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- Neue Weltbanknoten-Varianten: März 2026, Teil 1
Komoren, Malawi, Mexiko, Peru, Sri Lanka, Vietnam, Westafrikanische Staaten (Elfenbeinküste, Niger) BNB = The Banknote Book (von Owen W. Linzmayer) SCWPM = Standard Catalog of World Paper Money (eingestellt) Komoren 5000 Francs von 2025 BNB B311a: wie BNB B309 (SCWPM 18), aber mit verbesserten Sicherheitsmerkmalen, insbesondere dem Emblem der Union der Komoren in OVI und einem neuen Hologrammstreifen, auch die Umstellung auf eine einzige Unterschrift (Dr. Younoussa Imani). 10.000 Francs von 2025 BNB B312a: wie BNB B310 (SCWPM 19), aber mit verbesserten Sicherheitsmerkmalen, insbesondere dem Emblem der Union der Komoren in OVI und einem neuen Hologrammstreifen, auch die Umstellung auf eine einzige Unterschrift (Dr. Younoussa Imani). Malawi 100 Kwacha vom 01.01.2024 BNB B159f: wie BNB B159e (SCWPM 65), aber mit neuem Datum (1st JANUARY 2024). Mexiko 200 Pesos vom 12.03.2025 BNB B725b: wie BNB B725a (SCWPM nicht gelistet), aber mit neuem Datum (12 MAR. 2025). Peru 200 Soles vom 03.10.2024 BNB B541b: wie BNB B541a (SCWPM nicht gelistet), aber mit neuen Unterschriften (Macera/Velarde/Castillo), neuem Datum (3 DE OCTUBRE DE 2024) und einem neuen 5mm breiten, gefensterten, blau-grünen Sicherheitsfaden mit entmetallisiertem 200. Sri Lanka 1000 Rupees vom 18.11.2024 BNB B127h: wie BNB B127g (SCWPM 127), aber mit neuen Unterschriften (Dissanayake/Weerasinghe) und neuem Datum (2024-11-18). Vietnam 10.000 Dong von 2025 BNB B343q: wie BNB B343p (SCWPM 119), aber mit neuem Jahr (20)25 (die ersten beiden Stellen der Kontrollnummer geben das Druck- bzw. Ausgabejahr an). Polymersubstrat = PolySecure®. 20.000 Dong von 2025 BNB B344o: wie BNB B344n (SCWPM 120), aber mit neuem Jahr (20)25 (die ersten beiden Stellen der Kontrollnummer geben das Druck- bzw. Ausgabejahr an). Polymersubstrat = PolySecure®. 50.000 Dong von 2025 BNB B345q: wie BNB B345p (SCWPM 121), aber mit neuem Jahr (20)25 (die ersten beiden Stellen der Kontrollnummer geben das Druck- bzw. Ausgabejahr an). Polymersubstrat = PolySecure®. 100.000 Dong von 2025 BNB B346q: wie BNB B346p (SCWPM 122), aber mit neuem Jahr (20)25 (die ersten beiden Stellen der Kontrollnummer geben das Druck- bzw. Ausgabejahr an). Polymersubstrat = PolySecure®. Westafrikanische Staaten (Elfenbeinküste) 10.000 Francs CFA von 2026 BNB B124Az: wie BNB B124Ay (SCWPM 118A), aber mit neuem Jahr (20)26 (die ersten beiden Stellen der Kontrollnummer geben das Druck- bzw. Ausgabejahr an). Buchstabe A = Côte d'Ivoire (Elfenbeinküste). Westafrikanische Staaten (Niger) 500 Francs CFA von 2025 BNB B120Hn: wie BNB B120Hm (SCWPM 619H), aber mit neuem Jahr (20)25 (die ersten beiden Stellen der Kontrollnummer geben das Druck- bzw. Ausgabejahr an). Buchstabe H = Niger. Donald Ludwig ( polymernotes.com ) (Abb. Owen W. Linzmayer, The Banknote Book , und Stane Straus, polymernotes.com )
- Die Reiseschecks der Staatsbank der DDR
Über den Reisescheckverkehr in der DDR ist an anderer Stelle schon grundsätzlich geschrieben worden [1] . Der nachfolgende Beitrag befasst sich speziell mit den von der Staatsbank der DDR ab 1979 ausgegebenen, auf Mark (der DDR) lautenden Reiseschecks, die von dieser intern als MIRS (Mark-Inlandsreiseschecks) bezeichnet wurden, weil sie nur auf dem Gebiet der DDR einlösbar waren. Es gibt im Gegensatz zu den Vorgängerausgaben der Deutschen Notenbank und der Deutschen Außenhandelsbank (DABA) von der Staatsbank der DDR nur eine einzige Reisescheck-Ausgabe in drei Wertstufen zu 50, 200 und 500 Mark [2] . Die im Vierfarb-Offsetdruck auf Wasserzeichenpapier „Stimmgabel“ [3] hergestellten Schecks messen einheitlich 14,6 x 8 cm, die vorherrschenden Farben sind beim 50er Grün, beim 200er Braun und beim 500er Blau. Sie tragen die Unterschrift des Präsidenten der Staatsbank, Horst Kaminsky, sowie des Stellvertreters der Präsidenten für den Bereich Zahlungsverkehr, Bruno Meier, und sind sowohl als gelaufene Stücke als auch als Blanketten am Sammlermarkt leicht erhältlich. Warum übernahm die Staatsbank der DDR ab 1979 die Ausgabe von Reiseschecks? Auf welche Vorlage geht der verwendete Entwurf zurück? Wie hoch waren die Druckauflagen? Gibt es Fehldrucke? Darauf soll der nachfolgende Beitrag Antworten geben. Reisescheck der Staatsbank der DDR über 50 Mark, ausgegeben am 17. Oktober 1986 in Budapest von der Ungarischen Nationalbank und eingelöst im Oktober 1986 bei einer Kreisfiliale der Staatsbank der DDR, genaues Datum und Ort unleserlich. Reisescheck der Staatsbank der DDR über 50 Mark: Rückseite mit Ausgabestempel der Ungarischen Nationalbank und Druckvermerk III 18 185 (ohne Datum). Reiseschecks in den sozialistischen Staaten erfüllten einen anderen Zweck als die von Banken, Thomas Cook oder der American Express in westlichen Ländern ausgegeben Reiseschecks in konvertiblen Währungen. Während letztere vor allem dazu dienten, den Reisezahlungsverkehr zu erleichtern, unbegrenzt gültig waren, eine Versicherung bei Diebstahl und Verlust boten und grundsätzlich in unbegrenzter Höhe erworben werden konnten, hatten die Reiseschecks der RGW-Staaten vor allem die Funktion, die Zuteilung von Reisedevisen im Rahmen der zwischen den einzelnen Staats- und Außenhandelsbanken verhandelten Devisenkontingente zu steuern. Vermieden werden sollte durch die Ausgabe von Reiseschecks, Reisende mit größeren Bargeldbeträgen des Reiseziellandes ausstatten zu müssen, dessen Ein- und Ausfuhr auch im Reiseverkehr zwischen sozialistischen Staaten der Höhe nach begrenzt, und dessen Verwendung im Gegensatz zu Reiseschecks schwer zu kontrollieren war. Seit 1967 hatte die Ausgabe von auf Mark der DDR lautenden Reiseschecks bei der DABA gelegen. Der 1966 gegründeten Deutschen Außenhandelsbank oblag in der DDR die Durchführung des kommerziellen Zahlungsverkehrs mit dem Ausland. In diesem Zusammenhang war mit der Gründung der DABA auch die Ausgabe von Reiseschecks von der Deutschen Notenbank auf die DABA übertragen worden. Hinsichtlich der praktischen Abwicklung des Reisescheckverkehrs passte diese Aufgabenzuweisung jedoch nicht, denn nach ihrer Gründung verhandelte zunehmend die Staatsbank der DDR mit den Staats- und Außenhandelsbanken anderer sozialistischer Länder über Devisenkontingente im Reiseverkehr und schloss dazu entsprechende Abkommen. Zudem lösten in der Regel die Wechselstellen und Filialen der Staatsbank [4] die einkommenden Reiseschecks ein. Schließlich führte die Staatsbank die Abrechnungskonten. Zwischen der DABA und der Staatsbank war daher schon Mitte der 1970er Jahre Einvernehmen darüber erzielt worden, dass bei einer zukünftigen Änderung im Reisescheckverkehr die Staatsbank als bezogene Bank auftreten sollte. Eine solche Veränderung deutete sich an, als auf einer Konferenz der Staatsbanken des RGW im Oktober 1976 in Erfurt auf Vorschlag der Nationalbank der ČSSR eine Vereinbarung zur Vereinheitlichung der Gestaltung von Reiseschecks der RGW-Staaten getroffen wurde, die diese – bis auf Rumänien und die UdSSR – in der Folgezeit umsetzten. Die Reiseschecks der RGW-Staaten sollten zukünftig generell in drei Sprachen gehalten werden – der Sprache des Ausgabelandes in einem Textblock links, mittig in Russisch und rechts entweder in Englisch oder Französisch. Die Staatsbank entschied sich hierbei für Englisch. Der Gültigkeitszeitraum der Reiseschecks sollte zwölf Monate ab Ausstellungsdatum betragen, die Unterschrift des Inhabers bei Ausgabe rechts unten, bei Einlösung links oben erfolgen. Über die Wertstufen der Schecks in Landeswährung konnten die einzelnen Länder entscheiden, wobei es Ziel war, Reisende aus Kostengründen mit einer möglichst geringen Anzahl von Schecks auszustatten, was die vergleichsweise hohen Nennwerte von Reiseschecks aus RGW-Staaten erklärt. Reisescheck der Nationalbank der ČSSR Ausgabe 1985 über 1000 Kronen. Die gestalterische Ähnlichkeit mit den von der Staatsbank der DDR herausgegebenen Schecks ist eindeutig. Quelle: 77. Auktion Filatelie Klim vom 18.11.2023, dort verkauft für 7000 Kc. plus Aufgeld. Zugleich wurde absehbar, dass die von der DABA ausgegebenen Scheckformulare Ende 1978 (Wertstufe zu 100 Mark) bzw. Ende 1979 (Wertstufe zu 500 Mark) aufgebraucht sein würden. Die Bestände zu 20 Mark wollte man 1978 auslaufen lassen, und diese Wertstufe nicht wieder auflegen. Anfang Januar 1977 begannen bei der Staatsbank die Planungen für die Ausgabe neuer Reiseschecks. Mitte Februar 1978 fand eine Dienstbesprechung des Präsidenten der Staatsbank statt, auf der die Grundsätze der Ausgabe final abgestimmt wurde. Der VEB Deutsche Wertpapierdruckerei Leipzig (DWD) hatte in Vorbereitung hierzu Ende November 1977 einen ersten grafischen Entwurf eines Reiseschecks zu 100 Mark geliefert, der von der Staatsbank verbessert wurde. Unter anderem wurde der Text in deutscher Sprache nach links gerückt, die DWD hatte dort den russischen Text platziert. Den Mitarbeitern der Staatsbank lag bei ihren Vorbereitungen sogar ein Muster eines DM-Reiseschecks vor, wie er ab Ende der 1970er Jahren von diversen westdeutschen Banken ausgegeben wurde. Von diesem wurde der 1,5 cm breite weiße Streifen am unten Rand des Schecks übernommen, den man für eine automatisierte Bearbeitung nutzen wollte. Dazu ist es bis zum Ende der DDR aber nicht gekommen. Erster Entwurf der DWD für neue Reiseschecks der Staatsbank der DDR vom November 1979. Quelle: Bundesarchiv. Mitte März 1978 legte die DWD der Staatsbank einen verbesserten Entwurf eines Scheckmusters nun für die Wertstufe zu 200 Mark vor, der dem von der Staatsbank gewünschten „niveauvollen Äußeren“ entsprach. Er lehnt sich in seiner Gestaltung stark an den tschechoslowakischen Entwurf eines vereinheitlichten Reiseschecks der RGW-Staaten an und wurde im März 1978 sogar Günter Mittag vorgelegt, der als Sekretär des ZK der SED für Wirtschaftsfragen in der DDR zuständig war und inhaltlich keine Einwände erhob, jedoch eine Vorlage für das Sekretariat des ZK der SED anforderte, in der die Grundzüge des neuen Reisescheckverfahrens erläutert werden sollten. Mit der Anordnung über die Durchführung des Reisescheckverkehrs vom 5. Januar 1979 [5] wurde zudem erstmals eine Rechtsgrundlage für die Ausgabe von Reiseschecks geschaffen, die es für die von der DABA ausgegebenen Schecks nicht gegeben hatte. Nach eigenen Angaben übernahm die Staatsbank hierbei im Wesentlichen inhaltliche Regelungen, welche bereits von der Außenhandelsbank der UdSSR zum Reisescheckverkehr in der Sowjetunion veröffentlicht worden waren [6] . Reisescheck über 500 Mark, ausgegeben am 14. November 1986 von der Gosbank in Kirov (UdSSR) und eingelöst am 17. November 1986 durch die Staatsbank der DDR, Filiale Cottbus. Reisescheck der Staatsbank der DDR über 500 Mark: Rückseite mit Druckvermerk III 18 185 (ohne Datum). Ende 1978 stellte die DWD der Staatsbank als Erstausstattung 1,5 Millionen Schecks zur Verfügung: 200.000 Schecks zu 50 Mark, 900.000 Schecks zu 200 Mark und 400.000 Schecks zu 500 Mark mit einem Gesamtwert von 390 Millionen Mark. Sie wurden ab dem Ersten Quartal 1979 ausgegeben [7] , d.h. an ausländische Banken versandt. Schon im Juni 1979 erwies sich die Nachfrage an Schecks zu 50 Mark, insbesondere aus der ČSSR und aus Ungarn, als so hoch, dass die Erstauflage nahezu aufgebraucht war und eine Bestellung der Außenhandelsbank der UdSSR von Reiseschecks dieser Wertstufe durch die Staatsbank nicht ausgeführt werden konnte. Von dieser Wertstufe wurden im Juni 1979 von der Staatsbank kurzfristig weitere 500.000 Exemplare bestellt, die im Herbst 1979 ausgeliefert wurden. Die bekannten Kontrollnummern der Erstauflage indizieren, dass es 1979 und 1980 weitere Nachdrucke gegeben haben muss. Die Erstauflage ist an einer schwarzen Kontrollnummer erkennbar, während die Folgeauflagen ab 1981 eine rote Nummer aufweisen, die bei allen drei Wertstufen wieder bei AA 0000001 beginnt. Kontrollnummer eines Reiseschecks zu 50 Mark aus der 1978 hergestellten Erstauflage. Quelle: Sammlung Dr. Frank Metasch. Kontrollnummer eines Reiseschecks zu 50 Mark aus der im Juni 1979 beauftragten und im Herbst 1979 durch die DDR ausgelieferten Nachauflage der Erstauflage. Man beachte die leichte Abweichungen der Kontrollnummern. Quelle: Sammlung Dr. Frank Metasch. Für die Jahre 1981 bis 1984 erteilte die Staatsbank jeweils Druckaufträge zwischen 2,9 bis 3 Millionen Schecks jährlich verteilt auf die drei Wertstufen. Die entsprechenden Exemplare tragen den Druckvermerk III 18 185 ohne Hinweis auf das Jahr. Es muss danach noch weitere Bestellungen zu allen Nennwerten unter diesem Druckvermerk gegeben haben. Nachweisbar ist daneben eine Bestellung von 1,5 Millionen Stück zu 200 Mark mit dem Druckvermerk Ag 147 6 85 III 18 185 und dem Kontrollnummernbereich AA 4201001 bis AA 5701000, die im Mai 1986 ausgeliefert wurde. Die letzte Bestellung von Reiseschecks durch die Staatsbank datiert vom 28. Oktober 1988. Für den Leistungszeitraum 4. Quartal 1989 wurden (zur Verwendung in der Reisesaison 1990 und später) 1,5 Millionen Schecks zu 200 Mark (Nummernbereiche AA 5701001 bis AA 7201000) [8] sowie 1 Million Schecks zu 500 Mark (Nummernbereiche AA 3506001 bis AA 4506000) bestellt, die pro 1000 Stück mit Herstellungskosten von ca. 40,- Mark für die Wertstufe zu 200 Mark, und mit ca. 45,- Mark für die Wertstufe zu 500 Mark veranschlagt wurden. Sie tragen den Druckvermerk Ag 147 8 89 III 18 185. Warum es trotz gleichen Formats und gleicher Druckausfertigung bei den Nennwerten Unterschiede in der Preisgestaltung gab war nicht zu ermitteln und könnte allenfalls mit Bezug auf die geringere Druckauflage der Wertstufe zu 500 Mark zu erklären sein. Blankette eines Reisescheck über 200 Mark aus dem Schlussauftrag. Die Kontrollnummer liegt 29.649 Ziffern über der bekannten Schlussnummer des letzten Druckauftrags von 1988. Quelle: Sammlung Ringo Staudt. Blankette eines Reisescheck über 200 Mark aus dem Schlussauftrag, Rückseite mit Druckvermerk Ag 147 8 89 III 18 185. Sammlung Ringo Staudt. Aufgrund vorhandener Schecks kann davon ausgegangen werden, dass dieser letzte Druckauftrag mindestens vollständig abgewickelt und ausgeliefert wurde. Möglicherweise lagen die abgelieferten Stückzahlen auch etwas über den beauftragten, da im Sammlermarkt Blanketten vorhanden sind, die den beauftragten Nummernbereich um einige 10.000er übersteigen [9] . Die am Sammlermarkt vorkommenden Blanketten der Schecks zu 200 und 500 Mark stammen in der Regel aus diesem Druckauftrag. Es könnte sich dabei um Restbestände handeln, die im Zuge der Versteigerung der Münz- und Banknotenbestände der ehemaligen Staatsbank der DDR ab Mitte der 1990er Jahre durch das Auktionshaus Busso Peus in Frankfurt am Main angeboten wurden. Alle Schecks kommen mit Serienbuchstaben AA vor, die Schecks zu 50 Mark auch mit den Serienbuchstaben AB, jedoch nur für die rote Kontrollnummer. Aus einer undatierten handschriftlichen Notiz in den Akten der Staatsbank über vorhandene Tresorbestände ergibt sich, dass die Serie AB jedenfalls bis zur Nummer AB 4.288.000 ausgedruckt worden ist. Aus einem Schreiben der DWD an die Staatsbank über Qualitätsmängel vom Juni 1987 ist ferner zu entnehmen, dass die Reiseschecks in Bögen zu 35 Nutzen (Exemplaren) gedruckt wurden. Der Versuch der Ermittlung der Gesamtauflage aller Reiseschecks der Staatsbank ist mit Unsicherheiten behaftet, da die Unterlagen der Staatsbank im Bundesarchiv nicht zwingend vollständig sind. Zu berücksichtigen ist, dass die Nummerierung der Folgeauflagen ab 1981 jetzt mit roter Kontrollnummer wieder bei AA 0000001 zu beginnen scheint. Unklar bleibt der Umfang der unter dem Druckvermerk III 18 185 ohne Jahresangabe insgesamt erteilten und ausgelieferten Druckaufträge. Die Unterlagen der Staatsbank legen bei unter diesem erteilten Druckaufträgen, sowie bei Folgeaufträgen eine fortlaufende Nummerierung der Schecks je Wertstufe nahe. Unsicherheiten bestehen auch hinsichtlich der tatsächlich ausgedruckten Stückahlen der letzten Bestellung aus dem Oktober 1988, da bekannte Kontrollnummern bei durchgedruckten Serien eine leicht höhere Auflage als bestellt möglich erscheinen lassen. Dieses vorausgeschickt, können unter Zugrundelegung der bekannten Nummernbereiche [10] folgende Auflagezahlen näherungsweise angenommen werden: 50 Mark – Erstauflage und Nachdrucke Serie AA (Kontrollnummer schwarz) bis mindestens zur Nummer 3142360. Folgeauflagen ab 1981 (Kontrollnummern rot) Serien AA bis 9999999, Serie AB bis 4288000. Insgesamt ca. 17,5 Millionen Stück. 200 Mark – Erstauflage 900.000 Stück, bekannte Kontrollnummern bis AA 1226742, Folgeauflagen ab 1981 (Kontrollnummern rot) nur Serie AA bis 7264645. Insgesamt ca. 8,6 Millionen Stück. 500 Mark – Erstauflage 400.000 Stück, Kontrollnummern (schwarz) bis AA0469394, Folgeauflagen ab 1981 (Kontrollnummern rot) nur Serie AA bis 4565553. Insgesamt ca. 5,1 Millionen Stück. Daraus ergäbe sich insgesamt eine Auflage von gut 31,2 Millionen Stück, was bei einem Verwendungszeitraum von 11,5 Jahren einem durchschnittlichen jährlichen Bedarf von 2,7 Millionen Reiseschecks mit einem geschätzten Gesamtwert von 450 Millionen Mark entspricht. Dieser Wert passt zusammen mit den jährlichen Bestellungen der Jahre 1981 bis 1984 von 2,9 bis 3 Millionen Stück pro Jahr. Interessant dazu: 1981 etwa stellte die DDR anderen RGW-Staaten für den nichtorganisierten Tourismus (Privat- und Dienstreisen) Reisezahlungsmittel im Wert von 516 Millionen Mark zur Verfügung [11] . Insofern zeigt sich gut die Bedeutung von Reiseschecks bei der Zuteilung von ausländischen Devisen für den Reiseverkehr innerhalb der RGW-Staaten. Letzter Druckauftrag der Staatsbank der DDR an die DWD vom 28. Oktober 1988: für den Leistungszeitraum 4. Quartal 1989 wurden 1,5 Millionen Schecks zu 200 Mark (Nummernbereiche AA 5701001 bis AA 7201000) sowie 1 Million Schecks zu 500 Mark (Nummernbereiche AA 3506001 bis AA 4506000) bestellt. Von der Werstufe zu 50 Mark waren noch genügend Exemplare vorhanden. Quelle: Bundesarchiv (DN 10/2981). Bei den ebenfalls in der DWD gedruckten Banknoten der DDR der Ausgabe 1971/75 sind Druckfehler bekannt. Generell hat es bei der DWD schon seit Beginn der 1950er Jahre immer wieder Qualitätsmängel in der Produktion gegeben, die Anlass zu Beanstandungen durch die Deutsche Notenbank und später die Staatsbank gegeben haben [12] . So sind insbesondere bei der Banknote zu 5 Mark der Ausgabe 1975 fehlerhaft nummerierte Stücke bekannt aus den Nummernkreisen ZF 674XXX/664XXX [13] und ED549XXX/529XXX. Auch bei der Herstellung von Reiseschecks traten Fehlnummerierungen auf: Im Juni 1987 reichte die Außenhandelsbank der UdSSR bei der Staatsbank der DDR zwei Reiseschecks zu 500 Mark ein, bei denen die Kontrollnummern fehlten und der Druck nach rechts verschoben war. Leider ist der Druckvermerk dieser Scheine nicht bekannt. Eine daraufhin eingeleitete Untersuchung bei der DWD förderte jedoch einen nicht nummerierten Bogen mit Reiseschecks in der laufenden Produktion zutage. Am 27. April 1988 wurden bei der Wechselstelle der Staatsbank im Ostberliner Hauptbahnhof ( Ostbahnhof) von einem Reisenden aus Vilnius (UdSSR, Litauen) 20 Reiseschecks zu 200 Mark eingelöst, deren Kontrollnummern rechts oben gegenüber den Nummern links unten um den Wert Einhundert abwich – lautete die Nummer links unten AA 3774402 war die Nummer rechts oben AA 3774502. Der Fehler setzte sich auf allen durch die Wechselstelle angekauften Reiseschecks zu 200 Mark bis zur Nummer AA 3774421/AA3774521 fort [14] . Da die vorgelegte Verkaufsbescheinigung der Bank korrekt war, wurden die Schecks eingelöst. Eine weitere interne Untersuchung bei der DWD ergab Fehler im Verarbeitungsbereich der Druckerei, nennt aber keine Begründung und lässt daher keine Rückschlüsse etwa auf die Fehlerursache bei den falsch nummerierten Banknoten zu 5 Mark zu, bei denen zudem ein anderer Nummerator als bei den Reiseschecks verwendet wurde. Die Reiseschecks der Staatsbank der DDR konnten bis Ende Juni 1990 in den Filialen der Staatsbank der DDR in Mark eingelöst werden. Ob danach noch eine Einlösung jedenfalls für solche Schecks möglich war, die vor dem 30. Juni 1990 im Ausland erworben worden waren, bedarf weiterer Forschungen. In der Untertage-Anlage von Halberstadt sind 1991 auch Restbestände von Reiseschecks der Staatsbank im Wert von 800 Millionen Mark eingelagert worden [15] . Ob es sich dabei um eingelöste gelaufene Exemplare, oder - vermutlich - um nicht mehr verausgabte Restbestände gehandelt hat [16] , wäre ebenfalls weitere Forschungen wert. Dr. Sven Gerhard Hinweis Die vorstehenden Ausführungen basierend auf Unterlagen der Staatsbank der DDR, die sich heute im Bundesarchiv Berlin befinden (Signatur DN 10/2981). Ich danke Herrn Dr. Frank Metasch, Dresden, sowie Herrn Ringo Staudt, Schlettau, für viele sachdienliche Hinweise sowie für ausführliche Informationen zu bekannten Nummernbereichen der einzelnen Scheckausgaben. Anmerkungen [1] Dr. Sven Gerhard, Reisescheckverkehr in der DDR, geldscheine-online.com vom 03.02.2025 https://www.geldscheine-online.com/post/reisescheckverkehr-in-der-ddr , sowie Münzen & Sammeln Ausgabe 9/2025, S. 137. [2] Katalogisiert bei Huschka, Ersatzgeld und geldähnliche Belege in der DDR, RS26 – RS29. Die Scheckformulare kommen mit verschiedenen Druckvermerken, und auch ohne Druckvermerk vor. [3] Für die Ausgabe 500 Mark mit Druckvermerk III 18 185 ist die Wasserzeichenvariante „verschlungene Vierecke“ bekannt, dazu Seipold, DGW-Informationen 2019-2, S. 22. [4] Eine Einlösung der Reiseschecks war daneben auch bei Reisebüros, in Hotels und bei Sparkassen möglich. [5] Gesetzblatt der DDR 1979 Teil I, S. 48. [6] Vermerk des Präsidenten der Staatsbank der DDR, Horst Kaminsky, zur Vorlage für das Sekretariat des ZK der SED vom 27.7.1978, dort Punkt 4. [7] Vermerk des Präsidenten der Staatsbank der DDR, Horst Kaminsky, zur Vorlage für das Sekretariat des ZK der SED vom 27.7.1978. [8] Die Vorgängerauflage von 1,5 Millionen Stück zu 200 Mark mit dem Nummernbereich endet mit der Kontrollnummer AA 5701000, die Bestellung aus Oktober 1988 schließt daran an. Zwischen der Auslieferung der Vorauflage und der Auslieferung der Folgeauflage im Herbst 1989 lagen also 2 ½ Jahre, was darauf schließen lässt, dass die vorhandenen Bestände dieser Wertstufe für den Bedarf der Jahre 1987 und 1988 als ausreichend angesehen wurden. [9] Es liegt eine Blankette vor zu 500 Mark mit der Kontrollnummer AA 4565553, die 59.553 Ziffern, und zu 200 M mit der Kontrollnummer AA7264654, die 47.328 Ziffern über der Schlussnummer des letzten Druckauftrags von 1988 liegt. [11] Vermerk des Ministeriums der Finanzen der DDR zur Bereitstellung von Reisezahlungsmitteln vom 2.2.1981. [12] Sehr instruktiv und mit vielen Details Peter Leisering, Geldgeschichten aus der DDR, Gietl-Verlag Regenstauf 2011, S. 40 ff. [13] Dazu Schöne, Aus privaten Sammlungen: Fehldruck 5 Mark 1975 der DDR-Staatsbank, https://www.geldscheine-online.com/post/aus-privaten-sammlungen-fehldruck-5-mark-1975-der-ddr-staatsbank [14] Im April 1988 war der Folgeauftrag für diese Wertstufe im Nummernbereich AA 4201001 bis AA 5701000 schon abgeschlossen. [15] S. Marc Zirlewagen, Der Schatz von Halberstadt, KfW-Publikation (2020), S. 48. [16] Von der Wertstufe zu 50 Mark wurden Stücke bis zur Kontrollnummer AB 4288000 ausgedruckt und waren bei der Staatsbank im Tresor vorhanden. Am Sammlermarkt sind für diese Serie Blanketten nur bis zu einer Kontrollnummer AB 0571255 nachgewiesen. Das könnte dafür sprechen, das jedenfalls ein großer Teil dieser Serie in Halberstadt eingelagert, und später vernichtet wurde.
- Ein neues Polymersubstrat ist im Umlauf!
Die Banknoten Vietnams werden nicht mehr auf Guardian™ gedruckt. Vietnam begann 2003 mit der Ausgabe seiner höherwertigen Banknoten aus Polymer, beginnend mit den 50.000- und 500.000-Dong-Banknoten. Die anderen Nennwerte (10.000, 20.000, 100.000 und 200.000 Dong) folgten in den darauffolgenden Jahren. Bis einschließlich 2023 wurde für alle Stückelungen das von CCL Secure hergestellte Polymersubstrat Guardian™ verwendet. Die Banknoten wurden zunächst von Note Printing Australia (NPA) gedruckt, später dann von der heimischen National Banknote Printing Plant (NBPP), heute die einzige Einrichtung, die zum Drucken vietnamesischer Währung berechtigt ist. (Hinweis: Die ersten beiden Ziffern der Kontrollnummer geben das Druckjahr an.) Da Vietnam die Kontrolle über seine Kapazitäten im Banknotendruck fest in der Hand behält, stärken inländische Unternehmen wie Q&T Hi-tech Polymer die finanzielle Autonomie des Landes und positionieren sich gleichzeitig als starke Wettbewerber auf dem globalen Markt für Polymerbanknoten-Materialien. Die NBPP ist dazu übergegangen, lokale Lieferanten für Polymersubstrate zu nutzen, ein Markt, der lange Zeit von ausländischen Anbietern dominiert wurde. Wie oben erwähnt, wurden die letzten vietnamesischen Polymerbanknoten, die auf Guardian™ gedruckt wurden, im Jahr 2023 hergestellt. Im Jahr 2024 wurden nur die Stückelungen 10.000, 20.000 und 50.000 Dong ausgegeben, die alle auf dem neuen Polymersubstrat PolySecure® von Q&T gedruckt wurden. Schauen Sie sich die neuen Ausgaben von 2024 genau an. Welche Unterschiede sehen Sie zwischen den Substraten? 10.000 Dong: Ausgabe (20)23 auf Guardian™ (oben) und Ausgabe (20)24 auf PolySecure® von Q&T (darunter): 20.000 Dong: Ausgabe (20)22 auf Guardian™ (oben) und Ausgabe (20)24 auf PolySecure® von Q&T (darunter): 50.000 Dong: Ausgabe (20)23 auf Guardian™ (oben) und Ausgabe (20)24 auf PolySecure® von Q&T (darunter): Obwohl Q&T ein vietnamesisches Unternehmen ist, wurde es von der vietnamesischen Staatsbank und der NBPP strengen Tests und Bewertungen unterzogen, um sich als Lieferant für aktuelle Ausschreibungen zu qualifizieren. Q&T erfüllte zunächst erfolgreich die Anforderungen für die Nennwerte 10.000 und 50.000 Dong, einschließlich der anspruchsvollen diffraktiven optischen Elemente (Komponenten, die die Eigenschaften des Lichts durch Diffraktion manipulieren), und stellte damit die Fähigkeiten und sein Fachwissen unter Beweis. Durch die Partnerschaft mit der Staatsbank von Vietnam und der NBPP leistet Q&T einen wichtigen Beitrag zur vietnamesischen Währung in Form der im Umlauf befindlichen 10.000-, 20.000- und 50.000-Dong-Banknoten. Am 5. Dezember 2025 fand bei der NBPP die Vertragsunterzeichnung für die Lieferung von Sicherheitsdruck-Substrat, Code B07 – 2026, zwischen der NBPP und dem Auftragnehmerkonsortium aus Q&T und TFS (TFS Solutions And Technology Investment Joint Stock Company) statt. Der Vertrag gewährt Q&T das Recht, das Polymersubstrat für die 100.000-Dong-Banknote im Rahmen des Produktionsplans für 2026 zu liefern. Dies folgt auf den früheren Erfolg von Q&T bei der Vergabe einer internationalen Ausschreibung für die Lieferung derselben 100.000-Dong-Banknote für 2025. (Anmerkung: Bis Dezember 2025 wurden noch keine Banknoten mit Jahrgang 2025 in Umlauf gebracht.) „Banknote Industry News“ hat die Produktinnovationen des Unternehmens hervorgehoben, insbesondere seinen Ansatz zur Sicherheitsintegration in Polymersubstrate. Q&T hat nun POLY-SHIELDED vorgestellt, das als weltweit erstes Polymersubstrat für Banknoten beschrieben wird, in dessen Struktur mehrere optisch variable Elemente (OVDs) eingebettet sind. Nach Angaben des Unternehmens werden die meisten herkömmlichen Sicherheitsmerkmale von Banknoten, wie Hologramme, Folien und Spezialfarben, auf die Oberfläche aufgebracht, wodurch sie im Laufe der Zeit anfällig für Abnutzung, Feuchtigkeit, Chemikalien, Entfernung oder Nachahmung sind. Im Gegensatz dazu integriert POLY-SHIELDED Schutz- und optische Merkmale direkt in die Polymerschichten und schafft so eine manipulationssichere Struktur, die Reibung, Feuchtigkeit, UV-Strahlung und Verunreinigungen standhält. Q&T hat festgestellt, dass der eingebettete Ansatz auch ein durchgängiges künstlerisches Design über die gesamte Oberfläche der Banknote ermöglicht, ohne die Sicherheitsmerkmale zu unterbrechen oder zu verzerren. ************************************************************ !!!!! NEUE MELDUNG !!!!! (3. März 2026) In Vietnam sind nun Banknoten mit dem Datum 2025 im Umlauf: Stückelungen von 10.000, 20.000, 50.000 und 100.000 Dong, alle gedruckt auf dem Polymer-Substrat PolySecure® von Q&T. Und ... eine Korrektur zum obigen Beitrag ist erforderlich: „Die Banknoten Vietnams werden nicht mehr auf Guardian™ gedruckt.“ – diese Aussage stimmt nicht. Am 3. März 2026 gab CCL Secure bekannt [übersetzt]: CCL Secure fühlt sich geehrt, von der Staatsbank von Vietnam ausgewählt worden zu sein, um das GUARDIAN™-Polymersubstrat für die 200.000-VND-Banknote zu liefern. Vietnam setzt seit langem auf Polymerbanknoten, mit dem klaren Ziel, eine haltbare, hochwertige Währung zu erhalten, die sich im Umlauf bewährt. Diese jüngste Auszeichnung spiegelt das anhaltende Engagement der Zentralbank für die langfristige Leistungsfähigkeit und Widerstandsfähigkeit ihrer Banknotenserie wider. Wir schätzen das uns entgegengebrachte Vertrauen und sind stolz darauf, die Staatsbank von Vietnam weiterhin als zuverlässiger Partner zu unterstützen und gemeinsam für eine gleichbleibende Qualität und sichere Versorgung zu sorgen. Vietnams aktuelle 200.000-Dong-Banknote (Vorderseite). Basierend auf der obigen Pressemitteilung wird die 200.000-Dong-Banknote, vermutlich für das Jahr 2026, auf dem Guardian™-Polymersubstrat gedruckt werden (wie in den Vorjahren). Werden die niedrigeren Stückelungen weiterhin auf PolySecure® gedruckt? Auf welchem Substrat wird die nächste 500.000-Dong-Banknote gedruckt werden? Wir werden sehen ... Bleiben Sie dran für weitere Entwicklungen ... ************************************************************ Donald Ludwig ( polymernotes.com )
- Aus alten Zeitungen: Humor auf Blüten
Gefunden in: " Süddeutsche Zeitung" Nr. 201 vom 23.08.1967 Der Zeitungsleser, Abbildung KI-generiert. Abb. 1.1: Bundesrepublik Deutschland, Deutsche Bundesbank: Banknote zu 50 DM vom 2. Januar 1960, Vorderseite. Abb. 1.2: Bundesrepublik Deutschland, Deutsche Bundesbank: Banknote zu 50 DM vom 2. Januar 1960, Rückseite. Abb. 2.1: Bundesrepublik Deutschland, Deutsche Bundesbank: Banknote zu 100 DM vom 2. Januar 1960, Vorderseite. Abb. 2.2: Bundesrepublik Deutschland, Deutsche Bundesbank: Banknote zu 100 DM vom 2. Januar 1960, Rückseite. Humor auf Blüten Ungewöhnlichen Humor mußte ein Sprecher der Berliner Zentralbank einem Geldfälscher bescheinigen, dessen Scheine in den letzten Tagen in Berlin auftauchten. An Stelle des üblichen Warntextes auf den echten Noten stand auf den Blüten: "Wer Banknoten nachmacht … darf sich vor allen Dingen nicht erwischen lassen. Hi, hi, hi." Der Fälscher hat nach Angaben der Kriminalpolizei 50- und 100-Mark-Noten durch senkrechte Schnitte in vier Teile geteilt und für die Falsifikate jeweils zwei echte und zwei darangeklebte nachgezeichnete falsche Teile benutzt. Bisher sind jeweils zwei 50- und 100-Mark-Noten dieser Art aufgetaucht. Die Polizei machte mit einer dieser Noten einen Test in einem Warenhaus. Obwohl die nachgezeichneten Teile recht primitiv waren, nahm eine Kassiererin den Schein anstandslos an. Die Beamten klärten sie dann über die Fälschung auf. Hans-Ludwig Besler (Grabowski) Anmerkung der Redaktion Unter der Rubrik "Aus alten Zeitungen" möchten wir unseren Lesern in lockerer Folge interessante und amüsante Berichte aus historischen Zeitungen rund um Geldscheine, Falschgeld und echte "Räuberpistolen" präsentieren. Wenn auch Sie eine passende Geschichte in einer alten Zeitung gefunden haben, dann würden wir uns freuen, wenn Sie sich an uns wenden, um sie mit anderen Lesern zu teilen.
- Aus privaten Sammlungen: 1000 Francs von Ruanda aus dem Jahr 1976
Die Republik Ruanda ist ein Binnenstaat in Ostafrika. Aufgrund seiner Höhenlage und seines hügeligen Geländes ist es als „Land der tausend Hügel“ bekannt. Die Landschaft wird im Westen von Bergen und im Südosten von Savannen geprägt. Die Hauptstadt und größte Stadt ist Kigali, die im Zentrum des Landes liegt. Mit einer Bevölkerung von etwa 14 Millionen Menschen auf einer Gesamtfläche von 26.338 Quadratkilometern ist Ruanda an Stelle 21 der bevölkerungsreichsten Länder der Welt. 1897 kolonisierte Deutschland Ruanda als Teil Deutsch-Ostafrikas, gefolgt von Belgien, das 1916 während des Ersten Weltkriegs die Kontrolle übernahm. Beide europäischen Nationen regierten über den ruandischen König und führten eine pro-Tutsi-Politik fort. Die Hutu-Bevölkerung revoltierte 1959. Sie massakrierten zahlreiche Tutsi und gründeten schließlich 1962 eine unabhängige, von den Hutu dominierte Republik unter der Führung von Präsident Grégoire Kayibanda. Ein Militärputsch im Jahr 1973 stürzte Kayibanda und brachte Juvénal Habyarimana an die Macht, der die pro-Hutu-Politik beibehielt. Die von den Tutsi geführte Ruandische Patriotische Front (RPF) löste 1990 einen Bürgerkrieg aus. Habyarimana wurde im April 1994 von Unbekannten ermordet. Die sozialen Spannungen entluden sich in dem Völkermord an den Tutsi durch extremistische Hutu-Power-Anhänger. Die RPF beendete den Völkermord mit einem militärischen Sieg im Juli 1994. Ruanda wird seit 1994 von der RPF als De-facto-Einparteienstaat regiert, seit 2000 mit dem ehemaligen Kommandanten Paul Kagame als Präsident. Kagames Regierung wird die Stabilisierung und der Wiederaufbau des Landes, die Förderung des Wirtschaftswachstums sowie die Förderung von Versöhnung, guter Regierungsführung und der Stärkung der Rolle der Frau zugeschrieben. Ruanda ist heute für Besucher eines der sichersten Länder Afrikas. Ruanda hat drei Nationalparks, während der Rest des Landes von Terrassenlandwirtschaft geprägt ist. Die größte Vielfalt an großen Säugetieren findet sich in den Nationalparks, die als Naturschutzgebiete ausgewiesen sind. Der Akagera-Nationalpark beherbergt typische Savannentiere wie Giraffen und Elefanten, während im Volcanoes-Nationalpark schätzungsweise ein Drittel der weltweiten Berggorilla-Population lebt. Der Nyungwe-Forest-Nationalpark beherbergt dreizehn Primatenarten, darunter Schimpansen und Ruwenzori-Colobus-Affen. Ruanda und Burundi behielten nach ihrer Unabhängigkeit im Jahr 1962 eine Zoll- und Währungsunion bei, die jedoch Ende 1963 zusammenbrach und am 1. Januar 1964 offiziell aufgelöst wurde. Ruanda gab im Juli 1964 erstmals eigene Banknoten in den Stückelungen 20, 50, 100, 500 und 1000 Francs aus. Diese Banknoten wurden bis 1976 mit verschiedenen Daten, Titeln und Unterschriften ausgegeben. In diesem Beitrag wird die 1000-Francs-Banknote der ersten Serie vorgestellt. Objekttyp: Banknote Sammlung: Karl Köhler Authentizität: Original Land/Region/Ort: Ruanda Emittent: Banque Nationale du Rwanda Nominal: 1000 Francs Datierung: 1 - 1 - 76 Vorderseite: Text in Französisch. Oben „Banque Nationale du Rwanda“ („Nationalbank von Ruanda“), darunter die Kontrollnummer, darunter „MILLE FRANCS“ („Tausend Francs“), darunter „PAYABLES A VUE“ („Bei Sicht zahlbar“), darunter das Datum, darunter „LA LOI PUNIT LE CONTREFACTEUR“ („Das Gesetz bestraft den Geldfälscher“). Links das Staatswappen Ruandas mit den Worten „REPUBLIQUE RWANDAISE LIBERTE COOPERATION PROGRES“ („Republik Ruanda Freiheit Zusammenarbeit Fortschritt“). Die Wertzahl ist in der oberen linken und unteren rechten Ecke angegeben. Links, rechts und unten sind verschiedene Guilloche-Muster zu sehen. Im Hintergrund sind weitere sich wiederholende geometrische Muster zu sehen. Rückseite: Text in Kinyarwanda, der Landessprache Ruandas. „Banki Nasiyonali Y'u Rwanda“ („Nationalbank von Ruanda“) oben rechts, „AMAFRANGA 1000“ („Tausend Francs“) und „ITEGEKO LIHANA UMUNTU WESE UZIGANA IYI NOTI“ („Das Gesetz bestraft den Geldfälscher“) unten rechts. Eine Agrarszene mit terrassierten Hügeln und einem einheimischen Bauern, der im Vordergrund auf einem Knie hockt. Rechts ein großes Guilloche-Muster mit der Wertzahl darin. Links unten ein kleines Guilloche-Muster. Unterschriften: Jean-Baptiste Ngirabacu (ADMINISTRATEUR) und Jean Berchmans Birara (GOUVERNEUR) Material: Papier ohne Wasserzeichen Druck: De La Rue (nicht auf der Banknote gedruckt) Format: 165 mm x 70 mm Nummerierung: E449092 Zitate: Rwanda 10c (Standard Catalog of World Paper Money, Modern Issues 1961-Present, 25th Edition). B110f ( The Banknote Book : Rwanda, Owen W. Linzmayer) Donald Ludwig Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus Ihrer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com .
- Travellers’ Money (Reisegeld). Eine illustrierte Geschichte von Bankanweisungen, Reisekreditbriefen und Reiseschecks
Dr. Ilkka Mäkitie: Travellers’ Money (Reisegeld). Eine illustrierte Geschichte von Bankanweisungen, Reisekreditbriefen und Reiseschecks Jerne Ltd., Lahti / Finnland 2026. Format 21 x 29,7 cm, Hardcover, 188 Seiten, durchgehend farbig illustriert. In englischer Sprache. ISBN 978-952-88-1261-6 . Preis: 20 EUR plus Porto Zu bestellen beim Autor: ilkka.makitie@saunalahti.fi Wer heutzutage auf Reisen geht, verlässt sich für Zahlungen vor Ort in der Regel auf mitgeführte Kreditkarten, elektronische Bezahlmöglichkeiten oder seine Smartwatch. Noch vor wenigen Jahrzehnten war die Frage, welche Zahlungsmittel mitzuführen waren, um auf Reisen vor Ort – insbesondere im Ausland – Hotelkosten, Verkehrsmittel und Restaurantbesuche bezahlen zu können, ein wichtiger Bestandteil der Reiseplanungen. Man erwarb Fremdwährungen am heimischen Bankschalter, sofern die Einfuhr in das Reiseland erlaubt war, kaufte Reiseschecks und Benzingutscheine; in einigen Ländern Europas konnte mit dem Postsparbuch Geld auf lokalen Postämtern abgehoben werden. Waren die Devisenausfuhr im Heimatland und/oder die Einfuhr von Landeswährung in das Reiseland beschränkt, stellten sich neue Herausforderungen: Man eröffnete Akkreditive zum Bargeldbezug im Ausland bei seiner Bank, beantragte die Zuteilung von Reisedevisen, zahlte bei Schifffahrtslinien einen Betrag für Ausgaben an Bord vorab in seiner Heimatwährung ein und erhielt im Gegenwert Bordanweisungen, die nur während der Schiffsreise an Bord gültig waren. Untersuchungen darüber, welche Zahlungsmittel Reisende im 19. und 20. Jahrhundert mit sich führten, gibt es kaum. In seinem neuen Buch beschäftigt sich der Auor mit Zahlungsmitteln rund um das Reisen im in dieser Zeit. Er stellt nacheinander die damals geläufigen Reisezahlungsmittel Zahlungsanweisung, Reisekreditbrief und Reisescheck vor, erklärt ihr Aufkommen und ihre genaue Verwendungsweise. Für alle drei Formen dieser Reisezahlungsmittel werden dann nach Ländern sortiert diverse Ausgaben vorgestellt und erläutert. Während Zahlungsanweisungen im 19. sowie bis zum Beginn des 20. Jahhrhunderts hauptsächlich in England verbreitet waren, wurden Reisekreditbriefe noch bis in die 1970er Jahre von diversen Banken weltweit ausgestellt. Ihre Verwendung war kompliziert, da zur Auszahlung von Geldbeträgen in Landeswährung bei sogenannten Korrespondenzbanken der ausstellenden Bank neben dem Reisekreditbrief eine besondere Ausweiskarte vorzulegen war. Außerdem war es erforderlich, dass die Bank den Betrag des Reisekreditbriefs dem Inhaber als einmaligen Kredit zuvor bewilligt hatte. Als Zahlungsmittel für kleinere Beträge sowie als flexible Bezahlungsmöglichkeit vor Ort schied ein Reisekreditbrief aus. Mit dem Aufkommen von Reiseschecks zu Beginn des 20. Jahrhunderts war dann die Mitnahme von Reisezahlungsmitteln in flexiblen Beträgen möglich, auch wurden diese Schecks nicht nur von Banken, sondern auch in Hotels und Reisebüros bei Zahlungen akzeptiert. Der Höhepunkt der Verwendung von Reiseschecks lag in 1970er bis 1990er Jahren, bevor sie von Kreditkarten verdrängt wurden. Ein weiterer Abschnitt beschäftigt sich mit Zahlungsanweisungen an Bord von Schiffen. Hier werden exemplarisch diverse Bordzahlungsmittel US-amerikanischer, englischer und deutscher Schifffahrtslinien mit diversen Abbildungen vorgestellt. Auch Bordgeld an Bord von Flugzeugen hat es gegeben: Zu einer Zeit, in der etwa eine Reise von London nach Australien auch mit dem Flugzeug mehrere Tage dauerte und mit Zwischenübernachtungen verbunden war, mussten die Reisenden auch mit Zahlungsmitteln während der Reise ausgestattet sein. Ein kurzer Überblick über Hotelgutscheine und Reiseschecks für muslimische Pilger nach Mekka runden das Buch ab. Man erfährt von Mäkitie viel, was zum Verständnis der Funktionsweise von Reisezahlungsmitteln beiträgt, wer solche Zahlungsmittel ausgegeben hat (neben Banken vor dem Zweiten Weltkrieg oft auch Schifffahrtslinien) und wie sie vor Ort im Zahlungsverkehr eingesetzt wurden. Reisezahlungsmittel können ein überaus reizvolles Sammelgebiet darstellen. Der Autor gibt in seinem Buch wertvolle Hinweise zum Aufbau einer Sammlung. Während Zahlungsanweisungen und Reisekreditbriefe, insbesondere tatsächlich gelaufene Exemplare, seltene Einzelstücke bleiben, sind historische Reiseschecks für Sammler grundsätzlich einfacher zugänglich. Auch hier sind aber Exemplare aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg (man erkennt sie in der Regel an den festen Wechselkursen für Fremdwährungen, die auf den Schecks aufgedruckt sind) generell sehr selten, auch Exemplare aus der Zwischenkriegszeit tauchen nicht häufig auf. Aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg stehen jedoch dem Sammler eine Vielzahl von Exemplaren aus diversen Ländern sowohl als Musterstücke, als auch in gelaufenem Zustand zur Verfügung, so dass sich mit vertretbaren finanziellen Mitteln eine interessante Sammlung aufbauen lässt. Die schier unübersehbare Anzahl an Varianten weltweit ausgegebener Reiseschecks zwingt aber zur Fokussierung beispielsweise auf eine Bank, ein Land oder einen Ausgabeort. Das hochwertig gemachte, reichlich bebilderte Buch von Mäkitie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und enthält keine Katalogpreise, sondern nur einige Einschätzungen zur Seltenheit. Wer einen Katalog für das Sammelgebiet erwerben möchte, dem seien die vom selben Autor veröffentlichen Bücher über Reiseschecks (2. Auflage 2020) sowie über Zahlungsanweisungen und Reisekreditbriefe (neu 2025) ans Herz gelegt. Für Schiffsgeld fehlt leider am Sammlermarkt noch ein umfassendes Katalogwerk. Es wäre interessant gewesen, wenn auch Reisekreditbriefe und insbesondere Reiseschecks aus den sozialistischen Staaten stärkere Berücksichtigung gefunden hätten (es finden sich nur einzelne Exemplare aus China und Kuba), zumal in diesen Ländern seit den 1970er Jahren über Reiseschecks eine systematische Steuerung der Verteilung von Reisedevisen erfolgte und diese daher im Reiseverkehr eine erhebliche Rolle spielten. Zuweilen hätte man sich auch größere Abbildungen gewünscht, um die Details der abgebildeten Dokumente gerade bei aufwändigen Reisekreditbriefen besser studieren zu können. Diese Einschränkungen tun dem Werk jedoch keinen Abbruch. Wer eine fundierte Einführung in das Thema Reisezahlungsmittel und Anregungen zum Aufbau einer eigenen Sammlung sucht, ist mit dem neuen und sehr preiswerten Buch von Mäkitie bestens bedient. Sammler erhalten neben viel Grundlagenwissen eine wertvolle Hilfe zum strukturierten Aufbau einer solchen Sammlung. Dr. Sven Gerhard
- Sankt Helena wechselt auf Polymer
Am 12. Januar 2026 gab die Regierung von St. Helena (SHG) die bevorstehende Ausgabe einer neuen Serie von Polymerbanknoten in den Nennwerten von 5, 10 und 20 Pfund bekannt. Die neuen Noten zeigen ein Porträt von König Charles III. und werden ab Januar in Umlauf gebracht, wobei das genaue Ausgabedatum noch nicht bekannt gegeben wurde. Auf den Banknoten ist auch Jonathan die Schildkröte (eine Seychellen-Riesenschildkröte, deren Alter im Jahr 2026 auf 193 Jahre geschätzt wird, was sie zum ältesten bekannten lebenden Landtier macht; Jonathan lebt heute auf der Insel St. Helena) und die St.-Helena-Ebenholzpflanze (eine vom Aussterben bedrohte Blütenpflanze aus St. Helena, die für ihr attraktives Laub und ihre weißen Blüten bekannt ist). Alle drei neuen Polymerbanknoten behalten die gleichen Farbschemata wie die Papierbanknoten, die sie ersetzen. Jonathan die Schildkröte (links) und St.-Helena-Ebenholzpflanze (rechts). Die neuen Polymerbanknoten beinhalten folgende Sicherheitsmerkmale: Transparentes Fenster: In das Design ist ein durchsichtiges Fenster integriert, das sowohl von der Vorder- als auch von der Rückseite sichtbar ist. Schimmereffekt beim Kippen: Wenn man die Banknote kippt, erscheint ein metallischer Schimmer, der sich um das transparente Fenster herum bewegt. Erhabene Druckfarbe (Porträt): Die Druckfarbe ist deutlich dicker und erhaben, sodass sie taktil wahrnehmbar ist. Erhabene Druckfarbe (Unterschriften): Die Druckfarbe fühlt sich beim Berühren erhaben an. Tastpunkte: Erhabene Punkte (für Sehbehinderte) ermöglichen eine einfache Erkennung des Nennwerts der Banknote. 5-Pfund-Scheine haben erhabene Punkte in Form eines Quadrats, 10-Pfund-Scheine in Form eines Dreiecks und 20-Pfund-Scheine in Form eines Kreises. Mikrotext-Nennwert: Der Nennwert der Banknote ist in winziger, scharfer Schrift gedruckt. Negative erhabene Druckfarbe: Der Mikrotext „ST HELENA GOVERNMENT“ ist in negativer, erhabener Druckfarbe gedruckt, die scharf und klar erscheint. UV-Fluoreszenz (Wellen und Nennwert): Unter einer UV-Lichtquelle erscheinen feine Wellenlinien und der Nennwert der Banknote in zwei verschiedenen fluoreszierenden Druckfarben. UV-Fluoreszenz (Block-Nennwert): Unter einer UV-Lichtquelle erscheint die Nennwertzahl in einem durchgehenden, hellen Block. Die Papierbanknoten von St. Helena bleiben weiterhin als gesetzliche Zahlungsmittel im Umlauf. Die SHG wird ältere, beschädigte Banknoten nach und nach aus dem Verkehr nehmen, sobald sie an die Bank von St. Helena zurückgegeben werden. Interessant ist, dass De La Rue die neue Polymer-Serie für die Falklandinseln und St. Helena gleichzeitig als einen einzigen Auftrag gedruckt hat. Dies führte zu erheblichen Einsparungen für beide Regierungen. Donald Ludwig ( polymernotes.com )
- Mongolei: 100-jähriges Jubiläum des Tugrik
Am 9. Dezember 2025 feierte die Bank of Mongolia das 100-jährige Jubiläum ihrer Landeswährung mit der Ausgabe einer Gedenknote mit dem hohen Nennwert von 100.000 Tugrik. Dieses Sammlerstück, das auf Papier gedruckt und nicht für den allgemeinen Umlauf bestimmt ist, würdigt die beiden historischen Säulen der modernen Mongolei: das legendäre Mongolische Reich, das von Dschingis Khan gegründet wurde, und die Volksrevolution von 1921, die die Unabhängigkeit der Nation begründete. Die Banknote ist ein numismatisches Produkt und kein gesetzliches Zahlungsmittel. Der mongolische Tugrik (MNT) wurde offiziell im Dezember 1925 eingeführt und ersetzte frühere Währungen wie den chinesischen, russischen und vorübergehenden mongolischen Dollar. Die 100.000-Tugrik-Banknote ist Teil einer umfassenderen Serie numismatischer Ausgaben, die diesen monetären Meilenstein würdigen sollen. Die Ausgabe spiegelt den Weg der Mongolei von einer sowjetisch geprägten Wirtschaft zu einer modernen, ressourcenreichen Demokratie wider, wobei die Währung als unveränderliches Symbol der nationalen Souveränität dient. Die Vorderseite wird von einem würdevollen Porträt von Dschingis Khan dominiert, das seinen Status als „Vater der Nation“ unterstreicht. Die Gestaltung verbindet traditionelle mongolische Symbolik mit modernster Technologie zum Fälschungsschutz. Auf beiden Seiten der Banknote ist die Skizze eines Reiters auf einem Pferd abgebildet, was auf die besondere Rolle hinweist, die Pferde sowohl bei der Gründung des Großmongolischen Reichs als auch bei der Gründung der unabhängigen Mongolei gespielt haben. Die Rückseite zeigt ein eindrucksvolles historisches Tableau mit den „ersten sieben“ Führern der Volksrevolution von 1921 : Dogsomyn Bodoo (Führer der Consular Hill-Gruppe und erster Premierminister nach der Revolution), Khorloogiin Choibalsan (eine Schlüsselfigur und später langjähriger Führer der Mongolischen Volksrepublik), Dambyn Chagdarjav (Mitglied der ersten Delegation bei den Sowjets und vorübergehender Premierminister in der provisorischen Regierung), Darizavyn Losol (Revolutionär aus der Gruppe „Consular Hill“, der sich der Delegation nach Russland anschloss), Soliin Danzan (Führer der Gruppe „East Khuree“ und erster Vorsitzender der Mongolischen Volksrepublik), Dansranbilegiin Dogsom (eine prominente Persönlichkeit der East Khuree-Gruppe und Mitglied des Zentralkomitees) und Damdiny Sükhbaatar (ein wichtiger Militärführer, der die mongolische Volksarmee in den entscheidenden Schlachten gegen chinesische und weißrussische Truppen befehligte). Diese Gestaltung verbindet das hundertjährige Jubiläum des modernen Tugrik ausdrücklich mit dem Gründungsereignis des heutigen mongolischen Staates. Der Hintergrund zeigt eine Karte der modernen Mongolei und aufwendige Guilloche-Muster. Das Logo zum 100. Jahrestag der Volksrevolution ist in Goldgelb und das Soyomb (einzigartige mongolische Schrift und nationales Symbol) ist in Blau mit einem glänzenden Muster gedruckt. Die Note beinhaltet folgende Sicherheitsmerkmale: Hauptporträt: Mikrotext „CHINGGISKHAAN“ am äußeren Rand von Dschingis Khan auf der Vorderseite der Banknote. Sicherheitsfaden: Ein gefensterter Faden, der von Gold zu Grün wechselt, mit den Aufschriften „МБ“ (Mongolbank) und „100000“. OVI-Element: Ein farbwechselndes Element mit einer Feuersäule (unten rechts), die von Gold zu Grün wechselt. Wasserzeichen: Porträt von Dschingis Khan + Elektrotypie „МБ“. Taktile Merkmale: 10 diagonale, erhabene Linien an den Rändern zur Unterstützung sehbehinderter Menschen, zusätzlich erhabener Aufdruck der Stückelung. UV-Merkmale: Unter ultraviolettem Licht zeigt die Banknote eine versteckte künstlerische Ebene. Auf der Vorderseite erscheint im Porträtbereich ein leuchtender Krieger zu Pferd, der die historische Dominanz der mongolischen Kavallerie symbolisiert. Das Akronym „MB“ leuchtet ebenfalls. Auf der Rückseite leuchtet der Hintergrund unter dem Logo zum 100-jährigen Jubiläum und dem Soyombo-Symbol auf und bietet so eine zuverlässige Echtheitsprüfung. Da diese Banknote an den 100. Jahrestag der Volksrevolution erinnert, ist das gedruckte Datum 2021 unten links auf der Rückseite angegeben. Die Einführung wurde jedoch auf 2025 verschoben, sodass die tatsächlich ausgegebenen Banknoten zusätzlich mit einem roten Stempel mit dem Datum 2025-12-09 unten in der Mitte der Rückseite versehen wurden, um an den 100. Jahrestag der Landeswährung zu erinnern. Im Handel finden sich jedoch meist Scheine ohne den zusätzlichen Datumstempel. Donald Ludwig
- Tongas Serie 2023: Musterscheine und mehr!
Am 4. Dezember 2023 gab die National Reserve Bank of Tonga (NRBT) ihre neue Banknotenserie in den Stückelungen 2, 5, 10, 20, 50 und 100 Pa'anga heraus. Alle Banknoten wurden von De La Rue plc gedruckt. Die 5- und 10-Pa'anga-Scheine wurden auf dem Safeguard®-Polymersubstrat gedruckt, die anderen auf einem Substrat auf Baumwollbasis. Über diese Neuausgaben wurde erstmals HIER in diesem Blog berichtet. Die UV-Bilder dieser Banknoten wurden HIER vorgestellt. Für den Gebrauch durch die NRBT wurden zwei Varianten von Musterbanknoten erstellt. Was ist eigentlich ein Musterschein („Specimen“ auf Englisch)? Eine Musterbanknote wird in der Regel in sehr begrenzter Auflage gedruckt und an Zentralbanken verteilt, um diese bei der Erkennung von Banknoten aus anderen Ländern zu ermöglichen. In einigen Fällen werden Musterbanknoten an Geschäftsbanken, Strafverfolgungsbehörden und Wirtschaftsunternehmen verteilt und manchmal auch dazu verwendet, die breite Öffentlichkeit über neue Designs zu informieren. Manchmal werden Musterbanknoten an Sammler verkauft (oft in speziellen Foldern oder Alben verpackt). Gelegentlich werden Musterbanknoten als Geschenke an Würdenträger oder Mitarbeiter von Zentralbanken verteilt, oft in Präsentationsalben. Wenn eine Zentralbank einen Druckauftrag erteilt, gibt sie die Anzahl der Musterscheine an, die sie erhalten möchte. Im Falle der NRBT wurden zwei Varianten von Musterbanknoten hergestellt: Offizielle Bank-Musterscheine mit den Kontrollnummern A000000, dem Wort „ SPECIMEN “ in roter Schrift in der oberen linken und unteren rechten Ecke und „ SPECIMEN No xxx “ in roter Schrift in der unteren linken Ecke, wobei xxx = 001 bis 100. Somit wurden 100 Musterscheine für den internen Gebrauch der Bank hergestellt. Die Rückseiten der Bankmuster weisen keinerlei Aufdrucke auf und sehen genauso aus wie die im Umlauf befindenden Banknoten. Offizielle Sammler-Musterscheine mit den Kontrollnummern A000000 und dem Wort „ SPECIMEN “ in roter Schrift, das diagonal auf der Vorder- und Rückseite jeder Banknote aufgedruckt ist. Es wurden 1000 Musterscheine für Sammler hergestellt, die genauso offiziell wie die Bankmuster sind, jedoch für ein anderes Publikum bestimmt. Beide Musterbanknoten-Varianten aus Tonga sind sehr begehrte Sammlerstücke und eine schöne Ergänzung für jede Sammlung. Wie bereits bei den beiden vorherigen Serien wurden auch die neuen NRBT-Banknoten mit gleichen Kontrollnummern in Präsentationsfoldern (Mappen) verpackt und der Öffentlichkeit zum Verkauf angeboten. Ausgewählt wurden die Kontrollnummern 1 bis 100 sowie etwa 250 weitere Nummern, darunter niedrige Nummern unter 500 und viele Nummern, die für Jahreszahlen stehen, wie 1965, 2024 usw. Diese „matching serial number sets“ in Präsentationsfoldern waren bei den Bankangestellten sehr beliebt, die viele davon selbst kauften. Viele kauften ihr Geburtsjahr und/oder andere Nummern, die für sie eine besondere Bedeutung hatten. Sogar die Banknoten im offiziellen Präsentationsset, das bei der Enthüllungszeremonie verwendet wurde und jetzt in der Lobby der NRBT ausgestellt ist, haben alle die Kontrollnummer A002023, das Ausgabejahr. Diese Präsentationsmappen wurden alle vom Gouverneur der NRBT handsigniert. Das in der Lobby der NRBT ausgestellte, offizielle Präsentationsset der aktuellen Serie. Zusätzlich zu den normalen Umlaufbanknoten, den Musterbanknoten und den „matching number sets“, gibt es Ersatzbanknoten für alle sechs Stückelungen. Der Ersatzpräfixbuchstabe ist Z statt A. Vier der sechs Ersatznoten der aktuellen Serie. Alle oben genannten Varianten haben nun ihren Weg auf den Sammlermarkt gefunden, wobei die offiziellen Bankmuster am seltensten sind. Donald Ludwig ( polymernotes.com )
- Chinas neue Polymer-Gedenkbanknote zum Jahr des Pferdes
Im Rahmen ihrer jährlichen Ausgabe von Polymer-Sammlerbanknoten zum Tierkreiszeichen hat die Volksbank von China ihre neue Gedenkbanknote zum Jahr des Pferdes angekündigt. Das Design folgt dem Format der Gedenkbanknoten zum Jahr des Drachen 2024 und zum Jahr der Schlange 2025 . Auch hierbei handelt es sich wieder um eine offizielle Ausgabe und nicht um eine Fantasiebanknote. Die Gedenkbanknote ist vertikal ausgerichtet. Auf der Vorderseite befindet sich oben das nationale Emblem der Volksbank von China und ein Siegel mit dem Schriftzeichen „马“ (Pferd). Ein kunstvoll verziertes Pferd galoppiert nach rechts über die Banknote. Unten befinden sich die gold-grün falbwechselnde Zahl 20 und die chinesischen Schriftzeichen „贰拾圆“ (zwanzig Yuan), ein dynamischer Hologrammstreifen, ein transparentes Fenster, taktile Markierungen für Blinde und die Kontrollnummer. Der Hologrammstreifen zeigt beim Kippen der Banknote mehrfarbige dynamische Effekte und gibt „Ruyi-Wolkenmuster“, „Kamelienblüten“ und das Schriftzeichen „福“ (Glück) frei. Ein dreidimensionaler, dynamischer Hochglanz-Ringeffekt ist innerhalb des Schriftzeichens „田“ (Feld) am unteren Rand des Schriftzeichens „福“ zu sehen. Der Hologrammstreifen auf der Vorderseite der Banknote. Die Rückseite ist eher schlicht gestaltet und zeigt drei Kinder, die mit Gongs und Trommeln das neue Jahr feiern. Im Hintergrund sind dekorative Muster von runden Nomadenjurten zu sehen. Oben sind die Zahl 20 und die chinesischen Pinyin-Buchstaben für „YUAN“ zu sehen. Unten sind Blumen und ein dynamisches holografisches Muster abgebildet. Das transparente Fenster am unteren Rand enthält das dekorative Muster des Zeichens „福“ (bedeutet „Segen“) innerhalb des „achtseitigen Blumenfensters“ in Gold. Neben dem Ausgabejahr (2026) ist das Siegel des Gouverneurs abgebildet. Der Text ganz unten lautet „Die Volksbank von China“ in chinesischer Pinyin-Schrift und den vier Sprachen ethnischer Minderheiten Mongolisch, Tibetisch, Uigurisch und Zhuang. Das transparente Fenster auf der Rückseite der Banknote. Die Gedenkbanknote hat eine Länge von 145 mm und eine Breite von 70 mm. Es wurden 100 Millionen Stück gedruckt. Zunächst können chinesische Staatsbürger die Banknoten zwischen dem 13. und 14. Januar 2026 bei Geschäftsbanken vorbestellen. Pro chinesischem Personalausweis können maximal 20 Stück reserviert werden. Die Banknoten können dann zwischen dem 20. und 26. Januar 2024 abgeholt werden. Donald Ludwig ( polymernotes.com )
- Aus privaten Sammlungen: 100 Namibia-Dollars aus dem Jahr 1993
Die Republik Namibia ist ein Land im südlichen Afrika, dessen Hauptstadt und größte Stadt Windhoek ist. Namibia ist das trockenste Land in Subsahara-Afrika und wird seit prähistorischen Zeiten von den Völkern der Khoi, San, Damara und Nama bewohnt. Um das 14. Jahrhundert kamen im Zuge der Bantu-Expansion eingewanderte Bantu-Völker hinzu. Ab 1600 gründeten die Owambo Königreiche wie Ondonga und Oukwanyama. 1884 errichtete das Deutsche Reich seine Herrschaft über den größten Teil des Territoriums und gründete eine Kolonie namens Deutsch-Südwestafrika. Die deutsche Herrschaft endete während des Ersten Weltkriegs mit einer Niederlage gegen südafrikanische Truppen im Jahr 1915. Nach Kriegsende übertrug der Völkerbund 1920 die Verwaltung der Kolonie an Südafrika. Einzelheiten zur politischen und monetären Geschichte Deutsch-Südwestafrikas finden Sie in DIESEM Beitrag. Das Land erlangte am 21. März 1990 seine Unabhängigkeit. Im Oktober 1991 wurden 17 Druckereien aufgefordert, Entwürfe für Banknoten in Namibia-Dollar einzureichen. Auf der Grundlage von Qualität, Aussehen und Angebotspreis wurde der Auftrag an Tumba Bruk aus Schweden vergeben. Die schwedische Behörde für internationale Entwicklungszusammenarbeit (SIDA) übernahm die gesamten Kosten für die Banknoten. Der Namibia-Dollar wurde am 15. September 1993 zum gesetzlichen Zahlungsmittel erklärt, gleichwertig mit dem südafrikanischen Rand, der in Namibia weiterhin im Verhältnis 1:1 als gesetzliches Zahlungsmittel gilt. Diese erste Serie umfasste nur drei Stückelungen (10, 50 und 100) und zeigte auf der Vorderseite ein Porträt von Kaptein Hendrik Witbooi (der Anfang des 20. Jahrhunderts gegen die deutsche Herrschaft in Namibia kämpfte) und das Parlament, auf der Rückseite Wildtiere. Objekttyp: Banknote Sammlung: Karl Köhler Authentizität: Original Land/Region/Ort: Namibia Emittent: Bank of Namibia Nominal: 100 Namibia Dollars Datierung: Keine (im September 1993 ausgegeben) Vorderseite: Oben in der Mitte befindet sich das Staatswappen Namibias. Oben rechts steht „BANK OF NAMIBIA“. Kaptein Hendrik Witbooi ist in der Mitte links abgebildet. In der Mitte rechts befindet sich das Parlamentsgebäude in Windhoek. Die Wertzahl ist oben links und unten rechts sowie vertikal ganz links in Worten angegeben. Oben und unten sind verschiedene Guilloche-Muster zu sehen. Rückseite: „BANK OF NAMIBIA“ vertikal ganz links. Rechts sind fünf stehende Oryx-Antilopen abgebildet. Die Wertzahl ist oben links und unten rechts sowie vertikal unten links in Worten angegeben. Die namibische Fahne ist oben links neben der Wertzahl abgebildet. Der Hintergrund ist mit verschiedenen Guilloche-Mustern verziert. Unterschrift: Erik L. Karlsson (GOVERNOR) Material: Papier mit Wasserzeichen (Kaptein Hendrik Witbooi) Druck: Tumba Bruk (nicht auf der Banknote angegeben) Format: 146 mm x 70 mm Nummerierung: T0000692 Zitate: Namibia 3 (Standard Catalog of World Paper Money, Modern Issues 1961-Present, 25th Edition). B203 ( The Banknote Book : Namibia, Owen W. Linzmayer) Donald Ludwig Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus Ihrer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com .
- Samoa stellt jetzt komplett auf Polymer um
Am 5. Dezember 2025 gab die Zentralbank von Samoa die bevorstehende Ausgabe neuer 50- und 100- Tālā -Banknoten bekannt, die auf dem Safeguard®-Polymersubstrat gedruckt sind. Ausgabetag war der 8. Dezember 2025. Die Umstellung der Papierserie begann mit der Ausgabe der 5- Tālā -Polymerbanknote im Dezember 2023, gefolgt von den 10- und 20- Tālā -Polymernoten im Januar 2024. Alle Polymerbanknoten wurden von De La Rue entworfen und gedruckt. Die Polymerserie von Samoa zeigt das Engagement der Bank für die Verbesserung der Haltbarkeit, Sicherheit und Gesamtqualität der samoanischen Währung. Die wichtigsten Merkmale der Umstellung auf Polymer sind: Die neuen Designs behalten die bestehenden Banknotendesigns bei, wurden jedoch für Polymer angepasst. Dazu gehört ein transparentes Fenster auf jeder Banknote. Die neuen Designs enthalten verbesserte Sicherheitsmerkmale für eine effiziente Authentifizierung und maschinelle Verarbeitung. Die neuen Designs umfassen taktile geprägte Sicherheitsmerkmale, wodurch sie für sehbehinderte Menschen leicht erkennbar sind. Jede Stückelung weist ein einzigartiges Muster aus erhabenen Punkten auf. Die folgenden Sicherheitsmerkmale zieren sowohl die 50- als auch die 100-Tālā-Polymerbanknoten: Auf der linken Seite befindet sich ein transparentes Fenster mit der Nationalblume Samoas, der Teuila. ILLUMINATE™, eine Kombination aus matter und irisierender Druckfarbe, verleiht dem Polymerfenster lebendige Farben und eine einzigartige Textur für einen auffälligen Effekt und erhöht die Fälschungssicherheit der Banknote. Das Optiks™-Sicherheitsmerkmal auf der rechten Seite der Papierbanknoten wurde durch einen ovalen ARGENTUM™-Aufdruck ersetzt, der in das Design integriert ist. ARGENTUM™ ist eine spezielle Silberfarbe, die ein stark reflektierendes und optisch auffälliges Bild erzeugt. GEMINI™ und BLINK™: Unter UV-Licht zeigt GEMINI™ fluoreszierende Farben, und BLINK™ fügt eine auffällige Nennwertangabe in einem phosphoreszierenden grünen Block hinzu, um die Echtheitsprüfung zu verbessern. Die Vorderseite der 50- Tālā -Banknote zeigt das Government Building (Gebäude der samoanischen Regierung) in der Innenstadt von Apia, der Hauptstadt des Landes. In diesem Gebäude befinden sich das Büro des Premierministers und die Büros verschiedener anderer Regierungsbeamter. Auf der Rückseite ist das Gebäude der Zentralbank von Samoa zu sehen, das sich neben dem Regierungsgebäude in Apia befindet. Die Vorderseite der 100- Tālā -Banknote zeigt Malietoa Tanumafili II. (1913–2007), einen samoanischen Oberhauptmann und Politiker, der seit der Unabhängigkeit im Jahr 1962 bis zu seinem Tod im Jahr 2007 als Staatsoberhaupt fungierte. Die Rückseite zeigt die historische Immaculate Conception Cathedral (Kathedrale der Unbefleckten Empfängnis) in Apia. Sie wurde beim Erdbeben von 2009 beschädigt und anschließend umfassend restauriert und erweitert. Das Bildnis auf der Banknote zeigt die Kirche vor dem Erdbeben. Das Präfix der Ersatznoten ist ZZ, genau wie bei den Ersatzscheinen der 5-, 10- und 20- Tālā -Polymerbanknoten. Unter ultraviolettem Licht leuchtet das GEMINI™-Sicherheitsmerkmal in zwei Farben. Zusätzlich ist auf der Vorderseite jeder Banknote in der Mitte eine auffällige Stückelungszahl in einem grün phosphoreszierenden Blockmerkmal namens BLINK™ zu sehen. Die Rückseiten der Banknoten enthalten keine ultraviolette Fluoreszenz. 100 Musterscheine wurden auch gedruckt. Unten links auf der Vorderseite findet man die Specimen-Nummer. Die Kontrollnummer besteht nur aus Nullen und der rote SPECIMEN-Überdruck ist auf beiden Seiten schräg zu finden. Das Regierungsgebäude und die Zentralbank von Samoa in Apia, beide auf der 50- Tālā -Banknote abgebildet. Malietoa Tanumafili II. und die alte Immaculate Conception Cathedral in Apia, beide auf der 100- Tālā -Banknote abgebildet. Die vollständige Einführung von Polymerbanknoten ist ein wichtiger Schritt zur Modernisierung der samoanischen Währung, da sie deren Integrität stärkt und gleichzeitig sichere und langlebige Banknoten liefert. Die neuen Banknoten werden neben den bestehenden Papierbanknoten im Umlauf sein, die bis zu ihrer schrittweisen Aussortierung im Rahmen des normalen Umlaufprozesses weiterhin gesetzliches Zahlungsmittel bleiben. Donald Ludwig ( polymernotes.com )












