Search this site
3671 Ergebnisse gefunden mit einer leeren Suche
- China: Mengchiang Bank
Die Mengchiang Bank gehörte zu den unter japanischer Besatzung gegründeten sog. chinesischen "Puppet Banks" (Marionettenbanken), die eigene Geldscheine ausgaben. Mengchiang bezeichnet die chinesische Innere Mongolei, während die Chinesen die heutige Mongolei als Äußere Mongolei bezeichneten. Der Mengchiang-Yuan war ab 1937 im Verhältnis 1:1 an den Japanischen Yen gebunden. Es gab Nennwerte zu 5 Fen, 1 und 5 Chiao (10 und 50 Fen) sowie 1, 5, 10, und 100 Yuan. Ausgehend von der in dieser Region verbreiteten Viehzucht, wurden passende Motive wie Schafe, Kamele und Pferde gewählt. Hans-Ludwig Grabowski Abbildungen: Hans-Ludwig Grabowski
- Pseudonyme: Eierschein oder Bilderrahmen
"Eierschein" oder auch "Bilderrahmen" wird eine Reichsbanknote der Deutschen Reichsbank über 50 Mark vom 30. November 1918 – also ausgegeben unmittelbar nach Ende des Ersten Weltkriegs durch den Waffenstillstand vom 11. November 1918, dem Sturz der Monarchie und der Ausrufung der Republik – wegen des freien Ovals, das an ein Ei erinnert, und wegen des verzierten Rahmens auf der Vorderseite auch heute noch bei Sammlern und im Handel genannt. Es handelt sich um eine sog. Hilfsbanknote, die in sehr einfacher grafischer Gestaltung bald schon viele Fälschungen nach sich zog. Sie wurde zum 21. Januar 1921 für ungültig erklärt, aber noch bis zum 31. Juli 1921 eingelöst. Hans-Ludwig Grabowski Abbildungen: Hans-Ludwig Grabowski
- 50 RM vom Juni 1941 – Nicht katalogisierter Entwurf
Im neuen Katalog "Die deutschen Banknoten ab 1871" (21. Auflage 2017) wurden auch nicht realisierte Entwürfe zu Reichsbanknoten aufgenommen. Der hier abgebildete Entwurf von Rudolf Zenziger aus Wien vom Juni 1941 für eine Reichsbanknote über 50 RM lag da aber noch nicht vor. Der einseitige Entwurf mit der Kontrollnummer "123456" ist typisch für den Künstler und zeigt das Porträt eines Fischers. Im Juni 1941 entstanden mehrere Entwürfe für Banknoten in Nennwerten zu 10, 50, 100 und 1000 Reichsmark mit Porträts von Menschen verschiedener Berufe (z.B. Stahlarbeiter, Bergmann, Bauer, Fischer, Chemiker), die wahrscheinlich wegen des im Juni 1941 begonnenen Kriegs mit der Sowjetunion nicht mehr umgesetzt wurden, aber sehr interessante Zeitdokumente sind und deswegen auch in den Katalog aufgenommen wurden. Der abgebildete Entwurf wird in der nächsten Auflage als DEU-E8A verzeichnet. Hans-Ludwig Grabowski Abbildung: Matthias Böhme
- Raritäten: Deichmann-Bons
Die sog. Lieferungsscheine waren Militärgeld der 2. deutschen Armee im besetzten Teil Frankreichs während des Ersten Weltkriegs. Sie sollten die üblichen Requisitions-Scheine ersetzen und dienten zur Bezahlung von Lieferungen französischer Gemeinden an das deutsche Heer. Nach dem Leiter des Wirtschaftsausschusses der 2. Armee, dem Rittmeister und späteren Major Deichmann, werden sie "Deichmann-Bons" genannt. Die Bons sind links gezähnt, da sie aus Abrissblöcken mit Perforation getrennt wurden. Die sog. „Deichmann-Bons“ oder auch „Wirtschaftsausschuss-Bons“ wurden ab Februar 1915 in Gesamthöhe von 3,5 Mio. Francs in 192 beteiligten Gemeinden ausgegeben. Es gab Nennwerte zu 5, 10, 20, 50 und 100 Francs. Die Gültigkeit war auf bis auf sechs Monate nach Friedensschluss begrenzt. Sie sollten dem Mangel an Umlaufmitteln entgegenwirken, indem sie quasi erst durch den Stempel der einlösenden Gemeinde zu Geld wurden, ansonsten aber nur eine Quittung darstellten. Viele Gemeinden weigerten sich aber für die Bons als „Zahlstelle“ zu haften. Da die Frage der Haftung zur Einlösung nicht geklärt werden konnte, wurde die weitere Ausgabe Anfang September 1915 untersagt und ab 3. November 1916 waren die noch nicht eingelösten Bons gegen französische Stadtscheine einzuziehen. Bis Ende August 1917 waren Bons im Wert von insgesamt rund 3 Mio. Francs eingezogen. Nicht ausgegebene Bons im Wert von 4,68 Mio. Francs wurden beim Generalwechselamt eingestampft. Die Bons kommen mit oder ohne Datum-Stempel vor (meist ohne Datum ausgegeben). Die Bons der Etappen-Kommandantur Solesmes tragen die Unterschrift „Scheibe“ statt Deichmann. Selten wurde der Sitz der Kommandantur „Solesmes“ auch handschriftlich angegeben. Die Ausgabeorte wurden jedoch meist handschriftlich angegeben und nur selten durch einen Zeilenstempel. Die Deichmann-Bons sind heute seltene Raritäten und gesuchte Sammelobjekte für das Gebiet der deutschen Besatzungs- und Militärausgaben des Ersten Weltkriegs. Detailliert mit Varianten aufgeführt und bewertet sind sie im aktuellen Katalog "Die deutschen Banknoten ab 1871". Hans-Ludwig Grabowski Abbildungen: Hans-Ludwig Grabowski
- Drittes Reich: Spendenbelege des WHW, Gau Berlin 1934/1935
Das "Winterhilfswerk" (WHW) war bereits in der Zeit der "Weimarer Republik" während der Weltwirtschaftskrise zur Unterstützung von Bedürftigen gegründet worden. Die erste reichsweite Sammlung zur "Winterhilfe" wurde für den Jahreswechsel 1931/1932 durchgeführt. Im Sommer 1933 begann Goebbels mit den Organisationsvorbereitungen zur ersten Sammelaktion des "Winterhilfswerks des deutschen Volkes", die im September 1933 "gegen Hunger und Kälte" beginnen sollte. Im Laufe der Jahre wurden zahlreiche Spendenbelege genutzt, die von Reinhard Tieste katalogisiert wurden. Bekannt sind auch Spendenquittungen des Gaus Berlin zur Sammelaktion 1934/1935, die hier kurz vorgestellt werden sollen. Alle Scheine tragen rechts unten die gedruckte Unterschrift des Gauleiters von Berlin und Reichspropagandaministers Dr. Joseph Goebbels. Die Rückseiten sind jeweils unbedruckt. Es wurde Papier ohne Wasserzeichen verwendet. Serie "Kampf gegen Hunger und Kälte" Ganz offensichtlich gibt es mehrere Serien. Für die Serie im "Kampf gegen Hunger und Kälte" wurden als Motive Darstellungen verschiedene Berliner "Denkmäler im Volkswitz" verwendet. Es sind Werte zu 2, 5, 25 und 50 RM belegt. Serie "Mutter und Kind" Das Winterhilfswerk (WHW) gehörte, wie auch das 1934 gegründete "Hilfswerk Mutter und Kind" (MuK) zur Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt (NSV). Von der Serie "Mutter und Kind" des Gaus Berlin 1934/1935 sind Spendenquittungen über 1, 2, 5 und 10 RM bekannt geworden. Die 2- und 10-RM-Scheine zeigen Abbildungen einer Mutter mit einem Kind, die beiden anderen Werte jeweils nur ein Kind (1 RM mit einem Jungen und 5 RM mit einem Mädchen). Serie "Weihnachten" Von der Ausgabe "Weihnachtsfriede und Weihnachtsfreude" (Berlin hilft dem ganzen deutschen Volk) der Sammelaktion 1934/35 sind Werte zu 50 und 100 RM bekannt. Der Fünfziger mit Darstellung des Brandenburger Tors und der Hunderter mit dem Berliner Stadtwappen. Hans-Ludwig Grabowski Abbildungen: Hans-Ludwig Grabowski (mit Dank an Richard Stanek)
- Niederlande: Spendenquittungen der Ruhrhilfe von 1923
Als das durch den Ersten Weltkrieg und immense Reparationsleistungen geschwächte Deutschland im Januar 1923 nicht mehr die geforderten Kohle-Lieferungen an die Alliierten leisten konnte, besetzten französische und belgische Truppen zusätzlich zum Rheinland auch noch das Ruhrgebiet um "produktive Pfänder" zu nehmen, also Kohle und andere Waren einfach zu beschlagnahmen. Das führte nicht nur zum Absturz der deutschen Währung und in die Hochinflation, sondern hatte auch erhebliche Auswirkungen auf die Bevölkerung des Ruhrgebiets. Im ganzen Reich bildeten sich Initiativen, die im Rahmen der "Ruhrhilfe" Unterstützung leisteten. Herr Jos F.M. Eijsermans – Sammlern bestens als Händler, Veranstalter der Paper Money Fair und Geldscheinexperte bekannt – stellte der Redaktion nun Abbildungen von zwei interessanten Zeitdokumenten zur Verfügung. Es handelt sich um Spendenquittungen der "Ruhrhilfe aus den Niederlanden" (Sitz: Den Haag) über den Empfang von 1 bzw. 10 Gulden (Fl. steht für Florin, eine mittelalterliche Goldmünze). Die niederländische Ruhrhilfe gründete sich im Februar 1923. Sie hatte dann insgesamt 13.336 Gulden in Geldzeichen und zusätzlich Bekleidung im Wert von 30.000 Gulden gesammelt. Das hört sich zwar nicht viel an, aber damals betrug ein Monatsgehalt meist nur einige Gulden (10 Gulden stehen für eine Goldmünze). Die 13.336 Gulden in Goldmünzen wären heute etwa 300.000 Euro wert. Dass Niederländer für die Not leidende deutsche Bevölkerung im Ruhrgebiet damals spendeten, verwundert nicht, wenn man bedenkt, dass die Niederlande im Ersten Weltkrieg neutral geblieben waren, kaum Kriegsschäden hatten und der abgedankte deutsche Kaiser im niederländischen Exil lebte. Auf der Vorderseite befindet sich ein handschriftlicher Vermerk zum Spender und auf der Rückseite die Darstellung eines Holzschnitts vom Künstler Tom van Tast. Jos F. M. Eijsermans/Hans-Ludwig Grabowski Abbildungen: Jos F.M. Eijsermans, http://www.papermoney-maastricht.nl
- Banknotenatlas – Peru
Fläche: 1.285.216 qkm Einwohner: 32.512.000 (2017) Hauptstadt: Lima Staatsform: Republik Amtssprachen: Spanisch/Ketschua/Aimara Währung: 1 Sol= 100 Céntimos Die ältesten Spuren menschlicher Besiedlung im heutigen Peru stammen aus dem 20. Jahrtausend vor unserer Zeit. Die erste Hochkultur in den Anden war die Chavínkultur um 1000 bis 300 v.u.Z., mit der auch die Metallbearbeitung begann. Bis ins Jahr 600 reichte die klassische Periode mehrerer Regionalkulturen an der Küste und im Hochland. Danach entstanden gut organisierte Reiche, unter ihnen das Reich der Inka, die von 1438 bis 1532 alle anderen Kulturen vom heutigen Südkolumbien bis nach Nordchile unterwarfen und damit das einzige Imperium Südamerikas in vorkolumbianischer Zeit schufen. Banco Central de Reserva del Peru: 500 Soles de Oro vom 18.3.1982 Die Vorderseite zeigt neben dem Staatswappen rechts ein Porträt des per Gesetz von 1966 zum Nationalhelden erklärten peruanischen Kriegsfliegers José Abelardo Quiñones Gonzales (1914 – 1941), der sich im Peruanisch-Ekuadorianischen Krieg während eines Luftangriffs auf ekuadorianische Truppen opferte. Auf der Rückseite ist ein Holzfäller-Lager im Urwald mit Sägewerk und Holztransport zu Land und zu Fluss dargestellt. Der Sol de Oro (Gold-Sol, Sol = Sonne) hatte 1962 den Sol abgelöst. 1985 löste der Inti den inflationären Sol de Oro ab und 1991 waren 1 Million Intis dann 1 Nuevo Sol (Neuer Sol), der derzeit 0,25 Euro entspricht. 1532/1533 wurde das Kerngebiet der Inkas unter Francisco Pizarro erobert. 1543 wurde das Vizekönigreich Peru mit der Hauptstadt Lima gegründet. 1572 führte der spanische Vizekönig die Eroberung des restlichen Inkareichs an. Der letzte Inka-Herrscher Tupac Amaru wurde enthauptet. Im 16. und 17. Jahrhundert umfasste das Vizekönigreich Peru das gesamte spanische Südamerika. Es war durch seinen Reichtum an Silber eine der wertvollsten spanischen Kolonien. Im 18. Jahrhundert teilten die Spanier das Vizekönigreich auf. 1739 wurden die Gebiete der heutigen Staaten Ekuador, Kolumbien und Panama als Vizekönigreich Neugranada ausgegliedert und 1776 die Gebiete des heutigen Boliviens, Uruguays, Chiles und Argentiniens als Vizekönigreich Río de la Plata. Ein 1780 ausgebrochener Indianer-Aufstand wurde blutig niedergeschlagen. In den Befreiungskriegen von 1810 bis 1824 blieb Peru Zentrum der spanischen Herrschaft. Als der argentinische General José de San Martín in Lima eingezogen war, wurde am 28. Juli 1821 die Unabhängigkeit ausgerufen, die aber erst nach weiteren Siegen gegen die Spanier 1824 umgesetzt werden konnte. In der jungen Republik kam es zu blutigen Wirren und nach der Niederlage im Salpeter-Krieg (1879 – 1883) musste Peru seine Salpeter-Provinzen an Chile abtreten. In der Folgezeit gewann britisches und US-amerikanische Kapital immer mehr an Einfluss und das Land wurde schließlich von einer Clique von Bankiers, Großgrundbesitzern und Industriellen beherrscht. 1919 folgte ein Staatsstreich, der einen ständigen Wechsel zwischen legalen Regierungen und Militärdiktaturen einleitete. Gleich nach der Befreiung durch General San Martín gab es 1822 das erste peruanische Papiergeld, das durch die Banco de la Emancipación ausgegeben wurde. Es folgten Ausgaben verschiedener regionaler und zentraler Notenbanken. Ab 1922 war die Banco de Reserva del Peru und ab 1935 ist die Banco Central de Reserva del Peru Zentrale Notenbank des Landes. Es gab mehrere peruanische Währungen, wie Pesos, Intis und Soles, die immer wieder auch Inflationen durchmachten. Hans-Ludwig Grabowski Münzen & Sammeln, Ausgabe 2018/05 Abbildungen: Hartmut Fraunhoffer, www.banknoten.de
- Die echte „Blüte“ – Nachgedruckte 20-Dinars-Scheine der Bahrain Monetary Agency
Es klingt nach einer fiktiven Kriminalgeschichte eines fantasiebegabten Bestseller-Autors und ist doch eine wahre Begebenheit. Das Königreich Bahrain ist mit einer Fläche von gerade einmal 750 km² etwas kleiner als Hamburg und hat heute rund 1,5 Millionen Einwohner. Es besteht aus insgesamt 33 Inseln in einer Bucht im Persischen Golf. Bahrain war seit 1867 britisches Protektorat. Seit 1932 fördert die Bahrain Petroleum Company Erdöl, was die Herrscher des Inselreichs zu immensem Wohlstand verhalf. Am 14. August 1971 erklärte Scheich Isa bin Salman Al Chalifa die Unabhängigkeit des Landes. Bahrain Monetary Agency: 20 Dinars nach Gesetz 1973/23 (1993), gedruckt von der argentinischen Druckerei Ciccone Calcografica aus Buenos Aires mit Leerzeichen zwischen den beiden arabischen Serienbuchstaben. Basierend auf Gesetz von 1964 gaben zuerst der Bahrain Currency Board und auf Gesetz von 1973 dann die Bahrain Monetary Agency Staatspapiergeld aus. Die Scheine nennen jeweils nur die gesetzliche Grundlage mit Jahreszahl (1964/6 bzw. 1973/23) in arabischen Zahlen, nicht aber ein aktuelles Ausgabedatum. Im März 1993 kamen neue 20-Dinars-Scheine in den Umlauf, die in der bekannten britischen Druckerei Thomas De La Rue hergestellt worden waren. Die in violetten Tönen gehaltenen Scheine zeigen auf der Vorderseite rechts das Bab-Al-Bahrain-Tor und auf der Rückseite die Ahmed-Al-Fateh-Moschee im Islamischen Zentrum in der Hauptstadt Manama. Die Unterschrift stammt von Scheich Khalifa bin Sulman al Khalifa. So viel zur Einstimmung. Ende 1997 suchten einige Männer den Südafrika-Vertreter der argentinischen Druckerei Ciccone Calcografica aus Buenos Aires auf , die sich als Repräsentanten der Bank of Bahrain ausgaben. Am 2. Dezember 1997 trafen sie schließlich die großen Bosse der Druckerei und legten einen gefälschten Auftrag zum Druck von 20-Dinars-Scheinen der Bahrain Monetary Agancy vor, der offenbar anstandslos akzeptiert wurde. Auch Banknoten-Druckereien brauchen schließlich Aufträge, um Geld zu verdienen. So kam es am 13. Januar 1998 zum Vertragsabschluss. Am 5. Februar bestellte die argentinische Druckerei acht Tonnen Wasserzeichenpapier mit sichtbarem Sicherheitsstreifen bei einem französischen Papierhersteller, das am 27. April auf die Reise von Frankreich nach Buenos Aires ging. Für den Druck selbst wurden die Druckplatten der letzten Ausgabe von De La Rue einfach kopiert. Gedruckt wurden die Scheine dann im späten Mai. Unter Kontrolle der falschen Bank-Repräsentanten traten die „echten“ und doch „falschen“ 20-Dinars-Scheine dann ihre Reise durch mehrere afrikanische Länder, wie Tschad und Niger, an. In der Woche vom 4. bis 11. Juni 1998 wurden weltweit – darunter in den Vereinigten Arabischen Emiraten, in Katar, im Libanon, in Belgien und in Frankreich – 1,5 Millionen Bahrain-Dinars in Zwanzigern zum Umtausch vorgelegt. Das erregte bei Wechselstuben und Banken Aufsehen, denn Dinars aus Bahrain kommen aufgrund der geringen Umlaufmengen international nicht gerade häufig vor. Schon bald erkannte man einen wichtigen Unterschied zu den bei De La Rue gedruckten Scheinen. Zwischen den beiden arabischen Serienbuchstaben vor der Kontrollnummer ist bei den „echten“ Scheinen kein Leerzeichen, bei den argentinischen Drucken aber ein größerer Abstand. Als im Juni 1998 auch noch ein sicherheitstechnisch aufgerüsteter Zwanziger von De La Rue ausgegeben wurde, der mit Hologramm und unterbrochenem Sicherheitsstreifen ausgestattet war, war die Verwirrung perfekt. Am 8. Juni 1998 warnte die Agency vor den „falschen“ Zwanzigern. Ab 15. Juni konnte man sie nicht mehr umtauschen. Schnell wurden der verbesserte Zwanziger von De La Rue in Umlauf gebracht und der vorige aus dem Verkehr gezogen, weshalb dieser heute relativ selten ist. Die „falschen“ „echten“ Zwanziger aus Argentienien kann man dagegen preiswert im Fachhandel bekommen – ein wirklich „besonderer Geldschein“ im Album. Die falschen Auftraggeber wurden angeblich nie gefasst und ihre Identität ist wohl bis heute ungeklärt. Hans-Ludwig Grabowski Münzen & Sammeln, Ausgabe 2018/05 Abbildungen: Hartmut Fraunhoffer, www.banknoten.de
- Litauens 1000 Litu von 1991 – Wegen unzureichender Sicherheitsmerkmale nie ausgegeben!
Lietuvos Bankas: Note zu 1000 Litu von 1991. Vorderseite mit Porträt des litauischen Komponisten und Kunstmalers Miklojus Konstantinas Čiurliones (1875 – 1911) und dem Staatswappen. Rückseite mit einem Fragment seines Gemäldes „Königsgeschichte“. Als erste Sowjetrepublik erklärte Litauen – ermutigt durch Glasnost und Perestroika und die Revolutionen in Mittel- und Osteuropa – am 11. März 1990 seine Unabhängigkeit. Moskau erkannte diese jedoch nicht an. Im Januar 1991 rollten dann Panzer pro-sowjetischer Streitkräfte um die junge litauische Demokratie zu zerschlagen. Die Litauer konnten sich jedoch behaupten und blieben frei. Erst nach dem fehlgeschlagenen Putsch gegen Gorbatschow erkannten die Russen im September 1991 die Souveränität Litauens an. Die letzten russischen Truppen zogen 1993 ab. Im Frühjahr 2004 wurde Litauen in die EU aufgenommen und Mitglied der NATO. Eine der vordringlichsten Aufgaben Litauens – wie aller unabhängig gewordener ehemaliger Sowjetrepubliken – war die rasche Schaffung einer eigenen Währung. 1991 führte die Lietuvos Bankas die sog. Talonas-Währung ein. Es handelte sich um schlicht gestaltete Scheine mit Tiermotiven auf den Rückseiten. Mit dieser Übergangswährung, die eine Parallelwährung zum Russischen Rubel war und ab 5. August 1991 galt, schaffte man auch den wirtschaftlichen Ausstieg aus der ehemaligen Sowjetunion. Ab Oktober 1992 war der Talonas alleinige Währung und der Russische Rubel war in Litauen kein gültiges Zahlungsmittel mehr. Mit 1991 waren auch die ersten Banknoten in der Litas-Währung datiert, die aber erst 1993 in Umlauf kamen. Zu diesen gehört auch die 1000-Litu-Note von 1991 als höchster Wert der Serie (Stückelung: 10, 20, 50, 100, 500 und 1000 Litu). Litauen hatte 1991 also Geldscheine in gleich zwei Währungen herstellen lassen. Am 25. Juni 1993 wurde schließlich die Litas-Währung zu einem Einführungskurs von 1 US-Dollar = 10 Litas eingeführt und die Scheine von 1991 kamen in Umlauf, doch nur die Wertstufen bis 100 Litu. Die Litu-Scheine waren 1991 bei der United States Bank Notes Corporation hergestellt worden. Als sie dann 1993 in Umlauf kommen sollten, waren die Sicherheitsmerkmale – insbesondere für die hohen Nennwerte zu 500 und 1000 Litu – unzureichend. Die Bank entschied sich die beiden höchsten Werte nicht in Umlauf zu geben. Auch der mit der Jahresangabe 1994 nachgedruckte Hunderter kam aus dem gleichen Grund nicht mehr in Umlauf und der Hunderter von 1991 wurde erst 2000 durch einen neuen ersetzt. Im Dezember 2017 begann die Lietuvos Bankas mit dem Verkauf von insgesamt 5000 besonderen Faltblättern mit den drei nicht ausgegeben Scheinen zu 100, 500 und 1000 Litu. Sie hatte den Großteil der Auflagen vernichtet und nur einen kleinen Restbestand behalten gehabt. Bei Sammlern wird deshalb rasch die Nachfrage und der Wert steigen. Vom Tausender waren 9,5 Millionen Scheine gedruckt worden und der Restbestand betrug 19903 Stück. Die Gestaltung hatte der Künstler Rytis Valantinas übernommen. Die Faksimile-Unterschrift stammte von Vilius Baldišis. Hans-Ludwig Grabowski Münzen & Sammeln, Ausgabe 2018/04 Abbildungen: Hans-Ludwig Grabowski
- Die Tänzer von Java – Niederländisch-Indiens 10-Gulden-Note der Javasche Bank 1933 – 1939
De Javasche Bank: Banknote über 10 Gulden vom 10. August 1939. Vorderseite mit javanischen Tänzern in Tracht, Rückseite mit Blumenornamenten und Straftexten. Wasserzeichen Wellenlinien. Druck: Joh. Enschede en Zonen in den Niederlanden. Wer kennt heute schon noch die einstigen niederländischen Kolonien und weiß, daß das heutige Indonesien früher als Niederländisch-Indien bezeichnet wurde? 1602 wurde die Vereinigte Niederländische Ostindien-Kompanie (VOC) mit staatlichen Hoheitsrechten gegründet, die die Portugiesen von dem gewaltigen Archipel verdrängte. Die heutige indonesische Hauptstadt Jakarta wurde 1619 von den Niederländern als Batavia gegründet und zum Hauptsitz der Kompanie. Der Gewürzhandel durch Anbau in Monokulturen und der Handel zwischen den Inseln machte die Kompanie reich. Gewürznelken kamen von Amboyna, Sandelholz von Timor, Muskatnuss von den Banda-Inseln und Zimt von dem damals ebenfalls niederländischen Ceylon. Wenn man aber schon immer wissen wollte, wo das Land ist, wo der Pfeffer wächst, hier wuchs er und war eines der wichtigsten Handelsgüter. Die zu Niederländisch-Indien und dem heutigen Indonesien gehörenden Molukken wurden früher nicht umsonst auch Gewürzinseln genannt. Längst war die VOC zu einem Staat im Staate geworden und 1798 wurden die Hoheitsrechte der Kompanie aufgehoben. Die niederländische Regierung übernahm 1799 selbst die Verwaltung der Kolonie. Sehr früh nutzte man auch Papiergeld in Niederländisch-Indien, was auf den starken Handel zurückzuführen ist. Bereits 1746 gab die Bank van Leening in Batavia Depot-Quittungen aus, die wie Geldscheine umliefen. 1782 gab die Kompanie eigene Scheine aus, die aber ständig an Wert verloren. Sie verschwanden nach der Übernahme der Macht durch den niederländischen Staat ganz aus dem Umlauf. Während der napoleonischen Kriege war die Kolonie britisch besetzt und es gab verschiedene Regionalausgaben. 1816 übernahmen die Niederländer wieder die Kolonie und der Staat gab jetzt eigenes Papiergeld aus. Auf Drängen der Kaufleute wurde 1827 die Javasche Bank gegründet, die sich in ihren Statuten stark an der Niderländischen Bank orientierte. Die Noten der Javasche Bank wurden 1914 gesetzliche Zahlungsmittel in der Kolonie. Zur wohl schönsten Notenserie mit Darstellungen von Tänzern und Tänzerinnen in traditionellen Kostümen gehört der abgebildete 10-Gulden-Schein der Javasche Bank vom 10. August 1939. Die sog. „Tänzer-Serie“ kam in den Jahren 1933 bis 1939 in Umlauf, wobei die Noten immer das tatsächliche Ausfertigungsdatum tragen. Der abgebildeten Schein wurde also kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs ausgegeben. Er zeigt auf der Vorderseite links einen javanischen Tänzer und rechts eine javanische Tänzerin in aufwendiger Tracht. Auf der Rückseite findet man links und rechts von Blütenornamenten eingerahmt den Straftext – ausgehend von der Vielfalt der Bevölkerung auf den Inseln – in verschiedenen Sprachen und Schriften, neben Niederländisch auch Javanisch, Chinesisch und Malaiisch-Arabisch. Im Zweiten Weltkrieg besetzten die Japaner Niederländisch-Indien. 1942 gab dann die „Japansche Regeering“ eigenes Papiergeld aus, gefolgt 1944 von Ausgaben des Pemerintah Dai Nippon (Japanese Government) und Dai Nippon Teikoku Seihu (Imperial Japanese Government). Die Kolonie blieb bis Kriegsende 1945 in japanischer Hand. Nach der Kapitulation Japans erklärte der Republikaner Sukarno Niederländisch-Indien am 17. August 1945 für unabhängig. Immerhin waren die Niederlande durch die deutsche Besatzung während des Kriegs nicht in der Lage gewesen, vorher Einfluß zu nehmen. Die Niederländer versuchten nun die zwischenzeitlich von Republikanern beherrschten Gebiete mit Gewalt wieder unter ihre Kontrolle, was internationale Proteste auslöste. Erst am 27. Dezember 1949 erkannten die Niederlande die Unabhängigkeit Indonesiens an. Hans-Ludwig Grabowski Münzen & Sammeln, Ausgabe 2018/03 Abbildungen: Hans-Ludwig Grabowski
- Viele Nullen zur „Goldenen Hochzeit“ – Thailands 500.000 Baht von 2000
Schon lange verdienen Staaten und der Handel mit der Ausgabe von Gedenkmünzen über den Münzgewinn hinaus zusätzlich Geld mit Sammlern. Thailand ist bei Geldscheinsammlern bekannt für seine zahlreichen Gedenkbanknoten. Ein Teil davon steht in direktem Zusammenhang mit dem Königshaus, wobei die erzielten Gewinne einem königlichen Hilfsfonds zugeführt werden. Aus diesem Fonds wurden bereits eine Vielzahl von gemeinnützigen Projekten, wie die Entwicklung ländlicher Regionen, unterstüzt. Auch den Tsunami-Opfern von 2004 wurde mit Geld aus dem königlichen Hilfsfonds geholfen. Bank of Thailand: Gedenkbanknote zu 500.000 Baht zur Goldenen Hochzeit des Königspaars im Jahr 2000 mit Widmung auf der Vorderseite links oben hinter der Wertzahl für König Rama IX. und mit dreistelliger Kontrollnummer „050“ (von 999). Die erste „königliche Gedenkbanknote“ Thailands wurde zum 60. Geburtstag von König Bhumipol (Rama IX.) am 5. Dezember 1987 über 60 Baht ausgegeben. Es folgten eine besondere Ausgabe zum 50. Thronjubiläum des Königs über 500 Baht 1996 und schließlich 2000 eine großformatige und bei Sammlern beliebte 50-Baht-Note zur Goldenen Hochzeit des Königspaars. Die Vorderseite zeigt links je ein Symbol für Rama IX. und für Königin Sirikit und darunter die Trau-Szene. Mittig ist das königliche Paar abgebildet. Oben rechts findet sich ein optisch variables Element mit wechselnden Porträts des Königs und der Königin im Hologramm und darunter das Staatswappen Thailands, der königliche Geruda. Unten rechts ist der junge König bei einer Amtshandlung auf dem Thron zu sehen. Die Rückseite zeigt Szenen aus dem Leben des Königspaars und der königlichen Familie. Als wirkliche Besonderheit entstand zu diesem Anlass mit gleichen Motiven auch eine Gedenkbanknote zu 500.000 Baht in geringer Auflage mit nur dreistelligen Kontrollnummern. Jeweils 999 Noten wurden für den König und die Königin gefertigt. Man erkennt die unterschiedlichen Ausführungen an den roten Symbolen neben der Wertzahl oben links auf der Vorderseite. Wiederholt sich hier das linke der beiden über der Trau-Szene nebeneinander stehenden Symbole (siehe Abb.), so handelt es sich um einen Schein für den König. Wiederholt sich hier das rechte Symbol, so handelt es sich um einen Gedenkschein für die Königin. Die Gedenkbanknote mit den vielen Nullen (heute immerhin umgerechnet rund 13.000 Euro) wurde damals in einem verzierten goldenen Rahmen in einer Schatulle verkauft. Zu den Käufern gehörten wahrscheinlich überwiegend Personen, die über gute Beziehungen zum Herrscherhaus, zur Regierung oder zur Bank von Thailand und schließlich auch über das nötige „Keingeld“ verfügten. Bhumibol Adulyadej wurde am 5. Dezember 1927 in den USA geboren, wo sein Vater Medizin studierte. Seine Ausbildung absolvierte er in der Schweiz. Als sein Bruder, König Ananda Mahidol, am 9. Juni 1946 erschossen aufgefunden wurde, folgte ihm Buhmipol als Rama IX. auf den Thron. Bis zu seinem Tod am 13. Oktober 2016 war Bhumipol eines der am längsten regierenden Staatsoberhäupter der Welt. Er war beim Volk äußerst beliebt und mit einem geschätzten Vermögen von rund 35 Milliarden US-Dollars auch einer der reichsten Monarchen weltweit. Weitere „königliche Gedenkbanknoten“ gab es u.a. zum 72. Geburtstag von Königin Sirikit 2004, zum 60. Thronjubiläum 2006 und zum 80. Geburtstag des Königs 2007. Während der wirklich „besondere Geldschein“ über 500.000 Baht in den wenigsten Sammleralben zu finden sein wird, so sind der motivgleiche Fünftausender wie auch die anderen thailändischen Gedenkbanknoten, für viele Sammler erschwinglich. Hans-Ludwig Grabowski Münzen & Sammeln, Ausgabe 2018/02 Abbildungen: Note Printing Works, Thailand
- Banknotenatlas – Papua-Neuguinea
Fläche: 462.840 qkm Einwohner: 8.251.000 (2017) Hauptstadt: Port Moresby Staatsform: Parlamentarische Monarchie Amtssprachen: Hiri Motu/Tok Pisin/Englisch Währung: 1 Kina = 100 Toea Bank of Papua New Guinea: 5 Kina von 2010 Die Vorderseite der Banknote aus Polymer-Kunststoff, die zum 35. Jahrestag der Unabhängigkeit mit einem zusätzlichen Logo versehen wurde, zeigt das National-Parlament in der Hauptstadt Port Moresby, das Staatswappen – der von den Neuguinea-Münzen bekannte Paradiesvogel – mit Harpune und Kundutrommel. Auf der Rückseite sind eine Maske und kultische Gegenstände zu sehen. Gedruckt wurde der Schein bei der Note Print Australia. 1 Papua-Neuguinea-Kina (PGK) entspricht etwa 0,263 Euro. Im drittgrößten Inselstaat der Welt leben – teilweise noch auf dem kulturellen Entwicklungsstand der Jungsteinzeit – etwa 1000 verschiedene, in Stämmen organisierte Ethnien. Die meisten Ureinwohner, die unter dem Begriff Papua (Krausköpfe) zusammgefaßt werden, leben im Landesinneren, während die Küsten und Inseln von Melanesiern bewohnt werden. Die heutige Amtssprache Englisch beherrschen nur 2% der Bevölkerung. Es werden über 700 unterschiedliche Eingeborenen-Sprachen genutzt, die meist nur aus einer stark eingeschränkten Anzahl von Wörtern bestehen. Selbst die Amtssprache Tok Pisin, die sich als Mischsprache über den Kontakt der ersten melanesischen Siedler mit den Papua entwickelte, verfügt über weniger als 1800 Wörter. Als europäischer Entdecker gilt der Portugiese Jorge de Meneses, der 1526/27 die Nordküste samt vorgelagerter Inseln erkundete. 1828 nahmen die Niederländer den Westteil der Insel in Besitz. Der Ostteil blieb dagegen noch von kolonialen Interessen verschont. Es dauerte aber nicht lange, bis sich Deutschland und Großbritannien ein Wettrennen um die Inbesitznahme des Landes lieferten. Bereits 1850 hatte das Hamburger Handelshaus Godeffroy mit dem Landerwerb und der Gründung von Handelsniederlasssungen im Westpazifik begonnen. 1879 wurde die deutsche Südsee-Handelsgesellschaft und 1882 die Südsee-Kolonialgesellschaft gegründet, der Reichskanzler Bismarck im August 1884 die Erlaubnis zur Kolonialisierung aller noch nicht in niederländischen oder britischen Interessengebieten befindlichen Südseegebiete erteilte. Sämtliche Erwerbungen der zwischenzeitlich in „Neuguinea-Kompagnie“ umbenannten Gesellschaft wurden am 17. Mai 1885 unter deutschen Schutz gestellt. Hierzu zählten neben dem Norden als „Kaiser-Wilhelmsland“ auch der Bismarck-Archipel mit Neu-Pommern und Neu-Mecklenburg. Am 1. April 1899 gingen dann die Hoheitsrechte der Kolonialgesellschaft auf das Deutsche Reich über und mit den Marshall-Inseln, den Karolinen, Teilen der Salomonen und Nauru erwarb man weitere Gebiete, die zur Kolonie Deutsch-Neuguinea gehörten. Vor der Errichtung des deutschen Schutzgebiets wurde hauptsächlich Primitivgeld genutzt. Am 1. April 1887 war die Reichswährung als Rechnungseinheit eingeführt worden. Der Mangel an deutschen Münzen führte dazu, daß man ab 1. August 1894 neben den deutschen Geldscheinen eigene Neuguinea-Münzen einführte, womit die Mark endgültig zum allgemein anerkannten Zahlungsmittel im Schutzgebiet wurde. Gleich zu Beginn des Ersten Weltkriegs besetzten australische Truppen Kaiser-Wilhelmsland, der Bismarck-Archipel, die Salomonen und Nauru. Die restlichen deutschen Südseebesitzungen übernahm fast kampflos Japan. Nach der Kapitulation der kleinen deutschen Freiwilligen-Truppen Ende September 1914, forderten deren Angehörige die noch ausstehenden Soldzahlungen von den australischen Besatzern. Nachdem diese das Geld der deutschen Firmen beschlagnahmt hatten, gaben sie primitive Schatzscheine auf Mark-Beträge aus, die heute zu den seltensten Geldscheinen der Welt zählen. 1949 wurde das ehemals britisch kolonisierte Süd-Territorium mit dem der ehemals deutschen Kolonie zum „Territory of Papua New Guinea“ vereint, das 1975 offiziell unabhängig im Verband des Commonwealth of Nations wurde. Staatsoberhaupt ist die britische Königin, vertreten durch einen Gouverneur. Hans-Ludwig Grabowski Münzen & Sammeln, Ausgabe 2018/02 Abbildung: Hartmut Fraunhoffer, www.banknoten.de












