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  • Münzen Gut-Lynt: Nachbericht zur Online-Auktion 13 vom 30. September 2023

    Der faszinierenden Welt der Banknoten widmete sich die Gut-Lynt-Auktion 13. Viele seltene Einzelnoten kamen zur Versteigerung, spannende Spezialserien – wie unter anderem »Danzig«, zudem interessante Konvolute. Den unzweifelhaften Höhepunkt bildete jedoch eine einzigartige Sammlung von Banknoten der Bundesrepublik Deutschland ab 1948 mit einer atemberaubende Fülle an Seltenheiten in ausgezeichneten Qualitäten, äußerst seltenen Musterscheine, zahlreichen Austauschnoten inklusive kompletten Bündeln sowie Druckabarten in kaum vorstellbarer Mannigfaltigkeit. Viele Seltenheiten waren mehrfach vorhanden. Ein derartig hochwertiges Angebot war in dieser Zusammenstellung bislang wohl noch nicht im Markt gesehen worden. Der Nachverkauf läuft noch bis Ende der nächsten Woche (bis 20. Oktober 2023). Hier einige Ergebnisse der 13. Auktion von Gut-Lynt: Los 278: Bank von Danzig. 500 Gulden 10.2.1924. Grabowski DAN-60. Pick 56. I/I-/ AU/UNC. PMG 65 Gem Uncirculated, EPQ. Taxe: 2.500 EUR, Zuschlag: 5.000 EUR. Los 279: Bank von Danzig. 10 Gulden 1.7.1930. Grabowski DAN-63. Pick 58. I / Uncirculated. PMG 67 Superb Gem Unc, EPQ. Taxe: 3.000 EUR, Zuschlag: 3.400 EUR. Los 282: Bank von Danzig. 20 Gulden 2.1.1932. Grabowski DAN-66 d. Pick 60. I / Uncirculated. PMG 64 Choice uncirculated. Taxe: 800 EUR, Zuschlag: 1.900 EUR. Los 314: Deutsch-Ostafrikanische Bank. 200 Rupien 15.6.1915. Unten links kleiner Papierverlust / Small paper loss left lower corner. Grabowski DOA-9 b. II-III / Very fine-Extremely fine. Taxe: 1.200 EUR, Zuschlag: 2.400 EUR. Los 358: 50 Reichsmark 15.6.1939. Jeweils einseitige Probedrucke der VS und RS in Passepartous, mit kleinen Papierfalzen fixiert (teilweise gelöst). Grabowski DEU-213 P1,P4. Von großer Seltenheit / Of highest rarity. I / Uncirculated. (2x) Taxe: 3.500 EUR, Zuschlag: 6.000 EUR. Los 460: Bank Deutscher Länder & Ausgaben Westberlin. 50 Deutsche Mark n.d. Grabowski WBZ-10 a. I / Uncirculated. Taxe: 7.000 EUR, Zuschlag: 9.125 EUR. Los 655: Deutsche Bundesbank. 1000 Deutsche Mark 1.8.1991. Ersatznote ZA / A. Grabowski BRD-46 c. Sehr selten / Very rare. I/I- / About Uncirculated/Uncirculated. Taxe: 750 EUR, Zuschlag: 3.000 EUR. Los 705: Deutsche Bundesbank - Fehldrucke. 100 Deutsche Mark 1996 Serie ZZ, Testdruck der Firma Siemens, Rs kopfstehend, Vs Kinegram kopfstehend, Teile des Druckes fehlen, Unterschriften und KN ebenfalls beide kopfstehend. Grabowski zu BRD-54 . I / Uncirculated. Taxe: 500 EUR, Zuschlag: 2.300 EUR. Los 706: Deutsche Bundesbank - Fehldrucke. Deutsche Bundesbank - Fehldrucke. 100 Deutsche Mark 1996 Rückseite blanko. Grabowski BRD-54 a. I / Uncirculated. Taxe: 400 EUR, Zuschlag: 3.100 EUR. Los 749: Saargebiet. 100 Mark 1947 Grabowski SAR-13. III - / About very fine. Taxe: 3.500 EUR, Zuschlag: 5.210 EUR. Bei Fragen rund um die Münzen Gut-Lynt Auktion 13 sind wir gerne für Sie da: Schreiben Sie einfach an info@gut-lynt.de oder rufen Sie uns an: (+49) 02156 4874819. Internet: https://www.gut-lynt.de/ Wir freuen uns auf Sie.

  • Vom Sammler zum Händler: Antik-KSM, Klaus Schikora

    Die Begeisterung für "Geld" begann bereits in meiner Kindheit. Geboren Ende der 1960er-Jahre hatte ich natürlich auch das Glück, die gute alte D-Mark noch zu nutzen. Als kleiner Junge durfte ich den Dom zu Limburg, das Lübecker Holstentor und andere Motive bestaunen, bis meine Eltern die Scheine wieder eingesammelt haben. Mitte/Ende der 1990er-Jahre, der Euro sollte kommen, habe ich mir dann alle D-Mark-Ausgaben zusammengekauft und gerahmt. Als "Beifang" dieser Aktion habe ich eine kleine Zigarrenkiste mit jeder Menge Reichsbanknoten geschenkt bekommen. Da war die Begeisterung aus meiner Jugend wieder voll erwacht. Flohmärkte, Sammlerbörsen, Auktionshäuser. Es folgten viele weitere Käufe, der erste eBay Shop, der erste eigene Internet-Shop (Antik-KSM), mein MA-Shop usw. Beinahe unbemerkt wurde so meine Passion zum Beruf! Und so soll es auch bleiben. Der Shop aus meiner Sicht : Das Hauptgebiet ist natürlich deutsches Notgeld und Banknoten, was auch weiter täglich erweitert wird. Ich finde, dass dieses Thema nach wie vor etwas "stiefmütterlich" betrachtet wird, obgleich es ein unglaublich großes und auch sehr interessantes Gebiet ist. Es beinhaltet auch viel mehr Platz für Kunst, Satire, Politik, Geschichte und Geschichten gegenüber z. B. den Münzen. Ich bin bekennender Banknoten-Fan! 😊 Ich hoffe natürlich auch, dass mein Shop dazu beiträgt, besonders im Anbetracht der "Generation Handy", dass die Geschichte von Banknote & Notgeld uns allen erhalten bleibt, sich evtl. der eine oder andere neue Interessent für dieses umfangreiche Hobby findet und somit die Zahl der Sammler steigt! Davon könnten „wir“ dann alle profitieren! Viele Grüße aus Munster, Klaus Schikora

  • Die deutschen Notmünzen – Neue 9. Auflage 2024 ist lieferbar!

    Walter Funck | Ralf Müller Die deutschen Notmünzen Alle amtlichen Ausgaben und deren Varianten der Städte, Gemeinden, Kreise, Länder etc. 768 Seiten, durchgehend schwarzweiß bebildert, Format 14,8 cm x 21 cm, Hardcover, 9. Auflage, Regenstauf 2024, ISBN 978-3-86646-233-5. Preis: 79,00 Euro Zur Leseprobe! Vollständiger Katalog aller zwischen 1916 und1923 verausgabten Notmünzen Der Standardkatalog von Dr. Arnold Keller und Walter Funck grundlegend überarbeitet und erweitert Nach dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs wurden zuerst die kupfernen 1- und 2-Pfennigmünzen und später auch die Nickel­münzen zu 5 und 10 Pfennig aus dem Umlauf genommen und für die Herstellung von Kriegsmaterial verwendet. Diesem erheblichen Mangel an Kleingeld versuchten die Gemeinden und Städte Abhilfe zu schaffen, indem ab 1915 zuerst Notgeld aus Papier ausgegeben wurde. Da das Papiergeld schnell verschlissen war und unansehnlich wurde, begannen Ende 1916 die ersten Gemeinden, Notgeld aus Metall in Umlauf zu bringen. Diese im amtlichen Sprachgebrauch sogenannten „Kleingeldersatzmarken“ wurden zunächst nur geduldet und mussten ab Anfang 1917 unter bestimmten Auflagen von den zuständigen Bezirksämtern offiziell genehmigt werden. Damit sich die Notmünzen von den Reichsmünzen unterscheiden ließen, wurden äußerliche Merkmale wie Größe, Form oder eine Durchlochung vorgegeben. Zudem mussten die Ausgabestellen Sicherheiten in Höhe des Ausgabebetrags in Form von Wertpapieren (meist Kriegsanleihen) bei den örtlichen Reichsbankfilialen hinterlegen. Hier können Sie mehr über den Katalog erfahren und ihn über unseren Online-Shop bestellen!

  • Lexikon: Guillochen

    Guillochen sind vielfach verschlungene symmetrische Figuren aus feinsten Linien, vor allem für den Druck von Wertpapieren, Geldscheinen und Briefmarken benutzt, benannt nach ihrem Erfinder Guillot. Bundesrepublik Deutschland: Probebanknote der Bundesdruckerei über 100 (DM) ohne Datum (1960), Druck einseitig mit Guillochen in der Mitte, um die Wertzahl links und im Zierrahmen. Bundesrepublik Deutschland: Banknote der Deutschen Bundesbank über 20 DM vom 1. Juni 1977 mit Guillochen auf der Vorder- und Rückseite. Sie sind nur mithilfe einer Guillochiermaschine herzustellen. Diese Maschine überträgt das gewünschte Linienmuster mechanisch auf die Tiefdruckplatte. Die feinen Linien lassen sich von Fälschern nicht exakt nachmachen. Während die Original-Guilloche saubere Schnittpunkte der Linien hat, zeigen Fälschungen dort Abstumpfungen und Farbränder. Frühe Geldscheine mit einfachen Guillochen sind die österreichischen Banknoten zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Die englische Druckerei Perkins, Bacon & Co., London, die viele alte Banknoten druckte, stellte bereits 1820 eine Guillochiermaschine auf. Seit Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Druck von Guillochen so vervollkommnet, dass die ineinander verschlungenen, zum Teil mehrfarbigen Linien, zu einer geschmackvollen Ornamentik auf Geldscheinen und zu einer der größten Schwierigkeiten für die Fälscher wurden. Niederlande, De Nederlandsche Bank: Banknote zu 20 Gulden vom 19. März 1941 mit wunderschönen farbigen Guillochen auf der Rückseite. Beispiele für einige besonders schöne Geldscheine mit Guillochen sind die Noten der Nederlandsche Bank und der Javasche Bank (Niederländisch-Indien) nach dem Ersten Weltkrieg gedruckt von Enschede en Zonen, Haarlem, und die Noten der sog. "Gemäldeserie" der Deutschen Bundesbank, gedruckt von Giesecke & Devrient, München und der Bundesdruckerei, Berlin. Albert Pick / Hans-Ludwig Grabowski (Überarbeitung und Bebilderung)

  • Arbeitgeberverbände: Goldmark-Notgeld 1923

    Ab 23. Oktober 1923 gestattete die Reichsregierung Unternehmen und Kommunen die Ausgabe von wertbeständigem Notgeld, wenn es auf Teile der Reichsgoldanleihe vom 14. August 1923 lautete und durch diese gedeckt war. Das Notgeld musste nominal auf 4,20 Mark Gold oder kleiner lauten. Die Scheine mussten neben der Bezeichnung „Notgeldschein“ den Vermerk „Ausgegeben mit Genehmigung des Reichsministers der Finanzen“ tragen. Die höheren Nennwerte der Reichsgoldanleihe wurden daraufhin auch von den Arbeitgeberverbänden bei der Reichsbank hinterlegt und so zur Deckung ihrer eigenen wertbeständigen Notgeldausgaben verwendet. Das wertbeständige Notgeld der Arbeitgeberverbände war die Goldmark mit Valutaklausel. Arbeitgeberverbände gaben 1923 im Deutschen Reich in neun Städten, und zwar in Spremberg (Brandenburg), Münster (Westfalen), Schwäbisch Gmünd (Württemberg), Gießen (Hessen), Hof (Bayern), Oelde (Westfalen), Neustadt (Oberschlesien), Landeshut (Schlesien) und Stolberg (Rheinland) wertbeständiges Notgeld aus. Die erste Goldmarkemission in der Provinz-Brandenburg erfolgte in der Lausitz. Am 24. Oktober 1923 gab der brandenburgische Arbeitgeberverband der Textilindustrie E. V. in Spremberg vier Werte über 5, 10 und 50 Dollar Cents sowie 1 Dollar aus; ihre Laufzeit war bis zum 22. November 1923 befristet. Eine zweite Reihe gleichen Datums und mit den gleichen Nennwerten hatte bis 29. November 1923 Gültigkeit: Nach der Höhe der auf den Stücken vorkommenden Kontrollziffern (um 100.000) zu urteilen, muss die Auflage beträchtlich gewesen sein. Mehrere Ausgaben der Stadt und des Kreisausschusses Spremberg, die vom 8. bis 27. November 1923 erfolgten, verstärkten den wertbeständigen Zahlungsmittelumlauf in der Stadt und im Landkreis Spremberg. Die westfälische Stadt Münster emittierte am 7. November 1923 Notgeld in den Nennwerten von 1,05 und 2,10 Mark Gold über insgesamt rund 250.000 Mark Gold. Bis zum 22. Januar 1924 wurden davon rund 60.000 Goldmark wieder eingelöst. Das Notgeld wurde an die Arbeitgeberverbände zur Weiterleitung an die Industriebetriebe der Stadt abgegeben, die damit in der zweiten Novemberwoche 15 % und in der dritten 30 % der Löhne auszahlten. Damit war der Bestand an wertbeständigem Notgeld erschöpft. Man sah aber von einer Nachforderung beim Reichsfinanzministerium ab, da man sich in der Folgezeit der ab 15. Oktober 1923 ausgegebenen Dollarscheine der Münsteraner Landesbank der Provinz Westfalen bedienen konnte. Der Volksmund nannte diese Dollarscheine seinerzeit „Westfalendollars“. Bei der Abgabe der Scheine an die Arbeitgeberverbände erhob die Stadt ein Aufgeld von zunächst 2 %, dann 3 % für Druck- und andere Kosten; das brachte der Stadt eine Rüge des Reichsfinanzministeriums ein, da nach der Verordnung der Reichsregierung vom 26. Oktober 1923 kein Aufgeld erhoben werden durfte. Arbeitgeberverband der Edel- und Unedelmetall-Industrie und verwandte Hilfsgeschäfte e. V. Schwäbisch Gmünd sowie Handelskammer Heidenheim, Nebenstelle Gmünd, Goldnote über 40 Pfennig Gold, ausgegeben in Schwäbisch Gmünd am 30. Oktober 1923. Am 27. Oktober 1923 kündigten die Zeitungen in Schwäbisch Gmünd mit, dass die Gmündener Industrie gemeinsames Notgeld der württembergischen Industrie mitbenutzen wolle, falls solches zur Ausgabe gelange. Drei Tage später aber beschloss der württembergische Arbeitgeberverband der Edel- und Unedelmetall-Industrie und verwandte Hilfsgeschäfte e. V. in Schwäbisch Gmünd selbständig vorzugehen. Die Beteiligung an dem gemeinsamen Unternehmen erschien zu kostspielig, die Abhängigkeit von Stuttgart zu groß; man befürchtete Stockungen in der Geldanlieferung und Unzuträglichkeiten. So geschah es, dass gerade die Stadt, aus der die Anregungen zur Ausgabe eines gemeinsamen Notgelds gekommen waren, sich nicht an diesem beteiligte. Ab 2. November 1923 gab der Arbeitgeberverband in Schwäbisch Gmünd zusammen mit der Handelskammer Heidenheim, Nebenstelle Gmünd, die mit Datum 30. Oktober 1923 versehenen und vom Reichsfinanzministerium genehmigten Noten über 1, 10, 40 Pfennig Gold sowie 1 und 2 Mark Gold in Verkehr. In mehreren Neuauflagen wurde die Umlaufmenge erhöht. Ende November/Anfang Dezember 1923 wurden Fälschungen festgestellt und darüber Klage geführt, dass größere Mengen des Gmünder Goldmarknotgelds nach auswärts abgeflossen waren; besonders in Pforzheim würde ein „schwunghafter Handel“ damit betrieben. Arbeitgeberverband der Edel- und Unedelmetall-Industrie und verwandte Hilfsgeschäfte e. V. Schwäbisch Gmünd sowie Handelskammer Heidenheim, Nebenstelle Gmünd, Goldnote über 2 Mark Gold, ausgegeben in Schwäbisch Gmünd am 30. Oktober 1923. Am 7. November 1923 gab der hessische Arbeitgeberverband für den Lahngau und Oberhessen in Gießen unter Mitwirkung der Provinzialdirektion Oberhessen und der Handelskammern Gießen und Friedberg wertbeständiges Notgeld zum Nennwert von 1,05 Mark Gold aus. Arbeitgeberverband für Lahngau und Oberhessen, Notgeldschein für wertbeständige Anleihe des Deutschen Reichs über 1,05 Mark Gold = ¼ Dollar, ausgegeben in Gießen am 7. November 1923 (Vorder- und Rückseite). Mit Datum vom 26. November 1923 gab der bayerische Verband süddeutscher Textil-Arbeitgeber (Landesgruppe Nordbayern) in Hof wertbeständiges Notgeld in den Nennwerten 2,10, 4,20, 21 und 42 Goldpfennige sowie 1,05 und 2,10 Mark Gold heraus. Verband süddeutscher Textil-Arbeitgeber (Landesgruppe Nordbayern), Notgeldschein über 42 Pfennig-Gold = 1/10 Dollar, ausgegeben in Hof am 26. November 1923. Verband süddeutscher Textil-Arbeitgeber (Landesgruppe Nordbayern), Notgeldschein über 1,05 Mark-Gold = ¼ Dollar, ausgegeben in Hof am 26. November 1923. Verband süddeutscher Textil-Arbeitgeber (Landesgruppe Nordbayern), Notgeldschein über 2,10 Mark-Gold = ½ Dollar, ausgegeben in Hof am 26. November 1923. Weitere Ausgaben von Arbeitgeber-Verbänden zum wertbeständigen Notgeld: Am 29. November 1923 gaben der Arbeitgeber-Verband und die Ämtersparkasse im westfälischen Oelde gemeinsam sechs verschiedene „wertbeständige Gutscheine der Oelder Industrie“ über die Werte von 10, 25, 50 Goldpfennigen sowie 1, 2, und 5 Goldmark in den Verkehr. Die Scheine wurden von der gesamten Oelder Industrie verwendet. Die Bezirksgruppe Neustadt O.-S. im Verbande schlesischer Textil-Industrieller E. V. in der oberschlesischen Stadt Neustadt O.-S. gab am 1. November 1923 zusammen mit den drei Textilindustrie-Unternehmen Concordia Spinnerei und Weberei Actien-Gesellschaft in Marklissa, der Aktiengesellschaft für Schlesische Leinenindustrie (vorm. C. G. Kramsta & Söhne) in Freiburg (Schlesien) und Schlottmann & Co, K.-G. (FASTRUWAG) in Liegnitz wertbeständiges Notgeld in fünf Serien aus. Die Nennwerte waren: 1, 2, 5, 10, 60 Goldpfennige. Die Bezirksgruppe Landeshut des Verbandes schlesischer Textil-Industrieller e. V. Breslau im schlesischen Landeshut gab am 1. November 1923 eine Serie von wertgeständigen Notgeldscheinen über 2, 5, 10 und 20 Pfennige Gold aus. Die Bezirksgruppe wurde getragen von den Firmen Schlesische Textilwerke Methner & Frahne A.-G., J. Rinkel A.-G. und Albert Hamburger A.-G. Am 10. November 1923 gab der Industrie-Verband für den Stolberg-Eschweiler Bezirk im rheinländischen Stolberg wertbeständige Gutscheine über 1 Goldpfennig aus. Die Gutscheine waren in allen Lebensmittelgeschäften des Stolberg-Eschweiler-Industriebezirks umlauffähig und wurden bis zum 31. Dezember 1923 durch die in den genannten Bezirken ansässigen Bankinstitute gegen wertbeständige Zahlungsmittel (1 Gulden = 1,68 Goldmark) im Verrechnungswege mit den für den Devisenhandel zugelassenen Geschäftsleuten eingelöst. Industrie-Verband für den Stolberg-Eschweiler Bezirk im rheinländischen Stolberg, Gutschein über 1 Goldpfennig, ausgegeben in Stolberg am 10. November 1923. Hans-Georg Glasemann Bildquelle: Moneypedia und Privat (7/2023) Literaturhinweis (Daten und Texte teilweise entnommen): Wilhelmy, Rudolf; Geschichte des deutschen wertbeständigen Notgeldes von 1923/1924, Dissertation, Berlin, 1962. Literaturempfehlung: Manfred Müller: Deutsches Notgeld, Band 12: Das wertbeständige Notgeld der deutschen Inflation 1923/1924 Titel: Gietl Verlag ISBN: 978-3-86646-519-0 Auflage: 1. Auflage 2011 Format: 14,8 x 21 cm Abbildungen: zahlreiche Schwarz-Weiß-Abbildungen Cover-Typ: Broschur Seitenanzahl: 608 Preis: 39,90 Euro

  • Fidschi: Neues numismatisches Produkt

    Am 8. August 2022 begann die Reserve Bank of Fiji mit der Ausgabe neuer numismatischer Produkte zum Thema "Gott des Reichtums" mit dem Nennwert von 88 Cents. Die Zahl Acht klingt im Chinesischen wie die erste Silbe der Phrase "reich werden" – daher auch das Emissionsdatum und das Nominal. Der chinesische Neujahrsgruß, mit dem Wohlstand und Reichtum gewünscht wird, ist auf der Rückseite auch auf der Schriftrolle, die der Gott des Reichtums vor dem Hintergrund eines Geldbaums hält, wiederzufinden. Aber auch der auf der Vorderseite dargestellte Hibiskus genießt in Fidschi große Popularität – jedes Jahr im August wird in der Hauptstadt Suva ein einwöchiges Hibiskusfest gefeiert. Diese Sammlernote aus Baumwollpapier mit dem Formal 156 x 76 mm wurde von De La Rue gedruckt und enthält auch einige Sicherheitsmerkmale: Ein Fenster-Sicherheitsfaden zeigt die Zahl "88" und Diamanten; durch irisierende Tinte werden außerdem auf der Rückseite unterschiedliche Goldmünzen sichtbar. Auch befinden sich auf der Note eine Hibiskusblüte mit OVI-Effekt und Elemente, die unter UV-Licht erkennbar sind. Das numismatische Produkt ist nicht für den Zahlungsverkehr gedacht, wie die Bank am Tag nach der Ausgabe zur Klarstellung erläuterte, und wurde zu einem Preis von 28 Fidschi-Dollar zum Verkauf angeboten. Kana Totsuka Abb. Owen W. Linzmayer (www.banknotebook.com)

  • Aus privaten Sammlungen: 1 Yuan der chinesischen Bank of Communications von 1914

    Objekttyp: Banknote Sammlung: Archiv für Geld- und Zeitgeschichte, Sammlung Grabowski Historischer Kontext: Die Bank of Communications (Verkehrsbank) gehörte neben der Bank of China, der Central Bank of China und der Farmers Bank of China (Bauernbank) zu den vier großen chinesischen Notenbanken in der Zeit der Republik, deren Scheine in ganz China gültig waren. Die bereits im chinesischen Kaiserreich 1907 gegründete Bank sollte hauptsächlich den Eisenbahnbau finanzieren. Auf ihren Scheinen findet man deshalb auch verschiedene Eisenbahn-Motive. Sie blieb auch nach der Revolution von 1911 eine wichtige Notenbank und war bis 1927 nach der Bank of China die bedeutendste amtliche Notenbank der Republik China. Die Bank of Communications gab noch bis 1942 eigene Noten aus, verlor aber gegenüber der 1923 gegründeten Central Bank of China an Bedeutung. Land/Region/Ort: Republik China Emittent: Bank of Communications, Filiale Shanghai Nominal: 1 Yuan Datierung: 1. Oktober 1914 Vorderseite: Von einer Dampflokomotive gezogener Personenzug in einer Schlucht Rückseite: Frachtsegler auf hoher See Material: Papier ohne Wasserzeichen Druck: American Bank Note Company, New York, USA Format: 152 mm × 80 mm Nummerierung: F116582U Authentizität: Original Zitate: CHN-116m (Standard Catalog of World Paper Money, Vol. II – General Issues) B1430 (Linzmayer: The Banknote Book – China National Banks) Hans-Ludwig Grabowski Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus einer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com.

  • Lexikon: Groschen

    Groschen (lat. grossus = dick) wurden zuerst im 13. Jahrhundert in Tours (Frankreich) als "grossus denarius turonus" geprägt. Später war es die Bezeichnung für viele "dicke" Münzen. Bei der Einführung der Reichswährung hatte der Taler 30 Neugroschen und 1 Neugroschen galt 10 Pfennige. Daher nannte man noch bis zur euro-Einführung in Deutschland ein 10-Pfennig-Stück einen "Groschen". Österreich führte 1924 mit der Schilling-Währung den Groschen ein (1 Schilling = 100 Groschen), und auch in Polen kennt man bis heute den Grosz als den 100. Teil des Złoty. Die Währungsbezeichnung Groschen kommt fast nur in Münzform und nur selten beim Papiergeld vor. Anbei jedoch einige Beispiele: Österreich, Alliierte Militärbehörde: 50 Groschen (= ½ Schilling) der Serie 1944, Vorder- und Rückseite. Altenburg in Thüringen, Kalendermann: 5 Altenburger Skatgroschen (Wechselgeld für den Skattisch) ohne Datum (Anfang der 1920er-Jahre), Wert aus einer Serie mit Scheinen zu ½, 1, 2, 2 ½, 5 und 7 ½ Skatgroschen. Albert Pick / Hans-Ludwig Grabowski (Überarbeitung und Bebilderung)

  • Leserpost: Reichsbanknote zu 10.000 Mark auf braunem Papier

    Sehr geehrter Herr Grabowski! Ich weiß, von DEU-79 gibt es wahrscheinlich viele Fälschungen, die auch noch nach allem Möglichen riechen oder mit Absicht verfälscht worden sind. Ich habe eine dieser Noten, die nicht riechen und auch die Fasern sind orange. Ich würde Ihnen diese sonst gern mal einschicken, um zu schauen. Für mich ist dieser Schein echt mit braunem Papier. Also auch bei Serie G vielleicht? Wenn es so wäre, ist diese bisher unentdeckt! Würde mich über eine Antwort freuen Danke im Voraus und mit freundlichen Grüßen M. Berg DEU-79: Deutsche Reichsbank, Reichsbanknote zu 10.000 Mark vom 19. Januar 1922, Firmendruck mit Buchstabe G auf braunem Papier? Vorder- und Rückseite. Antwort der Redaktion Ja, das mit dem „braunen“ Papier ist eine Krux. Ich habe bei verschiedenen Scheinen die Ausführungen in braunem Papier katalogisiert, weil es nun mal echte Scheine gibt. Mir ist bewusst, dass viele Manipulationen existieren und man diese zum Teil auch am Geruch erkennen kann (ich sage nur Tee). Man sollte auch unbedingt darauf achten, dass wirklich nur das Papier braun ist und nicht der gesamte Druck braun eingefärbt erscheint. Auch lässt sich eine nachträgliche Einfärbung von gebrauchten Scheinen besonders gut an Gebrauchsstellen wie z. B. Knicken und Abriebstellen erkennen. Schön ist es, dass ich den Schein selbst prüfen konnte. Ich kann von einem Original ausgehen, womit natürlich auch eine Nennung im Katalog erfolgen sollte, wo bisher beim Druck auf braunem Papier bei diesem Wert nur die Firmenbuchstaben B und N verzeichnet waren. Vielen Dank für die Einsendung des Scheins und Gratulation zu dem seltenen Stück. Hans-Ludwig Grabowski

  • Brotversorgungsverband Bonndorf: Roggengutschein 1923

    Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern war in Deutschland in den 1920er-Jahren Roggen das wichtigste Nahrungsgetreide. Von der Bevölkerung wurde überwiegend Roggenbrot gegessen. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass Roggengeld eine besondere Rolle bei den wertbeständigen Notgeldscheinen spielte, die überwiegend in landwirtschaftlichen Gebieten ausgegeben wurden. Gerade in Gebieten, in denen der Getreideanbau vorherrschte, wurde 1923 der Tauschhandel mit Roggengeld üblich. Denn die Landwirtschaft konnte bzw. wollte Roggen wegen der ständigen Geldentwertung nicht zu Papiermark-Beträgen verkaufen, so dass die Versorgung der Städte mit landwirtschaftlichen Produkten kritisch wurde und trotz voller Läger Hunger drohte. So begab der Brotversorgungsverband Bonndorf in Baden 1923 Roggen- und Weizenscheine. Brotversorgungsverband Bonndorf, Gutschein Nummer 965 über 10 Kilo Roggen, ausgegeben in Bonndorf am 22. November 1923. Der Brotversorgungsverband Bonndorf im Schwarzwald begab am 22. November 1923 Gutscheine über 10 Kilo Roggen bzw. über 5, 10 und 20 Kilo Weizen. Mehr konnte ich über diesen Roggenschein als Dokument der deutschen Hyperinflation von 1923 leider nicht herausfinden, außer dass ein solcher wertbeständiger Notgeldschein heute einen Sammlerwert von 200 bis 300 Euro hat. Hans-Georg Glasemann Bildquelle: Privat Informationen: Wilhelmy, Rudolf; Geschichte des deutschen wertbeständigen Notgeldes von 1923/1924, Dissertation, Berlin, 1962 Literaturempfehlung: Manfred Müller: Deutsches Notgeld, Band 12: Das wertbeständige Notgeld der deutschen Inflation 1923/1924 Titel: Gietl Verlag ISBN: 978-3-86646-519-0 Auflage: 1. Auflage 2011 Format: 14,8 x 21 cm Abbildungen: zahlreiche Schwarz-Weiß-Abbildungen Cover-Typ: Broschur Seitenanzahl: 608 Preis: 39,90 Euro

  • Die deutschen Banknoten ab 1871 – Neue 23. Auflage 2023/2024!

    Hans-Ludwig Grabowski: Die deutschen Banknoten ab 1871 Das Papiergeld der deutschen Notenbanken, Staatspapiergeld, Kolonial- und Besatzungsausgaben, deutsche Nebengebiete und geldscheinähnliche Wertpapiere und Gutscheine 864 Seiten, durchgehend farbige Abbildungen, Format 14,8 cm x 21 cm, Hardcover, 23. Auflage, Regenstauf 2023/2024, ISBN 978-3-86646-224-3. Preis: 39,90 Euro Der erstmals 1970 von Harry Rosenberg herausgegebene Katalog gilt heute als die „Bibel“ des Sammlers deutscher Banknoten. Nach dem Tod seines Vaters gab Holger Rosenberg (1955 – 2001) den seit der Erstauflage von Manfred Mehl bearbeiteten Katalog heraus. Seit der 11. Auflage wird der Katalog von Hans-Ludwig Grabowski bearbeitet. Aus einem anfänglich nur wenige Seiten umfassenden Heft wurde im Laufe der Jahre ein immer umfangreicheres Standardwerk. Mit der 21. Auflage entstand ein völlig neues Katalogwerk, das von der INTERNATIONAL BANK NOTE SOCIETY 2018 als „BOOK OF THE YEAR“ ausgezeichnet wurde. Damit erfolgte die Katalogisierung erstmals streng nach historischen Epochen. Gleichzeitig wurde eine neue Nummerierung mit eigenen Nummernkreisen eingeführt. Das fanden viele Sammler gut, andere aber nicht. Man kann es eben nicht allen recht machen. Offensichtlich wünschte sich aber eine Mehrheit der Sammler eine Trennung in Haupt- und Nebengebiete, was nachvollziehbar ist, dem zuvor Gewohnten entgegenkam und unnötiges Blättern erspart. Die eigenen Nummernkreise machen es möglich, dass wir den Katalog bereits ab der 22. Auflage wieder mit dem zusammenhängenden Hauptsammelgebiet der deutschen Banknoten vom Kaiserreich bis zum Euro beginnen und dann in einer sinnvollen Abfolge die weiteren Sammelgebiete von den deutschen Länderbanknoten über die Ausgaben der ehemaligen deutschen Kolonien und Besatzungsausgaben bis hin zu den deutschen Nebengebieten, wie Danzig und Memel, folgen lassen, ohne dass dies Änderungen in der Nummerierung selbst mit sich bringen würde. Die aktuelle 23. Auflage führt Haupt- und Nebengebiete in gewohnter Weise getrennt auf und ist umfangreich überarbeitet. Inhalt: Deutsche Banknoten und Staatspapiergeld Deutsche Geldscheine vom Kaiserreich bis zum Euro Staatliche Notausgaben Notausgaben von Reichsbank, Reichsschuldenverwaltung und Reichsbahn Deutsche Länder- und Privatbanknoten Deutsche Länderscheine vom Kaiserreich bis in die 1930er-Jahre Geldscheine der deutschen Kolonien Papiergeld in Deutsch-Ostafrika, Deutsch-Südwestafrika, Kamerun und Deutsch-Neuguinea Deutsche Auslandsbanken Die Noten deutscher Auslandsbanken in Argentinien, China und Mexiko Deutsche Militär- und Besatzungsausgaben sowie Lager- und Gefängnisgeld Ausgaben im Ersten und Zweiten Weltkrieg, in der „Weimarer Republik“, in jüdischen Gettos sowie in der DDR Papiergeldähnliche Wertpapiere Konversionskassen- und Steuergutscheine Papiergeldähnliche Gutscheine Ausgaben des Winterhilfswerks Deutsche Nebengebiete Besetztes Rheinland, Freie Stadt Danzig, Memelgebiet und Saargebiet Neben Korrekturen, die in Anbetracht einer kompletten Neukatalogisierung in der Folge fast unvermeidbar waren, wurde der Katalog umfangreich überarbeitet. Die Aufnahme zusätzlicher Varianten, Anmerkungen und weiterer Entwürfe runden die neue Auflage ab. Auf die in der 22. Auflage noch vorhandene Konkordanzliste wurde verzichtet, da die alte Katalogisierung nach „Rosenberg/Grabowski“ überholt ist und die Standardkataloge „World Paper Money“ nicht mehr erscheinen. Die Konkordanzliste findet man allerdings in unserem Online-Magazin für Geldscheinsammler mit kostenlosem wöchentlichen Newsletter: https://www.geldscheine-online.com/katalog. Neue Gebiete wurden nicht aufgenommen, da das Thema kaum noch bislang unberücksichtigte Ausgaben umfasst. Preiskorrekturen machten sich besonders bei den Scheinen für das Protektorat Böhmen und Mähren erforderlich, weil hier seit Jahren eine steigende Nachfrage das immer geringere Angebot am Markt deutlich übersteigt. Der neue Katalog erscheint Anfang November 2023. Hier können Sie mehr über den Katalog erfahren und ihn bereits jetzt über unseren Online-Shop bestellen! Hans-Ludwig Grabowski

  • Lexikon: Greenbacks

    "Greenbacks" ist eine volkstümliche Bezeichnung für die US-amerikanischen United States Notes (Legal Tender Notes) wegen ihres rückseitig grünen Drucks. Ursprünglich hatte man so die 1862 ausgegebenen Old Demand Notes genannt. Heute nutzt man die Bezeichnung aber auch für die US-Dollar-Scheine allgemein. Scheine mit blauem Druck auf der Rückseite nannte man "Bluebacks". 1$ Legal Tender Note, National Banknote Company, 1862/1863. Mit Signaturen von Lucius E. Chittenden (Register of the Treasury) und Francis E. Spinner (Treasurer of the United States) National Numismatic Collection, National Museum of American History. 50 US-Dollars der Serie 1990, Vorder- und Rückseite. Albert Pick / Hans-Ludwig Grabowski (Überarbeitung und Bebilderung)

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