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- Leserpost: Unbekannte Aufbaumarken
Sehr geehrte Redaktion, ich habe vor einiger Zeit diese drei Block-Belege Aufbaumarken zusammen mit anderen Objekten gekauft. Ich konnte auf den Marken keine Ausgabe-Firma oder Stadt oder ein Druckvermerk finden. Die drei Blocks haben eine Abmessung von 160 x 130 mm, sind briefmarkenähnlich perforiert und auf der Rückseite gummiert. Vielleicht können Sie mir weiterhelfen. Vielen Dank und mit freundlichen Grüßen, ein Leser. H. Casper Antwort der Redaktion Die Bezeichnung "Aufbaustein" sagt eigentlich schon aus, um was es sich handelt. Bausteine gab es auch schon vor der Reichsmark-Zeit (1924 – 1948), z.B. zur Finanzierung der Errichtung von Sportstätten und Denkmälern. Wahrscheinlich stammen Ihre Aufbaumarken aus der Zeit des beginnenden Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg, also aus den Jahren 1945 bis 1948, in der noch immer die Reichsmark galt, bevor mit den Währungsreformen in West und Ost die Deutsche Mark eingeführt wurde. Das Volkshaus in Weimar auf einer Ansichtskarte aus dem Jahr 1916. Einen wichtigen Hinweis auf den Ort der Ausgabe kann lediglich das wieder aufzubauende und wahrscheinlich im Krieg zerstörte Gebäude geben, das auf den Marken abgebildet ist. Sehr viele Bausteine wurden in der Sowjetischen Besatzungszone Deutschlands und der späteren DDR ausgegeben. Und tatsächlich, es handelt sich um Spendenmarken für den Wiederaufbau des Volkshauses in Weimar aus dem Jahr 1946. Henning Huschka führt diese in seinem Katalog "Ersatzgeld und geldähnliche Belege in der DDR" unter SB216 auf und bewertet sie je ausgeschnittener Marke mit 15 Euro in Erhaltung I und 10 Euro in Erhaltung III. Wenn jeder Block 20 Marken enthält, kommt man bei dieser Bewertung also schon auf einen ganz ordentlichen Schätzpreis. Hans-Ludwig Grabowski
- Emporium Hamburg: Vorbericht Banknoten-Auktion Nr. 94
Vom 4. bis 7. Mai 2021 veranstaltet Emporium Hamburg die 93. Auktion-Münzen & Medaillen und die 94. Auktion-Banknoten & Notgeld. Aufgrund der aktuellen Situation können sich während der Auktionen 93. & 94. keine Bieter im Saal einfinden, und Sie können ausschließlich online, telefonisch oder per schriftlichem Gebot teilnehmen. Auf unserer Internetseite (www.emporium-numismatics.com) finden Sie alle wichtigen Informationen rund um das Thema „Live-Bidding“. Eine Vorbesichtigung der Lose ist unter Einhaltung der Hygienevorschriften nach Terminabsprache bis zum 30. April 2021 möglich. Um einen Termin zu vereinbaren, kontaktieren Sie uns bitte unter: +49 40 25799-137. Am letzten Auktionstag (7. Mai 2021) folgt die rund 350 Lose umfassende 94. Auktion-Banknoten- und Notgeld. Diese beinhaltet zahlreiche seltene Scheine und liefert somit für jeden Sammler eine perfekte Gelegenheit, die Sammlung zu ergänzen oder zu erweitern. Selbstverständlich erwartet Sie auch wieder eine erlesene und bemerkenswert vielfältige Mischung unterschiedlichster Sammelgebiete. Insgesamt werden rund 350 Lose versteigert und Sie als Sammler von Papier- und Notgeld werden vollumfänglich auf Ihre Kosten kommen. Freuen Sie sich schon jetzt mit uns auf einen interessanten Auktionstag. Los-Nr. 4030 Litauen Lietuvos Bankas, PMG 66 EPQ 1000 Litu 1991. Specimen. Schätzpreis: € 1.000,– Ein besonderes Augenmerk verdient sicher unser Titelstück 1000 Litu 1991 der Lietuvos Bankas mit dem Grading PMG 66 EPQ (Los 4030, Taxe: € 1.000,–) und eine Sammlung in vier großen Ordnern mit über 400 Notgeldscheinen u.a. der Landesbank der Rheinprovinz (Los 4230, Taxe: € 1.000,–). Los-Nr. 4026 Indien Government of India 10 Rupee ND (1917-30). Min. Risse, III Schätzpreis: € 750,– Los-Nr. 4000 Albanien Banka Kombëtare e Shqipnis, IV 100 Franka Ari ND (1939). Italien Occupation. IV Schätzpreis: € 750,– Sie sind auf der Suche nach internationalen Banknoten?! Dann haben wir folgende Highlights für Sie: 10 Rupee ND (1917–30) aus Indien (Los 4026, Taxe: € 750,–) sowie 100 Franka Ari ohne Datum (1939) aus der Zeit der italienischen Besetzung von Albanien (Los 4000, Taxe: € 750,–). Das außergewöhnliche Angebot an Weltbanknoten aus Afrika, Asien und Südamerika sowie sehr seltene Einzelstücke werden das Sammlerherz garantiert erfreuen. Los-Nr. 4078 Deutschland ab 1871 Geldscheine der Inflation 1919-1924 1 Million Mark 20.02.1923 Wz. Wellen, FZ braun I Schätzpreis: € 900,– Das Sammelgebiet „Deutsches Reich ab 1871“ (Los 4061 – 4166) ist auch wieder mit zahlreichen wunderbaren Geldscheinen aus der Zeit der Inflation 1919–1924 vertreten. An vorderster Stelle sind hier die 1 Million Mark 20.02.1923 mit dem Wasserzeichen Wellen in der Erhaltung I unbedingt zu erwähnen (Los 4078, Taxe: 900,– €). Los-Nr. 4135 Bundesrepublik Deutschland ab 1948 1000 DM 1.8.1991. I Schätzpreis: € 720,– Unter den Ausgaben der „Bundesrepublik Deutschland ab 1948“ wird mit Sicherheit die 1000 DM vom 1.8.1961 Banknote in einer Top-Erhaltung (Los 4135, Taxe: 720,– €) für ein spannendes Bieterduell sorgen. Viele Sammlerherzen werden höher schlagen, wenn ein Lot in drei Alben mit 222 Scheinen mit vielen Besonderheiten, Geheimzeichen und Aufstempelungen aus Deutsch-Ostafrika 1905 – 1917 (Los 4155, Taxe: 1.300,– €) unter den Hammer kommt. Zum Abschluss unserer großen Banknoten-Auktion versteigern wir aus der Rubrik „Notgeld“ (Los 4167–4329) einige hochwertige Sammlungen mit zahlreichen kleinen Schätzen aus Deutschen Landen. Stellvertretend hierfür ist eine Sammlung mit 10 x 25 und 10 x 75 Pfennig aus Kraiburg am Inn mit einer erstklassigen Erhaltung (Los 4181, Taxe: 750,– €). Wir, das Team der numismatischen Abteilung von Emporium Hamburg, freuen uns auf eine rege Teilnahme an unserer 94. Auktion und stehen Ihnen für detaillierte Auskünfte hinsichtlich Emporium Hamburg Katalog-Bestellung, telefonischem Bieten, Online-Live-Bidding etc. jederzeit gerne zur Verfügung. Emporium Hamburg, Abteilung Numismatik, Süderstraße 288, 20537 Hamburg. Telefon: +49 40 25799-137, Fax: +49 40 25799-100 E-Mail: numis@emporium-hamburg.com Homepage: www.emporium-numismatics.com
- Lexikon: Blessing, Karl
Karl Blessing wurde am 5. Februar 1900 in Württemberg geboren. Bereits ab 1920 arbeitete Blessing bei der Deutschen Reichsbank, wo er für Reparationsfragen im Zusammenhang mit der Versailler Vertrag zuständig war. In dieser Funktion nahm er auch an verschiedenen internationalen Konferenzen teil. Von 1930 bis 1934 war er von der Reichsbank abgestellt als Abteilungsleiter bei der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in Basel tätig. Von 1934 bis 1937 war er Generalreferent im Reichswirtschaftsministerium und von 1937 bis 1939 Mitglied des Direktoriums der Deutschen Reichsbank. Karl Blessing (1900–1971), Abb. Deutsche Bundesbank Zum 1. Februar 1939 wurde er gemeinsam mit dem Reichsbankpräsidenten Hjalmar Schacht entlassen, nachdem er sich geweigert hatte, die Rüstungsfinanzierung weiter mit zu verantworten, die eine Inflation hätte auslösen konnte. In der Privatwirtschaft war der von 1939 bis 1941 Vorstandsmitglied bei der Margarine Union AG und von 1941 und 1945 Vorstandsmitglied der Kontinentalen Öl AG. Von 1939 bis 1945 war Blessing Mitglied im Freundeskreis Reichsführer SS. Er organisierte Spenden für die NSDAP und wurde zum Wehrwirtschaftsführer ernannt. Die Verschwörer des "Unternehmens Walküre" schätzten Blessings Kompetenz und haben ihn nach einem erfolgreichen Attentat auf Hitler und erfolgreichen Umsturz als möglichen Reichsbankpräsidenten und späteren Wirtschaftsminister in Betracht gezogen. Nach dem Krieg war Blessing interniert und dann ab 1948 wieder bei der Margarine Union AG. Nachdem am 1. August 1957 die Deutsche Bundesbank gegründet worden war, wurde er durch das Kabinett Adenauer ab 1. Januar 1958 zum Bundesbankpräsidenten berufen. Er blieb bis zum 31. Dezember 1969 im Amt. Blessing starb am 25. April 1971 an seinem Urlaubsort in Südfrankreich. Seine Unterschrift befindet sich auf allen Noten der Deutschen Bundesbank der Ausgabe 1960 (Gemäldeserie). BRD-8d: 20 DM der Deutschen Bundesbank vom 2. Januar 1960, Vorderseite. BRD-8d: 20 DM der Deutschen Bundesbank vom 2. Januar 1960, Detail mit den Unterschriften (links die Unterschrift des damaligen Präsidenten der Deutschen Bundesbank Karl Blessing). Albert Pick/Hans-Ludwig Grabowski
- Neu im Museum: Die große Inflation
Banknoten, Dollarkurse, Preise und Löhne 1919 bis 1924 Neu in unserem virtuellem Museum ist eine Galerie mit Banknoten und 36 Tafeln zu Dollarkursen, Preisen und Löhnen während der deutschen Inflation von 1919 bis 1924. Die Geldscheine sind passend zum jeweiligen Zeitabschnitt in der Galerie angeordnet, so dass sie im Zusammenhang mit den gezeigten Tafeln stehen. Die Banknoten der deutschen Inflation, die sich in vielen Alben von Sammlern finden, werden damit in einen historischen und geldgeschichtlichen Kontext gerückt. Nicht zuletzt die wichtigen historischen Tafeln lassen uns neben einem imaginären Nominalwert mit immer mehr Nullen auch ihre wahre Kaufkraft erkennen. Die Galerie zur Inflation 1919 bis 1924 ist deshalb nicht nur Geldscheinsammlern, sondern auch allen historisch Interessierten zu empfehlen. ZUR GALERIE Hans-Ludwig Grabowski
- Jindrich Holna ist verstorben
Jindrich Holna (2.7.1944 – 7.3.2021) Wie in der letzten Ausgabe der Vereins-Zeitschrift der Tschechischen Numismatischen Gesellschaft informiert wurde, ist Anfang März 2021 der bekannte tschechische Geldscheinexperte, Fachautor und Verleger Jindrich Holna verstorben. 1968 hatte er sich nach dem "Prager Frühling" aktiv gegen die Besetzung der Tschechoslowakei durch sowjetische Truppen eingesetzt, was erhebliche Schwierigkeiten in seinem weiteren Leben zur Folge hatte. Wie Jirka Novák feststellte, war Herr Holna einer der führenden Köpfe des Banknotensammelns in der Tschechischen Republik. Über seine Firma Elektris Holna erschienen mehrere Kataloge, darunter das Standardwerk zum Papiergeld der Tschechoslowakei sowie der Tschechischen und Slowakischen Republik von Jan Bajer. Jindrich Holna war aber auch selbst Autor und Co-Autor von Fachpublikationen, darunter dem erst kürzlich hier im Blog vorgestellten Katalog zum tschechischen Notgeld von 1900 bis 1950. Er war ein international anerkannter Experte für Notgeld der Tschechoslowakei, Österreichs, Deutschlands und Russlands. Mit ihm verliert die tschechische und europäische Sammlergemeinde einen wichtigen Fachmann und Freund. Hans-Ludwig Grabowski
- Neue Galerie im virtuellen Geldmuseum: Noten der Peoples Bank of China
Wir haben auf Geldscheine-Online.com mit dem Aufbau einer virtuellen Sammlung von Geldscheinen aus aller Welt begonnen! Unser Geldmuseum lädt zu einer neuen Galerie mit 63 Noten der Peoples Bank of China von 1948 bis 2015 ein (mit Vorder- und Rückseiten). Weitere Ausstellungen befinden sich in Vorbereitung. Nach und nach werden neue Länder und Emittenten aufgenommen, bis jedes Land der Erde mit je einer kleinen Auswahl seiner Geldscheine in bester Abbildungs-Qualität vertreten ist. In unserem regelmäßig erscheinenden kostenlosen Newsletter informieren wir über neue Galerien! Alle abgebildeten Geldscheine stammen aus privaten Sammlungen und dem Handel. Wenn auch Sie das Museum unterstützen möchten, dann nehmen Sie einfach Kontakt mit uns auf. Hans-Ludwig Grabowski #Museum #Asien #China #Grabowski
- Lexikon: Blüten
Bezeichnung für Papiergeld-Fälschungen in der "Gaunersprache". Der Sammler versteht unter Blüten allerdings Geldschein-Imitationen oder Fantasiescheine mit geldscheinähnlichem Aussehen für Reklame- und Propagandazwecke. Es gibt Spezialsammler dieser Art von Scheinen, wozu auch das während des Zweiten Weltkriegs hergestellte "Überläufergeld", Flugblätter mit Geldscheinabbildungen und ähnliche Scheine gehören. Bei der Herstellung solcher Scheine sollte man sich zuvor über die in jedem Land unterschiedlichen, oft sehr strengen Bestimmungen informieren, die vor Verwechslungen mit Zahlungsmitteln schützen sollen. Nachstehend sind einige Beispiele von modernen "Blüten" abgebildet. Gutschein des Thalia-Theaters in Duisburg-Meiderich über 1 Geschenkpaket für ein Sonntags-Mittagessen, einlösbar am 24.5.1966, ähnlich der 1000-DM-Note der sog. "Gemäldeserie". Werbeschein einer bekannten Zigaretten-Marke ähnlich der 5-DM-Note der sog. "Gemäldeserie". Werbeschein der Firma OTCOM zu einem Förderprogramm der Deutschen Telekom AG, ähnlich der 1000-DM-Note der sog. "Persönlichkeitsserie". Gutschein einer Friseurkette, angelehnt an den 20-DM-Schein der sog. "Persönlichkeitsserie". Propagandaschein des politischen Vereins "Die Deutschen Konservativen e.V." aus Hamburg nach einer Reichsbanknote über 100.000 Mark vom 1. Februar 1923, auf der Vorderseite mit dem Porträt des SPD-Politikers Gerhard Schröder. Werbeschein und Tageskarte der Westernstadt Pullman City bei Eging am See bei Passau ähnlich einer 1-Dollar-Note. 1 House-Dollar eines Regensburger Table-Dance-Clubs ähnlich einer 1-Dollar-Note. Werbeschein der Paper Money Fair Maastricht/Valkenburg ähnlich einer 1-Dollar-Note. Werbeschein und Gutschein der Firma Klarmobil ähnlich einer 10-Euro-Note. Besonders spannend ist die Vielfalt sog. Fantasienoten. Neben Scheinen von Fantasiestaaten wie z.B. den Jason oder Chatham Islands oder des Königreichs Kamberra gibt es eine Vielzahl weiterer Fantasiescheine, die auch vereinzelt im Fachhandel angeboten werden. Zu den "Blüten" kann man auch das sog. "Theatergeld" und "Filmgeld" zählen, Kinderspielgeld, Testnoten von Geldautomaten-Herstellern, Schulgeld und vieles mehr. Wir können hier nur einige weitere Beispiele zeigen, weil eine ausführlichere Beschäftigung mit der Vielzahl möglicher Erscheinungsformen eigener Aufarbeitungen und Fachartikel bedarf. Fantasieschein von Kevin Balmer über 500 Nuevos Sucres der Galapagos Inseln zum 200. Geburtstag von Charles Darwin aus dem Jahr 2009. Fantasieschein über 300 Euro mit erotischen Darstellungen. Die 300-Euro-Scheine gab es in verschiedenen Ausführungen. Einige von ihnen sollen es sogar geschafft haben, an Supermarktkassen angenommen zu werden! Filmgeld einer DEFA-Filmproduktion zu 5 Pounds der Bank of England aus dem Jahr 1930. Die Rückseite ist unbedruckt. Testschein für Geldautomaten der Firma De La Rue Garny in der Wertstufe 20 ohne Währungsangabe, Rückseite bildgleich. Wer jetzt Lust auf mehr Fantasiescheine bekommen hat, dem sei unsere Galerie mit Fantasienoten des slowakischen Künstlers Matej Gabris empfohlen: https://www.geldscheine-online.com/gabrisnotes Albert Pick/Hans-Ludwig Grabowski Abb. Hans-Ludwig Grabowski
- 10-Euro-Note mit Überdruck zum 200. Jahrestag der griechischen Revolution
Zur 200-Jahrfeier der griechischen Revolution (1821 – 2021), wurde nach dem Vorbild der sog. Rizzi-Note von 2008 ("Inflation can't touch this") eine 10-Euro-Banknote auf der Rückseite in Sieb- und Digitaldruck mit dem Motiv des bekannten Gemäldes "Georgios Karaiskakis" vom renommierten griechischen Künstler Iannis Nikou überdruckt. Karaiskakis war ein General des Griechischen Unabhängigkeitskriegs. Die Auflage der 10-Euro-Sammlerbanknote beträgt 200 Stück. Etwa die Hälfte davon wurde an griechische Prominente – darunter Politiker – verschenkt. Der Rest wird zum Kauf angeboten (Preis: 130 Euro). Die "Kunstnote" ist in einem edlen Folder im Passepartout eingelegt und vom Künstler per Hand signiert und nummeriert. Außerdem gibt es zu jedem Folder ein Echtheitszertifikat. Interessenten können sich an die Firma NUMARIST www.numarist.com oder per E-Mail an numismatik@koulaouzidis.com wenden. Mario Koulaouzidis Mitglied im Berufsverband des Deutschen Münzenfachhandels
- Fälscher & Falschgeld: Die Papiergeldfälschung, Teil 8
Fortsetzungsreihe, Teil 24 Druckverfahren und Sicherheitsmerkmale der Euro-Noten, Teil 1 Bei der Herstellung der Euro-Banknoten kommen insgesamt fünf Druckverfahren zum Einsatz. Rechnet man das Aufbringen des Hologrammelements dazu, sind es sogar sechs. Beginnen wir mit diesem hervorragenden Sicherungsmittel. Das Hologrammelement ist ein aluminiumbeschichteter Folienstreifen bzw. ein Folien-Patch auf einer transparenten Trägerfolie. Es wird in einem speziellen Heißprägeverfahren (Heißkleber mit Druck) vor der eigentlichen Bedruckung des Banknotenpapiers mit diesem untrennbar verbunden. Es weist sogenannte beugungsoptische Strukturen auf. Beim Kippen der Banknoten ist ein farbiges Wechselspiel der Motive zu sehen, das bei den allermeisten Fälschungen fehlt, da eine Reproduktion des Folienelements stets nur statisch erfolgen kann. Der Streifen der niedrigeren Nennwerte entspricht dem Kinegram der ehemaligen DM-Banknoten. Bei Einführung der aktuellen Euro-Banknotenserie ES1 (2002) wurde der Streifen für das Rollendruckverfahren optimiert und eignete sich damit besonders für die hohen Auflagen der kleineren Nennwerte. Das Folien-Patch der großen Stückelungen ab 50 Euro weist dreidimensionale, platzierte Elemente auf und ist damit ein „echtes“ Hologramm. Es eignet sich besonders für Bogendruck. Allerdings wären mit dieser Unterscheidung die meisten Bargeldverwender schlichtweg überfordert, sodass man es für diese beiden Sicherungselemente bei der einheitlichen Bezeichnung „Hologramm“ als Überbegriff belässt. Letztlich ist auch nur entscheidend, dass im Publikum Aussehen und Wirkungsweise dieses Echtheitserkennungsmerkmals bekannt sind. So kann man zum Beispiel in der Durchsicht gegen Licht das €-Zeichen als perforationsähnliche Aussparungen der Folienbeschichtung erkennen, sowohl vorderseitig als auch von der Rückseite aus. Verschiedentlich wurde – teilweise zu Recht – kritisiert, dass die Euro-Geldscheine je Nennwert unterschiedliche Sicherungselemente, so auch hinsichtlich des Hologramms, aufweisen. Speziell bei Letzterem waren sicherlich auch Kostengründe ausschlaggebend. Bundesbank und Kripo warnten 1993 vor einer gefährlichen Fälschung der 200-DM-Banknote. Dies war eines der letzten Warnblätter, da die Bundesbank die Herausgabe kurze Zeit später einstellte. Grund: Die Adressaten der Warnblätter konzentrierten sich nur auf diese Beschreibungen und übersahen Fälschungen mit anderen Merkmalen. Beim Stichtiefdruck, im Notendruck wird er meist Linientiefdruck genannt, weil die gestochenen oder gravierten Bildelemente vielfach aus Linien und Punkten bestehen, wird der Entwurf des Notenbildes zunächst als Strichzeichnung vergrößert in Linien und Punkte umgesetzt und über eine Reprokamera als Diapositiv auf die eigentliche Größe zurückgeführt. Dieses Diapositiv wird nun auf eine lichtempfindliche, ungehärtete Stahlplatte (früher auch Kupferplatte, daher der damals oft verwendete Name Kupferdruck) übertragen. Nach diesem fotochemisch durchgeführten Arbeitsgang steht das Notenbild sichtbar auf der Platte. Der Stecher ritzt nun mit Grabstichel, Spitzstichel und Schaber in mühevoller, Monate dauernder künstlerischer Arbeit das Bild in den Stahl, wobei die Tiefe der Linien und Punkte variiert und sie damit später mehr oder weniger Farbe aufnehmen, mehr oder weniger starke Farbanhäufungen auf dem Papier ergeben und damit den gewünschten Reliefeffekt liefern. Bildteile wie die Beschriftung oder einzelne Zierelemente werden zur Entlastung des Stechers durch einen Graveur ausgeführt oder im Ätzverfahren in die Stahlplatte eingebracht. Die eigentliche Druckplatte wird nun auf galvanischem Weg über Kunststoffabformungen des Originalstichs gewonnen. Sie besteht aus Nickel und wird zum Schutz vor schneller Abnutzung verchromt. Beim Druck selbst werden die tiefgravierten druckenden Elemente mit einer zähen, pastenartigen Druckfarbe gefüllt. Ein spezielles Wischsystem (die sogenannte Laugenwischung) entfernt dabei überschüssige Farbe, ohne die einzelnen Farbtöne zu verwischen. Das Papier wird zwischen Platten- und Druckzylinder hindurchgeführt und saugt unter dem hohen Druck von bis zu 40 Tonnen die Druckfarbe regelrecht an. Sie steht nun als Farbanhäufung auf dem Papier und ergibt zusammen mit der Verformung des Papiers (Prägeeffekt) nach dem Trocknungsprozess das deutlich fühlbare Relief. Ein weiteres spezifisches Merkmal des Linientiefdrucks ist das unter der Lupe erkennbare abgegrenzte Ausfließen der Farbe, das sogenannte Spritzen. Fortsetzung folgt … Karlheinz Walz: Fälscher & Falschgeld, 280 Seiten, Hardcover, ISBN: 978-3-86646-084-3. Das Buch können Sie für nur 9,90 EUR in unserem Online-Shop kaufen!
- Personen auf Geldscheinen: Bedřich Smetana
Die letzte Banknotenserie der Tschechoslowakischen Republik, die ab 1985 ausgegeben wurde, zeigt auf den Vorderseiten bekannte Persönlichkeiten aus der tschechischen und slowakischen Geschichte. Auf dem 1000-Kronen-Schein dieser Serie ist der tschechische Komponist und Pianist Bedřich Smetana (2. März 1824–12. Mai 1884) abgebildet. Der Sohn eines böhmischen Bierbrauers erhielt mit vier Jahren seinen ersten Geigen- und Klavierunterricht. Nach seinem Klavier- und Kompositionsstudium in Prag gründete er 1848 eine eigene Musikschule; 1856 ging er jedoch aus politischen Gründen nach Göteburg in Schweden, wo er die Philharmonische Gesellschaft leitete. Als Smetana 1861 nach Prag zurückkehrte, schloss er sich der tschechischen Nationalbewegung an und übernahm die Leitung des patriotischen Gesangsvereins Hlalol. Ab 1866 war Smetana Erster Kapellmeister am Tschechischen Interimstheater – dem späteren Nationaltheater –, bis er 1874 aufgrund seines zunehmenden Gehörleidens zurücktrat; dies vermochte ihn jedoch nicht vom Komponieren abzuhalten. Er starb 1884 in einer psychiatrischen Anstalt in Prag. Smetana gilt als Nationalkomponist und Schöpfer der tschechischen Nationalmusik; besonders bekannt sind seine Oper Die verkaufte Braut sowie "Moldau" aus dem symphonischen Zyklus Má vlast (Mein Vaterland), den er in bereits bei vollständiger Ertaubung komponierte. Zwei Teile aus Má vlast werden auf der Rückseite der tschechoslowakischen 1000-Kronen-Banknote von 1985 thematisiert: Der Vyšehrad – die Prager Hochburg – sowie die Moldau. Ein Nachdruck des Entwurfs dieser Note in einem früheren Stadium zeigt jedoch ein anderes Motiv: Die Amazone Šárka, eine mittelalterliche Sagenfigur aus dem Böhmischen Mägdekrieg, der Smetana den 3. Teil von Má vlast gewidmet hatte. Nachdruck des Entwurfs einer früheren Version der Note. Tschechoslowakische Republik, Staatsbank der Tschechoslowakei: Banknote zu 1000 Korun von 1985 Vorderseite: Porträt des Smetana. Rückseite: Prager Hochburg an der Moldau. Wasserzeichen: Ornamente aus Sternen und Lindenblättern. Entwurf: Albín Brunovský Gravur: Miloš Ondráček (Av.) und Bohumil Šneider (Rv.) Druckerei: Státní Tiskárna Cenin, Prag Format: 157 mm x 67 mm Umlauf: 1.10.1985 – 7.2.1993 Katalogreferenzen: CSHH-98a (Standard Catalog of World Paper Money – Vol. III: Modern Issues) Kana Totsuka Abb. Hans-Ludwig Grabowski
- Transnistrien: Neue Gedenknote
Am 1. April 2021 wurden zum 30-jährigen Gründungsjubiläum der Bank der Pridnestrowischen Republik mit einem Aufdruck versehene 1-Rubel-Noten der Bank ausgegeben. Die Auflage dieser Scheine beschränkte sich auf 2510 Exemplare, wobei davon 2500 in einem Folder verkauft wurden. Kana Totsuka Abb. Owen W. Linzmayer
- Varianten: April 2021 (Teil 1)
Dominikanische Republik 50 Pesos Wie Linzmayer B727a (fehlt im SCWPM), aber mit Jahresangabe 2019. Französische Überseegebiete 10.000 CFP Wie 8 (Linzmayer B108a), aber mit Unterschriften "Poussin-Delmas/Villeroy de Galhau/Foucault". Iran 20.000 Rials WIe IRN-153 (Linzmayer B287c), aber mit Unterschriften "Abdul Nasser Hemmati/Farhat Dejpasand". Jamaika 50 Dollars Wie JAM-94 (Linzmayer B249d), aber mit Datumsangabe "01.06.2019". Malaysia 5 Ringgit Wie MYS-52 (Linzmayer B149b), aber mit Unterschrift "Nor Shamsiah". Schottland – Royal Bank of Scotland 20 Pounds Wie die am 5. März 2020 ausgegebene Note (fehlt im SCWPM und Linzmayer), aber mit Unterschrift "Alison Rose". Ukraine 500 Hrywen Wie UKR-127 (Linzmayer B858b), aber mit Unterschrift "Kyrylo Schewtschenko" und Jahresangabe 2021. Ungarn 1000 Forint Wie Linzmayer B588b (fehlt im SCWPM), aber mit Jahresangabe 2021. Kana Totsuka Abb. Owen W. Linzmayer












