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- Lexikon: Central Reserve Bank of China
Die Central Reserve Bank of China wurde von der unter japanischer Besatzung eingesetzten Regierung für das besetzte chinesische Gebiet unter Wang Ching-Wei 1940 als amtliche Notenbank mit Sitz in Nanking gegründet. Sie zählt damit zu den sog. "Puppet-Banks" der chinesischen Marionettenregierung. CHN-J10e: Central Reserve Bank of China, 5 Yuan von 1940, Vorder- und Rückseite. CHN-J25b: Central Reserve Bank of China, 500 Yuan von 1943 (1944), Vorder- und Rückseite. Die bis Kriegsende in großen Mengen ausgegebenen Noten erreichten 1945 Inflationswerte (höchstes Nominal 100.000 Yuan). Albert Pick/Hans-Ludwig Grabowski Abb. Sammlung Grabowski
- Äthiopien: Banknotenserie wurde aktualisiert
Am 14. September 2020 brachte die Nationalbank Äthiopiens neue 10-, 50-, 100- und 200-Birr-Noten in Umlauf. Während der Zweihunderter als neues Nominal eingeführt wurde, stellen die ersten drei Stückelungen eine erneuerte Version der aktuellen Scheine dar, wobei die Änderungen in erster Linie die Sicherheitsmerkmale betreffen. Die Vorgängernoten bleiben zunächst parallel zu den neuen Scheinen im Umlauf, sollen jedoch in drei Monaten aus dem Verkehr gezogen werden. Die 5-Birr-Scheine der alten Banknotenserie werden hingegen demnächst durch Münzen ersetzt. Des Weiteren wurde die Einführung eines Währungssymbols für den Äthiopischen Birr angekündigt. Kana Totsuka Abb. Owen W. Linzmayer (www.banknotebook.com) #Nachrichten #Weltbanknoten #Afrika #Äthiopien #Birr #Totsuka
- Varianten: April 2021 (Teil 2)
Kolumbien 50.000 Pesos Wie COL-462 (Linzmayer B997d), aber mit dem Datum "23 DE JULIO DE 2019". 100.000 Pesos Wie COL-463 (Linzmayer B998a), aber mit dem Datum "19 DE AGOSTO DE 2015". Nigeria 20 Naira Wie NGA-34 (Linzmayer B232v), aber mit Jahresangabe "2021" und Präfix "HP". Rumänien 100 Lei Wie ROU-121 (Linzmayer B290c), aber mit Datum "1 ianuarie 2018 / (20)21". Westafrikanische Staaten – Elfenbeinküste 500 Francs Wie CIV-119A (Linzmayer B120Ah), aber mit Jahresangabe "(20)20 / 2012". 500 Francs Wie CIV-119A (Linzmayer B120Ai), aber mit Unterschriften "Sani Yaya/Tiémoko Meyliet Koné" und Jahresangabe "(20)21 / 2012". 1000 Francs Wie CIV-115A (Linzmayer B121At), aber mit Unterschriften "Sani Yaya/Tiémoko Meyliet Koné" und Jahresangabe "(20)21 / 2003". 2000 Francs Wie CIV-116A (Linzmayer B122At), aber mit Unterschriften "Sani Yaya/Tiémoko Meyliet Koné" und Jahresangabe "(20)21 / 2003". Westafrikanische Staaten – Niger 500 Francs Wie NER-619H (Linzmayer B120Hh), aber mit Jahresangabe "(20)20 / 2012" Kana Totsuka Abb. Owen W. Linzmayer (www.banknotebook.com)
- Varianten: August 2021 (Teil 2)
Barbados 50 Dollars Wie BRB-77 (Linzmayer B236b), aber mit Unterschrift "Cleviston Haynes" und Datum "1 JANUARY 2018". Guatemala 20 Quetzales Wie GTM-124 (Linzmayer B608c), aber mit Datum "31 DE ENERO DE 2018". Kanada 50 Dollars Wie CAN-109 (Linzmayer B374c), aber mit Unterschriften "Timothy Lane/Tiff Macklem". Mexiko 500 Pesos Wie Linzmayer B717e (fehlt im SCWPM), aber mit Datum "31 AGO. 2020". Thailand 20 Baht Wie THA-135b (Linzmayer B193c), aber mit Unterschriften "Predee Daochai/Veerathai Santiprabhob". 500 Baht Wie THA-138 (Linzmayer B196b), aber mit Unterschriften "Arkhom Termpittayapaisith/Sethaput Suthiwartnarueput". Kana Totsuka Abb. Owen W. Linzmayer (www.banknotebook.com)
- Werbenote der russischen Druckerei Goznak: Fabian Gottlieb von Bellingshausen
Lange Zeit war es üblich, dass Wertzeichen-Druckereien traditionell die Banknoten bestimmter Staaten oder Notenbanken herstellten. Wie es scheint, ist das heute nicht mehr so, denn immer häufiger stellt man als Sammler fest, dass z.B. Neuauflagen von einer anderen Druckerei gedruckt wurden. Um potentielle Kunden (Banknotenherausgeber) vom Design und der Qualität ihrer Druckerzeugnisse – insbesondere neuer Sicherheitsmerkmale – zu überzeugen, stellen Banknoten-Druckereien spezielle Werbescheine her. Im englisch- sprachigen Raum werden diese Promotional- oder Advertising-Noten genannt. Obwohl diese Scheine nur für einen kleinen, speziellen Kreis produziert werden, gelangen sie manchmal auch in Sammlerhände. Auch die die international tätige russische Staatsdruckerei „Goznak“ beteiligte sich an der Ausgabe von Advertising-Noten. 1818 wurde das Unternehmen durch Dekret des Zaren Alexander I. als zentrale Produktionsstätte zur Herstellung von Banknoten und Wertpapieren gegründet, in der alle Stufen der Banknotenproduktion, angefangen bei der Papierherstellung bis hin zur Gestaltung und zum Druck, vereint wurden. Seit 1919 trägt das Unternehmen den Namen Goznak und ist heute eine Aktiengesellschaft, die sich aus acht Niederlassungen zusammensetzt: der Moskauer Banknoten-Druckerei, der Permer Banknoten-Druckerei, der Moskauer Druckerei, der Sankt-Petersburger Papierfabrik, der Krasnokamsker Papierfabrik, der Moskauer Münze, der Sankt-Petersburger Münze und dem Forschungsinstitut in Moskau. Goznak verfügt über eine jährliche Produktionskapazität von bis zu 11.000 Tonnen Sicherheits-Banknotenpapier, 7 Milliarden Banknoten, 3,5 Milliarden Münzen, 40 Millionen Reisepässen, 30 bis 45 Millionen Postwertzeichen (je nach Größe und Drucktechnik) sowie von Sonder- und Verbrauchs-Steuerzeichen und anderen Produkten. Das jährliche Produktionsvolumen des Unternehmens beläuft sich auf 46 Milliarden Rubel.[1] 2020 widmete Goznak dem deutschbaltischen Offizier der Kaiserlich Russischen Marine, Fabian Gottlieb Benjamin von Bellingshausen (Russisch Фаддей Фаддеевич Беллинсгаузен, Faddei Faddejewitsch Bellinsgausen), eine 115 mm x 52 mm große Werbenote. Die Vorderseite zeigt rechts das Kopfbild des Seefahrers und in der Scheinmitte zwei Segelschiffe. Am linken Rand in lateinischer Schrift „F. Bellingshausen". Die Rückseite zeigt auf der linken Seite eine Karte der Antarktis mit der Reiseroute von Bellingshausen, auf der rechten Seite ein Segelschiff und einen Kompass. Auf der linken Seite am Rand der rote Aufdruck „RUSSIA GOZNAK“. Das angegebene Datum „16.01.1820“ bezieht sich auf die Sichtung des 6. Kontinents und wird nach dem gregorianischen Kalender angegeben. Im weißen Feld des Scheins wird ein Wasserzeichen sichtbar: zwei Pinguine und eine Möwe. Unter der UV-Lampe werden fluoreszierende Teile deutlich, so die obere Kontrollnummer und einzelne „eingestreute Fasern“. Bild 1: Werbenote der Druckerei Goznak, Vorderseite. Bild 12 Werbenote der Druckerei Goznak, Rückseite. Bild 3. Wasserzeichen der Werbenote. Fabian von Bellingshausen wurde am 9. September 1778 jul. (20. September 1778 greg.) in Estland auf Gut Lahhentagge auf der Insel Ösel als Sohn von Fabian Ernst von Bellingshausen und Anna Katharina von Folckern geboren. Mit 11 Jahren trat er 1789 in die Marine-Kadettenschule in Kronstadt (Sankt Petersburg) ein. Von 1803 bis 1806 nahm er auf dem Schiff Nadeschda an der ersten russischen Weltumseglung unter Admiral Adam Johann von Krusenstern teil. Nach seiner Rückkehr wurde er zum Kapitänleutnant befördert und war Kommandant verschiedener Schiffe der russisch Baltischen Flotte und der Schwarzmeerflotte. Im Zeitalter der Aufklärung rüsteten vor allem Frankreich und Großbritannien Forschungsexpeditionen aus, die zugleich Landnahmen waren. Noch immer geisterte durch Europas Köpfe die Sage vom Südkontinent, der „terra australis incognita“ – riesig und unermesslich reich. Aristoteles war überzeugt, dass die Symmetrie einer Sphäre dafür spräche, dass die Region im Norden der Erde durch ein ihr gleichendes Pendant im Süden ausgeglichen werden müsste.[2] 1772 erhielt James Cook vom englischen König Georg III. den Auftrag, dass sagenhafte Südland zu finden. Obwohl er als Erster den südlichen Polarkreis überquerte und sich bis auf 128 Kilometer der antarktischen Küste näherte, blieb auch er den Beweis für die Existenz der Antarktis schuldig. Zar Alexander I. war von der Idee des Südlandes fasziniert und initiierte 1819 die erste Expedition in die Südpolar-Region. Mit der Leitung des Unternehmens wurde von Bellingshausen beauftrag. Am 16. Juli verließ er mit der Korvette Wostok (935 t) und dem Versorgungsschiff Mirnij (530 t) unter dem Befehl des Kapitäns Michail Lasarew Kronstadt. Zunächst nahmen die Schiffe Kurs auf die brasilianische Küste und Anfang November erreichte man Rio de Janeiro, wo man reichlich Proviant bunkerte, dann ging es Richtung der kälteren Gefilde. Die ersten Eisberge wurden bei den Inseln Südgeorgiens passiert. Nachdem die Flotte seit Wochen durch die rauen Gewässer des südlichen Eismeers kreuzte, gelang es ihr am 27. Januar 1820 zum zweiten Mal in der Geschichte der Menschheit, den südlichen Polarkreis zu überqueren. Aber am 28. Januar war plötzlich Schluss. Vor ihnen wuchs eine gigantische Eiswand aus den Fluten. Dahinter erstreckte sich eine von Schnee bedeckte, baumlose Wüste. Durch das Fernrohr sichtete man einige Berghänge und vereinzelte große, kahle Felsen waren auszumachen. Wahrscheinlich handelte es sich dabei um Schelfeis, das mit der arktischen Landmasse verbunden war, die heute als König-Maud-Land bekannt ist. Was von Bellingshausen nicht wusste, er hatte Gesellschaft. Nur drei Tage später erspäht der britische Marineoffizier Edward Bransfield die Spitze der Antarktischen Halbinsel. Im August 1821 erreichte die russische Expedition nach einer Reise von 751 Tagen wieder Kronstadt. Von Bellingshausen wurde nach seiner Rückkehr Verbandschef der Baltischen Flotte sowie 1828 zum Vizeadmiral und 1843 zum Admiral befördert. Er starb am 13. Januar 1852 jul. (25. Januar 1852 greg.) in Kronstadt als „Entdecker der Antarktis“. Abb. 4: Estland, 2020, 2 Euro, Rückseite Estland nahm die Entdeckung der Antarktis vor 200 Jahren zum Anlass am 27. Januar 2020 eine 2-Euro-Münze in einer Auflage von 750.000 Exemplaren auszugeben. Entworfen wurde die Münze von Tiiu Pirsko und Mati Veermets. Uwe Bronnert Anmerkungen [1] Siehe https://goznak.ru/en/about/today/ (15.08.2021). [2] Dieses theoretische Land erhielt den vagen Namen Antarktos, also Ant-Arkos, Gegenstück des Arkos. Die Griechen nannten die Arktis „Arktos“ nach dem Sternbild des großen Bären.
- Australische Besatzungsausgaben für Deutsch-Neuguinea
Am 17. Mai 1885 wurden sämtliche Erwerbungen der zwischenzeitlich in „Neuguinea-Kompagnie“ umbenannten Kolonialgesellschaft unter deutschen Schutz gestellt. Hierzu zählten neben einem Teil Neuguineas (Kaiser Wilhelmsland) auch das Bismarck-Archipel mit Neu-Pommern und Neu-Mecklenburg. Ab 1. April 1899 gingen die der Kolonialgesellschaft übertragenen Hoheitsrechte auf das Deutsche Reich über. Mit den Marshall-Inseln, den Karolinen und Teilen der Salomonen konnten weitere Gebiete erworben werden. Mit Ausbruch des Ersten Weltkriegs besetzten australische Truppen im August/September 1914 Kaiser-Wilhelmsland, das Bismarck-Archipel, die Salomonen und Nauru, während die restlichen deutschen Südsee-Besitzungen fast kampflos an Japan fielen. Nach dem Krieg erhielt Australien vom Völkerbund das Mandat über die annektierten deutschen Kolonialgebiete in der Südsee. Vor Errichtung des deutschen Schutzgebiets wurde hauptsächlich Primitivgeld (Muscheln) als Tauschmittel genutzt. Zum 1. April 1887 führte die Kolonialgesellschaft die deutsche Reichswährung als Rechnungseinheit ein. Der Mangel an deutschen Münzen führte dazu, dass neben den deutschen Banknoten ab 1. August 1894 eigene Neuguinea-Münzen eingeführt wurden. Damit setzte sich endgültig die Mark als allgemein anerkanntes Zahlungsmittel in Deutsch-Neuguinea durch. Polizeitruppe von Deutsch-Neuguinea. Nach der Kapitulation der deutschen Freiwilligentruppe Ende September 1914 forderte deren Rest die noch ausstehende Löhnung, die für jeden Freiwilligen auf 20 Mark pro Tag festgesetzt worden war. Angehörige der deutschen Schutztruppe hatten die noch verbliebenen Bargeldbestände gegen Quittung an deutsche Firmen aufgeteilt und die Gouvernementskasse war somit leer. Also wandte man sich an die australischen Besatzer, die den ausstehenden Sold zahlen und ihn dann wieder vom Deutschen Reich einfordern wollten. Anfangs nutzten diese alle erdenklichen Papierarten, ja sogar Flaschenetikette, um primitive Notausgaben zu 20 Mark herzustellen, von denen es heute aber keine Belege mehr gibt. 1935 soll ein solcher Schein im Rathaus von Sydney gefunden worden sein. Nachdem die Australier das aufgeteilte Geld von den deutschen Firmen beschlagnahmt hatten, lösten sie die ersten Notausgaben gegen provisorisch gedruckte Schatzscheine (Treasury Notes) ein, die auf Mark-Beträge lauteten und von denen bisher nur wenige Stück bekannt wurden. DNG-1: 5 Mark vom 14.10.1914, Vorder- und Rückseite, mit diagonaler handschriftlicher Entwertung "Candelled" und Datum 1.1.15 sowie Hand-Unterschrift von Walter Fry. Das Datum wurde handschriftlich eingesetzt. Die linke Hand-Us. stammt von Ben Price (Entd.), die rechte von Captain Walter Fry (Schatzmeister des austral. Expeditionskorps). Alle Noten wurden auf weißem Papier mit Fabrik-Wz. "W. E. SMITH'S" hergestellt. Die Auflage hat 5000 Britische Pfund betragen, das entsprach 100.000 Mark. Es wurden Nominale zu 5, 10, 20, 50 und 100 Mark in Umlauf gesetzt. DNG-5: 100 Mark vom 5.11.1914, Vorderseite mit der Nr. "0001". Obwohl die auf Mark lautenden Schatzscheine der australischen Besatzung bereits zum 31.12.1914 wieder eingezogen wurden, blieb die Mark noch bis zum 30. Juni 1916 offizielle Landeswährung und wurde dann durch das Britische Pfund abgelöst. Deutsche Silbermünzen wurden trotzdem noch bis Ende Juli 1919 angenommen. Die eingezogenen Schatzscheine wurden bis auf wenige Ausnahmen verbrannt. Die wenigen noch erhalten gebliebenen Scheine dienten damals australischen Soldaten als Souvenir. DNG-N3: 20 Mark, Nachdruck von 1998, Vorder- und Rückseite. Die australischen Besatzungsscheine wurden 1998 in einer limitierten Auflage in Höhe von 3000 Stück nachgedruckt. Auf den Rückseiten der Nachdrucke findet sich ein entsprechender Auflage-Vermerk. Hans-Ludwig Grabowski
- Leserpost: Kurioser 10-DM-Schein!
Ich habe schon lange vergeblich nach Informationen gesucht, ob etwas über solche Scheine bekannt ist und ob sowas etwas Besonderes ist. Der Schein zeigt zwar Umlaufspuren, aber warum sollte man so einen unfertigen Schein in den Umlauf bringen. Oder hat damals jemand den fehlerhaften Schein einfach nur als Erinnerung eingesteckt? Ich finde so was schon Kurios. Und so komme ich zu meinem neuen Anliegen. In einem Konvolut Scheine entdeckte ich diesen 10-DM-Schein, der auch so kurios aussieht. Die Rückseite sieht ganz normal aus, aber die Vorderseite völlig anders. Irgendwie auch so unfertig. Der Kontrollnummer nach, müsste es sich um eine Ausgabe vom 1.5.1977 handeln. Anbei die Bilder des Scheins. Gibt es zu diesem Schein auch irgendwelche Informationen? Ich möchte mich bedanken, dass Sie sich für meine Anfragen Zeit nehmen. Gruß M. Kreß Antwort der Redaktion Hinter dem kuriosen Zehner steckt eine durchaus interessante Geschichte. In den 1970er Jahren hat ein Vertreter für Reinigungsmittel mit Vorliebe eines der von ihm angepriesenen Produkte dazu genutzt, um den verblüfften Kunden vorzuführen, wie man damit sogar die Druckfarbe einer deutschen Banknote entfernen konnte. Er nutzte dazu immer wieder 10-DM-Scheine. Seither sind etliche der von ihm „behandelten“ Scheine in Sammleralben gelandet. Es handelt sich also um keinen Fehldruck und auch keine Druckprobe oder unvollständigen Druck, sondern schlicht und ergreifend um eine Manipulation mittels Verwendung eines chemischen Reinigungsmittels. Hans-Ludwig Grabowski
- Fälscher & Falschgeld: Teil 40
„Blüten“ und andere Gewächse, Teil 1 In den Medien und im Publikum werden falsche Banknoten umgangssprachlich meist als „Blüten“ bezeichnet. Auch der Autor benutzt gelegentlich diesen Terminus, da er sich eben eingebürgert hat, obwohl er nicht korrekt ist. Dieser Ausdruck ist insofern nicht korrekt, als die Strafverfolgungsbehörden, die Deutsche Bundesbank und die Europäische Zentralbank ihn nicht für Falschgeld, sondern für Nachahmungen und Abdrucke zu Werbezwecken, Illustrationen und ähnliche Drucksachen verwenden. Hier gab es schon früher seitens der Deutschen Bundesbank und jetzt von Seiten der EZB genaue Vorgaben, was Größe und Abbildungsgenauigkeit ihrer Banknoten anbelangt, um die Gefahr der Verwechslung mit diesen auf jeden Fall auszuschließen. Entsprechen Reproduktionen zwar nicht den genannten Kriterien, können aber aus anderen Gründen nicht mit echten Euro-Banknoten verwechselt werden, bestätigen die EZB oder die jeweilige nationale Zentralbank auf Antrag die Rechtmäßigkeit der Reproduktionen. Die genannten Vorschriften gelten bereits vorausschauend auch für eingezogene Euro-Banknoten, die nicht mehr gesetzliches Zahlungsmittel sind. Im Übrigen sind diese Vorschriften auch für Banknoten eines fremden Währungsgebiets anzuwenden. Zudem ist bei der Herstellung von Reproduktionen, die die Bestimmungen erfüllen, anfallendes Zwischenmaterial, das seiner Art nach geeignet ist, zur Herstellung verwechslungsfähiger Noten verwendet zu werden (zum Beispiel Filme, Farbauszüge, Klischees, Negative, Dateien, Scans), nach Ende der Herstellung der Reproduktionen unverzüglich zu vernichten. Gegen Abbildungen kursgültiger Euro-Noten in starker Vergrößerung, z.B. als Leuchtreklame oder einseitig auf Pappe aufgezogen, hat die EZB keine Einwände (vgl. in diesem Zusammenhang die Ausführungen im Kapitel „So will es das Gesetz…“). Im Wahlkampf des Jahres 1953 erschienen diese Flugblätter mit dem Nachdruck der Vorderseite eines 10-DM-Scheins, die Rückseite zeigt Propaganda der KPD. Trotz des im Verhältnis zu echten Banknoten größeren Formats von 16,4 x 7,6 cm und des einfarbigen lilablassblauen Drucks tauchten diese „Blüten“ vielfach im Zahlungsverkehr auf. Noten in starker Vergrößerung, z.B. als Leuchtreklame oder einseitig auf Pappe aufgezogen, hat die EZB keine Einwände (vgl. in diesem Zusammenhang die Ausführungen im Kapitel „So will es das Gesetz…“). Die Deutsche Bundesbank hatte zu Beginn der 1980er Jahre mit dem Copyrightvermerk © DEUTSCHE BUNDESBANK ihr Urheber- und Verwertungsrecht an den von ihr emittierten DM-Banknoten verdeutlicht. Ein solcher Vermerk war und ist auch bei vielen anderen Notenbanken seit langem gebräuchlich. Dass alle Arten von Abbildungen und Kopien, insbesondere auch die Druckunterlagen zur Herstellung, nur nach den von ihr aufgestellten Regeln gefertigt und verwendet werden durften, dokumentiert nun in gleicher Weise auch die EZB. Deren Copyrightvermerk auf den Euro-Banknoten befindet sich auf der Vorderseite der Noten unmittelbar vor den verschieden sprachigen Abkürzungen des Notenbanknamens und schließt mit der Jahreszahl 2002 der ersten Ausgabe der Banknoten dieser ersten Euronoten-Serie ab. Diese Blüten sind Filmgeld, so genanntes Movie Prop Money amerikanischer Herkunft. Sie können eigentlich nur bei mangelnder Aufmerksamkeit für echt gehalten werden, dennoch ist eine missbräuchliche Verwendung nicht ganz ausgeschlossen. Besonders die Rückseite des Zwanzigers hat große Ähnlichkeit mit einer echten Dollarnote. Klischees zur Herstellung von Werbedrucken hatte 1975 ein Druckereiarbeiter aus Rehau an sich genommen. Sie zeigten rückseitig einen Werbetext, die Vorderseite bestand aus dem Bild des seinerzeitigen 100-DM-Scheines in Originalgröße, jedoch mit dem abgewandelten Text „30 DM“. Der Arbeiter fertigte nach Feierabend eine entsprechende Rückseite und gab eine dieser Fälschungen auf dem Trachtenfest in Waldkirchen (Landkreis Freyung-Grafenau) als Hunderter einer Bierzelt-Bedienung in Zahlung. Diese bemerkte erst am Abend bei der Abrechnung den Betrug und erstattete Anzeige, worauf im Zuge der Ermittlungen die Druckerei ausfindig gemacht, die Klischees und weitere 40 Falschnoten beschlagnahmt und der Arbeiter festgenommen wurde. Wenn solche Scheine als echt angenommen werden, dann vielleicht bei schlechter Beleuchtung oder erheblich mangelnder Aufmerksamkeit, wie dies Mitte der 1970er Jahre in Niedersachsen der Fall war, als 100-DM-Noten der Ausgabe 2.1.70 auftauchten, die neben dem Aufdruck „Muster“ auch noch fünf Millimeter schmaler und zehn Millimeter kürzer als echte Scheine waren. Dennoch gelang es Betrügern, einige Stücke davon loszuwerden. So leichtfertig sind viele Menschen bei der Annahme von Geld. „Faksimile-Fälschungen“ italienischer Provenienz der früheren 500-DM-Note und des 100.000-Lire-Scheins. Deren Herstellung war nach deutschem Recht bereits der Geldfälschung nach § 146 StGB zuzuordnen, nach damaliger italienischer Rechtslage infolge des schwarzen Überdrucks aber erlaubt. Die Nachdrucke wurden zu Betrügereien vielfältiger Art benutzt, die Herstellungsmittel zum Teil auch zur Geldfälschung. Verstärkt waren diese so genannten „Blüten“ in den 1950er und 1960er Jahren ein Thema. So hatte im Sommer 1951 das „Westdeutsche Komitee zur Vorbereitung der Weltfestspiele“ in einer Hamburger Druckerei 300.000 Reklamezettel herstellen lassen, die auf der einen Seite einen Werbetext, auf der anderen die Rückseite einer 20-DM-Note zeigte. 447 Stück dieser Blüten wurden alsbald im Zahlungsverkehr angehalten, 200.000 Stück der Reklameblätter konnten noch vor der Verteilung beschlagnahmt und vernichtet werden. Um die Weihnachtszeit 1952 tauchten in Oberbayern und im neu gegründeten Südweststaat Baden-Württemberg Werbeschriften einer Fabrik für landwirtschaftliche Maschinen aus dem schwäbischen Kirchheim/ Teck auf. Der Prospekt warb mit der Abbildung von Vorder- und Rückseite einer 10-DM-Note der Ausgabe 1949 in Originalgröße und –farbe für einen neuartigen, großen Rechen und versprach dem Besteller einen Rabatt von eben diesen 10 DM. Statt 97 sollte das neuartige Gerät, welches das Heumachen erleichtern sollte, nur 87 DM kosten, wenn unter Bezugnahme auf die Werbeschrift bestellt werden würde. Die Abbildung war ausgezeichnet gelungen, lediglich anstelle der Unterschriften „Vocke“ und „Könneker“ hatte man zwei unleserliche Namenszüge in die Klischees eingesetzt und war damit der Meinung, sich nach Recht und Gesetz zu verhalten. Es dauerte nicht sehr lange und auch diese Blüte tauchte im Zahlungsverkehr auf. Das dicke Papier des Prospektes war gespalten und die dann dünneren Hälften zusammengeklebt worden. Wenngleich der so fabrizierte Schein immer noch etwas dicker war als ein echter Schein, sich auch lappiger und weicher anfühlte als ein solcher und das charakteristische Druckbild des Stichtiefdrucks vermissen ließ, wurde er doch in vielen Fällen als echt akzeptiert. Aber die Einziehung der als Beilage zu einem landwirtschaftlichen Wochenblatt verteilten Prospekte gestaltete sich in diesem Falle nicht ganz einfach. Obwohl sich die Bank deutscher Länder in einem Gutachten dahingehend geäußert hatte, dass die Abbildungen sowohl bildmäßig als auch farblich echten Banknoten täuschend ähnlich und beide Notenbilder zusammengeklebt geeignet seien, zu Betrugszwecken verwendet zu werden, lehnte das um die Beschlagnahme der Druckunterlagen und der restlichen fertigen Prospekte ersuchte Amtsgericht München diese ab. Eine ganz typische Blüte ist auch dieser „120-Euro-Schein“, der Anfang 2011 in einer Werbeaussendung eines großen deutschen Telekommunikationsanbieters enthalten war. Die kuriose Verfälschung einer surinamesischen 100-Gulden-Note unbekannten Ursprungs. Je eine solche Note wurde im März 2006 bei einer Bank sowie im September dieses Jahres bei der Geldbearbeitung der Bundesbank in Bielefeld angehalten. Zum Vergleich: Der echte 100-Gulden-Schein von Surinam. Der Richter war der Meinung, dass das Papier so dick sei, dass niemand auf einen solchen „Geldschein“ hereinfallen würde. Dennoch wies das Bayerische Landeskriminalamt die Polizeidienststellen an, auftauchende Prospektscheine nicht nur als papiergeldähnliche Drucksache im Sinne des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten, sondern als Falschgeld im Sinne von § 146 StGB zu behandeln und die Bevölkerung durch die örtliche Presse vor der Annahme dieser Blüten zu warnen. Gleichzeitig wurde die Kriminalpolizei in Kirchheim/Teck ersucht, beim dortigen Amtsgericht die Beschlagnahmung der Prospekte und der Klischees zu beantragen. Aber auch dieses Gericht lehnte die Beschlagnahme ab, so dass sich die Polizei nunmehr mit der vorsorglichen polizeilichen Sicherstellung behalf und Anzeige wegen Übertretung der einschlägigen Vorschriften des OWiG erstattete. Damit wurden dann auch die Druckunterlagen und restlichen 60.000 Exemplare in München zunächst sichergestellt. Der Auftraggeber, eben jene Fabrik für landwirtschaftliche Geräte und Maschinen, wandte ein, er habe sich vor Erteilung des Druckauftrags bei der zuständigen Handelskammer erkundigt und von dort die Auskunft erhalten, dass gegen die Herstellung des Prospektes in der geplanten Form keine rechtlichen Bedenken bestünden. Aufgrund dieser unzutreffenden Einschätzung wurde das Verfahren mangels Bewusstseins der Rechtswidrigkeit am 1. April 1953 eingestellt und die Prospekte sogar freigegeben. Der Auftraggeber folgte jedoch der polizeilichen Anregung und vernichtete die Werbeblätter, die Druckklischees stellte er der Bank deutscher Länder zur Verfügung. Insgesamt waren 130 Stück dieser von der Bank deutscher Länder als „Blüte 28“ klassifizierten Nachahmung im Zahlungsverkehr aufgetaucht, die teilweise recht geschickt manipuliert worden waren. Neben dem schon erwähnten Spalten des Papiers zwecks Verminderung der Stärke tauchten beispielsweise Scheine auf, die aus der Vorderseite einer ebenfalls gespaltenen echten Note und einer falschen Rückseite oder umgekehrt hergestellt worden waren, so dass jeweils eine Seite echt war und sich damit das Entdeckungsrisiko bei der Verausgabung verringerte. Und schließlich erinnern wir uns an die durch eine Partei hergestellte Wahlpropaganda, die zur Bundestagswahl 1953 die hauptsächlich durch die Korea-Krise ausgelösten Preissteigerungen auf der Rückseite ihres Druckerzeugnisses kritisierte und die Regierung Adenauer deswegen scharf angriff. Die Vorderseite zeigte das Druckbild ebenfalls einer 10-DM-Note. Wenngleich das Format erheblich größer war als dasjenige des Originalscheines und der Druck in einem einfarbigen Lilablassblau erfolgt war, wurden auch diese Blüten sogleich in betrügerischer Absicht als Zahlungsmittel verwendet und zum Teil anstandslos akzeptiert. Speziell in den 1950er Jahren waren tausende solcher Reklame- und Propagandazettel in Umlauf. Jede Epoche hat ihre besonderen Merkmale und Stilrichtungen, besonders in der Werbung, und damals war es in der Werbebranche eben „in“, Banknoten abzubilden und als Werbeträger zu verwenden. Ein Umstand, der Polizei und Notenbank seinerzeit nicht wenig Kummer und Arbeit bescherte. Heutzutage sind Werbegrafiker, Druckereien und Reproanstalten zumindest in Deutschland etwas vorsichtiger geworden, wenn ein Kunde die Abbildung gültiger Zahlungsmittel auf Werbe- oder Prospektmaterial verlangt. Dennoch bestätigte auch die Deutsche Bundesbank, dass neben Handzeichnungen und kolorierten Schwarz/Weiß-Kopien selbst 30-, 75- oder 300-Euro-„Banknoten“ oft anstandslos akzeptiert werden. Fortsetzung folgt … Karlheinz Walz: Fälscher & Falschgeld, 280 Seiten, Hardcover, ISBN: 978-3-86646-084-3. Das Buch können Sie für nur 9,90 EUR in unserem Online-Shop kaufen!
- Lexikon: Central Bank of China
Die Central Bank of China wurde 1923 gegründet und war die bedeutendste chinesische Notenbank in der Zeit der Republik. Sie sollte ab 1928 die Notenausgabe für China zentralisieren, was ihr allerdings nur bedingt gelang. Sie gab Noten in verschiedenen Währungen aus: bis 1947: Standard-Dollar oder Yuan 1947 bis 1948 (auch mit Datum von 1930): Customs Gold Units 1945 bis 1949: Gold-Yuan, 1947: Silber-Yuan. CHN-195c: Central Bank of China, 1 Dollar von 1928, Vorder- und Rückseite. CHN-213a: Central Bank of China, 5 Yuan von 1936, Vorder- und Rückseite. CHN-245c: Central Bank of China, 10 Yuan von 1942, Vorder- und Rückseite. CHN-329: Central Bank of China, 50 Customs Gold Units 1930, Vorder- und Rückseite. CHN-387: Central Bank of China, 1 Yuan von 1945 (1948) , Vorder- und Rückseite. CHN-441: Central Bank of China, 1 Silver-Dollar von 1949, Vorder- und Rückseite. Als besondere Notenausgaben sind auch die nur für die Mandschurei gedruckten Scheine anzusehen, die von 1945 bis 1948 zirkulierten. Die Währungsreform und die Einführung der Gold-Yuan-Noten konnten die Inflation nicht bremsen (höchster Inflationswert: 5 Millionen Gold-Yuan). Die Silber-Dollar-Noten zirkulierten 1949 nur wenige Monate bis zum Abzug der Truppen Tschiang Kai-scheks nach Taiwan. Die Central Bank of China bliebe dann Notenbank für Taiwan (Republik China), das von der Volksrepublik China und den meisten anderen Ländern nicht als selbständiger Staat anerkannt ist. Albert Pick/Hans-Ludwig Grabowski Abb. Sammlung Grabowski
- PMG zertifiziert kanadische Banknoten-Rarität
München, (12. August 2021) - Paper Money Guaranty® (PMG®) hat eine unglaublich seltene kanadische Banknote zertifiziert, die kürzlich für mehr als 400.000 USD verkauft wurde. Nachdem der neue Besitzer die Banknote erworben hatte, reichte er sie umgehend bei PMG zur fachmännischen Echtheitsprüfung, Bewertung und Verkapselung ein. Die Banknote, eines von nur vier Exemplaren in Privatbesitz, erzielte bei einer Auktion der Canadian Numismatic Company am 27. Juni 2021 einen Preis von 528.750 CA$ (etwa 430.000 USD). Das angesehene Auktionshaus mit Sitz in Quebec lobte die Banknote als "den Heiligen Gral der Banknoten des Dominion of Canada", eine Behauptung, die durch die enthusiastischen Gebote für sie bestätigt wurde. Kurz nach der Auktion reichte der neue Besitzer die Banknote, die sich in einem Halter eines anderen Bewertungsdienstes befand, bei PMG ein. Das Expertenteam von PMG begutachtete den Schein und bewertete ihn mit PMG 20 Very Fine. "Dies ist eines der bedeutendsten Stücke kanadischer Währung, die existiert", sagte Peter Treglia, Director of Currency bei Stack's Bowers Galleries, der den neuen Besitzer der Banknote betreute. "Ich bin sicher, dass die PMG-Zertifizierung dazu beiträgt, dass sich der neue Besitzer bei dieser beeindruckenden numismatischen Investition sicher fühlt." Die Banknote ist nun in einem PMG-Halter untergebracht und trägt die PMG-Garantie, die sicherstellt, dass die Banknote echt und nicht überbewertet ist. PMG ist der weltweit größte und vertrauenswürdigste unabhängige Bewertungsservice für Papiergeld und hat seit seiner Gründung im Jahr 2005 mehr als 6,5 Millionen Banknoten bewertet. "PMG hat mehr als 65.000 kanadische Banknoten zertifiziert, aber keine war so wichtig wie diese", sagte Chad Hawk, Finalizer bei PMG. "Wir fühlen uns geehrt, das Vertrauen der Papiergeldsammlergemeinschaft für die Zertifizierung von Ultra-Raritäten wie dieser gewonnen zu haben." Die Banknoten des Dominion of Canada wurden von 1870 bis 1935 ausgegeben, und die 500-Dollars-Note ist der zweithöchste Nennwert. Die seltene 500-Dollars-Note von 1911 zeigt Mary, die Frau von König Georg V., die von 1911 bis 1936 Königin war. Ihre Söhne Edward VIII. und George VI. regierten beide als König, letzterer, nachdem er nach einer turbulenten Regierungszeit, die weniger als ein Jahr dauerte, abgedankt hatte. Heute ist ihre Enkelin Elisabeth II. die Königin. Ein weiteres Exemplar dieser Banknote, ebenfalls mit PMG 20 Very Fine zertifiziert, erzielte im September 2008 bei einer Auktion von Heritage Auctions 322.000 USD. Dieses Exemplar hält den Rekordpreis für eine kanadische Banknote bei allen Versteigerungen von Heritage Auctions. Über Paper Money Guaranty® (PMG®) PMG wurde 2005 gegründet und ist mit mehr als 6.5 Millionen zertifizierten Banknoten der weltweit größte und vertrauenswürdigste unabhängige Papiergeldbewertungsdienst. PMG hat in der Branche die höchsten Standards für Genauigkeit, Konsistenz und Integrität gesetzt. Jede von der PMG zertifizierte Banknote wird durch die umfassende PMG-Garantie für Echtheit und Bewertung abgesichert, was das Vertrauen der Käufer stärkt. Dies führt zu höheren erzielten Preisen und einer höheren Liquidität für PMG-zertifizierte Banknoten. Um mehr zu erfahren, besuchen Sie PMGnotes.de © 2021 Paper Money Guaranty. Alle Rechte vorbehalten. PMG, NGC, NCS, CGC, CCS, CSG, ASG, CAG und CCG sind eingetragene Marken oder nicht eingetragene Marken der Numismatic Guaranty Corporation of America und/oder der mit ihr verbundenen Unternehmen in den Vereinigten Staaten und/oder anderen Ländern. Alle anderen Namen und Marken, auf die in dieser Mitteilung Bezug genommen wird, sind Handelsnamen, Marken oder Dienstleistungsmarken ihrer jeweiligen Eigentümer.
- Lexikon: Bank of the Chinese People
Die Bank of the Chinese People (Peoples Bank of China, Chinesische Volksbank) ist die am 1. Dezember 1948 in Shijiazhuang gegründete Zentralnotenbank für die Volksrepublik China, die viele lokale kommunistische Notenbanken ablöste. Seit 1949 hat sie ihren Hauptsitz in der chinesischen Hauptstadt Peking. 1953 wurde eine Währungsreform durchgeführt (100.000 alte Yuan = 1 neuer Yuan) und gleichzeitig die Schreib- und Leserichtung geändert (jetzt von links nach rechts). Die ersten drei Jahrzehnte war die Chinesische Volksbank als Geschäfts- und Zentralbank ein reines Staatsorgan, dann wandelte sie sich zu einer klassischen Zentralnotenbank, die aber immer noch dem Staatsrat unterstellt ist. Die geschäftlichen Aufgaben wurden auf andere Banken verteilt. Eine Galerie mit Banknoten der Chinesischen Volksbank finden Sie in unserem Museum hier: https://www.geldscheine-online.com/china Albert Pick/Hans-Ludwig Grabowski Abb. Sammlung Hans-Ludwig Grabowski #Lexikon #Banken #Asien #China #Yuan #Pick #Grabowski
- Der Banco Alemán Transatlántico und Cheques Circulares
Auf Libras Peruanas de Oro lautende Cheques Circulares und die Banco Alemán Transatlántico – Deutsche Überseeische Bank Nach der Liquidation der Deutschen Uebersee Bank wurde die Banco Alemán Transatlántico in Buenos Aires als Zweiganstalt der am 17. Juni 1893 gegründeten Deutschen Ueberseeischen Bank fortgeführt. Die argentinische Wirtschaft entwickelte sich in den folgenden Jahren sehr positiv, sodass weitere Niederlassungen entstanden. Aufgrund der gemachten Erfahrungen, wagte man auch den Schritt über die Anden und eröffnete am 1. Februar 1896 in Chile die erste Niederlassung in Valparaiso, der schon bald weitere folgten. In den folgenden Jahren wurde das Betätigungsfeld auf Mexiko[1] (1902), Spanien (1904), Bolivien (1905), Uruguay (1906) und Brasilien (1911) ausgeweitet. Besonders erfolgreich gestaltete sich das Arrangement in Peru. Als am 14. Juni 1905 die Niederlassung in der Hauptstadt Lima für den Publikumsverkehr geöffnet wurde, traf man auf besonders günstige Bedingungen, da die Regierung bestrebt war, sich aus der beherrschenden Position des Banco del Perú y Londres zu befreien. „In Verhandlungen … kam ein bedeutendes Salzmonopol-Vorschuss-Geschäft zustande. Nach einem Jahr wurde der Vorschuss durch eine 6-prozentige Anleihe abgelöst, die die Deutsche Bank übernahm. Als Garantie diente ein Salzmonopol, das der Banco Alemán Transatlántico der eigens zu diesem Zweck gegründeten Compañia Nacional Salinera übertrug.“[2] Die Geschäfte liefen so gut, dass bereits am 1. August 1906 in der Hafenstadt Callao eine Filiale eröffnet wurde. Wenige Wochen später folgten Außenstellen in Arquipa und in Trujillo. Abb. 1: Blankette eines Schecks des Banco Alemán Transatlántico, Lima, aus der Vorkriegszeit. Abb. 2: Eine weitere Blankette eines Schecks des Banco Alemán Transatlántico, Lima, aus der Vorkriegszeit, erkennbar am gekrönten Reichsadler im Unterdruck. Abb. 3: Ein Scheck vom 23. August 1906 des Banco Alemán Transatlántico, Lima. Abb. 4.1: Kontoauszug des Banco Alemán Transatlántico, Lima, vom 27. August 1906 für Señor Tomás Valle. Abb. 4.2: Zweite Seite des Auszugs. Das peruanische Währungssystem beruhte auf dem Goldstandard, der durch Gesetz vom 29. Dezember 1897 übernommen worden war. Fortan wurden unter der Bezeichnung „Libra“ Goldmünzen geprägt, die im Gewicht und Feingehalt dem der britischen Pfund-Münze (7,9881 g mit einem Feingehalt von 917/1000) entsprach. Die bisherige Silber-Währung wurde mit der Goldwährung im Verhältnis 10 Sol-Münzen (1 Sol = 25,0000 g, 900/1000 Feinsilber) gleich einem Libra [Peruanisches Pfund (£p.)] gesetzt. Zu Beginn des Zwanzigsten Jahrhunderts bestand die bimetallische Währung aus 4.527.535 Soles in Silber und etwa 200.000 £p. Präsident López de Romaña erklärte per Gesetz vom 14. Dezember 1901 das Peruanische Goldpfund zur einzigen nationalen Währung. Da der Wert der Goldmünze für die alltäglichen Zahlungen zu hoch war, verwendete die Bevölkerung und die Banken weiterhin die silbernen Sol und deren Teilstücke [100 Centavos (10 Dineros) = 1 Sol], wobei ein gewisses Disagio in Ansatz gebracht wurde. Dieses Problem wurde erst in den 1920er Jahren gelöst. Die Einführung des Goldstandards bescherte den Banken ein nachhaltiges Wachstum bei den Krediten und Einlagen. Probleme verursachten jedoch während des ersten Jahrzehnts des Zwanzigsten Jahrhunderts die starken Schwankungen der Rohstoffpreise – das galt besonders für Zucker, Baumwolle und Kupfer –, da sich dies naturgemäß auf das Importvolumen und die Devisenströme auswirkte. Ab 1913 verschlechterte sich der Wechselkurs der peruanischen Währung gegenüber Dollar und Pfund Sterling, was sich nicht nur inflationär auf die Preise der importierten Güter auswirkte. Der Verlust der Kaufkraft des Geldes rief den Unwillen der Bevölkerung hervor, den Präsident Guillermo Billinghurst durch Zugeständnisse an die Arbeiter zu beschwichtigen suchte. Im Februar 1914 übernahm eine Junta de Gobierno (Regierungs-Ausschuss) die vorläufige Macht im Land und erklärte im Mai Oberst Óscar R. Benavides zum neuen Präsidenten. „Handel und Wandel hatten naturgemäß unter den politischen Wirren und unter der sich aus dem Regierungs-Provisorium ergebenden Unsicherheit der Lage gelitten; in besonders kritischer Verfassung befanden sich die Staatsfinanzen, zu deren schon lange angestrebter Neuordnung in Frankreich Verhandlungen schwebten, als der europäische Krieg ausbrach und die Hoffnungen auf eine baldige Besserung der Verhältnisse vernichtete. Obwohl der auswärtige Handel Perus durch den Krieg lange nicht in dem Maße beeinflußt wird wie der anderer südamerikanischer Länder, so wirkten doch schon die ersten Nachrichten von dem Ausbruch der Feindseligkeiten erschütternd auf das gesamte, durch die innere Krise allerdings bereits geschwächte Wirtschaftsleben. Peru war bis dahin das einzige Land der Erde, welches einen auf reiner Goldwährung begründeten, ausschließlich metallischen Geldumlauf besaß. Eine seit Jahren aktive Zahlungsbilanz sowie ein, namentlich in der Hauptstadt des Landes – Lima – stark entwickelter Bank- und Scheckverkehr erlaubte in normalen Zeiten mit einem verhältnismäßig nicht großen Goldbestand auszukommen, der sich indessen schon bei den ersten Anzeichen des allgemeinen Mißtrauens als völlig unzureichend erwies. Da sämtliche Gold- und Silbermünzen sofort ängstlich dem Verkehr entzogen wurden und die Banken, denen es naturgemäß unmöglich war, der Kundschaft ihre stürmisch zurückverlangten Gelder in Metall auszuzahlen, vorübergehend schließen mußten, so geriet das Land schon wenige Tage nach Eintreffen der ersten Kriegsnachrichten in einen geldlosen Zustand.“[3] Die Börse in Lima öffnete am Montag, den 3. August 1914, nicht mehr die Pforten und blieb bis 1916 geschlossen. Um die Verhältnisse zu beruhigen, erklärte die Regierung den 3., 4. und 5. August zu Bankfeiertagen und verlängerte sie um den 6. und 7. August. Ein 30-tägiges Moratorium für die Zahlungen von Bank- und Handelsschulden begleitete diese Maßnahme. Der Präsident der Republik lud am 4. August 1914 zu einer Sitzung in den Regierungspalast ein, um über die Situation zu beraten. An ihr nahmen die Leiter der Finanz- und Handelskammern sowie des Parlaments teil. In den folgenden Tagen versuchte die Regierung mit neuen Gesetzen die Krise zu meistern: Gesetz Nr. 1964 verbot die Ausfuhr von Gütern des Grundbedarfs; Gesetz Nr. 1965 verbot die Ausfuhr von Gold und erlaubte Personen, die ins Ausland reisten, höchstens 40 Peruanische Pfund mitzunehmen; Gesetz Nr. 1967 ermächtigte die Exekutive, die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um das Horten von Gütern des Grundbedarfs zu verhindern. Von besonderer Bedeutung war das Gesetz Nr. 1968 vom 22. August 1914, das die Banken – Banco del Perú y Londres, Banco Italiano, Banco Internacional del Perú, Banco Popular del Perú, Banco Alemán Transatlántico und die Caja de Ahorros de la Beneficencia de Lima – zu einer gemeinschaftlichen Ausgabe von Banknoten, die als Inhaberschecks – „Cheques Circulares“ – bezeichnet wurden, ermächtigte und sechs Monate nach Ende des Krieges zwischen Deutschland, Frankreich und England aus dem Verkehr gezogen werden sollten. Als Höchstbetrag waren 1.100.000 £p. in Scheinen zu einem, fünf und zehn Peruanische Pfund vorgesehen. Der Wert dieses Geldes wurde durch 35 % Gold und 65 % Wertpapiere garantiert. Außerdem mussten die Banken der Regierung ein zinsloses Darlehen in Höhe von 100.000 £p. gewähren.[4] Durch Gesetz Nr. 1982 vom 1. Oktober 1914 wurde der Ausgabebetrag auf 2.500.000 £p. erhöht, wovon die Banken 1.100.000 £p. und die Caja de Ahorros 300.000 £p. übernahmen. Gleichzeitig wurde ein neues Nominal zu einem halben Pfund eingeführt. Die Vorschriften wurden dahingehend geändert, dass nun mindestens 20 % in Gold, 30 % in Hypotheken-Pfandbriefen oder sonstigen hypothekarisch sicher gestellten Forderungen und der Rest in Handelswechseln, die mit 70 % ihres Nennwertes zu bewerten waren, gedeckt waren. Die Prüfung und Zulassung der Sicherheiten wurde wie bisher einer Aufsichtsbehörde, der Junta de Vigilancia, übertragen. Sie bestand aus fünf Mitgliedern, von denen zwei vom Parlament, einer von der Exekutive, einer von den Banken und einer von der Handelskammer von Lima ernannt wurden. Dasselbe Gesetz bestimmte, dass die Banken der Regierung einen zinsfreien Vorschuss in Höhe von 500.000 £p. auszuhändigen hatten, der vom 1. Januar 1915 in 14-tägigen Raten getilgt werden sollte. Die Cheques Circulares der ersten Emissionen wurden in der Druckerei "Litógrafía Teodoro Scheuch – Lima“ gedruckt. Sie datieren vom 8. September 1914 und lauten über 1, 5 und 10 £p. Als Emittenten werden die fünf Banken und die Sparkasse genannt. Der Scheck zu ½ £p. ist vom 3. Oktober 1914 datiert. Abb. 5.1: Cheques Circulares, 3. Oktober 1914, 1. Emission, ½ Libra, Vorderseite. Abb. 5.2: Cheques Circulares, 3. Oktober 1914, 1. Emission, ½ Libra, Rückseite. Abb. 6: Cheques Circulares, 8. September 1914, 1. Emission, 1 Libra, Vorderseite. Abb. 7: Cheques Circulares, 8. September 1914, 1. Emission, 5 Libras, Vorderseite. Abb. 8.1: Cheques Circulares, 8. September 1914, 1. Emission, 10 Libras, Vorderseite. Abb. 8.2: Cheques Circulares, 8. September 1914, 1. Emission, 10 Libras, Rückseite. Wie zu erwarten war, akzeptierte die misstrauische Bevölkerung die Cheques Circulares nur mit einem Abschlag von 9,5 % und hortete gleichzeitig die Münzen. In Ermanglung jeglicher Zahlungsmittel stellten Gutsbesitzer eigenes Papiergeld her, dessen Verwendung durch Gesetz vom 11. Dezember 1915 verboten wurde. Die Nachmittagsausgabe der Zeitung „La Prensa“ vom Mittwoch, den 13. Januar 1915, trug die Überschrift „Gefälschte Banknoten entdeckt“ und bildete einen falschen ½ £p.-Scheck ab. Der Präsident der Aufsichtsbehörde, Anselmo Barreto, bestätigte das Vorkommen von Fälschungen, meinte jedoch, dass sich die Öffentlichkeit keine Sorgen zu machen brauche, da der Unterschied zwischen dem gefälschten und dem echten Scheck sehr auffallend sei. Ferner teile er mit, dass die umlaufenden Schecks bald ausgetauscht würden, da spätestens am 16. Februar neue, in den Vereinigten Staaten gedruckte Schecks eintreffen würden.[5] Diese zweite Emission umfasste die gleichen Wertstufen, trägt dasselbe Datum wie die bisherige Emission und wurde von der „American Bank Note Company - New York“ gedruckt. Abb. 9.1: Cheques Circulares, 3. Oktober 1914, 2. Emission, ½ Libra, Vorderseite. Abb. 9.12 Cheques Circulares, 3. Oktober 1914, 2. Emission, ½ Libra, Rückseite. Abb. 10.1: Cheques Circulares, 3. Oktober 1914, 2. Emission, 1 Libra, Vorderseite. Abb. 10.2: Cheques Circulares, 3. Oktober 1914, 2. Emission, 1 Libra, Rückseite. Abb. 11.1: Cheques Circulares, 3. Oktober 1914, 2. Emission, 5 Libras, Vorderseite. Abb. 11.2: Cheques Circulares, 3. Oktober 1914, 2. Emission, 5 Libras, Rückseite. 1917 machte sich wegen der fehlenden Prägung von Sol- und ½-Sol-Silber-Münzen sowie der kleineren Werte zunehmend ein Kleingeldmangel bemerkbar. Gemäß Gesetz Nr. 2426 vom 10. August 1917 ermächtigte die Regierung die Junta de Vigilancia 500.000 £p. „Certificados de Depósitos de oro“ zu 1/10 £p. (1 Sol) auszugeben. Das Gesetz Nr. 2429 vom 17. August 1917 erweiterte die Ausgabe auf Nominale zu 5 Centavos und 50 Centavos (Medio Sol de Plata). Diese Scheine wurden wieder in der Druckerei „Litógrafía Teodoro Scheuch – Lima“ hergestellt, während der Schein zu 1 Sol bei der American Bank Note Company bestellt wurde. Dieser Schein trägt das Datum vom 10. August 1917. Abb. 12.1: Certificados de Depósitos de oro, 17. August 1917, 5 Centavos, Vorderseite. Abb. 12.2: Certificados de Depósitos de oro, 17. August 1917, 5 Centavos, Rückseite. Abb. 13.1: Certificados de Depósitos de oro, 17. August 1917, 50 Centavos, Fälschung, Vorderseite. Abb. 13.12 Certificados de Depósitos de oro, 17. August 1917, 50 Centavos, Fälschung, Rückseite. „Von besonders tief einschneidender Bedeutung für Peru war das von .. [den USA] verfügte Goldausfuhrverbot. Die plötzliche Unmöglichkeit eines Zahlungsausgleiches mit dem Auslande verursachte eine erhebliche Höherbewertung der einheimischen Währung und zugleich eine empfindliche Knappheit von Umlaufsmitteln. … Unter dem Druck dieser anormalen Lage kam im September 1918 nach monatelangen erregten Erörterungen ein neues Währungsgesetz zustande, das die bestehende Notenausgabe von £p. 2,500,000 um 3 Millionen auf £p. 5,500,000 erhöhte, mit der Maßgabe, daß an Stelle des bisher verlangten effektiven Golddepots in Lima selbst auch Guthaben bei New Yorker und Londoner Banken als zulässig erklärt wurden.“[6] Mit Datum vom 13. Juni 1918 druckte „Imprenta Carlos Fabbri S.A. – Lima“ gemäß Gesetz Nr. 2755 eine dritte Emission der Cheques Circulares mit Noten zu ½, 1, 5 und 10 £p. Die Caja de Ahorros de Lima und die Banco Alemán Transatlántico waren an dieser Emission wohl nicht mehr beteiligt, da sie auf den Scheinen nicht genannt werden. Dies ist im Fall der Deutschen Bank verständlich, da Peru auf Drängen der US-Amerikaner und Briten die diplomatischen Beziehungen zum Deutschen Reich abbrachen und sich seit dem 7. Oktober sogar im Kriegszustand mit Deutschland befanden. Vorwand hierfür war die Versenkung des peruanischen Seglers „Lorton“ im Februar 1917 durch die deutsche Marine. Abb. 14: Cheques Circulares, 13. Juni 1918, 5 Libras, Vorderseite. Die American Bank Note Company lieferte mit Datum vom 14. September 1918 eine weitere Ausgabe, die wiederum nur noch die vier Banken als Emittenten nennen und nun fünf Werte umfasst: 1/2, 1, 5 und 10 £p sowie einen Schein zu 1 Sol. Abb. 15.1: Cheques Circulares, 14. September 1918, 1 Sol, Vorderseite. Abb. 15.1: Cheques Circulares, 14. September 1918, 1 Sol, Vorderseite. Abb. 16.1: Cheques Circulares, 14. September 1918, ½ Libra, Vorderseite. Abb. 16.2: Cheques Circulares, 14. September 1918, ½ Libra, Rückseite. Abb. 17.1: Cheques Circulares, 14. September 1918, 1 Libra, Vorderseite. Abb. 17.2: Cheques Circulares, 14. September 1918, 1 Libra, Rückseite. Abb. 18.1: Cheques Circulares, 14. September 1918, 5 Libras, Vorderseite. Abb. 18.2: Cheques Circulares, 14. September 1918, 5 Libras, Rückseite. Abb. 19.1: Cheques Circulares, 14. September 1918, 10 Libras, Vorderseite. Abb. 19.2: Cheques Ciculares, 14. September 1918, 10 Libras, Rückseite. Mitte 1919 betraute Präsident Augusto Bernardino Leguía y Salcedo die Junta de Vigilancia mit der Planung zur Schaffung einer Notenbank. Per Gesetz vom 9. März 1922 wurde dann die „Banco de Reserva del Perú“ gegründet. Das Kapital von 20 Millionen Soles konnte von Banken und der Öffentlichkeit gezeichnet werden. Die Bank durfte Banknoten ausgeben, die zu mindestens 50 % durch Goldreserven gedeckt sein mussten. „Sie übernahm die gesamte Notenausgabe der Zentral-Noten-Ausgabestelle (Junta de Vigilancia de la Emision de los Cheques Circulares) von £p. 7,299,152 und erhielt dagegen die von den Banken bestellten Garantien von zusammen £p. 7,304,288, davon £p. 6,928,000 in Gold und Guthaben in London ausgeliefert, was eine Golddeckung von etwa 94,9% ergibt.“[7] Leider machen die Geschäftsberichte der Banco Alemán Transatlántico keine Angaben darüber, wie hoch die Beteiligung an den Ausgaben der Cheques Circulares war. Es ist aber anzunehmen, dass er nicht unerheblich war. Immerhin entsprach ein Libra peruana 1913 ca. 20,50 Mark. Uwe Bronnert Anmerkungen [1] Wegen ausbleibendem Erfolg wurde die Niederlassung bereits 1906 wieder geschlossen. [2] Historische Gesellschaft der Deutschen Bank e.V., 125 Jahre Deutsche Bank in Lateinamerika, Bank und Geschichte, Historische Rundschau Nr. 22, September 2012, S. 5. [3] Geschäftsbericht des Vorstandes der Deutschen Ueberseeischen Bank für das Geschäftsjahr 1914, S. 9 ff. [4] Alejandro Salinas, Las Finanzias Publica entre 1871 y 1930, in: Compendio del Historia Económica del Peru, Tomo 4, Economía de la Primera Centuria Independiente, Banco Central de Reserva del Perú 2020, S. 338 ff. [5] Ernesto Linares Mascaro, Billetes falsos en 1915, in: Magazzine Perú Numismático el mes de abril del 2014, S. 10 ff. [6] Geschäftsbericht des Vorstandes der Deutschen Ueberseeischen Bank für das Geschäftsjahr 1918, S. 10. [7] Geschäftsbericht des Vorstandes der Deutschen Ueberseeischen Bank für das Geschäftsjahr 1922, S. 12.












