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- Die Tschechische Nationalbank feiert ihr 100-jähriges Bestehen mit einer Gedenkbanknote
Im Frühjahr 2026 jährt sich zum 100. Mal die Aufnahme der Tätigkeit der Nationalbank der Tschechoslowakei (Národní banka Československá - NBČ), der ersten unabhängigen tschechoslowakischen Zentralbank und einer der Rechtsvorgängerinnen der 1993 gegründeten Tschechischen Nationalbank (Česká národní banka - ČNB). Die ČNB wird dieses wichtige Jubiläum mit fachlichen, kulturellen und pädagogischen Veranstaltungen feiern. Dazu gehören die Ausgabe einer Gedenkbanknote und eine neue Ausstellung im Besucherzentrum, die die ČNB am 21. Januar 2026 vorgestellt hat. Die neue Gedenkbanknote mit einem Nennwert von 100 Kronen (ca. 4,12 €) zeigt das Porträt des ersten Gouverneurs der NBČ, Vilém Pospíšil. Er wurde am 23. Januar 1926 von Präsident Masaryk in dieses Amt berufen. Nach der Gründungsversammlung nahm die Bank am 1. April 1926 als Aktiengesellschaft mit staatlichen und privaten Investoren ihren Betrieb auf. Ihre Hauptaufgabe bestand in der Verwaltung der tschechoslowakischen Krone. Ab dem 21. Januar 2026 werden insgesamt 20.000 Banknoten in je einem Folder ausschließlich für Vertragspartner der ČNB und nicht für die breite Öffentlichkeit zum Preis von 2.500 CZK (ca. 103 €) pro Stück zum Verkauf angeboten. Sammler können die Banknote dann mit einem Aufpreis erwerben, da die Vertragspartner natürlich einen Gewinn erzielen möchten. Auf der Vorderseite ist ein Porträt von Vilém Pospíšil zu sehen, ergänzt durch ein Motiv des Bankgebäudes in Prag, ein Füllhorn mit Früchten, das Staatswappen der Tschechoslowakischen Republik und eine geflügelte allegorische Figur mit einem Lorbeerkranz. Die Rückseite zeigt die Ecke der ehemaligen Prager Stadtkassenbank, rechts eine geflügelte weibliche Allegorie mit einem Bienenstock und links eine Komposition aus Früchten. Die 194 mm x 84 mm große Banknote ist mit einer Reihe von Sicherheitsmerkmalen ausgestattet, darunter zwei Arten von Wasserzeichen, ein Sicherheitsstreifen, Mikrotext und ein verstecktes Bild. Eine Neuheit ist die Verwendung der SPARK® Flow-Technologie beim Druck der Wertzahl 100, die beim Kippen des Scheins den Eindruck einer sanften Farbbewegung erzeugt. Die Gestaltung stammt von Eva Hašková. Gedruckt wurde die Banknote von der Staatlichen Druckerei, das SPARK® Flow-Sicherheitsmerkmal wurde von der Druckerei Koenig & Bauer Banknote Solutions SA in Lausanne, Schweiz, umgesetzt. Die neue 100-Kronen-Note ist die dritte und letzte Gedenkbanknote in der Serie, die der Einführung der tschechoslowakischen Krone gewidmet ist. Vorangegangen waren Gedenkbanknoten mit den Porträts von Alois Rašín (2019) und Karel Engliš (2022). Es ist bedauerlich, dass die derzeitigen Produktionsprobleme mit starken, unansehnlichen Wellen in modernen Papierbanknoten sichtbar weiterhin bestehen. Dieses Produktionsproblem wurde HIER im Zusammenhang mit der polnischen Gedenkbanknote 2025 diskutiert. Gewellte Papierbanknoten mögen für den Umlauf akzeptabel sein, aber für Gedenkbanknoten, die nicht zirkulieren, insbesondere solche, die von den Zentralbanken mit hohen Aufschlägen verkauft werden, um Gewinne zu erzielen, ist ein solcher Zustand wirklich inakzeptabel. Sammler verdienen Banknoten in besserer Qualität. Donald Ludwig
- Falsche Kupons der Kuponmark-Ausgabe 1948 in der Sowjetischen Besatzungszone Deutschlands
Anlässlich der Währungsreform in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) und in (Groß-)Berlin am 24. Juni 1948 wurden als Provisorium zunächst mit Kupons [1] beklebte Reichs- und Rentenmarknoten ausgegeben [2] . Diese waren nur einen Monat im Umlauf, bevor sie vom 25. bis 28. Juli 1948 erneut umgetauscht werden mussten gegen die auf Deutsche Mark lautende Banknoten der Deutschen Notenbank Ausgabe 1948. Offiziell wurden die mit Kupons versehenen Banknoten als „Reichs- und Rentenmark mit aufgeklebten Spezialkupons“ bezeichnet, in den nachfolgenden Ausführungen wird der Begriff „Kuponmark“ verwendet. Von den Kupons sind zeitgenössische Fälschungen bekannt. Sie kommen auch heute noch am Sammlermarkt vor, in der Regel die Wertstufe zu 50 Kuponmark. Aufgrund der kurzen Umlaufzeit der mit Kupons versehenen Scheine ist es vor dem Hintergrund der Zeitumstände erstaunlich, dass Fälscher ausreichend technische Möglichkeiten gefunden haben, innerhalb von vier Wochen Klischees für falsche Kupons herzustellen, Kupons zu drucken und zu zähnen, auf (wertlos gewordene) Reichs- und Rentenmark-Scheine aufzukleben, und diese dann in den Verkehr zu bringen. Falsche Kupons lassen sich in der Regel an der unsauberen Druckausführung und der oft – aber nicht immer – unregelmäßigen Zähnung erkennen. Die Qualität der Fälschungen ist sehr unterschiedlich [3] . Von der Wertstufe zu 50 Kuponmark sind zudem Fälschungen bekannt, bei denen die Druckfarbe wasserlöslich ist. Ein Indiz für eine Fälschung kann daneben auch die auffällig dicke Verklebung des Kupons auf der Banknote sein, da die Fälschungen wohl nicht auf gummiertem Papier gedruckt, sondern mit Klebstoff auf den Scheinen angebracht wurden. Gefälschter Kupon zu 20 Kuponmark, aufgeklebt auf 20 Reichsmark vom 22. Januar 1929 (Grabowski DEU-184a). Die Fälschung ist an der schlechten Ausführung von Druck und Zähnung gut zu erkennen, außerdem ist der Kupon nicht vorschriftsmäßig bündig am linken Rand des Druckbildes aufgeklebt. Zum Vergleich: Echter Kupon zu 20 Kuponmark, aufgeklebt auf 20 Reichsmark vom 22. Januar 1929, (Grabowski DEU-184a). Untersuchungen zur Herkunft der Fälschungen wurden durch die Deutsche Notenbank nicht angestellt, das wohl aus zwei Gründen: Zum einen war die Zeit der Kuponmark mit dem Umtausch der Scheine abgelaufen. Die beklebten Noten waren nach dem 28. Juli 1948 wertlos. Ein Nachumtausch hat nicht stattgefunden und war auch gar nicht gewollt. Zum anderen baute die Deutsche Notenbank erst Anfang 1949 Strukturen zur Falschgelderkennung auf, wie sie bei der Deutschen Reichsbank bestanden hatten [4] . In den Unterlagen der Deutschen Notenbank im Bundesarchiv Berlin befindet sich eine Akte zum Thema „Reichsmarknoten mit falschen Spezialkupons“. Sie enthält diverse Meldungen von Banken, die Scheine mit falschen Kupons im Rahmen des Umtauschs der Kuponmark Ende Juli 1948 angehalten und – entschädigungslos – eingezogen hatten. Die westdeutsche Zeitschrift „Der Spiegel“ berichtet in ihrer Ausgabe vom 30. Juli 1948 über die Einziehung von Noten mit falschen Kupons anlässlich des Umtauschs Ende Juli 1948 in Berlin [5] . Banken sandten die eingezogenen Noten zusammen mit Aufstellungen und Erklärungen der Einlieferer an die neu gegründeten Deutschen Notenbank, die die Kupons prüfte und Fälschungen einem Depot „Reichsmark mit gefälschten Kupons“ hinzufügte. Die Aufstellungen und Erklärungen wurden kommentarlos abgelegt. Ob sie vollständig sind und ein umfassendes Bild über den Umlauf von falschen Kuponmark in der SBZ im Juli 1948 abgeben können, ist unklar. Die Deutsche Notenbank hatte erst wenige Tage vor der Währungsreform die Rolle einer zentralen Notenbank für die SBZ übernommen, die Emissions- und Girobanken der Länder der SBZ handelten noch weitgehend autark. In den Akten fehlen Meldungen über falsche Kuponmark aus Sachsen. Gefälschter Kupon zu 50 Kuponmark, aufgeklebt auf 50 Reichsmark vom 30. März 1933 (Grabowski DEU-210b). Die Farbe des Kupons ist heller als das Original und tendiert zu Hellgrau. Zudem ist die Druckfarbe wasserlöslich. Die Zähnung des Kupons ist recht gut gelungen. Zum Vergleich: Echter Kupon zu 50 Kuponmark, aufgeklebt auf 50 Reichsmark vom 30. März 1933 (Grabowski DEU-210 c). Die Farbe des Kupons ist Graublau. Ohne eine genaue Erfassung jeder einzelnen Meldung vorgenommen zu haben, lässt sich aus den Unterlagen der Deutschen Notenbank jedenfalls folgendes entnehmen: Es sind Noten mit falschen Kupons in den Wertstufen zu 10, 20, 50 und 100 Kuponmark angehalten worden. Die Berliner Volksbank (Filiale Baumschulenweg) sowie die Volksbank Frankfurt/Oder zog zudem je eine Note mit einem als falsch eingestuften Kupon zu 5 Kuponmark ein. Die Garantie- und Kreditbank [6] Berlin reichte ebenfalls zwei Scheine mit vorgeblich falschen Kupons zu 5 Kuponmarkt ein, ferner einen zu 2 und drei zu 1 Kuponmark. Bei der Einlieferung der Zentrale der Berliner Volksbank indiziert der eingelieferte Betrag falscher Kuponmark in Höhe von insgesamt RM 24.166 ebenfalls falsche Kupons zu 1 und/oder 2 Kuponmark. Im Übrigen sind in den Unterlagen der Deutschen Notenbank falsche Kupons der Wertstufen zu 1 und 2 Kuponmark nicht belegt. Daher könnte bezweifelt werden, ob es sich bei den eingereichten Noten mit falschen Kupons zu 1 und 2 Kuponmark tatsächlich um Fälschungen gehandelt hat, da gerade die Druckausführung der Kupons zu 1 Kuponmark wegen des kleinen Formats in der Ausführung zuweilen unsauber ist und die Zähnung in den Druck reicht, so dass der Kupon als falsch eingestuft werden könnte. Mehr als die Hälfte der angehaltenen Fälschungen entfällt auf Kupons der Wertstufe zu 50 Kuponmark, der Rest verteilt sich auf die übrigen Wertstufen, wobei die Wertstufe zu 10 Kuponmark selten vorkommt. Dieses Bild spiegelt sich im heutigen Sammlermarkt wider, wo in der Regel Fälschungen der Wertstufe zu 50 Kuponmark, seltener auch zu 20 Kuponmark bekannt sind. Ein großer Teil der Meldungen stammt aus Berlin oder dem Berliner Umland; der Betrag der insoweit eingereichten Fälschungen liegt grob überschlagen bei deutlich über 100.000 Kuponmark. Die Emissions- und Girobank Brandenburg lieferte 52.250 Reichsmark mit falschen Kupons ein. Einzelne Meldungen liegen aus Halle, Neuruppin, Frankfurt (Oder) sowie aus Mecklenburg vor. Aus Thüringen wurden nur geringe Mengen gefälschter Kupons eingereicht [7] , aus Sachsen gar keine. Auffallend sind größere Mengen eingereichter falscher Kuponmark durch sowjetische Institutionen in Berlin, etwa die Garantie- und Kreditbank [8] (23.385 RM), die Sowjetische Militäradministration (SMAD) und sowjetische Handelsorganisationen. Zum Vergleich: Die genossenschaftliche, auf Privat- und Gewerbekunden ausgerichtete Berliner Volksbank lieferte aus allen Filialen im sowjetischen Sektor Berlins Fälschungen für 58.291 Kuponmark ein. In keiner der gesichteten Erklärungen von Privatpersonen ergaben sich Hinweise auf einen möglichen Urheber der Fälschung. Oft wurde erklärt, den betreffenden Schein mit dem falschen Kupon beim Einkauf als Wechselgeld erhalten zu haben. Vor diesem Hintergrund lassen sich folgende Annahmen aufstellen: Wegen der kurzen Umlaufzeit und des Auftretens der Fälschungen hauptsächlich in und um Berlin ist anzunehmen, dass der überwiegende Teil der falschen Kupons in Berlin hergestellt wurde. Wegen der starken Abweichung der Qualität der bekannten Fälschungen sind mehrere Fälscher bzw. Fälscherbanden am Werk gewesen. Wegen der Notwendigkeit einer professionelle Druckausstattung zur Herstellung größerer Mengen falscher Kupons innerhalb kurzer Zeit in akzeptabler Qualität und eines weitreichenden Absatzes der Fälschungen im Handel waren professionelle Fälscherorganisationen am Werk, die Herstellung und Verteilung der falschen Kuponmark strukturiert organisieren konnten. Wegen des vergleichsweise hohen Anfalls von Fälschungen bei sowjetischen Institutionen scheint eine Beteiligung (westlicher) Geheimdienste bei der Herstellung und/oder Verbreitung von Fälschungen nicht ausgeschlossen, die in einer Zeit des beginnenden Kalten Kriegs und der Berlinblockade gezielt Scheine mit falschen Kupons bei Sowjet-Organisationen unterbrachten, um diesen zu schaden. Der Beweis, ob diese Annahmen zutreffen oder nicht, wird sich nicht mehr erbringen lassen. Woher die in Sammlungen verfügbaren falschen Kupons stammen, wer sie im Juli 1948 hergestellt und in Verkehr gebracht hat, bleibt ein Stück weit Geheimnis der Zeitgeschichte. Dr. Sven Gerhard Anmerkungen Zu den Auflage- und Ausgabezahlen s. Dr. Sven Gerhard, Liefer- und Ausgabezahlen der Kupons zur Währungsumstellung in der SBZ im Juni 1948, https://www.geldscheine-online.com/post/liefer-und-ausgabezahlen-der-kupons-zur-w%C3%A4hrungsumstellung-in-der-sbz-im-juni-1948 Dazu etwa Herbert Rittmann, Deutsche Geldgeschichte seit 1914, S. 360 ff., Michael h. Schöne, Die drei Währungsreformen vor 75 Jahren in Deutschland, https://www.geldscheine-online.com/post/die-drei-w%C3%A4hrungsreformen-vor-75-jahren-in-deutschland , Siegfried Seipold, „Kuponmark“ der sowjetischen Besatzungszone Deutschlands, DGW-Informationen 2009-1 S. 9 und 2009-2, S. 41 S. Etwa die Bildtafel I bei Peter Leisering, Falschgeld in der DDR, Berlin 2014, nach S. 144, oder die Abbildungen bei Seipold, a.a.O., S. 43-45. Dazu Peter Leisering, a.a.O. S. 17 ff. https://www.spiegel.de/politik/fehl-druck-a-4bfd501b-0002-0001-0000-000044418547 Die 1920 als Garantie- und Kreditbank für den Osten gegründete Bank diente ursprünglich der Finanzierung von Geschäften mit der Sowjetunion. 1941 geschlossen und 1945 als Garantie und Kreditbank AG reaktiviert, war sie der Rechtsform nach eine Niederlassung der sowjetischen Staatsbank und Dienstleister der SMAD in Deutschland, über die u.a. die ostdeutschen Reparationszahlungen abgewickelt wurden. 1956 wurde die Bank nach Übertragung ihrer Aufgaben an die Deutsche Notenbank abgewickelt. Quelle: Wikipdedia. Durch die Emissions- und Girobank im Gesamtwert von 840 Kuponmark. Die 1920 als Garantie- und Kreditbank für den Osten gegründete Bank diente ursprünglich der Finanzierung von Geschäften mit der Sowjetunion. 1941 geschlossen und 1945 als Garantie und Kreditbank AG reaktiviert, war sie der Form nach eine Niederlassung der sowjetischen Staatsbank und Dienstleister der SMAD in Deutschland, über die u.a. die ostdeutschen Reparationszahlungen abgewickelt wurden. 1956 wurde die Bank nach Übertragung ihrer Aufgaben an die Deutsche Notenbank abgewickelt. Quelle: Wikipdedia.
- Lesotho gibt seine sechste Banknotenserie aus
Am 9. Dezember 2025 stellte der Gouverneur der Zentralbank von Lesotho, Dr. Emmanuel Maluke Letete, die neue Serie der Landeswährung vor. Diese sechste Serie baut auf den früheren Ausgaben der Serien 1979, 1989, 1994, 2010 und 2021 auf und wurde zwar 2025 ausgegeben, trägt jedoch in der oberen rechten Ecke auf der Vorderseite jeder Banknote die Jahreszahl 2024 als Druckjahr. Die Aktualisierung zielt darauf ab, die Gestaltung zu modernisieren, die Sicherheitsmerkmale und Haltbarkeit zu verbessern, die Währung an die aktuellen Bedürfnisse im Bargeldverkehr anzupassen, die Benutzung für behinderte Menschen zu fördern und das nationale Erbe zu bewahren. Die Scheine zeigen weiterhin wichtige nationale Symbole wie das Porträt der Könige von Lesotho, die die nationale Einheit repräsentieren, sowie den Mokorotlo-Hut, der für das reiche kulturelle Erbe des Landes steht. Die Werte zu 10 und 20 Maloti haben ihr traditionelles Baumwollsubstrat beibehalten, sind nun jedoch mit einem Sisalfaden verstärkt, wodurch ihre Festigkeit und Haltbarkeit im Umlauf verbessert wurde. Dieser Anima™-Faden ist ein hochsicheres, mikrooptisches Sicherheitsmerkmal, das eingebettet ist, um Fälschungen zu verhindern und eine sofortige Authentifizierung zu ermöglichen. Er sieht aus wie eine unterbrochene Linie, erscheint jedoch durchgehend, wenn der Schein gegen Licht gehalten wird. Das bietet ein raffiniertes und leicht identifizierbares Merkmal gegen Fälschungen. Die Nominale zu 50, 100 und 200 Maloti werden nun auf Hybrid ADDvance® gedruckt, einem hybriden Substrat, das die Widerstandsfähigkeit von Polymer mit der vertrauten Textur von Baumwolle kombiniert und somit eine längere Lebensdauer im Umlauf gewährleistet. Das Substrat besteht aus einem Baumwollkern, der durch ultradünne Polymerfilmschichten geschützt ist. Diese Banknoten sind mit einem RollingStar®-Sicherheitsfaden von Louisenthal ausgestattet, der dynamische Licht- und Farbeffekte erzeugt und beim Kippen zwischen den Buchstaben „CBL“ und dem Nennwert der Banknote wechselt. Der Wechsel von Baumwollpapier zu einem Hybridsubstrat verbessert die Haltbarkeit, senkt die Ersatzkosten und steigert die Leistungsfähigkeit unter verschiedenen klimatischen Bedingungen. Die verbesserte Nutzbarkeit für sehbehinderte Menschen wird durch die Einarbeitung deutlicher taktiler Linien und erhabener Druckelemente gefördert, um damit verschiedene Nennwerte leicht zu identifizieren und sicherstellen, dass der Maloti für alle Bürger zugänglich und nutzbar bleibt. Die bisherigen Maloti-Banknotenserien bleiben gesetzliches Zahlungsmittel und werden neben der neuen Serie weiter im Umlauf bleiben, bis die Bank sie offiziell aus dem Verkehr zieht. Donald Ludwig
- Leserpost: Textvarianten bei Scheinen der Ostbank für Handel und Gewerbe, Darlehnskasse Ost
Hallo Herr Grabowski, ich wünsche Ihnen ein gutes neues Jahr! Ich möchte zu Ihrem Buch „Die deutschen Banknoten ab 1871“ Informationen über die Banknoten der Ostbank für Handel und Gewerbe (Darlehnskasse Ost) ergänzen. Ich kenne 50-Kopeken- und 1-Rubel-Banknoten mit einer Variante des Textes auf der Vorderseite. Ostbank für Handel und Gewerbe, Darlehnskasse Ost: Darlehnskassenschein zu 1 Rubel vom 17. April 1916, Vs. unten Straftext in kleiner Schrift. Text: Der Text mit "Darlehnskassenscheine" ist entweder klein oder groß gedruckt oder die Scheine haben denselben Text auf Vorder- und Rückseite, sind aber nicht beidseitig bedruckt. Die Schrift des Textes ist klein oder groß. Die Textlänge bei „kleiner Schrift“ beträgt 88 mm. Ostbank für Handel und Gewerbe, Darlehnskasse Ost: Darlehnskassenschein zu 1 Rubel vom 17. April 1916, Vs. unten Straftext in größerer Schrift. Die zwei unterschiedlichen Textgrößen im direkten Vegleich! 50 Kopeken und 1 Rubel – EWK34b & EWK35b (astun / Grossbuchstaben 1,2 -1,4 mm hoch) Ein Muster von 50 Kopeken mit Kleingedruckten ist bekannt. Ich schicke Ihnen Fotos. Siehe auch Fotos der Muster aus Miłczak Czesław: Banknoty polskie i wzory Antykwariat Numizmatyczny Paweł Niemczyk, Warszawa 2012. PS Ich habe "Die deutschen Banknoten ab 1871." 18. Auflage, 2018. P. Soboleff Antwort der Redaktion Hallo Herr Soboleff, Ihnen auch noch alles Gute im neuen Jahr. Vielen Dank für Ihre Mitteilung und die Abbildungen. Sie haben Recht, es gibt den Straftext auf den Vorderseiten der Darlehnskassenscheine der Ostbank für Handel und Gewerbe von 1916 zu 50 Kopeken und 1 Rubel nicht nur mit kleineren (1,2 bis 1,4 mm) und größeren (1,8 mm) Großbuchstaben (in meinem Katalog die Varianten a und b zu EWK-34/35), sondern auch mit kürzerem oder längerem Textblock. Herr Miłczak führt diese neben verschiedenen Mustern in seinem polnischen Banknotenkatalog auf. Es ist die Frage, ob man bei solch speziellen Unterschieden in einem Standardkatalog tatsächlich noch weiter in die Tiefe gehen sollte. Der Katalog zu den deutschen Banknoten ist über die Jahre ohnehin von einer dünnen Broschüre zu einem großen Nachschlagewerk angewachsen, das aktuell viel mehr Gebiete abdeckt, als dies der ehemalige "Rosenberg-Katalog" in seinen Ursprüngen tat. Zu anderen Ausgaben führe ich aber auch Text-Unterschiede aus (z.B. bein den sog. "Seitznoten"), also werde ich mir noch überlegen, ob ich diese hier ebenfalls noch in den Katalog aufnehme. Die 24. Auflage ist übrigens für den Herbst 2026 geplant. Beste Grüße Hans-Ludwig Besler (Grabowski)
- Wahl zur "Banknote des Jahres 2025" mit Gewinnspiel
Ihre Wahl entscheidet – mitmachen und gewinnen! Aufruf zur Wahl der Banknote des Jahres 2025 Es ist schon zur Tradition geworden, dass Leser von „Der Geldscheinsammler“ und "Geldscheine-Online" über die „Banknote des Jahres“ abstimmen und dabei Preise gewinnen können. Jährlich kommen weltweit zahlreiche neue Banknoten in Umlauf, die mit ihren Motiven und Farben viele Sammler begeistern. Das Sammelgebiet Weltbanknoten erfreut sich deshalb stetig wachsender Beliebtheit. Die Redaktion von „Münzen & Sammeln“ und „Geldscheine-Online“ möchte deshalb erneut zur Wahl der „Banknote des Jahres“ aufrufen. Für die Auswahl wurden alle im Jahr 2025 ausgegebenen und vorgestellten Weltbanknoten berücksichtigt. Aus der großen Zahl der in Betracht kommenden Scheine hat sich die Redaktion für die nachstehend vorgestellte Auswahl von zwölf Banknoten aus allen Teilen der Welt entschieden, aus denen Sie, liebe Leser, die Banknote des Jahres 2025 wählen und mit etwas Glück dabei gewinnen können. Teilnahmebedingungen Wenn Sie an der Wahl der „Banknote des Jahres 2025“ teilnehmen möchten, dann senden Sie uns eine E-Mail an info@geldscheine-online.com mit der Nummer der von Ihnen gewählten Note und dem Betreff „Banknote des Jahres 2025“. Bitte vergessen Sie auch nicht, uns Ihre Postanschrift mitzuteilen, denn unter allen Einsendern erfolgt eine Verlosung. Mitarbeiter des Verlags und allgemeine Gewinnspielservices sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Die Gewinner erhalten: Die Plätze 1 bis 3 erhalten je einen Einkaufsgutschein für Fachliteratur: Platz 1 – Einkaufsgutschein über 75 Euro Platz 2 – Einkaufsgutschein über 50 Euro Platz 3 – Einkaufsgutschein über 25 Euro Die Plätze 4 bis 10 erhalten je zwei Geldschein-Notizblöcke mit Motiven aus den ehemaligen deutschen Kolonien. Alle zehn Gewinner erhalten außerdem eine oder mehrere aktuelle Überraschungs-Weltbanknoten. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner werden in der Ausgabe 4/2025 von „Münzen & Sammeln“ und zeitgleich über www.geldscheine-online. com und per angeschlossenem kostenlosem Newsletter bekannt gegeben. Einsendeschluss: Einsendeschluss ist der 5. März 2025! Wegen Redaktionsschluss für die Ausgabe 4/2025 nehmen später eingehende Meldungen nicht mehr an der Ziehung der Gewinner teil und können deshalb bei der Wahl zur Banknote des Jahres auch nicht mehr berücksichtigt werden. Unsere Vorschläge zur "Banknote des Jahres 2025" Vorschlag Nr. 1 – Abchasien: 50 Apsar, Sammlerbanknote der Bank von Abchasien, ausgegeben ab 20. Juni 2025. Vorschlag Nr. 2 – Belize: 100 Dollars der Zentralbank von Belize, ausgegeben ab 4. August 2025. Vorschlag Nr. 3 – Bolivien: Polymer-Gedenknote 200 Jahre Unabhängigkeit ohne Nennwert , ausgegeben ab August 2025. Vorschlag Nr. 4 – Curaçao und Sint Maarten: 10 Karibische Gulden der neuen Zentralbank, ausgegeben ab 31. März 2025. Vorschlag Nr. 5 – Falklandinseln: 10 Pfund, neue Banknotenserie der Verwaltung, ausgegeben ab 14. August 2025. Vorschlag Nr. 6 – Kasachstan: 2000 Tenge der neuen Banknotenserie mit Saiga-Antilopen, ausgegeben ab Februar/März 2025. Vorschlag Nr. 7 – Libyen: 20 Dinars, Polymerbanknote der Zentralbank von Libyen, in Umlauf ab 24. März 2025. Vorschlag Nr. 8 – Papua-Neuguinea: 50 Kina, Polymer-Gedenkbanknote zum 50. Jahr der Unabhängigkeit, ausgegeben ab August 2025. Vorschlag Nr. 9 – Polen : 20 Złotych, Gedenkbanknote zum 1000. Jahrestag der Krönung von Bolesław dem Tapferen, ausgegeben ab 5. November 2025. Vorschlag Nr. 10 – Sambia: 100 Kwacha der neuen „Heritage-Serie“, in Umlauf ab 31. März 2025. Vorschlag Nr. 11 – Südossetien: 100 Zarin, Sammlerbanknote der Bank von Alania in Südossetien, ausgegeben ab 19. September 2025. Vorschlag Nr. 12 – Turkmenistan: 200 Manat, Polymer-Gedenkbanknote 30 Jahre Neutralität, ausgegeben ab 1. Dezember 2025. E-Mail an die Redaktion: info@geldscheine-online.com
- Teutoburger Münzauktion 171 vom 10.-14. März 2026: Vorschau auf den Banknoten-Teil
Die erste Borgholzhausener Auktion im neuen Jahr findet dieses Mal vom 10.-14. März 2026 statt. Es werden wieder 3 Kataloge: Teil I am 10. März ist ein umfangreicher Goldkatalog mit Münzen und Medaillen ab der Antike und vielen historischen Raritäten besonders im altdeutschen Bereich, aber auch viel Anlagegold aus aller Welt, sowie Schmuck. Teil II vom 11.-13. März ist der Hauptteil mit China & Südostasien (insbesondere die Sammlung Bernhard Rhode, Hamburg), antiken Münzen, Weltmünzen, einer großen Serie Habsburgische Erblande und Österreich, altdeutschen Talern und Teilstücken (besonders Brandenburg-Preußen, Hessen und Sachsen), thematischen Medaillen, einer großen Auswahl Reichskleinmünzen und Reichssilbermünzen, Weimarer Republik etc. bis zur Bundesrepublik und wiederum einer großen Serie Proben und Verprägungen. Der numismatische Teil endet wie immer mit großen Lots und Sammlungen, die zum Stöbern einladen. Hier sind echte Fundgruben für Sammler und auch Händler, eine ausgiebige Besichtigung wird empfohlen. Zum Abschluss des Hauptkataloges kommen Orden und Ehrenzeichen, Militaria (besonders Blankwaffen) und div. Kleinantiquitäten zur Versteigerung. Teil III am 14. März ist ein Sonderkatalog für Banknoten und Briefmarken . Hier finden Sie bei den Banknoten eine bedeutende Sammlung altdeutscher Taler-Scheine und Reichsbanknoten, aber auch tolle Serien der Bundesrepublik. Die Briefmarken sind vor allem mit guten deutschen Einzellosen, Sammlungen und Nachlässen vertreten. Hier geht es direkt zur Banknotenauktion: https://www.teutoburger-muenzauktion.de/en/search/12593/page/1/?lot_range=4001-5000 Eine kleine Auswahl aus dem Banknotenteil: Banknoten, Die deutschen Banknoten ab 1871 nach Rosenberg, Deutsches Reich, 1871-1945 100 Mark 1.1.1876. KN. 7-stellig rot, Serie d. III- / IV+, Einriss, Nadelstiche u. stockfleckig Rosenberg 4c. Grabowski DEU-1c. Pick 10. Schätzpreis: 15.000 EUR Banknoten, Die deutschen Banknoten ab 1871 nach Rosenberg, Deutsches Reich, 1871-1945 50 Mark 5.1.1899. Serie A. III / III- Rosenberg 19. Grabowski DEU-51. Pick 7. Schätzpreis: 15.000 EUR Banknoten, Die deutschen Banknoten ab 1871 nach Rosenberg, Deutsches Reich, 1871-1945 500 Rentenmark 1.11.1923. Serie A, 3x perforiert „DRUCKPROBE“. I / I-, winz. Fleck, äußerst selten Rosenberg 160. Grabowski DEU-205. Pick 167. Schätzpreis: 15.000 EUR Banknoten, Die deutschen Banknoten ab 1871 nach Rosenberg, Deutsche Auslandsbanken, China/Kiautschou, Deutsch-Asiatische Bank 1907-1918 100 Dollar 1.7.1914. Filiale Peking. KN. 01154. Nicht ausgegeben ! I / I- Rosenberg 1038. Grabowski DAB-40. Pick S277. Schätzpreis: 15.000 EUR Banknoten, Die deutschen Banknoten ab 1871 nach Rosenberg, Deutsche Auslandsbanken, China/Kiautschou, Deutsch-Asiatische Bank 1907-1918 5 Tael 1.3.1907. Filiale Peking. II Rosenberg 1034. Pick S280. Grabowski DAB-36. Schätzpreis: 10.000 EUR Banknoten, Die deutschen Banknoten ab 1871 nach Rosenberg, Deutsche Auslandsbanken, China/Kiautschou, Deutsch-Asiatische Bank 1907-1918 200 Dollar 26.7.1913. Filiale Peking. KN. 12484. Nicht ausgeben ! II Rosenberg 1037. Grabowski DAB-39. Pick S-. Schätzpreis: 10.000 EUR Banknoten, Altdeutschland, Hessen-Homburg Banknote, 10 Gulden 1.1.1855. Landgräflich Hessische Concessionierte Landesbank 1855. Lit. A, Ser. II. III- / IV+, Nadelstiche Grabowski/Kranz 169. Pick S292. Schätzpreis: 10.000 EUR Hier geht es direkt zur Banknotenauktion: https://www.teutoburger-muenzauktion.de/en/search/12593/page/1/?lot_range=4001-5000 Teutoburger Münzauktion GmbH https://www.teutoburger-muenzauktion.de/de/ E-Mail: info@teutoburger-muenzauktion.de Tel.: 05425/930050
- Gärtner-Auktion 64: Vorschau auf den Banknotenteil der Online-Auktion am 23. Februar 2026
Ein neues Jahr hat begonnen und mit ihm die Vorfreude auf besondere Entdeckungen. Für Sammler liegt darin oft ein eigener Zauber: die Hoffnung auf das lange Gesuchte und die Offenheit für das Unerwartete. Mit der 64. Auktion vom 23. bis 27. Februar 2026 wird Ihnen in acht Katalogen die Vielfalt des Sammelns eröffnet. Hier geht es direkt zum Banknotenteil der Online-Auktion 64: https://www.biddr.com/auctions/gaertner/browse?a=6716 Vorschau auf den Banknotenteil Am 23. Februar 2026 werden im Rahmen der Auktion 64 des bekannten Auktionshauses Christoph Gärtner Münzen und Banknoten versteigert, wie üblich gibt es eine grosse Auswahl sowohl internationaler als auch deutscher Scheine mit vielen Höhepunkten. Das Angebot umfasst über 700 Lose, so dass für jeden etwas dabei ist. Los geht es mit den ausländischen Banknoten und schon die vierte Position bringt das erste Highlight, Algerien P. 96s 1000 Francs 1945 in fast unzirkuliert mit 800 Euro Taxe, gefolgt von zwei weiteren seltenen algerischen Scheinen (Lose 1006 und 1007). Los 1006: Algeria: 100 Francs 24.5.1945, P. 115, XF Schätzpreis: 500 EUR Los 1007: Algeria: 500 Francs 8.2.1956, P. 116a, XF-AU Schätzpreis: 800 EUR Nach einer Reihe guter Scheine, wie Belgisch Kongo 1000 Francs 1958 Specimen (Los 1037) und seltenen Scheinen der Tschechoslowakei folgt eine umfangreiche Sammlung dänischer Banknoten, bei der es schwer fällt, eine Auswahl der grossen Seltenheiten vorzustellen, denn es gibt viele. Hervorzuheben sind beispielsweise die Nummern 1078 (4 Rigsdaler Specie 1798, P. A37, Taxe 14.000 Euro), 1087 (10 Rigsdaler 1860, P. A63a, Taxe 12.500 Euro), 1090 (50 Kroner 1907, P. 8a, Taxe 20.000 Euro) und 1091 (100 Kroner 1907, P. 9a , NICHT entwertet, mit Startpreis 25.000 Euro). Fast alle Noten sind durch PMG gegradet. Los 1037: Belgian Congo: 1000 Francs 15.7.1958, SPECIMEN, P. 35 s, AU Schätzpreis: 250 EUR Los 1078: Denmark : Danish-Norwegian Specie Bank, 4 Rigsdaler Specie 1798, Koebnhavn, PMG 20, Splits, Paper Damage, P. A37 Schätzpreis: 14.000 EUR Los 1087: Denmark : 10 Rigsdaler 1860, PMG 20, P. A63a Schätzpreis: 12.500 EUR Los 1090: Denmark : 50 Kroner 1907, PMG 30, Stains, P. 8a Schätzpreis: 20.000 EUR Los 1091: Denmark : 100 Kroner 1905, PMG 30, P. 9a Schätzpreis: 25.000 EUR Ägypten ist dann beispielsweise vertreten mit einem 50 Piastres color Trial von 1914 mit einer Ansicht der Sphinx mit 500 Euro Ausruf. Nach einer schönen Serie ungarischer Noten und einer Sammlung von Banknoten Ex-Jugoslawiens (Mit Seltenheiten Mazedoniens und Sloweniens), folgt Norwegen, ebenfalls fast alles PMG gegradet, umfassend alleine drei verschiedene Thor Møhlen -Noten (Lose 1268, 1269, 1270) und viele Topraritäten des skandinavischen Landes, wie beispielsweise das Los 1286, 100 Kroner 1944, Pick 22b mit einem Ausruf von 4.000 Euro. Los 1268: Norway: 20 Rixdaler Croner 1695, PMG 45, Talon added from another note (not graded), P. A2 (M) Schätzpreis: 5.000 EUR Los 1269: Norway: 50 Rixdaler Croner 1695, PMG 55, Previously mounted, annotation, Talon added from another note (not graded), P. A4 (M) Schätzpreis: 6.000 EUR Los 1270: Norway: 100 Rixdaler Croner 1695, PMG 50, Paper Damage, Previously mounted, Talon added from another note (not graded), P. A5a (M) Schätzpreis: 6.500 EUR Los 1286: Norway: 100 Kroner 1944, PMG 35, P. 22b Schätzpreis: 4.000 EUR Es folgen Einzelscheine und Sammlungen aus Russland, bevor dann die deutschen Scheine an die Reihe kommen. Auch hier viele gefragte und seltene Ausgaben, so beispielsweise eine in mehrere Lose aufgeteilte Spezialsammlung DDR und als Highlight des Deutschland-Teils die Losnummer 1578, Deutsch Asiatische Bank Filiale Kiautschou, 1 Dollar 1907 mit einer Taxe von 7.500 Euro. Los 1578: Kolonien: Deutsch-Asiatische Bank, 1 Dollar 1.3.1907, stark gebrauchtes gelaufenes Exemplar, Mitte ca, 5 mm großes Loch, rechts und links Einrisse, Rs. diverse chinesische Notizen und Stempel. Sehr selten, Grab. DAB-2a. Schätzpreis: 7.500 EUR Das Notgeld am Ende des Banknotenteils umfasst eine in mehrere Lose aufgeteilte Spezialsammlung Baiersbronn mit vielen Billionen und unedierten Scheinen. Eine im Ganzen sehr gehaltvolle Auktion, die das Interesse der internationalen Sammlerschaft erreichen wird. Hier geht es direkt zum Banknotenteil der Online-Auktion 64: https://www.biddr.com/auctions/gaertner/browse?a=6716 Pressemitteilung Wir freuen uns einen Besichtigungstermin für Sie reservieren zu können. Wenn Sie uns vorab ein ausgefülltes Besichtigungsformular zusenden, können wir die Lose bereits für Sie vorbereiten. Besichtigungstermine außerhalb unserer Öffnungszeiten sind nach vorheriger Absprache möglich. Auktionshaus Christoph Gärtner Tel +49 - (0)7142 - 789400 Fax +49 - (0)7142 - 789410 https://www.auktionen-gaertner.de/de info@auktionen-gaertner.de
- Lexikon: Maschinenproben
Maschinenproben sind Drucke von Maschinen, die für den Wertpapierdruck vorgesehen sind. Man verwendet dabei oft Klischeezusammenstellungen, die den vorgesehenen Originalen sehr ähnlich sind. Beispiele: Das US Bureau of Engraving and Printing bestellte für den Druck von US-Banknoten Druckmaschinen in Würzburg, auf denen vor deren Versand Maschinenproben mit Klischees des Bureau of Engraving and Printing gedruckt wurden; in Dänemark wurden vor dem Druckbeginn später kursierender Noten Maschinenproben von Test-Platten hergestellt, die in Sammlerhänder kamen; in Deutschland stellte die Bundesdruckerei Maschinenproben zu Banknoten der sog. Gemäldeserie her, die ebenfalls in geringer Zahl auf den Sammlermarkt kamen. Einseitige Maschinenprobe der Bundesdruckerei zu 10 DM der Deutschen Bundesbank von 1960 (Gemäldeserie). Einseitige Probebanknote (Maschinenprobe) der Bundesdruckerei mit Nennwert 100 zur "Gemäldeserie" von 1960. Einseitige Maschinenprobe des VEB Deutsche Wertpapierdruckerei Leipzig ähnlich den Banknoten der Serie 1964 der Deutschen Notenbank. Auch die von Wertpapierdruckereien hergestellten banknotenähnlichen Fantasiedrucke (Werbenoten), die die Qualitätsarbeit und Sicherheitsmerkmale dokumentieren sollen, kann man als Maschinenproben bezeichnen. Im Unterschied zu echten Druckproben von später verausgabten Banknoten sind Maschinenproben also banknotenähnliche Drucke, um die Leistungsfähigkeit von Druckmaschinen und Druckereien zu belegen. Albert Pick / Hans-Ludwig Grabowski (Überarbeitung und Bebilderung) Abbildungen: Archiv für Geld- und Zeitgeschichte
- Geldscheinporträts: Idi Amin – Der „Schlächter von Afrika“
Reihe zu Porträts bedeutender Persönlichkeiten auf Geldscheinen. Geburtsname: Idi Awo-Ongo Angoo Zur Person: Militär, Präsident, Diktator Nationalität: Ugandisch Lebensdaten: um 1925 – 16. August 2003 Geburtsort: Koboko (Uganda) Sterbeort: Dschidda (Saudi-Arabien) Idi Amin auf Staatsbesuch in Israel, 11. Juli 1971, Dan Hadani Collection, Pritzker Family National Photography Collection, Nationalbibliothek Israel. Viele verbinden die postkolonialen Staaten Afrikas mit Gewalt und politischem Chaos. Auch die Geschichte Ugandas scheint zunächst nur als eine Episode in einer langen Folge von politischen Katastrophen. Als prägendste Figur gilt der „Schlächter von Afrika“ Idi Amin, dessen Grausamkeiten in westlichen Medien mit einer Mischung aus Entsetzen und Faszination beschrieben werden. Aber auch seine Biografie ist lehrreich, da sie eng mit der politischen Geschichte und den Verstrickungen des kolonialen und nachkolonialen Ugandas verbunden ist. Idi Amin wurde um 1925 nahe der Grenze zum Sudan und Kongo geboren. 1946 trat er in die „King’s African Rifles“, die britische Kolonialarmee, ein. Dort war er an Einsätzen gegen Rebellionen in Somalia und Kenia beteiligt. Amin stieg – wohl auch wegen seiner Grausamkeit und fehlenden Hemmungen – schnell auf und hatte bald den höchstmöglichen Rang für Afrikaner inne. 1962 wurde Uganda unabhängig. Idi Amin fand rasch seinen Platz in der ersten Regierung. Unter dem Premierminister Milton Obote wurde er Oberkommandant über die Streitkräfte des neuen Staates. Nach wirtschaftlichen Schwierigkeiten suchte Obote Unterstützung im sozialistischen Lager – sehr zum Missfallen der einstigen Kolonialmacht. Britische und israelische Militärberater begannen, Amin zu stärken. Obote wurde repressiver und versuchte, seine Macht zu sichern. 1970 degradierte er Amin, seinen ranghöchsten Militär. Doch die Lage war bereits außer Kontrolle geraten. Die Unzufriedenheit der Bevölkerung war zu groß und sein Konkurrent Amin zu mächtig. Im Januar 1971, angeblich mit Unterstützung von britischen Geheimdiensten, putschte Idi Amin sich an die Macht. Auch die C.I.A. soll Amin in den 1970er Jahren mit Bomben und Ausrüstung versorgt und sich an militärischen Operationen beteiligt haben. Der militärische Coup-d’Etat verlief weitestgehend friedlich – die Jahre danach umso blutiger. Idi Amin reagierte auf Widerstand und wirtschaftliche Spannungen mit einem hohen Maß brutaler Willkür. Er ließ zehntausende indischstämmige Ugander ausweisen, vermeintliche Gegner wurden gefoltert und ermordet. Das Militär besetzte er entlang ethnischer Linien, wobei er besonders Gruppen aus dem Nordwesten des Landes bevorzugte. Geregelte staatliche Herrschaft gab es kaum mehr. Bis zu 500.000 Menschen starben unter Amins Herrschaft eines gewaltsamen Todes. Idi Amin erlangte als „Schlächter von Afrika“ traurige Bekanntheit – besonders Erzählungen über dessen grausame Folter- und Mordmethoden. Noch heute können Amins Folterkammern besichtigt werden. Bank of Uganda: 50 Shillings ohne Datum (1973), Vorderseite mit Porträt des Diktators Idi Amin in Uniform. Das Porträt von Amin wurde mit der Serie 1979 durch das Bankgebäude ersetzt. Bank of Uganda: 50 Shillings ohne Datum (1973), Rückseite mit Nalubaale-Staudamm und Wasserkraftwerk an den Owen-Fällen. Uganda fiel fast vollständig in die Subsistenzwirtschaft zurück, Korruption und Erpressung wurden zur Regel. Nach und nach verlor Amin auch außenpolitisch den Rückhalt. Er wandte sich von Israel, das ihn anfangs unterstützt hatte, ab und suchte stattdessen die Nähe zu Muammar al-Gaddafi und der arabischen Welt. Die USA schlossen ihre Botschaft 1973. Nachdem 1976 eine Air-France-Maschine von der Volksfront zur Befreiung Palästinas und einem Kommando der deutschen Revolutionären Zellen nach Entebbe in Uganda entführt wurde und die Befreiung israelischer Geiseln durch israelische Spezialtruppen („Operation Entebbe“) durch die Armee Idi Amins behindert wurde, schloss auch Großbritannien seine Botschaft. Das Regime war bereits dem Zerfall nahe, als Idi Amin 1978 den Befehl zur Invasion Tansanias gab. Den darauffolgenden Gegenoffensiven der tansanischen Truppen hielt Amins Armee nicht lange stand. Im April 1979 war die Hauptstadt Kampala eingenommen. Idi Amins Herrschaft war beendet. Er floh nach Libyen und in den Irak, bis er auf Einladung des saudischen Königshauses luxeriös in Dschidda lebte, wo er am 16. August 2003 starb. Er hinterließ mehrere Dutzend Kinder von vielen verschiedenen Frauen. Einer strafrechtlichen Verfolgung war er nie ausgesetzt. Elias Heindl Literatur/Quellen: Sathyamurthy, T. V. (1986): The Political Development of Uganda 1900–1985. Vermont: Gower Publishing Schlichte, Klaus (2011): Die zwei Leben des Idi Amin. In: Thomas Großbölting, Rüdiger Schmidt (Hrsg.): Der Tod des Diktators. Ereignis und Erinnerung im 20. Jahrhundert. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, S. 239–251 Paper Cites C.I.A. Aid To Amin's Army in 70's ; New York Times, 17. Dezember 1986, aufgerufen über: www.nytimes.com/1986/12/17/world/paper-cites-cia-aid-to-amin-s-army-in-70-s.html (zul. am 12.08.2025)
- Aus privaten Sammlungen: 5000 Tenge von Kasachstan aus dem Jahr 1998
Die Republik Kasachstan ist ein Binnenstaat, der größtenteils in Zentralasien liegt, wobei ein kleiner Teil in Osteuropa liegt. Kasachstan ist flächenmäßig das neuntgrößte Land der Welt. Es grenzt im Norden und Westen an Russland, im Osten an China, im Südosten an Kirgisistan, im Süden an Usbekistan und im Südwesten an Turkmenistan und hat eine Küste am Kaspischen Meer. Die Hauptstadt ist Astana, während die größte Stadt und das führende Kultur- und Handelszentrum Almaty ist, das bis 1997 die Hauptstadt war. Kasachstan ist seit der Altsteinzeit besiedelt. Das kasachische Territorium war ein wichtiger Bestandteil der eurasischen Handelsroute durch die Steppe, dem Vorläufer der Seidenstraßen. Archäologen glauben, dass Menschen das Pferd erstmals in den weiten Steppen dieser Region domestiziert haben. Die Hauptwanderung der Turkvölker fand zwischen dem 5. und 11. Jahrhundert statt, als sie sich über den größten Teil Zentralasiens ausbreiteten. Das Gebiet wurde von verschiedenen Völkern beherrscht, darunter auch von den Mongolen. Nach der Teilung des Mongolischen Reiches im Jahr 1259 wurde das Gebiet, das später zum heutigen Kasachstan wurde, von der Goldenen Horde, auch bekannt als Ulus von Jochi, beherrscht. Während der Zeit der Goldenen Horde entstand unter der herrschenden Elite eine türkisch-mongolische Tradition, in der die turkifizierten Nachkommen Dschingis Khans den Islam annahmen und weiterhin über das Land herrschten. Im 15. Jahrhundert entstand infolge der Auflösung der Goldenen Horde das Kasachische Khanat. Im frühen 16. Jahrhundert verwandelten die Kasachen das Khanat in ein Nomadenreich, das sich über die Steppen östlich des Kaspischen Meeres und nördlich des Aralsees bis zum Oberlauf des Irtysch und den westlichen Ausläufern des Altai-Gebirges erstreckte. Im Jahr 1822 wurde die Institution des Khanats unter den kasachischen Horden abgeschafft, was 1824–1827 zum Aufstand von Sultan Qasym führte. Der letzte Versuch, das Khanat wiederherzustellen, wurde von Sultan Kenesary Qasymov angeführt, der sich 1837 zum Khan erklärte und bis zu seinem Tod 1847 einen bewaffneten Kampf gegen die russischen Behörden führte. Im 19. Jahrhundert begann das Russische Reich, seinen Einfluss auf Zentralasien auszuweiten. Nach dem Zusammenbruch der Zentralregierung in Petrograd im November 1917 erlebten die Kasachen eine kurze Phase der Autonomie (die Alash-Autonomie), bevor sie schließlich der Herrschaft der Bolschewiki unterworfen wurden. Am 26. August 1920 wurde die Kirgisische Autonome Sozialistische Sowjetrepublik innerhalb der Russischen Sozialistischen Föderativen Sowjetrepublik (RSFSR) gegründet. Die Kirgisische ASSR umfasste das Gebiet des heutigen Kasachstan und wurde im Juni 1925 in Kasachische ASSR umbenannt. Kasachstan erklärte am 25. Oktober 1990 seine Souveränität innerhalb der Sowjetunion. Nach dem gescheiterten Putschversuch vom August 1991 in Moskau erklärte das Land am 16. Dezember 1991 seine vollständige Unabhängigkeit und war damit die letzte Sowjetrepublik, die diesen Schritt vollzog. Kasachstan verwendete noch den russischen Rubel als Währung, als Russland im Juli 1993 mit nur dreitägiger Vorankündigung eine neue Landeswährung einführte. Dies führte dazu, dass alte sowjetische Banknoten nach Kasachstan strömten, was zu Preissteigerungen und Produktknappheit führte, da die Menschen mit den schnell an Wert verlierenden Banknoten alles kauften, was sie konnten. Um die Kontrolle über seine Wirtschaft zurückzugewinnen, gab Kasachstan am 15. November 1993 eine eigene Währung mit einem Kurs von 500 Rubel zu einem Tenge heraus. Die erste Serie umfasste Banknoten zu 1, 2, 5, 10, 20 und 50 тиын (tiyn) sowie 1, 3, 5, 10, 20, 50 und 100 теңге (tenge). Die neue Banknotendruckerei der Nationalbank von Kasachstan wurde im Juni 1995 in Almaty eröffnet und übernahm anschließend die Produktion der Banknoten des Landes von Harrison & Sons. Von 1993 bis 2003 wurde die al-Farabi-Serie in den Stückelungen 200 (1993), 500 (1994), 1000 (1994), 2000 (1996) und 5000 (1998) eingeführt. Die in diesem Beitrag vorgestellte 5000-Tenge-Banknote aus dem Jahr 1998 ist inzwischen für Sammler die seltenste und teuerste aller kasachischen Banknoten. Objekttyp: Banknote Sammlung: Karl Köhler Authentizität: Original Land/Region/Ort: Kasachstan Emittent: ҚАЗАҚСТАН ҰΛТТЫҚ БАНКІ (Nationalbank von Kasachstan) Nominal: 5000 Tenge Datierung: 1998 Vorderseite: Kasachischer Text. Der muslimische Gelehrte Abu Nasr Muhammad al-Farabi mit Turban in der Mitte, oben links das Staatswappen. Der Nennwert in Worten, darunter 5000, darunter Tenge, darunter zwei stilisierte Schneeleoparden rechts. Ein breiter gefensterter Sicherheitsfaden rechts mit dem entmetallisierten Schriftzug „Қазақстан“. Zahlreiche geometrische Muster und die Wertzahl „5000“ wiederholen sich diagonal im Hintergrund. Ein Registrierungsmerkmal unten in der Mitte links. Rückseite: Kasachischer Text. Das Mausoleum von Hodscha Ahmen Yassavi in Turkestan, einer Stadt in Südkasachstan. Zahlreiche geometrische Muster und die Zahl „5000“ wiederholen sich vertikal im Hintergrund. Unterschriften: Kadyrzhan Damiltov (ТӨРАҒА [Vorsitzender]) Material: Papier mit Wasserzeichen (von al-Farabi mit Elektrotypie eines stilisierten Schneeleoparden darunter) Druck: Banknotendruckerei der Nationalbank von Kasachstan (nicht auf der Banknote gedruckt) Format: 149 mm x 74 mm Nummerierung: AA1266284 Zitate: Kazakhstan 18 (Standard Catalog of World Paper Money, Modern Issues 1961-Present, 25th Edition). B118 ( The Banknote Book : Kazakhstan, Owen W. Linzmayer) Donald Ludwig Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus Ihrer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com .
- Superfest! Zur Vernichtung der Banknotenserie der Deutschen Notenbank von 1964
Nicht nur die Herstellung, sondern auch die Vernichtung von aus dem Verkehr gezogenen Banknoten stellte und stellt Notenbanken oft vor besondere Herausforderungen [1] . Die Deutsche Notenbank bzw. die Staatsbank der DDR stand ab Mitte der 1960er-Jahre ebenfalls vor entsprechenden Problemen, denn: Das Papier der Banknoten der Ausgabe von 1964 war zu hochwertig! Die Banknoten der Ausgaben 1948 und teilweise auch 1955 waren durch die Deutsche Notenbank verschiedenen Papier- und Kartonagefabriken zur Verkollerung übergeben worden. Dabei wurden die Scheine durch ein schweres Mahlwerk unter Hinzufügung von Wasser und chemischen Zusätzen zu einem Papierbrei zermahlen, der anschließend für die Herstellung von Papier und Pappen verwendet wurde. Ab dem 1. August 1964 gab die Deutsche Notenbank eine neue Serie von Banknoten in den Wertstufen zu 5, 10, 20, 50 und 100 MDN aus [2] , die im Stahlstich-Tiefdruck bei der Staatsdruckerei der UdSSR „Gosnak“ hergestellt worden war [3] . Mitte 1965 liefen die ersten stark gebrauchten Exemplare dieser Scheine an die Deutsche Notenbank zurück, die aus dem Umlauf genommen und zur Vernichtung bereitgestellt wurden. Auch bei diesen Scheinen versuchte man zunächst, sie an den Papierfabriken zur Vernichtung durch Verkollerung weiterzugeben. Die Scheine waren vorher durch die Deutsche Notenbank zerschnitzelt und teilweise lochentwertet worden [4] , wobei die Schnipsel recht groß waren und Teile der Banknote gut erkennen ließen. Das sollte sich noch als problematisch herausstellen. Schnipsel von zur Verkollerung bestimmten Banknoten der Deutschen Notenbank Ausgabe 1964 aus den Beständen der Papier- und Kartonagefabrik PAKA in Glashütte/Erzgebirge. Diese waren durch Anwohner am 3. Juni 1969 auf offener Strasse in Bärenhecke bei Glashütte gefunden worden. Was die Deutsche Notenbank nicht bedacht hatte, war, dass dem Papier der Scheine der Ausgabe 1964 bei der Herstellung Kunstharze zugegeben worden waren, die für eine besondere Haltbarkeit sorgen sollten. Das Papier war dadurch „nassstabil“ – es löste sich in Wasser nicht auf. Was die Haltbarkeit der Scheine und damit deren Umlaufdauer erhöhte, wurde für die Vernichtung plötzlich zu einem echten Problem: Die weiterhin bei diversen Betrieben der Altpapierverwertung angelieferten Schnipsel von Banknoten der Ausgabe 1964 konnten dort nicht mehr, wie noch die Vorgängerserien, problemlos verkollert werden. Die Papierindustrie lehnte daher ab 1968 einheitlich die weitere Annahme von Banknotenschnipseln zur Verwertung ab. Die Staatsbank tat deshalb ab Sommer 1969, was diverse Papierfabriken mit den ihr überlassenen Schnipseln - ohne Genehmigung der Staatsbank - auch schon getan hatte: Sie begann damit, diese in Säcken auf der Mülldeponie Schwanebeck bei Bernau abladen zu lassen. Dabei hatte sie allerdings den sozialistischen Schlendrian auch bei der Ablagerung von Müll nicht berücksichtigt. Denn entgegen ausdrücklichen Weisungen wurden die Säcke dabei mitnichten mit Schutt und Erde bedeckt. Wind und Wetter setzten den Säcken zu und bald fanden sich zudem ungebetene Besucher ein. Am 29. September 1969 bei der Kreisfiliale Bernau der Industrie und Handelsbank zum Umtausch vorgelegte Scheine zu 20 und 100 MDN, die aus Banknotenschnipseln zusammengeklebt worden waren, die die Staatsbank einige Monate zuvor auf der Mülldeponie Schwanebeck bei Bernau hatte abkippen lassen. Rückseiten. Am 29. September 1969 legte Dieter H. aus Zepernick bei der Kreisfiliale Bernau der Industrie und Handelsbank je eine Banknote zu 20 und 100 MDN der Ausgabe 1964 zum Umtausch vor. Die Bankmitarbeiter erkannten sofort, dass mit diesen beiden Scheinen etwas nicht stimmen konnte: Sie waren aus diversen gelochten Schnipseln zusammengeklebt. Auch wichen die Kontrollnummern auf beiden Notenhälften voneinander ab. Die Industrie- und Handelsbank zog die Noten gegen Empfangsbescheinigung ein und schickte sie an die Staatsbank der DDR in Berlin. Dort erkannte man schnell, worum es sich handelte – die Scheine waren aus den Schnipseln von zur Vernichtung bestimmten Banknoten zusammengesetzt worden. Wegen der Nähe von Zepernick zur Mülldeponie Schwanebeck war auch sofort klar, woher diese Schnipsel stammen mussten. Die Deutsche Notenbank leitete Ermittlungen ein, der Einreicher wurde durch die Volkspolizei in Bernau vorgeladen. Bei seinen Aussagen verwickelte er sich in Widersprüche: Während er zunächst angab, einer alten Dame beim Umtausch behilflich gewesen zu sein, und sodann mitteilte, dass er die Scheine zur Vermeidung von Missbrauch nur habe abgeben wollen, stellte sich schließlich heraus, dass Dieter H. Säcke mit Banknotenschnipsel auf der Müllkippe in Schwanebeck gefunden hatte, aus denen dann zwei Scheine zusammengeklebt wurden. Die Müllkippe suchte Dieter H. nach eigenen Angaben regelmäßig Samstags zum „Kramen“ auf. Nicht nachzuweisen war Dieter H., dass er die Scheine selbst zusammengeklebt hatte, von DNA-Spurenauswertung war man damals noch weit entfernt. Zur Einleitung eines Strafverfahrens gegen Dieter H. kam es nicht, obwohl jedenfalls eine Strafbarkeit wegen versuchten Betrugs nachgewiesen war. Über die Gründe schweigen sich die Akten der Staatsbank aus, sie dürften aber auf der Hand gelegen haben: Dieter H. war Sekretär bei der DDR-Gewerkschaft IG Bau und Holz. Ein Funktionär als Müllkippenkramer und Bankbetrüger – ein öffentliches Aufsehen in diesem Fall musste vermieden werden. Staatsbank und Volkspolizei kamen daher überein, den Fall durch einen Bescheid der Staatsbank zum Einlösungsantrag zu beenden, der am 23. Oktober 1969 erging. Die Einlösung der Scheine wurde abgelehnt, Dieter H. vor dem Hintergrund seiner Funktionärsstellung und als Bürger des sozialistischen Staates schärfstens verwarnt. Eine Kopie des Schreibens und die zusammengeklebten Noten wurden zu den Akten genommen. Empfangsbescheinigung der Kreisfiliale Bernau der Industrie und Handelsbank über die von Dieter H. zum Umtausch vorgelegten Banknoten. Zu einer Erstattung kam es nicht. Die weitere Verklappung von Banknotenschnipseln auf Mülldeponien kam damit jedenfalls nicht mehr in Betracht, zumal auch in Bärenhecke bei Glashütte auf offener Straße Banknotenschnipsel aufgetaucht waren, die aus einer ungesicherten Abfuhr von Säcken mit nicht verkollerbaren Schnipseln durch die Papier- und Kartonagenfabrik PAKA in Glashütte stammten. Einen ähnlichen Fund hatte die Volkspolizei bereits Ende April 1969 an der Autobahn bei Duben in Brandenburg gemacht, wo in einer Sandgrube ebenfalls Säcke mit Banknotenschnipseln gefunden wurden. Diese hatte der VEB Lübbener Papierfabrik dort ohne Genehmigung der Staatsbank abladen lassen. Banknotenschnipsel aus einer Sandgrube bei Duben, die von einer Streife der Volkspolizei am 28. April 1969 sichergestellt worden waren. Der VEB Lübbener Papierfabrik hatte dort ohne Genehmigung der Staatsbank Säcke mit nicht verkollerbaren Schnipseln abladen lassen. Interessant ist, dass diese ungelocht sind. In den Folgejahren führte die Staatsbank der DDR zusammen mit diversen staatlichen Produktionsbetrieben und sogar dem Forschungsbereich Chemie der Akademie der Wissenschaften der DDR Versuche durch, nicht mehr umlauffähige Banknoten einer Wiederverwertung zuzuführen – sei es als Altpapier, bei der Herstellung von Faserplatten oder als Zwischenlage bei der Herstellung von Wellpappe. Alle Versuche brachten unbefriedigende Ergebnisse oder erwiesen sich als zu aufwändig und unwirtschaftlich. Eine testweise Verbrennung von Notenschnipseln in den Kesseln eines Ostberliner Kraftwerkes scheiterte am Aufwand: Die Verbrennung von 350 kg Banknotenschnipseln dauerte 3 ½ Stunden, da die Schnipsel nur häppchenweise dem Verbrennungsprozess beigegeben werden konnten. Außerdem führte die Verbrennung zu einer starken Verschmutzung der Kessel. Ebenso erfolglos waren Überlegungen, die ausgesonderten Banknoten in ausgedienten Bergwerksstollen zu verkippen, wie das die Nationalbank der Tschechoslowakei tat. Die Banknoten der Ausgabe 1964 erwiesen sich selbst in stark gebrauchtem Zustand als zu robust. Ab 1975 fand die Staatsbank der DDR die Möglichkeit einer Verbrennung ausgesonderter Banknoten in der 1974 in Betrieb genommenen Müllverwertungsanlage in Berlin-Lichtenberg, der seinerzeit einzigen in der DDR. Auch hier waren jedoch die Kapazitäten zur Vernichtung begrenzt. Außerdem rückten jetzt nicht mehr umlauffähige Bestände aus der ab 1973 ausgegebenen Ausgabe von 1971/1975 [5] nach, die ebenfalls vernichtet werden mussten. Die Probleme bei der Vernichtung der Banknotenausgabe 1964 erklären, warum 1990 in den Tresoren der Staatsbank der DDR noch große Mengen dieser Scheine vorhanden, obwohl bereits zum 31. Dezember 1983 ungültig geworden waren. Diese Bestände wurden dann 1991 durch die Staatsbank in Berlin in einer Untertageanlage bei Halberstadt eingelagert [6] . Auch dort erwiesen sie sich aufgrund der Papierqualität als „superfest“ [7] . Die Scheine verrotteten nicht wie geplant und mussten 2002 nach Bekanntwerden von Diebstählen unter hohem Aufwand geborgen und einer Vernichtung durch Hochtemperaturverbrennung in der Müllverbrennungsanlage Buschhaus in Schöningen bei Helmstedt zugeführt werden. Hätte man seitens der Staatsbank in Berlin vor der Einlagerung in die alten Unterlagen zur Vernichtung von Banknoten aus den Jahren 1969 bis 1975 geschaut, hätte man vielleicht erahnen können, dass der Plan, die Scheine im Halberstädter Stollen verrotten zu lassen, aufgrund der Papierqualität der Banknoten zum Scheitern verurteilt sein musste. Dr. Sven Gerhard Anmerkungen Dazu Uwe Bronnert, Kurze Geschichte der Vernichtung von Banknoten, https://www.geldscheine-online.com/post/kurze-geschichte-der-vernichtung-von-banknoten Grabowski DDR-16 bis DDR 20 Interessante Details dazu bei Peter Leisering, Geldgeschichten aus der DDR, Regenstauf 2011, S. 107 ff. Vermutlich stammen lochentwerte Scheine aus den Kreisfilialen der Staatsbank, die eingezogene Scheine vor Versand an die Zentrale in Berlin zur Entwertung mehrfach lochten. Grabowski DDR-21 bis DDR-25 Dazu mit anschaulichen Bildern Hans-Ludwig Besler, Das Ende der DDR-Banknoten, https://www.geldscheine-online.com/post/das-ende-der-ddr-banknoten , ferner Uwe Bronnert, Das Milliardengrab – Eine Währung wird abgewickelt https://www.geldscheine-online.com/post/das-milliardengrab-eine-w%C3%A4hrung-wird-abgewickelt , sowie die KfW-Publikation „Der Schatz von Halberstadt“, online abrufbar unter https://www.kfw.de/stories/halberstadt.html „Superfest“ war in der DDR eine Marke für hochfeste Trinkgläser, die aufgrund eines besonderen Herstellungsverfahrens erheblich stabiler und bruchfester waren als Trinkgläser aus normalem Glas. Sie wurden zwischen 1980 und 1990 im damaligen VEB Sachsenglas Schwepnitz (Kombinat Lausitzer Glas) produziert.
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