Aus alten Zeitungen: Humor auf Blüten
- Hans-Ludwig Besler (Grabowski)

- vor 6 Stunden
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Gefunden in: "Süddeutsche Zeitung" Nr. 201 vom 23.08.1967





Humor auf Blüten
Ungewöhnlichen Humor mußte ein Sprecher der Berliner Zentralbank einem Geldfälscher bescheinigen, dessen Scheine in den letzten Tagen in Berlin auftauchten. An Stelle des üblichen Warntextes auf den echten Noten stand auf den Blüten: "Wer Banknoten nachmacht … darf sich vor allen Dingen nicht erwischen lassen. Hi, hi, hi."
Der Fälscher hat nach Angaben der Kriminalpolizei 50- und 100-Mark-Noten durch senkrechte Schnitte in vier Teile geteilt und für die Falsifikate jeweils zwei echte und zwei darangeklebte nachgezeichnete falsche Teile benutzt. Bisher sind jeweils zwei 50- und 100-Mark-Noten dieser Art aufgetaucht. Die Polizei machte mit einer dieser Noten einen Test in einem Warenhaus. Obwohl die nachgezeichneten Teile recht primitiv waren, nahm eine Kassiererin den Schein anstandslos an. Die Beamten klärten sie dann über die Fälschung auf.
Hans-Ludwig Besler (Grabowski)
Anmerkung der Redaktion
Unter der Rubrik "Aus alten Zeitungen" möchten wir unseren Lesern in lockerer Folge interessante und amüsante Berichte aus historischen Zeitungen rund um Geldscheine, Falschgeld und echte "Räuberpistolen" präsentieren. Wenn auch Sie eine passende Geschichte in einer alten Zeitung gefunden haben, dann würden wir uns freuen, wenn Sie sich an uns wenden, um sie mit anderen Lesern zu teilen.



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