Search this site
3671 Ergebnisse gefunden mit einer leeren Suche
- Lexikon: Badische Bank
Die Badische Bank war im Mai 1870 gegründet worden. Ihre Konzession wurde am 25. März 1870 erstellt und die Eröffnung erfolgte am 1. Januar 1871, nur wenige Tage vor Gründung des Deutschen Reichs. Trotz des Verzichts vieler Notenbanken auf ihr Recht zur Notenausgabe nach den einschneidenden Beschränkungen im Zusammenhang mit der Etablierungen der neuen einheitlichen deutschen Reichswährung Mark von 1875 gehörte sie 1906 zu den nur noch vier verbliebenen großen Länderbanken (Baden, Bayern, Sachsen und Württemberg), die ihr Notenrecht noch bis 1935 behielten. Alle anderen der ehemals 32 deutschen Notenbanken auf dem Gebiet der Reichsgründung, haben zuvor auf ihr Notenprivileg verzichtet. Die Banknoten der Badischen Bank, wie auch der anderen drei verbliebenen Ländernotenbanken, waren neben denen der Deutschen Reichsbank im gesamten Reichsgebiet gültig. Während der Zeit des Mangels an Großgeld (Mark-Beträge bis 100 Mark) unmittelbar nach dem Ersten Weltkrieg sowie in der Zeit der Vor- und Hochinflation 1922/1923 gab die Badische Bank Banknoten in Beträgen von 100 bis zu 100 Milliarden Mark aus. Die letzte Banknotenausgabe der Badischen Bank stammt aus der Zeit nach der Stabilisierung der Währung und lautet auf 50 Reichsmark mit Datum vom Oktober 1924. Von der im Gesetz von 1875 festgelegten Kündigungsmöglichkeit des Notenrechts zum 1. Januar 1935 machte schließlich das Reichswirtschaftsministerium mit Wirkung zum 31. Dezember 1935 Gebrauch. Die letzten deutsche Privatbanknoten wurden am 2. April 1936 ungültig. Hans-Ludwig Grabowski Abb. Hans-Ludwig Grabowski #Lexikon #Europa #Deutschland #Baden #Grabowski
- Lexikon: Banco de España
Die Bank wurde durch Gesetz vom 28. Januar 1856 gegründet. 1782 war die erste spanische Nationalbank, der Banco de San Carlos, entstanden, der den vom Staat ausgegebenen "Vales reales" den Wert erhalten sollte. Mit Dekret vom 9. Juni 1829 erhielt der Banco Español de San Ferdinand das Notenrecht, das er später mit dem Banco des Isabel II. (gegründet durch Dekret vom 21. Januar 1844) teilen musste. Beide Banken fusionierten (Dekret vom 25. Februar 1847) zum Nuevo Banco Español de San Fernando, der als Vorläufer des Banco de España anzusehen ist. Mit Dekret vom 19. März 1874 wurde eine Fussion des Banco de España mit den meisten spanischen Privatnotenbanken herbeigeführt und er zur Zentralnotenbank erklärt. Lediglich während des Spanischen Bürgerkriegs (1936–1939) wurde die Bank geteilt. Auf republikanischem Gebiet gab die Bank außerdem Noten ihrer Filialen in Bilbao, Gijon und Santander aus. Die Noten des Banco auf dem Gebiet General Francos trugen den Ausgabeort Burgos, ab 1940 wieder Madrid. Die letzte Note des Banco de España vor Einführung des Euro hat einen Nennwert von 10.000 Pesetas, zeigt ein Porträt von König Juan Carlos und ist auf 1992 datiert (ausgegeben 1996). Eine Galerie mit zahlreichen Noten des Banco de España finden Sie in unserem Musem oder direkt hier! Zur Galerie der Banco de España! Hans-Ludwig Grabowski (auf der Basis eines Lexikon-Eintrags von Albert Pick) Abb. Hans-Ludwig Grabowski #Lexikon #Europa #Spanien #Peseta #Pick #Grabowski
- Lexikon: Banca d'Italia
Mit Gesetz vom 10.8.1893 wurde durch die Fusion der Banca Nazionale del Regno mit der Banca Nazionale Toscana und der Banca Toscana di Credito die Banca d'Italia geschaffen. Da zur gleichen Zeit die Banca Romana liquidiert wurde, blieben nur noch die Banca d'Italia, der Banco di Napoli und der Banco di Sicilia als Notenbanken. Das Notenprivileg wurde zunächst auf 20 Jahre, also bis 1913, verliehen und durch Erlass vom 1.8.1913 bis 1923 verlängert. Die Höchstsumme für den Notenumlauf war zum 1.1.1900 wie folgt festgelegt: Banca d'Italia: 732.000.000 Lire Banco di Napoli: 266.400.000 Lire Banco di Sicilia: 51.700.000 Lire. Die Banca d'Italia profitierte ab 1900 von dem Aufschwung und der Besserung der Staatsfinanzen und setzte ihre Aufwärtsentwicklung fort bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Die hohen Anforderungen, die der italienische Staat während des Kriegs an die Banca d'Italia stellte, mussten zu einer Erhöhung des Notenumlaufs führen, der sich im Krieg verfünffachte. Durch Gesetze vom 6.5.1926 und 30.6.1926 wurde dem Banco di Napoli und dem Banco di Sicilia das Notenrecht entzogen. Damit war die Banco d'Italia die alleinige Emissionsbank Italiens. Neben ihren Noten gab es noch Staatspapiergeld, die Buoni di Cassa und die Biglietti di Stato. Italien gehörte der am 23.12.1865 zwischen Italien, Frankreich, Belgien und der Schweiz geschlossenen Lateinischen Münzunion an. Nach deren Auflösung wechselte Italien von der Goldwährung zur Goldkernwährung, ohne dass sich die Währungsbezeichnung und die Zahlungsmittel änderten. Die starke Entwertung des Gelds während des Zweiten Weltkriegs und in der Nachkriegszeit zwang die Banca d'Italia dazu, Noten in immer höheren Nennwerten auszugeben, dass es Nominale von 1000 bis 100.000 Lire gab. Hans-Ludwig Grabowski (auf der Basis eines Lexikon-Eintrags von Albert Pick) #Lexikon #Europa #Italien #Lire #Pick #Grabowski
- Lexikon: Azad Hind Bank
Der von Deutschland und Japan während des Zweiten Weltkriegs unterstützte indische Politiker Subhash Chandra Bose, der von seinen Anhängern "Netaji" (Führer) genannt wurde, gründete die Indische Freiheitsbewegung Indian Freedom Movement, die für ihre eigene Azad Hind Bank Geldscheine herstellen ließ (nach Pick: 5, 10 und 100 Jai, die aber nicht ausgegeben wurden). Es gibt die sog. "National Certificates" oder "Bonds" aber auch über 500, 1000 und sogar 10.000 Jai Hind und dies auch in gebrauchten Erhaltungen. Azad Hind Bank for India: Bond über 5 Jai Hind ohne Datum (1944). Azad Hind Bank for India: Bond über 10 Jai Hind ohne Datum (1944). Azad Hind Bank for India: 100 Jai Hind ohne Datum (1944). Am 21. Oktober 1943 bildete Bose die provisorische Regierung von Azad Hind und nur zwei Tage später erklärte er der verhassten britischen Verwaltung Indiens (British Raj) und deren Verbündeten den Krieg. 1944 gründete er außerdem die aus indischen Freiwilligen aufgestellte Indische Legion, die im August 1944 der Waffen-SS unterstellt wurde. Die Azad Hind Bank (Indische Nationalbank) wurde am 5. April 1944 in Rangun, dem damaligen Sitz der provisorischen indischen Übergangsregierung Azad Hind, in Birma gegründet. Die Bank sollte Gelder verwalten, die von der indischen Gemeinschaft aus der ganzen Welt für die Befreiung Indiens von der britischen Kolonialherrschaft gespendet wurden, während Bose die Dienste der Bank für die Operationen der Indischen Nationalarmee (Azad Hind Fauj) nutzte. Die Bank unterhielt Filialen in allen von Japan besetzten Ländern. Die einseitig bedruckten Geldscheine wurden in Form von Schuldscheinen ausgegeben. Das von der Regierung Azad Hind eingesammelte Geld wurde in der Bank aufbewahrt. Ursprünglich hatte die Bank ein genehmigtes Kapital von 5 Millionen Rupien und ein eingezahltes Kapital von 2,5 Millionen Rupien. Den Bankvorsitz leitete Debnath Das. Propaganda-Schein der "Bank of Independent" (Jai Hind) über 1000 "Gute Wünsche" ohne Datum mit dem Porträt des Azad Hind-Führers Subhas Chandra Bose. Propaganda-Schein der "Bank of Independent" (Jai Hind) über 1000 "Gute Wünsche" ohne Datum mit dem Porträt einer indischen uniformierten Frau. Propaganda-Schein der "Bank of Independent" (Jai Hind) über 1000 "Gute Wünsche" ohne Datum mit dem Porträt des Widerstandskämpfers Nehru. Neben den Banknoten der Azad Hind Bank gab es auch verschiedene Propaganda-Scheine der Azad Hind, z.B. der "Bank of Independence" über 1000, 10.000 oder 100.000 "Gute Wünsche" oder von "Our Own Bank" über 1000 Zindabad (Lange Leben) mit verschiedenen Motiven, darunter auch mit Porträts von Gandhi und Nehru. Diese Scheine wurden als Propaganda-Mittel im Einsatz gegen reguläre indische Truppen verwendet. Mehr Infos und Abbildungen finden Sie u.a. hier: http://navonanumis.blogspot.com/2011/12/jai-hind-bank-of-independence-banknotes_24.html Feier der Zentrale Freies Indien in Berlin 1943 (Abb. Bundesarchiv). Für Azad Hind und das "Befreite Indien" von der Reichsdruckerei gedruckte Briefmarken kamen nie in Umlauf. Freiwillige der "Indischen Legion". Frankreich, Lacanau Océan. Generalfeldmarschall Erwin Rommel am Atlantikwall bei Besichtigung einer Einheit der "Indischen Legion", IR (ind.) 950; 10.2.1944 (Abb. Bundesarchiv). Die ebenfalls von Bose gegründete Indische Nationalarmee (Indian National Army) kämpfte u.a. als Hilfstruppe an der Seite der Japaner im Burmafeldzug. Die Befreiung Indiens von der britischen Vorherrschaft konnte sie nicht erkämpfen, die erreichte schließlich Gandhi, in dessen Indischem Nationalkongress (INC) Bose einst aufgestiegen war, durch friedlichen Widerstand. Bose selbst gilt heute in Indien als "Vergessener Held", ist wegen seiner Annäherung an Nazi-Deutschland aber auch umstritten. Er kam im August 1945 bei einem Flugzeugabsturz ums Leben. Hans-Ludwig Grabowski (auf der Basis eines Lexikon-Eintrags von Albert Pick) #Lexikon #Asien #Indien #Pick #Grabowski
- Lexikon: Ausstellungen
Blick in eine Notgeld-Ausstellung des Stadt-Verkehrs-Amtes von Kahla in Thüringen im Jahr 1921 mit zahlreichen Tafeln mit Notgeld- und Serienscheinen. Erst in einer Ausstellung kommen eine Sammlung oder Teile von ihr richtig zur Geltung. Die in den eigenen Räumen des Sammlers bescheiden (selten in Vitrinen, meist in Alben) zur Schau gestellten Sammlungsstücke bekommen erst durch eine Ausstellung einen ihrer Bedeutung entsprechenden Rahmen. Für den Sammler bedeutet es den höchsten Lohn für alle in die Sammlung gesteckte Arbeit, wenn seine Scheine von vielen Menschen betrachtet und bewundert werden. Diese Freude an einer Ausstellung soll ungetrübt bleiben. Es ist daher notwendig, einige wichtige Dinge zu beachten, bevor man einer Ausstellung der Scheine zustimmen kann: Holzhaltiges Papier (viele Inflations- und Notgeldscheine sind auf solchem Papier gedruckt) kann unter dem Einfluss von künstlichem oder Tageslicht vergilben. Nicht lichtechte Farben, Stempelfarben und hektographierte Scheine verblassen oft bei Lichteinwirkung. Mit Tinte ausgeführte Unterschriften und Kontrollziffern sind oft lichtempfindlich, verblassen, ja können bei intensiver Lichteinwirkung ganz verschwinden. Die Ausstellungsvitrinen müssen verschließbar (Sicherheitsschloss) und aus stabilem Glas sein. Die Ausstellungsobjekte müssen ihrem Wert entsprechend versichert und die Ausstellungsräume bewacht sein. Der Transport des Ausstellungsmaterials muss sicher sein (am besten übernimmt man ihn selbst). Auf keinen Fall soll man Scheine mit der Post schicken. Was kann man tun, um nach Möglichkeit alle Ausstellungsobjekte unbeschädigt und unverändert zurückzuerhalten? Da hauptsächlich (aber nicht nur!) die ultravioletten Strahlen zur Vergilbung von Papier und Farben führen, sollte man einen Lichtschutzfilm auf Leuchtkörper oder Scheiben auftragen. Außerdem empfiehlt es sich, besonders anfällige Scheine nur dann auszustellen, wenn Dubletten vorhanden sind (Punkt 1,2,3). Von der ordnungsgemäßen Unterbringung der Ausstellungsstücke muss man sich auf jeden Fall selbst überzeugen oder man muss eine neutrale, vertrauenswürdige Person mit der Überprüfung beauftragen. Mit einer schriftlichen Zusage gebe man sich nicht zufrieden (Punkt 4 und 5). Um berechtigter Kritik aus dem Wege zu gehen, sollte man nur wirklich ausstellungsreifes Material oder aber wenigstens Material in einer sehr guten Aufmachung und Zusammenstellung auswählen. Blick in die Ausstellung von Weltbanknoten im Geldmuseum der Deutschen Bundesbank in Frankfurt am Main. Früher waren Ausstellungen praktisch nur Museen und Münzkabinetten vorbehalten. Heute führen eine Reihe von Instituten (z.B. HVB Stiftung Geldscheinsammlung oder die Kölner Kreissparkasse), aber auch Sammlervereinigungen bei ihren Treffen oder im Rahmen von Börsen solche Ausstellungen durch (z.B. Treffen der International Bank Note Society; Paper Money Fair). Mit dem Internet entstanden ganz neue Möglichkeiten für Museen, Münzkabinette und private Sammler, Stücke aus ihren Sammlungen der Öffentlichkeit zu präsentieren, ohne dass auf die zuvor genannten Probleme im Zusammenhang mit Lichtempfindlichkeit, Sicherheit und Transport Rücksicht genommen werden muss. Gleichzeitig ist der virtuelle Ausstellungsraum praktisch weltweit erreichbar. Immer mehr Sammlungsgegenstände aller Art (darunter auch Münzen und Geldscheine) werden heute digitalisiert und entweder in übergreifende Online-Projekte (z.B. Europeana, Bavarikon, Kenom) eingestellt, oder aber in gesonderten virtuellen Ausstellungen (z.B. Moneymuseum oder Galerien im Museum unseres Blogs für Geldscheinsammler) präsentiert. Siehe auch den Artikel "Bilder einer Ausstellung"! Albert Pick (Überarbeitung: Hans-Ludwig Grabowski) #Lexikon #Banknoten #Notgeld #Pick #Grabowski
- Lexikon: Antiqua und Fraktur
Reichsbanknote zu 200.000 Mark vom 9. August 1923 mit Beschriftung in Antiqua. Deutlich sind bei der Währungsbezeichnung "Mark" die Buchstabenanstriche (Serifen) zu erkennen. Die restliche Beschriftung erfolgte mit kleinen Serifen. Reichsbanknote zu 1 Million Mark vom 1. Oktober 1923 mit Beschriftung in Antiqua ohne Serifen (Blockschrift bzw. Grotesk). Reichsbanknote zu 5 Millionen Mark vom 1. Oktober 1923 mit Beschriftung in Fraktur. Antiqua und Fraktur sind Schriftarten. Die Begriffe werden mitunter auch zur Beschreibung von Geldscheinen und Varianten in der Katalogisierung verwendet. Antiqua, auch Lateinische Schrift genannt, ist heute die gebräuchlichste Druckschrift mit Grund- und Haarstrichen (dünneren Strichen), mit oder ohne sog. Serifen (Buchstabenanstriche). Bei gleichmäßigen Strichen und Bögen spricht man von Blockschrift oder Grotesk. Die Großbuchstaben stammen aus der Schrift der römischen Antike, von der der Begriff Antiqua abgeleitet ist. Die Kleinbuchstaben stammen aus den karolingischen Minuskeln. Fraktur gehört zu den sog. gebrochenen Schriften (vom lateinischen fractura=Bruch) und war von der Mitte des 16. bis Anfang des 20. Jahrhunderts die am meisten genutzte Druckschrift im deutschsprachigen Raum. Viele Geldscheine wurden früher in Frakturschrift ausgeführt, heute dagegen hauptsächlich in Antiqua. Albert Pick (Überarbeitung: Hans-Ludwig Grabowski) Abb. : Hans-Ludwig Grabowski #Lexikon #Banknoten #Europa #Deutschland #Mark #Pick #Grabowski
- Lexikon: Ansichtskarten mit Geldscheinen
"Wenn ich dich seh', dann möcht ich weinen" – Spottpostkarte auf die Inflation von 1922. Ab Mai 1921 wurden wegen der Geldentwertung 1000-Mark-Scheine aus der Kaiserzeit mit Datum von 1910 einfach nachgedruckt und massenhaft in Umlauf gesetzt. 1910 hatten nur die wenigsten je einen Tausender zu sehen bekommen, jetzt machte ihn die galoppierende Inflation bald zum Kleingeld. 1922 konnte man allerdings noch nicht ahnen, dass es bis Ende 1923 auch noch Millionen, Milliarden und Billionen geben sollte. Druck von Geldschein-Motiven auf historischen oder modernen Postkarten. Geldscheine wurden und werden nicht selten auf Postkarten dargestellt, z.B. im Zusammenhang mit Neujahrs- oder Geburtstagsgrüßen, wie auch auf der oben abgebildeten Spott-Postkarte, in Inflationszeiten oder für Propagandazwecke. Dabei können reale Scheine abgebildet oder verfremdet dargestellt sein oder auch Fantasiescheine als Motiv vorkommen. Das Sammeln solcher Postkarten kann für den Geldscheinsammler ein interessantes und mit viel Freude verbundenes Nebengebiet sein, das seine eigentliche geldgeschichtliche Sammlung bereichert. Nachstehend sollen noch einige Beispiele gezeigt werden, um einen Eindruck von der Vielfalt der Motive und Gestaltungen zu geben. Tausend und aber 1000: Neujahrsgruß-Karte mit Reichskassenscheinen und Reichsbanknoten aus dem Jahr 1901. Glückwunschkarte mit Fantasie-Geldschein über 10.000 Mark im Stil der Reichskassenscheine der Kaiserzeit. Kombinierte Ansichtskarte mit dem Motiv eines "Blauen Hunderters" und von Schloss Ehrenburg in Coburg (Sachsen-Coburg), gelaufen 1911. Geburtstags-Grußkarte mit Motiven des 50-Mark-Scheins der Deutschen Reichsbank, gelaufen im Jahr 1907. Ein Soldatentraum vom Geldregen, gelaufene Postkarte aus dem Jahr 1911. Kombinierte Motive von Gravenhage in den Niederlanden mit Geldscheinen und Münzen, gelaufen 1918. Hans-Ludwig Grabowski Abb. : Detlef Hilmer #Lexikon #Banknoten #Staatspapiergeld #Europa #Russland #Rubel #Pick #Grabowski
- Lexikon: Assignationsbanken
Von der russischen Zarin Katharina II. (1762–1796) am 29.12.1768 gegründete Banken in St. Petersburg und Moskau. Nicht die Banken, sondern verschiedene staatliche Behörden, wie das Kammer-Kollegium, das Proviantamt und das Steueramt, gaben die Assignaten (auch Assignationen) aus. Die Assignationsbanken sollten diese zunächst zu einem Gesamtbetrag von 1 Million Rubel ausgegebenen Scheine einlösen. Jede erhielt dafür vom Staat 500.000 Rubel in Kupfermünzen. Die Assignaten hatten keinen Zwangskurs, doch wurden sie von den Staatskassen in Zahlung genommen. Bei der ersten Ausgabe von 1769 gab es 25-, 50-, 75- und 100-Rubel-Scheine, die man dem unbequemen Kupfergeld vorzog. Der Staat betrachtete bald die Assignaten – vor allem in Kriegszeiten – als ein Mittel der Finanzierung und erhöhte ständig die Umlaufmenge (1797: 163,6 Millionen Rubel, 1817: 836 Millionen Rubel), so dass der Silberrubel gegenüber den Assignaten mit einem Agio gehandelt wurde (1797: 42%, 1817: 236%). Die zweite Ausgabe von 1785–1787 umfasste Werte zu 5, 10, 25, 50 und 100 Rubel. Am 9.4.1812 erklärte man die Assignaten zu gesetzlichen Zahlungsmitteln, was jedoch ihren Kurs nicht erhöhte. 1817 begann man dann Assignaten aus dem Verkehr zu ziehen. Die letzte Ausgabe der Assignaten von 1818–1843 umfasste Werte zu 5, 10, 20, 25, 50, 100 und 200 Rubel. Am 1.7.1839 wurde die Depositenkasse errichtet, die durch Silbergeld als gedeckt erklärte Depositenscheine ausgab. Der Umwechselkurs der Assignaten zu den Depositenscheinen lag bei 3,5:1. Erst 1853 verschwanden die Assignaten ganz aus dem Zahlungsverkehr. Albert Pick (Überarbeitung: Hans-Ludwig Grabowski) Abb. : Detlef Hilmer #Lexikon #Banknoten #Staatspapiergeld #Europa #Russland #Rubel #Pick #Grabowski
- Lexikon: Andrucke
Von der Klischeefabrik oder der Druckerei, meist zum Aufeinanderabstimmen der einzelnen Farbdrucke, zum Einpassen der einzelnen Klischees oder Druckformen oder in verschiedenen Farben oder Farbtönen hergestellte Drucke. Andrucke von Banknoten und Staatspapiergeld kommen selten vor. Andrucke von Notgeldscheinen, oft auch auf schlechtem Papier, gibt es häufiger. Albert Pick (Überarbeitung: Hans-Ludwig Grabowski) Abb. : Sammlung Hans-Ludwig Grabowski #Lexikon #Notgeld #Europa #Deutschland #Elsass #Mark #Pick #Grabowski
- Lexikon: Africa Orientale Italiana
Aufdruck auf Noten der Banca d'Italia "SERIE SPECIALE AFRICA ORIENTALE ITALIANA" (50, 100, 500 und 1000 Lire), die ab 1938/39 in anderen Farben in den italienischen Kolonien Libyen und Italienisch-Somaliland zirkulierten. Lesen Sie dazu auch einen interessanten Artikel von Uwe Bronnert! Albert Pick (Überarbeitung: Hans-Ludwig Grabowski) Abb. : Don Ludwig #Wertpapiere #Aktien #Europa #Deutschland #Lexikon #Pick #Grabowski
- Lexikon: Aktie
Wertpapier, verbriefter Anteil am Grundkapital einer Aktiengesellschaft (AG). Die meisten Aktien sind Inhaberpapiere und daher auch übertragbar. Sie berechtigen zur Ausübung des Stimmrechts auf der Generalversammlung der Aktiengesellschaft. Die eigentliche Aktienurkunde heißt Mantel (siehe Abbildungen). Zur Erhebung der auf die Aktie entfallenden Dividenden dienen die Dividendenscheine (Kupon auf Bogen). Ein weiterer Bestandteil der Aktie ist der Erweiterungsschein (Talon). Albert Pick (Überarbeitung: Hans-Ludwig Grabowski) Abb. : EDHAC, Erster Deutscher Historic-Actien-Club Vielen Dank an Hans-Georg Glasemann! #Wertpapiere #Aktien #Europa #Deutschland #Lexikon #Pick #Grabowski
- Lexikon: Alliierte Militärbehörde
Die Alliierte Militärbehörde (AMB) gab während des Zweiten Weltkriegs und in der Nachkriegszeit in befreiten und besetzten Gebieten für die einzelnen Länder verschiedene Geldscheinausgaben (Allied Military Currency) in Umlauf. Die Scheine lauten auf die jeweilige Landeswährung und zirkulierten unter der Zivilbevölkerung. Sie wurden vom Bureau of Engraving and Printing der USA in Zusammenarbeit mit Privatdruckereien (vor allem Forbes in Boston) hergestellt. Es gab folgende Ausgaben: 1. Deutschland: 1/2, 1, 5, 10, 20, 50, 100 und 1000 Mark. Die in den USA gedruckten Scheine tragen das Stecherzeichen F (Forbes). Alle Scheine ohne dieses Zeichen wurden in der Sowjetunion gedruckt, die die Druckplatten, Druckfarbe, Papierproben und andere notwendige Unterlagen zu deren Herstellung vom Bureau of Engraving and Printing erhielt. 2. Frankreich: 2, 5, 10, 50, 100, 500 und 1000 Francs (5000 Francs nicht ausgegeben). Es gibt zwei verschiedene Ausgaben; die erste wurde vom US-Kriegsdepartement in Auftrag gegeben (alle Werte haben auf der Rückseite die französische Trikolore mit dem Wahlspruch der französischen Revolution "Liberté – Égalité – Fraternité": Freiheit – Gleichheit – Brüderlichkeit), die zweite von der Provisorischen Französischen Regierung (50, 100 und 1000 Francs mit dem Aufdruck "FRANCE" statt der Trikolare auf den Rückseiten). Alle Scheine wurden von Forbes gedruckt. 3. Italien: 1, 2, 5, 10, 50, 100, 500 und 1000 Lire (Series 1943): Gedruckt von Forbes (mit Stecherzeichen F) und vom Bureau of Engraving and Printing (ohne F) und Series 1943A: 5, 10, 50, 100, 500 und 1000 Lire nur von Forbes gedruckt. 4. Japan: Im Unterdruck A: 10 und 50 Sen sowie 1, 5, 10, 50 und 100 Yen. Gedruckt vom Bureau of Engraving und Printing in Zusammenarbeit mit Stecher Traung, Kalifornien. Im Unterdruck B: 10 und 50 Sen sowie 1, 5, 10, 20, 100 und 1000 Yen (1000 Yen erst 1951 ausgegeben), Stecher Traung (mit Stecherzeichen S) druckte 10 und 50 Sen sowie 1, 5, 10, 20 und 100 Yen. Das Bureau of Engraving and Printing (ohne S) druckte nur 1 Yen. Späterer japanischer Druck: 1, 5 und 1000 Yen (1 und 5 Yen ohne Stecherzeichen und 1000 Yen mit S). 5. Österreich: 50 Groschen sowie 1, 2, 5, 10, 20, 25, 50, 100 und 1000 Schilling. Das Bureau of Engraving and Printing druckte den 25-Schilling-Schein, Forbes 50 Groschen sowie 1 und 2 Schilling. Alle Werte mit Ausnahme des 25-Schilling-Scheins wurden in England gedruckt. Albert Pick (Überarbeitung: Hans-Ludwig Grabowski) Abb. : 1–4, 11/12: Hans-Ludwig Grabowski; 5–10: Hartmut Fraunhoffer, www.banknoten.de #Weltbanknoten #Besatzungsgeld #Europa #Deutschland #Österreich #Frankreich #Italien #Asien #Japan #Mark #Schilling #Franc #Lire #Yen #Pick












