Aus alten Zeitungen: Falschgeld kam aus dem Fotolabor

12. Aug.
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Aktualisiert: 19. Aug.
Gefunden in: "Kölnische Rundschau" vom 13. Mai 1955


Falschgeld kam aus dem Fotolabor
Alter "Fachmann" landet wieder hinter schwedischen Gardinen
Kronach. In seinem Fotolabor hatte der 53jährige Kronacher Fotograf Emil Gillig falsche Fünfzigmarkscheine hergestellt. Als alter Fachmann auf diesem Gebiet – Gillig hatte 1923 falsche Fünfhundertmarkscheine und 1935 falsche Fünfmarkstücke angefertigt – benutzte er zur Herstellung seiner neuesten "Blüten" mehrere Bogen dünnes Papier, die er übereinanderklebte, um die besondere Griffigkeit der Scheine zu erreichen.
In der Dunkelkammer trug er die Farben auf. Die "Blüten" wirkten zwar etwas blaß, konnten vom Laien aber nicht von echten Geldscheinen unterschieden werden. Da sich jedoch die Sachverständigen nicht täuschen ließen, mußte sich der Fotograf jetzt vor der Großen Strafkammer Coburg verantworten.
Wegen Falschmünzerei, Betruges, Urkundenfälschung, Untreue und Unterschlagung wurde er zu vier Jahren Gefängnis, drei Jahren Ehrverlust und 250 Mark Geldstrafe verurteilt. Zwei Mitangeklagte erhielten acht und sechs Monate Gefängnis.
Hans-Ludwig Grabowski
Anmerkung der Redaktion
Unter der Rubrik "Aus alten Zeitungen" möchten wir unseren Lesern in lockerer Folge interessante und amüsante Berichte aus historischen Zeitungen rund um Geldscheine, Falschgeld und echte "Räuberpistolen" präsentieren. Wenn auch Sie eine passende Geschichte in einer alten Zeitung gefunden haben, dann würden wir uns freuen, wenn Sie sich an uns wenden, um sie mit anderen Lesern zu teilen.
Die Abbildung "Der Zeitungsleser" ist KI-generiert!


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