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  • Lexikon: Druckzufälligkeiten

    Druckzufälligkeiten sind Fehldrucke kleinerer Art, beispielsweise Abklatsch, Druckverschiebungen innerhalb der einzelnen Druckgänge und zum Papier, umgeknickte Bogenecken, die nach dem Schneiden zu Papierdeformationen führen – Ausschluss, der beim Buchdruck hochgezogen wird und dann mitgedruckt (Spiesse), meist als Balken zwischen den Zeilen oder als Block zwischen den Worten, durch Fremdkörper auf der Druckform (Papierstücke oder Schmutz) hervorgerufene undeutliche oder fehlende Druckstellen, sich bei längerem Druck (die Druckformen müssen nach einer gewissen Zeit gereinigt werden) durch die Farbe oder durch Schmutz zusetzende Druckteile, oft nur Buchstaben u. a. Beispiele für Druckzufälligkeiten (umgenickte Bogenteile, umgenickte Bogenecke und zusätzliches Papierstück) DEU-104a: Fehldruck einer Reichsbanknote (Hilfsbanknote) zu 1 Million Mark vom 25. Juli 1923 (Reichsdruck) wegen umgeknicktem Bogenteil, Druck einseitig. DEU-137g: Fehldruck einer Reichsbanknote zu 20 Milliarden Mark vom 1. Oktober 1923 (Firmendruck) wegen umgenicktem Bogenteil, Druck einseitig. BRD-53a: Fehldruck einer Bundesbanknote zu 50 DM vom 1. Januar 1996 wegen umgeknickter Bogenecke, Vorderseite. BRD-53a: Fehldruck einer Bundesbanknote zu 50 DM vom 1. Januar 1996 wegen umgeknickter Bogenecke, Rückseite. BRD-53a: Fehldruck einer Bundesbanknote zu 50 DM vom 1. Januar 1996 wegen zusätzlichem Papierstück, Vorderseite. BRD-53a: Fehldruck einer Bundesbanknote zu 50 DM vom 1. Januar 1996 wegen zusätzlichem Papierstück, Rückseite. Albert Pick / Hans-Ludwig Grabowski (Überarbeitung und Bebilderung) Abb. Sammlung Gerber

  • Leserpost: Propaganda der Deutschen Reichspartei?

    In der Anlage finden Sie einen DEU-73 mit Wahlwerbung der „Deutschen Reichspartei“ als Scan. Ich bin mir nicht sicher, ob das etwas für Ihren Katalog ist, ich fand es auf jeden Fall interessant. Wenn Sie möchten, können Sie den Scan auch für ihre Zwecke verwenden. Ich würde mich freuen, mal wieder von Ihnen zu lesen. R. Ackermann Antwort der Redaktion Hallo Herr Ackermann, schön, wieder mal von Ihnen zu hören und besten Dank für den Scan der Vorder- und Rückseite. In der Zeit der „Weimarer Republik“ wurden durch die Inflation wertlos gewordene Geldscheine oft mit politischen Überdrucken versehen und als Wahlpropagandamittel eingesetzt. Ich habe darüber auch ein Buch geschrieben „Der Jude nahm uns Silber, Gold und Speck …“, da es oft antisemitische Wahlwerbung von rechten Parteien war. Damit wurde auch die Sammlung Haney dokumentiert. Ihren Schein habe ich mit einem solchen Überdruck bisher noch nicht gesehen. Da ich auch die Wahlen und den Wahlkampf in der Ersten Republik untersucht habe, muss ich gestehen, dass mir solche Überdrucke der Reichspartei unbekannt sind. Allerdings gibt es leider viele Manipulationen. Da die Reichspartei bereits 1918 aufgelöst wurde, macht deren Wahlwerbung auf einem Geldschein von 1920 eigentlich auch keinen Sinn. Ich halte den Überdruck daher leider für eine Manipulation. Die Mitglieder der Reichspartei verteilten sich 1918 auf die Deutsch Nationale Volkspartei (DNVP) und die Deutsche Volkspartei (DVP). Von diesen beiden Parteien gibt es sehr viele Propaganda-Überdrucke auf Geldscheinen der Inflation, mit denen man oft Stimmung gegen Juden machte, die angeblich an der Inflation schuld waren und sich an ihr bereicherten. Hans-Ludwig Grabowski Antwort des Lesers Danke für die Rückmeldung. Bleibt die Frage, ob Schein und/oder Aufdruck eine Fälschung sind, bzw. wer den Schein wohl mit welcher Motivation in Umlauf gebracht haben könnte. Vielleicht war es auch der Versuch die DRP nach ihrer Auflösung im Nov. 1918 wieder zu beleben; der Versuch wäre im Rahmen der frühen und chaotischen Jahre der Republik ja durchaus legitim. Vom Erscheinungsbild ist der Schein „druckfrisch“ und weißt Wasserzeichen auf (eine Art Wellenmuster). Wobei uns das „Parteiwappen“ vielleicht weiter helfen kann, denn wie es scheint, ist das Wappen eher der DRP zuzuordnen, die 1950 gegründet wurde. Vielleicht war dies der Versuch an die „guten alten Zeiten“ anzuknüpfen ohne mit der NSDAP in einen Topf geworfen zu werden. Bliebe dann die Frage, wo bekam man die druckfrischen Scheine in entsprechender Menge her? Auf jeden Fall interessant. R. Ackermann Antwort der Redaktion Die Zehner von 1920 kann man praktisch heute noch in kassenfrischen Erhaltungen bekommen. Das war damals sicher nicht schwieriger. Aber bei dem Heute sollten wir bleiben. Wie bereits vermutet, handelt es sich um eine Manipulation, will heißen: Der Schein ist echt, der Überdruck ist nachträglich angebracht! Ein zusätzliches Indiz ist das Logo von 1950. Nun kann es sein, dass der Überdruck aus den 1950er Jahren stammt, es sich also tatsächlich um ein Relikt der damals neu gegründeten Reichspartei handelt. Oder aber, es handelt sich, wie leider so oft, um eine Manipulation, mit der man lediglich Geld an Sammlern verdienen möchte. Sie glauben garnicht, wie viele fantasievolle und völlig echt wirkende nachgemachte Scheine es aus aller Art von Lagern der NS-Zeit gibt, die praktisch täglich im Internet angeboten werden. Ich gehe aber eher von einem Propaganda-Mittel der von 1950 bis 1965 existierenden "neuen" Reichspartei aus ... Hans-Ludwig Grabowski

  • Die Entwürfe der ersten Euro-Banknoten, Teil 27

    Bereits im November 1994 hatte der Rat des Europäischen Währungsinstituts (EWI) die Stückelung auf sieben Banknoten-Nominale von 5 bis 500 Euro festgelegt. Im Juni 1995 wurden dann zwei Themen für die Gestaltung der Euro-Banknoten vorgegeben, zum Einen "Zeitalter und Stile in Europa" und zum anderen ein abstraktes, modernes Design. Im Februar 1996 begann der Gestaltungswettbewerb, an dem 29 Grafiker und Grafikerteams teilnahmen, die von 14 nationalen Zentralbanken der EU nominiert wurden. Im September 1996 beurteilte eine Jury aus international renommierten unabhängigen Experten für Marketing, Grafik und Kunstgeschichte die eingereichten Entwürfe und wählte je fünf für beide Themenbereiche aus. Im Oktober 1996 erfolgte eine Umfrage unter insgesamt 2000 Personen aus allen EU-Ländern außer Dänemark und am 3. Dezember 1996 wählte der Rat des EWI schließlich den Vorschlag aus Österreich Nr. T 382 als Gewinner des Gestaltungswettbewerbs. Wie aber hätten die ersten Euro-Banknoten auch aussehen können? Wir setzen hiermit unsere Reihe zu den Entwürfen der ersten Euro-Banknoten fort. Zeitalter und Stile in Europa, Vorschlag T 473 Renato Manfredi Geboren 1954 in Castelnovo né Monti ind Italien. 1972 Abschluss eines Studiums an der Kunstakademie in Carrara in Italien. Manfredi malt und richtet Ausstellungen an vielen Orten in Italien und Österreich aus. Seit 1983 Arbeit als Banknotendesigner bei KBA Giori S. A. Die KBA Giori S. A. im schweizer Lausanne liefert weltweit Sicherheitsdrucksysteme an die Banknotenindustrie. 5 Euro, Vorderseite: antiker Kopf inspiriert von der Bronzestatue von Riace dem Wagenlenker von Delphi, links davon eine ionisches Kapitell sowie ein römischer Bogen mit Mauer; Rückseite: Torbogen inspiriert von römischen Monumenten in Nordafrika, dazu ein korinthisches Kapitell und eine Aquädukt. 10 Euro, Vorderseite: Mönch beim Kopieren einer Schrift aus dem Zeitalter der Klöster inspiriert von alten Buchmalereien sowie romanische Architekturelemente; Rückseite: schreibender Mönch, Teil einer Buchmalerei sowie Torbogen inspiriert von Motiven aus Norditalien. 20 Euro, Vorderseite: Weibliche Figur nach einer französischen Statue im gotischen Stil, dazu gotische Fensterrose und Säulen einer Kathedrale; Rückseite: Innenansicht einer französischen Kathedrale und Szenen vor einer Burganlage. 50 Euro, Vorderseite: Flämisches Männerporträt aus der Zeit der Renaissance sowie Säule eines florentinischen Palastes; Rückseite: von den Uffizien in Florenz inspirierte Hofansicht, Astrolabium, Kompassrose und Flachrelief mit Ornamenten. 100 Euro, Vorderseite: Barockes weibliches Porträt, Volutendekor nach einer französischen Stuckarbeit und barocker Faltenwurf; Rückseite: Innenansicht einer österreichischen Bibliothek, Innenraum einer Kirche und barocker Engel. 200 Euro, Vorderseite: Männliches Porträt aus der Zeit der industriellen Revolution sowie architektonische Elemente nach einem Art-déco-Gebäuden in Brüssel; Rückseite: Vase. Irisblüten und Innenansicht einer Fabrik. 500 Euro, Vorderseite: Weibliches Porträt im Stil der 1920er Jahre, zeitgenössisches Design und Archtitekturelemente; Rückseite: Sendemast, moderne Architektur und Fabrikgebäude. Fortsetzung folgt … Hans-Ludwig Grabowski Abb. Europäische Zentralbank (EZB)

  • Spanische Geldscheine 1931–1939, Teil 2.3.2 – León

    Die offiziellen Geldausgaben der republikanischen Nordprovinzen – Kleingeld Asturien und León, Teil 2 Die Kleingeldausgaben der Consejo de Asturias y León Der gleiche Mangel, der an Geldzeichen ab 5 Peseten herrschte, war auch beim Kleingeld zu spüren. Um den Zahlungsverkehr aufrechterhalten zu können, gaben nicht nur Gemeinden, sondern auch Gewerkschaften und Unternehmen Notgeld über kleine Beträge aus. Um einheitliche Geldverhältnisse zu schaffen, ordnete die Regierung von Asturien und León (Consejo de Asturias y León) die Herstellung von Münzen zu 50 Céntimos sowie einer und zwei Peseten an. Jedoch bereitete nicht nur die Beschaffung des Metalls Schwierigkeiten, sondern auch die hohen Kosten warfen Probleme auf. Von den Münzen wurden je 50.000 Stück der Nominale zu 50 Céntimos und 1 Pesete sowie 100.000 Münzen zu 2 Pesetas geprägt; und zwar 50 Centimos (Ø 21,5 mm/2,8 g) und 2 Peseten (Ø 27 mm/8 g) in Kupfer-Nickel und 1 Pesete (Ø 23 mm/4,75 g) in Kupfer. Die Stücke in Kupfer-Nickel wurden in Gijón und die in Kupfer in Guernica geprägt. Abb. 1.1/2: Consejo de Asturias y León, 1937, 50 Céntimos, Vorder- und Rückseite. Abb. 2.1/2: Consejo de Asturias y León, 1937, 2 Pesetas, Vorder- und Rückseite. Weder hätte man den Bedarf an kleinen Zahlungsmitteln mit der geringen Menge an Münzen decken, noch das Verbot der privaten und kommunalen Gutscheine durchsetzen können. In der Zeitung „El Noroeste“ vom 6. Dezember 1936 gab der Generaldirektor der Finanzabteilung, Rafael Fernández, bekannt, dass die Regierung die Ausgabe von „Silber-Geldscheinen“ (papel plata) über 0,50, einer und zwei Peseten beschlossen habe. Am 12. Januar 1937 meldete man dann, dass die Prägestempel im Baskenland hergestellt und die Münzen zunächst in Guernica und später in Asturien geprägt würden. Bereits am 3. Januar war dann in der Zeitung „Advance“ zu lesen, dass ab 1. Februar die Kleingeldscheine in Umlauf gesetzt würden. Fünf Tage später wiederholte man die Meldung dahin gehend, dass sowohl „Billetes de certificado de plata“ wie auch Münzen gleichen Wertes ausgegeben würden. Trotz des dringenden Bedarfs verstrich viel Zeit, bis am 18. August 1937 „Advance“ meldete, dass wohl Ende des Monats Geldscheine zu 25, 40 und 50 Céntimos sowie einer und zwei Peseten kommen würden und dass der Schein zu 2 Peseten etwa die Größe der 10 Peseten-Banknote habe. Die Scheine seien von Germán Horacio entworfenen und von Control de Litografía auf gutem Papier gedruckt worden. Am 1. September 1937 schließlich war es so weit, die Kleingeld-Gutscheine wurden in Umlauf gesetzt. In den nächsten Tagen erschienen dann Anzeigen der Gewerkschaften, die ihre Gutscheine aufriefen. Die Vorderseiten der Céntimos-Nominale sind bei unterschiedlicher Größe und Farbe bildgleich: die blauen 25 Céntimos haben die Maße 80 x 40 mm, die grünen 40 Céntimos 92 x 45 mm und die blau-violetten 50 Céntimos 92 x 45 mm. Die Scheine sind überschrieben im Band mit „CONSEJO DE ASTURIAS Y LEÓN“, darunter kleiner – ESPAÑA –; in der Mitte in einer Verzierung der Wert, links und rechts davon im Unterdruck das mit der Volkskrone gekrönte Wappen von Asturien (Kreuz) bzw. von León (Löwe). Auf dem linken Wappen die Unterschrift des Generalgouverneurs des Rates, Belarmino Tomás, und auf der rechten Seite die Unterschrift des Finanzministers Rafael Fernández. Am unteren Rand wird bis auf dem Schein zu 25 Céntimos die Druckerei genannt. Die Vorderseiten der Peseten-Werte zeigen auf der linken Seite eine Allegorie der Republik: eine sitzende Matrone mit einem Löwen zu ihren Füßen. Die beiden Wappen bilden hier den Unterdruck auf der rechten Seite. Die Hauptfarbe des Peseten-Scheins ist Rot und Orange, Größe 97 x 50 mm, der Wert zu 2 Peseten in Grau und Braun hat die Größe 106 x 51 mm. Da die Kleingeldscheine von der Banco de España nicht genehmigt waren, fehlt hier auch ein entsprechender Vermerk. Die Rückseiten zeigen Darstellungen aus Region. Der niedrigste Wert zwei Fischer, das Nominal zu 40 Céntimos die Entladung eines Schiffes, der 50er einen Arbeiter mit Hammer am Amboss, der Schein zu einer Pesete Bauern auf dem Feld und der höchste Wert einen sägenden Arbeiter. Zusätzlich steht auf allen Nominalen der Wahlspruch „PAZ Y TRABAJO“ (Friede und Arbeit). Abb. 3.1: Consejo de Asturias y León, ohne Datum, 25 Céntimos, Vorderseite. Abb. 3.2: Consejo de Asturias y León, ohne Datum, 25 Céntimos, Rückseite. Abb. 4.1: Consejo de Asturias y León, ohne Datum, 40 Céntimos, Vorderseite. Abb. 4.2: Consejo de Asturias y León, ohne Datum, 40 Céntimos, Rückseite. Abb. 5.1: Consejo de Asturias y León, ohne Datum, 50 Céntimos, Vorderseite. Abb. 5.2: Consejo de Asturias y León, ohne Datum, 50 Céntimos, Rückseite. Abb. 6.1: Consejo de Asturias y León, ohne Datum, 1 Peseta, Vorderseite. Abb. 6.2: Consejo de Asturias y León, ohne Datum, 1 Peseta, Rückseite. Abb. 7.1: Consejo de Asturias y León, ohne Datum, 2 Pesetas, Vorderseite. Abb. 7.2: Consejo de Asturias y León, ohne Datum, 2 Pesetas, Rückseite. Die Kleingeldscheine sind auch heute noch relativ leicht zu bekommen. Eine Ausnahme macht nur der Wert zu 50 Céntimos, der verhältnismäßig selten ist. Uwe Bronnert

  • Liberia: 100 Dollars der neuen Banknotenfamilie

    Die Zentralbank von Liberia gab im Dezember 2021 und im Februar 2022 die ersten beiden Tranchen der 100-Dollars-Noten als erstes Nominal einer neuen Banknotenserie in Umlauf. In den zwei Jahren bis 2024 soll der Austausch der alten Scheine durch die neuen erfolgen; in diesem Zeitraum werden beide Noten-Generationen parallel als gesetzliches Zahlungsmittel kursieren. Die Ausgabe der restlichen Papiergeld-Stückelungen zu 20, 50, 500 und 1000 Dollars sowie der neuen Münzen zu 5 und 10 Dollars steht noch in absehbarer Zeit an; angekündigt wurde vergangenes Jahr der Termin mit "2. Jahreshälfte von 2022". Die Vorderseite der 100-Dollars-Noten im Format 143 x 66 mm zeigt wieder – wie bereits der Vorgängerschein – das Porträt von William R. Tolbert, Jr., Staatspräsident Liberias von 1971 bis zu seiner Ermordung während eines Militärputschs im Jahr 1980. Auf der Rückseite ist abermals eine Frau mit Kind auf einem Marktplatz neben dem Banklogo abgebildet. Ein Wappen als Wasserzeichen, ein Fenster-Sicherheitsfaden mit fünfstrahligen Sternen und ertastbare Schräglinien an den Seitenrändern gehören zu den Sicherheitsmerkmalen der Papierbanknote. Kana Totsuka Abb. Owen W. Linzmayer (www.banknotebook.com)

  • Pakistan: Fehler auf 100 Rupees sollen korrigiert werden

    Berichten zufolge soll der pakistanische Bundesombudsmann die State Bank of Pakistan zur Verbesserung zweier Fehler auf seit 2006 ausgegebenen 100-Rupees-Noten angewiesen haben, nachdem ihn im Januar dieses Jahres das Schreiben des Rentners Muhammad Mohsin erreicht hatte. Konkret handelt es sich um die Bildunterschrift auf der Rückseite "QUAID-E-AZAM RESIDENCY, ZIARAT-QUETTA": Einerseits soll die Transkription der Partikel im Titel des Muhammad Ali Jinnah "Quaid-e-Azam (Größter Führer)" von "e" auf "i" umgeändert werden, andererseits befindet sich das abgebildete Gebäude, in dem Jinnah die letzten zwei Monate seines Lebens verbrachte, in der Stadt Ziarat im gleichnamigen Distrikt der Provinz Belutschistan und nicht – wie auf der Note angegeben – in Quetta, Stadt und Distrikt in Belutschistan. Mohsin hatte bereits seit 2016 in mehreren Briefen an die wechselnde Führung der Pakistanischen Staatsbank sowie an Finanzminister appelliert und vergeblich versucht, von der Notwendigkeit einer Korrektur zu überzeugen. In einer Stellungnahme verteidigte beispielsweise Abid Qamar, Pressesprecher der Bank, vor mehr als einem Jahr die Beibehaltung der Bildunterschrift: Die Transkription der Partikel aus dem Urdu in das lateinische Alphabet sei keinesfalls eindeutig festgelegt; so sei "Quaid-e-Azam" neben der Schreibweise mit "i" auch in hochoffiziellen Kontexten – unter anderem in Gesetzestexten oder der Webpräsenz der pakistanischen Regierung – zu finden. Außerdem lokalisiere die Bildunterschrift das Gebäude nicht direkt in Quetta: Der Zusatz solle nur dazu dienen, den Menschen anhand der Nennung einer nahegelegenen bekannten, größeren Stadt einen ungefähren regionalen Kontext zu geben. Dieser Vorgangsweise sei man auch bei den 20-Rupees-Noten mit den Ruinen der Siedlung Mohenjo-Daro und der nächsten größeren Stadt Larkana gefolgt. Die beiden irreführenden Textteile, auf die Mohsin hingewiesen hatte, sollen bereits bei der nächsten Gelegenheit geändert werden. Kana Totsuka Abb. Hartmut Fraunhoffer (www.banknoten.de)

  • World Money Fair in Berlin dieses Wochenende

    Die World Money Fair wird dieses Wochenende vom 15.–16. Juli 2022 – nun wieder in Präsenz – im Hotel Estrel Berlin veranstaltet. Die Liste der hochkarätigen Aussteller der diesjährigen Sommer-Messe finden Sie hier. Selbstverständlich ist der Battenberg Gietl Verlag auch wieder mit einem eigenen Stand vertreten. Hier stehen Ihnen von der Online-Redaktion Geldscheine-Online.com und der Redaktion der Zeitschrift "Münzen & Sammeln" als Ansprechpartner zur Verfügung: Hans-Ludwig Grabowski Kana Totsuka Wir freuen uns auf Ihren Besuch! Geöffnet ist die Messe an beiden Veranstaltungstagen von 10–18 Uhr; Einlass für Aussteller und Fachbesucher bereits ab 7 Uhr. Eine Tageskarte ist für 10 € erhältlich (ermäßigt 6 € bzw. 100 € für Fachbesucher). Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des Veranstalters: www.worldmoneyfair.de

  • Spanische Geldscheine 1931–1939, Teil 2.3.1 – Gijón

    Die offiziellen Geldausgaben der republikanischen Nordprovinzen – Kleingeld Asturien und León, Teil 1 Die Emission der Banco de España – Gijón vom 5. November 1936 und September 1937 In Asturien entschied sich nur Oberst Aranda, Kommandeur des Militärs der Region mit Sitz in Oviedo, an dem Putsch teilzunehmen. Garnison und Guardia Civil verteidigten die Stadt gegen die republikanischen Belagerer. Am 17. Oktober 1936 wurde dann Oviedo von der galizischen Brigade befreit und in die nationale Zone integriert. Der Rest der Provinz Asturien stand treu zur Republik. Im Sama de Langreo konstituierte sich das sogenannte „Asturias Provincial Committee“, dem der sozialistische Abgeordnete Belarmino Tomás vorstand. Ende August zog das Kriegskomitee nach Gijón. Am 29. September wurde Tomás von der Zentralregierung zum Zivilgouverneur ernannt. Vom ersten Moment an beabsichtigten die republikanischen Milizen, León und die nördlichen Teile der Provinz durch eine Südfront zu schützen, wobei die Linie von Villablino nach Norden durch La Robla über Riaño hinausführte, wodurch die Städte nördlich von León unter der Kontrolle der republikanischen Regierung blieben. Die Geldversorgung der Region war stark behindert, da sie weitgehend eingeschlossen war. Galizien und der Süden der Provinz León wurden durch nationale Truppen dominiert und das Meer vom Kreuzer Almirante Cervera kontrolliert. Zudem hatten sich die Banknotenreserven in Oviedo befunden, das nun in den Händen der Franquisten war. Um das Problem des Zahlungsmittel-Mangels zu lösen, erließ der Provinzialrat von Asturien und León am 24. Oktober 1936 ein Dekret, das von Generalgouverneur Belarmino Tomás und dem Generaldirektor der Finanzen, Rafael Fernández, unterzeichnet wurde. Dadurch wurden die privaten Banken aufgelöst, deren Vermögen beschlagnahmt und der neu errichteten „Caja Central de Depositos“ übergeben. Sie sollte das Finanzwesen der Provinz kontrollieren und steuern. Der Verwaltungsrat der Kasse bestand aus zehn Vertretern. Fünf gehörten der Gewerkschaft der Bankangestellten, zwei den Industrieverbänden und je einer der Handelsgewerkschaft bzw. der Landarbeitergewerkschaft an. Den Vorsitz übernahm der „Finanzminister“ Fernández. Die Kasse wurde ermächtigt, Geldscheine auf den Inhaber zu 5, 10, 25, 50 und 100 Peseten zulasten der Banco de España auszugeben, ähnlich den Bedingungen, wie sie durch Dekret der Regierung von Euzkadi vom 16. April 1937 festgelegt wurden. Der Beschluss des Verwaltungsrats wurde in der Zeitung „El Noroeste“ vom 25. Oktober veröffentlicht. Tags zuvor gab Fernandez in einer Radioansprache die Emission der geplanten Scheine bekannt, die er „Bonos” (Anleihen) nannte. Als Deckung dienten die Guthaben der Privatbanken in Höhe von 18.002.201 Peseten, die in Gijón bei der Banco de España beschlagnahmt worden waren. Am 8. November 1936 meldete die Zeitung „El Noroeste“, das die Geldscheine am 10. des Monats in Umlauf gesetzt würden. Die Scheine waren groß mit „EL BANCO DE ESPAÑA“ überschrieben, darunter kleiner „GIJÓN“. Vom Emissionsdatum 5. November 1936 wurde „5 NOV“ mit einem Gummistempel in violetter Tinte angebracht. Als Emittent nennen die Noten die „Caja de Depósitos“. Darunter finden wir eine handschriftliche Unterschrift. Es kommen insgesamt 28 Unterschriften vor: zehn von ehemaligen Angestellten der Banco Español de Crédito, sechs von der Banco Minero Industrial, fünf von der Banco de Gijon, drei von der Banco de Bilbao, von einem Regierungsbeamten des Delegado de Hacienda del Gobierno in Gijón, ferner die des Consejero de Hacienda del Consejo de Asturias (Finanzminister), Rafael Fernández, sowie zwei von nicht näher bekannten Personen. Da die Scheine ein Einheitsmaß von ca. 123 x 80 mm haben, nur die beiden höchsten Werte sind mit ca. 130 x 90 mm unwesentlich größer, wurden unterschiedlich, farbige, diagonale (von links unten nach rechts oben) Streifen aufgedruckt, um so Analphabeten die Unterscheidung der Wertzeichen zu ermöglichen: beim Wert zu 5 Pesetas ein brauner, 10 Pesetas ein grüner, 25 Pesetas ein blauer, 50 Pesetas ein gelber und bei 100 Pesetas ein roter Streifen. Die Scheine wurden mit einem Talon auf der linken Seite gedruckt. Dessen Vorderseite wurde vor Ausgabe mit einem Stempel der Banco de España, Gijón, in violetter bzw. blauer Farbe versehen und danach manuell geschnitten, sodass immer nur ein Teil des Stempelabdrucks auf dem Schein vorhanden ist. Die zweizeilige Bestätigung der Nationalbank findet sich wie bei der ersten Ausgabe von Bilbao auf der sonst unbedruckten Rückseite: „Tiene fondos, / BANCO DE ESPAÑA, GIJÓN“. Die ersten Scheine unterschrieb, wie der Stempelaufdruck „El Cajero del Banco de España GIJÓN“ gelegt, der Kassierer der Filiale, D. Manuel Camaero Ruiz, noch handschriftlich selber; darunter folgt der Abdruck des Stempels der Filiale. Später wurde vor die Unterschrift „P-EL CAJERO“ gesetzt und auf den Stempelabdruck verzichtet. Da die manuelle Signatur eine Menge Arbeit bedeutete, wurde als endgültige Form ein Faksimile-Stempel mit „Manual Camarero“ und zuletzt „M Camarero“ benutzt. Diese Stempel kommen in den Farben Violett, Blau oder Rot vor. Daneben wurden Scheine auch von weiteren Bankangestellten handschriftlich auf den Rückseiten unterzeichnet. Abb. 1: Caja Central de Depositos, 5. November 1936, 5 Pesetas, Vorderseite. Abb. 2.1: Caja Central de Depositos, 5. November 1936, 10 Pesetas, Vorderseite. Abb. 2.2: Caja Central de Depositos, 5. November 1936, 10 Pesetas, Rückseite mit „M Camarero“. Abb. 3: Caja Central de Depositos, 5. November 1936, 25 Pesetas, Vorderseite. Abb. 4.1: Caja Central de Depositos, 5. November 1936, 50 Pesetas, Vorderseite. Abb. 4.2: Caja Central de Depositos, 5. November 1936, 50 Pesetas, Rückseite mit „Manual Camarero“. Abb. 5.1: Caja Central de Depositos, 5. November 1936, 100 Pesetas, Vorderseite. Abb. 5.2: Caja Central de Depositos, 5. November 1936, 100 Pesetas, Rückseite mit „El Cajero del Banco de España GIJÓN, Manual Camarero“ und Bankstempel. Abb. 6: Caja Central de Depositos, 5. November 1936, 100 Pesetas, Rückseite mit abweichender Unterschrift. Am 23. Dezember 1936 gründete die Regierung der Republik den Provinzrat von Asturien und León, der sofort beschloss, die bisherigen Ausgaben durch neue zu ersetzen. Der Gesamtumlauf sollte auf 60 Millionen erhöht und von der Zweigstelle Gijón der Banco de España garantiert werden. Die beschlagnahmten Gelder sollten an die Privatbanken zurückzugehen, damit diese ihre Arbeit wieder aufnehmen konnten. Der Rat stellte fest, dass der Einlagefond nicht in der Lage sei, das Geldwesen der Provinz zu sichern. Im Januar 1937 erfuhren dann die Leser der Zeitung „Advance“, das Anfang Februar neue Münzen und Geldscheine in Umlauf gebracht würden. Die Zeitung hob die Qualität des Papiers und des Designs hervor. Germán Horacio Robles habe bei den Entwürfen auf asturische Motive aus Bergbau, Fischerei, Landschaft und Stadt zurückgegriffen. Der Verband der Graphischen Künste von Gijón (El Control de Litografia del Sindicato Único del Ramo de las Artes Gráficas de Gijón) betonte die Fälschungssicherheit. Am 14. Januar 1937 verbot die Zentralregierung in Valencia die Ausgabe von Notgeld und ordnete deren Einzug an,1) sodass die geplante Neuausgabe von Geldscheinen in Asturien auf Eis gelegt wurde. Dennoch bildete am 6. Februar „Advance“ Fotos der Rückseite eines noch nicht nummerierten 100-Pesetas-Scheins ab, der angeblich am 8. oder 9. Februar ausgegeben werden sollte. Die weiteren Werte zu 5, 10, 25 und 50 Peseten mit „Allegorien des Reichtums der Region“ würden 15 Tage später folgen. Die Zeitung wies auch darauf hin, dass diese "Banknoten" benötigt würden, um die schon stark abgenutzten Scheine vom 5. November 1936 austauschen zu können. In der Meldung wird betont, dass diese Scheine durch Metall gedeckt seien und dass ihre Ausgabe ausschließlich den Papiergeldmangel beseitigen solle. Von diesen Scheine wurden wohl nur Muster zu 50 und 100 Pesetas in verschiedenen Farben gedruckt. Einzig der einseitige Druck der Rückseite des Wertes zu 25 Pesetas mit der Abbildung von Bergarbeitern hat die Zeit in größerer Zahl in Sammlungen überdauert. Abb. 7: Banco de España - Gijón, ohne Datum (1. Januar 1937), 25 Pesetas, Probeabdruck, Rückseite. Am 9. Februar informierte der Provinzialrat, dass die angekündigten Banknoten nicht ausgegeben würden, da genügend offizielle Noten der Banco de España vorhanden seien, ja dass die von der Caja Central de Depositos ausgegebenen Scheine schrittweise zurückgezogen würden. Gleichzeitig gab die Zweigstelle Gijón der Notenbank bekannt, dass sie keine neuen Scheine der Caja Central de Deposito genehmigen würde, da ihre Ausgabe bereits den Wert von 44.630.000 Pesetas erreicht hätte. Nach einem Dekret des Provinzialrats vom 13. Februar 1937 durften die privaten Banken am 15. ihre Arbeit wieder aufnehmen, und die beschlagnahmten 18.002.297,07 Pesetas wurden wieder frei gegeben. Nach § 4 der Bestimmungen wurde den Privatbanken die Aufgabe übertragen, innerhalb der nächsten 30 Tage alle präsentierten „Hilfsnoten“ einer Sorte im Betrag von 200 Pesetas auf der Vorderseite zu stempeln und das restliche Geld in reguläre Banknoten umzuwechseln. Mit dem aufgebrachten 7,5 x 2,5 mm großen dreizeiligen Kastenstempel in violetter, blauer, schwarzer oder roter Farbe wurde die Umlauffähigkeit verlängert: „CONSEJERIA DE HACIENDA / VENCIMIENTO PRORROGADO / MARZO de 1937 und eine Nummer“. Die höchste bekannte Stempelnummer ist 55. Abb. 8: Verlängerungsstempel. Da Gijón von Madrid abgeschnitten war, gelangten nur geringe Mengen regulärer Banknoten in die Stadt, sodass auch ungestempelte Hilfsbanknoten über den 31. März hinaus weiterhin umliefen und die Frist für die Abstempelung verlängert wurde. Das Ministerium bekräftigte jedoch, dass nur noch bis zum 8. April gestempelt und danach ungestempelte Scheine nicht mehr angenommen würden. Am 29. April sagte der Sekretär des Finanzministers, Juna Cima, gegenüber der Presse, dass Personen abgelegener Gebiete, die von der Stempelaktion nichts erfahren hätten, weiterhin ihre Geldscheine vorlegen könnten. Das Finanzministerium ermächtige die Filiale in Gijón selbst zu entscheiden, wann die Hilfsnoten zurückgezogen werden sollten. In Sammlungen finden sich praktisch nur gestempelte Scheine. Niemand wollte damals riskieren, den Wert des Geldes zu verlieren. Alle Scheine vom 5. November 1936 kommen meist nur in sehr schlechter Erhaltung vor. Da die Exemplare oft beschnitten werden, um eine bessere Erhaltung vorzutäuschen, ist es ratsam beim Erwerb auf die Größe zu achten. Besonders stark gebraucht sind die 5- und 10-Peseten-Nominale, die vorwiegend bei der Soldzahlung der Truppen benutzt wurden. Alle Scheine sind selten, dies trifft besonders auf den Wert zu 5 Peseten zu. Diese Tatsache schlägt sich selbst bei schlecht erhaltenen Noten im Preis nieder. Erst am 7. Oktober 1937 wurde eine neue Banknote zu 100 Pesetas (Emision Septiembre 1937) ausgegeben, die bereits zu Jahresbeginn angekündigt worden war. Trotz der guten Qualität, lehnte ein Großteil der Bevölkerung diesen Schein ab, da die Franco-Truppen unaufhaltbar vorrückten und die republikanischen Banknoten nicht anerkannten. Da Gijón bereits am 21. Oktober eingenommen wurde, kommt dieser Schein meist in guter Erhaltung vor. Er hat eine Größe ohne Talon von ungefähr 140 x 83 mm. Das verwendete weiße Papier stammt aus dem Baskenland und wurde auch bei der zweiten Serie in Bilbao verwandt. Das Papier weist ein Wasserzeichen auf, das in mehreren Reihen Flugzeuge zeigt. Gedruckt wurden diese Scheine von Control de Litografía in Natahoyo de Gijón. Die Gesamtmenge ist nicht bekannt, jedoch wurden Kontrollnummern um die Zahl 282.000 gefunden. Abb. 9.1: Banco de España - Gijón, September 1937, 100 Pesetas, Vorderseite. Abb. 9.2: Banco de España - Gijón, September 1937, 100 Pesetas, Rückseite. Abb. 9.3: Banco de España - Gijón, September 1937, 100 Pesetas, Wasserzeichen. Die Vorderseite ist mit einem dunkelblauen Rahmen eingefasst. Die linken Seite zeigt unter dem spanischen Wappen mit Volkskrone die Wappen von Asturien und León. Neben dieser Abbildung die Überschrift „EL BANCO DE ESPAÑA“, darunter „GIJÓN“. Der Geldschein wurde gleich von vier Personen unterzeichnet: von links nach rechts Don Rafael Fernández als Finanzminister, für die Banco de España Pedro Fernández González als Kontrolleur, Ladislao de Arriba als Kassierer und schließlich Belarmino Tomás als Generalgouverneur, nach dem diese Scheine auch „Belarminos“ genannt werden. Die Rückseite, die eine Allegorie der Arbeit darstellt, wurde von Germán Horacio Robles entworfen. Im Vordergrund sieht man einen Landwirt, der das Land mit einer Hacke bearbeitet, im Hintergrund ein pflügendes Ochsenpaar. Im unteren Mittelteil der Wahlspruch „PAZ Y TRABAJO“ (Friede und Arbeit). In ähnlicher Zeichnung sind auch nicht nummerierte 50-Pesetas-Scheine mit und ohne Talon bekannt. Hierbei dürfte es sich um Muster handeln, die nicht mehr ausgeführt wurden. Uwe Bronnert Anmerkungen Damit versuchte das Finanzministerium dem Notgeld-Chaos durch Flut der Ausgaben, das im gesamten republikanischen Spanien herrschte, Herr zu werden.

  • Aus privaten Sammlungen: 100 Latu der Lettischen Bank von 1939

    Objekttyp: Banknote Sammlung: Archiv für Geld- und Zeitgeschichte, Sammlung Grabowski Historischer Kontext: Ab 1202 waren die lettischen Fürstentümer vom Schwertbrüderorden erobert worden, der 1237 im Deutschen Orden aufging, womit eine deutsche Einwanderung mit wichtigen Stadtgründungen begann. Das Land erlebte später eine Blüte in der Hansezeit. 1795 war Lettland an das russische Zarenreich gefallen, doch der starke Einfluss der Deutsch-Balten in Gesellschaft und Kultur blieb noch bis in das Zwanzigste Jahrhundert hinein erhalten. Am 30. Januar 1918, noch vor Abschluss des Seperatfriedens von Brest-Litowsk, hatte der Lettische Provisorische Nationalrat die Gründung eines unabhängigen und demokratischen Lettlands beschlossen. Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs entstand der Lettische Volksrat als provisorisches Parlament, das am 18. November 1918 die Unabhängigkeit ausrief. Die war jedoch durch Angriffe der Roten Armee bedroht, die im Dezember 1918 die Sowjetmacht proklammierte. Erst Anfang 1920 konnten die letzten bolschewistischen Verbände zurückgedrängt werden. Anfangs waren noch deutsche Darlehnskassenscheine der Ostbank für Handel und Gewerbe im Umlauf. Durch das Finanzministerium kamen wenig später die ersten staatlichen Kassenscheine in den Zahlungsverkehr. Die Latvijas Bankas (Bank von Lettland) wurde nach der Stabilisierung der Währung am 1. November 1922 gegründet. Im Juli 1940 wurde Lettland von der Sowjetunion annektiert. Land/Region/Ort: Lettland, Riga Emittent: Latvijas Bankas (Bank von Lettland) Nominal: 100 Latu Datum: 1939 Umlauf: 13. Mai 1939 bis 25. März 1941 Vorderseite: Mitte links Frau mit Eichenlaub und Flaggenband (Personifizierung Lettlands), eine junge Bauernfamilie beschützend: Frau mit Früchten, Kind mit Getreidegarbe und Mann mit Pflug als Allegorien für die Landwirtschaft. Rückseite: Mitte Transportschiffe in einem Hafen, Eisenbahnwaggons und Holzstapel zur Verladung sowie ein Segelschiff in Fahrt, links Wappen. Wasserzeichen: Porträt des lettischen Ministerpräsidenten Kärlis Ulmanis. Unterschriften: Klive, Vanags Format: 155 mm x 81 mm Druck: VALSTS PAPIRU SPIESTUVÉ UN NAUDAS KALTUVE Material: Papier Nummerierung: A 002213 Authentizität: Original Zitate: • LAT-22a (Standard Catalog of World Paper Money, Vol. II – General Issues) • B210 (Linzmayer: The Banknote Book – Latvia) Hans-Ludwig Grabowski Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus Ihrer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com.

  • Die Entwürfe der ersten Euro-Banknoten, Teil 26

    Bereits im November 1994 hatte der Rat des Europäischen Währungsinstituts (EWI) die Stückelung auf sieben Banknoten-Nominale von 5 bis 500 Euro festgelegt. Im Juni 1995 wurden dann zwei Themen für die Gestaltung der Euro-Banknoten vorgegeben, zum Einen "Zeitalter und Stile in Europa" und zum anderen ein abstraktes, modernes Design. Im Februar 1996 begann der Gestaltungswettbewerb, an dem 29 Grafiker und Grafikerteams teilnahmen, die von 14 nationalen Zentralbanken der EU nominiert wurden. Im September 1996 beurteilte eine Jury aus international renommierten unabhängigen Experten für Marketing, Grafik und Kunstgeschichte die eingereichten Entwürfe und wählte je fünf für beide Themenbereiche aus. Im Oktober 1996 erfolgte eine Umfrage unter insgesamt 2000 Personen aus allen EU-Ländern außer Dänemark und am 3. Dezember 1996 wählte der Rat des EWI schließlich den Vorschlag aus Österreich Nr. T 382 als Gewinner des Gestaltungswettbewerbs. Wie aber hätten die ersten Euro-Banknoten auch aussehen können? Wir setzen hiermit unsere Reihe zu den Entwürfen der ersten Euro-Banknoten fort. Abstrakt/Modern, Vorschlag M 981 Klaus Michel Klaus Michel, geb. 1963 in München, studierte Industriedesign in Berlin und schloss 1991 sein Studium ab. Lehraufträge in Berlin, Weimar und Halle. Sanne Jünger Sanne Jünger, geb. 1964 in München, studierte Industriedesign in Berlin und schloss 1993 ihr Studium ab. Lehraufträge in Berlin, Weimar und Halle. Beide erwarben sich große Erfahrung in der Projektentwicklung und gründeten 1995 in Berlin des Designstudio Jünger + Michel – Corporate Culture. Den einzelnen Wertstufen wurden symbolhafte Motive zugewiesen, die sich mit den Identitäten der europäischen Länder und Nationalitäten befassen. Eine Landkarte im Kreis der zwölf europäischen Sterne zeigt auf den Rückseiten das jeweilige Ausgabeland anstelle eines Ländercodes (bei den Entwürfen immer Belgien). 5 Euro, Thema Spiel und Tanz, Vorder- und Rückseite. 10 Euro, Thema Nahrungsmittel und Landesküche, Vorder- und Rückseite. 20 Euro, Thema Geographie und Topographie, Vorder- und Rückseite. 50 Euro, Thema Klima und Wetter, Vorder- und Rückseite. 100 Euro, Thema Sprache und Kommunikation, Vorder- und Rückseite. 200 Euro, Thema Philosophie und Religion, Vorder- und Rückseite. 500 Euro, Thema Recht und Handel, Vorder- und Rückseite. Fortsetzung folgt … Hans-Ludwig Grabowski Abb. Europäische Zentralbank (EZB)

  • Leserpost: Nicht ausgegebene polnische Banknoten

    Zum Beitrag "Polnische Geldscheine – Begrenztes Sammelgebiet: nicht ausgegebene Scheine" von Wolfgang J. Mehlhausen und dem hier vorgestellten 20 Złotych-Schein kann ich folgendes ergänzen: In einem Katalog polnischer Banknoten ist eine ganze Serie von nicht ausgegebenen Entwürfen zu sehen. Es gab folgende Wertstufen: 20 Złotych, Abbildung eines jungen Mannes, RS: Posen 50 Złotych, Abbildung eines Seemannes, RS: Danzig 100 Złotych, Abbildung eines Arbeiters, RS: Breslau 100 Złotych, Abbildung eines Arbeiters, RS: Kattowitz 500 Złotych, Abbildung eines Mannes mit Kapuze, RS: Krakau 1000 Złotych, Frau in Nationaltracht, RS: Warschau Das Klischee des Tausenders wurde später für den 200.000-Złotych-Schein verwendet. Die KN auf allen Scheinen ist gleich KH 1204395. So wie Kalina mit seinen Schilling-Entwürfen sein eigenes Geburtsdatum verewigt hat, hat auch Andrzej Heydrich persönliche Daten in die Fantasie-KN mit einfließen lassen. Manfred Dietl Ergänzung der Redaktion: Laut Internetseite des Gabinet Numizmatyczny von D. Marciniak gab es in den Jahren 1964/65 Vorbereitungen zur Einführung neuer Banknoten in Polen. Es wurden viele Designs erstellt, aber nur ein kleiner Teil davon hat eine Test-Druckphase erreicht. Die Serie "Polnische Städte" – auf der Rückseite jeder Banknote ist eine polnische Stadt abgebildet, wurde in verschiedenen Testfarben gedruckt. Druckproben zur Serie "Polnische Städte": Druckprobe zu 20 Złotych vom 2. Januar 1965, Vorder- und Rückseite. Druckprobe zu 50 Złotych vom 2. Januar 1965, Vorder- und Rückseite. Druckprobe zu 100 Złotych vom 2. Januar 1965, Vorder- und Rückseite. Druckprobe zu 500 Złotych vom 2. Januar 1965, Vorder- und Rückseite. Druckprobe zu 1000 Złotych vom 2. Januar 1965, Vorder- und Rückseite. Druckproben zur Serie "Polnische Städte" in einer anderen Farbversion: Druckprobe zu 20 Złotych vom 2. Januar 1965, Vorder- und Rückseite. Druckprobe zu 50 Złotych vom 2. Januar 1965, Vorder- und Rückseite. Druckprobe zu 100 Złotych vom 2. Januar 1965, Vorder- und Rückseite. Druckprobe zu 500 Złotych vom 2. Januar 1965, Vorder- und Rückseite. Druckprobe zu 1000 Złotych vom 2. Januar 1965, Vorder- und Rückseite. Laut D. Marciniak sind diese Druckproben in verschiedenen Farbvariationen bekannt und der Nennwert zu 100 Złotych in zwei Versionen der Rückseite, mit Breslau oder Kattowitz. Aus der gesamten Serie wurde nur der Nennwert zu 1000 Złotych an die nächste Teststufe weitergegeben, es wurde hierzu auch ein Stahlstich auf Papier mit Wasserzeichen hergestellt. Diese Banknoten wurden von Andrzej Heidrich entworfen, ihre Serie KH ist eine Kuriosität, es sind die Initialen der Tochter des Designers, und in der Kontrollnummer ist ein Datum in Bezug auf sie kodiert. Es handelt sich insgesamt um sehr seltene Druckproben, die derzeit bei Sammlern und am Markt praktisch unbekannt sind. Hans-Ludwig Grabowski

  • Weißrussland: Neue 100-Rubel-Note eingeführt

    Die Nationalbank der Republik Belarus brachte am 1. Juli 2022 neue Banknoten über 100 Rubel in Umlauf. Wie bei den anderen Nominalen der seit 2019 eingeführten Banknotenserie ist auch der Hunderter gestalterisch mit dem Vorgängerschein identisch: Auf der Vorderseite ist wieder das Schloss Njaswisch, die Residenz des polnisch-litauischen Adelsgeschlechts Radziwiłł zu sehen, während die Rückseite ein Wertep-Theater – eine tragbare Figurentheater-Kiste – sowie eine Geige mit Bogen und Tamburin zeigt. Unterschiede der neuen, diesmal von Goznak gedruckten Hunderter zu den Vorgängernoten liegen in der Jahresangabe ("2022" statt "2009"), der vollständigen Eliminierung der Unterschrift, der Erweiterung der Abbildungen um eine Bildunterschrift sowie in der Einführung erneuerter Sicherheitsmerkmale, wie ein breiter gestalteter Fenster-Sicherheitsfaden und OVI-Effekte. Kana Totsuka Abb. Owen W. Linzmayer (www.banknotebook.com)

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