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  • Polen: Auch 2022 eine Gedenkbanknote

    Dem soeben veröffentlichten Ausgabeplan der Gedenkmünzen und -banknoten der Narodowy Bank Polski für das Jahr 2022 ist zu entnehmen, dass für den November nächsten Jahres wieder eine neue Sammler-Banknote vorgesehen ist. Der 20-Złotych-Schein ist dem Astronomen Nikolaus Kopernikus gewidmet; geplant ist die Ausgabe in einer Auflage von 70.000 Exemplaren. Davor wird jedoch noch dieses Jahr eine polnische Gedenkbanknote erscheinen: Am 9. November 2021 soll eine 20-Złotych-Gedenknote zu Ehren des nationalkonservativen Politikers Lech Kaczyński in Umlauf gebracht werden. Kaczyński amtierte von 2005 bis zu seinem Tod im Jahr 2010 bei einem Flugzeugabsturz als polnischer Präsident; 2006 bis 2007 bekleidete sein Zwillingsbruder Jarosław das Amt des Ministerpräsidenten. Von dieser Gedenknote sollen 80.000 Exemplare erscheinen. Kana Totsuka Abb. Wikipedia; aus Reusner, Icones (1587). Christoph Murer nach angeblichem Selbstporträt des Kopernikus. Anmerkung der Redaktion Nikolaus Kopernikus (eigentlich Niklas Koppernigk, 1473–1543) wurde bereits auf zwei polnischen Umlaufnoten (je 1000 Złotych von 1965 und von 1975–1982) gewürdigt. Er wurde zwar in Thorn (Toruń) im heutigen Polen geboren und wird deshalb auch von der polnischen Geschichtsschreibung unter dem polonisierten Namen Mikołaj Kopernik einverleibt, war aber Deutscher. Er war Domherr des Fürstbistums Ermland in Frauenburg in Preußen, Astronom und Arzt. Berühmt machte ihn sein Hauptwerk De revolutionibus orbium coelestium von 1543, in dem er das heliozentrische Weltbild vertritt, nach dem die Erde ein Planet ist, der sich um die eigene Achse dreht und zusammen mit den anderen Planeten um die Sonne kreist.

  • Sierra Leone: Revaluierung der Währung geplant

    In einer Pressemitteilung vom 11. August 2021 kündigte die Bank of Sierra Leone an, "in naher Zukunft" eine neue Banknoten- und Münzfamilie mit der neuen Währungsbezeichnung New Leone auszugeben; bei der Währungsumstellung sollen von den alten Leones drei Nullen gestrichen werden. Somit sollen die derzeitigen Umlaufnoten zu 1000, 2000, 5000 und 10.000 Leones durch Noten zu 1, 2, 5 und 10 New Leones nach einer gewissen Zeit parallelen Gebrauchs endgültig ersetzt werden. Neu kommt auch als Höchstnominal ein 20-New-Leones-Schein dazu, der jedoch momentan einem Wert von nur 1,70 Euro entspräche. Sierra Leone gehört mit 70 % der Bevölkerung in extremer Armut zu den am wenigsten entwickelten Ländern der Welt. Abb.: Derzeitiges Höchstnominal von 10.000 Leones. Kana Totsuka Abb. Hartmut Fraunhoffer (www.banknoten.de)

  • Aus privaten Sammlungen: 20 Mark des Gettos Litzmannstadt von 1940

    Die Schaffung einer eigenen „Binnenwährung“ für das Getto Litzmannstadt stellt eine Besonderheit der deutschen Währungsgeschichte dar, die der Abschöpfung aller im Getto vermuteten Gelder aus jüdischem Besitz dienen sollte. Im Mai 1940, also direkt nach der Schließung des Gettos, schätzte man ein, dass sich noch etwa 5 Millionen Reichsmark im Getto befänden, die von den Bewohnern zurückgehalten und nur auf dem Schwarzmarkt verwendet werden würden. Zudem rechnete die Stadtverwaltung spätestens ab Juni 1940 damit, das Getto andauernd finanziell unterstützen zu müssen. Mit dem eigenen Gettogeld sollten deshalb alle noch im Getto vorhandenen Geldwerte, egal ob Reichsmark, Zloty oder ausländische Devisen, vollständig herausgezogen werden. Zu diesem Zweck wurde die Reichsmark ab 8. Juli 1940 im Getto für ungültig erklärt. Eingeführt wurden stattdessen ab 9. Juli 1940 Mark-Quittungen des Ältesten der Juden Rumkowski, die man zu alleinigen Zahlungsmitteln im Getto erklärte, die außerhalb des Gettos aber praktisch wertlos waren. Mit seiner Bekanntmachung Nr. 70 forderte Rumkowski die Gettobewohner auf, alle Reichsmarknoten und Reichsmarkmünzen ab 50 Pfennig Nennwert sowie alle ausländischen Zahlungsmittel bei „seiner Bank“ (Bank des Aeltesten der Juden in Litzmannstadt) gegen die neuen Mark-Quittungen umzutauschen. Für den Fall der Annahme ungültig erklärter Zahlungsmittel und von Devisenschmuggel aus dem Getto wurden strenge Strafen angedroht. Für ausführliche Informationen zum Geld der Konzentrationslager und Gettos 1933 bis 1945 verweise ich auf mein Buch Das Geld des Terrors (siehe auch die Literatur-Empfehlung). Aus der Sammlung Hans-Ludwig Grabowski: Großdeutsches Reich, Getto Litzmannstadt, Der Älteste der Juden: Quittung über 20 Mark vom 15. Mai 1940 Vorderseite: links oben Davidstern, Unterdruck mit Gitter aus Davidsternen Rückseite: links unten siebenarmiger Leuchter (Menora), rechts oben Davidstern, Unterdruck mit Gitter aus Davidsternen Format: 160 mm x 80 mm Wasserzeichen: ohne Entwurf: I. Gutman / P. Szwarc Druckerei: Firma Manitius in Litzmannstadt (Lodsch) Umlauf: bis 2. September 1944 Katalogreferenzen: Li 6c (Grabowski: Das Geld des Terrors) Hans-Ludwig Grabowski Literatur-Empfehlung: Hans-Ludwig Grabowski: Das Geld des Terrors – Geld und Geldersatz in deutschen Konzentrationslagern und Gettos 1933 bis 1945 Mit Dokumenten aus der Sammlung Wolfgang Haney, Berlin. Verlag: Battenberg Verlag ISBN: 978-3-86646-040-9 Auflage: 1. Auflage 2008 Abbildungen: durchgehend farbige Abbildungen Hardcover: 456 Seiten Format: 17 x 24 cm Preis: 19,90 Euro Zum Buch … Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus Ihrer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com

  • Fälscher & Falschgeld: Teil 44

    Geschichten, die Geschichte machten, Teil 1: Adel hat’s leichter – Goethes Freund und ein Ritter aus Wien Am 28. Juni 1772 wurde in Speyer Carl Wilhelm Becker geboren. Der junge Becker stieg in den vom Vater ererbten Weinhandel ein und ging damit prompt pleite. Dafür florierte der Handel mit antiken Münzen umso besser. Becker hatte sich auf kostbare römische und griechische Münzen spezialisiert, dazu auf seltene Stücke des frühen Mittelalters. Und was auf dem Markt nicht aufzutreiben war, stellte er in der eigenen Werkstatt her. Doch der Reihe nach. Von Natur aus künstlerisch begabt, hatte er seine Fähigkeiten kontinuierlich ausgebaut und trainiert. Schon während seiner Lehrzeit bei einem Weinhändler in Bordeaux, die er auf Anweisung seines Vaters absolvierte, übte sich Becker nebenher in einer Sache, die ihn weit mehr interessierte, nämlich in der Kunst des Gravierens. Nach seiner Rückkehr trat er in eine Frankfurter Weinhandelsfirma ein, gründete jedoch bereits nach kurzer Zeit in Mannheim einen Tuchhandel. Auch diese Tätigkeit war nicht von langer Dauer, offensichtlich hatte auch der junge Becker die Erfahrung gemacht, dass sich seinen Lebensunterhalt zu verdienen halt nun mal mit Arbeit verbunden ist. 1795 heiratete er und ließ sich nun in München an der Königlichen Münze zum Graveur und Stempelschneider ausbilden. Damit hatte er nun seine in Bordeaux erworbenen Anfangskenntnisse vertieft, die seinen weiteren Lebensweg bestimmen sollten. Etwa um 1806 zog Becker nach Offenbach und eröffnete dort ein Geschäft. Bald schon stand er im Ruf eines honorigen, kompetenten Münzenfachmannes. Mit den berühmtesten Gelehrten und Sammlern stand er nun in Kontakt. Sogar Goethe besuchte „Antiken-Becker“, wie man ihn schon bald hochachtungsvoll nannte, und war begeistert von dessen Sachverstand. Um diese Zeit herum hatte Carl Wilhelm Becker in größerem Stil mit dem Fälschen der begehrten Sammlerstücke begonnen. Mit meisterhaft geschnittenen Stempeln zauberte er jede gewünschte Gold- oder Silbermünze. Er arbeitete mit außerordentlicher Akribie und so kam es, dass manche seiner Stücke besser ausfielen als die echten Vorbilder. Beispiele für Beckersche Fälschungen von antiken griechischen, karthagischen, jüdischen und römischen Münzen. Sie waren schon beinahe zu vollendet, so perfekt gearbeitet sind die antiken Originale meist gar nicht. Damit die Nachahmungen die richtige Patina bekamen und nicht zu neu aussahen, gab er mehrere davon in einen Lederbeutel und hängte sie unter seine Pferdekutsche. „Meine alten Herren ausfahren“ nannte er diesen künstlichen Alterungsprozess. Anfangs des 19. Jahrhunderts gab es keine bedeutende Sammlung in Europa, die nicht Becker-Imitationen enthielt! Unser Fälscher hatte mittlerweile den Fürsten Carl von Isenburg kennengelernt und ging bei ihm ein und aus. Der Fürst, guter Kunde von Becker, verlieh ihm den Titel „Fürstlich-Isenburgischer Hofrat“. Nun war Becker von untadeligem Stand, und niemand hätte es in dieser titelsüchtigen und obrigkeitsgläubigen Zeit wagen dürfen, ihn des Betruges oder gar der Fälschung zu bezichtigen. Es dauerte daher noch eine ganze Weile, bis hinter vorgehaltener Hand die ersten Verdächtigungen laut wurden. Während Becker sonst nie direkt an Museen oder einzelne Spezialisten, sondern immer über Mittelsmänner verkaufte, beging er 1819 einen schwerwiegenden Fehler: Er verkaufte einem jungen, aber nichts desto weniger engagierten und erfolgreichen Sammler in den abendlichen Dämmerstunden zwei Fälschungen römischer Münzen, die der mit fundierten Kenntnissen ausgestattete Sammler am nächsten Morgen sofort als solche erkannte und entsprechend reklamierte. Für dieses Mal konnte sich Becker zwar aus der Affäre ziehen, aber seine große Zeit neigte sich unaufhaltsam dem Ende zu. Immer öfter wurden in der Folgezeit in bedeutenden Sammlungen Imitate entdeckt, deren oftmals verschlungene Wege letztendlich immer zu dem einen Ausgangsort wiesen: Offenbach, Antiken-Becker. Als dann schließlich der Italiener Domenico Sestini Becker öffentlich als Fälscher bezeichnete, trat der so Beschuldigte die Flucht nach vorne an und bekannte sich 1824 zu seinen Erzeugnissen. Er erklärte, diese nie in betrügerischer Absicht hergestellt und verkauft zu haben. Er wollte den Sammlern stets nur die im Original praktisch unerreichbaren Stücke zu einem erschwinglichen Preis verschaffen. Einige Freunde und Fürsprecher formierten sich. Über 300 Stempel hatte er angefertigt und damit nach der Hammerschlagmethode, der Herstellungsart der Originale, die Münzen mit dem korrekten Edelmetallgewicht geprägt. In der Tat taten sich die Richter schwer, ihm ein Münzverbrechen zu unterstellen. Außerdem: Konnte man denn einen Mann von internationalem Ruf, einen Freund Goethes, verurteilen oder gar einsperren? Becker wurde tatsächlich nur zu einer symbolischen Strafe verurteilt und auf freien Fuß gesetzt. Er starb am 11. April 1830 an einem Schlaganfall. Noch heute sind seine Imitationen bekannt und begehrt und erzielen auf Auktionen, wenn sie denn einmal angeboten werden, teilweise höhere Preise als die entsprechenden Originalstücke. Gefälschte Zehn-Gulden- Banknoten des Peter Ritter von Bohr. Abb. mit freundlicher Genehmigung des Verlags Österreich der Print Media Austria AG, Wien. Ein Jahr nach Carl Wilhelm Becker, nämlich am 30. Juni 1773, erblickte im luxemburgischen Stadtbredimus (lux.: Stadbriedemes) Peter Ritter von Bohr das Licht dieser Welt. Schon in jungen Jahren sehr wohlhabend – er soll 1813 über die damals respektable Summe von 130.000 Gulden verfügt haben – verlegte Bohr sein Domizil zunächst nach Linz, dann in die Weltstadt Wien, wo er sich sehr bald Zugang zu den sogenannten „besseren Kreisen“ zu verschaffen wusste. 1836 wurde Bohr in „Österreichs Ehrenspiegel“ genannt, einem Verzeichnis der gesamten österreichischen Oberschicht, dessen Mitherausgeber er im Übrigen war. Sein Vermögen aber zerrann ihm bald unter den Händen. Geschäftlich wenig erfolgreich meldete er 1839 in Wien Konkurs an. Fünf Jahre später jedoch besaß er plötzlich und unerklärlicherweise wieder ein nicht unbeträchtliches Vermögen. Entstammte wirklich alles dem Privatvermögen seiner Frau, wie Bohr behauptete? Oder bestand da etwa ein Zusammenhang zwischen den mittlerweile aufgetauchten, hervorragend gefälschten 10- und 100-Gulden-Noten der „Privilegirten oesterreichischen National-Bank“? Der ermittelnde Kriminalbeamte, Kommissär Köpp von Felsenthal erstellte eine Liste mit den Namen von Personen, denen die Herstellung von Druckplatten aufgrund ihrer künstlerischen und graphischen Fähigkeiten zugetraut werden konnte. Auf dieser Liste tauchte auch der Name Bohr auf; er war bereits 1840 aufgefallen und polizeilich (heute würde man sagen: erkennungsdienstlich) behandelt worden, als er dabei erwischt worden war, wie er eine Blüte ausgeben wollte. Damals konnte man ihm nichts nachweisen, seine Erklärung, man habe ihm den Schein untergejubelt, war nicht zu widerlegen. Als von Felsenthal schließlich erfuhr, dass die Frau Bohrs eine Uhr ebenfalls mit einem falschen Guldenschein bezahlen wollte und dabei ertappt worden war, ordnete er eine Hausdurchsuchung an. Am 8. Oktober 1845 fanden die Beamten jede Menge Stichel, Radiernadeln, Lupen und sonstige Werkzeuge sowie eine Anzahl Kupferplatten. Bohr wurde verhaftet, leugnete jedoch entschieden. Druckstöcke oder gar Falschgeld fand man nicht, und die kriminaltechnischen Möglichkeiten waren zu jener Zeit noch nicht soweit gediehen, dass man Bohr die Fälschungen anhand der gefundenen Gegenstände hätte nachweisen können. Erst seine ebenfalls verhaftete Frau hielt dem Druck der Verhöre nicht stand und legte ein Geständnis ab. Eine neuerliche Hausdurchsuchung förderte nun aus einem Versteck eine große Anzahl gefälschter 10-Gulden-Noten zutage. Bohr war damit überführt. Er und seine Frau wurden zum Tod durch den Strang verurteilt, das damals übliche Strafmaß für Geldfälscher. Die Strafe wurde aber durch Kaiser Ferdinand I. in zehn- bzw. zweijährigen schweren Kerker gemildert. Peter Ritter von Bohr sah die Freiheit nicht wieder; er starb am 15. Oktober 1847 in seiner Gefängniszelle in Wien. Es muss im Nachhinein etwas verwundern, dass im damaligen titelsüchtigen und –ehrfürchtigen Österreich die Strafe für einen „Ritter“ so konsequent und gnadenlos vollstreckt wurde. Karlheinz Walz Fortsetzung folgt … Karlheinz Walz: Fälscher & Falschgeld, 280 Seiten, Hardcover, ISBN: 978-3-86646-084-3. Das Buch können Sie für nur 9,90 EUR in unserem Online-Shop kaufen!

  • Lexikon: Compound Interest Treasury Notes

    Compound Interest Treasury Notes waren verzinsliche US-amerikanische Schatzscheine. Ebenso wie viele andere Geldscheinausgaben sollten diese Scheine dem Staat helfen, die hohen Kriegskosten während des Bürgerkriegs zu tragen. Sie waren Emissionen des Finanzministeriums der Vereinigten Staaten, die mit Gesetzen vom 3.3.1863 und 30.6.1864 durch den Kongress genehmigt worden waren und sowohl den Charakter von Papiergeld als auch den von Schulden hatten. Die Ausgabe erfolgte in Nennwerten zu 10, 20, 50, 100, 500 und 1000 Dollars durch das Schatzamt. Hierzu wurden sog. Interest Bearing Notes, die nach Gesetz vom 17.3.1861 ausgegeben worden waren mit einem Überdruck versehen. Compound Interest Treasury Note zu 20 Dollars vom 15. August 1864, Vorder- und Rückseite (Abb. Wikipedia.org). Sie waren zwar zum Nennwert gesetzliche Zahlungsmittel, konnten aber nach drei Jahren mit sechs Prozent Zinsen pro Jahr, die halbjährlich aufgezinst wurden, eingelöst werden. In Ermangelung leistungsfähiger Investmentbanken ermöglichte es der hybride Charakter dieser Scheine der Regierung, Schulden direkt zu verteilen, indem sie die Scheine als gesetzliches Zahlungsmittel an die Gläubiger auszahlte und sich dann darauf verließ, dass zinssuchende Parteien sie schließlich aus dem Verkehr zogen, um sie bei Fälligkeit mit Zinsen einzulösen. Theoretisch trugen die Scheine damit also nicht wie die "Greenbacks" zur Geldinflation bei. Compound Interest Treasury Note, Druckprobe zu 500 Dollars, Vorder- und Rückseite (Abb. Wikipedia.org). Heute sind diese Scheine äußerst seltene Raritäten, da sie wohl zum größten Teil wegen der Zinsen eingelöst wurden. Es existiert auch eine als SPECIMEN bezeichnete Druckprobe über 500 Dollars nach Gesetz vom 30.6.1864 ohne Überdruck mit Stempeln des Bureau of Engraving and Printing vom 27.1.1891 (siehe Abb.). Albert Pick / Hans-Ludwig Grabowski

  • Bisher unbekannter Notgeldschein: Chemnitz 10 Reichsmark vom 7. Juni 1945

    Nach Erscheinen des Notgeld-Katalogs „Zwischen den Fronten“ von 2014 wurden – wie immer vermutet – weitere Notgeldausgaben bekannt. Auch von Varianten zu bekannten Ausgaben wurde berichtet. Nach der Entdeckung im Jahr 2015 zu der Notgeldausgabe über 5 Reichsmark aus Radeburg vom 30. April 1945 folgte im September 2019 die Mitteilung vom Fund eines 20-Reichsmark-Scheins aus Crailsheim vom 5. Mai 1945. Abb. 1: 5 Reichsmark vom 30. April 1945, bisher Unikat, ausgegeben von der Spar- und Girokasse Radeburg in Sachsen. Abb. 2: 20 Reichsmark vom 5. Mai 1945, bisher Unikat, ausgegeben vom Kreisverband Crailsheim in Württemberg. Und nun Chemnitz in Sachsen: nach über 75 Jahren, im August 2021 wurden Andrucke zu einem 10-RM-Schein bekannt. Die bei eBay angebotenen und getrennt gedruckten Vorder- und Rückseiten sind zweifelsfrei authentisch. Abb. 3: 10 Reichsmark vom 7. Juni 1945, Vorderseite, einseitig schwarz auf grünem Unterdruck auf Halbkarton gedruckt, bisher Unikat, vom Oberbürgermeister von Chemnitz. Abb. 4: 10 Reichsmark vom 7. Juni 1945, Rückseite, einseitig schwarz auf grünem Unterdruck auf Halbkarton gedruckt, bisher Unikat, vom Oberbürgermeister von Chemnitz. Die Scheine sind 123 x 62 mm (Vorderseite) bzw. 118 x 61 mm (Rückseite) groß, die Blätter haben kein Wasserzeichen und auch keine Kontrollnummer. Auf der Vorderseite kann man jedoch den vorgesehenen Ausgeber lesen: Stadt Chemnitz. Die zur Ausgabe vorgesehenen 10-Reichsmark-Gutscheine sollten außer im Stadtgebiet von Chemnitz auch im damaligen Landkreis Chemnitz umlauffähig sein. Der LK Chemnitz wurde kurzzeitig umstrukturiert und Grüna mit dem Kommandobefehl Nr. 5/1945 vom 2. Juni 1945 der US-Militärbehörde dem neuen selbstständigen Landkreis Limbach zugeschlagen. Interessant ist u. a. die Serienbezeichnung „REIHE B 1“. Kann das bedeuten, dass es eine Reihe A 1 oder eine Reihe B 2 gegeben hat oder geben sollte – vielleicht auch für eine oder mehrere Wertstufen, 5 RM, 20 RM usw.? Auf der Vorderseite findet sich die stilisierte Darstellung des Chemnitzer Rolands im grünen Unterdruck. Die Figur stammt vom Dresdner Bildhauer Alexander Höfer und befindet sich als fast fünf Meter hohes Standbild am erst 1911 eingeweihten Neuen Chemnitzer Rathaus. Mit der Faksimile-Unterschrift des damaligen Oberbürgermeisters Dr. Fritz Gleibe wurde der Geltungsbereich der Notgeld-Gutscheine für die Stadt sowie den Landkreis Chemnitz verfügt. Die Stadtoberen von Chemnitz hatte sich bei Kriegsende entschlossen, ihre Stadt kampflos den US-Amerikanern zu übergeben, aber die alliierten Vereinbarungen sahen eine Demarkationslinie westlich von Chemnitz vor. Schon ab dem 16. April 1945 waren US-Truppen in Grüna einmarschiert. Der Ort gehört heute zur Stadt Chemnitz, war aber 1945 noch eigenständig. Nach vielen Verhandlungen zwischen amerikanischen und sowjetischen Offizieren blieben die US-Amerikaner vorerst in Grüna und Chemnitz blieb kurzzeitig besatzungsfrei. Die drittgrößte sächsische Stadt wurde erst am Tag der deutschen Kapitulation der Roten Armee übergeben. Vom 8. bis zum 15. Mai 1945 amtierte der zwielichtige Wehrmachtsoffizier Ernst Ringe als Oberbürgermeister der Stadt und wurde danach von den sowjetischen Besatzern verhaftet; ihm folgte bis Mitte Juli 1945 der bisherige Stadtkämmerer Fritz Gleibe. Während seiner Dienstzeit als OB wurde die Ausgabe von Gutscheinen geplant und bis zum Druck von Musterscheinen vorangetrieben. Gleibe blieb bis Februar 1946 Leiter der Chemnitzer Finanzverwaltung und ging im August 1951 nach Niedersachsen. Abb. 5: 20 Reichsmark 26. April 1945, Vorderseite, ausgegeben von der Sächsische Staatsbank Dresden. Ein Bargeldmangel im April/Mai 1945 herrschte auch in Sachsen. In einigen Gebiet, vor allem in West- und Süd-Sachsen sind einige Notgeldausgaben bekannt, die das Fehlen an Banknoten mindern sollten. So ließ man in den letzten Kriegstagen Banknoten der Sächsischen Staatsbank in Niedersedlitz drucken. Von den fertiggestellten Scheinen zu 20 Reichsmark wurden noch am 11. Mai 1945 von Direktor Strauch Scheine in Höhe von 9,24 Mio. RM (in 462 Paketen zu 1.000 Stück) an die Reichsbankstelle Chemnitz ausgeliefert. Es ist eigentlich kein Wunder, dass die Chemnitzer Notgelder nicht mehr fertiggedruckt oder gar ausgegeben wurden. Alle Drucksachen mussten von den sowjetischen Stadtkommandanten genehmigt werden und solch eine Genehmigung zum Druck von Geldscheinen wurde höchstwahrscheinlich nicht erteilt. Ähnliches kennt man vom 1945er Notgeld aus Cunewalde. Es sollten fünf Wertstufen mit dem Datum 30. Mai 1945 gedruckt werden. Am 11. Juni 1945 lag dort eine Druckerlaubnis durch den sowjetischen Kreiskommandanten noch nicht vor – ähnlich wird es möglicherweise auch in Chemnitz gewesen sein. Auch eine Druckerei konnte bisher noch nicht ausgemacht werden. Weitere Recherchen sind notwendig ... und irgendwann wird wieder weiteres, heute noch unbekanntes, 1945er Notgeld bekannt werden. Ergänzung: Wie am 13. September 2021 bekannt wurde, sind vom Chemnitzer Notgeld 1945 noch der Schein über 5 RM Serie A 1 und ein Fünfziger D 1 bei eBay aufgetaucht. Es sollte demnache auch einen Zwanziger mit Serie C 1 geben. Michael H. Schöne

  • Aus privaten Sammlungen: Sowjetische Besatzungsausgabe für die Mandschurei von 1945

    Einladung: In dieser neuen Rubrik stellen wir Geldscheine aus privaten Sammlungen vor. Das können Glanzstücke sein, auf die ein Sammler besonders stolz ist, oder aber Scheine, mit denen man eine ganz besondere Geschichte verbindet. Es können Seltenheiten sein oder aber Scheine, deren Gestaltung besonders gelungen oder außergewöhnlich ist. Es können aber auch bislang unbekannte Ausgaben und Varianten sein, die hier vorgestellt werden. Wer gerne ein oder mehrere besondere Stücke aus seiner Sammlung vorstellen möchte, ist herzlich eingeladen, sich an dieser Rubrik und unserem Blog zu beteiligen. Schicken Sie uns einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com mit den Abbildungen und einer kurzen oder auch längeren Geschichte dazu. Es kann sich um Banknoten aus aller Welt handeln, um Notgeld, Lagergeld und alle Art von geld- oder geldähnlichen Belegen. Den Anfang macht ein Schein aus meiner eigenen Sammlung. Wir freuen uns auf Post und rege Mitwirkung. Aus der Sammlung Hans-Ludwig Grabowski: Sowjetische Besatzungsausgabe für Mandschukuo von 1945 Wer den allseits bekannten Film "Der letzte Kaiser" gesehen hat, wird sich daran erinnern, dass der bei der chinesischen Revolution 1912 abgesetzte Kaiser Puyi noch einmal einen Kaiserthron bestieg, und zwar über 20 Jahre später den des japanischen Marionettenstaats Mandschukuo (Mandschureich). Vertreter der Mandschurei hatten 1932 unter japanischem Druck die Unabhängigkeit von China erklärt. 1932 wurde Puyi zuerst Präsident und 1934 schließlich Kaiser Mandschukuos von Japans Gnaden. Das Land wurde insgesamt nur von 23 der damals 80 Staaten anerkannt, darunter Deutschland, und gehörte mit Japan zu den Achsenmächten im Zweiten Weltkrieg. Immer wieder kam es zu Grenzkonflikten mit der Sowjetunion, weil die Japaner versuchten sowjetische, aber auch sowjetisch kontrollierte Gebiete (Mongolei) zu annektieren. 1939 beendete schließlich ein Neutralitätspakt zwischen Japan und der Sowjetunion diese Konflikte. Deswegen kam es bis Mitte 1945 zu keinen Kampfhandlungen in Mandschukuo. Auf der Konferenz von Jalta hatte sich Stalin aber unter Druck der USA dazu verpflichtet, 90 Tage nach Kriegsende in Europa, einen Krieg in Fernost zu beginnen. Auf den Tag genau begann das Unternehmen "Auguststurm" und sowjetische Truppen marschierten unter Bruch des Neutralitätspaktes am 8. August 1945 in Mandschukuo ein und besetzten das Land. Das Hauptquartier der "Roten Armee" gab Besatzungs-Geldscheine über 1, 5, 10 und 100 Yuan in Umlauf. 1946 wurde die Mandschurei zurück an China übergeben. Mandschukuo, Rote Armee, Hauptquartier: Besatzungsausgabe über 100 Yuan ohne Datum (1945) Vorderseite: Ornamente, Wertzahlen und Ausgabebezeichnung (Su Lien Hung Chun Szu Ling Pu). Rückseite: Ornamente, Guillochen und Wertzahlen. Format: 169 mm x 94 mm Katalogreferenz: CHI-M34 (Standard Catalog of World Paper Money, Vol. I – Specialized Issues) Hans-Ludwig Grabowski

  • Aus privaten Sammlungen: Die letzte Banknote der Volksrepublik Bulgarien von 1989

    Einladung: In dieser neuen Rubrik stellen wir Geldscheine aus privaten Sammlungen vor. Das können Glanzstücke sein, auf die ein Sammler besonders stolz ist, oder aber Scheine, mit denen man eine ganz besondere Geschichte verbindet. Es können Seltenheiten sein oder aber Scheine, deren Gestaltung besonders gelungen oder außergewöhnlich ist. Es können aber auch bislang unbekannte Ausgaben und Varianten sein, die hier vorgestellt werden. Wer gerne ein oder mehrere besondere Stücke aus seiner Sammlung vorstellen möchte, ist herzlich eingeladen, sich an dieser Rubrik und unserem Blog zu beteiligen. Schicken Sie uns einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com mit den Abbildungen und einer kurzen oder auch längeren Geschichte dazu. Es kann sich um Banknoten aus aller Welt handeln, um Notgeld, Lagergeld und alle Art von geld- oder geldähnlichen Belegen. Wir freuen uns auf Post und rege Mitwirkung. Aus der Sammlung Karl-Heinz Futterknecht: Die letzte Banknote der Volksrepublik Bulgarien von 1989 Die letzte Banknote der Volksrepublik Bulgarien datiert auf das "Wendejahr" 1989, in dem in weiten Teilen Mittel- und Osteuropas Revolutionen für das Ende des "real existierenden Sozialismus" sorgten. Die Utopie war gescheitert und 1990 wurde aus der Volksrepublik Bulgarien einfach nur eine Republik, die keinen Wert mehr auf das alte sozialistische Staatssymbol legte. Der 100-Leva-Schein von 1989 kam jedenfalls nicht mehr in Umlauf und ist heute durchaus selten. Angeblich sollen es nur 500 bis 600 Stück in die Alben von Sammlern geschafft haben. Herr Futterknecht kaufte seinen Schein 2003 von Mel Steinberg für damals 150 US-Dollars. Heute werden auch schon mal 1.000 US-Dollars dafür verlangt. Sammeln macht eben nicht nur Spaß, sondern kann sich auch lohnen! Volksrepublik Bulgarien, Bulgarische Nationalbank: 100 Leva von 1989 (nicht ausgegeben) Vorderseite: Das Hauptmotiv bildet der "Reiter von Madara", ein monumentales Felsrelief im Norden Bulgariens mit Ornamenten. Rückseite: Staatswappen der Volksrepublik Bulgarien in Blumenornamenten. Format: 138 mm x 72 mm Katalogreferenz: BUL-99 (Standard Catalog of World Paper Money, Vol. III – Modern Issues) Hans-Ludwig Grabowski

  • Aus privaten Sammlungen: Einseitige albanische Druckproben zu 20 Franka Ari von 1926

    Einladung: In dieser Rubrik stellen wir Geldscheine aus privaten Sammlungen vor. Das können Glanzstücke sein, auf die ein Sammler besonders stolz ist, oder aber Scheine, mit denen man eine ganz besondere Geschichte verbindet. Es können Seltenheiten sein oder aber Scheine, deren Gestaltung besonders gelungen oder außergewöhnlich ist. Es können aber auch bislang unbekannte Ausgaben und Varianten sein, die hier vorgestellt werden. Wer gerne ein oder mehrere besondere Stücke aus seiner Sammlung vorstellen möchte, ist herzlich eingeladen, sich an dieser Rubrik und unserem Blog zu beteiligen. Schicken Sie uns einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com mit den Abbildungen und einer kurzen oder auch längeren Geschichte dazu. Es kann sich um Banknoten aus aller Welt handeln, um Notgeld, Lagergeld und alle Art von geld- oder geldähnlichen Belegen. Wir freuen uns auf Post und rege Mitwirkung. Aus der Sammlung Karl-Heinz Futterknecht: Einseitige Druckproben zu 20 Franka Ari (Gold-Franken) ohne Datum (1926) Zu den 20-Franka Ari-Scheinen der Goldwährung der Albanischen Nationalbank aus der Zeit des Königreichs gab es einseitige Probedrucke der Vorder- und Rückseite in von der tatsächlichen Ausgabe abweichenden Farben. Die abgebildeten Farbproben zeigen Spuren von Büroklammern und stammen wahrscheinlich aus einer Bank- oder Druckerei-Akte. Auf der Vorderseite fehlen links unten und rechts oben die Serienbezeichnung und die Kontrollnummern in den Ornamenten. Außerdem wurden die Proben auf Papier ohne Wasserzeichen gedruckt, während die dann ausgegebenen Noten den albanischen Nationalhelden Fürst Skanderbeg als Wasserzeichen zeigen. Königreich Albanien, Banka Kombëtare e Shqipnis (Albanische Nationalbank): Einseitige Proben zu 20 Franka Ari ohne Datum (1926) Vorderseite: Porträt eines Knaben in Volkstracht, albanischer Doppeladler, Ornamente, Ausführung zweisprachig Albanisch und Italienisch. Rückseite: Landschaft bei Shkodra (auch Skutari oder Shkodër) mit Brücke über den Fluss Drin, rechts stilisierter Doppeladler mit Wertzahl, Ornamente. Wasserzeichen: ohne Format: 152 mm x 86 mm Unterschriften: Mario Alberti / Amedeo Gambino Katalogreferenz: ALB-3 (Standard Catalog of World Paper Money, Vol. II – General Issues), Probedrucke sind nicht katalogisiert Zum Vergleich ist nachstehend eine normale Umlaufnote über 20 Franka Ari dieser Ausgabe (ALB-3a) abgebildet. Hans-Ludwig Grabowski

  • Aus privaten Sammlungen: Großherzoglich sächsische Kassenanweisung zu 1 Thaler von 1870

    Einladung: In dieser Rubrik stellen wir Geldscheine aus privaten Sammlungen vor. Das können Glanzstücke sein, auf die ein Sammler besonders stolz ist, oder aber Scheine, mit denen man eine ganz besondere Geschichte verbindet. Es können Seltenheiten sein oder aber Scheine, deren Gestaltung besonders gelungen oder außergewöhnlich ist. Es können aber auch bislang unbekannte Ausgaben und Varianten sein, die hier vorgestellt werden. Wer gerne ein oder mehrere besondere Stücke aus seiner Sammlung vorstellen möchte, ist herzlich eingeladen, sich an dieser Rubrik und unserem Blog zu beteiligen. Schicken Sie uns einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com mit den Abbildungen und einer kurzen oder auch längeren Geschichte dazu. Es kann sich um Banknoten aus aller Welt handeln, um Notgeld, Lagergeld und alle Art von geld- oder geldähnlichen Belegen. Wir freuen uns auf Post und rege Mitwirkung. Aus der Sammlung Gerhard Reichert: Großherzoglich sächsische Kassenanweisung über 1 Thaler vom 22. Juni 1870 Im Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach (ab 1903 Großherzogtum Sachsen) wurde von 1847 bis 1870 Staatspapiergeld in Form von Kassen-Anweisungen ausgegeben. Daneben gab die Weimarische Bank von 1854 bis 1874 eigene Banknoten aus, die in dem thüringischen Großherzogtum zirkulierten, das von Vertretern der Albertinischen Linie des Hauses Sachsen regiert wurde. Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach: Kassenanweisung zu 1 Thaler vom 22. Juni 1870 Vorderseite: Mitte oben bekröntes Wappen, links und rechts kindliche Allegorien für den Handel (Hermes) und die Landwirtschaft. Rückseite: Knabe mit Wappenschild und Falken neben Eiche und Löwe. Wasserzeichen: Links und rechts oben helle Ornamente mit dunklen Wertzahlen "1". Format: 119 mm x 78 mm Druck: Giesecke & Devrient, Leipzig Katalogreferenz: P/R-A460 (Pick/Rixen: Papiergeld-Spezialkatalog Deutschland) GER-S720 (World Paper Money, Vol. I – Specialized Issues) Hans-Ludwig Grabowski

  • Aus privaten Sammlungen: Probedruck zu 10 DM der Ersatzserie BBk II von 1960

    1960 erfolgte im Auftrag der Deutschen Bundesbank der Druck von Banknoten der Ersatzserie BBk II in Nennwerten von 10 bis 100 DM für Westdeutschland. Die Scheine waren während des "Kalten Kriegs" für den Notfall eingelagert, in dem eine Währungsreform den Ersatz der umlaufenden Bundesbanknoten erforderlich machen konnte. Die Ersatzserie für Westdeutschland wurde nach den Entwürfen von Max Bittrof für die Ausschreibung zur ersten Serie der Bundesbank BBk I aus dem Jahr 1958 gefertigt. Einseitige Probedrucke auf gelbem Papier vom 10-DM-Schein wurden damals aus der Druckerei gestohlen. Für Westberlin wurde 1963 eine gesonderte Ersatzserie gedruckt. Aus der Sammlung Egon Brummer: Bundesrepublik Deutschland, Deutsche Bundesbank: Einseitiger Probedruck zu 10 DM der Ersatzserie BBk II für Westdeutschland vom 1. Juli 1960 Vorderseite: Rechts Junger Mann nach einem Gemälde von A. Dürer oder A. Neupauer, ohne Unterdruck und Kontrollnummer Rückseite: einseitig Wasserzeichen: ohne Format: 130 mm x 65 mm Druck: Giesecke & Devrient, München Katalogreferenz: BRD-57P (Die deutschen Banknoten ab 1871, Hans-Ludwig Grabowski) Hans-Ludwig Grabowski Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus Ihrer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com.

  • Aus privaten Sammlungen: 50 Krooni der Eesti Pank von 1929

    Im Ergebnis des Ersten Weltkriegs wurden die baltischen Republiken Estland, Lettland und Litauen erstmalig unabhängig. In Estland kursierten ab 1919 eine Vielzahl verschiedener wertpapierähnlicher Gutscheine, aber auch staatliche Kassenscheine der Republik in Mark-Währung. Die Eesti Pank wurde durch die Provisorische Regierung der Republik Estland am 24. Februar 1919 – genau ein Jahr nach Ausrufung der Unabhängigkeit – gegründet. Mit Dekret vom 30. April 1919 erhielt die Bank das Recht zur Notenausgabe. Ihre ersten Banknoten tragen jedoch nicht den Banknamen. Sie wurden mit "Eesti Pangatäht" (Estnische Banknote) benannt und auf den Rückseiten findet man den Text "Eesti Panggal on Eesti Vabariigis pangatähdete väljaandmiseks ainuôigus" (Die Eesti Pank hat das ausschließliche Recht, Banknoten in der Republik Estland auszugeben). Am 1. Januar 1928 erfolgte eine Währungsumstellung von der Estnischen Mark (Marka) auf die Estnische Krone (Kroon). Erst ab 1928 erscheint damit auch der Bankname – wie allgemein üblich – auf ihren Banknoten. Aus der Sammlung Jürgen Schilde: Republik Estland, Eesti Pank: 50 Krooni von 1929 Vorderseite: Boote am Strand vor der Kalkstein-Steilküste von Rannamõisa (Strandhof) mit Blick auf die östlich davon gelegene estnische Hauptstadt Tallin (Reval). Rückseite: Estnisches Wappen mit drei Löwen und Wertzahl in Ornamenten. Wasserzeichen: Eesti Pank Format: 158 mm x 100 mm Druck: Riigi Trükikoda, Estland Gesetz: Gesetzliche Grundlage vom 3. Mai 1927. Umlauf: In Umlauf ab 27. Juni 1929. Katalogreferenzen: EST-65a (Standard Catalog of World Paper Money, General Issues) B210a (Owen W. Linzmayer, The Banknote Book) Hans-Ludwig Grabowski Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus Ihrer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com.

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