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- Lexikon: Ausstellungen
Blick in eine Notgeld-Ausstellung des Stadt-Verkehrs-Amtes von Kahla in Thüringen im Jahr 1921 mit zahlreichen Tafeln mit Notgeld- und Serienscheinen. Erst in einer Ausstellung kommen eine Sammlung oder Teile von ihr richtig zur Geltung. Die in den eigenen Räumen des Sammlers bescheiden (selten in Vitrinen, meist in Alben) zur Schau gestellten Sammlungsstücke bekommen erst durch eine Ausstellung einen ihrer Bedeutung entsprechenden Rahmen. Für den Sammler bedeutet es den höchsten Lohn für alle in die Sammlung gesteckte Arbeit, wenn seine Scheine von vielen Menschen betrachtet und bewundert werden. Diese Freude an einer Ausstellung soll ungetrübt bleiben. Es ist daher notwendig, einige wichtige Dinge zu beachten, bevor man einer Ausstellung der Scheine zustimmen kann: Holzhaltiges Papier (viele Inflations- und Notgeldscheine sind auf solchem Papier gedruckt) kann unter dem Einfluss von künstlichem oder Tageslicht vergilben. Nicht lichtechte Farben, Stempelfarben und hektographierte Scheine verblassen oft bei Lichteinwirkung. Mit Tinte ausgeführte Unterschriften und Kontrollziffern sind oft lichtempfindlich, verblassen, ja können bei intensiver Lichteinwirkung ganz verschwinden. Die Ausstellungsvitrinen müssen verschließbar (Sicherheitsschloss) und aus stabilem Glas sein. Die Ausstellungsobjekte müssen ihrem Wert entsprechend versichert und die Ausstellungsräume bewacht sein. Der Transport des Ausstellungsmaterials muss sicher sein (am besten übernimmt man ihn selbst). Auf keinen Fall soll man Scheine mit der Post schicken. Was kann man tun, um nach Möglichkeit alle Ausstellungsobjekte unbeschädigt und unverändert zurückzuerhalten? Da hauptsächlich (aber nicht nur!) die ultravioletten Strahlen zur Vergilbung von Papier und Farben führen, sollte man einen Lichtschutzfilm auf Leuchtkörper oder Scheiben auftragen. Außerdem empfiehlt es sich, besonders anfällige Scheine nur dann auszustellen, wenn Dubletten vorhanden sind (Punkt 1,2,3). Von der ordnungsgemäßen Unterbringung der Ausstellungsstücke muss man sich auf jeden Fall selbst überzeugen oder man muss eine neutrale, vertrauenswürdige Person mit der Überprüfung beauftragen. Mit einer schriftlichen Zusage gebe man sich nicht zufrieden (Punkt 4 und 5). Um berechtigter Kritik aus dem Wege zu gehen, sollte man nur wirklich ausstellungsreifes Material oder aber wenigstens Material in einer sehr guten Aufmachung und Zusammenstellung auswählen. Blick in die Ausstellung von Weltbanknoten im Geldmuseum der Deutschen Bundesbank in Frankfurt am Main. Früher waren Ausstellungen praktisch nur Museen und Münzkabinetten vorbehalten. Heute führen eine Reihe von Instituten (z.B. HVB Stiftung Geldscheinsammlung oder die Kölner Kreissparkasse), aber auch Sammlervereinigungen bei ihren Treffen oder im Rahmen von Börsen solche Ausstellungen durch (z.B. Treffen der International Bank Note Society; Paper Money Fair). Mit dem Internet entstanden ganz neue Möglichkeiten für Museen, Münzkabinette und private Sammler, Stücke aus ihren Sammlungen der Öffentlichkeit zu präsentieren, ohne dass auf die zuvor genannten Probleme im Zusammenhang mit Lichtempfindlichkeit, Sicherheit und Transport Rücksicht genommen werden muss. Gleichzeitig ist der virtuelle Ausstellungsraum praktisch weltweit erreichbar. Immer mehr Sammlungsgegenstände aller Art (darunter auch Münzen und Geldscheine) werden heute digitalisiert und entweder in übergreifende Online-Projekte (z.B. Europeana, Bavarikon, Kenom) eingestellt, oder aber in gesonderten virtuellen Ausstellungen (z.B. Moneymuseum oder Galerien im Museum unseres Blogs für Geldscheinsammler) präsentiert. Siehe auch den Artikel "Bilder einer Ausstellung"! Albert Pick (Überarbeitung: Hans-Ludwig Grabowski) #Lexikon #Banknoten #Notgeld #Pick #Grabowski
- Lexikon: Antiqua und Fraktur
Reichsbanknote zu 200.000 Mark vom 9. August 1923 mit Beschriftung in Antiqua. Deutlich sind bei der Währungsbezeichnung "Mark" die Buchstabenanstriche (Serifen) zu erkennen. Die restliche Beschriftung erfolgte mit kleinen Serifen. Reichsbanknote zu 1 Million Mark vom 1. Oktober 1923 mit Beschriftung in Antiqua ohne Serifen (Blockschrift bzw. Grotesk). Reichsbanknote zu 5 Millionen Mark vom 1. Oktober 1923 mit Beschriftung in Fraktur. Antiqua und Fraktur sind Schriftarten. Die Begriffe werden mitunter auch zur Beschreibung von Geldscheinen und Varianten in der Katalogisierung verwendet. Antiqua, auch Lateinische Schrift genannt, ist heute die gebräuchlichste Druckschrift mit Grund- und Haarstrichen (dünneren Strichen), mit oder ohne sog. Serifen (Buchstabenanstriche). Bei gleichmäßigen Strichen und Bögen spricht man von Blockschrift oder Grotesk. Die Großbuchstaben stammen aus der Schrift der römischen Antike, von der der Begriff Antiqua abgeleitet ist. Die Kleinbuchstaben stammen aus den karolingischen Minuskeln. Fraktur gehört zu den sog. gebrochenen Schriften (vom lateinischen fractura=Bruch) und war von der Mitte des 16. bis Anfang des 20. Jahrhunderts die am meisten genutzte Druckschrift im deutschsprachigen Raum. Viele Geldscheine wurden früher in Frakturschrift ausgeführt, heute dagegen hauptsächlich in Antiqua. Albert Pick (Überarbeitung: Hans-Ludwig Grabowski) Abb. : Hans-Ludwig Grabowski #Lexikon #Banknoten #Europa #Deutschland #Mark #Pick #Grabowski
- Lexikon: Ansichtskarten mit Geldscheinen
"Wenn ich dich seh', dann möcht ich weinen" – Spottpostkarte auf die Inflation von 1922. Ab Mai 1921 wurden wegen der Geldentwertung 1000-Mark-Scheine aus der Kaiserzeit mit Datum von 1910 einfach nachgedruckt und massenhaft in Umlauf gesetzt. 1910 hatten nur die wenigsten je einen Tausender zu sehen bekommen, jetzt machte ihn die galoppierende Inflation bald zum Kleingeld. 1922 konnte man allerdings noch nicht ahnen, dass es bis Ende 1923 auch noch Millionen, Milliarden und Billionen geben sollte. Druck von Geldschein-Motiven auf historischen oder modernen Postkarten. Geldscheine wurden und werden nicht selten auf Postkarten dargestellt, z.B. im Zusammenhang mit Neujahrs- oder Geburtstagsgrüßen, wie auch auf der oben abgebildeten Spott-Postkarte, in Inflationszeiten oder für Propagandazwecke. Dabei können reale Scheine abgebildet oder verfremdet dargestellt sein oder auch Fantasiescheine als Motiv vorkommen. Das Sammeln solcher Postkarten kann für den Geldscheinsammler ein interessantes und mit viel Freude verbundenes Nebengebiet sein, das seine eigentliche geldgeschichtliche Sammlung bereichert. Nachstehend sollen noch einige Beispiele gezeigt werden, um einen Eindruck von der Vielfalt der Motive und Gestaltungen zu geben. Tausend und aber 1000: Neujahrsgruß-Karte mit Reichskassenscheinen und Reichsbanknoten aus dem Jahr 1901. Glückwunschkarte mit Fantasie-Geldschein über 10.000 Mark im Stil der Reichskassenscheine der Kaiserzeit. Kombinierte Ansichtskarte mit dem Motiv eines "Blauen Hunderters" und von Schloss Ehrenburg in Coburg (Sachsen-Coburg), gelaufen 1911. Geburtstags-Grußkarte mit Motiven des 50-Mark-Scheins der Deutschen Reichsbank, gelaufen im Jahr 1907. Ein Soldatentraum vom Geldregen, gelaufene Postkarte aus dem Jahr 1911. Kombinierte Motive von Gravenhage in den Niederlanden mit Geldscheinen und Münzen, gelaufen 1918. Hans-Ludwig Grabowski Abb. : Detlef Hilmer #Lexikon #Banknoten #Staatspapiergeld #Europa #Russland #Rubel #Pick #Grabowski
- Lexikon: Assignationsbanken
Von der russischen Zarin Katharina II. (1762–1796) am 29.12.1768 gegründete Banken in St. Petersburg und Moskau. Nicht die Banken, sondern verschiedene staatliche Behörden, wie das Kammer-Kollegium, das Proviantamt und das Steueramt, gaben die Assignaten (auch Assignationen) aus. Die Assignationsbanken sollten diese zunächst zu einem Gesamtbetrag von 1 Million Rubel ausgegebenen Scheine einlösen. Jede erhielt dafür vom Staat 500.000 Rubel in Kupfermünzen. Die Assignaten hatten keinen Zwangskurs, doch wurden sie von den Staatskassen in Zahlung genommen. Bei der ersten Ausgabe von 1769 gab es 25-, 50-, 75- und 100-Rubel-Scheine, die man dem unbequemen Kupfergeld vorzog. Der Staat betrachtete bald die Assignaten – vor allem in Kriegszeiten – als ein Mittel der Finanzierung und erhöhte ständig die Umlaufmenge (1797: 163,6 Millionen Rubel, 1817: 836 Millionen Rubel), so dass der Silberrubel gegenüber den Assignaten mit einem Agio gehandelt wurde (1797: 42%, 1817: 236%). Die zweite Ausgabe von 1785–1787 umfasste Werte zu 5, 10, 25, 50 und 100 Rubel. Am 9.4.1812 erklärte man die Assignaten zu gesetzlichen Zahlungsmitteln, was jedoch ihren Kurs nicht erhöhte. 1817 begann man dann Assignaten aus dem Verkehr zu ziehen. Die letzte Ausgabe der Assignaten von 1818–1843 umfasste Werte zu 5, 10, 20, 25, 50, 100 und 200 Rubel. Am 1.7.1839 wurde die Depositenkasse errichtet, die durch Silbergeld als gedeckt erklärte Depositenscheine ausgab. Der Umwechselkurs der Assignaten zu den Depositenscheinen lag bei 3,5:1. Erst 1853 verschwanden die Assignaten ganz aus dem Zahlungsverkehr. Albert Pick (Überarbeitung: Hans-Ludwig Grabowski) Abb. : Detlef Hilmer #Lexikon #Banknoten #Staatspapiergeld #Europa #Russland #Rubel #Pick #Grabowski
- Lexikon: Andrucke
Von der Klischeefabrik oder der Druckerei, meist zum Aufeinanderabstimmen der einzelnen Farbdrucke, zum Einpassen der einzelnen Klischees oder Druckformen oder in verschiedenen Farben oder Farbtönen hergestellte Drucke. Andrucke von Banknoten und Staatspapiergeld kommen selten vor. Andrucke von Notgeldscheinen, oft auch auf schlechtem Papier, gibt es häufiger. Albert Pick (Überarbeitung: Hans-Ludwig Grabowski) Abb. : Sammlung Hans-Ludwig Grabowski #Lexikon #Notgeld #Europa #Deutschland #Elsass #Mark #Pick #Grabowski
- Lexikon: Africa Orientale Italiana
Aufdruck auf Noten der Banca d'Italia "SERIE SPECIALE AFRICA ORIENTALE ITALIANA" (50, 100, 500 und 1000 Lire), die ab 1938/39 in anderen Farben in den italienischen Kolonien Libyen und Italienisch-Somaliland zirkulierten. Lesen Sie dazu auch einen interessanten Artikel von Uwe Bronnert! Albert Pick (Überarbeitung: Hans-Ludwig Grabowski) Abb. : Don Ludwig #Wertpapiere #Aktien #Europa #Deutschland #Lexikon #Pick #Grabowski
- Lexikon: Aktie
Wertpapier, verbriefter Anteil am Grundkapital einer Aktiengesellschaft (AG). Die meisten Aktien sind Inhaberpapiere und daher auch übertragbar. Sie berechtigen zur Ausübung des Stimmrechts auf der Generalversammlung der Aktiengesellschaft. Die eigentliche Aktienurkunde heißt Mantel (siehe Abbildungen). Zur Erhebung der auf die Aktie entfallenden Dividenden dienen die Dividendenscheine (Kupon auf Bogen). Ein weiterer Bestandteil der Aktie ist der Erweiterungsschein (Talon). Albert Pick (Überarbeitung: Hans-Ludwig Grabowski) Abb. : EDHAC, Erster Deutscher Historic-Actien-Club Vielen Dank an Hans-Georg Glasemann! #Wertpapiere #Aktien #Europa #Deutschland #Lexikon #Pick #Grabowski
- Lexikon: Alliierte Militärbehörde
Die Alliierte Militärbehörde (AMB) gab während des Zweiten Weltkriegs und in der Nachkriegszeit in befreiten und besetzten Gebieten für die einzelnen Länder verschiedene Geldscheinausgaben (Allied Military Currency) in Umlauf. Die Scheine lauten auf die jeweilige Landeswährung und zirkulierten unter der Zivilbevölkerung. Sie wurden vom Bureau of Engraving and Printing der USA in Zusammenarbeit mit Privatdruckereien (vor allem Forbes in Boston) hergestellt. Es gab folgende Ausgaben: 1. Deutschland: 1/2, 1, 5, 10, 20, 50, 100 und 1000 Mark. Die in den USA gedruckten Scheine tragen das Stecherzeichen F (Forbes). Alle Scheine ohne dieses Zeichen wurden in der Sowjetunion gedruckt, die die Druckplatten, Druckfarbe, Papierproben und andere notwendige Unterlagen zu deren Herstellung vom Bureau of Engraving and Printing erhielt. 2. Frankreich: 2, 5, 10, 50, 100, 500 und 1000 Francs (5000 Francs nicht ausgegeben). Es gibt zwei verschiedene Ausgaben; die erste wurde vom US-Kriegsdepartement in Auftrag gegeben (alle Werte haben auf der Rückseite die französische Trikolore mit dem Wahlspruch der französischen Revolution "Liberté – Égalité – Fraternité": Freiheit – Gleichheit – Brüderlichkeit), die zweite von der Provisorischen Französischen Regierung (50, 100 und 1000 Francs mit dem Aufdruck "FRANCE" statt der Trikolare auf den Rückseiten). Alle Scheine wurden von Forbes gedruckt. 3. Italien: 1, 2, 5, 10, 50, 100, 500 und 1000 Lire (Series 1943): Gedruckt von Forbes (mit Stecherzeichen F) und vom Bureau of Engraving and Printing (ohne F) und Series 1943A: 5, 10, 50, 100, 500 und 1000 Lire nur von Forbes gedruckt. 4. Japan: Im Unterdruck A: 10 und 50 Sen sowie 1, 5, 10, 50 und 100 Yen. Gedruckt vom Bureau of Engraving und Printing in Zusammenarbeit mit Stecher Traung, Kalifornien. Im Unterdruck B: 10 und 50 Sen sowie 1, 5, 10, 20, 100 und 1000 Yen (1000 Yen erst 1951 ausgegeben), Stecher Traung (mit Stecherzeichen S) druckte 10 und 50 Sen sowie 1, 5, 10, 20 und 100 Yen. Das Bureau of Engraving and Printing (ohne S) druckte nur 1 Yen. Späterer japanischer Druck: 1, 5 und 1000 Yen (1 und 5 Yen ohne Stecherzeichen und 1000 Yen mit S). 5. Österreich: 50 Groschen sowie 1, 2, 5, 10, 20, 25, 50, 100 und 1000 Schilling. Das Bureau of Engraving and Printing druckte den 25-Schilling-Schein, Forbes 50 Groschen sowie 1 und 2 Schilling. Alle Werte mit Ausnahme des 25-Schilling-Scheins wurden in England gedruckt. Albert Pick (Überarbeitung: Hans-Ludwig Grabowski) Abb. : 1–4, 11/12: Hans-Ludwig Grabowski; 5–10: Hartmut Fraunhoffer, www.banknoten.de #Weltbanknoten #Besatzungsgeld #Europa #Deutschland #Österreich #Frankreich #Italien #Asien #Japan #Mark #Schilling #Franc #Lire #Yen #Pick
- Lexikon: Allegorie
Bildliche Darstellung eines abstrakten Begriffs, besonders durch Personifikation (Beispiele: Justitia für Gerechtigkeit, Fortuna für Glück, Hermes bzw. Merkur für den Handel); beliebt als schmückende Darstellungen auf Geldscheinen bis in unsere Zeit, vor allem aber im 19. und 20. Jahrhundert. Allegorische Darstellungen kommen auf Geldscheinen oft auch in Verbindung mit sog. Attributen vor, die ebenfalls der Darstellung abstrakter Begriffe dienen (z.B. Zahnrad für die Industrie, Schlägel für den Bergbau, Hammer für das Handwerk, Pflug oder Getreide für die Landwirtschaft, Warenballen für den Handel). Weibliche Allegorien stehen als Personifikationen besonders seit dem 19. Jahrhundert auch für Länder und Regionen (z.B. Germania für Deutschland, Bavaria für Bayern, Saxonia für Sachsen, Marianne für Frankreich oder Helvetia für die Schweiz). Beispiel: Die Rückseite des sog. "Blauen Hunderters" (Reichsbanknote über 100 Mark, hier abgebildet von 1908) zeigt zwei weibliche Allegorien, links für die Industrie und rechts für die Landwirtschaft mit entsprechenden Attributen. Links findet man Attribute für den Bergbau (Bergkristall), das Militär (Helm), das Handwerk (Hammer) und die Industrie (Zahnrad). Die rechts verwendeten Attribute (Obst, Getreidegarbe und Früchte) stehen für die Landwirtschaft. Die weiblichen Allegorien halten ein Kopfmedaillon der Germania mit Eichenlaub-Kranz. Sowohl die Germania als Personifikation, als auch das Eichenlaub als Attribut steht für Deutschland. Selbst die modernen deutschen Euro-Münzen zeigen Eichenlaub. Albert Pick (Überarbeitung: Hans-Ludwig Grabowski) Abb. : Hans-Ludwig Grabowski #Notgeld #Serienscheine #Europa #Deutschland #Pick
- Lexikon: Abstimmungsscheine
Deutsche Notgeldscheine aus der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg, die während oder nach den im Frieden von Versailles vorgeschriebenen Volksabstimmungen in Westpreußen rechts der Weichsel und Ostpreußen (Regierungsbezirke Allenstein und Kreis Oletzko), in Oberschlesien, vor allem aber in Schleswig ausgegeben wurden und im Text oder Bild oder in beidem auf die Abstimmung Bezug nehmen (auch mit Aufdruck "Plebiscite" -> lat. plebiscitum = Volksabstimmung) oder ähnlich vorkommend. Nachstehend zeigen wir Beispiele aus den Abstimmungsgebieten. Westpreußen Die nach der Volksabstimmung bei Deutschland verbliebenen westpreußischen Gebiete kamen als neuer Regierungsbezirk Westpreußen (Marienwerder) zu Ostpreußen. Ostpreußen Die Bevölkerung im gesamten südlichen Ostpreußen entschied sich für den Verbleib ihrer Heimat bei Deutschland und gegen einen Anschluss an Polen. In Marggrabowa in Masuren (auch Oletzko) waren 28.625 Stimmen für Deutschland und nur 2 für Polen abgegeben worden, weshalb die Stadt 1928 in Treuburg umbenannt wurde. Oberschlesien Auch wenn sich eine deutliche Mehrheit für den Verbleib ganz Oberschlesiens beim Deutschen Reich ausgesprochen hatte, fiel das wirtschaftlich für Deutschland sehr bedeutende oberschlesische Industriegebiet mit Kattowitz nach dem bewaffneten Eingreifen polnischer Freischärler auf Beschluss der Alliierten an Polen und nur der landwirtschaftlich geprägte Nordteil Oberschlesiens verblieb bei Deutschland. Schleswig Die Ergebnisse der Volksabstimmung wurden in sofern zugunsten Dänemarks beeinflusst, dass nachträglich Abstimmungszonen eingerichtet wurden, in denen nur das Gesamtergebnis gezählt wurde. So fielen auch Städte und Gemeinden an Dänemark, in denen mehrheitlich für Deutschland gestimmt wurde. Der Abstimmungsschein von Auenbüll zeigt auf der Vorderseite die für Schleswig und Holstein stehende Doppeleiche mit dem bekannten Spruch "Up ewig ungedeelt" (Auf ewig ungeteilt) und das Wappenschild Schleswig-Holsteins. Auf der Rückseite wird die Doppeleiche durch einen eingeschlagenen Keil, der für die Volksabstimmung steht, gespalten. Auenbüll kam nach der Volksabstimmung zu Dänemark, deshalb auch die dänischen Fahnen und die dänische Umschrift in Erinnerung an den Volksentscheid vom 10. Februar 1920. Albert Pick (Überarbeitung: Hans-Ludwig Grabowski) Abb. : Hans-Ludwig Grabowski #Notgeld #Serienscheine #Europa #Deutschland #Pick
- Lexikon: Abgeschlossene Sammelgebiete
Auch "Tote Sammelgebiete". Länder, die keine eigenen Noten mehr ausgeben (z.B. Panama), oder in andere Staaten aufgegangene, nicht mehr existierende Länder (z.B. Biafra oder DDR). Bei diesen Ländern entfällt die Möglichkeit der Erweiterung der Sammlung durch Neuausgaben, was sie bei einigen Sammlern unbeliebt, bei anderen aber um so beliebter macht und sogar zu intensivem Spezialsammeln anregt. Albert Pick (Überarbeitung: Hans-Ludwig Grabowski) Abb. : Hans-Ludwig Grabowski #Lexikon #Weltbanknoten #Afrika #Biafra #Pound #Pick
- Lexikon: Abklatsch
Nochmaliger richtig stehender oder spiegelverkehrter Abdruck auf der gleichen oder anderen Seite eines Geldscheins, oft nur als abgeschwächter Druck erscheinend. Entsteht durch Übertragung des Drucks auf den Druckzylinder bei aussetzender Papierzufuhr oder durch den Abdruck aufeinander liegender frisch gedruckter Bogen. Ein Abklatsch gehört zu den sog. Druckzufälligkeiten. Albert Pick (Überarbeitung: Hans-Ludwig Grabowski) Abb. : Hans-Ludwig Grabowski #Lexikon #Weltbanknoten #Europa #Deutschland #Afrika #Deutschostafrika #Rupie












