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Im Land der Skipetaren

Zum Geldwesen Albaniens während der italienischen und deutschen Herrschaft

Wer las als Kind nicht „Durch das Land der Skipetaren“, in dem Karl May Kara Ben Nemsi seine Abenteuer bestehen lässt. Jahrhunderte lang lag das Land am Rande Europas in einem Dornrösschen-Schlaf. 500 Jahre bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts war es Bestand­teil des Osmanischen Reichs. Während sich im 19. Jahrhundert die Nachbarvölker vom türki­schen Joch befreiten, blieb Albanien osmanische Provinz. 1912 rebellierten die Völker des Balkans gegen die Fremdherrschaft. Durch Rußland ermutigt, nutzten Serbien, Bulgarien, Montenegro und Griechenland die Gunst der Stunde. Im Verlauf des Ersten Balkankriegs mussten die Türken Mazedonien, Adrianopel und Saloniki räumen; serbische, griechische und montenegrinische Truppen besetzten neun Zehntel Albaniens. Über die Beute gerieten die ehemaligen Verbündeten in Streit. Als Folge des Zweiten Balkankriegs (1913) musste Bulgarien seine Erwerbungen an Griechenland, Serbien und die Türkei herausgeben. Albanien erklärten die Großmächte zu einem unabhängigen Fürstentum. Der deutsche Fürst Prinz Wilhelm von Wied [* 26.3.1876 Neuwied, † 18.4.1945 Predeal, Rumä­nien] wurde für kurze Zeit albanischer Souverän. Nach nur 200 Tagen verließ er am 3. September 1914 das Land. Noch vor ihrem Eintritt in den Ersten Weltkrieg, landeten am 28. Dezember 1914 bei Valona italienische Expeditionstruppen. Italien hatte sich von den späteren Verbündeten in einem geheimen Vertrag territoriale Zugeständnisse bzw. Rechte in Albanien zusichern lassen.

Im Verlauf des Ersten Weltkriegs besetzten die Mittelmächte den größten Teil Albaniens. Nach Kriegsende war Albaniens staatliche Selbständigkeit lange Zeit ungewiß, zu begehrlich waren die Blicke der Nachbarstaaten.


Erst die Aufnahme in den Völkerbund am 17. Dezember 1920 sicherte den staatlichen Fortbestand Albaniens, dessen Grenzen aber erst eine Botschafterkonferenz am 9. November 1921 endgültig festlegte. Die inneren Verhältnisse blieben verworren. Seit den Tagen des Prinzen von Wied war es formal immer noch eine Monarchie. Die Nationalversammlung beschloß aber am 21. Januar 1925, Albanien in eine Republik umzuwandeln. Nur zehn Tage später wählte sie Amet Zogu [* 8.10.1885 Bur­gajet, Albanien, † 9.4.1961 Suresnes, Frankreich] zum Staatspräsidenten. Das Amt war prak­tisch mit unbeschränkten Vollmachten ausgestattet.


Der neue Präsident, der zuvor durch das Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen (Kralje­vina Srba, Hrvata i Slovenaca = SHS) unterstützt worden war, setzte auf die italienische Karte. Mit dem am 27. November 1926 unterzeichneten 1. Tiranapakt (Freundschafts- und Si­cherheitsvertrag) und dem am 22. November 1927 unterzeichneten 2. Tiranapakt (Verteidi­gungsbündnis) begründete Italien ein Quasi-Protektorat über Albanien.


Bereits am 15. März 1925 schlossen in Mailand der albanische Finanz- und Außenminister Mufid Bey Libonava und der Repräsentant einer italienischen Investorengruppe, Mario Alberti, einen Bank- und Anleihevertrag. In ihm sagten die Investoren der albanischen Regierung eine Anleihe in Höhe von 50 Millionen Goldfanken zu. Sie wurde von der italienischen „Società per lo sviluppo economico dell’Albania“ verwaltet. Das Gesetz Nr. 356 vom 12. Juli 1925 machte den Weg frei zur Errichtung der albanischen Notenbank (Banka Kombëtare e Shqipnis – Banca Nazionale d‘Albania), die am 2. September 1925 in Rom mit einem Kapital von 12,5 Millionen Franga-Ari (Goldfranken) gegründet wurde. Hauptaktio­när war die „Creditio Italiano“. Die Geschäftspolitik der Bank erfolgte von Rom aus durch den Verwaltungsrat, während die Zentraldirektion in Durrës seinen Sitz nahm. Erst 1938 erfolgte die Verlegung nach Tirana. Durch die Beteiligung an der Nationalbank gewann Italien auch eine weitgehende Kontrolle über die albani­schen Finanzen.

Albanien verfügte bis zu diesem Zeitpunkt über kein eigenes Münz- oder Papiergeld, sieht man von wenigen regionalen Notgeldausgaben ab.[1] Im Umlauf waren die Münzen der Nachbarstaaten, die vor dem Ersten Weltkrieg entweder der Lateinischen Münz­union angehörten oder zu­mindest nach dessen Standard prägten. Von besonderer Bedeutung waren hier die italienischen Lire- und die französischen Francs-Goldmünzen. Es wundert daher nicht, dass man auch in Albanien den Goldfranken zur Grundlage der Währung machte:


100 Qindar Leku = 1 Lek

500 Qindar Leku = 1 Franga Ari (Goldfranken)

5 Leku = 1 Franga Ari

5 Qindar Leku = 1 Qindar Ari

100 Qindar Ari = 1 Franga Ari


Bereits im Februar 1926 emittierte die neu gegründete Bank 20-Franga-Ari-Banknoten, im März folgte der Wert zu 5 Franga-Ari und im Juni zu 100 Franga-Ari.[2] Die zweisprachigen Geldscheine wurden bei „Bradbury, Wilkinson & Co. Ltd.“ gedruckt. Die bei Richter e. C., Neapel, gedruckte Note zu 5 Lek = 1 Franga-Ari, bildete den Abschluss. Sie wurde nach nur zehn Tagen wieder ein­ge­zogen, da die Abbildung des römischen Adlers auf der Vorderseite dem al­ba­nischen Präsidenten missfiel. Alle Nominale tragen die Unter­schrift des Bankpräsidenten Mario Alberti und von Amedeo Gambino. Von der 5-Franga-Ari-Note gibt

es eine spätere zweite Auflage, die vom neuen Bankpräsidenten Giuseppe Bianchini unterzeichnet wurde.


Abb. 1.1/2: Banka Kombëtare e Shqipnis, o. D., 5 Lek = 1 Franka Ari, Vorder- und Rückseite[3], Größe: 93 x 50 mm, ohne Wasserzeichen.

Abb. 2.1/2: Banka Kombëtare e Shqipnis, o. D., 5 Franka Ari, Vorder- und Rückseite,

Größe: 113 x 60 mm, Wasserzeichen.

Abb. 3.1/2: Banka Kombëtare e Shqipnis, o. D., 5 Franka Ari, 2. Auflage, Vorder- und Rückseite, Größe: 113 x 60 mm, Wasserzeichen.


Abb. 4.1/2: Banka Kombëtare e Shqipnis, o. D., 20 Franka Ari, Vorder- und Rückseite,

Größe 152 x 86 mm, Wasserzeichen: Skanderbeg.


Abb. 5.1/2: Banka Kombëtare e Shqipnis, o. D., 100 Franka Ari, Specimen, Vorder- und Rückseite[4], Größe: 190 x 104 mm, Wasserzeichen: Skanderbeg.


Ab 1926 gelangten in Rom (Münzzeichen „R“) geprägte Münzen zu 5 und 10 Qindar Leku (Bronze), ¼ Leku, ½, 1 Lek (Nickel) sowie 2 und 5 Franga Ari (Silber) in den Umlauf.

Nach nur einem Monat zog man im Januar 1927 die 2 Franga-Münzen wieder ein, da sie ebenfalls den römischen Adler zeigten. Die 1 Franga-Silber-Münze mit dem Bug eines römischen Schiffes auf der Vorderseite gab die Bank erst gar nicht in den Verkehr. Wohl zu Repräsentationszwecken prägte man in geringer Auflage Goldmünzen zu 10, 20 und 100 Franga Ari mit dem Bildnis des Präsidenten Amet Zogu. Bleibt anzumerken, dass spätere Jahrgänge auch in London (Münzzeichen „L“) und Valons (Münzzeichen „V“) geprägt wurden.


Abb. 6: Shqipni, 1926, 1/2 Lek.

Abb. 7: Shqipni, 1927, 1 Fr. A.

Abb. 8: Shqipni, 1926, 2 Fr. A.


Abb. 9: Shqipni, 1926, 5 Fr. A.


Am 1. September 1928 proklamierte die Nationalversammlung die Monarchie und Amet Zogu zum König der Albaner, entsprechend zeigen die Münzen aus den 1930er Jahren ab 1 Franga Ari sein Konterfei mit der entsprechenden Umschrift. Erstmals wurden 1935 auch Bronze-Münzen zu 1 und 2 Qin­dar Ari geprägt sowie Gedenkmünzen zum „XXV. Jahrestag der Unabhängigkeit“ (1937) und zum „X. Jahrestag Königreich“ (1938).


Abb. 10: Shqipni, 1930, 1/2 Lek.


Abb. 11: Shqipni, 1935, 2 Franga.


Abb. 12: Shqipni, 1935, 1 Qindar Ar.


Obwohl das Verteidigungsbündnis auf 20 Jahre geschlossen war, nutzte Italien Verhandlungen über eine Erneuerung des Vertrags, um die Vereinigung der beiden Staaten zu fordern. Da sich der albanische König weigerte, landeten am 4. April 1939 italienische Truppen in Durazzo, Valona und Santi Quaranta und besetzten das Land in wenigen Tagen. Am 12. April erklärte die Nationalversammlung den geflohenen König Zogu für abgesetzt. Zwei Tage später nahm der ita­lienischen König Vittorio Emanuele III. den Titel eines Königs von Albanien an. Jacomoni, der bisherige Botschafter in Tirana, wurde am 18. April Statthalter (Luogotenente: Leutnant) des Königs in Albanien. Am gleichen Tag wurde im italienischen Außenministerium ein Staatssekreta­riat für albanische Angelegenheiten eingerichtet.

Die einzige Partei im Land wurde die am 23. April 1939 gegründete „Partia Fashiste Shqiptare“ (Albanische Faschistische Partei). Am 3. Juni wurde die albanische Armee in die italienische eingegliedert und das albanische Außenministerium aufgelöst.

Die außenpolitische Vertretung Albaniens erfolgte jetzt durch Italien. Schließlich trat am

4. Juni eine neue albanische Verfassung, „Grundstatut“ genannt, in Kraft. Nach ihren 54 Artikeln war Albanien eine konstitutionelle Monarchie, erblich im Hause Savoyen.

Der bisherigen Staatsflagge wurde noch das Liktorenbündel hinzugefügt; Amtssprache blieb Albanisch. Die Exekutive ging vom König bzw. seinem Statthalter aus, der die Minister ernannte, die nur ihm verantwortlich waren. Die Legislative ging ebenfalls vom König aus, der dabei aber mit einem „Obersten Faschistischen Korporativrat“ zusammen­ar­beitete, der sich aus Mitgliedern des Zentralrats der Albanischen Faschistischen Partei und des Zentralrats der Korporativen Wirtschaft zusammensetzte. Die Mitglieder dieses „Parlamen­ts“, wie es in Albanien weiterhin genannt wurde, wurden also bestimmt, und nicht gewählt. Die Ein­berufung des Korporativrats, die Bestimmung der Tagesordnung, die Ernennung des Prä­siden­ten und des Vizepräsidenten war dem König vorbehalten. Dem König und der Faschisti­schen Partei kamen die Rolle eines Verfassungsorgans zu.[5]


Nur drei Tage nach der Landung veranlasste die italienische Militärführung, dass bei allen bei der Nationalbank lagernden 100 Franga-Ari-Noten das Brustbild König Zogus durch einen schwarzen Stempel mit dem albanischen doppelköpfigen Adler unkenntlich zu machen sei.

In der Zeit vom 7. bis 12. April wurden alle Geldscheine zu 100 Franga-Ari eingezogen und überstempelt. Die nicht geänderten Banknoten wurden für wertlos erklärt. Ab 20. April galten 6,25 Lira ein Franga, gleich­zeitig wurde die Goldbindung des albanischen Franken aufgehoben.


Abb. 13.1/2: Banka Kombëtare e Shqipnis, o. D., 100 Franka Ari, Wappenstempel, Vorder- und Rückseite[6]


Bis zur Emission neuer Banknoten durch die Banca d’Italia kamen die Reserven der alten Noten von 1926 zur Ausgabe. Und zwar befanden sich im Umlauf:[7]

5 Franga-Ari

945.000 Stück

im Mai 1939

20 Franga-Ari

475.000 Stück

im Mai 1939

100 Franga-Ari

81.000 Stück

im Dezember 1940

Schon im Juni 1939 gelangten die neuen Banknoten zu 5 und 20 Franga und im Januar 1940 die zu 100 Franga in den Verkehr. Drei weitere Nominale folgten: 10 Lek im Juli 1940, 2 Lek im Januar 1941 und 5 Lek im Mai 1942. Obwohl der 2 Lek-Geldschein nach einem Dekret nur bis zum 31. De­zember 1941 umlauffähig war, blieb er bis zum Ende er italienischen Besatzung im Zahlungs­verkehr.[8] Alle Nominale wurden von Mosconi und Gambino unterzeichnet.

Am 17. Dezember 1942 regte die albanische Nationalbank bei der Banca d’Italia den Druck von Banknoten zu 500 und 1000 Franga an. Hierzu ist es jedoch nicht mehr gekommen.


Abb. 14.1: Banka Kombëtare e Shqipnis, o. D., 2 Lek, Vorder- und Rückseite. Größe: 95 x 54 mm, Wasserzeichen.

Abb. 15.1/2: Banka Kombëtare e Shqipnis, o. D., 5 Lek, Vorder- und Rückseite.

Größe 97 x 61 mm, Wasserzeichen: Italia mit Stern.


Abb. 16.1/2: Banka Kombëtare e Shqipnis, o. D., 10 Lek, Vorder- und Rückseite.

Größe 97 x 61, Wasserzeichen: Vittorio Emanuelle III.


Abb. 17.1/2: Banka Kombëtare e Shqipnis, o. D., 5 Franga, Vorder- und Rückseite.

Größe 132 x 76 mm, Wasserzeichen: Vittorio Emanuelle III.


Abb. 18.1/2: Banka Kombëtare e Shqipnis, o. D., 20 Franga, Vorder- und Rückseite.

Größe 187 x 106 mm. Wasserzeichen: links Wasserzeichen: Vittorio Emanuelle III., rechts Skanderbeg.


Abb. 19.1/2: Banka Kombëtare e Shqipnis, o. D., 100 Franga, Vorder- und Rückseite.

Größe 203 x 108 mm, Wasserzeichen: Wasserzeichen: Vittorio Emanuelle III.


Das neue Papiergeld wurde bei der Officina della Banca d’Italia gedruckt. Die Produktion endete mit der Bombardierung der Druckerei in Aquila am 8. Dezember 1943. Bis zu diesem Zeitpunkt wa­ren hergestellt:[9]


2 Lek 4.000.000 Stück

5 Lek 2.190.000 Stück

10 Lek 16.479.000 Stück

5 Franga 8.535.000 Stück

20 Franga 5.592.222 Stück

100 Franga 1.432.500 Stück


Auch diese Ausgabe ist zweisprachig und weist verblüffende Ähnlichkeiten mit den italienischen Banknoten auf. Der Wert zu 20 Franka hatte eindeutig den 100-Lire-Schein zum Vorbild. Im Zentrum der Note „Roma“ mit Speer und Schild, in der linken Hand die Siegesgöttin haltend, daneben die Wölfin, Romulus und Remus säugend.

Das linke Wasserzeichen im Lorbeerkranz zeigt das Kopf­bildnis von König Vittorio Emanuele III, das rechte das Kopfbild des legendären Fürsten Skander­beg.

Die 100 Franga-Note ist der Banknote zu 500 Lire nachempfunden. Das rechte Bild gibt eine Bäue­rin mit Sichel und Kornähren wieder, im weißen linken Feld das Wasserzeichen mit dem Brust­bild des italienischen Königs.


Der Wert zu 2 Lek ist in violett-braunen Farben gehalten. Die rechte Vorderseite beherrscht das an­tike Kopfbild eines Jünglings, auf der Rückseite der doppelköpfige al­banische Adler. Die 5- und 10 Lek-Noten sind weitgehend bildgleich. In der runden Aussparung wird beim #

5-Lek-Schein ein Frauenkopf, beim 10-Lek- und 5-Franga-Schein der Kopf von König Vitto­rio Emanuele III. als Wasserzeichen sichtbar.


Nach der Besetzung kamen nach italienischem Vorbild in Rom geprägte Münzen zu 0,05, 0,10 (Aluminium-Bronze), 0,20, 0,50, 1, 2 (Acmonital) sowie 5 und 10 Lek (Silber) in Umlauf.

Sie zeigen auf dem Revers das Portrait von Vitto­rio Emanuelle III. als König von Albanien – teilweise mit einem Stahlhelm – sowie auf dem Avers den albanischen Adler mit zwei Liktorenbündeln.

Abb. 20: Shqipnis, 1939, 0,50 Lek.


Abb. 21: Shqipnis, 1939, 10 Lek.


Einzelne ältere Geldzeichen wurden außer Kurs gesetzt, so die Nickelmünzen zu ¼ Leku zum 31. Dezember 1940 und die Silbermünzen zu 2 und 1 Franga-Ari zum 31. Dezem­ber 1941; die überstempelten 100 Franga-Ari-Noten wurde am 30. Juni 1942 ungültig.[10]


Als Italien am 10. Juni 1940 an der Seite Deutschlands in den Zweiten Weltkrieg eintrat, wurde auch Albanien Kriegspartei. Dies hatte zunächst keine weitere Bedeutung für das Land, da der Balkan auch weiterhin von Kampfhandlungen verschont blieb. Erst mit dem italienischen Angriff auf Griechenland am 28. Oktober 1940 änderte sich das. Die italienische Regierung befürchtete, dass Griechenland seine neutrale Haltung zu Gunsten Großbritanniens aufgeben könnte. Die ultimative italienische Forderung nach strategischen Stützpunkten in Griechenland wurde selbstverständlich von der griechischen Regierung abgelehnt.

Der italienische An­griff war schlecht vorbereitet. Nach anfänglichen Erfolgen musste man am 14. November der griechischen Gegenoffensive weichen. Bis zum Jahresende kontrollierten die Griechen etwa ein Viertel Albaniens. Die drohende militärische Niederlage des Verbündeten vor Augen, veranlasste Hitler zum Eingreifen. Am 6. April 1941 griffen deutsche Truppen Griechenland und Jugoslawien an. Der Widerstand beider Staaten brach rasch zusammen. Am 17. April kapitulierte Jugoslawien, am 24. April Griechenland, dessen Truppen aber immer noch tief in Albanien standen.


Die besetzten Gebiete verteilten die Achsenmächte als Beute. Die Italiener besetzten den größten Teil des Kosovos und Westmakedoniens, die Bulgaren das restliche Makedonien und einen kleinen Teil des Kosovos mit der Stadt Kacanik, das nördliche Kosovo mit den Städten Kosovska Mitrovica, Vucitrn und Podujevo kam zu Serbien unter deutsche Militärverwaltung. Am 12. August 1941 vereinten die Italiener ihr Gebiet sowie die einst montenegrinischen Kreise Plav-Gusinje und Ulcinj zu einem Groß-Albanien mit 42.469 qkm und 1.756.000 Einwohnern.[11] Das albanische Siedlungsgebiet in Nordgriechenland, die Çamëria, blieb jedoch bei Griechenland unter italienischer Militärverwaltung.


In den besetzten früheren jugoslawischen Gebieten wurde der Dinar eingezogen und mit 0,0608 Franga umgetauscht; die während der griechischen Besatzung nach Albanien eingedrungene Drachme wurde mit 0,02 Franga gerechnet.[12]


Das deutsche Luftwaffenkommando Südost befürchtete nach der alliierten Landung auf Sizilien eine Inva­sion auf dem Balkan. Bereits seit Ende Juli/Anfang August 1943 wurden daher zur Sicherung der Hä­fen und Flugplätze deutsche Truppen nach Albanien verlegt.

Nach dem Übertritt Italiens ins La­ger der Alliierten am 8. September 1943, besetzen zwei deutsche Divisionen das Land. Etwa 90.000 italienische Soldaten gerieten in deutsche Gefangenschaft, 45.000 tauchten im Land unter. Da die Wehrmacht viel zu wenig Truppen zur Verfügung hatte, um in Albanien eine starke Präsenz zeigen zu können, unterstützte man die Bildung einer deutschfreundlichen Regierung, die am 14. September 1943 die Unabhängigkeit Albaniens proklamierte.[13]


Das albanische Staatsarchiv in Tirana verwahrt unter der Referenznummer 179 Akten der albanischen Nationalbank auf, zu denen auch ein 366 Seiten umfassendes Journal der Zentraldirektion gehört. Dieses Tagebuch beginnt am 9. September 1943 und endet mit dem letzten Eintrag am 24. Oktober 1944. Damit umfasst es den gesamten Zeitraum der deutschen Besetzung. Direktor Rodolfo Janniello notierte dreizehn Monate jeden Tag akribisch mit Angabe des Datums und der Uhrzeit alle Informationen, die per Telefon, Telegramm, Post, durch Treffen der Direktoren der Bank mit Vertretern der albanischen Regierung und hochrangigen Stellen der deutschen Armee eingingen.


In den ersten Tagen des italienischen Seitenwechsels waren die politischen und monetären Verhältnisse in Tirana verworren. So erfuhren die Mitglieder der Zentraldirektion erst am

9. September 1943 gegen 19:00 durch eine Nachrichtensendung der BBC davon. Zwar vermerkt das Journal, dass die Franga-Banknoten auch weiterhin im Umlauf seien und auf dem Markt als Tauschmittel verwendet würden, jedoch die Notenbestände nicht ausreichen würden, um allen Geldanforderungen gerecht zu werden. Am 10. September lehnte daher Direktor Ettore Melis ein Ersuchen der scheidenden italienischen Militärkommandantur ab,

die geforderten Mittel auszuzahlen. Die gleiche Antwort erhielt auch der deutsche Wehrmachtsoffizier Major Tiller. Abgeschnitten vom Hauptverwaltungsrat in Rom wies die Zentraldirektion in Tirana die Filialen an, keine Anforderung des Militärs zu erfüllen und auch keine Kredite an Privatpersonen mehr zu vergeben. Dennoch gelang es italienischen Truppen beträchtliche Banknotenmengen abzuziehen. Dabei ging es nicht immer friedlich zu. In Berat erzwang Major Rosario Lauria die Herausgabe von 1.131.000 Franga und in Vlora überfielen Partisanen die Bankfiliale.


Auf der anderen Seite der Adria besetzten deutsche Truppen Italien. In einer Überraschungsaktion beschlagnahmte am 16. September ein SS-Kommando im Beisein eines Beamten des Auswärtigen Dienstes bei der Banca d’Italia in Rom „... albanische Banknoten in Scheinen von 5 und 10 Lek sowie zu 5, 20 und 100 Fr. A. im Gesamtwert von 120.513.902 Fr. A., geprägte Goldmünzen verpackt in 23 Säckchen im Münzwert von 435.070 Fr. A., Goldbarren, bestehend aus 49 losen Barren und 29 Kistchen Barren im von ita­lieni­scher Seite angegebenen Gegenwert von 7.627.756,90 Fr. A. Der Inhalt der Banknoten­pakete sowie die Säckchen und Barrenkisten (die Eigentum der Nationalbank waren, Anm. d. Verf.) konnten aus Zeitmangel nicht gezählt werden. Es dürfte sich schätzungsweise um 3 t Gold und 12 t Banknoten handeln.“[14]

Die Banknoten wurden mit neun Transportflugzeugen nach Tirana geflogen und dort zur Verfü­gung des Gesandten Neubacher beim Generalkonsulat hinterlegt. Die Goldbestände sowie die Druckplatten der Banknoten gelangten mit einem Sonderflugzeug nach Berlin ins Auswärtige Amt.[15]


Auf Befehl vom 11., 12. und 13. September 1943 des italienischen IX. Kommandos wurden die Banken in Albanien bis zum 20. September geschlossen, nur die Nationalbank setzte ihre Tätigkeit, wenn auch nur sporadisch, fort. Die leitenden Direktoren der Bank, Ettore Melis und Ugo Olmastroni, verhandelten mit Vertretern der albanischen Regierung, des deutschen Konsulats sowie der deutschen Wehrmacht über den künftigen Kurs der Bank. Sie sah ihre Aufgabe beschränkt auf die Finanzierung der Ausgaben der albanischen Regierung und der deutschen Armee. Am 29. September 1943 wies das Interimsexekutivkomitee (der albanischen Regierung) den Direktor der Nationalbank an, gegen Quittungen des Konsulats in Tirana Zahlungen an die deutsche Wehrmacht zu leisten. Die deutsche Seite erhielt zunächst ein Darlehen in Höhe von 80 Millionen Franga.


Anders als in Montenegro und Italien, wo die Wehrmacht die Reichskreditkassenscheine in Umlauf setzte, verzichtete man hierauf in Albanien. Die Albaner überzeugten die deutschen Stellen davon, dass es für alle Beteiligten vorteilhafter wäre, wenn die Ausgabe von Reichskreditkassenscheinen unterlassen würde. Das Ansehen der neuen (deutschfreundlichen) albanischen Regierung würde bei ihren Bürgern leiden, wenn eine ihrer ersten Handlungen die Einführung der Reichsmark, wäre. Angesichts dieses Einwandes zog das deutsche Kommando die vorgesehene Ausgabe von 10 Millionen Reichsmark zurück.

Der Wechselkurs zwischen Franga und Reichsmark betrug zunächst 62,50 RM und vom 10. Januar 1944 an 81 RM für 100 Franga.[16]


Wie alle Länder, in denen deutsche Truppen standen, so hatte auch Albanien die Last der Versorgung der dortigen Wehrmachtsverbände zu tragen. Darüber hinaus lieferte das Land wich­tige Bodenschätze, [17] wie Chrom, Erdöl, Magnesit und Ligniat, ohne entsprechende deutsche Gegenleistung. Dies führte zum Aufblähen des Kreditvolumens und drohte die Währung zu ruinie­ren. Die albanische Regierung erklärte daher am 4. November, keine Darlehen mehr an die Deut­sche Wehrmacht zu gewähren. Gleichzeitig bat sie um die Rückgabe der Goldbestände der alba­nischen Nationalbank als Deckungsmittel der eigenen Währung und um den Abschluss eines Ab­kommens über Verrechnung und Warenlieferungen. In einer interministeriellen Besprechung über Währungsfragen des Balkans in Berlin am

8. November 1943 bezeichnete es Neubacher als „nicht mehr länger angängig, Leistungen Albaniens durch einfache Quittungen ohne Gegenlei­stung anzuerkennen“.[18]


Die deutschen Behörden waren bemüht, die ungeheure Ausbeutung entsprechend der Konzep­tion des „unabhängigen Staates“ auf eine pseudo-legale Grundlage zu stellen.

Am 27. Dezember 1943 wurde ein deutsch-albanisches Wirtschafts- und Verrechnungsabkommen geschlossen, das vor allem der Sicherung des Geldbedarfs der Besatzer dienen sollte. Zu einem Abkommen über das Gold der albanischen Nationalbank kam es erst im April 1944. Danach wurde es der Na­tionalbank übergeben, blieb jedoch im Depot in Berlin.[19]


„Um die albanische Währung nicht sofort ins Bodenlose fallen zu lassen, um ein gewisses Warenangebot für die deutsche Wehrmacht und die albanische Wirtschaft sicherzustellen und um die deutsche Warenlieferung zu regeln, griff Neubacher wie in Griechenland zum Mittel gele­gentlicher Goldinterventionen auf dem freien Markt. Darüber hinaus wurde im Februar 1944 in Anlehnung an die ‚Deutsch-Griechische Warenausgleichsgesellschaft mbH‘ (Degriges) von der Reichsgruppe Industrie und der Wirtschaftsgruppe Groß- und Außenhandel das ‚Deutsch-Albani­sche Warenausgleichsbüro‘ in Form einer GmbH gegründet. Das Büro hatte in erster Linie die Aufgabe, die Geschäftsbeziehungen zwischen deutschen und albanischen Außenhandelsunter­nehmen anzuknüpfen und als Bindeglied zwischen der albanischen Wirtschaft und deutschen Behörden zu fungieren.“[20] Das Ziel des Warenaustausches und die Abschöpfung des dabei möglichen Inflationsgewinns zugunsten der Verbilligung deutscher Importe aus Albanien und der Abdeckung der Besatzungskosten konnte nicht mehr erreicht werden. Partisanenüberfälle mach­ten die Straßen unsicher, hinzu kamen die verstärkten Jagdbomberangriffe der Alliierten, die fehlenden Ersatzteile und Reifen für die Lastkraftwagen und der allgemeine Vorrang militärischer Transporte.


In der Zeit der deutschen Besatzung gewährte die Nationalbank an das Deutsche Reich die folgenden Darlehen in albanischen Franken:

Die zunehmende Inflation, immerhin belastete die kurze deutsche Besatzungszeit Albanien mit schätzungsweise 270 Millionen Franga, und die fehlenden Banknoten veranlassten ab September 1943 die Niederlassungen der Nationalbank in Durrës, Elbasan (Elbasani), Korçë, Scutari, Shkodrë (Shkodër), Vlonë (Valona) und Tiranë (Tiranna) zur Ausgabe von handschriftlich unter­zeichneten (Notgeld-)Schecks zu 100 200, 500, 1000, 2000 und 5000 Franga, die wie Banknoten zirkulierten. In Tiranë wurden im Juli 1944 auch solche zu 20, 50 und 100 Franga emittiert.[21] Das Papier zur letztgenannten Emission stammte mit großer Wahrscheinlichkeit aus der vormaligen Tschechoslowakei, denn das Wasserzeichenpapier wiederholt das Wort „STO“ (tsche­chisch = Hundert) in einem „Rah­men“. Alle (Notgeld-)Schecks sind nur noch in albanischer Sprache gedruckt.


Abb. 22.1/2: Banka Kombëtare e Shqipnis, Juli 1944, 20 Fr. Shq., Vorder- und Rückseite.

Abb. 23.1: Banka Kombëtare e Shqipnis, Juli 1944, 100 Fr. Shq., Vorderseite.

Durch die veränderten militärischen Verhältnisse war Albanien für die Deutsche Wehrmacht nicht länger zu halten. Am 2. Oktober 1944 erhielten die Truppen den Befehl, Albanien zu verlas­sen, und am 15. Oktober wurde die deutsche Gesandtschaft in Tirana aufgelöst.

Mit der Räu­mung Shkodras am 29. November verließen die letzten Verbände der Wehrmacht Albanien.


Bereits am 17. November 1944 zogen alliierte Truppen in Tirana ein, und nur wenige Tage später bildete sich eine Regierung unter der Führung des kommunistischen Partisanenführers Enver Hodscha (Enver Hoxha [* 16.10.1908, Gjirokastra, † 11.4.1985, Tirana]), die am 11. Januar 1946 die Volksre­publik ausrief. In der Folgezeit kapselte sich Albanien immer mehr von der übrigen Welt ab. Erst nach Hodschas Tod öffnete sich das Land. Nach andauernden Streiks und Demonstrationen bildete sich im Juni 1991 eine Übergangsregierung, die erstmals auch nicht kommunistische Mitglieder ein­schloss. Aus den Wahlen im März 1992 ging dann die Demokratische Partei unter Berisha (*1945) als Sieger hervor.


Abb. 24: Banka Kombëtare e Shqipnis, o. D. (1945), 20 Franga, Rechteckstempel, Vorderseite.[22]


Nach der Befreiung Albaniens nannte sich die „Banka Kombëtare e Shqipnis“ in „Banka e Shtetit Shiqiptar“ (Staatsbank von Albanien) um. Die umlaufenden Banknoten und (Notgeld-)Schecks wurden mit einem rechteckigen 53 x 33 mm großen Stempel, der zweizeilig den neuen Banknamen und den doppelköpfigen Adler zeigt, überdruckt.

Abgelöst wurden diese Scheine durch in der UdSSR ge­druckten und 1946 in Umlauf gesetzten neuen Banknoten.


Uwe Bronnert

Anmerkungen [1] Vgl. Standard Catalog of World Paper Money, Specialized Issues, 12th Edition, Iola 2013, S. 31 ff. s. auch Uwe Bronnert, Die Geldzeichen der Autonomen Albanischen Republik Korçë, <https://www.geldscheine-online.com/ > vom 16.10.2019.

[2] Nach Angaben auf der Homepage der Nationalbank erfolgte die Bekanntmachung der drei Noten am 28. Februar 1926. <https://www.bankofalbania.org/Currency/Numismatics/Banknotes_issued_from_1926_to_1945/ > (07.04.2023)

[4] Auktionshaus Christoph Gärtner GmbH & Co. KG, Auktion 39 Lot #15

[5] Vgl. Peter Bartl: Albanien, Vom Mittelalter bis zur Gegenwart, in der Reihe: Ost- und Südosteuropa, Geschichte der Länder und Völker, hrsg. v. Horst Glassl und Ekkehard Völkl, München 1995, S. 225 f.

[6] Auktionshaus Christoph Gärtner GmbH & Co. KG, Auktion 39 Lot #16

[7] Guido Crapanzano, Soldi d’Italia, Un secolo di cartamoneta, The exhibitions of the Foundation, Parma 1995, S. 226.

[8] Owen W. Linzmayer nennt in seinem Katalog „Albania – The Banknote Book“ (5.2.2023) auf S. 5/6 abweichende Ausgabe- Daten: 2 Lek: ausgegeben ab 10.11.1940, im Umlauf bis Ende 1944; 5 Lek: ausgegeben ab 9.6.1940; 10 Lek: ausgegeben ab 18.8.1940.

[9] Guido Crapanzano, S. 226.

[10] BA Berlin, R 29/262, TAO 17/44 vom 8. Februar 1944. Guido Crapanzano nennt als Umlauf­zeit April 1939 bis Mai 1940; s. S. 227. [11] Zuvor 28.748 qkm und 1.122.000 Einwohner.

[12] Frankfurter Verlag (Hrsg.), Das Wirtschaftshandbuch, Jahrgang 1944, Frankfurt a. M. 1944, S. 150.

[13] Lediglich das Deutsche Reich wandelte am 13. Juli 1944 sein Generalkonsulat in Tirana in eine Gesandtschaft um. Wegen der unsicheren Lage weigerten sich Ungarn, Rumänien und Bulgarien diesen Schritt zu tun. Die gleichfalls angesprochenen neutralen Staaten Schweiz und Türkei be­antworteten die Note der albanischen Regierung erst überhaupt nicht.

[14] Vgl. Telegramm von Walther Wüster, deutscher Generalkonsul in Neapel, an das Auswärtige Amt vom 16. September 1943. Abgedruckt als Dokument 177 in: Die Okkupationspolitik des deutschen Faschismus in Jugoslawien, Griechenland, Albanien, Italien und Ungarn (1941 – 1945), Dokumentenauswahl und Einleitung von Martin Seckendorf, unter Mitarbeit von Günter Keber, Jutta Komorowski, Horst Muder, Herbert Stöcking und Karl Übel, in der Reihe: Europa unterm Hakenkreuz, hrsg. vom Bundesarchiv, Band 6, Berlin und Heidelberg 1992, S. 259. [15] Vgl. ebenda, Dok. 199, S. 275.

[16] BA Berlin, R 29/262, TAO 3/44 vom 13. Januar 1944.

[17] Bei dem für die Rüstung wichtigen Chrom deckte Albanien während der Besatzungszeit bei­spielsweise etwa 17 % des deutschen Verbrauchs, und beim Erdöl wurde das kleine Land im Südosten zum zweitgrößten Lieferanten. [18] Zitiert nach: Christoph Stamm, Zur deutschen Besetzung Albaniens 1943 – 1944, in: Militär­geschichtliche Mitteilungen 2/81, S. 114.

[19] Am 22. Oktober 1946 kam es zu dem sog. Korfu-Kanal-Zwischenfall. Zwei britische Zerstörer waren in der Meerenge zwischen Korfu und der albanischen Küste auf eine Miene gelaufen. 44 Matrosen starben. Dieses Seegebiet, durch das internationale Schifffahrtswege führen, war kurz zuvor von Mienen geräumt worden. Der Vorfall kam vor den Sicherheitsrat der UNO und vor den Internationalen Gerichtshof in Den Haag, der Albanien zur Zahlung einer Entschädigung von 2,4 Millionen US-Dollars verurteilte. Da sich Albanien weigerte zu zahlen, beschlagnahmte Großbritannien kurzerhand den erwähnten albanischen Goldschatz.

[20] Christoph Stamm, S. 115.

[21] Vgl. C. Frederick Schwan und Joseph E. Boling, World War II Remembered history in your hands – a numismatic study, Port Clinton, Ohio 1992, S. 652 f.

[22] Auktionshaus Christoph Gärtner GmbH & Co. KG, Auktion 45 Lot #1010

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