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- Leserpost: Propagandascheine
Hallo Herr Grabowski, heute sende ich Ihnen Abbildungen von zwei Scheinen mit Propaganda auf der Rückseite für potenzielle Interessenten. Der Schein zu 10 Millionen Mark mit Aufdruck aus der Schweiz scheint mir besonders interessant zu sein ... Mit freundlichen Grüßen T. Neldner Reichsbanknote zu 5 Millionen Mark vom 20. August 1923, Vorderseite. Antisemitischer Propagandaaufdruck des "Völkisch sozialen Blocks" auf der Rückseite der Reichsbanknote zu 5 Millionen Mark vom 20. August 1923. Reichsbanknote zu 10 Millionen Mark vom 22. August 1923, Vorderseite. Antisemitischer Aufdruck auf der Rückseite einer Reichsbanknote zu 10 Millionen Mark vom 22. August 1923 aus der Schweiz. Antwort der Redaktion Die Reichsbanknoten der Inflationszeit, in seltenen Fällen auch Notausgaben der Inflation, wurden in den Wahlkämpfen während der "Weimarer Republik" für Propagandaaufdrucke genutzt, weil sie sich als Belege zum Währungsverfall besonders gut für politische Botschaften eigneten. Die meisten dieser Aufdrucke sind antisemitisch und wurden von rechten Parteien und Gruppierungen genutzt. Ich habe das Thema ausführlich in meinem Buch " Der Jude nahm uns Silber, Gold und Speck … – Für politische Zwecke und antisemitische Propaganda genutzte Geldscheine in der Zeit der Weimarer Republik und des Dritten Reichs" behandelt, mit dem auch eine Dokumentation der entsprechenden Belege aus der zeitgeschichtlichen Sammlung von Wolfgang Haney erfolgte. Die deutschen Inflationsscheine mit Schweizerischem Aufdruck sind ebenfalls bekannt. Sie wurden von den Schweizer Nationalsozialisten (Volksbund, ab 1934 NSSAP: Nationalsozialistische Schweizerische Arbeiterpartei) für antisemitische Propaganda genutzt. Gauführer von Basel und Solothurn (der Propagandaaufdruck bezieht sich auf Basel) war der Major Ernst Leonhardt (1885 – 1945). Der Volksbund bestand seit Oktober 1933 als Teil der sog. "Frontenbewegung" und bereits im März 1934 kam es zur Spaltung. Im August 1934 traten die Mitglieder des Nationalsozialistischen Eidgenössischen Kampfbunds dem Volksbund bei. Im Februar 1935 kamen auch die Mitglieder der Nationalsozialistischen Eidgenössischen Arbeiterpartei (NSEAP) und des Bundes Nationalsozialistischer Eidgenossen (BNSE) zum Volksbund, der sich danach in Nationalsozialistische Schweizerische Arbeiterpartei umbenannte. Der antisemitische Aufdruck auf der deutschen Inflationsnote stammt also aus der Zeit zwischen Oktober 1933 und Anfang 1935. Bereits im November 1935 hatten die Kantone Basel, Zürich und St. Gallen den öffentlichen Verkauf der Parteizeitung der NSSAP untersagt. Im Oktober 1938 hat dann der Schweizerische Bundesrat die Kundgebungen und am 10. November 1938 die Parteizeitung der Partei ganz verboten. 1938 gründete Leonhardt die Schweizerische Gesellschaft der Freunde einer autoritären Demokratie (SGAD), die das Ziel hatte, die Eidgenossenschaft nach deutschem Vorbild in einen Führerstaat umzuwandeln. 1939 mussten sich führende Mitglieder der NSSAP vor Gericht verantworten. Leonhardt reiste nach Deutschland, wo er Unterstützung fand. 1944 wurde er in Abwesenheit in der Schweiz zu einer hohen Gefängnisstrafe verurteilt. Er starb 1945 bei einem alliierten Luftangriff in Deutschland. Hans-Ludwig Grabowski Literaturempfehlung: Hans-Ludwig Grabowski / Wolfgang Haney (Hrsg.): »Der Jude nahm uns Silber, Gold und Speck...« Für politische Zwecke und antisemitische Propaganda genutzte Geldscheine in der Zeit der Weimarer Republik und des Dritten Reichs Titel: Battenberg Verlag ISBN: 978-3-86646-122-2 Auflage: 1. Auflage 2015 Format: 17 x 24 cm Abbildungen: durchgehend farbige Abb. Cover-Typ: Hardcover Seitenanzahl: 280 Preis: 29,90 Euro Leseprobe Zum Shop
- Lexikon: Lacksiegel auf Geldscheinen
Zur Beglaubigung der auf Geldscheinen befindlichen Unterschriften und zur Garantie der Echtheit wurden viele alte Scheine mit einem Prägestempel versehen. Beispiele: Frankreich, John-Law-Scheine, 1716 bis 1720 Schweden, Stockholms Banco 1661, 1666 und spätere Ausgaben Die Scheine des norwegischen Kaufmanns Jørgen Thor Møhlen ( siehe Artikel ), die 1695 ausgegeben wurden, trugen als Echtheitsgarantie vier rote Lacksiegel (ein Königssiegel). Norwegen: Komplette Ausfertigung eines Kreditscheins über 50 Rixdaler/Croner mit vier Lacksiegeln und handschriftlicher Kontrollnummer. Weitere Beispiele für Lacksiegel auf Geldscheinen: Österreich, Böhmen, Carlsbad, Cefé zum goldenen Elefanten, 1 Kreuzer 1848/49 Österreich, Böhmen, Liebenau, W. Hübner, 20 Kreuzer 1849 Österreich, Oberösterreich, Enns, Jakob Hassack, 10 und 20 Kreuzer 1849 Österreich, Oberösterreich, Wels, Ernest Fürst, Apotheke zum Einhorn, 10, 20 und 30 Kreuzer 1848/49 Deutschland, Flensburg, Löwen Apotheke Th. Andrä, 50 Pfennig 1914 Albert Pick / Hans-Ludwig Grabowski (Überarbeitung und Bebilderung) Abbildungen: Archiv für Geld- und Zeitgeschichte
- Münzen Gut-Lynt: Rückblick auf die Online-Auktion 20, Nachverkauf läuft noch bis 6. April 2025
Das fünfte Geschäftsjahr des Auktionshauses Münzen Gut-Lynt startete mit einem Wochenende aus zwei vollen Auktionstagen und zusammen rekordverdächtigen 3500 Losen . Angeboten wurden Münzen der Antiken Welt, Numismatische Literatur, Banknoten sowie Münzen und Medaillen der Neuzeit. Zum Nachverkauf bis 6. April 2025): Teil I, Münzen der Antiken Welt Teil II, Banknoten aus aller Welt Teil IV, Münzen und Medaillen Der Banknoten-Teil kam am 29. März 2025 zur Versteigerung, hier eine kleine Auswahl an Ergebnissen: Los 1831: Deutschland, Deutsche Bundesbank, 100 Deutsche Mark 1948, Roter Hunderter, Gewaschen und gepresst, III-IV. Taxe 200 Euro, Zuschlag: 510 Euro. Los 1834: Bank Deutscher Länder & Ausgaben Westberlin. 20 Deutsche Mark o. D. Liberty. C55372398A. Grabowski WBZ-9a. I / Uncirculated . Taxe 300 Euro, Zuschlag: 900 Euro. Los 1879: Deutschland, Deutsche Bundesbank, 20 Deutsche Mark 2.1.1980, Austauschnote / Ersatznote, ZE/B, Sehr selten, fleckig, III. Taxe 1.000 Euro, Zuschlag: 3.100 Euro. Los 1889: Deutsche Bundesbank. 500 Deutsche Mark 2.1.1980 Austauschnote / Ersatznote. Y3385909A. Grabowski BRD-34b. II- / About extremely fine. Taxe 300 Euro, Zuschlag: 1.050 Euro. Los 1947: Deutschland, Deutsche Bundesbank - Fehldrucke. 200 Deutsche Mark 2.1.1996. AK1823789N9. Teil-Abklatsch der Vorderseite auf der Rückseite, II-III. Taxe 130 Euro, Zuschlag: 220 Euro. Los 2044: Estland, Dorpat / Tartu. 2 Rubel 1818 KN unleserlich. Leder. Sehr selten / Very rare. IV / Fine. Erworben bei Tietjen, Auktion 36, Los 1545 für 1500 DM Zuschlag (ohne Ticket). Taxe 500 Euro, Zuschlag: 500 Euro. Los 2045: Finlands Bank. 10 Markkaa 1882 Pick A46a. Selten / Rare. IV / Fine. Taxe: 50 Euro, Zuschlag: 320 Euro. Los 2115: Bank of England. 5 Pounds 1990 M. Lowther. 2 unterschiedliche (!) Seriennummern: EB61 013800 und EB61 013700 auf denselben Schein. Pick 382Ab. Sehr selten / Very rare. II / Extremely fine. Taxe: 50 Euro, Zuschlag: 340 Euro. Los 2156: Lietuvos Bankas. 2 Litu 1922 Pick 14. IV / Fine. Taxe: 120 Euro, Zuschlag: 575 Euro. Los 2169: Lietuvos Bankas. 1 Litas 16.11.1922 Pick 13a. V / Very Good. Riss / Cut. Taxe: 30 Euro, Zuschlag: 350 Euro. Los 2276: Magyar Nemzeti Bank. 10 Forint 1946 Pick 159. II / Extremely fine. Taxe: 200 Euro, Zuschlag: 1.200 Euro. Los 2293: Federal Reserve Bank Notes. 1 Dollar 1914, Series of 1918 L San Francisco. Pick 371. III / Very fine. Gewaschen und gepresst / Cleaned and pressed. Taxe: 20 Euro, Zuschlag: 340 Euro. Zum Nachverkauf bis 6. April 2025): Teil I, Münzen der Antiken Welt Teil II, Banknoten aus aller Welt Teil IV, Münzen und Medaillen Der Online-Katalog der Gut-Lynt 20 steht auf der Auktionsplattform www.auktionen.gut-lynt.de zur Verfügung. Bitte vergessen Sie nicht, sich rechtzeitig zu registrieren, falls Sie zum ersten Mal mitbieten möchten. Auf Instagram »muenzen_gut_lynt« begleiten wir jede Auktion mit exklusiven Highlights. Auch unsere Website www.gut-lynt.de bietet Vor- und Rückschauen sowie jeweils aktuelle Informationen zu Auktionsterminen und Einlieferungsfristen.
- Fälschungen zum Nachteil des Sammlers: Eine Reise in die Abgründe der Fälscherseele
Die Fälschung von Papiergeld war und ist ein fester Bestandteil des Geldverkehrs. Die Aussicht auf leichten Profit motivierte immer wieder Fälscher, deren mehr oder weniger gelungene Erzeugnisse in zahlreichen Sammlungen zu finden sind. Zu jeder Zeit war die Geldfälschung ein gefährliches Verbrechen, gegen das sich leichtgläubige und unerfahrene Menschen nur schwer wehren konnten. Für Sammler hingegen können zeitgenössische Fälschungen zu interessanten Ergänzungen einer Sammlung oder sogar zu einem eigenen Sammelgebiet werden. Außerdem ermöglicht der direkte Vergleich der Fälschung mit dem Original eine genauere Untersuchung des Papiers, der Drucktechniken und der Sicherheitsmerkmale. Das berühmteste Beispiel auf dem Gebiet der Tschechoslowakei ist die Fälschung der Staatsnote zu 500 Kronen der 1. Ausgabe aus dem Jahr 1919 im Zusammenhang mit der „Dr. Meszaros-Affäre“, die in den meisten Sammlungen fortgeschrittener tschechischer Sammler nicht fehlen dürfte. Ein ganzes Kapitel in einem der grundlegenden Werke des Pioniers der tschechoslowakischen Notaphilie, Julius Sém , ist der Fälschung oder Manipulation von Papiergeld gewidmet, in dem die Motive der Fälscher, die Methoden der Verbreitung von Fälschungen, die Methodik ihrer Erkennung und Klassifizierung sowie der Kampf gegen sie detailliert beschrieben werden. Bohuslav Hlinka hat dasselbe Thema auch in Form von Sachbüchern in fast hundert fesselnden Geschichten über rekonstruierte Fälle von Fälschungen tschechoslowakischer Geldscheine oder auf tschechoslowakischem Gebiet gefälschter Banknoten behandelt. Die Geldfälschung als kriminelle Tätigkeit wird auch in einem Artikel von Zdeněk Lesák in einer der ersten Ausgaben der Zeitschrift „Notafilie“ behandelt. Es ist nicht verwunderlich, dass sich eine strenge Verurteilung jeglicher Fälschungsaktivitäten wie ein roter Faden durch all diese Werke zieht, denn durch sie wird auf Kosten des Ahnungslosen (oder desjenigen, der den „Schwarzen Peter“ in der Hand hält, wenn die Fälschung erkannt wird) eine illegale Bereicherung erzielt. So viel zum Thema Fälschungen zum Nachteil des Umlaufs. Aber wie der Titel schon sagt, geht es in diesem Artikel um Fälschungen zum Nachteil des Sammlers. Das ist ein relativ vernachlässigter Teil des modernen Sammlerphänomens. Das Motiv des Fälschers und der Modus Operandi sind ähnlich wie bei den zeitgenössischen Fälschungen. Mit Bedacht und unter Einsatz der verfügbaren Mittel wird eine Fälschung mit einem angenommenen Sammlerwert hergestellt. Die Zielgruppe der Betrogenen sind ausschließlich Sammler bzw. heute typische Anleger mit geringer Sammlererfahrung. Die klassische Fälschung zum Nachteil des Umlaufs ist technisch schwieriger herzustellen und wird mit hoher Wahrscheinlichkeit von Spezialisten entdeckt. Die entsprechenden Strafen sind in der Regel sehr hart. Ein Fälscher zum Nachteil des Sammlers geht dagegen in jeder Hinsicht ein unvergleichlich geringeres Risiko ein. Bei einer gut durchdachten Strategie kann der wirtschaftliche Gewinn für den Betrüger beträchtlich sein, andererseits ist der finanzielle Schaden erheblich, oft noch verstärkt durch die lange Verzögerung des späteren Verkaufs der Sammlung, was umso heimtückischer ist. Die anschließende Frustration kann dazu führen, dass das Interesse an der Notaphilie komplett verloren geht. Das eklatanteste Beispiel aus jüngster Zeit ist die Fälschung der Ikone der tschechoslowakischen Notaphilie, der Staatsnote zu 5000 Kronen der 1. Ausgabe aus dem Jahr 1919. Hier haben sich die modernen Betrüger nicht nur auf die Fälschung des Originalscheins konzentriert, sondern inzwischen auch auf Fälschungen zeitgenössischer Fälschungen! Beide wurden auf eine Art und Weise verbreitet, die mögliche strafrechtliche Sanktionen im Falle einer Entdeckung auf subtile Weise umging. Leider ist dies eine ernüchternde Geschichte, bei der man nur spekulieren kann, wie viele Fälschungen noch in den Alben ahnungsloser Anleger ruhen. Falscher Stempel „Bankamt des Finanzministeriums, Prag“. Tschechoslowakische Briefmarke von 1919 mit falschem Stempel „Bankamt des Finanzministeriums, Prag“ auf einer Banknote zu 20 Kronen der Oesterreichisch-ungarischen Bank von 1913. Tschechoslowakisches Gefängnisgeld über 1 Krone mit falschem Stempel „N.V.Ú (Strafvollzugsanstalt) Bélusice“. Die meisten von uns sind wahrscheinlich schon einmal auf Fälschungen zum Nachteil des Sammlers gestoßen. Ein gängiges Beispiel sind die ersten, mit Marken versehenen tschechoslowakischen Geldscheine aus dem Jahr 1919 oder die Banknoten nach der Währungstrennung im Jahr 1993 (überklebte Marken auf besser erhaltenen Banknoten oder selteneren älteren Varianten). Viel gefährlicher sind 10 Heller- und 1-Krone-Marken von 1919 mit falscher Zähnung. Bei den heutigen technischen Möglichkeiten ist immer Vorsicht und ein gesundes Maß an Skepsis geboten. Der folgende Fall bietet die einmalige Gelegenheit, in die (buchstäblichen) Tiefen der Seele eines Fälschers zu blicken. Zunächst möchte ich Herrn Vladimír Kejla aus Ostrava meinen aufrichtigen Dank aussprechen. In einem Erbfall in Ostrava wurde umfangreiches Fälschungsmaterial entdeckt, das die Ausstattung einer ausgeklügelten Werkstatt darstellte, die sich ausschließlich auf Fälschungen zum Nachteil des Sammlers konzentriert hatte. Die Möglichkeit, die Fälscherutensilien im Detail zu studieren, hat es ermöglicht, den Fall zu dokumentieren. Abdruck eines Stempels „Die Bank der jüdischen Selbstverwaltung, Theresienstadt“. Auffällig der Fehler „Kontroll“ statt richtig „Kontrolle“. Foto des Stempels. Stempel aufgebracht auf einer echten Quittung über 1 Krone aus Theresienstadt. Das gefundene Material besteht aus mehr als 40 Stempeln und etwa 100 gestempelten notaphilen Objekten, die für den Weiterverkauf als „Originale“ bestimmt waren. Ein kleinerer Teil stellen Material- und Farbproben dar. Es gibt auch Exemplare, bei denen die ideale Platzierung scheinbar unterschiedlicher Stempel auf verschiedenen Untergründen getestet wurde, um bei den Manipulationen ein Höchstmaß an „Authentizität“ zu erreichen. Einige der „Machwerke“ wurden noch in der Plastikhülle aufbewahrt, in der sie zum Verkauf angeboten wurden, d. h. mit einem Etikett, das eine Beschreibung des Scheins und den angebotenen Preis enthielt. Einige der Etiketten wiesen ursprünglich auf Objekte verschiedener tschechischer Händler und Auktionshäuser hin, wobei von Hand ein zusätzlicher Text hinzugefügt wurde, um den Stempel und den verlangten Verkaufspreis anzugeben. Das Ganze erweckt den Eindruck von Glaubwürdigkeit, da der Name des Auktionshauses und die Artikelnummer beim Käufer unbewusst Vertrauen und den Anschein von Echtheit erwecken können. Nur wenige Sammler werden anschließend prüfen, ob die Beschreibung in der Auktion genau mit dem gekauften Stück übereinstimmt. Die meisten Sammler werden die Hülle einfach wegwerfen und die Neuerwerbung freudig in ihre Sammlung aufnehmen. Falscher Stempel des Ghettos Litzmannstadt. Falscher Stempel aufgedruckt auf Pappe, um einen Gutschein über 10 Pfennig des Ghettos Litzmannstadt nachzuahmen. Die größte Überraschung war jedoch die Entdeckung eines vierzeiligen Stempels aus dem Ghetto Theresienstadt. Damit bestätigte sich endgültig der Verdacht, dass es sich bei den so gestempelten Belegen der jüdischen Ghettoverwaltung um Manipulationen handelt. Sie tauchten erstmals nach der Jahrtausendwende auf in- und ausländischen Auktionen und gelegentlich auch auf Börsen auf. Der Stempel wurde wahrscheinlich zwischen 1996 und 2000 hergestellt, weil die Stempel in dem ausführlichen Artikel von Zbyšek Šustek aus dem Jahr 1995 [4] noch nicht erwähnt wurden. Von Anfang an wurden diese Scheine von einem gewissen Misstrauen begleitet, das noch verstärkt wurde, weil der Stempel auf keinem anderen zeitgenössischen Dokument auftauchte und damit ungewöhnlich und verdächtig war. Ich erinnere mich, wie mich mein Kollege Jiří Schneider aus Berlin auf einen Fehler in der ersten Zeile des Textes aufmerksam machte, wo „KONTROLL“ und nicht der grammatikalisch richtige Begriff „KONTROLLE“ steht. Trotz einiger Verdachtsmomente tauchten immer wieder gestempelte Belege aller Werte auf und wurden für beträchtliche Summen verkauft. Wie groß die Gefahr solcher Manipulationen ist, zeigt der Umstand, dass Grabowski in seinem umfangreichen Katalog über Geld von Konzentrationslagern und Ghettos den gestempelten 1-Kronen-Schein als Variante aufführt. Die physische Existenz des Stempels ist der Beweis, der das Rätsel schließlich löste. Infolge jahrelanger Fälschungsaktivitäten wurde eine beträchtliche Anzahl von Originalbelegen quasi entwertet, die heute als Sammlerstücke wertlos sind. Als Vorsichtsmaßnahme gegen künftigen Missbrauch sollten sie jetzt wahrscheinlich als Fälschungen gekennzeichnet werden. Die vorangegangene Geschichte mit dem gefälschten Stempel ist ein klassisches Lehrbuchbeispiel. Es ist kein Zufall, dass die Theresienstädter Belege ausgewählt wurden. Der Stempel wurde nicht von einem Amateur hergestellt. Die entstandene Manipulation war nicht in erster Linie für tschechische Sammler bestimmt. Die Zielgruppe waren ausländische Händler und Sammler. Alle Belege mit einem Bezug zum Holocaust haben in Deutschland, in Israel und den USA ein erhebliches Sammler- und Wertsteigerungspotenzial. Kehren wir nun zu dem Schuhkarton voller Stempel aus dem Erbfall zurück, um die Gefahren der Fälschung zum Nachteil des Sammlers in aller Deutlichkeit darzustellen. Bei mehr als der Hälfte der Stempel handelt es sich um zielgerichtete Fälschungen nach realen Vorbildern, sei es, dass sie versuchen, exakte Kopien zu sein, oder dass sie lediglich von ihnen inspiriert sind. Bei den übrigen handelt es sich um ausgewählte zeitgenössische amtliche Rund- oder Strichmarken, die den Anschein der Authentizität erwecken können. Falscher Stempel „Konzentrationlager / SS-Kantine / verwaltung“. Form und Schrifttype passen nicht in die Zeit. Auffällig auch hier ein Schreibfehler: „verwaltung“ statt „Verwaltung“. Fälschung eines Prämienscheins des KL Stutthof. Falscher Stempel auf einem gefälschten Prämienschein des KL Stutthof. Derselbe Stempel auf einem gefälschten Prämienschein des KL Dachau. Zur besseren Übersichtlichkeit habe ich die Stempel in mehrere Gruppen unterteilt. An dieser Stelle können nur einige Stempel vorgestellt werden, die auch für deutsche Sammler interessant sind. Das war’s. Zum Schluss noch ein Dank an Vladimír Kejla in Ostrava. Er hat mich aktiv mit neuen Entdeckungen versorgt, dank derer die ganze Geschichte ungeahnte Ausmaße angenommen hat. Man sagt nur Gutes über die Toten. Das ist einer der Gründe, warum wir gemeinsam beschlossen haben, hier nicht den Namen des Fälschers zu veröffentlichen. Pavel Hejzlar, Prag Übersetzung: Dr. Sven Gerhard Dieser Beitrag erschien zuerst in tschechischer Sprache in der Zeitschrift „Notafilie“, Ausgabe 44/2024, herausgegeben von der tschechischen numismatischen Gesellschaft. Von den dort veröffentlichten zahlreichen Abbildungen kann hier nur eine Auswahl gezeigt werden. Anmerkungen [1] Sém, Julius: Kennenlernen und Sammeln von Papiergeld, ČNS Hradec Králové, 1975 (in tschechischer Sprache). [2] Hlinka, Bohuslav: Attentate auf Geld, Svoboda Prag, 1987 (in tschechischer Sprache). [3] Lesák, Zdeněk: Kriminelle Aktivitäten im Zusammenhang mit Geldfälschung in der Tschechoslowakischen Sozialistischen Republik, Notafilie Nr. 13, KSPP Prag, 1981 (in tschechischer Sprache). [4] Šustek, Zbyšek: Quittungen der Bank der jüdischen Selbstverwaltung im Ghetto Theresienstadt 1943-1945, Notafilie Nr. 35, KSPP Prag, 1995 [5] Grabowski, Hans-Ludwig, Das Geld des Terrors, Regenstauf, 2008
- Aus privaten Sammlungen: 50 Lire des Königreichs Sardinien von 1794
Nach dem Aussterben der spanischen Habsburger und dem Spanischen Erbfolgekrieg fiel Sardinien 1714 an die österreichischen Habsburger, die es 1720 im Tausch gegen Sizilien an das Herrscherhaus Savoyen abgaben, die ihren Königstitel nun auf Sardinien begründeten. Das neu entstandene Königreich erstreckte sich mit seinen Provinzen Savoyen und Piemont jedoch hauptsächlich auf dem italienischen Festland. Hauptstadt war Turin. Im Königreich Sardinien gab die Regie Finanze-Torino mit Datierung von 1746 bis 1799 eigenes Staatspapiergeld in Lire-Währung aus. Außerdem gab es 1780 Spezial-Ausgaben für Sardinien sowie 1794 bis 1800 Ausgaben des Monte die San Secondo und der Repubblica Cisalpina. Die ersten Notenbanken Sardiniens entstanden Mitte des 19. Jahrhunderts: Banca di Genova (gegr. 1844, Ausgaben 1848/1849), Banca di Torino (gegründet 1847, Ausgaben 1849), Banca di Savoia (Ausgaben 1851) und Banca Nazionale negli Stati Sardi (1849 aus der Fusion der Banca Genova und der Banca di Torino hervorgegangen). Aus der Sammlung Hans-Ludwig Grabowski: Italienische Staaten, Königreich Sardinien, Regie Finanze-Torino: Staatspapiergeld zu 50 Lire vom 1. Juni 1794 Vorderseite: Mitte unten bekröntes Wappen in Zweigen (Palme und Lorbeer), mit Löwen als Schildhalter, beschrifteter Rahmen mit Bezeichnung und Wertangabe, Trockenstempel mit Porträt des Königs Victor Amadeus III., handschriftliche Unterschriften und Kontrollnummer. Rückseite: Druck einseitig. Format: ca. 85 mm x 127 mm Katalogreferenzen: ITA-S118a (Standard Catalog of World Paper Money, Vol. I–Specialized Isues) Hans-Ludwig Grabowski Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus Ihrer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com.
- Wahl zur "Banknote des Jahres 2023" mit Gewinnspiel
Ihre Wahl entscheidet – mitmachen und gewinnen! Es ist schon zur Tradition geworden, dass Leser von „Der Geldscheinsammler“ und Geldscheine-Online.com über die „Banknote des Jahres“ abstimmen und dabei Preise gewinnen können. Jährlich kommen weltweit zahlreiche neue Banknoten in Umlauf, die mit ihren Motiven und Farben viele Sammler begeistern. Das Sammelgebiet Weltbanknoten erfreut sich deshalb stetig wachsender Beliebtheit. Aufruf zur Wahl der Banknote des Jahres 2023 Die Redaktion von „Münzen & Sammeln“ und „Geldscheine-Online“ möchte deshalb erneut zur Wahl der „Banknote des Jahres“ aufrufen. Für die Auswahl wurden alle im Jahr 2023 ausgegebenen und vorgestellten Weltbanknoten berücksichtigt. Aus der großen Zahl der in Betracht kommenden Scheine hat sich die Redaktion für die nachstehend vorgestellte Auswahl von zwölf Banknoten aus allen Teilen der Welt entschieden, aus denen Sie, liebe Leser, die Banknote des Jahres 2023 wählen und mit etwas Glück dabei gewinnen können. Teilnahmebedingungen Wenn Sie an der Wahl der „Banknote des Jahres 2023“ teilnehmen möchten, dann senden Sie uns eine E-mail an info@geldscheine-on line.com mit der Nummer der von Ihnen gewählten Note und dem Betreff „Banknote des Jahres 2023“. Bitte vergessen Sie auch nicht, uns Ihre Postanschrift mitzuteilen, denn unter allen Einsendern erfolgt eine Verlosung. Mitarbeiter des Verlags und allgemeine Gewinnspielservices sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Die Gewinner erhalten: Die Plätze 1 bis 3 erhalten je einen Einkaufsgutschein für Fachliteratur: Platz 1 – Einkaufsgutschein über 75 Euro Platz 2 – Einkaufsgutschein über 50 Euro Platz 3 – Einkaufsgutschein über 25 Euro Die Plätze 4 bis 10 erhalten je zwei Geldschein-Notizblöcke mit Motiven aus den ehemaligen deutschen Kolonien. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner werden in der Ausgabe 4/2024 von "Münzen & Sammeln" und zeitgleich über www.geldscheine-online.com und per angeschlossenem kostenlosem Newsletter bekannt gegeben. Einsendeschluss: Einsendeschluss ist der 5. März 2024! Wegen Redaktionsschluss für die Ausgabe 4/2024 nehmen später eingehende Meldungen nicht mehr an der Ziehung der Gewinner teil und können deshalb bei der Wahl zur Banknote des Jahres auch nicht mehr berücksichtigt werden. Datenschutz Die Datenschutzbestimmungen finden Sie hier! Unsere Vorschläge zur "Banknote des Jahres 2023" Vorschlag Nr. 1 – Abchasien: 25 Aspar, Gedenkbanknote 30 Jahre „Sieg im Vaterländischen Krieg“, ausgegeben ab 22. Mai 2023. Vorschlag Nr. 2 – Ägypten: 20 Pfund, die erste Polymer-Banknote Ägyptens, in Umlauf ab 20. Juni 2023. Vorschlag Nr. 3 – Barbados: 5 Dollars der neuen Banknotenserie von 2022 (Polymer), in Umlauf ab 5. Dezember 2022. Vorschlag Nr. 4 – Cayman Islands: Gedenkbanknote über 70 Dollars zum ersten Todestag von Königin Elisabeth II., ausgegeben ab 12. Oktober 2023. Vorschlag Nr. 5 – Fidschi: Polymer-Gedenkbanknote zum chinesischen Mondjahr des Drachen, ausgegeben ab 8. August 2023. Vorschlag Nr. 6 – Jamaika: 50 Dollars der neuen Polymerbanknotenserie, in Umlauf ab 15. Juni 2023. Vorschlag Nr. 7 – Jordanien: 1 Dinar der neuen Banknotenserie 2022, in Umlauf ab 26. Dezember 2022. Vorschlag Nr. 8 – Kasachstan: 20000 Tenge der neuen Banknotenserie 2025, vorgestellt am 15. November 2023. Vorschlag Nr. 9 – Polen: Gedenkbanknote aus Polymer-Kunststoff zu 20 Złotych zum 550. Geburtstag von Nikolaus Kopernikus, in Umlauf ab 9. Februar 2023. Vorschlag Nr. 10 – Samoa: Gedenkbanknote über 60 Tala zum 60. Jahrestag der Unabhängigkeit, ausgegeben ab 31. Mai 2023. Vorschlag Nr. 11 – Südafrika: 10 Rand der neuen Banknotenserie, in Umlauf ab 4. Mai 2023. Vorschlag Nr. 12 – Ukraine: Gedenkbanknote zum ersten Jahrestag des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine, in Umlauf ab 24. Februar 2023. Soweit unsere Vorschläge. Nur wer mitmacht, kann gewinnen! Hans-Ludwig Grabowski Abb. Hartmut Fraunhoffer, www.banknoten.de
- Wahl zur "Banknote des Jahres 2024" mit Gewinnspiel
Ihre Wahl entscheidet – mitmachen und gewinnen! Aufruf zur Wahl der Banknote des Jahres 2024 Es ist schon zur Tradition geworden, dass Leser von „Der Geldscheinsammler“ über die „Banknote des Jahres“ abstimmen und dabei Preise gewinnen können. Jährlich kommen weltweit zahlreiche neue Banknoten in Umlauf, die mit ihren Motiven und Farben viele Sammler begeistern. Das Sammelgebiet Weltbanknoten erfreut sich deshalb stetig wachsender Beliebtheit. Die Redaktion von „Münzen & Sammeln“ und „Geldscheine-Online“ möchte deshalb erneut zur Wahl der „Banknote des Jahres“ aufrufen. Für die Auswahl wurden alle im Jahr 2024 ausgegebenen und vorgestellten Weltbanknoten berücksichtigt. Aus der großen Zahl der in Betracht kommenden Scheine hat sich die Redaktion für die nachstehend vorgestellte Auswahl von zwölf Banknoten aus allen Teilen der Welt entschieden, aus denen Sie, liebe Leser, die Banknote des Jahres 2024 wählen und mit etwas Glück dabei gewinnen können. Teilnahmebedingungen Wenn Sie an der Wahl der „Banknote des Jahres 2024“ teilnehmen möchten, dann nutzen Sie bitte die im Heft befindliche Buchbestellkarte oder senden Sie uns eine E-mail an info@geldscheine-online.com mit der Nummer der von Ihnen gewählten Note und dem Betreff „Banknote des Jahres 2024“. Bitte vergessen Sie auch nicht, uns Ihre Postanschrift mitzuteilen, denn unter allen Einsendern erfolgt eine Verlosung. Mitarbeiter des Verlags und allgemeine Gewinnspielservices sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Die Gewinner erhalten: Die Plätze 1 bis 3 erhalten je einen Einkaufsgutschein für Fachliteratur: Platz 1 – Einkaufsgutschein über 75 Euro Platz 2 – Einkaufsgutschein über 50 Euro Platz 3 – Einkaufsgutschein über 25 Euro Die Plätze 4 bis 10 erhalten je zwei Geldschein-Notizblöcke mit Motiven aus den ehemaligen deutschen Kolonien. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner werden in der Ausgabe 4/2025 von „Münzen & Sammeln“ und zeitgleich über www.geldscheine-online. com und per angeschlossenem kostenlosem Newsletter bekannt gegeben. Einsendeschluss: Einsendeschluss ist der 5. März 2025! Wegen Redaktionsschluss für die Ausgabe 4/2025 nehmen später eingehende Meldungen nicht mehr an der Ziehung der Gewinner teil und können deshalb bei der Wahl zur Banknote des Jahres auch nicht mehr berücksichtigt werden. Unsere Vorschläge zur "Banknote des Jahres 2024" Vorschlag Nr. 1 - Abchasien: 100 Apsar, Sammlerbanknote der Bank von Abchasien, ausgegeben ab 10. Juni 2024. Vorschlag Nr. 2 - Bermuda: 2 Dollars, Polymer-Banknote der Bermuda Monetary Authority, ausgegeben ab 19. November 2024. Vorschlag Nr. 3 - China: 20 Yuan, Polymer-Gedenkbanknote zum Jahr des Drachen, ausgegeben ab 3. Januar 2024. Vorschlag Nr. 4 - Japan: 1000 Yen der neuen Banknotenserie der Nippon Gingko, ausgegeben ab 3. Juli 2024. Vorschlag Nr. 5 - Kambodscha: 200.000 Riels, Gedenkbanknote der Nationalbank, ausgegeben ab 16. Oktober 2024. Vorschlag Nr. 6 - Kasachstan: 10.000 Tenge der neuen Banknotenserie mit Schneeleopard, ausgegeben ab 30. Mai 2024. Vorschlag Nr. 7 - Macau: 20 Patacas der Banco da China zum Jahr des Drachen, in Umlauf ab Februar 2024. Vorschlag Nr. 8 - Ostkaribische Staaten: 50 Dollars, Polymer-Gedenkbanknote 50 Jahre Unabhängigkeit, in Umlauf ab August 2024. Vorschlag Nr. 9 - Polen: 20 Złotych, Gedenkbanknote zum 80. Jahrestag des Warschauer Aufstands, ausgegeben ab 26. Juli 2024. Vorschlag Nr. 10 - Thailand: Gedenkbanknote zu 100 Baht zum 6 zyklischen Geburtstag (72) von König Rama X., in Umlauf ab 23. Juli 2024. Vorschlag Nr. 11 - Rumänien: Polymer-Gedenkbanknote zu 100 Lei zum 185. Geburtstag von König Carol I., ausgegeben ab 1. Dezember 2024. Vorschlag Nr. 12 - Ukraine: Gedenkbanknote zu 50 Griwna zum zweiten Jahrestag des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine, in Umlauf ab 23. Februar 2024. E-Mail an die Redaktion: info@geldscheine-online.com
- Die Banknote des Jahres 2024 – Die Leser haben entschieden!
Die Wahl zur Banknote des Jahres 2024 Liebe Leser, in der Februar-Ausgabe von „Münzen & Sammeln“ sowie in unserem Online-Magazin www.geldscheine-online.com mit seinen kostenlosen Newslettern rief die Redaktion zur Wahl der Banknote des Jahres 2024 auf. Vielen Dank für die überaus zahlreich abgegebenen Stimmen mit Postkarten und vor allem sehr vielen E-Mails. Eindeutiger Sieger wurde eine sehr schöne Polymer-Banknote von Bermuda. 1. Platz und damit Banknote des Jahres 2024: Vorschlag Nr. 2 – Bermuda: 2 Dollars, Polymer-Banknote der Bermuda Monetary Authority, ausgegeben ab 19. November 2024. Platz 1: Vorschlag 2, Bermuda, mit 32,87 % aller Stimmen. 2. Platz: Vorschlag Nr. 1 – Abchasien: 100 Apsar, Sammlerbanknote der Bank von Abchasien, ausgegeben ab 10. Juni 2024. Platz 2: Vorschlag 1, Abchasien, mit 14,35 % aller Stimmen. 3. Platz: Vorschlag Nr. 3 – China: 20 Yuan, Polymer-Gedenkbanknote zum Jahr des Drachen, ausgegeben ab 3. Januar 2024. Platz 3: Vorschlag 3, China, mit 10,19 % aller Stimmen. Die verbleibenden 42,59 % der Stimmen teilten sich die restlichen neun Vorschläge. Platz 4 belegte Vorschlag 12 Ukraine mit 9,26 %. Es folgten auf Platz 5 Vorschlag 11 Rumänien mit 6,48 %, dicht gefolgt von Vorschlag 6 Kasachstan mit 6,02 % und Vorschlag 7 Macao mit 5,55 %. Platz 8 ging an Vorschlag 4 Japan mit 4,63 % und Platz 9 an Vorschlag 9 Polen mit 4,17 %. Gleich auf lagen die Vorschläge 5 Kambodscha und 10 Thailand mit je 2,78 % der Stimmen und das Schlusslicht bildete der Vorschlag 8 Ostkaribische Staaten mit nur 0,92 % der Stimmen. Die Gewinner Folgende Gewinner wurden gezogen: Preis: Johannes U. aus Wilkau-Haßlau – Einkaufsgutschein des Battenberg Gietl Verlags über 75 Euro Preis: Joachim S.-K. aus Hattingen – Einkaufsgutschein des Battenberg Gietl Verlags über 50 Euro Preis: Michael B. aus Neuendorf – Einkaufsgutschein des Battenberg Gietl Verlags über 25 Euro Zusätzlich wurden weitere sieben Gewinner gezogen! Diese erhalten je zwei Geldschein-Notizblöcke mit Motiven aus den ehemaligen deutschen Kolonien. Ralf E. D. aus Braunfels Volker N. aus Crailsheim Uwe J. aus Hanau Philipp D. aus Hilden Doreen W. aus Jena Julia H. aus Bielefeld Annemarie S. aus Lutter Herzlichen Glückwunsch!
- Lexikon: Dondorf und Naumann
Dondorf und Naumann waren zwei getrennte Druckereien in Frankfurt am Main, die sich von Fall zu Fall zur Durchführung von großen Druckaufträgen zusammenschlossen, so z. B. zum Druck des ersten japanischen Staatspapiergelds (1872/73 ausgegeben). Schweizerische Eidgenossenschaft, Bank in Basel, 1000 Franken vom Dezember 1873, Vorder- und Rückseite. Weitere von diesen Firmen gedruckte ausländische Banknoten: Schweiz, Bank in Basel 1873 bis 1876 Schweiz, Bank in Glarus 1876 Schweiz, Appenzell-Außerrhodische Kantonalbank 1877 Italien, Banca Nazionale Luxemburg, Nationale Bank 1873 und 1876 Japan, Noten der englischen Firma Blakiston, Marr & Co. Peru, Banco Anglo-Peruano Deutscher Bund, Großherzogtum Baden, Großgerzoglich Badische General-Staats-Casse: Kassenschein über 2 Gulden vom 1. Juli 1849, Vorder- und Rückseite. Folgende altdeutsche Scheine sind Produkte dieser Firmen: Baden, General-Stats-Casse 1849 und 1854 Baden, Badische Bank 1870 bis 1907 Bayern, Staats-Schuldentilguns-Commission 1866 Frankfurt, Frankfurter Bank 1855 bis 1890 Hessen (Hessen-Darmstadt), Staatsschulden-Tilgungscasse 1848 bis 1855 Hessen (Hessen-Darmstadt), Bank für Süddeutschland 1856/57 Hessen (Hessen-Kassel), Haupt-Staats-Kasse 1848/49 Hessen-Homburg, Landgräflich Hessische Concessionierte Landesbank 1855 Solms-Hohensolms-Lich (Oberhessen), Fürstentum 1847 Nassau, Nassauische Landes-Credit-Casse 1840 bis 1848 Nassau, Herzoglich Nassauische Landesbank 1856 bis 1865 Schaumburg-Lippe, Niedersächsische Bank 1856 bis 1874 Sachsen-Coburg, Cassen-Anweisungen 1849 Sachsen-Meinigen, Mitteldeutsche Creditbank 1856 bis 1875 Waldeck, Fürstlich Waldeckische Staatsschulden-Verwaltung 1854 Württemberg, Königliche Staats-Haupt-Kasse 1849 bis 1871 Württemberg, Württembergische Notenbank 1871 bis 1890 Ostbank für Handel und Gewerbe, Darlehnskasse Ost in Posen, Darlehnskassenschein über 1 Rubel vom 17. April 1916 (EWK-35c), Vorder- und Rückseite. Später druckten die Firmen die drei unteren Werte der Darlehnskasse Ost in Posen 1916. Eine Besonderheit ist der spiegelverkehrte Druck der Vorderseite auf der Rückseite einiger Scheine (siehe Abb. zu Baden). Mit diesem bei der Durchsicht sich deckenden Druck wollte man einen wirkungsvollen Fälschungsschutz erreichen. Die Firmen mussten 1932 schließen. Albert Pick / Hans-Ludwig Grabowski (Überarbeitung und Bebilderung) Literaturempfehlung: Hans-Ludwig Grabowski / Manfred Kranz: Das Papiergeld der altdeutschen Staaten Geldscheine der Staaten auf dem Gebiet des 1871 gegründeten Deutschen Reichs von den Anfängen bis zum Ende des 19. Jahrhunderts Titel: Battenberg Verlag ISBN: 978-3-86646-188-8 Auflage: 1. Auflage 2020 Format: 17 x 24 cm Abbildungen: durchgehend farbig Cover-Typ: Hardcover Seitenanzahl: 344 Preis: 69,00 Euro Zum Buch!
- Lexikon: Donaustaat-Noten
Für den nach dem Ersten Weltkrieg geplanten, jedoch nie verwirklichten "Donaustaat", der als Nachfolgestaat Österreich-Ungarns neben Deutschösterreich auch Ungarn und möglichst noch Böhmen und Mähren umfassen sollte, hatte man in Österreich bereits halbfertige Noten vorliegen. Donaustaat-Note zu 10 Kronen (Unterdruck) mit Aufdruck der Österreichischen Staatswohltätigkeitslotterie vom 7. Juli 1932 über ein Los zu 3 Schilling. Donaustaat-Note zu 20 Kronen (Unterdruck) mit Aufdruck der Österreichischen Kassenlotterie vom 7. Januar 1930 über ein Achtellos. Donaustaat-Note zu 50 Kronen (Unterdruck) ohne Lotterie-Aufdruck (selten). Donaustaat-Note zu 100 Kronen (Unterdruck) mit seitlichem Aufdruck "AubrunnerZimermann 18.5. / Neue Anlage". Donaustaat-Note zu 1000 Kronen (Unterdruck) mit Überdruck der 12. Österreichischen Staatslotterie vom 5. Juni 1924 als Los zu 10.000 Kronen. Donaustaat-Note zu 10.000 Kronen (Unterdruck) mit Überdruck der 11. Österreichischen Staatslotterie vom 31. Dezember 1923 als Los zu 10.000 Kronen. Diese auf schlechtem Papier im Unterdruck fertiggestellten Noten zu 10, 20, 50, 100, 1000 und 10.000 Kronen (ohne Währungsbezeichnung) wurden später von der Österreichischen Klassen- oder der Staatslotterie übernommen und fanden mit einem Überdruck versehen als Lotterielose in der Zeit von 1923 bis 1937 Verwendung. Siehe Auch den Fachartikel hier ! Albert Pick / Hans-Ludwig Grabowski (Überarbeitung und Bebilderung)
- Teutoburger Münzauktion 167: Nachbericht und Nachverkauf bis 4. April 2025
Das neue Auktionsjahr begann in Borgholzhausen mit der 167. Versteigerung bei der Teutoburger Münzauktion GmbH vom 4. bis 8. März 2025. Teil III umfasste die Abteilung Banknoten (Lose 4001 bis 4495) und Briefmarken. Bei den Banknoten waren wieder zahlreiche gute altdeutsche Talerscheine enthalten. Hier geht es direkt zum Nachverkauf im Banknotenteil der 167. Teutoburger Münzauktion: https://www.teutoburger-muenzauktion.de/de/suche/11308/seite/1/?lot_range=4001-4500&sale_type=AFTER_AUCTION_SALE Nachverkauf bis 4. April 2025! Einige Ergebnisse dem Banknoten-Teil: Los 4067: Banknoten, Altdeutschland, Hessen-Solms-Laubach (Oberhessen), Grafschaft, Cassen-Anweisung, 5 Gulden 1847. Gräflich Solmsische General-Casse zu Laubach 1847. Lit. A. I-, Zuschlag: 1.800 EUR Los 4071: Banknoten, Altdeutschland, Mecklenburg-Strelitz, Großherzogtum, Grabowski/Kranz 213, Rentei-Cassen-Schein, 10 Thaler 1.6.1869. Großherzoglich Mecklenburgische Finanz-Commission 1866 - 1869. KN. 4-stellig, Lit. B I. I-, sehr selten Zuschlag: 1.500 EUR Los 4080: Banknoten, Altdeutschland, Preußen, Posen, Provinz, Grabowski/Kranz 380, Banknote, 10 Thaler 18.3.1867. Provinzial-Actien-Bank des Großherzogtums Posen 1857 - 1883. Lit. A. Dieser Schein bei Grabowski/Kranz abgebildet. III, von größter Seltenheit Zuschlag: 6.750 EUR Los 4094: Banknoten, Die deutschen Banknoten ab 1871 nach Rosenberg, Deutsches Reich, 1871-1945, Rosenberg 6, Grabowski DEU-48, 5 Mark 10.1.1882. I, äußerst selten in dieser Erhaltung, Zuschlag: 3.000 EUR Los 4112: Banknoten, Die deutschen Banknoten ab 1871 nach Rosenberg, Deutsches Reich, 1871-1945, Rosenberg 128M, Grabowski DEU-158M2, 10 Bio. Mark 1.11.1923. Firmendruck, KN. 6-stellig, FZ: V, mit Rotaufdruck „Muster“ auf Vs. und ohne grüne Einfärbung des Papiers. In der Form nicht bekannt I-, Zuschlag: 575 EUR Los 4113: Banknoten, Die deutschen Banknoten ab 1871 nach Rosenberg, Deutsches Reich, 1871-1945, Rosenberg 129, Grabowski DEU-160b, 10 Bio. Mark 1.11.1923. Kn. 6-stellig, Wz. Hakensterne, FZ: DK. I-, Zuschlag: 750 EUR Los 4220: Banknoten, Die deutschen Banknoten ab 1871 nach Rosenberg, Deutsches Reich, 1871-1945, Rosenberg 244, Grabowski WBZ-8, 100 Deutsche Mark (roter Hunderter), Serie 1948. Kenn-Bst./Serie L/A. II, selten, Zuschlag: 2.000 EUR Los 4290: Banknoten, Deutsches Notgeld und KGL, Bielefeld (Westfalen), Notgeld besonderer Art, Grabowski P 26.3 Variante, Druckprobe zu 100 Mark 15.7.1921 „Französischer Vertragsbruch“. Auf roter Seide (Kleiderstoff) statt auf feinem, weißen Leinen, mit einer wunderschönen, Gold- gemusterten Borte in silberfarbener Seide umrändelt. Zusätzlich unterschrieben vom ehemaligen Direktors der Stadtsparkasse Bielefeld Paul Hanke. Unikat ! II, Klebereste auf der Rs., äußerst selten, Zuschlag: 4.500 EUR Los 4292: Banknoten, Deutsches Notgeld und KGL, Bielefeld (Westfalen), Notgeld besonderer Art, Grabowski P 34, Probe, zu 100 Mark 15.7.1921. Mehrfarbdruck auf weißer Seide, mit Umschrift „Nichts Schrecklicheres“, dieses Exemplar im Grabowski abgebildet. II, etwas fleckig, äußerst selten, Zuschlag: 2.700 EUR Hier geht es direkt zum Nachverkauf im Banknotenteil der 167. Teutoburger Münzauktion: https://www.teutoburger-muenzauktion.de/de/suche/11308/seite/1/?lot_range=4001-4500&sale_type=AFTER_AUCTION_SALE Nachverkauf bis 4. April 2025! Teutoburger Münzauktion GmbH Brinkstraße 9 33829 Borgholzhausen Tel.: 05425/930050 teutoburger-muenzauktion.de E-Mail: info@teutoburger-muenzauktion.de
- Neue Weltbanknoten-Varianten: März 2025, Teil 2
Guatemala, Tansania BNB = The Banknote Book (von Owen W. Linzmayer) SCWPM = Standard Catalog of World Paper Money (eingestellt) Guatemala 10 Quetzales vom 09.03.2022 BNB B606l: wie BNB B606k (SCWPM 123A), aber mit neuem Datum (9 DE MARZO DE 2022) und Druckvermerk (OBERTHUR fiduciaire). Tansania 1000 Shillings mit neuen Unterschriften BNB B140d: wie BNB B140c (SCWPM 41), aber mit neuen Unterschriften (Nchembra/Tutuba). 5000 Shillings mit neuen Unterschriften BNB B142d: wie BNB B142c (SCWPM 43), aber mit neuen Unterschriften (Nchembra/Tutuba). 10.000 Shillings mit neuen Unterschriften BNB B143d: wie BNB B143c (SCWPM 44), aber mit neuen Unterschriften (Nchembra/Tutuba). Hans-Ludwig Besler (Grabowski) (Abb. Owen W. Linzmayer, The Banknote Book )












