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- Noch nie gehört: Kurfürstlich-sächsische Assignaten
Zweifellos war Friedrich August I. (Kurfürst von Sachsen 1694–1733, seit 1697 als August II. auch König von Polen) eine außergewöhnliche Persönlichkeit. Die Literatur über sein Leben und Wirken füllt gut und gern eine ganze Bibliothek, von den zahllosen fantastischen Legenden, die seit Jahrhunderten immer weiter erzählt werden, ganz zu schweigen. Man sollte meinen, dass über ihn und seine Zeit nun eigentlich nichts Neues mehr zu berichten wäre. Offensichtlich ist der Herrscher aber noch heute für Überraschungen gut. Urteilen Sie selbst! August der Starke, Gemälde seines Hofmalers Louis de Silvestre. Zu seiner Linken die polnischen Kronjuwelen und der sächsische Kurhut. August der Starke, trotz der reichen Erträge der Silbergruben im Erzgebirge wegen seiner aufwendigen, ja prunkvollen Lebensführung bekanntlich ständig in Geldnot und hoch verschuldet, war dabei erstaunlich vielseitig und oft erfolgreich bei der Suche nach neuen Geldquellen. So verstand er es, zahlreiche, teils jahrhundertealte Rechtsansprüche seiner Vorfahren zu Geld zu machen und war auch sonst in finanziellen Dingen keineswegs zimperlich. Dass es ihm gelang, während des Krieges gegen die Schweden zumindest einen Teil der dringend benötigten Gewehre, Bajonette und Pistolen bargeldlos mit „Assignaten“ zu finanzieren, ergibt sich erst in jüngster Zeit aus der Auswertung von Dokumenten des kurfürstlichen „Geheimen Rats“ aus der Zeit des Nordischen Krieges. Geldscheinsammlern ist der Begriff „Assignaten“ wohlvertraut. Bisher wurde er stets mit der Geldgeschichte Frankreichs zur Zeit der Französischen Revolution in Verbindung gebracht. Die so bezeichneten Geldscheine waren dort 1790 eingeführt und 1792 per Dekret der Nationalversammlung zum alleinigen Zahlungsmittel erklärt worden. Materiell wie alles Papiergeld völlig wertlos, stürzten diese Scheine das Land mangels Deckung während der Revolutionskriege innerhalb weniger Jahre in die Inflation und mussten schließlich 1796 mit enormen Verlusten für die Bürger wieder aus dem Verkehr gezogen werden. Trotz ihres für Geldscheine außergewöhnlich hohen Alters sind die Restbestände bekanntlich keineswegs selten und mitunter noch druckbogenweise im Angebot des Fachhandels zu finden. Weit weniger bekannt ist die Tatsache, dass auch das früheste russische Papiergeld, das bereits 1769, also Jahrzehnte vorher, unter Zarin Katherina II. von Russland in Umlauf gebracht worden war, ebenfalls unter dieser Bezeichnung kursierte. Obwohl auch diese unaufhaltsam der Inflation anheim fielen, werden sie nur selten im Fachhandel angeboten. Immerhin wurden sie 1843 zum Kurs von 29 (Silber-) Kopeken pro (Papier-) Rubel eingezogen und vernichtet. Selbst Fachleute muss es überraschen, dass kürzlich der Nachweis dafür gefunden werden konnte, dass noch weit früher, schon zu Beginn des 18. Jahrhunderts „Assignaten“ als Zahlungsmittel ausgegeben und offensichtlich auch akzeptiert wurden. Dies geschah – in Sachsen. Bei Forschungen zur Geschichte des Nordischen Krieges, speziell der Waffenlieferungen für die Königlich-polnische und Kurfürstlich-sächsische Armee, stieß der Dresdner Militärhistoriker Hans-Dieter Brucksch auf Archivunterlagen, die belegen, dass zwischen den Vertragspartnern im Jahr 1711 für diese Frühform bargeldloser Zahlung erstmals die Bezeichnung „Steuer Assignationes“ (also so viel wie „unterschriftlich garantierte Geldanweisungen“) verwendet wurde. Er konnte zunächst nachweisen, dass schon um 1700 im Kurfürstentum vertragliche Zahlungen zwischen dem Staat als Auftraggeber und Großlieferanten als Auftragnehmern wohl notgedrungen teils in bar, teils in Steuerscheinen vereinbart wurden. Wiederholt beklagten die Waffenhändler dabei allerdings herbe finanzielle Verluste bei deren Einlösung. Im Jahre 1703 gelang es bekanntlich dem Kurfürst-König, eine völlig neue Form der Verwaltungsfinanzierung gegen den Protest der Landstände durchzusetzen. Damit war er nicht mehr auf deren bis dahin erforderlichen Bewilligungen angewiesen. Mit der Einführung seiner „Generalconsumptionsaccise“, einer allgemeinen Verbrauchersteuer auf alle Waren des täglichen Bedarfs, wie sie auch heute üblich ist, konnte der Landesherr auf nunmehr zuverlässig berechenbare Einkünfte zählen. Am 31. August 1707 wurde sie neu geregelt und den aktuellen Erfordernissen angepasst. Es versteht sich, dass damit auch die bargeldlosen Zahlungen mittels Steuerscheinen („Assignaten“) besser abgesichert werden konnten. Der nachstehend abgebildete Textauszug der bisher früheste Nachweis dafür: Ausschnitt aus dem Liefervertrag vom 28. Februar 1711 über 12.000 Flinten und Bajonette zwischen Kriegsminister Graf Wackerbarth und dem „Miliz Factor“ Nicolaus Bachmann, Suhl (heute Freistaat Thüringen), vom 28. Februar 1711 (Hervorhebungen vom Verf.). Transkription: …… ….. ….. ….. ….. ….. ….. ……… (Z. Weiln Königl. Majest. allergnedigst concediret Lie .. feranto [1] bey Schließung des Contracts Zwey,, Tausend Thaler zum Verlag prænumerando vorzuschießen und deßen Lieferung jedes mahl aus der Kriegs Cassa gegen des Haupt Zeughaußes [2] Liefer Schein, daß alles Modell und Probmeßig, entweder baar, oder durch verfallene [2] richtige Steu,, er Assignationes richtig zu bezahlen, auch obige prænumerirte [3] Vorschuß Gelder nicht eher alß bey der letzten Lieferung und Adimplizirung [4] des Contracts abzurechnen, … …… …… …… …… …… …… Einen der so beschriebenen Assignaten hat allerdings noch niemand zu Gesicht bekommen. Wir wissen jetzt nur, dass sie mit Sicherheit einst existiert haben. Wie diese frühen Zahlungsmittel ausgesehen haben, lässt sich nur vermuten. Man darf annehmen, dass ohnehin überhaupt nur wenige Exemplare ausgestellt wurden. Mit Geldscheinen dürften sie wohl keinerlei Ähnlichkeit gehabt haben. Vielmehr liegt nahe, dass sie angesichts ihrer sehr begrenzten Anzahl und ihres hohen Nennwertes gar nicht gedruckt, sondern aufwendig als Einzelstücke auf den Gläubiger ausgestellt, handschriftlich auf Kanzleipapier – vielleicht sogar auf Pergament – angefertigt, dann zur Beglaubigung vom Kurfürst-König „höchstselbst“ unterzeichnet und abschließend gesiegelt wurden. Sie ähnelten wohl also ganz den amtlichen zeitgenössischen Urkunden. Praktisch musste der Großhändler („Miliz Factor“) dafür in Vorkasse gehen und die Suhler Waffenschmiede für ihre Arbeit zunächst aus eigener Tasche bezahlen. Ohne ein ansehnliches, sofort verfügbares Eigenkapital des Unternehmers hätte dieses Zahlungsverfahren natürlich nicht funktionieren können. Einlösbar waren solche Assignaten jeweils erst nach der nächsten Steuererhebung. Ob der Gläubiger dabei eine angemessene Verzinsung erwarten durfte, ist naheliegend, aber nicht belegt. Überlebt haben dürfte wohl kein einziger kursächsischer Assignat. Denkbar wäre das eigentlich nur im Zusammenhang mit einer eventuellen Rechtsstreitigkeit, bei der das Wertpapier ausnahmsweise nicht eingelöst, sondern eingezogen und archiviert wurde. Höchstwahrscheinlich wurden jedoch alle innerhalb weniger Monate wieder eingelöst und danach amtlich vernichtet. Liebhaber altdeutschen Papiergeldes werden sich mit dieser Erkenntnis leider abfinden müssen. Lienhard Buck Anmerkungen: [1] so viel wie …allergnädigst genehmigt, dem Lieferanten .. [2] wohl so viel wie „demnächst (der Einlösung) verfallene“ [3] im Voraus gezahlte [4] so viel wie Einbeziehung
- Die Entwürfe der ersten Euro-Banknoten, Teil 17
Bereits im November 1994 hatte der Rat des Europäischen Währungsinstituts (EWI) die Stückelung auf sieben Banknoten-Nominale von 5 bis 500 Euro festgelegt. Im Juni 1995 wurden dann zwei Themen für die Gestaltung der Euro-Banknoten vorgegeben, zum Einen "Zeitalter und Stile in Europa" und zum anderen ein abstraktes, modernes Design. Im Februar 1996 begann der Gestaltungswettbewerb, an dem 29 Grafiker und Grafikerteams teilnahmen, die von 14 nationalen Zentralbanken der EU nominiert wurden. Im September 1996 beurteilte eine Jury aus international renommierten unabhängigen Experten für Marketing, Grafik und Kunstgeschichte die eingereichten Entwürfe und wählte je fünf für beide Themenbereiche aus. Im Oktober 1996 erfolgte eine Umfrage unter insgesamt 2000 Personen aus allen EU-Ländern außer Dänemark und am 3. Dezember 1996 wählte der Rat des EWI schließlich den Vorschlag aus Österreich Nr. T 382 als Gewinner des Gestaltungswettbewerbs. Wie aber hätten die ersten Euro-Banknoten auch aussehen können? Wir setzen hiermit unsere Reihe zu den Entwürfen der ersten Euro-Banknoten fort. Thema Zeitalter und Stile in Europa, Vorschlag T 943 Jaap Drupsteen Geboren 1942 in Hasselt, Niederlande. Studierte Grafikdesign an der Akademie für Bildende Künste in Enschede. Von 1964 bos 1979 Grafikdesigner und Regisseur beim Fernsehen. 1980 bis 1985 Freiberuflicher Grafikdesigner und Kreativdirektor. Zwischen 1988 und 2000 entwarf er eine neue Banknotenserie für die Niederländische Zentralbank und 2002 auch Ausweispapiere. Alle Nominale zeigen Collagen zum Thema Zeitalter und Stile in Europa sowie verschiedene Strukturen und Stilelemente. Abgeschrägte Elemente und einfarbige Stellen sollten die damals neuesten Sicherheitsmerkmale enthalten. 5 Euro, Vorder- und Rückseite. 10 Euro, Vorder- und Rückseite. 20 Euro, Vorder- und Rückseite. 50 Euro, Vorder- und Rückseite. 100 Euro, Vorder- und Rückseite. 200 Euro, Vorder- und Rückseite. 500 Euro, Vorder- und Rückseite. Fortsetzung folgt … Hans-Ludwig Grabowski Abb. Europäische Zentralbank (EZB)
- Leserpost: Notgeldscheine von Waiblingen
Waiblingen, Stadtgemeinde, Oberamtsstadt, Keller: 5379, Karau: 399.2.4 ff. Sehr geehrter Herr Grabowski, ich erlaube mir, Ihnen in der Anlage 3 Scanns über 10, 20 und 500 Mrd. Mk (Überdruck auf 20 Mrd. Mk) zuzusenden. Alle 3 Scheine haben das Wz: 235 = Rosengitter. Bis auf den 10 Mrd-Schein haben die anderen beiden auch eine KN. Handelt es sich hier um Probe- oder Musterdrucke? Weder im Keller-Katalog, noch bei Karau sind diese Scheine erwähnt. Kennen Sie diese? Wie sind diese Scheine zu bewerten? Für eine kurze Rückäußerung wäre ich Ihnen dankbar. Mit freundlichen Grüßen H.-W. Donath Waiblingen, Stadt: Zusammenhängender Probedruck der Vorder- und Rückseite zu 10 Milliarden Mark vom 18. Oktober 1923. Waiblingen, Stadt: Zusammenhängender Probedruck der Vorder- und Rückseite zu 20 Milliarden Mark vom 18. Oktober 1923. Waiblingen, Stadt: Zusammenhängender Probedruck der Vorder- und Rückseite zu 500 Milliarden Mark vom 18. Oktober 1923 (Überdruck auf 20 Mrd. Mark). Antwort der Redaktion Es sollte sich jeweils um Andrucke der Vorder- und Rückseiten handeln, die von der Druckerei G. Stürner aus Waiblingen gefertigt und aufbewahrt wurden. Sog. Musterbücher, in denen Andrucke, Drucküroben und Musterscheine gesammelt wurden, sind von mehreren Druckereien bekannt und waren in der Zeit der Notgelddrucke üblich. Dass solche Stücke nicht in Katalogen erfasst sind, erklärt sich schon aus diesem Grund, denn sie waren nie für den Umlauf und die Auslieferung an die Ausgabestellen vorgesehen und fanden deshalb auch nur selten den Weg in Sammleralben. Eine Wertermittlung bliebe dem Markt vorbehalten, etwa wenn solche Stücke auf einer Auktion versteigert würden. Ich könnte mir vorstellen, dass diese Stücke bei Regionalsammlern auf großes Interesse stoßen. Hans-Ludwig Grabowski
- Aus privaten Sammlungen: 50 Kronen der Norges Bank von 1961
Objekttyp: Banknote Sammlung: Jürgen Schilde Historischer Kontext: Im Jahr 1930 wurde ein Wettbewerb für die Gestaltung einer neuen, 4. Banknotenserie der Norges Bank ausgeschrieben: Die Vorderseite sollte eine Persönlichkeit der jüngeren Geschichte Norwegens zeigen und die Rückseite einen Wirtschaftszweig. Zur Umsetzung der gesamten Banknotenserie kam es jedoch nicht mehr: Der Zweite Weltkrieg und die deutsche Besatzung durchkreuzten die Pläne. Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm die Norges Bank einen weiteren Anlauf für eine neue Banknotenserie – mittlerweile schienen die Entwürfe aus der Vorkriegszeit jedoch nicht mehr zeitgemäß. So wurde der Architekt Arnstein Arneberg als Künstler mit einer erneuten Gestaltung der Scheine beauftragt; dabei blieb man dem ursprünglichen Konzept der Bildkombination aus berühmter Persönlichkeit und Wirtschaft treu. Für die 10- und 100-Kronen-Noten wurden schließlich die Druckplatten verwendet, die bereits vor dem Krieg von Thomas De La Rue in London hergestellt worden waren; die restlichen Nominale zu 5, 50, 500 und 1000 Kronen wurden neu gestaltet und von Henry Walde, dem hauseigenen Grafiker der Druckerei der Norges Bank, angefertigt. Diese Banknotenserie wurde in den Jahren 1948 bis 1976 ausgegeben und war bis zum 13. Juli 1999 gültig; von den 50-Kronen-Scheinen kamen in diesem Zeitraum insgesamt 53.450.000 Exemplare in Umlauf. Die berühmte Persönlichkeit, auf der die Wahl für den Fünfziger fiel, ist der Dichter und Literaturnobelpreisträger Bjørnstjerne Martinius Bjørnson. Von ihm stammt unter anderem der Text zur norwegischen Nationalhymne. Land/Region/Ort: Königreich Norwegen, Oslo Emittent: Norges Bank Nominal: 50 Kroner Datierung: 1961 Umlauf: bis 13.7.1999 Vorderseite: Mittig bekröntes Staatswappen auf Kornähren flankiert von zwei Medaillons, links Porträt des Bjørnstjerne Bjørnson nach einem Gemälde von Erik Werenskiold, rechts Wasserzeichenfeld; Bankname, Wertangabe, Wertzahl und Ornamente. Unterschriften: Brofoss / Ottesen Rückseite: Getreide-Ernteszene (Landwirtschaft) nach einem Gemälde von Hugo Lous Mohr. Format: 144 mm x 127 mm Material: Papier Wasserzeichen: Porträt des Bjørnstjerne Bjørnson Graveur: Henry Welde Druck: Norges Bank Nummerierung: E.0775722 Authentizität: Original Zitate: NOR-32c (Standard Catalog of World Paper Money, Vol. III – Modern Issues) B661m (Owen W. Linzmayer, The Banknote Book – Norway) Kana Totsuka Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus Ihrer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com.
- Tunesien: Neue 5- und 50-Dinars-Noten
Am 28. April 2022 gab die Banque Centrale de Tunisie neue Noten in den Stückelungen zu 5 und 50 Dinars in Umlauf. Die 5-Dinars-Note, die 143 x 73 mm misst, ist grün und zeigt auf der Vorderseite den Agrarwissenschaftler Slaheddine el-Amami (1936–1986), der insbesondere zu den Bereichen Hydraulik und zum Wüstenklima forschte. Auf der Rückseite sind die unter dem römischen Kaiser Hadrian für die Wasserversorgung Karthagos errichteten Aquädukte von Zaghouan dargestellt. Die Banknote zu 50 Dinars misst 158 x 79 mm. Hier ist auf der Vorderseite das Porträt des Hédi Nouira (1911–1993) abgebildet, der eine führende Figur in der tunesischen Unabhängigkeitsbewegung zur Zeit des französischen Protektorats darstellte. Auch in der tunesischen Geldgeschichte spielte Nouira eine große Rolle: Im unabhängigen Tunesien wurde er mit dem Aufbau einer Zentralbank beauftragt, deren Gouverneur er seit ihrer Gründung im Jahr 1958 bis 1970 war. Von 1970 bis 1980 war er Premierminister. Die Rückseite zeigt das Gebäude der Zentralbank. Zu den Sicherheitsmerkmalen der beiden neuen Scheine zählen ein Wasserzeichen mit dem jeweiligen Vorderseiten-Porträt und der Wertzahl; fluoreszierende Elemente; eine Mikroschrift; ein RAPID®HD-Fenster-Sicherheitsfaden von Crane Currency mit Bewegungseffekt; ein irisierender Streifen und ein SPARK-Element – ein Kreis mit der Wertzahl, die sich von Grün zu Blau (5 Dinars) bzw. Mangenta zu Grün (50 Dinars) ändert. Bei beiden Nominalen zeigen die Hintergründe stilisierte Muster aus der arabisch-islamischen Kunst. Auf den Scheinen ist das Datum "2022-3-20" genannt; die ertastbaren Linien am Rand sollen Menschen mit Sehbehinderung die Identifizierung des Nominals erleichtern. Außerdem bietet eine Lackschicht den Noten Schutz vor Verschmutzung. Die Vorgängernoten dieser beiden Nominale bleiben vorerst gemeinsam mit den neuen Scheinen im Umlauf. Kana Totsuka Abb. Owen W. Linzmayer (www.banknotebook.com)
- Asher: Guide Book – Coins, Banknotes and Tokens of Israel 2022/23
Israel Asher: Guide Book – Coins, Banknotes and Tokens of Israel 2022/23 224 Seiten, durchgehend farbig bebildert, Format 16,5 cm x 23,7 cm, Broschur, Isranumis 2022, Preis: 25,00 Euro. Ohne ISBN. Im neuen zweisprachigen (Hebräisch und Englisch) Katalog und Preisführer über die israelischen Münzen und Geldscheine werden die des Staates Israel und des britischen Mandatsgebiets Palästina sowie primäre Handelsmarken von der vorangegangenen Zeit der osmanischen Herrschaft bis heute umfangreich inkl. Varianten beschrieben, farbig abgebildet und in US-Dollars bewertet. Da im Hebräischen wie auch im Arabischen Bücher von von hinten nach vorn gelesen werden, beginnt der Katalog vom hebräischen Titel aus mit den Münzen unter britischem Mandat 1927 bis 1948, gefolgt von denen des Staates Israel ab 1948 in den verschiedenen Währungen. Aufgeführt werden anschließend auch Muster- und Fehlprägungen. Den Abschluss des Münzkatalogs bildet eine Tabelle zu allen Gedenkmünzen des Staates Israel von 1958 bis 2001. Der Münzteil umfasst insgesamt knapp über Hundert Seiten und ihm schließt sich der Katalogteil zum Papiergeld an. Dieser beginnt mit den seltenen Schecks der Anglo-Palestine Company aus dem Jahr 1914, gefolgt von den äußerst seltenen und sehr gesuchten Ausgaben des britischen Mandatsgebiets Palästina ab 1927 inkl. Fälschungen und ebenfalls seltenen Notausgaben. Die letzten Ausgaben unter britischem Mandat waren die der Anglo-Palestine Bank aus dem Jahr 1948. Danach folgt das Papiergeld Israels inkl. Musterscheine und Katalogisierung von Bogenteilen. Der Papiergeldteil kommt auf fast 100 Buchseiten. Den Abschluss oder auch Anfang – je nachdem von welchem Titel man aus den Katalog öffnet – bilden sog. Tokens (Ersatzgeld von Handelsfirmen), die über einen Zeitraum von rund 100 Jahren von der osmanischen Herrschaft über Palästina bis in die 1990er Jahre genutzt wurden. Als Konkordanzen zur eigenen Katalogisierung werden die Katalognummern nach den bekannten Krause-Katalogen „World Coins“ und „World Paper Money“ sowie zu Sylvia Haffner (Judaic Tokens) und Owen W. Linzmayer (The Banknote Book) aufgeführt. Wer sich für die Zeugnisse der israelischen Geldgeschichte interessiert, der kommt an dem sehr empfehlenswerten neuen Katalogwerk von Israel Asher nicht vorbei. Kontakt bitte direkt über: www.isranumis. com, E-mail: isranumis@yahoo.com. Hans-Ludwig Grabowski
- Leserpost: Unbekannte Notgeld-Varianten
falls noch nicht bekannt bzw. katalogisiert, anbei ein 50-Pfennig-Schein aus Bamberg von 1918 ohne Wasserzeichen und ohne KN. Stattdessen ist noch ganz schwach handschriftlich "Ungültig". Anschließend noch zwei weitere Scheine, die wohl so noch nicht bekannt sind: 5 Mark und 20 Mark 1918 ohne KN, anstelle dafür aber wieder "Ungültig". Herzliche Grüße aus Berlin Th. Neldner Bamberg, Stadt: Gutschein zu 50 Pfennig von 1918 ohne KN, Vorder- und Rückseite. Bamberg, Stadt: Gutschein zu 5 Mark von 1918 ohne KN, Vorder- und Rückseite. Bamberg, Stadt: Gutschein zu 20 Mark von 1918 ohne KN, Vorder- und Rückseite. Antwort der Redaktion: An den Kleberesten sieht man, dass es sich wahrscheinlich um Proben handelt, die in einem Musterbuch der Druckerei aufbewahrt waren, aus dem sie dann unsanft gelöst wurden. Solche Stücke haben oft keine Kontrollnummern und sind als "Ungültig", "Druckprobe" oder "Muster" bezeichnet. Ich bin mir nicht sicher, ob man das katalogisieren sollte, weil diese Stücke natürlich selten vorkommen und meist beschädigt sind. Sicher sind sie aber von Sammlern, ganz besonders von Regionalsammlern, gesucht. Hans-Ludwig Grabowski
- Teure tschechische Gedenknote
Hier im Geldschein-Blog ( https://www.geldscheine-online.com/post/die-neue-tschechische-100-kronen-gedenkbanknote-teuer-und-nicht-einfach-zu-bekommen) sowie in der letzten Ausgabe der Zeitschrift MÜNZEN & SAMMELN (Mai 2022) gab es einen Bericht von Donald Ludwig über die neue tschechische Gedenkbanknote zu 100 Kronen mit dem Porträt von Karel Engliš. Der Abgabepreis der Tschechischen Nationalbank wurde hier mit 2.000 Kronen (ca. 82,10 Euro) angegeben. Das ist nicht ganz aktuell. Tatsächlich hat die Bank die Scheine für 3.990 Kronen, also fast das Doppelte, verkauft. Diese Angabe war offiziell mehrfach zu lesen mit dem Vermerk „Ausverkauft!“. Ich selbst habe als Händler nur wenige Stücke bekommen und die sind trotz des hohen Preises schnell weg. Wolfgang J. Mehlhausen
- Die Entwürfe der ersten Euro-Banknoten, Teil 16
Bereits im November 1994 hatte der Rat des Europäischen Währungsinstituts (EWI) die Stückelung auf sieben Banknoten-Nominale von 5 bis 500 Euro festgelegt. Im Juni 1995 wurden dann zwei Themen für die Gestaltung der Euro-Banknoten vorgegeben, zum Einen "Zeitalter und Stile in Europa" und zum anderen ein abstraktes, modernes Design. Im Februar 1996 begann der Gestaltungswettbewerb, an dem 29 Grafiker und Grafikerteams teilnahmen, die von 14 nationalen Zentralbanken der EU nominiert wurden. Im September 1996 beurteilte eine Jury aus international renommierten unabhängigen Experten für Marketing, Grafik und Kunstgeschichte die eingereichten Entwürfe und wählte je fünf für beide Themenbereiche aus. Im Oktober 1996 erfolgte eine Umfrage unter insgesamt 2000 Personen aus allen EU-Ländern außer Dänemark und am 3. Dezember 1996 wählte der Rat des EWI schließlich den Vorschlag aus Österreich Nr. T 382 als Gewinner des Gestaltungswettbewerbs. Wie aber hätten die ersten Euro-Banknoten auch aussehen können? Wir setzen hiermit unsere Reihe zu den Entwürfen der ersten Euro-Banknoten fort. Thema Abstrakt/Modern, Vorschlag M 358 Terry Thorn 5 Euro, Entwurf der Vorder- und Rückseite. 10 Euro, Entwurf der Vorder- und Rückseite. 20 Euro, Entwurf der Vorder- und Rückseite. 50 Euro, Entwurf der Vorder- und Rückseite. 100 Euro, Entwurf der Vorder- und Rückseite. 200 Euro, Entwurf der Vorder- und Rückseite. 500 Euro, Entwurf der Vorder- und Rückseite. Fortsetzung folgt … Hans-Ludwig Grabowski Abb. Europäische Zentralbank (EZB)
- Lexikon: "Dixie"-Note
Louisiana war ab Ende des 17. Jahrhunderts als Kolonie von Frankreich beansprucht und dauerhaft besiedelt worden. Der Nama Louisiana wurde zu Ehren des französischen Königs Ludwig (Louis) XIV. gewählt. Eine sog. "Dixie"-Note ist eine von der Citizen's Bank of Louisiana in New Orleans nach 1860 ausgegebene 10-Dollars-Note. Auf der Rückseite dieser Note findet sich in der Mitte die Wertangabe in französischer Sprache "Dix" für "Zehn", was zu der Bezeichnung "Dixie" führte. Citizen's Bank of Louisiana, New Orleans: 10 Dollars von 186…, Vorder- und Rückseite. Abb. Historic New Orleans Collection, www.hnoc.org. Später nannte man Louisiana in den USA "The Land of the Dixies" oder einfach "Dixieland", bekannt durch das Lied von Dan Emmett. Die Bezeichnung "Dixieland" wurde aber auch für alle elf Südstaaten gebräuchlich, die sich 1861 zu den Konföderierten Staaten von Amerika zusammengeschlossen hatten und schließlich für eine Stilrichtung des Jazz, deren Wurzeln in New Orleans lagen. Albert Pick / Hans-Ludwig Grabowski (Überarbeitung und Bebilderung)
- Die Entwürfe der ersten Euro-Banknoten, Teil 15
Bereits im November 1994 hatte der Rat des Europäischen Währungsinstituts (EWI) die Stückelung auf sieben Banknoten-Nominale von 5 bis 500 Euro festgelegt. Im Juni 1995 wurden dann zwei Themen für die Gestaltung der Euro-Banknoten vorgegeben, zum Einen "Zeitalter und Stile in Europa" und zum anderen ein abstraktes, modernes Design. Im Februar 1996 begann der Gestaltungswettbewerb, an dem 29 Grafiker und Grafikerteams teilnahmen, die von 14 nationalen Zentralbanken der EU nominiert wurden. Im September 1996 beurteilte eine Jury aus international renommierten unabhängigen Experten für Marketing, Grafik und Kunstgeschichte die eingereichten Entwürfe und wählte je fünf für beide Themenbereiche aus. Im Oktober 1996 erfolgte eine Umfrage unter insgesamt 2000 Personen aus allen EU-Ländern außer Dänemark und am 3. Dezember 1996 wählte der Rat des EWI schließlich den Vorschlag aus Österreich Nr. T 382 als Gewinner des Gestaltungswettbewerbs. Wie aber hätten die ersten Euro-Banknoten auch aussehen können? Wir setzen hiermit unsere Reihe zu den Entwürfen der ersten Euro-Banknoten fort. Thema Zeitalter und Stile in Europa, Vorschlag T 798 Colin Braun 5 Euro, Vorderseite: Ephebus von Marathon, mit klassischer Fackel, Rückseite: Tempel der Artemis in Ephesos und klassisches Ornament. 10 Euro, Vorderseite: Porträt des Kopfes der Statue von Benedetto Antelami, Kathedrale von Parma und romanisches Ornament. Rückseite: Säulen im Inneren der Abtei Königslutter in Deutschland. 20 Euro, Vorderseite: Porträt der Statue des Heiligen Florian (Detail aus dem Kefermarkter Altar, 1490–96), mit gotischer Turmspitze. Rückseite: Innenraum der Kathedrale von Wells in England und gotische Initiale. 50 Euro, Vorderseite: Porträt eines Schneiders von Giovanni Battista Moroni, um 1750 und italienischer Renaissance-Türklopfer. Rückseite: Tempietto von San Pietro von Donato Bramante in Rom, 1502 und Renaissance-Kuppel. 100 Euro, Vorderseite: Porträt einer unbekannten Dame von Jan de Bray, 1663, mit Barock/Rokoko-Perle und Putto. Rückseite: Fassade der Dreifaltigkeitskirche, München, frühes 18. Jahrhundert und Barock/Rokoko-Ornament. 200 Euro, Vorderseite: Porträt von Monsieur de Pachtere von Edouard Agneessens, 1874, und architektonische Elemente. Rückseite: verziertes Treppenhaus in Wien von Otto Wagner und die Clifton Suspension Brücke über die Avon-Schlucht, entworfen von Isambard Kingdom Brunel. 500 Euro, Vorderseite: Porträt der Schauspielerin Tony van Eyck nach einer Fotografie von August Sander sowie architektonisches Element. Rückseite: Lawn Tennis Club, Dublin, entworfen von Stephenson und Gibney, mit einer Umrandung im Stil des 20. Jahrhunderts. Fortsetzung folgt … Hans-Ludwig Grabowski Abb. Europäische Zentralbank (EZB)
- Aus privaten Sammlungen: 1000 Francs der Banque de France vom 28.11.1940
Objekttyp: Banknote Sammlung: Jürgen Schilde Historischer Kontext: Die letzte monarchistische Phase Frankreichs endete, als Kaiser Napoleon III. am 2. September 1870 im Deutsch-Französischen Krieg in Gefangenschaft geraten war und bereits zwei Tage später in Paris die provisorische Regierung eine Republik ausrief. Diese Dritte Republik schlitterte nach anfänglichen Schwierigkeiten in den Ersten Weltkrieg, aus dem sie trotz hoher Verluste als eine der Siegermächte hervorging und mit den harten Friedensbedingungen für die Mittelmächte einen Nährboden für weitere Spannungen und Konflikte bot. Nach dem deutschen Überfall auf Polen erklärte Frankreich am 3. September 1939 dem Deutschen Reich den Krieg. Mit dem Waffenstillstand von Compiègne am 22. Juni 1940 vollzog sich die Teilung Frankreichs in einen von Deutschland besetzten Teil im Norden und im Westen sowie einen formal unbesetzten Teil im Südosten Frankreichs, in dem sich das Vichy-Regime in enger Zusammenarbeit mit dem Deutschen Reich etablierte; als 1942 deutsche und italienische Truppen als Reaktion auf die Landung der Alliierten in Nordafrika auch die französische Südzone besetzten, endete die scheinbare Souveränität des État français. Nach der Befreiung Frankreichs durch die Alliierten verkündete General Charles de Gaulle am 25. August 1945 die Wiederherstellung der Republik. Land/Region/Ort: Frankreich, État français Emittent: Banque de France Nominal: 1000 Francs Datierung: 28. November 1940 Umlauf: bis 4. Juni 1945 Vorderseite: Links Kopf der Personifikation für Landwirtschaft vor dem Hintergrund von Kornähren und Blumen, rechts Kopf der Personifikation für Weinbau vor Weinreben, darunter Gallischer Hahn. Rückseite: Links Schmied vor Fabrik als Symbol für Industrie, rechts Merkur vor Schiffen als Symbol für Handel. Format: 195 mm x 118 mm Material: Papier Wasserzeichen: weiblicher Kopf Druck: Banque de France Entwurf: Henry-Lucien Cheffer Gravur: Camille Beltrand (Vs.) und Emile Deloche (Rs.) Nummerierung: L.638, 097; KN 015935097 Authentizität: Original Zitat: FRA-96a (Standard Catalog of World Paper Money, Vol. I – General Issues) Kana Totsuka Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus Ihrer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com.












