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  • Pakistan: Gedenkbanknote kommt am 30.9.2022

    Am 14. August 2022, dem 75. Jahrestag der Unabhängigkeit Pakistans, gab die Staatsbank von Pakistan den Entwurf der Gedenkbanknote zu diesem Anlass bekannt. Bei den Scheinen zum symbolischen Nominalwert von 75 Rupees handelt sich um die zweite Gedenknoten-Emission der Staatsbank von Pakistan – die erste wurde zur Feier des 50-jährigen Jubiläums der Unabhängigkeit von Pakistan ausgegeben. Das Datum der Veröffentlichung der Gestaltung wäre zwar auch für die Ausgabe ideal gewesen, jedoch wurde der 30. September dieses Jahres als Termin angekündigt. Die Staatsbank von Pakistan veröffentlichte zudem ein YouTube-Video mit den Eigenschaften und Sicherheitsmerkmalen dieser 75-Rupees-Gedenknote, deren Gestaltung sowie Material und Produktion bereits Ziel vielfacher Spekulation geworden waren (siehe dazu auch diesen Bericht). Die 147 x 65 mm große, smaragdgrüne Papiernote zeigt auf der Vorderseite vier Porträts: Sayyid Ahmed Khan, Fatima Jinnah, Muhammad Ali Jinnah und Muhammad Iqbal (von links nach rechts). Rückseitig ist das Thema Umweltschutz durch eine Schraubenziege (capra falconeri) vor einer Gebirgslandschaft mit Himalaya-Zedern sowie dem Schriftzug "SAVING CLIMATE AND SPECIES" veranschaulicht; diese Seite ist nach dem Entwurf der Künstlerin Sara Khan gestaltet. Bei den vier Porträts auf der Vorderseite handelt es sich um Personen, die eine große Rolle bei der Erlangung der Unabhängigkeit gespielt haben: Sayyid Ahmed Khan (1817–1898), ganz links, einer der wichtigsten Vertreter des südasiatischen Reformislams, war die treibende Kraft der Aligarh-Bewegung, die eine Emanzipation der Muslime durch moderne, westliche Ausbildung anstrebte. Auch war er ein Verfechter der Zwei-Nationen-Theorie, nach der die friedliche Koexistenz von Muslimen und Hindus in einem Staat aufgrund von religiösen Differenzen nicht möglich und daher Pakistan als eigener Staat notwendig sei. Als Zweite ist Fatima Jinnah (1893–1967) abgebildet: Die Zahnärztin und Schwester des zentral dargestellten Muhammad Ali Jinnah trug einen wesentlichen Teil zur Beteiligung von Frauen an der Unabhängigkeitsbewegung bei und war Hauptorganisatorin der All India Muslim Women Students Federation. Sie unterstützte ihren Bruder und war bis zu ihrem Tod auch politisch aktiv. Mittig im Vordergrund ist Muhammad Ali Jinnah (1876–1948) zu sehen, der auch als "Vater der Nation" bezeichnet wird. 1916 wurde er der erste Präsident der Muslimliga in Britisch-Indien, die 1940 die Lahore-Resolution verabschiedete, die auf der Grundlage der Zwei-Nationen-Theorie ein unabhängiges Pakistan forderte. Schließlich willigten 1947 die Briten nach langen Verhandlungen eine Teilung Indiens ein, im Zuge derer es zu einem unmittelbaren Bevölkerungsaustausch von etwa 14,5 Millionen Menschen sowie Gewaltausbrüchen mit zahlreichen Opfern kam. Muhammad Ali Jinnah verstarb jedoch nur wenige Monate nach der Gründung Pakistans. Rechts ist der Dichter und Mystiker Muhammad Iqbal (1877–1938) dargestellt, der in Pakistan als Nationaldichter gilt. Typisch für ihn ist die Verschmelzung der westlichen Philosophie mit dem Islam; auch er war politisch aktiv und bekleidete ab 1930 das Amt des Präsidenten der Muslimliga. Zu den Sicherheitsmerkmalen der Gedenknote zählen unter anderem ein holografischer Fenster-Sicherheitsfaden, ein OVI-Effekt der Wertzahl auf der Vorderseite von Gold auf Grün sowie UV-Elemente. Das Wasserzeichen zeigt außerdem wieder das Porträt des Muhammad Ali Jinnah sowie die Wertzahl. Kana Totsuka Abb. Owen W. Linzmayer (www.banknotebook.com)

  • Bergbaumotive auf Geldscheinen

    Andere Länder, andere Geldscheine. Realistische Darstellungen aus der Arbeitswelt sind nicht besonders häufig Themen bei Geldscheingestaltungen. Ein schönes Beispiel mit einem Montanmotiv aus Südamerika ist aber der peruanische Geldschein über 5000 Soles de Oro ("Goldsonnen"; die traditionellen Wurzeln der Nominalbezeichnung liegen jedoch im spätantiken Solidus) aus dem Jahre 1985, bevor aus den üblichen Inflationsgründen der Inti – benannt nach dem Sonnengott der Inka – ab 1986 ausgegeben wurde. Den Inti löste wiederum 1991 der Neue Sol (Nuevo Sol) ab, bis 2015 der alte Begriff Sol auf den aktuellen Banknoten zurückkehrte. Die Vorderseite erscheint ganz in traditioneller Ansicht mit dem peruanischen Staatswappen, der Wertangabe, dem Serienbuchstaben, der Kontrollnummer und den Unterschriften, darunter jene von Richard Webb (*1937), der von 1980–1985 und nochmals 2001–2003 unter den peruanischen Staatspräsidenten Terry und Manrique als Präsident der Zentralbank amtierte. Das Porträt zeigt den Kriegshelden aus dem Salpeterkrieg, Oberst Francisco Bolognesi, der 1880 bei der Verteidigung der Stadt Arica fiel. Peru, 5000 Soles de Oro, 21.6.1985. PER-117c. 149 x 74 mm. Dieser Geldschein wird selbst unzirkuliert sehr günstig angeboten. Peru verfügt über große Vorkommen an Kupfer, Gold und Silber, deren Export maßgeblich für die peruanische Volkswirtschaft ist. Die Gewinnung dieser Rohstoffe mit traditioneller Abbautechnik wird auf der Rückseite des Geldscheins anschaulich dargestellt: Zwei Bergleute schuften am Ende eines Stollens im Licht ihrer Helmlampen; der eine bricht mit seinem Drucklufthammer erzführendes Gestein aus der Wand, der andere schaufelt die Brocken in eine bereitstehende Lore, die am Schienenende steht. Ein Holzstempel und eine Verschalung stützen den Tunnelbereich links ab. Rechts an der Wand lehnt noch eine Spitzhacke. Das Ganze erscheint eher wie eine nostalgisch-romantisierende Arbeitsdarstellung, denn man könnte sich gut vorstellen, dass auch im Peru der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts schon modernere Abbaumethoden wie z. B. Schrämmaschinen zum Einsatz kamen. Dennoch haben wir mit diesem Schein eine eindrückliche Schilderung der schweren Arbeit unter Tage. Auf deutschen Geldscheinen sind konkrete Darstellungen sehr rar. Ausnahmen bilden hier vor allem die DDR-Banknotenserie 1964 und die letzten Staatsbanknoten 1971–1989. Ganz anders dagegen auf dem Feld der Notgeld-Herstellung 1918–1923: Hier konnten sich die betreffenden Betriebe und Gemeinden einesr weiten Motivspannbreite bedienen. Zumeist blieb man im lokalen Umfeld und wählte Darstellungen aus der örtlichen Sagenwelt, der Geographie oder als Betrieb die eigene Profession – also in unserem Fall den Bergbau. Teilweise wurden Serienscheine direkt für Sammler konzipiert. Die Wertangaben der als Notgeld fungierenden Gutscheine befanden sich in der Inflationszeit auf gleicher Höhe wie die offiziellen Geldscheine. Wie diese wurde die Gestaltung durch die Druckereien sparsamer. Die Scheine wurden monochrom auf einfachem Papier gedruckt, zum Teil ohne Wasserzeichen oder nur einseitig bedruckt. Generell wird aber ein populärer Einblick in die historische deutsche Industrielandschaft vermittelt. Ein recht aufwändig gestalteter Serienschein der Stadt Freiberg auf stärkerem Papier kurz nach dem Ersten Weltkrieg vom 18.11.1918 als Gutschein über 5 Mark. Ein Bergmann aus dem Revier Freiberg in Sachsen[1] schiebt seinen Grubenhund mit Grubenlampe und Stadtwappen vorne an der Lore vor der Silhouette der Stadt nach links. An seinem verlängerten Rücken ist das Arschleder gut zu erkennen, auf dem Kopf eine Lederkappe. Rechts in der Ecke steht der Name Rieß, wahrscheinlich der Künstler für diesen Serienschein, links oben in der Ecke eine Strafandrohung, genau wie bei richtigen Geldscheinen. Ein Gutschein über eine Million Mark aus Bochum, dem Herzen des Ruhrgebiets, vom 9.8.1923 zeigt links einen traditionell gekleideten Bergknappen mit Spitzhacke, Grubenlampe und typischer Kopfbedeckung: einem repräsentativen Schachthut mit den gekreuzten Hämmern[2], bestehend aus Schlegel und Bergeisen. An seinem Vollbart erkennt man die Herkunft unserer beliebten Gartenzwerge, ihre Vorbilder sind mittelalterliche Bergleute. Auch auf der Zeche Sophia-Jacoba[3] in Hückelhoven in der Nähe zum Selfkant und zum niederländischen Steinkohlerevier von Südlimburg, die 1997 als letzte Zeche im Aachener Steinkohlenrevier geschlossen wurde, kamen am 31.8.1923 Gutscheine über fünf Millionen Mark in Umlauf, gedruckt auf festerem Papier mit Wasserzeichen und Papiersiegel. Die Vorderseite zeigt das Zechengelände und die Wertangabe und gibt eine Einlösefrist an. Außerdem trägt sie zwei Unterschriften sowie Kennnummer und Serienbuchstabe, in Schwarz gehalten. Die Rückseite des Hückelhoveners Scheins dieser Wertstufe ist farblich wie die Vorderseite in Blau gehalten. Die Rückseite ist nur sparsam bebildert. In der Mitte sehen wir einen überdimensionalen, melancholisch dreinblickenden Bergmann. „Stimmt Steiger, Kohle schwarz“ könnte die fast sozialkritische Darstellung über der hellerleuchteten Zeche sagen, zu der andere Bergleute streben, um in einen der Schächte der Grube Sophia-Jacoba einzufahren. Auf dem unterem Rand ist der Namen der bekannten Rheydter Druckerei Schött angegeben, die bis 1982 bestand und in jener Zeit eigentlich auf Flaschenetiketten spezialisiert war. Dieser besonders hochwertiger Bochumer Gutschein vom 1.9.1923 über die fabelhafte Summe von einer Milliarde Mark ist auf einfachem Papier gedruckt, jedoch mit Wasserzeichen. In dieser höchsten Wertstufe, die in Türkis gehalten ist, kann man den Bergmann bei seiner Arbeit gut erkennen. Der Höhepunkt der Inflation ist bald erreicht: Am 1.11.1923 erscheinen die ersten Rentenmarkscheine. Dieser Gutschein über fünf Millionen Mark von 1923 aus Recklinghausen ist nur einseitig in sehr einfacher Ausführung bedruckt, weist aber einen Papiersiegel auf. Christian Merker [1] "Silberstadt", wie sie sich selbst nennt. [2] Als Symbol für Bergbau auf Landkarten in Verwendung, bei Fahrplänen das Zeichen für werktags. [3] Bei den Namen handelt es sich um die Vornamen der beiden Ehefrauen der damaligen niederländischen Minenbesitzer. Diese Namensgebung erfolgte später als die Betriebsgründung.

  • Lexikon: Einlösungs-Scheine

    Einlösungs-Scheine sind österreichisches Papiergeld aus dem Jahr 1811. Die in großen Mengen ausgegebenen Banco-Zettel des Wiener Stadt-Banco überschritten 1810 die Umlaufsumme von 1 Milliarde Gulden und wurden mit einem Disagio von 80 % gehandelt. Nach einem Vorschlag von Hofkammerpräsident O'Donnell, der nach dessen Tod vom Grafen Wallis verwirklicht worden ist, wurde mit dem Patent vom 20. Februar 1811 ein neues Papiergeld, und zwar sog. "Einlösungs-Scheine" eingeführt, die im Verhältnis 1 : 5 gegen Banco-Zettel eingetauscht wurden. Wiener Stadt-Banco-Zettel über 25 Gulden vom 1. Juni 1806, Vorder- und Rückseite. Einlösungs-Schein über 100 Gulden vom 1. März 1811, Druck einseitig. Die von der Privilegierten vereinigten Einlösungs- und Tilgungs-Deputation in Wien ausgegebenen Scheine zirkulierten in den Werten 1, 2, 5, 10, 20 und 100 Gulden und tragen das Datum vom 1. März 1811. Es existieren auch sog. Formulare von diesen Scheinen, die auf blauem Papier gedruckt wurden. Da eine Vermehrung des neuen Geldes infolge einer im Patent ausgedrückten kaiserlichen Zusicherung nicht möglich war, wurden 1813 sog. Anticipations-Scheine ausgegeben. Albert Pick / Hans-Ludwig Grabowski (Überarbeitung und Bebilderung) Abb. Archiv für Geld- und Zeitgeschichte, Sammlung Grabowski

  • Die Entwürfe der ersten Euro-Banknoten, Teil 32

    Bereits im November 1994 hatte der Rat des Europäischen Währungsinstituts (EWI) die Stückelung auf sieben Banknoten-Nominale von 5 bis 500 Euro festgelegt. Im Juni 1995 wurden dann zwei Themen für die Gestaltung der Euro-Banknoten vorgegeben, zum einen "Zeitalter und Stile in Europa" und zum anderen ein abstraktes, modernes Design. Im Februar 1996 begann der Gestaltungswettbewerb, an dem 29 Grafiker und Grafikerteams teilnahmen, die von 14 nationalen Zentralbanken der EU nominiert wurden. Im September 1996 beurteilte eine Jury aus international renommierten unabhängigen Experten für Marketing, Grafik und Kunstgeschichte die eingereichten Entwürfe und wählte je fünf für beide Themenbereiche aus. Im Oktober 1996 erfolgte eine Umfrage unter insgesamt 2000 Personen aus allen EU-Ländern außer Dänemark und am 3. Dezember 1996 wählte der Rat des EWI schließlich den Vorschlag aus Österreich Nr. T 382 als Gewinner des Gestaltungswettbewerbs. Wie aber hätten die ersten Euro-Banknoten auch aussehen können? Wir setzen hiermit unsere Reihe zu den Entwürfen der ersten Euro-Banknoten fort. Abstrakt und modern, Vorschlag M 485 Brigitte Matoul, Benoît Grégoire und Véronique Boland Brigitte Matoul arbeitete bis 2000 als Grafikdesignerin bei der Belgischen Nationalbank. Seither ist sie für die Koordination der Imagepflege zuständig. Benoît Grégoire war von 1986 bis 1998 als Banknotengraveur tätig. Seit 1998 ist er Grafikdesigner und Webmaster der Belgischen Nationalbank. Véronique Boland arbeitet seit 1989 als Kunstdesignerin bei der Belgischen Nationalbank. Alle drei studierten Gestaltende Kunst. 5 Euro, Vorderseite: technologische Innovationen – Kommunikation; Rückseite: Berge. 10 Euro, Vorderseite: Fortschritt in Mathematik und Physik; Rückseite: Hügel und Täler. 20 Euro, Vorderseite: Erforschung des Weltraums; Rückseite: Naturlandschaften. 50 Euro, Vorderseite: Evolution des Menschen; Rückseite: Landschaft. 100 Euro, Vorderseite: Weiterentwicklung des Umweltschutzes; Rückseite: Dörfer. 200 Euro, Vorderseite: Entwicklungen in der Kunst; Rückseite: Städte und Flüsse. 500 Euro, Vorderseite: Fortschritt in Wissenschaft und Medizin; Rückseite: Häfen und Meer. Fortsetzung folgt … Kana Totsuka Abb. Europäische Zentralbank (EZB)

  • Vorbericht zu den Teutoburger Auktionen 148 bis 150 vom 12. bis 16. September 2022

    Zum Jubiläum im Herbst legen die Ostwestfalen wieder gleich drei Auktionskataloge vor, auch diesmal wieder komplett LIVE ONLINE. Am Montag, 12.9., wird am Nachmittag mit den Briefmarken der 148. Auktion gestartet, hier sind neben vielen Einzellosen, besonders China, auch viele gute Sammlungsposten zu bestaunen. Am Dienstag, 13.9., geht es vormittags mit den Banknoten los. Hier sind altdeutsche Talerscheine, Reichsbanknoten, bislang unpublizierte Musterscheine der BRD, Notgeldscheine, aber auch interessante ausländische Banknoten vertreten. Dienstag-Nachmittag beginnt die 149. Auktion mit Münzen, Medaillen, Orden, Ehrenzeichen, Ausgrabungen, Fossilien, Militaria, historischen Wertpapieren und vielem mehr. Den Anfang machen China und Südostasien mit u.a. seltenen China-Dollars in guten Erhaltungen, dem folgen antike Münzen (besonders Römische Republik und Kaiserzeit). In der Abteilung ausländische Münzen und Medaillen überwiegt eine große Serie Schweizer Kantonalmünzen und -medaillen, sowie Münzen der Eidgenossenschaft, aber auch Dänemark, Frankreich, Großbritannien und Irland, Polen, Russland, etc. sind reichlich vertreten. Deutsche Taler und Teilstücke sind unter Bayern, Brandenburg-Preußen, Braunschweig (viele „Wilde Männer“) usw., aber vor allem unter Sachsen vorzufinden. Nach wenigen Waagen und Gewichten kommen die thematischen Medaillen zur Versteigerung, bei denen mit Abstand am stärksten Drittes Reich und Karl Goetz vertreten sind. Die deutschen Münzen ab 1871 nach Jaeger vom Kaiserreich bis zur Bundesrepublik und zur DDR bilden eine riesige Auswahl. Besonders beim Reichssilber sind zahlreiche Stücke in besonders hübschen Erhaltungen dabei. Den Abschluss des Münzbereichs runden wie immer Lots, Posten und teils urbelassene Sammlungen ab, die zum Stöbern einladen – hierzu bitte dringend Besichtigungszeit einplanen und frühzeitig Termine reservieren. Diesmal sind besonders viele große urbelassene Händler- und Sammlernachlässe enthalten, die geradezu nach „Schatzsuchern“ schreien. Der letzte Abschnitt der 149. Auktion sind Orden und Ehrenzeichen, Militaria (mit zahlreichen Blankwaffen) und andere Antiquitäten von der Taschenuhr und historischen Wertpapieren über Silber bis zum Schmuckstück. Die 150. Auktion am 16. September, die Jubiläumsauktion, ist ein Sonderkatalog für Goldmünzen ab der Antike aus aller Welt mit einer großen Sammlung islamischer Goldmünzen, Reichsgoldmünzen, Goldmedaillen, Uhren und Schmuck. Los 896: Saudi Arabian Monetary Agency. 50 Riyals AH 1379 (1961). Unterschriften: Anwar Ali / Tallal b. Abdul Aziz. II+, XF+. Pick 9. Sehr selten. Taxe: 500,– Euro. Los 910: Schweizerische Nationalbank. 500 Franken 1976. I. Pick 58a. Taxe: 500,– Euro. Los 941: Sächsische Bank zu Dresden, 100 Mark 1.1.1874. Ohne Handunterschriften auf Rs., Serie XVII. II+. Pick S950. Selten. Taxe: 500,–. Los 942: Städtische Bank zu Breslau. 1 Thaler Courant 10.6.1848. IV. Pick S466. Grabowski/Kranz 411. Äußerst selten. Taxe: 1000,– Euro. Los 955: Reichsbank. Druckprobe zu 20 Reichsmark 22.1.1929. Üdr. „Muster“, o. Perforation, KN. A00000000. III, kl. Einriss, ohne Perforation nicht gelistet. Rosenberg 174. Äußerst selten. Taxe: 500,–. Los 987: Deutsche Bundesbank. Musterschein (Specimen), 10 Deutsche Mark 2.1.1960. Vs. roter Üdr. „Muster“, Rs. roter Üdr. „Specimen“, KN. aus laufender Serie C/E. Nicht UV-aktiv. II. Rosenberg 263 var. Äußerst selten. Taxe: 500,– Euro. Los 988: Deutsche Bundesbank. Musterschein (Specimen), 20 Deutsche Mark 2.1.1960. Vs. roter Üdr. „Muster“, Rs. roter Üdr. „Specimen“, KN. nicht UV-aktiv, aus laufender Serie J/Q, Fasereinlage UV-aktiv gelb/blau/grün. I I. Rosenberg 264 var. Äußerst selten. Taxe: 500,– Euro. Los 998: Deutsche Bundesbank. 500 Deutsche Mark 2.1.1980. Serie V/U. II. Rosenberg 290a. Taxe: 500,– Euro. Los 1030: Oberpostdirektion. 10 Mrd. Mark 26.10.1923. Ohne Wz. II-III. Von größter Seltenheit. Taxe: 900,– Euro. Los 1031: Oberpostdirektion, 20 Mrd. Mark 26.10.1923. Ohne Wz. II-III, Einriss. Von größter Seltenheit. Taxe: 900,– Euro. Los 1032: Oberpostdirektion, 50 Mrd. Mark 26.10.1923. Ohne Wz. I-II, von größter Seltenheit. Taxe: 900,– Euro. Los 1033: Oberpostdirektion, 100 Mrd. Mark 26.10.1923. Ohne Wz. I-II. Von größter Seltenheit. Taxe: 900,– Euro. Los 1088: Kleinbahn Guttentag-Vossowska, 500 Tsd. Mark 25.8.1923. Muster ohne Stempel, Wz. verschlungene Quadrate. I-. Äußerst selten. Taxe: 500,– Euro. Los 1089: Kleinbahn Guttentag-Vossowska, 1 Mio. Mark 25.8.1923. Muster ohne Stempel, Wz. verschlungene Quadrate. I-, winz. Nadelstich. Äußerst selten. Taxe: 500,– Euro. Los 1092: Wertbeständiges Notgeld, schöne Sammlung im Album von ca. 223 Scheinen. Dabei Altona Unterstützungsinstituten u. Stadt, AOK, Asbest und Gummiwerke Calmon , Strafanstalten, Gummi-Waaren-Compagnie, Wandsbek etc., dazu Hamburger Bürgereid 1904. Unbedingt besichtigen. Unterschiedlich erhalten. Taxe: 1500,– Euro. Los 1099: Wunderbare Sammlung von ca. 287 Notgeldscheinen im Album. Dabei Firmenscheine und Musterscheine z.B. ohne KN. und gelocht, Aussteller u.a. Gebrüder Körting, Fritz Kaeferle, Hackethal-Draht etc. Höchstwahrscheinlich Fundgrube, unbedingt besichtigen. Unterschiedlich erhalten. Taxe: 1000,–. Los 1160: Ohlauer Kleinbahn, 1 Mio. Mark 25.8.1923. Muster ohne Stempel und zusätzlichem Stern nach KN. Wz. verschlungene Quadrate. I-. Von größter Seltenheit. Taxe: 900,– Euro. Los 1188: Stadt, Insgesamt 26 Scheine, davon 18 handgemalte einseitige Entwurfsscheine der kompletten Serie, alles Unikate. Dazu ein Foto vom vermutlichen Entwerfer der Scheine E. Röttger. I-II. Von größter Seltenheit. Taxe: 5000,– Euro. Los 1190: Eulengebirgsbahn, 100 Tsd. Mark 25.8.1923. Muster ohne Stempel, Wz. verschlungene Quadrate. II-. Äußerst selten. Taxe: 700– Euro. Los 1191: Eulengebirgsbahn, 1 Mio. Mark 25.8.1923. Muster ohne Stempel, Wz. verschlungene Quadrate. I-. Äußerst selten. Taxe: 700,– Euro. Los 1217: Eisenbahndirektion, 10 Pfg. (neue Währung) 16.6.1948. Ohne Wz. und KN. I-. Von größter Seltenheit. Taxe: 900,– Euro. Los 1231: Stadt Zeulenroda, 10 handgemalte original Entwürfe der Rs. zu 5 x 25 Pfg. u. 5 x 50 Pfg. Alle Bilder komplett, Format 208 x 125 mm. Zu jedem Entwurf der Original-Serienschein als Vergleichsstück. I-II. Äußerst selten. Taxe: 5000,– Euro. Los 1235: KBA-Testnoten, Druckbogen zu 50 X 0 None Super Cope Specimen o.D. Mit Wz. u. Sicherheitsstreifen. I bis I-. Sehr selten. Taxe: 500,– Euro. Los 1240: Serienscheine, schöne und saubere Sammlung von ca. 8700 Stück. Sortiert von A bis Z in 26 Alben, viele komplette Serien in meist guter Erhaltung. Darunter Spitzenstücke wie z.B. Apolda Verschwörungsverein, Bremen Laubfrosch-Weinstuben, Dortmund S.P.D., Halebüll Gemeinde, Hamburg Bund deutscher Kriegsbeschädigter u. Albert Kühlcke, Marienburg Jung deutscher Orden, Neuhaldenleben Sport-Club Victoria, Sinzig Stadt etc. Unbedingt besichtigen. Unterschiedlich erhalten. Eine Excel-Tabelle mit allen enthaltenen Scheinen ist vorhanden. Taxe: 9000,– Euro. Los 1241: Kleingeldscheine/private Ausgaben, schöne und saubere Sammlung von ca. 3800 Stück. Sortiert von A bis Z in insgesamt 15 Alben, davon 10 mit amtlichen Verkehrsausgaben und 5 mit privaten Ausgaben, meist in guter Erhaltung. Darunter bessere gesichtet, wie z.B. Apolda, Bochum, Neisse (Serie komplett), Ratibor, Alfeld Briefmarkengeld, Bremen Johann Wiegers, Gröningen, Groitzsch, Bad Helmstedt, Nossen Buschow u. Beck etc. Unbedingt besichtigen, hoher Katalogwert. Unterschiedlich erhalten. Eine Excel-Tabelle mit allen enthaltenden Scheinen ist vorhanden. Taxe: 8000,– Euro. Los 1242: Bayern Notgeldscheine, Spitzensammlung mit Schwerpunkt Unterfranken von ca. 1100 Stück. 3 Alben mit vielen Seltenheiten, wie z.B. Offiziersgefangenenlager Marienburg, Schnellpressenfabrik Koenig, Hausverein Unitas-Hetania, Fürth 5 Billion Mark etc., alle sortiert von A–Z. Eine Sammlung für den Spezialisten, die unbedingt besichtigt werden sollte. Unterschiedlich erhalten. Taxe: 4000,– Euro. Los 1243: Der gesamte Bestand von über 17.500 Wertgutscheinen für Aussiedler und Asylanten: 1. ca. 4400x des Kreises Weimarer Land (ca. 1990) für Lebensmittel Wirtschafts- und Hygieneartikel (Kartonpapier), 2. ca. 3500x Landkreis Apolda für Nahrungsmittel wie vor, 3. ca. 7480x Extra-Verbrauchermarkt Apolda für Nahrungsmittel, Wirtschaftsartikel und Hygieneartikel (außer Tabakwaren und alkoholische Getränke), Material verm. gelacktes Ganzleinen, 4. ca. 2200x Edeka aktiv Markt Bad Sulza wie vor. Jew. von 1 DM bis 50 DM. Insg. 20 verschiedene Scheine in unterschiedlichen Stückelungen. Da die Seriennummern teilw. nur 3-stellig sind, ist davon auszugehen, dass es sich hierbei um mehr als die Hälfte der verausgabten Scheine handelt, viele sind mit Einlösestempeln versehen, einige von den Kartonpapierausgaben sind stärker gebraucht und teilw. mit Klebestreifen hinterlegt. Vermutlich wurde der Rest vernichtet. V bis II. Es sind ca. 200 bis 1000 komplette Serien pro Ausgabe möglich. Taxe: 3500,– Euro. Los 1244: Vorpommern, schöne Sammlung von ca. 482 Notgeldscheinen in 4 Alben. Dabei Scheine aus Anklam, Barth, Demmin, Franzburg, Greifswald, Grimmen, Jarmen, Stralsund, Treptow, Ueckermünde etc., darunter Billion-scheine, Kleingeldscheine, Serienscheine, etwas Wertbeständiges usw. Unbedingt besichtigen, sehr interessante Sammlung. Unterschiedlich erhalten. Taxe: 2000,– Euro. Los 1245: Deutsche Reichsbahn Berlin, schöne Sammlung von ca. 757 Scheinen vorsortiert in 3 Alben. Werte von 1 Mio. Mark bis 21 Goldmark. Unbedingt besichtigen. Unterschiedlich erhalten. Taxe: 1750,– Euro. Los 1246: Notgeldsammlung mit einigen Tausend Scheinen (ca. 4000), gesammelt in 8 Safe-Ringbindern und nach Alphabet sortiert. Meist Serienscheine, aber auch einige 14er und Groß- u. Kleingeldscheine gesichtet. Sehr reichhaltig und viele Serien komplett. Unbedingt besichtigen, günstig geschätzt. Unterschiedlich erhalten. Taxe: 1500,– Euro. Los 1247: Feine qualitätvolle Zusammenstellung eines Sammlers von ca. 550 Notgeldscheinen mit dem Schwerpunkt Schweinfurt. Dabei diverse Ausgaben von u.a. Bamberg, Helgoland, Przyschetz, Würzburg etc. Beiliegend das Werk "Notgeldscheine von Heinz Schiestl“, sowie diverse Unterlagen zum Leben und Schaffen des Künstlers. Unbedingt besichtigen, Sammlung für einen Spezialisten. Unterschiedlich erhalten. Taxe: 600,– Euro. Los 1288: Hochinteressante Sammlung von zigtausend Scheinen aus aller Welt in 4 großen Kartons, von alt bis neu, teils in Alben, aber auch ein wildes Durcheinander, vieles auf Auktionen erworben und bestimmt. Dabei komplette Jahrgänge aus verschiedenen Ländern in meist kassenfrischer Erhaltung, Asien, Deutschland u.a. Notgeldscheine u. BRD, Tibet, Ungarn, USA, einige Exoten usw. Ein fantastischer Posten, der unbedingt besichtigt werden sollte. Fundgrube! Überdurchschnittlich erhalten. Taxe: 15.000 Euro. Los 1289: Reste einer Einlieferung, 2 Kartons mit tausenden Scheinen. Darunter alles Mögliche, wie z.B. Reichsbanknoten, Inflation, Kriegsgefangenenlager, Lotterielose Drittes Reich, Länderbanknoten, Serienscheine, auch einige ausländische Banknoten etc. Komplettes Durcheinander. Unbedingt besichtigen, günstig geschätzt. Unterschiedlich erhalten. Taxe: 1500,– Euro. Los 1290: Reste einer Einlieferung mit bestimmt hunderten Scheinen, dabei deutsches Notgeld und 4 Alben mit ausländischen Banknoten aus aller Welt (meist in Erhaltung I). Bitte besichtigen, höchstwahrscheinlich Fundgrube! Unterschiedlich erhalten. Taxe: 500,– Euro. Los 1291: Karton mit über 520 Geldscheinen aus aller Welt. Dabei Argentinien, Brasilien, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Indien, Italien, Russland, Ungarn, Vietnam, einige Exoten etc., auch gute Erhaltungen dabei. Viele Scheine in Klarsichthülle gelegt. Dazu 2 Kataloge, u.a. MRI Bankers Guide Foreign Currency 94th Edition. Besichtigen. Unterschiedlich erhalten. Taxe: 500,– Euro. Los 1292: Blechkiste mit tausenden Geldscheinen aus aller Welt. Viele Reichsbanknoten und deutsche Notgeldscheine, aber auch einiges aus dem Ausland gesichtet, ein wildes Durcheinander, das unbedingt besichtigt werden sollte. Günstig geschätzt, Fundgrube! Unterschiedlich erhalten. Taxe: 500,– Euro. Los 1293: Alle Welt, Album mit ca. 230 Banknoten von alt bis neu. Dabei Deutschland mit Reichsbanknoten Länderbanknoten u. BRD Nominale, Frankreich, Iran, Japan, Schweiz z.B. 50 u. 100 Franken (Pick 34 u. 35), Spanien, Thailand, USA, einige Specimen Scheine etc. Unbedingt besichtigen. Unterschiedlich erhalten. Taxe: 500,– Euro. Teutoburger Münzauktion GmbH Brinkstraße 9 33829 Borgholzhausen Tel.: 05425/930050 www.teutoburger-muenzauktion.de E-Mail: info@teutoburger-muenzauktion.de

  • Sierra Leone: Drei Nullen gestrichen

    Am 1. Juli 2022 führte die Bank of Sierra Leone den seit 2021 angekündigten Währungsschnitt durch: 1 neuer Leone entspricht nun 1000 alten Leones; entsprechend aktualisierte Banknoten wurden am selben Tag in Umlauf gegeben. Sierra Leone gehört zu den Least Developed Countries: Rund 70 % der Bevölkerung leben in extremer Armut. Nach der Erlangung der Unabhängigkeit Sierra Leones von Großbritannien im Jahr 1961 kam es 1991 zu einem blutigen Bürgerkrieg, der erst 2002 sein Ende fand; davon hat sich das stark vom Rohstoffvorkommen abhängige Land nicht vollständig erholt. Auch die Ebola- und die Corona-Krise schlugen sich besonders hart in der Wirtschaft nieder. Das Höchstnominal von 20 Leones, also 20.000 "alten" Leones, entspricht 0,0015 Euro. Die neuen Scheine orientieren sich in ihrer Gestaltung an ihren Vorgängernoten, weisen jedoch ein kleines Format auf, da die alten Noten "zu groß für die Portmonnaies" seien. Die alten Noten verlieren mit 1. Oktober 2022 ihre Gültigkeit, können aber noch bis zum 15. November dieses Jahres in neue eingetauscht werden. Kana Totsuka Abb. Owen W. Linzmayer (www.banknotebook.com)

  • Neue Varianten: August 2022 (Teil 1)

    Algerien 500 Dinars Wie Linzmayer B410a (fehlt im SCWPM), aber mit Unterschriften "Rosthom Fadli/unbekannt". 2000 Dinars Wie DZA-144 (Linzmayer B408b), aber mit Unterschriften "Rosthom Fadli/unbekannt". Demokratische Republik Kongo 10.000 Francs Wie COD-102 (Linzmayer B325c), aber mit Unterschrift "Malangu Kabedi Mbuyi" und Datum "04.01.2022". 20.000 Francs Wie COD-104 (Linzmayer B326c), aber mit Unterschrift "Malangu Kabedi Mbuyi" und Datum "04.01.2022". Katar 5 Riyals Wie Linzmayer B220a (fehlt im SCWPM), aber mit Unterschriften "Abdullah Saud al-Thani/Ali b. Ahmed al-Kuwari" und Jahr 2022. Pakistan 5000 Rupees Wie PAK-51 (Linzmayer B239p), aber mit Jahr 2022. Sambia 100 Kwacha Wie Linzmayer B170a (fehlt im SCWPM), aber mit Jahr 2020. Ungarn 20.000 Forint HUN-207 (Linzmayer B592e), aber mit Jahr 2022. Kana Totsuka Abb. Owen W. Linzmayer (www.banknotebook.com)

  • Leserpost: Anhaltischer Thaler-Schein mit nicht katalogisierter Serie

    Zum 1-Thaler-Schein der Herzoglich Anhaltischen Staats-Schulden-Verwaltung vom 1. August 1866 (Ihre Nr. 42) habe ich folgende Anmerkungen: Die Formatangabe stimmt nicht. Es sind nicht 171 x 103 mm, sondern nach meiner Messung 119 x 81 mm. Bei der Abbildung im Katalog handelt es sich wohl um einen nicht ausgegebenen Schein. Auf der Rückseite fehlt unter "BILLET DU TRESOR" bei Fol. die handschriftliche Nummer (hier 15) und unter "TREASURY BILL" die Unterschrift. Oder wurden Scheine auch ohne diese Ausfüllungen ausgegeben? Mir liegt die Serie XIII vor. Herzliche Grüße, W. Reiß Antwort der Redaktion Sie haben Recht, im aktuellen Katalog "Das Papiergeld der altdeutschen Staaten" wurde unter GK-42 ein nicht durch einen Kassenbeamten ausgefertigtes Stück abgebildet, das aber aufgrund der deutlich sichtbaren Gebrauchsspuren im Umlauf gewesen sein muss. Bei der Formatangabe kam es leider zu einem Kopierfehler von GK-41. Das Format ist hier tatsächlich kleiner. Auch die Serie XIII ist bisher nicht im Katalog aufgeführt. Im Katalog wurden nur die Serien gelistet, die den Autoren bekannt wurden. Ich habe mir das für eine mögliche Neuauflage vorgemerkt. Hans-Ludwig Grabowski

  • Militärische Motive auf Geldscheinen

    Vor der Einführung des Euro waren wir es auf deutschen als auch ausländischen Geldscheinen gewohnt, auf der Vorderseite üblicherweise eine berühmte Persönlichkeit zu sehen, und erst auf der Rückseite wurde es mitunter figürlicher oder auch nur ornamentaler. Darstellungen aus der Arbeitswelt überließ man sog. sozialistischen Diktaturen und aus der Geschichte den Briefmarkendesignern. Insofern ist die Vorderseite des hier vorgestellten jordanischen 1-Dinar-Scheins ein besonderes Beispiel. Abb. 1 : JOR-34c, 1 Dinar 2006 (AH 1427), Vorderseite, arabische Beschriftung, 133 x 74 mm, Porträt von Hussein ibn Ali mit haschemitischen Silbermünzen aus dem Jahr 1916. Hussein ibn Ali, von 1908 bis 1916 Großscherif von Mekka und von 1916 bis 1924 Emir und König des Hedschas, direkter Nachfahre des Propheten Mohammed und Ururgroßvater des amtierenden jordanischen Königs Abdullah II.1) ziert die Vorderseite des Scheins der vierten Serie der jordanischen Zentralbank2). Abb. 2: Rückseite, englisch beschriftet, drei Kamelreiter im Vordergrund, zwei verdeckt dahinter. Der mittlere führt die Revolutionsfahne, die nur in Graustufen ausgedruckt ist. Die Rückseite zeigt uns dann allerdings eine kriegerische Szene aus dem großen arabischen Aufstand 1916–1918 während des Ersten Weltkriegs gegen die Osmanen. Drei Kamelreiter im Vordergrund, arabische Irreguläre, wie wir sie aus dem berühmten britischen Monumentalfilm „Lawrence von Arabien“ aus dem Jahr 1962 kennen3). Der Mittlere präsentiert eine der ersten Versionen einer arabischen Nationalflagge. Abb. 3: Flagge in der Version 1916, von Hussein als König des Hedschas selbst eingeführt. Schwarz, Grün und Weiß sind die Farben des Propheten und stehen für die drei Dynastien der Abbasiden (schwarz), der Fatimiden (grün) und der Umayaden (weiß). Das rote Dreieck steht für die haschemitische Dynastie und den arabischen Widerstand. Abb. 4: CSR-91, 50 Kronen der Tschechoslowakei von 1964, 150 x 74 mm, Vorderseite.4) Der tschechoslowakische Geldschein von 1964 zeigt gleich auf der Vorderseite, worum es geht: Die Waffenbrüderschaft im Warschauer Pakt5), hervorgegangen aus dem Sieg der Roten Armee im Zweiten Weltkrieg über Nazideutschland. Partisan und Rotarmist stehen Seite an Seite. Ihre Waffen sind mit kleinen Sträußen geschmückt, der Sowjetsoldat hat mehrere, der tschechische Partisan nur einen. Im Hintergrund ein Gebirge, vielleicht eine Erinnerung an die gemeinsamen Kämpfe am Duklapass 1944. Abb. 5: CUB-97, 1961 – 1965, Rückseite 20 Pesos aus Kuba.6) Geldscheine wurden im Kuba Fidel Castros ab 1959 nicht nur zu Bezahl- sondern auch zu Propagandazwecken gedruckt. Die Taten der Revolutionäre werden bildlich dargestellt und so auch dem analphabetischen Teil der Bevölkerung nähergebracht und gleichzeitig eine Botschaft an das Ausland gesandt. Abb. 6: CUB-91c, 5 Pesos Kuba 1960, schmale Note, 142 x 62 mm, Vorderseite mit der Unterschrift „Che“. Die ersten nachrevolutionären Banknoten Kubas werden noch recht aufwändig gestaltet und erinnern in ihrer Gestaltung an ähnliche Scheine in Lateinamerika. Die glorreiche Vergangenheit des 19. Jahrhunderts im Kampf gegen die spanische Kolonialmacht wird durch den Volkshelden Maximo Gomez7) und der Darstellung einer Kavallerieattacke beschworen8). Abb. 7: RUS-214a, Vorderseite der 3 Rubel Note, UdSSR 193810), zwei bewaffnete Soldaten, der hintere mit aufgepflanztem Bajonett. Wer über die neueste russische 100-Rubel-Note mit dem heldenhaften sowjetischen Soldaten bei Geldscheine-Online gelesen hat11), der sollte auch wissen, dass es schon 1938 einen Geldschein mit Soldatenmotiv gegeben hat. Die Ausgabe über die drei Rubelwerte 1, 3 und 5 Rubel mit Stachanow, Soldaten und Pilot von Dubassow war wie ein Vorgriff auf die stalinistische Heroisierung der Sowjetgesellschaft im Zweiten Weltkrieg, der in der Sowjetunion „Großer Vaterländischer Krieg“ genannt wurde, vom 22. Juni 1940 bis zum 2. September 1945 dauerte und nur in Europa am 8. Mai 1945 endete. Christian Merker Anmerkungen der Redaktion Es lassen sich natürlich noch viel mehr Geldscheine mit militärischen Motiven aus verschiedenen Ländern und Kriegen der Geschichte finden. Es geht in dem Beitrag nicht um eine vollständige Übersicht, sondern um eine Sensibilisierung für das Thema, das für Motivsammler immer auch im historischen Kontext gesehen ein reizvolles Sammelgebiet sein kann. Hans-Ludwig Grabowski Anmerkungen Hussein ibn Ali (1853/56–1931; Sohn Abdullah I. (1882–1951), König von Trans-Jordanien 1921–1951; Enkel Talal ( 1909–1972), König von Jordanien 1951/52; Urenkel Hussein I. (1935–1999), König von Jordanien 1952–1999; Ururenkel Abdallah II. (* 1962), jordanischer König seit 1999, in der 41. Generation Nachfahre des Propheten Mohammed (570/73–632). www.cbj.gov.jo. Nach den 1926 veröffentlichten Memoiren von T. E. (Thomas Edward) Lawrence (1888–1935) über seine Zeit im Nahen Osten als Organisator des arabischen Aufstandes gegen das Osmanische Reich 1917/18. Vgl. Artikel von Manfred Dietl vom 1. April 2019, Prag: Ein Besuch in der Ausstellung "100 Jahre tschechische Krone" bei Geldscheine-Online, https://www.geldscheine-online.com/post/ein-besuch-in-der-ausstellung-100-jahre-tschechische-krone-in-prag. Militärbündnis im Ostblock 1955–1991. Unter der Führung der Siegermacht Sowjetunion war der Vertrag über Freundschaft, Zusammenarbeit und gegenseitigen Beistand der kommunistische Gegenentwurf zur NATO und umfasste außer der UdSSR Albanien (bis 1968), Bulgarien, ČSSR, DDR (bis 1990), Polen, Rumänien, Ungarn und die Mongolei ab 1963 mit Beobachterstatus. Vgl. meinen Beitrag vom 6. Juli 2021 Wie Che einmal Fidel ärgerte bei Geldscheine-Online, https://www.geldscheine-online.com/post/wie-che-einmal-fidel-%C3%A4rgerte. Maximo Gomez (1836–1905) war ein kubanischer General der Unabhängigkeitskriege gegen die Kolonialmacht Spanien 1868–1898, besonders bekannt wegen seiner Verdienste in der dritten Phase des „Guerra de Independencia“ 1895–1898. Ohne die Abnutzungsniederlagen der spanischen Kolonialtruppen gegen die Rebellen soll es dem US-Militär nicht möglich gewesen sein, den Spanisch–Amerikanischen Krieg bereits 1898 siegreich zu beenden und Spanien ihre letzten Kolonien Kuba, Puerto Rico, Guam und die Philippinen abzunehmen. Das direkte Eingreifen US-amerikanischer Truppen war übrigens das erste bekannte Resultat einer Medienkampagne. Nach der Explosion der USS Maine im Hafen von Havanna am 15. Februar 1898 mit 268 Toten US-Matrosen erging sich die Sensationspresse des Zeitungstycoons W. R. Hearst in einer Kriegshetze, die schließlich zu Kampfhandlungen führten: "Remember the Maine, to hell with Spain (Zur Hölle mit den Spaniern, denkt an unsere Jungs auf der Maine)!" Den Stützpunkt Guantanamo auf Kuba haben die Amerikaner bekanntermaßen bis heute behalten. Vgl. meinen Artikel über Stachanow auf Geldscheine-Online vom 3. August 2022, https://www.geldscheine-online.com/post/stachanow-der-bergmann-auf-dem-rubelschein-von-1938. Vgl. Artikel von Hans Ludwig Grabowski, Russland: Neue 100 Rubel Note zum Heldengedenken in Geldscheine-online vom 6. Juli 2022, https://www.geldscheine-online.com/post/russland-neue-100-rubel-note-zum-heldengedenken-ist-in-umlauf. Abbildungen Abb. 1, 2, 4, 7: Archiv für Geld- und Zeitgeschichte, Sammlung Grabowski Abb. 3: Wikipedia, https://de.wikipedia.org/wiki/Flagge_Jordaniens Abb. 4, 5, 6: Hartmut Fraunhoffer, www.banknoten.de

  • REKA-CHECK – CHÈQUE-REKA

    Die REKA-Checks der Schweizer Reisekasse in Bern sind wohl jedem Bürger der Schweiz ein Begriff, während sie bei uns fast unbekannt sind. Am Vorabend des Zweiten Weltkriegs gründeten am 22. Juni 1939 Arbeitgeber, Gewerkschaften und Unternehmen der Tourismus- und Verkehrsbranche die Schweizer Reisekasse – kurz Reka – mit dem Ziel, auch weniger bemittelten Schweizern Ferien zu erschwinglichen Preisen zu ermöglichen. Zu diesem Zweck wurden 1940 Reisemarken eingeführt, mit denen die Ausgaben für den Urlaub angespart werden konnten. „Aus dem Ansparsystem für Ferien entstand ein eigenes, zweckbestimmtes Geldsystem, das Ferien, Freizeitaktivitäten und Reisen vergünstigt. Und die Marke Reka mit ihren Feriendörfern wurde zum Synonym für Familienferien mit einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis.“[1] Abb. 1.1: Sammelheft mit Reisemarke zu 1 Franken, 1952. Quelle: https://www.ricardo.ch/de/a/buechlein-reka-check-1952-1196186846/ (29.1.2022). Abb. 1.2: Reka-Reisemarke zu 1 Franken. Die Non-Profit-Organisation in der Rechtsform einer Genossenschaft ist heute die führende Vermieterin von Ferienwohnungen für Familien und zweitgrößter Schweizer Anbieter von Ferienwohnungen, Campingunterkünften und Hotels im In- und Ausland[2]. Aus Erlösen des kommerziellen Bereichs finanziert sie die verschiedenen Ferienhilfsprogramme, die sozial benachteiligten Familien Ferien in der Schweiz ermöglichen. 1966 wurde von Reisemarken auf Reka-Checks umgestellt. Das Reka-Geld entspricht 1:1 dem Schweizer Franken und der Inhaber kann damit bestimmte Ferien-, Freizeit- und Reise-Leistungen bezahlen. Zur Ausgabe gelangten Schecks zu 5, 10 und 50 Franken. Der ersten Auflage mit dem Datum vom 1. Januar 1966 folgten diverse spätere Ausgaben. Doch muss es schon vorher Reka-Checks gegeben haben, wie der abgebildete Schein belegt. Möglicherweise handelt es sich hierbei um ein Muster. Abb. 2.1: Reka-Check zu 10 Franken, 20. Mai 1963, Vorderseite. Abb. 2.2: Reka-Check zu 10 Franken, 20. Mai 1963, Rückseite. Quelle: https://www.moneypedia.de (29.1.2022). Abb. 3.1: Reka-Check zu 5 Franken, 1. Oktober 1979, Vorderseite. Abb. 3.2: Reka-Check zu 5 Franken, 1. Oktober 1979, Rückseite. Abb. 4.1: Reka-Check zu 10 Franken, 1. Dezember 1986, Vorderseite. Abb. 4.2: Reka-Check zu 10 Franken, 1. Dezember 1986, Rückseite. Abb. 5: Reka-Checks verpackt in einer durchsichtigen Hülle, 5 x 10 = 50 Fr. Abb. 6: Reka-Checks zu 10 und 50 Franken, Vorderseite. Quelle: https://reka.ch/en/rekamoney/about-us/media/press?lang=de (23.5.2022). Mit Reka-Rail-Check kam 1999 eine weitere Reka-Geldform hinzu. Mit ihr kann bei Unternehmen des öffentlichen Verkehrs bezahlt werden. Die Schecks gibt es in den Werten 10 und 50 Franken. Im Jahr 2015 folgte die Reka-Lunch-Card, mit der Arbeitnehmer ihre Verpflegung zahlen können. Abb. 7: Reka-Rail-Check zu 10 und 50 Franken, 1999, Vorderseite. Quelle: https://reka.ch/en/rekamoney/about-us/media/press?lang=de (23.5.2022). Jedes Jahr lassen sich hunderttausende Schweizer Reka-Geld von ihrem Arbeitgeber auszahlen. Über 4200 Unternehmen bieten den Mitarbeitern die Möglichkeit, dieses Geld mit bis zu 20 Prozent Rabatt zu beziehen. Der Arbeitnehmer zahlt 800 Franken und bekommt Reka-Geld im Wert von 1000 Franken. Die Differenz übernimmt der Arbeitgeber. Jährlich kann das Unternehmen einen Betrag von 600 Franken steuerfrei und frei von Sozialabgaben als Prämie oder Geschenk jedem Arbeitnehmer zahlen. Allerdings sind die Schecks zweckgebunden für Ferien- und Freizeitausgaben. Zu Weihnachten, bei Geburtstagen und Jubiläen u. Ä. ist eine Zahlung von bis zu 500 Franken steuer- und und abgabenfrei möglich. Bei der Mitarbeiterverpflegung sind bis zu 180 Franken pro Monat von den Steuern oder sonstigen Abzügen befreit. Das Reka-Geld kann wie Bargeld in über 8800 Annahmestellen in der ganzen Schweiz verwendet werden. Akzeptanzstellen sind Hotels, Restaurants, Reisebüros, Reka-Feriendörfer, öffentlicher Verkehr, Bergbahnen, Freizeitparks, Fitness-Center, Museen, Zirkusse, Zoos und Tankstellen (AVIA und BP). Im vergangenen Jahrzehnt verschärfte die Schweizer Finanzmarktaufsicht (Finma) ihre Anforderungen für Finanzdienstleister kontinuierlich. Davon war auch die Reka betroffen. „So muss die Reka unter anderem gewährleisten, dass kein Kunde Reka-Geld im Wert von über 3000 Franken besitzt. Weil sich die Reka-Checks aber im freien Umlauf befinden, ist eine Kontrolle dieser Limite schwer umsetzbar. Deshalb hat die Reka inzwischen – wie eine Bank – für jeden Kunden ein Konto zu führen.“[3] Die Reka-Kunden verfügen nun über ihr Reka-Geld nicht in Form der Schecks, sondern mithilfe einer Reka-Card oder digital. Die Zahlungsmittel sind auch hier zweckbestimmt, d. h., die Karte wird je nach Typ nur von gewissen Branchen und Akzeptanzstellen angenommen: Reka-Pay im Bereich Reisen, Mobilität, Freizeit, Sport, Kultur, Beherbergung und Gastronomie; Reka-Rail im Bereich öffentlicher Verkehr und Reka-Lunch im Bereich Mitarbeiter-Verpflegung. Die Akzeptanzstellen tragen eine Einlöserkommission in Höhe von 2,5–3 Prozent. Abb. 8: Reka-Card, Vorderseite. Quelle: https://reka.ch/en/rekamoney/about-us/media/press?lang=de (23.5.2022). Nach dem Geschäftsbericht 2020 waren 562,6 Mio. Franken an Reka-Geld im Umlauf und mehr als 420.000 Reka-Cards ausgegeben, 5,7 Mio. Zahlungen wurden mit Reka-Geld getätigt, der Nettoerlös betrug 98,9 Mio. Franken, der Bruttogewinn 67,3 Mio. Franken, das Betriebsergebnis -328.000 Franken. Die Gesamtvergünstigungen für die Nutzer des Reka-Geldes betrugen 197,4 Mio. Franken, davon übernahmen die Abgabepartner 100,6 Mio. Franken, vorwiegend die Arbeitgeber [4]. Zukäufe durch das Publikum erfolgt vorwiegend über coop. Das Handelsunternehmen gewährte ihnen einen Nachlass von 3 Prozent. Uwe Bronnert Anmerkungen https://reka.ch/de/rekageld/ueber-uns/unternehmensgeschichte (29.1.2022). https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Schweizer_Reisekasse&oldid=218309046 (29.1.2022). https://www.beobachter.ch/konsum/reka-geld-die-reka-checks-bedrangnis (28.1.2022). https://reka.ch/neos/_Resources/Persistent/267804f4c4a1478fcdd1d0a99e75adcca0622e32/096_7021001 _Geschaeftsbericht_2020_DE_web.pdf (22.5.2022).

  • Die Entwürfe der ersten Euro-Banknoten, Teil 31

    Bereits im November 1994 hatte der Rat des Europäischen Währungsinstituts (EWI) die Stückelung auf sieben Banknoten-Nominale von 5 bis 500 Euro festgelegt. Im Juni 1995 wurden dann zwei Themen für die Gestaltung der Euro-Banknoten vorgegeben, zum einen "Zeitalter und Stile in Europa" und zum anderen ein abstraktes, modernes Design. Im Februar 1996 begann der Gestaltungswettbewerb, an dem 29 Grafiker und Grafikerteams teilnahmen, die von 14 nationalen Zentralbanken der EU nominiert wurden. Im September 1996 beurteilte eine Jury aus international renommierten unabhängigen Experten für Marketing, Grafik und Kunstgeschichte die eingereichten Entwürfe und wählte je fünf für beide Themenbereiche aus. Im Oktober 1996 erfolgte eine Umfrage unter insgesamt 2000 Personen aus allen EU-Ländern außer Dänemark und am 3. Dezember 1996 wählte der Rat des EWI schließlich den Vorschlag aus Österreich Nr. T 382 als Gewinner des Gestaltungswettbewerbs. Wie aber hätten die ersten Euro-Banknoten auch aussehen können? Wir setzen hiermit unsere Reihe zu den Entwürfen der ersten Euro-Banknoten fort. Zeitalter und Stile in Europa, Vorschlag T 164 Brigitte Matoul, Benoît Grégoire und Véronique Boland Brigitte Matoul arbeitete bis 2000 als Grafikdesignerin bei der Belgischen Nationalbank. Seither ist sie für die Koordination der Imagepflege zuständig. Benoît Grégoire war von 1986 bis 1998 als Banknotengraveur tätig. Seit 1998 ist er Grafikdesigner und Webmaster der Belgischen Nationalbank. Véronique Boland arbeitet seit 1989 als Kunstdesignerin bei der Belgischen Nationalbank. Alle drei studierten Gestaltende Kunst. 5 Euro, Vorderseite: Kind vor ionischen Säulen und antiken Vasen; Rückseite: stilisierter Hexastyl-Tempel 10 Euro, Vorderseite: Kind vor romanischen Säulen und Schlüssel; Rückseite: stilisierte romanische Burg. 20 Euro, Vorderseite: Kind vor gotischen Säulen und Fensterrosette; Rückseite: stilisierte gotische Chor-Apsis. 50 Euro, Vorderseite: Kind vor Renaissance-Säulen und Bilbliothek; Rückseite: stilisierte Säulenhalle in Zentralperspektive. 100 Euro, Vorderseite: Kind vor barocken Säulen und Ornamenten; Rückseite: stilisierte Architektur. 200 Euro, Vorderseite: Kind vor Eisenpfeilern; Rückseite: Zahnrad und stilisierter Fluss mit Brücken. 500 Euro, Vorderseite: Kind vor Betonpfeilern und Bauklötzen; Rückseite: stilisiertes modernes Interieur. Fortsetzung folgt … Kana Totsuka Abb. Europäische Zentralbank (EZB)

  • Lexikon: Eierschein

    "Eierschein" war im Volksmund die Bezeichnung für die Hilfsbanknote der Deutschen Reichsbank über 50 Mark vom 30. November 1918 wegen der eiförmigen druckfreien Stelle auf der Rückseite sowie mit Wertzahl im inneren Rahmen der Vorderseite des Scheins. DEU-70a: Reichsbanknote ("Eierschein") über 50 Mark vom 30. November 1918, Vorder- und Rückseite. Wegen des Rahmen-Ornaments auf der Vorderseite wurde der Schein auch "Bilderrahmen" genannt. Albert Pick / Hans-Ludwig Grabowski (Überarbeitung und Bebilderung) Abb. Archiv für Geld- und Zeitgeschichte, Sammlung Grabowski

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