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  • Giesecke+Devrient in den Top 50 der innovativsten Unternehmen Deutschlands

    München, 26. November 2019 – Giesecke+Devrient (G+D) gehört zu den innovativsten Unternehmen Deutschlands. Im EconSight-Ranking für das Handelsblatt belegt der Konzern unter den hiesigen Innovations-Champions Platz 28. Das Schweizer Wirtschaftsforschungsinstitut zeigt mit der aktuellen Rangliste, wer im Rennen um die digitale Durchdringung von Zukunftstechnologien führt und wer heute die globale Innovations-Landschaft maßgeblich prägt. Das Geschäftsmodell von Giesecke+Devrient ruht auf vier Säulen: Produkten und Lösungen rund ums sichere Bezahlen – ob nun in der physischen, elektronischen oder digitalen Welt –, der Sicherung digitaler Verbindungen von Menschen und Maschinen im Internet, verlässlichen, integrierten Identitätslösungen und dem Schutz von Datennetzwerken und kritischen Infrastrukturen gegen Datenmissbrauch. Die Basis für die Lösungen zur Absicherung von Bezahlvorgängen, Identitäten, Konnektivität und Daten sind moderne Technologien wie Internet der Dinge (IoT), Künstliche Intelligenz, Maschinelles Lernen, Biometrie oder Blockchain. Innovationen entstehen aber genau dort, wo Unternehmen es schaffen, digitale Lösungen mit etablierten Technologien unter einen Hut zu bringen. Diesen Gesichtspunkt hat EconSight als Grundlage für sein Ranking der innovativsten Unternehmen herangezogen. Das Beratungsunternehmen aus dem schweizerischen Bern hat dazu die Patent-Datenbank von PatentSight ausgewertet. Der sogenannte Patent Asset Index berücksichtigt sowohl die Anzahl der aktiv geschützten Erfindungen als auch deren Qualität, das heißt Technologie-Relevanz und Marktabdeckung. In den Top 50 der deutschen Unternehmen, die für das Handelsblatt erstellt wurde, liegt Giesecke+Devrient auf Platz 28. Vier Säulen im Innovations-Ökosystem von G+D Der Konzern verfolgt bei seiner Innovations-Strategie verschiedene Wege: F&E im eigenen Haus: Nach wie vor eine große Rolle spielt die klassische Forschung und Entwicklung, die bei Giesecke+Devrient hochspezialisiert in den einzelnen Unternehmensbereichen angesiedelt ist. Zukäufe: Mit strategischen Zukäufen entlang des Kerngeschäfts ergänzt der Konzern sein Portfolio beziehungsweise baut es weiter aus.Investitionen in Start-ups: Seit dem Sommer 2018 ist Giesecke+Devrient mit G+D Ventures am Venture-Capital-Markt aktiv und investiert in Start-ups mit vielversprechenden Technologien, so in diesem Jahr etwa in das Deep-Tech-Startup Brighter AI. Eigene Inkubation: Mit „G+D advance52“ hat G+D seit Mai 2017 einen eigenen Impulsgeber für neue digitale Technologien und Geschäftsmodelle im Unternehmen. Advance52 ist Inkubator und Accelerator. „Agilität ist angesichts immer schnellerer Innovationszyklen für uns als Technologieunternehmen sehr wichtig. Die Basis dafür haben wir mit einem umfassenden Ökosystem gelegt. Durch diese mehrstufige Innovations-Strategie gelingt es Giesecke+Devrient, systematisch neue Produkte und Verfahren in wirtschaftlich hochrelevanten Feldern auf den Markt zu bringen“, erklärt Ralf Wintergerst, Vorsitzender der Geschäftsführung und Group CEO von Giesecke+Devrient. Michael Tagscherer, seit Juli 2019 Chief Technology Officer (CTO) bei G+D ergänzt: „Die Transformation von der analogen in die digitale Welt und die damit verbundene Chance und Notwendigkeit neue digitale Geschäftsmodelle zu entwickeln, ist heute entscheidend. Auch wenn dies teilweise zunächst als Disruption, das heißt konkurrierend zum bestehenden Geschäft wahrgenommen wird, müssen Unternehmen sich kontinuierlich weiterentwickeln und somit auch neue Wege einschlagen. Alle Aktivitäten zahlen in die Sicherung und in den Ausbau der Marktposition ein.“ Anmerkung der Online-Redaktion: Bleibt zu hoffen, dass bei aller Euphorie in Richtung Digitalisierung nicht die Wurzeln des Unternehmens vergessen werden, der Druck von Banknoten und Sicherheitspapieren! Giesecke & Devrient, Presseinformation #Aktuelles #Europa Deutschland #Giesecke #Devrient

  • HVB Geldscheinsammlung mit neuem Namen unter Dach von Giesecke+Devrient

    München, 16. November 2021 Die HVB Stiftung Geldscheinsammlung firmiert nun unter dem Namen Giesecke+Devrient Stiftung Geldscheinsammlung. Mit über 300.000 Geldscheinen verantwortet der Technologiekonzern Giesecke+Devrient (G+D) damit künftig eine der bedeutendsten Geldscheinsammlungen der Welt. (v. l.) Stiftungsvorstand Celia von Mitschke-Collande, Kirsten Peter und Katharina Depner, wissenschaftliche Mitarbeiterin der G+D Stiftung Geldscheinsammlung (Quelle: G+D). G+D ist bereits seit vielen Jahren eng mit der Stiftung verbunden. So engagiert sich das Unternehmen seit über zehn Jahren für die Geldscheinsammlung, die Papiergeld in großer Breite dokumentiert und Banknoten als kulturell geprägtes Zahlungsmittel erforscht. Erste europäische Banknote aus Schweden (Quelle: G+D). Die erste von G+D gedruckte Banknote der Weimarische Bank (10 Thaler) aus dem Jahr 1854 (Vorderseite) (Quelle: G+D). G+D ist bereits seit Längerem in den Gremien der Stiftung vertreten und sorgt seit 2008 für eine sachgemäße Unterbringung der Sammlung in den eigenen Räumlichkeiten. „Unsere Geldscheinsammlung ist die wohl weltweit größte und bedeutendste Sammlung auf dem Gebiet des Papiergeldes“, sagt Stiftungsvorstand Celia von Mitschke-Collande. Sie verantwortet gemeinsam mit Kirsten Peter neben der Giesecke+Devrient Stiftung nun auch die Giesecke+Devrient Stiftung Geldscheinsammlung. „Es bleibt unser Ziel sicherzustellen, dass sie weiterhin unterhalten, wissenschaftlich ausgewertet und der Öffentlichkeit digital oder im Rahmen von Ausstellungen zugänglich gemacht werden kann. Wir fühlen uns dem Thema aus unserer Geschichte heraus sehr verbunden.“ Die Geldscheinsammlung wurde als private Sammlung von Albert Pick begründet und 1964 der Bayerischen Hypotheken- und Wechselbank übergeben. Im Jahr 2003 ging sie an die neu errichtete HVB Stiftung Geldscheinsammlung der UniCredit Bank AG über. Heute umfasst die Sammlung über 300.000 Geldscheine und reicht von chinesischen Banknoten aus dem 14. Jahrhundert bis zu den aktuell weltweit emittierten Geldscheinen. Pressemitteilung G+D Über Giesecke+Devrient Giesecke+Devrient (G+D) ist ein weltweit tätiger Konzern für Sicherheitstechnologie mit Hauptsitz in München. Als Partner von Organisationen mit höchsten Ansprüchen schafft G+D mit seinen Lösungen Vertrauen und sichert essentielle Werte. Die innovative Technologie des Unternehmens schützt physisches und digitales Bezahlen, die Konnektivität von Menschen und Maschinen, die Identität von Personen und Objekten sowie digitale Infrastrukturen und vertrauliche Daten. G+D wurde 1852 gegründet. Im Geschäftsjahr 2020 erwirtschaftete das Unternehmen mit rund 11.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen Umsatz von 2,31 Milliarden Euro. G+D ist mit 74 Tochtergesellschaften und Gemeinschaftsunternehmen in 32 Ländern vertreten. Weitere Informationen: www.gi-de.com.

  • Giesecke+Devrient begrüßt offiziellen Projektstart des digitalen Euros

    München, 15. Juli 2021 – In seiner gestrigen Sitzung hat der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) den Startschuss für die mögliche Ausgabe eines digitalen Euros gegeben. In einer zweijährigen Untersuchungsphase soll geklärt werden, wie eine digitale Version des Euro aussehen könnte. Giesecke+Devrient begrüßt die Entscheidung der EZB, die Entwicklung einer digitalen Zentralbankwährung im Eurosystem weiter voranzutreiben. Mit Blick auf die weltweiten Aktivitäten von Zentralbanken, komplementär zum Bargeld digitales Geld als legitimes Zahlungsmittel herauszugeben, sei dies ein wichtiges Signal für die Souveränität und Stabilität des europäischen Währungsraums. Für die Europäische Zentralbank steht die Weiterentwicklung des digitalen Euros als eine zentralbankgestützte digitale Währung ganz oben auf der Prioritätenliste. So erklärte die EZB-Präsidentin Christine Lagarde am gestrigen Mittwoch: „Mit unserer Arbeit wollen wir sicherstellen, dass Bürger und Unternehmen auch im digitalen Zeitalter Zugang zur sichersten Form des Geldes, dem Zentralbankgeld, haben.“ Der Münchner Konzern für Sicherheitstechnologie Giesecke+Devrient (G+D) begrüßt die positiven Entwicklungen rund um den digitalen Euro. Die Zwanziger Jahre dieses Jahrhunderts sollen zur digitalen Dekade Europas werden – und der digitale Euro ist ein entscheidender Baustein, um die Unabhängigkeit der europäischen Staaten und die Prosperität des Wirtschaftsraums auch in Zukunft zu sichern. Praktisch weltweit arbeiten Zentralbanken mit Hochdruck an digitalen Währungen. Die britische Zentralbank hat jüngst eine Taskforce eingerichtet, Schweden hat erst kürzlich die Testphase für eine eigene CBDC verlängert, und China die Einführung der digitalen Währung DCEP (Digital Currency Electronic Payment) schon zu den Olympischen Winterspielen im Februar 2022 angekündigt. „Vor diesem Kontext ist Europa also gut beraten, die konkrete Ausgestaltung des digitalen Euro jetzt zügig voranzutreiben und danach grünes Licht für die Umsetzung zu geben. Bei der Frage um die Einführung der digitalen Währung geht es um nicht weniger als die Sicherung der finanz-, währungs- und wirtschaftspolitischen Souveränität der europäischen Staaten und ihrer Bürger“, kommentiert Ralf Wintergerst, Vorsitzender der Geschäftsführung und CEO von G+D, den Beschluss der EZB. Mit dem digitalen Euro bekämen die Bürger eine sichere, für alle verfügbare, gesetzlich legitimierte Alternative zu spekulativen Kryptowährungen wie dem Bitcoin oder unregulierten und unkontrollierten Privatwährungen wie Stablecoins. Denn eine gut durchdachte CBDC verbindet die Vorteile des Bargelds mit der Schnelligkeit und Bequemlichkeit digitaler Bezahloptionen, ohne die Nutzer dabei in Abhängigkeiten zu führen, unkalkulierbare Sicherheitsrisiken einzugehen und Zusatzkosten zu verursachen. Als inklusives digitales Zahlungsmittel würde der digitale Euro allen Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung stehen, unabhängig von ihrem sozialen Status und ihren Zugangsmöglichkeiten zu Bankkonten, Zahlungsdienstleistern oder Internet-Verbindungen. Auch Nicht-Europäer, wie etwa Touristen oder ausländische Geschäftsleute, sollen bei Berührungspunkten mit Europa davon profitieren und ihn als allgemeingültiges Zahlungsmittel nutzen können. Ralf Wintergerst ergänzt: „Selbstverständlich muss einem derartigen Mammut-Projekt eine akribische Planung vorausgehen. Aber wir dürfen uns in dieser entscheidenden Phase auch nicht unnötig verzetteln. Europa muss als Wirtschaftsmacht und Wertegemeinschaft seine Kraft und seine Ideale in die Realität des digitalen Zeitalters transformieren. Der digitale Euro ist dafür ein unverzichtbarer Baustein und damit entscheidend für die digitale Selbstbestimmtheit Europas.“ G+D bietet mit „Filia“ eine eigene Lösung für digitale Zentralbankwährungen an und ist weltweit an Projekten zu CDBC beteiligt. Ralf Wintergerst, Vorsitzender der Geschäftsführung und Group CEO von Giesecke+Devrient. Über Giesecke+Devrient Giesecke+Devrient (G+D) ist ein weltweit tätiger Konzern für Sicherheitstechnologie mit Hauptsitz in München. Als Partner von Organisationen mit höchsten Ansprüchen schafft G+D mit seinen Lösungen Vertrauen und sichert essentielle Werte. Die innovative Technologie des Unternehmens schützt physisches und digitales Bezahlen, die Konnektivität von Menschen und Maschinen, die Identität von Personen und Objekten sowie digitale Infrastrukturen und vertrauliche Daten. G+D wurde 1852 gegründet. Im Geschäftsjahr 2020 erwirtschaftete das Unternehmen mit rund 11.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen Umsatz von 2,31 Milliarden Euro. G+D ist mit 74 Tochtergesellschaften und Gemeinschaftsunternehmen in 32 Ländern vertreten. Weitere Informationen: www.gi-de.com

  • 30 Jahre Währungsunion: Giesecke+Devrient leistete zentralen Beitrag

    Am 1. Juli 1990 trat die zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR geschlossene Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion in Kraft. Für den Währungstausch mussten in kürzester Zeit eine große Menge an DM-Banknoten produziert werden. Dieser Mehrbedarf kam damals zur Hälfte von Giesecke+Devrient (G+D). Noch vor der politischen Einheit Deutschlands fand am 1. Juli 1990 zwischen West- und Ostdeutschland die Währungsunion statt. Sie wurde maßgeblich vom damaligen Bundeskanzler Helmut Kohl, DDR-Ministerpräsident Lothar de Maizière, Bundesfinanzminister Theodor Waigel und Walter Romberg, dem Minister der Finanzen der DDR, vorangetrieben. Im Rahmen der Währungsunion wurde die D-Mark als alleinige Währung für Gesamtdeutschland bestimmt. Für viele Menschen in der DDR erfüllte sich damit der Wunsch nach einer stabilen Währung. DDR-Bürger konnten ein gewisses DDR-Mark-Vermögen in D-Mark umtauschen, je nach Wert im Verhältnis 1:1 oder 1:2. Löhne, Gehälter, Renten, Mieten und andere "wiederkehrende Zahlungen" wurden im Kurs 1:1 umgestellt. Der mögliche Umtausch löste einen regelrechten Run auf die Banken aus. Bereits in der Nacht zum 1. Juli warteten etwa am Alexanderplatz in Ost-Berlin mehr als 10.000 Menschen auf die Öffnung der ersten Bankfiliale. Die Vorbereitung der Währungsunion erforderte einen enormen logistischen Aufwand. So mussten für mehr als 16 Millionen Bürgerinnen und Bürger aus den neuen Bundesländern D-Mark-Noten der Bundesrepublik hergestellt und auf Banken beziehungsweise Ausgabestellen verteilt werden. Giesecke+Devrient zeichnete zusammen mit der Bundesdruckerei maßgeblich für die Produktion dieser Banknoten verantwortlich. Innerhalb von wenigen Monaten druckten und lieferten die Münchner das neue Geld. Von G+D kamen dabei die Banknoten in den Wertstufen fünf DM, 20 DM, 100 DM  und 1.000 DM. Eine wichtige Randnotiz dokumentiert den großen Bargeldbedarf in Vorbereitung der Währungsunion. So erteilte die Bundesbank auch der Wertpapierdruckerei der DDR einen Auftrag zum Druck von 5-D-Mark-Noten. Die WPD ging aus dem 1852 in Leipzig gegründeten und 1948 enteigneten Unternehmen Giesecke+Devrient hervor. Das zuletzt als „VEB Wertpapierdruckerei der DDR (WPD)“ firmierende staatseigene Unternehmen der DDR stellte bis zur Wiedervereinigung Deutschlands neben Sicherheitsdrucken auch Banknoten für die DDR und andere sozialistische Staaten her. 1991 wurde der Leipziger Betrieb durch G+D von der Treuhandanstalt zurückerworben und gehört seitdem zum Konzern von Giesecke+Devrient. Deutsche Bundesbank: 100 Deutsche Mark vom 2. Januar 1980, Vorderseite. Die D-Mark-Noten für das wiedervereinte Deutschland hat die Bundesbank damals in zwei Schritten ausgegeben. Zur Währungsunion im Juli 1990 wurde zunächst die in der Bundesrepublik bereits bestehende D-Mark-Serie, die sogenannte BBk I, emittiert. Sie galt bei den DDR-Bürgern als Symbol der Freiheit und des Wohlstands und bildete damit gewissermaßen eine Ikonographie der angestrebten Wiedervereinigung. An der Entwicklung und Herstellung der Serie war G+D bereits seit 1958 beteiligt. Deutsche Bundesbank: 100 Deutsche Mark vom 2. Januar 1996, Vorderseite. Ab Herbst 1990 gab die Bundesbank dann schrittweise im gesamten Bundesgebiet die neu aufgelegte DM-Serie BBk-III aus. Da alte und neue Bundesländer diese neue Banknotenserie zum gleichen Zeitpunkt erhielten, symbolisiert sie so das Zusammenwachsen der Gesellschaft. Sie wird deshalb später auch als „Einheitsserie“ bezeichnet. Die BBk-II bildete eine Ersatzserie, die letztlich nie ausgegeben wurde. „Die Währungsunion markiert einen wichtigen Meilenstein in unserer Unternehmensgeschichte. So waren wir federführend an der Bereitstellung der erforderlichen Geldmenge beteiligt – angesichts des kurzen Zeitrahmens eine immense Aufgabe. Wir sind stolz darauf, in dieser Hinsicht als Unternehmen einen Beitrag zur Wiedervereinigung Deutschlands geleistet zu haben“, erklärt Astrid Wolff, Leiterin Corporate Heritage bei G+D und Vorstand der Giesecke+Devrient Stiftung. Für G+D hat die Währungsunion im Übrigen nicht nur die Herstellung von Banknoten für Millionen von Menschen bedeutet. So war das Unternehmen auch an der Produktion des Banknotenpapiers und der eurocheques beteiligt. Das Thema „30 Jahre Währungsunion“ wird aktuell in mehreren TV-Sendungen aufgegriffen. Ausgewählte Termine im Überblick: ARD, 29.6., 23:30 bis 00:15 Uhr: Geschichte im Ersten: Wie die D-Mark in den Osten kam Bayerischer Rundfunk, 2.7., 19:00 bis 19:30 Uhr: mehr/wert: Aus Bayern für den Osten: Wie die D-Mark in die DDR kam Giesecke+Devrient Christoph Lang Pressesprecher #Nachrichten #Weltbanknoten #Europa #Deutschland #DM #GieseckeDevrient

  • Noch nie gehört: Kurfürstlich-sächsische Assignaten

    Zweifellos war Friedrich August I. (Kurfürst von Sachsen 1694–1733, seit 1697 als August II. auch König von Polen) eine außergewöhnliche Persönlichkeit. Die Literatur über sein Leben und Wirken füllt gut und gern eine ganze Bibliothek, von den zahllosen fantastischen Legenden, die seit Jahrhunderten immer weiter erzählt werden, ganz zu schweigen. Man sollte meinen, dass über ihn und seine Zeit nun eigentlich nichts Neues mehr zu berichten wäre. Offensichtlich ist der Herrscher aber noch heute für Überraschungen gut. Urteilen Sie selbst! August der Starke, Gemälde seines Hofmalers Louis de Silvestre. Zu seiner Linken die polnischen Kronjuwelen und der sächsische Kurhut. August der Starke, trotz der reichen Erträge der Silbergruben im Erzgebirge wegen seiner aufwendigen, ja prunkvollen Lebensführung bekanntlich ständig in Geldnot und hoch verschuldet, war dabei erstaunlich vielseitig und oft erfolgreich bei der Suche nach neuen Geldquellen. So verstand er es, zahlreiche, teils jahrhundertealte Rechtsansprüche seiner Vorfahren zu Geld zu machen und war auch sonst in finanziellen Dingen keineswegs zimperlich. Dass es ihm gelang, während des Krieges gegen die Schweden zumindest einen Teil der dringend benötigten Gewehre, Bajonette und Pistolen bargeldlos mit „Assignaten“ zu finanzieren, ergibt sich erst in jüngster Zeit aus der Auswertung von Dokumenten des kurfürstlichen „Geheimen Rats“ aus der Zeit des Nordischen Krieges. Geldscheinsammlern ist der Begriff „Assignaten“ wohlvertraut. Bisher wurde er stets mit der Geldgeschichte Frankreichs zur Zeit der Französischen Revolution in Verbindung gebracht. Die so bezeichneten Geldscheine waren dort 1790 eingeführt und 1792 per Dekret der Nationalversammlung zum alleinigen Zahlungsmittel erklärt worden. Materiell wie alles Papiergeld völlig wertlos, stürzten diese Scheine das Land mangels Deckung während der Revolutionskriege innerhalb weniger Jahre in die Inflation und mussten schließlich 1796 mit enormen Verlusten für die Bürger wieder aus dem Verkehr gezogen werden. Trotz ihres für Geldscheine außergewöhnlich hohen Alters sind die Restbestände bekanntlich keineswegs selten und mitunter noch druckbogenweise im Angebot des Fachhandels zu finden. Weit weniger bekannt ist die Tatsache, dass auch das früheste russische Papiergeld, das bereits 1769, also Jahrzehnte vorher, unter Zarin Katherina II. von Russland in Umlauf gebracht worden war, ebenfalls unter dieser Bezeichnung kursierte. Obwohl auch diese unaufhaltsam der Inflation anheim fielen, werden sie nur selten im Fachhandel angeboten. Immerhin wurden sie 1843 zum Kurs von 29 (Silber-) Kopeken pro (Papier-) Rubel eingezogen und vernichtet. Selbst Fachleute muss es überraschen, dass kürzlich der Nachweis dafür gefunden werden konnte, dass noch weit früher, schon zu Beginn des 18. Jahrhunderts „Assignaten“ als Zahlungsmittel ausgegeben und offensichtlich auch akzeptiert wurden. Dies geschah – in Sachsen. Bei Forschungen zur Geschichte des Nordischen Krieges, speziell der Waffenlieferungen für die Königlich-polnische und Kurfürstlich-sächsische Armee, stieß der Dresdner Militärhistoriker Hans-Dieter Brucksch auf Archivunterlagen, die belegen, dass zwischen den Vertragspartnern im Jahr 1711 für diese Frühform bargeldloser Zahlung erstmals die Bezeichnung „Steuer Assignationes“ (also so viel wie „unterschriftlich garantierte Geldanweisungen“) verwendet wurde. Er konnte zunächst nachweisen, dass schon um 1700 im Kurfürstentum vertragliche Zahlungen zwischen dem Staat als Auftraggeber und Großlieferanten als Auftragnehmern wohl notgedrungen teils in bar, teils in Steuerscheinen vereinbart wurden. Wiederholt beklagten die Waffenhändler dabei allerdings herbe finanzielle Verluste bei deren Einlösung. Im Jahre 1703 gelang es bekanntlich dem Kurfürst-König, eine völlig neue Form der Verwaltungsfinanzierung gegen den Protest der Landstände durchzusetzen. Damit war er nicht mehr auf deren bis dahin erforderlichen Bewilligungen angewiesen. Mit der Einführung seiner „Generalconsumptionsaccise“, einer allgemeinen Verbrauchersteuer auf alle Waren des täglichen Bedarfs, wie sie auch heute üblich ist, konnte der Landesherr auf nunmehr zuverlässig berechenbare Einkünfte zählen. Am 31. August 1707 wurde sie neu geregelt und den aktuellen Erfordernissen angepasst. Es versteht sich, dass damit auch die bargeldlosen Zahlungen mittels Steuerscheinen („Assignaten“) besser abgesichert werden konnten. Der nachstehend abgebildete Textauszug der bisher früheste Nachweis dafür: Ausschnitt aus dem Liefervertrag vom 28. Februar 1711 über 12.000 Flinten und Bajonette zwischen Kriegsminister Graf Wackerbarth und dem „Miliz Factor“ Nicolaus Bachmann, Suhl (heute Freistaat Thüringen), vom 28. Februar 1711 (Hervorhebungen vom Verf.). Transkription: …… ….. ….. ….. ….. ….. ….. ……… (Z. Weiln Königl. Majest. allergnedigst concediret Lie .. feranto [1] bey Schließung des Contracts Zwey,, Tausend Thaler zum Verlag prænumerando vorzuschießen und deßen Lieferung jedes mahl aus der Kriegs Cassa gegen des Haupt Zeughaußes [2] Liefer Schein, daß alles Modell und Probmeßig, entweder baar, oder durch verfallene [2] richtige Steu,, er Assignationes richtig zu bezahlen, auch obige prænumerirte [3] Vorschuß Gelder nicht eher alß bey der letzten Lieferung und Adimplizirung [4] des Contracts abzurechnen, … …… …… …… …… …… …… Einen der so beschriebenen Assignaten hat allerdings noch niemand zu Gesicht bekommen. Wir wissen jetzt nur, dass sie mit Sicherheit einst existiert haben. Wie diese frühen Zahlungsmittel ausgesehen haben, lässt sich nur vermuten. Man darf annehmen, dass ohnehin überhaupt nur wenige Exemplare ausgestellt wurden. Mit Geldscheinen dürften sie wohl keinerlei Ähnlichkeit gehabt haben. Vielmehr liegt nahe, dass sie angesichts ihrer sehr begrenzten Anzahl und ihres hohen Nennwertes gar nicht gedruckt, sondern aufwendig als Einzelstücke auf den Gläubiger ausgestellt, handschriftlich auf Kanzleipapier – vielleicht sogar auf Pergament – angefertigt, dann zur Beglaubigung vom Kurfürst-König „höchstselbst“ unterzeichnet und abschließend gesiegelt wurden. Sie ähnelten wohl also ganz den amtlichen zeitgenössischen Urkunden. Praktisch musste der Großhändler („Miliz Factor“) dafür in Vorkasse gehen und die Suhler Waffenschmiede für ihre Arbeit zunächst aus eigener Tasche bezahlen. Ohne ein ansehnliches, sofort verfügbares Eigenkapital des Unternehmers hätte dieses Zahlungsverfahren natürlich nicht funktionieren können. Einlösbar waren solche Assignaten jeweils erst nach der nächsten Steuererhebung. Ob der Gläubiger dabei eine angemessene Verzinsung erwarten durfte, ist naheliegend, aber nicht belegt. Überlebt haben dürfte wohl kein einziger kursächsischer Assignat. Denkbar wäre das eigentlich nur im Zusammenhang mit einer eventuellen Rechtsstreitigkeit, bei der das Wertpapier ausnahmsweise nicht eingelöst, sondern eingezogen und archiviert wurde. Höchstwahrscheinlich wurden jedoch alle innerhalb weniger Monate wieder eingelöst und danach amtlich vernichtet. Liebhaber altdeutschen Papiergeldes werden sich mit dieser Erkenntnis leider abfinden müssen. Lienhard Buck Anmerkungen: [1] so viel wie …allergnädigst genehmigt, dem Lieferanten .. [2] wohl so viel wie „demnächst (der Einlösung) verfallene“ [3] im Voraus gezahlte [4] so viel wie Einbeziehung

  • Die Entwürfe der ersten Euro-Banknoten, Teil 17

    Bereits im November 1994 hatte der Rat des Europäischen Währungsinstituts (EWI) die Stückelung auf sieben Banknoten-Nominale von 5 bis 500 Euro festgelegt. Im Juni 1995 wurden dann zwei Themen für die Gestaltung der Euro-Banknoten vorgegeben, zum Einen "Zeitalter und Stile in Europa" und zum anderen ein abstraktes, modernes Design. Im Februar 1996 begann der Gestaltungswettbewerb, an dem 29 Grafiker und Grafikerteams teilnahmen, die von 14 nationalen Zentralbanken der EU nominiert wurden. Im September 1996 beurteilte eine Jury aus international renommierten unabhängigen Experten für Marketing, Grafik und Kunstgeschichte die eingereichten Entwürfe und wählte je fünf für beide Themenbereiche aus. Im Oktober 1996 erfolgte eine Umfrage unter insgesamt 2000 Personen aus allen EU-Ländern außer Dänemark und am 3. Dezember 1996 wählte der Rat des EWI schließlich den Vorschlag aus Österreich Nr. T 382 als Gewinner des Gestaltungswettbewerbs. Wie aber hätten die ersten Euro-Banknoten auch aussehen können? Wir setzen hiermit unsere Reihe zu den Entwürfen der ersten Euro-Banknoten fort. Thema Zeitalter und Stile in Europa, Vorschlag T 943 Jaap Drupsteen Geboren 1942 in Hasselt, Niederlande. Studierte Grafikdesign an der Akademie für Bildende Künste in Enschede. Von 1964 bos 1979 Grafikdesigner und Regisseur beim Fernsehen. 1980 bis 1985 Freiberuflicher Grafikdesigner und Kreativdirektor. Zwischen 1988 und 2000 entwarf er eine neue Banknotenserie für die Niederländische Zentralbank und 2002 auch Ausweispapiere. Alle Nominale zeigen Collagen zum Thema Zeitalter und Stile in Europa sowie verschiedene Strukturen und Stilelemente. Abgeschrägte Elemente und einfarbige Stellen sollten die damals neuesten Sicherheitsmerkmale enthalten. 5 Euro, Vorder- und Rückseite. 10 Euro, Vorder- und Rückseite. 20 Euro, Vorder- und Rückseite. 50 Euro, Vorder- und Rückseite. 100 Euro, Vorder- und Rückseite. 200 Euro, Vorder- und Rückseite. 500 Euro, Vorder- und Rückseite. Fortsetzung folgt … Hans-Ludwig Grabowski Abb. Europäische Zentralbank (EZB)

  • Leserpost: Notgeldscheine von Waiblingen

    Waiblingen, Stadtgemeinde, Oberamtsstadt, Keller: 5379, Karau: 399.2.4 ff. Sehr geehrter Herr Grabowski, ich erlaube mir, Ihnen in der Anlage 3 Scanns über 10, 20 und 500 Mrd. Mk (Überdruck auf 20 Mrd. Mk) zuzusenden. Alle 3 Scheine haben das Wz: 235 = Rosengitter. Bis auf den 10 Mrd-Schein haben die anderen beiden auch eine KN. Handelt es sich hier um Probe- oder Musterdrucke? Weder im Keller-Katalog, noch bei Karau sind diese Scheine erwähnt. Kennen Sie diese? Wie sind diese Scheine zu bewerten? Für eine kurze Rückäußerung wäre ich Ihnen dankbar. Mit freundlichen Grüßen H.-W. Donath Waiblingen, Stadt: Zusammenhängender Probedruck der Vorder- und Rückseite zu 10 Milliarden Mark vom 18. Oktober 1923. Waiblingen, Stadt: Zusammenhängender Probedruck der Vorder- und Rückseite zu 20 Milliarden Mark vom 18. Oktober 1923. Waiblingen, Stadt: Zusammenhängender Probedruck der Vorder- und Rückseite zu 500 Milliarden Mark vom 18. Oktober 1923 (Überdruck auf 20 Mrd. Mark). Antwort der Redaktion Es sollte sich jeweils um Andrucke der Vorder- und Rückseiten handeln, die von der Druckerei G. Stürner aus Waiblingen gefertigt und aufbewahrt wurden. Sog. Musterbücher, in denen Andrucke, Drucküroben und Musterscheine gesammelt wurden, sind von mehreren Druckereien bekannt und waren in der Zeit der Notgelddrucke üblich. Dass solche Stücke nicht in Katalogen erfasst sind, erklärt sich schon aus diesem Grund, denn sie waren nie für den Umlauf und die Auslieferung an die Ausgabestellen vorgesehen und fanden deshalb auch nur selten den Weg in Sammleralben. Eine Wertermittlung bliebe dem Markt vorbehalten, etwa wenn solche Stücke auf einer Auktion versteigert würden. Ich könnte mir vorstellen, dass diese Stücke bei Regionalsammlern auf großes Interesse stoßen. Hans-Ludwig Grabowski

  • Aus privaten Sammlungen: 50 Kronen der Norges Bank von 1961

    Objekttyp: Banknote Sammlung: Jürgen Schilde Historischer Kontext: Im Jahr 1930 wurde ein Wettbewerb für die Gestaltung einer neuen, 4. Banknotenserie der Norges Bank ausgeschrieben: Die Vorderseite sollte eine Persönlichkeit der jüngeren Geschichte Norwegens zeigen und die Rückseite einen Wirtschaftszweig. Zur Umsetzung der gesamten Banknotenserie kam es jedoch nicht mehr: Der Zweite Weltkrieg und die deutsche Besatzung durchkreuzten die Pläne. Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm die Norges Bank einen weiteren Anlauf für eine neue Banknotenserie – mittlerweile schienen die Entwürfe aus der Vorkriegszeit jedoch nicht mehr zeitgemäß. So wurde der Architekt Arnstein Arneberg als Künstler mit einer erneuten Gestaltung der Scheine beauftragt; dabei blieb man dem ursprünglichen Konzept der Bildkombination aus berühmter Persönlichkeit und Wirtschaft treu. Für die 10- und 100-Kronen-Noten wurden schließlich die Druckplatten verwendet, die bereits vor dem Krieg von Thomas De La Rue in London hergestellt worden waren; die restlichen Nominale zu 5, 50, 500 und 1000 Kronen wurden neu gestaltet und von Henry Walde, dem hauseigenen Grafiker der Druckerei der Norges Bank, angefertigt. Diese Banknotenserie wurde in den Jahren 1948 bis 1976 ausgegeben und war bis zum 13. Juli 1999 gültig; von den 50-Kronen-Scheinen kamen in diesem Zeitraum insgesamt 53.450.000 Exemplare in Umlauf. Die berühmte Persönlichkeit, auf der die Wahl für den Fünfziger fiel, ist der Dichter und Literaturnobelpreisträger Bjørnstjerne Martinius Bjørnson. Von ihm stammt unter anderem der Text zur norwegischen Nationalhymne. Land/Region/Ort: Königreich Norwegen, Oslo Emittent: Norges Bank Nominal: 50 Kroner Datierung: 1961 Umlauf: bis 13.7.1999 Vorderseite: Mittig bekröntes Staatswappen auf Kornähren flankiert von zwei Medaillons, links Porträt des Bjørnstjerne Bjørnson nach einem Gemälde von Erik Werenskiold, rechts Wasserzeichenfeld; Bankname, Wertangabe, Wertzahl und Ornamente. Unterschriften: Brofoss / Ottesen Rückseite: Getreide-Ernteszene (Landwirtschaft) nach einem Gemälde von Hugo Lous Mohr. Format: 144 mm x 127 mm Material: Papier Wasserzeichen: Porträt des Bjørnstjerne Bjørnson Graveur: Henry Welde Druck: Norges Bank Nummerierung: E.0775722 Authentizität: Original Zitate: NOR-32c (Standard Catalog of World Paper Money, Vol. III – Modern Issues) B661m (Owen W. Linzmayer, The Banknote Book – Norway) Kana Totsuka Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus Ihrer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com.

  • Tunesien: Neue 5- und 50-Dinars-Noten

    Am 28. April 2022 gab die Banque Centrale de Tunisie neue Noten in den Stückelungen zu 5 und 50 Dinars in Umlauf. Die 5-Dinars-Note, die 143 x 73 mm misst, ist grün und zeigt auf der Vorderseite den Agrarwissenschaftler Slaheddine el-Amami (1936–1986), der insbesondere zu den Bereichen Hydraulik und zum Wüstenklima forschte. Auf der Rückseite sind die unter dem römischen Kaiser Hadrian für die Wasserversorgung Karthagos errichteten Aquädukte von Zaghouan dargestellt. Die Banknote zu 50 Dinars misst 158 x 79 mm. Hier ist auf der Vorderseite das Porträt des Hédi Nouira (1911–1993) abgebildet, der eine führende Figur in der tunesischen Unabhängigkeitsbewegung zur Zeit des französischen Protektorats darstellte. Auch in der tunesischen Geldgeschichte spielte Nouira eine große Rolle: Im unabhängigen Tunesien wurde er mit dem Aufbau einer Zentralbank beauftragt, deren Gouverneur er seit ihrer Gründung im Jahr 1958 bis 1970 war. Von 1970 bis 1980 war er Premierminister. Die Rückseite zeigt das Gebäude der Zentralbank. Zu den Sicherheitsmerkmalen der beiden neuen Scheine zählen ein Wasserzeichen mit dem jeweiligen Vorderseiten-Porträt und der Wertzahl; fluoreszierende Elemente; eine Mikroschrift; ein RAPID®HD-Fenster-Sicherheitsfaden von Crane Currency mit Bewegungseffekt; ein irisierender Streifen und ein SPARK-Element – ein Kreis mit der Wertzahl, die sich von Grün zu Blau (5 Dinars) bzw. Mangenta zu Grün (50 Dinars) ändert. Bei beiden Nominalen zeigen die Hintergründe stilisierte Muster aus der arabisch-islamischen Kunst. Auf den Scheinen ist das Datum "2022-3-20" genannt; die ertastbaren Linien am Rand sollen Menschen mit Sehbehinderung die Identifizierung des Nominals erleichtern. Außerdem bietet eine Lackschicht den Noten Schutz vor Verschmutzung. Die Vorgängernoten dieser beiden Nominale bleiben vorerst gemeinsam mit den neuen Scheinen im Umlauf. Kana Totsuka Abb. Owen W. Linzmayer (www.banknotebook.com)

  • Asher: Guide Book – Coins, Banknotes and Tokens of Israel 2022/23

    Israel Asher: Guide Book – Coins, Banknotes and Tokens of Israel 2022/23 224 Seiten, durchgehend farbig bebildert, Format 16,5 cm x 23,7 cm, Broschur, Isranumis 2022, Preis: 25,00 Euro. Ohne ISBN. Im neuen zweisprachigen (Hebräisch und Englisch) Katalog und Preisführer über die israelischen Münzen und Geldscheine werden die des Staates Israel und des britischen Mandatsgebiets Palästina sowie primäre Handelsmarken von der vorangegangenen Zeit der osmanischen Herrschaft bis heute umfangreich inkl. Varianten beschrieben, farbig abgebildet und in US-Dollars bewertet. Da im Hebräischen wie auch im Arabischen Bücher von von hinten nach vorn gelesen werden, beginnt der Katalog vom hebräischen Titel aus mit den Münzen unter britischem Mandat 1927 bis 1948, gefolgt von denen des Staates Israel ab 1948 in den verschiedenen Währungen. Aufgeführt werden anschließend auch Muster- und Fehlprägungen. Den Abschluss des Münzkatalogs bildet eine Tabelle zu allen Gedenkmünzen des Staates Israel von 1958 bis 2001. Der Münzteil umfasst insgesamt knapp über Hundert Seiten und ihm schließt sich der Katalogteil zum Papiergeld an. Dieser beginnt mit den seltenen Schecks der Anglo-Palestine Company aus dem Jahr 1914, gefolgt von den äußerst seltenen und sehr gesuchten Ausgaben des britischen Mandatsgebiets Palästina ab 1927 inkl. Fälschungen und ebenfalls seltenen Notausgaben. Die letzten Ausgaben unter britischem Mandat waren die der Anglo-Palestine Bank aus dem Jahr 1948. Danach folgt das Papiergeld Israels inkl. Musterscheine und Katalogisierung von Bogenteilen. Der Papiergeldteil kommt auf fast 100 Buchseiten. Den Abschluss oder auch Anfang – je nachdem von welchem Titel man aus den Katalog öffnet – bilden sog. Tokens (Ersatzgeld von Handelsfirmen), die über einen Zeitraum von rund 100 Jahren von der osmanischen Herrschaft über Palästina bis in die 1990er Jahre genutzt wurden. Als Konkordanzen zur eigenen Katalogisierung werden die Katalognummern nach den bekannten Krause-Katalogen „World Coins“ und „World Paper Money“ sowie zu Sylvia Haffner (Judaic Tokens) und Owen W. Linzmayer (The Banknote Book) aufgeführt. Wer sich für die Zeugnisse der israelischen Geldgeschichte interessiert, der kommt an dem sehr empfehlenswerten neuen Katalogwerk von Israel Asher nicht vorbei. Kontakt bitte direkt über: www.isranumis. com, E-mail: isranumis@yahoo.com. Hans-Ludwig Grabowski

  • Leserpost: Unbekannte Notgeld-Varianten

    falls noch nicht bekannt bzw. katalogisiert, anbei ein 50-Pfennig-Schein aus Bamberg von 1918 ohne Wasserzeichen und ohne KN. Stattdessen ist noch ganz schwach handschriftlich "Ungültig". Anschließend noch zwei weitere Scheine, die wohl so noch nicht bekannt sind: 5 Mark und 20 Mark 1918 ohne KN, anstelle dafür aber wieder "Ungültig". Herzliche Grüße aus Berlin Th. Neldner Bamberg, Stadt: Gutschein zu 50 Pfennig von 1918 ohne KN, Vorder- und Rückseite. Bamberg, Stadt: Gutschein zu 5 Mark von 1918 ohne KN, Vorder- und Rückseite. Bamberg, Stadt: Gutschein zu 20 Mark von 1918 ohne KN, Vorder- und Rückseite. Antwort der Redaktion: An den Kleberesten sieht man, dass es sich wahrscheinlich um Proben handelt, die in einem Musterbuch der Druckerei aufbewahrt waren, aus dem sie dann unsanft gelöst wurden. Solche Stücke haben oft keine Kontrollnummern und sind als "Ungültig", "Druckprobe" oder "Muster" bezeichnet. Ich bin mir nicht sicher, ob man das katalogisieren sollte, weil diese Stücke natürlich selten vorkommen und meist beschädigt sind. Sicher sind sie aber von Sammlern, ganz besonders von Regionalsammlern, gesucht. Hans-Ludwig Grabowski

  • Teure tschechische Gedenknote

    Hier im Geldschein-Blog ( https://www.geldscheine-online.com/post/die-neue-tschechische-100-kronen-gedenkbanknote-teuer-und-nicht-einfach-zu-bekommen) sowie in der letzten Ausgabe der Zeitschrift MÜNZEN & SAMMELN (Mai 2022) gab es einen Bericht von Donald Ludwig über die neue tschechische Gedenkbanknote zu 100 Kronen mit dem Porträt von Karel Engliš. Der Abgabepreis der Tschechischen Nationalbank wurde hier mit 2.000 Kronen (ca. 82,10 Euro) angegeben. Das ist nicht ganz aktuell. Tatsächlich hat die Bank die Scheine für 3.990 Kronen, also fast das Doppelte, verkauft. Diese Angabe war offiziell mehrfach zu lesen mit dem Vermerk „Ausverkauft!“. Ich selbst habe als Händler nur wenige Stücke bekommen und die sind trotz des hohen Preises schnell weg. Wolfgang J. Mehlhausen

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