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- Anmerkungen zum Lagergeld des Camps de Concentration de Garaison
Im August 1914 lebten mehr als eine Million Ausländer in Frankreich. Nach der Mobilmachung hatten sie zwei Tage Zeit, um das Land zu verlassen. Ausländer aus feindlichen Staaten (Deutschland, Österreich-Ungarn ...), die aufgrund der in dieser Situation verständlichen Überlastung der Verkehrsmittel nicht fliehen und alles zurücklassen konnten, wurden nach dem ersten Tag der Mobilisierung festgenommen und in Lager deportiert, die weit entfernt von den Kampfzonen und größeren Ortschaften lagen. Die Errichtung der Lager erfolgte in großer Eile. Inseln an der Küste, alte Forts, ehemalige Klöster, Seminare, Hochschulen, Kasernen und stillgelegte Fabrikgebäude dienten zur Unterbringung der Zivilisten. Während der sichtbare Feind im Sommer 1914 an den Grenzen vorrückte, meinte das Innenministerium, dass er sich auch hinter den Linien verstecken würde, bereit zu spionieren, zu verraten, zu sabotieren. Daher beschloss man die Ausländer zu internieren, die eine Gefahr für die Landesverteidigung darstellen könnten. Auch verhinderte man damit, dass wehrfähigen Männer in die Armee des Feindes eintreten konnten. Nicht nur Ausländer wurden inhaftiert. Unter Berufung auf Artikel 9 des Gesetzes vom 9. August 1849 über den Belagerungszustand führten die französischen Behörden regelmäßige Razzien durch, um auch unerwünschte Angehörige neutraler Staaten sowie Personen französischer Abstammung (Vagabunden, Ehepartner von Ausländern, Strafgefangene, Prostituierte, Kranke usw.) aus den Kampfzonen und der Hauptstadt zu entfernen. Während des Krieges wurden etwa 70.000 Zivilpersonen zeitweise in 70 Lagern interniert. Am Ende des Krieges waren es noch mehr als 12.000, und einige wurden sogar erst Anfang 1920 entlassen. Die Bezeichnungen der Lager war unterschiedlich, meist mit Nennung einer Ortschaft verbunden: Dépot de …, Dépot d’Internes Civils de …, Dépot d’Internes Civils Austro-Allemands, Camps de Concentration d’Austro-Allemands et de Suspects, Dépot des Alsaciens-Lorrains. Etwa 45.000 Deutsche wurden in französischen Lagern inhaftiert. Darunter befanden sich auch 8.000 Elsässer und Lothringer, die eine gesonderte Häftlingsgruppe bildeten. Einerseits wurden sie als Franzosen angesehen, andererseits galten sie als unzuverlässig. Daher wurden sie von einer Kommission überprüft. Wer vor dem 20. Mai 1871 als Franzose geboren wurde, einen väterlichen Vorfahren hatte, der vor diesem Datum Franzose war, oder wer unter dem Frankfurter Vertrag als Franzose geboren wurde, wurde als Flüchtling behandelt, erhielt eine dreifarbige Karte und wurde in einem freien Lager untergebracht. Hatte die überprüfte Person für deutsche Behörden gearbeitet (außer in den Gemeinden), nahm sie eine unsichere Haltung gegenüber der französischen Nation ein. Dies galt auch für Personen mit einem schlecht beleumundeten Beruf (Schausteller, Wanderarbeiter, Landstreicher). Sie wurden in überwachten Wohnheimen untergebracht und erhielt die Carte Blanche. Tagsüber waren sie zwar relativ frei, mussten die Nacht jedoch im Lager verbringen. Die dritte Kategorie, die als „S“ bezeichnet wurde, umfasste Verdächtige: Personen, die Frankreich feindselig gegenüber eingestellt waren, sowie Personen, deren Einstellung und Verhalten zu wünschen übrig ließen. Diese Personen wurden so schnell wie möglich in Camps interniert. Eines dieser Lager war das „Camp de Concentration de Garaison“ (Konzentrationslager von Garaison) im Département Hautes-Pyrénées, das in dem ehemaligen Kloster Notre-Dame-de-Garaison untergebracht war. Die Einrichtung war seit 1903 geschlossen worden und umfasste eine Fläche von 12.000 Quadratmeter. Gebäude, die nicht mehr als ein Dutzend betagte Priester beherbergten und vor allem riesige leere Schlafsäle inmitten einer Landschaft boten, die jeden Fluchtwilligen abschreckte. Am 7. September 1914 trafen die ersten Ankömmlinge ein, obwohl nichts für ihre Unterbringung vorbereitet war. Nach einer kurzen Bestandsaufnahme wurden 111 Bettgestelle, 68 Lattenroste und 63 Matratzen ermittelt. Damit wurden 13 Zimmer mit Betten ausgestattet, aber es waren Hunderte von Häftlingen, die ankamen. Wie sollte man 561 deutsche Männer, darunter 18 alte Männer, 362 deutsche Frauen und 159 deutsche Kinder, 346 Ungarn, 120 Frauen und 189 Kinder, mehrere Bulgaren, Türken, eine Spanierin, 10 Zigeunerinnen, 2 Popen, 30 Ordensleute („Weiße Väter“) unterbringen? Insgesamt waren es mehr als 1.700 Personen. Ein paar mitten in den Sommerferien überraschte gut situierte Bürger trafen in Garaison auf eine große Zahl von Arbeitern, kleinen Handwerkern und Dienstboten, die sich nicht mehr als Deutsche, Österreicher oder Ungarn fühlten, weil sie vor der Armut in ihrer Heimat geflohen waren und schon viele Jahre in Frankreich gelebt hatten. Hier warteten sie nun darauf, vom Roten Kreuz in die Schweiz evakuiert zu werden und in ihre Heimat zurückkehren zu können, denn Frauen, Kinder und Alte wurden in der Regel ausgetauscht. Unter ihnen auch Eltern, deren Söhne in französischer Uniform an der Front kämpften, falls sie nicht schon gefallen waren. Abb. 1.1: Testnote 01 der Bundesdruckerei (Brustbild Albert Schweitzer), 2013, Vorderseite. Abb. 1.2: Testnote 01 der Bundesdruckerei (Brustbild Albert Schweitzer), 2013, Rückseite. Größe: 129 x 67 mm, weißes Papier ohne Wasserzeichen. Garaison beherbergte nicht nur viele Namenlosen, sondern auch Prominente. Einen Grafen Blücher und vor allem Albert Schweitzer, den späteren Friedensnobelpreisträger von 1952, und seine Frau Hélène. Der berühmte Arzt wurde 1875 in Kaysersberg im Elsass geboren. Nach dem Abitur studierte er in Straßburg Theologie, Philosophie und Medizin. Im Alter von 38 Jahren und bevor er nach Afrika ging, hatte er in drei verschiedenen Fächern promoviert, sich habilitiert und war Professor. 1913 setzte Schweitzer sein Vorhaben in die Tat um und gründete am Ogooué, einem 1200 km langen Fluss in Gabun, das Urwaldhospital Lambaréné. Das Gebiet gehörte damals zu Französisch-Äquatorialafrika. Schon ab 1914, als der Erste Weltkrieg ausbrach, wurden er und seine Frau, eine Lehrerin, aufgrund ihrer deutschen Staatsangehörigkeit von der französischen Armee unter Hausarrest gestellt. 1917, erschöpft von mehr als vier Jahren Arbeit und von einer Art tropischer Anämie, wurde das Ehepaar Schweitzer festgenommen, von Afrika nach Frankreich deportiert und in Garaison und dann Saint-Rémy-de-Provence bis Juli 1918 interniert. Gegen Kriegsende kam das Ehepaar ins Elsass zurück. Dort nahm Schweitzer die französische Staatsbürgerschaft an und ging 1924 nach Afrika zurück. Am 4. September 1965 starb er im Alter von 90 Jahren in Lambaréné. Die Internierungslager wurden vom Innenministerium kontrolliert und die Präfekturen stellten das Lagerpersonal, meist ehemalige Gendarmen oder ausgemusterte Militärs. Obwohl sich die Lagerordnungen an den Vorschriften für Strafanstalten orientierten, herrschte in vielen Lagern eine sehr große Promiskuität, da viele Prostituierten inhaftiert waren, die häufig an Krankheiten litten. Die unterschiedlichen sozialen Schichten der Häftlinge stellten ebenfalls eine Herausforderung dar. Einige Internierte erhielten regelmäßig Pakete von ihren Verwandten, während andere nur mit dem kargen Essen auskommen mussten, das in den Lagern angeboten wurde. Die Lebensmittelrationen änderten sich in Abhängigkeit von nationalen Engpässen. Vor 1917 betrug die Tagesration 600 Gramm Brot, ab 2. Februar 1917 nur noch 500 Gramm und im Dezember desselben Jahres nur noch 200 Gramm. Obwohl Zivilinternierte nicht zur Arbeit verpflichtet waren, wurden sie ab 1917 aufgefordert, Arbeit aufzunehmen, was die Anzahl von Fluchten erhöhte. Während die Honoratioren über Geld verfügten und teilweise in Luxushotels untergebracht waren, waren die meisten Internierten auf Postanweisungen ihrer Familien angewiesen. Angesichts der großen Zahl bedürftiger Personen beschlossen die Krieg führenden Regierungen ihre Gefangenen mit monatlichen Zuwendungen zu unterstützen. Jedoch konnten die Internierten nicht in vollem Umfang darüber verfügen. Um Fluchtversuche zu erschweren, wurden im Juni 1916 für Kantineneinkäufe nur maximal 20 Francs pro Woche ausgezahlt; auch hielt man ab Juli 1916 20 Prozent aller Geldbeträge ein, die an deutsche Internierte geschickt wurden, auch wenn die Zahlungen aus Frankreich oder dem neutralen Ausland stammten. Zur selben Zeit ging man dazu über, das Geld durch eine „spezielle Währung“ in Form von Münzen oder Papiergeld zu ersetzen, die nur in den Internierungslagern gültig waren. Dies hatte zwei Vorteile: Zum einen war das Lagergeld im Falle einer Flucht wertlos, zum anderen ermöglichte dieses System eine einfachere Kontrolle. Mit Rundschreiben vom 22. September 1916 wurde dieses System allgemein eingeführt. Einige Lager-Direktoren befürchten, dass das Lagergeld zum Spielen verleiten könnte. Daher schafften sie jegliches Bargeld ab und statteten jeden Internierten mit einem Kontobuch aus, in dem sein Guthaben vermerkt war. Abb. 2.1: Camp de Concentration de Garaison, o. D., 1 Franc, Vorderseite. Abb. 2.2: Camp de Concentration de Garaison, o. D., 1 Franc, Rückseite. Größe: 105 x 67 mm, weißes, dünnes Papier ohne Wasserzeichen. In Garaison führte der Direktor und sein Kassierer Lagergeld ein: 0,05 und 0,10 fr auf Karton und 0,50, 1 fr, 5 und 20 frs als Papierscheine. Die Auflage soll 50.000 Stück umfasst haben. Von den Nominalen gibt es auch Muster ohne Nummerierung. Jeder Internierte musste einen Franc pro Tag für die Verpflegung zahlen. Auf diese Weise machte die Lagerverwaltung einen Gewinn, da sie für die Lebensmittel nur 0,70 Centimes ausgab. 1919 leerte sich das Lager in Garaison allmählich. Am 23. Mai verließen 230 Ungarn und Österreicher das Lager, am 27. Juni 33 Bulgaren und Popen. Am 19. November 71 Türken. Am 16. Dezember 1919 wurde das Lager von den übrigen Gefangenen geräumt. Die letzten Internierungslager schlossen in den ersten Monaten des Jahres 1920. Uwe Bronnert Literatur Denis Bouglouan, L’argent des indésirables, La monnaie dans lest camps d’internés en France (1914-20), Eigenverlag, Champagne-Ardenne 2020. Siehe auch: http://ecoles.loucrup65.fr/garaisonconcentration.htm
- Lexikon: Emminger, Dr. Otmar
Dr. Otmar Emminger war ein deutscher Finanzfachmann (geb. 2. März 1911 in Augsburg, gest. 3. August 1986 in Manila). Emminger war 1950 Hauptabteilungsleiter und ab 1953 Mitglied des Direktoriums bei der Bank deutscher Länder sowie ab 1958 Mitglied des Zentralbankrats der Deutschen Bundesbank. Dr. Otmar Emminger (Quelle: Deutsche Bundesbank). 1969 wurde Emminger Vizepräsident und vom 1. Juli 1977 bis 31. Dezember 1979 war er Präsident der Deutschen Bundesbank. Seine Unterschrift findet sich auf den Bundesbanknoten der "Gemäldeserie" mit ihren Ausgaben von 1970 und 1977. Emminger setzte sich stets konsequent für die Stabilität der Deutschen Mark ein. Er starb auf einer Reise im Auftrag der Bundesregierung unter Kanzler Helmut Kohl nach Manila an Herzversagen. Deutsche Bundesbank, Banknote über 20 DM vom 1. Juni 1977 mit Unterschrift von Emminger (links). Abb. Archiv für Geld- und Zeitgeschichte, Sammlung Grabowski. Albert Pick / Hans-Ludwig Grabowski (Überarbeitung und Bebilderung)
- Aus privaten Sammlungen: Staatlicher russischer Kreditschein zu 25 Rubel von 1918
Objekttyp: Kreditschein (Staatspapiergeld) Sammlung: Archiv für Geld- und Zeitgeschichte, Sammlung Grabowski Historischer Kontext: ГОСУДAPCTBEHHЫЙ KREДИTHЫЙ БИЛETЪ In den Wirren der Zeit nach der bürgerlichen Revolution in Russland gab die Provisorische Regierung unter Ministerpräsident Kerenski Anfang September 1917 Schatzscheine aus, die im Volksmund auch „Kerenki“ oder „Kerenski-Rubel“ genannt wurden. Eine bereits für 1917 vorbereitete neue Ausgabe staatlicher Kreditscheine (SCWPM RUS-44 bis RUS-47), kam nicht in Umlauf. Vorbereitet war außerdem eine komplette Serie von Kreditscheinen 1918/1919, von denen nur noch zwei Werte zu 25 und 100 Rubel mit der Jahreszahl 1918 fertiggestellt wurden. Von den 1919er Scheinen zu 50 Rubel existieren nur Muster. Hergestellt wurden sie von der American Bank Note Company (ABNC). Sie waren durch die Provisorische Regierung in Auftrag gegeben worden, aber während des Bürgerkriegs nur begrenzt in Umlauf gesetzt. Ein Teil davon wurde später mit Überdrucken bzw. zusätzlichen Unterschriften auf den Rückseiten versehen und lief im Gebiet des konterrevolutionären Admirals Koltschak in Sibirien sowie am Baikal und Amur um. Scheine ohne Überdruck, doch mit je zwei Unterschriften auf Vorder- und Rückseite sind Ausgaben für das Gebiet Priamur! Hans-Ludwig Grabowski Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus einer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com.
- Leserpost: Außerkurssetzung tschechischer Banknoten
Sehr geehrte Redaktion, ich teile Ihnen hierdurch mit, dass seit dem 30. Juni 2022 einige tschechischen Banknoten zu 100, 200, 500, 1000 und 2000 Kronen nicht mehr gültig sind. Es handelt sich dabei um alle Ausgaben ohne Omron-Kreise. Sie können noch zwei Jahre lang bei allen Banken und ab dem 1. Juli 2024 nur noch bei der Zentralbank in Prag umgetauscht werden. Aus der Bekanntmachung der Tschechischen Nationalbank. Tschechische Republik, Tschechische Nationalbank: 5000 Kronen von 1993 (CZE-9), Vorder- und Rückseite, Sammlung Manfred Dietl. Tschechische Republik, Tschechische Nationalbank: 5000 Kronen von 1999 (CZE-22), Vorder- und Rückseite, Sammlung Manfred Dietl. Tschechische Republik, Tschechische Nationalbank: 5000 Kronen von 2009 mit Omrom-Kreisen (CZE-27), Vorder- und Rückseite, Sammlung Manfred Dietl. Der 5000er der 2. Ausgabe von 1999 (ohne Omron-Kreise, aber mit dem Durchsichtsregister "CR" statt "CS") bleibt weiterhin gültig. Viele Grüße, Manfred Dietl
- Ostland Spinnstoffwaren-Punktwertscheine
Sofort nach der Besetzung des Baltikums durch die deutsche Wehrmacht und Schaffung des Reichskommissariats Ostland bemächtigten sich die Besatzungsbehörden der Ressourcen der Region. Textilien, Fasern, Metallprodukte, Kerosin, Güter des täglichen Bedarfs, wie Zucker, Sonnenblumenöl oder Tabakwaren wurden ins Reich geliefert, während all diese Produkte für die einheimische Bevölkerung rationiert wurden und nur gegen entsprechende Bezugsscheine zu erhalten waren. Mancher Sammler von Papiergeld nimmt entsprechende Bezugsscheine in seine Sammlung auf, vor allem dann, wenn sie wie Geldausgaben daherkommen. Dies gilt besonders für die Ostland Spinnstoffwaren-Punktwertscheine. Sie wurden als Prämie für die Ablieferung von Flachs und Wolle abgegeben und ermöglichten so den Kauf von rationierten Stoffen und Kleidungsstücken. Diese Bezugsscheine wurden durch Erlass des Reichskommissars für das Ostland, Heinrich Lohse, geschaffen. Ab Juli 1942 beauftragten die Generalkommissare in Reval (Tallinn), Riga, Wilna (Vilnius) und Minsk die örtlichen Handelsabteilungen Punktwertscheine auszugeben. Zur Ausgabe gelangten Scheine mit den Punktwerten 1, 3, 5 und 10, wobei 4 Punkte mit 125 g Wolle bewertet wurden. Beim Kauf von Spinnstoffen mussten dem Händler neben den Punktwertscheinen ein sog. Bezugsbüchlein vorgelegt werden, das auf den Namen der berechtigten Person ausgestellt war und in dem die Punktwertscheine eingetragen waren. Benutzte Scheine wurden durch Abschneiden der rechten oberen Ecke ungültig gemacht. Hier findet sich bei vollständigen Scheinen der zweizeilige Hinweis: „Bei Warenabgabe durch / Abschneiden zu entwerten“. Abb. 1.1: Estland, Ostland Spinnstoffwaren-Punktwertschein, Verfallsdatum: 30. April 1945, 10 Punkte, Vorderseite. Abb. 1.2: Estland, Ostland Spinnstoffwaren-Punktwertschein, Verfallsdatum: 30. April 1945, 10 Punkte, Rückseite. Abb. 2.1: Lettland, Ostland Spinnstoffwaren-Punktwertschein, Verfallsdatum: 30. April 1945, 1 Punkt, Vorderseite. Abb. 2.2: Lettland, Ostland Spinnstoffwaren-Punktwertschein, Verfallsdatum: 30. April 1945, 1 Punkt, Rückseite. Abb. 3.1: Litauen, Ostland Spinnstoffwaren-Punktwertschein, Verfallsdatum: 30. April 1945, 1 Punkt, Vorderseite. Abb. 3.2: Litauen, Ostland Spinnstoffwaren-Punktwertschein, Verfallsdatum: 30. April 1945, 1 Punkt, Rückseite. Die Vorderseite der Spinnstoffwaren-Punktwertscheine ist bei den vier Generalkommissariaten des Ostlands gleich, Sie unterscheiden sich lediglich in der Bezeichnung in der linken oberen Ecke; entweder Estland, Lettland, Litauen oder Weissruthenien (Weißrussland, Belarus). Alle Scheine sind zweisprachig. Neben Deutsch wurde die jeweilige Landessprache benutzt, wobei in Weißrussland auf den Punktmarken mit dem Verfallsdatum 30.06.1943 zunächst die russische Sprache verwendet wurde und erst bei der späteren Ausgabe (Verfallsdatum 31.12.1944) die weißrussische. Überschrieben sind die Scheine zweizeilig mit „OSTLAND SPINNSTOFFWAREN-PUNKTWERTSCHEIN / für Flachs- und Wollablieferung“; darunter die Bezeichnung in der jeweiligen Landessprache. In der Scheinmitte der Punktwert, darüber klein „Inhaber dieses Scheines / ist berechtigt Spinnstoffwaren / für X Punkte zu kaufen“ und darunter die Wiedergabe in der Landessprache. Am unteren Rand das Siegel des Reichskommissars und links davon dreizeilig „Ausgegeben auf Grund der / Anordnung des / Reichskommissars für das Ostland“ und rechts die entsprechende Angabe in der Landessprache. Auf der linken Scheinseite befindet sich eine Vignette mit der Darstellung eines Mannes beim Kardieren (Kardätschen, Krempeln) von Flachs und auf der rechten eine Frau beim Schafscheren, beide umschrieben mit „FLACHS UND WOLLE – SEGEN DES LANDES“. Auch der Text der Rückseite ist sowohl in Deutsch als auch in der Landessprache angegeben. Hier werden die für einen Erwerb benötigten Punktzahlen für acht Beispiele genannt. Zusätzlich wird darauf hingewiesen, dass alle Spinnstoffwaren in einem Warenverzeichnis aufgeführt sind, das in jeder Textilverkaufsstelle eingesehen werden kann. Das Verfallsdatum ist entweder der 30. Juni 1943, der 30. April 1944, der 31. Dezember 1944 oder der 30. April 1945. Am unteren Rand wird außerdem meist die Druckerei genannt: „Lettlands Wertpapierdruckerei, Riga“ mit und ohne Genehmigungsnummer „6308“. Bei einigen Ausgaben mit dem Verfallsdatum 30. April 1945 wird die Druckerei in lettischer statt deutscher Sprache genannt: „Rigas litografija un ofset spiestuve atl 3173“. Während die Scheine mit dem Verfallsdatum 30. April 1945 auf Papier mit dem Wasserzeichen „OST – OST“ gedruckt wurden, sind die anderen Ausgaben auf Papier ohne Wasserzeichen hergestellt worden. Unterschiede der einzelnen Emissionen gibt es bei der sechsstelligen Kontrollnummer: mal mit, mal ohne vorgesetzten Buchstaben. Abb. 4: Wasserzeichen OST – OST Quelle: https://notescollector.eu/pages/en/notes.php?noteId=1008 (28.03.2022) Der Schein des Generalkommissariats Weißruthenien mit dem Verfallsdatum 31.12.1944 fällt aus den Rahmen. Zunächst ist er überschrieben mit „SPINNSTOFFWAREN-PUNKTWERTSCHEIN“; die Wertangabe lautet „1 TEXTILPUNKT“ und ausgegeben wurde er aufgrund der Anordnung des Generalkommissars in Minsk, daher auch das Siegel des Generalkommissars. Ähnliches gilt auch für Spinnstoffwaren-Punktwertscheine, die auf Anordnung der „Wi In Nord Chefgr. La“ (Hauptverwaltung für Wehrwirtschaftsfragen Nord) in Nordrussland (Region um Pskov und Leningrad) ausgegeben wurden. Die Scheine sind nur einseitig deutsch und russisch bedruckt mit dem Verfallsdatum (30.4.44) auf der Vorderseite. Abb. 5.1: WI IN Nord, Spinnstoffwaren-Punktwertschein, Verfallsdatum: 30.4.44, 10 Punkte, Vorderseite. Abb. 5.2: WI IN NORD, Spinnstoffwaren-Punktwertschein, Verfallsdatum: 30.4.44, 10 Punkte, Rückseite. Quelle: https://notescollector.eu/pages/en/notes.php?noteId=1008 (28.03.2022) Leider werden seit einigen Jahren bei ebay und selbst im Fachhandel verstärkt Fälschungen der Punktwertscheine angeboten. Daher ist beim Kauf größte Sorgfalt geboten. Bereits am 24. Juni 2019 eine Warnmeldung hier im Blog: https://www.geldscheine-online.com/post/warnmeldung-falsche-spinnstoffwarenpunktscheine-f%C3%BCr-estland . Uwe Bronnert
- PMG wird offizieller Grading Service der MIF Paper MoneyFair in den Niederlanden
SARASOTA, Fla. (14. September 2022) – Paper Money Guaranty (PMG) freut sich über die Ernennung zum exklusiven offiziellen Grading Service der MIF Paper Money Fair. PMG ist zudem Co-Sponsor der nächsten Messe in Maastricht, Niederlande, die am 24. und 25. September 2022 stattfinden wird. Darüber hinaus wird PMG ein spannendes neues Element in die MIF-Messen einbringen. Ab der Veranstaltung im April 2023 wird PMG eine Bewertung vor Ort anbieten. Dieses On-site-Grading wird von einem Team von PMG-Experten durchgeführt, das die Echtheitsprüfung, Bewertung und Verkapselung von Papiergeld- Sammelobjekten auf der Messe vornehmen wird. „PMG fühlt sich geehrt, Partner dieser prestigeträchtigen Messe zu sein, die viele Papiergeldsammler und -händler aus der ganzen Welt anzieht“, sagt Steven R. Eichenbaum, CEO der Certified Collectibles Group, zu der auch PMG gehört. „Wir rechnen mit einer starken Nachfrage nach unseren Vor-Ort-Bewertungsservices auf der Messe im April 2023.“ „Wir freuen uns, gemeinsam mit PMG die Vor-Ort-Bewertung anlässlich der MIF Paper Money Fair ab April 2023 anbieten zu können“, sagt Dimitri Waltmans, Director of Sales der MIF Paper Money Fair. „Dies wird die erste Papiergeldmesse in Europa sein, die einen Vor-Ort-Bewertungsservice anbietet und damit die Messe auf ein neues Niveau hebt!“ Die Vor-Ort-Grading-Veranstaltung auf der MIF Paper Money Fair im April 2023 wird die erste von PMG in Europa seit der Zeit vor der Pandemie sein. Selbst während der Pandemie ist der europäische Markt für Sammlerpapiergeld erheblich gewachsen, und PMG freut sich darauf, ihre fachkundigen und unparteiischen Zertifizierungsdienste in den kommenden Jahren weiter auszubauen, um auch in Zukunft Vertrauen in den Markt zu bringen. Für die neuesten Nachrichten und Veranstaltungen folgen Sie PMG auf Facebook, Instagram und Twitter. Um mehr über PMG zu erfahren, klicken Sie hier. Um eine PMG-Zertifizierung zu überprüfen, klicken Sie hier. PMG wurde 2005 als vollständig unabhängiger externer Papiergeld-Bewertungsdienst gegründet. Heute ist PMG mit mehr als 7 Millionen zertifizierten Banknoten der weltweit größte unabhängige Papiergeld-Bewertungsdienst. Jede von PMG bewertete Banknote wird durch die umfassende PMG-Garantie für Echtheit und Erhaltung abgesichert. Über Paper Money Guaranty (PMG) PMG ist ein weltweit führender fachkundiger und unparteiischer Authentifizierungs-, Bewertungs- und Verkapselungsdienst für Papiergeld. Die Grader von PMG setzen innovative Technologien und fortschrittliche Software ein, um Papiergeld-Sammelobjekte zu prüfen. Nach der Echtheitsprüfung und Bewertung werden die Sammlerstücke in kristallklaren Haltern aufbewahrt, die vor Umwelteinflüssen und Verunreinigungen schützen und sich für eine langzeitige Aufbewahrung eignen. PMG bietet die branchenweit höchsten Standards für Genauigkeit, Konsistenz und Integrität. Seit 2005 haben die Experten der PMG über sieben Millionen Banknoten zertifiziert, wobei jede davon durch die umfassende PMG-Garantie für Echtheit und Erhaltung abgesichert ist, die das Vertrauen der Sammler stärkt und dafür sorgt, dass mehr Liquidität und höhere Preise erzielt werden. Für weitere Informationen besuchen Sie bitte PMGnotes.com. © 2022 Numismatic Guaranty Company. Alle Rechte vorbehalten. NGC, NCS, PMG, CGC, CCS, CSG, ASG, CAG und CCG sind eingetragene oder nicht eingetragene Marken der Numismatic Guaranty Company und/oder ihrer verbundenen Unternehmen in den USA und/oder anderen Ländern. Alle weiteren Namen und Marken, auf die in dieser Pressemitteilung verwiesen wird, sind die Handelsnamen, Marken oder Dienstleistungsmarken ihrer jeweiligen Eigentümer.
- Aus privaten Sammlungen: 5000 Drachmai der Trapeza tis Ellados von 1928
Objekttyp: Banknote Sammlung: Thomas Neldner Historischer Kontext: Bei diesem Schein mit Datum 5. Oktober 1926 handelt es sich um die Schlüsselnote der griechischen Geldscheine nach der Gründung der Bank von Griechenland. Er war von der Ethniki Trapeza tis Ellados ("Nationalbank von Griechenland") zur Ausgabe vorgesehen, wurde aber erst mit rotem Überdruck im Jahr 1928 nach der Umbenennung in die Trapeza tis Ellados ("Bank von Griechenland") in Umlauf gebracht. Diese Noten liefen in der relativ kurzen Zeitspanne vom 21. November 1928 bis 15. Dezember 1932 in einer Auflage von lediglich 200.000 Stück in den Serien IB 100 bis 91 (10 Serien) und IΓ 90 bis 81 (10 Serien) zu jeweils 10.000 Stück um; es sind jedenfalls bislang keine höheren Serien (ab IΔ 80) bekannt. Der Schein findet sich übrigens nicht in einer entwerteten und 1941 wiederverausgabten Form (vgl. GRC-112 bis 115A im SCWPM). Zitate: GRC-101 (Standard Catalog of World Paper Money, Vol. II – General Issues) #122 (A. Karamitsos, Hellas Banknotes) CA. 102 (Nick Angelopoulos, Greek Paper Money Catalogue) Thomas Neldner / Kana Totsuka Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus einer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com.
- Lexikon: Eisenbahnscheine
Als Eisenbahnscheine wurden die Ausgaben verschiedener Eisenbahngesellschaften bezeichnet, die im 19. Jahrhundert für den Bau von Eisenbahnstrecken gegründet wurden und deren Finanzierung dienten. Anhalt-Cöthen-Bernburger Eisenbahn-Gesellschaft 1846 – 1856 Leipzig-Dresdner Eisenbahn-Compagnie 1838 – 1870 Anhalt-Cöthen-Bernburger Eisenbahn-Gesellschaft: Cassenschein über 1 Thaler vom 20. Februar 1850, Vorder- und Rückseite, Sammlung Beerenwinkel. Leipzig-Dresdner Eisenbahn-Compagnie, Cassenschein über 1 Thaler von 1870, Vorder- und Rückseite, Sammlung Beerenwinkel. Die Bezeichnung ist zeitgenössisch und hatte in ihrer ursprünglichen Ausprägung nichts mit den späteren Notgeldausgaben der Deutschen Reichsbahn, ihrer Reichsbahndirektionen und Dienststellen sowie von Privatbahnen zu tun. Aus heutiger Sicht kann man natürlich auch diese Scheine als "Eisenbahnscheine" bezeichnen. Deutsche Reichsbahn, Reichsbahndirektion Karlsruhe, Gutschein über 10 Billionen Mark vom 15. Oktober 1923, Vorder- und Rückseite, Archiv für Geld- und Zeitgeschichte, Sammlung Grabowski. Literaturhinweise: Die Eisenbahnscheine des 19. Jahrhunderts findet man im Katalog des Papiergelds der altdeutschen Staaten. Hans-Ludwig Grabowski | Manfred Kranz Das Papiergeld der altdeutschen Staaten Geldscheine der Staaten auf dem Gebiet des 1871 gegründeten Deutschen Reichs von den Anfängen bis zum Ende des 19. Jahrhunderts Mehr lesen … Leseprobe Anton Geiger | Manfred Müller | Hans-Ludwig Grabowski Das Papiergeld der deutschen Eisenbahnen und der Reichspost Deutsches Notgeld, Band 13 Mehr lesen … Leseprobe Albert Pick / Hans-Ludwig Grabowski (Überarbeitung und Bebilderung)
- Die Entwürfe der ersten Euro-Banknoten, Teil 35
Bereits im November 1994 hatte der Rat des Europäischen Währungsinstituts (EWI) die Stückelung auf sieben Banknoten-Nominale von 5 bis 500 Euro festgelegt. Im Juni 1995 wurden dann zwei Themen für die Gestaltung der Euro-Banknoten vorgegeben, zum einen "Zeitalter und Stile in Europa" und zum anderen ein abstraktes, modernes Design. Im Februar 1996 begann der Gestaltungswettbewerb, an dem 29 Grafiker und Grafikerteams teilnahmen, die von 14 nationalen Zentralbanken der EU nominiert wurden. Im September 1996 beurteilte eine Jury aus international renommierten unabhängigen Experten für Marketing, Grafik und Kunstgeschichte die eingereichten Entwürfe und wählte je fünf für beide Themenbereiche aus. Im Oktober 1996 erfolgte eine Umfrage unter insgesamt 2000 Personen aus allen EU-Ländern außer Dänemark und am 3. Dezember 1996 wählte der Rat des EWI schließlich den Vorschlag aus Österreich Nr. T 382 als Gewinner des Gestaltungswettbewerbs. Wie aber hätten die ersten Euro-Banknoten auch aussehen können? Wir setzen hiermit unsere Reihe zu den Entwürfen der ersten Euro-Banknoten fort. Zeitalter und Stile in Europa, Vorschlag T 307 Kenneth Ponsaers Geboren 1949 in Wilrijk, Belgien. Studierte Grafikgestaltung in Antwerpen und Brüssel. Designer bei der belgischen Zentralbank. Entwarf die Vorderseiten dieser Euro-Entwürfe. Nathalie Paquot Geboren 1964 in Huy, Belgien. Studierte Design in Lüttich. Designerin bei der belgischen Zentralbank. Entwarf die Rückseiten dieser Euro-Entwürfe. 5 Euro, Vorderseite: Fries mit Palmetten-Lotusranken; Rückseite: Akanthusblatt und Detail der ionischen Ordnung, stilisierter antiker Tempel. 10 Euro, Vorderseite: Fragment eines romanischen Portals, Büste; Rückseite: stilisierte Kirche und Fragment eines romanischen Kapitells sowie Bogenfries. 20 Euro, Vorderseite: Fragment eines gotischen Spitzbogens, Porträt, Rosetten; Rückseite: stilisierte gotische Kathedrale, Fensterrose, Portalfragment. 50 Euro, Vorderseite: Porträt der Renaissance, Muschelnische; Rückseite: stilisierte Kirche, Muschel, steinerne Wendeltreppe, Lilie. 100 Euro, Vorderseite: Rokoko-Porträt und Rocaille-Elemente; Rückseite: Fassade einer Basilika, Spiralsäule und Deckenfragment. 200 Euro, Vorderseite: Porträt, Holzarbeit und Buntglas aus der Zeit des Jugendstils; Rückseite: Industriegebäude aus Stahl und Glas sowie Kunstschmiedearbeit. 500 Euro, Vorderseite: Modernes weibliches Porträt, Art-déco-Muster; Rückseite: moderne Architektur, Edelstahlstruktur, Dekormuster. Fortsetzung folgt … Hans-Ludwig Grabowski Abb. Europäische Zentralbank (EZB)
- Entwürfe zur aktuellen Banknotenserie der Schwedischen Reichsbank
Sowohl unsere Reihe zu den Entwürfen für die ersten Euro-Banknoten, als auch die Beiträge zu den polnischen Banknoten-Entwürfen von Andrzej Heidrich https://www.geldscheine-online.com/post/polnische-geldscheine-begrenztes-sammelgebiet-nicht-ausgegebene-scheine https://www.geldscheine-online.com/post/leserpost-nicht-ausgegebene-polnische-banknoten https://www.geldscheine-online.com/post/noch-mehr-polnische-entw%C3%BCrfe-von-andrzej-heidrich) stießen auf viel Interesse. Dank unserem Leser und Autor Manfred Dietl, können wir hiermit nun auch verschiedene Entwürfe zur aktuellen Banknotenserie Schwedens vorstellen. Die würdigt bedeutende schwedische Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. https://www.geldscheine-online.com/post/schweden-neue-banknotenserie Die auf den Rückseiten dargestellten Landschaften stehen jeweils in Bezug zu den Persönlichkeiten, deren Porträts sich auf den Vorderseiten finden. Die Neugestaltung der Banknoten geht auf einen 2011 von der Schwedischen Reichsbank ausgerufenen Wettbewerb zurück, den Göran Berglunds Beitrag „Kulturresan“ (Die Kulturreise) gewonnen hatte. Wir zeigen Ihnen pro Nominal jeweils eine Umlaufnote und Entwürfe aus sieben verschiedene Entwurfs-Serien. Umlaufserie 20 Kronen: Astrid Lindgren (1907–2002), schwedische Schriftstellerin Königreich Schweden, Schwedische Reichsbank: 20 Kronen ohne Datum (2015), Vorder- und Rückseite. 50 Kronen: Evert Taube (1890–1976), schwedischer Dichter, Komponist, Sänger und Maler Königreich Schweden, Schwedische Reichsbank: 50 Kronen ohne Datum (2015), Vorder- und Rückseite. 100 Kronen: Greta Garbo (1905–1990), schwedische Filmschauspielerin Königreich Schweden, Schwedische Reichsbank: 100 Kronen ohne Datum (2016), Vorder- und Rückseite. 200 Kronen: Ingmar Bergman (1918–2007), schwedischer Drehbuchautor, Film- und Theaterregisseur Königreich Schweden, Schwedische Reichsbank: 200 Kronen ohne Datum (2015), Vorder- und Rückseite. 500 Kronen: Birgit Nilsson (1918–2005), schwedische Opernsängerin Königreich Schweden, Schwedische Reichsbank: 500 Kronen ohne Datum (2016), Vorder- und Rückseite. 1000 Kronen: Dag Hammarskjöld (1905–1961), schwedischer Politiker, Generalsekretär der Vereinten Nationen, Friedensnobelpreisträger Königreich Schweden, Schwedische Reichsbank: 500 Kronen ohne Datum (2016), Vorder- und Rückseite. Entwurfsserie A 1. Entwurf zur 20-Kronen-Note, Vorder- und Rückseite. 1. Entwurf zur 50-Kronen-Note, Vorder- und Rückseite. 1. Entwurf zur 100-Kronen-Note, Vorder- und Rückseite. 1. Entwurf zur 200-Kronen-Note, Vorder- und Rückseite. 1. Entwurf zur 500-Kronen-Note, Vorder- und Rückseite. 1. Entwurf zur 1000-Kronen-Note, Vorder- und Rückseite. Entwurfsserie B 2. Entwurf zur 20-Kronen-Note, Vorder- und Rückseite. 2. Entwurf zur 50-Kronen-Note, Vorder- und Rückseite. 2. Entwurf zur 100-Kronen-Note, Vorder- und Rückseite. 2. Entwurf zur 200-Kronen-Note, Vorder- und Rückseite. 2. Entwurf zur 500-Kronen-Note, Vorder- und Rückseite. 2. Entwurf zur 1000-Kronen-Note, Vorder- und Rückseite. Entwurfsserie C 3. Entwurf zur 20-Kronen-Note, Vorder- und Rückseite. 3. Entwurf zur 50-Kronen-Note, Vorder- und Rückseite. 3. Entwurf zur 100-Kronen-Note, Vorder- und Rückseite. 3. Entwurf zur 200-Kronen-Note, Vorder- und Rückseite. 3. Entwurf zur 500-Kronen-Note, Vorder- und Rückseite. 3. Entwurf zur 1000-Kronen-Note, Vorder- und Rückseite. Entwurfsserie D 4. Entwurf zur 20-Kronen-Note, Vorder- und Rückseite. 4. Entwurf zur 50-Kronen-Note, Vorder- und Rückseite. 4. Entwurf zur 100-Kronen-Note, Vorder- und Rückseite. 4. Entwurf zur 200-Kronen-Note, Vorder- und Rückseite. 4. Entwurf zur 500-Kronen-Note, Vorder- und Rückseite. 4. Entwurf zur 1000-Kronen-Note, Vorder- und Rückseite. Entwurfsserie E 5. Entwurf zur 20-Kronen-Note, Vorder- und Rückseite. 5. Entwurf zur 50-Kronen-Note, Vorder- und Rückseite. 5. Entwurf zur 100-Kronen-Note, Vorder- und Rückseite. 5. Entwurf zur 500-Kronen-Note, Vorder- und Rückseite. 5. Entwurf zur 500-Kronen-Note, Vorder- und Rückseite. 5. Entwurf zur 1000-Kronen-Note, Vorder- und Rückseite. Entwurfsserie F 6. Entwurf zur 20-Kronen-Note, Vorder- und Rückseite. 6. Entwurf zur 50-Kronen-Note, Vorder- und Rückseite. 6. Entwurf zur 100-Kronen-Note, Vorder- und Rückseite. 6. Entwurf zur 200-Kronen-Note, Vorder- und Rückseite. 6. Entwurf zur 500-Kronen-Note, Vorder- und Rückseite. 6. Entwurf zur 1000-Kronen-Note, Vorder- und Rückseite. Entwurfsserie G 7. Entwurf zur 20-Kronen-Note, Vorder- und Rückseite. 7. Entwurf zur 50-Kronen-Note, Vorder- und Rückseite. 7. Entwurf zur 100-Kronen-Note, Vorder- und Rückseite. 7. Entwurf zur 200-Kronen-Note, Vorder- und Rückseite. 7. Entwurf zur 500-Kronen-Note, Vorder- und Rückseite. 7. Entwurf zur 1000-Kronen-Note, Vorder- und Rückseite. Hans-Ludwig Grabowski Abb. der Entwürfe: Manfred Dietl
- "Code Talker" und Geldscheine in Fernost und im Indopazifik
Der Überraschungsangriff japanischer Flugzeuge auf den US-Marinehafen Pearl Harbor/Hawaii am 7. Dezember 1941 mit der Vernichtung eines Teils der US-Pazifikflotte hatte zur Folge, daß die USA am Tag darauf Japan den Krieg erklärte. Nach dem Beschuss des polnischen Munitionsdepots auf der Westerplatte im Freistaat Danzig durch das deutsche Schulschiff „Schleswig-Holstein“ am 1. September 1939 und den folgenden Überfällen der deutschen Wehrmacht auf seine Nachbarländer ab 1940 wurde aus dem europäischen Krieg der Zweite Weltkrieg. Am 11. September 1941 erfolgte die Kriegserklärung Deutschlands und Italiens an die USA – am 22. Juni 1941 war die deutsche Wehrmacht in die Sowjetunion einmarschiert. Schon im Sommer 1937 begann der Zweite Japanisch-Chinesische Krieg mit Besetzung chinesischer Gebiete einschl. Hong Kongs und Teile der Mandschurei. Seit 1895 waren Formosa (Taiwan) und ab 1910 Korea (Chosen) japanische Kolonien. Bis Mitte 1942 hatte die japanische kaiserliche Armee die meisten Inseln Ozeaniens unter ihrer Kontrolle; auch das damalige Burma, die Philippinen, Teile Niederländisch-Ostindiens und Malaysias wurden von ihnen erobert. Abb. 1: Asien/Australien/Pazifik, Rot = japanisch besetzte Gebiete und Beginn des Gegenangriff der US-Marine (Zentral- und Süd-Offensiven 1942). Von Anbeginn der Gegenangriffe der US Army, Navy und der Air Force hatten die Landstreitkräfte sog. "Code Talkers" im Einsatz. Das waren Angehörige u. a. der Navajo, die in ihrer eigenen Sprache die Kommunikation zwischen einzelnen Kommandostellen ermöglichten. Man konnte auf die Erfahrungen aus dem Ersten Weltkrieg aufbauen, wo amerikanische Ureinwohner in der Armee dienten, ihre Nachrichten aus dem Englischen in Navajo (Na-Dené) übermittelten und zurück ins Englische übersetzten. 1942 wurde 29 Navajo-Indianer rekrutiert – am Ende des Zweiten Weltkriegs waren es über 400 "Code Talker". Brauchte man 1942 noch eine halbe Stunde, dreizeilige Funksprüche zu verschlüsseln, zu übermitteln und anschließend wieder zu entschlüsseln, so schafften das die Navajos in 20 Sekunden. Dinge, die es in der Sprache der Ureinwohner nicht gab, umschrieb man mit neuen Bezeichnungen: bspw. gab es kein Navajo-Wort für „U-Boot“, die Code-Sprecher verwendeten den Begriff „besh-lo“, was übersetzt „Eisenfisch“ bedeutet. „Flugzeug“ wurde als „Kolibri“, „Bombenflugzeug“ als „schwangerer Vogel“ und „Bombe“ als „Ei“ übersetzt. Die Japaner konnte diese Nachrichten weder deuten noch entschlüsseln; die Navajos (und Angehörige mindestens weiterer 14 anderer Native Americans, darunter Cherokee, Comanchen, Fox, Schoschonen, Sioux) waren zur Geheimhaltung verpflichtet und durften selbst mit ihren Familien nicht darüber sprechen. Die "Code Talker" entwickelten ein Wörterbuch mit 211 Begriffen (später auf 411 erweitert) für militärische Wörter und Namen, die ursprünglich nicht in der Navajo-Sprache existierten. Die Code-Sprecher wurden meist paarweise einer Einheit zugeteilt – während des Kampfes bediente eine Person das tragbare Funkgerät, während die zweite Person Nachrichten in der Muttersprache weiterleitete oder empfing. Ihre Arbeit war besonders im Pazifik sehr gefährlich, da japanische Soldaten absichtlich Offiziere, Sanitäter und Funker ins Visier nahmen. Die Arbeit von Hunderten von Code-Sprechern war für den Sieg der Alliierten im Zweiten Weltkrieg von entscheidender Bedeutung; sie waren bei vielen wichtigen Schlachten dabei, u. a. auch am Utah Beach während der Invasion im Juni 1944 in der Normandie. Major Howard Connor, der 5. US-Marine-Division bestätigte „Ohne die Navajos hätten die Marines Iwo Jima niemals eingenommen.“ Abb. 2: Angehörige der Navajo als "Code Talker": Cpl. H. Bake, Jr. und PFC G. H. Kirk im Dezember 1943 in Bougainville/Salomon-Inseln. Als 1968 das Code-Talker-System des Zweiten Weltkriegs öffentlich gemacht wurde, war die nationale Anerkennung zurückhaltend. Während es in den 1970er und 1980er Jahren wenig Anerkennung gab, wurden die Navajo und andere "Code Talkern" erst 2001 vom US-Kongress mit staatlichen Ehrungen und Wertschätzungen gewürdigt. In den 2010er Jahren lebten noch etwa ein Dutzend früherer Code-Sprecher; Samuel Sandoval starb als letzter Navajo-"Code Talker" am 29. Juli 2022 im Alter von 98 Jahren. Abb. 3: Veteran der Navajo-"Code Talker", bei einer Parade am 12. November 2012 in New York. Beispiele für Navajo-Begriffe: Für die 1941/42 besetzten Gebiete fertigten die Japaner bis 1944 sog. Besatzungsgeld an, das sie mit unterschiedlichen Präfix-Serienbuchstaben kennzeichneten: B für Burma (1 Cent bis 100 Rupees), M für British Malaya (1 Cent bis 1000 Dollars), O für Ozeanien (Polynesien/Mikronesien/Melanesien – 1/2 Shilling bis 1 Pound), P für Philippinen (1 Centavo bis 1000 Pesos) und S für Sumatra/Niederländisch-Indien (1 Cent bis 100 Roepiah). Wurde für die Scheine mit den Präfix-Buchstaben B bis P immer die englische Bezeichnung „The Japanese Government“ aufgedruckt, so trugen die für Niederländisch-Indien verwendeten Scheine anfangs die Entsprechung „De Japansche Regeering“ und später „Pemerintah Dai Nippon“ gefolgt von „Dai Nippon Teikoku Seihu“ (Kaiserliche Japanische Regierung). Von den meisten JIM-Ausgaben (JIM = Japanese Invasion Money) sind viele Fälschungen bekannt (auch von den Alliierten gefertigt) sowie allerlei Fantasie-Scheine nachweisbar. Abb. 4: 1 Rupee o. D. (B 1942), Vs., Ausgabe für Burma (mit Wasserzeichen). Abb. 5: 1 Dollar o. D. (M 1942), Vs., 2. Ausgabe für Malaya (mit Wasserzeichen). Abb. 6: 1 Pound o. D. (O Januar bis März 1942), Vs., seltene Ausgabe, ausgegeben auf den Gilbert-Inseln, den Salomonen, Neubritannien und Papua-Neuguinea = 1 Australisches Pfund. Abb. 7: 1 Peso o. D. (P 1942), Vs., seltene Ausgabe, ausgegeben auf den Philippinen. Abb. 8: 1 Gulden o. D. (S 1942), Vs., 3. Ausgabe für die niederl.-indischen Inseln. Die US-Amerikaner trafen nach ihren siegreichen Kämpfen bis 1945 auf unterschiedliche Geldscheine, die japanischen Ursprungs waren und nach und nach ungültig, d. h. wertlos wurden. Abb. 9: Sgt. Major W. B. Richard mit einer Kiste japanischer Gelder in Guadalcanal/Salomonen. Abb. 10: Commander S. J. Wilson am 10. April 1945 nach der Einnahme von Manila durch die US-Amerikaner. Abb. 11: unbekannter Sergeant der US Air Force 1945 auf einer Straße von Rangun/Burma. Japanisches Besatzungsgeld war auch für die größte russische Insel Sachalin vorgesehen und eine ganze Serie in den Werten 10 und 50 Kopeken, 1 und 5 Rubel sowie 1 Tscherwonez mit dem Aufdruck Императорское японское правительство (Kaiserliche Japanische Regierung) gedruckt. Gebiete Sachalins wurden 1905 durch Japan teilweise und 1925 völlig annektiert. Nach der Kapitulation Japans kam die geteilte Inselgruppe im September 1945 wieder zur Sowjetunion. Abb. 12: 1 Rublj o. D., Vs., für die japanische Besetzung Sachalins vorgesehen, nicht ausgegeben; die Rückseite ist identisch mit der 1-Dollar-Besatzungs-Ausgabe für Malaya. Für die geplante Besetzung Japans durch die US-Amerikaner vergab das Bureau of Engraving and Printing (BEP) in Washington die meisten Druckaufträge an die Stecher-Traung Lithograph Corp. in San Francisco und nicht an die Forbes LMCo. in Boston; der kürzere Weg war wohl ausschlaggebend. Später druckte auch das BEP und die Druckerei des japanischen Finanzministeriums diese Sen- und Yen-Scheine. Man fertigte zwei Serien an: eine A-Serie und eine B-Serie. A-Scheine für die Befreiung Koreas (ab 7. September 1945 im Umlauf) und für die Besetzung Japans (ab 19. Juli 1946 im Umlauf) sowie die B-Serie für die Besetzung Japans (ab 6. September 1945 im Umlauf) und den Ryukyu-Inseln (ab 15. Juli 1948). Mit A wurden gedruckt: 10 und 50 Sen sowie 1, 5, 10, 20 und 100 Yen; mit B: ebenfalls diese Wertstufen und ein 1000-Yen-Schein. Austauschnoten wurden mit dem Präfix-Buchstaben H statt einem A gekennzeichnet. Abb. 13: 20 Yen o. D. (A 1945), Vs., in Höhe von reichlich 4,5 Mio. Yen bei Stecher-Traung gedruckt. Abb. 14: 20 Yen o. D. (B 1945), Vs., in Höhe von reichlich 35,4 Mio. Yen bei Stecher-Traung gedruckt. Abb. 15: Kontrolle ganzer Druckbogen 10 × 20 Scheine zu 1 Yen der Serie A bei Stecher-Traung Lithograph Corp. San Francisco. Alle Scheine der Military Currency Yen-Währung galten noch bis zum 20. September 1958 auf Okinawa, der südlichsten japanischen Inselgruppe. Aber auch die Australier hatten Besatzungsgeld für die Gebiete im indopazifischen Raum vorbereitet. Einerseits wurden Scheine zu 10 und 50 Yen der AMOC (Allied Military Occupation Currency) sowie für die australische British Commonwealth Occupation Force (BCOF) gedruckt, es ist aber auch ein Entwurf eines 100-Yen-Scheins bekannt; sie liegen alle im Archiv der Reserve Bank of Australia. Ursprünglich sollten BCOF-Besatzungsscheine in den Werten 10 Shillings, 1, 5 und 10 Pounds gedruckt werden. Die Rückseiten sollten das Abzeichen der „Australian Commonwealth Military Forces“ mit einer stilisierten aufgehenden Sonne über der britischen Krone zeigen. Am 4. Februar 1944 wurde dieser Plan verworfen und am 1. März 1944 einigte man sich auf Besatzungsgeld in Yen-Währung: 1, 5, 10 und 50 Yen. Die Einreichung der Entwürfe wurde bei der Abteilung für die Notenausgabe vom 3. März 1944 mit dem Kommentar bestätigt, dass „das Design die Anforderungen erfüllen sollte, falls die Behörden entscheiden, eine Besatzungswährung auszugeben. Dies wird jedoch als sehr unwahrscheinlich angesehen. Entwürfe und Ausschnitte sind beigefügt.“ Abb. 16: 10 Yen o. D. (1944), Vs., mit der Bezeichnung „Allied Military Occupation Currency“. Abb. 17: 50 Yen o. D. (1944), Vs., mit der Bezeichnung „Allied Military Occupation Currency“ . Abb. 18: 50 Yen o. D. (1944), Vs., mit der Bezeichnung „British Commonwealth Occupation Force Japan“ und „ausgestellt vom gemeinsamen Stabschef, Australien“. Die Währungsverhältnisse im indopazifischen Raum nahmen nach dem Sieg über Japan sehr unterschiedliche Entwicklungen. Stellvertretend dafür sind die sog. „Victory Notes“, die auf den Philippinen nach den Kämpfen im Oktober 1944 ausgegeben wurden. Das waren die in den USA vom BEP gedruckten Schatzscheine – ohne Datum und mit zusätzlichem rückseitigem Aufdruck. Abb. 19: 1 Peso o. D. (1944), Rs., mit dem Aufdruck „VICTORY“ . Am 20. Oktober 1944 landete US-General Douglas MacArthur auf der Insel Leyte und die Legende erzählt, dass er angeblich zehn Sets der ersten Victory-Scheine bei sich hatte. Die Scheine von 1 bis 20 Pesos lagen aber schon ab dem 9. September 1944 bei den US-Finanzoffizieren vor, die Scheine zu 50 und 100 Pesos ab dem 29. November 1944 und die 500-Pesos-Noten erst im Februar 1946. Abb. 20: 10 Pesos o. D. (1944), Vs., VICTORY/SERIES NO. 66. Abb. 21: 20 Pesos o. D. (1944), Vs., Unterschriften: S. Osmeña/M. Guevara. Abb. 22: 20 Pesos o. D. (1944), Vs., Treasury Certificate, aus dem F00000010-Set. 1949 wurden ähnliche Scheine, nun aber mit dem zusätzlichen Aufdruck „CENTRAL BANK/OF THE PHILIPPINES“ überdruckt. Diese Überdrucke wurden auf den Restbeständen der Victory-Scheine der Srie 66 von 1944 in Rot gefertigt. Das Rätsel um die Bedeutung der Serie 66 ist bis heute ungelöst. Eine Anfrage an das FBI erbrachte nur die vage Aussage, daß die „66“ auf das Alter des Bankpräsidenten Sergio Osmeña hinweist. Er war im Jahr 1944 tatsächlich 66 Jahre alt. Abb. 23: 50 Pesos o. D. (1949), Rs., 163.000 Stück wurden aus 1944er Beständen der Victory-Scheine, Serie 66, überdruckt. Michael H. Schöne Quellen: http://asiamoney.weebly.com https://www.atlas-repropaperwork.com https://www.nationalww2museum.org https://tonyjamesnoteworld.biz https://en.wikipedia.org https://wwiiafterwwii.wordpress.com
- Curaçao und Sint Maarten: Karibischer Gulden soll 2024 eingeführt werden
Die Centrale Bank van Curaçao en Sint Maarten gab am 5. September 2022 bekannt, dass die Einführung des Karibischen Guldens als neue Währung der beiden Länder für das Jahr 2024 in Planung sei. Im Jahr 2010 wurde der Landesverband der Niederländischen Antillen endgültig in die drei autonomen Länder Aruba, Curaçao und Sint Maarten innerhalb des niederländischen Königreichs sowie in die restlichen Gebiete, die zu "Besonderen Gemeinden" der Niederlande wurden, aufgelöst. Vom Antillen-Gulden als ehemalige Gemeinschaftswährung haben sich bereits alle Gebiete abgelöst – bis auf Curaçao und Sint Maarten: In Aruba, bereits seit 1985 autonom, stellt der Aruba-Florin die Landeswährung dar, während in den "Besonderen Gemeinden" der ehemaligen Niederländischen Antillen der US-Dollar als gesetzliches Zahlungsmittel gültig ist. Der Karibische Gulden für Curaçao und Sint Maarten sollte den Antillen-Gulden ursprünglich im Verhältnis 1:1 ablösen, jedoch stießen die bisherigen Pläne auf zahlreiche Schwierigkeiten und es wurde immer wieder ein Einführungsdatum bekanntgegeben und wieder zurückgenommen. In der Zwischenzeit wurden die Münzen und Banknoten im Antillen-Gulden weitergeprägt und -gedruckt, jedoch wäre es angesichts der technischen Fortschritte auch langsam an der Zeit für eine neue Münz- und Banknoten-Serie. Abb. 10 Antillen-Gulden der Bank van de Nederlandse Antillen mit dem Datum 1. August 2016. Die Regierungen beider Länder haben sich neben dem Jahr 2024 als anvisierten Einführungstermin auch auf folgende Eckpunkte geeinigt: Es sollen Banknoten in den Stückelungen zu 10, 20, 50, 100 und 200 Gulden ausgegeben werden, ebenfalls Münzen zu 1, 5, 10, 25 und 50 Cents sowie 1 und 5 Gulden. Zum Wechselkurs: Die 250-Antillen-Gulden-Note soll durch die zu 200 Karibischen Gulden ersetzt werden, die zu 25 Antillen-Gulden durch die zu 20 Karibischen Gulden. Des Weiteren ist wieder eine Koppelung an den US-Dollar vorgesehen (1 US-Dollar = 1,79 Karibische Gulden). Kana Totsuka Abb. Hartmut Fraunhoffer (www.banknoten.de)












