Russland: Neue Banknoten zu 200 und 2000 Rubel 2017

Aktualisiert: 25. Juni 2018




Neue 200-Rubel-Note

Laut eine Pressemitteilung vom 12. Oktober 2017 hat die Bank von Russland eine neue 200-Rubel-Note mit Motiven der Stadt Sewastopol auf der Krim eingeführt.

Vom Krim-Chanat gingen über Jahrhunderte Kriegszüge der Tartaren aus, und die Halbinsel war bis zum Russisch-Türkischen Krieg (1768 – 1774) praktisch ein Vasallenstaat des Osmanischen Reichs. Mit dem Frieden von 1774 wurde zwar die Unabhängigkeit der Krim festgeschrieben, doch 1783 erklärte die aus Deutschland stammende Zarin Katharina II. die Krim „von nun an und für alle Zeiten“ zu Russland gehörig. Erst nach dem Tod Stalins sorgte der neue Parteichef Nikita Chruschtschow dafür, dass die Krim 1954 an die Ukraine fiel, wahrscheinlich um den Bau von Kanälen von der Wolga zur Krim zu vereinfachen. Mit einem Zerfall der Sowjetunion hatte der wohl nicht gerechnet. Diesem selbst in der UdSSR rechtswidrigen Akt hätte jedoch zumindest der Oberste Sowjet in Moskau und auch der in Kiew zustimmen müssen, was nie geschah. Während der Westen seit 2014 über die russische „Annexion“ der Krim polemisiert und Sanktionen für die spürbare Verschlechterung der Beziehungen sorgen, feiert die Bank von Russland die „Heimkehr“ der Halbinsel mit einer neuen Banknote. Das Motiv der Vorderseite (Grafen-Kai in Sewastopol) kennen Geldscheinsammler schon vom 100-Rubel-Schein von 2015.

Die Vorderseite zeigt Möwen, brechenden Wellen und das „Denkmal für die versenkten Schiffe“ in der Bucht von Sewastopol. Auf der Rückseite sind archäologische Ruinen der antiken Stadt Chersones im 1783 von den Russen gegründeten Sewastopol zu sehen.



Neue 2000-Rubel-Note

Laut Pressemitteilung vom 12. Oktober 2017 gab die Bank auch einen neuen 2000-Rubel-Schein (Vorderseite: moderne Schrägseilbrücke Russky über den östlichen Bosporus in Wladiwostok, Rückseite: Rakete auf der Startrampe am Kosmodrom Wostochny im Oblast Amur) aus.


Hans-Ludwig Grabowski

Münzen & Sammeln, Ausgabe 2017/12

Abbildungen: Hartmut Fraunhoffer, www.banknoten.de

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