Die Reiseschecks der Staatsbank der DDR
- Sven Gerhard

- vor 6 Stunden
- 11 Min. Lesezeit
Über den Reisescheckverkehr in der DDR ist an anderer Stelle schon grundsätzlich geschrieben worden[1]. Der nachfolgende Beitrag befasst sich speziell mit den von der Staatsbank der DDR ab 1979 ausgegebenen, auf Mark (der DDR) lautenden Reiseschecks, die von dieser intern als MIRS (Mark-Inlandsreiseschecks) bezeichnet wurden, weil sie nur auf dem Gebiet der DDR einlösbar waren. Es gibt im Gegensatz zu den Vorgängerausgaben der Deutschen Notenbank und der Deutschen Außenhandelsbank (DABA) von der Staatsbank der DDR nur eine einzige Reisescheck-Ausgabe in drei Wertstufen zu 50, 200 und 500 Mark[2]. Die im Vierfarb-Offsetdruck auf Wasserzeichenpapier „Stimmgabel“[3] hergestellten Schecks messen einheitlich 14,6 x 8 cm, die vorherrschenden Farben sind beim 50er Grün, beim 200er Braun und beim 500er Blau. Sie tragen die Unterschrift des Präsidenten der Staatsbank, Horst Kaminsky, sowie des Stellvertreters der Präsidenten für den Bereich Zahlungsverkehr, Bruno Meier, und sind sowohl als gelaufene Stücke als auch als Blanketten am Sammlermarkt leicht erhältlich.
Warum übernahm die Staatsbank der DDR ab 1979 die Ausgabe von Reiseschecks?
Auf welche Vorlage geht der verwendete Entwurf zurück? Wie hoch waren die Druckauflagen? Gibt es Fehldrucke? Darauf soll der nachfolgende Beitrag Antworten geben.


Reiseschecks in den sozialistischen Staaten erfüllten einen anderen Zweck als die von Banken, Thomas Cook oder der American Express in westlichen Ländern ausgegeben Reiseschecks in konvertiblen Währungen. Während letztere vor allem dazu dienten,
den Reisezahlungsverkehr zu erleichtern, unbegrenzt gültig waren, eine Versicherung bei Diebstahl und Verlust boten und grundsätzlich in unbegrenzter Höhe erworben werden konnten, hatten die Reiseschecks der RGW-Staaten vor allem die Funktion, die Zuteilung von Reisedevisen im Rahmen der zwischen den einzelnen Staats- und Außenhandelsbanken verhandelten Devisenkontingente zu steuern. Vermieden werden sollte durch die Ausgabe von Reiseschecks, Reisende mit größeren Bargeldbeträgen des Reiseziellandes ausstatten zu müssen, dessen Ein- und Ausfuhr auch im Reiseverkehr zwischen sozialistischen Staaten der Höhe nach begrenzt, und dessen Verwendung im Gegensatz zu Reiseschecks schwer zu kontrollieren war.
Seit 1967 hatte die Ausgabe von auf Mark der DDR lautenden Reiseschecks bei der DABA gelegen. Der 1966 gegründeten Deutschen Außenhandelsbank oblag in der DDR die Durchführung des kommerziellen Zahlungsverkehrs mit dem Ausland. In diesem Zusammenhang war mit der Gründung der DABA auch die Ausgabe von Reiseschecks von der Deutschen Notenbank auf die DABA übertragen worden. Hinsichtlich der praktischen Abwicklung des Reisescheckverkehrs passte diese Aufgabenzuweisung jedoch nicht,
denn nach ihrer Gründung verhandelte zunehmend die Staatsbank der DDR mit den Staats- und Außenhandelsbanken anderer sozialistischer Länder über Devisenkontingente im Reiseverkehr und schloss dazu entsprechende Abkommen. Zudem lösten in der Regel die Wechselstellen und Filialen der Staatsbank[4] die einkommenden Reiseschecks ein. Schließlich führte die Staatsbank die Abrechnungskonten. Zwischen der DABA und der Staatsbank war daher schon Mitte der 1970er Jahre Einvernehmen darüber erzielt worden, dass bei einer zukünftigen Änderung im Reisescheckverkehr die Staatsbank als bezogene Bank auftreten sollte.
Eine solche Veränderung deutete sich an, als auf einer Konferenz der Staatsbanken des RGW im Oktober 1976 in Erfurt auf Vorschlag der Nationalbank der ČSSR eine Vereinbarung zur Vereinheitlichung der Gestaltung von Reiseschecks der RGW-Staaten getroffen wurde, die diese – bis auf Rumänien und die UdSSR – in der Folgezeit umsetzten. Die Reiseschecks der RGW-Staaten sollten zukünftig generell in drei Sprachen gehalten werden – der Sprache des Ausgabelandes in einem Textblock links, mittig in Russisch und rechts entweder in Englisch oder Französisch. Die Staatsbank entschied sich hierbei für Englisch.
Der Gültigkeitszeitraum der Reiseschecks sollte zwölf Monate ab Ausstellungsdatum betragen, die Unterschrift des Inhabers bei Ausgabe rechts unten, bei Einlösung links oben erfolgen. Über die Wertstufen der Schecks in Landeswährung konnten die einzelnen Länder entscheiden, wobei es Ziel war, Reisende aus Kostengründen mit einer möglichst geringen Anzahl von Schecks auszustatten, was die vergleichsweise hohen Nennwerte von Reiseschecks aus RGW-Staaten erklärt.

Zugleich wurde absehbar, dass die von der DABA ausgegebenen Scheckformulare Ende 1978 (Wertstufe zu 100 Mark) bzw. Ende 1979 (Wertstufe zu 500 Mark) aufgebraucht sein würden. Die Bestände zu 20 Mark wollte man 1978 auslaufen lassen, und diese Wertstufe nicht wieder auflegen.
Anfang Januar 1977 begannen bei der Staatsbank die Planungen für die Ausgabe neuer Reiseschecks. Mitte Februar 1978 fand eine Dienstbesprechung des Präsidenten der Staatsbank statt, auf der die Grundsätze der Ausgabe final abgestimmt wurde. Der VEB Deutsche Wertpapierdruckerei Leipzig (DWD) hatte in Vorbereitung hierzu Ende November 1977 einen ersten grafischen Entwurf eines Reiseschecks zu 100 Mark geliefert, der von der Staatsbank verbessert wurde. Unter anderem wurde der Text in deutscher Sprache nach links gerückt, die DWD hatte dort den russischen Text platziert. Den Mitarbeitern der Staatsbank lag bei ihren Vorbereitungen sogar ein Muster eines DM-Reiseschecks vor, wie er ab Ende der 1970er Jahren von diversen westdeutschen Banken ausgegeben wurde.
Von diesem wurde der 1,5 cm breite weiße Streifen am unten Rand des Schecks übernommen, den man für eine automatisierte Bearbeitung nutzen wollte. Dazu ist es bis zum Ende der DDR aber nicht gekommen.

Mitte März 1978 legte die DWD der Staatsbank einen verbesserten Entwurf eines Scheckmusters nun für die Wertstufe zu 200 Mark vor, der dem von der Staatsbank gewünschten „niveauvollen Äußeren“ entsprach. Er lehnt sich in seiner Gestaltung stark an den tschechoslowakischen Entwurf eines vereinheitlichten Reiseschecks der RGW-Staaten an und wurde im März 1978 sogar Günter Mittag vorgelegt, der als Sekretär des ZK der SED für Wirtschaftsfragen in der DDR zuständig war und inhaltlich keine Einwände erhob, jedoch eine Vorlage für das Sekretariat des ZK der SED anforderte, in der die Grundzüge des neuen Reisescheckverfahrens erläutert werden sollten.
Mit der Anordnung über die Durchführung des Reisescheckverkehrs vom 5. Januar 1979[5] wurde zudem erstmals eine Rechtsgrundlage für die Ausgabe von Reiseschecks geschaffen, die es für die von der DABA ausgegebenen Schecks nicht gegeben hatte.
Nach eigenen Angaben übernahm die Staatsbank hierbei im Wesentlichen inhaltliche Regelungen, welche bereits von der Außenhandelsbank der UdSSR zum Reisescheckverkehr in der Sowjetunion veröffentlicht worden waren[6].


Ende 1978 stellte die DWD der Staatsbank als Erstausstattung 1,5 Millionen Schecks zur Verfügung: 200.000 Schecks zu 50 Mark, 900.000 Schecks zu 200 Mark und 400.000 Schecks zu 500 Mark mit einem Gesamtwert von 390 Millionen Mark. Sie wurden ab dem
Ersten Quartal 1979 ausgegeben[7], d.h. an ausländische Banken versandt. Schon im Juni 1979 erwies sich die Nachfrage an Schecks zu 50 Mark, insbesondere aus der ČSSR und aus Ungarn, als so hoch, dass die Erstauflage nahezu aufgebraucht war und eine Bestellung der Außenhandelsbank der UdSSR von Reiseschecks dieser Wertstufe durch die Staatsbank nicht ausgeführt werden konnte. Von dieser Wertstufe wurden im Juni 1979 von der Staatsbank kurzfristig weitere 500.000 Exemplare bestellt, die im Herbst 1979 ausgeliefert wurden. Die bekannten Kontrollnummern der Erstauflage indizieren, dass es 1979 und 1980 weitere Nachdrucke gegeben haben muss. Die Erstauflage ist an einer schwarzen Kontrollnummer erkennbar, während die Folgeauflagen ab 1981 eine rote Nummer aufweisen, die bei allen drei Wertstufen wieder bei AA 0000001 beginnt.


Für die Jahre 1981 bis 1984 erteilte die Staatsbank jeweils Druckaufträge zwischen 2,9 bis
3 Millionen Schecks jährlich verteilt auf die drei Wertstufen. Die entsprechenden Exemplare tragen den Druckvermerk III 18 185 ohne Hinweis auf das Jahr. Es muss danach noch weitere Bestellungen zu allen Nennwerten unter diesem Druckvermerk gegeben haben. Nachweisbar ist daneben eine Bestellung von 1,5 Millionen Stück zu 200 Mark mit dem Druckvermerk Ag 147 6 85 III 18 185 und dem Kontrollnummernbereich AA 4201001 bis AA 5701000, die im Mai 1986 ausgeliefert wurde. Die letzte Bestellung von Reiseschecks durch die Staatsbank datiert vom 28. Oktober 1988. Für den Leistungszeitraum 4. Quartal 1989 wurden (zur Verwendung in der Reisesaison 1990 und später) 1,5 Millionen Schecks zu 200 Mark (Nummernbereiche AA 5701001 bis AA 7201000)[8] sowie 1 Million Schecks zu 500 Mark (Nummernbereiche AA 3506001 bis AA 4506000) bestellt, die pro 1000 Stück mit Herstellungskosten von ca. 40,- Mark für die Wertstufe zu 200 Mark, und mit ca. 45,- Mark für die Wertstufe zu 500 Mark veranschlagt wurden. Sie tragen den Druckvermerk Ag 147 8 89 III 18 185. Warum es trotz gleichen Formats und gleicher Druckausfertigung bei den Nennwerten Unterschiede in der Preisgestaltung gab war nicht zu ermitteln und könnte allenfalls mit Bezug auf die geringere Druckauflage der Wertstufe zu 500 Mark zu erklären sein.


Aufgrund vorhandener Schecks kann davon ausgegangen werden, dass dieser letzte Druckauftrag mindestens vollständig abgewickelt und ausgeliefert wurde. Möglicherweise lagen die abgelieferten Stückzahlen auch etwas über den beauftragten, da im Sammlermarkt Blanketten vorhanden sind, die den beauftragten Nummernbereich um einige 10.000er übersteigen[9]. Die am Sammlermarkt vorkommenden Blanketten der Schecks zu 200 und 500 Mark stammen in der Regel aus diesem Druckauftrag. Es könnte sich dabei um Restbestände handeln, die im Zuge der Versteigerung der Münz- und Banknotenbestände der ehemaligen Staatsbank der DDR ab Mitte der 1990er Jahre durch das Auktionshaus Busso Peus in Frankfurt am Main angeboten wurden.
Alle Schecks kommen mit Serienbuchstaben AA vor, die Schecks zu 50 Mark auch mit den Serienbuchstaben AB, jedoch nur für die rote Kontrollnummer. Aus einer undatierten handschriftlichen Notiz in den Akten der Staatsbank über vorhandene Tresorbestände ergibt sich, dass die Serie AB jedenfalls bis zur Nummer AB 4.288.000 ausgedruckt worden ist.
Aus einem Schreiben der DWD an die Staatsbank über Qualitätsmängel vom Juni 1987 ist ferner zu entnehmen, dass die Reiseschecks in Bögen zu 35 Nutzen (Exemplaren) gedruckt wurden.
Der Versuch der Ermittlung der Gesamtauflage aller Reiseschecks der Staatsbank ist mit Unsicherheiten behaftet, da die Unterlagen der Staatsbank im Bundesarchiv nicht zwingend vollständig sind. Zu berücksichtigen ist, dass die Nummerierung der Folgeauflagen ab 1981 jetzt mit roter Kontrollnummer wieder bei AA 0000001 zu beginnen scheint. Unklar bleibt der Umfang der unter dem Druckvermerk III 18 185 ohne Jahresangabe insgesamt erteilten und ausgelieferten Druckaufträge. Die Unterlagen der Staatsbank legen bei unter diesem erteilten Druckaufträgen, sowie bei Folgeaufträgen eine fortlaufende Nummerierung der Schecks je Wertstufe nahe. Unsicherheiten bestehen auch hinsichtlich der tatsächlich ausgedruckten Stückahlen der letzten Bestellung aus dem Oktober 1988, da bekannte Kontrollnummern bei durchgedruckten Serien eine leicht höhere Auflage als bestellt möglich erscheinen lassen.
Dieses vorausgeschickt, können unter Zugrundelegung der bekannten Nummernbereiche[10] folgende Auflagezahlen näherungsweise angenommen werden:
50 Mark – Erstauflage und Nachdrucke Serie AA (Kontrollnummer schwarz) bis mindestens zur Nummer 3142360. Folgeauflagen ab 1981 (Kontrollnummern rot) Serien AA bis 9999999, Serie AB bis 4288000. Insgesamt ca. 17,5 Millionen Stück.
200 Mark – Erstauflage 900.000 Stück, bekannte Kontrollnummern bis AA 1226742, Folgeauflagen ab 1981 (Kontrollnummern rot) nur Serie AA bis 7264645. Insgesamt ca. 8,6 Millionen Stück.
500 Mark – Erstauflage 400.000 Stück, Kontrollnummern (schwarz) bis AA0469394, Folgeauflagen ab 1981 (Kontrollnummern rot) nur Serie AA bis 4565553. Insgesamt ca. 5,1 Millionen Stück.
Daraus ergäbe sich insgesamt eine Auflage von gut 31,2 Millionen Stück, was bei einem Verwendungszeitraum von 11,5 Jahren einem durchschnittlichen jährlichen Bedarf von 2,7 Millionen Reiseschecks mit einem geschätzten Gesamtwert von 450 Millionen Mark entspricht. Dieser Wert passt zusammen mit den jährlichen Bestellungen der Jahre 1981 bis 1984 von 2,9 bis 3 Millionen Stück pro Jahr. Interessant dazu: 1981 etwa stellte die DDR anderen RGW-Staaten für den nichtorganisierten Tourismus (Privat- und Dienstreisen) Reisezahlungsmittel im Wert von 516 Millionen Mark zur Verfügung[11]. Insofern zeigt sich gut die Bedeutung von Reiseschecks bei der Zuteilung von ausländischen Devisen für den Reiseverkehr innerhalb der RGW-Staaten.

Bei den ebenfalls in der DWD gedruckten Banknoten der DDR der Ausgabe 1971/75 sind Druckfehler bekannt. Generell hat es bei der DWD schon seit Beginn der 1950er Jahre immer wieder Qualitätsmängel in der Produktion gegeben, die Anlass zu Beanstandungen durch die Deutsche Notenbank und später die Staatsbank gegeben haben[12]. So sind insbesondere bei der Banknote zu 5 Mark der Ausgabe 1975 fehlerhaft nummerierte Stücke bekannt aus den Nummernkreisen ZF 674XXX/664XXX[13] und ED549XXX/529XXX.
Auch bei der Herstellung von Reiseschecks traten Fehlnummerierungen auf: Im Juni 1987 reichte die Außenhandelsbank der UdSSR bei der Staatsbank der DDR zwei Reiseschecks zu 500 Mark ein, bei denen die Kontrollnummern fehlten und der Druck nach rechts verschoben war. Leider ist der Druckvermerk dieser Scheine nicht bekannt. Eine daraufhin eingeleitete Untersuchung bei der DWD förderte jedoch einen nicht nummerierten Bogen mit Reiseschecks in der laufenden Produktion zutage. Am 27. April 1988 wurden bei der Wechselstelle der Staatsbank im Berliner Ostbahnhof von einem Reisenden aus Vilnius (UdSSR, Litauen) 20 Reiseschecks zu 200 Mark eingelöst, deren Kontrollnummern rechts oben gegenüber den Nummern links unten um den Wert Einhundert abwich – lautete die Nummer links unten AA 3774402 war die Nummer rechts oben AA 3774502. Der Fehler setzte sich auf allen durch die Wechselstelle angekauften Reiseschecks zu 200 Mark bis zur Nummer AA 3774421/AA3774521 fort[14]. Da die vorgelegte Verkaufsbescheinigung der Bank korrekt war, wurden die Schecks eingelöst. Eine weitere interne Untersuchung bei der DWD ergab Fehler im Verarbeitungsbereich der Druckerei, nennt aber keine Begründung und lässt daher keine Rückschlüsse etwa auf die Fehlerursache bei den falsch nummerierten Banknoten zu 5 Mark zu, bei denen zudem ein anderer Nummerator als bei den Reiseschecks verwendet wurde.
Die Reiseschecks der Staatsbank der DDR konnten bis Ende Juni 1990 in den Filialen der Staatsbank der DDR in Mark eingelöst werden. Ob danach noch eine Einlösung jedenfalls für solche Schecks möglich war, die vor dem 30. Juni 1990 im Ausland erworben worden waren, bedarf weiterer Forschungen.
In der Untertage-Anlage von Halberstadt sind 1991 auch Restbestände von Reiseschecks der Staatsbank im Wert von 800 Millionen Mark eingelagert worden[15]. Ob es sich dabei um eingelöste gelaufene Exemplare, oder - vermutlich - um nicht mehr verausgabte Restbestände gehandelt hat[16], wäre ebenfalls weitere Forschungen wert.
Dr. Sven Gerhard
Hinweis
Die vorstehenden Ausführungen basierend auf Unterlagen der Staatsbank der DDR, die sich heute im Bundesarchiv Berlin befinden (Signatur DN 10/2981). Ich danke Herrn Dr. Frank Metasch, Dresden, sowie Herrn Ringo Staudt, Schlettau, für viele sachdienliche Hinweise sowie für ausführliche Informationen zu bekannten Nummernbereichen der einzelnen Scheckausgaben.
Anmerkungen
[1] Dr. Sven Gerhard, Reisescheckverkehr in der DDR, geldscheine-online.com vom 03.02.2025 https://www.geldscheine-online.com/post/reisescheckverkehr-in-der-ddr , sowie Münzen & Sammeln Ausgabe 9/2025, S. 137.
[2] Katalogisiert bei Huschka, Ersatzgeld und geldähnliche Belege in der DDR, RS26 – RS29. Die Scheckformulare kommen mit verschiedenen Druckvermerken, und auch ohne Druckvermerk vor.
[3] Für die Ausgabe 500 Mark mit Druckvermerk III 18 185 ist die Wasserzeichenvariante „verschlungene Vierecke“ bekannt, dazu Seipold, DGW-Informationen 2019-2, S. 22.
[4] Eine Einlösung der Reiseschecks war daneben auch bei Reisebüros, in Hotels und bei Sparkassen möglich.
[5] Gesetzblatt der DDR 1979 Teil I, S. 48.
[6] Vermerk des Präsidenten der Staatsbank der DDR, Horst Kaminsky, zur Vorlage für das Sekretariat des ZK der SED vom 27.7.1978, dort Punkt 4.
[7] Vermerk des Präsidenten der Staatsbank der DDR, Horst Kaminsky, zur Vorlage für das Sekretariat des ZK der SED vom 27.7.1978.
[8] Die Vorgängerauflage von 1,5 Millionen Stück zu 200 Mark mit dem Nummernbereich endet mit der Kontrollnummer AA 5701000, die Bestellung aus Oktober 1988 schließt daran an. Zwischen der Auslieferung der Vorauflage und der Auslieferung der Folgeauflage im Herbst 1989 lagen also 2 ½ Jahre, was darauf schließen lässt, dass die vorhandenen Bestände dieser Wertstufe für den Bedarf der Jahre 1987 und 1988 als ausreichend angesehen wurden.
[9] Es liegt eine Blankette vor zu 500 Mark mit der Kontrollnummer AA 4565553, die 59.553 Ziffern, und zu 200 M mit der Kontrollnummer AA7264654, die 47.328 Ziffern über der Schlussnummer des letzten Druckauftrags von 1988 liegt.
[11] Vermerk des Ministeriums der Finanzen der DDR zur Bereitstellung von Reisezahlungsmitteln vom 2.2.1981.
[12] Sehr instruktiv und mit vielen Details Peter Leisering, Geldgeschichten aus der DDR, Gietl-Verlag Regenstauf 2011, S. 40 ff.
[13] Dazu Schöne, Aus privaten Sammlungen: Fehldruck 5 Mark 1975 der DDR-Staatsbank, https://www.geldscheine-online.com/post/aus-privaten-sammlungen-fehldruck-5-mark-1975-der-ddr-staatsbank
[14] Im April 1988 war der Folgeauftrag für diese Wertstufe im Nummernbereich AA 4201001 bis AA 5701000 schon abgeschlossen.
[15] S. Marc Zirlewagen, Der Schatz von Halberstadt, KfW-Publikation (2020), S. 48.
[16] Von der Wertstufe zu 50 Mark wurden Stücke bis zur Kontrollnummer AB 4288000 ausgedruckt und waren bei der Staatsbank im Tresor vorhanden. Am Sammlermarkt sind für diese Serie Blanketten nur bis zu einer Kontrollnummer AB 0571255 nachgewiesen.
Das könnte dafür sprechen, das jedenfalls ein großer Teil dieser Serie in Halberstadt eingelagert, und später vernichtet wurde.




Kommentare