Lexikon: Banque de l'Indochine

Die Banque de l'Indochine wurde durch Dekret vom 21. Januar 1875 mit dem Hauptsitz in Paris gegründet. Sie erhielt zunächst nur das Notenprivileg für Französisch-Indochina in Piastre-Währung mit Filialen in Saigon, Haiphong, Hanoi und Tourane (Da Nang) im heutigen Vietnam und Phnom Penh im heutigen Kambodscha sowie Pondichéry in Süd-Indien (Rupien-Währung).


FRI-55c, Banque de l'Indochine: 5 Piastres ohne Datum (1946), Vorder- und Rückseite,

Abb. Sammlung Hans-Ludwig Grabowski.


Später durfte die Bank auch Noten für Neukaledonien (1888), Tahiti (1904), Djibouti und die Neuen Hebriden herausgeben. Alle Noten der Bank waren ab 1900 gesetzliche Zahlungsmittel. Die in nicht von Frankreich abhängigen Ländern (Thailand, China und Singapur) in den jeweiligen Landeswährungen emittierten Scheine, waren reine Banknoten.

FRI-81a, Banque de l'Indochine: 20 Piastres ohne Datum (1949), Vorder- und Rückseite, Abb. Sammlung Hans-Ludwig Grabowski.


Nach dem Zweiten Weltkrieg zirkulierten die Noten der Banque de l'Indochine zunächst in den einzelnen Kolonien weiter, in Französisch-Indochina bis zur Teilung in die drei selbständigen Staaten Vietnam, Kambodscha und Laos. In Djibouti, Neukaledonien, den Neuen Hebriden und Tahiti, die französische Überseegebiete wurden, liefen sie noch bis zur Ausgabe der Scheine durch den Trésor Public (Djibouti) oder des Institut d'Emission d'Outre-Mer um.


Albert Pick/Hans-Ludwig Grabowski

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