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  • Aus privaten Sammlungen: Probedruck zu 20 RM vom 2. Januar 1926

    Nach der Währungsstabilisierung wurde der Deutschen Reichsbank mit Reichsbankgesetz vom 30. August 1924 als Zentralnotenbank das Recht erteilt, auf Reichsmark lautende Banknoten auszugeben. Außerdem wurde sie aufgefordert, all ihre bis dahin umlaufenden Noten aufzurufen und im Verhältnis 1 Billion Mark = 1 Reichsmark umzutauschen. Die ersten Reichsmark-Banknoten kamen Anfang November 1924 in Umlauf. Der Druck der Reichsbanknoten erfolgte nur noch durch die Reichsdruckerei in Berlin. In der Zeit der "Weimarer Republik" und des sog. "Dritten Reichs" entstanden eine ganze Reihe von Entwürfen, Essays und Probedrucke zu Reichsbanknoten, die so nie in Umlauf kamen. Mit Datum vom 2.1.1926 wurde eine ganze Serie von Reichsbanknoten zu 10, 20, 50 und 100 RM geplant, die als Ersatzserie gedacht gewesen sein soll. Teilweise tragen die hierzu entstandenen Probedrucke einen handschriftlichen Vermerk des Reichsbankdirektoriums. Heute sind solche Stücke absolute Raritäten. Zuletzt wurden alle Proben der Reichsbank auch in den Katalog "Die deutschen Banknoten ab 1871" aufgenommen. Aus der Sammlung Josef Gerber: Deutsches Reich, Deutsche Reichsbank: Probedruck zu 20 Reichsmark ohne Datum (1926) auf der Basis des Bankgesetzes vom 30. August 1924. Vorderseite: Männerkopf und Schaurand mit Wertzahl im Ornament. Handschriftlicher Vermerk zum Probedruck: "No. 43642 K/26". Rückseite: Reliefartiger Männerkopf (Industriearbeiter) vor Zahnrad im Medaillon. Handschriftlicher Vermerk: "Genehmigt / Berlin, den 30. April 1926 / Rbd", zwei Handunterschriften ("Schacht" und "von Grimm") sowie am Rand "No 43642 K/26". Wasserzeichen: Papier bräunlich, ohne Wasserzeichen. Format: 160 mm x 80 mm Druck: Reichsdruckerei, Berlin Gesetz: Gesetzliche Grundlage vom 30. August 1924 Umlauf: Nicht ausgegeben! Katalogreferenzen: DEU-180P1/P2 (Grabowski, Die deutschen Banknoten ab 1871) Hans-Ludwig Grabowski Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus Ihrer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com.

  • Aus privaten Sammlungen: Probedruck zu 100 Mark vom 21. April 1910

    Mit Einführung der Mark als Einheitswährung des 1871 gegründeten Deutschen Reichs und Umwandlung der Preussischen Haupt-Bank in die Deutsche Reichsbank entstanden immer wieder auch verschiedene Entwürfe, Probedrucke und Muster zu neuen deutschen Reichsbanknoten. In den ersten Jahrzehnten durften sowohl die Reichsbank, als auch die anderen noch verbliebenen deutschen Notenbanken, nur Banknoten im Nennwert ab 100 Mark ausgeben. Bereits für die ersten Notenserie der Reichsbank vom 1. Januar 1876, von der nur die Werte zu 100 und 1000 Mark ausgegeben wurden, gab es auch Proben eines 500-Mark-Scheins, der jedoch nie in Umlauf kam. Nach Jahrzehnten, in denen der "Blaue Hunderter" in immer gleicher Gestaltung im Zahlungsverkehr war und jede neue Ausgabe lediglich einer Veränderung der Zusammensetzung des Reichsbankdirektoriums geschuldet war, was sich auf die Unterschriften und geänderte Ausgabedaten auswirkte, arbeitete man schon 1903 an einem neuen Hunderter mit Merkur- und Ceresköpfen auf der Vorder- und der Germania unter einer Eiche am Meer mit Schiffen der kaiserlichen Flotte auf der Rückseite. Der sog. "Flotten-Hunderter" war sogar im Reichstag heftig umstritten. Waren 1903 Musterdrucke noch im Format des alten "Blauen Hunderters" erfolgt, so gab es spätestens 1907 die ersten Proben in seinem späteren Format, der ihm auch den Namen "Langer Hunderter" einbrachte. Weitere Probedrucke folgten für die Ausgabe von 1910. Zuletzt wurden alle Proben der Reichsbank auch in den Katalog "Die deutschen Banknoten ab 1871" aufgenommen. Aus der Sammlung Hans-Ludwig Grabowski: Deutsches Reich, Deutsche Reichsbank: Einseitiger Probedruck der Vorderseite zu 100 Mark vom 21. April 1910. Vorderseite: Merkur- und Ceresköpfe als Allegorien für Handel und die Landwirtschaft, jeweils über einem Adler. Im Unterdruck Kaiserkrone, Zepter und Schwert in Eichenlaub. Serie A, KN "0000000", dreifacher roter Überdruck "Musterabdruck – Wertlos" sowie dreifache Perforation "DRUCKPROBE". Rückseite: unbedruckt. Wasserzeichen: Kopf Kaiser Wilhelm I. und Wertzahl 100, Papier mit roten Fasereinlagen (Wilcox-Fasereinlagen). Format: 207 mm x 102 mm Druck: Reichsdruckerei, Berlin Katalogreferenzen: DEU-39P1 (Grabowski, Die deutschen Banknoten ab 1871) GER-42a (Standard Catalog of World Paper Money, Vol. II – General Issues) Hans-Ludwig Grabowski Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus Ihrer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com.

  • Aus privaten Sammlungen: Muster zu 100 RM der Bayerischen Notenbank von 1924

    Die Bayerische Notenbank wurde am 6. August 1875 in München gegründet und nahm am 3. November 1875 ihren Geschäftsbetrieb auf. Bereits im März 1875 wurde laut Staatsvertrag der Verzicht der Bayerischen Hypotheken- und Wechselbank auf ihr bis dahin ausgeübtes Notenrecht geregelt. Für Bayern gab ab November 1875 nur noch die Bayerische Notenbank Banknoten in Mark-Währung aus, wovon besonders während der Inflation Gebrauch gemacht wurde. Nach den einschneidenden Beschränkungen der Rechte von Privat- und Ländernotenbanken gehörte sie 1906 neben der Badischen Bank, der Sächsischen Bank und der Württembergischen Notenbank zu den nur noch vier verbliebenen Ländernotenbanken in Deutschland. Die von diesen vier Banken ausgegebenen Noten waren im ganzen Deutschen Reich gültig. Am 1. Juli 1925 verloren alle vor dem 11. Oktober 1924 ausgegebenen Noten ihre Eigenschaft als Zahlungsmittel, konnten aber noch bis 31. Juli 1925 eingelöst werden. Die Bayerische Notenbank behielt ihr Notenrecht noch bis 1935, die Reichsmark-Ausgaben von 1924/1925 spielten im Umlauf aber keine große Rolle mehr. Aus der Sammlung Egon Brummer: Deutsches Reich, Freistaat Bayern, Bayerische Notenbank: 100 Reichsmark vom 11. Oktober 1924 (Muster) Vorderseite: Text auf Ornamenten. Rückseite: Mitte bayerisches Staatswappen (1923–1950) mit viergeteiltem Schild (oben links mit Rauten für Bayern, oben rechts mit goldenem Löwen für die Oberpfalz, unten links mit drei Löwen auf gelbem Untergrund für Schwaben und unten rechts mit dem "Fränkischen Rechen" für Franken) mit Laubkrone im Zahnrad (Industrie). Rechts und Links je ein Löwe als Schildhalter. Das Wappen ruhend auf einem Pflug (Landwirtschaft) sowie zwei Wappenschilde. Papier: Papier mit eingelegten Seidenpapierstreifen. Wasserzeichen: Hakenkreuze. Format: 180 mm x 90 mm Druck: Giesecke & Devrient, Leipzig. Katalogreferenzen: BAY-24M (Grabowski: Die deutschen Banknoten ab 1871 / Das Papiergeld der deutschen Länder) GER-S942 (Standard Catalog of World Paper Money, Vol. I – Specialized Issues) Hans-Ludwig Grabowski Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus Ihrer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com.

  • Aus privaten Sammlungen: 1000 Pounds der Bank of Ghana vom 1. Juli 1958

    Die britische Kronkolonie "Goldküste" bestand seit 1878. Am 6. März 1957 wurde sie als erste Kolonie in Westafrika zusammen mit dem Protektorat Britisch-Togoland (einem Teil der ehemaligen deutschen Kolonie Togo, der nach dem Ersten Weltkrieg bei Aufteilung der Kolonie unter britische Kontrolle gekommen war) als Republik Ghana unabhängig. Als Zentralnotenbank gab die Bank of Ghana ihre ersten Geldscheine mit Datum vom 1. Juli 1958 aus. Die erste Notenserie bestand aus Werten zu 10 Shillings sowie 1, 5 und 1000 Pounds. Der Tausender weicht nicht nur wegen des hohen Nennwerts von dieser Serie ab, sondern auch von seiner Gestaltung, die an die alten Pfund-Noten der Bank of England erinnert. Er war lediglich für Transaktionen mit internationalen Banken vorgesehen, jedoch nicht für den Umlauf in der Bevölkerung. Die zweite Serie trägt ein Datum von 1965. Aus der Sammlung Josef Gerber: Republik Ghana, Bank of Ghana: 1000 Pounds vom 1. Juli 1958, ausgegeben ab 14. Juli 1958 Vorderseite: Gebäude der Bank of Ghana in der Hauptstadt Accra. Rückseite: Wertangabe und Ornamente (Guillochen). Wasserzeichen: GHANA im Stern Format: 177 mm x 102 mm Druck: Thomas de La Rue, London Katalogreferenzen: GHA-4 (Standard Catalog of World Paper Money, Vol. II – General Issues) B104 (Linzmayer: The Banknote Book – Ghana) Hans-Ludwig Grabowski Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus Ihrer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com.

  • Aus privaten Sammlungen: "Deichmann-Bon" über 100 Francs von 1914/1915

    Die Lieferungsscheine (Bons) der Zweiten deutschen Armee dienten im besetzten Teil Frankreichs während des Ersten Weltkriegs zur Bezahlung von Lieferungen französischer Gemeinden an das deutsche Heer. Die Bons sind links gezähnt, da sie aus Abrissblöcken mit Perforation getrennt wurden. Die sog. „Deichmann-Bons“ oder auch „Wirtschaftsausschuss-Bons“ wurden ab Februar 1915 in Gesamthöhe von 3,5 Mio. Francs in 192 besetzten Gemeinden ausgegeben. Eingeführt wurden sie vom Major d. Res. Deichmann beim Wirtschaftsausschuss der Etappen-Inspektion 2. Sie sollten dem Mangel an Umlaufmitteln entgegenwirken, indem sie quasi erst durch den Stempel der einlösenden Gemeinde zu Geld wurden, ansonsten aber nur eine Quittung darstellten. Viele Gemeinden weigerten sich aber für die Bons als „Zahlstelle“ zu haften. Die Gültigkeit war auf bis zu sechs Monate nach Friedensschluss begrenzt. Anfang September 1915 wurden weitere Ausgaben untersagt und ab 3. November 1916 waren die noch nicht eingelösten Bons gegen französische Stadtscheine einzuziehen. Bis Ende August 1917 waren Bons im Wert von insgesamt rund 3 Mio. Francs eingezogen. Nicht ausgegebene Bons im Wert von 4,68 Mio. Francs wurden beim Generalwechselamt eingestampft. Die sog. "Deichmann-Bons" sind heute durchweg Raritäten und gesuchte Sammlerstücke. Aus der Sammlung Josef Gerber: Zweite Armee, Etappen-Inspktion 2, Wirtschafts-Ausschuss: Bon über 100 Francs 1914/15 Vorderseite: Text auf Ornament-Unterdruck, Abstempelung der Etappen-Inspektion der 2. Armee und Gegenstempel der französischen Gemeinde Fontaine Notre Dame. Rückseite: Text auf Deutsch und Französisch. Wasserzeichen: Kölner Waben Unterschriften: Faksimile-Uschr. Deichmann, Rittmeister und Hand-Unterschrift des Bürgermeisters der französischen Gemeinde Fontaine Notre Dame Format: 170 mm x 100 mm Katalogreferenzen: EWK-61a (Grabowski: Die deutschen Banknoten ab 1871) FRA-M13 (Standard Catalog of World Paper Money, Vol. I – Specialized Issues) Hans-Ludwig Grabowski Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus Ihrer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com.

  • Aus privaten Sammlungen: "Franzosenschein" zu 100 DM vom Dezember 1948

    Die Bank deutscher Länder wurde am 1. März 1948 durch Gesetze der US-amerikanischen, britischen und später auch der französischen Militärregierungen als Zentralbank und alleinige Notenbank für die westlichen Besatzungszonen Deutschlands errichtet. Währungsreform 1948: Am 20. Juni 1948 kam es entsprechend Gesetz über die Neuordnung des Geldwesens zur Währungsreform, bei der alle bis dahin umlaufenden Reichsbanknoten, Rentenbankscheine und Noten der Alliierten Militärbehörde ungültig und durch neue Noten mit der Währungsbezeichnung Deutsche Mark ersetzt wurden, die man in den USA gedruckt hatte. Zunächst wurde lediglich ein sog. „Kopfgeld“ in Höhe von 60 DM pro Person im Verhältnis 1:1 umgetauscht. Darüber hinaus erfolgte der Umtausch nur für anerkannte Gelder, Forderungen und Schulden im Verhältnis 10:1. Mit Datum vom Dezember 1948 wurden in Frankreich bei der Druckerei der Banque de France Noten der Bank deutscher Länder zu 50 und 100 DM auf dem für französische Drucke typischen dünnen Papier hergestellt, die deshalb in der Bevölkerung auch "Franzosenscheine" genannt wurden. Sie kamen erst 1951 in Umlauf, zuerst der Hunderter am 16. Mai und dann am 19. September 1951 der Fünfziger. Sie waren die letzten Banknoten der Bank deutscher Länder und noch bis zum 31. Dezember 1965 gültig. Nachfolgerin der Bank deutscher Länder wurde 1957 die Deutsche Bundesbank. Aus der Sammlung Hans-Ludwig Grabowski: Bank deutscher Länder: Banknote über 100 Deutsche Mark vom 9.12.1948 Vorderseite: Ratsherr Jakob Muffel (nach einem Gemälde von Albrecht Dürer). Rückseite: Kopfbildnis der Vs. spiegelverkehrt, dazu ein Ausschnitt des Nürnberger Stadtbildes. Wasserzeichen: Kopfbildnis Format: 160 mm x 80 mm Katalogreferenzen: BRD-3 (Grabowski: Die deutschen Banknoten ab 1871) Ros./Gra. 256 (Rosenberg/Grabowski: Die deutschen Banknoten ab 1871) GFR-15a (Standard Catalog of World Paper Money, Vol. II – General Issues) Hans-Ludwig Grabowski Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus Ihrer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com.

  • Aus privaten Sammlungen: Muster zu 1000 DM der Deutschen Notenbank von 1948

    Eine 1945 vom Alliierten Kontrollrat vorgesehene gemeinsame deutsche Nachkriegswährung war spätestens seit 1947 durch die offenen Differenzen zwischen den Besatzungsmächten unrealistisch geworden. Am 20. Juni 1948 kam es entsprechend Gesetz über die Neuordnung des Geldwesens zur Währungsreform in den Westzonen, bei der alle bis dahin umlaufenden Reichsbanknoten, Rentenbankscheine und Noten der Alliierten Militärbehörde ungültig und durch neue Noten mit der Währungsbezeichnung "Deutsche Mark" ersetzt wurden, die man in den USA gedruckt hatte. Nach der überraschend durchgeführten Währungsreform in den drei westlichen Besatzungszonen Deutschlands war man in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) gezwungen, schnell finanztechnisch zu reagieren, um einer Schwemme alten Gelds aus den Westzonen vorzubeugen. Aus der Sammlung Hans-Ludwig Grabowski: Nach Bekanntwerden der westlichen Währungsreform über Rundfunk am 18. Juni 1948 erließ die sowjetische Militärverwaltung am 23. Juni 1948 den Befehl Nr. 111/48 zur Durchführung einer eigenen Währungsreform in ihrer Besatzungszone und zur Umbewertung von Reichs- und Rentenmark. Als Zwischenlösung wurden die alten Reichsbanknoten und Rentenbankscheine des Dritten Reichs mit Klebemarken versehen, die nur die jeweilige Wertziffer und das Jahr 1948 tragen. Die sog. "Kuponscheine" waren vom 24. Juni bis 26. Juli 1948 gültig. Am 20. Juli 1948 war auf Anordnung der Deutschen Wirtschaftskommission in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) aus der Deutschen Emission- und Girobank die Deutsche Notenbank geworden. Nur vier Wochen nach der Ausgabe sog. „Kuponscheine“ erhob man den Befehl Nr. 124/48 der sowjetischen Besatzungsmacht vom 24. Juli 1948 zum Gesetz. Zwecks Vollendung der Währungsreform wurde in der Zeit vom 25. bis 28. Juli 1948 der Austausch der mit Kupons beklebten Reichs- und Rentenbanknoten gegen DM-Noten der Deutschen Notenbank vorgenommen, die als Zentralnotenbank das alleinige Notenrecht erhielt, aber in ihrer Notenausgabe beschränkt war. Die Erstausstattung an Banknoten von 50 Pfennig bis 50 Deutsche Mark kam aus der Sowjetunion (Druck bei der staatlichen Wertpapierdruckerei GOZNAK). Die Hunderter und Tausender wurden dagegen in der Sowjetischen Besatzungszone gedruckt. Musterscheine der Serie 1948 kommen wahrscheinlich nur aus der laufenden Serie mit Perforation „MUSTER“ und mit zusätzlichen Balkenstempeln vor. Daneben gibt es auch noch Druckproben mit und ohne KN sowie mit Perforation „UNGÜLTIG“. Deutsche Notenbank: Banknote zu 1000 DM von 1948, Muster Vom Tausender 1948 wurden 225.000 Stück gedruckt, von denen 1949/1950 nur 743 Stück ausgegeben wurden. Der Wert erwies sich im Zahlungsverkehr als zu hoch und blieb deshalb in der Notenreserve der Deutschen Notenbank. 1956 waren nur noch 46 Stück im Umlauf. Vorderseite: Ornamente und Wertbezeichnung. Rückseite: Ornamente und Wertbezeichnung. Wasserzeichen: Pfeilspitzen Format: 191 mm x 97 mm Muster: Banknote mit Kontrollnummer aus laufender Serie B, mit dreifacher Perforation "MUSTER" von Original-Perforationswerkzeug der ehemaligen Reichsbank und mit je einem zusätzlichen Balkenstempel "MUSTER" auf Vorder- und Rückseite. Die Muster mit Balkenstempel stammen aus dem Tresor-Bestand der ehemaligen Staatsbank der DDR. Katalogreferenzen: SBZ-18 (Grabowski: Die deutschen Banknoten ab 1871) Ros./Gra. 347 (Rosenberg/Grabowski: Die deutschen Banknoten ab 1871) GDR-16 (Standard Catalog of World Paper Money, Vol. II – General Issues) Hans-Ludwig Grabowski Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus Ihrer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com.

  • Aus privaten Sammlungen: 200 Rupien aus Deutsch-Ostafrika von 1915

    Deutsch-Ostafrika (DOA) wurde ab 1884 von der Deutsch-Ostafrikanischen Gesellschaft erworben und war die größte und reichste deutsche Kolonie. Sie umfasste die heutigen Staaten Tansania, Ruanda und Burundi sowie einen Teil des heutigen Mosambik. In der Region kursierte die indische Rupie, weshalb man diese Währung auch für die deutschen Kolonialausgaben beibehielt. Am 1. April 1903 übernahm die deutsche Reichsregierung das Münzrecht, welches vorher die Deutsch-Ostafrikanische Gesellschaft ausgeübt hatte. Bereits 1890 ging die Verwaltung der Kolonie auf das Deutsche Reich über. Man erlaubte aber der Deutsch-Ostafrikanischen Gesellschaft eine eigene Notenbank – Die Deutsch-Ostafrikanische Bank (DOAB)– zu gründen, die am 23. Juni 1905 ihre Arbeit aufnahm und ihren Sitz in Daressalam hatte. Der festgesetzte Umtauschwert der DOA-Rupie lag bei 1 RM = 0,75 Rupien. Nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs wurden die Friedensausgaben der DOAB von 1905 zu gesetzlichen Zahlungsmitteln erklärt. Im Ersten Weltkrieg wurde die Kolonie von der Versorgung durch das Reich und damit auch von Papier- und Münzlieferungen abgeschnitten, man behalf sich deshalb mit primitiven Kriegsausgaben. Der Druck dieser Interims-Banknoten wurde durch die Deutsch-Ostafrikanische Zeitung GmbH in Daressalam und an anderen Orten ausgeführt. Nach der Kapitulation der deutschen Schutztruppe am 14. November 1918 ließ General von Lettow-Vorbeck den einheimischen Askaris (farbige Soldaten der Schutztruppe) und Trägern noch 1,5 Millionen Rupien in Interims-Noten auszahlen, die später von der deutschen Regierung eingelöst wurden. Durch die primitive Art ihrer Herstellung während des Kriegs und die Nutzung aller verfüg­baren Papierarten – von Karton über Jutepressung bis zum Ölpapier – ist eine faszinierende Variantenvielfalt entstanden, wie sie mit keiner anderen Papiergeld-ausgabe vergleichbar ist. Die Interims-Noten von Deutsch-Ostafrika sind deshalb zu einem beliebten Sammelgebiet geworden. Aus der Sammlung Gerhard Reichert: Deutsch-Ostafrika: Deutsch-Ostafrikanische Bank, Interims-Banknote über 200 Rupien vom 15. Juni 1915 Ausführung mit zwei Hand-Unterschriften (Berendt / Frühling) auf der Vorderseite und einer handschriftlichen Kontrollnummer auf der Rückseite. Vorderseite: Rahmen mit vier Wertzahlen in den Ecken. Rückseite: Text im Rahmen mit Straftext. Wasserzeichen: Reichsdruckerei-Wellen Format: 172 x 112 mm Druck: Deutsch-Ostafrikanische Zeitung GmbH, Daressalam Katalogreferenzen: DOA-9a (Grabowski: Die deutschen Banknoten ab 1871) Ro/Gra-908a (Rosenberg/Grabowski: Die deutschen Banknoten ab 1871) GEA-49 (Standard Catalof of World Paper Money, Vol. II – General Issues) Hans-Ludwig Grabowski Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus Ihrer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com.

  • Aus privaten Sammlungen: 5 Pesos der Deutsch-Südamerikanischen Bank von 1913

    Die Deutsch-Südamerikanische Bank AG war eine deutsche Bank für den Handel mit Südamerika, deren Hauptsitz sich in Berlin befand. Sie wurde 1906 durch die Dresdner Bank, den A. Schaaffhausen’schen Bankverein und die Darmstädter und Nationalbank gegründet. Eigene Banknoten wurden von dem Institut allerdings nur während der Revolution 1913 in Mexiko ausgegeben, da der Revolutionsführer, General Panco Villa (1878–1923), Geld zur Bezahlung seiner Truppen benötigte. Die scheckähnlichen, aber mehr an einen Wechsel erinnernden, Scheine haben stets eine „Aussteller“-Bank und eine „Bezogene“-Bank. Diese wiederum kommen jeweils im Wechsel Aussteller-Bezogene-Bank vor. Die Scheine der Deutsch-Südamerikanischen Bank wurden in Kombination mit dem Banco Nacional de Mexico und dem Banco de Londres y Mexico, alle von den Filialen in Torreón, emittiert. Es kommen Nominale zu 5, 10 und 20 Pesos vor. Alle Nennwerte sind äusserst selten, wobei alle paar Jahre Noten über 5 Pesos im Handel auftauchen. Die Scheine waren bis mindestens 1915 als Zahlungsmittel im Umlauf. Da alle Varianten vorkommen, gibt es vier Grundtypen à drei Nominalen. Die Noten haben alle die gleichen Abmessungen 180 x 90 mm und sind in einfachem Druck mit Prägestempel und zwei handschriftlichen Unterschriften hergestellt. 1996 wurde die Deutsch-Südamerikanische Bank in Dresdner Bank Lateinamerika AG umbenannt. Zu der Zeit hatte sie eine Bilanzsumme von 11,4 Mrd. Euro und beschäftigte etwa 1.100 Mitarbeiter. Aus der Sammlung Jens Dobokay: Mexiko, Deutsch-Südamerikanische Bank: Revolutions-Ausgabe über 5 Peso vom 7. Oktober 1913 Hier wird die etwas seltenere Variante mit der Deutsch-Südamerikanischen Bank als bezogenes Institut und dem Banco de Londres y México als Aussteller vorgestellt. Vorderseite: Rahmen mit Text, Wertbezeichnung und Kontrollnummer. Rückseite: Spanischer Text mit Deckungszusage der Bank, Bankstempel und Handunterschrift. Wasserzeichen: Teilweise mit Fabrik-Wz. (dieses Stück ohne). Format: 180 x 90 mm Katalogreferenzen: DAB-79 (Grabowski: Die deutschen Banknoten ab 1871) Ro/Gra-1067 (Rosenberg/Grabowski: Die deutschen Banknoten ab 1871) MEX-S603/3A (Standard Catalof of World Paper Money, Vol. I – Specialized Issues) Jens Dobokay/Hans-Ludwig Grabowski Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus Ihrer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com.

  • Aus privaten Sammlungen: 1000 Schilling der Oesterreichischen Nationalbank von 1954

    Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich waren ab 1938 nur mehr die deutschen Zahlungsmittel in Österreich gültig. Bereits im April 1945 nahm aber die Oesterreichische Nationalbank wieder ihre Arbeit auf. Die gesetzlichen Grundlagen für die Neuausgabe von Banknoten bildeten das "Notenbank-Überleitungsgesetz" vom 3. Juli 1945 sowie das "Schilling-Gesetz" vom November 1945. Die ersten eigenen Banknoten nach dem Krieg wurden dann mit den Druckplatten der bis 1938 umgelaufenen Scheine, aber in anderen Farben und mit geänderten Unterschriften hergestellt. Die sog. "Interimsnoten" kamen ab Dezember 1945 in Umlauf. Bis 21. Dezember 1945 wurden alle umlaufenden Scheine über 5 Reichsmark bzw. 5 Schilling der Alliierten Militärbehörde im Verhältnis 1:1 umgetauscht. Da die mit den Druckplatten der Ersten Republik hergestellten "Interimsnoten" nur eine Übergangslösung darstellen konnten, ließ die Oesterreichische Nationalbank neue Banknoten entwerfen, die Daten ab 1946 tragen, aber erst ab 1948 in Umlauf kamen. Der hier vorgestellte erste 1000-Schilling-Schein der Zweiten Republik trägt das Datum vom 2. Januar 1954. Aus der Sammlung Jürgen Schilde: Republik Österreich, Oesterreichische Nationalbank: Banknote zu 1000 Schilling vom 2. Januar 1954 Vorderseite: Rechts Porträt des Komponisten Anton Bruckner (1824–1896). Rückseite: Bruckner-Orgel in St. Florian/Oberösterreich. Wasserzeichen: Kopf von Anton Bruckner. Entwurf: Vorderseite: Rudolf Zenziger, Wien, Rückseite: Rudolf Toth. Format: 192 x 89 mm Umlauf: 23. Januar 1956 bis 30. April 1964 Katalogreferenzen: AUT-135 (Standard Catalog of World Paper Money, Vol. II – General Issues) Hans-Ludwig Grabowski Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus Ihrer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com.

  • Aus privaten Sammlungen: Muster zu 1000 Rials des Iran von 1934

    Nach dem Sieg der Konstitutionellen Revolution und der Einführung einer westlich orientierten Verfassung endete 1906 der Absolutismus im ehemaligen Persien. Das Land kam jedoch nicht zur Ruhe und es herrschte Bürgerkrieg. 1908 hatten Briten und Russen den Iran untereinander in Einflusszonen eingeteilt. Der Plan der Briten, das gesamte Land zum britischen "Protektorat" zu machen, scheiterte jedoch. Während des Ersten Weltkriegs kam es trotz Neutralität des Iran zu heftigen Gefechten zwischen Russen, Briten und Osmanen auf iranischem Gebiet. Der auf dem vorgestellten Geldschein porträtierte Rezah Schah Pahlavi wurde am 15. März 1878 als Reza Khan geboren. Seine militärische Laufbahn führte ihn vom einfachen Soldaten der persischen Kosakenbrigade bis zum Oberkommandierenden. Von 1917 bis 1921 starben über 2 Millionen Menschen im Iran (damals ein Viertel der Landbevölkerung) an den Folgen von Krieg, Hunger und Seuchen. Der Staat drohte zu zerfallen und nach einem Putsch der Kosaken wurde Rezah Khan 1921 Verteidigungsminister und 1923 Premierminister. Nachdem seine Pläne zur Abschaffung der Monarchie und zum Aufbau einer iranischen Republik gescheitert waren, er aber erfolgreich einen iranischen Nationalstaat schuf, beschloss das Parlament am 31. Oktober 1925 die Absetzung der Kadscharen-Dynastie. Am 25. April 1926 wurde Reza Kahn als Reza Schah Pahlavi zum neuen Kaiser gekrönt. Vor dem Zweiten Weltkrieg war Deutschland der größte Handelspartner des Iran. Bei Kriegsausbruch erklärte der Schah Irans Neutralität und lehnte deshalb auch später eine alliierte Nachschublinie durch den "Persischen Korridor" in die Sowjetunion ab. Im Krieg wuchs aber die strategische Bedeutung des iranischen Erdöls. Im August 1941 marschierten deshalb britische und sowjetische Truppen in den Iran ein, ohne dass es einen internationalen Aufschrei der Empörung gegeben hätte. Die Besatzer zwangen den Schah zur Abdankung zugunsten seines Sohnes, da er sein Volk angeblich schlecht regiert und sich bereichert hätte. Tatsächlich, war dieser Einmarsch ein Neutralitätsbruch und Rezah Schah Pahlavi der erste Führer des Iran seit langem, der echte Reformen angegangen war. U.a. wurden ein modernes Bildungs- und Justizsystem sowie westliche Kleidung eingeführt. Es wurden Straßen und Eisenbahnlinien gebaut. Die Verschleierung der Frauen wurde verboten, ausländische Banken wurden verstaatlicht und der Ausbau des Zentralstaats vorangetrieben, der den Einfluss der lokalen Machthaber beschränkte. Rezah Schah Pahlavi starb am 26. Juli 1944 im Exil in Südafrika. Der alten philosophische Lehre von Ursache und Wirkung folgend, führte die nach dem Zweiten Weltkrieg anhaltende sowjetische Besetzung zur "Irankrise" und zum "Kalten Krieg". Aus der Sammlung Josef Gerber: Kaiserreich Iran, Bank Markazi Iran: Muster einer Banknote zu 1000 Rials anno Hegira 1313 (1934) Vorderseite: Links: König Dareios tötet ein Ungeheuer mit einem Messer (Szene von einem Stein-Relief aus der historischen persischen Hauptstadt Persopolis); Rechts: Porträt von Rezah Schah Pahlavi (1878–1944) in Uniform. Rückseite: Wappen: Löwe mit Schwert, Krone und Sonne; Mitte: Mythische Figur "Faravahar" mit Schwingen. Wasserzeichen: ohne Druck: American Bank Note Company Format: 190 x 111 mm Muster: KN "00000", zwei Entwertungs-Lochungen. Katalogreferenzen: IRN-30s (Standard Catalog of World Paper Money, Vol. II – General Issues) Hans-Ludwig Grabowski Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus Ihrer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com.

  • Aus privaten Sammlungen: Muster zu 50 Reichsmark der Bayerischen Notenbank von 1925

    Die Bayerische Notenbank wurde am 6. August 1875 in München gegründet. Bereits im März 1875 wurde laut Staatsvertrag der Verzicht der Bayerischen Hypotheken- und Wechselbank auf ihr bis dahin ausgeübtes Notenrecht geregelt. Ab November 1875 gab in Bayern nur noch die Bayerische Notenbank ausschließlich Banknoten in Mark-Währung aus, die nicht nur in Bayern, sondern sogar im gesamten Deutschen Reich gültig waren. Die Bayerische Notenbank gehörte nach dem Verzicht vieler deutscher Noten- und Privatbanken auf ihr Notenrecht Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts zu den letzten deutschen Ländernotenbanken, die insbesondere während der deutschen Inflation verstärkt Noten ausgaben. Die letzten Noten der Bayerischen Notenbank stammen aus der Zeit nach der Währungsstabilisierung und lauten deshalb bereits in Reichsmark. Zum 1. Januar 1935 kündigte das Reichswirtschaftsministerium das Notenrecht der bis dahin noch bestehenden vier Ländernotenbanken (Badische Bank, Bayerische Notenbank, Sächsische Bank und Württembergische Notenbank). Damit wurden auch alle Noten der Bayerischen Notenbank, die bis dahin den Reichsbanknoten gleichgestellt waren, zum 2. April 1936 ungültig. Aus der Sammlung Hans-Ludwig Grabowski: Deutsches Reich, Freistaat Bayern, Bayerische Notenbank: Muster zu 50 Reichsmark vom 1. September 1925 Vorderseite: Rechts Porträt von Hieronymus Holzschuher nach einem Gemälde von Albrecht Dürer. Rückseite: Mitte bekröntes geviertes bayerisches Wappen. Papier: Grünlich, links geprägt und mit eingelegten Seidenpapierstreifen. Hersteller: Louis-Staffel-Feinpapierfabriken, Witzenhausen. Wasserzeichen: "BAYERN" Druck: Giesecke & Devrient, Leipzig Format: 171 x 85 mm Muster: B "0000000", drei Entwertungs-Lochungen. Katalogreferenzen: BAY-25M2 (Grabowski: Die deutschen Banknoten ab 1871) BAY-25M (Grabowski: Das Papiergeld der deutschen Länder 1871–1948) GER-s943 (Standard Catalog of World Paper Money, Vol. I – Specialized Issues) Hans-Ludwig Grabowski Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus Ihrer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com.

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