Leserpost: Neuentdeckungen bei deutschem Notgeld
- Hans-Ludwig Besler (Grabowski)

- vor 2 Stunden
- 2 Min. Lesezeit
Hallo Herr Besler, ich sende Ihnen wieder Neuentdeckungen zu deutschen Notgeldscheinen. Es handelt sich um Notgeld der Hochinflation aus Goslar, Walldorf und Werdau.
Bei dem Schein von Walldorf erfolgte der Druck auf Papier ohne Wasserzeichen. Das Papier ist nicht wasserliniert. Es gibt auch 200 Mrd. Mark mit wasserliniertem, rotem Papier.
Der Schein von Werdau zu 5 Mio. Mark mit Lit. C ist vermutlich bereits bekannt, aber nicht im Keller bei 5546b aufgeführt.
Beste Grüße aus Berlin
T. Neldner
Antwort der Redaktion
Goslar, Buchdruckerei F. A. Lattmann


Dr. Arnold Keller führt unter diesem Emittenten unter der Nummer 1853 in seinem Standard-Katalog zum Notgeld der deutschen Inflation 1923 lediglich Ausgaben zu 100.000 und 500.000 Mark mit Wasserzeichen Kreuzmäander und jeweils handschriftlicher Datierung vom 15. August 1923 auf. Zum Keller-Katalog handelt es sich also um eine echte Neuentdeckung. Es wäre noch gut zu wissen, ob der Druck ebenfalls auf Wasserzeichen-Papier erfolgte und um welches Wasserzeichen es sich handelt. Das ist leider nicht auf den Abbildungen erkennbar.
Walldorf, Gemeinde


Dr. Arnold Keller führt unter Walldorf in Hessen (Nr. 5437) lediglich Werte zu 50 und 100 Mrd. Mark vom 7. November 1923 auf wasserliniertem Papier auf. ein Wert zu 200 Mrd. Mark mit gleichem Ausgabedatum auf Papier ohne Wasserzeichen fehlt hier und ist deshalb ebenfalls eine Ergänzung zu diesem heute noch zitierten Standard-Katalog, zu dem es leider keine Neubearbeitung gibt.
Werdau in Sachsen,


Dr. Keller führte under der Allgemeinen Deutschen Credit-Anstalt, Filalie Werdau (Nr. 5546) lediglich Schecks über 1 Mio. Mark vom 10. August 1923 auf die Commerz- und Privat-Bank, Filale Werdau sowie über 2 Mio. Mark vom 11. August 1923 auf das Bankhaus Sarfert & Co. in Werdau auf. Der Wert über 5 Mio. Mark vom 11. August 1923 auf das gleiche Bankhaus fehlt bei Keller. Jedoch wird dieser Wert und weitere bei Keller nicht verzeichnete Ausgaben in dem sehr guten, wichtigen und empfehlenswerten Katalog "Das Papiergeld von Sachsen 1772 - 1949" von Mathias Bühn unter der Hauptnummer 7183 (hier 7183.12) verzeichnet.
Dieser Katalog kann auch auf CD-ROM erworben werden, siehe hier:
Hans-Ludwig Besler (Grabowski)




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