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Die Entwürfe der ersten Euro-Banknoten, Teil 7

Bereits im November 1994 hatte der Rat des Europäischen Währungsinstituts (EWI) die Stückelung auf sieben Banknoten-Nominale von 5 bis 500 Euro festgelegt. Im Juni 1995 wurden dann zwei Themen für die Gestaltung der Euro-Banknoten vorgegeben, zum Einen "Zeitalter und Stile in Europa" und zum anderen ein abstraktes, modernes Design.

Im Februar 1996 begann der Gestaltungswettbewerb, an dem 29 Grafiker und Grafikerteams teilnahmen, die von 14 nationalen Zentralbanken der EU nominiert wurden.

Im September 1996 beurteilte eine Jury aus international renommierten unabhängigen Experten für Marketing, Grafik und Kunstgeschichte die eingereichten Entwürfe und wählte je fünf für beide Themenbereiche aus. Im Oktober 1996 erfolgte eine Umfrage unter insgesamt 2000 Personen aus allen EU-Ländern außer Dänemark und am 3. Dezember 1996 wählte der Rat des EWI schließlich den Vorschlag aus Österreich Nr. T 382 als Gewinner des Gestaltungswettbewerbs.


Wie aber hätten die ersten Euro-Banknoten auch aussehen können?

Wir setzen hiermit unsere Reihe zu den Entwürfen der ersten Euro-Banknoten fort.


Zeitalter und Stile in Europa, Vorschlag T 754

Daniel Bruun

Espo, Finnland, geb. 1963


Daniel studierte Architektur an der Technischen Universität Helsinki

und ist Mitglied der Finnischen Architektenvereinigung.

Er hat zahlreiche Preise bei internationalen Architekturwettbewerben

gewonnen und gründete 1992 ein Architekturbüro.



 

Johanna Bruun

Helsinki, Finnland, geb. 1965


Johanna lebt und arbeitet in

Helsinki und Paris.

Sie hat als Modedesignerin für

Designstudios und Industrieunternehmen in Frankreich und Finnland gearbeitet.

Sie entwirft und produziert ihre

eigenen Konfektionskollektionen und

arbeitet als Grafikdesignerin.

1996 eröffnete sie ein eigenes Grafikstudio.





5 Euro, Vorderseite: Ephebus von Antikythera und rekonstruierter Tempel der Athene.

5 Euro, Rückseite: Schnitt durch den Propylon der Athene, Plan des Tempels von Heraion III.


10 Euro, Vorderseite: Frühlingsstatue und Krypta von Notre Dame, Den Haag.

10 Euro, Rückseite: Kirche St. Peter und Paul in Saint-Séverin en Condroz.


20 Euro, Vorderseite: Statue eines Mannes im Straßburger

Münster, Innenansicht der Kathedrale von York.

20 Euro, Rückseite: Schnitt durch die Kathedrale von Amiens,

Plan der Kathedrale von Amiens.


50 Euro, Vorderseite: Porträt einer unbekannten Dame, Detail aus "Ankunft der Gesandten" von Vittore Carpaccio (um 1520).

50 Euro, Rückseite: Detail aus "Ankunft der Gesandten" und Palazzo Farnese in Rom

von Antonio da Sangallo dem Jüngeren.


100 Euro, Vorderseite: Porträt eines unbekannten Mannes,

perspektivische Ansicht mit Säulengang.

100 Euro, Rückseite: Schloss Pfünz von Mauritio Pedetti, 1790.


200 Euro, Vorderseite: Fotografie einer Frau, Innenraum einer Bank in Wien von Otto Wagner, 1905.

200 Euro, Rückseite: Schnitt und Dachbauplan eines Stahlgebäudes.


500 Euro, Vorderseite: Deutscher Pavillon von Mies van der Rohe auf der Weltausstellung in Barcelona 1929.

500 Euro, Rückseite: Neckermann-Gebäude in Frankfurt am Main, E. Eiermann, 1958-61.


Fortsetzung folgt …


Hans-Ludwig Grabowski


Abb. Europäische Zentralbank (EZB)

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