Aus privaten Sammlungen: "Franzosenschein" zu 100 DM vom Dezember 1948


Aus der Sammlung Hans-Ludwig Grabowski:


Die Bank deutscher Länder wurde am 1. März 1948 durch Gesetze der US-amerikanischen, britischen und später auch der französischen Militärregierungen als Zentralbank und alleinige Notenbank für die westlichen Besatzungszonen Deutschlands errichtet.


Währungsreform 1948:

Am 20. Juni 1948 kam es entsprechend Gesetz über die Neuordnung des Geldwesens zur Währungsreform, bei der alle bis dahin umlaufenden Reichsbanknoten, Rentenbankscheine und Noten der Alliierten Militärbehörde ungültig und durch neue Noten mit der Währungsbezeichnung Deutsche Mark ersetzt wurden, die man in den USA gedruckt hatte.

Zunächst wurde lediglich ein sog. „Kopfgeld“ in Höhe von 60 DM pro Person im Verhältnis 1:1 umgetauscht. Darüber hinaus erfolgte der Umtausch nur für anerkannte Gelder, Forderungen und Schulden im Verhältnis 10:1.


Mit Datum vom Dezember 1948 wurden in Frankreich bei der Druckerei der Banque de France Noten der Bank deutscher Länder zu 50 und 100 DM auf dem für französische Drucke typischen dünnen Papier hergestellt, die deshalb in der Bevölkerung auch "Franzosenscheine" genannt wurden. Sie kamen erst 1951 in Umlauf, zuerst der Hunderter am 16. Mai und dann am 19. September 1951 der Fünfziger.

Sie waren die letzten Banknoten der Bank deutscher Länder und noch bis zum 31. Dezember 1965 gültig.

Nachfolgerin der Bank deutscher Länder wurde 1957 die Deutsche Bundesbank.


Bank deutscher Länder: Banknote über 100 Deutsche Mark vom 9.12.1948

Vorderseite: Ratsherr Jakob Muffel (nach einem Gemälde von Albrecht Dürer).

Rückseite: Kopfbildnis der Vs. spiegelverkehrt, dazu ein Ausschnitt des Nürnberger Stadtbildes.

Wasserzeichen: Kopfbildnis

Format: 160 mm x 80 mm


Katalogreferenzen:

  • BRD-3 (Grabowski: Die deutschen Banknoten ab 1871)

  • Ros./Gra. 256 (Rosenberg/Grabowski: Die deutschen Banknoten ab 1871)

  • GFR-15a (Standard Catalog of World Paper Money, Vol. II – General Issues)

Hans-Ludwig Grabowski


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