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Aus privaten Sammlungen: Die einzige deutsche Gedenkbanknote

Sonderdruck der Staatsbank der DDR zur Öffnung des Brandenburger Tors 1989


Als die ersten Sonderdrucke der Staatsbank der DDR zur Öffnung des Brandenburger Tors auf dem Sammlermarkt auftauchten, brodelte die Gerüchteküche.


Fakt ist, dass die damalige Wertpapierdruckerei der DDR in Leipzig im Januar 1990 die bisher einzige deutsche Gedenkbanknote in einer Auflagenhöhe von 530.000 Stück an die Staatsbank der DDR auslieferte. Anlass war die Öffnung des Brandenburger Tors in Berlin am 22. Dezember 1989. Als einzige DDR-Banknote trägt sie eine Faksimile-Unterschrift – die des letzten Staatsbank-Präsidenten Horst Kaminsky. Der Sonderdruck war gleichzeitig auch die letzte Ausgabe der Staatsbank der DDR, die jedoch kein gesetzliches Zahlungsmittel war.


Mitarbeiter der Staatsbank boten dem Fachhandel in Westberlin und in der Bundesrepublik große Mengen der Gedenknoten an. Der Verkaufserfolg in DM blieb jedoch für die Staatsbank trotz des historischen Anlasses und der deutschen Wiedervereinigung

am 3. Oktober 1990 bescheiden. Im Frühjahr 1992 wurde schließlich der Großteil der Scheine unter Aufsicht vernichtet.


Objekttyp:

Gedenkbanknote (Sonderdruck)

Sammlung:

Archiv für Geld- und Zeitgeschichte, Sammlung Besler (Grabowski)

Authentizität:

Original

Land/Region/Ort:

Deutsche Demokratische Republik

Emittent:

Staatsbank der DDR, Berlin (Ost)

Nominal:

20 Mark

Datierung:

  1. Dezember 1989

Umlauf:

Kein gesetzliches Zahlungsmittel!

Vorderseite:

Brandenburger Tor und Stadtwappen von Berlin, rechts unten:

„SONDERDRUCK, KEIN GESETZLICHES ZAHLUNGSMITTEL.“

Rückseite:

Links Quadriga vom Brandenburger Tor, rechts Staatswappen der DDR,

Mitte Text zum Ausgabeanlass:

"SONDERDRUCK, KEIN GESETZLICHES ZAHLUNGSMITTEL. | HERAUSGEGEBEN VON DER STAATSBANK | DER DDR | ANLÄSSLICH DER ÖFFNUNG DES | BRANDENBURGER TORES | DEZEMBER 1989"

Material:

Papier ohne Wasserzeichen

Format:

148 mm x 63 mm

Nummerierung:

GB (= Gedenkbanknote) 0021809

Druck:

VEB Wertpapierdruckerei der DDR, Leipzig

Zitate:

  • DDR-28 (Grabowski: Die deutschen Banknoten ab 1871)

  • 366 (Rosenberg/Grabowski: Die deutschen Banknoten ab 1871)

  • CS1 (Standard Catalog of World Paper Money)

Hans-Ludwig Besler (Grabowski)

Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus einer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com.


Literaturempfehlung:


Hans-Ludwig Grabowski

Die deutschen Banknoten ab 1871

Das Papiergeld der deutschen Notenbanken, Staatspapiergeld, Kolonial- und Besatzungsausgaben, deutsche Nebengebiete und geldscheinähnliche Wertpapiere und Gutscheine

 

ISBN: 978-3-86646-224-3

Auflage: 23. Auflage 2023/2024

Format: 14,8 x 21 cm

Abbildungen: durchgehend farbig

Cover-Typ: Hardcover

Seitenanzahl: 864

Preis: 39,90 Euro 




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