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  • Rumänien: Gedenkbanknote über 100 Lei wird am 1. Dezember 2019 emittiert

    Laut einer Pressemitteilung der Banca Naţională a României vom 27. November 2019 werden am 1. Dezember 2019 eine Goldmünze und eine Polymerbanknote ausgegeben. Die Banknote gedenkt des Jahrestages der „Vollendung der Großen Union“ und zeigt das Porträt von Ion I. C. Brătianu auf der Vorderseite. In der Mitte ist ein Bild des Ordens von Carol I. abgebildet, das Ion I. C. Brătianu im Jahr 1922 erhielt. Im Hintergrund (Mitte) ist das Innere des rumänischen Athenaeum abgebildet. 30.000 Banknoten werden in einem Folder verkauft. Der Verkaufspreis für diese Gedenkbanknote (einschließlich des Folders) beträgt 150 Lei (ohne MwSt.). Sie müssen online vorbestellt (zwei pro Person) und vor Ort bei einer Nationalbank-Filiale abgeholt werden. Weitere Details zur Banknote finden Sie in der Pressemitteilung: https://www.bnr.ro/page.aspx?prid=17117 Donald Ludwig ( polymernotes.com ) #Nachrichten #Weltbanknoten #Gedenkbanknoten #Europa #Rumänien #Leu #Ludwig

  • Geldscheinporträts: Demokrit – Der Alleskönner der Antike

    Reihe zu Porträts bedeutender Persönlichkeiten auf Geldscheinen. ​Geburtsname: Demokrit von Abdera Zur Person: Philosoph und Universalgelehrter ​Nationalität: Griechisch ​Lebensdaten: 460 – 370 v. u. Z. ​Geburtsort: Abdera (Thrakien) ​Sterbeort: Unbekannt Heiterer Demokrit, Gemälde von Charles-Antoine Coypel (1694–1752), Öl auf Leinwand, 1746, Abb. Wikimedia Commons. Die Philosophie als der Versuch des Menschen, die Rätsel seines Daseins zu lösen, ist älter als alle geschriebenen Zeugnisse, die wir darüber besitzen. Unsere Kenntnis reicht rund 3000 Jahre zurück. Einführungswerke zur Philosophiegeschichte beginnen meist um 600 v. u. Z. mit den sogenannten „Vor­sokratikern“, den griechischen Philosophen vor Sokrates – zu denen auch Demokrit von Abdera gezählt wird. Wie bei allen frühgriechischen Philosophen sind von Demokrits umfangreichem Werk nur kümmerliche Fragmente und indirekte Überlieferungen erhalten. Auch zu seinem Leben gibt es wenige gesicherte Daten. Fest steht, dass Demokrit um 460 v. u. Z. in Abdera in Thrakien geboren wurde. Sein Vater war reich, das Erbe ermöglichte Demokrit ausgedehnte Bildungsreisen. Sein bedeutungsvollster Lehrer war Leukippos, dessen Atomlehre er deutlich ausbaute. Sie beruht auf der Vorstellung, dass Materie aus kleinsten, nicht teilbaren Teilchen besteht – den Atomen. Aus den Atomen fügen sich laut Demokrit im leeren Raum alle Dinge zusammen. Diese Vorgänge folgen natürlichen Gesetzmäßigkeiten. Alle Dinge unterscheiden sich nur in der Zahl und Anordnung ihrer Atome. Eigenschaften wie Farbe oder Geschmack verortete Demokrit nicht in den Dingen selbst, sondern in unserer subjektiven Sinneswahrnehmung. Die Annahme, dass es jenseits der Materie ein Seelenprinzip gäbe, verwarf Demokrit. Auch die Seele sei ein Aggregat aus den glattesten und feinsten Atomen. Der Atomismus beschäftigte über Jahrhunderte einige der namhaftesten Denker; noch im 17. Jahrhundert bekannten sich Galileo Galilei und Isaac Newton zur atomistischen Materieauffassung, Karl Marx promovierte zur demokritischen Naturphilosophie. Demokrit betätigte sich neben der Atomistik auch auf zahlreichen anderen Gebieten. Er verfasste Schriften zu Medizin, Logik, Mathematik, Astronomie, Botanik und Zoologie. Aristoteles bescheinigte ihm, dass er den Eindruck habe, Demokrit habe sich über alles seine Gedanken gemacht. GRE P196b, 100-Drachmen-Banknote, Griechische Nationalbank, 1967. Vorderseite: links Statue von Demokrit, rechts Atommodell und das Gebäude des nationalen Zentrums für wissenschaftliche Forschung „Demokritos“. GRE P196b, 100-Drachmen-Banknote, Griechische Nationalbank, 1967. Rückseite: Akademie von Athen. Auch aus den ethischen Schriften Demokrits sind einige Fragmente überliefert. Er stützt sich dabei auf herkömmliche griechische Lebensweisheiten. Vor allem seine Überlegungen zur Euthymie (etwa: gute Laune, Heiterkeit) sind bekannt. Seinen Beinamen „der lachende Philosoph“ hat Demokrit wohl diesen Fragmenten zu verdanken. Die Euthymie ist Demokrit zufolge Resultat des Maßhaltens und einer gleichmäßigen Lebensweise. Das Zuwenig und das Zuviel versetzen die Seele in Unruhe: „Wenn einer das rechte Maß überschreitet, kann ihm das Erfreulichste zum Unerfreulichen werden.“. Eine Haltung, die wie die Atomlehre kaum an Aktualität eingebüßt hat. Auch nach über zwei Jahrtausenden. Elias Heindl Literatur/Quellen: Christof Rapp: Vorsokratiker. München: C.H.Beck, 1997. Hans Joachim Störig: Kleine Weltgeschichte der Philosophie. Frankfurt am Main: Fischer, 1999. Rudolf Löbl: Demokrit. Texte zu seiner Philosophie. Amsterdam: Rodopi, 1989.

  • Aus alten Zeitungen: Diebe, die sich selbst verraten!

    Gefunden in: "Amtliches Wittgensteiner Kreisblatt", Nr. 111 vom 21. September 1923 Der Zeitungsleser, Abbildung KI-generiert. Herne, Bergwerksgesellschaft Hibernia, Sept. 1923, 100 Millionen Mark, Vorderseite. Diebe, die sich selbst verraten Der große Lohngeldraub von 196 Milliarden auf der Zeche Wilhelmine Viktoria, der Ende voriger Woche verübt wurde, hat durch die Dummheit der Diebe seine Aufklärung gefunden. Das geraubte Geld war Notgeld der Bergwerks-Aktiengesellschaft Hibernia, zu deren Bereich auch Wilhelmine Viktoria gehört. Von diesem Gelde war noch kein Stück im Umlauf. Obwohl die Kaufleute in Gelsenkirchen durch die Tageszeitungen von diesem Umstande Kenntnis hatten, boten die Diebe doch in einem Warenhause das Notgeld der Zeche an und zwar Hunderte von neuen Scheinen mit fortlaufenden Nummern. Der Inhaber des Warenhauses benachrichtigte sofort die Polizei, die die beiden Diebe verhafteten. Es sind zwei jüngere Bergleute, in deren Begleitung zwei Frauenspersonen waren; sie haben ein umfassendes Geständnis abgelegt. Leider nennt der Zeitungsartikel nicht das Nominal der gestohlenen Geldscheine. Vielleicht waren es aber Scheine zu 100 Millionen Mark (siehe Abbildung)? Uwe Bronnert Anmerkung der Redaktion Unter der Rubrik "Aus alten Zeitungen" möchten wir unseren Lesern in lockerer Folge interessante und amüsante Berichte aus historischen Zeitungen rund um Geldscheine, Falschgeld und echte "Räuberpistolen" präsentieren. Wenn auch Sie eine passende Geschichte in einer alten Zeitung gefunden haben, dann würden wir uns freuen, wenn Sie sich an uns wenden, um sie mit anderen Lesern zu teilen.

  • Neue Weltbanknoten-Varianten: Februar 2026, Teil 1

    Bhutan, Brasilien, Cayman Islands, England, Indonesien, Jordanien, Kolumbien, Nigeria, Pakistan, Philippinen, Tadschikistan, Zentralafrikanische Staaten BNB = The Banknote Book (von Owen W. Linzmayer) SCWPM = Standard Catalog of World Paper Money (eingestellt) Bhutan 1000 Ngultrum von 2021 BNB B223c: wie BNB B223b (SCWPM 34), aber mit neuem Jahr. Brasilien 20 Reais, neue Auflage BNB B877f: wie BNB B877e (SCWPM 255), aber mit neuen Unterschriften (Fernando Haddad/Roberto de Oliveira Campos Neto). Das Präfix der Kontrollnummer gibt das Jahr und den Monat des Drucks an: M = 2024; E = Mai. 100 Reais, neue Auflage BNB B879h: wie BNB B879g (SCWPM 257), aber mit neuen Unterschriften (Fernando Haddad/Gabriel Muricca Galípolo). Das Präfix der Kontrollnummer gibt das Jahr und den Monat des Drucks an: Q = 2025; G = Juli. Cayman Islands 100 Dollars von 2024 BNB B223c: wie BNB B223b (SCWPM 43), aber mit neuen Unterschriften (Scotland/O’Connor-Connolly) und neuem Jahr. England 10 Pounds, neue Auflage BNB B209b: wie BNB B209a (SCWPM nicht gelistet), aber mit neuer Unterschrift (Cleland). Indonesien 20.000 Rupiah von 2024 BNB B613g: wie BNB B613e (SCWPM 158), aber mit neuem Jahr (2016/2024). Jordanien 5 Dinars von 2025 BNB B236b: wie BNB B236a (SCWPM nicht gelistet), aber mit neuen Unterschriften (Al-Shibli/Al-Sharkas) und neuem Jahr. Kolumbien 2000 Pesos vom 24.10.2023 BNB B993j: wie BNB B993i (SCWPM 458), aber mit neuem Datum (24 DE OCTUBRE DE 2023). 5000 Pesos vom 24.10.2023 BNB B994i: wie BNB B994h (SCWPM 459), aber mit neuem Datum (24 DE OCTUBRE DE 2023). Nigeria 50 Naira, neue Auflage BNB B236s: wie BNB B236r (SCWPM 40), aber mit neuen Unterschriften (Cardoso/Adedeji). 200 Naira von 2025 BNB B244g: wie BNB B244f (SCWPM nicht gelistet), aber mit neuen Unterschriften (Cardoso/Adedeji) und neuem Jahr. 500 Naira von 2025 BNB B245g: wie BNB B245f (SCWPM nicht gelistet), aber mit neuen Unterschriften (Cardoso/Adedeji) und neuem Jahr. 1000 Naira von 2025 BNB B246g: wie BNB B246f (SCWPM nicht gelistet), aber mit neuen Unterschriften (Cardoso/Adedeji) und neuem Jahr. Pakistan 20 Rupees von 2025 BNB B233y: wie BNB B233x (SCWPM 55), aber mit neuem Jahr. 50 Rupees von 2025 BNB B234x: wie BNB B234w (SCWPM 47), aber mit neuem Jahr. Philippinen 100 Piso von 2025 BNB B1106b: wie BNB B1106a (SCWPM nicht gelistet), aber mit neuem Jahr. Tadschikistan 200 Somoni von 2024 BNB B220d: wie BNB B220c (SCWPM nicht gelistet), aber mit neuen Unterschriften (Rahmon/Tolibzoda) und neuem Jahr. Zentralafrikanische Staaten 10.000 Francs CFA, neue Auflage BNB B115b: wie BNB B115a (SCWPM nicht gelistet), aber mit neuen Unterschriften (Bangui/Angue). Donald Ludwig ( polymernotes.com ) (Abb. Owen W. Linzmayer, The Banknote Book , und Stane Straus, polymernotes.com )

  • Varianten zu deutschem Notgeld und digitale Zukunft von Katalogen

    Sehr geehrter Herr Besler (Grabowski), Ihre veröffentlichten Nachschlagewerke zählen zu meinen sehr treuen Begleitern, da es trotz digitaler Online-Kataloge kein so umfangreiches Nachschlagewerk gibt. Toll, und vielen Dank für das Publizieren! Beim Sammeln entdeckt man jedoch immer wieder ganz neue Varianten. In der Auflage (z. B. Band 10 „Papiergeld der deutschen Länder”) ist leider keine Kontaktadresse angegeben. Daher meine Fragen: Ist eine Neuauflage geplant und an wen könnte man neue Varianten zur Aufnahme schicken? Ist ggf. eine digitale Ausgabe bzw. Datenbank geplant?  Viele Grüße! M. Seidel Antwort der Redaktion Sehr geehrter Herr Seidel, vielen Dank für Ihr Interesse. Mein Katalog „Das Papiergeld der deutschen Länder“ ist bereits seit 2023 vergriffen. Eine komplett farbige und überarbeitete Neuauflage war 2022 geplant, wurde aber wieder verworfen. Die Kosten für den farbigen Druck eines so umfangreichen Katalogs würden dessen Preis in die Höhe treiben. So hoch, dass kaum noch Sammler bereit wäre, diesen zu zahlen. Unabhängig davon, können Sie mir jederzeit gern Ergänzungen zu diesem oder auch andere meiner Kataloge zusenden. Ich würde diese dann sammeln und zumindest im Rahmen unseres Online-Magazins  Geldscheine-Online.com   veröffentlichen, um so die Sammler davon zu informieren. Siehe auch Hier: https://www.geldscheine-online.com/post/grabowski-das-papiergeld-der-deutschen-l%C3%A4nder-neuauflage-in-farbe-in-vorbereitung Interessant ist Ihre Anfrage zu digitalen Alternativen und einer Datenbank, weshalb ich etwas umfangreicher darauf eingehen möchte. Digitale Alternativen zu gedruckten Katalogen hatten wir bereits vor etlichen Jahren angeboten, z.B. als sog. „Blätterkataloge". Das war gestern, aber heute müssen wir an morgen denken. Die technischen Möglichkeiten entwickeln sich stetig weiter. Als klassische E-Books sind Kataloge aus satztechnischen Gründen nicht geeignet. Nicht umsonst werden die einzelnen Kapitel des „Banknote Book“ von Owen W. Linzmayer als PDF angeboten. PDF sind aber leicht zu kopieren, weshalb man sie beim „Banknote Book“ auch in der Regel nicht herunterladen kann.  Man darf nicht vergessen, dass die den Katalogen "World Coins" und "World Paper Money“ einst beigelegten und massenhaft raubkopierten CD-ROM mit PDF-Katalogen zum Ende des Krause Verlags aus den USA geführt haben, weshalb diese Katalog heute schmerzlich am Sammlermarkt vermisst werden. Erst unlängst hatten wir wieder zahlreiche Nachfragen von Sammlern auf der World Money Fair in Berlin nach diesen Katalogen, die es nicht mehr geben wird. Die Bereitschaft für Inhalte im Internet zu zahlen, ist leider immer noch sehr gering. Wenn in Zukunft qualitativ hochwertige Inhalte im Netz eine Selbstverständlichkeit sein sollen, dann sollte es auch zu einer Selbstverständlichkeit werden, dass dafür Kosten anfallen. Zeitschriften und Bücher sind schließlich auch nicht kostenlos zu haben. Natürlich wäre die Fortführung von Sammlerkatalogen in Form von PDF-Publikationen möglich, wenn ein besserer Schutz der Dateien vor Raubkopien und unberechtigter Weitergabe gewährleistet wäre oder aber die „Geiz ist geil-Mentalität“ der Vernunft weicht. Die Erstellung einer Datenbank für ein oder mehrere Sammelgebiete, ja sogar für Geldscheine aller Art (Weltbanknoten, Notgeld, Serienscheine usw.) wäre theoretisch möglich, aber sehr aufwendig. Ich habe hierzu bereits mehrere Testversionen für das Internet erstellt, die eine benutzerfreundliche Auswahl der gesuchten Scheine (nach Ländern, Emittenten, Währungen, Themen, Motiven und zahlreichen weiteren Filtern) ermöglichen und so die ganze Vielfalt der Notaphilie zeigen. Die Arbeiten an einer optimalen und vom Aufwand her vertretbaren Lösung werden von mir fortgeführt. Ich bin dazu auch im Gespräch mit dem Verlag, unseren Autoren und dem Fachhandel, ohne dessen Unterstützung und Einbindung eine solche Mammut-Aufgabe kaum möglich sein wird. Auch hier stellt sich wieder die Frage von Aufwand und Nutzen. Wenn der Aufwand hoch und der Nutzen für den, der den Aufwand betreibt, nur gering ist, dann rechnet sich das nicht für professionelle Verlage. Es kann sich nur rechnen, wenn der Nutzer bereit ist, für hohen Nutzen auch geringe Kosten in Kauf zu nehmen und die Bereitschaft des Fachhandels und von Auktionen solche Zukunftslösungen zu unterstützen in einem sich ständig digitaler gestaltenden Sammlermarkt als Notwendigkeit erkannt und deshalb selbstverständlich wird.  Am Ende braucht es für die positive Entwicklung des Sammelns immer alle Seiten, die wie die Glieder einer Kette zusammenhalten müssen, um das Sammlerboot auch in seichtem Gewässer erfolgreich in die Zukunft zu ziehen – engagierte Sammler, Autoren und Händler. Mit den besten Grüßen Hans-Ludwig Besler (Grabowski)

  • Neue Weltbanknoten-Varianten: Januar 2026, Teil 2

    Angola, Aserbaidschan, Cayman Islands, Chile, Kolumbien, Komoren, Peru, Philippinen, Schweiz, Tadschikistan, Thailand BNB = The Banknote Book (von Owen W. Linzmayer) SCWPM = Standard Catalog of World Paper Money (eingestellt) Angola 500 Kwanzas von 2025 BNB B558c: wie BNB B558b (SCWPM nicht gelistet), aber mit neuem Datum (Agosto de 2025). Aserbaidschan 50 Manat von 2025 BNB B412b: wie BNB B412a (SCWPM nicht gelistet), aber mit neuer Unterschaft (Kazimov) oben links statt oben mittig und neuem Jahr. Serie B. Cayman Islands 1 Dollar von 2024 BNB B218d: wie BNB B218c (SCWPM 38), aber mit neuen Unterschriften (Scotland/O’Connor-Connolly), neuem Titel für die untere Unterschrift (CHIEF EXECUTIVE OFFICER) und neuem Jahr. 25 Dollars von 2024 BNB B221d: wie BNB B221c (SCWPM 41), aber mit neuen Unterschriften (Scotland/O’Connor-Connolly) und neuem Jahr. Chile 20.000 Pesos von 2025 BNB B300n: wie BNB B300m (SCWPM 165), aber mit neuen Unterschriften (Costa/Herrera) und neuem Jahr. Kolumbien 100.000 Pesos vom 23.07.2024 BNB B998h: wie BNB B998g (SCWPM 463), aber mit neuem Datum (23 DE JULIO DE 2024). Komoren 5000 Francs von 2025 BNB B311a: wie BNB B309c (SCWPM 18), aber mit verbesserten Sicherheitsmerkmalen (u.a., einem OVI der Union der Komoren und einem neuen holografischen Streifen), einer Unterschrift (Dr. Younoussa Imani) statt zwei und neuem Jahr. 10.000 Francs von 2025 BNB B312a: wie BNB B310c (SCWPM 19), aber mit verbesserten Sicherheitsmerkmalen (u.a., einem OVI der Union der Komoren und einem neuen holografischen Streifen), einer Unterschrift (Dr. Younoussa Imani) statt zwei und neuem Jahr. Peru 20 Soles vom 15.12.2022 BNB B538b: wie BNB B538a (SCWPM nicht gelistet), aber mit neuen Unterschriften (Chong/Valarde/Llosa) und neuem Datum (15 DE DICIEMBRE DE 2022). Philippinen 100 Piso von 2025 BNB B1102e: wie BNB B1102d (SCWPM nicht gelistet), aber mit neuer Serie (2025A). Schweiz 50 Franken von 2021 BNB B357c: wie BNB B357b (SCWPM 77), aber mit neuem Jahr (die ersten beiden Stellen der Kontrollnummer geben das Druck- bzw. Ausgabejahr an). Tadschikistan 100 Somoni von 2025 BNB B219.5c: wie BNB B219.5b (SCWPM nicht gelistet), aber mit neuen Unterschriften (Rahmon/Tolibzoda) und neuem Jahr. Thailand 100 Baht, neue Auflage BNB B202b: wie BNB B202a (SCWPM nicht gelistet), aber mit neuen Unterschriften (Nitithanprapas/Ratanakorn). 1000 Baht, neue Auflage BNB B197e: wie BNB B197d (SCWPM 139), aber mit neuen Unterschriften (Nitithanprapas/Ratanakorn). Donald Ludwig ( polymernotes.com ) (Abb. Owen W. Linzmayer, The Banknote Book , und Stane Straus, polymernotes.com )

  • Aus privaten Sammlungen: Propagandaschein der dänischen Nationalsozialisten von 1942

    Die Dänische National-Sozialistische Arbeiter-Partei (DNSAP), die schon 1930 gegründet worden war, gab 1942 Propaganda-Anweisungen in verschiedenen Wertstufen aus, die u.a. zur Bezahlung von Rechnungen gegenüber der Partei sowie deren Druckereien und Zeitschriften verwendet werden konnten. Es existieren auch Probedrucke zu einem Wert über 25 Øre. Die meisten dieser Anweisungen sind verbrannt und komplette Serien sind selten. „ Fædrelandet “ (Vaterland) war von 1939 bis zum Kriegsende das Hauptorgan der dänischen Nazi-Partei. Die Ausgabe der Propaganda-Anweisungen erfolgte ohne Wissen und Genehmigung der dänischen Regierung durch den Propagandaleiter der DNSAP, Claus Alfred Langgaard-Nielsen, durch den Direktor der Zeitschrift „Fædrelandet“, Carl Bernhard Nielsen, sowie durch den Geschäftsführer der Zeitung, Carl Henry Thomsen. Am 16. September 1943 wurden die Herausgeber der Propaganda-Anweisungen sogar vor einem Kopenhagener Gericht wegen Herstellung und Vertrieb nicht genehmigter Zahlungsmittel angeklagt und zu Geldstrafen verurteilt. Die Scheine sind wichtige zeitgeschichtliche Dokumente, weil sie wohl am deutlichsten für die Zeit der deutschen Besatzung in Dänemark stehen, auch wenn sie natürlich keine Geldscheine im eigentlichen Sinne sind. Mit ihrem vorderseitigen Text „Foedrelandet – FOR DANMARKSÆRE, FRIHED OG RET“ (Vaterland – Für Dänemarks Ehre, Freiheit und Recht) sowie den markanten Porträts und der nationalsozialistischen Symbolik sind sie gleichsam auch historische Zeugnisse für die während der deutschen Besatzung in verschiedenen Ländern unterstützten Nazi-Parteien und „Bewegungen“, die nach deutschem Vorbild nach Macht strebten und den „Deutschen Kampf“ gegen den „Weltbolschewismus“ unterstützten. So waren z.B. nicht wenige Soldaten der Waffen-SS Freiwillige aus besetzten Ländern wie den Niederlanden, Belgien, Frankreich, Dänemark oder Norwegen sowie aus "Sateliten-Staaten" wie Kroatien. Objekttyp: Propaganda-Anweisung Sammlung: Archiv für Geld- und Zeitgeschichte, Sammlung Besler (Grabowski) Authentizität: Original Land/Region/Ort: Dänemark, Königreich Emittent: Fœdrelandet, Organ der Dänischen National-Sozialistischen Arbeiter-Partei (DNSAP) Nominal: 2 Kroner Datierung: 1942 Umlauf: 1942/43 Vorderseite: Junge Männer des dänischen Ablegers vom Reichsarbeitsdienst beim Landarbeitseinsatz und germanische Ornamente. Rückseite: Nationalsozialistischen Symbole und Text. Material: Papier ohne Wasserzeichen. Format: 126 mm x 90 mm. Nummerierung: Serie A 1942 | No 32334. Druck: Fœdrelandet. Zitate: DK 8 (Grabowski/Huschka/Schamberg: Ausländische Geldscheine unter deutscher Besatzung im Ersten und Zweiten Weltkrieg, Regenstauf 2006) Hans-Ludwig Besler (Grabowski) Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus einer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com . Literaturempfehlung: Hans-Ludwig Grabowski: Die deutschen Banknoten ab 1871 Das Papiergeld der deutschen Notenbanken, Staatspapiergeld, Kolonial- und Besatzungsausgaben, deutsche Nebengebiete und geldscheinähnliche Wertpapiere und Gutscheine 23. Auflage 2023/2024 ISBN: 978-3-86646-224-3 864 Seiten, durchgehend farbig Preis: 39,90 Euro Zur Leseprobe   Zum Verlags-Shop

  • Lexikon: Massenware

    Als Massenware werden Geldscheine bezeichnet, die in großen Mengen am Sammlermarkt vorhanden sind, vor allem Inflationsscheine, aber auch viele Notgeldscheine und solche Scheine, die ohne vorherige Ankündigung außer Kurs gesetzt wurden und so nicht mehr gegen neue Ausgaben eingetauscht werden konnten. Die meiste Massenware ist ganz besonders in gebrauchter Erhaltung schwer verkäuflich, eignet sich nur bedingt als Tauschmaterial und wird vom Handel oder in Auktionen oft in Lots angeboten. Unter dieser Massenware befinden sich aber auch Scheine, die in guter Erhaltung und vor allem kassenfrisch (UNC) seltener sind und zum Teil hohe Preise rechtfertigen (z.B. deutsche Notgeldscheine aus der Zeit von 1914 bis 1923) oder seltene Varianten. Die Zahl der Sammler deutscher Notgeldscheine hatte über einen längeren Zeitraum ständig zugenommen, so daß diese Scheine im Preis stiegen. Das galt nicht nur für die selteneren Ausgaben, sondern sogar für die sog. Serienscheine, die man früher generell als Massenware bezeichnete. Unter diesen finden sich auch eine Vielzahl seltener und gesuchter Ausgaben. Mit dem verstärkten Sammeln von Weltbanknoten wuchs auch der Anteil von Massenware in diesem Sammelgebiet auf dem Markt. Deutsche Reichsbank, Reichsbanknote der Inflation zu 1000 Mark vom 15. September 1922. Berlin, Stadt: Stadtkassenschein (Serienschein) über 50 Pfennig vom 9. September 1921. Lambach, Oberösterreich, Marktgemeinde: Gutschein zu 10 Heller vom 30. März 1920. Indonesien, Bank Indonesia: Kleingeldschein zu 1 Sen aus dem Jahr 1964. Beispiele für Massenware: Deutschland: viele Inflationsscheine 1922/23 (nicht die Billionenwerte) Griechenland: Inflationsbanknoten von 1944 Österreich: Banknoten von 1919/20 (1 bis 100 Kronen mit Aufdruck "Deutschösterreich" und 1922 (1 bis 1000 Kronen) sowie österreichisches Notgeld von 1920 Ungarn: Scheine von 1920/21 (20 Filler bis 500 Kronen) und Inflationsscheine von 1944 Albert Pick / Hans-Ludwig Grabowski (Überarbeitung und Bebilderung) Abbildungen: Archiv für Geld- und Zeitgeschichte

  • Katalog zu den italienischen "Miniassegni"

    Massimo Palermo: I Miniassigni – Come non li avete mai visti Die Miniassigni – Wie Sie sie noch nie gesehen haben Nomisma spa, Serravalle, 2022 Hardcover, 17 x 24 cm, 522 Seiten, durchgehend farbig. ISBN: 978-88-943358-4-2 Preis: 70 EUR Kontakt: https://www.nomismaweb.com/en/ Bereits 2022 ist ein sehr umfangreicher Katalog zu den sog. "Miniassegni" erschienen, die in den 1970er Jahren von vielen italienischen Banken als Kleingeldersatz ausgegeben wurden. Zu dieser Zeit herrschte in Italien wegen fehlender Prägekapazitäten ein akuter Mangel an Münzen. Wer schon einmal Urlaub in Italien gemacht hat, als dort noch die Lire galt, der weiß, dass 1000 Lire gerade einmal rund einer Deutschen Mark entsprachen. Als Wechselgeld und für kleinere Einkäufe war Münzgeld eigentlich unerlässlich. Die Münzknappheit führte aber sogar noch dazu, dass die Bevölkerung Münzen hortete und so den Mangel an diesen forcierte. Anstelle von Wechselgeld in Münzform bekam man deswegen nicht selten Bonbons oder Heftpflaster "ausgezahlt". Das veranlasste viele italienische Banken zur Ausgabe von Kleingeldersatzscheinen, den "Miniassegni". Der Autor hat einen beeindruckenden Katalog dieser Kleingeldscheine vorgelegt und damit ein interessantes Kapitel der italienischen Geldgeschichte, das bislang oft vernachlässigt wurde, akribisch in Wort und Bild dokumentiert. Der Katalog ist in italienischer Sprache verfasst und führt nach einer umfangreichen Einleitung neben den regulären Ausgaben von zahlreichen Banken und Kassen auch Fälschungen, nicht ausgegebene Scheine, Muster und vieles mehr auf. Aktuelle Bewertungen erfolgten in Euro. Herausgegeben wurde der Katalog von der Firma Nomisma spa in der Republik San Marino, die auch Sammler-Auktionen veranstaltet und Münzen sowie Fachliteratur anbietet. Interessenten bestellen den Katalog bitte direkt über den Buchshop der Internetseite: https://nomisma.bidinside.com/en/scat/6/numismatic-books/1/ . Hans-Ludwig Besler (Grabowski)

  • Honduras hat eine neue 200-Lempiras-Banknote herausgegeben

    Am 20. Januar 2026 stellte die Banco Central de Honduras (BCH) eine neue Banknote im Nennwert von 200 Lempiras vor. Sie ehrt die Nationalheldin Bertha Isabel Cáceres Flores, eine Umweltaktivistin und indigene Anführerin. Während der Präsentation drückte Austra Flores, die Mutter der Aktivistin, ihre tiefe Dankbarkeit für diese institutionelle Anerkennung aus. Die Zentralbank kündigte an, die neue Banknote im Rahmen der Feierlichkeiten zum Frauentag ab dem 20. Januar schrittweise in Umlauf zu bringen. Berta Cáceres ist die erste Frau, die auf einer honduranischen Banknote abgebildet ist. Bertha Isabel Cáceres Flores (1971–2016) war eine honduranische (Lenca) Umweltaktivistin, indigene Anführerin sowie Mitbegründerin und Koordinatorin des Rates der Volks- und Indigenenorganisationen von Honduras. Sie gewann 2015 den Goldman Environmental Prize, eine der renommiertesten Auszeichnungen für Umweltaktivismus, für eine Basisbewegung, die erfolgreich Druck auf den weltweit größten Staudammbauer ausübte, sich aus dem Agua-Zarca-Staudamm am Río Gualcarque zurückzuziehen. 2016 wurde sie nach vielen Jahren der Morddrohungen in ihrem Haus von bewaffneten Eindringlingen getötet. Die vorherrschende Farbe der Banknote ist Hellblau. Auf der Vorderseite ist ein Porträt von Berta Cáceres zu sehen, zusammen mit einer künstlerischen Darstellung des Flusses Gualcarque, einem Symbol ihres Kampfes für den Erhalt der natürlichen Ressourcen. Zusätzlich ist die Abbildung eines traditionellen Lenca-Webstuhls zu sehen, eine Hommage an das kulturelle Erbe. Unter ultraviolettem Licht erscheint auf der linken Seite der renommierte Goldman Environmental Prize. Die Rückseite zeigt einen beeindruckenden Panoramablick auf die Stadt La Esperanza in Intibucá, den Geburts- und Wohnort von Bertha Cáceres und das Zentrum ihrer Arbeit zum Schutz der Umwelt, ergänzt durch das offizielle BCH-Logo und den von ihr verewigten Satz: „¡Despertemos humanidad¡ ¡Ya no hay tiempo!“ („Wache auf, Menschheit! Es bleibt keine Zeit mehr!“). Die neue 200-Lempiras-Note verfügt über modernste Sicherheitsmerkmale, darunter ein Wasserzeichen, einen dynamischen Sicherheitsfaden, farbwechselnde Druckfarbe, ein passendes Motiv, fluoreszierende Druckfarbe und Sicherheitsfasern. Sie wird zeitgleich mit der 200-Lempiras-Note aus dem Jahr 2021 in Umlauf gebracht. Beide Gestaltungen behalten ihren Nennwert und können im ganzen Land verwendet werden. Die Banknote wurde in einer Auflage von 20.000.000 Stück von Crane Currency in Malta gedruckt. Donald Ludwig

  • Die Tschechische Nationalbank feiert ihr 100-jähriges Bestehen mit einer Gedenkbanknote

    Im Frühjahr 2026 jährt sich zum 100. Mal die Aufnahme der Tätigkeit der Nationalbank der Tschechoslowakei (Národní banka Československá - NBČ), der ersten unabhängigen tschechoslowakischen Zentralbank und einer der Rechtsvorgängerinnen der 1993 gegründeten Tschechischen Nationalbank (Česká národní banka - ČNB). Die ČNB wird dieses wichtige Jubiläum mit fachlichen, kulturellen und pädagogischen Veranstaltungen feiern. Dazu gehören die Ausgabe einer Gedenkbanknote und eine neue Ausstellung im Besucherzentrum, die die ČNB am 21. Januar 2026 vorgestellt hat. Die neue Gedenkbanknote mit einem Nennwert von 100 Kronen (ca. 4,12 €) zeigt das Porträt des ersten Gouverneurs der NBČ, Vilém Pospíšil. Er wurde am 23. Januar 1926 von Präsident Masaryk in dieses Amt berufen. Nach der Gründungsversammlung nahm die Bank am 1. April 1926 als Aktiengesellschaft mit staatlichen und privaten Investoren ihren Betrieb auf. Ihre Hauptaufgabe bestand in der Verwaltung der tschechoslowakischen Krone. Ab dem 21. Januar 2026 werden insgesamt 20.000 Banknoten in je einem Folder ausschließlich für Vertragspartner der ČNB und nicht für die breite Öffentlichkeit zum Preis von 2.500 CZK (ca. 103 €) pro Stück zum Verkauf angeboten. Sammler können die Banknote dann mit einem Aufpreis erwerben, da die Vertragspartner natürlich einen Gewinn erzielen möchten. Auf der Vorderseite ist ein Porträt von Vilém Pospíšil zu sehen, ergänzt durch ein Motiv des Bankgebäudes in Prag, ein Füllhorn mit Früchten, das Staatswappen der Tschechoslowakischen Republik und eine geflügelte allegorische Figur mit einem Lorbeerkranz. Die Rückseite zeigt die Ecke der ehemaligen Prager Stadtkassenbank, rechts eine geflügelte weibliche Allegorie mit einem Bienenstock und links eine Komposition aus Früchten. Die 194 mm x 84 mm große Banknote ist mit einer Reihe von Sicherheitsmerkmalen ausgestattet, darunter zwei Arten von Wasserzeichen, ein Sicherheitsstreifen, Mikrotext und ein verstecktes Bild. Eine Neuheit ist die Verwendung der SPARK® Flow-Technologie beim Druck der Wertzahl 100, die beim Kippen des Scheins den Eindruck einer sanften Farbbewegung erzeugt. Die Gestaltung stammt von Eva Hašková. Gedruckt wurde die Banknote von der Staatlichen Druckerei, das SPARK® Flow-Sicherheitsmerkmal wurde von der Druckerei Koenig & Bauer Banknote Solutions SA in Lausanne, Schweiz, umgesetzt. Die neue 100-Kronen-Note ist die dritte und letzte Gedenkbanknote in der Serie, die der Einführung der tschechoslowakischen Krone gewidmet ist. Vorangegangen waren Gedenkbanknoten mit den Porträts von Alois Rašín (2019) und Karel Engliš (2022). Es ist bedauerlich, dass die derzeitigen Produktionsprobleme mit starken, unansehnlichen Wellen in modernen Papierbanknoten sichtbar weiterhin bestehen. Dieses Produktionsproblem wurde HIER  im Zusammenhang mit der polnischen Gedenkbanknote 2025 diskutiert. Gewellte Papierbanknoten mögen für den Umlauf akzeptabel sein, aber für Gedenkbanknoten, die nicht zirkulieren, insbesondere solche, die von den Zentralbanken mit hohen Aufschlägen verkauft werden, um Gewinne zu erzielen, ist ein solcher Zustand wirklich inakzeptabel. Sammler verdienen Banknoten in besserer Qualität. Donald Ludwig

  • Falsche Kupons der Kuponmark-Ausgabe 1948 in der Sowjetischen Besatzungszone Deutschlands

    Anlässlich der Währungsreform in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) und in (Groß-)Berlin am 24. Juni 1948 wurden als Provisorium zunächst mit Kupons [1]   beklebte Reichs- und Rentenmarknoten ausgegeben [2] . Diese waren nur einen Monat im Umlauf, bevor sie vom 25. bis 28. Juli 1948 erneut umgetauscht werden mussten gegen die auf Deutsche Mark lautende Banknoten der Deutschen Notenbank Ausgabe 1948. Offiziell wurden die mit Kupons versehenen Banknoten als „Reichs- und Rentenmark mit aufgeklebten Spezialkupons“ bezeichnet, in den nachfolgenden Ausführungen wird der Begriff „Kuponmark“ verwendet.   Von den Kupons sind zeitgenössische Fälschungen bekannt. Sie kommen auch heute noch am Sammlermarkt vor, in der Regel die Wertstufe zu 50 Kuponmark. Aufgrund der kurzen Umlaufzeit der mit Kupons versehenen Scheine ist es vor dem Hintergrund der Zeitumstände erstaunlich, dass Fälscher ausreichend technische Möglichkeiten gefunden haben, innerhalb von vier Wochen Klischees für falsche Kupons herzustellen, Kupons zu drucken und zu zähnen, auf (wertlos gewordene) Reichs- und Rentenmark-Scheine aufzukleben, und diese dann in den Verkehr zu bringen.   Falsche Kupons lassen sich in der Regel an der unsauberen Druckausführung und der oft – aber nicht immer – unregelmäßigen Zähnung erkennen. Die Qualität der Fälschungen ist sehr unterschiedlich [3] . Von der Wertstufe zu 50 Kuponmark sind zudem Fälschungen bekannt, bei denen die Druckfarbe wasserlöslich ist. Ein Indiz für eine Fälschung kann daneben auch die auffällig dicke Verklebung des Kupons auf der Banknote sein, da die Fälschungen wohl nicht auf gummiertem Papier gedruckt, sondern mit Klebstoff auf den Scheinen angebracht wurden.   Gefälschter Kupon zu 20 Kuponmark, aufgeklebt auf 20 Reichsmark vom 22. Januar 1929 (Grabowski DEU-184a). Die Fälschung ist an der schlechten Ausführung von Druck und Zähnung gut zu erkennen, außerdem ist der Kupon nicht vorschriftsmäßig bündig am linken Rand des Druckbildes aufgeklebt. Zum Vergleich: Echter Kupon zu 20 Kuponmark, aufgeklebt auf 20 Reichsmark vom 22. Januar 1929, (Grabowski DEU-184a). Untersuchungen zur Herkunft der Fälschungen wurden durch die Deutsche Notenbank nicht angestellt, das wohl aus zwei Gründen: Zum einen war die Zeit der Kuponmark mit dem Umtausch der Scheine abgelaufen. Die beklebten Noten waren nach dem 28. Juli 1948 wertlos. Ein Nachumtausch hat nicht stattgefunden und war auch gar nicht gewollt. Zum anderen baute die Deutsche Notenbank erst Anfang 1949 Strukturen zur Falschgelderkennung auf, wie sie bei der Deutschen Reichsbank bestanden hatten [4] .   In den Unterlagen der Deutschen Notenbank im Bundesarchiv Berlin befindet sich eine Akte zum Thema „Reichsmarknoten mit falschen Spezialkupons“. Sie enthält diverse Meldungen von Banken, die Scheine mit falschen Kupons im Rahmen des Umtauschs der Kuponmark Ende Juli 1948 angehalten und – entschädigungslos – eingezogen hatten. Die westdeutsche Zeitschrift „Der Spiegel“ berichtet in ihrer Ausgabe vom 30. Juli 1948 über die Einziehung von Noten mit falschen Kupons anlässlich des Umtauschs Ende Juli 1948 in Berlin [5] . Banken sandten die eingezogenen Noten zusammen mit Aufstellungen und Erklärungen der Einlieferer an die neu gegründeten Deutschen Notenbank, die die Kupons prüfte und Fälschungen einem Depot „Reichsmark mit gefälschten Kupons“ hinzufügte. Die Aufstellungen und Erklärungen wurden kommentarlos abgelegt. Ob sie vollständig sind und ein umfassendes Bild über den Umlauf von falschen Kuponmark in der SBZ im Juli 1948 abgeben können, ist unklar. Die Deutsche Notenbank hatte erst wenige Tage vor der Währungsreform die Rolle einer zentralen Notenbank für die SBZ übernommen, die Emissions- und Girobanken der Länder der SBZ handelten noch weitgehend autark. In den Akten fehlen Meldungen über falsche Kuponmark aus Sachsen. Gefälschter Kupon zu 50 Kuponmark, aufgeklebt auf 50 Reichsmark vom 30. März 1933 (Grabowski DEU-210b). Die Farbe des Kupons ist heller als das Original und tendiert zu Hellgrau. Zudem ist die Druckfarbe wasserlöslich. Die Zähnung des Kupons ist recht gut gelungen. Zum Vergleich: Echter Kupon zu 50 Kuponmark, aufgeklebt auf 50 Reichsmark vom 30. März 1933 (Grabowski DEU-210 c). Die Farbe des Kupons ist Graublau.   Ohne eine genaue Erfassung jeder einzelnen Meldung vorgenommen zu haben, lässt sich aus den Unterlagen der Deutschen Notenbank jedenfalls folgendes entnehmen:   Es sind Noten mit falschen Kupons in den Wertstufen zu 10, 20, 50 und 100 Kuponmark angehalten worden. Die Berliner Volksbank (Filiale Baumschulenweg) sowie die Volksbank Frankfurt/Oder zog zudem je eine Note mit einem als falsch eingestuften Kupon zu 5 Kuponmark ein. Die Garantie- und Kreditbank [6]  Berlin reichte ebenfalls zwei Scheine mit vorgeblich falschen Kupons zu 5 Kuponmarkt ein, ferner einen zu 2 und drei zu 1 Kuponmark. Bei der Einlieferung der Zentrale der Berliner Volksbank indiziert der eingelieferte Betrag falscher Kuponmark in Höhe von insgesamt RM 24.166 ebenfalls falsche Kupons zu 1 und/oder 2 Kuponmark. Im Übrigen sind in den Unterlagen der Deutschen Notenbank falsche Kupons der Wertstufen zu 1 und 2 Kuponmark nicht belegt. Daher könnte bezweifelt werden, ob es sich bei den eingereichten Noten mit falschen Kupons zu 1 und 2 Kuponmark tatsächlich um Fälschungen gehandelt hat, da gerade die Druckausführung der Kupons zu 1 Kuponmark wegen des kleinen Formats in der Ausführung zuweilen unsauber ist und die Zähnung in den Druck reicht, so dass der Kupon als falsch eingestuft werden könnte. Mehr als die Hälfte der angehaltenen Fälschungen entfällt auf Kupons der Wertstufe zu 50 Kuponmark, der Rest verteilt sich auf die übrigen Wertstufen, wobei die Wertstufe zu 10 Kuponmark selten vorkommt. Dieses Bild spiegelt sich im heutigen Sammlermarkt wider, wo in der Regel Fälschungen der Wertstufe zu 50 Kuponmark, seltener auch zu 20 Kuponmark bekannt sind. Ein großer Teil der Meldungen stammt aus Berlin oder dem Berliner Umland; der Betrag der insoweit eingereichten Fälschungen liegt grob überschlagen bei deutlich über 100.000 Kuponmark. Die Emissions- und Girobank Brandenburg lieferte 52.250 Reichsmark mit falschen Kupons ein. Einzelne Meldungen liegen aus Halle, Neuruppin, Frankfurt (Oder) sowie aus Mecklenburg vor. Aus Thüringen wurden nur geringe Mengen gefälschter Kupons eingereicht [7] , aus Sachsen gar keine. Auffallend sind größere Mengen eingereichter falscher Kuponmark durch sowjetische Institutionen in Berlin, etwa die Garantie- und Kreditbank [8]  (23.385 RM), die Sowjetische Militäradministration (SMAD) und sowjetische Handelsorganisationen. Zum Vergleich: Die genossenschaftliche, auf Privat- und Gewerbekunden ausgerichtete Berliner Volksbank lieferte aus allen Filialen im sowjetischen Sektor Berlins Fälschungen für 58.291 Kuponmark ein. In keiner der gesichteten Erklärungen von Privatpersonen ergaben sich Hinweise auf einen möglichen Urheber der Fälschung. Oft wurde erklärt, den betreffenden Schein mit dem falschen Kupon beim Einkauf als Wechselgeld erhalten zu haben.   Vor diesem Hintergrund lassen sich folgende Annahmen aufstellen:    Wegen der kurzen Umlaufzeit und des Auftretens der Fälschungen hauptsächlich in und um Berlin ist anzunehmen, dass der überwiegende Teil der falschen Kupons in Berlin hergestellt wurde. Wegen der starken Abweichung der Qualität der bekannten Fälschungen sind mehrere Fälscher bzw. Fälscherbanden am Werk gewesen. Wegen der Notwendigkeit einer professionelle Druckausstattung zur Herstellung größerer Mengen falscher Kupons innerhalb kurzer Zeit in akzeptabler Qualität und eines weitreichenden Absatzes der Fälschungen im Handel waren professionelle Fälscherorganisationen am Werk, die Herstellung und Verteilung der falschen Kuponmark strukturiert organisieren konnten. Wegen des vergleichsweise hohen Anfalls von Fälschungen bei sowjetischen Institutionen scheint eine Beteiligung (westlicher) Geheimdienste bei der Herstellung und/oder Verbreitung von Fälschungen nicht ausgeschlossen, die in einer Zeit des beginnenden Kalten Kriegs und der Berlinblockade gezielt Scheine mit falschen Kupons bei Sowjet-Organisationen unterbrachten, um diesen zu schaden.   Der Beweis, ob diese Annahmen zutreffen oder nicht, wird sich nicht mehr erbringen lassen. Woher die in Sammlungen verfügbaren falschen Kupons stammen, wer sie im Juli 1948 hergestellt und in Verkehr gebracht hat, bleibt ein Stück weit Geheimnis der Zeitgeschichte. Dr. Sven Gerhard Anmerkungen Zu den Auflage- und Ausgabezahlen s. Dr. Sven Gerhard, Liefer- und Ausgabezahlen der Kupons zur Währungsumstellung in der SBZ im Juni 1948, https://www.geldscheine-online.com/post/liefer-und-ausgabezahlen-der-kupons-zur-w%C3%A4hrungsumstellung-in-der-sbz-im-juni-1948 Dazu etwa Herbert Rittmann, Deutsche Geldgeschichte seit 1914, S. 360 ff., Michael h. Schöne, Die drei Währungsreformen vor 75 Jahren in Deutschland, https://www.geldscheine-online.com/post/die-drei-w%C3%A4hrungsreformen-vor-75-jahren-in-deutschland , Siegfried Seipold, „Kuponmark“ der sowjetischen Besatzungszone Deutschlands, DGW-Informationen 2009-1 S. 9 und 2009-2, S. 41 S. Etwa die Bildtafel I bei Peter Leisering, Falschgeld in der DDR, Berlin 2014, nach S. 144, oder die Abbildungen bei Seipold, a.a.O., S. 43-45. Dazu Peter Leisering, a.a.O.  S. 17 ff. https://www.spiegel.de/politik/fehl-druck-a-4bfd501b-0002-0001-0000-000044418547 Die 1920 als Garantie- und Kreditbank für den Osten gegründete Bank diente ursprünglich der Finanzierung von Geschäften mit der Sowjetunion. 1941 geschlossen und 1945 als Garantie und Kreditbank AG reaktiviert, war sie der Rechtsform nach eine Niederlassung der sowjetischen Staatsbank und Dienstleister der SMAD in Deutschland, über die u.a. die ostdeutschen Reparationszahlungen abgewickelt wurden. 1956 wurde die Bank nach Übertragung ihrer Aufgaben an die Deutsche Notenbank abgewickelt. Quelle: Wikipdedia. Durch die Emissions- und Girobank im Gesamtwert von 840 Kuponmark. Die 1920 als Garantie- und Kreditbank für den Osten gegründete Bank diente ursprünglich der Finanzierung von Geschäften mit der Sowjetunion. 1941 geschlossen und 1945 als Garantie und Kreditbank AG reaktiviert, war sie der Form nach eine Niederlassung der sowjetischen Staatsbank und Dienstleister der SMAD in Deutschland, über die u.a. die ostdeutschen Reparationszahlungen abgewickelt wurden. 1956 wurde die Bank nach Übertragung ihrer Aufgaben an die Deutsche Notenbank abgewickelt. Quelle: Wikipdedia.

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