Lexikon: Banque de la Guadeloupe

In den beiden französischen "Zuckerkolonien" Guadeloupe und Martinique sowie auf Réunion wurden nach der Sklavenbefreiung (1848) im Oktober 1849 je eine Warenlombardbank errichtet, die Kassenscheine mit Zwangskurs in Umlauf brachten. Die als Provisorium gedachte Bank wurde 1851 (Gesetz vom 11. Juli 1851) von der Banque de la Guadeloupe abgelöst, die das Recht zur Ausgabe von Noten erhielt und bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs davon Gebrauch machte.


GLP-7c (Linzmayer B307p): Banque de la Guadeloupe, 5 Francs ohne Datum (Gesetz von 1901), Unterschrift H. Marconnet (1934, 1943), Vorder- und Rückseite, Abb. www.banknoten.de


GLP-14 (Linzmayer B 318b): Banque de la Guadeloupe, 25 Francs ohne Datum (1934, 1944), Unterschrift André Boudin (1944), Vorder- und Rückseite, Abb. www.worbes-verlag.de


Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs lösten zunächst die in England gedruckten und später die in Frankreich hergestellten Scheine der Caisse Centrale de la France d'Outre-Mer (Zentralkasse der Französisch-Übersee) die Noten der Banque de la Guadeloupe ab.


Seit 1975 galt der Französische Francs und ab 2012 gilt der Euro als alleiniges gesetzliches Zahlungsmittel auf Guadeloupe.


Albert Pick/Hans-Ludwig Grabowski

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