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2843 Ergebnisse gefunden für „“

  • Leserpost: Muster eines Kleingeldscheins aus Nienburg

    Hallo Herr Grabowski, heute noch ein N46.1a. Nicht nur Scheine ohne KN sind Muster, sondern natürlich gerade die mit Perforation MUSTER (siehe Abbildungen). Nienburg (Weser), Muster zu 25 Pfennig ohne Datum (1917), Muster ohne KN und mit Muster-Perforation, Vorder- und Rückseite. Beste Grüße aus Berlin, T. Neldner Antwort der Redaktion Besten Dank! Im Katalog zu den deutschen Kleingeldscheinen hatte ich vermerkt, dass es sich bei Scheinen dieser Ausgabe ohne Kontrollnummer um Muster handelt. Sie haben natürlich recht, ganz eindeutig sind solche Stücke natürlich durch die entsprechende Perforation "MUSTER" zu identifizieren. Tieste führt dieses Muster unter 5105.05.01M auf. Hans-Ludwig Grabowski Literaturempfehlung: Hans-Ludwig Grabowski: Deutsches Notgeld, Band 5+6: Deutsche Kleingeldscheine Amtliche Verkehrsausgaben 1916 – 1922 1. Auflage 2004 ISBN: 978-3-924861-85-8 976 Seiten, durchgehend farbig Broschur Preis: 59,80 Euro Mehr lesen

  • Die Geldballade

    Zitate rund ums Geld und Diese Welt: geld gilt wenn geld weniger gilt gibt es mehr geld wobei mehr geld weniger gilt als gestern weniger geld wenn geld mehr gilt gibt es weniger geld wobei weniger geld mehr gilt als gestern mehr geld geld gilt Kurt Marti (1921–2017) Schweizer Pfarrer, Schriftsteller und Lyriker

  • Aus privaten Sammlungen: Reichsbanknote zu 100 Billionen Mark vom 26. Oktober 1923

    Höhepunkt der großen Inflation und Stabilisierung der Mark im November 1923 Wie viele Nullen gehören hinter die 1? Am 2. November 1923 gab die Reichsbank die Ausgabe eines 100-Billionen-Mark-Scheins bekannt. Dies war der höchste Nennwert, den eine Banknote in Deutschland je hatte. Die Goldmark stand an diesem Tag (umgerechnet zum offiziellen Dollarkurs der Berliner Börse) bei 76 Milliarden Papiermark, so dass 100 Billionen Mark am 2. November 1923 etwa 1.300 Goldmark entsprachen. Doch die Hyper-Inflation war noch nicht auf ihrem Höhepunkt. Achtzehn Tage später, am 20. November 1923, war der Wert des 100-Billionen-Mark-Scheins auf 100 Goldmark gefallen. Dass damit der Höhepunkt der Inflation erreicht war, war den Menschen noch nicht bewusst. Doch der Reihe nach. Mit Beginn der Ausgabe der Rentenmark am 15. November 1923 durfte die Reichsbank dem deutschen Staat keine Kredite mehr gewähren. Damit endete die seit dem Ersten Weltkrieg aus dem Ruder gelaufene Staatsfinanzierung über die Notenpresse. Die Reichsbank gewann die Kontrolle über die Markwährung zurück. Ab dem 20. November 1923 gelang es ihr, den Dollarkurs in Berlin bei 4,2 Billionen Mark zu stabilisieren. An den ausländischen Börsen und im besetzten Rheinland wurde der US-Dollar freilich noch einige Tage deutlich höher gehandelt. So notierte er nach Angaben des Reichsbankpräsidenten Hjalmar Schacht an der Kölner Börse am 26. November 1923 sogar bei 11 Billionen Mark, fiel dann aber bis zum 30. November unter 8 Billionen Mark und schließlich am 10. Dezember auf die von der Reichsbank gewünschten 4,2 Billionen Mark (Hjalmar Schacht, "Die Stabilisierung der Mark", Berlin u. Leipzig 1927, S. 80). Bei diesem Dollarkurs war die Umrechnung der Papiermark in Gold- und Rentenmark einfach: Geteilt durch den Dollarkurs der Vorkriegszeit von 4,20 Goldmark ergab 1 Billion Mark genau eine Gold- oder Rentenmark. Bereits am 17. November 1923 hatte die Reichsbank verfügt, dass sie ab dem 22. November 1923 kein Notgeld mehr annehmen werde und dass die Aussteller von Notgeld aufgefordert würden, ihre Notgeldscheine, die sich in den Kassen der Reichsbank befanden, bis zum 26. November einzulösen. Da die Rentenmark nur innerdeutsches Zahlungsmittel war und die Reichsbank vorerst keine Papiermark-Kredite mehr vergab, zerschlug sich die Spekulation auf einen weiteren Kursverfall der Mark. Mit einem Darlehen der Rentenbank konnte das Deutsche Reich seine gesamten Altschulden von 191 Trillionen Mark tilgen – umgerechnet waren das ab dem 20. November 1923 „nur“ noch 191 Millionen Gold- oder Rentenmark. Das Geld war nun knapp, beim Staat wie bei den Unternehmen. Überall musste gespart werden. Viele Arbeiter wurden entlassen, Löhne und Gehälter gekürzt. Und die Preise sanken: Für ein Zweipfundbrot musste man Ende November noch 580 Milliarden Mark oder 0,58 Rentenmark bezahlen, Mitte Dezember nur noch 350 Milliarden Mark oder 0,35 Rentenmark. Im Dezember 1923 war die Inflation besiegt und die Mark endgültig stabilisiert. 1924 kam die Reichsmark und mit der deutschen Wirtschaft ging es wieder aufwärts. Die Arbeitslosigkeit sank, die Löhne stiegen, die „Goldenen Zwanziger“ begannen. Die Bevölkerung musste im Zahlungsverkehr nicht mehr mit astronomisch hohen Zahlen umgehen und rechnen: Bei der 100-Billionen-Mark-Note stünden, würde man den Nennwert in einer Zahl ausdrücken, immerhin 14 Nullen hinter der Eins... Objekttyp: Banknote Sammlung: Sammlung Hensengerth Authentizität: Original Land/Region/Ort: Deutsches Reich ("Weimarer Republik") Emittent: Deutsche Reichsbank, Reichsbankdirektorium Nominal: 100 Billionen Mark Datierung: 26. Oktober 1923 Vorderseite: Druck einseitig, Text auf Ornamenten mit Wertzahl Rückseite: ohne Druck Material: Papier mit Wasserzeichen Distelstreifen Format: 174 mm x 86 mm Nummerierung: C•0167030 Gültigkeit: November 1923 bis 5. Juli 1925 Zitate: DEU-153 (Grabowski: Die deutschen Banknoten ab 1871) Ro/Gra 125 (Rosenberg/Grabowski: Die deutschen Banknoten ab 1871) GER-128 (Standard Catalog of World Paper Money) Dr. Bernd Sprenger Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus Ihrer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com. Literaturempfehlung: Hans-Ludwig Grabowski: Die deutschen Banknoten ab 1871 Das Papiergeld der deutschen Notenbanken, Staatspapiergeld, Kolonial- und Besatzungsausgaben, deutsche Nebengebiete und geldscheinähnliche Wertpapiere und Gutscheine 23. Auflage 2023/2024 ISBN: 978-3-86646-224-3 864 Seiten, durchgehend farbig Preis: 39,90 Euro Zur Leseprobe Bestellung über den Verlags-Shop

  • Lexikon: Holzgeld

    Geld aus Holz (Bambusstäbchen) mit einem festgelegten Wert kannten die Chinesen bereits im 13. Jahrhundert. Der Indianerführer Pontiac (Kriegs-Häuptling vom Stamm der Ottawa) gab 1873 aus Birkenrinde hergestelltes und von ihm gekennzeichnetes Notgeld zur Finanzierung des großen Indianeraufstandes (Pontiac-Aufstand 1763 – 1766) aus. Die bekanntesten Ausgaben des 19. Jahrhunderts sind die auf Biberfelle lautenden "Holztoken" der Hudon's Bay Company für Kanada und die verschiedenen österreichischen Notgeldausgaben aus Damespielsteinen von 1848. Diese in Reichenberg (Böhmen) zirkulierenden Damesteine trugen einen Siegelabdruck oder aufgeklebte Zettel mit Vignetten und Wertangabe. Folgende private Aussteller wurden bekannt: G. Appelt (3, 6 Kreuzer); A. Augsten (6 Kreuzer); Barbalsy (6 Kreuzer); B. Ehrlich (2 Kreuzer); A. Hoffmann (1, 2 Kreuzer); W. Jantsch (3, 6 Kreuzer); P. Schahen (6 Kreuzer). Die gedruckten Holzgeldausgaben des 20. Jahrhunderts kann man nur in Beispielen anführen. Vor allem die US-amerikanischen "Wooden Nickels" füllen allein einen eigenen Katalog, doch sind die nach dem Zweiten Weltkrieg unter dieser Bezeichnung ausgegebenen Stücke kein Geld, sondern Souvenirs oder Reklameausgaben. Weitere bekannte Holzgeldausgaben des 20. Jahrhunderts: Passau, Gaststätte "Dreiflusseck": 50 Bierpfennige ohne Datum (1946/47) auf Material von Streichholzschachteln, Vorder- und Rückseite. Deutschland: Passau, Gasthaus "Dreiflusseck", 1946/47: 1, 2, 5, 10, 25, 50 Bierpfennige, auf Material von Streichholzschachteln. Hadersfeld im Wienerwald, Gemeinde: 20 Heller der 1. Auflage vom 1. Juni 1920 auf Sperrholzplatte, Vorder- und Rückseite. Österreich: Ansfelden, Gemeinde, 1920: 10, 30, 50 Heller auf Holzspänen; Hadersfeld, Gemeinde, 1920: 10, 20, 50 Heller in verschiedenen Auflagen, aus Sperrholz; Pischelsdorf, Gemeinde, 1920: 10, 20, 50 Heller, auf Furnierholz; St. Pölten, F. Weinhofer, 1920: 10, 20, 50 Heller, aus Sperrholz; Zell b. Zellhof, L. Altzinger, 1920: 10, 20, 50 Heller, aus Sperrholz. Wohl nur die Ausgaben aus St. Pölten und Zell zirkulierten tatsächlich als Notgeld. Spanien: Ivars d'Urgell, 1937: 1 Peseta auf Sperrholz gestempelt. Bad Wildungen, Stadt: Holzwertgutschein über 1/2 Festmeter Buchennutzholz mittlerer Güte vom 5. November 1923. Unter dem deutschen "wertbeständigen Notgeld" von 1923/24 gibt es bei den auf Sachwerte lautenden Scheinen auch solche, deren Wert nach einer bestimmten Menge Holz bemessen wird. Solche Holzscheine gibt es unter anderem von: Horgen, Gemeinde, über 1, 2, 5, 10 Kubikdezimeter (oder Zehntel-Festmeter) Nadelstammholz 1. Klasse; Wildungen, Bad, Stadt: über 1/20, 1/10, 1/3, 1/2 und 1 Festmeter (1 Festmeter = Goldmark) Buchennutzholz mittlerer Güte; Wimpfen, Stadt, 1 Raummeter Brennholz, Scheiter mittlerer Güte = 10,50 Goldmark, Albert Pick / Hans-Ludwig Grabowski (Überarbeitung und Bebilderung)

  • Europäische Währungsunion: Produktion von Euro-Banknoten 2025

    Kürzlich hat die Europäische Zentralbank Informationen zu der für 2025 geplanten Produktion von Eurobanknoten veröffentlicht. Insgesamt sollen 3.421.500.000 Euro-Banknoten im Gesamtwert von 70.129.500.000 Euro gedruckt werden. Dies ist der niedrigste Wert seit der Einführung des Euro-Bargelds im Jahr 2002, und auch die Anzahl der Banknoten ist im Vergleich zu 2002 am niedrigsten. Für das Jahr 2025 hat die EZB die Produktion der 5-Euro-Banknoten an die Zentralbanken Griechenlands und Spaniens vergeben. Da die Banknoten in diesen Ländern sicherlich "vor Ort" gedruckt werden, werden die Kontrollnummern voraussichtlich mit den Buchstaben Y und V beginnen. Für 2025 ist eine Auflage von 495 Millionen 5-Euro-Banknoten geplant. Mit der Produktion der 10-Euro-Banknoten hat die EZB die Zentralbanken von Belgien, Deutschland, Kroatien, Lettland, Litauen, Österreich und Portugal beauftragt. Belgien, Österreich und Portugal werden sicherlich wieder "im Land" drucken und die Kontrollnummern sollten deshalb mit Z, N und M beginnen. Deutschland, Kroatien, Lettland und Litauen haben sich zu einer Beschaffungsgemeinschaft zusammengeschlossen. Soweit bekannt, ist die Auftragsvergabe noch nicht abgeschlossen. Mal sehen, welche Druckereien den Zuschlag bekommen. Die geplante Auflage der 10-Euro-Banknoten beträgt 1.016.400.000 Stück. Die Produktion der 20-Euro-Banknoten wurde von der EZB an die Zentralbanken Deutschlands, Estlands, Irlands, Frankreichs, Italiens, Zyperns, Luxemburgs, Maltas, der Niederlande, Sloweniens, der Slowakei und Finnlands vergeben. Die geplante Auflage beträgt 1.267.100.000 Stück. Die Produktion der 50-Euro-Banknoten wurde an die Zentralbanken von Spanien, Frankreich und Italien vergeben. Wir dürfen uns also auf weitere druckfrische Euro-Banknoten mit den Buchstaben V, U und S freuen. Geplant ist eine Auflage von 643 Millionen Stück. Für 2025 ist NICHT geplant, Banknoten im Wert von 100 und 200 Euro zu drucken. Diese beiden Nennwerte wurden/werden in den Jahren 2022, 2023 und 2024 in relativ großen Stückzahlen hergestellt. Die Aufträge hierfür wurden von der EZB jeweils nur an die Bundesbank vergeben. Ralf Faust

  • Soldat, ergib Dich! – Drei ukrainische Propaganda-Noten

    Der Werchowna Rada, der ehemalige Oberste Sowjet der Ukraine, erklärt am 24. August 1991 die Unabhängigkeit des Landes, die durch ein Referendum am 1. Dezember 1991 von der Bevölkerung bestätigt wurde. Russland, Belarus und die Ukraine gründeten am 8. Dezember 1991 als „Nachfolge-Organisation“ der UdSSR die Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS).[1] Ziel der Gemeinschaft war die Pflege eines gemeinsamen Wirtschafts- und Sicherheitsraumes. Nach dem Zerfall der UdSSR wandten sich die osteuropäischen Staaten dem Westen zu, wurden Mitglied der NATO und der Europäischen Union. Anfang der 2000er-Jahre nahm auch in der Ukraine das Interesse zu, sich dem Westen zu nähern. Zwischen dem 21. November 2013 und 26. Februar 2014 gingen Hundertausende auf dem Majdan Nesaleschnosti („Platz der Unabhängigkeit“) in Kiew auf die Straße und protestierten gegen die überraschende Erklärung der ukrainischen Regierung, das Assoziierungsabkommen mit der Europäischen Union nicht zu unterzeichnen. Die blutigen Proteste führten schließlich zur Amtsenthebung des pro-russischen Präsidenten Wiktor Janukowytsch und zu vorzeitigen Präsidentenwahlen. Die Schwäche der ukrainischen Führung nutzte im Frühjahr 2014 Russland, um die ukrainische Krim zu besetzten und die Halbinsel am 18. März 2014 zu annektieren.[2] Der Bruch völkerrechtlicher Verträge, wie des Budapester Memorandums von 1994 über die Achtung der bestehenden Grenzen der Ukraine sowie weiterer Grundsätze der KSZE-Schlussakte von 1975, der Charta von Paris 1990 und der NATO-Russland-Grundakte von 1997 durch Russland erzeugte eine internationale Krise. Auch der 2008 verlängerte russisch-ukrainische Freundschaftsvertrag garantierte die Grenzen der Ukraine. In Resolution 68/262 der UN-Generalversammlung wurde am 27. März 2014 die territoriale Integrität der Ukraine und die Ungültigkeit des von Russland initiierten Referendums festgehalten und die friedliche Beilegung des Konflikts gefordert. Acht Jahre nach der Annexion der Krim erreichten die Spannungen ihren vorläufigen Höhepunkt. Am 24. Februar 2022 geschah das, was westliche Mächte mit Gesprächen und den Androhungen von Sanktionen verzweifelt zu verhindern versucht hatten: Präsident Wladimir Putin ließ russisches Militär in die Ukraine einmarschieren – drei Tage nachdem er die Unabhängigkeit der selbsternannten ostukrainischen „Volksrepubliken“ Luhansk und Donezk anerkannt hatte. Dieser Schritt ermöglichte die Anordnung der militärischen Operation zur Unterstützung der pro-russischen Separatistenführer im Donbass. Seitdem dauert der Angriffskrieg Russlands – von Putin verharmlosend „Spezialoperation“ genannt – mit zunehmender Härte und Zerstörung an. Der britische Militärgeheimdienst geht von 220 – 280.000 getöteten bzw. verwundeten russischen Soldaten aus, während auf ukrainischer Seite nach US-amerikanischen Schätzungen 100 – 120.000 Soldaten verwundet oder getötet wurden. Die genauen Opferzahlen sind unbekannt. 13,7 Millionen Ukrainerinnen und Ukrainer verließen nach Angaben des UNHCR ihr Land. 6,4 Millionen von ihnen sind zwar in der Zwischenzeit wieder zurückgekehrt, aber mehr als 7 Millionen Zivilisten sind innerhalb der Ukraine vor dem Krieg auf der Flucht. Nato- und EU-Staaten beschlossen umfangreiche Sanktionen gegen Russland und liefern humanitäre Hilfsgüter und Waffen zur Verteidigung des Landes. Die Ukraine wehrt sich nicht nur mit Waffen, sondern auch mit psychologischen Mitteln. In den vergangenen Wochen wurden in einer Internet-Auktion sog. ukrainische Propaganda-Scheine zum Kauf angeboten. Bei den drei Scheinen handelt es sich um nachempfundene Banknoten der Bank von Russland, und zwar um 1000- und 5000-Rubel-Scheine mit der Jahreszahl 1997 und dem 2000-Rubel-Schein von 2017. Die Originale wurden in der Wertzeichendruckerei Goznak in der Größe 157 x 69 mm auf Papier mit Wasserzeichen und gefensterten Sicherheitsstreifen gedruckt. Abb. 1.1/2: Propaganda-Note zu 1000 Rubel, Vorder- und Rückseite. Abb. 2.1/2: Bank von Russland, 1997, 1000 Rubel, Vorder- und Rückseite. Die Vorderseite des 1000-Rubel-Scheins zeigt im mittleren Feld links die Statue des Fürsten Jaroslaw dem Weisen und rechts die Kapelle „Unserer Lieben Frau“ in Kasan mit der Mauer des Jaroslawler Kremels im Hintergrund. Das Wappen in OVI-Druck bildet einen stehenden Bären mit einer Hellebarde ab. Auf der Rückseite ist die Kirche „St. Johannes des Täufers“ und der Glockenturm in Jaroslawl zu sehen. Abb. 3.1/2: Propaganda-Note zu 2000 Rubel, Vorder- und Rückseite. Abb. 4.1/2: Bank von Russland, 2017, 2000 Rubel, Vorder- und Rückseite. Im Mittelpunkt des Wertes zu 2000 Rubel findet sich auf der Vorderseite die Abbildung einer Schrägseilbrücke in Wladiwostok und auf dem rechten Schaurand ein Gebäude der Universität, während die Rückseite eine Rakete auf der Startrampe des Kosmodrom Wostotschny im Oblast Amur und eine Karte des östlichen Russlands zeigt. Abb. 5.1/2: Propaganda-Note zu 5000 Rubel, Vorder- und Rückseite. Abb. 6.1/2: Bank von Russland, 1997, 5000 Rubel, Vorder- und Rückseite. Die 5000-Rubel-Banknote zeigt im mittleren Feld der Vorderseite die Statue des Staatsmannes Nikolaj Nikolajewitsch Murawjow-Amurski, rechts davon der Turm in Chabarowsk mit einem Handelsschiff, sowie das Wappen von Chabarowsk in einem kaminrot-grünem OVI. Auf dem linken Schaurand oben das OVI-Banksiegel. Die Rückseite zeigt eine Autobrücke über den Amur. Die Propaganda-Scheine weisen nur geringfügige Veränderungen gegenüber den Originalnoten auf. Die Aufschrift „БИЛЕТ БАНКА РОССИИ“ (BANKNOTE DER BANK VON RUSSLAND) am oberen Rand wurde in „СОЛДАТ, СДАВАЙСЯ!“ (SOLDAT, ERGIB DICH!) abgewandelt. Dieser Aufdruck erscheint auch auf der Rückseite am oberen Rand. Auf Vor- und Rückseite wurde auf dem jeweiligen linken Schaurand der zusätzliche vierzeilige Text „зто не твоя война. / получишъ денъги и / международный / иммунтет." aufgedruckt, der übersetzt „Es ist nicht Ihr Krieg. Sie bekommen Geld und internationale Immunität.“[3] lautet. Auf dem gegenüber liegenden Schaurand findet sich ebenfalls vierzeilig der folgende Text: „+38 099 669 79 79 / (Whatsapp, Signal, / Telegram, Viber) / 24savelife@gmail.com“. Die Scheine haben die gleichen Maße wie die Originale, sind jedoch auf glattem Papier hergestellt. Über die Urheber der Propagandadrucke ist leider nichts bekannt, da keine zusätzlichen Druckangaben gemacht wurden. Sie können sowohl aus „offizieller“ Quelle stammen als auch private Erzeugnisse sein. Uwe Bronnert Anmerkungen [1] Am 21. Dezember 1991 schlossen sich mit Aserbaidschan, Armenien, Kasachstan, Kirgisistan, Moldau, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan acht weitere ehemalige Sowjetrepubliken der neuen Gemeinschaft an. 1993 trat auch Georgien dem Bund bei. Damit bestand die Gemeinschaft aus zwölf der ehemaligen 15 Sowjetrepubliken. Die drei baltischen Staaten – Litauen, Lettland und Estland – hielten sich von Anfang an der GUS fern. 2009 trat Georgien und 2018 die Ukraine wieder aus und Turkmenistan ist seit 2005 nur noch beigeordnetes Mitglied. Vgl. (08.01.2024). [2] Ein Blick auf die Geschichte der Krim-Halbinsel zeigt ein verworrenes Bild der staatlichen Zugehörigkeiten. Im Zuge der Auflösungserscheinungen der Goldenen Horde entstand um 1430 das Krim-Khanat, das bereits um 1475 unter osmanische Herrschaft kam, jedoch eine gewisse Autonomie behielt. Ende des 17. Jahrhunderts begannen erste russische Versuche, die Herrschaft über die Halbinsel zu erlangen. Erst am 8. April 1783 übernahm Zarin Katharina II. formell die Halbinsel. Nach dem Friedensschluss von Brest-Litowsk wurde am 3. März 1918 auf der Krim die Sowjetische Sozialistische Republik Taurien ausgerufen. Im Russischen Bürgerkrieg hielten die Weißen Garden die Halbinsel besetzt. Nach der Niederlage General Wrangels marschierte die Rote Armee ein und 1921 wurde die Krim zur Autonomen Sozialistischen Sowjetrepublik im Rahmen der Russischen Sozialistischen Förderration Sowjetrepublik (RSFSR). Die Deportation der Krimtataren im Mai 1944 schuf die Voraussetzungen, den Autonomiestatus aufzuheben. Seit dem 30. Juni 1945 bildete die Krim nur noch eine Oblast innerhalb der RSFSR. Nach dem Tod Stalins wurde 1954 die Krim der Ukrainischen Sozialistischen Sowjetrepublik übergeben. Nach der Auflösung der UdSSR sprachen sich am 17. März 1991 in einem Referendum 93 % der Krimbewohner für eine Wiedergründung der Autonomen Sozialistischen Sowjetrepublik (ASSR) und dem Verbleib in der Sowjetunion aus. Im Referendum vom 1. Dezember 1991 über die Unabhängigkeit der Ukraine stimmten auch in der ASSR 54 % der Wähler mit Ja. Das Parlament der Krim sprach sich dagegen für eine Unabhängigkeit der Halbinsel aus. Am 30. Juni 1992 schließlich erhielt die Krim weitreichende Autonomierechte bezüglich Finanzen, Wirtschaft, Kultur, Verwaltung und Recht. Außen-, Verteidigungs- und Währungspolitik blieben bei Kiew. Nach der Besetzung durch russische Truppen sprachen sich nach russischen Angaben am 16. März 2014 96,77 % der Wähler bei einer Wahlbeteiligung von 83,1 % für den Anschluss an Russland aus. Am 18. März informierte der russische Präsident Wladimir Putin die Öffentlichkeit über das Beitrittsgesuch der Republik Krim zur Russischen Föderation. Noch am selben Tag unterzeichnete Putin zusammen mit dem Ministerpräsidenten der Republik Krim Sergei Aksjonow, dem Parlamentsvorsitzenden Wladimir Konstantinow sowie dem Vorsitzenden des Koordinationsrates zur Organisation der Stadtverwaltung von Sewastopol, Alexei Tschaly, den Beitrittsvertrag der Krim zu Russland. Die Krim ist für Russland von besonderer Bedeutung, da Sewastopol der Heimathafen der russischen Schwarzmeerflotte ist. Abb. Propagandascheine: Uwe Bronnert, Banknoten der Bank von Russland: Hartmut Fraunhoffer, www.banknoten.de

  • Stadt Langensalza: Goldmark-Notgeld von 1923

    Ab 23. Oktober 1923 gestattete die Reichsregierung Kommunen die Ausgabe von wertbeständigem Notgeld, wenn es auf Teile der Reichsgoldanleihe vom 14. August 1923 lautete und durch diese Anleihe gedeckt war. Das Notgeld musste nominal auf 4,20 Mark Gold oder kleiner lauten. Die Scheine mussten neben der Bezeichnung „Notgeldschein“ den Vermerk „Ausgegeben mit Genehmigung des Reichsministers der Finanzen“ tragen. Die Reichsgoldanleihe wurde daraufhin in beträchtlichem Umfange von Städten erworben, bei der Reichsbank hinterlegt und zur Deckung ihrer eigenen wertbeständigen Notgeldausgaben verwendet, so auch in der Stadt Langensalza in Thüringen. Stadt Langensalza, wertbeständige Notgeldscheine über 5 und 50 Goldpfennig (Dezember- Reihe, ausgestellt am 10. Dezember 1923) sowie 0.21, 1.05 und 2.10 Goldmark (November- Reihe, ausgestellt in Langensalza am 30. November 1923). Stadt Langensalza, wertbeständiger Notgeldschein über 2,10 Mark-Gold = 1/2 Dollar vom 30. November 1923. Einen mengen- und wertmäßig erheblichen Umfang hatte das Goldmarknotgeld der kleinen Stadt Langensalza. Dort wurden am 15. und 30. November 1923 und am 10. Dezember 1923 insgesamt vier Reihen in den Verkehr gebracht; drei Reihen im November, die in den Nennwerten auf den Dollar abgestellt waren (21, 42 Goldpfennige sowie 1.05, 2.10, 4.20 und 8.40 Goldmark) sowie eine Reihe im Dezember, die auf die Mark abgestellt war (5, 10, 20, 50 Goldpfennige sowie 1, 2, und 5 Goldmark). Nach den Archivakten der Stadt betrug die Gesamtauflage der Notgeldemission rund 170.000 Goldmark. Im "Langensalzaer Allgemeinen Anzeiger" vom 18. Dezember 1923 heißt es zur mehrfachen Verschiebung der Einlösung des wertbeständigen Notgelds über den ursprünglich vorgesehenen 15. Dezember 1923 hinaus: „Nach einer Verordnung des Reichskabinetts soll der Aufruf der wertbeständigen Notgelder nicht vor Mitte Januar 1924 stattfinden, weil das Reichsfinanzministerium befürchtet, dass bei Aufruf vor vollständiger Ausgabe der Rentenmark sich sofort ein fühlbarer Mangel an Kleingeld bemerkbar machen würde. Hans-Georg Glasemann Bildquelle: Privat / Battenberg Gietl Verlag Literaturhinweis: Wilhelmy, Rudolf; Geschichte des deutschen wertbeständigen Notgeldes von 1923/1924, Dissertation, Berlin, 1962. Literaturempfehlung: Manfred Müller: Deutsches Notgeld, Band 12: Das wertbeständige Notgeld der deutschen Inflation 1923/1924 Titel: Gietl Verlag ISBN: 978-3-86646-519-0 Auflage: 1. Auflage 2011 Format: 14,8 x 21 cm Abbildungen: zahlreiche Schwarz-Weiß-Abbildungen Cover-Typ: Broschur Seitenanzahl: 608 Preis: 39,90 Euro

  • Neue Banknoten mit Porträt von König Charles III. werden ausgestellt

    Im Rahmen einer neuen Ausstellung im Museum der Bank of England, die am 28. Februar 2024 eröffnet wird, sollen neue Banknoten mit dem Porträt von König Charles III. präsentiert werden. Die Entwürfe der neuen Serie wurden HIER im Blog vorgestellt. Dies wird die erste Gelegenheit für die Öffentlichkeit sein, die neuen Polymerbanknoten zu sehen, bevor sie später in diesem Jahr offiziell in Umlauf gebracht werden. Die Ausstellung befasst sich auch mit der Zukunft des Geldes. Im Mittelpunkt steht das digitale Pfund, eine von der Bank of England herausgegebene digitale Währung. Nach Angaben der Bank wird die Ausstellung „Future of Money“ in der Londoner City auch Themen wie die Lebensdauer von Bargeld und die Auswirkungen des Bankwesens auf die Umwelt behandeln. Laut Bank ist die Verwendung von Bargeld im Vereinigten Königreich in den letzten zehn Jahren rapide zurückgegangen, was durch die Covid-19-Pandemie noch beschleunigt wurde. Die Zahlen zeigen, dass im Jahr 2011 55% der Zahlungen bar getätigt wurden und dieser Anteil bis 2021 auf 15% gesunken ist. Die Bank prognostiziert nun einen weiteren Rückgang auf 6 % bis 2031. Derzeit werden in Großbritannien täglich rund 70 Millionen Zahlungen mit Kredit- und Debitkarten getätigt. Dennoch ist Bargeld nach Ansicht der Zentralbank nach wie vor sehr wichtig. Im Jahr 2022 hatten 1,1 Millionen Menschen in Großbritannien kein Bankkonto und waren damit vollständig auf Bargeld angewiesen. Die Bank geht davon aus, dass viele Unternehmen auch in Zukunft nur mit Bargeld arbeiten werden. Donald Ludwig (polymernotes.org)

  • Wahl zur "Banknote des Jahres 2023" mit Gewinnspiel

    Ihre Wahl entscheidet – mitmachen und gewinnen! Es ist schon zur Tradition geworden, dass Leser von „Der Geldscheinsammler“ und Geldscheine-Online.com über die „Banknote des Jahres“ abstimmen und dabei Preise gewinnen können. Jährlich kommen weltweit zahlreiche neue Banknoten in Umlauf, die mit ihren Motiven und Farben viele Sammler begeistern. Das Sammelgebiet Weltbanknoten erfreut sich deshalb stetig wachsender Beliebtheit. Aufruf zur Wahl der Banknote des Jahres 2023 Die Redaktion von „Münzen & Sammeln“ und „Geldscheine-Online“ möchte deshalb erneut zur Wahl der „Banknote des Jahres“ aufrufen. Für die Auswahl wurden alle im Jahr 2023 ausgegebenen und vorgestellten Weltbanknoten berücksichtigt. Aus der großen Zahl der in Betracht kommenden Scheine hat sich die Redaktion für die nachstehend vorgestellte Auswahl von zwölf Banknoten aus allen Teilen der Welt entschieden, aus denen Sie, liebe Leser, die Banknote des Jahres 2023 wählen und mit etwas Glück dabei gewinnen können. Teilnahmebedingungen Wenn Sie an der Wahl der „Banknote des Jahres 2023“ teilnehmen möchten, dann senden Sie uns eine E-mail an info@geldscheine-on­line.com mit der Nummer der von Ihnen gewählten Note und dem Betreff „Banknote des Jahres 2023“. Bitte vergessen Sie auch nicht, uns Ihre Postanschrift mitzuteilen, denn unter allen Einsendern erfolgt eine Verlosung. Mitarbeiter des Verlags und allgemeine Gewinnspielservices sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Die Gewinner erhalten: Die Plätze 1 bis 3 erhalten je einen Einkaufsgutschein für Fachliteratur: Platz 1 – Einkaufsgutschein über 75 Euro Platz 2 – Einkaufsgutschein über 50 Euro Platz 3 – Einkaufsgutschein über 25 Euro Die Plätze 4 bis 10 erhalten je zwei Geldschein-Notizblöcke mit Motiven aus den ehemaligen deutschen Kolonien. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner werden in der Ausgabe 4/2024 von "Münzen & Sammeln" und zeitgleich über www.geldscheine-online.com und per angeschlossenem kostenlosem Newsletter bekannt gegeben. Einsendeschluss: Einsendeschluss ist der 5. März 2024! Wegen Redaktionsschluss für die Ausgabe 4/2024 nehmen später eingehende Meldungen nicht mehr an der Ziehung der Gewinner teil und können deshalb bei der Wahl zur Banknote des Jahres auch nicht mehr berücksichtigt werden. Datenschutz Die Datenschutzbestimmungen finden Sie hier! Unsere Vorschläge zur "Banknote des Jahres 2023" Vorschlag Nr. 1 – Abchasien: 25 Aspar, Gedenkbanknote 30 Jahre „Sieg im Vaterländischen Krieg“, ausgegeben ab 22. Mai 2023. Vorschlag Nr. 2 – Ägypten: 20 Pfund, die erste Polymer-Banknote Ägyptens, in Umlauf ab 20. Juni 2023. Vorschlag Nr. 3 – Barbados: 5 Dollars der neuen Banknotenserie von 2022 (Polymer), in Umlauf ab 5. Dezember 2022. Vorschlag Nr. 4 – Cayman Islands: Gedenkbanknote über 70 Dollars zum ersten Todestag von Königin Elisabeth II., ausgegeben ab 12. Oktober 2023. Vorschlag Nr. 5 – Fidschi: Polymer-Gedenkbanknote zum chinesischen Mondjahr des Drachen, ausgegeben ab 8. August 2023. Vorschlag Nr. 6 – Jamaika: 50 Dollars der neuen Polymerbanknotenserie, in Umlauf ab 15. Juni 2023. Vorschlag Nr. 7 – Jordanien: 1 Dinar der neuen Banknotenserie 2022, in Umlauf ab 26. Dezember 2022. Vorschlag Nr. 8 – Kasachstan: 20000 Tenge der neuen Banknotenserie 2025, vorgestellt am 15. November 2023. Vorschlag Nr. 9 – Polen: Gedenkbanknote aus Polymer-Kunststoff zu 20 Złotych zum 550. Geburtstag von Nikolaus Kopernikus, in Umlauf ab 9. Februar 2023. Vorschlag Nr. 10 – Samoa: Gedenkbanknote über 60 Tala zum 60. Jahrestag der Unabhängigkeit, ausgegeben ab 31. Mai 2023. Vorschlag Nr. 11 – Südafrika: 10 Rand der neuen Banknotenserie, in Umlauf ab 4. Mai 2023. Vorschlag Nr. 12 – Ukraine: Gedenkbanknote zum ersten Jahrestag des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine, in Umlauf ab 24. Februar 2023. Soweit unsere Vorschläge. Nur wer mitmacht, kann gewinnen! Hans-Ludwig Grabowski Abb. Hartmut Fraunhoffer, www.banknoten.de

  • 1. Teutoburger e-live-Auktion: Vorschau

    Vom 19. bis 22. Februar 2024 (immer ab 17 Uhr) findet die 1. Teutoburger e-live-Auktion statt. Angeboten werden über 2.700 Lose, unter anderem Münzen von der Antike bis zur Gegenwart, Medaillen, numismatische Fachliteratur, Orden und Ehrenzeichen, Briefmarken und natürlich auch Papiergeld. Vorbesichtigung ab 29. Januar 2024 nach Terminvereinbarung! Hier geht es direkt zur Auktion: https://www.teutoburger-muenzauktion.de/de/auktion/10095/#6894 Hier geht es direkt zum Papiergeld-Teil der 1. Teutoburger e-live-Auktion: https://www.teutoburger-muenzauktion.de/de/suche/10095/seite/1/?lot_range=6894-7225 Als Auktionsvorschau stellen wir hier eine kleine Auswahl an Geldscheinen vor, die zur Versteigerung stehen. Los 6894 China, Pick AA10, Kuan o.J.(1368/1398). Kaiser Tai Zu, Epoche Hong Wu. Maulbeerbaum-Papier. Smith/Matravers T36-20. Eine der frühesten Banknoten der Welt. Erh. IV, Einrisse. Ausruf: 300 Euro Los 6903 Banknoten, Die deutschen Banknoten ab 1871 nach Rosenberg, Westliche Besatzungszonen und BRD, ab 1948, Ro 234b, (WBZ-3b) 2 Deutsche Mark, Austauschnote 1948. Serie G/G. III- / IV+, äußerst selten Ausruf: 750 Euro Los 6904 Banknoten, Die deutschen Banknoten ab 1871 nach Rosenberg, Westliche Besatzungszonen und BRD, ab 1948, Ro 236 b (WBZ-4b), 5 Deutsche Mark Austauschnote, Serie 1948. Kennbuchst. G, Serie G (Patte 62). III, äußerst selten Ausruf: 2.000 Euro Los 6909 Banknoten, Die deutschen Banknoten ab 1871 nach Rosenberg, Westliche Besatzungszonen und BRD, ab 1948, Ro 268a (BRD-12a), 1000 Deutsche Mark 2.1.1960. Serie W/A. PMG Grading 55 About Uncirculated. Ausruf: 1.000 Euro Los 6942 Banknoten, Deutsches Notgeld und KGL, Bergisch Gladbach (Rheinland) Stadt, Dießner 051.2, 5 Bio. Mark 5.9.1923. Wz. Schleifenkreuz I- Ausruf: 150 Euro Los 7012 Banknoten, Deutsches Notgeld und KGL, Brilon (Westfalen) Kreissparkasse, Dießner 087.2, 5 Bio. Mark 25.09.1923. I- bis II+ Ausruf: 100 Euro Los 7088 Banknoten, Deutsches Notgeld und KGL, Köln (Rheinland) Stadt, Dießner 382.3d, 10 Bio. Mark 1.11.1923. Wz. Mauerwerk, Serie A. III Ausruf: 100 Euro Los 7168 Banknoten, Deutsches Notgeld und KGL, Neustadt an der Haardt (Pfalz) Stadt, 1 Bio. Mark 10.10.1923. Gültig bis 25.12.1923. Wz. „gegenüber“. III, selten Ausruf: 150 Euro Los 7183 Banknoten, Deutsches Notgeld und KGL, Pfarrkirchen (Bayern) Bezirkssparkasse, Dießner 575.1, 2, 3, 4, 4 Scheine zu 1, 5, 10 u. 20 Bio. Mark November 1923. Gedruckte Schecks auf die Städtische Sparkasse, ohne Wz. I-II Ausruf: 200 Euro Los 7194 Banknoten, Deutsches Notgeld und KGL, St. Goarshausen (Hessen-Nassau) Kreisausschuss, Dießner 625, 2 x 1, 5, 10 und 20 Bio. Mark 22.10.1923. Ohne Wz. I-II Ausruf: 150 Euro Hier geht es direkt zur Auktion: https://www.teutoburger-muenzauktion.de/de/auktion/10095/#6894 Hier geht es direkt zum Papiergeld-Teil der 1. Teutoburger e-live-Auktion: https://www.teutoburger-muenzauktion.de/de/suche/10095/seite/1/?lot_range=6894-7225 Teutoburger Münzauktion GmbH https://www.teutoburger-muenzauktion.de/de/ Hans-Ludwig Grabowski

  • Nicht realisierte Geldschein-Entwürfe

    Weltweit gibt es eine Vielzahl von Banknotenentwürfen, die aus unterschiedlichen Gründen nie zur Ausgabe gelangten. Darunter befinden sich Bleistiftskizzen sowie Tusche- und Farbzeichnungen. Es sind sowohl Einzeldrucke als auch ganze Serien bekannt. Es fällt auf, dass in den letzten Jahren eine Flut von Entwürfen bekannt geworden ist, die nicht aus Gestaltungswettbewerben der Notenbanken stammen. Meist handelt es sich um private Redesigns oder Fantasieentwürfe. Die Hintergründe für die Entstehung solcher Entwürfe – oder Essays, wie sie im Ausland genannt werden – sind teilweise historisch bedingt. Entwürfe – nicht realisiert Khartum/Schuldschein 1884 Der Entwurf in englischer Sprache diente während der Belagerung von Khartum als Vorlage für die in arabischer Sprache ausgegebene Serie der sogenannten „Khartoum currency“. Der britische Gouverneur im Sudan, Generalmajor Charles George Gordon, ließ die Scheine in den Wertstufen 5, 10, 20, 100, 500, 1000, 2500 und 5000 Piaster lithographieren. Der Text lautet „20 Twenty Government Piastre / This sum is accepted I will be paid from the Khartoum Treasury or Cairo after 6 months from this date (Diese Summe wird angenommen und vom Schatzamt in Khartum oder Kairo nach 6 Monaten von diesem Datum an ausgezahlt). Gordon Pasha / seal (Gordon) C. G. Gordon / 25th. April 1884“. Ein ähnlicher, textlich veränderter Entwurf in englischer Sprache mit demselben Datum und der fiktiven Kontrollnummer 24268 wurde fünf Tage nach der Schlacht von einem britischen Unteroffizier in den Ruinen von Khartum gefunden. Abb. 1: 20 Piaster, 25. April 1884, Vs., handschriftlicher Entwurf auf Briefpapier (Quelle: Spink Auction Nr. 18015). Wilhelmshaven, Notgeld 1945 Der damalige Wilhelmshavener Oberbürgermeister Dr. Müller beauftragte den ortsansässigen Grafiker Emil Georg Baumann mit Entwürfen für eine Notgeldserie. Baumanns Unterschrift findet sich auf allen Entwürfen, auf der Rückseite des 50-RM-Scheins auch sein Namenskürzel „G-E-B“. Am 6. Mai 1945 wurde die Stadt von polnischen Soldaten besetzt. Wegen Papiermangels kam es nicht mehr zum Druck. Ähnliche einfarbige Entwürfe sind auch vom Mülheimer Notgeld 1945 bekannt. Abb. 2: 1 Reichsmark, Mai 1945, Vs., Notgeld-Entwurf, einseitige Tuschezeichnung (Quelle: Stadtarchiv Wilhelmshaven). Türkei, Banknote um 1930 Eine farbige Zeichnung des englischen Künstlers Leonard Douglas Fryer entstand in der Werkstatt der Druckerei Waterlow & Sons Ltd. in London. Die Handzeichnung zeigt die Festung Rumeli im europäischen Teil Istanbuls. Der Name der Bank „Türkiye Cümhuriyet Merkez Bank“ wurde handschriftlich korrekt zu „... Bankasi“ ergänzt. Die grafische Darstellung der Rumeli Hisarı wurde Jahre später als Motiv auf der türkischen 500-Lira-Banknote von 1937 (TDLR) und nochmals auf der 100-Lira-Banknote von 1947 (ABNCo.) verwendet. Der gezeigte Entwurf wurde nicht realisiert. Abb. 3: 5 türkische Lira o. D., Vs, Entwurf, einseitige Handzeichnung (Quelle: Spink Auction Nr. 354). Weitere farbige Entwürfe sind z.B. aus Deutschland bekannt: 1000 Reichsmark mit dem Motiv „Seemann“/Vs. und „... Juni 1941“, gezeichnet von Ernst Rudolf Vogenauer [1] - oder aus der UdSSR: die Banknote 100 Mark 1944, gezeichnet vom Goznak-Chefgrafiker Iwan Dubasow [2]. Bulgarien, Banknote um 1912 Nach 1910 vergab die Bulgarische Nationalbank den Auftrag für die Gestaltung künftiger Banknoten erneut an die renommierte englische Wertpapierdruckerei Bradbury, Wilkinson & Co. in New Malden. Der Druckauftrag ging damals jedoch an die Reichsdruckerei in Berlin. Es blieb bei dem einen Entwurf mit dem Porträt von Zar Boris III. in Marineuniform – der Grafiker aus dem BW-Atelier ist namentlich unbekannt. Abb. 4: 50 Leva Zlato, o. D., Vs. Entwurf, zweiseitiger einfarbiger Druck, Wertangabe/Text: „ДВАДЕСЕТЬ ЛЕВА ЗЛАТО“ (= 20 Leva Gold), aber Wertzahlen: „50“ (!) (Quelle: Marciniak Auction Nr. 8). Weitere einfarbig gedruckte Entwürfe sind aus der Schweiz bekannt: 10 Angolares (um 1920) mit „Republica Portugueza Angola / Junta de Moeda de Angola“ (Druckfehler beabsichtigt?); Entwurf: Art. Institut Orell Füssli, Zürich. Dort wurden auch doppelseitige und mehrfarbige Banknoten zu 1 Angolar hergestellt. Preußen, Kassenanweisung 1833 Für die 1820 gegründete Preußische Hauptverwaltung der Staatsschulden wurde eine Nachfolgeserie der Talerscheine von 1824 vorbereitet. Es wurden Probedrucke auf sämischen Papier angefertigt, die eine verbesserte Qualität aufwiesen. Mit dem Datum 2. Januar 1835 kam die neue Serie in den Abschnitten 1, 5, 50 und 100 Thaler in Umlauf. Ein ähnlicher zweiseitiger Druck mit Datum 1. Januar 1834 befindet sich ebenfalls im Münzkabinett Berlin. Abb. 5: 1 Thaler Courant, 1. Januar 1833, Vs., zweiseitiger Probedruck, Entwurf: mehrere Künstler unter Leitung von Karl Friedrich Schinkel; Druck: Vorläufer der Königlich-Preußischen Staatsdruckerei (Quelle: Münzkabinett Berlin/Staatliche Museen zu Berlin). Bundesrepublik Deutschland, Banknote 1949 Die Bank deutscher Länder hatte die Grafiker Max Bittrof und Hermann Virl verpflichtet, für eine spätere Serie Banknoten-Entwürfe vorzulegen. Die 20-DM-Banknote kam jedoch nicht zur Druckausführung. Die Entwürfe zu 50 DM (1950, Porträt nach einem Dürer-Gemälde) und zu 100 DM (1949, Porträt von J. W. v. Goethe) wurden ebenfalls nicht realisiert. Abb. 6: 20 D-Mark, 1. Jan. 1950, "Europa auf dem Stier", 7-stellige Kontrollnummer ➄ K 0206525 E und fünf angedeutete Unterschriften (Quelle: Deutsche Bundesbank). Entwürfe – realisiert: in Serien gedruckt, aber nicht ausgegeben Viele Entwürfe wurden für den Druck umgesetzt und in großen Auflagen gedruckt. Aus verschiedenen Gründen wurden manche Banknoten nicht ausgegeben und vorerst eingelagert. Meist handelt es sich hierbei um sog. Ersatz- oder Reserveserien. Dazu gehören die D-Mark-Serien für die Bundesrepublik („Bittrof-Serie“/BBk II, 1. Juli 1960) in einer Menge von 25,3 Mrd. DM. Dazu äußerte sich 1959 ein Mitarbeiter der Deutschen Bundesbank: „Meines Wissens haben einige Notenbanken für alle Fälle Ersatzplatten zur Hand, mit denen sofort der Druck neuer Ausgaben aufgenommen werden kann.“ Während des sog. „Kalten Krieges“ waren viele Fälle für die Verwendung der Ersatzserien denkbar. Deshalb ließ man auch für Westberlin („Berlin-Serie“, 1. Juli 1963, Grafiker: Rudolf Gerhardt) Ersatzbanknoten in Höhe von 3,9 Mrd. DM drucken, die aber 1988 durch Verkollerung vernichtet wurden. Hier sind auch die in Leipzig überdruckten DM-Ost-Banknoten der Serie 1955 einzuordnen, die bis dahin nicht vernichtet wurden. Im Februar/März 1980 wurde im Nationalen Verteidigungsrat der DDR über Militärgeld diskutiert – mit den Aussagen: „Militärgeld soll bei Handlungen auf gegnerischem Territorium zur finanziellen Sicherstellung von Versorgungsaufgaben und Wehrsoldzahlungen der Nationalen Volksarmee eingeführt werden.“ und „Militärgeld zur Versorgung der Verbände und Truppenteile durch Feldbanken auf fremdem Territorium in Höhe von 4,8 Mrd. M ist in Sonderdepots eingelagert.“ Die Schweizer Nationalbank ließ 1984 ihre 7. Banknotenserie drucken; die nicht ausgegeben und somit zur Reserveserie wurde. Roger und Elisabeth Pfund gestalteten die sechs Werte umfassende Serie – den Druck besorgte Orell Füssli Arts Graphiques SA. Polen, Banknoten 1939 Historisch bemerkenswert sind die Serien von gedruckten und ebenfalls nicht ausgegebenen Geldscheine der Bank Polski mit den Daten 15. und 20. August 1939. Nach Beginn der Besetzung Polens durch deutsche Truppen evakuierte man die Polnische Bank samt Goldbeständen seit dem 5. September 1939 über Rumänien und dann auf dem Seeweg nach Frankreich und später nach Großbritannien. Die im Oktober 1939 in Frankreich gegründete Exilregierung beschloss, neue Banknoten drucken zu lassen und nach der Befreiung Polens in Umlauf zu geben. Es wurden ab 1940 Druckaufträge nach England vergeben: eine erste Serie (Bradbury Wilkinson & Co. in New Malden fertigte die Scheine zu 1, 2 und 5 Złotych und in London stellte man bei Thomas de la Rue die Scheine zu 10, 20, 50, 100 und 500 Złotych her – alle mit dem Datum 15. August 1939); die zweite Serie wurden anschließend in New York bei der American Bank Note Co. gedruckt (20 und 50 Złotych mit dem Datum 20. August 1939). Insgesamt wurden 186 Mio. Banknoten im Wert von 7,328 Mrd. Złotych gedruckt. ABNCo. druckte die beiden Noten zwischen 1942 und 1943. Die eingelagerten und 1947 an die am 15. Januar 1945 gegründeten Narodowy Bank Polski in Warschau übergeben. Abb. 7: 20 Złotych, 20. August 1939, Vs., zweiseitiger Druck, Entwurf: nach einem Foto von M. Steckel, Ausgabe der polnischen Exilregierung, bei der American Bank Note Co. gedruckt (Quelle: WCN E-Auktion Nr. 394). Anfangs diskutierte die neuen Machthaber, ob man die neuen Banknoten in Verkehr bringen sollte. Angeblich entsprach die Gestaltung der Geldscheine nicht den Vorstellungen der Kommunisten; schließlich wurden 1951 alle Serien in der Papierfabrik Miłków fast vollständig vernichtet. Wenige Scheine haben überstanden und sind heute für 4-stellige Beträge auf dem Sammlermarkt erhältlich. Auf den Banknoten der ersten Serie sind die französischen Gestalter und der polnische Graveur auf den Vorderseiten erkenntlich: Edmund Dulac, Eduard Meronti und Clément Serveau – gestochen wurden sie vom bekannten polnischen Graveur Włodzimierz Vacek, der nach seiner Flucht nach England im Atelier bei De La Rue angestellt wurde. Eine andere polnische Banknotenserie (Datum 1. März 1990/Städteserie), die bei Giesecke & Devrient gedruckt wurde, gelangte ebenfalls nicht in Umlauf. Entwürfe – nicht realisiert: Fantasiescheine und Redesigns Viele Entwürfe entstanden ohne eine Autorisierung von Emissionsbanken, wie bspw. die 1949er Serie von Alfred Goldammer [3] oder die 20-D-Mark-Banknote mit Datum 9. Oktober 1954 aus dem Atelier von De la Rue. [4] In den vergangenen 10 bis 15 Jahren wurden zahlreiche "Geldscheinentwürfe" bekannt, die aus privaten Ateliers stammen. Besonders aktiv und kreativ ist Matej Gábriš. Der 1977 in Košice Geborene studierte Gebrauchsgrafik in Bratislava, war schließlich Abteilungsleiter bei ŠEVT und ist seit 2017 freischaffender Grafiker. Beeindruckt durch die Diskussionen über den Austritt Griechenlands aus der Eurozone entwarf er 2012 umgehend einen 100-Drachmen-Schein. Bemerkenswert sind seine "Banknotenentwürfe" (Fantasiescheine), die nie verwirklicht werden können. Beispiele sind Ausgaben für San Marino, Andorra und Monaco, wo Euro-Münzen geprägt werden, aber keine Lire-, Peseta- bzw. Francs-Scheine kursieren – oder Ausgaben für den Kongelige Grønlandske Handel, dem 1908 die Verwaltung Grönlands entzogen wurde. Auf Grönland gilt die Dänische Krone. Gábriš selbst bezeichnet seine Scheine als Geldkunst. Abb. 8: 200 Lire, 2016, Vs., Repubblica di San Marino; Entwurf: Matej Gábriš, Gabrisbanknote. Abb. 9: 200 Kroner, 2018, Vs., Kongelige Grønlandske Handel; Entwurf: Matej Gábriš, Gabrisbanknote. Auch für die Pitcairn-Inseln – britisches Überseegebiet und bekannt durch die Geschichte um das Segelschiff „Bounty“ – schuf Gábriš eine ganze Dollar-Serie (auf den Pitcairn Islands gilt der neuseeländische Dollar). Unter dem Handelsnamen Gabrisbanknote sind weitere Entwürfe mit den Aufdrucken „Probe“, „Specimen“, „Test Essay Note“ usw. zu sehen. Neben der Fantasienote 300 Mark der DDR von 2016 mit dem Abbild von Honecker fertigte Gábriš weitere Scheine z. B. für Åland, Sansibar, Schottland, Spitzbergen, Transsylvanien, Wales und für eine nordamerikanische Währungsunion an. Siehe auch folgende Beiträge zu Matej Gábriš hier im Blog: https://www.geldscheine-online.com/post/money-art-notes-as-a-way-of-expression https://www.geldscheine-online.com/post/die-geld-kunst-des-matej-g%C3%A1bri%C5%A1 https://www.geldscheine-online.com/post/noch-mehr-geld-kunst-des-matej-g%C3%A1bri%C5%A1 https://www.geldscheine-online.com/post/fantasienote-zu-10-kronen-von-1921-mit-franz-joseph-i https://www.geldscheine-online.com/post/leserpost-geldscheine-von-monaco-und-tansania https://www.geldscheine-online.com/post/leserpost-unbekannte-tschechische-banknote Als weitere Grafiker widmete sich der US-Amerikaner Richard J. Reed ebenfalls den Illusions-Banknoten. Die Aufzählung ließe sich fortsetzen. Der New Yorker Designer Richard Smith rief 2010 zu dem Gestaltungswettbewerb „Dollar ReDe$ign Project“ auf, bei dem sich viele Künstler weltweit beteiligten und recht unterschiedliche Ergebnisse lieferten. Smith wollte „dem US-Dollar ein neues Markenzeichen geben, um das finanzielle Vertrauen wiederherzustellen und unsere scheiternde Wirtschaft wiederzubeleben“. Problematisch sind die Entwürfe von Daniel Berry oder Donnie Apted. Die Scheine sehen aus wie Plakate. Anspruchsvoller, dennoch gewöhnungsbedürftig, sind die Entwürfe von Richard Winchell. Und Nathan Tyler Allen entwarf neue US-Noten, die aussehen wie Flyer. Die Agentur Mucho in San Francisco gewann die Aktion; deren Dollarnoten ähneln aber schlichten Umschlägen von Schulbüchern. Gefälliger und akzeptabel zeigen sich die grafischen Umsetzungen des Griechen Pavlos Vatikiotis einer Dollarschein-Serie von 2013. Abb. 10: 50 Dollars, 2013, Vs.; United States of America; Entwurf: Pavlos Vatikiotis. Entwürfe – nicht realisiert: Euro-Banknoten von 2025 Entsprechend der Pressemitteilung der Europäischen Zentralbank vom 6. Dezember 2021 sollen die Euro-Banknoten in den kommenden Jahren ein neues Gesicht bekommen. Dafür wählte die EZB mögliche Themen aus. Die Entscheidung dazu begründete EZB-Präsidentin Christine Lagarde mit ihrer Aussage: „Nach 20 Jahren ist es an der Zeit, die Gestaltung unserer Banknoten unter die Lupe zu nehmen und sie so zu gestalten, dass sich Europäerinnen und Europäer unabhängig von Alter oder Hintergrund besser mit ihnen identifizieren können“. EZB-Direktoriumsmitglied Fabio Panetta sagte dazu: „Der Prozess zur Neugestaltung der Euro-Banknoten verläuft parallel zu unserer Untersuchungsphase zum digitalen Euro. Mit beiden Projekten wollen wir unser Mandat erfüllen, den Europäerinnen und Europäern sicheres Geld bereitzustellen.“ Im Jahre 2021 gab man vor: „Die EZB wählt neues Design der Euro-Banknoten voraussichtlich bis 2024 aus, die EZB wird öffentliche Meinungen einholen und eine Interdisziplinäre Gruppe wird den EZB-Rat zu neuen Themen beraten.“ Zeitlich ist das Projekt überholt, im Sommer 2023 hieß es aber: „Nach Abschluss des Gestaltungsverfahrens wird der EZB-Rat die Herstellung der neuen Banknoten genehmigen und über potenzielle Ausgabetermine entscheiden. So schnitten die besten Themen bei der ... durchgeführten Umfrage mit mehr als 23.000 teilnehmenden Menschen ab: »Europäische Kultur« 21 %, »Flüsse (Wasser des Lebens in Europa)« 18 % und »Vögel (frei, widerstandsfähig, inspirierend)« 17 Prozent.“ Wahrscheinlich werden von den nationalen Emissionsbanken der Euro-Zone wiederum einige Künstler benannt, die neue Serien der Euro-Banknoten entwerfen werden. Und es wird wieder Entwürfe geben, die den Siegerentwürfen unterliegen werden. Ähnlich war es fast sechs Jahre vor Einführung der ersten Euro-Banknoten: „Im Februar 1996 begann der Gestaltungswettbewerb, an dem 29 Grafiker und Grafikerteams teilnahmen, die von 14 nationalen Zentralbanken der EU nominiert wurden. Im September 1996 beurteilte eine Jury aus international renommierten unabhängigen Experten für Marketing, Grafik und Kunstgeschichte die eingereichten Entwürfe und wählte je fünf für beide Themenbereiche aus. Im Oktober 1996 erfolgte eine Umfrage unter insgesamt 2000 Personen aus allen EU-Ländern außer Dänemark und am 3. Dezember 1996 wählte der Rat des EWI schließlich den Vorschlag aus Österreich Nr. T 382 als Gewinner des Gestaltungswettbewerbs.“ [5] Unklar bis heute ist die Ausgabe von neuen 500-Euro-Scheinen, da die derzeitigen 500er von den Banken und Kassen nach und nach eingezogen werden. Carl-Ludwig Thiele, bis April 2018 Mitglied des Vorstands der Deutschen Bundesbank, schloss in einem Interview das Comeback der 500-Euro-Scheine nicht aus. Aktuell sind rund 400 Millionen 500-Euro-Scheine im Umlauf. Die Europäische Zentralbank nennt den lila Schein auch „Lieblingsschein der Kriminellen“. Aus diesem Grund wurden 500-Euro-Scheine seit 2016 nicht mehr gedruckt und seit April 2019 nicht mehr von der Bundesbank an andere Banken ausgegeben. Abb. 11: 200 Euro, Vs.; EZB; Männerporträt vor europäischen Briefmarken; Ausschnitt der Innenansicht der Börse von Amsterdam, darunter der Ausspruch Mephistos „Grau, teurer Freund, ist alle Theorie“ aus Goethes Faust, Teil 1, und im Grauton des Schaurands: Porträt von J. W. von Goethe. Es ist zu hoffen, dass die neue Serie von der Gestaltung her qualitativ und technisch allen Bedingungen von heute entspricht. Ansprechend waren die Entwürfe der Euro-Noten von Roger Pfund seines Vorschlags T 835 „Zeitalter und Stile in Europa“ – nicht so die Entwürfe seines Vorschlags M 614 „Abstrakt und modern“ im Stil der 1990er- Jahre. Das Thema „Europäische Kultur“ wäre in einer entsprechenden Umsetzung wünschenswert. Michael H. Schöne Quellen: [1] geldscheine-online.com, 25. Oktober 2022 [2] geldscheine-online.com, 12. April 2022 [3] geldscheine-online.com, 11. Januar 2022 ff https://archiwum.niemczyk.pl https://de.wikipedia.org https://en.numista.com https://en.wikipedia.org https://smb.museum-digital.de https://www.behance.net https://www.bpb.de https://www.currencybanknotes.com https://www.ecb.europa.eu https://www.gabrisbanknote.com https://www.pmgnotes.com https://www.spiegel.de

  • Somalia: Unbekannte 2000-Schilling-Note – Geld, das auf der Straße liegt

    Anfang der 2010er-Jahre ordnete die somalische Übergangsregierung den Druck einer neuen Banknotenserie im Sudan an (vermutlich durch die staatliche Sudan Currency Printing Press). Im Jahr 2013 erklärte die neue somalische Bundesregierung, dass die Einführung der Banknoten auf unbestimmte Zeit verschoben werde, bis die somalischen Finanzinstitutionen gestärkt seien. Es ist nicht bekannt, ob der Sudan zu diesem Zeitpunkt bereits Banknoten für Somalia gedruckt hatte. Laut einem Artikel auf Hiiraan Online vom 13. Juni 2018 sagte Bashir Isse Ali, Gouverneur der Zentralbank von Somalia, dass die Regierung und der Internationale Währungsfonds sich darauf vorbereiteten, 41 Millionen US-Dollars für den Druck neuer Banknoten in Werten zu 5.000, 10.000, 20.000 und 50.000 Schilling mit verbesserten Sicherheitsmerkmalen auszugeben. In früheren Interviews sagte er, dass auch 1.000- und 2.000-Schilling-Noten in Betracht gezogen würden. Einem Artikel auf Hiiraan Online vom 20. März 2021 zufolge sagte Abdusalam Omer Hadliye, ein ehemaliger Gouverneur (Januar bis September 2013) der somalischen Zentralbank, dass große Mengen somalischer Schilling-Noten in einem sudanesischen Lagerhaus verblieben seien. Er wies darauf hin, dass die Banknoten von einer deutschen Firma (vermutlich Giesecke & Devrient) gedruckt worden seien und sieben Sicherheitsmerkmale aufwiesen. Im Jahr 2023 brach im Sudan ein Bürgerkrieg zwischen den sudanesischen Streitkräften und den paramilitärischen Rapid Support Forces aus. In der Folge tauchten in den Straßen von Khartum nicht ausgegebene somalische Banknoten auf. Die Abbildung zeigt eine bislang unbekannte 2000-Schilling-Note der Zentralbank Somalias. Hans-Ludwig Grabowski

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