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Leserpost: Bayerische Staatsbank – Unbekannte Variante oder Manipulation?

Sehr geehrter Herr Besler (Grabowski),

ich besitze einen Notgeldschein der Bayerischen Staatsbank (100 Mrd. Mark), den ich so in Ihrem Katalog (Deutsches Notgeld, Band 10): "Das Papiergeld der deutschen Länder 1871 - 1948" nicht finden kann. Der Schein ist in Ihrem Katalog als  BAY-229M  aufgelistet und hat die Perforation "UNGILTIG", einen blauen Aufdruck "UNGÜLTIG" und eine Kenn-Nummer (171821). Der Schein hat das Wasserzeichen  "Zickzackband" und  ist kassenfrisch.

In Ihrem Katalog ist dieser Schein unter  "M)"  nur mit  "ohne KN"  angegeben.



Nun meine Frage an Sie: Handelt es sich bei meinem Schein um eine Manipulation oder sind Ihnen bereits solche Scheine mit Kenn-Nummern bekannt geworden? Ein Scan des Scheines ist anbei. Mit freundlichen Grüßen

U. Schernstein


Antwort der Redaktion:

Hallo Herr Schernstein, solche Entwertungen von Scheinen mit laufender Kontrollnummer sind bekannt. Es handelt sich streng genommen um keinen Musterschein im eigentlichen Sinne, sondern um eine – in dem vorliegenden Falle sogar um eine doppelte – Entwertung durch Perforation und blauen Überdruck. So entwertete Scheine dienten als Vergleichsstücke für Beschäftigte in Banken und Kassen. Der Schrifttyp des Überdrucks ist bekannt und zeitgenössisch, es handelt sich also nicht um eine Manipulation. Bei einer Neuauflage meines Katalogs zum Papiergeld der deutschen Länder würde ich diese Ausführung unter BAY-229E aufnehmen. Ähnliche Entwertungen gibt es auch von anderen Scheinen der Bayerischen Staatsbank.


Mit den besten Grüßen


Hans-Ludwig Besler (Grabowski)

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