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- Kanada stellt seine neue 20-Dollars-Polymerbanknote vor
Am 3. September 2026 stellten Louise Arbour, Generalgouverneurin von Kanada, und Wayne Long, Staatssekretär (Kanadische Steuerbehörde und Finanzinstitute), gemeinsam mit Tiff Macklem, dem Gouverneur der Bank of Canada, Kanadas neue vertikal ausgerichtete 20-Dollars-Banknote mit dem Porträt von König Charles III. vor. Dies ist Kanadas erste Banknote mit dem Porträt des Königs und das erste Mal seit mehr als 70 Jahren, dass ein neuer Monarch auf einer 20-Dollars-Banknote abgebildet ist. Sie wird ab Ende Februar 2027 schrittweise in Umlauf gebracht. Das Porträt auf der Vorderseite der Banknote ist von einem Blumen- und Blattwerk umgeben, das von dem lebenslangen Engagement des Königs für die Umwelt inspiriert ist. Außerdem zieren die Blumenwappen der 13 Provinzen und Territorien die Vorderseite. Die Stiele und Blätter, die die Blumen verbinden, sind den Motiven in den Gedenkbüchern nachempfunden, die auf dem Parliament Hill aufbewahrt werden. Auf der Rückseite ist das „Canadian National Vimy Memorial“ abgebildet, das sich am Ort der Schlacht um den Vimy-Kamm von 1917 in Frankreich befindet. Es wurde zu Ehren des kanadischen Einsatzes im Ersten Weltkrieg errichtet. Die Darstellung auf der Banknote ist eine Würdigung der Beiträge und Opfer Kanadas in militärischen Konflikten im Laufe der Geschichte des Landes. Im unteren Bereich ist ein Mohnfeld abgebildet. Mohnblumen sind ein Symbol des Gedenkens und stehen dafür, wie wichtig es ist, die Erinnerung an die Gefallenen wachzuhalten. Ihre Darstellung auf der Banknote steht für die leuchtenden und widerstandsfähigen Blumen, die während des Ersten Weltkriegs auf den Schlachtfeldern und Friedhöfen entlang der Westfront in Europa wuchsen. Es ist die zweite Banknote der „Vertical“-Serie. Auf der ersten, der 2018 ausgegebenen 10-Dollars-Note, ist die Bürgerrechtspionierin und Geschäftsfrau Viola Desmond abgebildet. Zu den Sicherheitsmerkmalen gehören: Ein rundes, transparentes Fenster, das von beiden Seiten der Banknote sichtbar ist, zeigt Pflanzen, die für die indigenen Völker Kanadas von kultureller Bedeutung sind (im Uhrzeigersinn von oben): Walderdbeeren, Westliche Rotzeder, geflochtenes Süßgras und Arktische Baumwolle. Diese Pflanzen wurden vom Indigenen Beirat der Bank empfohlen und symbolisieren Lebensgrundlage, Dankbarkeit und Heilung. Ein violetter Sicherheitsstreifen enthält Bilder, die sich bewegen, wenn die Banknote gekippt wird. Innerhalb des Streifens befindet sich eine Blase, die dreidimensional wirkt und die Wertziffern im Inneren vergrößert. Darin pulsiert ein Ahornblatt. In den Blütenblättern des Mohns drehen sich Bänder, und im Hintergrundmuster verwandeln sich die Wertziffern in Ahornblätter. Für das Porträt, die große Nennwertangabe und das Wort „CANADA“ auf der Vorderseite wurde Reliefdruck (Tiefdruck) verwendet. Die goldenen Ahornblätter auf der Rückseite pulsieren, wenn man die Banknote neigt. Zur leichteren Erkennung für Sehbehinderte sind taktile Punkte integriert. Drei Gruppen mit jeweils sechs Punkten befinden sich am oberen rechten Rand auf der Vorderseite. Der Verfasser dieses Beitrags ist persönlich der Meinung, dass das obige Design ziemlich enttäuschend ist. Es gibt schmeichelhaftere Porträts des Königs, die hätten verwendet werden können. Der folgende Fantasieentwurf kursierte vor einigen Jahren in den sozialen Medien. Donald Ludwig (polymernotes.com)
- Max und Moritz – Eine Bubengeschichte in sieben Streichen
Notgeldscheine des Fleckens Wiedensahl erzählen die Geschichte Im niedersächsischen Dorf Wiedensahl (Kreis Schaumburg) wurde am 14. April 1832 Heinrich Christian Wilhelm Busch (1832-1908) geboren. Er war einer der einflussreichsten humoristischen Dichter und Zeichner Deutschlands. Der Ort setzte ihrem größten Sohn mit acht Notgeldscheinen ein bleibendes Denkmal. Während die Vorderseiten das Geburtshaus des Dichters abbilden, finden sich auf den Rückseiten der Gutscheine zu 50 Pfennig Szenen aus seiner wohl bekanntesten Bildergeschichte. Abb. 1: Wiedensahl, Flecken, o. D., 50 Pfennig, gemeinsame Vorderseite mit der Abbildung des Geburtshauses. Abb. 2.1: Bockenem, Heinr. Rehmann, Buchdruckerei, o. D., 1 Mark, Rückseite mit dem Bildnis von Wilhelm Busch. Abb. 2.2: Bockenem, Heinr. Rehmann, Buchdruckerei, o. D., 1 Mark, Vorderseite. „Max und Moritz – Eine Bubengeschichte in sieben Streichen“[1] ist ein Frühwerk des Dichters. Die Bildergeschichte wurde Ende Oktober 1865 erstmals veröffentlicht. Die Handlung weist auffällige inhaltliche, stilistische und wirkungsästhetische Grundmuster auf, die sich auch in den späteren Arbeiten Buschs wiederholen. Viele Reime dieser Bildergeschichte wie „Aber wehe, wehe, wehe! / Wenn ich auf das Ende sehe!“, „Dieses war der erste Streich, doch der zweite folgt sogleich“ und „Gott sei Dank! Nun ist’s vorbei / Mit der Übeltäterei!“ sind zu geflügelten Worten im deutschen Sprachgebrauch geworden. Die Geschichte wurde in 300 Sprachen und Dialekte übertragen und zählt zu den meist verkauften Kinderbüchern.[2] Die Bildergeschichte ist eine Abfolge einzelner Episoden. Umrahmt von einem Prolog und einem Epilog wird in sieben einzelnen Streichen der kurze Lebensweg des Lausbubenpaars Max und Moritz erzählt.[3] Die Rückseite des ersten Gutscheins stellt die Protagonisten mit folgenden Worten im Vorwort vor: „Ach, was muß man oft von bösen Kindern hören oder lesen! Wie zum Beispiel hier von diesen, Welche Max und Moritz hießen.“ Abb. 3: Der Gutschein zeigt auf der Rückseite die Protagonisten Max (rechts) und Moritz (links). Der folgende Text leitet auf den ersten Streich der Lausbuben über: „Aber wehe, wehe, wehe, Wenn ich auf das Ende sehe!! Ach, das war ein schlimmes Ding Wie es Max und Moritz ging. Drum ist hier, was sie getrieben, Abgemalt und aufgeschrieben.“ Erster Streich – Witwe Bolte und die Hühner Witwe Boltes Stolz sind ihre drei Hühner und der Hahn. Max und Moritz machen sich einen Spaß daraus, mit den Tieren ihren Schabernack zu treiben. Dazu schneiden sie Brot in vier Teile entzwei, die sie an Fäden über Kreuz zusammenbinden. Kaum hatte der Hahn das Brot entdeckt, fing er auch schon an zu krähen. Das Federvieh stürzt sich auf die Brotstücke und verschluckt sie. Nun hängen sie durch die Schnüre verbunden zusammen und flattern hin und her. Schließlich bleiben sie am Ast des Apfelbaumes hängen und ersticken jämmerlich. Abb. 4: Der Gutschein zeigt auf der Rückseite die um die Hühner trauernde Witwe Bolte. Zweiter Streich – Witwe Bolte und der gestohlene Hühnerbraten Zwar wiegt die Trauer über den Verlust der Hühner schwer, aber die Witwe ist praktisch veranlagt. So beschließt sie, die Hühner in Ehren zu verzehren. Während die Hühner in der Pfanne schmurgeln, geht die Witwe in den Keller Sauerkohl holen. Währenddessen angeln Max und Moritz die gebratenen Hühner durch den Kamin. Der Spitz der Witwe sah den Diebstahl und meldete ihn mit Radau. Da er allein in der Küche war, verdächtigt die Witwe ihren Hund, die Hühner gefressen zu haben. Zur Bestrafung jagt sie ihn mit dem Kochlöffel. Abb. 5: Der Gutschein zeigt auf der Rückseite die beiden Lausbuben beim Angeln auf dem Dach. Dritter Streich – Der Schneider Böck Den nächsten Streich spielen Max und Moritz dem Schneider Böck. Täglich überquert der den Bach über eine Brücke. Max und Moritz sägen die Bretter der Brück an, sodass sie zerbrechen, als der Schneider die Brücke betrat. Er rettet sich, indem er die Beine zweier Schwäne ergreift, die vor Schreck aufflogen und ihn so aus dem Wasser zogen. Zuhause angekommen klagt er über Magendrücken. Kurz entschlossen greift seine Frau zum heißen Bügeleisen, um die Schmerzen weg zu bügeln. Abb. 6: Der Gutschein zeigt auf der Rückseite Frau Böck, wie sie ihrem Mann mit dem heißen Bügeleisen die Schmerzen wegbügelt. Vierter Streich – Lehrer Lämpel Während Lehrer Lämpel in der Kirche Orgel spielt, füllen die Lausbuben seine Pfeife mit Schießpulver. Freudig kehrt er nach Hause zurück, um sich ein Pfeifchen zu gönnen. Als er sie anzündet, explodiert sie. Rußgeschwärzt ist sein Gesicht „Und des Haares letzter Schopf Ist verbrannt bis auf den Kopf.“ Abb. 7: Der Gutschein zeigt auf der Rückseite den auf dem Rücken liegenden Lehrer Lämpel nach der Explosion seiner Tabakpfeife. Fünfter Streich – Der Onkel Fritz Den fünften Streich spielen die Jungen Onkel Fritz. Dazu schütteln sie von einem Baum Maikäfer, die sie in seinem Bett platzieren. Als sich nun der Onkel schlafen legt, krabbeln überall Käfer herum. In panischer Angst springt er aus dem Bett. Abb. 8: Der Gutschein zeigt auf der Rückseite den herumspringenden, erschrockenen Onkel Fritz. Sechster Streich – Der Bäcker Wie alle Kinder lieben Max und Moritz süße Sachen. Darum steigen sie in die Backstube des Bäckers ein. Um an die Brezel zu kommen, klettern sie auf einen Stuhl, der jedoch zerbricht; so landen sie in dem Trog mit dem Backteig. Vollkommen vom Teig bedeckt, schiebt der Bäcker sie mit dem vorbereiteten Brot in den Backofen. Doch die Beiden sind nicht tot, „Knusper, knasper! wie zwei Mäuse Fressen sie durch das Gehäuse;“ Abb. 9: Der Gutschein zeigt auf der Rückseite Meister Bäcker, wie er den fliehenden Buden nachruft. Siebter und letzter Streich – Das Ende der Lausbuben „Max und Moritz, wehe euch! Jetzt kommt euer letzter Streich!“ Aus lauter Übermut steigen sie in die Scheune des Bauern Mecke ein und schneiden Säcke auf, sodass die darin befindlichen Getreidekörner heraus rieseln. Max und Moritz werden entdeckt und der Bauer steckt sie in einen Sack mit den Körnern. Diese Säcke trägt er zum Müller, der den Inhalt in den Trichter des Mahlwerks schüttet. Abb. 10: Der Gutschein zeigt auf der Rückseite Max und Moritz, wie sie Getreidesäcke aufschneiden. „Rickeracke! Rickeracke! Geht die Mühle mit Geknacke.“ Fein geschrotet und in Stücken kommen Max und Moritz aus dem Mahlwerk und das Federvieh des Müllers stürzt sich begeistert darauf. Abb. 11.1: Gatersleben, Gemeinde, 30. Juli 1921, 75 Pfennig, Rückseite. Der Gutschein zeigt auf der Rückseitenmitte in einem Medaillon Max und Moritz, umgeben von Enten, die sich an den geschroteten Lausbuben laben. Abb. 11.2: Gatersleben, Gemeinde, 30. Juli 1921, 75 Pfennig, Vorderseite. So endet die Geschichte drastisch und moralisch. „Als man dies im Dorf erfuhr, War von Trauer keine Spur. … Kurz, im ganzen Ort herum Ging ein freudiges Gebrumm ‚Gott sei Dank! Nun ist‘s vorbei Mit der Übeltäterei!!‘“ Uwe Bronnert Anmerkungen [1] W. Busch, Gesammelte Werke, 1. Auflage, eBook, www.null-papier.de/busch, S. 602 ff. [2] https://de.wikipedia.org/wiki/Max_und_Moritz (01.09.2026) [3] Der Prolog steht vor dem eigentlichen Haupttext und dient dazu, die Handlung einzuleiten, während der Epilog nach dem Haupttext steht und die Handlung abrundet.
- England: Victoria Cleland hat nur eine einzige „King“-Banknote signiert!
Der Gouverneur der Bank of England, Andrew Bailey, hat kürzlich bekannt gegeben, dass Rhys Phillips ab dem 19. Oktober 2026 der nächste Hauptkassierer (Chief Cashier) und Leiter der Banknotensparte sein wird. Phillips wird die Einführung einer neuen Generation hochwertiger, sicherer Banknoten leiten, die die Öffentlichkeit vertrauensvoll nutzen kann. Weitere Informationen zu der spannenden neuen Banknotenserie finden Sie HIER. Victoria Cleland, die scheidende Hauptkassiererin, hat beschlossen, nach 35 Dienstjahren – darunter über 10 Jahre im Bereich Banknoten – aus der Bank auszuscheiden. Sie wird bis zu ihrem Ausscheiden aus der Bank im nächsten Frühjahr weiterhin als Sonderberaterin der Gouverneure und Vorsitzende des Retail Payments Infrastructure Board tätig sein. Clelands derzeitige Amtszeit als Hauptkassiererin ist eine der kürzesten aller Zeiten. Ihre Unterschrift erscheint auf nur einer der neuen Banknoten mit König Charles III., wie HIER im Blog berichtet. Das erste Präfix für diese Variante lautet EJ01, das letzte Präfix ist noch nicht bekannt – es könnte entweder EK45 oder EK90 sein. Donald Ludwig (polymernotes.com)
- Die Herbstmesse Sberatel 2026 – wieder ein voller Erfolg
Wenn die Sommerferien in der Tschechischen Republik zu Ende gehen, läutet die Sberatel in Prag die Herbstsaison der europäischen Münz- und Sammlerbörsen ein. Die Messe hat sich in den letzten Jahren zu einem beliebten Treffpunkt von Münz- und Banknotensammlern aus Mittel- und Osteuropa entwickelt, die Tausende von Besucher von weit über die tschechischen Grenzen anzieht. Dieses Jahr fand die Herbstmesse Sberatel vom Freitag, dem 3. bis Samstag, den 4. September wieder auf dem Gelände der PVA Expo in Prag-Letňany statt. Man verzichtet traditionell auf den Sonntag und hat einen Händlernachmittag am Donnerstagnachmittag eingerichtet. Bereits lange vor der offiziellen Eröffnung um Freitag um 10 Uhr bildeten sich an den Eingängen lange und geordnete Schlangen - anstellen ist bei der Sberatel Bestandteil der Vorfreude. Pünktlich um 10 Uhr strömten die Sammler in die Ausstellungshallen, wenig später waren die Stände (insbesondere der Papiergeldhändler) dicht umlagert. Warten gehört dazu - schon lange vor der Eröffnung am Freitag bildeten sich vor dem Eingang zur Messe lange Schlangen. Foto: Dr. Sven Gerhard Die Sberatel bedient ein breites Sammlerpublikum. Von der Wühlkiste bis zu hochpreisigen und hochwertigen Banknoten- und Münzangeboten werden hier viele Sammler fündig. Ein Schwerpunkt des Angebots liegt naturgemäß auf tschechischem und slowakischem Papiergeld sowie auf Geldscheinen aus Österreich-Ungarn. Bessere Scheine aus diesen Ländern erzielen sowohl auf Auktionen als auch im Handel inzwischen erstaunliche Preise. Auch Nachdrucke nicht ausgegebener tschechoslowakischer Banknoten, die von der staatlichen tschechischen Wertpapier-Druckerei (STC) hergestellt werden, sind beliebt und gesucht. Auch Deutschland- und Weltbanknotensammler sowie Notgeldfreunde finden ein breites Angebot vor. Die Fantasienoten des slowakischen Grafikers Matej Gábriš bilden bereits ein eigenes Sammelgebiet. Foto: Dr. Sven Gerhard Neben den Besuchern werden auch die Verkäufer zunehmend internationaler. Für Händler und Auktionshäuser aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ist die Sberatel ein wichtiger Verkaufsplatz geworden. Die Verbindung mit einer räumlich getrennten Mineralienbörse sowie mit einem Angebot für Briefmarkensammler spricht weite Sammlerkreise an und lässt darauf hoffen, dass Besucher über den Tellerrand ihres Hobbies blicken und sich auch für andere Sammelgebiete begeistern lassen. Ein Blick in die Ausstellungshallen am Freitag: geschäftiges Treiben an allen Ständen. Foto: Dr. Sven Gerhard Das Messegelände im Norden von Prag ist mit dem Auto über ein sehr gut ausgebautes Autobahnnetz (mautpflichtig!) einfach zu erreichen, Parkplätze stehen in ausreichender Anzahl zur Verfügung. Mit der Metro erreicht man das Messegelände bequem in etwa 20 Minuten vom Stadtzentrum aus. Der Eintritt kostet 150 Kc (etwa EUR 6), wobei man sich auf der Webseite des Veranstalters für eine Freikarte registrieren kann, die per E-Mail etwa 14 Tage vor dem Veranstaltungstermin zugesandt wird. Gastronomie vor Ort ist vorhanden. Neben der Herbstmesse Sberatel gibt es zwei kleinere Schwester-Veranstaltungen - die Wintermesse Sberatel, die dieses Jahr vom 20. bis 21. November im Prager Hotel Olympic stattfindet, sowie eine Frühjahrsmesse im März 2027. Die Herbstmesse nächstes Jahr ist für den 3. bis 4. September 2027 wieder auf dem Gelände der PVA Expo in Prag geplant. Dr. Sven Gerhard
- Lexikon: National Commercial Bank of Scotland Ltd.
Die National Commercial Bank of Scotland war eine schottische Notenbank. Sie war 1959 aus der National Bank of Scotland (gegründet 1825) und der Commercial Bank of Scotland (gegründet 1810) entstanden. Schottland, National Commercial Bank of Scotland Ltd.: Banknote zu 5 Pfund vom 2. Januar 1963 (Pick 272), Druck: Bradbury, Wilkinson & Co., England, Vorderseite mit Wappen. Schottland, National Commercial Bank of Scotland Ltd.: Banknote zu 5 Pfund vom 2. Januar 1963 (Pick 272), Druck: Bradbury, Wilkinson & Co., Rückseite mit dem Edinburgh Castle und dem Bankgebäude der National Commercial Bank of Scotland in Edinburgh. Die Bank gab zwischen 1959 und 1968 in verschiedenen Serien Banknoten in den Nennwerten zu 1, 5, 10, 20 und 100 Pfund aus. 1969 erfolgte der Zusammenschluss mit der Royal Bank of Scotland. Albert Pick / Hans-Ludwig Grabowski (Überarbeitung und Bebilderung) Abbildungen: Detlef Hilmer†, München.
- Wie lassen sich die notwendigen Devisen beschaffen?
Anmerkungen zu den Wertscheinen der (Inter-)hotels Der DDR-Außenhandel beschränkte sich in den 1950er und 1960er Jahren zu 95 Prozent auf die im „Rat für Gegenseitige Wirtschaftshilfe“ (RGW) zusammengeschlossenen Staaten.[1] Zwischen ihnen wurde seit 1963 der Handel ausschließlich in Transferrubel abgewickelt.[2] Diese konnten bei Zahlungen außerhalb des RWG nicht verwendet werden. Die rohstoffarme DDR musste jedoch für ihre Industrieproduktion zunehmend Waren auf dem Weltmarkt gegen harte Währung einkaufen. Die Devisenknappheit des Arbeiter- und Bauernstaats war sprichwörtlich. Daher entstand 1964 im Ost-Berliner Ministerium für Außenhandel der Bereich „Kommerzielle Koordinierung“ (KoKo) unter der Leitung von Staatssekretär Alexander Schalk-Golodkowski mit dem obersten Ziel der Devisen-Beschaffung. Um diese zu erwirtschaften, waren Exporte ins nichtsozialistische Ausland notwendig. Das führte dazu, dass Waren (z. B. Kleidung, Möbel) zum Teil unter den Herstellungskosten an Versandhäuser und Kaufhäuser in Westdeutschland verkauft wurden. Anfang der 1970er Jahre bemühte sich die DDR-Führung, die Akzeptanz der Bevölkerung für den Sozialismus durch eine spürbare Verbesserung des Lebensstandards zu steigern. Die notwendigen Güter (z. B. Kaffee, Kakao, Südfrüchte usw.) waren auf dem Weltmarkt ebenfalls nur gegen harte Valuta erhältlich. Um die benötigten Devisen zu erhalten, war die DDR-Führung auch bereit, fragwürdige Wege zu gehen. Zwischen Ende 1962 bis 1989 zahlte die Bundesregierung über 3,44 Milliarden DM an die DDR, um etwa 33.000 politische Gefangene und 250.000 Ausreisewillige freizukaufen. Außerdem erhielt die DDR aufgrund des Transitabkommens seit 1971 jährlich DM-Zahlungen. So flossen z. B. 1974: 234 Millionen DM, 1978: 400 Millionen DM und 1989: 525 Millionen DM in die Staatskasse der DDR. Da die Mark der DDR eine reine Binnenwährung[3] war, spielte sie im internationalen Zahlungsverkehr keine Rolle. In der DDR betrug der offizielle Umtauschkurs zur D-Mark 1:1. Er galt auch beim Mindestumtausch (sog. „Zwangsumtausch“)[4] für Bürger der Bundesrepublik und West-Berlins bei DDR-Besuchen oder bei der Bereitstellung des Reisegelds von 15 DM für DDR-Bürger, die ins westliche Ausland fahren durften. Der übliche Schwarzmarkt-Kurs lag meist bei 1:4, d. h. für eine DM erhielt man vier Mark der DDR, zeitweise auch mehr. Im Besitz der Bevölkerung der DDR befanden sich beträchtliche Mengen an Devisen, insbesondere DM-Zahlungsmittel waren vorhanden, obwohl der Besitz und Handel mit "Westgeld" offiziell stark reglementiert war. Das Geld stammte aus Sendungen von Verwandten aus der Bundesrepublik, Einnahmen aus Reisen in den Westen, Verkauf von Antiquitäten oder Kunst an westliche Käufer und natürlich Schwarzmarkt-Geschäften. Über den Umfang der begehrten DM-Zahlungsmitteln liegen natürlich keine konkreten Zahlen vor, Schätzungen aus den 1980er Jahren gehen aber davon aus, dass private Haushalte in der DDR über mehrere Milliarden DM verfügten. Seit 1962 verkauften Intershop-Läden Westprodukte und sonst nicht zu erhaltende hochwertige Waren aus DDR-Produktion gegen Zahlung in Devisen. Um schneller an die gehorteten Westzahlungsmittel der Bevölkerung zu kommen, regelte man die Zahlung in den Intershops neu. Mit Einführung der Forumschecks am 16. April 1979, durften DDR-Bürger dort nicht mehr mit frei konvertierbaren Währungen zahlen. Diese mussten zuvor bei den Bankinstituten der DDR oder den Filialen der Staatsbank der DDR gegen sog. Forumschecks umgetauscht werden. Die Intershops waren mit einer Rendite von bis zu 70 Prozent enorm gewinnträchtig. Zwischen 1971 und 1989 trugen allein sie mit 14,3 Milliarden DM zur Staatssanierung bei. Weitere Devisen sollten von Touristen und Geschäftsreisenden aus dem westlichen Ausland und der BRD generiert werden. 1963 setzte Staatsratsvorsitzender Walter Ulbricht eine Arbeitsgruppe unter Leitung von Heinz Siegert ein, die zu diesem Zweck ein Netz gehobener Hotels schaffen sollten. Nach zweijähriger Vorbereitungszeit war es am 1. Januar 1965 so weit. Zwölf Hotels in Berlin, Erfurt, Jena, Magdeburg, Karl-Marx-Stadt (Chemnitz) und Leipzig öffneten unter dem Markenzeichen „Interhotel“ die Pforten, zu ihnen gehörten in Ost-Berlin das Hotel Stadt Berlin, das Hotel Berolina und das Hotel Unter den Linden, in Erfurt der Erfurter Hof, in Weimar das Hotel Elephant, in Leipzig das Hotel Astoria und in Karl-Marx-Stadt der Chemnitzer Hof. Bis 1989 wuchs die Hotelkette auf 34 Häuser mit rund 20.000 Betten an.[5] Die Interhotels[6] wandten sich mit ihrer gehobenen Ausstattung und einer gepflegten, internationalen Küche an ausländische Gäste. Die sogenannten „Devisenhotels“, Fünf-Sterne-Häuser, standen nahezu ausschließlich Besuchern aus dem „nichtsozialistischen Wirtschaftsgebiet“ (NSW) offen.[7] Bezahlt wurde hier in frei konvertierbaren Währungen, also DM, US-Dollar usw. Die Hotels waren zentral organisiert und unterhielten auch Intershops. Als Folge der neuen wirtschaftspolitischen Ausrichtung nach dem VIII. Parteitag der SED (15. – 19. Juni 1971) wurden einige Luxusherbergen auch den DDR-Bürgern geöffnet. „1971/72 waren in sechs von der Vereinigung Interhotel sowie der HO und der Mitropa betriebenen Hotels (in Oberhof, Dresden, Warnemünde, Potsdam, Schwerin und Saßnitz) insgesamt 2.000 Betten dem FDGB[-Feriendienst] zugeteilt worden, sodass wohl jährlich 30.000 bis 40.000 Urlauber diesen Luxus zum Spottpreis von 310 Ostmark für zwei Wochen genießen konnten.“[8] Zu Beginn lag der Übernachtungspreis für ein Zweibettzimmer ohne Frühstück in Vier-Sterne-Hotels bei 40 bis 60 Mark, in Fünf-Sterne-Hotels bei 45 bis 75 Mark. Ein DDR-Ehepaar mit Ferienscheck zahlte inklusive Verpflegung nur 52 Mark pro Tag. Bei ausländischen Gästen lag der Preis höher, allerdings wurde nicht mehr verlangt als in vergleichbaren westlichen Hotels. Das Flaggschiff der Interhotelkette – das „Grand Hotel“ in der Friedrichstraße – wurde 1987 im Beisein Honeckers eröffnet. Die Übernachtungspreise reichten von 275 DM für ein Einzelzimmer bis mindestens 3.600 DM für eine Suite.[9] Das war „Weltniveau“. Warnemünde, HO-Hotel "Neptun", Strandkörbe ADN-ZB Junge 21.4.1972 Bez. Rostock: Neue gastronomische Perle des Ostseebeirkes. Das neue unmittelbar hinter den Dünen der Ostsee gelegene HO-Hotel "Neptun" in Rostock - Warnemünde eröffnete am 7.6.1971 seine Pforten. Abb. Allgemeiner Deutscher Nachrichtendienst, Bundesarchiv Bild 183-L0424-306. Es ist kein Geheimnis, dass die Interhotels von der Stasi überwacht wurden. Hinter den Kulissen werkelten Abhörspezialisten. Im Hotel „Neptun“ in Warnemünde kam in den Zimmern ausgefeilte Mikrofon- und Videotechnik zum Einsatz – und selbst die Restauranttische waren verwanzt. Obwohl laut § 249 Strafgesetzbuch Prostitution als „asoziales Verhalten“ verboten war, boten manche Häuser auch den diskreten Service, ein Call-Girl zu bestellen, an. Die DDR unternahm große Anstrengungen, den Gästen aus dem westlichen Ausland einen Aufenthalt auf internationalem Niveau zu bieten. Dazu gehörten besondere, exklusive Speisen und Getränke im Hotelrestaurant, die allerdings mit harter Währung bezahlt werden mussten. In einigen Häusern, die auch für DDR-Bürger zugänglich waren, begegnete man nicht nur ausländischen Gästen, sondern auch besonderen Wertscheinen zu 50 Pf(ennig), 1, 2, 5, 10, 20 und 50 M(ark), wobei nicht alle Werte für jeden Emittenten hergestellt wurden. Die Scheine haben die Größe 140 mm x 75 mm und unterscheiden sich bei der Farbgebung bei den einzelnen Hotels, sind aber sonst weitgehend gleich gestaltet. Auf der Vorderseite wird in einem Schmuckrahmen im mittleren Teil auf einer Guilloche die Bezeichnung „Wertschein“ oder „Storeticket“ und darüber das ausgebende Hotel (z. B. Hotel Neptun Warnemünde; Interhotel Panorama Oberhof) genannt. Unten am Rand heißt es dann „hat nur Gültigkeit im Hotel …“ oder auch in Englisch „only for payment in the hotel …“. Rechts von diesen Angaben in einer Guilloche eine große Wertzahl und darunter kleiner ein „M“ für Mark, darüber eine sechsstellige Kennziffer mit vorgesetzter „Nr“ bzw. „No“. Der rechte weiße Schaurand ist bedruckt mit „Wertschein / über / Wertzahl (groß) / M / Name des ausgebenden Hotels mit einem entsprechenden Logo“. Die Rückseiten sind bei den Ausgaben der verschiedenen Emittenten individueller gestaltet: Firmensignet oder Abbildung des Hotelgebäudes im Unterdruck sowie Angabe des Hotelnamens. Am unteren Rand „Nur gültig zur Bezahlung von Speisen und Getränken“, manchmal auch zusätzlich am oberen Rand „As payment only for meals and drinks“. Da die Scheine undatiert sind, kann das Druckjahr nur am Druckvermerk in der unteren linken Scheinecke abgelesen werden, z. B. „C 439 75 III 18 185“; die 75 gibt dabei das Druckjahr (1975) an. Die Wertscheine dürften in Leipzig bei „VEB Wertpapierdruckerei der DDR“ gedruckt worden sein. Es wurden mehrere Wasserzeichenpapiere verwendet. Die Wertscheine mussten von den Reisenden aus dem kapitalistischen Ausland gegen Devisen erworben werden, um damit exklusive Waren (z. B. hochwertige Speisen, Alkohol, Importprodukte) im Hotel zu bezahlen. Somit war der Zugang zu diesen Waren nur bestimmten Gästegruppen möglich und verhinderte einen „Ausverkauf“ an DDR-Bürger. Die Verwendung der Wertscheine hatten ferner den Vorteil, dass Hotelangestellte nicht in den Besitz der begehrten Valuta gelangten. Damit auch verdiente Werktätige der DDR die Vorzüge einer Unterkunft und Verpflegung in den Luxushäusern in Anspruch nehmen konnten, erhielten Sie vom FDGB-Feriendienst einen gewissen Tagessatz in Form der Wertscheine. Abb. 1.1: Ahrenshoop, Ostseehotel, o. D. (1982), 10 M, Vorderseite. Abb. 1.2: Ahrenshoop, Ostseehotel, o. D. (1982), 10 M, Rückseite. Abb. 2.1: Dresden, Hotel Bastei, o. D. (1986), 10 M, Vorderseite. Abb. 2.2: Dresden, Hotel Bastei, o. D. (1986), 10 M, Rückseite. Abb. 3.1: Oberhof, Interhotel Panorama, o. D. (1984), 2 M, Vorderseite. Abb. 3.2: Oberhof, Interhotel Panorama, o. D. (1984), 2 M, Rückseite. Abb. 4.1: Oberhof, Hotel Panorama, o. D. (1986), 5 M, Vorderseite. Abb. 4.2: Oberhof, Hotel Panorama, o. D. (1986), 5 M, Rückseite. Abb. 5.1: Saßnitz, MITROPA Rügen-Hotel, o. d. (1987), 20 M, Vorderseite. Abb. 5.2: Saßnitz, MITROPA Rügen-Hotel, o. d. (1987), 20 M, Rückseite. Abb. 6.1: Warnemünde, Hotel Neptun, o. d. (1975), 1 M, Vorderseite. Abb. 6.2: Warnemünde, Hotel Neptun, o. d. (1975), 1 M, Rückseite. Von den einheitlichen Wertscheinen sind die Verzehrbons des Interhotels „International“ in Magdeburg zu unterscheiden. Abb. 7: Magdeburg, Interhotel International, Café Wien, o. d, (1979), 10 M. Vorderseite. Außerdem sind von den beschriebenen Wertzeichen die undatierten Wertscheine des Frankfurter Hofs in Frankfurt (Oder), des Schloss- und Parkhotels Reinhardsbrunn in Friedrichroda, des Hotels Ernst Thälmann in Oberhof und des Ringberghauses in Suhl zu unterscheiden. Die Storetickets des Frankfurter Hofs fallen dabei vollkommen aus dem Rahmen, lauten sie doch auf DM. Somit dürfte ihre Ausgabe erst für die Zeit nach der Währungsumstellung geplant gewesen sein. Da sich für ihre Nutzung kein plausibler Grund mehr fand, wurde sie wohl nie ausgegeben. Abb. 8.1: Frankfurt (Oder), Hotel Stadt Frankfurt, o. D. (1990), 5 DM, Vorderseite. Abb. 8.2: Frankfurt (Oder), Hotel Stadt Frankfurt, o. D. (1990), 5 DM, Rückseite. Die Scheine des Schloss- und Parkhotels Reinhardsbrunn dürften am ehesten vergleichbar mit den Einheitsausgaben gewesen sein, denn das Hotel wurde sowohl von DDR-Bürgern wie Touristen aus der Bundesrepublik besucht. Abb. 9.1: Friedrichroda, Schloss- und Parkhotel Reinhardsbrunn, o. D., 50 Pfennig, Vorderseite. Abb. 9.2: Friedrichroda, Schloss- und Parkhotel Reinhardsbrunn, o. D., 50 Pfennig, Rückseite. Das Hotel Ernst Thälmann in Oberhof war ein Konsum-Erholungsheim und Haus des FDGB (Freier Deutscher Gewerkschaftsbund), in dem wahrscheinlich nur DDR-Bürger Urlaub machten. Abb. 10.1: Oberhof, Hotel Ernst Thälmann, o. D., 50 Mark, Vorderseite. Abb. 10.2: Oberhof, Hotel Ernst Thälmann, o. D., 50 Mark, Rückseite. Abb. 11.1: Suhl, Ringberghaus, o. D., 5 Mark, Vorderseite. Abb. 11.2: Suhl, Ringberghaus, o. D., 5 Mark, Rückseite. Das "Ringberghaus" in Suhl gehörte dem Bauernverband der DDR (VdgB = Vereinigung der gegenseitigen Bauernhilfe), wo Landwirte aus der gesamten Republik ihren Urlaub verbrachten. Die Scheine dürften als internes Verrechnungsgeld gegolten haben, wie wir es z. B. von den Speisetalons des Reisebüros der DDR in Zinnowitz auf Usedom kennen. Sie wurden aber auch von verschiedenen Geschäften in der Stadt Suhl angenommen, so z.B. von dem auf der Rückseite abgebildeten CENTRUM-Warenhaus Suhl. Suhl blickt auf eine jahrhundertelange Tradition in der Waffenherstellung zurück. Heute produzieren vor allem zwei traditionsreiche Unternehmen hier: Merkel Jagd- und Sportwaffen GmbH sowie C. G. Haenel. In der DDR-Zeit kamen die Waffen vom VEB Fahrzeug- und Jagdwaffenwerk „Ernst Thälmann“ Suhl, wo auch Sportwaffen hergestellt wurden. Suhl war als international anerkanntes Schießsportzentrum regelmäßig Gastgeber internationaler Trainingslager und Vergleichswettkämpfe. 1986 fand hier die 44. Weltmeisterschaft im Sportschießen statt. Teilnehmer sowie Vertreter der internationale Presse waren u. a. in dem zu diesem Anlass neu erbauten Hotel Stadt Suhl untergebracht, das zur WM auch eigenes Hotelgeld ausgab. Abb. 12.1: Zinnowitz, Hotel Zinnowitz (Reisebüro der DDR), 1985, 1 Mark, Vorderseite. Abb. 12.2: Zinnowitz, Hotel Zinnowitz (Reisebüro der DDR), 1985, 1 Mark, Rückseite. Nach der Wiedervereinigung wurden zahlreiche Häuser des Reisebüros der DDR sowie die Interhotels von der Treuhandanstalt verwaltet. 1991 übernahm die Klingbeil-Gruppe fast alle Häuser und im Dezember 2006 wurden die verbliebenen Hotels der Deutschen Interhotel AG an die Blackstone Group für ca. 750 Mio. € verkauft. Uwe Bronnert Anmerkungen [1] Der Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW) war eine internationale Organisation sozialistischer Staaten. Er wurde am 25. Januar 1949 als Antwort auf den US-amerikanischen "Marshall-Plan" gegründet und sollte die wirtschaftliche Planung der Mitgliedstaaten koordinieren, um eine unabhängige sozialistische Wirtschaft zu schaffen, ferner den Handel zwischen den Mitgliedstaaten und der Bereitstellung gegenseitiger Kredite fördern. Zu den Gründungsmitgliedern gehörten die Sowjetunion, Polen, Rumänien, Bulgarien, Ungarn und die Tschechoslowakei. Am 23. Februar 1949 trat Albanien (ab 1961 ruhte die Mitgliedschaft) dem Bündnis bei und am 29. September 1950 folgte die DDR. Ab 1962 wurde der RGW für nicht-europäische Staaten geöffnet und international ausgebaut. Neue Mitglieder wurden die Mongolei (1962), Kuba (1972) und Vietnam (1978). Am 17. September 1964 trat Jugoslawien einigen Organen des RGW bei. China (bis 1961) und Nordkorea erhielten Beobachterstatus. Am 16. Mai 1973 unterzeichnete Finnland ein Kooperationsabkommen mit dem RGW, 1975 folgten dann der Irak und Mexiko, Angola 1976, Nicaragua 1984, Mosambik 1985. Im November 1986 nahmen Delegierte aus der Demokratischen Republik Afghanistan, Äthiopien, der Demokratischen Volksrepublik Jemen (Südjemen) und Laos als Beobachter an einem Treffen teil. Mit dem Zusammenbruch der kommunistischen Regime in Mittel- und Osteuropa und den politischen Veränderungen ab 1989 wurde der RGW am 28. Juni 1991 offiziell aufgelöst. [2] Dabei galt 1 Transferrubel 4,67 Ost-Mark. [3] Zahlungsmittel der DDR durften weder ein- noch ausgeführt werden. [4] Der Mindestumtausch wurde am 2. Dezember 1964 eingeführt und nach der "Wende" am 24. Dezember 1989 abgeschafft. Insgesamt erzielte die DDR-Regierung mit dieser Maßnahme Einnahmen in Höhe von 4,5 Milliarden DM. [5] Hasso Spode, Urlaub macht Geschichte, Reisen und Tourismus in der DDR, Bonn 2023, S. 148. [6] Nahezu alle Hotels der gehobenen Klasse in der DDR waren Interhotels; bekannte Ausnahmen stellten das HO-Hotel Neptun in Warnemünde und das dem Reisebüro der DDR gehörende Hotel Cecilienhof in Potsdam dar. [7] 1978 waren es etwa 9,5 Millionen Gäste aus dem kapitalistischen Ausland. [8] Hasso Spode, S. 149. [9] Ebenda, S. 156.
- Uruguay: Neue 200-Pesos-Banknote mit modernisiertem Sicherheitsfaden
Die Zentralbank von Uruguay hat ihre 200-Pesos-Banknote der Serie H 2025 mit einem neuen, 3 mm breiten, gefensterten, animierten mikrooptischen Sicherheitsstreifen namens ANIMA™ SIGN ausgestattet, der im Rahmen der Banknotenproduktion von Oberthur Fiduciaire geliefert wurde. Es ist die erste Banknote, bei der Anima™ SIGN zum Einsatz kommt, und kombiniert die beeindruckenden dynamischen Effekte eines Sicherheitsstreifens mit Mikrolinsen mit magnetischer Maschinenlesbarkeit. Der Streifen erzeugt beim Kippen der Banknote eine sichtbare Bewegung, bei der sich die Aufschriften „200“ und „BCU“ abwechseln, während seine integrierte magnetische Funktionalität eine zuverlässige Erkennung durch Geldbearbeitungsgeräte ermöglicht. Dies stellt einen wichtigen Meilenstein in der Sicherheitsstreifen-Technologie dar, da hier die öffentliche Authentifizierung der Stufe 1 und die maschinenlesbare Funktionalität in einem einzigen animierten mikrooptischen Merkmal vereint werden. Erfahren Sie mehr über diesen neuen Sicherheitsstreifen und sehen Sie sich HIER das Video an. Donald Ludwig
- Lexikon: National Bank Notes
Als National Bank Notes werden die von den einzelnen National Banks der USA seit 1863 ausgegebene Banknoten bezeichnet. Die National Banks wurden durch den National Currency Act vom 25. Februar 1863 geschaffen und ihre Scheine tragen deshalb auch die Bezeichnung "National Currency". Sie waren private Depositenbanken, die bis zum Jahr 1935 Noten ausgeben durften. Es gab insgesamt einige Tausend dieser Banken, die Noten in den Werten zu 1, 2, 5, 10, 20, 50, 100, 500 und 1000 Dollars mit Daten von 1875, 1882, 1902 und 1929 ausgaben. Die Notentypen sind für alle Banken gleich und unterscheiden sich nur durch den Banknamen und die Unterschriften. Nur die Ausgabe von 1929 hat das kleinere Format der sog. "Small Size Notes", alle anderen Ausgaben sind sog. "Large Size Notes". USA, First National Bank of Reed City, Michigan: National Bank Note über 20 Dollars der Serie 1929, Vorderseite. USA, First National Bank of Reed City, Michigan: National Bank Note über 100 Dollars, Rückseite. Die National Bank Notes verloren im Laufe der Zeit an Beliebtheit und Bedeutung im Zahlungsverkehr der USA. Die letzten Noten wurden 1935 ausgegeben. Nach 1935 waren die Federal Reserve Banks alleinige Notenbanken in den USA. Alle National Banks sind dem Federal Reserve System angeschlossen. Albert Pick / Hans-Ludwig Grabowski (Überarbeitung und Bebilderung) Abbildungen: Philatelie und Ansichtskarten Detlef Hilmer†, München
- Leserpost: "Buschnoten" von Deutsch-Ostafrika mit Druckfehler "Daressalan"
Hallo Herr Besler, mir ist bei den "Buschnoten" zu einer Rupie von Deutsch-Ostafrika ein Schreibfehler aufgefallen. In der Anlage sind Bilder des Druckfehlers "n" statt "m" in "Daressalam" wie zuvor beschrieben und klar erkennbar bei DOA-38b und c. Ich besitze die Scheine nur einmal und kann über die Häufigkeit keine Aussage machen. Viele Grüße R. Schwalier Antwort der Redaktion Die "Interims-Banknoten" der Deutsch-Ostafrikanischen Bank aus der Zeit des Ersten Weltkriegs inkl. der sog. "Buschnoten" sind wegen ihrer Geschichte und der Vielfalt an Ausführungen und Varianten ein besonders interessantes Sammelgebiet, in dem man immer wieder neue Entdeckungen machen kann. Besonders früh und intensiv hat sich damit Dr. Arnold Keller beschäftigt, von dem sein Katalog "Das Papiergeld der deutschen Kolonien" in mehreren Auflagen erschien. Bereits 1925 erschien in der Zeitschrift "Das Notgeld" von ihm ein Artikel unter dem Titel "Das Kriegsnotgeld von Deutsch-Ostafrika". Sein Buch "Das Papiergeld der deutschen Kolonien", das 1952 in kleiner Auflage im Eigenverlag erchien, bezeichnete er als Neubearbeitung dieses Aufsatzes. Der Katalog erschien dann nochmals 1962 im Eigenverlag und 1967 im Numismatischen Verlag Dombrowski. In seiner Arbeit geht Dr. Keller akribisch auf alle von ihm festgestellten Unterschiede bei den "Interims-Banknoten" ein, weshalb diese – wie auch bei vielen deutschen Notgeldscheinen – bis heute eine unverzichtbare Quelle ist. In seinem Buch von 1967 schreibt er im Zusammenhang mit den "Buschnoten" der Deutsch-Ostafrikanischen Bank und dem "verstümmelten" Ortsnamen u.a.: "Buschnoten Mit diesem Namen bezeichnet man die primitiv in der Wildnis hergestellten Noten zu 1, 5, 10 und 50 Rupien, die das Datum des 1. Juli 1917 tragen. Nach dreijährigem Kampf waren die Verteidiger Ostafrikas von der englischen Übermacht schließlich nach dem Süden der Kolonie abgedrängt worden. Der Bedarf an Papiergeld dauerte fort, um so mehr, als die in der Eisenbahnwerkstatt Tabora begonnene Ausprägung von Münzen wieder hatte eingestellt werden müssen. Es bestand aber keine Möglichkeit mehr, Scheine durch Druck herzustellen. Man mußte sich also auf ganz primitive Art helfen. Schon im Mai 1917 hatte man die Herstellung der Buschnoten vorbereitet, jedoch von Metalltypen. Man findet auch wirklich Noten mit scharfem rückseitigem Durchdruck des Satzes auf der Vorderseite, der also nicht von einem Gummistempel stammen kann. Gegen Mitte 1917 gingen die gedruckten Interimsnoten zu Ende. Mit Hilfe einer Gummitypen-Kinderdruckerei, die man als Spielzeug von Farmerkindern gefunden hatte (Schnee S. 286), stellte man nun die Buschnoten […] her." Zu den 1-Rupien-Scheinen schreibt Keller weiter: "Der Abdruck dieser Notenstempel ist fast immer unscharf und verschwommen […]. Typenunterschiede finden sich zwar auch, sind aber durch stärkeren oder schwächeren Druck und entsprechende Breitquetschung der Buchstaben leicht zu erklären und daher belanglos. Doch scheint der Ortsname bei dem abgeschrägten Stempel, wenigstens teilweise "Daressalan" (mit n am Ende) zu lauten." Von einem "Druckfehler" kann man eigentlich nicht sprechen, weil die Scheine nicht gedruckt, sondern gestempelt wurden. Evtl. hat sich das "n" am Ende der Ortsbezeichnung "Daressalem" mit der Zeit so abgenutzt, dass es nur noch als "n" zu lesen war. Es kann aber auch sein, dass es überhaupt nicht mehr nutzbar war und durch ein "n" ersetzt wurde, weil kein "m" mehr in der Kinderdruckerei vorhanden war. Fakt ist, dass ich selbst so ein Stück noch nicht in der Hand hatte. Auch in der sehr umfangreichen Sammlung Reichert, die als Basis für meine Neu-Katalogisierung des Sammelgebiets diente, war keine Buschnote mit "Daressalan" vorhanden. Ich kann gern in der Neuauflage meines Katalogs "Die deutschen Banknoten ab 1871", die im Oktober 2026 erscheinen wird, auf diese Besonderheit hinweisen. Ein höherer Preis ist hier sicher gerechtfertigt. ich wollte eben eine Anmerkung in die Neuauflage des Katalogs zu den deutschen Banknoten ab 1871 (ehem. „Rosenberg“) aufnehmen und habe deshalb meine eigene Sammlung angeschaut. Tatsächlich habe ich auch Exemplare mit „Daressalan“ (DOA-38b und 38f). Meine DOA-38b ist sogar im Katalog abgebildet. Vielleicht haben wir (Herr Reichert und ich) damals bei der Neu-Katalogisierung von DOA auch nicht darauf geachtet. Mir ist es bisher auch nicht aufgefallen gewesen! Ich nehme die Ausführung mit „Daressalan“ als DOA-38F2 mit Aufpreis + 50 EUR auf! Wenn es mir bisher nicht aufgefallen ist, obwohl ich selbst solche Scheine in der Sammlung habe, dann schlummern sicher noch viel mehr davon in Sammlungen … Das ist gleichzeitig ein Aufruf an alle Sammler, selbst mal ihre DOA-Bestände zu sichten! Zusätzlicher Hinweis: Man kann allerdings in einem Standardkatalog nicht auf alle Besonderheiten eingehen. Das Buch ist ja ohnehin unter meiner Bearbeitung und Autorenschaft schon zu einem beachtlichen Umfang angewachsen. Hans-Ludwig Besler (Grabowski) Ankündigung der Neuauflage 2026: Hans-Ludwig Grabowski Die deutschen Banknoten ab 1871 Das Papiergeld der deutschen Notenbanken, Staatspapiergeld, Kolonial- und Besatzungsausgaben, deutsche Nebengebiete und geldscheinähnliche Wertpapiere und Gutscheine ISBN: 978-3-86646-279-3 Auflage: 24. Auflage 2026/27 Format: 14,8 x 21 cm Abbildungen: durchgehend farbig Cover-Typ: Hardcover Seitenanzahl: ca. 880 Seiten Preis: 39,90 EUR Erscheinungstermin: Ende Oktober 2026 Vorbestellung per Email
- Ein Gang durch den Bundesbankbunker in Cochem an der Mosel
Der Bundesbankbunker in Cochem-Cond gehört zu den geheimsten und zugleich faszinierendsten Relikten des "Kalten Krieges" in der Bundesrepublik Deutschland. Abb. 1: Zugang zum Gelände des Bundesbankbunkers am Ende einer Sackgasse. Zwischen 1964 und 1988 lagerte die Deutsche Bundesbank dort bis zu 15 Milliarden D‑Mark einer streng geheimen Ersatzwährung, der sogenannten BBk‑II‑Serie, die im Kriegs- oder Krisenfall die wirtschaftliche Stabilität der Bundesrepublik sichern sollte. Abb. 2: Die Noten der BBk-II-Serie für Westdeutschland. In den 1960er Jahren war die Bundesrepublik Deutschland aufgrund ihrer geografischen Lage besonders exponiert: Als NATO-Mitglied und Grenzstaat zum Warschauer Pakt galt sie als potenzielles Hauptziel politischer und wirtschaftlicher Sabotage. Zu den befürchteten Szenarien gehörte insbesondere die massenhafte Einschleusung von Falschgeld durch den Ostblock, die das Vertrauen in die D‑Mark zerstört hätte. Um diesem Risiko zu begegnen, ließ die Bundesbank eine geheime Ersatzwährung drucken, die im Ernstfall sofort ausgegeben werden sollte. Parallel entstanden Schutzbauten wie der Regierungsbunker in Ahrweiler, sowie ein eigener Bunker für die Lagerung der Ersatzwährung. Der Bunker wurde zwischen 1962 und 1964 errichtet, rund 30 Meter unter der Erdoberfläche. Der Standort war strategisch günstig gewählt; nicht weit von der Metropole Frankfurt am Main, dem Sitz der Deutschen Bundesbank, dennoch sicher hinter dem natürlichen „Bollwerk“ Rhein. Darüber hinaus meinte man, dass die geologische Beschaffenheit des Tals – Schiefergestein und die natürliche Abschirmung durch die umliegenden Höhenzüge – ideale Voraussetzungen für einen Schutzbau bieten würde, der selbst Druckwellen eines nuklearen Angriffs widerstehen könnte. Über dem unterirdischen Komplex standen zwei unscheinbare Wohnhäuser, die als Schulungszentrum der Bundesbank dienten. Tatsächlich verbargen sie die Zugänge zu einer 1.500 Quadratmeter großen Bunkeranlage mit Tresorräumen und Versorgungseinrichtungen. In den zwölf Tresorboxen lagerten in Geldsäcken und Geldkisten bis zu 15 Milliarden D‑Mark der geheimen Ersatzwährung, die zum Glück nie in Umlauf gesetzt werden musste. Nur wenige Prüfer der Bundesbank durften den Bunker betreten; sie kontrollierten den Bestand regelmäßig stichprobenartig. Mit dem Ende des "Kalten Kriegs" verlor die Notstandswährung ihre Bedeutung. 1988 wurde sie vernichtet, der Bunker stand zunächst leer. 1994 ging die Anlage an die Volksbank Cochem über, die Teile des Tresors für eine Schließfachanlage nutzte. Der Großteil des Bunkers blieb jedoch unangetastet. 2014 wurde der gesamte Komplex an einen Unternehmer aus Treis‑Karden verkauft und anschließend restauriert. Seit 2016 ist er als Dokumentationsstätte öffentlich zugänglich. Besucher gewinnen bei den Führungen einen einzigartigen Einblick in die Sicherheitsarchitektur der Bundesrepublik. Die Häuser des Schulungszentrums wurden zu einem Hotel umgebaut. Abb. 3: Lageplan des Bunkers. Der Besuchereingang zum Bunker befindet sich in der umgebauten ehemaligen Garagen-Einfahrt. Hier wurden die angelieferten Banknoten mit einem Lastenaufzug zur Tresoranlage gebracht. Die Besucher begeben sich allerdings auf einer Treppe hinab in die Bunkeranlage, deren Wände aus bis zu 1,20 Meter starkem Stahlbeton besteht, der gegen Explosionen, Strahlung und mechanische Angriffe ausgelegt war. Ein langer Gang – durch verschiedene Bunkertüren in verschiedene Schleusen unterteilt – führt zum Tresorraum. Die kleinen Räume rechts des Ganges mit Duschen usw. dienten dazu, Personen, die mit atomaren oder mit biologisch verseuchten Stoffen in Berührung gekommen waren, zu dekontaminieren. Abb. 4: Gang zum Tresor. Abb. 5: Toilettenraum. Abb. 6: Tresortür. Der Tresor wird durch eine massive, tonnenschwere Stahltür gesichert. Sie verfügt über mechanische Zahlenschlösser, elektrische Sperren sowie Zeitverzögerungsmechanismen. Zusätzlich sind drei Schlüssel zum Öffnen nötig. Da diese verschiedenen Personen anvertraut waren, konnten sie nur gemeinsam die Tür öffnen. Die Anlage war so konzipiert, dass selbst bei gewaltsamem Eindringen die inneren Tresorräume nicht ohne weiteres geöffnet werden konnten. Links und rechts des langen Tresors befinden sich „Drahtkäfige“ (Tresorboxen). Hier lagerten die Milliarden D-Mark in Säcken, Kisten und Kartons. Abb. 7: Gang im Tresor mit den Gitterboxen. Abb. 8: Gitterbox mit Kartons für die Ersatz-Banknoten. Abb. 9: Bundesbank-Säcke für die Ersatz-Banknoten. Abb.10: Gekennzeichneter Sack (Wert 2 Millionen DM). Abb. 11: Karton mit 100-DM-Noten = 2 Millionen DM. Am Ende führte eine Treppe in den darüber liegenden Bunkerbereich. Hier waren die Arbeitsräume der 26 Bankmitarbeiter, die am Tag X die Scheine der BBk-I-Serie gegen Noten der BBk-II-Serie austauschen sollten. Ferner waren auf dieser Ebene die Schlafräume, der Aufenthaltsraum und die Küche untergebracht. Bleibt noch anzumerken, dass sich auf dieser Ebene auch ein Notausstieg befindet. Abb. 12: Raum mit Arbeitsplätzen. Abb. 13: Schlafraum. Abb. 14: Krankenstation. Abb. 15: Notausstieg. Der Bunker war für einen autarken Betrieb von mindestens 14 Tagen ausgelegt. Dazu gehörten: ein Diesel-Notstromaggregat, ein eigener Kraftstoffvorrat und redundante Stromkreise. Das Aggregat konnte die gesamte Anlage inklusive Lüftung, Beleuchtung und Sicherheitstechnik versorgen. Die Lüftungsanlage war ein technisches Kernstück: mehrstufige Filter (Staub, Aktivkohle, Feinstaub), Schutz gegen chemische und biologische Kampfstoffe und Überdrucksystem zur Verhinderung des Eindringens kontaminierter Luft. Die Temperatur und Luftfeuchtigkeit mussten stabil gehalten werden, um die Banknoten der BBk‑II‑Serie langfristig zu schützen. Das Kommunikationssystem des Bunkers verfügte über interne Telefonleitungen, eine gesicherte Verbindung zur Bundesbankzentrale und Notfallfunkgeräte. Die Systeme waren gegen äußere Störungen abgeschirmt und konnten auch bei Ausfall des öffentlichen Netzes betrieben werden. Abb. 16: Fernschreiber. Am Ende des Rundgangs kommt man noch an dem Tresorraum vorbei, in dem die Volksbank ca. 500 Schließfächer anbringen ließ. Sollten Sie nach Cochem kommen, dann gehört ein Besuch der Bunkeranlage zum Pflichtprogramm. Täglich finden mehrere Führungen statt. Da die Anlage in einer Sackgasse liegt und dort keine Parkplätze zur Verfügung stehen, ist es ratsam entweder dorthin zu laufen oder den Bus zu nehmen, der alle 20 Minuten fährt. Nähere Informationen unter https://www.bundesbank-bunker.de/ Uwe Bronnert Abb: Alle Fotos vom Autor!
- In eigener Sache: Der Mitgliedsbereich wurde vorübergehend gesperrt!
Seit etwa zwei Wochen erhält Geldscheine-Online eine ungewöhnlich hohe Zahl an Neuanmeldungen für den Mitgliedsbereich mit verdächtig ähnlich lautenden Email-Adressen. Inzwischen sind Hunderte neuer Anmeldungen innerhalb weniger Tage eingegangen, die noch nicht freigegeben wurden und täglich werden es mehr. Die Redaktion geht von Fake-Anmeldungen aus. Wir haben uns dazu entschlossen den Mitgliedsbereich – wenigstens vorübergehend – zu sperren. Das heißt, dass man sich ab sofort nicht mehr für den Mitgliedsbereich neu anmelden oder einloggen kann. Der Mitgliedsbereich ermöglichte den Zugriff auf zusätzliche Informationen und die Abgabe von Kommentaren zu den veröffentlichten Blog-Beiträgen. Diese Maßnahme erfolgt auch, um einer zu erwartenden Flut von Fake-Kommentaren vorzubeugen. Auch ohne sich für den Mitgliedsbereich anzumelden oder sich in diesem einzuloggen, können Sie wie gewohnt alle Beiträge im Blog kostenlos lesen! Wir bitten unsere Leser um Verständnis für diese Maßnahme, die bei gegebener Zeit wieder zurückgenommen werden kann. Mit besten Grüßen und noch viel Spaß beim Hobby Hans-Ludwig Besler (Grabowski)
- Die neue 50-Dollars-Polymer-Gedenkbanknote der Salomonen
Am 18. Juni 2026 gab die Zentralbank der Salomonen (Central Bank of Solomon Islands, CBSI) eine neue 50-Dollars-Gedenkbanknote heraus, um ihr 50-jähriges Bestehen und ihren Dienst für den Inselstaat zu feiern. Über diese Neuausgabe wurde HIER im Blog berichtet. Die neue 50-Dollars-Polymer-Gedenkbanknote (Vorder- und Rückseite). Zusätzlich zu den 1.000.000 Banknoten, die für den Umlauf gedruckt wurden, wurden auch 500 Musterscheine gedruckt, worauf der rote Aufdruck SPECIMEN auf der Vorder- und Rückseite erscheint. Auf der Vorderseite unten links findet man die Specimen-Nummer. Der Musterschein der neuen 50-Dollars-Polymer-Gedenkbanknote (Vorder- und Rückseite). Das Serien-Präfix für diese Gedenkausgabe lautet A/17. Das Präfix für Austauschnoten (Replacement Notes) lautet X/I. Die Austauschnote der neuen 50-Dollars-Polymer-Gedenkbanknote (Vorderseite). Donald Ludwig (polymernotes.com)












