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Aus privaten Sammlungen: Probedruck zu 20 RM vom 2. Januar 1926

Aktualisiert: 8. Sept. 2021

Nach der Währungsstabilisierung wurde der Deutschen Reichsbank mit Reichsbankgesetz vom 30. August 1924 als Zentralnotenbank das Recht erteilt, auf Reichsmark lautende Banknoten auszugeben. Außerdem wurde sie aufgefordert, all ihre bis dahin umlaufenden Noten aufzurufen und im Verhältnis 1 Billion Mark = 1 Reichsmark umzutauschen. Die ersten Reichsmark-Banknoten kamen Anfang November 1924 in Umlauf. Der Druck der Reichsbanknoten erfolgte nur noch durch die Reichsdruckerei in Berlin.

In der Zeit der "Weimarer Republik" und des sog. "Dritten Reichs" entstanden eine ganze Reihe von Entwürfen, Essays und Probedrucke zu Reichsbanknoten, die so nie in Umlauf kamen. Mit Datum vom 2.1.1926 wurde eine ganze Serie von Reichsbanknoten zu 10, 20, 50 und 100 RM geplant, die als Ersatzserie gedacht gewesen sein soll. Teilweise tragen die hierzu entstandenen Probedrucke einen handschriftlichen Vermerk des Reichsbankdirektoriums. Heute sind solche Stücke absolute Raritäten.

Zuletzt wurden alle Proben der Reichsbank auch in den Katalog "Die deutschen Banknoten ab 1871" aufgenommen.


Aus der Sammlung Josef Gerber:



Deutsches Reich, Deutsche Reichsbank: Probedruck zu 20 Reichsmark ohne Datum (1926) auf der Basis des Bankgesetzes vom 30. August 1924.

Vorderseite: Männerkopf und Schaurand mit Wertzahl im Ornament. Handschriftlicher Vermerk zum Probedruck: "No. 43642 K/26".

Rückseite: Reliefartiger Männerkopf (Industriearbeiter) vor Zahnrad im Medaillon. Handschriftlicher Vermerk: "Genehmigt / Berlin, den 30. April 1926 / Rbd", zwei Handunterschriften ("Schacht" und "von Grimm") sowie am Rand "No 43642 K/26".

Wasserzeichen: Papier bräunlich, ohne Wasserzeichen.

Format: 160 mm x 80 mm

Druck: Reichsdruckerei, Berlin

Gesetz: Gesetzliche Grundlage vom 30. August 1924

Umlauf: Nicht ausgegeben!


Katalogreferenzen:


Hans-Ludwig Grabowski


Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus Ihrer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com.

3 Comments


Inzwischen bin ich weiser geworden und kann die Bildnisse dieser Serie, auch derer, zu denen mir keine Abbildung bekannt sind, gesichert zuordnen (Schreiben des Reichsdruckereidirektors Helmberger an Edwin Redslob vom September 1925):

Der 10 RM-Schein zeigt das Selbstporträt des Matthias Grünewald als Heiliger Sebastian.

Der 20 RM Schein zeigt wie schon erwähnt das Gemälde eines 25 jährigen Mannes von Hans Baldung Grien, das sich im Kunsthistorischen Museum zu Wien befindet, der 50 RM-Schein, wie im Katalog angegeben, das Bildnis des Ludwig Graf Lewenstein, ebenfalls von Hans Baldung Grien, das sich im Kaiser-Friedrich-Museum zu Berlin befand.

Für die höheren Wertstufen (100 und 1000RM) werden als gewählte Bildnisse ein unbekannter Mann von Lucas Cranach und das männliche Bildnis aus der Hand des…

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oder auch 30.4.1926

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Herzlichen Dank für die Aufnahme der Serie dieser Ersatznoten in den Katalog. Wie auch auf der 50 RM-Note der Serie wurde ein Gemälde von Hans Baldung als Vorlage verwendet, das Gemälde eines 25 jährigen Mannes, das sich im Kunsthistorischen Museum zu Wien befindet. Vor diesem Hintergrund ist eine Zuordnung des Kopfbildnisses auf der 10 RM-Note der Serie zu einem weiteren Gemälde des Meister möglich. Hierbei handelt es sich um ein Ausschnitt, in dem sich der Meister verewigt hat, und das sich in der stattlichen Kunsthalle zu Karlsruhe befindet. Die 100 RM, von der leider keine Abbildung vorhanden ist, passte vermutlich in die Reihe und, wie auch in den beiden anderen Gemäldereihen, wurde mit einem älteren Herren bedacht, wie z.B. dem…


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