top of page

Anmerkung zum "Schweine-Tausender"

Anmerkungen zum Beitrag Das Mysterium des „Schweine-Tausenders“ von Dr. Sven Gerhard hier im Blog und in der Zeitschrift "Münzen & Sammeln", Ausgabe 1/2026.



Sehr geehrte Damen und Herren, die 1000-Markscheine der DDR gelangten schon lange vor 1995 in den Handel und damit in Sammlerhände. Die Staatsbank der damaligen Sowjetunion (Bank for foreign trade of the USSR) hat ganz offiziell komplette Serien der 1948er Ausgabe von 0,50 DM bis zu 1000 DM in kassenfrischem Zustand verkauft. Mein Vater Lothar Schoenawa hatte solche Sätze in der Zeit von 1978 bis ca. 1985 zum Preis von D-Mark(West) 210,00 am Verkaufslager. Ich erinnere mich, dass wir diese mehrfach am Lager hatten.

Leider kann ich in meinen Unterlagen keine Preisliste mehr finden, in dem die UdSSR-Bank die Scheine angeboten hat. Ich habe aber im Jahre 1985 dort anfragt, ob man noch solche Sätze bestellen kann, worauf ich eine Preisliste mit dem handschriftlichen Zusatz bekam, dass die Banknoten nicht mehr vorrätig waren; womit bewiesen ist, dass sie ursprünglich dort verfügbar waren. Ich kann auch leider nicht mehr feststellen, ob es sich um Noten mit einem oder zwei Serienbuchstaben, oder Noten mit 6- oder 7-stelliger Kennziffer gehandelt hat.

Ich hoffe, ich konnte etwas hierzu beitragen.

Mit freundlichen Grüßen

H. Schoenawa


Antwort des Autors

Lieber Herr Schoenawa, vielen Dank für Ihre E-Mail, die mir Herr Grabowski vom Battenberg Bayerland Verlag weitergeleitet hat. Wie ich schon in meinem Beitrag schrieb: Der Schein war bereits vor der Auktion des Nachlasses der Staatsbank der DDR durch das Auktionshaus Busso Peus in Frankfurt am Main im Jahr 1995 am Sammlermarkt erhältlich.

Ihre Ausführungen bestätigen das. Spannend ist, dass die Spur nach Moskau führt.

Woher kamen die von der staatliche Außenhandelsbank der UdSSR (Vneshtorgbank) verkauften Scheine – waren es Restbestände der Sowjetischen Militäradministration in Deutschland (SMAD), die durch die Deutsche Notenbank nachweislich mit größeren Mengen der neuen ostdeutschen DM-Banknoten Ausgabe 1948 ausgerüstet wurde, darunter im Juli 1948 auch mit 2000 Scheinen zu 1.000 DM ? Es steht zu vermuten. Leider lässt es sich nicht nachvollziehen, da die Kontrollnummern der der SMAD übergebenen Bargeldbestände nicht überliefert sind. Die staatliche Außenhandelsbank verkaufte neben Sammlermünzen der UdSSR auch kassenfrische Banknoten der Rubelausgaben der UdSSR von 1947 (1957) gegen Devisen, auch an Privatsammler im westlichen Ausland. Ich selbst habe in Moskau 1988 ein solches Set erworben. Der Preis betrug nach meiner Erinnerung ca. 40 – 50 DM. Heute sind diese Scheine in kassenfrischer Erhaltung selten und gesucht.  

Nochmals vielen Dank für Ihren sehr interessanten Leserbrief und den Blick zurück auf den Münz- und Banknotenhandel der 1970/1980er Jahre in Westdeutschland. 

Beste Grüße, Dr. Sven Gerhard


Anmerkung der Redaktion

Übrigens: Meinen Tausender (siehe Abbildung) habe ich um 1985 beim Staatlichen Kunsthandel der DDR im Münzfachgeschäft Moneta in der Berliner Friedrichstraße gekauft. Der hat damals 400 oder 450 Mark der DDR gekostet.

Hans-Ludwig Grabowski

www.geldscheine-online.com | Regenstauf

© 2025 Battenberg Bayerland Verlag GmbH

bottom of page