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  • Russlands Polymer-Ausgabe zur Fußball-Weltmeisterschaft 2018: UV-Varianten!

    Russland hat am 22. Mai 2018 eine 100-Rubel-Gedenkbanknote anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft im eigenen Land ausgegeben. Die Banknote wurde von Goznak auf einem in Russland entwickelten Polymersubstrat gedruckt (es ist weder Guardian™ noch Safeguard®). Die Rückseite der Banknote zeigt einen Fußball, auf dem eine Karte Russlands in Grün zu sehen ist. Links oberhalb des Balls sieht man eine jubelnde Zuschauergruppe in Rot, dann eine größere Gruppe in Blau und schließlich eine größere Gruppe in Weiß. Dieser Schein wurde hier im Blog vorgestellt. Für diese Ausgabe wurden die Serien AA und AB verwendet. Die Serie AB wurde als Ersatzserie für die Scheine mit dem Präfix AA verwendet, aber die Scheine mit AB wurden auch in ganzen Bündeln ausgegeben – keine der beiden Serien ist also seltener und mehr wert als die andere. Abgesehen von der Kontrollnummer gibt es keine Unterschiede zwischen den Banknoten mit den Serien AA und AB. Es gibt jedoch zwei Varianten dieser Banknote. Der Unterschied ist auf der Rückseite zu finden: Auf manchen Noten sowohl mit AA als auch mit AB leuchten unter UV-Licht die grüne Russland-Karte und die rote Zuschauergruppe, und auf manchen leuchten sie nicht. Warum wurden zwei UV-Varianten hergestellt? Eventuell könnte die Erklärung so einfach sein, dass ein Produktionsfehler vorkam und die rote und die grüne UV-Tinte einfach nicht aufgetragen wurden. Aber die „ Fehler-Variante “ kommt häufig vor und ist deshalb nicht selten. Die Kontrollnummern-Bereiche für die beiden UV-Varianten, die sowohl bei der Serie AA als AB vorkommen, sind derzeit nicht bekannt. Wenn jemand technische Informationen zu den UV-Merkmalen dieser Banknote geben kann, kontaktieren Sie mich bitte. Vielen Dank! Donald Ludwig ( polymernotes.com )

  • Mexiko: Varianten der 20-Pesos-Polymerbanknote Serie X

    Ab 2001 gab Mexiko seine erste 20-Pesos-Polymerbanknote aus, die auf Guardian™-Substrat gedruckt wurde; die Gestaltung war recht ähnlich wie die vorherige Papierversion, aber mit einigen Designanpassungen). Es wurden die Serien A bis Y gedruckt und ausgegeben. Bei der Serie X dieser 20-Pesos-Banknote (mit Datum „9. NOV. 2005“) wurde in der oberen rechten Ecke einiger, aber nicht aller Banknoten ein neues UV-Sicherheitsmerkmal hinzugefügt. Dieses besteht aus vier vertikal angeordneten Kreisen, die unter normalem Licht sichtbar sind und unter UV-Licht deutlich hervortreten. Die Kontrollnummern für jede Serie beginnen mit einem Buchstaben. Für die Serie X dieser Ausgabe lauten die Anfangsbuchstaben G, H, J, K, L und M (sechs Buchstaben). Alle Banknoten der Serie X sind von José Julián Sidaoui Dib (Junta de Gobierno) und Raúl Valdés Ramos (Cajero Principal) unterzeichnet. Serie X – BESTÄTIGTE Varianten: Präfix-Buchstabe G: ohne vier Kreise (Kontrollnummer beginnt mit G014), mit vier Kreisen (Kontrollnummer beginnt mit G316) Präfix-Buchstabe H: ohne vier Kreise (Kontrollnummer beginnt mit H082) Präfix-Buchstabe J: mit vier Kreisen (Kontrollnummer beginnt mit J626) Präfix-Buchstabe K: es liegen noch nicht genügend Informationen vor Präfix-Buchstabe L: ohne vier Kreise (Kontrollnummer beginnt mit L296) Präfix-Buchstabe M: mit vier Kreisen (Kontrollnummer beginnt mit M651) Abb. 1–2: 20 Pesos mit Präfix H, ohne Kreise. Abb. 3–4: 20 Pesos mit Präfix G (KN 3160075), mit vier Kreisen. Anhand der Kontrollnummern auf den oben bestätigten Banknoten ohne und dann mit den vier Kreisen, wage ich die folgende Feststellung: Die Präfix-Buchstaben G bis M wurden nicht nacheinander, sondern gleichzeitig gedruckt. Da niedrige Kontrollnummern NICHT über das zusätzliche UV-Sicherheitsmerkmal und höhere Kontrollnummern über das zusätzliche UV-Sicherheitsmerkmal verfügen, wurden die vier Kreise in der Mitte des Drucks hinzugefügt. Wenn diese Beobachtung stimmen sollte, könnten wir evtl. herausfinden (oder schätzen), bei welcher Kontrollnummer die vier Kreise hinzugefügt wurden. Alle Banknoten der Serie Y enthalten das UV-Sicherheitsmerkmal „vier Kreise“ und die Banknoten der Serien A–W nicht. Diese Variante erscheint also nur auf Noten der Serie X. Bitte helfen Sie bei der Recherche! Besitzen Sie eine Banknote der Serie X? Wenn JA, schicken Sie bitte gute Bilder/Scans Ihrer Banknote(n) der Serie X an den Autor dieses Beitrags: ludwig@polymernotes.org Die Bilder/Scans sollten deutlich die Kontrollnummer und die obere rechte Ecke zeigen. UV-Bilder wären von Vorteil! Vielen Dank für Ihre Mitwirkung! Donald Ludwig ( polymernotes.com )

  • Philippinen: Entwicklungen beim Polymer

    Am Wochenende vom 13.–14. August 2022 kündigte der Gouverneur der BSP (Bangko Sentral ng Pilipinas) Felipe M. Medalla an, dass im Jahr 2023 eine neue 500-Piso-Polymerbanknote herausgegeben wird, aber „angesichts des Zeitplans für die Lieferung [der 1000-Piso-Banknote] wird die 500-Piso-Polymerbanknote nicht vor Ende Juni [2023] erhältlich sein.“ Ein Entwurf der neuen 500-Piso-Polymerbanknote, auf dem ein Tarsier abgebildet ist, geht im Internet um. Die BSP hatte zuvor erklärt, dass das im Internet kursierende Foto einer angeblichen 500-Piso-Polymerbanknote mit dem Bild eines Tarsiers eine Fälschung sei. Im Internet kursierender Entwurf des 500ers: Schönes Design, aber angeblich „Fake News“! Die Zentralbank plant, in Zukunft weitere Polymerbanknoten in verschiedenen Stückelungen wie 500 und 100 Piso in Umlauf zu bringen, insbesondere wenn die Öffentlichkeit die erste Charge der Polymer-Banknoten gut annimmt. Die BSP beschloss, Polymerbanknoten in Umlauf zu bringen, weil sie gesundheitlich unbedenklich und außerdem wesentlich hygienischer sind. Dies sind wichtige Eigenschaften für eine Banknote, insbesondere während einer Pandemie. Polymerbanknoten bieten auch eine höhere Sicherheit und sind schwerer zu fälschen. Da das Substrat eine längere Lebensdauer hat, ist es auch auf lange Sicht kosteneffizient. Außerdem kann das Material wiederverwertet werden. Es wurden auch weitere Einzelheiten über die aktuelle 1000-Pesos-Polymerbanknote bekanntgegeben (hier im Blog präsentiert: https://www.geldscheine-online.com/post/philippinen-design-der-neuen-1000-piso-polymerbanknote-enth%C3%BCllt ): Die BSP hat Note Printing Australia 3,7 Mrd. Piso für die Herstellung und Auslieferung von 500 Mio. Polymer-Banknoten zu 1000 Piso bezahlt (die BSP hat derzeit keine Kapazität zur Herstellung von Polymernoten in ihrer Druckerei in Quezon City). 10 Mio. Stück wurden zunächst im April 2022 ausgegeben – ein Teil der insgesamt 500 Mio. Stück, die die BSP bis 2023 in Umlauf bringen wird. Die nächste Charge von 1000-Piso-Polymer-Banknoten wird im Oktober 2022 in Umlauf gebracht, und zwar bis Juni 2023. Während dieses Zeitraums wird die BSP 490 Millionen Banknoten in Umlauf bringen. Damit wird der Anteil der 1000-Piso-Polymer-Banknoten im Umlauf von 0,7 % heute auf 31,9 % ansteigen. Die BSP kündigte bereits an, dass die Geldautomaten der Banken-Netzwerke einschließlich bis Ende Dezember 2022 in der Lage sein werden, Polymernoten auszugeben, die derzeit nur am Schalter erhältlich sind. Die Bankomaten sind nicht in der Lage, diese Kunststoff-Banknoten auszugeben, und müssen neu kalibriert werden, da die Scheine derzeit dazu neigen, aneinander zu kleben. Der Zeitplan der BSP sieht Ende Dezember 2022 für Banken innerhalb und Ende Juni 2023 für Banken außerhalb der Hauptstadtregion vor. Interessant ist es auch, dass die Entfernung der Volkshelden und Politiker von den 1000- und 500-Piso-Banknoten angeblich politische Hintergründe hat. Ferdinand Marcos Jr. wurde im Mai 2022 zum neuen Präsidenten der Philippinen gewählt. Der Philippinenadler auf der 1000-Piso-Banknote ist ein Symbol, das häufig mit der ehemaligen Bürgermeisterin von Davao City, Sara Duterte-Carpio – der Gegenkandidatin von Ferdinand Marcos Jr. und derzeitigen philippinischen Vizepräsidentin –, in Verbindung gebracht wird. Auch die Porträts der Helden im Zweiten Weltkrieg, Josefa Llanes Escoda, Vicente Lim und Jose Abad Santos, wurden von der Banknote entfernt. Die aktuelle 500-Piso-Banknote zeigt die Porträts des verstorbenen Senators Benigno „Ninoy“ Aquino Jr. und der verstorbenen ehemaligen Präsidentin Corazon Aquino – politische Rivalen der Marcos-Familie. Anhänger der Marcos-Familie haben die Änderung des Designs der 500-Piso-Banknote schon lange vorgeschlagen. Die aktuelle 500-Piso-Banknote. Donald Ludwig ( polymernotes.com )

  • Großbritannien: Polymer-Serien abgeschlossen

    Offizielle Quellen im Vereinigten Königreich berichten, dass keine der sieben Banken, die in Großbritannien und Nordirland Polymerbanknoten ausgeben, neue Polymer-Stückelungen herausgeben werden. Dies bedeutet, dass die sieben verschiedenen Serien von Umlaufbanknoten nun vollständig sind: England Bank of England: £5, £10, £20 und £50 https://www.bankofengland.co.uk/banknotes/current-banknotes Nordirland Bank of Ireland: £5, £10 und £20 https://www.acbi.org.uk/banknotes/bank-of-ireland.html Danske Bank: £10 und £20 https://www.acbi.org.uk/banknotes/danske-bank.html Ulster Bank: £5, £10, £20 und £50 https://www.acbi.org.uk/banknotes/ulster-bank.html Schottland: Bank of Scotland: £5, £10, £20 (reguläre Umlaufbanknote und Gedenkbanknote), £50 und £100 https://www.scotbanks.org.uk/banknotes/bank-of-scotland.html Clydesdale Bank: £5, £10 und £20 https://www.scotbanks.org.uk/banknotes/clydesdale-bank.html Royal Bank of Scotland: £5, £10, £20 und £50 https://www.scotbanks.org.uk/members/royal-bank-of-scotland.html Die Bank of Ireland wird keine 50- oder 100-Pfund-Polymerbanknoten ausgeben, ebenso wenig die Danske Bank. Die Clydesdale Bank wird keine 50- oder 100-Pfund-Polymerbanknoten ausgeben, da der Markenname nicht mehr existiert. Es gibt keine Clydesdale Bank-Filialen mehr in Schottland, die Bank wurde von Virgin Money UK plc übernommen und die Umbenennung in „Virgin Money“ ist inzwischen abgeschlossen. Außerdem wird die Royal Bank of Scotland keine 100-Pfund-Polymerbanknote emitieren. Hier im Blog wurde über diese verschiedenen Polymer-Ausgaben ausführlich berichtet. Benutzen Sie unsere Schlagwort-Suche, um weitere Informationen über Einzelbanknoten und -serien zu erfahren: England: https://www.geldscheine-online.com/blog/tags/england Nordirland: https://www.geldscheine-online.com/blog/tags/nordirland Schottland: https://www.geldscheine-online.com/blog/tags/schottland Donald Ludwig ( polymernotes.com )

  • Thailands 20-Baht-Polymerbanknote: Safeguard® oder Guardian™?

    Am 24. März 2022 brachte die Bank of Thailand ihre neue 20-Baht-Polymerbanknoten in Umlauf. Im Rahmen der offiziellen Ankündigung ( https://www.geldscheine-online.com/post/thailand-neue-20-baht-polymer-umlaufbanknote ) gab die Bank bekannt, dass die neue Zwanziger (von De La Rue plc gedruckt) sowohl auf dem Guardian™-Substrat von CCL Secure als auch auf dem Safeguard®-Polymersubstrat von De La Rue gedruckt werden. Kann man die verschiedenen Substrate leicht erkennen? Beide sind transparent und sehen mit bloßem Auge identisch aus, sind aber völlig unterschiedliche Produkte. Beim Bedrucken von Banknoten wird Tinte auf das Substrat aufgetragen, die dann trocknet. Je nach Art des Substrats trocknet die Tinte auf unterschiedliche Weise, was mit bloßem Auge erkennbar sein kann. Vorderseiten. Detailansichten. Die thailändische 20-Baht-Note kann ganz einfach getestet werden, indem man den Teil der Note mit dem transparenten Fenster durch eines der Verus™ H-Geräte zieht, das das Guardian™-Substrat mit einem grünen Licht und einem positiven Ton identifiziert. Handelt es sich nicht um ein Guardian™-Substrat, sieht man ein rotes Licht und man hört einen negativen Ton. Auch optisch gibt es Unterschiede, die am deutlichsten werden, wenn Sie die Banknote auf einem schwarzen Hintergrund scannen: Die Zahl „20“ innerhalb des transparenten Fensters ist bei der Safeguard®-Variante deutlich sichtbar und von heller goldener Farbe. Bei der Guardian™-Variante ist sie verblasst und kaum sichtbar. Welche anderen sichtbaren Unterschiede sehen Sie? Rückseiten. Es scheint, dass das Substrat auch anhand des Präfixes der Kontrollnummer bestimmt werden kann: Safeguard®-Präfixe: 0A bis 9A (und Ersatzpräfix 0S) Guardian™-Präfixe: 0B bis 9B (und Ersatzpräfix 1S). Helfen Sie bitte aktiv bei der Recherche mit, da nicht alle 22 Präfixe getestet werden konnten! Testen Sie Ihre 20-Baht-Polymerbanknoten (verschiedene Präfixe), und wenn Sie eine Ausnahme von der obigen Liste finden, scannen Sie Ihre Banknote auf schwarzem Hintergrund und schicken Sie den Scan an ludwig@polymernotes.org , vielen Dank! Wird es Präfixe 0C, 0D usw. geben? Auf welchem Substrat werden sie gedruckt? Wir werden sehen... Donald Ludwig ( polymernotes.com )

  • Kommende pakistanische Gedenkbanknoten: Papier, nicht Polymer!

    Die State Bank of Pakistan (SBP) gab am 16. Juni 2022 offiziell bekannt, dass ihre kommenden Gedenkbanknoten auf Papier und nicht, wie ursprünglich angekündigt, auf Polymer-Kunststoff gedruckt werden werden. Über diese Gedenkbanknoten wurde zuerst hier berichtet: https://www.geldscheine-online.com/post/pakistan-kommende-gedenkbanknoten-werden-polymerausgaben-sein Die beiden Gedenkbanknoten werden folgende Anlässe feiern: das 75. Jahr der Unabhängigkeit Pakistans. Der Unabhängigkeitstag, der jährlich am 14. August gefeiert wird, ist in Pakistan Nationalfeiertag. Das voraussichtliche Ausgabedatum für diese Gedenkbanknote ist der 14. August 2022. den 75. Jahrestag der Gründung der Staatsbank von Pakistan. Die Staatsbank von Pakistan (SBP) nahm ihre Tätigkeit am 1. Juli 1948 auf. Das voraussichtliche Ausgabedatum ist der 1. Juli 2023. Dieser Entwurf kursiert zur Zeit im Internet für eine der zwei Gedenkbanknoten. Die Staatsbank von Pakistan hat offiziell noch keine Entwürfe veröffentlicht. Premierminister Shehbaz Sharif lehnte den Vorschlag ab, angesichts der derzeitigen wirtschaftlichen Lage Pakistans und der schrumpfenden Devisenreserven Millionen von Polymer-Gedenkbanknoten außerhalb des Landes drucken zu lassen. Die SBP erwog die Ausgabe von Polymerbanknoten für den regulären Umlauf in Pakistan. Mit der Ausgabe dieser Gedenknoten wollte die Bank die Reaktion der Öffentlichkeit und die Praxistauglichkeit der Polymernoten unter den klimatischen Bedingungen des Landes beurteilen. Die SBP teilte mit, dass der Angebotsbewertungsausschuss nach Abschluss des ordnungsgemäßen Verfahrens gemäß den Vorschriften der Regulierungsbehörde für das öffentliche Auftragswesen (PPRA) von 2004 das Design von De La Rue, Großbritannien, für den Druck von 100 Millionen Polymer-Banknoten zum 75. Unabhängigkeitstag Pakistans zu Kosten von 3,57 Millionen US-Dollars und das Design von CCL Secure, Australien, für 100 Millionen Polymer-Gedenkbanknoten zur Gründung der SBP zu Kosten von 3,07 Millionen US-Dollars empfohlen habe. Die Gesamtausgaben hätten sich damit auf 6,64 Millionen US-Dollars belaufen. Premierminister Shehbaz Sharif lehnte den Vorschlag ab, angesichts der derzeitigen wirtschaftlichen Lage Pakistans und der schrumpfenden Devisenreserven Millionen von Polymer-Gedenkbanknoten außerhalb des Landes drucken zu lassen. Der Minister für Finanzen und Einnahmen schlug vor, Papierbanknoten vor Ort drucken zu lassen, was dann auch beschlossen wurde. Donald Ludwig ( polymernotes.com )

  • Die MIF Paper Money Fair: Wir ziehen um!

    Dimitri & Claudia Waltmans, die Veranstalter der MIF Paper Money Fair, haben bekannt gegeben, dass ab sofort keine Großveranstaltungen mehr in der Polfermolen-Halle in Valkenburg (Niederlande) stattfinden dürfen. Der neu gewählte Stadtrat hat alle Veranstaltungen dieser Art verboten, und auch unsere geliebte Papiergeldbörse ist davon betroffen. Doch es wurde eine hervorragende Alternative gefunden. Die Internetseite des Veranstalters wurde aktualisiert, sehen Sie sich das an! https://mifevents.com/en/ Für Aussteller und Besucher wird der neue Veranstaltungsort nur einen Katzensprung von Valkenburg entfernt sein und man kann immer noch dort übernachten, wenn man mag. Das MECC Congress Center in Maastricht, nur 12 km von Valkenburg entfernt. Das Foyer im MECC Congress Center in Maastricht. Die Haupthalle im MECC Congress Center in Maastricht. Danke an die Veranstalter, dass sie so schnell eine tolle Alternative gefunden haben! Die folgende Email wurde am 14. Juni 2022 an alle Aussteller, Händler und Freunde der Numismatik verschickt (übersetzt): Liebe Aussteller, Händler und Freunde der Numismatik, Wir freuen uns, Sie in ein paar Monaten wiederzusehen, wenn am 23., 24. und 25. September die MIF Paper Money Fair stattfindet! Wie Sie sicherlich bemerkt haben, haben wir bereits mit den Vorbereitungen für unser September-Event begonnen. Im Frühjahr fanden in den Niederlanden Kommunalwahlen statt und es wurden neue Stadträte gewählt. In Valkenburg führte die Wahl zu einem völlig neuen Stadtrat mit einer völlig anderen Auffassung von Messen und Veranstaltungen in der Stadt. Der vorherige Stadtrat unterstützte unsere Veranstaltung einstimmig und erkannte die Bedeutung der Paper Money Fair für die Stadt, die Hotels und Restaurants an. Wir waren eine der drei wichtigsten Veranstaltungen in der Stadt. Letzte Woche erhielten wir ein Schreiben des neu gebildeten Stadtrats, in dem es heißt: „Ab dem 1. Juli 2022 können keine Großveranstaltungen mehr in der Polfermolen-Halle stattfinden.“ Obwohl uns der vorherige Stadtrat mündlich zugesagt hatte, „im September wie geplant weiterzumachen“, waren wir ziemlich schockiert und überrascht, wie Sie sich vorstellen können! Einer unserer engagierten Sponsoren bemerkte: „Dimitri, Politik ist Politik, wie manche meinen, und ein Kartenhaus kann überall sein, auch in unserem geliebten Valkenburg.“ Nachdem wir diese unerfreuliche und nun offizielle Mitteilung erhalten hatten, besprachen wir die Situation sofort mit unseren engagierten Sponsoren, Stack's Bowers, PMG, The Banknote Book, Champion Stamps & Banknotes und unserem neuen Co-Sponsor Banknote World. Innerhalb von 24 Stunden wurde ein neuer Standort für unsere geliebte Messe gefunden, der so nah wie möglich an Valkenburg liegt. Mit der großartigen Unterstützung der Stadtverwaltung von Maastricht und dem Vorstand des Congress Centers haben wir nun das kürzlich umgebaute und wunderschön renovierte MECC Congress Center in Maastricht ( www.mecc.nl ) gebucht, nur 10 bis 15 Minuten mit dem Auto von Valkenburg entfernt! Für die Aussteller hat diese Änderung des Standorts so gut wie keine Auswirkungen: Die Termine bleiben gleich, Ihre Buchung wird automatisch auf den neuen Standort übertragen, ohne dass sich die Preise für die Tische ändern usw. Unsere beliebten Zusatzveranstaltungen, der „MIF B2B Evening“ und die MIF PRE-SHOW (20.–22. September), finden wie geplant statt, und unsere Frühstücksveranstaltung für Aussteller und Händler am Samstagmorgen, „Goodmorning Valkenburg“, die von unserem Hauptsponsor Stack's Bowers veranstaltet wird, wird lediglich in „Goodmorning Maastricht“ umbenannt! Ein großer Vorteil des MECC-Kongresszentrums ist, dass es komplett renoviert wurde und alle Aussteller nun in der gleichen Halle untergebracht sind. Für diejenigen unter Ihnen, die bereits ihren regulären Hotelaufenthalt in Valkenburg gebucht haben oder wie immer in Valkenburg übernachten möchten, bieten die MIF-Organisation und unsere Sponsoren kostenlose Shuttlebusse (Abfahrten morgens und abends) für Aussteller und Händler von Valkenburg zum MECC Congress Center und zurück an. Für diejenigen unter Ihnen, die noch keine Hotelreservierung vorgenommen haben, können wir zusätzlich das NH-Hotel empfehlen, das direkt mit dem MECC-Kongresszentrum verbunden ist. Maastricht ist die älteste Stadt der Niederlande und verfügt über eine große Anzahl an gemütlichen Restaurants, Cafés und Bars. Daneben gibt es auch viele Hotels in der Stadt Maastricht. Weitere Informationen über Maastricht finden Sie unter: www.visitmaastricht.com Als Veranstalter der MIF Paper Money Fair entschuldigen wir uns für diese unerwartete Änderung, aber es ist, wie es ist. Wir und unsere Sponsoren sind überzeugt, dass wir auf dem richtigen Weg sind und mit dem neuen Standort die bestmögliche Entscheidung getroffen haben, um unsere geliebte Leidenschaft, unser Hobby und unsere Geschäfte auf die nächste Stufe zu heben und auszubauen. Zu guter Letzt freuen wir uns, Banknote World offiziell anzukündigen und willkommen zu heißen, die sich uns im September als Co-Sponsor anschließen werden. Wir freuen uns, Sie bei uns zu haben! […] Wenn Sie Fragen oder Anmerkungen haben, zögern Sie bitte nicht, uns zu kontaktieren. Wir sehen uns alle im September in Maastricht und halten Sie sich in den kommenden Wochen und Monaten auf dem Laufenden! Die MIF Paper Money Fair ist offen für Anmeldungen! Dimitri & Claudia Waltmans (MIF-Organisation) Stack's Bowers (Hauptsponsor und offizieller Auktionator) PMG (Co-Sponsor und offizieller Grading Service) The Banknote Book (Co-Sponsor) Champion Stamps & Banknotes (Co-Sponsor) Banknote World (Co-Sponsor) MIF Paper Money Fair - MECC Maastricht - Forum 100 - Maastricht, Niederlande. Donald Ludwig ( polymernotes.com )

  • Mexikos 100-Pesos-Banknote wird sowohl auf Guardian™ als auch auf Safeguard® gedruckt

    Die in Mexiko in Umlauf befindliche 100-Pesos-Banknote gehört zur aktuellen G-Serie der Bank, die 2018 eingeführt wurde. Die Banknote im Hochformat ist auf Polymer-Kunststoff gedruckt und zeigt eine der Nationalheldinnen Mexikos, die Dichterin und Schriftstellerin Sor Juana Inés de la Cruz. Die Note wurde am 12. November 2020 ausgegeben und erhielt den renommierten „ Bank Note of the Year Award “ der International Bank Note Society für das Jahr 2020. Seit ihrer Ausgabe gab es fünf Druckaufträge mit jeweils einer oder mehreren Auflagen, eine Auflage umfasst sechs Serien-Präfixe. Alle Banknoten werden in den beiden Druckereien des Banco de México gedruckt, eine in Mexiko-Stadt und die andere in Guadalajara. Bei jedem neuen Druckauftrag erscheint ein neues Datum auf der Banknote: 8. MAI. 2020: Präfix-Buchstaben AA-AM 31. AGO. 2020: Präfix-Buchstaben AN-AT 6. ENE. 2021: Präfix-Buchstaben AU-BM 21. MAI. 2021: Präfix-Buchstaben BN-BZ 24. MAI. 2021: Präfix-Buchstaben CA-CF Alle aktuellen mexikanischen Banknoten tragen auf der rechten Seite die Unterschrift des Emissions-Generaldirektors (Alejandro Alegre Rabiela) und auf der linken Seite die Unterschrift eines der fünf Gouverneure des Banco de México. Für jedes Datum und jeden Serien-Präfix der 100-Pesos-Banknote gibt es fünf Unterschriftsvarianten. Für die ersten beiden Daten (2020) sind die Gouverneure des Banco de México: Alejandro Díaz de León Carrillo Javier Guzmán Calafell Irene Espinosa Cantellano Jonathan Ernest Heath Constable Gerardo Esquivel Hernández. Für die 2021-datierten Banknoten sind die Gouverneure des Banco de México: Alejandro Díaz de León Carrillo Irene Espinosa Cantellano Jonathan Ernest Heath Constable Gerardo Esquivel Hernández Galia Borja Gómez. Der mexikanische Sammler und Spezialist Cedrian López Bosch hat herausgefunden, dass die 21. MAI. 2021 datierten Banknoten, Serien BN-BT, auf dem von De La Rue hergestellten Polymersubstrat Safeguard® gedruckt wurden, während die 21. MAI. 2021 datierten Banknoten, Serien BU-BZ, und alle anderen Daten auf dem von CCL Secure hergestellten Polymersubstrat Guardian™ gedruckt wurden. Beide Substrate sind transparent und sehen mit bloßem Auge identisch aus, sind aber völlig unterschiedliche Produkte. Beim Bedrucken von Banknoten wird Tinte auf das Substrat aufgetragen, die dann trocknet. Je nach Art des Substrats trocknet die Tinte auf unterschiedliche Weise, was mit bloßem Auge erkennbar sein kann. Wir haben bereits über die verschiedenen Substrate (und die sichtbaren Unterschiede auf ihnen) für die von der Bank of England ausgegebenen 20- und 50-Pfund-Banknoten berichtet: https://www.geldscheine-online.com/post/zwei-varianten-der-neuen-20-pfund-banknote-aus-england https://www.geldscheine-online.com/post/zwei-varianten-der-neuen-50-pfund-banknote-aus-england Nun haben wir ein weiteres Beispiel für verschiedene Substrate für dieselbe Ausgabe mit sichtbaren Unterschieden. Vorderseiten. Detailansichten mit Schmetterlingen. Rückseiten. Bei der 100-Pesos-Banknote wird der Substrat-Unterschied am deutlichsten, wenn man das transparente Fenster oben rechts auf der Banknote betrachtet. Legen Sie die Banknote auf einen schwarzen Hintergrund und sehen Sie sie sich an: Der Bogen und die Säulen im transparenten Fenster sind bei der Safeguard®-Variante kaum sichtbar. Bei der Guardian™-Variante sind sie deutlich zu erkennen. Der obere Schmetterling ist bei der Safeguard®-Variante viel dunkler und bei der Guardian™-Variante heller und weniger deutlich. Sehen Sie weitere sichtbare Unterschiede zwischen den beiden Substraten, entweder auf der Vorderseite oder auf der Rückseite der Banknoten? Eine Banknote kann auch getestet werden, indem der Bereich mit dem transparenten Fenster durch eines der Verus™ H-Geräte gezogen wird, das das Guardian™-Substrat mit einem grünen Licht und einem positiven Ton identifiziert. Handelt es sich nicht um ein Guardian™-Substrat, ertönt ein rotes Licht und ein negativer Ton. Halten Sie Ausschau nach weiteren Substrat-Varianten, sowohl für Mexiko wie auch für andere Länder! Donald Ludwig ( polymernotes.com )

  • Wohltätigkeits-Auktion der Bank of Scotland

    241.080 Pfund (ca. 284.185 EUR) für britische Wohltätigkeitsorganisationen gesammelt Am 5. Mai 2022 fand die Wohltätigkeitsauktion (Charity auction) der Bank of Scotland 100-Pfund-Polymerbanknoten mit niedrigen und besonderen Kontrollnummern statt. Insgesamt wurden 186 einzelne Banknoten und zwei Entwurf-/Musterbögen versteigert, wobei der Erlös an diese beiden Wohltätigkeitsorganisationen gespendet wurde: Mental Health UK https://mentalhealth-uk.org/ Das Royal Free Hospital, London https://www.royalfree.nhs.uk/ Über diese neue Ausgabe wurde hier berichtet: https://www.geldscheine-online.com/post/bank-of-scotland-100-pfund-polymer-banknote 92 Banknoten mit dem Serien-Präfix AA und 92 Banknoten mit dem Präfix FM mit den gleichen Kontrollnummern wurden als Einzellose versteigert. Zusätzlich wurden zwei „Bestimmen Sie Ihre eigene Kontrollnummer“-Banknoten und zwei Musterbögen mit je 40 Banknoten (alle mit der Kontrollnummer FM000000) versteigert. Auf alle Zuschlagspreise wurde ein Aufgeld von 20 % erhoben. Die Banknoten mit Serie AA wurden ausschließlich für diese Wohltätigkeitsauktion gefertigt und werden nicht in Umlauf gebracht. Sie fanden bei der Auktion großen Anklang. Die Präfixe FM und ES (Ersatznote) sind auf den im Umlauf befindlichen Banknoten zu finden. Bei dieser Auktion wurden keine Banknoten mit dem Präfix ES angeboten. Die folgenden Kontrollnummern wurden versteigert, wobei jede Nummer mit den Präfixen AA und FM angeboten wurde (zwei getrennte Lose): 000001-000050, 000123, 000150, 000200, 000250, 000300, 000350, 000400, 000450, 000500, 000550, 000600, 000650, 000700, 000750, 000800, 000850, 000900, 000950, 000111, 000222, 000333, 000444, 000555, 000666, 000777, 000888, 000999, 001000, 010000, 050000, 111111, 123456, 222222, 333333, 383838, 444444, 555555, 666666, 777777, 888888, 999999 und 1000000. Überraschenderweise waren die Kontrollnummern 000100 und 100000 nicht in der Auktion dabei. Die Banknoten AA000001 und FM000001 wurden für £ 17.000 bzw. £ 4.800 verkauft. Die allseits beliebten soliden 8er (AA888888 und FM888888) wurden für £ 5.000 bzw. £ 4.000 verkauft. Die 92 Banknoten mit dem Präfix AA wurden für insgesamt 141.600 £ verkauft, was einem Durchschnittspreis von 1.539,13 £ pro Banknote entspricht. Die preiswertesten Banknoten mit dem Präfix AA (AA000046, 48, 49) wurden für 700 £ pro Stück verkauft. Die 92 Banknoten mit dem Präfix FM wurden für insgesamt 73.680 £ verkauft, was einem Durchschnittspreis von 800,87 £ pro Banknote entspricht. Die günstigsten Banknoten mit dem Präfix FM (FM000044, 300, 350, 450, 750, 850, 950) wurden für 320 £ pro Stück verkauft. Die Musterbögen mit je 40 Banknoten wurden für 8.000 £ und 7.000 £ pro Bogen verkauft. Die „Bestimmen Sie Ihre eigene Kontrollnummer“-Banknoten wurden für 5.000 £ und 5.800 £ verkauft, beide an denselben Bieter. Alle Lose und Zuschlagspreise finden Sie hier: https://www.spink.com/auctions/view?auctionId=22100 Alle in diesem Artikel genannten Preise sind die Zuschlagspreise. Der Endpreis, der für eine Banknote gezahlt wurde, setzt sich wie folgt zusammen: Zuschlagspreis + 20% Aufgeld + VAT/Mehrwertsteuer (falls zutreffend) + Versandkosten (falls zutreffend) + Zollgebühren (falls zutreffend). Insgesamt kamen 241.080 £ für wohltätige Zwecke zusammen, und 48.216 £ wurden als Provision (Käuferaufgeld) veranschlagt. Donald Ludwig ( polymernotes.com )

  • Seltenste moderne Umlaufbanknote der Welt: Verkauft für über 17.000 Euro!

    Der zweite öffentliche Verkauf der kanadischen 5-Dollars-„Hybrid“-Banknote von 1986, die auf dem Luminus-Substrat gedruckt wurde, fand am 29.04.2022 in Toronto, Kanada statt. Geschätzt bei 8.000 -10.000 CAD, wurde der seltene Schein kurz nach Mitternacht für 23.400 CAD (inklusive Aufgeld, zuzüglich Steuer und Versand) von Geoffrey Bell Auctions verkauft. Am 29. April entsprachen 23.400 CAD = 17.356 €. Ein Sammler mit Wohnsitz in Kanada hat den seltenen Schein ersteigert. Diese äußerst seltene Luminus-Testbanknote war die erste Hybrid-Banknote der Welt. Entsprechend wertvoll und begehrt ist sie nicht nur bei kanadischen Sammlern, sondern auch bei Sammlern von Polymer-Banknoten und anderen thematischen Sammlungen. Diese Banknote ist katalogisiert als: BC-56cT („Canadian Government Paper Money“, 33rd Edition 2022, S. R. Bell, Editor). Canada SH1 („Polymer Bank Notes of the World“, Ausgabe 2016, Stane Straus, Donald Ludwig, Marian Meyer, Tigerson Kee H. B.). B358c2 („The Banknote Book: Canada (Bank of Canada)“, 2022 [letzte Aktualisierung], Owen W. Linzmayer). Weitere Informationen über diese Seltenheit und ihre Geschichte finden Sie hier: https://www.geldscheine-online.com/post/die-seltenste-moderne-umlaufbanknote-der-welt-wird-versteigert Donald Ludwig ( polymernotes.com )

  • Vereinigte Arabische Emirate: 5- und 10-Dirhams-Polymer-Noten neu im Umlauf

    Am 21. April 2022 kündigte die Zentralbank der VAE (CBUAE) die Einführung von zwei neuen Polymer-Banknoten über 5 und 10 Dirhams an. Khalid Mohammed Balama, Gouverneur der CBUAE, sagte [übersetzt]: „Die Ausgabe der neuen Banknoten im Wert von fünf und zehn Dirhams, und zuvor der Fünfzig-Dirhams-Banknote, ist eine Quelle großen Stolzes und großer Ehre. Die neuen Banknoten sind mit Symbolen und Bildern versehen, die die Geschichte und das Erbe der VAE widerspiegeln und gleichzeitig einen Neubeginn verkörpern, um mit der angestrebten Entwicklung und Modernisierung Schritt zu halten.“ Die neuen Banknoten sind die dritte Ausgabe der nationalen Währung. Diese Ausgaben folgen auf den Erfolg der ersten 50-Dirhams-Polymer-Banknote, die am 7. Dezember 2021 ausgegeben wurde. Beide Banknoten weisen die gleichen Farben wie die derzeit im Umlauf befindlichen Scheine auf, sodass sie für die Öffentlichkeit leicht zu erkennen sind. Die transparenten Fenster zeigen ein Porträt des verstorbenen Staatsgründers Sheikh Zayed bin Sultan Al Nahyan (1918-2004). Auf der Vorderseite beider Noten ist das „7-Linien“-Logo der nationalen Marke der VAE abgebildet. Sieben Linien erheben sich mit Schwung, Optimismus und Dynamik als Hommage an die sieben kühnen Gründerväter, die die Emirate geformt und die Bestrebungen ihres Volkes unter einer Flagge vereint haben. Sieben Linien, die die Karte der Emirate mit den Farben der Flagge formen, stehen für die zukunftsorientierten Führer der sieben Emirate, die sich dem Wachstum des Landes verschrieben haben und angesichts der Herausforderungen von Beharrlichkeit und Widerstandsfähigkeit angetrieben werden. Auf beiden Banknoten sind nationale und kulturelle Symbole der VAE auf der Vorder- und Rückseite abgebildet. Die 5-Dirhams-Banknote: Vorderseite: Ein Bildnis des „Ajman Fort“, eines alten Denkmals, das vom kulturellen und historischen Erbe der Vorfahren der VAE zeugt. Rückseite: Ein Bildnis des „Dhayah Fort“ im Emirat Ras Al Khaimah und eines der wichtigsten kulturellen Wahrzeichen der VAE. Die 10-Dirhams-Banknote: Vorderseite: Abbildung der Großen Moschee von Sheikh Zayed, einem religiösen, nationalen und kulturellen Wahrzeichen, das zu einem weltweit bekannten Bauwerk geworden ist. Rückseite: Ein Bild des Khorfakkan-Amphitheaters, eines der einzigartigen kulturellen Wahrzeichen des Emirats Sharjah. Die CBUAE setzte bei den beiden neuen Banknoten die neuesten internationalen Standards und Technologien ein und verwendete verbesserte technische Spezifikationen und hochwertige Sicherheitsmerkmale (sowohl sichtbare als auch verborgene), um das Vertrauen der Verbraucher zu stärken und Fälschungen zu bekämpfen. Markante Symbole in Blindenschrift helfen Blinden und Sehbehinderten, den Wert der Banknoten zu erkennen. Die 5- und 10-Dirhams-Banknoten wurden am 26. April bzw. am 21. April 2022 in Umlauf gebracht. Die bisherigen Banknoten beider Stückelungen bleiben zusammen mit den neuen Polymer-Scheinen im Umlauf. Eine Demonetarisierung ist nicht geplant. Donald Ludwig ( polymernotes.com )

  • Wer war der Künstler? – Künstlermonogramme auf deutschen Banknoten ab 1871

    Wer sind die Künstler, die das deutsche Papier gestalteten? Häufig sind Ihre Namen nicht direkt ersichtlich. Nicht wie auf den französischen oder österreichischen Banknoten. Auf diesen Banknoten durften sich, zumindest für eine gewisse Zeit, Graveur und der Künstler verewigen. In Deutschland, oder besser im Deutschen Reich sah es anders aus. Manchmal wurden die Namen der Künstler in Zeitungsartikeln erwähnt. In den Bekanntmachungen der ausgebenden Institute finden wir ebenfalls die Namen. Hinweise auf den Geldscheinen kamen vor. Künstlermonogramme waren aber eher den Serienscheinen vorbehalten. Diese waren dem Sammlermarkt zugedacht und weniger für den Umlauf bestimmt. Der Künstler konnte durch seine Signatur oder sein Monogramm Werbung für sich betreiben und seinen Bekanntheitsgrad und Marktwert steigern. Die Zeiten waren schwer und der Markt hart umkämpft. Die Künstlerzeichen auf Notgeld wurden weniger kritisch gesehen. Den Künstler zu zwingen, sein Werk für nicht ganz gesetzestreue Mitbürger zu replizieren, war doch eher unwahrscheinlich und selbst wenn, der Schaden für die Allgemeinheit wäre überschaubar geblieben. Für das deutsche Papiergeld, das im Werk von Herrn Hans-Ludwig Grabowski „Die deutschen Banknoten ab 1871“ katalogisiert ist, sind Künstlerzeichen seltene Ausnahmen. Dennoch sind sie auf wenigen Exemplaren aus dem Umlauf zu finden. Vier Fälle konnte ich bisher identifizieren. In einem fünften und sechsten Fall wird von einem versteckten Monogramm berichtet. Diese konnten sich bislang nicht bestätigen. Ich vermute, dass ich in beiden Fällen einer "Ente" aufgesessen bin. Fall 1: Max Buchholz und die Notgeldscheine des Danziger Senats von 1923 Max Buchholz studierte an der Kunstgewerbeschule Berlin und an der Kunstschule Breslau. 1908 wurde er an die Danziger Handwerkerschule berufen und war dort mehr als 17 Jahre Oberlehrer der Kunstgewerbeabteilung. [1] Nach den acht von der Druckerei Julius Sauer 1920 überdruckten Reichspostausgaben mit der Germania entwarf Max Buchholz für Sauer ein Jahr später den ersten regulären Danziger Briefmarkensatz im Stil der Zeit mit dem Bildnis einer Kogge. Ein Kuriosum ist auf den Marken zu sehen: Die Segel blähen sich nach vorn, aber die Mastwimpel wehen rückwärts (siehe Abb. 1). Die Danziger spotteten: "Es weht oben ein anderer Wind als unten!" Abb. 1: Danziger Briefmarke zu 2 M von 1921 (Michel-Nr. 59) mit gegenläufigen Windrichtungen. Dann begann mit den ersten Flugpostmarken die eigentliche Ära von Max Buchholz. Insgesamt 37 seiner Entwürfe wurden bis 1938 von der Postdirektion verausgabt. [2] Einige der Marken waren mit seinem Künstlermonogramm MB versehen, das er gut sichtbar auf den Briefmarken positionierte (siehe Abb. 2) Abb. 2: Danziger Briefmarke zu 250 M von 1923 (Michel-Nr. 113); Künstlermonogramm MB von Max Buchholz ist zentral unter dem "n" von Danzig zu finden. Max Buchholz entwarf den Großteil der Briefmarken für die Post der Freien Stadt Danzig sowie Schmucktelegramme und Postkarten mit berühmten Danzigern. Für den Senat der Stadt gestaltete er Ehrenpreise, Medaillen und Urkunden. [3] Da in Danzig bis 1923 die deutsche Reichswährung galt, wurde Danzig auch nicht von der Inflation verschont. Der Senat ließ Notgeld drucken, das von Danziger Künstlern gestaltet wurde. Max Buchholz gehört zu diesen. Auf seinen Notgeld-Entwürfen brachte er ebenfalls sein Monogramm an, wenn auch nicht so gut sichtbar, wie auf den Briefmarken. Er versteckte die Signatur im Untergrundmuster der Geldscheine, sodass sie nicht so auffielen, aber dennoch zu finden waren. Deshalb kann man gesichert zwei der Notgeldscheine des Danziger Senats Max Buchholz zuschreiben: Den Geldschein zu 10.000 Mark vom 26. Juni 1923 (Grabowski DAN-23/ Ros. 799) und den zu 1.000.000 Mark vom 8. August 1923 (Grabowski DAN-26/ Ros. 802). Auf dem 10.000-Mark-Schein hat Max Buchholz sein Monogramm am rechten Rand in der oberen Ecke der Vorderseite angebracht. Aufgrund des schraffierten Hintergrunds hebt sich die rundliche Signatur gut ab und ist deutlich zu erkennen. Die Rückseite trägt keine Signatur. Bei dem Geldschein zu einer Millionen Mark wurde das Monogramm wieder am rechten Rand der Vorderseite platziert. Diesmal rutscht die Signatur etwas nach unten in den unteren mittlere Teil auf Höhe des unteren Randes des Porträts. Auf der Rückseite ist keine Künstlersignatur zu finden. Abb. 3: Vorderseite des Senatsnotgelds der Stadtgemeinde Danzig zu 10.000 Mark vom 26. Juni 1923. Die Signatur am oberen rechten Rand ist rot markiert. Abb. 4: Vorderseite des Senatsnotgelds der Stadtgemeinde Danzig zu einer Million Mark vom 8. August 1923. Die Signatur am rechten Rand ist rot hervorgehoben. Fall 2: Otto Hupp und die Banknoten der Bayerischen Notenbank von 1922 bis 1924 Otto Hupp, der sich schlicht als ,,Maler" bezeichnete, wird als einer der berühmtesten und bedeutendsten Heraldiker in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Deutschland gesehen. Er wurde am 21. Mai 1859 als vierter von fünf Söhnen des Graveurs und Medailleurs Karl Heinrich Hupp in Düsseldorf geboren. Hupp besuchte das Gymnasium bis zum ,,Einjährigen" und absolvierte, genauso wie seine Brüder, noch während der Schulzeit eine vierjährige Lehre bei seinem Vater. Da ihm der an der Düsseldorfer Akademie gelehrte spätromantisch-nazarenische Stil nicht behagte, wandte er sich nach kurzem Studium an der Düsseldorfer Kunstgewerbeschule 1878 nach München. Die Residenzstadt von Ludwig II. stand in diesen Jahren noch ganz unter dem Eindruck der großen Kunstgewerbeausstellung von 1876, bei der ganz im Gegensatz zur zeitgenössischen Ölmalerei, das Kunsthandwerk des 15 und 16. Jahrhunderts vorherrschte. Der Düsseldorfer fand schnell Zugang zu den Repräsentanten der von München ausgehenden „altdeutschen“ Bewegung wie die Architekten Thiersch und Gabriel Seidl, die Maler Lenbach und Fritz von Kaulbach, die Bildhauer Gedon und von Miller und die Verleger Hirth und Huttler. [4] Bekannt wurde Otto Hupp durch seine heraldischen Arbeiten, aber auch als Schriftkünstler, Medailleur und Gebrauchsgrafiker machte er sich einen Namen. Das Logo der Spatenbrauerei gestaltete er 1884 im Alter von 25 Jahren (Abb. 5). Seine Arbeiten signierte er oft mit dem Kürzel „OH“ (Abb. 6). Abb. 5: Logo der Spatenbrauerei in München von Otto Hupp. Abb. 6: Wappen der Stadt Tolkemit, Werbemarke für Kaffee Hag von Otto Hupp; Namenskürzel „OH“ befindet sich links und rechts unten neben dem Wappen. Abb. 7: Ex Libris des Historischen Museums der Pfalz in Speyer, Entwurf Otto Hupp; das Namenskürzel „OH“ befindet sich am unteren Rand. Abb. 8: Titelblatt des Münchener Kalenders von 1899; das Namenskürzel „OH“ befindet sich zentral am unteren Rand oberhalb der Schrift. Mit dem Ende des Kaiserreichs und damit verbunden des Königreichs Bayern wurden neue Staatssymbol für die Republik benötigt. Otto Hupp war 1918 von der Regierung unter Kurt Eisner mit dem Entwurf eines neuen Wappens beauftragt worden. Doch die Verhandlungen darüber zogen sich hin. Erst 1923 wurde das Wappen vom Parlament angenommen (Abb. 9). Auch zum neuen Reichsadler lieferte er 1919 Entwürfe, die jedoch nicht umgesetzt wurden (Abb. 10). Abb. 9: Großes Wappen des Freistaats Bayern 1923-1936 von Otto Hupp. Abb. 10: Entwurf des Reichsadlers des Deutschen Reichs von Otto Hupp von 1919. Die Bayerische Notenbank beauftragte den Künstler, der das neue Staatswappen entwerfen sollte und schon Dienstmarken für das Königreich Bayern geschaffen hatte, eine neue 100-Mark Banknote zu gestalten. Der Entwurf galt als gelungen und weitere Aufträge folgten. Von den insgesamt 16 Ausgaben der Bayerischen Notenbank während der Zeit vom 1. Januar 1922 bis 11. Oktober 1924 zeigen acht Scheine die typische ,,Handschrift" Otto Hupps. Sie sind mit den Initialen ,,OH", die sich an verschiedenen Positionen auf den Banknoten finden, gekennzeichnet (Abb. 11 bis 17). Abb. 11: Vorderseite der Banknote zu 100 Mark der Bayerischen Notenbank vom 1. Januar 1922 (Grabowski BAY-4). Abb. 12: Rückseite der Banknote zu 100 Mark der Bayerischen Notenbank vom 1. Januar 1922 (Grabowski BAY-4). Abb. 13: Ausschnittvergrößerung der Banknote  zu 100 Mark der Bayerischen Notenbank vom 1. Januar 1922 mit dem Kürzel „OH“. Abb. 14: Vorderseite der Banknote der Bayerischen Notenbank zu 50 Millionen Mark vom 20. August 1923 (Grabowski BAY-15). Abb. 15: Rückseite der Banknote der Bayerischen Notenbank zu 50 Millionen Mark vom 20. August 1923 (Grabowski BAY-15). Abb. 16: Vorderseite der Banknote zu 100 Reichsmark der Bayerischen Notenbank vom 11. Oktober 1924 (Grabowski BAY-24). Abb. 17: Rückseite der Banknote zu 100 Reichsmark der Bayerischen Notenbank vom 11. Oktober 1924 (Grabowski BAY-24). Fall 3: Lucian Bernhard und der Trauerschein von 1918 Lucian Bernhard gilt als einer der großen Meister der Plakatkunst und als Schöpfer des Sachplakats, das mit dem Produkt und Markennamen, künstlerisch gestaltet, auskommt. Er studierte nach der Schule an der Münchner Kunstakademie, bevor er 1901 nach Berlin übersiedelte. Dort arbeitete er bei Ernst Growold für die Plakatdruckerei Hollerbaum & Schmidt und schuf viele Plakatentwürfe für namhafte Firmen wie Pelikan, Manoli, Kaffee Hag, Bosch oder Faber-Castell. Während des Ersten Weltkriegs wurde er in die Kriegspropaganda einbezogen. Er entwarf Kriegsplakate und Werbung für die Kriegsanleihen. Die ersten Werbekampagnen waren so erfolgreich, dass jede neue Kriegsanleihe von Plakaten und Zeitungsannoncen begleitet wurden. Abb. 18: Werbeplakat (1917) von Lucian Bernhard zur Kriegsanleihe. Abb. 19: Werbeplakat (1918) von Lucian Bernhard zur siebten Kriegsanleihe. Abb. 20: Lucian Bernhard Neujahrskarte aus dem Flandrischen Bilderbuch herausgegeben von der Kriegszeitung der vierten Armee, 1918. Durch diese Plakate war Lucian Bernhard den Verantwortlichen der Reichsbank bekannt geworden. Als sich Ende 1918 abzeichnete, dass Zahlungsmittel, und besonders Banknoten zu fünfzig Mark, in nicht genügender Menge im bisherigen Verfahren herzustellen waren und sie drohten, knapp zu werden, entschloss das Reichsbankdirektorium, eine Hilfsbanknote zu fünfzig Mark herauszugeben. Diese Reichsbanknote wurde im einfachen Buchdruck gedruckt, der deutlich ergiebiger als der Kupferdruck war. Die Reichsbanknote wurde von Lucian Bernhard entworfen. Es heißt, er habe die Banknote innerhalb einer Nacht geschaffen. Die Banknote war rein graphisch gestaltet und enthielt, wie sonst für die Reichsbanknoten gefordert, keine figürlichen Darstellungen. Die Vorderseite der Reichsbanknote wurde im Reichsanzeiger wie folgt beschrieben: Die neue Reichsbanknote ist auf einem Papier hergestellt, welches ein natürliches Wasserzeichen enthält. Die Größe beträgt 10 ¼ :13 ¼ cm. Die Vorderseite gliedert sich in zwei deutlich geschiedene Teile, einen Hauptteil rechts und einen Nebenteil links. Beide Teile tragen einen erdbraunen Unterdruck, welcher im Hauptteil die ganze Fläche einnimmt und einen Reichsadler enthält, in dem linksfertigen Anhang dagegen nicht die ganze Fläche bedeckt, sondern durch eine bewegt verlaufende Linie abgeschlossen ist. Der Hauptteil wird nahezu quadratisch von drei Linien, einer starken und zwei schwächeren, umgrenzt, innerhalb deren der Text angeordnet ist. Rand und Text sind in braunschwarzer Farbe gedruckt. Abb. 21: Vorderseite der Reichsbanknote zu 50 Mark vom 20. Oktober 1918. Aufgrund der schwarzen Umrahmung auf der Vorderseite erhielt die Banknote Spitznamen wie „Trauerschein“ oder „Todesanzeige“. Die Beschreibung der Rückseite fällt im Reichsanzeiger kürzer aus und beschränkt sich auf die Aufteilung. Die Ornamentik und Guillochierung scheint nebensächlich: Die Rückseite besteht aus einem in brauner Farbe hergestellten Druck. Die Zeichnung ist dreiteilig. Das rechte und linke Seitenfeld bilden gleichmäßig gestellte Figuren, die aus fein verschlungenen Linienzügen gebildet sind. Das Mittelfeld ist aus einer vollen Tonfläche gebildet, aus welcher weiß in braunem Grunde in der Mitte eine große 50, darüber und darunter Federzüge ausgespart sind. Abb. 22: Rückseite der Reichsbanknote zu 50 Mark vom 20. Oktober 1918. Die erwähnten Federzüge ober- und unterhalb der großen Wertzahl 50 sind identisch in der Form. Der obere steht auf dem Kopf und zeigt das gleiche Muster, sobald die Banknote um 180° gedreht wird. Der untere Teil des Federzugs besteht aus einer ovalen Schleife, die einen Schnörkel umschließt, der einem Schriftzug gleicht. Betrachtet man dieses Muster genauer (Abb. 23) , erkennt man, dass es sich um die in Sütterlinschrift geschriebenen Kleinbuchstaben "bhd" handelt. Abb. 23: Ausschnitt aus der Rückseite der Reichsbanknote zu 50 Mark vom 20. Oktober 1918 mit der Wertzahl und dem unteren Federzugs. Abb. 24: Das Kürzel bhd in Sütterlinschreibschrift. Abb. 25: Signatur Lucian Bernhard mit dem vollen Namenszug. Abb. 26: Namenskürzel Lucian Bernhards „bhd“ in Sütterlinschrift. Lucian Bernhard, der die Banknote entworfen hatte, nutzte unterschiedliche Signaturen. Am häufigsten finden wir den Nachnamen „Bernhard“ zweigeteilt in einen oberen Teil „BERN“ und einen unteren mit der gleichen Größe „HARD“ (siehe Abb. 25). Neben dieser Signatur mit dem vollen Namen verwendete Lucian Bernhard das Namenskürzel „BHD“in unterschiedlichen Schreibweisen, darunter auch als Kleinbuchstaben in Sütterlin, wie wir sie auf der Reichsbanknote zu 50 Mark vom 20. Oktober 1918 sehen können. Die Signatur auf der Banknote ist recht deutlich zu sehen und dennoch in den Ornamenten versteckt oder besser noch eingearbeitet. Fall 4: Heinz Keune und die Darlehenskassenscheine von 1920 Heinrich Heinz Keune wuchs in Hannover auf und durchlief zunächst eine Lehre als Dekorationsmaler und anschließend eine Ausbildung an der Kunstgewerbeschule Hannover. Als Reklamezeichner wurde Keune zunächst an seinem Geburtsort sowie in Leipzig tätig. Dort entwickelte er ab dem Anfang des 20. Jahrhunderts insbesondere für die Leipziger Schriftgießerei Schelter & Giesecke verschiedene, vom Jugendstil beeinflusste typographische Schriften. Ab 1903 wirkt Keune zudem als freiberuflicher Grafiker auch in Weimar und Berlin. Von 1908 bis 1910 durchlief er zudem eine weitere Ausbildung an der Leipziger Akademie für graphische Künste und Buchgewerbe, um 1911 wieder in seine Heimatstadt zurückzukehren. 1914 übersiedelte Heinz Keune nach Berlin, wo er 1915 als Lehrer an der damaligen Königlichen Kunstschule tätig wurde. Von 1918 bis 1920 arbeitete er als Lehrer für künstlerische Schrift an der Akademischen Hochschule für bildende Künste in Berlin-Charlottenburg, um 1920 als Lehrer an die Kunstgewerbe- und Handwerkerschule, Berlin zu wechseln. [5] Neben künstlerischen Schriften entwarf Heinz Keune Plakate und Reklamematerial. Seine bekanntesten Werke wurden seine Künstler-Kriegspostkarten, die er für die Druckerei J.C. König & Eberhardt in Hannover gestaltete, wie die Künstler-Kriegspostkarte Nummer 1 „Orient’s Erwachen“ (Abb. 27) oder die Nummer 2 „Ich kenne keine Parteien mehr“ mit dem Bild Kaiser Wilhelms II. (Abb. 28). Auf beiden abgebildeten Kriegspostkarten finden wir Keunes Signatur in Form einer Kartusche mit seinem Namen. Häufig beschränkte er sich auf ein künstlerisch gestaltetes K, das er aus einem in einem Kreis liegenden T bildete (Abb. 29). Abb. 27: Künstler-Kriegspostkarte Nummer 1 „Orient’s Erwachen“ von Heinz Keune. Abb. 28: Künstler-Kriegspostkarte Nummer 2 „Ich kenne keine Parteien mehr“. Abb. 29: Künstlerzeichen Heinz Keunes, wie es auf vielen seiner Arbeiten zu finden ist. Abb. 30: Plakat „S.M.S. Hohenzollern“ mit Keunes Künstlerzeichen in der rechten unteren Ecke. Bislang war kaum bekannt, dass Heinz Keune im Auftrag der Reichsschuldenverwaltung auch Papiergeld gestaltete. So stammen die Entwürfe der Darlehenskassenscheine zu einer und zwei Mark mit dem Datum vom 1. März 1920 aus seiner Feder. Obwohl die Quellen nur wenig Informationen hergeben, war der Künstler freundlich genug, sein Werk zu signieren. Das Künstlerzeichen, das er für viele seiner grafischen Arbeiten nutzte, befindet sich auf der Rückseite des Scheins in der Mitte unten, zwischen dem Text „Eine“ und „Mark“ bzw. bei dem 2-Mark-Schein in den Ornamenten unterhalb des Textfeldes auf der Rückseite, versteckt zwischen den Ornamenten. Abb. 31: Vorderseite eines Darlehenskassenscheins zu einer Mark vom 1. März 1920. Abb. 32: Rückseite eines Darlehenskassenscheins zu einer Mark vom 1. März 1920; Keunes Künstlerzeichen ist in der Mitte unten zwischen dem „Eine“ und „Mark“ zu finden. Abb. 33: Vorderseite eines Darlehenskassenscheins zu zwei Mark vom 1. März 1920. Abb. 34: Rückseite eines Darlehenskassenscheins zu zwei Mark vom 1. März 1920; Keunes Künstlerzeichen ist in der Mitte unten in den Ornamenten versteckt. Fall 5: Paul Eduard Waldraff, Fünf Mark von 1904 und 100 Mark von 1910 Zu Paul Eduard Waldraff kann man in Wikipedia erfahren, dass er in Stuttgart studierte und anschließend bei der Reichsdruckerei in Berlin angestellt war. Berühmt wurde sein „Germania“, die er in dieser Zeit gestaltete und die bis 1922 die deutschen Briefmarken zierte. Er entwarf angeblich in seiner Zeit bei der Reichsdruckerei auch die Banknoten zu 5 und 100 Mark, in deren Grundmuster seine Initialen „PW“ versteckt seien. [6] Obwohl ich die Scheine ausgiebig betrachtet habe, konnte ich selbst bei zehnfacher Vergrößerung die beiden zusammenhängenden Buchstaben nicht erkennen. Wenn man will, kann man vielleicht in einige der Ornamente oder Linien Buchstaben hinein interpretieren, dazu bedürfte es aber einiger Fantasie. Zudem war Paul Waldraff nicht der führende Künstler, der für diese Geldscheine zeichnete. Der Reichskassenschein zu 5 Mark, der mit dem Datum vom 31. Oktober 1904 ausgegeben wurde, stammt aus der Hand des Kunstmalers Alexander Zick. Bei den Vorarbeiten zu diesem Geldschein wurde zwar Paul Waldraff beauftragt, eine alternative Rückseite zu gestalten, doch wurde letztendlich auf einen zweiten Rückseitenentwurf Alexander Zicks zurückgegriffen. [7] Ob Paul Waldraff später überhaupt noch in den Entstehungsprozess involviert war, ist nicht bekannt. Zu der Reichsbanknote über 100 Mark ist zu sagen, dass das Reichsbankdirektorium am 28. Juni 1900 3000 Mark Honorar für drei Künstler zur Verfügung stellte, die eine neue 100-Mark-Reichsbanknote entwerfen sollten. Unter diesen Künstlern befand sich nicht Paul Waldraff. Die Künstler, die am 11. Juli 1900 aufgefordert wurden, waren Professor Arthur Kampf, der Kunstmaler Hans Koberstein und der Regierungsbaumeister Hugo Hartung. Die vorgelegten Vorschläge dieser drei Künstler wurden vom Reichsbankdirektorium abgelehnt. Stattdessen griff man auf einen Entwurf zu einem Reichskassenschein zu 50 Mark von 1894 zurück, der von Professor Friedrich Wanderer gestaltet wurde. Die Reichsbank kaufte den Entwurf und ließ ihn von Professor Wanderer überarbeiten, bevor die neue Reichsbanknote zu 100 Mark ab 1911 in den Umlauf gegeben wurde, die auch als „Langer Hunderter“ oder "Flottenhunderter" bekannt ist. [8] Paul Waldraff war an den Arbeiten nicht beteiligt und insofern scheint es unwahrscheinlich, dass sein Monogramm in die fertigen Geldscheine "eingeschmuggelt" wurde. Oliver Herzberg Anmerkungen https://de.wikipedia.org/wiki/Max_Buchholz_(Grafiker) abgerufen am 30.01.2026 https://www.danzig.org/en/wp-gallery/?cat_id=619&gallery-img-id=10347  abgerufen am 30.01.2026 https://de.wikipedia.org/wiki/Max_Buchholz_(Grafiker)  abgerufen am 30.01.2026 Otto Bürger, Die Die Entwürfe der Banknoten der Bayerischen Notenbank von Professor Otto Hupp, Der Geldschein, Berlin 1976, Heft 1 Jahrgang 2 S. 3-6 https://de.wikipedia.org/wiki/Heinz_Keune  abgerufen am 07.02.2026 https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Waldraff  abgerufen am 30.01.2026 https://www.geldscheine-online.com/post/der-k%C3%BCnstler-arthur-kampf-und-seine-entw%C3%BCrfe-auf-dem-gebiet-des-deutschen-papiergelds   abgerufen am 30.01.2026 Entstehung der neuen Reichsbanknote zu 100 Mark, BArch R4701/ 11266 Bl 308-309

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