die natürlich nichts mit dem Aussehen des Originals zu tun haben, hat die Künstlerin eingefügt. Die Initialen in den Ecken bedeuten E = Ex, L = Libris, W = Wolfgang und W = Wissing. Hans-Ludwig Grabowski Abb. Wikipedie (https://de.wikipedia.org/wiki/Arthur_Lutze) Geld-Anweisungen: Manfred Kranz, Detlef Hilmer, Hans-Ulrich Beerenwinkel Herzlichen Dank an Frau Dr. Barbara Simon, Deutsches Apotheken-Museum, Heidelberg Literaturempfehlung: Hans-Ludwig Grabowski / Manfred Kranz: Das Papiergeld der altdeutschen Staaten Geldscheine der Staaten auf dem Gebiet des 1871 gegründeten Deutschen Reichs von den Anfängen bis zum Ende des 19. Jahrhunderts Titel: Battenberg Verlag ISBN: 978-3-86646-188-8 Auflage: 1. Auflage 2020 Format: 17 x 24 cm Abbildungen: durchgehend farbig Cover-Typ: Hardcover Seitenanzahl: 344 Preis: 69,00 Euro Mehr lesen …
- Armenien-Sammlernote "500 Dram" von G&D wurde "Regional Banknote of the Year 2018"
Anlässlich der „High Security Printing“ (HSP)-Konferenz 2018 in Warschau wurde die Armenien-Sammlernote „500 Dram“ mit dem Hauptmotiv „Arche Noah“ zur „Regional Banknote of the Year“ für die Region EMEA (Europa/Mittlerer Osten) gewählt. Mit der Sammlernote gedenkt das älteste christliche Land der Erde jenem Schiff, in das sich dem Alten Testament zufolge Noahs Familie sowie alle Tiere vor einer biblischen Flut retteten, bevor es auf dem Berg Ararat anlandete. „Noahs Arche ist nicht nur ein Symbol für die Rettung und die Wiedergeburt der Menschheit. Zugleich ist sie ein Symbol der armenischen Geschichte, die tief in der europäischen Kultur verwurzelt ist. Wir sind stolz und dankbar, dass wir die armenische Zentralbank bei diesem so wichtigen Projekt für ihr Land begleiten und unterstützen konnten“, so Dr. Wolfram Seidemann, Vorsitzender der G+D Currency Technology. Die 500 Dram-Note ist die erste Sammlernote Armeniens, und sie erfreut sich bereits eines regen Interesses, sowohl in Armenien als auch international. Die harmonisch ins Gesamtlayout und Substrat integrierten Sicherheitselemente „Galaxy®“, „LaserCut™“ und „RollingStar® LEAD“ lassen sich mit ihren auffälligen Farbeffekten schnell und eindeutig verifizieren. Der dynamische Farbwechsel von Gold zu Grün verleiht der Note eine hohe Wertigkeit. Das Motiv der Arche Noah wird mehrfach aufgegriffen: als Wasserzeichen, als Motiv des LaserCut™-Fensters, das bei durchscheinendem Licht zu sehen ist, und in dem Schrein auf der Vorderseite, welcher der Tradition der armenischen Kirche nach ein Stück von den Schiffsplanken der Arche Noah beherbergt. Die Holzplanke mit dem darüber liegenden Kreuz wird durch den optisch variablen Effekt RollingStar® LEAD von der G+D-Tochter Louisenthal erzeugt und zieht das Augenmerk des Betrachters sofort auf sich. Das Sicherheitsmerkmal basiert auf mikroskopisch kleinen Spiegeln, die mit weiteren optisch variablen Effekten kombiniert werden. Der Galaxy®-Sicherheitsfaden vereint den dynamischen Farbwechsel von Gold zu Grün mit einem auffälligen 3-D-Effekt, der aus jedem Kippwinkel klar zu erkennen ist und selbst bei schlechten Lichtverhältnissen auch von ungeübten Betrachtern wahrgenommen wird. Seine optischen und dynamischen Effekte sind mit denen von RollingStar® LEAD synchronisiert. Zudem ist sie die erste Denomination Armeniens, die auf dem Hybrid-Substrat der Papierfabrik Louisenthal basiert. Hybrid-Banknoten sind besonders widerstandsfähig, da das Baumwollsubstrat beidseitig mit Polyesterfolien überzogen und so geschützt ist. Dabei fühlen sie sich genauso vertraut an wie Geldscheine aus Baumwollpapier. „Der Erfolg der 500-Dram-Note hat die armenische Zentralbank in ihrem Vorhaben bestärkt, die gesamte neue Banknotenserie auf dem Hybrid-Substrat herauszubringen“, ergänzt Seidemann. Nach 2015 und 2017 hat nun zum dritten Mal ein Produkt von G+D Currency Technology die renommierte Branchenauszeichnung „Regional Banknote of the Year“ erhalten. Mit ihr werden seit 2014 herausragende Leistungen in Bezug auf Gestaltung, technische Raffinesse sowie Sicherheit einer Banknote oder Banknotenserie für eine globale Region prämiert. „Die erneute Auszeichnung eines unserer Produkte zeigt, dass wir bei Design und Sicherheit weltweit auf höchstem Niveau operieren. Die Verknüpfung von hoch komplexen Sicherheitselementen mit sich wiederholenden Motiven und optischen Effekten stellt eine extrem hohe Barriere für Fälscher dar“, so Seidemann. Hans-Ludwig Grabowski Münzen & Sammeln, Ausgabe 2018/04 Abbildungen: Hartmut Fraunhoffer, www.banknoten.de #Nachrichten #Weltbanknoten #Gedenkbanknoten #Asien #Armenien #Dram #Grabowski
- Gedenknoten für Guatemala und Honduras von G+D als „Regional Banknote of the Year“ ausgezeichnet
München, 16. März 2022 – Die Gedenknoten von Guatemala und Honduras wurden auf der aktuell in Mexiko City stattfindenden Branchen-Konferenz High Security Printing Latin America als „Regional Banknote of the Year“ ausgezeichnet. Die Auszeichnung würdigt herausragende Leistungen im Hinblick auf Design, technische Exzellenz und die Sicherheit einer Banknote oder einer Banknotenserie. Die 20-Quetzales-Banknote aus Guatemala, Vorder- und Rückseite (Quelle: G+D). Die lateinamerikanischen Staaten Guatemala und Honduras haben zum 200. Jahrestag ihrer Unabhängigkeit jeweils eine Gedenknote herausgegeben. Beide von Giesecke+Devrient (G+D) hergestellten Noten wurden jetzt auf der „High Security Printing“-Konferenz Latin America in Mexiko City als „Best Commemorative Banknote“ ausgezeichnet. Die Auszeichnung wird nach den Kriterien herausragendes Design, technische Raffinesse und höchste Sicherheitsstandards vergeben. Die prämierten Noten sollen künstlerische Ansprüche mit Exzellenz bei Technik und Sicherheit verbinden, und dabei die kulturellen Hintergründe des Landes auf ansprechende Art reflektieren und sichtbar machen. Galaxy Thread für Lempira- und Quetzales-Banknoten Honduras hat die Sonderserie der 200-Lempiras-Banknote am 21. Juli 2021 in Umlauf gebracht, Guatemala startete am 6. September 2021 die Serie der 20-Quetzales-Banknoten. „Die von uns produzierten Banknoten sind dem besonderen Anlass entsprechend äußerst aufwendig gestaltet und State-of-the-Art in Bezug auf die sicherheitstechnische Ausstattung“, betont Werner Reisch, gesamtverantwortlich für den Banknotenvertrieb bei G+D. Beide Gedenknoten nutzen in das Papier eingebettete Sicherheitselemente – Fäden, Folien und Wasserzeichen – von Louisenthal, einem Tochterunternehmen von G+D. Bei der Galaxy-Technologie der Sicherheitsfäden kommen Millionen von Mikrospiegeln pro Quadratzentimeter zum Einsatz. Sie erzeugen Farbwechsel und dynamische Reflexionen, die sich zu bewegen scheinen, sobald sich der Kippwinkel der Banknoten verändert. Zudem sind damit 3D-Effekte möglich, die zum Beispiel Wölbungen oder eine Verschiebung räumlich wirkender Objekte erscheinen lassen. Diese Hightech-Sicherheitselemente werden zusätzlich mit der Cleartext-Technologie kombiniert, bei der vorab aufgetragene Schichten stellenweise wieder entfernt werden. So alterniert der Text bei der Quetzales-Banknote je nach Kippwinkel zwischen der Zahl 20 horizontal und BG (für Banco de Guatemala) vertikal. Die 200-Lempiras-Banknote aus Honduras in der Vorderansicht (Quelle: G+D). Detailansicht der Fadenfenster mit registriertem Galaxy-Faden auf der 200-Lempiras-Banknote aus Honduras (Quelle: G+D). Weltneuheit zum 200-jährigen Unabhängigkeits-Jubiläum Die 200-Lempiras-Banknote (Honduras) ist die erste Banknote der Welt, die einen registrierten Galaxy-Faden mit unterschiedlichen und präzise positionierten Fenstern enthält. Bei der registergenauen Einbringung des Fadens im Papier wird jedem Fadenfenster ein bestimmtes Motiv zugeordnet, wodurch Faden und Banknotendesign genau aufeinander abgestimmt werden können. Beim Kippen des Lempira-Geldscheins ändert sich die Ansicht im oberen und unteren Fenster von der Zahl 200 zu dem Bild einer Glocke und zurück. Im mittleren Fenster sind ein spezielles Papierpergament (Pergamino) und ein Federkiel abgebildet. Zudem enthalten alle drei Fenster einen dynamischen Kreis, der sich unter der Oberfläche zu bewegen scheint. Auf diese Weise wird der registrierte Faden als Teil des Hauptmotivs harmonisch und zugleich auffallend in die Banknote integriert. G+D produzierte 25 Millionen der 20-Quetzales-Banknoten Guatemalas, von der honduranische 200-Lempiras-Banknote wurden 50 Millionen Exemplare hergestellt. „Wir beglückwünschen unsere Zentralbank-Partner in Guatemala und Honduras zur Auszeichnung für ihre Gedenknoten“, so Clemens Berger, Vorsitzender der Geschäftsführung von Louisenthal. „Sie sind ein Paradebeispiel dafür, wie Sicherheit und Designsprache gleichermaßen durch die zugrunde liegende Technologie auf ein neues Niveau gehoben werden können.“ Pressemitteilung Über Giesecke+Devrient Giesecke+Devrient (G+D) ist ein weltweit tätiger Konzern für Sicherheitstechnologie mit Hauptsitz in München. Als Partner von Organisationen mit höchsten Ansprüchen schafft G+D mit seinen Lösungen Vertrauen und sichert essentielle Werte. Die innovative Technologie des Unternehmens schützt physisches und digitales Bezahlen, die Konnektivität von Menschen und Maschinen, die Identität von Personen und Objekten sowie digitale Infrastrukturen und vertrauliche Daten. G+D wurde 1852 gegründet. Im Geschäftsjahr 2020 erwirtschaftete das Unternehmen mit rund 11.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen Umsatz von 2,31 Milliarden Euro. G+D ist mit 74 Tochtergesellschaften und Gemeinschaftsunternehmen in 32 Ländern vertreten. Weitere Informationen: www.gi-de.com.
- Mehr Nachhaltigkeit im Leben einer Banknote: G+D startet „Green Banknote Initiative“
München/Lyon, 6. April 2022 – Giesecke+Devrient (G+D) hat gemeinsam mit seinem Tochterunternehmen Louisenthal die „Green Banknote Initiative“ ins Leben gerufen. Ziel der offenen Dialog-Plattform ist es, Herstellung und Lebenszyklus von Banknoten nachhaltiger zu gestalten. Dabei geht es um Grundsätze der Kreislaufwirtschaft, die Reduzierung von Treibhausgasemissionen sowie den effizienten Einsatz von Ressourcen beim Herstellungsprozess und in den globalen Wertschöpfungsketten. Klimaschutz aktiv angehen, Projekte für mehr Nachhaltigkeit unterstützen und den eigenen ökologischen Fußabdruck verringern sind tief im Bewusstsein und Handeln von G+D verankert. Mit seinem Tochterunternehmen Louisenthal, einem weltweit führenden Hersteller von Banknoten und Sicherheitspapier, arbeitet G+D seit Jahren daran, die Umweltauswirkungen der Banknotenproduktion zu reduzieren und den gesamten Lebenszyklus einer Banknote nachhaltiger zu gestalten. Für diese Bemühungen verlieh die International Association of Currency Affairs (IACA) Louisenthal bereits 2020 den Preis „Best New Environmental Sustainability Project.“ Gemeinsam haben G+D und Louisenthal jetzt eine Initiative für umweltschonende Banknoten ins Leben gerufen, die die bisherigen Aktivitäten erweitert. Die „Green Banknote Initiative“ richtet sich als offene Dialog-Plattform an alle Herausgeber von Bargeld. Ziel ist es, gemeinsam an der Banknote der Zukunft zu arbeiten, die nachhaltig, zugleich länger haltbar und fälschungssicher ist, um so den Bargeldkreislauf zukunftsfähig und effizient zu gestalten. G+D zeigt dabei, dass Langlebigkeit allein noch keine nachhaltige Banknote ausmacht. Nur ein ausgewogenes Zusammenspiel von Sicherheit, Nachhaltigkeit und Langlebigkeit bewirken dies. Belege dafür erbringt eine von G+D in Auftrag gegebene Studie. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass beschichtete Banknoten auf Baumwollbasis den geringsten CO2-Fußabdruck unter den verfügbaren Banknoten haben. So erzeugen Hybrid-Banknoten während ihrer Lebensdauer bis zu 13 Prozent weniger CO2 und bei ihrer Herstellung bis zu 24 Prozent weniger CO2 als Banknoten aus Polymer. Gleichzeitig ist ihre Haltbarkeit mit der von Banknoten aus Polymer vergleichbar: Sie halten im Bargeldkreislauf etwa 2,5- bis 3-mal länger als herkömmliche Baumwollbanknoten. Und: Der Ersatz herkömmlicher Baumwolle durch Bio-Baumwolle oder alternative Fasern reduziert nicht nur den CO2-Fußabdruck weiter, er ist auch der größte Hebel, um den Wasserverbrauch von Banknoten zu senken. G+D bezeichnet das Zusammenspiel von Langlebigkeit, Sicherheit und Nachhaltigkeit als „Durability+“. Das Konzept berücksichtigt das gesamte Spektrum vom Produkt über die Produktion bis zum Ende der Lebensdauer und deckt verschiedene Handlungsfelder über den Lebenszyklus einer Banknote ab. Dies beginnt bei Sicherheitslösungen für Banknoten in einer Kombination aus eingebetteten, gedruckten und aufgebrachten Sicherheitsmerkmalen und endet bei der Vielzahl von Optionen für die Nutzung naturfaserbasierter Banknoten. „Die Green Banknote Initiative und das Konzept Durability+ erweitern unsere Nachhaltigkeitsstrategie und helfen uns, unsere Kunden und Partner in ihren Nachhaltigkeitszielen zu unterstützen“, erläutert Bernd Kümmerle, Geschäftsführer der Division Banknote Solutions bei G+D Currency Technology. „Beispielsweise beraten wir sie bei ihrer Umweltstrategie oder arbeiten an spezifischen Produktions- und Produktlösungen. Das reicht von der Analyse der Substratoptimierung bis zur Diskussion von End-of-Life-Lösungen, um nur einige Beispiele zu nennen.“ Veranstaltungshinweis Mehr Informationen über die Nachhaltigkeit von Banknoten aus Naturfasern gibt G+D in einem Vortrag im Rahmen der Konferenz „Intergraf Currency+Identity“ in Lyon am Freitag, 8. April 2022 um 9:50 Uhr: Sustainability & efficiency by nature – the green banknote of the future (Vortrag von Alexandra Geiger, Sustainability Engineer bei Giesecke+Devrient). Ziel der Green Banknote Initiative ist es, die Zusammenarbeit von Herstellern zu fördern und sicherzustellen, dass Banknoten auf Naturfaser-Basis zu einem grüneren Zahlungssystem beitragen. (Quelle: G+D) Pressemitteilung G+D
- G+D: Neue Fadentechnologie glänzt mit mehr Sicherheit für Banknoten
München, 20. Mai 2021 – Giesecke+Devrient (G+D) hat einen neuen Sicherheitsfaden für baumwollbasierte Banknotensubstrate auf den Markt gebracht. Der RollingStar® i+ besticht durch vielfältige Designmöglichkeiten mit unterschiedlichen Farb- und Dynamik-Effekten. Brillante Farben und ein dynamischer Farbwechsel beim Kippen der Banknote bieten maximalen Schutz vor Fälschungen. Eine innovative, facettenreiche Substruktur und der Einsatz von Mikrospiegeln ermöglichen eine attraktive optische Gestaltung. (Quelle: G+D) Zentralbanken müssen eine einfache, schnelle und zuverlässige Echtheitsprüfung ihrer Banknoten in der allgemeinen Nutzung gewährleisten. Wesentlich dafür sind optisch variable und dynamische Effekte, kräftige Farbgebungen und eine gute Sichtbarkeit der Sicherheitselemente. RollingStar® i+ ist der neue Sicherheitsfaden in der RollingStar-Produktreihe von Louisenthal, 100-prozentige Tochtergesellschaft von G+D. Die Produktreihe kombiniert zwei Sicherheitstechnologien miteinander: ColourShift für Farbwechsel und Mikrospiegel für dynamische Effekte, die nach hochkomplexen Algorithmen angeordnet werden. Bei RollingStar i+ wurden diese beiden Technologien nach intensiver Forschung weiterentwickelt und damit auf eine neue Stufe gehoben. RollingStar i+ – i+ steht für ein "Plus an Impact" – bietet mehr Gestaltungsmöglichkeiten im Banknotendesign, mehr Dynamik und mehr Brillanz sowie einen deutlicheren Farbverlauf. Eine innovative facettenreiche Substruktur und eine hochausgefeilte Ausrichtung und Formgebung der Mikrospiegel ermöglichen eine attraktive optische Gestaltung des Sicherheitsfadens. Dabei bietet die Substruktur auch ein erweitertes Potenzial zur individualisierten Designintegration. Jedem Fadenfenster kann ein bestimmtes Motiv zugeordnet werden. Zentralbanken können dadurch Faden und Banknotendesign optimal aufeinander abstimmen. Auffällige Effekte von Farbwechseln und bewegte Motive sorgen für hohe Aufmerksamkeit beim Banknotendesign. (Quelle: G+D) Die bewährte Kombination aus dynamischen Effekten und Farbwechseln erreicht mit dem RollingStar i+ ein neues Designniveau. Auffällige Effekte von Farbwechseln und bewegte Motive sorgen für hohe Aufmerksamkeit in baumwollbasierten Banknotensubstraten. Gleichzeitig stellen die einzigartigen Gestaltungsmöglichkeiten des Sicherheitsfadens eine maximale Herausforderung für Fälscher dar. Wie in der RollingStar-Serie üblich bietet auch der neue RollingStar i+ die bewährte magnetische Maschinenlesbarkeit. Nicht zuletzt werden durch die verbesserte Farbhomogenität und eine optimale Farbwirkung eine schnelle und verlässliche Echtheitsprüfung unterstützt – auch bei schlechten Lichtverhältnissen. "Die Zentralbanken stehen vor der ständigen Herausforderung, ihre Banknoten mit optisch ansprechenden, auffälligen und idealerweise gleichzeitig maschinenlesbaren Merkmalen zu optimieren. Dies gilt insbesondere im Hinblick auf Sicherheitsfäden. Da Banknoten auch die Visitenkarte eines Landes sind, müssen alle Merkmale im Banknotendesign perfekt zusammenspielen. Auch ein Sicherheitsfaden sollte ausreichend Möglichkeiten zur Designintegration und Individualisierung in Richtung länderspezifischer Motive und Themen bieten", betont Dr. Alfred Kraxenberger, Louisenthal Geschäftsführer F&E, Technologie und Produktion. "Mit unseren neuen Sicherheitsfäden RollingStar i+ können wir diese Kundenanforderungen zielgerichtet abdecken. Sie bieten Zentralbanken zahlreiche Designmöglichkeiten durch exzellente Farb- und Dynamikeffekte und darüber hinaus ein Höchstmaß an Sicherheit." Christoph Lang Giesecke+Devrient Pressesprecher Corporate Communication
- Giesecke+Devrient in den Top 50 der innovativsten Unternehmen Deutschlands
München, 26. November 2019 – Giesecke+Devrient (G+D) gehört zu den innovativsten Unternehmen Deutschlands. Im EconSight-Ranking für das Handelsblatt belegt der Konzern unter den hiesigen Innovations-Champions Platz 28. Das Schweizer Wirtschaftsforschungsinstitut zeigt mit der aktuellen Rangliste, wer im Rennen um die digitale Durchdringung von Zukunftstechnologien führt und wer heute die globale Innovations-Landschaft maßgeblich prägt. Das Geschäftsmodell von Giesecke+Devrient ruht auf vier Säulen: Produkten und Lösungen rund ums sichere Bezahlen – ob nun in der physischen, elektronischen oder digitalen Welt –, der Sicherung digitaler Verbindungen von Menschen und Maschinen im Internet, verlässlichen, integrierten Identitätslösungen und dem Schutz von Datennetzwerken und kritischen Infrastrukturen gegen Datenmissbrauch. Die Basis für die Lösungen zur Absicherung von Bezahlvorgängen, Identitäten, Konnektivität und Daten sind moderne Technologien wie Internet der Dinge (IoT), Künstliche Intelligenz, Maschinelles Lernen, Biometrie oder Blockchain. Innovationen entstehen aber genau dort, wo Unternehmen es schaffen, digitale Lösungen mit etablierten Technologien unter einen Hut zu bringen. Diesen Gesichtspunkt hat EconSight als Grundlage für sein Ranking der innovativsten Unternehmen herangezogen. Das Beratungsunternehmen aus dem schweizerischen Bern hat dazu die Patent-Datenbank von PatentSight ausgewertet. Der sogenannte Patent Asset Index berücksichtigt sowohl die Anzahl der aktiv geschützten Erfindungen als auch deren Qualität, das heißt Technologie-Relevanz und Marktabdeckung. In den Top 50 der deutschen Unternehmen, die für das Handelsblatt erstellt wurde, liegt Giesecke+Devrient auf Platz 28. Vier Säulen im Innovations-Ökosystem von G+D Der Konzern verfolgt bei seiner Innovations-Strategie verschiedene Wege: F&E im eigenen Haus: Nach wie vor eine große Rolle spielt die klassische Forschung und Entwicklung, die bei Giesecke+Devrient hochspezialisiert in den einzelnen Unternehmensbereichen angesiedelt ist. Zukäufe: Mit strategischen Zukäufen entlang des Kerngeschäfts ergänzt der Konzern sein Portfolio beziehungsweise baut es weiter aus.Investitionen in Start-ups: Seit dem Sommer 2018 ist Giesecke+Devrient mit G+D Ventures am Venture-Capital-Markt aktiv und investiert in Start-ups mit vielversprechenden Technologien, so in diesem Jahr etwa in das Deep-Tech-Startup Brighter AI. Eigene Inkubation: Mit „G+D advance52“ hat G+D seit Mai 2017 einen eigenen Impulsgeber für neue digitale Technologien und Geschäftsmodelle im Unternehmen. Advance52 ist Inkubator und Accelerator. „Agilität ist angesichts immer schnellerer Innovationszyklen für uns als Technologieunternehmen sehr wichtig. Die Basis dafür haben wir mit einem umfassenden Ökosystem gelegt. Durch diese mehrstufige Innovations-Strategie gelingt es Giesecke+Devrient, systematisch neue Produkte und Verfahren in wirtschaftlich hochrelevanten Feldern auf den Markt zu bringen“, erklärt Ralf Wintergerst, Vorsitzender der Geschäftsführung und Group CEO von Giesecke+Devrient. Michael Tagscherer, seit Juli 2019 Chief Technology Officer (CTO) bei G+D ergänzt: „Die Transformation von der analogen in die digitale Welt und die damit verbundene Chance und Notwendigkeit neue digitale Geschäftsmodelle zu entwickeln, ist heute entscheidend. Auch wenn dies teilweise zunächst als Disruption, das heißt konkurrierend zum bestehenden Geschäft wahrgenommen wird, müssen Unternehmen sich kontinuierlich weiterentwickeln und somit auch neue Wege einschlagen. Alle Aktivitäten zahlen in die Sicherung und in den Ausbau der Marktposition ein.“ Anmerkung der Online-Redaktion: Bleibt zu hoffen, dass bei aller Euphorie in Richtung Digitalisierung nicht die Wurzeln des Unternehmens vergessen werden, der Druck von Banknoten und Sicherheitspapieren! Giesecke & Devrient, Presseinformation #Aktuelles #Europa Deutschland #Giesecke #Devrient
- HVB Geldscheinsammlung mit neuem Namen unter Dach von Giesecke+Devrient
München, 16. November 2021 Die HVB Stiftung Geldscheinsammlung firmiert nun unter dem Namen Giesecke+Devrient Stiftung Geldscheinsammlung. Mit über 300.000 Geldscheinen verantwortet der Technologiekonzern Giesecke+Devrient (G+D) damit künftig eine der bedeutendsten Geldscheinsammlungen der Welt. (v. l.) Stiftungsvorstand Celia von Mitschke-Collande, Kirsten Peter und Katharina Depner, wissenschaftliche Mitarbeiterin der G+D Stiftung Geldscheinsammlung (Quelle: G+D). G+D ist bereits seit vielen Jahren eng mit der Stiftung verbunden. So engagiert sich das Unternehmen seit über zehn Jahren für die Geldscheinsammlung, die Papiergeld in großer Breite dokumentiert und Banknoten als kulturell geprägtes Zahlungsmittel erforscht. Erste europäische Banknote aus Schweden (Quelle: G+D). Die erste von G+D gedruckte Banknote der Weimarische Bank (10 Thaler) aus dem Jahr 1854 (Vorderseite) (Quelle: G+D). G+D ist bereits seit Längerem in den Gremien der Stiftung vertreten und sorgt seit 2008 für eine sachgemäße Unterbringung der Sammlung in den eigenen Räumlichkeiten. „Unsere Geldscheinsammlung ist die wohl weltweit größte und bedeutendste Sammlung auf dem Gebiet des Papiergeldes“, sagt Stiftungsvorstand Celia von Mitschke-Collande. Sie verantwortet gemeinsam mit Kirsten Peter neben der Giesecke+Devrient Stiftung nun auch die Giesecke+Devrient Stiftung Geldscheinsammlung. „Es bleibt unser Ziel sicherzustellen, dass sie weiterhin unterhalten, wissenschaftlich ausgewertet und der Öffentlichkeit digital oder im Rahmen von Ausstellungen zugänglich gemacht werden kann. Wir fühlen uns dem Thema aus unserer Geschichte heraus sehr verbunden.“ Die Geldscheinsammlung wurde als private Sammlung von Albert Pick begründet und 1964 der Bayerischen Hypotheken- und Wechselbank übergeben. Im Jahr 2003 ging sie an die neu errichtete HVB Stiftung Geldscheinsammlung der UniCredit Bank AG über. Heute umfasst die Sammlung über 300.000 Geldscheine und reicht von chinesischen Banknoten aus dem 14. Jahrhundert bis zu den aktuell weltweit emittierten Geldscheinen. Pressemitteilung G+D Über Giesecke+Devrient Giesecke+Devrient (G+D) ist ein weltweit tätiger Konzern für Sicherheitstechnologie mit Hauptsitz in München. Als Partner von Organisationen mit höchsten Ansprüchen schafft G+D mit seinen Lösungen Vertrauen und sichert essentielle Werte. Die innovative Technologie des Unternehmens schützt physisches und digitales Bezahlen, die Konnektivität von Menschen und Maschinen, die Identität von Personen und Objekten sowie digitale Infrastrukturen und vertrauliche Daten. G+D wurde 1852 gegründet. Im Geschäftsjahr 2020 erwirtschaftete das Unternehmen mit rund 11.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen Umsatz von 2,31 Milliarden Euro. G+D ist mit 74 Tochtergesellschaften und Gemeinschaftsunternehmen in 32 Ländern vertreten. Weitere Informationen: www.gi-de.com.
- Giesecke+Devrient begrüßt offiziellen Projektstart des digitalen Euros
München, 15. Juli 2021 – In seiner gestrigen Sitzung hat der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) den Startschuss für die mögliche Ausgabe eines digitalen Euros gegeben. In einer zweijährigen Untersuchungsphase soll geklärt werden, wie eine digitale Version des Euro aussehen könnte. Giesecke+Devrient begrüßt die Entscheidung der EZB, die Entwicklung einer digitalen Zentralbankwährung im Eurosystem weiter voranzutreiben. Mit Blick auf die weltweiten Aktivitäten von Zentralbanken, komplementär zum Bargeld digitales Geld als legitimes Zahlungsmittel herauszugeben, sei dies ein wichtiges Signal für die Souveränität und Stabilität des europäischen Währungsraums. Für die Europäische Zentralbank steht die Weiterentwicklung des digitalen Euros als eine zentralbankgestützte digitale Währung ganz oben auf der Prioritätenliste. So erklärte die EZB-Präsidentin Christine Lagarde am gestrigen Mittwoch: „Mit unserer Arbeit wollen wir sicherstellen, dass Bürger und Unternehmen auch im digitalen Zeitalter Zugang zur sichersten Form des Geldes, dem Zentralbankgeld, haben.“ Der Münchner Konzern für Sicherheitstechnologie Giesecke+Devrient (G+D) begrüßt die positiven Entwicklungen rund um den digitalen Euro. Die Zwanziger Jahre dieses Jahrhunderts sollen zur digitalen Dekade Europas werden – und der digitale Euro ist ein entscheidender Baustein, um die Unabhängigkeit der europäischen Staaten und die Prosperität des Wirtschaftsraums auch in Zukunft zu sichern. Praktisch weltweit arbeiten Zentralbanken mit Hochdruck an digitalen Währungen. Die britische Zentralbank hat jüngst eine Taskforce eingerichtet, Schweden hat erst kürzlich die Testphase für eine eigene CBDC verlängert, und China die Einführung der digitalen Währung DCEP (Digital Currency Electronic Payment) schon zu den Olympischen Winterspielen im Februar 2022 angekündigt. „Vor diesem Kontext ist Europa also gut beraten, die konkrete Ausgestaltung des digitalen Euro jetzt zügig voranzutreiben und danach grünes Licht für die Umsetzung zu geben. Bei der Frage um die Einführung der digitalen Währung geht es um nicht weniger als die Sicherung der finanz-, währungs- und wirtschaftspolitischen Souveränität der europäischen Staaten und ihrer Bürger“, kommentiert Ralf Wintergerst, Vorsitzender der Geschäftsführung und CEO von G+D, den Beschluss der EZB. Mit dem digitalen Euro bekämen die Bürger eine sichere, für alle verfügbare, gesetzlich legitimierte Alternative zu spekulativen Kryptowährungen wie dem Bitcoin oder unregulierten und unkontrollierten Privatwährungen wie Stablecoins. Denn eine gut durchdachte CBDC verbindet die Vorteile des Bargelds mit der Schnelligkeit und Bequemlichkeit digitaler Bezahloptionen, ohne die Nutzer dabei in Abhängigkeiten zu führen, unkalkulierbare Sicherheitsrisiken einzugehen und Zusatzkosten zu verursachen. Als inklusives digitales Zahlungsmittel würde der digitale Euro allen Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung stehen, unabhängig von ihrem sozialen Status und ihren Zugangsmöglichkeiten zu Bankkonten, Zahlungsdienstleistern oder Internet-Verbindungen. Auch Nicht-Europäer, wie etwa Touristen oder ausländische Geschäftsleute, sollen bei Berührungspunkten mit Europa davon profitieren und ihn als allgemeingültiges Zahlungsmittel nutzen können. Ralf Wintergerst ergänzt: „Selbstverständlich muss einem derartigen Mammut-Projekt eine akribische Planung vorausgehen. Aber wir dürfen uns in dieser entscheidenden Phase auch nicht unnötig verzetteln. Europa muss als Wirtschaftsmacht und Wertegemeinschaft seine Kraft und seine Ideale in die Realität des digitalen Zeitalters transformieren. Der digitale Euro ist dafür ein unverzichtbarer Baustein und damit entscheidend für die digitale Selbstbestimmtheit Europas.“ G+D bietet mit „Filia“ eine eigene Lösung für digitale Zentralbankwährungen an und ist weltweit an Projekten zu CDBC beteiligt. Ralf Wintergerst, Vorsitzender der Geschäftsführung und Group CEO von Giesecke+Devrient. Über Giesecke+Devrient Giesecke+Devrient (G+D) ist ein weltweit tätiger Konzern für Sicherheitstechnologie mit Hauptsitz in München. Als Partner von Organisationen mit höchsten Ansprüchen schafft G+D mit seinen Lösungen Vertrauen und sichert essentielle Werte. Die innovative Technologie des Unternehmens schützt physisches und digitales Bezahlen, die Konnektivität von Menschen und Maschinen, die Identität von Personen und Objekten sowie digitale Infrastrukturen und vertrauliche Daten. G+D wurde 1852 gegründet. Im Geschäftsjahr 2020 erwirtschaftete das Unternehmen mit rund 11.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen Umsatz von 2,31 Milliarden Euro. G+D ist mit 74 Tochtergesellschaften und Gemeinschaftsunternehmen in 32 Ländern vertreten. Weitere Informationen: www.gi-de.com
- 30 Jahre Währungsunion: Giesecke+Devrient leistete zentralen Beitrag
Am 1. Juli 1990 trat die zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR geschlossene Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion in Kraft. Für den Währungstausch mussten in kürzester Zeit eine große Menge an DM-Banknoten produziert werden. Dieser Mehrbedarf kam damals zur Hälfte von Giesecke+Devrient (G+D). Noch vor der politischen Einheit Deutschlands fand am 1. Juli 1990 zwischen West- und Ostdeutschland die Währungsunion statt. Sie wurde maßgeblich vom damaligen Bundeskanzler Helmut Kohl, DDR-Ministerpräsident Lothar de Maizière, Bundesfinanzminister Theodor Waigel und Walter Romberg, dem Minister der Finanzen der DDR, vorangetrieben. Im Rahmen der Währungsunion wurde die D-Mark als alleinige Währung für Gesamtdeutschland bestimmt. Für viele Menschen in der DDR erfüllte sich damit der Wunsch nach einer stabilen Währung. DDR-Bürger konnten ein gewisses DDR-Mark-Vermögen in D-Mark umtauschen, je nach Wert im Verhältnis 1:1 oder 1:2. Löhne, Gehälter, Renten, Mieten und andere "wiederkehrende Zahlungen" wurden im Kurs 1:1 umgestellt. Der mögliche Umtausch löste einen regelrechten Run auf die Banken aus. Bereits in der Nacht zum 1. Juli warteten etwa am Alexanderplatz in Ost-Berlin mehr als 10.000 Menschen auf die Öffnung der ersten Bankfiliale. Die Vorbereitung der Währungsunion erforderte einen enormen logistischen Aufwand. So mussten für mehr als 16 Millionen Bürgerinnen und Bürger aus den neuen Bundesländern D-Mark-Noten der Bundesrepublik hergestellt und auf Banken beziehungsweise Ausgabestellen verteilt werden. Giesecke+Devrient zeichnete zusammen mit der Bundesdruckerei maßgeblich für die Produktion dieser Banknoten verantwortlich. Innerhalb von wenigen Monaten druckten und lieferten die Münchner das neue Geld. Von G+D kamen dabei die Banknoten in den Wertstufen fünf DM, 20 DM, 100 DM und 1.000 DM. Eine wichtige Randnotiz dokumentiert den großen Bargeldbedarf in Vorbereitung der Währungsunion. So erteilte die Bundesbank auch der Wertpapierdruckerei der DDR einen Auftrag zum Druck von 5-D-Mark-Noten. Die WPD ging aus dem 1852 in Leipzig gegründeten und 1948 enteigneten Unternehmen Giesecke+Devrient hervor. Das zuletzt als „VEB Wertpapierdruckerei der DDR (WPD)“ firmierende staatseigene Unternehmen der DDR stellte bis zur Wiedervereinigung Deutschlands neben Sicherheitsdrucken auch Banknoten für die DDR und andere sozialistische Staaten her. 1991 wurde der Leipziger Betrieb durch G+D von der Treuhandanstalt zurückerworben und gehört seitdem zum Konzern von Giesecke+Devrient. Deutsche Bundesbank: 100 Deutsche Mark vom 2. Januar 1980, Vorderseite. Die D-Mark-Noten für das wiedervereinte Deutschland hat die Bundesbank damals in zwei Schritten ausgegeben. Zur Währungsunion im Juli 1990 wurde zunächst die in der Bundesrepublik bereits bestehende D-Mark-Serie, die sogenannte BBk I, emittiert. Sie galt bei den DDR-Bürgern als Symbol der Freiheit und des Wohlstands und bildete damit gewissermaßen eine Ikonographie der angestrebten Wiedervereinigung. An der Entwicklung und Herstellung der Serie war G+D bereits seit 1958 beteiligt. Deutsche Bundesbank: 100 Deutsche Mark vom 2. Januar 1996, Vorderseite. Ab Herbst 1990 gab die Bundesbank dann schrittweise im gesamten Bundesgebiet die neu aufgelegte DM-Serie BBk-III aus. Da alte und neue Bundesländer diese neue Banknotenserie zum gleichen Zeitpunkt erhielten, symbolisiert sie so das Zusammenwachsen der Gesellschaft. Sie wird deshalb später auch als „Einheitsserie“ bezeichnet. Die BBk-II bildete eine Ersatzserie, die letztlich nie ausgegeben wurde. „Die Währungsunion markiert einen wichtigen Meilenstein in unserer Unternehmensgeschichte. So waren wir federführend an der Bereitstellung der erforderlichen Geldmenge beteiligt – angesichts des kurzen Zeitrahmens eine immense Aufgabe. Wir sind stolz darauf, in dieser Hinsicht als Unternehmen einen Beitrag zur Wiedervereinigung Deutschlands geleistet zu haben“, erklärt Astrid Wolff, Leiterin Corporate Heritage bei G+D und Vorstand der Giesecke+Devrient Stiftung. Für G+D hat die Währungsunion im Übrigen nicht nur die Herstellung von Banknoten für Millionen von Menschen bedeutet. So war das Unternehmen auch an der Produktion des Banknotenpapiers und der eurocheques beteiligt. Das Thema „30 Jahre Währungsunion“ wird aktuell in mehreren TV-Sendungen aufgegriffen. Ausgewählte Termine im Überblick: ARD, 29.6., 23:30 bis 00:15 Uhr: Geschichte im Ersten: Wie die D-Mark in den Osten kam Bayerischer Rundfunk, 2.7., 19:00 bis 19:30 Uhr: mehr/wert: Aus Bayern für den Osten: Wie die D-Mark in die DDR kam Giesecke+Devrient Christoph Lang Pressesprecher #Nachrichten #Weltbanknoten #Europa #Deutschland #DM #GieseckeDevrient












